Partnerwahlkriterien in einer Anzeige, kürzlich auf Facebook

Dieser Text ging neulich bei Facebook rum (der Text ist von einem Mann):

An alle Singelmänner die das hier lesen,..!!!

Hatte eben ein Gespräch mit einer Freundin von mir, über die Männer heutzutage. Anscheinend sind alle „guten“ vergeben und nur noch Spacken auf dem Markt,..
Das konnte ich mir nicht ganz vorstellen, darum suche für eine ganz liebe Freundin von mir, jemand der kein Arsch ist,..!
Anfang -> Mitte 30. Kein Proll, kein Weichei! Er sollte fest im Leben stehen und Helft mir die Ehre der „normalen“ Männer zu retten, damit wir beweisen können, dass nicht alle Männer scheisse sind!! 🤘🏻sondern eine Partnerin mit der man auch mal ein Radler zischen und rumblödeln kann. Ich suche keinen Herkules und keiner der länger als ne Frau im Bad braucht,.. allerdings sollte er gepflegt und weitestgehend ordentlich sein,.. 😉
Wenn du dich angesprochen fühlst, werde ich ein meet and great mit einer tollen Frau arrangieren. Sie ist 30, nicht gerade klein und absolut optisch alltagstauglich,..
Mehr Infos gibt es, wenn sich was passendes bei mir meldet!
Also liebe Männer,.. oder auch Frauen die solche Männer kennen,… meldet euch bei mir und lernt euer Herzblatt kennen

!!! Teilen dieses Beitrages ist im näheren Umkreis von WT gerne erlaubt… !!!

Helft mir die Ehre der „normalen“ Männer zu retten, damit wir beweisen können, dass nicht alle Männer scheisse sind!! 🤘🏻

Aus meiner Sicht nichts wirklich ungewöhnliches, viele Elemente, die denke ich von vielen Frauen geteilt werden:

  • Kein Proll = schon jemand mit einem gewissen Niveau, der nicht zur „Unterschicht“ gehört
  • kein Weichei! = eben ein Mann, entgegen feministischer Vorstellungen ist „Männlichkeit“ in den Augen der meisten Frauen nichts schlimmes, sondern eher attraktiv. Das „Weichei“ hingegen wird allgemein als unattraktiv wahrgenommen
  • Er sollte fest im Leben stehen = einen Job haben, sich selbst ernähren können, schon Status aufgebaut haben
  • Ich suche keinen Herkules = aber sportlich wäre schon nett
  • und keiner der länger als ne Frau im Bad braucht = aber nicht zu eingebildet und selbstverliebt und zu sehr auf sein äußeres bedacht.
  • ,.. allerdings sollte er gepflegt und weitestgehend ordentlich sein = Aber er sollte schon auf sich achten können und was hermachen

Auch gut die Abwertungen der Männer dabei:

  • über die Männer heutzutage. Anscheinend sind alle „guten“ vergeben und nur noch Spacken auf dem Markt,..
  • Helft mir die Ehre der „normalen“ Männer zu retten, damit wir beweisen können, dass nicht alle Männer scheisse sind!! 🤘🏻

Ist natürlich auch ein interessantes Framing als „Wir guten Männer“

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183 Gedanken zu “Partnerwahlkriterien in einer Anzeige, kürzlich auf Facebook

  1. Da schrei ich mal: FAKE NEWS!

    Das hat kein Kerl geschrieben, und wenn doch dann ist sie daneben gesessen und hat insisiert was er schreiben soll!

    Na dann mal viel Glück bei der Suche nach der eierlegenden Frauenglück-Erfüllungsgehilfen-Wollmilchsau.

    Und überhaupt, Babe, mit 30 ist alles schon gelaufen. Wahre Liebe ist, wenn überhaupt, nur in jungen Jahren möglich, danach ist alles nur noch Berechnung, da geht’s dann nur noch um Sex und Geld.
    Nur Kinder können da noch was dran ändern, die müssen dann aber weit vor 30 gezeugt werden.
    Too late, Babe …

  2. Klingt wie ein großer Klassiker:

    Als die kommende Wand nicht mehr zu leugnen ist und männliche Aufmerksamkeit immer schwerer zu bekommen ist, ruft sie „Wo sind nur all die guten Männer hin?“ Gefolgt von der Aufforderung an die Betas dieser Welt: „Man up!“. Zeig, dass du ein richtiger Mann bist (was natürlich nichts anderes bedeuten soll, als das du tust, was ihr nützlich ist).
    Dazu kommen dann ein paar „Kriterien“ die so vage und belanglos sind, dass keiner ausgeschlossen wird. Da ist „die Wand“ wohl schon ziemlich nahe?

    Lauft, Brüder, hier gibt es keine Freude zu finden…

  3. „Helft mir die Ehre der „normalen“ Männer zu retten, damit wir beweisen können, dass nicht alle Männer scheisse sind!! “

    Hält der sich etwa selber für „scheisse“, weil er andere Kerle zum Beweis des Gegenteils braucht …?

  4. Belangloser Suchtext, so oder ähnlich häufig zu finden. Ich würde nur antworten, wenn ein Foto dabei wäre, auf dem sie gut aussieht. Wichtig sind Alleinstellungsmerkmale oder Besonderheiten, z.B. dass sie langjährig Yoga macht, Schauspielerin ist, Therapieerfahren ist. Mit dem zitierten Text wird sie Antworten bekommen von (langweiligen) Standardmännern und Gestörten.

    • „Mit dem zitierten Text wird sie Antworten bekommen von (langweiligen) Standardmännern und Gestörten.“

      Ja eben. Damit sie sich nach dem nächsten wieder bei ihrer sozialen Umwelt beschweren kann, dass die Tüpen doch alle Schweine sind.

      Gleich und Gleich zieht sich an. Das ist gerade für Frauen offenbar schwer zu verstehen. In dem Alter wie sie waren sie es bisher auch nicht gewohnt, dass sie Marktteilnehmer sind, auf dem sie was anbieten müssen, statt einfach nur zu sein.

      Männer lernen das von klein auf. Das zeigt sich übrigens auch im Beruf, wenn die gepamperten Ladies ins Berufsleben eintreten und bei Dingen wie Gehalt oder Führungspositionen einfach auch was liefern müssen. Da reicht es nicht einfach nur Frau zu sein.

      Und was machen die meisten? Jammern, dass sie nicht berücksichtigt werden _weil_ sie Frauen seien. Das „Nichtbekommen weil Frau sein nicht reicht“ wird umgedeutet in „Nichtbekommen weil Frau sein“.

  5. Großes Kino.
    Hab gut gelacht. Ein Glück bin ich nicht im Fratzenbuch.
    Die Attitüde der moralisch und sonstwie
    höherstehenden Frau, die alles fordert uns dafür gelegentlich mal den kleinen Finger reicht, ist unerträglich.
    Ein Benehmen, als sei sie Anfang 20, Millionärin und von überirdischer Schönheit .

    Ich muß garnichts beweisen und mich in die Pose des nichtswürdigen Bittstellers begeben um mich dem Wohlwollen einer verblühenden (ob Rose oder Kaktus, weiss man nicht) auf Gedeih und Verderb auszuliefern.

    Das hohe Ross kann sie ohne mich reiten , und ich mach ne Wette, die Freundin ist ein vorgeschobener Kunstgriff. Sie spricht von sich selbst.

    Nene, da gehen alle Warnlampen an, Das ist genau die Sorte, wo es richtig hässlich wird, wenn sie entscheidet, dass es für sie nicht passt, sie sich langweilt oder meint, sie sei doch noch was besseres Wert.

    Und Tschüss.

  6. Ich kenne weder den Mann, noch die Frau und habe entsprechend beiden nichts zu beweisen. Was eine Frau trinkt und wie groß sie ist sind für mich nicht gerade Killerkriterien und „optisch absolut alltagstauglich“ heißt nicht allzu viel.
    Alles, was ich also von der Frau weiß, sind ihr Alter, dass sie mein Geschlecht eher gering schätzt und dass sie einen Kerl braucht, der ihr hilft, einen Kerl zu finden.

    … Irgendwie werden da keine großen Anreize gesetzt. Und allein der Umstand, dass mit Provokation gearbeitet wird („Kommt schon! Rettet die Ehre der guten Männer! … Du BIST doch einer von den Guten… ooooder?“) lässt eher vermuten, dass da sonst nicht viel zu bieten ist und zeigt, dass hier charakterschwache Männer gesucht werden, die auf so etwas anspringen.

    • Das mit der Größe ist wohl eher ein Killerkriterium für SIE.
      Als 1,72m-Mann kenne ich das nur zu gut, dass „ein Partner mindestens 10cm größer sein muss“…

      • Größe ist anscheinend das einzige wissenschaftlich erfassbare und ausschlaggebende Schönheitsmerkmal für Frauen bei Männern .

        Der Rest ist Status, Geld, Macht, Dummheit, pudelhaftigkeit und/oder Sex- beziehungsweise Beziehungssucht …

        Ich mag eigentlich ausser Hunden nur noch die Frauen auf Pandora (Avatar), grün geht aber auch 😉

  7. „Er sollte fest im Leben stehen“

    Das ist die typsich weibliche Formulierung von „Er sollte so viel Geld ausgeben, daß er seine Kohle locker der Frau in Form von Unterhalt und Geschenken geben kann und vor allem sollte er das nicht nur wollen, sondern es mit Hingabe und Freude tun.“

    Der normale Mann ist ein Mensch, der sich mit Freude von Frauen ausbeuten läßt und sich mit Hingabe von Frauen vorschreiben läßt, was er in seinem Leben tut und läßt.

    Eine großer Schwanz wäre auch ok, schließlich ist auch die Suche der Frauen nach eine geeigneten Sexspielzeug aufwendig und Dildos sind ja auch irgendwie langweilg.

    Darüber hinaus sollte sich ein Mann nicht zu ernst nehmen und auch mal 5 gerade sein lassen können – für den Fall das ihm irgendwann auffällt, daß er nichts von seinem Leben und seinerr Anstrengung hat.

    Ein Glück, daß die Evolution es so eingerichtet hat, daß das alles biologisch unvemeidlich ist. Denn dann ist das ja alles nicht mehr ganz so schlimm.

      • Status kann man auf vielen wegen darstellen, Geld ist nur einer von vielen.

        Naja, das ist schon relativ deutlich ausformuliert im Text. Die Idee, dass er sie versorgen muss ist definitiv nicht vom Tisch zu weisen, wie andere bereits erwähnt haben. Zumindest soll er finanziell stabiler sein sls die, was in den meisten Beziehungen ja sowieso der Fall sein wird.

        Grundsätzlich ist das Problem weniger, dass Frauen solche Anspruchslisten moralisch als gesellschaftliche Mindestvoraussetzung dessen, was ein „guter“ Mann sein soll vorbeten dürfen, daran können wir (noch) nichts ändern, wichtiger wäre es eher Männer vor solchen Deals zu warnen.

