Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 27. Dezember 2016

„Frauen dürfen nicht über Atome singen“

Sängerin Björk   weist auf einen von ihr angenommenen Sexismus in der Musikindustrie hin:

„Frauen in der Musik dürfen über ihre Partner singen. Wenn sie das Thema wechseln, um über Atome, Galaxien, Aktivismus … oder andere Dinge außer ihren Liebsten zu singen, werden sie kritisiert“, heißt es dort. Männer hingegen, dürften in ihren Liedern über alle möglichen Themen sprechen.

Hat sie dazu geforscht? Wir dürfen gespannt sein, aus welcher umfassenden Faktenlage sie diese Erkenntnisse stützt:

Genau das sei bei ihren letzten Alben passiert, schreibt die isländische Sängerin weiter. „Auf dem aktivistischen ‚Volta‘ sang ich über schwangeren Selbstmordbomber und die Unabhängigkeit der Färöer Inseln und Grönlands. Auf dem pädagogischen ‚Biophilia‘ sang ich über Galaxien und Atome, aber erst als ich ‚Vulnicura‘ rausbrachte, in dem ich über mein gebrochenes Herz sang, wurde ich von den Medien voll akzeptiert.über so

Warum nur akzeptieren die Leute Lieder über schwangere Selbsmordbomber und die Unabhängigkeit so international wichtiger und in der Presse schon immer groß vertretenen Färöer Inseln und Grönland nicht genauso wie  Lieder über die Liebe? Es ist nicht vorstellbar, dass Leute im täglichen Leben eher so etwas fast nicht bekanntes wie ein gebrochenes Herz nachvollziehen könne als den Kampf um Freiheit dieser beiden Inseln. In der Tat kann nur Sexismus der Grund sein, denn kein einziger Mann hat jemals einen Flop erlebt, wenn er über diese beidenThemen geschrieben hat.

Es ist für mich ein Musterbeispiel für die „Sexismus-Ausrede“, also den Umstand, dass Frauen immer wieder Situationen auf Sexismus zurückführen, bei denen andere Erklärungen weitaus eher auf der Hand liegen, aber eben die Sexismus-Ausrede erlaubt, alle Verantwortung für Nichterfolg von ich zu weisen.

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Responses

  1. Madonna heult auch schon rum:

    Madonna accepts award at women only event, claims society hates women:

    http://news.tvguide.co.uk/madonna-delivers-profound-speech-misogyny-sexism-billboard-women-music-awards/

    Wissen wir ja jetzt seit Hillarys Niederlage: Wenn Frauen Mal bei irgendwas nicht erfolgreich sind, dann liegt das daran das die Gesellschaft Frauen hasst.

    Das es an dem liegt was diese Frauen machen oder gemacht haben, kann gar nicht sein. Denn Frauen sind ja, wie wir heute wissen, das begabte Geschlecht.

    • @Matze

      Ich habe diesen Vorgang für mich „feministischer Ausredenkalender“ getauft.
      Jeden Tag eine neue Ausrede, warum man partout *nicht* durch *eigenes* handeln oder nicht handeln sich in der Situation befindet, in der man sich eben befindet.

      Wobei der Feminismus nur eine weibliche *Nachfrage* bedient, die wesentlich früher da war und bspw. durch Religion bedient worden ist.
      Es ist auffällig, dass abstrakte Wesenheiten, wie z.B. „*der* Sexismus in der Musikindustrie“ nahtlos in das Wirken „Satans in der Musikindustrie“ übersetzt werden können.

      Der eigentliche Pferdefuß wird von Björk erwartungsgemäß verschwörungstheoretisch angegangen: Der ausbleibende Erfolg bei *ihrer eigenen Fan-Basis* ist nicht die Schuld der Fan-Basis, sondern „von Musikjournalisten und Kritikern“.

      Der elitäre Glauben, das „Volk“ sei (ästhetisch) unmündig und nicht in der Lage, sachlich begründet eigene Entscheidungen zu treffen, misst notwendig einer Kaste von Vermittlern dieses Glaubens eine überragende Bedeutung zu.
      Man kennt diese Denkfigur aus der Politik – nicht die Politik ist schlecht, sie ist einfach nur *schlecht erklärt worden*.
      Nach dieser Theorie kann ein Produkt verkauft werden, selbst wenn es Scheiße ist oder sich um Scheiße handelt, ist das *Marketing* nur gut genug.
      Durch diese Konzentration auf die Vermarktung degradiert sie ihr eigenes Publikum, ihre eigene Fan-Basis zu bloßen Marionetten und beschwert sich daher *stellvertretend* bei „Musikjournalisten und Kritikern“.
      Hätte die Priesterkaste dem „Volk“ ihr Produkt doch nur *richtig erklärt*!

