Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 22. November 2016

Merkel tritt erneut zur Wahl an

Merkel hat gestern mitgeteilt, dass sie sich erneut zur Wahl als Bundeskanzlerin stellen wird.

Ihr Programm:

Die Christdemokraten berieten am Sonntag über einen Leitantrag für den Parteitag, der auf Merkel zugeschnitten ist. Der Titel lautet: „Orientierung in schwierigen Zeiten – für ein erfolgreiches Deutschland und Europa“. Die CDU will enttäuschte Wähler zurückgewinnen. Nötig seien konkrete Lösungen, „auch wenn ihre erfolgreiche Umsetzung manchmal schwierig ist und Zeit braucht“.

Die CDU-Politik soll stärker auf Familien und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ausgerichtet und das gesetzliche Eintrittsalters nach dem Willen der Partei offenbar an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. Eine Flüchtlingskrise wie 2015 soll sich nicht wiederholen. Integrationsverweigerer sollen mit Sanktionen bis hin zu Leistungskürzungen und Ausweisung rechnen.

Nachdem man vorher den amerikanischen Wahlkampf gesehen hat, mit erbitterten, stark personalisierten Reden, kehren wir damit in eine vergleichsweise langweilige deutsche Politik zurück, was die großen Parteien angeht.

Das Problem wird dabei sein, dass die Zeiten in der Tat schwierig sind, aber die meisten von Merkel keine Lösung erwarten. Und so klingt auch ihr obiger Ansatz: „Orientierung in schweren Zeiten, mit schwierigen, lange dauernden Lösungen“ – das klingt nicht wirklich nach einem Plan, das macht nicht wirklich Mut, das entfacht keine Begeisterungsstürme – es klingt nach „wir schaffen das“ und Durchhalten. Ich schätze mal aus Merkels Sicht will sie Stabilität verkörpern – sie selbst als „bekannt und bewährt“, und nicht irgendwelche Neuen, bei denen man keine Ahnung hat, wie es wird.

Aus Amerika und Großbritanien schwabt gerade eine andere Welle herüber: Wir wissen wie es geht, man muss nur die Grenzen dich machen und sich auf sich selbst besinnen. Und natürlich: Weg mit dem alten, dem Bewährten, Platz für die neuen, die nicht in alten Strukturen stecken, sondern sich das trauen, was andere nicht wagen! Das sind ungleich aktivere Bilder, hinter denen wahrscheinlich viele eher eine positive Zukunft vorstellen können als hinter Merkels „Durchhalten, es wird ein langer Weg“. Merkel ist für viele eine Personifikation der Probleme geworden und sie wird es insofern den Populisten eher einfacher machen ihren Wahlkampf zu führen.

Interessanterweise ist allerdings durch das deutsche Parteiensystem auch die Lage deutlich anders: Wenn die CDU Stimmen verliert und die AfD welche dazugewinnt, dann wird es eher eine große Koalition geben oder aber gar Rot-Rot-Grün. Letzeres wäre dann ein interessanter Ausgang für die AfD-Anhänger: Sie wären damit eher vom Regen in die Traufe gekommen. Das die CDU hingegen mit der AfD eine Koalition eingeht und sie damit zu einer legitimen Partei macht, der sie Regierungsverantwortung zutraut und mit der sie Kompromisse finden muss ist aus meiner Sicht nicht zu erwarten.

Eine interessante Stellungnahme zum Wiederantritt von Merkel kommt von der Tagesschau:

Wenn Angela Merkel im Wahlkampf so weitermacht, wie sie gestern begonnen hat, wird sie scheitern. Sie hat allzu wenig geboten, in der Form wie im Inhalt.

Zuerst zur Form: Alles sah nach Pflicht aus. Sie habe unendlich nachgedacht über eine erneute Kandidatur, sagte Merkel. Sie hätte auch sagen können: Sie hat lange gezögert. Das klingt weder kraft- noch lustvoll.

Jetzt zum Inhalt: Merkel sagte im Wesentlichen, es seien schwierige Zeiten. Und sie habe immer noch Ideen. Das ist dieselbe Botschaft wie 2013. Sie wird niemanden begeistern, der von Merkel nach zwölf Jahren Kanzlerschaft genug hat.

Noch bemerkenswerter ist ein anderer Satz Merkels: Es sei ihr besonders wichtig, für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu werben. Wie bitte? Wieder die alte Harmonie-Nummer? Im Politjargon heißt das: „asymmetrische Demobilisierung“ – die Umarmung des politischen Gegners. Eine erdrückende Umarmung.

Den Eindruck, dass da nicht wirklich etwas neues kommen wird, was aktuelle Probleme löst, habe ich auch. Und „lange gezögert“? Was will sie damit eigentlich aussagen, was für einen Eindruck erwecken? Geht es ihr darum, dass sie dem Vorwurf vorbeugen will, dass sie einfach nur den Rekord von Kohl ablösen will oder dass sie es als selbstverständlich ansieht? Ich muss ja sagen, dass ich, soviel man auch sonst das System der USA kritisiert, die Begrenzung auf zwei Amtszeiten nicht verkehrt finde. Es zwingt den Inhaber los zu lassen und ermöglichst der Partei, sich frühzeitig auf einen Nachfolger zu konzentrieren.

Allerdings sind auch da in der CDU wenig Leute vorhanden, die man an der Spitze sehen würde.

Ein Vorteil vielleicht: Auch bei der SPD ist es es aus meiner Sicht eher mau: Sigmar Gabriel hat aus meiner Sicht keinerlei Charisma und der jetzt ins Gespräch gebrachte Konkurrent Martin Schulz ist innenpollitisch noch nicht wirklich deutlich in Erscheinung getreten.

Bei der Tagesschau heißt es weiter:

Das ist Merkels alte Strategie. Früher funktionierte sie auch. Merkels Gegner von 2009, Frank-Walter Steinmeier, ließ sich gern umarmen. Ihr Gegner von 2013, Peer Steinbrück, hatte nicht die Kraft, sich zu wehren.

Diesmal aber hat Merkel einen anderen Gegner. Einen härteren. Unberechenbaren. Erstens: die SPD. Wer auch immer deren Kanzlerkandidat wird, er wird kämpfen und nicht kuscheln. Zweitens: die AfD. Sie ist überhaupt nur da, weil Angela Merkel so viel umarmt hat früher, nur hatte sie mit ihren Armen dann doch nicht die Spannweite, um auf Dauer wirklich alle Deutschen zu umklammern. Ach ja, und die CSU weiß auch noch nicht genau, wie sie nun Wahlkampf machen soll: mit oder neben oder statt Merkel. Jedenfalls scheint sich nicht mal die eigene Schwesterpartei diesmal der Zusammenhalts-Kanzlerin hinzugeben. Also eine kämpferische SPD, eine brutale AfD, viele genervte Deutsche und eine CSU, die Merkel bestenfalls nur unter den Achselhöhlen kitzelt, während die zu umarmen versucht.

Kurz: Es wächst diesmal nicht zusammen, was nicht zusammengehört. Darum war dieser Wahlkampfauftakt gestern nicht gelungen. Wenn Angela Merkel wirklich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt werben will, müsste sie jetzt als Bundespräsidentin kandidieren. Sie ist aber Kanzlerkandidatin! Darum sollte sie nicht für den Zusammenhalt der Gesellschaft werben, sondern für sich und die Union!

