ISIS und die weibliche Moralpolizei

Die Rolle von Frauen in Ideologien wie dem radikalen Islam und ISIS wird gerne übersehen. Ich hatte schon einmal über die „Märtyrermutter“ berichtet, die als Heldin gefeiert wurde, weil drei ihrer sechs Söhne als Märtyrer gestorben sind, berichtet.

Hier ist ein anderer interessanter Beitrag:

I was much more afraid of women,“ said Umm Fatma, referring to female members of the terror organization’s morality police, known as the Hisbah

„The women would beat you for the smallest thing — how you looked or how you wore your headscarf, “ the 28-year-old mother of three who arrived at the Khazer Camp last week told NBC News. „They used whips and metal sticks.“

Restricted in where they could go and what they could wear while in Mosul, refugees described living in fear of the Khansaa Brigade, the all-female ISIS Hisbah units who patrolled the streets tasked with enforcing an extreme version of Shariah law.

Umm Azma, a 31-year-old mother of eight, said the female morality police favored a torture tool known as „the biter“ — metal prongs designed to clip chunks of flesh as punishment for women who violated strict ISIS‘ dress codes.

„They used this on my neighbor who was cleaning in front of her house without the headscarf,“ said Umm Azma, gesturing to her own upper arm to illustrate where the tool had been used. „Then they took her away for lashings. She never came back.“

Es gibt eben in einem solchen Regime auch immer Positionen für „ehrenwerte Frauen“, die über die Befolgung der Regeln Status aufbauen und diese vollauf unterstützen. Auch wenn aus unserer Sicht die Regelungen für Frauen nachteilhaft sind, sind sie eine effektive Regelung intrasexueller Konkurrenz und stellen gesellschaftliche Regelungen dar, innerhalb derer auch Frauen Status aufbauen können und die daher von Frauen als vorteilhaft und richtig wahrgenommen werden.

 

 

 

Gender Pay Gap: Frauen ohne Kinder verdienen mehr als Männer

Ein interessanter Artikel legt noch einmal dar, dass „Geschlecht“ ein unwichtigerer Faktor ist als „Aussetzen wegen der Kinder“:

June O’Neill, former director of the Congressional Budget Office, concluded in a 2005 study that “there is no gender gap in wages among men and women with similar family roles.”

That needs a bit more explaining and comes from this paper:

Table 9 (last column) further highlights the relative importance of family responsibilities versus labor market discrimination by examining the gender gap among men and women in apparently similar lifetime family situations—namely men and women who were never married and never had a child. In this case, the unadjusted gender gap is actually positive—women earn about 8% more than their male counterparts. This observation is an important one because it suggests that the factors underlying the gender gap in pay primarily reflect choices made by men and women given their different societal roles, rather than labor market discrimination against women due to their sex.

Never-married men and never-married women without children are similar in that they are not responsible for the financial support of a family as are most married men. Nor do they have the of responsibility of child care that is usually assumed by women with children. However, never-married women have better credentials than never-married men with respect to education, AFQT scores and even years of work experience (Table 11). But never-married men are not notably inferior to other men. In fact, compared to other men a higher proportion of never-married men are college graduates and they have about the same AFQT scores. When we control for these differences in characteristics, the gender gap in favor of women is eliminated, but the negative coefficient is small and is not statistically significant.

Wenn man also Männer und Frauen vergleicht, die weder verheiratet sind noch Kinder haben, dann verdienen Frauen sogar mehr, bereinigt verdienen dann beide gleich viel.

Zu den Gründen weiter:

The division of labor in the family is less delineated than it once was and a majority of women with children now work in the market. Nonetheless, women on average still assume greater responsibility for child rearing than men, and that responsibility is associated with a lower extent and continuity of market work. In addition, the expectation and assumption of home responsibilities influence choice of occupation and preferences for working conditions that facilitate a dual career, combining work at home and work in the market. A significant literature has investigated the effect of work in the home on women’s lifetime patterns of labor force participation and the effect of labor force discontinuities on wages.15 Women with children devote relatively more of their energy to home responsibilities than women without children and as a result earn lower wages. On the other hand, married men earn higher wages than other men. Although that effect may be partly endogenous—women may shun low earners as husbands—it is a plausible consequence of the division of labor in the home, which leads men to take greater responsibility for providing the family’s money income and consequently to work longer, more continuously and possibly harder.

