Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 12. November 2016

Die Mädchenmannschaft zur Trump-Wahl

Die Mädchenmannschaft hat einen Artikel zur Präsidentenwahl in den USA und dem Sieg von Trump (via). Die weiße Frau Magda Albrecht schreibt dort:

Realitätscheck: Welche Bevölkerungsgruppen haben für Trump gestimmt?

  • 63% der weißen Männer und 53% der weißen Frauen.
  • 13% der Schwarzen Männer und 4% der Schwarzen Frauen.
  • 33% der Latinos und 26% der Latinas. (Quelle: exit polls CNN)

Ein interessanter Aspekt der US-Wahl ist, dass hier vielleicht noch einmal einigen Politikern die deutliche Botschaft vermittelt worden ist, dass in den passenden Ländern der Großteil ihrer Wähler weiß ist. Es ist eigentlich eine sehr verblüffende und einfache Botschaft, die aber bei einigen Politikern anscheinend nicht mehr so präsent zu sein scheint, wenn sie diese pauschal beschimpfen. Ein anderer könnte sein, dass die Wählergruppe der Männer ebenfalls einen Großteil der Bevölkerung ausmacht. Wer hätte gedacht, dass diese Politiker nach ihren eigenen Interessen wählen? Magda anscheinend nicht.

Auch interessant, dass die „Geschlechterkarte“ und das schlichte Setzen auf „Frauensolidarität“ nicht gezogen hat, Frauen wollen anscheinend auch nicht eine Frau um jeden Preis, bei einer derart skandalbelasteten und recht deutlich erkennbar korrupten Politikerin wie Clinton tritt die Geschlechterzugehörigkeit zurück. Natürlich mag dabei auch eine Rolle spielen, dass Amerika im ganzen wesentlich konservativer in einigen Landstrichen ist und das Religiöse dabei auch eine deutlichere Rolle spielt. Daraus folgen dann auch andere Einstellungen, etwa zur Abtreibung etc. Andere Umfragen haben bereits gezeigt, dass Frauen teilweise strengere Regeln für die Abtreibung befürworten als Männer.

Die Wahl entschieden haben also Weiße, auch weiße Frauen. Hengameh Yaghoobifarah schreibt dazu in der taz:

„Die Aufrechterhaltung weißer Vorherrschaft war eben doch verlockender als körperliche und sexuelle Selbstbestimmung, reproduktive Rechte, Kinderbetreuung, ein soziales Auffangsystem oder ein freierer Zugang ins Gesundheitssystem.“

Es ist schon eine einfache Welt in der Leute wie Hengameh (übrigens: Mit Whitepassingprivilegien, die sich nicht reflektiert) da sehen: Der einzige Grund warum die Leute für einen weißen Mann statt einer weißen Frau stimmen ist die Aufrechterhaltung der weißen Vorherrschaft. Anscheinend wollen das auch 33% der Latinos und 13% der schwarzen Männer. Das es vielen vielleicht weit eher um Jobs ging, die Trump fördern wollte oder um Steuersenkungen, dass kann nichts damit zu tun haben. Oder das Leute gar Black lives Matter und ihren radikalen Forderungen kritisch gegenüberstehen könnten oder das Leute einfach nur die vielen Skandale und die Bestechlichkeit von Clinton abgeschreckt hat auch nicht. Das in vielen der Staaten vorher ein schwarzer Präsident mit Mehrheiten der gleichen Wähler gewählt worden ist, kommt in der Betrachtung auch nicht vor. Es wären dann vielleicht viele der Wähler von Barack Obama eigentlich heimliche Rassisten, die nur die Aufrechterhaltung der weißen Vorherrschaft interessiert.

Dieses Phänomenen, dass die Mehrheit weißer Frauen antifeministisch und rassistisch wählt, erklärt L.V. Anderson auf slate.com so (meine Übersetzung):

Weiße Frauen haben andere Frauen, ihre Land und auch sich selbst verraten. Die meisten weißen Frauen wollen nicht Teil von intersektionaler feministischer Schwesternschaft sein. Die meisten weißen Frauen wollen einfach nur „einer der Jungs“ sein. Und wir werden darunter leiden.