 Merkel wird man große neue Ziele nicht abnehmen. Es bleibt immer die Frage, warum sie sie dann nicht bereits umgesetzt hat. Und die Kritiker, die mit der AfD liebäugeln, werden ihr erst recht nicht abnehmen, dass sie ihre Haltung in der Flüchtlingskrise wesentlich ändern wird.
Gleichzeitig allerdings erhält Merkel in Umfragen durchaus positive Werte. Ob diesmal die Umfragen richtig liegen und damit ihrer Strategie recht geben wird sich zeigen.
Interessant für das Thema dieses Blogs, also Geschlechterthemen, ist natürlich auch Merkel an sich:
In den USA wurden mit einer Frau als Präsidentin von vielen Feministinnen höchste Erwartungen verknüpft. Es schien fast als würde damit quasi automatisch der Gender Pay Gap schrumpfen und alle kleinen Mädchen würden ihre Barbiepuppen wegschmeißen und fortan Politikerin werden wollen. Davon merkt man aus meiner Sicht in Deutschland allerdings nichts. Ich glaube nicht, dass sich so viel verändert hat bei den Geschlechtern unter Merkel. Natürlich ist sie auch eine konservative Politikerin, aber wenn die feministischen Theorien stimmen, dann sollte sich eigentlich etwas getan haben. Tatsächlich kann man viele radikale Feministen sehr damit ärgern, wenn man anführt, dass die meisten kleinen Mädchen in Deutschland überhaupt nur eine Kanzlerin Merkel kennen und insofern die These, dass Mädchen nicht genug Vorbilder haben, schwer haltbar ist.
Was erwartet ihr von der nächsten Wahl in Deutschland? Wer wird aus eurer Sicht bei der SPD ins Rennen gehen? Und was wäre die richtige Strategie für CDU und SPD, wenn sie nicht zu viel Stimmen an die AfD verlieren wollen ohne gleichzeitig ihre Stammwähler zu verärgern?

Responses

  1. Zitat: „Aus Amerika und Großbritanien schwappt gerade eine andere Welle herüber: Wir wissen wie es geht, man muss nur die Grenzen dicht machen und sich auf sich selbst besinnen.“

    Fans der Evolution müssten das eigentlich gut finden.

    Es hat seinen Grund warum Körper aus Zellen bestehen und das Zellwände absolut unabdingbar sind. Ansonsten würden Körpersäfte ungehindert durch den ganzen Organismus schwappen … mehr als primitives Amöbendasein wär da nicht drin.

    Globalisierung macht aber genau das: Sie zerstört die Zellwände der gewachsenen vielstaatlichen Struktur der menschlichen Zivilisation. „Jeder gegen jeden“, „race to the bottom“, „outsourcing“ etc. sind dann das Äquivalent zu ungehindert umherschwappenden Säften, die letztendlich zu roher Primitivität und Zerstörung höherer Ordnungen führen.

    Falls Trump die USA und damit die Welt in eine mehr isolationistische Zeit treibt, kann man das übergeordnet auch so sehen dass der Organismus namens „menschliche Zivilisation“ sich jetzt dagegen wehrt, dass die zelluläre Struktur weiter zerstört wird.

    Schlechte Aussichten für globalistische Politiker wie Merkel.

    • Warum sollten Fans der Evolution irgendetwas politisches gut finden? Evolution hat kein Ziel oder kein gewolltes Ergebnis, es ist schlicht ein Prozess

      • Nein, aber evolutionär erfolgreiche Modelle lassen sich ja auch in anderen Bereichen auf die Politik übertragen. Reziproker Altruismus z.B.

        • Evolutionäres in die Politik übertragen ist immer gefährlich. MAn verfällt schnell einem naturalistischen fehlschluss

        • „Evolutionäres in die Politik übertragen ist immer gefährlich. MAn verfällt schnell einem naturalistischen fehlschluss“

          Jetzt muss man der Evolution nur noch beibringen, dass sie sich aus der Politik heraushalten soll, aber ich fürchte, dass wird uns nicht gelingen.

        • @jd denton

          Die Evolution hält sich natürlich raus. Nur ihre Produkte nicht

        • @ Christian

          „Die Evolution hält sich natürlich raus. Nur ihre Produkte nicht“

          Mit meinem Kommentar wollte ich nur ausdrücken, dass der evolutionäre Prozess sich selbstverständlich nicht auf die Biologie beschränkt, sondern auch innerhalb der sozialen Sphäre wirksam ist. Eine Wahl ist ja auch nichts anderes als Form der Selektion zwischen verschiedenen, sich selbst reproduzierenden Quasi-Organismen (Parteien). Das gleiche gilt auch für denn Wettbewerb zwischen Unternehmen und Gesellschaften.

          Alles Evolution.

        • „dass der evolutionäre Prozess sich selbstverständlich nicht auf die Biologie beschränkt, sondern auch innerhalb der sozialen Sphäre wirksam ist“

          Evolution an sich funktioniert nur, wenn Erbinformationen in die nächste Generation übertragen werden. Also nur biologisch. Innerhalb der sozialen Sphäre mögen sich die Produkte der Evolution auswirken, aber alles, was rein sozial ist, ist noch keine Evolution im Sinne der Theorien, wenn es sich nicht auf genetische Varianz auswirkt. Dann aber muss man in evolutionär wirksamen Zeitrahmen denken

        • Variation, Selektion und Reproduktion gibt es nicht nur in der Biologie.

          https://en.wikipedia.org/wiki/Universal_Darwinism

          Ein anderes gutes Beispiel für Evolution sind Sprachen.

        • @Denton

          Evolution ist aber nicht nur Variation, Selektion und Reproduktion, es erfordert auch ein stabilen Informationsträger, auf den diese Prinzipien wirken. Sicher kann man bestimmte Prinzipien auch woanders finden, aber es sind eben keine evolutionären Vorgänge in diesem Sinne.

          Allein schon, weil man sie von einem auf den anderen Tag ändern kann, eben weil sie keinen stabilen Informationsträger haben, bei dem die Variation auftritt und bei dem die Selektion wirkt

        • @ Christian

          Der „stabile“ Informationsträger von Sprachen/Informationen/Memen ist der menschliche Geist, ein Produkt der biologischen Evolution.

        • @jc Denton

          Da sind Ideen über Generationen hin stabil gespeichert abseits der Gene? Wie soll das gehen?

        • @ Christian

          Es reicht vollkommen aus, wenn bestimmte Informationen halbwegs zuverlässig von einer Generation zur nächsten / einem Informationsträger zum nächsten weitergegeben werden. Das soziale Äquivalent zur DNA ist das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft.

        • @jc DEnton

          Man kann die Prozesse sicherlich vergleichen, aber die Wandelbarkeit ist so hoch, dass der Vergleich letztendlich schlecht ist.

          Wir kämpfen immer noch mit Ergebnissen evolutionärer Prozesse, die für uns schlicht nicht mehr einschlägig sind. Auch wenn sie 100.000 Jahre alt sind. Weil sich gene nicht so leicht ändern. Gedanken haben eine sehr kurze Halbwertzeit. Kommt ein neuer Gedanke daher, dann wird der alte eben einfach aufgegeben. Das kollektive Gedächtnis zwingt uns nicht an einem Gedanken festzuhalten. Jedenfalls nicht in der gleichen Weise, wie dies Gene machen

        • Die schriftliche Fixierung von Informationen spielt dabei natürlich auch eine enorme Rolle.

        • @JC Denton

          Auch da: Mit einer neuen Erkenntnis kann eine alte schlicht veraltet sein und wird in Neuauflagen als solche dargestellt. Der Zeitraum der Haltbarkeit über die Nützlichkeit hinaus ist dann teilweise relativ kurz.