Und ihre Schlußfolgerung:

Our conclusion thus has to be that the gender pay gap that we’re seeing isn’t a result of societal discrimination against women (nor of such discrimination in favor of fathers, something that no one at all is complaining it is) but instead a result of the choices that people make about how the kids are going to be cared for and who does it.

This might, of course, still be something that we want to do something about. But if it’s not the employers discriminating then shouting at employers not to discriminate isn’t going to make any difference. And if it really is true that as a mammalian and viviparous species then we’ve a natural tendency to split child care and market earnings in an asymmetric manner then, well, it’s going to require a rather large change in either human nature or behavior to achieve, isn’t it? And thus it might just be, this gender pay gap, one of these things that just doesn’t have a solution.

 Auch insoweit nicht neues.
vgl. auch:
 

Auf andere Herabblicken zur Selbstwertsteigerung

Der Blog Asemann weißt auf einen interessanten Artikel im Spiegel hin, in dem es darum geht, dass wir es mögen, auf andere herabschauen zu können:

Eine andere Belohnung dagegen ist praktisch für jedermann und auf den ersten Blick völlig kostenlos zu haben. Und damit nähern wir uns der Frage, woher all der Hass kommt, der unsere Gesellschaften im Moment zu zerfressen scheint.

Die Sozialpsychologie kennt eine einfache Methode, mit der sich nahezu jeder Mensch in nahezu jeder Situation gleich ein bisschen besser fühlen kann. Diese Methode heißt, wenig elegant, abwärtsgerichteter sozialer Vergleich.

Es wirkt auf Menschen belohnend, auf andere herabzublicken. Das ist kein schöner Wesenszug, aber in bestimmten, klar umgrenzten Bereichen ein durchaus zielführender: In meine Strohhütte regnet es nicht hinein, in deine schon. Auf meinem Feld wächst mehr Weizen, meine Kühe sind fetter als deine – das waren viele Jahrtausende lang durchaus sinnvolle Kriterien für Erfolg. Und sinnvolle Motivatoren für die Unterlegenen, doch endlich mal das Dach zu flicken oder vielleicht vor der Aussaat doch auch mal das Feld zu pflügen. Der ganze Kapitalismus von heute funktioniert nur, weil abwärtsgerichteter sozialer Vergleich – mein Erfolg, dein Misserfolg – ein so effektiver Motivator ist.

Hassen, um sich besser zu fühlen

Unglücklicherweise brauchen wir aber fürs Abwärtsvergleichen gar keine realen, handfesten Begründungen. Es kann schon reichen, jemand anderen einfach nur um des eigenen Wohlbefindens willen blöd zu finden.

Auf dieser Form des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs – ich erhebe mich über dich, weil du einer aus meiner Sicht niederen Gruppe angehörst – basieren ganze Staatsgebilde und politische Systeme. Der politisch-gesellschaftliche Kulminationspunkt des abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs ist der Faschismus: Ganze Völker erklären sich selbst für wertvoller, andere für minderwertig. Solche Ideologien bringen Begriffe wie „Untermensch“ hervor, gewissermaßen der begriffgewordene abwärtsgerichtete soziale Vergleich. Am Ende, so paradox das klingt, hassen Menschen andere Menschen – Juden, Schwarze, „Ausländer“, wen auch immer – um sich selbst besser zu fühlen. Verachtung als Methode der Selbstwertsteigerung.