      Konsequent gesellt sich dazu weiblicher Narzissmus und radikaler Subjektivimus: Über „schwangere Selbstmordbomber und die Unabhängigkeit der Färöer Inseln und Grönlands“ zu singen muss selbstverständlich *jeden* interessieren. Weil es Björk singt.
      Weiter: „Auf dem pädagogischen ‚Biophilia‘ sang ich über Galaxien und Atome“ – auf die naheliegende Idee, dass sich nicht jeder belehren lassen mag oder nicht unbedingt über Galaxien und Atome oder dass sie eine schlechte Lehrerin ist kommt sie erst gar nicht.

      Im Umkehrschluss ist Kritik am Werk oder am gesamten Vorhaben daher Kritik an der *Person* Björk.
      Und weil Björk eine Frau ist, ist diese Kritik deshalb sexistisch.
      Klassische Immunisierung gegenüber Kritik.

      D.h. sie ist unfähig und/oder nicht Willens, die Trennung zwischen Person und Produkt zu vollziehen und zu begreifen, eine Sache gewinnt nicht notwendig dadurch *allgemeine Bedeutung*, nur weil sie ihr *persönlich* viel bedeutet.

      Zusammen genommen ist Björk für mich ein weiterer Beweis dafür, dass die bürgerlich-feministische Ideologie Ausreden für die verkorkste Individualisierung bürgerlicher Frauen im Dutzend liefert und aus *diesem Grunde* als Ersatzreligion fungiert.

      Gruß crumar

      • „Ich habe diesen Vorgang für mich „feministischer Ausredenkalender“ getauft.“

        Wäre interessant dessen Elemente mal aufzulisten

        • @Christian

          „Wäre interessant dessen Elemente mal aufzulisten“

          Absolut!

          Gruß crumar

      • @crumar
        „Nach dieser Theorie kann ein Produkt verkauft werden, selbst wenn es Scheiße ist oder sich um Scheiße handelt, ist das *Marketing* nur gut genug.“

        Das alles und der damit verbundene Elitarismus geht ganz direkt auf die „Dialektik der Aufklärung“, Abschnitt „Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug“, zurück. Jedenfalls wüsste ich nichts, was vorher/nachher ähnlich bekannt, originär oder einflussreich wäre.

        Ein typisches Zitat daraus, welches das illustriert:

        „Die Wahrheit, dass sie (-> Lichtspiele /also Kino/ und Rundfunk, ergo „Massenmedien“) nichts sind als Geschäft, verwenden sie als Ideologie, die den Schund legitimieren soll, den sie vorsätzlich herstellen.“

        Die Leute sind also dumm, aber nicht unverschuldet:

        „Die Verfassung des Publikums, die vorgeblich und tatsächlich das System der Kulturindustrie begünstigt, ist Teil des Systems, nicht dessen Entschuldigung.“

        Das liefert natürlich einen guten Grund für und Leute wie vom Spiegel und dieser Björk , dem „rückständigen“ Publikum es reinzudrücken und es umzuerziehen oder wenigstens moralinsauer zu werden.

        Dieses Kapitel mit der „Kulturindustrie“ hat mich immer fatal an diese ganzen erzreaktionären rechten „Kulturpessimisten“ erinnert. Genau das gleiche überhebliche Geschwätz hier bei Adorno und Horkheimer. Einen feinen Unterschied jedoch gibt es:

        „Die Klagen der Kunsthistoriker und Kulturanwälte übers Erlöschen der stilbildenen Kraft im Abendland sind zum Erschrecken unbegründet ……“ Im Gegenteil würde sich die „Kulturindustrie“ durch Perfektionismus, „Purismus“ und „Strenge“ hervortun, den Ausgangsstoff für die Produkte von der Stange, eine perfekte „stilisierte Barbarei“ (wobei ausgerechnet Nietzsche zitiert wird).