        • @ Christian

          Evolution kann auch sehr schnell ablaufen. So what? Es reicht vollkommen aus, wenn eine Information von einer Generation zur nächsten weitergeben wird. Du denkst hier immer noch zu sehr in den Bahnen der biologischen Evolution, die in der Tat lange Zeiträume beansprucht. Soziale Evolution verläuft einfach schneller.
          Weiterhin übersiehst du, dass es einen Wettbewerb der Informationen gibt, der bestimmte Meme begünstigt, die dann auch sehr langlebig sein können. Sprache habe ich ja schon genannt; ein anderes Beispiel ist der Gotteswahn.

      • naturalistischer Fehlschluss?

        Hab gerade erfahren wieso Putin China und vice-versa braucht und irgend ein Affe (Donald???) wird wohl den roten Knopf finden?!

        https://i.guim.co.uk/img/static/sys-images/Guardian/Pix/pictures/2014/3/2/1393731488713/243e4358-5b35-402b-9b9b-879fb49b1105-2060×1236.jpeg?

        Roger Waters:

        Even though the day is done.
        Two suns in the sunset
        Hmmmmmmmmmm
        Could be the human race is run.

        Bin gerade etwas evolutionär realistisch drauf:

        Originalzitat: every race reaching atomic times is run (Bulletin of the Atomic Scientists Dez. 1967)

      • Wtffffffffffffffffffffffffff

        • Hah willst mich wohl ausbooten … ;-)))) Nein ich bin ein armseliges Exemplar der Spezies Homo Spekulatius

    • „Es hat seinen Grund warum Körper aus Zellen bestehen und das Zellwände absolut unabdingbar sind. Ansonsten würden Körpersäfte ungehindert durch den ganzen Organismus schwappen … mehr als primitives Amöbendasein wär da nicht drin.“

      Allein schon deswegen ein schlechtes Bild, weil Zellen in der Tat trotz aller Unterschiede in einem Körper strikt zusammen arbeiten und so nur das ganze System funktionieren kann. Achtet eine Zelle nur auf sich und ihre Vermehrung, dann nennt man das Krebs. Wenn wir wie Zellen eines Körpers funktionieren würden, dann wäre Globalisierung kein Problem

      • Hah, und wie konnte gleichzeitig DNA in einem abgegrenzten biologischen Raum entstehen, die sich (und den Raum) vervielfältigt.

        Gestern im TV, die A.I. hat das Problem schon gelöst ….. – gebildete Deppen …..

        Also irgendwo gibt es da Koryphäen, die sich nicht die Schnürsenkel zubinden können, IT-produkt-verkäufer, die das Stadium der Amöbe nicht überschritten haben und uns Dummschwätzer, die irgendwie alles begreifen, oder liegt da ein logischer Fehlschluss vor…………………

        Egal. 2020 wird BMW den Elelektromobilmarkt REVOLUTIONIEREN …. LOL …. die haben die Google-denk-fabrik 1 – 1 nachgebaut und dann muss das ja einschlagen wie eine … naja Du weißt schon ……

      • Naja erinnert irgendwiev an den letzten der Tage….

    • *Es hat seinen Grund warum Körper aus Zellen bestehen und das Zellwände absolut unabdingbar sind. *

      Körper haben keine Zellwände.

      • „Körper haben keine Zellwände.“

        Körper/Organismen grenzen sich von ihrer Umwelt ab.

        • @JC Denton

          Und was soll daraus folgen? Sie interagieren ja nun auch sehr stark mit anderen Körpern und Organismen. Und: Länder sind eben keine Körper.

        • @jcdenton
          Was du meinst ist bei Körpern Haut. Die wiederum aus Zellen besteht. Ohne Wände.
          (Bio, 10. oder 11. Klasse, Mikroskopieren einer Zwiebel)

        • „Und was soll daraus folgen?“

          Dass Abgrenzung bis zu einem gewissen Maße evolutionär vorteilhaft ist.

        • @jc Denton

          Das kann daraus aber schlicht nicht gefolgert werden.

          Denn Kooperation ist einer der Punkte, die ebenfalls evolutionär vorteilhaft sind. Eine Vergrößerung der Kooperation ist sogar das, was Menschen wohl den größten evolutionären Vorteil gebracht hat. Wesen, die nicht Kooperieren, bleiben in der Regel unintelligent und können nichts aufbauen. Die Vergrößerung der In-Group über das eigene kleine Revier hinaus und die Option auf „Handel“ und „kooperation“ ist das, was die Menschheit groß gemacht hat

        • @ Christian

          Du brauchst mir die Vorteile der Kooperation nicht zu erklären, die sind mir schon bekannt.🙂 Genauso müsste dir aber auch klar sein, dass Organismen zuallerst an der für die Weitergabe ihrer eigenen Gene konstruiert sind. Und das geht nicht ohne Abgrenzung von anderen Organismen bzw. der Umwelt.

        • „Was du meinst ist bei Körpern Haut. Die wiederum aus Zellen besteht. Ohne Wände.
          (Bio, 10. oder 11. Klasse, Mikroskopieren einer Zwiebel)“

          Schlechtes Beispiel, Maren🙂
          Gerade die Zwiebelzelle hat – wie generell Pflanzenzellen – Zellwände.

          Tierische Zellen dagegen haben als Abgrenzung nur eine Zellmembran. Und die hat alle möglichen Funktionen, aber mit Sicherheit niemals die totale Abgrenzung zur Umgebung.

        • @carnofis

          Ganz genau. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich habe es gehasst, diese Scheißwände zu zeichnen, weswegen sich mir die Tatsache, dass meine Mundschleimhautzellen keine Wände haben, ins Hirn gebrannt hat, als Beweis, dass der Mensch der Zwiebel in JEGLICHER Hinsicht überlegen ist.

          Und ich mach in Geisteswissenschaften ^^

        • Echt?
          Zellwände lassen sich doch viel leichter zeichnen, als diese blöden wabbeligen Zellmembranen.
          Gerade Striche, gestreckte Wabenform, …
          Also mir waren die Zwiebelzellen lieber.
          Hatte für meine Zeichnung sogar ne „1“ gekriegt. Hab allerdings auch sehr lange dran gesessen.

          Heut verdien ich mit dem, was in den Membranen passiert, mein Geld, deshalb sind mir die tierischen inzwischen mehr ans Herz gewachsen😀

        • Wesen, die nicht Kooperieren, bleiben in der Regel unintelligent

          Ein Mem aus der Zeit der Raubritter:

          https://lb.wikipedia.org/wiki/Miertchen

          Haarig, Haarig, Haarig ist die Katz
          und wenn die Katz nicht haarig ist
          dann fängt sie keine Maus.

          Dat Ries dat Ries, dat koppigt Ries
          dat bliest, daat bliest dat pisst mat Stiis
          Ries am Oosch

          Hänes, Hänes, Hänes ist der Bänes
          und wenn der Hän’s sein Bëtschel schlacht
          dann weis’s die ganze Welt.

          Lustig, Lustig, Lustig ist die Welt
          und wenn die Welt nicht lustig ist
          dann hat sie auch kein Geld.

          Dir Wiert dir kënnt iis klibberen
          halt dir är Diren zou
          mir drinken nëmmen Waasser
          a Mëllich vuan der Kou.