Diese Methode ist nicht vom persönlichen wirtschaftlichen oder sonstigen Erfolg des Einzelnen abhängig. Es gibt schwerreiche Rassisten, antisemitische Filmstars und frauenfeindliche Spitzensportler. Allerdings, so ehrlich muss man sein, ist es wahrscheinlicher, dass jemand das Auf-andere-Herabblicken zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens einsetzt, wenn es ihm nicht so gut geht. Auch ein arbeitsloser, einsamer Mann Ende vierzig hat immer noch die Option, die bösen Muslime zu verachten, wenn er auf der Suche nach einer schnellen Dosis abwärtsgerichteten sozialen Vergleichs ist.

Der Mechanismus ist in der Tat einfach: Wir vergleichen uns insbesondere mit den Menschen um uns herum. Wir sind gerne etwas besser, weil Status aus evolutionären Gründen eine hohe Bedeutung für Menschen hat. Wir gehören gerne zu den besseren, zur Oberschicht. Und dazu kann man eben nur gehören, wenn man auf andere herabblicken kann.

Das Denken führt auch dazu, dass Millionäre unzufrieden sind, wenn sie sehen, dass ihr Nachbar, der auch Millionär ist, die etwas größere Yacht hat, auch wenn sie immer noch beide reicher sind als die meisten anderen Menschen.

In einem lesenwerten Artikel überträgt Asemann das auf den Feminismus und die dortige Einteilung in „die Guten“ (feministische Frauen) und „die Bösen“ (die weißen heterosexuellen Männer):

Allerdings erklärt der Artikel für mich auch sehr gut, warum dritte-Welle-Gender-Feministinnen den „weißen heterosexuellen Mann“ zum Hassobjekt auserkoren haben und keine Gelegenheit auslassen auf ihm herumhacken.

Wenn man jemand ist, der keine wirtschaftlich relevanten Fähigkeiten besitzt, und komplett von öffentlicher Förderung abhängt, die jederzeit gestrichen werden kann, dann ist das Bedürfnis, auf irgendjemand anderen herabzublicken, natürlich groß. Aber alle Minderheiten scheiden als Opfer und Hassobjekt aus, wenn man den links-progressiven, toleranten Habitus bewahren will; sie sind sakrosankt.

Also gibt es für den Gender-Feminismus nur die Misandrie, den Männerhass als Ausweg zur Befriedigung des Bedürfnisses nach Geltung. Bei der Suche nach jemandem, auf den man „guten Gewissens“ herabblicken und den man verachten kann, bleibt niemand anderes übrig als der weiße, heterosexuelle Mann. Das starke Bedürfnis, jemanden verachten zu können führt zu der absurden Stilisierung des WHM, der natürlich mehr für Frieden, Wohlstand und Frauenrechte getan hat als irgendwer sonst, zum ultimativ bösen, zum jahrtausende-langen Unterdrücker, zur Quelle allen Übels, zum Förderer von Rape-Culture etc. pp..

Dass finde ich einen interessanten Gedanken. Danach würden Feministinnen schlicht ein politisch zulässiges Hassobjekt brauchen, welches sie entsprechen ausbauen müssen, um es auch wirklich legitim hassen zu können. Man muss also den Mann, beziehungsweise den weißen heterosexuellen Mann entsprechend zum Hassobjekt aufbauen: Er unterdrückt, er errichtet ein Patriarchat, er hält die Frauen zurück, er gibt nichts ab. Darauf kann man herabblicken. Daraus kann man stärke ziehen. Und wenn man dann noch alle anderen Minderheiten, auch dann wenn sie männlich sind, ausnehmen kann, dann kann einem auch keiner was vorwerfen. Dann darf man hassen und abwerten. Und sich dabei gutfühlen.

Merkel tritt erneut zur Wahl an

Merkel hat gestern mitgeteilt, dass sie sich erneut zur Wahl als Bundeskanzlerin stellen wird.

Ihr Programm:

Die Christdemokraten berieten am Sonntag über einen Leitantrag für den Parteitag, der auf Merkel zugeschnitten ist. Der Titel lautet: „Orientierung in schwierigen Zeiten – für ein erfolgreiches Deutschland und Europa“. Die CDU will enttäuschte Wähler zurückgewinnen. Nötig seien konkrete Lösungen, „auch wenn ihre erfolgreiche Umsetzung manchmal schwierig ist und Zeit braucht“.

