Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 28. November 2016

Alter Männer, junge Frauen

Bei Slate regt sich eine Autorin darüber auf, dass so viele (reiche und berühmte) Männer junge Frauen haben.

Interessant ist ihre Begründung:

Older men who date much younger women make the transactional, hierarchical nature of romance explicit and reveal the extent to which men and women are still playing by very different rulebooks. In other areas of life, we gesture toward valuing things beyond the superficial. For most of us, in dating those things kind of go out the window, but then people tend to pair off with partners at about the same attractiveness level that they occupy. It all evens out. Except! Some older men have this secret other option, whereby they get to opt out of the system: When they acquire enough money or power, they can basically trade that capital for the thing women have that’s valued by society: youth and beauty. The pretense of finding someone who can be a partner and equal disappears; women both young and old get to see that all that really matters is how you look in a bikini. Meanwhile, women also watch their romantic options shrink as they age—a similar amount of money or power on their part usually doesn’t bring all the boys to the yard in quite the same way.

(…)

Still, more often than not, these pairings feel icky because they are icky: The parties aren’t on equal footing; different experiences and life stages are inevitably going to make it harder to relate. Attention from an older man might feel flattering, but do your future self a solid and ask: Why isn’t this guy interested in people his own age?

The personal is political. John Waters has said, “If you go home with somebody, and they don’t have books, don’t fuck ‘em!” Let’s revise that to add that if someone wants you to be the May to their December or vice versa, don’t let ‘em. In the end, this is no time to be a traitor to your generation. Instead, find someone your own age who’s even hotter. Get you a man you can talk about Pokémon Go with—or get you a woman you can talk about the Carter administration with.

In einem Teil ihrer grundlegenden Gedanken hat sie Recht: Frauen können Macht und Geld nicht in gleicher Weise in Attraktivität umsetzen wie Männer. Was sie nicht versteht: Männer können Jugend und Schönheit eben auch nicht in der Weise in Attraktivität umsetzen wie Frauen, dass sie sich damit den Zugang zu Macht und Geld verschaffen können.

Und natürlich blendet sie aus, dass Partnerwahlkriterien und die Frage, was wir einen hohen Wert aussuchen nicht Kriterien der Gerechtigkeit oder der Gleichheit unterliegt, sondern unserer Biologie: Eine Frau kann eben nur bis zu einem gewissen Alter Kinder bekommen und damit lohnt sich eine Selektion auf Jugend eher für Männer.

Ich hatte hier auch schon einmal aufgeführt, dass der Umstand, dass Männer auf vergleichsweise junge Frauen stehen (18-25) sogar in gewisser Weise als  Ausdruck einer „männlichen Romantik“ gesehen werden kann:

Nur mit jungen Frauen kann man noch lange eine Vielzahl von Kindern bekommen.

Gut, Frauen in dem Alter sind auch auf dem Höhepunkt ihrer Fruchtbarkeit, so dass auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei kurzfristigen Sex schwanger wird, steigt, aber der andere Grund klingt doch gleich viel freundlicher.
Dazu noch mal diese Grafik:

Unfruchtbarkeit Frau Alter

 Wie man sieht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine 20 unfruchtbar ist, bei 3% und die Wahrscheinlichkeit, dass sie schwanger wird, sehr hoch.
Interessant ist, dass sie so deutlich anspricht, dass sie das ärgert, was bei intrasexueller Konkurrenz immer verständlich ist und dann als richtiges Verhalten ausgibt, dass die Partner „Gemeinsamkeiten“ haben und sich als gleichwertig ansehen. Das ein reicher mächtiger Mann eine schöne Frau als gleichwertig ansieht und sie ihn scheint merkwürdigerweise für sie ausgeschlossen, sie wertet indirekt die Frau zu etwas ab, was nur Sex ist. Bei den Gemeinsamkeiten sieht sie anscheinend eher eine Langzeitstrategie am Werk, was aus weiblicher Sicht eine gewisse Berechtigung hat: Aus seiner Sicht deckt die Beziehung eher noch den Rest seines Lebens ab als aus ihrer Sicht.

Responses

  1. Wie hoch ist nochmal der Anteil der reichen Männer mit deutlich jüngeren Freundinnen im Vergleich zu dem Anteil mit ungefähr gleich alten oder gar keinen Freundinnen?

  2. Sailer’s Law of Female Journalism: The most heartfelt articles by female journalists tend to be demands that social values be overturned in order that, Come the Revolution, the journalist herself will be considered hotter-looking.


    Heather Schwedel

    Mir scheint der Artikel damit vollständig erklärt.

    Es bleibt das Interesse des Pathologen, warum Journalistinnen fast grundsätzlich nicht in der Lage sind, zur Kenntnis zu nehmen, dass Medaillien grundsätzlich eine andere Seite haben.

  3. Zitat: „… a similar amount of money or power on their part usually doesn’t bring all the boys to the yard in quite the same way.“

    Ja, das liegt halt daran dass junge Frauen den Fokus mehr auf Geld haben, junge Männer mehr auf Sex.
    Was wirft sie uns also vor bzw. was erwartet sie?
    Dass junge Männer nicht genauso materialistisch sind wie junge Frauen und ihr Verhalten gefälligst entsprechend ändern sollen, damit alte Frauen auch von jungen Partnern begehrt werden?