        Daraus direkt abzuleiten, wie man es selbst zu machen hat, wenn man erst Einfluss auf die „Kulturindustrie“ hat, ist mehr als naheliegend. Und es entbehrt nicht der tiefsten Ironie, dass diese „progressiven Künstler“ von heute genau jener „Kulturindustrie“ entsprechen zu scheinen, wie in der „Dialektik“ an die Wand gemalt wurde 😀

        Im Folgenden dann kommt die „Dialektik“ doch auf das „Klagen der Kunsthistoriker und Kulturanwälte“ zurück, es wird behauptet, dass die „Kultrindustrie“ nichts wiklich Schöpferisches hätte:

        „Kulturindustrie setzt die Imitation absolut. Nur noch Stil, gibt sie dessen Geheimnis preis, den Gehorsam gegen die gesellschaftliche Hierarchie.“

        Hier sind wir dann bei der allmächtigen „Struktur“, dem „Patriarchat“ oder wie auch immer angekommen, von dem Adorno und Horkheimer im Fall ihrer „Kulturindustrie“ raunen.

        @crumar
        „eine Sache gewinnt nicht notwendig dadurch *allgemeine Bedeutung*, nur weil sie ihr *persönlich* viel bedeutet.“

        Insofern als dass sie eine vermeintlich monolithische Kulturindustrie des Patriarchats hinter sich liesse: doch. Dann muss auch und gerade das persönliche ästhetische Empfinden ein immer wieder zu reproduzierender Akt (die „Mehrheit“ ist ja schliesslich immer dem zu Überwindenen verhaftet) sein, der die „gesellschaftliche Hierarchie“ in Frage stellt. Auch wenn diese längst eine ganz andere geworden ist…..

        Und wenn du jetzt nicht die CD von den Farörern im Regal stehen hast, signalisierst du, dass du ein mieser, reaktionärer Shitlord bist.

        • @Alex

          Erst mal eine Beschwerde: Seitenzahlen für die Zitate angeben, sonst nehme ich keinen Bezug darauf! Ich bin viel zu faul zum suchen. Es sei denn, du hast keine Suhrkamp Ausgabe.

          Dann: Man sollte elitär sein und einen Anspruch haben nicht verwechseln – sowohl des Künstlers an sein Publikum, als auch anders herum. Die Differenzierung zwischen „realem Leser“ und „idealem Leser“, die von Volker Braun vorgenommen wird und dass er selbst es als Kunst ansieht, für *beide* zu schreiben ist als künstlerische Haltung m.E. großartig.

          Du schreibst:

          „Und es entbehrt nicht der tiefsten Ironie, dass diese „progressiven Künstler“ von heute genau jener „Kulturindustrie“ entsprechen zu scheinen, wie in der „Dialektik“ an die Wand gemalt wurde.“

          Zunächst einmal glaube ich nicht für einen Cent, Björk hat das Buch je gelesen.
          Dann sollten wir uns zuerst einigen, was – in einem Verhältnis *wozu* – *heute* überhaupt „progressive Musik“ ist und einen „progressiven Künstler“ ausmacht.

          Du schreibst „die „Mehrheit“ ist ja schliesslich immer dem zu Überwindenen verhaftet) sein, der die „gesellschaftliche Hierarchie“ in Frage stellt. Auch wenn diese längst eine ganz andere geworden ist….“

          Dass Björk als „Avantgarde Künstlerin“ (mit Ausstellung im Moma) *gilt*, heißt zwar noch lange nicht, dass ich sie dafür halte.
          Doch zeigt es den Kern des Problems in der feministischen Wahrnehmung der Wirklichkeit: Es gibt sogar eine eigenständige Seite in der Wikipedia für alle Preise und Nominierungen, die Björk je erhalten hat oder dafür in Frage gekommen ist:
          https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_awards_and_nominations_received_by_Björk

          Das Patriarchat hasst sie so sehr und ist 25 Stunden am Tag mit Sexismen gegen sie beschäftigt, dass es sie mit Preisen und Auszeichnungen geradezu beworfen hat.
          Muss hart sein, so ein Leben als Frau in der patriarchalen Kulturindustrie…

          Sie *hält* sich trotzalledem immer noch für Anti-Establishment und ist in Wahrheit Bestandteil eben dieses Establishments.
          Ob das noch eine Fehlwahrnehmung ist oder schon ein solider Dachschaden, mögen andere beurteilen.

          Dito: „Insofern als dass sie eine vermeintlich monolithische Kulturindustrie des Patriarchats hinter sich liesse: doch“

          Der Gewinn einer Theorie der Kulturindustrie „des Patriarchats“ für die fragile Psyche von Björk liegt doch auf der Hand – sie *sieht* sich selbst *nicht* als Bestandteil der Industrie, der sie natürlich angehört, sondern sie ist Frau und daher „divers“ in (biologischer) Person.
          Der winzige logische Fehler: Wäre diese Industrie patriarchal monolithisch strukturiert, würde sie nicht seit über 20 Jahren preisgekrönt in dieser Industrie tätig sein.
          Dass sie das Andere und – selbstredend – *Bessere verkörpert* bedarf (qua Biologie) weder einer Diskussion, noch eines Beweises, den sie selbst zu erbringen hätte.

