Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 19. November 2016

Gendergerechtes Schneeräumen

Dieses Video zeigt wie ungerecht bisheriges Schneeräumen war und wie es durch Gender Mainstreaming gerechter gemacht werden konnte.

 

 

http://www.nzz.ch/panorama/aktuelle-themen/schneechaos-und-gesellschaftspolitik-stockholm-diskutiert-ueber-gender-gerechten-winterdienst-ld.128785

Auch in diesem Artikel wird das Konzept noch einmal kurz dargestellt:

Das Konzept eines «gendergerechten Winterdienstes» hatte sich vor einiger Zeit der Stockholmer Ratsherr Daniel Hellden von den Grünen ausgedacht. Männer benützten tendenziell das Automobil zur innerstädtischen Fortbewegung, während Frauen eher zu Fuss, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr unterwegs seien, argumentierte er. Wenn bei Schneefall die grossen Verkehrsadern zuerst geräumt würden, bedeute dies damit im Prinzip eine Benachteiligung der Frauen.

Als Vorsteher des städtischen Verkehrsdepartements liess Hellden deshalb die Weisung in den Leitfaden für den städtischen Winterdienst integrieren, dass wichtige Fusswege und Velorouten sowie Bushaltestellen im Sinne der Geschlechtergleichstellung mit Priorität vom Schnee befreit werden müssten. In den relativ schneearmen Wintern der vergangenen beiden Jahre funktionierte dies ganz leidlich.

Jetzt gab es einen stärkeren Schneefall in Schweden und der weiße alte Mann Väterchen Frost scheint das Patriarchat aufrechterhalten zu wollen:

Ein spektakulärer Wintereinbruch in der ersten Novemberwoche stellte nun allerdings die «gendergerechte Schneeräumung» auf eine harte Probe. Zugegebenermassen ist der grösste Schneesturm der vergangenen rund hundert Jahre, der Stockholm an einem einzigen Tag rund 40 Zentimeter Neuschnee bescherte, nicht unbedingt eine faire Vergleichsgrösse.

Doch die Schwächen von Helldens gesellschaftsideologisch gefärbtem Konzept wurden derart schonungslos offengelegt, dass der Ratsherr selbst einräumen musste, der in seiner Verantwortung liegende Winterdienst habe versagt. Wenn er auch im gleichen Atemzug beifügte, dass die Schuld nicht beim Konzept an sich, sondern in dessen mangelhafter Umsetzung zu suchen sei.
Winterwandern statt Busfahren
Wie auch immer, in der schwedischen Metropole hatte man als Verkehrsteilnehmer an jenem Tag das Gefühl, völlig sich selbst überlassen zu sein. Ein Blick auf die Website des Verkehrsverbunds zeigte, dass zwar die U-Bahn relativ gut und S-Bahn und Tram immerhin noch einigermassen funktionierten, der Busbetrieb aber praktisch vollständig eingestellt war.

Kein Wunder, denn die Busse sind ja auf die Räumung ebendieser Strassen angewiesen, die nach Helldens Winterdienst-Vorstellungen erst mit zweiter Priorität gepflügt werden sollten und von den überforderten technischen Betrieben deshalb wohl gleich links liegengelassen wurden. Vielleicht hatte man zwar das Glück, an eine bereits vom Schnee befreite Bushaltestelle zu gelangen – von viel praktischem Wert war dies an besagtem Tag indes nicht.

«Für alle gleich schlecht»
Denn auch in relativ zentrumsnahen Aussenquartieren fuhren die Busse erst am Tag darauf wieder einigermassen normal. Wer nicht im Einzugsgebiet eines schienengebundenen Verkehrsmittels wohnte und trotzdem in die Stadt wollte oder musste, dem blieb nichts anderes übrig, als sich für eine Winterwanderung zur nächsten Metrostation aufzumachen. Immerhin waren dafür bereits einige Fusswege geräumt.

Der Ratsherr Hellden musste im Gefolge des Schneesturms einigen Spott über sich ergehen lassen. Für die Opposition war die Situation hingegen ein gefundenes Fressen. Eine Vertreterin der Bürgerlichen im Stadtparlament kommentierte das Gleichstellungs-Argument süffisant mit den Worten, nach dem eben erlebten Beispiel zu schliessen, bedeute es eine Situation, die für alle gleichermassen unzumutbar sei.