Das ist doch mal eine sehr positive und verständliche Nachricht, und das aus feministischer Hand: Die meisten weißen Frauen wollen keinen intersektionalen Feminismus. Sie wollen lieber „einer von den Jungs sein“. Anscheinend muss man sich entscheiden, ob man eine Frau und damit Feministin oder „einer von den Jungs“ ist. Eine geradezu bizarre Schlußfolgerung.

Ein direkter Appell kommt vom Crunk Feminist Collective (meine Übersetzung):

Weiße Leute – so genannte Liberale, Progressive, Radikale, ich wage zu sagen: „coole“ Weiße – es wird Zeit, eure verdammte Arbeit zu machen. Organisiert und mobilisiert euch und baut an Strategien mit und für eure Leute. Arbeitet daran, weiße Vorherrschaft auf eurer Arbeit, am Ort eures Gebets und am Thanksgiving-Tisch abzubauen. Bekommt euren Scheiß geregelt!

Weiße, ihr habt nur Vorteile von der weißen Vorherrschaft, baut sie deswegen sofort ab! Ein bizarrer Vorschlag eigentlich. Man könnte sagen, dass Weiße IHREN Scheiß geregelt haben.

Und es geht weiter, noch mehr Zahlen: Menschen, die in den USA bis 50.000$ Jahreseinkommen zur Verfügung haben, stimmten eher für Clinton. Die Mehrzahl der Menschen mit einem Einkommen über 50.000$ stimmte für Trump. Wer hat uns verraten? Korrekt: Die (weiße) Mittel- und Oberschicht. Der obligatorische Fingerzeig (auch vieler Linker) auf Arbeiter_innen kann also schön stecken bleiben.

Ärmere Leute stimmen sicherlich häufiger für Demokraten, weil sie eher für einen Sozialstaat steht. Und natürlich sind auch viele Angehörige von Minderheiten eher ärmer. Und Leute, die Steuern zahlen, profitieren auch eher von Steuersenkungen. Insgesamt haben aber aus allen Gruppen erheblich weniger Leute für Clinton gestimmt als seinerzeit für Obama. Clinton und Trump konnten eben die Leute nicht motivieren zu wählen, viele haben sich angesichts der Wahl entschieden, nicht zu wählen.


Responses

  1. Der erste bedenkenswerte Punkt ist, dass knapp die Hälfte der Wahlberechtigten gar nicht gewählt hat und es trotzdem bisweilen zu langen Schlangen kam, weshalb das Team Trump in Nevada (und anderswo womöglich auch?) während des Wahlabends noch klagte (was subito zur Verhandlung führte), dass an manchen Orten die Wahllokale länger als geplant geöffnet hatten. Die Demokraten vermittelten dagegen die Botschaft: Stay in line!

    Als Wahlbeobachter muss man sich fragen, an welchen Lokalitäten es zu derartigem Andrang kam und warum. Ich las irgendwo, die Zahl der Wahllokale sei reduziert worden, und meine starke Vermutung wäre: ganz bestimmt nicht in den Bezirken wohlhabenderer Bevölkerungsschichten.

    Dann gab es noch – in manchen Bundesstaaten – den Zank-Punkt „valid ID“, der ebenfalls die Stimmabgabe von (darf man ja schlussfolgern) überwiegend Clinton-Wählern verhinderte.

    Die ja dennoch die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt.

    Ums mit einem Tweet des designierten, neuen US-Präsidenten zu sagen:

    „Wer hätte gedacht, dass diese Politiker nach ihren eigenen Interessen wählen?“

    Nachdem es ja schon die Gegenüberstellung hier gab:
    welche Deiner/Eurer Interessen vertritt Donald Trump denn konkret?