        Würde man als Mann einen ähnlichen Text schreiben, was man sich für eine Partnerin vorstellt, dann wäre man innert Sekunden ein schwanzgesteuertes chauvinistisches Arschloch, wenn man z.B. als Anforderung ihr Gewicht oder ihr Aussehen verankern würde. Erwartet man noch regelmässigen Sex, dann reicht es schon zum Vergewaltiger und so weiter. Das funktioniert natürlich genau deshalb, weil die Gesellschaft (und vor allem der Staat) die Zufriedenheit von Frauen als ein kostbares, schützenswertes Gut ansieht, während die von Männern durch die Selbsterfüllung durch die Arbeit für andere definiert wird.

    • Elmar,

      „Ein Glück, daß die Evolution es so eingerichtet hat, daß das alles biologisch unvemeidlich ist. Denn dann ist das ja alles nicht mehr ganz so schlimm.“

      Die Asymmetrie des Begehrens ist biologisch verdrahtet.

      Dies kann aber vom Mann durch seine eigene geistig-kulturellen Entwicklung übersteuert werden.

      Anschließend sind solche Texte sowas wie Shopping-TV: Qualitativ lausige Waren werden zu grotesk überteuerten Preisen feilgeboten.

      Meine Empfehlung ist daher auch, solche Texte immer im Stil einer Verkaufsshow zu lesen 😉

      • @Peter Müller

        „Die Asymmetrie des Begehrens ist biologisch verdrahtet.“

        Für alle Pro-Einstellungen? Nein, aber ich macht auch keinen Sinn hier, bei der Bildzeitung der manosphäre, immer wieder dieselben Argumente zu wiederholen, die am Ende ja doch igoriert werden.

        „Dies kann aber vom Mann durch seine eigene geistig-kulturellen Entwicklung übersteuert werden.“

        Frauen könnten das auch. Deshalb mache ich ihnen ja Vorwürfe.

        „Meine Empfehlung ist daher auch, solche Texte immer im Stil einer Verkaufsshow zu lesen“

        Ja, ich versteh schon. Allerdings sind wie dafür nach meiner Ansicht zu bösartig.

        • „Nein, aber ich macht auch keinen Sinn hier, bei der Bildzeitung der manosphäre, immer wieder dieselben Argumente zu wiederholen, die am Ende ja doch igoriert werden.“

          Dein einziges Argumt war bislang:
          „Ihr habt alle unrecht und ich kann es bewesen. Jetzt noch nicht, aber ich arbeite dran. Aber Ihr seid auf jeden Fall total doof.“

        • Elmar,

          „Frauen könnten das auch. Deshalb mache ich ihnen ja Vorwürfe.“

          Warum sollten sie das tun? Und Vorwürfe? Wenn Dich jemand auffordert etwas zu tun was für Dich offensichtlich nachteilig ist und du machst es nicht. Wie würdest Du dann entsprechende Vorwürfe bewerten?

          Es ist im Interesse der Frauen, diese Asymmetrie zu steuern. Und das machen sie ja auch auf allen Ebenen, so gut sie halt können (u.a. ist ja der Baukasten „Feminismus“ ein solches Steuerungsinstrument)

          „Allerdings sind wie dafür nach meiner Ansicht zu bösartig.“

          Naja, ist relativ. Ich sehe das jetzt nicht als wirkliche Bedrohung und daher hat es für mich mehr Show-Charakter. Ist mehr Wrestling und kein echter Street-Fight 😉

          • @PM

            „Warum sollten sie das tun?“

            Weil es moralisch richtig wäre. Menschen durch Manipulation auszubeuten, zu demoralisieren und ihnen Schmerzen zuzufügen ist nicht ok.

            „Wenn Dich jemand auffordert etwas zu tun was für Dich offensichtlich nachteilig ist und du machst es nicht. Wie würdest Du dann entsprechende Vorwürfe bewerten?“

            Ich würde alles tun, um den Eindruck zu erwecken, daß die an mich gestellten Forderungen unmoralisch sind und ich im Gegenteil noch viel mehr verlangen kann, weil ich ja unterdrückt bin – falls ich allein auf Macht aus und ansonsten ein Arschloch bin. Ich würde mich also so verhalten, wie die meisten Frauen es tun.

            „Es ist im Interesse der Frauen, diese Asymmetrie zu steuern.“

            Richtig. Aber das macht die Sache nicht besser.

            „Und das machen sie ja auch auf allen Ebenen, so gut sie halt können (u.a. ist ja der Baukasten “Feminismus” ein solches Steuerungsinstrument)“

            Richtig. Deshalb ist es unsere Aufgabe, den anderen Männern zu erklären, wie das funktioniert und wie man aus dieser Masche rauskommen kann.

      • Die Asymmetrie des Begehrens ist biologisch verdrahtet.

        Kürzlich habe ich gelernt, dass bei uns Affen, die Assymetrie des Aussehens zwischen Männchen und Weibchen nur sehr wenig ausgeprägt ist, im Gegensatz zum Hirsch und Pfau z.B.. Jetzt ist meine Welt wieder halbwegs in Ordnung 😉

        Also einfach mitten in die Fresse rein und schon bist du der Platzhirsch. Wenn doch alles im Leben so einfach ware, seufz 😉

  8. Ich frage mich, ob der Autor dieser „Kontaktanzeige“ hauptberuflich für einen Jobvermittler arbeitet. Klingt irgendwie wie die typischen Nullaussage-Anzeigen à la „wir stellen ständig Ingenieure an unseren Standorten x, y und z ein“ gewürzt mit Auftritten in der Tagesschau, wo gejammert wird, dass es keine „guten Leute“ auf dem Arbeitsmarkt mehr gibt.
    Hm, daraus könnte ich fast einen Gastartikel bei Geschlechterallerlei machen: Parallelen zwischen Arbeits- und Partnermarkt aus Männersicht…

    • Wenn wir das beantworten würden, dann würden wir Frauen nur einen Weg zeigen, wie sie uns die Erfüllung unserer geheimsten Wünsche vorspiegeln können – um uns aber in Wahrheit darum zu prellen.

      Daher ist es unklug, diese Frage zu beantworten. Ich sage dem Feind im Krieg ja auch nicht, wo meine Deckung offen ist.

        • Ist nicht meine Entscheidung, die meisten Frauen führen Krieg gegen die Männer. Und wenn man dagegen nur „Willst du nicht lieber doch nett sein zu mir, bitte?“ auf der Pfanne hat, dann kommt man nicht allzu weit.

          Krieg bekommt, wer ihn führt. Und: Ja, das ist nicht gemäßigt. Die Gemßigten mögen ihre moralische Arroganz weithin sichtbar zelebrieren, aber sie sind nur schädlich und müssen weg.

        • „Sie haben die Vorteile ja bereits auf ihrer Seite.“

          Na ja … ich bin nicht so überzeugt, daß diese Verteilung besonders stabil ist.

          Aber ich greife vor, es sind vorher andere Probleme zu erledigen z.B. die Sache mit der Postmoderne.

      • Frauen sind nicht im Krieg gegen Männer, das scheint nur so.

        Tatsächlich ist es von manchen Frauen nach aussen projizierter Selbsthass in allen Abstufungen und Frustration in Verbindung mit der Plapperfreude der Frau welche diesen Eindruck erweckt.

        Die meisten Frauen leben in einem Frauenuniversum wo Männer (als abstrakte Gruppe oder ganz konkrete Männer) von ihnen eine bestimmte (situativ wechselnde) Rolle zugewiesen bekommen. Das kann auch die des Buhmanns sein 😉

    • Zumindest sollte dem „ich suche“ auch ein „ich biete“ gegenüberstehen. Und zwar mit konkreten Angaben.
      Und mit Rücksicht auf ihr Alter: eine ganz ehrliche (!) Angabe, ob sie Kinder/Familie will oder nicht.

        • Wichtig ist ein authentischer Text, der jenseits der üblichen Sprechblasen ihre Stärken und Schwächen aufzeigt. Daneben Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale. Ich als erfahrener Singlebörsianer springe auf Texte an, die mir Individualität aufzeigen. Und sie sollte hübsch aussehen bzw. durch das Bild Ausstrahlung haben. Fehlt das Bild, wird die Dame sofort weggeklickt. Zum Glück ist diesbezüglich mein schlechtes Gewissen, das ich mir jahrelang von Feministinnen habe einreden lassen, verschwunden.

        • @ih
          Das Foto ist sehr wichtig. Einzig wenn die Dame vor Ort wohnt, was selten ist, dann würde ich mich bei ansonsten ansprechendem Profil auch so treffen. So ist die In-Augenscheinnahme ohne großen Zeit- und Anreiseaufwand möglich.

        • Ein Bild zeigt unabhängig davon ob es „photoshop-tuned“ ist den Grundtypus. Wobei die Augen das wesentliche sind.

          Sie sollte sowohl sich selbst beschreiben (bei einer LTR wäre soziale Herkunft, Bildungs-Niveau und eigene Interessen wichtig) als auch die realitätsbezogenen (!) Basiswünsche die sie von einem potentiellen Partner hat.

          Letztlich wird dieser Weg der Partnerfindung allerdings überbewertet. In der Masse läuft sowas nicht über Anzeigen sondern über soziale Netzwerke (echte, nicht Illusionen davon wie z.B. Facebook)…

          • Hm .. dass das Foto so wichtig ist, hätte ich jetzt nicht gedacht.

            Ich selbst hätte in so einem Fall kein Foto eingestellt. Hauptsächlich zwar, um nicht von Bekannten erkannt zu werden, teils um nicht die Kontrolle über meine Fotos zu verlieren, aber auch um diejenigen Männer von vornherein auszusortieren, die sich vor allem von Äußerlichkeiten blenden lassen.
            Bei Datingplattformen (also nicht die Suche nach einem Beziehungspartner, sondern nur unverbindlichem Casual Sex) bekam ich auch ohne Foto mehr Zuschriften als ich beantworten konnte.

        • @breakpoint
          Ja, denn ich brauche auch Entscheidungskriterien. Es geht nun mal auch im Vorfeld um gegenseitiges Abchecken. Das klingt unromantisch und ist es auch. Aber Partnersuche ist ARBEIT.

        • „Bei Datingplattformen (also nicht die Suche nach einem Beziehungspartner, sondern nur unverbindlichem Casual Sex) bekam ich auch ohne Foto mehr Zuschriften als ich beantworten konnte.“

          Was ja nicht verwunderlich ist, da es bei Sex immer die Optionen „A tergo“ und „Licht aus“ gibt. Entsprechend geringer ist die Bedeutung eines Gesichtsbildes, wenn es um unverbindlichen casual sex geht.

          XD

        • Das könnte eine wichtige Information für @Anne und andere sein: Das Aussehen (insbesondere Gesicht) ist für eine Beziehung viel wichtiger als für Casual Sex. Sperma ist billig, Commitment nicht.