Bei Breitbart wird dazu berichtet:

Politicians in Stockholm said the policy of “gender-equal” snow removal has failed after the weather brought Sweden’s capital to a standstill last week, with hospitals reporting a fourfold increase in broken bones.
The city switched to a “feminist” system of clearing snow last winter but last week’s burst of snow, which threw the city into chaos, has cast doubt on its effectiveness.

Hundreds of thousands of people were affected, with the majority of bus routes put out of service and commuters having to wait in queues for several hours.

Previously, fresh snowfalls were cleared first from main roads and by areas like construction sites before being removed from pavements and cycle lanes. As men are more likely to drive and women more likely to travel on foot, more women slipped on the ice which led to complaints that the system was sexist.

Vice-mayor of Stockholm, the Green Party’s Daniel Helldén, admitted that “equality snow removal” had failed the city, and apologised to residents who had injured themselves as a result.

But police last week said the system is so bad, with ambulances unable to make their way along Stockholm’s roads, it posed a danger to society. Officer Fredrik Ståhle branded the conditions for drivers in the city “deplorable”.

Opposition vice-mayor Cecilia Brinck called the concept of “gender-equal” snow removal “a little silly”. The Moderate party politician said despite the promise that feminist snow-clearing would make life better for women, its implementation made the weather “bad for everyone”.

Per Ossmer and Martin Westmont from the Sweden Democrats said that the city’s snow clearance plan should not be “characterised by a feminist perspective”.

Speaking for the populist party in a piece for Stockholm Direkt, the pair advised that politicians prioritise delivering an effective transport system over investing “considerable resources” in “gender certifying” various services.

Andere Stellen nehmen das System weiterhin in Schutz:

Daniel Helldén, the city’s Green Party head of transportation, said the policy had nothing to do with the chaos. He instead suggests that there was a lack of gender equality in the snow clearing effort.

“There is a lack of gender equal snow-clearing now, according to the reports I’m getting,” he said. “It’s still difficult to walk on the pavements — and it is important that snow-clearing prioritizes walkways, public transport and cycle paths.”

Aus meiner Sicht ist bereits der Gender Ansatz wenig effektiv bei so etwas. Statt zu schauen, welches Geschlecht was macht sollte man eher Geschlechterneutral schauen, welche Wege wie genutzt werden, welche Vorteile und Nachteile es für wie viele Leute bringt, wenn man auf eine bestimmte Weise räumt und dann nicht versuchen ein Gleichgewicht der Geschlechter zu erzielen, sondern die beste Räummethode insgesamt anzuwenden. Die künstliche Unterteilung in Gruppen und die Zuweisung abstrakter absoluter Vorteile zu dieser Gruppe sollte hingegen unterbleiben. Denn es werden ja auch Frauen mit dem Auto zur Arbeit fahren und auch Männer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein oder Kinder zum Kindergarten bringen. Eine allgemeine Optimierung scheint mir wesentlich effektiver als dieses System, welches nach Geschlecht aufteilt.


Responses

  1. http://www.thelocal.se/20161112/stockholm-transport-heads-defends-gender-equal-snow-clearing

    • @all

      Euch (und uns) alles Gute zum Internationalen Männertag!

      Ich hoffe, immer mehr Männer nehmen die „red pill“ und ich hoffe, das kommende Jahr bedeutet unseren Einstieg in die politische Arena.

      Gruß crumar

      • Welchen Stunt wird die Tagesschau zur Feier des Tages abziehen?

        * ignorieren?
        * ein paar Probleme nennen?
        * das Patriachat auf die Probleme von Frauen hinweisen?

      • @netzschlumpf

        „Wir dürfen die Probleme der Frauen nicht aus den Augen verlieren!!“

  2. Sweden YES!

  3. Gender Equality = Women first… always when it benefits them

    Es ist jetzt nur so ein Gefühl, aber kann es sein das die Arbeitszeit von Männer aufgrund unterschiedlicher Berufe im Schnitt früher beginnt, wie die von Frauen? Und gibt es geheime Wege für die Schneeräumfahrzeuge und- MANNschaften (Frauenanteil in DE < 3%), weshalb die normalen Straßen nicht geräumt werden müssen. Sollte man im Zuge der Gender Equality nicht Frauen dazu motivieren 50% des Schnees selbst wegzuräumen?

    Ein wirklich schönes Beispiel für "Feminism is cancer"! Wie kommentierte hier jemand vor kurzem: Der heutige Feminisums ist wie ein umgekehrter König Midas, der alles was er anfasst zu Scheiße verwandelt.

