Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 16. Dezember 2016

Wie es ankommt, wenn man als Frau ein Jahr lang alle Haare sprießen lässt

dazu auch:

Haare und sexuelle Attraktivität

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Responses

  1. Das wirft unweigerlich die Frage auf, ob man frei ist, wenn man so unfassbar affektiert ist.

    • „Das wirft unweigerlich die Frage auf, ob man frei ist, wenn man so unfassbar affektiert ist. “

      Die Hühner sind es heute durch die Bank weg. Es ist so selbstverständlich, dass man es eigentlich nicht mehr als affektiert bezeichnen kann.
      Als ich etwa so alt war, wie das Mädel in dem Filmchen, wäre kein Mädchen auf die Idee gekommen, sich irgendwo zu rasieren, es sei denn, es hätte einen Damenbart gehabt.
      Niemand fand Körperbehaarung bei Frauen anstößig.
      Meine erste Freundin hatte italienische Vorfahren und war daher sehr dunkelhaarig. Sie hatte ene deutliche Beinbehaarung, die so abrupt unterm Knie endete, dass man glauben konnte, sie trüge Kniestrümpfe.
      Wir fanden das amüsant, aber ganz bestimmt nicht als zu entfernendes Problem.
      Hier hat sich die nächste Generation doch – für mich – auffällig weit von Natürlichkeit weg hin zu einer Manga-Ästhetik entwickelt.
      Die Kosmetik-Industrie wird’s gefreut haben.
      Und jetzt sind ja die Männerhaare dran.
      Mal sehen, ob in 25 Jahren nur noch Hochglanzpuppen durch die Shopping-Malls defilieren 😀

      • Carnofis das war schon früher normal das zu entfernen(wobei ich Haare nicht schlimm finde).

        • Es gab es, aber „normal“ war es nicht.
          Ich mein, ich bin in der Zeit aufgewachsen und keine einzige meiner Klassenkameradinnen wäre auf die Idee gekommen, sich derart zu malträtieren, wie es heute Standard ist.

  2. Wie bekloppt muss man sein?

    Seit wann steht Körperbehaarung für Weiblichkeit und „die Kraft der Frau“?
    Körperbehaarung wird doch in unserer Kulutr mit Männlichkeit in Verbindung gebracht.

    Und was hat das mit Freiheit zu tun?
    Niemand hat ihr Verboten sich nicht zu rasieren, natürlich kann sie das tun. Aber sie kann nicht verlangen das andere Menschen das als schön empfinden müssen, den die anderen haben die Freiheit das auch unatraktiv oder unästhetisch zu finden.

    • „Wie bekloppt muss man sein?“

      Sieh´s zur Abwechselung mal als Propaganda, die dich überreden will. Dann ist der Inhalt zwar immer noch „bekloppt“, aber die Form will dich übereden, dass wir in einer total unterdrückerischen Gesellschaft leben, in der besonders den Frauen (!) vorgeschrieben wird, unter Lachen und Grinsen zur Ächtung schlimmer als jeder mittelalterlicher Schandkragen. Das ist halt das Patriarchat, welches dem Einzelnen den Stempel aufprägt.

      Das ist wie zum Hohn und Spott auf das reale Negative unserer Zeit. Und das ist wohl der Gipfel der Privilegiertheit, sich hinzustellen und eine rein imaginative Unterdrückung für sich selbst zu konstruieren, die man ausschlachtet und andere so gängelt, wie man angeblich selbst bedrängt wird.

      Dramatisch gespaltener geht eine Dialektik gar nicht 😦

    • Naja die Natur hat der Frau Brüste und runde Hüften gegeben, aber eben auch Haare an manchen Körperstellen. Sogesehen ist das schon weiblich da es dem weiblichen Körper „mitgegeben“ wurde.
      Ob man es schön findet oder nicht, ist freilich eine andere Frage

  3. Ich habe grundsätzlich nichts gegen weibliche Körperbehaarung, und zwischen den Beinen finde ich ein Dreieck sogar erheblich sinnlicher als den Baby-Look (der dafür natürlich andere Vorteile hat). Aber wenn man unten einen Busch trägt, sollte man mMn. Hosen anziehen, die ihn vollständig bedecken. Mag sein, dass ich ein patriarchaler Unterdrücker bin, aber hervorquellende Schamhaare in der Öffentlichkeit finde ich völlig daneben.