    Gier oder Geilheit? Was ist besser, was ist schlechter? Oder ist nicht einfach alles total abgefuckt?

    • „Dass junge Männer nicht genauso materialistisch sind wie junge Frauen und ihr Verhalten gefälligst entsprechend ändern sollen, damit alte Frauen auch von jungen Partnern begehrt werden?“

      Wie viele alte Frauen mit Geld gibt es denn?
      Der Regelfall ist doch eher, dass die alten Frauen noch weniger Geld als junge haben, weil sie als junge Frauen weit eher die Karte „Schönheit“ ziehen, als die Karte „Status“, oder „Macht“, oder „Reichtum“.
      Auch bei alten Frauen steigt die Attraktivität mit dem Geld, aber eben bei weitem nicht in dem Maße, wie in der anderen Geschlechterkonstellation.

    • Wenn das was der Mann auf dem Konto hat, auf dem Konto der Frau landet, wie groß ist dann noch das Interesse an diesem Mann, mit dem die Frau wegen seines Geldes zusammen war.

      Die Schönheit der Frau gibt es nur mit der Frau zusammen.

      Übrigens wird immer nur Männern vorgeworfen Frauen zu objektifizieren.

  4. Keinen wohlhabenden Mann abgekriegt? Offensichtlich scheint sie das zu wurmen.

    Eigentlich denkt sie unlogisch. Wenn Sie gleichaltrige Männer bevorzugt, sollte sie froh sein, dass die älteren wohlhabenden Männer ihr die schärfste Konkurrenz schon vom Markt weg geschnappt haben, so dass in ihrer Altersklasse mehr attraktive Männer übrig bleiben. Wenn nur diese sich nicht auch wieder nach jüngeren Mädchen umschauen würden.

    Was sie gar nicht auf dem Schirm hat, ist der Umstand, dass Männer in jungen Jahren bis ca. 30 auf dem Partnermarkt die hoffnungslos schlechteren Karten haben. Während die Frauen auch ältere Männer als Option haben, ist das umgekehrt für Männer längst nicht dieselbe Option. Jüngere Männer und ältere Frauen finden wesentlich seltener zueinander, weil sie sich meist gegenseitig nicht füreinander interessieren, und wenn, dann allenfalls für Sex, aber ganz selten für eine Beziehung.
    In den 20ern haben Frauen die Macht und sie nutzen sie auch oft gerne aus, während Männer nehmen müssen, was sie kriegen können. Das Verhältnis dreht sich dann später in den 40ern und 50ern. Das mag alles ungerecht sein, aber so ist das Leben nun mal. Und wohlfeile Appelle werden daran nichts ändern.

    • @Aranxo

      „Was sie gar nicht auf dem Schirm hat, ist der Umstand, dass Männer in jungen Jahren bis ca. 30 auf dem Partnermarkt die hoffnungslos schlechteren Karten haben.“

      Das sehe ich ebenso, sie ist unfähig, eine männliche Perspektive einzunehmen.
      Darüber hinaus blockiert der Feminimus ihren Wahrnehmungsapparat und lässt sie die realen Verhältnisse wie in einem Vexierbild sehen.

      Der Umstand, dass sozialer Aufstieg mittels „erotischem Kapital“ zu annähernd 100% eine weibliche Domäne ist und es sich daher selbstverständlich lohnt, in dieses Kapital zu INVESTIEREN, entgeht ihr daher.
      Die Anzahl der Frauen hingegen, die aus eigener Arbeit bspw. Milliardärinnen geworden sind, statt dieses Geld von ihrem Mann zu ERBEN ist verschwindend gering.

      Was in der Realität stattfindet, ist die Konversion von (weiblichem) „erotischem Kapital“ in (männliches) „ökonomisches Kapital“, wie C. Hakim richtig schreibt.
      D.h. ein weiblicher Transfer von der *Position im Sexualmarkt* in einen solchen auf dem Beziehungsmarkt.

      Ein solcher *direkter* sozialer Aufstieg war und ist Männern verwehrt und daher ist für Männer eine Investition in „erotisches Kapital“ zu diesem Zweck sinnlos.
      Hinter dem Investment in das weibliche „erotische Kapital“ steckt also *ebenfalls eine weibliche Kurzeitstrategie*.
      Die so lange aufgehen, wie die Position auf dem Sexualmarkt gesichert werden kann. Danach nicht mehr.

      Natürlich „verrät“ keine junge, hübsche Frau bei ihrer Strategie der Umwandlung von erotischem in ökonomisches Kapital andere Frauen, sondern die Autorin jammert um ihre Chancenlosigkeit beim Kampf um das größte Stück am Kuchen.

      Sie funktioniert aber *nicht* isoliert, sondern in einem Rahmen, in dem die Umverteilung der männlichen Ressourcen bereits gesetzt ist.
      Der binnengeschlechtliche Kampf von Frauen erfolgt also nicht um den „Kuchen“, sondern – wie gesagt – um das größte Stück.