    Naja, das Wetter scheint ja als neue Geheimwaffe des Patriarchat zur Frauenunterdrückung identifiziert worden zu sein:

    • Wirklich GenderGerecht wäre es – unter der hypothese der Wahnsinnigen die tatsächlich meinen, dass man geschlechtergerecht Schnee räumen sollte – wenn:
      Die Männer die Straßen freiräumen, und
      die Frauen die Gehwege freiräumen.

    • „feel safe in the event of a natural disaster.“

      Das finde ich einfach nur irre.

      Frauen wollen sich sicher fühlen, EGAL WAS.
      Los, Männer, macht.

      Feminismus ist übrigens für das Aufbrechen von Geschlechterstereotypen.

      • Feminismus ist übrigens für das Aufbrechen von Geschlechterstereotypen.

        Bin dabei. Bilden wir doch eine rein weibliche Schneeschippbrigade. Selbstverständlich gendergerecht mit etwas kleineren Schaufeln ausgestattet und das Arbeitssoll darf auch etwas tiefer angesetzt werden. So gendersensibel bin ich allemal.

  4. Ich frage mich, wie das ganze Rettungswesen (Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen) in Schweden funktioniert. Das kann doch nicht bei diesem Schneeräumungsbeschluss völlig außer Acht gelassen worden sein.

  5. Bin mal gespannt wann das mal richtig knallt in Schweden und dieser Gender Staat zum failed state wird….

    Unglaublich. Ich erinnere auch an die Feuerwehrhubschrauber aus dem vorletzten Sommer….

  6. Als ich die Überschrift las, dachte ich. „Oh-oh, jetzt soll das lästige und anstrengende Schneeschippen vor den Grundstücken paritätisch zwischen Männern und Frauen aufgeteilt werden.“
    Bin erleichtert, dass dem nicht so ist.

    OT allen einen schönen Internationalen Männertag!

    • Das WÄRE ja mal geschlechtergerecht: die Stadtverwaltung bildet weibliche Teams für Fußwege und männliche Teams für die Straßen, Teamgröße proportional zur zu räumenden Fläche und alles wäre fair.

      Aber um Fairness gehts ja nicht.

      Kann ein Männertag, an dem einem unübersehbar klar gemacht wird, dass dein Schicksal der Gesellschaft egal ist und dein Beitrag nicht wertgeschätzt, schön sein?
      Ich freu mich unterdessen an Vollbartember (Schnauzer steht mir nicht)

      • Ich bin in einem Wintersportgebiet aufgewachsen, mit Unmengen Schnee.
        Nach Möglichkeit schippte mein Vater den Schnee vor dem Haus weg. Aber das ging zeitlich nicht immer. Dann musste meine Mutter einspringen, und sich damit abplagen.
        Einmal waren beide Eltern krank. Dann blieb es an mir hängen. Eine frustrierende Plackerei!
        Männern fallen solche Arbeiten wesentlich leichter, und den meisten macht es wohl auch nichts aus.
        Was leider zunehmend von weiblicher Seite aus fehlt, ist die Anerkennung und die Dankbarkeit dafür.
        Aber immer noch würdigen und wertschätzen es die meisten nicht-feministischen Frauen, wenn Männer ihnen körperlich anstrengende Arbeiten abnehmen.

        Vielen Dank dafür!

        • Doch, auch Männern macht es etwas aus und auch Männer mögen es nicht. Der Unterschied ist nur, es muss gemacht werden und jammern hilft da nix. DAS ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen – die Frauen jammern die Männer packen an.
          Die Dankbarkeit der Frauen können sich diese übrigens dort hin stecken wo nie die Sonne scheint, sie sollen lieber die Hälfte der Arbeit machen.

        • @PfefferundSalz, @Matze, @Adrian
          Ein durchschnittlicher, gesunder aber untrainierter Mann hat eine körperliche Leistung von etwa 2.5 Watt pro Kilogramm Körpermasse.
          Bei einer Frau sind es entsprechend nur ca. 2.0 W/kg.
          Zu verlangen, dass sie „lieber die Hälfte der Arbeit machen“ soll, bedeutet, dass sie länger als ein Mann braucht, oder auf Volllast läuft, während beim Mann nur Teillast nötig ist.
          Das ist prokrustische Gleichmacherei.

          Wenn es sein muss, schleppe ich zwei Getränkekisten in den ersten Stock. Das schaffe ich zwar, aber danach bin ich abgeschlafft und muss mich ausruhen (das ist keine Jammerei, sondern eine wertneutrale Feststellung).
          Mein Mann dagegen macht das ganz locker und ohne merkliche Anstrengung.