          • Hm .. ich weiß jetzt nicht ob dies ein grundsätzlicher Unterschied zwischen Männern und Frauen ist, oder inwieweit ich nur für mich spreche:
            Aber bei Casual Sex darf es schon ruhig auch was für’s Auge sein, während bei einer dauerhaften Beziehung das Aussehen völlig irrelevant ist, da man sich ja auch aneioander gewöhnt, und sich im Laufe der Zeit sowieso äußerlich verändert.

            Schönheit vergeht irgendwann. Hässlichkeit bleibt. :mrgreen:

        • Ich denke da liegt ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern. Für Frauen liegt das Risiko im Sex, bei Männern eben im Commitment.

          Und während Schönheit in der Tat vergeht, bleiben die Gene, die zu dieser Schönheit führen. Und letztlich geht es bei der männlichen Selektion ja darum (und ggf. um Fruchtbarkeit).

        • @Anne
          „Hm .. dass das Foto so wichtig ist, hätte ich jetzt nicht gedacht.“
          Ohne Fotos gerät man nur an die sogenannten „Allesficker“ die alles penetrieren was ein Loch hat. Wenn du an Männer geraten willst, die dir selbst optisch und charakterlich gefallen (soll ja manche Frauen geben die darauf Wert legen), dann ist ein Foto unverzichtbar um die interessante Beute anzulocken.
          Attraktive Männer haben nämlich einen größeren Pool aus dem sie auswählen können, während unattraktive Männer einfach alles anschreiben was ein Profil hat, meist sogar nur mit copy&paste.

          • Danke, aber für mich ist das nur noch von rein akademischem Interesse.
            Ich war jedoch davon ausgegangem, dass gerade ansprechende Fotos noch mehr Männer dazu bewegen, Kontakt zu suchen, weil sie nur noch das Foto sehen, und den Text erst recht nicht mehr lesen.

        • FWIW: Ich war vor 12 Jahren mal auf Parship und friendscout unterwegs. Damals war es so, dass man bei Parship das Bild des anderen erst sehen durfte, wenn dieser es persönlich freischaltete.
          friendscout = erst kucken
          parship = erst lesen

          Da ich besser schreibe als aussehe, habe ich auf parship eine andere Klasse von Frauen kennengelernt als auf friendscout,

          Es ist nur ein Gerücht, dass Frauen nicht nach dem Foto gehen.

          Rückblickend, also NACHDEM sie einem hässlichen Mann versehentlich die Gelegenheit gegeben hat, sie mit seiner Pesönlichkeit zu überzeugen, wirkt es auf die Frau dann so, als sei das Äußere für sie von Anfang an tootaaal unwichtig.

          • Dass ein Foto als Eyecatcher wirken kann, bestreite ich gar nicht.
            Aber wer sich auf gutaussehende Männer beschränkt, reduziert die Auswahl enorm.

            Ich persönlich nutzte bei Datingportalen die Körpergröße als Hauptkriterium, habe aber auch nie nach einer festen Beziehung gesucht.

        • „Ich war jedoch davon ausgegangem, dass gerade ansprechende Fotos noch mehr Männer dazu bewegen, Kontakt zu suchen, weil sie nur noch das Foto sehen, und den Text erst recht nicht mehr lesen.“

          Im Gegenteil. Das Foto ist überhaupt der Schlüssel, den Text zu lesen.
          Ich wag mich mal für meine Geschlechtsgenossen aus dem Fenster und behaupte, 90% ist Aussehen, 10% Intelligenz, was an einer Frau interessiert. Mit anderen Features (Status, Bankkonto, Auto, Immobilie) kann eine Frau dagegen fast nicht punkten.
          Wenn Du also kein Bild einstellst, senkst Du Deine Chancen auf fast Null, selbst mit gutem Text.
          Andererseits kann ein mieser Text auch ein gutes Bild bis zum Desinteresse relativieren – wenn wir mal die Notgeilen außen vor lassen.

          • Das mag ja so sein.
            Aber es stellt sich die Frage: Wie verhindert man hunderte Zuschriften, durch die man sich zeitaufwendig durchklicken muss, nur um festzustellen, dass die allermeisten den Text entweder nicht gelesen haben, oder die dortigen Aussagen und Ausschlusskriterien ignorieren?

            Bei beruflichen Stellenausschreibungen sind zwar auch immer einzelne Bewerbungen dabei, die überhaupt nicht zur ausgeschriebenen Stelle passen, aber bei solchen Kontaktanzeigen sind unpassende Interessenten der Normalfall.

    • Mal eine ergebnisoffene Frage:
      Wie sollte so eine Anzeige eurer Meinung nach formuliert sein, um sympathisch rüberzukommen, positiv aufgenommen zu werden, und Erfolgsaussichten zu haben?

      So wie das rüberkommt habe ich den Eindruck, dass die Frau nie zufrieden ist und ständig nervt, weil ihre Ansprüche an den Traumprinzen derart hoch und ambivalent sind, so dass selbst Superman nach drei Tagen die Krise bekäme.

      Er sollte dies, er sollte das und jenes, aber nicht zu viel davon und auch nicht zu wenig, verklausuliert gesprochen sollte er mich versorgen können (mit beiden Beinen fest im Leben stehen, ja nee, ist klar) gnagnagna. Und sie? Sie ist sich selbst, so total authentisch. Muss ja wohl genügen.

        • Zunächst mal etwas mehr über sich selbst schreiben und etwas weniger Forderungen stellen, vor allem nicht ausschliesslich Anforderungen formulieren. „Unkompliziert“ ist immer gut. Es gibt zwar keine unkomplizierten Frauen, aber Männer sind ja in dieser Hinsicht oft reichlich naiv. Unkompliziert bedeutet, dass sie keine dieser Frauen ist, die mit ihrem ewigen Genörgle Männer in den Wahnsinn treibt.

          • Wenn sie zu viele Anforderungen stellt, ist das sicher nicht besonders ansprechend.
            Andererseits halte ich es schon für sinnvoll, wesentliche Requirements (z.B. Bildungsniveau, Mindestgröße, oder was sonst ein Must-have ist) zu kommunizieren, um den Männern, die diese nicht erfüllen, die Mühe der Kontaktaufnahme zu ersparen.

            Ist (zu) „unkompliziert“ auf Dauer nicht etwas langweilig? 😉

        • Das kann schwer werden, wenn sie ihre besten Jahre damit zugebracht hat, niemanden gut genug zu finden und sie jetzt in Panik gerät, wo sie immer weniger zu bieten hat. Lippenstift aufs Schwein und so.

          • Das unterstellst du ihr jetzt.
            Aber dafür haben wir zu wenig Informationen.
            Versuch mal den Fall so zu betrachten, als ob sie eigentlich eine durchaus sympathische und angenehme Person ist.
            Wie kann sie das kommunizieren?

        • „Das kann schwer werden, wenn sie ihre besten Jahre damit zugebracht hat, niemanden gut genug zu finden und sie jetzt in Panik gerät, wo sie immer weniger zu bieten hat.“

          Meine Fresse, einige Sprüche hier sind ja wirklich pures Gold. 😀

          Kann man die nicht mal zentral sammeln?

        • @Anne: Das Schema inklusive der Ansprache ist halt wirklich ein Klassiker der Manosphere. Insofern sind die von mir getroffenen Annahmen wesentliche Informationen für Männer.

          Und das schließt übrigens nicht mal aus, dass sie eine sympathische und angenehme Person etc. ist. Aber die Phasen weiblicher Entwicklung führen eben zu bestimmten Bedürfnissen und Interessen, die Männer kennen sollten, um keine falschen Erwartungen zu haben.

          Zu kommunizieren, dass sie eine sympathische und angenehme Person ist, ist wahlweise eine Kunst, oder sie könnte einfach sie selbst sein, wenn sie es denn ist? 😉

          Andersrum ist es leichter zu definieren: Eine Frau, die bei der „Bräutigam-Werbung“ Forderungen und Ansprüche formuliert, ist quasi direkt raus. Das könnte man allenfalls als Shit-Test nehmen und brechen. Besser aber mitsamt der Person ignorieren.

          Das Beispiel von only_me unten ist dagegen ein gutes Beispiel für eine attraktive Haltung. Für eine 30jährige ist das vielleicht schon etwas zu viel und wirkt zu bemüht, aber die Richtung bleibt gut.

    • Nicht so viel erzählen was sie genau will, sondern bisschen was über sich erzählen.

      Nicht „du solltest“, „du musst“, „du hast“
      sondern mehr
      „Ich mag“, „ich kann“, „ich finde“, „mir gefällt…“ usw.

      Mit der Anzeige daoben kriegt sie nen Typen, der sich nen Scheiß um sie schert und nur auf ne Ficke aus ist, wenn es sich denn herausstellt, dass sie mit seinem optischen Geschmack kompatibel ist. Das ganze Gerede davon, was der Typ zu haben hat ist irrelevant, denn der Typ wird so tun, als hätte er all das wenn er sie flach legen will.

      • daoben kriegt sie nen Typen, der sich nen Scheiß um sie schert

        Und das kann sie dann live beim MitleidsTV bemängeln. Tjah so sind wir Männer halt, also die die sich da rumtreiben und auf solche Annoncen reagieren …. halt alle sind wir so, auch die, die nicht so sind, oder so …….

    • Was wollen Männer?

      In der Regel:
      Eine zum Kuscheln.
      Eine zum Anschauen.
      Eine, die bereit und in der Lage ist, den Mann zu respektieren.
      Eine, die fünfe grade sein lassen kann.
      Keine neurotische Zicke.
      Keine Prinzessin.

      Wie drückt man das aus?

      Das mit dem Sex nicht zu plump.

      Das mit dem Aussehen mit einem ehrlichen Foto: keine Filter, keine seltsamen Perspektiven oder Ausschnitte, keine verbergenden Klamotten

      Das mit dem Respekt definitiv nicht, indem man von „Spacken im Markt“ redet. Eher so was wie: „Wenn du einen anstrengenden Tag hattest, werde ich dir eher einen Kakao kochen als darauf zu bestehen, dass wir meinen Tag diskutieren“

      Die „graden Fünf“ beziehen sich darauf, dass viele Frauen völlig unflexible Vorstellungen vom sozialen Umfeld (Wohungseinrichtungen, Familienbesuche) haben. Erzähl z.B. von dem Bild deines Neffen, über das du dich freust, obwohl es etwas schief hängt.

      Das mit den Neurosen… Wie auch immer du zum Ausdruck bringen kannst, dass diese Situationen mit dir definitiv nicht zu erwarten sind.

      Keine Prinzessin… Rede nicht von Herkules. Auch nicht in einem Satz wie „Ich erwarte ja gar keinen Herkules“. Bring zum Ausdruck, dass du deinen Marktwert kennst.
      Das ist für viele Frauen, vor allem um die 30, der schwerste Punkt.