      Die gesellschaftlichen Folgen für Männer, die das lustige „Patriarchat“ schon lange festgeschrieben hat: Die Umverteilung männlich erarbeiteter Ressourcen in und durch eine Paarbeziehung als Naturzustand (default) aus weiblicher Wahrnehmung.
      Es ist selbstverständlich keiner, sondern dies ERSCHEINT Frauen nur so. Jede Form der Umverteilung basiert immer auf einer durchgesetzten sozialen Ordnung und *keine* gesellschaftliche Ordnung basiert auf Freiwilligkeit.

      Worauf Frauen meinen einen *Anspruch* zu haben ist ein *gesicherter* Anteil an von Männern erarbeiteten Ressourcen – von daher bezieht sich der Blick von Frauen *immer* auf das „outcome“.
      Also genau das, was das „Patriarchat“ – in Form der bürgerlichen Institution der Ehe – ohnehin als Instrument der Ressourcenteilung und -umverteilung vorgesehen hat.
      Das ist der „Paarbindungskuchen“.

      Dies ist ein gesellschaftlicher ZWANG für Männer, der Feministinnen aus genannten Gründen völlig „entgeht“, wenn sie über die ökonomische Abhängigkeit von Frauen jammern.
      Wie gesagt: *Ihr* Interesse, *ihr* Bedürfnis und *ihre* ERFAHRUNG = default. Narzisstischer Gynozentrismus in Reinkultur.

      Neu und feministisch ist, diese Sichtweise, die auf einer *Paarbindung* beruht, auf den gesamten Staat auszudehnen (sowie die spezifisch bürgerliche Sicht bürgerlicher Frauen auf *alle* Frauen).
      So erklärt sich erstens die weiblich/feministische Angst vor der „Bindungslosigkeit“ der Männer bei gleichzeitigem Anspruch auf die Hälfte der Staatseinnahmen.
      Denn „Paarbindung“ ist vor diesem Hintergrund die weibliche Sicherung materieller Ressourcen des Mannes. Und zweitens ist es auch logisch, dass Frauen demzufolge beanspruchen „Bindungsexperten“ zu sein, also die Wahrnehmung von dem zu diktieren, was als Beziehung zu gelten, wie diese zu funktionieren und wem sie zu nützen hat.

      Um so weniger Männer jedoch in der Lage und *bereit* sind, diesen weiblichen „default“ zu sichern, desto mehr und eher muss der Staat an Stelle treten.
      Wohl bemerkt: In *beiden Fällen* ist es völlig unerheblich, wie viel Frauen selber an Ressourcen erarbeitet haben, die spezifisch weibliche Sichtweise ist immer, *ihr stehen diese Ressourcen hälftig* zu. Dies ist der „Staatskuchen“, der wiederum eng verbunden ist mit dem „Paarbindungskuchen“.

      Die Autorin – die ebenfalls als „Bindungsexpertin“ auftritt – findet die Spielregeln „unfair“.
      Bei inhaltlicher Übereinstimmung mit dem „outcome“ des Spiels selbstverständlich.
      D.h. das *Resultat des Beziehungsmarktes* stellt sie nicht in Frage, sondern die Trennung des Beziehungsmarktes vom Sexualmarkt, auf dem sie die *Spielregeln nicht diktiert*.
      Denn wisse, Mann, Frauen kommen in „all sizes, shapes and ages“!
      Was sich als Botschaft „akzeptierend“ anhört, ist eine Drohung, die m.E. so lautet: „Gefressen wird, was auf den Tisch kommt!“

      Diese Alternativlosigkeit – für Männer – muss man gesellschaftlich natürlich erst noch durchsetzen.

      Gruß crumar

      • „Diese Alternativlosigkeit – für Männer – muss man gesellschaftlich natürlich erst noch durchsetzen.“

        Keine Chance😀 .
        Dazu gibt es einfach zu viele Frauen, die sich von den derzeitigen Strukturen ein größeres Stück vom Kuchen versprechen. Und diese Chance würden sie mit Zähnen und Klauen verteidigen.

        Dass sie sich bei Männern eh nicht durchsetzen lässt, brauchen wir nicht zu diskutieren.

        Große Sorgen machen mir allerdings die jüngsten Nachrichten von den Renten der Zukunft, mithin wohl die größte Umverteilungskasse des Staates.
        Mal sehen, wann die jungen Männer zu meutern beginnen, weil sie das Gros ihres Einkommens für die Altersversorgung von Frauen abdrücken müssen, die nie selbst aus eigener Leistung was eingezahlt haben.

  5. Man stelle sich vor, Roosh & Co würden in großen Massenmedien fordern, dass junge Frauen Anfang 20 aufhören sollten, das Schwanzkarussell zu reiten und sich lieber einen festen Partner zum Kinderkriegen suchen sollten.

    • „das Schwanzkarussell zu reiten“

      Finde ich ja eine der dämlichsten Bezeichnungen und Übertreibungen

      • Verglichen mit Begriffen wie „Rape Culture“ ist der Ausdruck richtiggehend gemäßigt und differenziert.

        • Vor allem ist der Begriff durchaus passend.

        • @adrian

          inwiefern?

        • Man hopst auf verschiedenen Schwänze und lässt sich bespaßen.

        • @adrian

          Und du meinst Frauen machen das im größeren Umfang?

        • Keine Ahnung.

        • @adrian

          Das wäre doch gerade der Knackpunkt oder nicht?