          Björk macht eine experimentelle CD, aber das Bewusstsein geht ihr anscheinend ab, dass ein Experiment auch *scheitern* kann.
          Man kann – Binsenweisheit – mit Zuschauererwartungen spielen.
          Man kann sie aber auch *enttäuschen*.
          Wenn man partout weder Fehler machen will und sich sein scheitern nicht eingestehen möchte, dann ist es bequem, wenn alle Gründe dafür sich auf einen einzigen eindampfen lassen: (Ausredenkalender umblätter) Es war das PATRIARCHAT/SEXISMUS/GLÄSERNE DECKE! bzw. die sexistischen Musikjournalisten und Kritiker.
          Angesichts der zahlreichen Preise, die sie erhalten hat ist dieser Vorwurf schäbig und er ist unehrlich.

          Der wichtigste Nachteil an dieser Haltung ist nach meiner Meinung, es handelt sich um die selbst verschuldete Blockade eines normalen Lernprozesses, in dem man den objektiven Ursachen für seine individuellen Fehler, die zum scheitern geführt haben auf die Spur kommt und daran arbeitet, diese abzustellen und nicht zu wiederholen.
          Das meinte ich mit „verkorkster Individualität“ dieser Frauen.

          Gruß crumar

        • @crumar

          An dieser Stelle wollte ich mich korrigieren.
          Eigentlich wollte ich schreiben, es handle sich um die verkorkste „Individualisierung bürgerlicher Frauen“, nicht um deren verkorkste *Individualität*.

          Bis mir klar geworden ist, das ist *tatsächlich identisch*.
          Hammer.

          Gruß crumar

        • @crumar
          Dass die Editionen am Ende nicht passen, liess mich lieber auf die Seitenzahlen verzichten. Ohnehin sollte das besser wie Bibelverse markiert werden 😉

          Und klar: ich hätte so ein olles Fischer-Tb gehabt, gammelt schon seit Jahren rum und muss mal durchgelüftet werden. Kam mir einfach so in den Sinn darüber mal zu schreiben, es kommen ja immer spannende Dialoge zustande.

          „Man sollte elitär sein und einen Anspruch haben nicht verwechseln – sowohl des Künstlers an sein Publikum, als auch anders herum.“

          Wenn dabei jede Direktheit flöten geht, dann ist es eher eine Kunstperformance als ernsthafte Analyse und grösstmögliche Klarheit.

          „Der winzige logische Fehler: Wäre diese Industrie patriarchal monolithisch strukturiert, würde sie nicht seit über 20 Jahren preisgekrönt in dieser Industrie tätig sein.“

          Es ist ja noch viel besser. Sie ist mit dem ihr zugewiesenen Rang unzufrieden. Sie ruft nach dem Patriarchat, um sich abholen zu lassen.

          Ist natürlich alles nur Werbung für den Feminismus. Oder eine Symbiose.

      • Natürlih; Adornoa Ästhetik ist ugefähr so modern wie die von Stefan George.

    • @Matze
      Madonna sollte mal lieber ruhig sein, sie schuldet mir immer noch einen Blowjob, immerhin habe ich nicht für Trump gestimmt.

  2. Wer hat ihr die Atomsingerei verboten?

    Will nur keiner hören … 😦

  3. Klar, und dass die erfolgreichsten Filme von Steven Spielberg „Der weiße Hai“, „E.T.“ und „Jurassic Park“ sind, und „Amistad“, „Reich der Sonne“ und selbst „Schindlers Liste“ an den Kinokassen nicht mal annähernd so erfolgreich waren, liegt nur daran dass Spielberg ein Mann ist.

  4. Männer dürfen halt keine Filme mit ernsten Themen drehen.

  5. „Hat sie dazu geforscht? Wir dürfen gespannt sein, aus welcher umfassenden Faktenlage sie diese Erkenntnisse stützt“

    Persönliche Erfahrung (n=1, die 1 steht bekanntlich für „Nummer 1“. im Sinne von „das Beste/Verlässlichste“). Muss man wissen. Promoviert hat sie auf der Hochschule für gefühlte Wahrheiten.