    Ich kann mich für seine Klimawandel-Position begeistern und bin kein Freund der NATO. Das Stoppen der geplanten Freihandelsabkommen find ich auch im ersten Moment nicht übel (ich bin aber nicht überzeugt, dass deshalb allein ne bessere Lösung bei rumkommt).

    Innenpolitisch wirkt der Mann als unsäglicher Brandbeschleuniger. Und weil die USA unsere Leitkultur sind, kommt das mit Verzögerung auch garantiert bei uns an.

    • Ach so, notwendige Korrektur.
      Ich gehe natürlich nicht d’accord mit Donald Trumps Beschreibung für die Ursache des Klimaschwindels:

      Ich vertraue auf John Colemans Schilderung:

      Sowie auf die Erklärung Lord Moncktons:

    • „welche Deiner/Eurer Interessen vertritt Donald Trump denn konkret?“

      Er ist gegen Leute wie Magda und Hillary und Dir und gegen Euer unerträgliches Geseier. Vielen reicht das schon als Grund.

      • Du bist in Hochform heut morgen, wa?^^
        Es würd mich auch ankotzen, wenn ich so gar kein Argument über eine meiner festen Überzeugungen hätte. Wahrscheinlich. Nehme ich an zumindest…

        • für
          gna

        • Ich habe das absolut ernst gemeint. Wenn ich mir die letzten Jahre ansehe mit der ausufernden Political Correctness, dem idiotischen Feminismus und der beständigen Beschimpfung weißer Männer – und dann kommt ein weißer Mann, der den feministischen PClern sagt „Fickt Euch!“ – ja dann wundert mich das Wahlergebnis überhaupt nicht.

          Und ich in meiner Eigenschaft als weißer Mann lache darüber, dass es endlich einer wagt der gesamten feministisch-medialen PC -Mafia in die Möse zu treten.

          Ihr beschimpft weiße Männer, Ihr verhöhnt und verachtet sie, Ihr macht sie für alles Übel dieser Welt verantwortlich – und dann wundert Ihr Euch warum sie sich von Euch abwenden, warum sie Euch nicht leiden können?

          Eure Tränen sind mein Gummibärensaft!

        • Und das hälst Du womöglich auch noch für eine beeindruckende Argumentation?

          Hui-Buh!

        • Was verstehst Du denn daran nicht?

        • „Es würd mich auch ankotzen, wenn ich so gar kein Argument über eine meiner festen Überzeugungen hätte.“

          Weißt Du denn, was meine festen Überzeugungen sind? Zähl die doch mal auf!

        • Eins muss man Sheera zugute halten: PC ist sie nicht.
          Wobei mich auch nicht erinnnere, dass sie feministische PC je kritisiert hätte.

    • Oh je, Hobby-Urologin Sheera versucht sich wieder mit Polit-Diskussionen *facepalm*

      Nur zu dem Punkt voter-ID:

  2. Die USAler sind schon ein besonderes Völkchen. Es gibt einen Grund warum es die sogenannten Swingstates gibt. Denn viele USAler wählen immer ihre Partei, ganz unabhängig vom Kandidaten. Und das viele Weiße die Reps wählen, war schon immer so. Weiße haben also die nicht-weissen schon immer ‚verraten‘.

    Mich würde mal interessieren was die Feministinnen bevorzugen würden:
    – ein Veränderung ihrer männer- und weißehassenden Ideologie, so das diese nicht mehr so abstoßend ist
    – weißen, heterosexuellen Männern das Wahlrecht entziehen

    Wenn in Arabien der Großteil der Bevölkerung Araber sind und Araber die Mehrheit der Führungspositionen besetzen und im Interesse der Araber Entscheidungen treffen, dann haben die regressiven Linken kein Problem damit. Wenn Inder das in Indien oder Südafrikaner das in Südafrika genauso handhaben – kein Problem.

    Aber Weiße dürfen das nicht. Ihre erste Priorität muss immer das Wohlbefinden aller anderen sein – so wie man das von einem Unterdrücker erwartet.

