Sollten staatlich geförderte Projekte sich immer an beide Geschlechter wenden müssen?

In einem Beitrag auf „Women against Feminism UK“ aus dem Jahr 2015 ging es darum, dass feministische Organisationen protestierten, dass ihnen die öffentliche Gelder gekürzt worden sind, weil sie nicht im gleichen Maße auch Männer, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, geholfen haben:

The new Gender Equality Duty, created under The Equality Act 2006, requires that ‘public bodies must promote and take action to bring about gender equality, which involves: looking at issues for men and women’We, women against feminism UK, don’t like the work equality because equality may not be synonyms with justice  and a good life style. JUSTICE should be the right word in this case.

But, let’s continue……

Feminists were protesting because their funding was cut because the women’s charities (Read feminists) were told that they must start providing services to male victims of DV under equality laws (The Equality Act 2006)  or have their funding cut. The feminists refused, and their funding was cut. All the feminists had to do was provide services equally to men, which they shouldn’t have had a problem with, considering they are “all about equality” and all, but they refused.

That’s the feminist equality: MEN are OUT. Women against the feminst agenda are OUT.

Finde ich eine interessante Idee:

Jede Organisation kann mit Spenden oder eigenen Geldern machen, was sie will, wenn sie aber Hilfsprojekte anbieten und diese mit öffentlichen Zuschüssen finanzieren, dann müssen sie diese beiden Geschlechtern anbieten.

Es würde das Hilfsangebot für Männer erheblich erweitern und vielleicht vielen in den Stellen auch eine andere Perspektive geben. Würde natürlich auch bedeuten, dass auch Männerberatungsstellen Frauen beraten müssten.

Wie würdet ihr das finden?

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17 Gedanken zu “Sollten staatlich geförderte Projekte sich immer an beide Geschlechter wenden müssen?

  1. The National Organization for Women (NOW), the Feminist Majority, the Institute for Women’s Policy Research, and the National Women’s Law Center soon joined the battle against the supposedly sexist bailout of men’s jobs. At the suggestion of a staffer to Speaker of the House Nancy Pelosi, NOW president Kim Gandy canvassed for a female equivalent of the „testosterone-laden ’shovel-ready’ “ terminology. („Apron-ready“ was broached but rejected.) Christina Romer, the highly regarded economist President Obama chose to chair his Council of Economic Advisers, would later say of her entrance on the political stage, „The very first email I got . . . was from a women’s group saying ‚We don’t want this stimulus package to just create jobs for burly men.’ “

    http://www.weeklystandard.com/no-country-for-burly-men/article/17737

    Frauenaktivisten wollen nicht nur Männern nicht helfen, sie wollen auch nicht das jemand anderes es tut. Man sieht es auch hier in DE wo die Gleichstellungsbeauftragten auf die Barrikaden gingen als eine geplante Änderung im Quotegesetz dazu geführt hätte das sie von nun an Männer bevorzugen müssten, da diese mittlerweile durch die jahrelange Frauenbevorzugung unterrepräsentiert sind.

    Gerechter wäre es wenn Hilfe immer für alle Menschen angeboten wird, aber ich denke nicht dass die Frauenaktivisten darüber glücklich wären. Die werden sagen das Frauen sich in der Anwesenheit von Männern nicht wohl fühlen und dann zu einem anderen Zeitpunkt zu fordern, dass alle Boys Clubs aufgesprengt werden müssen. Und in der Politik gibt es nicht genug Leute, die diese Aktivisten den Vogel zeigen.

  2. Das würde das Ende für eine ganze Menge feministischer Projekte bedeuten, einschließlich solcher der politischen Parteien. Weshalb ich dem Vorhaben in Deutschland wenig Chancen einräume.

    Der Protest dagegen zeigt allerdings sehr schön, dass es nicht um Gleichberechtigung geht, sondern darum, sich Vorteile auf Kosten anderer zu verschaffen.

  3. Antwort: Nein. Natürlich kann es staatlich geförderte Projekte geben, die sich nur an das eine der beiden Geschlechter wenden. Und sowas kann auch durchaus gut und richtig sein.

    Wenn man bspw. die Lese- und Schweibschwäche von Jungen in der Schule verbessern will – will man natürlich nicht, aber wenn man es wollte -, dann könnte man dafür Maßnahmen ergreifen, welche speziell auf die Eigenarten und Bedürfnisse von Jungen zugeschnitten sind, also z. B. mehr Bewegung und Aktion zwischen den einzelnen Lerneinheiten.

    Es wäre abwegig, bei solchen Maßnahmen und den dafür aufgewendeten Mitteln darauf zu bestehen, daß nun auch entsprechende Aufwände für die Leseleistung von Mädchen erbracht werden müssen.

    Ich denke schon, daß man bei einer staatlichen Förderung unbedingt nachprüfen sollte, ob aus der Verwendung dieser Mittel möglicherweise diskriminierende Effekte, gleichsam Kollateralschäden, erwachsen, oder ob durch diese Förderung eine bestehende Diskriminierung zementiert oder gar verstärkt wird.