    „Warum nur akzeptieren die Leute Lieder über schwangere Selbsmordbomber und die Unabhängigkeit so international wichtiger und in der Presse schon immer groß vertretenen Färöer Inseln und Grönland nicht genauso wie Lieder über die Liebe?“

    Finde ich auch echt ungerecht. Jetzt weiß ich zumindest, wieso es mit meiner Brutal Death Metal Band, wo wir von Maden zersetzten Embryos im Uterus besingen, nicht mit dem Erfolg klappt. Es ist der Sexismus!

    • Nope

      • Arch Enemys letztes Album war zugegebenermaßen gar nicht mal so schlecht. Die Blauhaarige taugt mir persönlich mehr als die Vorgängerin Angela Gossow.

        Arch Enemy ist aber noch im Vergleich viel zu eingänglich. Wer sich an Dissonanz und Kakophonie nicht genug abhören kann, der gibt sich Abnormality. Brutal Death Metal mit weiblicher Frontfrau und noch ekligeren Texten, als die, die werte Björk besingt und daraufhin meckert, sie würde nicht beachtet werden.

        In der Szene übrigens sehr angesehen, die Mallika, und bester Beweis dafür, dass Björk Scheiße stammelt.

  6. Einige Themen werden sicherlich eher von Männern als von Frauen erwartet, wie z.B. Gangsta-rap.

    Aber auch in der Wissenschaft wirkt es deplatziert, wenn eine hübsche junge aufreizend angezogene und arrogant daherredende Frau sie vermittelt. Frauen an sich sind in der Wissenschaft aber eher willkommen (auch hübsche) und werden problemlos akzeptiert, wenn sie ihre Weiblichkeit nicht hervorheben (durch was auch immer).

    In der Justiz haben es sehr junge Frauen m.E. schwerer als junge Männer, vor allem als Richterinnen denke ich.

    Ob man das als Sexismus bezeichnen kann weiß ich nicht. Es ist halt das Bauchgefühl der meisten Menschen und meiner Erfahrung nach sind es sogar eher die Frauen die keinen Respekt vor jungen Frauen in hohen Positionen haben.

    • „Aber auch in der Wissenschaft wirkt es deplatziert, wenn eine hübsche junge aufreizend angezogene und arrogant daherredende Frau sie vermittelt. Frauen an sich sind in der Wissenschaft aber eher willkommen (auch hübsche) und werden problemlos akzeptiert, wenn sie ihre Weiblichkeit nicht hervorheben (durch was auch immer). “

      Man könnte sagen, dass es eben immer leichter ist, wenn das Aussehen zu den erwartungen passt. Mit einem „surfer / Aufreißer Look“ werden wissenschaftliche Vorträge eines Mannes auch anders gewertet als zB im Anzug oder im Laborkittel
      Bei Frauen sind die Übergange da fließender, weil sie körperliches eh anders betonen und einen weniger klaren DressCode haben

    • In der Justiz werden Frauen wie blöd gefordert. Autoritätsprobleme kann es dank kultureller Bereicherung natürlich verstärkt gegen. Wobei es auch Richter mit dieser Kundschaft es nicht unbedingt leicht haben.

    • und meiner Erfahrung nach sind es sogar eher die Frauen die keinen Respekt vor jungen Frauen in hohen Positionen haben.

      — Weil Frauen noch viel besser als Männer wissen, wie die da hin kommt.

      ich kann nur sagen, in der realen Wissenschaftswelt ist es nicht so wie in den Filmen, wo Wissenschaftlerinnen heutzutage jung und sexy sind. 1. Um in der Wissenschaft was hinzukriegen brauch es nicht nur Talent sondern jahrelange Arbeit Fleiß und Erfahrung.
      KEINE Wissenschaftlerin die ich kenne entspricht dem Klischee was da so verbreitet wird.
      Was nicht heißt das sie nicht hübsch sein können oder alles weibliche Nerds sein müssen, aber es sind mit Sicherheit nicht diese arroganten gestylten Überfliegerinnen, die noch feucht hinter den Ohren, schon jeden alten männlichen Wissenschaftler mühelos belehrend in die Tasche stecken.
      Wenn Wissenschaftlerinnen gegenüber Femis oder normalen Frauen etwas auszeichnet, dann ist es eher eine Neigung zur Selbstreflektion zu Zweifeln und zum Nachdenken, was ja zum Wesen wissenschaftlichen Denkens gehört. Die typische Frau, erst recht Feministin, kennen so was eher nicht (mal abgesehen vom Nachdenken über die eigene äußere Erscheinung).