    • So eine Anzeige sollte man einfach ignorieren und im wirklichen Leben nach Frauen suchen oder in z.B. Diskussionsforen. Diese Reklamemasche ist doch einfach nur lächerlich. Nicht umsonst wenden sich viele Männer angewidert ab.

      Dem Universum an sich ist unsere lächerliche kleine blaue Kugel eh komplett egal, von der Evolution des Affen ganz zu schweigen!

    • Ich hab grad den Blogpost wieder gefunden, den ich die ganze Zeit im Kopf hatte.

      Da ist ein interessantes Real-Life Beispiel. Es kommt nicht auf die Details (also WAS genau sie von sich schreibt) an, sondern auf den Tonfall.

      1. Do you like to eat? If you do, I like to cook, and I like to cook what you like to eat, not what I think you should eat. I’ll even cook fish, even though I don’t (nor ever have) eaten seafood. Of any kind. [Damn, she cooks.]

      2. Do you have tools? If you have tools, I won’t let them get rusty. If you have rusty tools, they won’t stay that way. Why? Because I restore tools as a hobby. Don’t worry, I won’t be taking or moving them anywhere. I have my own!

      3. Do you enjoy listening to women talk your ear off about nothing that interests you? Or, worse, about things that confuse or frustrate you? I don’t either. I have never been a chatty person who talks just to fill up silent spaces. I like silent spaces. There is nothing awkward about silence, in my opinion.

      4. Do you enjoy cleaning? If you don’t, that is great because I enjoy it and, frankly, I am not sure what I think of men who are compulsively neat. If you are more fastidiously clean than I am, we are probably not a great match. [I’ve always been suspicious of guys who are neat freaks]

      5. Do you have an ego? Meaning, has anyone ever described you as an a**h*le? I hope so, because I believe men have egos for a good reason and I like to feed them. Well. If you have never been an a**h*le, again, we probably aren’t a great match. Men are either valiant or violent [Ed. – this is simplistic and I’m not on board with it]. If you have not been with a woman, lately, who appreciates the things about you that are “male”, you will simply love me.

      6. Do you like having intelligent discussions about interesting topics? I do, too. How about a sense of humor? If you like to laugh, you’ll like me. If you like to make me laugh, too, we might be quick friends.

      7. Do you like to enjoy your hard-earned money? You should. Your wallet is safe around me. I have never expected anyone to support me financially. I work hard, too. I understand.

      So, what’s the catch? Well, I am a woman in her 40’s, so, I don’t bring the same appeal as a young woman does. I am also divorced and have children. My children are adults and self-supporting, however. I am hardly perfect. I am not a 10, but, I would be a solid 7 on even my worst days. As for age, I have acquired wisdom that saves us both the aggravation of navigating my changing moodscape. I know that feelings aren’t facts. The worst you’ll experience is my taking time alone to process my emotions before I discuss anything that requires a rational contribution on my part.

      As far as appearance, my rule is simple, my dress size should be about the same as my shoe size. I wear an 8.5 shoe, by the way. I keep my hair long. It’s blonde. My eyes are blue. I am 5’6? and I have no hang ups about men’s height. If you are anywhere between 5’4 and 8’11, we’ll be ok.

      What am I attracted to? I am open-minded. I suppose I find open minds attractive, as well. I don’t tolerate physical violence and I promise I am not inclined to do those things that push a man to respond with violence. We both know the type.

      To be fair, and realistic, I am a woman. By nature, You and I are different in many ways [Men and women are different, duh]. I will honor and respect those differences and can only ask that you do, too.

      https://theprivateman.wordpress.com/?s=online+profile

  9. Nachdem, was man hier in den Kommentaren liest, scheint es unmöglich zu sein, eine Anzeige so zu formulieren, dass sich die hier Anwesenden nicht negativ darüber äußern.
    Gerade der Satz „er sollte mit beiden Beinen fest im Leben stehen“ würde bei einer Anzeige, die ich aufgebe auch stehen. Damit ist aber sicher nicht gemeint, dass er mich versorgen können soll – das kann ich auch alleine.
    Damit ist gemeint, dass er selbstständig lebensfähig ist. Ich habe schon viele Männer kennengelernt, die mit Anfang bis Mitte 30 noch bei ihren Eltern im Kinderzimmer wohnen und alles von Mama gemacht bekommen. So einen würde ich nicht wollen.
    Es geht auch darum, dass ein Mann aktiv ist und nicht nur rumlungert. Für mich fallen daher z.B. Arbeitslose genauso wie gelangweilte Millionäre, die nichts mit sich anzufangen raus.

    Also wenn eine solche Aussage schon so völlig fehl interpretiert wird, dann kann man es eigentlich gleich sein lassen, da es unmöglich ist, eine Anzeige so zu formulieren, dass sie verstanden wird, wie sie gemeint war.

    • Das ist aber jetzt eine ziemlich pauschale Verurteilung von Arbeitslosen. Die die ich kenne, tun viel um wieder in Arbeit zu kommen, bzw. versuchen sich irgendwie weiterzubilden. Aber bei dem Arbeitsmarkt klappt es leider trotz vorhandenen willens leider nicht immer so wie man will. Aber gut, haben viele Frauen den Schuss nicht gehört.

      • Und dann gibt es noch eine Menge Arbeitslose, die sich ehrenamtlich oder anderweitig betätigen. Wenn man jemanden ablehnt, nur weil er gerade keinen Arbeitsvertrag hat, dann ist von vorn herein klar, dass man eine Bitch ist.

        • sie „sollte mit beiden Beinen fest im Leben stehen“, d.h. Kind, Hund und Katze sind schon zuhause und warten nur noch auf den neuen Daddy. Da schmilzt nicht nur mein Herz dahin, sondern auch gleich mein Hirn mit ;-)*

          *(oder mann schaut ZDF_Info, Phoenix usw…)

      • @Moloch: „Das ist aber jetzt eine ziemlich pauschale Verurteilung von Arbeitslosen.“

        Könnte man so interpretieren, wenn man nur halbe Sätze liest… Bisschen Lesekompetenz und du verstehst, was gemeint war.

    • Doch das ist möglich. Nur müsste man dafür ein wenig selbstehrlich sein.

      Bei einer Bewerbung schreibst du ja auch keine Textwand, was genau ein Arbeitgeber für dich tun soll, sondern versuchst dich positiv aber ehrlich zu beschreiben und damit zu überzeugen, waum ein Arbeitgeber genau dich haben will.

      • „Bei einer Bewerbung schreibst du ja auch keine Textwand, was genau ein Arbeitgeber für dich tun soll“

        Das kann im datingbereich durchaus interessant sein. Denn Frauen sind eher wählerisch als Männer, zumindest bis zu einem gewissen Attraktivitäsgrad

        • Du meinst wohl eher „bis zu einem gewissen Einkommen“.

          Und wie oben schon gesagt, wer mit so einer Wunschliste kommt, der kriegt entweder keinen oder halt nur diejenigen die sie nur in’s Bett bekommen wollen und darum einen auf Hose machen.

          • „Du meinst wohl eher „bis zu einem gewissen Einkommen“.“

            ich denke das wird auch überschätzt. Es fließt natürlich über Job, Ressourcen und Status in die Attraktivität mit ein, aber es gibt wunderschöne Frauen, die mit ganz normalen Männern zusammen sind.

            Die Frau des hässlichen Abteilungsleiter wird nicht unbedingt hübscher sein als die Frau des einfachen Angestellten, der dafür gut aussieht und Game hat

        • „Du meinst wohl eher „bis zu einem gewissen Einkommen“

          Ich kürzlich in einem Vortrag von Jordan Peterson von einem seiner Experimente gehört.

          Sie haben vier Personae von jungen Männern konstruiert:

          Arm und Inkompetent (useless)
          Arm und Kompetent
          Reich und Inkompetent
          Reich und Kompetent

          Also z.B.
          • arbeitslos, interessiert sich nur für Games und lebt im Keller seiner Eltern
          • unergiebiger Job, aber engagiert sich ehrenamtlich bei Greenpeace und der Freiwilligen Feuerwehr.
          • unergiebiger Job, keine nennenswerten Hobbies, hat aber bei einer Lotterie gewonnen, die ihm bis ans Lebensende €5000 monatlich auszahlt.
          • erfolgreiche Karriere in angesehenem Job

          Diese Profile wurden Frauen präsentiert mit Fragen, wer für sie interessant wäre.

          Das Vorurteil vieler in der Manosphere ist, dass 3) und 4) die besten Chancen hätten.
          Das ist nicht der Fall.
          2) und 4) waren fast gleichauf und 1) und 3) waren deutlich abgeschlagen.

          Evolutionär gesehen gut erklärbar: Es geht nicht darum, welche Ressourcen ein Mann JETZT hat, sondern darum, wie kompetent er ist, auf die Unwägbarkeiten der Zukunft zu reagieren.

          Deswegen haben wohl auch Künstler und Musiker gute Karten: Kreativität ist eine wichtige Ressource.

        • ich denke das wird auch überschätzt. Es fließt natürlich über Job, Ressourcen und Status in die Attraktivität mit ein, aber es gibt wunderschöne Frauen, die mit ganz normalen Männern zusammen sind.

          Und ich hab, als ich vor ein paar Tagen dem Waldrand entlang spazierte doch tatsächlich ein Einhorn gesehen!

        • @only_me:

          Ich hätte auch so vermutet wie das Ergebnis sich zeigt. Geld ist für die meisten Frauen eben nicht wirklich ein Punkt in der Partnerwahl. Heutzutage verdienen Frauen eben auch genug Geld, um sich selbst zu versorgen.

        • @miria,

          der Trick ist natürlich, dass im Normalfall von dem Mann erst mal nur sieht, DASS er Ressourcen hat, und NICHT, ob er diese aufgrund eigener Kompetenz erworben hat.

          Der normale evolutionäre Reflex ist also, erst mal von einem Mann mit Ressourcen angezogen zu sein und erst abzukühlen, wenn klar ist, dass er das nur geerbt (etc.) hat.

        • @only_me:
          „der Trick ist natürlich, dass im Normalfall von dem Mann erst mal nur sieht, DASS er Ressourcen hat, und NICHT, ob er diese aufgrund eigener Kompetenz erworben hat.

          Der normale evolutionäre Reflex ist also, erst mal von einem Mann mit Ressourcen angezogen zu sein und erst abzukühlen, wenn klar ist, dass er das nur geerbt (etc.) hat.“

          Ich merke im Gespräch mit einem Mann recht schnell, ob dieser auch eine gewisse Intelligenz mitbringt. Und man sich über verschiedenste Themen austauschen kann.
          Da sind mir die Ressourcen wurscht.
          Ich habe auch den Eindruck, dass ich eher die Kompetenz sehe als die Ressourcen. Wie sollte man die denn beim ersten Date sofort erkennen.