        • Finde ich nicht.

        • Ich denke nicht, dass das der Knackpunkt dieses Kampfbegriffes ist. Roosh und Co sind bestimmt keine Gleichheitsfetischisten, die Kritik da auf einem Geschlechtervergleich aufbauen würden.

        • Der Begriff Schwanzkarussell in dem Zusammenhang mit dem australischen Artikel der den Begriff geprägt hat ist verallgemeinernder Unsinn. Tatsächlich suchen viele Frauen nur Spaß ohne einen Partner zu suchen. Der Artikel geht aber davon aus, dass Frauen das mit der Intention tun, dass sie Sex geben um einen festen Partner zu finden was in den meisten Fällen nicht stimmt. Ich denke, dass Frauen im allgemeinen genau wissen, dass Sex nicht zu einer festen Partnerschaft verpflichtet. Dieser, in der Männerszene sehr oft zitierte Artikel ist nichts anderes als eine Selbsttäuschung enttäuschter Männer. Das Thema ist viel komplexer als es den Anschein hat.

      • Es scheint mir eine Frage der Perspektive.
        Aus Sicht eines Incels wirken die Experimentieroption eines durchschnittlichen Mädchens karusselartig.

        • @only me

          Die durchschnittliche Anzahl von Sexualpartnern ist allerdings bei Männern und Frauen gleich. Und wenn typische Frauen auf 7 Partner kommen in ihrem Leben, davon verteilt 4 Beziehungen, dann sind diese drei kürzeren Sachen, wahrscheinlich auch eher mit einem Bekannten, kaum ein Grund für diesen Begriff.

          Es ist ja nicht so, dass Frauen massenhaft Sex einfach so mit verschiedenen Partnern haben. Eher das Gegenteil, gerade angesichts der gesteigerten Möglichkeiten im Vergleich mit Männern.

        • „Die durchschnittliche Anzahl von Sexualpartnern ist allerdings bei Männern und Frauen gleich.“

          Bei Menschen zwischen 15 und 30?

          Das finde ich schwer vorstellbar.

          Dass Männer zwischen 30 und 50 ordentlich aufholen können, spielt für diesen Begriff ja keine Rolle.

        • Die (von Dir imaginierten) _Optionen_ allein begründen den Begriff? Ja, dann^^

          Ich hab noch nie darüber nachgedacht, aber ich glaube, bis auf first love hatten meine Sexpartner tatsächlich „weniger Erfahrung“ als ich.

          Ja, ich gehöre zu der Sorte Mensch, die über jeden Namen und jedes interessante Detail informiert werden will – und wehe, ich krieg irgendwann nebenbei mit, dass mir was verschwiegen wurde (und ich meine keinen Seitensprung)…

        • „…allein…“

          Dein Leseverständnis macht seinem Ruf mal wieder alle Ehre.

          „Den Punkt verfehlen wie ein Semikolon“ ist ja inzwischen geflügeltes Wort.

        • süß

        • Ja, wenn man zynisch genug ist, kann man dich so finden.
          Vor allem, wenn du so darum bittest🙂

        • Jetzt wollste mich ärgern, ne?
          Ich lass mich jetzt aber nicht ärgern.
          Ätsch.

        • „Jetzt wollste mich ärgern, ne?“

          Nein, ich wollt dich ridikülisieren, und dessen Erfolg hängt nicht von dir ab.

          (shrug)

    • „das Schwanzkarussell zu reiten“

      • Ich halte Schwanzkarussel auch für einen sehr passenden Begriff. Nicht als Beschreibung des Sexualverhaltens von Frauen im Schnitt.

        Aber sie schreien es von den Online-Datingplattformen. Frauen um die 35, die sich „ausgetobt“ haben, sprich das Schwanzkarussel geritten. Mit ca 35 merken sie, daß sowohl ihre Fruchtbarkeit als auch ihr Wert auf dem Partnermarkt gerade rapide sinkt. Ich denke, daß eine junge Frau recht viele Vorteile in unserer Gesellschaft genießt und es durchaus schmerzhaft sein kann, wenn man diese nun verliert.

        Die Männer, die diese Frauen suchen, sollten natürlich gute Versorger sein. Diese jedoch sind verheiratet mit Frauen, die etwas langfristiger gedacht haben. Andere sehen nun gar nicht, warum sie jetzt mit 35-40 sich dringend binden sollten,denn Wert auf dem Partner- (und Vögel-)Markt steigt ja gerade erst. Und die wenigsten wollen sich eine biologische Zeitbombe ans Bein binden. Heirat in 2, Schwanger in 3, Unterhaltszahler und entsorgter Vater in 4 Jahren.

        Das Pferd auf dem Schwanzkarussel zu sein, kann nämlich genauso viel Spaß machen wie es zu reiten. Und irgendwo muß es ja auch herkommen.

        Um mal ein bisschen die Kurve zu Deinem Beitrag zu bekommen, wenn man (insbesondere Feministinnen) bei diesen ganzen Diskussionen mal den Ist-Zustand beim Onlinedating ansehen würde, könnte man sich viele verkrampfte Diskussionen sparen. Ein sehr guter Link kam ja gerade via Geschlechterallei auf Freakonomics zu dem Thema.