          Ho Ho Ho
          Der Judd der lag im Stroh
          Das Stroh fing an zu brennen
          Der Judd fing an zu rennen
          Ho Ho Ho.
          (sollte schon gestrichen werden)

          Immer am 11ten 11ten Oberstadt gegen Unterstadt in Vianden

        • also immer noch falsch … habe früher viel Sciencefiction gelesen und die ganze Nacht damit verbracht wie Neil Armstrong sich aus dem „Eagle“ puhlte. Da hätte die Katze den Mond schon 20x umrundet gehabt, diese Drückeberger der Firma Steiff… ;-))))))

          Und sogar nach 2maligem Schauen-Hören ist der Satz: „A small step …..“ NICHT gefallen. Wir werden nur noch verarscht.

          Eine weitere Studie legt nahe, dass sein Dialekt zusammen mit der langsamen Aussprache dazu führte, dass das „a“ nicht wahrgenommen wird. Revisiting Neil Armstrongs Moon-Landing Quote, 7. September 2016. AHA

        • @ Yeph

          Hast Du irgend ne Pille eingeworfen und bist auf nem Trip, oder was soll ich da draus interpretieren?

          Nur die Geschichte mit Armstrong kann ich nachvollziehen.
          Ich war auch auf und hab stundenlang Eagles Bein angestarrt, bis irgendwann ein halbdurchsichtiges Gespenst gelegentlich durchs Bild hüpfte.

      • sollte hierhin wegen der dummen Katz:

        Farewell bin dann mal weg

  2. Bravo! Das wird schon.

    Merkel hat sich sicher vom alten Frauenberater Obama erklären lassen wie’s geht und man mit den Trumps dieser Welt fertig wird … das macht Hoffnung.🙂

  3. Mein Geschichtsleher sagt damals um 2000 rum schon das mit Merkel als Kanzlerin eine Zeit des Stillstandes bevor steht oder sowas in der Art.

    Das geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

    Ich wüsste z.Z. ab auch nicht wer die Alternative wäre. Seehofer vielleicht. Der könnte auch AfD-Wähler ziehen. Aber in der SPD sehe ich niemanden.

    • Seehofer wird keine AfD Wähler zurückholen. Er hat immer nur die große Klappe und unterwirft sich dann wieder Mutter Merkel. Er ist ein Schwächling was diese Angelegenheit angeht. Rechte Rhetorik wird nicht reichen um die AfD einzudämmen. Die Leute wollen Handlungen.

      • „Die Leute wollen Handlungen.“

        Die Frage, die nicht nur ich mir stell ist: welche?

        Jeder BWLer lernt ziemlich am Anfang: „Never stop a running System“.
        Das ist genau, was die Merkel-Truppe macht.

        „Der Wähler“ verlangt von der Politik in erster Linie sichere Arbeitsplätze, danach all die anderen Dinge, wie Friedenserhaltung, Infrastruktur, Umweltschutz, Rentensicherung, …

        Die Wirtschaft brummt seit Jahren, es herrscht Frieden, an der Infrastruktur wird gearbeitet, ebenso an Umweltschutz (Stichwort Energiewende) und Rentensicherung.

        Welchen Grund also sollte Merkel haben, an ihrer Politik ohne jede Not etwas zu ändern?
        Manchmal ist Nichthandeln und das System laufen lassen der bessere Weg.
        Das unsägliche TTIP-Abkommen wird ja – hoffentlich – schon von Trump in die Tonne gedrückt. Das wäre sonst eigentlich Merkels Aufgabe gewesen.

        • Die Lage ist bei weitem nicht so rosig wie Sie es darstellen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist ziemlich schwach und wir sind extrem Exportabhängig. Das kann uns mit Trump und Brexit noch große Kopfschmerzen bereiten. Die demographische Entwicklung gefährdet das Sozialsystem (auch die kulturelle Bereicherung wird hier nicht helfen, die wenigsten werden Arbeit finden). Die Eurokrise schwelt vor sich hin, auch wenn diese natürlich durch die Flüchtlingskrise aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt wurde. Mit der Flüchtlingskrise fange ich gar nicht erst an.
          Merkel schiebt auf und lebt von der Substanz, doch spätestens mit der Flüchtlingskrise ist ihr Glück aufgebraucht.

        • „Welchen Grund also sollte Merkel haben, an ihrer Politik ohne jede Not etwas zu ändern?“

          Keinen. Handeln würde sie nur angreifbar machen; so sitzt sie fest im Sattel und braucht nur zu hoffen, dass die absehbaren Probleme erst dann mit voller Wucht einschlagen, wenn sie nicht mehr im Amt ist. Politik in Perfektion. Ganz schön schlau, unsere Mutti.

        • @ Henrik

          Das ist alles richtig. Aber der Wähler wählt nach Ist-Zustand, nicht nach Perspektiven.
          Zumal die meisten Deiner Argumente nicht neu sind.

          Birne stapfte 1990 durch die „neuen“ Bundesländer und versprach „in 5 Jahren blühende Landschaften“ und das ohne Belastungen für die Bürger Westdeutschlands.
          Jedes Wort eine offene Lüge, die SPD prognostizierte damals auf unabsehbare Zeit einen jährlichen(!) Geldfluss von 150 Mrd. DM von West nach Ost – und behielt recht.

          Aber gewählt wurde Kohl.
          Der allerdings auch recht behielt. 5 Jahre nach seinem Versprechen blühte das Unkraut auf den abgewickelten Industriebrachen Ostdeutschlands.

          Ich erinnere an Nobbi Blüm, an sein Versprechen in den frühen 90ern „Die Renten sind sicher!“
          JEDER wusste, dass das nicht stimmte, schon seit Adenauer nicht. Aber man WOLLTE ihm glauben, also wurde die CDU noch einmal gewählt.

          In Westdeutschland hatte Birne schon Ende der 80er spätestens abgewirtschaftet, aber durch die Ossis hielt er sich legendär lange an der Macht.
          Erst als die Ossis nörgelten, dass sie sich die blühenden Landschaften anders vorgestellt haben, kam es zum Politikwechsel.

          „Handeln würde sie nur angreifbar machen; so sitzt sie fest im Sattel und braucht nur zu hoffen, dass die absehbaren Probleme erst dann mit voller Wucht einschlagen, wenn sie nicht mehr im Amt ist. Politik in Perfektion.“

          Genauso isses😀 .

          „Ganz schön schlau, unsere Mutti.“

          Nee, Basiswissen jedes karriereambitionierten Politikers.
          Auch die Wirtschaft läuft prinzipiell genauso.

  4. Zitat: “Aus Amerika und Großbritanien schwappt gerade eine andere Welle herüber: Wir wissen wie es geht, man muss nur die Grenzen dicht machen und sich auf sich selbst besinnen.”
    Das stimmt so nicht. Bis auf Trumps Mauer hat Trump selbst wenig bis keine Aussage zu Lösungen gemacht, sondern nur Probleme beschrieben mit dem Hinweis, das müssen wir uns mal anschauen. Die Aussage er würde einfache Lösungen liefern ist ihm von der Presse angeschrieben worden.

    • Thilo und sein Kompagnon untersuchen in der Folge, warum Trump der beste Kandidat der Republikaner war.

      So finde ich das Zitat Carly Fiorina frühere HP-Generaldirektorin spannend- man muss Silicon Valley nur fragen – wir wurden um Hilfe gebeten und wir haben geholfen.

      Eine andere Sache ist für mich, dass Obama´s Sieg durch soziale Medien vollkommen ok war, aber Trumps Sieg über soziale Medien ist gaanz schlecht. Dabei haben sie Sun Tzu perfekt angewendet. Sie haben sich schwach aussehen lassen, obwohl sie wohl die Umfragewerte hatten, dass sie vorne liegen – wodurch die Demokraten von einem einfachen Sieg ausgingen und sich weniger ins Zeug legten. – Und sie haben Sander´s abgesägt, was wohl ihr größter Fehler war.