          Es ist sinnvoll, die Arbeitsaufteilung so zu wählen, dass sie den Fähigkeiten der beteiligten Personen gerecht wird.
          Wenn man zusammenarbeitet und einander unterstützt, kommt man gemeinsam weiter, als wenn man kompromisslos auf Halbe-Halbe besteht.

          Während z.B. mein Mann die schweren Einkäufe hochträgt, kann ich in der Zeit etwas anderes erledigen, das uns beiden zugute kommt (oder das er nicht gerne macht), und wir haben anschließend mehr Zeit füreinander übrig.

        • „und den meisten macht es wohl auch nichts aus.“

          Das ist wohl eher eine Wunschvorstellung

        • „Männern fallen solche Arbeiten wesentlich leichter, und den meisten macht es wohl auch nichts aus.“

          Sorry, natürlich macht es uns was aus. Aber Männer wissen, dass es Arbeiten gibt, die getan werden müssen. Und wir wissen, dass es kein stärkeres Geschlecht gibt, denen wir mit Augenaufschlag und Klagen dazu bringen können, uns diese Arbeit abzunehmen.

        • Ich bin in einem Wintersportgebiet aufgewachsen, (Du verdammte intersektionale Glückspilzin)

          Ich bin in einem Flachland (100m) aufgewachsen. Wintersport habe ich mit 4 lernen dürfen, weil mein Vater ein Schatz ist.

          Jedes Jahr 1 Woche Wintersport. Schon der Ansicht der ersten Bergen überwältigten mich die Freudentränen und hätte ich mir nicht den Meniskus gebrochen stände auch 2017 Ski oder Snowboard auf dem Plan.

          Schneeschippen war für mich das allerallerschönste so wie Schnee überhaupt. Eislaufen, Schnee, Schlitten, Ski, Rutschen ….. Erst so mit 30 fing er an zu nerven,natürlich nur zuhause.

        • „Was leider zunehmend von weiblicher Seite aus fehlt, ist die Anerkennung und die Dankbarkeit dafür.“

          Das einzige, wo feministisches social engineering einen Erfolg vermelden kann.

          Kurioserweise kenne ich weit mehr Frauen als Männer, die Unkraut jäten mögen, eine in meinen Augen frustrierende Plackerei. Meine Liebste bekommt eine Menge positive Rückmeldungen dafür🙂

        • Ich hab allergrößtes Verständnis für Snow-hater, z.B.

          Ich sende ich ein ehrliches

        • Ich nix gut Deutg!!! Sende ihr selbstverständlich ein ehrlich gemeintes riesengroßes HERZ. Ich weiß genau wie weh das tut.

        • Aber noch was zum Thema:

          Schneefreie Bürgersteige würden in Finnland und Skandinavien für einen Aufschrei sorgen.

          Auch bei uns sind die „sauberen“ Bürgersteige oft am gefährlichsten. Ich arbeite am Gericht. Neueste Jurisprudenzen aus den Codes civiles der Révolution (Fronkreisch, Belgien und unser klitzekleines Luxemburg) (eigentlich sind wir ja Eifeler) heben allmählich die Putzpflicht auf, wegen Berufstätigkeit und der Häufigkeit von Unfällen auf gerade geputzten Wegen, so wie der Pflicht des Bürgers auf Vorsicht.

        • Es ist sinnvoll, die Arbeitsaufteilung so zu wählen, dass sie den Fähigkeiten der beteiligten Personen gerecht wird.

          Das Problem ist, dass Du damit einen Anreiz schaffst, nichts zu können. Männer sind darin begrenzt, weil etwas zu können ein sexuelles Attraktivitätsmerkmal für Männer (aber nicht für Frauen) ist. Und siehe da: Welche Frau kann heute noch richtig kochen?

        • @Anne
          „Das ist prokrustische Gleichmacherei.“
          Du hast vollkommen recht, das ist es. Im Zuge des Nachdenkens über die männlichen Privilegien muss auch ein Nachdenken über die Weiblichen Privilegien stattfinden.
          Und ehrlich gesagt ist es mir vollkommen gleichgültig ob Frau nun stark oder schwach ist. Meine Ex durfte z.B. immer die Hälfte der Einkäufe tragen, vollkommen egal ob sie dabei gejammert hat oder nicht – sie isst die Hälfte, sie trägt die Hälfte.
          Der Feminismus ist nur so erfolgreich bei Frauen, weil die meisten Männer faktisch zu DUMM sind Frauen mal ihre eigenen Privilegien in der Realität aufzuzeigen.