          Im Gegenteil ist es sogar so, dass mich ein sehr reicher Mann erstmal abschreckt. Ich hatte mal einige Dates mit einem Mann, der vermutlich mehr Geld hat als er im Stande ist auszugeben.
          Und ich hatte die Befürchtung, dass für diesen Menschen Geld eine große Rolle spielt. Glücklicherweise war er sehr auf dem Teppich geblieben.
          Aber leider mit seiner Arbeit verheiratet, so dass nur wenig Zeit für mich blieb. Und daher ist nichts draus geworden.

        • Mein Einwurf war etwas salopp. Es ist vielmehr soziales Ansehen als das reine, finanzielle Einkommen, was attraktiv macht. Das erklärt auch die Attraktivität von Künstlern.

          Ich habe das selber erlebt, als ich angefangen habe, als DJs regelmäßig vor etwas mehr Leuten und in größeren Läden und Festivalls zu spielen, bekam ich plötzlich Aufmerksamkeit von einer Menge Frauen, die mich vorher nicht einmal mit dem Arsch angeguckt hätten. Und obwohl ich immer noch genauso schüchtern war wie vorher und sich auch mein äußeres Erscheinungsbild nicht verändert hat, bemühten sich plötzlich Frauen von sich aus um mich.

          Änliches gilt wahrscheinlich auch für Firmenchefs und ähnliche Positionen, die an der Spitze von einer mehr oder weniger großen Anzahl von Menschen bzw irgendwie im Rampenlicht stehen. Da Ansehen auch auch oft mit besserem Einkommen zu tun hat, begünstigt den Eindruck, dass Frauen dem Geld hinterher laufen.

          Wenn du im Rampenlicht stehst, hast du eine gewisse Macht und dadurch wirst du attraktiv.

    • Für mich fallen daher z.B. Arbeitslose genauso wie gelangweilte Millionäre, die nichts mit sich anzufangen raus.

      Irgenwdwo da draussen ist der Prinz Charming und wartet auf Dich. Vielleicht nimmt er aber nur Frauen, die ganze Sätze … ?! (nein sorry das war jetzt nicht fair ;-))

      • Kapier ich nicht: Inwiefern hat jetzt das Bekleiden einer Arbeitsstelle etwas mit der Persönlichkeit zu tun? Genausogut kann man verlangen, daß derjenige Lottogewinner ist.

        • „Besser ganze Sätze lesen…“ Brauch ich nicht: In meinen halben Sätzen steckt genug Intelligenz für den Rest des Satzes. Aber natürlich werde ich das OFFENSICHTLICHE (c) gerne gönnerhaft (hat jemand die Alliteration bemerkt, nur deshalb habe ichd as überhaupt geschrieben) ausbuchstabieren: Gilt auch für Millionäre („Lottogewinn“ – ich gebe das mit dem Lesen also zurück).

      • @Yeph:
        „Vielleicht nimmt er aber nur Frauen, die ganze Sätze … ?! (nein sorry das war jetzt nicht fair ;-))“

        Ich finde, ich bin schon ziemlich talentiert, wenn man bedenkt, dass ich einen blog führe und viel kommentiere ohne Internet und Computer, auf 5 Jahre altem Handy. Da kann einem auch schon mal ein Wort verloren gehen 😉

        • Es gibt den schönen japanischen Haiku:
          Und wieviel Edler ist der,
          der Beim Aufleuchten des Blitze nicht sagt:
          Siehe das ist unser Leben.

          Insofern: Ruhm denen, die einfach mal den Mund halten- philosophus mancisses.

    • Also wenn eine solche Aussage schon so völlig fehl interpretiert wird, dann kann man es eigentlich gleich sein lassen, da es unmöglich ist, eine Anzeige so zu formulieren, dass sie verstanden wird, wie sie gemeint war.

      Mach doch einfach den Lakmustest und ersetze „Mann“ durch „Frau“, dann siehst Du wie lächerlich die Anzeige ist.

    • >>> Gerade der Satz „er sollte mit beiden Beinen fest im Leben stehen“
      >>> würde bei einer Anzeige, die ich aufgebe auch stehen..

      Manche Dinge, insbesondere Selbstverständlichkeiten, erklärt man eigentlich auch nicht, sondern erfährt diese beiläufig.

      Wie würden Sie es denn finden, wenn ein Mann schreiben würde:

      „sie sollte kochen können“ (Und gemeint ist damit nicht, dass er bekocht werden möchte, sondern dass sie alleine lebensfähig ist!)

      Würde so ein Mann bei Ihnen mit dem Text Sympathiepunkte sammeln können?

      Solche Selbstverständlichkeitenm, ob man alleine lebensfähig ist, wird man schon früh genug im Rahmen der normalen Gespräche zwischen den Zeilen in Erfahrung bringen, ohne dass man danach fragen oder darüber reden müsste. Es wird sich ohnehin jeder selber für alleine lebensfähig halten, so dass man es ohnehin aus den Umständen heraus erraten muss.

      Und, wer es unbedingt im Profil schon andeuten möchte, dann sollte man darauf achten, wie man es formuliert (abwertend negativ oder eher freundlich positiv). Wenn man z.B. schreibt, dass der Gesuchte mit beiden Beinen im Leben stehen sollte, dann klingt das abwertend herab und von einem Sockel herab. Wenn man hingegen wie folgt formulieren würde: „Ich mag Freiräume und eigenständige Menschen und liebe trotzdem den richtigen Mix, sich auch anlehnen und gegenseitig fallen lassen zu können.“, dann würde das erheblich sympathischer klingen und zudem auch vermitteln, dass es um etwas Gemeinsames und nicht um eine einseitige Bewerbung geht.

      Es klingt erheblich sympathischer, wenn man erklärt, was man mag, statt Negativ-Listen zu formulieren oder andere abzuwerten.

      >>> Nachdem, was man hier in den Kommentaren liest, scheint
      >>> es unmöglich zu sein, eine Anzeige so zu formulieren, dass
      >>> sich die hier Anwesenden nicht negativ darüber äußern.

      Allen wird man es ohnehin nie recht machen können. Es geht je auch gerade darum, denjenigen zu finden, mit dem die Chemie stimmt bzw. für den die eigene Art sympathisch wirkt. Absolut tödlich und verräterisch (wenn man eine für beide Seiten erstrebenswerte Beziehung und nicht nur Sex anstrebt) sind jedoch die Formulierung von Erwartungshaltungen und Abwertungen.

      Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie würden bei einem Mann folgendes Profil lesen und sich dann fragen, ob Sie so einen Text sympathisch finden würden:

      „Ich suche eine Frau, die kochen kann und alleine lebensfähig ist. Kein Proll, keine selbst ernannte Prinzessin und keine, die sich ständig zum Opfer der Menschheit erklären will, sondern zur Übernahme von Eigenverantwortung und Selbstreflexionen fähig ist. Eine Frau, die Männer nicht finanziell ausnutzt und nicht rosinenpickend alte Geschlechterrollenbilder als Selbstverständlichkeiten erwartet (z.B. Gentlemen), aber umgekehrt bei ihr selber alte Rollenbilder für eine unterdrückende Frechheit hält. Auch mag ich keine Frauen, die meinen, Sex als Erpressungsmittel einsetzen zu können.“

      Und auch, wenn sehr viele Männer tatsächlich genau so denken und es auch völlig berechtigte Wünsche sind, würde man mit so einem Profiltext sich bei den allermeisten Frauen ins Aus katapultieren. Man formuliert überflüssige Selbstverständlichkeiten und offenbart ein negative Grundeinstellung bzw. erklärt im Prinzip gleich, dass man es eigentlich gar nicht erst versuchen braucht, gutherzig und nachsichtig miteinander umzugehen. Denn im Prinzip wartet man ja nur noch darauf, in seinem negativem Bild vom anderen Geschlecht bestätigt zu werden.

      Wer sympathisch wirken möchte und dem Gegenüber vor allen Dingen auch helfen möchte, Anknüpfungspunkte zu liefern, der schreibt positiv, was er mag (z.B. „Ich mag-Listen“), versucht kleine Späßchen bzw. Wortspiele mit einzubauen und einen insgesamt entspannten Eindruck zu vermitteln. Man sollte den Eindruck vermitteln, nicht zu festgefahren zu sein und auch über kleine Macken des anderen hinwegschauen zu können. Und vor allen Dingen sollte man den Eindruck vermitteln, dass man sich auch selber bemüht, zu gefallen und man sich nicht für jemanden hält, um den der andere sich einseitig zu bemühen habe.

      Halt exakt genauso, wie man es sich umgekehrt auch vom Gegenüber wünscht. Einfach mal seinen eigenen Text durchlesen und sich fragen, ob man selber einen Menschen mit so einem Text interessant/sympathisch oder langweilig/unfreundlich empfinden würde.

    • @xyz:
      „„sie sollte kochen können“ (Und gemeint ist damit nicht, dass er bekocht werden möchte, sondern dass sie alleine lebensfähig ist!)

      Würde so ein Mann bei Ihnen mit dem Text Sympathiepunkte sammeln können?“

      Dieser Satz alleine stehend würde sich bei mir weder positiv noch negativ auswirken. Ich koche unglaublich gerne (und auch nicht schlecht), daher kein Problem.

      „Wenn man z.B. schreibt, dass der Gesuchte mit beiden Beinen im Leben stehen sollte, dann klingt das abwertend herab und von einem Sockel herab.“

      Wo genau ist da die Abwertung?

      „Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie würden bei einem Mann folgendes Profil lesen und sich dann fragen, ob Sie so einen Text sympathisch finden würden: ,,,)

      In dem beschriebenen Text wird viel mehr erwähnt, was derjenige nicht möchte als das, was er eigentlich möchte. Ja, diese Art würde ihn für mich tatsächlich unsympathisch erscheinen lassen.

      „Allen wird man es ohnehin nie recht machen können. Es geht je auch gerade darum, denjenigen zu finden, mit dem die Chemie stimmt bzw. für den die eigene Art sympathisch wirkt.“

      Das ist klar. Man möchte ja auch nicht Anfragen von allen, sondern dem Richtigen 😉

      • >>>>>> „Wenn man z.B. schreibt, dass der Gesuchte mit
        >>>>>> beiden Beinen im Leben stehen sollte, dann
        >>>>>> klingt das abwertend herab und von einem Sockel
        >>>>>> herab.“

        >>> Wo genau ist da die Abwertung?

        Ich meine damit, dass es wenig sympathisch wirkt, wenn man Menschen be- bzw. abwertet. Und mit solchen Sätzen erklärt man halt, dass man Menschen in bestimmten Lebenssituationen ablehnt und damit abwertet (hier Menschen, die nicht mit beiden Beinen im Leben stehen, was auch immer das heißen soll).

        Und auch, wenn das total menschlich ist und tatsächlich jeder genauso tut (Menschen zu bewerten) klingt das trotzdem nicht nach einer positiven Eigenschaft, mit der man für sich werben könnte. Und der Profiltext ist nun einmal der erste Eindruck von einem selber. Das ist quasi so wie pupsen nasepopeln oder auf Toilette gehen. Das tun von Zeit zu Zeit auch nahezu alle Menschen auf diesem Planeten und trotzdem ist das nichts, womit man auf einer Profilseite prahlen sollte bzw. im Rahmen des ersten Eindrucks für sich werben sollte.