  5. Also ich erwarte eine starke AfD, stärker als in den Vorgersagen, über 20%.
    Dann wird die Mehrheitsbildung schwierig, eine Möglichkeit wäre Rot-Rot-Grün, wie du ja angedeutet hast. Aber ein solches Bündniss würde keine vier Jahre halten. Die Rechte Seite der SPD würde massiven Druck auf die Regierung ausüben, keine „wirtschaftsfeindlichen“ Maßnahmen zu ergreifen, also keine neue Vermögenssteuer z.B., was wiederum die Linke nicht hinnehmen würde, und man würde dabei auch merken, dass die Grünen eigentlich überflüssig sind, weil ihre Positionen schon von den anderen regierungsparteien verteten werden.

    Dass andererseits die CDU mit der AfD zusammengeht, erwarte ich auch nicht, jedenfalls 2017 noch nicht. das würde die AfD auf Dauer etablieren, und zwar auf Kosten der CDU, die sich dann von Ergebnissen über 40% in Zukunft verabschieden könnte.

    Also was bliebe? CDU/SPD/Grüne oder SPD/Grüne/FDP, oder auch CDU/FDP/Grüne, das ersheinen mir die wahrscheilichsten Konstellationen, und auch das wären keine guten, stabilen Regierungen, man würde sich viel streiten un d ein schleuchtes Bild abgeben.

    Meine Hoffnung ist immer noch, dass die großen Parteien CDU und SPD irgenwann einshen, dass ihr Kurs falsch ist und von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird, dass die SPD wieder eine authentisch sozialdemokratische Poliik betreibt und auf ein gerechteres Steuersystem hinarbeitet, währned die CDU wieder authentisch konservative Ziele verfolgt, Vor allem müssen beide irgendwann Schluss machen mitt der Massenmigration von Muslimen nach Deutschland, das ist das wichtigste!

    • „Vor allem müssen beide irgendwann Schluss machen mitt der Massenmigration von Muslimen nach Deutschland, das ist das wichtigste!“

      Amen.

    • Auch wenn ich dann noch weitergehen würde: Wir bräuchten endlich eine vernünftiges Einwanderungsgesetz das Einwanderung so regelt, dass Deutschland die Leute bekommt, die dem Land ökonomisch nutzen. Das beinhaltet in absehbarer Zeit auch eine Reform bzw konsequente Anwendung der Asylgesetzgebung.

      • Ja natürlich, es kann nicht sein, dass man einen Einwanderungsantrag stellt und bei Ablehnung dann Asyl beantragt.

    • „Also ich erwarte eine starke AfD, stärker als in den Vorgersagen, über 20%.“

      Das glaube ich nicht. In den Landtagswahlen in Niedersachsen waren sie bei 7,8% in den Wahlen im Osten bei ca. 20 %, also wird es eher im unteren zweistelligen Bereich sein denke ich. Aber das hängt natürlich auch davon ab, was die anderen Parteien noch machen um Boden wieder gutzumachen

      • Glaubst du nicht an einen Trump-Effekt? Ich schon.

        • @el Mocho

          was soll man sagen: Es ist alles schwer einzuschätzen. Gerade Vorhersagen erweisen sich als relativ wertlos.

          Natürlich könnte Trump aus Sicht vieler eine Wahl der AfD akzeptabler machen und eine „Rebellionsstimmung“ unterstützen, aber wir haben hier eben keine so klar auf eine Auswahl zwischen zwei Personen zugeschnittene Wahl, wir haben ein breiteres System, in dem eh verschiedene Parteien in den Bundestag kommen und wir haben auf der anderen Seite auch keine skandalgeschüttelte Hillary.

          Allerdings ist ein Appell an den Nationalismus in Deutschland eben schwieriger als in den USA, wo ein gewisser Patriotismus zum guten Ton gehört. Und die AfD hat auch damit zu kämpfen, dass viele sehr radikale und unerfahrene auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind, die viele (hoffentlich) abschrecken werden.

          Es bleibt interessant, wie sich die Parteien darstellen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die FDP profitiert, bei Leuten, die konservativ/nicht links wählen wollen, aber Merkel zeigen wollen, dass es nicht passt, aber auch keine AfD wählen wollen. Zumindest wenn man dort einen passenden Wahlkampf macht

        • „Es bleibt interessant, wie sich die Parteien darstellen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die FDP profitiert, bei Leuten, die konservativ/nicht links wählen wollen, aber Merkel zeigen wollen, dass es nicht passt, aber auch keine AfD wählen wollen. Zumindest wenn man dort einen passenden Wahlkampf macht“

          Von allen Mysterien scheint mir das des FDP-Wählers das größte zu sein.

        • Schwierig zu quantifizieren. Die AfD ist bräsig und rechts. Das ist Trump nicht. Wenn Petry und Co damit prahlen würde, gerne Männer/Frauen zu begrapschen und Spaß am Leben zu haben, wenn sich eine gewisse Dekadenz hofiert, die man sich verdammt nochmal nicht von irgendwelchen Moslems kaputt machen lassen will, dann könnte man sie wählen. Aber dieser freudlose rechte Spießermief schreckt m. E. viele ab.

  6. Schwierige Zeiten? Das einzige Problem der deutschen Politik ist doch eigentlich eine Begründung zu finden, die Steuern trotz wachsender Einnahmen nicht zu senken.

  7. Die Wechsel-Stimmung wäre wohl da. Es gibt nur keine Alternativen.

    Wobei ich mich frage, was mit dem Gabriel los ist. In einer normalen Wahl aus den jetzigen Konstellationen sehe ich nicht, wie er Merkel irgendwie gefährlich werden könnte. Und die AfD wird Rot-Rot-Grün wahrscheinlich ähnlich viele Stimmen wegnehmen wie der CDU. Eine Chance hätte er eigentlich nur, wenn er rechtzeitig vor der Wahl mit der RRG-Mehrheit im Parlament Merkel stürzt und dann als Kanzler antritt, gegen wen auch immer die CDU da nach Merkel noch hinstellen könnte. Aber die Chance dazu ist bald vorbei, 4 Wochen vor einer Wahl braucht man so was nicht zu machen.

    • Es kann halt sein, dass durch eine starke AfD die beiden großen Parteien so geschwächt werden, dass eine solche Konstellation möglich wird. Linke und Grüne dürften eher wenig an die AfD verlieren.

      • Gerade die linke hat meine ich einiges verloren in Osten. Da ist die afd eben die neue protestpartei

      • Die Linke hat bei den letzten Landtagswahlen jeweils kräftig an die AfD verloren. Die Schwächung der großen Parteien wird eine große Koalition nur wahrscheinlicher machen. Und das darin die SPD stärker als die CDU wird sehe ich nicht. Eine Stimme für die AfD wird eine Stimme für Merkel werden.

      • Ja OK, aber wenn die AfD über 20% kommt dürfte es auch für eine große Koalition schwierig werden.

        • „Ja OK, aber wenn die AfD über 20% kommt dürfte es auch für eine große Koalition schwierig werden.“

          Dann holen sich CDU/CSU/SPD einfach noch die FDP oder die Grünen mit ins Boot. Problem gelöst.

        • Was sicher keine stabile Formation gäbe. CSU und Grüne in einer Regierung, das wird lustig.

          In jedem Fall wäre mit einem weiteren Erstarken der AfD zu rechnen, das es dann kaum noch eine andere Opposition gäbe. Außer der Linken, die aber ihr Potential ausgeschöpft haben dürfte.