          „Es ist sinnvoll, die Arbeitsaufteilung so zu wählen, dass sie den Fähigkeiten der beteiligten Personen gerecht wird.“
          Welche Tätigkeiten wird denn der Frau gerecht? Putzen und Kochen? Das mache ich besser und schneller als jede Frau.
          Geld verdienen? Auch das mache ich besser.
          Partielle Differentialgleichung der 4. Ordnung ohne Computer ausrechnen? Auch das mache ich besser.
          Was ist es denn was Frauen in einer Beziehung besser können?

          Nein, ich denke mit dem „besser“ kommen wir hier nicht weiter. Es geht schlicht um Gleichheit, wer die gleichen Rechte haben möchte muss auch die gleichen Aufgaben übernehmen. Beschwert euch bei euren feministischen Freunden wenn es euch nicht passt.

        • @PfefferundSalz

          sie isst die Hälfte, sie trägt die Hälfte.

          Ihr mögt eine Ausnahme gewesen sein, aber bei praktisch allen Paaren, die ich kenne, isst der Mann mehr – was auch völlig OK ist.
          Bloß, wenn du so genau gegeneinander aufrechnen willst, solltest du auch diesen Aspekt berücksichtigen.

          Welche Tätigkeiten wird denn der Frau gerecht? Putzen und Kochen? Das mache ich besser und schneller als jede Frau.

          Nur zu. Und wohl bekomm’s.

          Partielle Differentialgleichung der 4. Ordnung ohne Computer ausrechnen? Auch das mache ich besser.

          Um die Wette Differentialgleichungssysteme zu lösen, ist ja nun wirklich ein albernes Ansinnen.
          Das ist wie beim Sex, und macht am meisten Spaß, wenn man es zusammen macht. Sonst kann man es gleich Matlab überlassen. Ab einem gewissen Punkt kommt man eh nur noch numerisch weiter (weshalb ich auch starke Zweifel an deiner Behauptung hege).

          Was ist es denn was Frauen in einer Beziehung besser können?

          Das ist individuell verschieden. Wenn in einer Beziehung die Balance nicht einigermaßen ausgeglichen ist, sollte man sich gar nicht erst darauf einlassen.
          Es geht auch nicht um „besser“ oder „schlechter“, sondern um eine effiziente Aufteilung von Resourcen und Synergien.
          Ich mache beispielsweise auch privat für meinen Mann u.a. viel Computerkram, für den er sonst weder Zeit noch Lust hat – von Installationen übers Onlinebanking bis zur Gehäusereinigung oder dem Austausch einzelner Komponenten.

          Es geht schlicht um Gleichheit

          Männer und Frauen sind aber nicht gleich.

          Beschwert euch bei euren feministischen Freunden wenn es euch nicht passt.

          Das sind nicht „unsere“ Freunde.

        • „Welche Tätigkeiten wird denn der Frau gerecht?“

          Führung und Machtinhabe…😛

          http://www.bloomberg.com/news/articles/2014-10-16/women-dislike-having-female-bosses-more-than-men-do

        • Ich stimme Anne hier zu: Es macht durchaus Sinn, Tätigkeiten nach Fähigkeiten aufzuteilen. In meiner letzten Beziehung habe ich zum Beispiel immer gekocht, das kann ich ziemlich gut und mache ich gerne. Meinem Freund überlassen habe ich dann beispielsweise die Reparatur vom Auto (was er gerne und gut gemacht hat). Und gegenseitig war man eben froh, dass der andere die jeweiligen Tätigkeiten übernommen hat.

          @PfefferundSalz:

          „Und ehrlich gesagt ist es mir vollkommen gleichgültig ob Frau nun stark oder schwach ist. Meine Ex durfte z.B. immer die Hälfte der Einkäufe tragen, vollkommen egal ob sie dabei gejammert hat oder nicht – sie isst die Hälfte, sie trägt die Hälfte.“

          Klingt jetzt nicht gerade hilfsbereit und liebevoll. Merkwürdige Art der Beziehungsführung.