    Um beim Hauptbeitrag oben zu bleiben: mir scheint, daß die Leute oben im Zitat einen guten Punkt haben: „We […] don’t like [?] the word equality because equality may not be synonyms with justice and a good life style. JUSTICE should be the right word in this case.“

    „Like“ ist natürlich die falsche Vokabel – aber der Punkt bleibt: bei staatlicher Förderung sollte es nicht um „Gleichheit“ gehen, sondern um so etwas wie Gerechtigkeit, genauer: Nicht-Diskriminierung, sowohl in Bezug auf Geschlecht als auch Rasse, Religion und was weiß ich. Nur: dazu gehört eben auch, daß bei bestimmten staatlichen Förderungen Unterscheidungen wie „männlich vs. weiblich“, „katholisch vs. evangelisch“, „mit O-Beinen vs. mit X-Beinen“ usw. völlig irrelevant sind und deshalb nicht angewendet werden sollten.

    Um beim obigen Beispiel der Lese- und Schreibschwäche zu bleiben: Sollte sich herausstellen, daß die Töchter syrischer Flüchtlinge eben auch zwischendurch viel Bewegung und Aktion benötigen, um anständig lesen und schreiben zu lernen (reines Gedanken-Experiment) – na, dann sollen die in die Förderung der leseschwachen Jungen natürlich mit einbezogen werden. Und auch hier wäre es abwegig zu fordern, daß nun auch die deutschen Mädchen entsprechend gefördert werden müssen – nee, in diesem besonderen Fall benötigen sie keine Lese-Förderung.

    Es ist so ein bißchen wie im Krankenhaus: dort werden jene Leute behandelt, die es nötig haben (das unterstellen wir jetzt einfach mal so) – die anderen Leute, die es nicht nötig haben, werden nicht behandelt, auch wenn sich dann einige beschweren: da werde ich jetzt dafür abgestraft, daß ich gesund bin!

  4. Öffentlich finanzierte Förderung sollte grundsätzlich nur diejenigen Personen fördern, die sie – unabhängig vom Geschlecht – nötig haben.
    Das kann in konkreten Fällen durchaus vorwiegend Frauen/Mädchen oder Männer/Jungen treffen.
    Deshalb aber das jeweilig andere Geschlecht definiv auszuschließen, obwohl es ebenfalls Bedarf hat, ist diskriminierend.

    Sogar wenn Maßnahmen nicht durch unser aller Steuergelder finanziert werden, sollte der Staat private Stellen nicht zwingen, ein bestimmtes Geschlecht zu bevorzugen, oder das andere auszuschließen, wie dies beispielsweise beim Girls‘ bzw. Boys‘ Day der Fall ist.

  5. Geschlecht, Rassengläubigkeit, Wahnvorstellungen, O-Beinigkeit etc darf meiner Ansicht nach überhaupt kein Kriterium bei staatlich finanzierten Maßnahmen sein.

    Sprich – auf das Beispiel von Leseschwäche bezogen:
    Nur Maßnahmen, die dazu führen, dass die Lesefähigkeit bei von Leseschwäche betroffenen Menschen verbessert wird, darf gefördert werden.

  6. In Grenzen. Wie Jochen Schmidt oben schon sagte, müssen geschlechtsspezifische Probleme auch einzeln angegangen werden dürfen. Der Punkt muss eben sein, dass sie geschlechtsspeziefisch sind. Und das ist häusliche, selbst sexuelle Gewalt nicht, entsprechend dürfte es da keine Staatskohle für Projekte geben, die sich nur um Frauen kümmern.

      • Jedes Individuum leidet unterschiedlich unter den Dingen, die ihm zustoßen. Das ändert nichts daran, dass es um ein Problem geht, das AN SICH beide Geschlechter betrifft.
        Die interne Verarbeitung und Reaktion sehe ich jedenfalls als keinen irgendwie plausiblen Grund, unterschiedliche juristische Kategorien für die Bekämpfung anzulegen.

    • „Wie Jochen Schmidt oben schon sagte, müssen geschlechtsspezifische Probleme auch einzeln angegangen werden dürfen“

      Lese-/Rechtschreibschwäche als sein Beispiel wäre allerdings kein Geschlechtsspezifisches Problem (und natürlich mühen sich die Pädagogen da bereits mehr oder weniger engagiert ab).

      Es ist gar nicht mal so leicht solche zu finden.

      Obdachlosigkeit z.B. betrifft unter den Einheimischen zu einem Viertel Frauen (und etwa die Hälfte bei den ausländischen Schutzsuchenden), doch die Einrichtungen sind nicht diesem Anteil entsprechend vorhanden.

      • Insbesondere übrigens auch, wenn man die Kapazitäten der „Frauenhäuser“ rausrechnete. Dann sähe es hier wirklich ganz schön düster aus, meine ich.

        Jetzt ist das Problem natürlich gewisserweise selbst-fabriziert von der Politik, Stichwort vernachlässigter sozialer Wohnungsbau bzw. sogar Abstoßung entsprechender Objekte. Mit ihrem Versagen müsste man die Verantwortlichen schon noch nachdrücklicher konfrontieren.

  7. Ich finde, dass staatliche Förderungen von Projekten insgesamt verboten werden sollten. Dann würde sich die oben gestellte Frage von selbst erledigen. Wer irgendein Projekt anreisst, soll es entweder selbst finanzieren oder freiwillige Sponsoren dafür finden.

    Dass vor dem Gesetze alle gleich sein sollen, ist hingegen für mich selbstverständlich. Aber nicht einmal das kriegt dieser sexistische Staat mit seiner Frauenbetüddelungs- und Frauenprivilegierungsmanie hin.

  8. Pingback: Fundstück: Das Dilemma – Förderung nur für beide Geschlechter? – Geschlechterallerlei

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