      Ich denke jedem ist klar, das ich bei dieser Analyse Genderkram, so wie er heute verstanden wird NICHT unter Wissenschaft zähle.

  7. Als nächstes kackt dann eine Feministin in den Bundestag. Anschließend beklagt sie sich über Sexismus, weil man ihr nicht zugejubelt hat.

    • ich finde es eben immer wieder faszinierend, dass das einfach so durchgeht und da nicht hinterfragt wird

      • Weil Kritik an feministischen Äußerungen ein Angriff auf den Feminismus als ganzes ist. Wer den Feminismus angreift, ist gegen Gleichberechtigung und alles Gute, und damit automatisch eine Rechter.
        Und was von Rechts kommt ist keine Kritik, darauf muß – und darf – man nicht hören.
        Ergo, ist gibt keine Kritik an feministischen Äußerungen.

    • Ich befürchte eher, dass ihr zugejubelt werden würde.

      • Würde mich auch nicht mehr wundern.
        Das würde dann als mutige, selbsbewußte Aktion gegen das Patriachat gelten.
        Am Ende gäbe es dann vielleicht sogar einen Frauenkacktag, den sogenannten „Equal Poo Day“!

    • „Auf dem aktivistischen ‚Volta‘ sang ich über schwangeren Selbstmordbomber und die Unabhängigkeit der Färöer Inseln und Grönlands. […] aber erst als ich ‚Vulnicura‘ rausbrachte, in dem ich über mein gebrochenes Herz sang, wurde ich von den Medien voll akzeptiert.“

      Damit zeigt sie, daß sie jeglichen Bezug zur Realität verloren hat:

      Chartplatzierungen:
      ‚Volta‘ (2007) DE 9, GB 7, USA 9
      ‚Vulnicura‘ (2015) DE 11, GB 11, USA 20

      Damit ist ‚Volta‘ sogar ihr erfolgreichstes Album!
      Und auch ‚Biophilia‘ (2011) war mit 14, 21, 27 alles andere als erfolglos!

      (https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rk/Diskografie)

      • Sehr guter Konter!

      • @ Jochen Schmidt
        Danke, Björks Aussage ist aber auch wirklich selten dumm, lächerlich und verlogen.

        —–1992/1993—–
        „produzierte sie ihren ersten internationalen Soloerfolg „Human Behaviour“, dem im Juni 1993 ihr Soloalbum-Debüt folgte, das den schlichten Namen „Debut“ trug und von den Kritikern sehr gut aufgenommen wurde. Vom New Musical Express als „Album des Jahres“ betitelt, erreichte es in den Vereinigten Staaten Platin-Status.“ *

        —– 2000 —–
        „Beim Cannes Film Festival 2000 erhielt sie die Auszeichnung für die beste Darstellerin, ebenso bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises im selben Jahr. Als beste Darstellerin in einem Drama war sie außerdem für einen Golden Globe nominiert. Der Soundtrack zum Film erschien unter dem Titel „Selmasongs“. Das Stück „I’ve Seen It All“ erhielt jeweils eine Golden-Globe- und Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Filmsong.“ *

        —–2013—–
        „Am 27. Juni 2013 wurde auf dem britischen Channel 4 der 60-minütige Dokumentarfilm The Nature of Music mit David Attenborough gezeigt, in dem er und Björk über Geschichte und kulturelle Bedeutung von Musik sprechen.“ *

        —–
        Und diese Frau behauptet allen Ernstes
        „aber erst [2015] als ich ‚Vulnicura‘ rausbrachte, […] wurde ich von den Medien voll akzeptiert.“ !!!

        * https://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rk

  8. WENN DAS ERST ONXY LIEST!!!@@@@!!!

    DU FRAUENFEIND DU!

    • @teardown

      Wird sie ja nicht, mich ignoriert sie ja 😉

    • Klar, weil Du ihr überlegen bist. 😉

      • 😀

        Treffer. Überlegenheit wird einseitig ignoriert. Und ist das (weil allzu offensichtlich) nicht mehr möglich, ist es Unterdrückung.

        „Die liegt richtig!“ => Klar tut sie das! Frauenpower!
        „Der liegt richtig!“ => Tut er nicht! Aufstampf! Patriarchat!

  9. Das Beispiel zeigt ja nur, was für ein bizarres Selbstbild viele Frauen haben. Das Problem ist wohl, dass sie für dieses verdrehte Bild auch noch Unterstützung erfahren.