          „Welche Tätigkeiten wird denn der Frau gerecht? Putzen und Kochen? Das mache ich besser und schneller als jede Frau.
          Geld verdienen? Auch das mache ich besser.
          Partielle Differentialgleichung der 4. Ordnung ohne Computer ausrechnen? Auch das mache ich besser.
          Was ist es denn was Frauen in einer Beziehung besser können?“

          Was jemand besser kann bzw. die Frau besser kann als der Mann ist sicher individuell verschieden.
          Ich denke, ich kann besser kochen als die meisten Männer. Ach ja und auch die Differentialgleichung 4. Ordnung löse ich sicher schneller als die meisten Männer (keine Ahnung, ob du da möglicherweise eine Ausnahme bist).
          Was ich tatsächlich nicht so gut kann und gerne jemand anders überlassen würde, ist das Putzen. Ich wechsel dann im Gegenzug auch gerne die Reifen am Auto, baue Möbel auf oder repariere diese.

        • Okay und wenn ein Kind da ist, aber beide auf ein Mal doch lieber Vollzeit arbeiten wollen, dann sollte die Frau den Großteil der Kinderbetreuung übernehmen, weil sie Brüste hat. Ist nun mal so…

          Mira, du bist der Meinung das ein Mann beim ersten Date dein Essen bezahlen soll, weil du dich sonst nicht wertgeschätzt fühlst, aber du hast immer noch nicht gesagt was DU denn machst um deinem Date deine Wertschätzung zu zeigen.

          Es gibt immer diese Dinge die Männer machen sollen, aber etwas vergleichbares für Frauen gibt es nicht. Das ist dann immer gleich eine Zumutung.

        • „aber du hast immer noch nicht gesagt was DU denn machst um deinem Date deine Wertschätzung zu zeigen.“

          Sie verbringt IHRE ZEIT mit ihm!!
          Als wenn das nicht mehr als genug ist.

        • @Miria
          Die Frage „Was ist es denn was Frauen in einer Beziehung besser können?“ war rhetorisch auf Annas Aussage gestellt.
          Die Antwort ist, dass es rein gar nichts gibt was Frauen oder Männer nicht können wenn sie es müssen, bis auf das Kinder machen bzw. Kinder kriegen. Von den Fähigkeiten oder materiellen Ressourcen her muss keiner mehr eine Beziehung führen. Eine Beziehung hat daher auch ihren „Wert“ im Sinne, dass der eine das eine macht und der andere das andere macht vollkommen verloren. Es geht letztlich nur noch darum, dass man nicht mehr macht als der Andere.

        • @PfefferundSalz:

          „Eine Beziehung hat daher auch ihren „Wert“ im Sinne, dass der eine das eine macht und der andere das andere macht vollkommen verloren. Es geht letztlich nur noch darum, dass man nicht mehr macht als der Andere.“

          Das ist doch Quatsch. Natürlich gibt es immer Dinge, die der eine Partner besser kann als der andere – nur muss das nicht zwangsläufig vom Geschlecht abhängen.
          Und wenn ich einen Menschen liebe, dass ich eine Beziehung mit diesem führe, ist es auch nicht so wichtig, wenn ich mal mehr mache. Deine Einstellung klingt für mich ziemlich frustriert/traurig.

    • VIELEN NETTEN DANK für den Männertag!!!!!

      • ^^

  7. Ich habe das zunächst für eine Übertreibung gehalten, aber wenn jetzt sogar die NZZ darüber berichtet, dann ist es wahr.

    Man bekommt ja leider wegen der Sprachbarriere wenig über die Irrungen des Staatsfeminismus in Schweden mit. Wahnsinn.

    Bin mal gespannt wann es da mal richtig knallt.

    PS: In Island gab es letztens einen „Frauenstreik“. Während die männlichen Kollegen arbeiteten, sind Frauen einfach mittags auf die Straße gerannt, weil sie ja weniger für die gleiche Arbeitszeit erdienen würden….unglaublich!

  8. Feminismus vergiftet alles.

    • Sogar sich selbst.🙂

    • Ab einer gewiesen Menge ist Schnee giftig für die Frau

      • eigentlich wollte ich dieses Bild anfügen:

        bin dann mal weg ….. bis Selberdings ,,,,,……

  9. „Aus meiner Sicht ist bereits der Gender Ansatz wenig effektiv bei so etwas. “

    Bei was wäre denn der Genderansatz effektiv?

    • Dabei eine möglichst schlechte Lösung anzubieten? Probleme dort zu erschaffen, wo vorher keine waren ist auch ein nützlicher Skill, wenn man Politiker ist.

    • Bei der Verteilung lukrativer Posten an privilegierte Frauen?

    • Schwangerschaftstests.