        • „Was sicher keine stabile Formation gäbe. CSU und Grüne in einer Regierung, das wird lustig.“

          Klar gibt´s da Reibungsflächen, aber wenn ich mir ansehe, wie die CSU vor Merkel kuscht und ihre grüne Politik mitträgt, dann wird sich die Lustigkeit in Grenzen halten.

        • Kretschmann wird zB mit der CDU sicher keine Probleme haben

      • Die Linke verliert sehr viele Stimmen an die AfD

  8. Ein nicht kalkulierbarer Faktor der kommenden BtW wird von allen Parteien konsequent ausgeblendet:

    ein „erfolgreicher“ Anschlag islamistischer Terroristen. Wenn es öffentlichkeitswirksam zu mehr als zehn Toten kommt und das ganze kurz vor der Wahl passiert sind +20% AfD tatsächlich drin. Weil keine andere Partei als „Problemlöser“ in dieser Hinsicht gilt. Es wird kaum eine Rolle spielen woher die Terroristen stammen (also Balkanroute oder geboren in Berlin-Neukölln) ob sie bei ISIS ausgebildet wurden oder sich „selbst radikalisiert“ haben.

    Nur die Afd hat in den Augen des deutsche Michels zumindest ein Konzept, so fragwürdig das auch ist. Das wird dann das einzige was zählt, ähnlich dem Fukushima Effekt der der die Grünen in Baden Würtemberg an die Macht brachte.

    Das ist etwas was mir tatsächlich Sorgen macht. So sehr ich die „Einwanderungs“ und Islampolitik der Regierung ablehne.

    • Halte ich nicht für sehr wahrscheinlich. Welches Interesse sollten Islamisten an der Abwahl von Merkel haben? Keine Regierung spielt ihnen so sehr in die Hände. Sofern nichts unkalkuliertes geschieht, erwarte ich keinen größeren Terroranschlag vor der Wahl. Danach vielleicht.

      • Du unterstellst , dass Terroristen logisch und klug handeln. ich sehe das zwar genau wie du, also dass es für die koran fans keine bessere Regierung als Merkel gibt, glaube aber nicht , das es für die Terroristen eine rolle spielt. Fest steht, Deutschland ist feindesland und in Frankreich und Belgien wird der Druck zu hoch. Zusätzlich behaupte ich mal, das man zwar zum Bomben bauen einigermaßen IQ braucht, nicht aber um mit ner ak47 in ner fussgängerzone rumzuballern.

      • Quatsch, Terroristen geht es um Unsicherheit und Destabilisierung. Man kann Deutschland nicht mehr destabilisieren als mit einer starken erzokonservativen, vor Allem wenn sie auch noch im Bundesrat sitzt. Guck dir an wohin die Rechte Großbritannien und die USA bringt

        • Man muss ja sehen, dass es Attentate in dem Umfang wie in England oder Frankreich bei uns bisher nicht gegeben hat. Warum? ich denke Deutschland dient den Terroristen quasi als Ruheraum, in dem man sie wenig belästigt. Und man kann leicher nach D kommen, als irgendwo anders hin in Europa. Alle Attentäter von paris sind über D als syrische Flüchtlinge eingereist. ich denke die haben ein Interesse daran, dass es so bleibt.

        • „Guck dir an wohin die Rechte Großbritannien und die USA bringt“

          Wohin denn? Raus aus der unseligen EU? – Feine Sache.

          Weg von geheimen Abkommen, wie TITIP? – Auch gut.

        • Ich halte die Destabilisierung für das Ziel gewisser Kreise.

          Wir sollen schlußendlich dankbar sein, wenn man uns abhört und bevormundet. Wenn wir dagegen protestieren, wird man sagen: „schaut nach Frankreich!, schaut nach Syrien!, seht wie freie Wahlen in Ägypten ausgegangen sind!“ und wenn wir protestieren und sagen: „früher war das hier aber kein Problem!“ dann wird man sofort als Nazi abgekanzelt, denn offene Grenzen sind alternativlos! Geschlossene hingegen rückwärtsgewandter Faschistenkram…

          Die Entwicklung ist absolut zwingend (nur Linke glauben, dass sie mit Volkserziehung und Optimismus da irgendwas drehen können) und es gibt sehr viele Hinweise dafür, dass diese Entwicklung geplant ist (nimm das Buch vom Insider Gioele Magaldi zum Beispiel).

          Ich kann auch nicht glauben, dass Merkel die Situation nicht vorsätzlich herbeigeführt hat. Sie kann rechnen, sie weiß genau, dass die Aktion „Refugee 2015“ weltweit betrachtet nichtmal ein Tropfen auf dem heißen Stein war, uns aber gleichzeitig schon an den Rand der Stabilität gebracht hat.

          Sie kann auch Geschichte und sehen wie die Zuwanderung in anderen Ländern gescheitert ist (GB, Frankreich, Schweden, Finnland, Australien, etc. pp.) wie es bei gemischten Kulturen zu Dauerkonflikten kommt (Irland, China, Indien, Türkei etc. pp.). Gleichzeitig legalisiert sie mit ihrem Geheimdienstgesetz die bisher illegale Abhörpraxis, gleichzeitig wird ständig die Bundeswehr im Innern gefordert, gleichzeitig wird die Polizei mit schwereren Waffen aufgerüstet…

        • Quatsch, ich bin auch für geschlossene Grenzen, allerdings primärim Warenverkehr damit der Arbeitslohn im geschützten Binnenmarkt ansteigen muss weil alle Produzenten auch in Deutschland ne Fabrik brauchen.

          Nur muss man eins klar sagen: Die Flüchtlinge sind nicht an ihrer Situation Schuld also wettert gegen Merkel und nicht gegen die Flüchtlinge. Offenbar gab es eine Hand voll radikaler Islamisten unter den Millionen die durch Europa getourt sind. Furchtbar. Aber seien wir ehrlich, Jeder könnte einen furchtbaren Terroranschlag planen wenn er wollte, egal ob von den 500 Millionen Leuten in oder von den 6,5 Mrd Leuten außerhalb Europas, das sind einfach Spinner, aber durch Terrorismus sterben in Europa weniger Leute als durch Kuhtritte. Also immer Verhältnismäßigkeit

        • >>> Ich kann auch nicht glauben, dass
          >>> Merkel die Situation nicht
          >>> vorsätzlich herbeigeführt hat.

          Die Vermutung habe ich inzwischen auch. Ich meine, man kann z.B. weltweit sehr gut beobachten, dass der asoziale Schwachsinns-Feminismus (> Dauerabo-Opfergeplärre, ständiges abwerten: mansplaining, manspreading, …) nichts Positives bewirkt außer die Spaltung der Gesellschaft bzw. gegenseitiges Aufhetzen.

          Man pumpt seit Jahrzehnten Milliarden in die Frauenförderung, um dann festzustellen, dass Frauen trotzdem nicht anders handeln (Partnerwahl nach oben, Anstreben der Mutterrolle und berufliches Aussetzen, eingeschränkte Berufswahl z.B. kaum Mintfächer, …).

          Und obwohl seit Jahrzehnten Milliarden mit marginalen positiven Effekten verpuffen und obwohl man in anderen Ländern (USA, Schweden, …) schon die logischen vorhersehbaren negativen Folgen beobachten konnte, wird der Feminismus trotzdem mit einer Penetranz und Ignoranz durchgesetzt, dass man eigentlich nur noch zu dem Schluss gelangen kann, dass die Herbeiführung der negativen Effekte (Aufhetzen und Spaltung der Geschlechter) das beabsichtigte wahre Ziel der Politiker sind.