    • „Mich würde mal interessieren“
      Eine kuriose Phrase für eine rhetorische Frage, an deren Antwort kein Zweifel besteht.

      Feministinnen ist es nicht mal zu blöd, keine Frauen- sondern eine Feministinnenquote zu fordern. Was für ein Problem sollten sie mit der Abschaffung des Männerwahlrechts haben?

      • Hillary Clinton siehst Du als Feministin, oder?
        Sie war nun aber diejenige von den beiden Kandidaten, die Gefängnisinsassen das Wahlrecht hinterher zurückgeben wollte.
        Und wie wir Alle wissen, wandern überwiegend Männer ins Gefängnis. Was wir auch wissen könnten: es sind meist POC. Und/Oder sonst irgendwie benachteiligte.
        Nicht, weil weiße, vermögende Männer weniger kriminell wären natürlich. Sie kommen halt nur damit durch.

        • Weiße vermögende Männer sind seltener kriminell als arme männliche POC. Noch weniger kriminell sind weiße vermögende Frauen.

        • Nein, Clinton sehe ich als gewissenlosen Menschen, der a l l e s sagen und tun würde, um an Macht und Reichtum zu kommen, ohne Ausnahme.
          Sie würde buchstäblich kleine Kätzchen würgen, wenn sie glaubte, das würde ihr was bringen.

          Dass Trump nicht pro-male ist, ist klar. Es besteht die Hoffnung, dass er nicht anti-male ist.

        • Es ist Deine Projektion dass Männern solidarisch mit Männern sind, weil diese Männer sind. Was habe ich mit einem im Knast zu schaffen? Welches Interesse habe ich als Mann daran, dass ein ehemaligen Knasti sein Wahlrecht wieder bekommt?

          Ich bin ein Liberaler, das heißt ich trete für Bürgerrechte für alle Staatsbürger ein. Das schließt Knackis ein. Die sollen natürlich Ihr Wahlrecht wieder bekommen. Aber es ist eine Absurdität zu postulieren, ich wäre pauschal mit Knackis solidarisch WEIL sie Männer sind.

        • Soll ich mir jetzt aussuchen, was Deine Position beschreibt, so multiple choice-mäßig? Doppel-Sprech hat Doppel-Denk wohl offiziell abgelöst inzwischen?

          Kuck ma, damit Du Dich ein bißchen beruhigst jetzt schlag ich vor ein kleines Liedchen zu trällern, wie wärs mit einem Machwerk von einer Frau, die ganz ohne mediale Proteste GOTT spielen durfte in einem Hollywoodstreifen?

          Also zum Beispiel:

        • „Soll ich mir jetzt aussuchen, was Deine Position beschreibt, so multiple choice-mäßig?“

          Da Du implizierst, ich würde meine Positionen verraten wenn ich Trump nicht für das Übel schlechthin halte, musst Du wohl eine vorstellen davon haben was meine Positionen sind.

          Im übrigen bin ich ganz ruhig.

        • Adrian, du musst ; schon in einfacheren Worten antworten. Sie versteht den Unterschied zwischen Intension und Extension nicht.

          Und sie versteht auch nicht, dass eine Aktion, die den Demokraten mehr Wähler bringen soll nichts mit Männerfreundlichkeit zu tun hat.

      • Was heißt das nun fur uns Deutsche? Nichts Gutes, so steht zu befürchten. In Deutschland leben prozentual noch mehr weiße Manner und Frauen als in den USA. Und die dürfen, das ist die Furcht einflößende Parallele, auch im kommenden Jahr wieder wählen. Wenn wir jetzt nicht aufpassen, droht uns ein zumindest ähnlich verheerendes Szenario wie unseren amerikanischen Freunden: eine weiße Frau oder ein weißer Mann im wichtigsten Amt des Landes.

        http://genderama.blogspot.de/2016/11/vermischtes-vom-12-november-2016.html

        Wirklich schlimm das Weiße in einem Land mit weißer Mehrheit auch wählen dürfen – wie… undemokratisch!