Die CDU-Politik soll stärker auf Familien und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ausgerichtet und das gesetzliche Eintrittsalters nach dem Willen der Partei offenbar an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. Eine Flüchtlingskrise wie 2015 soll sich nicht wiederholen. Integrationsverweigerer sollen mit Sanktionen bis hin zu Leistungskürzungen und Ausweisung rechnen.

Nachdem man vorher den amerikanischen Wahlkampf gesehen hat, mit erbitterten, stark personalisierten Reden, kehren wir damit in eine vergleichsweise langweilige deutsche Politik zurück, was die großen Parteien angeht.

Das Problem wird dabei sein, dass die Zeiten in der Tat schwierig sind, aber die meisten von Merkel keine Lösung erwarten. Und so klingt auch ihr obiger Ansatz: „Orientierung in schweren Zeiten, mit schwierigen, lange dauernden Lösungen“ – das klingt nicht wirklich nach einem Plan, das macht nicht wirklich Mut, das entfacht keine Begeisterungsstürme – es klingt nach „wir schaffen das“ und Durchhalten. Ich schätze mal aus Merkels Sicht will sie Stabilität verkörpern – sie selbst als „bekannt und bewährt“, und nicht irgendwelche Neuen, bei denen man keine Ahnung hat, wie es wird.

Aus Amerika und Großbritanien schwabt gerade eine andere Welle herüber: Wir wissen wie es geht, man muss nur die Grenzen dich machen und sich auf sich selbst besinnen. Und natürlich: Weg mit dem alten, dem Bewährten, Platz für die neuen, die nicht in alten Strukturen stecken, sondern sich das trauen, was andere nicht wagen! Das sind ungleich aktivere Bilder, hinter denen wahrscheinlich viele eher eine positive Zukunft vorstellen können als hinter Merkels „Durchhalten, es wird ein langer Weg“. Merkel ist für viele eine Personifikation der Probleme geworden und sie wird es insofern den Populisten eher einfacher machen ihren Wahlkampf zu führen.

Interessanterweise ist allerdings durch das deutsche Parteiensystem auch die Lage deutlich anders: Wenn die CDU Stimmen verliert und die AfD welche dazugewinnt, dann wird es eher eine große Koalition geben oder aber gar Rot-Rot-Grün. Letzeres wäre dann ein interessanter Ausgang für die AfD-Anhänger: Sie wären damit eher vom Regen in die Traufe gekommen. Das die CDU hingegen mit der AfD eine Koalition eingeht und sie damit zu einer legitimen Partei macht, der sie Regierungsverantwortung zutraut und mit der sie Kompromisse finden muss ist aus meiner Sicht nicht zu erwarten.

Eine interessante Stellungnahme zum Wiederantritt von Merkel kommt von der Tagesschau:

Wenn Angela Merkel im Wahlkampf so weitermacht, wie sie gestern begonnen hat, wird sie scheitern. Sie hat allzu wenig geboten, in der Form wie im Inhalt.

Zuerst zur Form: Alles sah nach Pflicht aus. Sie habe unendlich nachgedacht über eine erneute Kandidatur, sagte Merkel. Sie hätte auch sagen können: Sie hat lange gezögert. Das klingt weder kraft- noch lustvoll.

Jetzt zum Inhalt: Merkel sagte im Wesentlichen, es seien schwierige Zeiten. Und sie habe immer noch Ideen. Das ist dieselbe Botschaft wie 2013. Sie wird niemanden begeistern, der von Merkel nach zwölf Jahren Kanzlerschaft genug hat.

Noch bemerkenswerter ist ein anderer Satz Merkels: Es sei ihr besonders wichtig, für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu werben. Wie bitte? Wieder die alte Harmonie-Nummer? Im Politjargon heißt das: „asymmetrische Demobilisierung“ – die Umarmung des politischen Gegners. Eine erdrückende Umarmung.