          Ich bin allerdings immer noch am rätseln, weshalb Politiker die Destabilisierung so zielgerichtet und so konsequent verfolgen (und zwar nicht nur beim Feminismus, sondern auch in allen anderen Bereichen: Mann-Frau, Kulturen, arm-reich, links-rechts, alt-jung (Rente), Medien-Volk, …).

        • @Nina
          „Nur muss man eins klar sagen: Die Flüchtlinge sind nicht an ihrer Situation Schuld“

          „Flüchtling“ ist ein Euphemismus. Es wird medial nicht mehr unterschieden, wer aus welchem Grund zu uns kommt.

          Meines Erachtens hat jeder Mensch ein Recht auf ein gutes Leben, nur eben nicht hier und nicht auf unsere Kosten. Das Faß, inwieweit die mit ihrer Kultur und Mentalität „selbst schuld“ sind an ihrer Situation, mache ich lieber nicht auf.

          „also wettert gegen Merkel und nicht gegen die Flüchtlinge.“

          Habe ich das irgendwo gemacht? Ich würde auch nach Deutschland „fliehen“, wenn ich mir davon Vorteile verspräche.

          „Offenbar gab es eine Hand voll radikaler Islamisten unter den Millionen die durch Europa getourt sind. Furchtbar. Aber seien wir ehrlich, Jeder könnte einen furchtbaren Terroranschlag planen wenn er wollte, egal ob von den 500 Millionen Leuten in oder von den 6,5 Mrd Leuten außerhalb Europas, das sind einfach Spinner, aber durch Terrorismus sterben in Europa weniger Leute als durch Kuhtritte. Also immer Verhältnismäßigkeit“

          Ja, du bist links und denkst, dass du mit solchen Argumenten was ändern kannst. Ich empfehle dir das Buch „Das Risikoparadoxon – warum wir uns vor dem Falschen fürchten“ dort sind die Studien aufgelistet, warum Menschen mehr Angst vor Terroranschlägen haben, als vor dem Klimawandel. Und daran änderst du im großen und ganzen NICHTS, es ist evolutionär verankert.

          Davon abgesehen geht es nicht nur darum, sondern auch um die gestiegene Kriminalität, um die gefühlte Ungerechtigkeit, wenn wir arabische Großclans durchfüttern müssen, um die Angst, dass die mit ihrer Fruchtbarkeit und Aggressivität unsere Kultur kippen etc. pp. ich weite das nicht weiter aus, sonst wirft mich Christian noch raus.

          Aber du hast allenfalls einen kleinen Bruchteil der Argumente im Blick und der Linken ist das alles noch nicht genug…

        • Eins sag ich noch, die Konflikte in China oder der Türkei mit Deutschland zu vergleichen ist ja witzlos. Klar rasten Völker aus wenn ihr Land fremdbeherrscht wird (wie Uiguren, Kurden, Tibeter), vor Allem von einer autoritären Regierung die Soldaten schickt. Oder meinst du Neuköln fordert in 10 Jahren Autonomie?

  9. Es gibt keinen anderen Kandidaten, wenn die diesen (editiert: Bitte höflich bleiben) Schäuble oder die konservative Mutterfigur Ursula aufstellen kriegt die CDU nichtmal mehr 25 %.Und zurecht.

    Verwaltung des Untergangs statt Regieren für eine Zukunft war schon immer konservative Politik. Aber die Leute sind zu dumm, statt die Linke zu wählen werden die Vergessenen AfD wählen und damit Merkels Schwachsinn weiter dulden

    • Ich möchte allerdings zugestehen, das nur die AfD die extreme (imo unbegründete) latente Angst vor Islamisierung ernst nimmt und die Wahl daher logisch ist. Ich weiß auch nicht, warum linke Politik mit Merkels Flüchtlingspolitik konform geht. Ich lehne die Flüchtlingspolitik ab und bin dafür, jeden Euro den man an Asylkosten spart in eine neue Hauptstadt im Nordirak stecken, da können dann auch alle Flüchtlinge hin und nicht nur eine Millionen

      • Nina:

        extreme (imo unbegründete) latente Angst vor Islamisierung

        Was wären denn DMn Anzeichen einer Islamisierung? Dh. was müßte man Deiner Meinung nach in Deutschland beobachten können, um von einer Islamisierung des Landes sprechen zu können (=Definition des Begriffes Islamisierung, den leider weder links noch rechts vorlegen)?

        – Wenn Interessenverbände und Einzelpersonendurchsetzen können, dass der Hallenwart die Turnhalle nicht betreten darf, wenn muslimische Mädchen darin Sportunterricht haben? (check)
        – Wenn über die Legalität von Kinderhochzeiten ernsthaft diskutiert wird? (check)
        – Wenn die ‚Sharia-Police‘ aus Wuppertal erstinstanzlich freigesprochen wird? (check)
        – Wenn das Tragen von Kopftuch und Vollverschleierung in feministische Befreiung vom ‚male gaze‘ umgedeutet wird? (check)
        – Wo die Antifa AfD-Mitglieder bedroht oder sogar körperlich angreift, Abdelhamid Aynelhayat jedoch in den Niederlanden eine reine Nation der Niederwerfung unter Gott fordern darf? (check)
        – Wenn Vertreter des politischen Islam in Deutschland (DITIB (–>v. türkischen Ministerpräsidenten gesteuert), IR
        (Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, größter Mitgliedsverein Milli Görus (IGMG)), ZMD (Zentralrat der
        Muslime in Deutschland, Axel Ayyub Köhler)) im Falle eines Burka-Verbots ‚Gewaltreaktionen‘ vorhersagen (Quelle fehlt
        leider) und jeglicher Aufschrei ausbleibt? (check)
        – Wenn ich generell jede öffentliche Äußerung oder Tat (z.B. Wiener Würstchen in den Kindergarten mitbringen) erstmal hochnotpeinlich untersuchen muß darauf, ob sich nicht irgendwo ein Muslim angegriffen, beleidigt oder gestört fühlen könnte?

        Wenn die genannten Punkte Anzeichen einer Islamisierung der deutschen Gesellschaft sind, brauchst Du vor dem Kommen der Islamisierung keine „latente Angst“ zu haben. Sie ist nämlich längst Realität.

        • Wovon redest du?Jeder den ich kenne hat schonmal was gegen Asylanten gesagt, spätestens seit letztem Silvester bietet es sich auch an Moslems zu entmenschlichen, aber im Endeffekt tun die meisten Moslems keinem weh und zwingen uns auch nicht uns anders zu verhalten. Sie sind einfach nur da. Ob man das toll findet oder nicht, naja, aber ich finde da muss man keine Angst um Deutschland haben, hier in NRW sind total viele Ausländer, aber die sind halt einfach da, ich hab auch noch nie ne Frau mit Vollverschleierung gesehen, du ? 300 Frauen in Deutschland tragen Burka. 300. Man sollte Probleme nicht größer machen als sie sind. Und ein Burka-Verbot bringt auch nix, dann können die 300 Frauen halt das Haus nicht mehr verlassen. Man sollte viel besser echte Islamgelehrte zu denen nach Hause schicken, das die denen das mit der Burka mal erklären.Bring doch Wiener Würstchen in den Kindergarten. Ich find die Schweinefleisch-Debatte lustig. Ist ja nicht so, als würde unser intelligentestes Lebensmittel die Säule unserer Kultur darstellen. Es gibt auch 5 Millionen Vegetarier in Deutschland. Wieso muss man Schweinefleisch essen ?