  4. Ich glaube, die versuchen, die biblische Geschichte vom Simson, der unbesiegbar war, solange sein Haupthaar ungeschoren blieb, auf sich zu übertragen.
    Allerdings ist in der Bibel ausdrücklich vom Haupthaar die Rede.
    Von mir aus können die wachsen lassen, was sie wollen, auch die Haare auf den Zähnen.
    Die existieren garnicht für mich, ich laß sie nicht an mich heran und wenn sie blubbern und Geräusche aus dem Maul entlassen, steck ich Ohrstöpsel ein und dreh Beethoven auf.
    Beethoven wirkt auch gut gegen andere Wahnsinnige, mein narzisstischer Nachbar, der gern allen etwas vorschreibt, kann seine Klavierkonzerte überhauptnicht ab. genausowenig wie Zappa Gitarrensolos, die wirken auch recht gut.

  5. Ich kann es gar nicht glauben.

    Menschen reagieren irritiert, wenn ihre Denk- und Erwartungsschemata gebrochen werden?!?
    Wenn irgendwas sie zwingt, von [Routine] auf [Sonderfall] umzuschalten?!?!?

    Unglaublich.
    Unfassbar.
    Unerhört.

    Moment, was wäre… also … ob Menschen auch irritiert reagieren würden, wenn ein Mann in der Bank zum vollständigen Anzugsoberteil unten rum nur eine Badehose tragen würde?

    Ja?

    Dann hat das am Ende ÜBERhaupt nichts mit Sexismus zu tun?

    Wer hätte das gedacht.

    Feministinnen haben das psychologische Verständnis von Dreijährigen. Sie haben zwar schon gemerkt, dass es noch andere gibt, aber eigentlich dreht sich alles um sie und ihre Empfindungen.

    • Geh mal im Sommer im Anzug barfuss….
      Es ist herrlich…

      • Das ist ne geile Idee. Merk ich mir 😂

  6. Da muss man als erstes anmerken dass sie gnadenlos übertreibt. Mit der Kamera auf 2 Zentimeter an die Beine ranzugehen um „Wolfsbehaarung“ zu demonstrieren ist einfach nicht glaubhaft wenn sie bei anderen Bildern mit normaler Distanz eigentlich ganz normal aussieht. Aber gut, wissen wir ja dass Frauen stets gnadenlos übertreiben.
    Weiterhin wird nicht differenziert. Achselhaare werden jenseits vom Model-Milieu selten als störend empfunden, am Bauch hat frau höchstens Häärchen, keine Haare. Sogenannte „Teufelshaare“ an den Zehen haben viele, diese nun demonstrativ in den Brennpunkt zu rücken ist einfach nur albern. Rasierte Muschies finden Frauen ja ästhetisch schöner, wirken sexuell aber steril. Für gewöhnlich wirkt Schambehaarung auf Männer stark erregend, je mehr, umso besser. Dass rasierte Vaginas mehr so die Klein-Mädchen-Fans anlockt, scheint Frauen nicht ganz klar zu sein.
    Jetzt nun aber, wie im Video, die Schambehharung seitlich rauswuchern zu lassen um damit im Freibad/am Strand rumzuspringen, ist nun wirklich übertrieben, das machen auch die Männer normalerweise nicht.

    Die unlösbare Gretchenfrage zum Thema wird im Video übrigens gar nicht angesprochen: Woher denn der angebliche Zwang zur glatten Frau kommt.
    Von den Männern, die Frauen so haben wollen? Oder doch von den Frauen untereinander, die sich damit gegenseitig ausstechen wollen?

    In dem Video wurde auch nur ein einziger(!) Mann präsentiert, der sich gegen Haare aussprach, dazu in einem unstimmigen Kontext:
    „… oder wenn ich grad mal eine Kamera parat hab, dann frag ich den.“
    „Könnten Sie sich vorstellen so eine Frau zur Freundin zu haben?“
    Sie hat also nicht gefragt „Könnten Sie sich vorstellen mich als Freundin zu haben?“, sondern sie hat mit einer Fragestellung, die nicht gezeigt wurde, irgendwas zusammenkonstruiert (vermutlich hat sie ihm ein Bild von Conchita Wurst oder sowas gezeigt).

    Liebe Frauen, es ist alles Gewöhnung. Da ihr euch seit Jahrzehnten geradezu zwanaghaft die Beine rasiert, ist es kein Wunder dass das als Normalität empfunden wird. Es liegt an Euch diese Normalität zu ändern indem ihr das einfach lasst. Leider werdet ihr das aber nie schaffen weil die Konkurrentin auszustechen für euch immer an erster Stelle stehen wird.