Den Eindruck, dass da nicht wirklich etwas neues kommen wird, was aktuelle Probleme löst, habe ich auch. Und „lange gezögert“? Was will sie damit eigentlich aussagen, was für einen Eindruck erwecken? Geht es ihr darum, dass sie dem Vorwurf vorbeugen will, dass sie einfach nur den Rekord von Kohl ablösen will oder dass sie es als selbstverständlich ansieht? Ich muss ja sagen, dass ich, soviel man auch sonst das System der USA kritisiert, die Begrenzung auf zwei Amtszeiten nicht verkehrt finde. Es zwingt den Inhaber los zu lassen und ermöglichst der Partei, sich frühzeitig auf einen Nachfolger zu konzentrieren.

Allerdings sind auch da in der CDU wenig Leute vorhanden, die man an der Spitze sehen würde.

Ein Vorteil vielleicht: Auch bei der SPD ist es es aus meiner Sicht eher mau: Sigmar Gabriel hat aus meiner Sicht keinerlei Charisma und der jetzt ins Gespräch gebrachte Konkurrent Martin Schulz ist innenpollitisch noch nicht wirklich deutlich in Erscheinung getreten.

Bei der Tagesschau heißt es weiter:

Das ist Merkels alte Strategie. Früher funktionierte sie auch. Merkels Gegner von 2009, Frank-Walter Steinmeier, ließ sich gern umarmen. Ihr Gegner von 2013, Peer Steinbrück, hatte nicht die Kraft, sich zu wehren.

Diesmal aber hat Merkel einen anderen Gegner. Einen härteren. Unberechenbaren. Erstens: die SPD. Wer auch immer deren Kanzlerkandidat wird, er wird kämpfen und nicht kuscheln. Zweitens: die AfD. Sie ist überhaupt nur da, weil Angela Merkel so viel umarmt hat früher, nur hatte sie mit ihren Armen dann doch nicht die Spannweite, um auf Dauer wirklich alle Deutschen zu umklammern. Ach ja, und die CSU weiß auch noch nicht genau, wie sie nun Wahlkampf machen soll: mit oder neben oder statt Merkel. Jedenfalls scheint sich nicht mal die eigene Schwesterpartei diesmal der Zusammenhalts-Kanzlerin hinzugeben. Also eine kämpferische SPD, eine brutale AfD, viele genervte Deutsche und eine CSU, die Merkel bestenfalls nur unter den Achselhöhlen kitzelt, während die zu umarmen versucht.

Kurz: Es wächst diesmal nicht zusammen, was nicht zusammengehört. Darum war dieser Wahlkampfauftakt gestern nicht gelungen. Wenn Angela Merkel wirklich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt werben will, müsste sie jetzt als Bundespräsidentin kandidieren. Sie ist aber Kanzlerkandidatin! Darum sollte sie nicht für den Zusammenhalt der Gesellschaft werben, sondern für sich und die Union!