        Vor allen Dingen, was heißt „mit beiden Beiden im Leben stehen“ überhaupt. Ich denke, bei den meisten Männern kommt so ein Satz eher so an, als würde man mitversorgt werden wollen, aber umgekehrt im Falle einer späteren Krise (z.B. mögliche Arbeitslosigkeit in der Zukunft) wieder verlassen werden, weil die Frau nur eine „Schönwetterbeziehung“ sucht, die nicht auf Liebe, sondern auf das Vorhandensein von Bedingungen beruht.

        Und auch, wenn viele Männer durchaus bereit sind, die Partnerin auch mitzuversorgen und dieses sogar durchaus gerne tun, wenn sie die Partnerin lieben, so hassen es die meisten Männer trotzdem, wenn dieses quasi als Selbstverständlichkeit erwartet und eingefordert wird. Männer (und vermutlich auch Frauen) tun Dinge dann gerne, wenn der Gegenüber toll ist und nicht wenn das Verhalten von ihnen eingefordert wird.

        Aber auch, wenn man den Satz so verstehen würde, wie Sie ihn meinen (im Sinne „alleine lebensfähig sein“), ist der Satz wenig sinnvoll in einem Profil. Denn zunächst einmal hält sich nahezu jeder selber für alleine lebensfähig und die allermeisten Menschen sind auch alleine lebensfähig. Denn was bedeutet das denn überhaupt?

        Mal ein Beispiel:

        Meine Eltern haben keine Ahnung von Computern und brauchten ständig Hilfe, weil mal wieder etwas völlig verstellt wurde (z.B. Menüs ausgeblendet) oder Dateien nicht mehr wieder gefunden werden. Und egal wie oft ich meinen Eltern die Vorgänge erkläre, ihnen fehlt einfach das grundlegende Verständnis für Computer. Stehen meine Eltern jetzt etwa nicht mit beiden Beinen im Leben, weil sie ja ständig meine Hilfen in Anspruch nehmen? Oder bin vielleicht sogar auch ich selber als Helfer unselbständig, weil ich mich nicht genug von meinen Eltern entfernt habe und sie regelmäßig besuchen fahre, um die Computerprobleme zu beseitigen und weil ich sie einfach nur lieb habe?

        Gehört es zu „mit beiden Beinen im Leben stehen“ nicht auch dazu, dass man unmöglich alles im Leben alleine können kann (und auch nicht muss) und Dinge auch dadurch erledigen kann, dass man sich Hilfe durch andere organisiert (z.B. Beauftragung des Steuerberaters, Rechtsanwalts, Handwerker, Putzfrau, Hilfen in der Familie, Hilfen in der Partnerschaft …)?

        Ansonsten wäre mir nämlich noch nicht eine einzige Frau in meinem Leben über den Weg gelaufen, die „mit beiden Beinen im Leben steht“ (z.B. schwere Kisten schleppen / Hilfen bei der Renovierung / abends gerne einen Begleiter als Beschützer bei sich hat / jemand der ihr beim Rechner bzw. Technik behilflich ist / jemand der ihr das Fahrzeug repariert / …).

        Und welchen Unterschied macht es überhaupt, ob man einen fremden Dienstleister z.B. mit der Reperatur seines Autos beauftragt, ein Bekannter behilflich ist, die Eltern helfen oder man alles alleine macht? In allen Fällen kommt man zum Ziel!

        Oder steht z.B. eine alleinerziehende Mutter, die zu großen Anteilen auf z.B. Sozialhilfen und sonstigen Unterstützungen angewiesen ist, mit beiden Beinen im Leben?

        Und jemand, der noch bei seinen Eltern lebt, ist deswegen doch noch lange nicht unselbständig oder lebensunfähig. Diese Leute haben sich lediglich dafür entschieden, dass einem die Familie/Gemeinschaft etwas bedeutet und diese auch nicht verlassen wird, nur weil so viele einfach nur aus Prinzip negativ darüber denken und ihre Abwertungen vornehmen. Ob diese Person trotzdem genaussogut auch alleine klar kommen könnte und alleine lebensfähig wäre (wenn sie es wollte bzw. müsste), kann man doch nicht daran ableiten, ob man alleine oder in einer Gemeinschaft lebt.

        Und selbst, wenn man mit „beiden Beinen im Leben“ steht meint, dass man nur Leute möchte, die bestimmte allgemein typische Lebenserfahrungen bereits gemacht haben, bedeutet es doch nicht, dass sich die Person nicht lernfähig wäre.

        Wer daher solche Umstände bewerten und abwerten möchte, offenbart doch eigentlich nur die eigene festgefahrene beschränkte Lebenseinstellung, dass alles nach einem Schema F abzulaufen habe, und das ist nichts, womit man seinem Profiltext als ersten Eindruck für sich positiv werben könnte!

        Ich persönlich empfinde sogar Menschen, die offenkundig in der Lage sind, dauerhaft friedlich in Gemeinschaften (Familie, WG, …) zu leben, sogar im Gegenteil eher als sehr postiv. Denn diese Menschen scheinen in der Lage zu sein, kompromissbereit, freundschaftlich und entspannt in Gemeinschaften leben zu können und somit genau die Fähigkeiten zu besitzen, die ich mir von meinem künftigen Partner doch ebenfalls wünsche. Bei einem Single, der alleine lebt (und möglicherweise von seinen Eltern jahrelang finanzielle Unterstützungen bezogen hat und damit in Wahrheit auch nicht viel „lebensfähiger“ war), kann man das erheblich schwerer abschätzen bzw. man muss einigermaßen blind darauf hoffen, dass der Gegenüber dazu in der Lage sein wird. Er ist dann zwar vielleicht alleine lebensfähig, doch gesucht wird doch nicht einer, der alleine leben soll, sondern eine Person, mit der man eine Gemeinschaft bildenkann und nicht egoistisch ohne Kompromisse wie ein Single.

        Ob jemand, der in einer Gemeinschaft lebt (Familie, WG, …) auch alleine zurechtkommen könnte oder aber andere Menschen einseitig nutzt, wird man genauso in der Kennlernphase in Erfahrung bringen müssen wie umgekehrt ob jemand, der alleine wohnt in der Lage ist, in einer Gemeinschaft zu leben und sich nicht egoistisch zu verhalten.

        Während ich aber in der Kennlernphase in der Regel recht schnell einigermaßen abschätzen kann, ob jemand egoistisch einseitig andere Menschen nutzt, kann ich in dieser Phase in der Regel sehr schwer erkennen, wie der Gegenüber sich wohl ändern könnte, wenn man später mal zusammenzieht. Bei Leuten, die zu diesem Zeitpunkt noch in anderen Gemeinschaften (Familie, WG, …) leben, kann man aber einigermaßen abschätzen, wie die Person sich in dortigen Gemeinschaften verhält, so dass man zumindest ein Indiz dafür hat, wie die Person sich in Gemeinschaften verhält. Und, wenn sich diese Person dort nicht einseitig bedienen lässt und sich partnerschaftlich/gemeinschaftlich verhält, dann kann man sich auch ziemlich sicher sein, dass diese Person auch jederzeit vollkommen unproblematisch in der Lage wäre, alleine zu überleben.

        >>> In dem beschriebenen Text wird viel mehr erwähnt,
        >>> was derjenige nicht möchte als das, was er
        >>> eigentlich möchte. Ja, diese Art würde ihn
        >>> für mich tatsächlich unsympathisch erscheinen
        >>> lassen.

        Eigentlich hat es mindph oben ganz gut beschrieben, wie man es besser bzw. positiv und sympathisch klingender formulieren kann:

        >>> Nicht „du solltest“, „du musst“, „du hast“
        >>> sondern mehr
        >>> „Ich mag“, „ich kann“, „ich finde“, „mir gefällt…“ usw.

        Ich denke, in einem Profiltext geht es darum, dass der andere etwas von einem erfahren kann. Er soll ja genauso herausfinden können, ob ich interessant und sympathisch erscheine. Und das zerstört man recht zuverlässig damit, wenn man in seinem Profil (auch nur unterschwellige) Erwartungshaltungen bzw. Abwertungen zu deutlich formuliert. Man sollte damit jedenfalls äußerst sparsam sein und im Gesamteindruck des gesamten Profiltextes nur einen beiläufigen Raum einnehmen.

        Es geht im eigenen Profiltext darum, dass man dem Gegenüber zeigt, dass man sich selber bemüht, für den Gegenüber interessant und sympathisch zu sein. Und weniger darum, welche festgefahrenen negativen Ansichten man über Teile der Menschen hat, die man selber ablehnt.

        >>> Das ist klar. Man möchte ja auch nicht
        >>> Anfragen von allen, sondern dem Richtigen😉

        Man muss sich fragen, wie kriege ich diejenigen motiviert, mich toll zu finden, die ich toll finde. Und nicht, wie bin ich möglichst für diejenigen abschrechend, die ich nicht mag und mich nicht anschreiben sollen.

        Denn was bringt es dem Angler, wenn er einen so negativen Köder benutzt, der nicht nur die Fische abhält, die man nicht möchte, sondern auch die, die man möchte?

        Und hier geht es auch darum, dass man dem Gegenüber seine eigenen Empathiefähigkeiten zeigt bzw. zeigt, dass man sich auch in die Lage der Personen versetzen kann, von denen man gerne angeschrieben werden möchte. Man muss sich daher selber fragen, ob man überzeugt davon ist, dass sein eigener Profiltext auf die erwünschten Personen so interessant und sympathisch wirkt, dass diese motiviert werden, mich für eine erstrebenswerte Bereicherung für ihr Leben zu betrachten.

        Und nahezu kein Mensch findet ätzende Negativmenschen mit abwertenden festgefahrenen Ausschlusslisten für erstrebenswert, so dass man schon recht empathielos sein muss, ernsthaft zu denken, mann könne mit solchen Texten die erwünschten Personen für sich begeistern können.

        Und dass einen dann (wenn man seine Ausschlusslisten weglässt) auch die Leute anschreiben, die man nicht möchte, muss man einfach in Kauf nehmen. Ich persönlich finde es jedenfalls nicht negativ, wenn man die Emails der unerwünschten Personen einfach unbeantwortet lässt, denn ich finde es vollkommen nachvollziehbar, dass man nicht allen antworten kann und sich daher auch nur auf die beschränken möchte, die einen ebenfalls – aus welchen Gründen auch immer – neugierig machen. Ich persönlich finde es sogar recht sympathisch, wenn Frauen diesbezüglich einfach nur eine nett klingende allgemeine Entschuldigung in ihrem Profiltext stehen haben, so in etwa wie: „Vielen lieben Dank für Eure Zuschriften. Bitte habt Verständnis, dass ich nur eingeschränkt antworten kann und mich daher nur auf die beschränke, deren Email oder Profil mir am Interessantesten erscheinen. Manchmal liegt eine etwaige Nichtantwort von mir auch nur daran, dass ich bereits mit jemandem anderen Emails schreibe und mir die Zeit für neue Kontakte fehlt.“ Ich denke, die allermeisten Männer werden diesbezüglich Verständnis haben.