  10. Weiter, weiter, WEITER – ich find es geil. Das wird wohl auch bei den Schweden knallen und das muss es auch. Es muss richtig gegen die Wand fahren, so wie 45 in Deutschland. Keine Versöhnung, kein „netter“ Feminismus sondern richtig gegen die Wand, mit Pauken und Trompeten. Wenn der schwedische Staat so scheitert, dass die ganze Welt sehen kann wie der Staat implodiert und dass der Feminismus die Schuld daran trägt, erst dann wird der Feminismus von wirklich allen als toxisch verstanden.

    • Sweet dreans are made of this

    • Bin mit dir einverstanden. Je schneller Schweden den Bach runter geht, umso mehr andere Länder können gerettet werden.

  11. Schneeschippen ist übrigens so eine typische Arbeit, die überwiegend von Männern verrichtet wird, die aber nie als „Hausarbeit“ gewertet wird. Letzteres ist nämlich nur für die Arbeiten vorgesehen, die Frauen verrichten.

    • Inklusive Blümchen aufstellen und Servietten bügeln.

      • Siehe Esther Vilars Abhandlung über Hausarbeit 😀

      • Unterhosen bügeln, Zwangsstörung, Übergrossergartenstatussymbolpflege, Fussnägelpflege, Schminken, Monatsb….. ööh jetzt hör i uff tschöh

  12. Ein Leser der NZZ macht darauf aufmerksam :

    „Diese Logik dahinter ist einfach und die Geltende unter den Linken: Wenn die Frau nicht privilegiert ist, dann ist sie benachteiligt.
    Oder warum sonst, sollten die „Frauenwege“ _vor_ den „Männerwegen“ vom Schnee geräumt werden? Gleichberechtigung und Gleichstellung in Geschlechterfragen hiesse doch konsequenterweise, dass „Männerwege“ _gleichzeitig_ wie „Frauenwege“ schneegeräumt werden.“

    • Der Letzte:

      Schnee muss verboten werden!!!!

    • Totaler Quatsch Adrian!

      Frauenwege müssen priorisiert geräumt werden. Das ist kein Privileg. Schließlich fahren die Männer zu ihren Arbeitsplätzen in die Büros und Fabriken am Stadtrand, während das heteropatriarchale weisse Männer Unterdrückungssystem die Frauen in die sozialen Berufe verdrängt. Deren Arbeitsplätze (Kitas, Altenheime) liegen wohnortnah und sind fußläufig zu erreichen.

      Ach ja! Und weniger verdienen die Frauen da auch. Man sollte direkt ihnen ein Ingenieursgehalt zahlen.

      Du Unterdrücker!

  13. Ich denk erst: Das ist doch Satire. Aber nein. Wieder drauf reingefallen.

  14. Meine WTF?!-Stimmung hält weiter an. Als ich den Anfang las, ging ich davon aus, es mit einer Satire zu tun zu haben (und ich hoffe noch immer irgendwie, dass es eine ist, die nur von aller Welt missverstanden wurde). Aber nein… Satire war gestern, die heutige Realität löst sie ab.

    ACH DU MEINE GÜTE!

    Als jemand, der sich an sich eher links verortet, bringt es mich zum verzweifeln zu sehen, dass die Linke immer gleich Richtung Sowjetunion strebt. Denn das hier schmeckt für mich erschreckend nach Planwirtschaft, welche die Realität und Gegebenheiten ignoriert, weil das Wort DER PARTEI natürlich wichtiger ist.
    Ich bin kein Stratege, kein Straßenplaner, kein Stadtwerker und nicht einmal Autofahrer, aber selbst mir ist auf den ersten Blick klar, wie hirnig eine solche Politik hier ist. Amtsinhabern aber nicht. Und warum sollen sie sich auch bemühen? Politische Karrieren enden ja nicht, nur, weil jemand in seiner Tätigkeit fulminant versagt und Schaden anrichtet… politische Karrieren enden ja, weil man auf eine Anspielung auf sein Alter mit einer Anspielung auf die Attraktivität seines Gegenübers antwortet…

    • dass die Linke immer gleich Richtung Sowjetunion strebt.

      Nana, das ist kein passender Vergleich. In den Anfängen der Sowjetunion – 20-er Jahre – wurden Frauen zu schwerer körperlicher Arbeit verdonnert (Kohle schippen und solche Sachen) und mussten/sollten das gleiche Plansoll wie die Männer erfüllen. Hat natürlich nicht funktioniert und die Genossen des Politbüros haben das letztendlich auch eingesehen.