    • Adrian hat völlig Recht, wenn er die unterschiedliche Solidaritätsbereitschaft mit den GeschlechtsgenossInnen erwähnt. Für FeministInnen ist die Solidarität mit Frauen ein heiliger Wert, egal was das Objekt der Solidarisierung vorher gemacht hat. Das sah man bei Gina Lisa ganz gut.
      Männer scheinen Menschen eher geschlechtsunabhängig bewerten zu können.

  3. „Die Aufrechterhaltung weißer Vorherrschaft …“

    Es muss den Leuten kalt den Rücken runterlaufen, wenn sie merken, dass in einer Demokratie die Mehrheit gewinnt und ihre Panik wird ins unermessliche steigen, wenn sie sehen, dass sie diese Mehrheit durch endlose Beschämung und Attacken dazu gebracht haben, ihre Stimme abzugeben…

    • Warum wandern überhaupt mehr pOC in die USA ein und nicht aus wenn es unter weißer Vorherrschaft so schröckelig ist?

    • Es ist halt, wie Adrian mal sagte (und womit ich ihn heute schon zum zweiten Mal zitiere😉 ): Die Linke verliert zusehends, weil sie die Bourgeoisie geworden ist und ihre Arbeiterbasis verachtet.
      Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen, dass sie die Aristokratie geworden ist und daher empört ist, dass das NIEDERE VOLK da unten (das seine Privilegien nicht hinterfragt und sich nicht als feministisch bezeichnet) überhaupt mitreden darf. Schließlich sind sie selbst von edler Geburt… äh… durch ausreichend Bildung „woke“ geworden die einzigen, die alles verstehen können und entsprechend lenken.
      Eine Wahl, bei der nun einmal auch der Dümmste und Mieseste ebensoviel zählt, wie der Klügste und Netteste (und das IST ja nun einmal das unänderbare Problem einer Demokratie) ist daher etwas, das sie zutiefst empört. Früher schlugen sie sich das parfümierte Taschentuch ins Gesicht, wenn sie mit solchen Ideen konfrontiert wurden, heute fliehen sie in ihren Safe Space.

      Man muss halt einfach einsehen, dass in einer Demokratie die reine Menge zählt, weshalb man dafür sorgen muss, von den meisten Leuten gemocht zu werden, wenn man etwas bewegen will. Leute, die einen beschämen, verachten und verlachen mag man allerdings eher selten und darum fliehen die Leute zu demjenigen, der ihnen Honig ums Maul schmiert… auch, wenn es ein Rattenfänger ist.
      Traurige Realität. Aber der muss die Linke sich stellen, wenn sie nicht untergehen will.

  4. Auch Schwarze (hätten) haben Trump gewählt:

    • Ich hatte davon gehört und konnte es mir einfach nicht bis zu Ende ansehen… FUCK, ist das herzlos!

      Gibt es bitte, bitte, BITTE irgendeinen Hinweis, dass das ein Fake ist oder sonst irgendwie nicht so schlimm, wie es aussieht?

      Brrr…

  5. Kaffee, Sonnenschein und ein Bad in feministischen Tränen. Ein schöner Morgen.

  6. Daß Figuren wie Hengameh für ein Leitmedien-Organ wie die taz schreiben dürfen, ist eh ein klares Zeichen für den bevorstehenden Weltuntergang. Wer das naive junge Ding mal auf youtube erlebt hat, weiss alles über die moderne Linke. Kein intersektionalistisches Konzept, was sie nicht als gottgegebene Wahrheit wahrnehmen würde.