 Merkel wird man große neue Ziele nicht abnehmen. Es bleibt immer die Frage, warum sie sie dann nicht bereits umgesetzt hat. Und die Kritiker, die mit der AfD liebäugeln, werden ihr erst recht nicht abnehmen, dass sie ihre Haltung in der Flüchtlingskrise wesentlich ändern wird.
Gleichzeitig allerdings erhält Merkel in Umfragen durchaus positive Werte. Ob diesmal die Umfragen richtig liegen und damit ihrer Strategie recht geben wird sich zeigen.
Interessant für das Thema dieses Blogs, also Geschlechterthemen, ist natürlich auch Merkel an sich:
In den USA wurden mit einer Frau als Präsidentin von vielen Feministinnen höchste Erwartungen verknüpft. Es schien fast als würde damit quasi automatisch der Gender Pay Gap schrumpfen und alle kleinen Mädchen würden ihre Barbiepuppen wegschmeißen und fortan Politikerin werden wollen. Davon merkt man aus meiner Sicht in Deutschland allerdings nichts. Ich glaube nicht, dass sich so viel verändert hat bei den Geschlechtern unter Merkel. Natürlich ist sie auch eine konservative Politikerin, aber wenn die feministischen Theorien stimmen, dann sollte sich eigentlich etwas getan haben. Tatsächlich kann man viele radikale Feministen sehr damit ärgern, wenn man anführt, dass die meisten kleinen Mädchen in Deutschland überhaupt nur eine Kanzlerin Merkel kennen und insofern die These, dass Mädchen nicht genug Vorbilder haben, schwer haltbar ist.
Was erwartet ihr von der nächsten Wahl in Deutschland? Wer wird aus eurer Sicht bei der SPD ins Rennen gehen? Und was wäre die richtige Strategie für CDU und SPD, wenn sie nicht zu viel Stimmen an die AfD verlieren wollen ohne gleichzeitig ihre Stammwähler zu verärgern?

Wie man das andere Geschlecht als Jugendlicher respektiert – Tipps für beide Seiten

Eine Seite veröffentlichte Tipps für Jungs, wie sie Mädchen respektvoll behandelt sollten:

1. Treat girls as human because that is what they are. They breathe and they have feelings. Your words and actions can cause lasting damage. Think before you speak and act.

2. No slut-shaming*. Girls have the right to wear whatever they like without fear of being sexually assaulted. What they are wearing or the fact that they enjoy sex is not an invitation for you to make unwanted sexual advances or speak about or to a girl in slut-shaming terms.

3. When a girl says ‘NO’ to anything she means ‘NO!’ She does not mean ‘maybe’ or ‘I’m not sure’. Girls can say ‘NO’ at any time during sexual contact. This means you STOP immediately.

4. Girls are equal to you in brain power. In fact, many will exceed you. This may be news to you but they can also be physically stronger than you. They can also be better at sport.

5. Many girls love to have fun and party. This does not mean you can come onto them (make sexual advances) when they are drunk or high. In fact, this is a good time to look out for them as you would any human in a similar situation.

6. Girls are not here on this earth for your pleasure. They are not sexual objects. It may be news to you but they do not like cat-calling*, gossiping with others about their bodies or appearance, being stared at while going about their daily routines.

7. Pornography is not real. It is not what a loving respectful relationship looks like. What you may have seen are two or more actors. Even though the woman appears to enjoy sex that objectifies and degrades her, in real-life this most likely is not the case. A loving relationship is where two people enjoy time together and both enjoy sex that is mutually respectful.

8. Do not tell a girl you love/like her, get her to take a naked selfie and then post it on the internet so you look impressive to your friends. I repeat, DO NOT do this despicable and illegal act.

9. Do not take pictures of girls without their permission. Do not post such pictures on the internet. I repeat, DO NOT do this despicable and illegal act.

10. Lastly, be a kind, good human being to all other human beings this includes girls.

 

Eine Antwort darauf waren diese Vorschläge für Mädchen, wie sie Jungs respektvoll behandeln sollten:

1. Treat boys as human because that is what they are. They breathe and have feelings. Your words and actions can cause lasting damage. Think before you act and speak. Just because they don’t outwardly show every emotion they have doesn’t mean they don’t have them.

2. No sex shaming. Boys have every right to look at what they find to be sexually attractive without being shamed for it. Masturbation is perfectly natural and essential to male health and longevity. They have a right to enjoy sex without being called a pig or gross. Just because a guy finds a girl more attractive than you isn’t an invitation for you to mock or harass him about it. Male sexuality is also not an invitation to sexually assault him, either. He may have consented to you sexually touching him but that doesn’t mean he consented to you giving him “blue balls.” It’s painful, and he didn’t consent to that. If you want him to respect your body you need to respect his.