    • @netreaper

      Glücklicherweise machen das ja nicht die meisten Frauen nach meiner Erfahrung. Aber es ist eben immer etwas, auf was man sich als frau leicht berufen kann, wenn man sich eigenes Versagen nicht anrechnen lassen möchte

    • Ich glaube es liegt daran, dass Frauen im Allgemeinen es nicht gewohnt sind für etwas zu arbeiten. Früher mussten sie nur die Beine breit machen und Ruhm, Macht und Geld sind ihnen zugeflogen (bestes Beispiel Liz Mohn). Heute weht der Wind etwas härter (obwohl Frauen immer noch einen Bonus bekommen) und trotzdem jammern sie. Dass man sowohl für Karriere als auch Erfolg jede Menge Rückschläge einstecken muss, ist ihnen halt oft noch nicht klar geworden, genauso wenig wie die Idee, dass man sich den Hintern aufreißt und trotzdem am Ende verliert.

  10. Vielleicht hat sie ja gar nicht unrecht, vielleicht ist es ungerecht(fertigt) ihr überhaupt für irgend etwas Aufmerksamkeit zu widmen.

    • ^^

  11. Tja, Songs über Atomphysik dürften ihre Zielgruppe leicht überfordern, und somit stellt das ‚dürfen‘ wohl eine kommerzielle Entscheidung ihrer Plattenfirma dar. Ich denke, auf ihre eigenen Kosten darf sie daß sehr wohl aufnehmen und produzieren, zu welchem Zweck auch immer.
    Aber klar, schuld muss eine unheimliche Verschwörung sein, die an allem schuld ist. Jede Frau hat da einen Stab von 5-10 Agenten um sich herum, die nur damit beschäftigt sind, sie zu beobachten, sie niederzuhalten und Situationen zu schaffen, die sie nicht mag. Jede einzelne.
    Ich kenne Frauen, bei denen diese Verschwörung schnell verschwindet, wenn sie ihre Tabletten nehmen.

  12. Frauen, die über Atome singen? Da muss ich an die Les Horribles Cernettes denken!
    https://en.wikipedia.org/wiki/Les_Horribles_Cernettes

    Die hatten sogar das allererste Bild überhaupt hier im WWW!
    Also Björk scheint etwas hinter der Zeit zu sein, wenn sie nicht über Atome singen kann … oder das Problem ist einfach, dass nach der Zeit das Ganze wieder „out“ ist! Aber: Kommt wieder! 😉

  13. Finde ich immer lustig, dass in Schlagertexten Frauen von Sex und Männer von Liebe singen.

  14. Niemals wurde auf diesem Planeten ein männlicher Sänger kritisiert. So etwas passiert einfach nicht.

  15. Die Sängerin von MIA ist doch auch eine Frau, oder?
    In „Tanz der Moleküle“ kommen Moleküle, Positronen und damit indirekt auch Atome vor.
    Ja, ist eigentlich doch ein Liebeslied, aber die patriarchaische Zensurbehörde hätte das trotzdem nicht durchgehen lassen dürfen.

  16. Vielleicht war das eine Album scheiße und das andere nicht ganz so scheiße?

    Nee. Das wäre zu einfach. Verschwöööörung!!

  17. Ich kann so offensichtlich schwachsinnige Aussagen nur begrüßen, denn sie zeigen deutlich, wie sich der 3. wave Feminismus selbst zerstört und komplett irrelevant macht.

  18. Kurz mal auf Youtube quergehört, Volta und Biophilia.
    Volta ist, vor allem klanglich, dann doch sehr experimentell, und Biophilia klingt wie eine etwas infantile „audiolisierung“ (audiovisualisierung?) des Periodensystems.
    Das Problem liegt wohl eher an einem übersteigerten Ego, das prinzipiell alle eigenen Machwerke für was ganz Tolles hält.

  19. Da singt auch ne Frau mit. Nicht über Moleküle, sondern über Zellen. Fast das selbe. Ne goldene Schallplatte gab’s für die aber auch nicht. Wie gemein.

    Wenn sich Björk über den Erfolg von Hits à la „Ich hab‘ ne Zwiebel auf m Kopp, ich bin ein Döner“ oder „Finger in Po, Mexiko!“ ärgern würde, hätte ich ja noch Verständnis.

    Aber das Erfolg nicht mit Qualität zusammenhängt, ist ja nun wirklich nichts Neues. Und an der Tatsache verdienen Frauen genauso. Wenn nicht gar mehr …

    Witzigerweise (so jedenfalls meine Erfahrung aus der Jugend) standen die Mädchen immer auf die besonder hübschen Pop-Sternchen. Egal ob das männliche oder weibliche One-Hit-Wonder gewesen sind – die Zimmerwände waren voller Poster.