        • @Nina

          Nicht auf eine seiner Fragen hast Du geantwortet, noch entmenschlicht er Moslems. Ausserdem ist nicht die Mehrheit entscheidend, sondern die radikale Minderheit. Die RAF hat zu erhebliche negativen Änderungen in der BRD geführt, obwohl der harte Kern nur eine Handvoll Leutchen war.

          „Wieso muss man Schweinefleisch essen ?“

          Wer sagt das denn? Warum ich allerdings keins essen dürfen soll, sehe ich nicht ein. Weil es einem Wüstenfürst vor ein paar hundert Jahren so gefallen hat?

        • Islamisierung ist, wenn der Islam politisiert sind, was nie zur Debatte stand. Keiner von Euch muss politisch korrekt sein, wenn Ihr wollt könnt Ihr nem Moslemkind nen Bockwürstchen geben und wärt vor Gericht bestimmt freigesprochen. Das Interessante ist eigentlich nur, das man die Kultur der Fremden einfach vollkommen ablehnt, statt sie einfach zu akzeptieren. Die können doch auch nix dafür das deren Eltern denen als Kinder immer aus nem alten Buch vorgelesen haben

        • @ Nina

          Ist gut. Alles was Du Dir daherkriegst, hat niemand hier behauptet … aber ich merke schon, Du willst eben keine der Fragen beantworten. Dann nicht, lassen wir das Gespräch eben bleiben.

          Islamisierung ist für mich, wenn der Islam sich in mein Leben oder Verhalten einmischt, wenn der Islam sich in unsere Gesellschaft, Politik und Gesetzgebung einmischt. Das will ich nicht.

        • „Das Interessante ist eigentlich nur, das man die Kultur der Fremden einfach vollkommen ablehnt, statt sie einfach zu akzeptieren.“

          Ich werde religiöse Scharlatenerie und Barbarei niemals akzeptieren.

        • Ninas Verhalten angesichts der auch für mich recht offensichtlichen Islamisierung Europas halte ich für prototypisch. Sie ist noch jung und hat sich bereits an vieles gewöhnt. Und so wird es vielen gehen: Erst gewöhnt man sich an Moscheen, dann an Kopftücher, dann an Schweinefleischverbote. Man kennt es ja nicht anders. Ali und Aishe sind halt Moslems, na und? Die haben halt ne andere Kultur, na und?

          Nix, na und. Man schaue sich Länder an in denen Moslems Einfluss haben. Wer in irgendeinem dieser Länder leben will, sollte dorthin auswandern und am Besten die Moslems, die bereits hier leben, davon überzeugen, dorthin mitzukommen.

          Kulturen und Zivilisationen ändern sich nicht über Nacht: Sie transformieren sich schleichend. Das Christentum hat das alte Rom schleichend untergraben und bis zur Unkenntlichkeit transformiert, bis es eben keine römische Kultur mehr war, sondern eine christliche. Ich sehe momentan keine Anzeichen, dass dies in Europa mit dem Islam nicht auch passiert. Es werden eben nicht weniger, es wird mehr Moslems geben. Und mit ihnen alle Auswirkungen ihrer Kultur, die man in Indonesien, Iran, Saudi-Arbabien und der Türkei „bewundern“ darf. Ein Rückschritt in finstere Zeiten. Glücklicherweise werde ich bis dahin nicht mehr leben.

        • Ein Absatz aus „The Righteous Mind“:

          In an earlier study, Putnam found that ethnic diversity had the opposite effect. In a paper revealingly titled „E Pluribus Unum“, Putnam examined the level of social capital in hundreds of American communities and discovered that high levels of immigration and ethnic diversity seem to cause a reduction in social capital.
          That may not surprise you: people are racist, you might think, and so they don’t trust people who don’t look like themselves. But that’s not quite right. Putnam’s survey was able to distinguish two different kinds of social capital: bridging capital refers to trust between groups, between people who have different values and identities, while bonding capital refers to trust within groups.
          Putnam found that diversity reduced both kinds of social capital. His conclusion:

          Diversity seems to trigger not ingroup/outgroup division, but anomie or social isolation. In colloquial language, people living in ethnically diverse settings appear to „hunker down“—that is, to pull in, like a turtle.

          Je diverser, desto weniger Vertrauen und Solidarität.

      • Oh, einen wichtigen Punkt habe ich vergessen:

        – Wenn an der Uni Stuttgart Muslime in der Uni-Bibliothek beten und deren muslimische Kommilitonen andere Studenten am Betreten derselben hindern, damit ihr Gebet nicht gestört werde? (check)

    • Warum sollte man die Linke wählen? Der einzig positive Punkt aus meiner Sicht ist, dass sie die Vermögenssteuer wieder einführen wollen. Ansonsten halt der übliche Kram: Multikulturalismus, Feminismus, alle Probleme werden gelöst, indem der Staat mehr Geld ausgibt. Für mich nicht attraktiv.

    • Die Linke ist nur als Mehrheitsbeschaffer für die SPD gut. Um an die Regierung zu kommen würden sie sogar Trump einen blasen, insofern unterscheiden sie sich nicht mehr viel von ihren Vorgängern von der SPD.

      • Jo, toll sind die auch nicht, aber für mich ist dielinke zumindest eine echte SPD und vllt kann sie ein bisschen was anschieben

        • Kann sie nicht.

          Die Linke ist in einem Paradoxon gefangen: „offene Grenzen gegen Sozialstaat“ und sie merkt es nichtmal.

          Es war Milton Friedman der sagte:
          „you can have open borders or you can have the welfare state, but you cannot have both“
          http://de.openborders.info/friedman-immigration-welfare-state/

          Und wenn er in einem Recht hatte, dann damit! Superreiche zu besteuern funktioniert halt nicht unter Kapitalfreizügigkeit und wenn man jedem ohne Bedingungen auf seinen Markt (und in sein Land) lässt. Die Linke ignoriert das aber, das Motto ist: „ach Quatsch, lasst es uns einfach machen“. Ich habe selbst zu lange für die gekämpft und geworben, ich weiß genau wie die ticken…

  10. „man muss nur die Grenzen dicht machen und sich auf sich selbst besinnen“

    Diese Aussage halte ich für falsch. „Kein Freihandel“ ist nicht identisch mit „die Grenzen dicht machen“ (falls das so gemeint war). Das wäre das übliche Argument, welches bei Protektionisten immer zuerst angeführt wird. Das nächste wäre: „hat schon im letzten Jahrhundert nicht funktioniert“.

    Ein interessantes Thema übrigens, die aktuelle (neoklassische) Volkswirtschaftslehre ist nämlich ungefähr so seriös und fundiert wie Genderismus, mit ähnlichen Begründungen („die Realität interessiert uns nicht, sie muss erst unseren perfekten Modellen angepasst werden“ usw.).

    Die Grenzen gegen anströmende Wirtschaftsflüchtlinge dicht zu machen, halte ich für eine Selbstverständlichkeit, in einer Welt, in der über 7 Mrd. Menschen leben und sich ausgerechnet die Ärmsten am meisten fortpflanzen. Kulturen vertragen nur eine überschaubare Anzahl Zuwanderer, ohne sich in ihrem Wesenskern zu ändern. Sowas ohne Zustimmung der Bevölkerung durchzuziehen zu wollen, wie z.B. Sarkozy:

    und jetzt Merkel, ist zutiefst undemokratisch und richtet riesigen Schaden an.

    „Und natürlich: Weg mit dem alten, dem Bewährten“

    Ab wann nennt man etwas „gescheitert“ anstatt „bewährt“?


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