        Ansonsten? Feminismus ist gut für Frauen, jedenfalls dann wenn sie gefärbte Achselhöhlen haben wollen. Jede Frau soll ermuntert werden, ihren Weg zu gehen. Außer sie ist Melanie Trump und angelt sich einen Milliardär.

  6. Was mich wirklich ärgert ist das folgende:

    „Interessant ist, dass sie so deutlich anspricht, dass sie das ärgert, was bei intrasexueller Konkurrenz immer verständlich ist und dann als richtiges Verhalten ausgibt, dass die Partner „Gemeinsamkeiten“ haben und sich als gleichwertig ansehen. Das ein reicher mächtiger Mann eine schöne Frau als gleichwertig ansieht und sie ihn scheint merkwürdigerweise für sie ausgeschlossen, sie wertet indirekt die Frau zu etwas ab, was nur Sex ist.“

    Sie spricht diesen Frauen ab, Gemeinsamkeiten und sonstiges Interesse abseits des Geldes an ihren Männern zu haben. Sie tut so als wären diese nur zu blöd, sich nach den ihrer Ansicht nach richtigen Kriterien für einen Partner zu entscheiden.
    Warum kann eine Person, die jünger ist nicht auch eine gleichberechtigte Partnerschaft mit einer Person, die älter ist führen?!

    Und was bedeutet überhaupt, jemanden im eigenen Alter? Wie viel Jahre darf das Alter auseinander sein, damit es noch als im selben Alter zählt? 1,2, oder sogar 5 Jahre?

    Ich denke, das Alter spielt keine Rolle dabei, ob jemand sich mag oder gemeinsame Interessen hat. Auch ein gleichalter Mann kann ein totales Arschloch sein und ein älterer ein sehr liebenswerter Partner.

    Außerdem ist es tatsächlich nicht so, dass es nie den umgekehrten Fall gibt, mir fallen spontan Madonna und Heidi Klum mit wesentlich jüngeren Partnern ein.

    • Miria: „Ich denke, das Alter spielt keine Rolle dabei, ob jemand sich mag oder gemeinsame Interessen hat. “

      Sicher richtig, aber dann würde es im Schnitt diese Altersungleichheit nicht geben. Es wäre natürlich interessant, gäbe es eine Statistik bei statushöheren Personen (von Trump über Gabriel bis Klum und Madonna)

      Ich fände es schön, wenn bei diesen Diskussionen einfach mal wertfrei akzeptiert wird, daß Frauen und Männer teils unterschiedliche Maßstäbe bei der Attraktivität haben. Ob jetzt pralle Brüste oder Brieftaschen oberflächlicher sind, kann man ja mal ganz nach hinten stellen.

      • „Ich fände es schön, wenn bei diesen Diskussionen einfach mal wertfrei akzeptiert wird, daß Frauen und Männer teils unterschiedliche Maßstäbe bei der Attraktivität haben. Ob jetzt pralle Brüste oder Brieftaschen oberflächlicher sind, kann man ja mal ganz nach hinten stellen.“

        Wobei es allerdings ziemlich wurscht ist, ob die Maßstäbe akzeptiert werden, oder nicht.
        Pralle Brüste sind ein Sexualreiz, mit denen vermutlich schon Lucie ihre männlichen Begleiter anzog.
        Menschliche Weibchen sind die einzigen Säuger, die ihre Milchdrüsen mit der Geschlechtsreife ausbilden, alle anderen nur dann, wenn sie Nachwuchs zu versorgen haben.
        Und da ALLE Frauen weltweit dieses Attribut haben, muss sich dieses Geschlechtsmerkmal schon in einer Phase der Menschheit entwickelt haben, als sie sich noch nicht durch Wanderungen voneinander getrennt haben.

        Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass ein Rudel Lesben im frühen 21. Jahrhundert die Entwicklungen der letzten 2,5 Mio. Jahre kulturell neu überprägen könnten😀

        Ihr Geheul ist nur der Neid der Besitzlosen.

        • Oh Mann, mein Deutsch heute mal wieder😦

          „…als sie sich noch nicht durch Wanderungen voneinander getrennt haben.“ muss natürlich „getrennt hat heißen.

          Und
          „… die Entwicklungen der letzten 2,5 Mio. Jahre kulturell neu überprägen könnten“

          muss natürlich mit könnte abgeschlossen werden.

          Demenz?

      • @Gerhard:

        „Sicher richtig, aber dann würde es im Schnitt diese Altersungleichheit nicht geben. Es wäre natürlich interessant, gäbe es eine Statistik bei statushöheren Personen (von Trump über Gabriel bis Klum und Madonna)“

        Wo gibt es denn im Schnitt diese Altersungleichheit?
        Wie viele Paare kennst du tatsächlich, bei denen ein Altersunterschied von mehr als 10 oder 15 Jahren besteht?

        Interessante Beobachtung übrigens bei meinem Experiment: Die meisten Männer, die mich für Sex bezahlt haben waren im Altersbereich von 20 – 40 (ich selbst Mitte zwanzig). Also eher der gleiche Altersbereich.
        Ein Bekannter von mir, der eine Zeitlang als Callboy gearbeitet hat, hat mir hingegen erzählt, dass die meisten Anfragen von Damen kamen, die weitaus älter, also mehr als 20 Jahre älter, waren als er selbst.
        Wie erklärt sich das dann?