    • „Für gewöhnlich wirkt Schambehaarung auf Männer stark erregend, je mehr, umso besser. Dass rasierte Vaginas mehr so die Klein-Mädchen-Fans anlockt, scheint Frauen nicht ganz klar zu sein.“

      Mit Verlaub, du solltest nicht von dir auf andere schliessen.

      Ich finde Schambehaarung abstoßend, je dichter, desto mehr. Ich mag sie nichtmal bei mir selbst. Und das mit den „Klein-Mädchen-Fans“ ist in Feministinnenkreisen gängiges Klischee. Dummerweise falsch, denn die meisten Männer mögen weibliche Frauen, mit ordentlichen Rundungen an den richtigen Stellen, also ganz unmädchenhaft.

      Nicht-Behaarung hat eine Menge Vorteile: man sieht besser, es leckt sich besser und es wirkt irgendwie hygienischer (durchaus nicht steril).

      Die Viele-Haare-sind-geil-Fraktion scheint zudem nur eine Minderheit zu stellen, wenn man sich auf aktuellen Porno-Seiten umschaut.

      Und ein letzter Hinweis sei erlaubt: viele Hochkulturen haben diese Form der Enthaarung gepflegt:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schamhaarentfernung#Geschichte

  7. Sehr ’schön‘

    Und:

    So ‚wunderbar‘ affektiert, dass man sich fragt, was die Tante da überhaupt im Kopf hat.

    Haare? Oder „sieht man es“?

  8. Danke, jetzt habe ich die notwendige Inspiration für mein nächstes Horrorbuch. Wird eine haarige Angelegenheit.

  9. DER Mann hat Angst vor der Weiblichkeit, … vor der Kraft DER Frau … alles klar, dann is‘ ja alles gut! 🙂

  10. Haare sind natürlich. Rasieren ist es nicht. Ein Beleg, dass Schönheitsideale auch kulturell geformt werden. Ist bei Männern und kurzen Haaren und ohne Bart ja ebenso. Natürlich ist das auch nicht.

    • Junge, besonders fruchtbare Frauen haben wenig Körperbehaarung, hohen Helligkeitskontrast zwischen Augen, Brauen, Lippen und Gesichtshaut, eine Proportion von Hüfte zu Becken von etwa 0.7 sowie besonders glatte Haut.

      Rasieren, Schminken, Mieder und Puder sind nicht unnatürlich, sondern der Versuch, dem natürlichen Ideal näher zu kommen bzw. es in manchen Fällen als Superstimulus zu überbieten.

      Es gibt Kulturen, in denen manche der genannten Ideale unterdrückt werden, aber im Großen und Ganzen sind das natürliche Konstanten.

      • Stimmt. Da diese Attribute allesamt hormonell induziert sind, sind es biologische Marker.

        Allerdings nur mittelbar Marker zur Anzeige der Fruchtbarkeit es sind primär Altersbezogene.

        Und damit wird auch klar, warum Frauen mit allerlei Methoden versuchen diese Marker „herbeizutricksen“ (inklusive Komplettentfernung der Schambehaarung): Es ist Merkmal eines rein kulturellen Jugendkultes, der Versuch den Lebensabschnitt (besser: Das idealisierte Lebensgefühl und das Erscheinungsbild dieses Lebensabschnitts) zwischen Pubertät und Mutterschaft künstlich zu verlängern.

        • „Sozial konstruiert“ würde hier mal gut passen. „Mode“ wäre ein zu schwacher Begriff.

      • „hohen Helligkeitskontrast zwischen Augen, Brauen, Lippen und Gesichtshaut“

        Wow! Genau das finde ich an meiner Freundin extrem attraktiv….gibt’s dazu auch eine Studie/Begründung?

        • Es gibt Studien mit Bildern, bei denen der Kontrast gephotoshoppt ist, also relativ androgyne Gesichter und der Kontrast wird rauf oder runter gedreht.

          Ohne Kontrast wirkt männlich, mit Kontrast wirkt weiblich.

          Meine Linkablage ist aber zu unterirdisch als dass ich das jetzt aus dem Ärmel schütteln könnte.

      • Es gibt nur folgende weibliche Wesen, die im Naturzustand weder Achsel- noch Schambehaarung aufweisen: Mädchen. Und die sind nicht fruchtbar, da noch Kinder.

        • Wenn Achselhaare etc eher natürliche Selektion ist, Haarlosigkeit eher sexuelle Selektion, gleichzeitig Kinder aber eben einen uninteressanten kindlichen Körper haben, also keine Brüste, keine Hüfte mit dem richtigen Verhältnis etc, dann kommt es dennoch hin

        • Ich wüsste nicht wie.