    Den Jungs war das Aussehen hingegen tendenziell ziemlich bums. Die Musike musste stimmen.

    Patriarchat? Ja, klaaaar.

  20. Liebe Leute,

    auch wenn Ihr es nicht hören wollt – Björk hat Recht!

    Der Beweis? Als ich 1982 als Newcomer in der Musikszene meinen Protestsong über die staatliche Unabhängigkeit der Färöer Inseln rausbrachte, gab es dafür sofort Platin!

    Und als ich bei meinem Comback 1995 über Gammastrahlen in der Milchstraße sang, hat sich das Komitee für den Literaturnobelpreis bei mir entschuldigt! Aufgrund seiner Bindung an primär literarische Kunstwerke könnte es meine überragende Leistung leider nicht gebührend würdigen.

    So, wenn ich also für solche Klopper jede Menge Beifall einheimse – wogegen Björk nur ohne Anerkennung ausgeht, dann kann das ja wohl nur einen einzigen Grund haben – nämlich, nämlich … ja, genau!

  21. vor über 15 Jahren….

    Björk — Harald Schmidt Show Interview

    http://www.youtube.com/watch?v=Q-dFRFsQKGQ

    Schwer daneben 😀

    (4:23) auf die Frage, ob sie eine „tough buisinesswoman in this rough buisiness“ sei: „I dont, I dont take so much ähm notice of „fem money thing“ (unverständlich, starrt geistesabwesend bzw durchdingend in die Ferne……)

    „in Berlin …. with punks … explode of the parliament or something…. bring down the government ….“ (ab 5:50)

    Supporting Act of Einstürzende Neubauten machte sie btw

    Das vielsagende Lächeln von Schmidt dazu ist als wenn er mit einer Irren sprechen würde. Das kurbelt den Verkauf der Musik sicher nicht so besonders an. Ist eben keine toughe Geschäftsfrau und jetzt nutzt sie den Umstand, um für die Ideologie der Benachteiligung rumzujammern. Ist absolut konsequent. Und so uncool. Ob Madonna in 2016 auch noch umkippt, oder erst später? Dann fehlen so langsam die Vorbilder, Prince, George Michel und zuletzt dann Madonna (alle von ihr im Interview genannt).

    Aber wie diese „Popstars“ postdemokratische Politik gestalten wollen, das ist wohl einmalig in der Geschichte der Unterhaltungsbranche.

    Björk ist auch eine ganz heisse Anwärterin auf die „Marie Antoinette Torte“ des Feminismus.

    Genau das Gegenteil von Punk ist das jetzt geworden, die Pose ist geblieben. Punk ist ohnehin schnell zur Parodie seiner selbst geworden, spätestens mit der Kommerzialisierung 😀

    –> „Weil ich son später Trittbrettfahrer war, hab ich vom Kuchen nicht genug abgekommen“

  22. Da ich ja am Bodensatz(wie so oft) der Musikindustrie unterwegs bin, dort wo die Anfänger, Wannabees, Loser und so weiter daheim sind, glaube ich hier mal aus dem Nähkästchen plaudern zu können.

    Absolut zentrale Beobachtung: Junge hübsche Frau mit ausgeprägten Brüsten so um die 20, die am Klavier oder an der Gitarre etwas dahinhaucht bekommt immer Bonusbeifall. Egal wie scheiße sie ist.

    Zweite zentrale Beobachtung: Wenn Frau im Schlabberlook und ohne Alarmmakeup daherkommt ist Vorsicht geboten. Die sind meistens ziemlich gut. Egal wie scheiße sie aussehen.

    Zusammenfassung: Es gibt immer einen Tussenbonus. Der hängt sehr am Alter und der äußeren Erscheinung der Person. Hilft aber nicht weiter als bis zum dritten Lied.

  23. Hier eine Liste der 15 erfolgreichsten YOutube Stars:

    http://mashable.com/2011/01/23/found-fame-youtube/#1NKuybDz3Oq4

    Aufgabe:
    1. Wieviele Frauen(Mädchen), wieviele Männer(Jungs)?
    2. Wieviele sind heute noch im Geschäft?

    Errinert Euch, meine These war:
    1. Frauen haben einen Startvorteil in der Industrie.
    2. Der Startvorteil verpufft sehr schnell.


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