        „Ich fände es schön, wenn bei diesen Diskussionen einfach mal wertfrei akzeptiert wird, daß Frauen und Männer teils unterschiedliche Maßstäbe bei der Attraktivität haben. Ob jetzt pralle Brüste oder Brieftaschen oberflächlicher sind, kann man ja mal ganz nach hinten stellen.“

        Da es hier ja in erster Linie um Beziehungen geht, denke ich, dass keines dieser Merkmale ausschlaggebend ist.
        Ich glaube, dass die meisten Menschen ihren Lebenspartner eben nicht anhand solch oberflächlicher Merkmale wählen.

        • „Interessante Beobachtung übrigens bei meinem Experiment: Die meisten Männer, die mich für Sex bezahlt haben waren im Altersbereich von 20 – 40 (ich selbst Mitte zwanzig). Also eher der gleiche Altersbereich.
          Ein Bekannter von mir, der eine Zeitlang als Callboy gearbeitet hat, hat mir hingegen erzählt, dass die meisten Anfragen von Damen kamen, die weitaus älter, also mehr als 20 Jahre älter, waren als er selbst.
          Wie erklärt sich das dann?“

          Der Callboy richtet sich an einen absoluten Nischenmarkt der Frauen, die einfach so schnell gegen Geld Sex wollen und bereit sind dafür zu zahlen. Reiche Statusmänner arbeiten aber nicht als Callboy. Also werden sie körperlich attraktive Männer wählen, die eben eher vergleichweise jung sind. Wie alt war er denn?

    • „Warum kann eine Person, die jünger ist nicht auch eine gleichberechtigte Partnerschaft mit einer Person, die älter ist führen?! “

      Es gibt eben manchmal Glaubwürdigkeitslücken😉 .

      Wenn ein Model wie Anna Nicole Smith sich in einen J. Howard Marshall verguckt, dann fällt es auch dem Wohlwollendsten schwer, nicht die Milliarden in seinem Portemonnaie als Aphrodisiakum zu vermuten.

      http://images.google.de/imgres?imgurl=http://akns-images.eonline.com/eol_images/Entire_Site/2014720/rs_560x415-140820133706-1024-howard-marshall-anna-nicole-smith.ls.82014.jpg&imgrefurl=http://www.eonline.com/news/571243/anna-nicole-smith-s-estate-denied-again-judge-says-dannielynn-birkhead-won-t-receive-44-million&h=415&w=560&tbnid=fAB0bela1Q81OM:&vet=1&tbnh=90&tbnw=121&docid=KS4vDE7FXmUXgM&usg=__HTR759hsAjw5GBl1jrKFWC5ne3I=&sa=X&ved=0ahUKEwjikpuktcvQAhUE1hoKHXMNAgQQ9QEIPzAF

      (Sorry, ich weiß nicht, wie man Bilder einfügt😦 )

        • Yupp,
          genau das.

          Und jetzt, Miria, erzähl uns nochmal, dass hier reine Liebe und erotisches Knistern herrscht.

        • Von dem Beispiel auf die Masse zu schließen ist auch eine Apex-Fallacy.

        • Das ist nur das prägnanteste Beispiel. Ich kenne noch andere.
          In den Milliardär David Koch, tief in den 70ern, ausgewiesener Sponsor der Tea Party und Unterstützer rechter Hardliner der Republikaner, nebenbei menschlich ein Kotzbrocken, hat sich auch ein Model „verliebt“.
          Ich denke, dass dort ein solcher Altersunterschied eher die Regel, denn die Ausnahme ist.

          Ich will dabei noch einmal betonen, dass ich das nicht als verwerflich kritisiere. Mir ist nur diese Bigotterie zuwider, die das „Kaufen“ von jungen Frauen als verwerflich brandmarkt, das Fangen reicher Männer dagegen nicht.

    • „Gemeinsamkeiten und sonstiges Interesse abseits des Geldes an ihren Männern zu haben.“
      Haben sie. Eher so für untenrum.

  7. Reiche alte Männer haben meist einen prima Charakter.

  8. Von Interesse wäre zu lesen, wie sie zu älteren, wohlhabenden Frauen (Joan Collins, Madonna etc.) steht die sich junge Männer nehmen.
    Würde sie das als Empowerment bezeichnen?

    • Nein, die Damen haben eben auch einen guten Charakter.

  9. Richtig. Ich fordere auch gesetzlich eine Auswahl junger Frauen, die eine Beziehung mit mir wollen und mich nicht nur hinhalten. Ich fordere auch alle Männer auf, Angebote von Frauen abzulehnen, bis sich Frauen mit mir abgeben. Es kann nicht sein, dass andere Männer Beziehungen haben und ich nicht. #Aufschrei

  10. Leute, das ist simpelste Arithmetik.
    Wenn Männer eine Frau wollen, die viel jünger ist als sie selbst, müssen sie halt einige Jahre warten, damit es aufgeht.
    Da sollten sie es würdigen, dass Frauen eine gewisse Reife und Lebenserfahrung an einem Mann mehr schätzen, als die Äußerlichkeiten eines Jüngelchens.