    • „Als ich den Anfang las, ging ich davon aus, es mit einer Satire zu tun zu haben“

      Es gibt im Feminismus keine Satire.

  15. Das wird es doch bestimmt demnächst auch in Berlin geben?!

  16. Hochintelligent, die Bushaltestellen und Fußwege dorthin zu räumen, aber nicht die Straßen, auf denen die Busse fahren. Fahrradfahrer können auch auf der Straße fahren, wenn diese besser geräumt ist. Und ein Fußgänger auf verschneitem Gehweg ist noch lange nicht so gefährdet wie ein Autofahrer auf verschneiter Fahrbahn.
    Das ganze Konzept ist von vorne bis hinten so dermaßen dämlich, dass man es für Satire halten könnte bzw. müsste. Aber wenn das Gender Mainstreaming gestern noch am Abgrund stand, muss es heute ja schon einen großen Schritt weiter sein, denn fortschrittlich muss mensch ja sein.

    • Sie behaupten im Video, es sei einfacher mit einem Auto durch 8cm Schnee zu kommen, als zu Fuss. Sie haben offensichtlich nicht bemerkt, dass Menschen Beine haben, die man heben kann, Autos dagegen nicht.

    • „Hochintelligent, die Bushaltestellen und Fußwege dorthin zu räumen, aber nicht die Straßen, auf denen die Busse fahren.“

      In der Tat. Na, wenn die Fraun dann rechtzeitig an der Bushaltestelle stehen, können sie sich beim Warten wieder über die blöden Männer beschweren, die die Buswege nicht rechtzeitig geräumt haben.

  17. Mein erster Gedanke war auch: was, Feminismus setzt sich jetzt ernsthaft dafür ein, dass Frauen und Männer die extrem lästige Arbeit des Schneeschnippens gerechter verteilen? Frauen sollen um 6 Uhr aufstehen müssen und sich bei Dunkelheit und Eiseskälte den Rücken kaputtschippen?

    Aber nein, selbstverständlich geht es nur darum, dass Männer weiterhin schippen und dabei nun auch noch gezielt „für Frauen“, damit die um halb 11 auf dem Weg zu den Freundinnen mit dem Kinderwagen ins Café keine kalten Füßchen mehr bekommen. „Gender equality“ halt.

    • Mein erster Gedanke war auch: was, Feminismus setzt sich jetzt ernsthaft dafür ein, dass Frauen und Männer die extrem lästige Arbeit des Schneeschnippens gerechter verteilen?

      Jo, und wer weiss, vielleicht gibts den Osterhasen doch?!

    • Erstaunlich wie blauäugig viele noch sind 😁

  18. Das erstaunliche ist doch eigentlich, dass es offenbar opportuner geworden ist, eine (eh schon hirnverbrannte) ökologische Maßnahme (für Fußgänger und Fahrradfahrer) als eine genderpolitische Maßnahme (für Frauen) zu framen.

    • Says the so-called progressive left: „Nah, you just don’t get it, we’re for equality, but right now we don’t have equality, therefore we have to treat people unequally to level the playing field.“ They might phrase it differently, but this is essentially what they would say.

    • david,

      sehe ich auch so. Der Plan stammt von einem Mann (Daniel Hellden von den schwedischen Grünen) und trägt von der Konzeption her die klare Ablehnung des motorisierten Individualverkehrs in sich.

      Da eine ehrliche Begründung „Ich hasse Autofahrer und will sie bestrafen und zwingen zu Fuß zu gehen“ selbst in Schweden wohl wenig Akzeptanz fände (zu wenig um ihn umzusetzen) zog er einfach die Frauenkarte.

      Und erstaunlich ist in der Tat, dass die kuriose Begründung einer geschlechterbezogenen Tendenz der Wahl des Fortbewegungsmittels und einer daraus zu konstruierenden Benachteiligung so einfach gefressen wurde.

      Zumal ich sie schon die These als solche für falsch halte. Ich denke, auch in Schweden haben Frauen eigene Autos und nutzen diese nicht zuletzt auch um den Nachwuchs morgens in die Schule oder die Kita zu bringen.

      Also eigentlich hätten ihm doch die Frauen selber den Plan um die Ohren hauen sollen, am Ende waren sie eher die Leidtragenen als die Männer.

      Am Ende fallen Frauen halt doch immer auf Lobhudeleien rein, selbst wenn sie dabei über den Tisch gezogenen werden…


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