  10. Und dabei finde ich, dass das noch eine relativ harmlose Suchanzeige ist, denn die angeblichen Anforderungen klingen ja eigentlich noch recht vernünftig und so, als würde es für die meisten „Normalen“ schaffbar sein.

    Aber viele Frauen belügen sich halt sehr gerne selber, um sich moralisch besser fühlen zu können und so wird dann im Rahmen des Selbstbetruges behauptet, dass man ja angeblich relativ anspruchslos sei.

    Zwischen den Zeilen steht tatsächlich jedoch:

    Eine Frau mit 30, die der Ansicht ist, dass es keine guten Männer auf dem freien Markt mehr gäbe, hat ersichtlich eine Erwartungshaltung, die kilometerweit über ihrem eigenen Leistungsangebot liegt. Denn selbst die hässlichste, mittelloseste, dümmste, unsympathischste Frau könnte jederzeit völlig unproblematisch mit ein wenig Eigeninitiative einen Mann finden, der entsprechend genau so wenig wie sie selber zu bieten hat. Sie muss halt nur in ihrer eigenen Liga suchen.

    Wer aber selber nichts bieten möchte und gleichzeitig trotzdem zu hohe Erwartungshaltungen hat, der wird halt auch schwierig „Gutes“ finden können. Denn die „Guten“ nehmen nicht jeden und die Schlechten sind ihr nicht gut genug.

    Das sind ganz normale Marktgesetze. Das ist in etwa so, wie wenn ein Schrotthändler für Schrott trotzdem die Zahlung des Neupreises verlangt und herumplärrt, dass es keinen guten Käufer mehr gäbe bzw. alle guten Käufer bei anderen (= Neuwarenverkäufer) kaufen würden. Kein Mensch würde hier auf die Idee kommen, den Verkäufer auch noch darin zu bekräftigen, dass er an sich und seiner Einstellung nichts zu ändern brauche und stattdessen der Markt sich ihm anzupassen habe bzw. ihm beweisen müsse, dass noch „gute“ Käufer existieren, die auch für Schrott Neupreise zahlen.

    Und auch nahezu keinem Mann, der keine Partnerin findet, würde man erklären, dass er nichts an sich ändern brauche und stattdessen die Frauen ihm beweisen müssten, dass nicht alle Frauen scheisse sind.

    Aber den zarten lebensuntauglichen Schneeflöckchen traut sich halt keiner die Wahrheit zu sagen, dass die Hauptursache des Scheiterns nicht bei den anderen, sondern bei sich selber zu suchen ist. Und ein Schrotthändler, der für seine Minderleistungen Neupreise verlangt, muss sich halt damit abfinden, dass er auf dem Markt keinen findet oder aber sehr lange nach dem Vollidoten suchen muss, der für Ladenhüter Vollpreise bezahlt.

    Denn, wer selber der Meinung ist, dass nur noch „Spacken“ und „Ärsche“ auf dem Markt sind und mit einer derartig negativen Grundeinstellung erwartet, dass man ihr das Gegenteil beweisen müsse, der ist halt auch nur für die Männer interessant, die auf negative Frauen mit Anspruchsdenken stehen. Und das sind halt nun einmal in den seltensten Fällen die „guten“ Männer mit ernsten Absichten, sondern nur noch diejenigen, die sich a) entweder selber aufgegeben haben oder b) ohnehin ausschließlich nur an Sex interessiert sind.

    Ich weiß ja nicht, wie die Singleprofile von Männern auf Singleseiten so aussehen, aber bei Frauen bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig Frauen überhaupt nur die Empathiefähigkeit besitzen, dass sie außer ihrer bloßen Existenz etwas mehr anbieten müssen, um für die erwünschten Männer mit ernsten Absichten interessant zu wirken. Und selbst bei den Frauen, die optisch recht wenig zu bieten haben und es in ihrem Leben eigentlich doch gelernt haben müssten, anderweitig überzeugen zu müssen, findet man merkwürdigerweise äußerst selten mal einen sympathischen Profiltext bzw. ein Bemühen, mit sympathischen Verhalten die erwünschten Männer von sich überzeugen zu wollen. Da gibt es eine große Anzahl von Frauen, die außer Fotos auf ihrem Profiltext gar nichts (Interessen, …) von sich anbieten. Und dann gibt es noch die große Anzahl von Frauen, die ausschließlich nur negative unsympathische Texte im Profil haben (No-Go-Listen, Ablästern über Verhalten oder Vorlieben des anderen Geschlechtes, …). Herrlich sind vor allen Dingen die Profile, in denen Frauen völlig unkreativ nur Fotos von sich haben und sich dann im Profiltext nur abwertend beschweren, dass Männer nur nach Optik gehen oder nur „hi wie gehts“ schreiben würden und sie auf ihrem Diva-Thron auf so unkreative Kontaktversuche nicht reagieren würde. Mit anderen Worten, sie erklärt recht offenherzig, dass sie ziemlich unsympathisch selber nichts beitragen möchte und trotzdem Erwartungshaltungen hat. In diesem Zusammenhang sind dann auch immer die Frauen herrlich, die weiterhin alle alten Rollenerwartungen in Bezug auf Männer für selbstverständlich einfordern (Gentlemen , Fürsorger, Beschützer, Großzügigkeit, Stärke, der Aktive, …), aber umgekehrt es für eine absolute sexistische Frechheit halten würden, dafür dann ebenfalls auch alte Rollenerwartungen oder Wünsche der Männer erfüllen zu müssen.

    Diese so deutlich sichtbare Verweigerung der Frauen, (über ihre eigene bloße Optik hinaus) auch selber menschlich überzeugen zu müssen bzw. sich ebenfalls selber genauso um die Wünsche der Männer bemühen zu müssen, offenbart eigentlich ziemlich offenkundig, dass diese Frauen zu mehr als Sex nicht tauglich sind. Da muss ein Mann sich schon selber völlig aufgegeben haben, um für nahezu Nichts die Nachteile einer Beziehung (Kosten, Arbeit, Risiken, Einschränkungen, Diventerror, …) in Kauf zu nehmen. Und das machen halt gewöhnlich nur die Männer, die nicht zu den Wunschmännern gehören; nämlich die Schwächlinge und Gauckler, denen der Charakter der Frau vollkommen egal ist, weil sie entweder ohnehin keine Ansprüche stellen können (= Schwächlinge) oder aber ohnehin nicht
    an einer ehrlichen Beziehung, sondern nur an Sex, interessiert sind (= Gauckler).

    Und so steuern diese Frauen mit ihrem eigenen unsympathischen Verhalten selber, für welche Art von Männer sie interessant wirkt. Frauen, die so offen demonstrieren, sich selber nicht um die Wünsche der Männer bemühen zu brauchen, sortieren selber die „guten“ Männer aus, die dann genauso bereit wären, sich entsprechend um die Wünsche der Frau zu bemühen. Denn die guten Männer mit ehrlichen Absichten betreiben dann den Aufwand (Gentlemen , Fürsorger, Beschützer, Großzügigkeit, Stärke, der Aktive, …) dann doch lieber bei den Frauen mit weniger sozialen Defiziten, die die Intelligenz besitzen, dass man Rollenerwartungen an einen anderen nur dann stellen kann, wenn man umgekehrt selber Rollenerwartungen erfüllt. Und ansonsten bekommt man halt nur das, was man selber bietet.

    • „Und dann gibt es noch die große Anzahl von Frauen, die ausschließlich nur negative unsympathische Texte im Profil haben (No-Go-Listen, Ablästern über Verhalten oder Vorlieben des anderen Geschlechtes“

      Aber das sind nur fake-Profile, die der Betreiber erstellt, um Männer zu disziplinieren. Denn nur Männer machen eine Plattform attraktiv, nur sie sorgen für traffic. Wenn sich daher die Männer nicht frauengerecht benehmen, dann laufen die Frauen weg und dann laufen auch irgendwann die Männer weg. Das weiß doch jeder.

      „Herrlich sind vor allen Dingen die Profile, in denen Frauen völlig unkreativ nur Fotos von sich haben“

      Nein, das ist Berechnung, hier geht es darum, daß angenommen wird, eine Mann wisse schon, wie er sich gegenüber einer so begehrenswerten Frau zu verhalten haben. Ok? Wissen um Normativität ist hier der Schüssel.

    • @xyz:

      Der Grund für die langweiligen Profile von Frauen auf Datingseiten ist ziemlich klar: Egal wie blöd ein Profil ist, es wird trotzdem von zig Männern angeschrieben…
      Da denken sich die Frauen eben: Wozu die Mühe machen.
      Dass sie damit nur die falschen Männer anlocken, scheinen sie nicht zu merken.

      • Ich könnte mir gut vorstellen, dass die meisten Frauenprofile auf solchen Seiten nicht der Suche nach einem Partner dienen sondern der Selbstvergewisserung:

        „Ah, heute schon wieder 120 neue Kontaktanfragen. Boah, was bin ich für eine begehrenswerte Frau, die Männer stehen Schlange nach mir. Gleich mal meinen Freundinnen schreiben, die werden neidisch sein…“

        XD

  11. http://www.brigitte.de/woman/leben-lieben/liebe-sex/partnersuche-ab-40–single-sein—ich-glaube–ich-finde-keinen-mehr–10227942.html
    „So viel zum Thema Internet-Dating. Was ja das Allererste ist, was fürsorgliche Mitmenschen einer Singlefrau nahelegen, wenn sie länger als sechs Monate solo ist. Aber was soll der Aufwand, wenn ich am Ende lauter Mails von 60-Jährigen kriege? Das will ich nicht. Ich will keinen Mann, der so viel älter ist als ich. Mal abgesehen davon, dass auch ich Männer in den Dreißigern optisch attraktiver finde als Bauchträger kurz vor der Pensionierung, betrachte ich meinen Wunsch nach einem etwa gleichaltrigen Partner als völlig legitim. Wenn sich zwei Menschen mit Ende 40 aufeinander einlassen, dann gibt es doch eh schon endlos viele Unterschiede im Lebensstil, in der Biografie – und da ist es doch hilfreich, wenn sie wenigstens einen ähnlichen kulturellen Bezugsrahmen haben. Sei es, dass sie als Zehnjährige beide „Unsere kleine Farm“ am allerliebsten mochten oder auf jeder Schulparty „99 Luftballons“ mitgegrölt haben.“
    Schätzchen, zur Erinnerung: Was Du legitim findest und was Männer wollen sind zwei völlig verschiedene Dinge. Dann bleib halt Single. aber heul doch bitte nicht.