    • „Wenn Männer eine Frau wollen, die viel jünger ist als sie selbst“

      18-jährige Jungs wollen keine Frau, die viel jünger ist als sie selbst. Viele 18-jährige Jungs kriegen aber bei ihren gleichaltrigen keinen Fuß auf die Erde und müssen damit 5-15 Jahre warten.

      Siehste? Sorum funktioniert die Kausalität auch.

      • Ich schrieb ja auch von Männern, nicht von Jungs.

        • Es ist schon klar, dass dir persönlich männliche Wesen, die keine „echten Männer“ sind, an diversen Körperteilen vorbeigehen.

        • Wieso ziehst du das auf eine persönliche Ebene?

          Bestreitest du, dass Persönlichkeits- und Attraktivitätsentwicklung von Männern und Frauen zeitlich unterschiedlich verläuft?

        • „dass Persönlichkeits- und Attraktivitätsentwicklung von Männern und Frauen“

          Meinst du damit den Umstand, dass so viele Frauen daran scheitern, eine Persönlichkeit zu entwickeln?

        • Damit meinte ich, dass bei den meisten Männern eine ausgereifte und erwachsene Persönlichkeit erst ab etwa Mitte 20 sich beginnt zu entwickeln.
          Frauen sind da normalerweise deutlich früher dran. Dafür bleiben aber viele von ihnen auch bei einem frühen Stadium stecken.

        • „Bestreitest du, dass Persönlichkeits- und Attraktivitätsentwicklung von Männern und Frauen zeitlich unterschiedlich verläuft?“

          Nun ja, immerhin sind die meisten Paare ungefähr gleich alt.

        • Typischerweise ist doch der Mann einige Jahre älter als die Frau.
          https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/zdw/2010/PD10_041_p002.html

      • Das irgendwo Erstaunliche ist ja, dass genau das nicht für die (sagt man eigentlich gar nicht mehr, aber…) Unterschicht gilt, diese Jungs haben (öfter) schon zu Schulzeiten GV als diejenigen mit höherem Bildungsabschluss.
        Warum? Ich tippe mal, weil die Mädels ihrer sozialen Schicht etwas früher anfangen, oder was meint ihr?

        • Ich war in einer Grundschule mit ca. 50% Ausländeranteil, also Unterschicht/ untere Mittelschicht. Da gab es dann die Jungs die bereits mit 15 rumgebumst haben wie die Weltmeister. Was diese Typen hatten ist, dass sie allesamt Ausländer waren (Serben, Türken oder Araber), dass sie als Abzieher und Schläger bekannt waren, dass sie durchaus gut ausgesehen haben und dass sie stärker waren als andere Jungs. Dazu kam eine Lockerheit im Umgang mit Frauen dazu die ich selbst erst viele Jahre später erlernt habe, was vermutlich an den Familienverhältnissen, wo der Mann noch Mann ist. lag.
          Die Typen haben jeden einzelnen Punkt bezüglich des Alphamales aus dem PU Bereich perfekt ausgefüllt und wurden dafür mit Sex belohnt. Später hat sich das Blatt dann gewendet und manche von denen bekamen den Spitznamen „Besuch-mich-mal-hinter-Gittern“, während andere auch später im Beruf erfolgreich wurden.

        • @pfefferundsalz

          Ich konnte das auch vor einiger Zeit bei einem Schüler, gerade 18, sehr gut beobachten. Er war ein ziemlicher Psycho, absolut locker weil er eben keinerlei Angst hatte, und sein frauenverbrauch war ziemlich hoch. Er hat nie wirklich was hinbekommen, was Ausbildung oder Schule anging, aber mit den Frauen lief es hervoragend.
          Ich denke er war einfach einer der wenigen, die die Lockerheit besaßen und die Forschheit, auch wirklich zu sex überzugehen.

        • „dass sie durchaus gut ausgesehen haben“

          Das glaub ich Dir sogar😄

          „sein frauenverbrauch war ziemlich hoch“

          Wie kriegt man sowas denn raus ohne direkt zu fragen? Du kannst dabei ja nicht danach gehen, wieviele attraktive weibliche Wesen sich in seiner Nähe aufhalten.

        • @Christian
          Dazu kommt, dass Frauen in dem Alter 14-18 die typisch männlichen Attribute wie Stärke, Anführer der Gruppe, Selbstbewusstsein usw. besonders achten. Wer in dem Alter als Mann punkten will, braucht diese Attribute zwingend. Später kommt dann noch Geld und wirtschaftlicher Erfolg dazu. Interessanterweise ist Intelligenz nie ein direkter Vorteil, außer wenn du sie dazu einsetzen kannst eines der vorgenannten Attribute zu erlangen oder zu verstärken. Wer seine Intelligenz nicht dazu einsetzen kann sich selbst zu verbessern wird in Frauenhinsicht keinen Nutzen daraus ziehen können.

        • Was „Frauen“ (eigentlich meinst Du ja Mädchen) in dem Alter tatsächlich noch mehr zu schätzen wissen als ältere Semester ist:
          die Optik!