        • Recherchier mal „Superstimulus“

        • Mädchen sind Superstimuli?

        • Du denkst verkehrt rum.
          Viele Haare = alt und unfruchtbar

          Es geht nicht darum, besonders kindlich zu sein, sondern darum besonders NICHT-alt zu sein.

          Jeder Hinweis auf alt und vertrocknet muss getilgt werden.

          Die üppigen Kurven sorgen schon dafür, dass keine Verwechslungsgefahr mit Kindern besteht.

        • Schamhaar und Achselhaar haben nichts mit dem Alter zu tun.

        • Als wenn der Mensch da noch unterscheiden könnte, wenn erst mal „Haare = alt = unfruchtbar = unattraktiv“ etabliert ist.

  11. „Wie es ankommt, wenn man als Frau ein Jahr lang alle Haare sprießen lässt“

    Hm, ja, also eigentlich interessiert mich das gar nicht so sehr.

    Viel interessanter wäre doch eine ganz andere Frage:

    Wie es ankommt, wenn man als Feministin mal einen Tag lang denkt.

    • Schau mal unter „Oxymoron“ nach, da steht das.

  12. Meine Güte, das kleine bisschen Haare… Mich schreckt irgendwie eher was anderes ab, irgendwas in der Mimik. Vielleicht mein eingebauter Psychopathen-Detektor? Wie passt eigentlich dieser heftige Lippenstift zum Mantra der Natürlichkeit?

    Lustig auch, dass diese drei absolut Vollgefressenen was von Natürlichkeit labern.

  13. Und wenn ich unrasiert zum Vorstellungsgespräch gehe, bekomme ich genauso Blicke. Und ja auch wenn der Vollbart modern ist, muss er trotzdem gepflegt sein, an den Wangen und an der Kehle der Flausch muss weg und die Kontur rasiert werden. Das Gleiche gilt auch für Flirts mit dem anderen Geschlecht.

    Außerdem ist Körperbehaarung nunmal verbunden mit dem Geschlecht und dem Testosteronspiegel, da mehr Körperbehaarung mit mehr Testosteron assoziiert wird, gilt eine Frau mit starker Behaarung als weniger weiblich.

  14. Ich habe mir ein Jahr die Zähne nicht geputzt um herauszufinden wie frei Männer heute sind. Ich war auf die Reaktionen meiner Umwelt gespannt.

    Mein Fazit: Frauen kennen das nicht, es macht ihnen Angst. Das natürlich maskuline Mundaroma wirkt in userer Konsumgesellschaft wie ein Fremdkörper.

    Bento macht dazu nächste Woche ein Video mit.

    Dann blogge ich warum wir Männer nicht im stehen kacken dürfen.

    • Treffer.

  15. Bei diesen Themen à la wie kommt mein Achselhaar/meine Glatze/mein Dicksein an irrtiert, dass zum einen die eigene Unabhängigkeit von Schönheitsidealen demonstriert werden soll und sich dann doch ständig die eigene Attraktivität versichert werden muss. Wer
    nicht attraktiv sein will, dem können diese Ideale egal sein und der kann seine Zeit und Energie woanders reinstecken. Klar, dass da oft ein (verständlicher) Versuch hintersteckt die Schönheitsideale so umzumünzen, dass man selbst drunter fällt. Ich verstehe auch, dass der Partner fürs Leben Bereitschaft signalisieren muss trotz Schwangerschaft, dadurch Gewichtsschwankungen, Dehnungsstreifen etc. oder bei einer Lebenskrise/Krankheit zu bleiben und deshalb zu große Oberflächlichkeit ein Ausschlusskriterium ist. Es handelt sich aber eben um Zugeständnisse, die einen bei guter Bindung dann vielleicht tatsächlich nicht stören.

    Umgekehrt ist es ja auch so. Esmeralda angelt sich den blonden Prinzen und Quasimodo wird gefriendzoned.

  16. Irgendwie machts mich geil. Also die Haare nicht das hohle Gespräch.

  17. Hat einen Nasenring. Die Frauen im letzten Manspreading-Video hatten auch alle einen Nasenring – da MUSS es einen Zusammenhang geben!

    • Natürlich gibt es da einen Zusammenhang! Oder glaubst du auch, dass abgrundtief hässliche Tatoos, Brandings, etc… zufallsverteilt auf ihren Besitzer*innnen landen?


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