  12. Ich nehme den Text da ein bisschen ironisch wahr.
    Sie hat ein paar schlechtere Erfahrungen gemacht und appelliert – bzw. lässt appellieren – an den Ehrgeiz der Männerwelt, sie zu beeindrucken.

    Der eigentliche Minuspunkt ist, dass man so weinig über sie erfährt.

    Wobei „braucht nicht länger als eine Frau im Bad“ kommt ja auch auf die Frau an.

  13. Zitat Miria: „Für mich fallen daher z.B. Arbeitslose (…) raus.“

    Ein in vielerlei Hinsicht erbärmliches Statement, mit dem eine Beschränktheit zur Schau gestellt wird, die nur abstossen kann.

    Da wäre als erstes eine gesellschaftspolitische, vermutlich politisch allgemeine Ahnungslosigkeit festzustellen, die komplett ignoriert dass Arbeit in einem Umfeld von Rationalisierung, Automatisierung und Globalisierung schon längst zum Privileg geworden ist, um das mit allen Mitteln gekämpft wird.
    Dumpfer, unreflektierter Sozial-Darwinsimus ist dann das nächste was einem dazu einfällt. Die will dann wohl doch eher einen Konservativen als einen Sozialisten haben, obwohl doch eigentlich klar ist, welche Rollenerwartungen Konservative an Frauen haben. Oder ist sie einfach nur eine sozial-darwinistische Rosinenpickerin mit der unrealistischen Erwartung an einen mental Linken kombiniert mit den Ellbogen eines Rechten?

    Und ist für Frauen, die sich (angeblich) selbst versorgen können und wollen der Arbeitslose nicht eigentlich ein idealer Kandidat? Da muss frau sich natürlich erstmal von der Vorstellung lösen, die würden alle nur „rumlungern“ um das erkennen zu können.
    Er hat ja dann den ganzen Tag Zeit für sie, für mögliche Kinder, kann als Hausmann agieren, so dass sie sich voll und ganz auf ihre Karriere konzentrieren kann. Wenn Frauen wirklich so emanzipert wären wie sie tun müsste das Modell „Hausmann“ (also Arbeitsloser, die mit Qualitäten) recht begehrt sein. Leider zeigt die Realität dass auch gutverdienende Frauen nicht wirklich daran interessiert sind, dauerhaft oder überhaupt die Versorgerrolle zu übernehmen.

    Wie auch immer, kein Mann mit Herz und Hirn, egal ob er nun Arbeit hat oder nicht, wird sich für eine Frau interessieren die solche Sätze schreibt wie Miria.

    • Zitat Miria: „Für mich fallen daher z.B. Arbeitslose (…) raus.“

      Selbstverständlich. Das hättest Du, Miria, nicht zu erwähnen brauchen. Das Weib als solches hat verinnerlicht, dass der Mann die materiellen Bedürfnisse beider abzudecken im Stande ist. Die Vorstellung, dass SIE, wenn auch nur für kurze Zeit, materiell mehr geben als nehmen müsste, ist für 99.9 % aller Frauen ein absolutes „no go“. Der Grenzfall, der für das Weib gerade noch so im Bereich des Möglichen liegt, ist die strikt getrennte Kasse.

      Bei den Kerlen ist das ganz anders. Die sind, wenn sie die Frau attraktiv finden, durchaus bereit, die materielle Hauptlast zu tragen, viele zumindest. Ob das nun primär Ergebnis der Sozialisation ist oder biologischen Dispositionen folgt sei dahingestellt. Es ist auf jeden Fall ein Muster und wird „weibliche Hypergamie“ genannt.

          • @only me

            Ich würde schon sagen etwas länger als 10 jahre. Früher war es recht egal, da ja eh nicht von der Frau erwartet wurde, dass sie einer Erwerbstätigkeit nachging, wenn der Mann einigermaßen gut verdient.
            Und natürlich waren die Ehen auch sicherer, man musste also weniger mit einer SCheidung rechnen

      • @Pjotr:
        „Selbstverständlich. Das hättest Du, Miria, nicht zu erwähnen brauchen. Das Weib als solches hat verinnerlicht, dass der Mann die materiellen Bedürfnisse beider abzudecken im Stande ist. Die Vorstellung, dass SIE, wenn auch nur für kurze Zeit, materiell mehr geben als nehmen müsste, ist für 99.9 % aller Frauen ein absolutes „no go“.“

        Irgendwie schon beinahe amüsant, was alle meinen hier in dem kurzen Satz zu lesen.
        Es geht wie bereits gesagt nicht darum, dass der Mann im Stande sein muss, für beide zu sorgen, sondern um einen Charakterzug. Dass er eben ein wenig Ehrgeiz (und ja auch Intelligenz) besitzt.
        Und nebenbei: Ich habe in meiner Beziehung durchaus auch eine Zeitlang finanziell mich und meinen Freund versorgt, da sein damaliger Arbeitgeber keinen Lohn gezahlt hat.
        Was so viele hier nicht zu verstehen scheinen ist, dass es eben nicht ums Geld geht!

        • Irgendwie schon beinahe amüsant, was alle meinen hier in dem kurzen Satz zu lesen.

          @ Miria

          Es passt eben haargenau in das Muster der weiblichen Hypergamie, ein Verhalten, das sich immer und immer wieder beobachten lässt.
          Natürlich ist die Schlussfolgerung aus dem einen Satz, isoliert betrachtet, gewagt. Es fügt sich aber passgenau in das Muster „weibliche Hypergamie“ ein. Es ist deshalb eine naheliegende Vermutung, die sich im konkreten Fall auch mal als falsch herausstellen kann.

    • @Peter: Natürlich kann man nur zu so einem Schluss kommen, wenn man nur halbe Sätze liest.

      Es geht sicher nicht um jemanden, der kurzfristig seinen Job verloren hat und auf der Suche ist. Sondern jemand, der keinen Ehrgeiz hat und nur rumlungert. Und ich denke nicht, dass das zu viel verlangt ist!
      Und ein bisschen Ehrgeiz zu zeigen und Arbeit zu suchen sollte nicht so schwierig sein…

    • Arbeitslos wäre für mich (als Mann) auch erstmal dicker Minuspunkt, und in 95% der Fälle Ausschlusskriterium. Nicht weil ich daraus auf den Charakter schließe. Sondern weil ich keine Beziehung anfangen will, die gleich mit Problemen, Drama und Belastungen startet. Aus dem selben Grund käme für mich eine Fernbeziehung nicht in Frage, oder kleine Kinder aus der letzten Beziehung.

      • Das hängt von „passend“ ab.
        Die Beobachtung vieler Männer ist, dass viele Frauen unter 30 eine Checkliste mit 463 Punkten haben, die der Mann erfüllen muss, um zu „passen“.

        • Ich bin gerade echt mal am überlegen, ob ich mal eine Kontaktanzeige (so wie ich sie für mich schreiben würde) auf meinem Blog veröffentliche. Einfach nur, um zu sehen wie das ankommt.

          Ich glaube tatsächlich, dass es unglaublich schwer ist, jemand passenden zu finden und dennoch denke ich nicht, dass ich tatsächlich unglaublich hohe Ansprüche habe.
          Aber bei den meisten scheitert es bereits an so einfachen Punkten wie Ehrlichkeit.
          Da ich aber bewusst einen dominanten Mann (BDSM) suche, ist auch die Menge derjenigen, die überhaupt infrage kommen sehr gering…

          • „ob ich mal eine Kontaktanzeige (…) auf meinem Blog veröffentliche“

            Wenn du auf der Suche nach einem Dom bist, können die wenigsten hier sinnvolles Feedback geben.

        • Eine „special interests“- Plattform dürfte für eine Kontaktanzeige passender sein. Ich bin sicher, Du kennst die einschlägigen 😉 Hast Du es da noch nie probiert?

        • @only_me und Peter Müller:

          Es geht nicht darum, jemanden zu finden für entsprechenden Sex, da habe ich genug Angebote. Interessant wäre eben ein Beziehungspartner und da ist BDSM nur einer von vielen Punkten, die eine Rolle spielen.

          Ich dachte dabei auch nicht daran, damit tatsächlich zu suchen, sondern nur generell zu schauen wie das ankommt bzw. was da wieder von allen Seiten hineininterpretiert wird…

        • @Miria:
          BDSM ist eben schon ein ziemlich spezielles Interesse, auch nach „50 shades“. In gewisser Weise sind damit deine Ansprüche (oder eben dieser eine Anspruch) doch sehr hoch. Denn du stellst ein Kriterium auf, das, wie du selbst sagst, nur wenige Männer erfüllen. Wenn dieses Kriterium (gemeinsam mit den anderen, „normalen“ Kriterien, die ja auch existieren) für dich unverzichtbar ist, ist eben umso wichtiger, dem Mann ebenfalls viel zu bieten und das in so einer Anzeige auch deutlich zu machen.

        • @MiSa:
          „BDSM ist eben schon ein ziemlich spezielles Interesse, auch nach „50 shades“.“

          Gerade danach ist es noch schwieriger, da leider viele Möchtegern-Doms unterwegs sind.

          „Wenn dieses Kriterium (gemeinsam mit den anderen, „normalen“ Kriterien, die ja auch existieren) für dich unverzichtbar ist, ist eben umso wichtiger, dem Mann ebenfalls viel zu bieten und das in so einer Anzeige auch deutlich zu machen.“

          Deshalb ja die Idee vielleicht einfach mal eine Anzeige zu formulieren. Ich denke, dass ich durchaus genug zu bieten habe – besonders eben speziell das, was einem Mann, der eben auch Wert auf das Kriterium BDSM legt, wichtig ist.

          Seit gespannt, Ende der Woche gibt’s auf meinem Blog eine mögliche Kontaktanzeige (aber ohne Kontaktmöglichkeiten ;P )

  14. Grad bei Danisch gelesen, musste sofort an den Strang hier denken:

    „Frauen beschreiben sich nicht selbst. Irgendein affiges Selfie, notfalls vor dem Badezimmer- oder Disco-Klo-Spiegel oder in der U-Bahn muss reichen. Sie beschreiben, was sie wollen, was sie suchen. Er muss so und so groß sein, höchstens so alt, nicht dick, darf keine Haare an dieser oder jener Körperstelle haben, und so fort.

    Oh, natürlich, sie glauben, sie würden sich selbst beschreiben. Tatsächlich liefern sie aber nur Bedienungsanleitungen, wie sie betüddelt werden wollen. „Ich mag indisches und italienisches Essen.” Heißt: Ich suche einen Mann, der mich zum Inder oder Italiener ausführt. Es sagt nichts darüber, was der Mann sich dabei ans Knie nagelt, wenn er sich drauf einlässt. Oder „Ich gehe gerne jeden Abend aus” oder „Stehe auf Männer mit Humor”. Heißt: Ich brauche einen Alleinunterhalter und Animateur, der mich pausenlos betüddelt. „

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