        • Wobei es auch Ausnahmen gibt, die seltsamen Vorlieben bereits in jungen Jahren nachgehen (da fällt mir ein: wo ist eigentlich Atacama abgeblieben^^) und solche, die immer zuallererst Augenmenschen bleiben (richtig geraten: moi. Der Gatte kriegt spitze Bemerkungen zu hören, wenn er – gerad im Winter – anfängt zu viel zu Naschen, z.B.. Wir wollen ja nicht, dass das Bäuchlein _noch_ runder wird, sag ich dann… und natürlich übertreibe ich auch sonst meine Kritik. Er trägts mit Fassung.)

  11. O.T.
    Laut FAZ finden 28% Vergewaltigungen in Ordnung: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/gewalt-gegen-frauen-verstoerende-studie-14549269.html
    Natürlich ohne Angabe eines Autors! Warum bloß? Weil es Bullshit ist!
    Schon im Bild zum Artikel kommt es raus: “ Es gibt Personen, die finden, dass Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung unter bestimmten Umständen gerechtfertigt ist. Glauben Sie, dass dies auf folgende Situationen zutrifft?“
    Also – ich glaube, dass es Personen gibt,die glauben, dass Geschlechtsverkehr unter Betrunkenen auch ohne Einwilligung gerechtfertigt ist.
    Trotzdem stimme ich den Personen nicht zu.

    Entweder die Frage ist bewusst missverständlich geschrieben oder aber grottenschlecht übersetzt.
    Bezeichnend: In der verlinkten Zusammenfassung der „Studie“ werden nicht einmal die Autoren oder Ansprechpartner benannt.

    • Eigentlich ist dies eher eine Frage, wie die Medien im Kapitalismus funktionieren. Die Funktion von Medien ist nämlich nicht, wie fälschlich angenommen die zu informieren, sondern die Mehrwert für ihre Eigentümer zu generieren. Der Verkaufswert der Zeitung ist eher uninteressant, viel interessanter sind die Werbeeinnahmen und die erhält man durch eine hohe Auflage. Daher sind kontroverse Artikel auch Gold für die Eigentümer.

      • Klappt ja wunderbar. Immerhin sinken die Auflagen seit Jahren.

        • Ja, das beobachte ich auch. Außerdem glaubt man den etablierten Medien viel weniger. Der Begriff „Lügenpresse“ sprach nur aus, was viele vorher dachten. Heute muss man sich eigentlich erst einmal mit der Biografie des Journalisten beschäftigen, woher er kommt, was er bisher geschrieben hat und wer seine Geldgeber sind, bevor man einem Artikel Vertrauen oder Misstrauen entgegen bringen kann.
          Die etablierten Medien erleben gerade einen Vertrauensverlust ohne gleichen. Brexit und Trump sind da nur die sichtbarsten Phänomene. Da inzwischen fast alle Medien auf Agenturmeldungen setzen und diese nur kommentieren, bin ich inzwischen dazu übergegangen fast ausschließlich die Kommentarspalten zu lesen. Da bekommt man dann eine weitaus interessantere Meinung und Diskussion als im eigentlichen Artikel.

  12. „Laut FAZ finden 28% Vergewaltigungen in Ordnung: “

    Aufgedröselt nach Geschlechtern?
    Finden 56% der Männer Vergewaltigung in Ordnung?
    Aber keine Frau?

    Eine weitere „Studie“ für die Tonne. Dumpfe feministische Agitation.

    Am 24.11. war wieder mal der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“.

    Klar, die üblichen Stereotypen von der Männerfaust im Vordergrund, mit der ängstlich hingekauerten Frau im Hintergrund.
    Klar die üblichen diffusen Statistiken von weiblichen Gewaltopfern (männliche gibt es immer noch nicht) und ihren prügelnden Partnern.

    Und das BKA ist inzwischen auch eingenordet, allerdings trägt man gleich noch ne Nummer dicker auf. Hier drischt der Mann gleich mit dem Gürtel auf die Frau ein.
    Der Chef des BKA, Holger Münch, und die Küstenbarbie Schwesig empören sich natürlich jetzt im Verein über die Gewalt gegen Frauen.

    Wir erfahren bei der FAZ:
    „Mehr als hunderttausend Frauen sind im vergangenen Jahr in Deutschland Opfer von häuslicher Gewalt gewesen. Das Bundeskriminalamt hat erstmals gemeinsam mit dem Bundesministerium für Frauen und Familie eine Statistik dieser „Partnerschaftsgewalt“ vorgelegt. Demnach wurden im Jahr 2015 insgesamt 65.800 Fälle von „einfacher Körperverletzung“ registriert, es gab mehr als 11.400 Fälle gefährlicher Körperverletzung und 331 Fälle von Mord oder Totschlag, in denen Frauen von ihren Partnern oder ehemaligen Partnern ums Leben gebracht wurden.“
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/bundeskriminalamt-100-000-frauen-pro-jahr-opfer-von-gewalt-in-der-partnerschaft-14539941.html

    Was ist mit männlichen Opfern?
    Wie wird in der Studie „Gewalt“ definiert?
    Immerhin der Hinweis „Das Bundeskriminalamt zählte zu den erfassten Gewaltformen auch Stalking und andere Bedrohungen hinzu.“

    Das BKA gibt uns leider auch keine erhellende Auskunft, weil die „Studie“ nicht eingesehen werden darf.


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