3. When boys say “No,” they mean no. Just because TV, parents, and your feminist teachers tell you all boys want is sex doesn’t make it true. Boys have every right to say no just like girls do, only when boys say “No,” unlike girls they almost always mean it. You may say one thing and mean another or “talk between the lines,” but boys are generally much more straightforward. If a boy says no, it doesn’t matter what you want at that point. You need to either stop touching him or respect his boundaries. It’s rape when you force a boy to have sex against his will.

4. Boys are equal in awareness of emotions. In fact, many boys may have emotional responses to things you don’t. They may even surpass in emotional awareness and empathy. They can even be better at you at fassion.

5. Don’t gaslight him. Don’t dress and act like a whore and then tell him he’s hateful for observing your actions. If you dress like a whore and you act like a whore, everyone is going to think you’re a whore. No matter who you are, when you go out into the world, people are going to judge you. You are going to judge them. We live in a society of people with social expectations of what is and isn’t socially acceptable. You don’t have to dress and act like a whore to get a boys attention, and if you do they will most likely get the wrong idea about you.  Also, don’t become a walking example of false advertising. Makeup is only supposed to enhance your natural beauty. If people can’t tell you are wearing makeup, chances are you have the right amount on. You don’t have to put on two coats. You’re not waxing a car.

6. Boys are not here on Earth to buy you every little thing you want. They are not your emotional baggage handler. They are not your personal slave. They don’t owe you money. It isn’t their job to buy you things. Get a job and buy your own stuff. Boys aren’t emotional playthings.

7. Boys aren’t emotional playthings. Don’t try to emotionally manipulate boys into getting what you want. Don’t use boys as decoy boyfriends to throw off your parents. It’s mean and hurtful.

8. Twilight is not real. These are characters in a book. They are not real people. The “dangerous” character who falls in love with the girl is nothing more that a whitewash of the bad boy image who will take care of his girl friend. In real life bad boys act out in all sorts of violent and destructive ways. They are only nice to you because they want something from you. Sure, it seems exciting to be with a guy who always breaks the rules, but when these angry, damaged, violent boys get mad at you (and they will as it is inevitalable in all relationships of all kinds) they will turn violent on you. To know the difference beteen a boy who will treat you right versus a boy who won’t, look at how that boy treats others who won’t benefit him. Nice boys are always nice unless you give them a reason not to be, bad boys are always bad until they have a reason to pretend other wise.

9. Take responsibility for your own actions. Nobody can convince you to do something risky without your consent. Waking up coyote ugly is not rape. Don’t be reckless with your body. You can’t expect others to respect your body when you don’t. If you’re getting black out drunk and can’t remember the night before, don’t assume the guy next to you raped you. Don’t drink if you’re underage. Don’t drink if you can’t handle alcohol.

10. Stand up for yourself and fight your own battles. Don’t tell a boyfriend to go beat someone up just because you don’t like them. Don’t lie to a boyfriend about being raped or sexually assaulted because a boy said something to you that you didn’t like, or “made you angry.” This isn’t just a lack of respect for boys it also demeans all girls who have had boys sexually assault them, because with every false claim, those girls are taken less seriously and are much less likely to be believed. Sex should never be a tool to harm someone.

11. Nobody can make you mad, glad, or sad. Nobody has control over your emotions but you. Sure others can try and manipulate your emotions, but they are still your emotions and nobody can offend you without your permission. Take control of your brain, your thoughts, and your emotions. it isn’t just about personal strength but demonstrates a level of maturity.

12. Be a kind good human being to everyone boy or girl. Everyone deserves at least some respect, but remember respect is mostly earned not given.

Teilweise zeigen sich hier die üblichen Kriegsschauplätze (zB No means No), teilweise sind es natürlich sinnvolle Tipps (man sollte selbstverständlich niemals vertrauliche Fotos von jemanden nicht vertraulich behandeln und schon gar nicht ins Internet stellen, man sollte aber auch überlegen, ob man gewisse Fotos sendet und wie hoch das Risiko ist, dass sie in anderen Händen landen etc)

Was haltet ihr von den Tipps?

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