  7. Ein Linker hat es verstanden. Warum Trump gewonnen hat in 6 Minuten:

    • Clintons Rede war dann allerdings staatsmännisch vom Feinsten (konzipiert wie vorgetragen):

      Mir kam auch schon der Gedanke, dass sie vielleicht minimal froh ist.
      Sie hat ihren Platz in den Geschichtsbüchern jetzt schon.
      Sie ist die erste Frau, die für das Amt des US-Präsidenten von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt wurde. Ohne die Arbeit, die das mit sich gebracht hätte bei einem funktionierenden, demokratischen System. Auch kein übler Deal.^^

      • Arg, nicht Mehrheit der Bevölkerung, sondern Mehrheit der abgegebenen Wählerstimmen.

        Für Trump waren ja nur 25,5 %.
        Anteilsmäßig weniger Wahlvolk als Hitler benötigte.

      • „Clintons Rede war dann allerdings staatsmännisch vom Feinsten“

        Wenn schon, dann staatsfrauisch.

        „Sie ist die erste Frau, die für das Amt des US-Präsidenten von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt wurde“

        Was Unsinn ist. 42,4 Prozent der Wähler haben gar nicht gewählt. Und von denen, die gewählt haben, haben 4,72 Prozent weder für Trump noch für Clinton gestimmt.

        Ich bin jetzt kein Mathegenie, aber irgendjeman kann nun bestimmt ausrechnen, wieviele Wähler tatsächlich für Hillary gestimmt haben.

        https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_presidential_election,_2016#Results

      • „Sie hat ihren Platz in den Geschichtsbüchern jetzt schon.“

        Den hat Trump auch. Als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Etwas das Ich-habe-eine-Vagina-also-wählt-mich-Hillary zwei Mal nicht geschafft hat🙂

        • Der republikanische Kandidat Trump hat nicht mehr Stimmen geholt als Bush, McCain und Romney bei den letzten Wahlen, und das obwohl die amerikanische Bevölkerung stark gewachsen ist in den letzten Jahren.
          Er hat gewonnen, weil sich – trotz seines absurden Wahlkampfs und seiner himmelsschreienden Inkompetenz – kaum jemand für Hillary begeistern konnte. Demokraten-Wähler sind zuhause geblieben, weil sie nicht für den (nach Trump!) unbeliebtesten Kandidaten der US-Geschichte stimmen wollten. DAS hat die Wahl entschieden, nicht die Begeisterung für Trump.

      • Und um Semikolons Begeisterung für Hillary noch mehr zu dämpfen: Sie hat weniger Stimmen bekommen als Obama oder George W. Bush. Und wäre sie nicht gegen Trump angetreten, sondern gegen einen beliebteren Gegenkandidaten, wäre sie noch mehr abgeschmiert.

        • Es scheint mir auch schwer vorhersagen aus einem System in das andere zu übertragen. Gäbe es kein Elektoren pro Staat System, dann würden Leute ja auch anders wählen. Beispielsweise light es sich eben gegenwärtig in bestimmten Staaten für Anhänger einer Partei nicht wirklich zu wählen, weil dort eh eine Partei gewinnen wird. New York beispielsweise braucht 500.000 stimmen für einen elector, andere Staaten aber nur 13000. es ist fest in demokratischer Hand. Ob da mehr Anhänger von Republikanern zur Wahl gehen würden, wenn ihre Stimme auf jeden Fall zahlt würde sich zeigen

      • Sie hat ihren Platz in den Geschichtsbüchern jetzt schon.

        Und möglicherweise ihren Platz im Knast auch.

    • Kann man diesen Typen nicht aus dem Verkehr ziehen, wenn der sich durchsetzt hätten die Linken sogar eine reale Chance den Elitenwechsel der nächsten Jahre zu überstehn.

    • Starker Auftritt!

      „Being offended doesn’t work anymore.“ Jedenfalls nicht bei der Präsidentschaftswahl.

  8. Wenn man Grundlegendes über die letzte Wahl schreiben möchte, dann müsste man zudem wissen:

    a) wie war die Stimmbeteiligung der verschiedenen Populationen wie
    – Männer, Frauen
    – Männer aufgeschlüsselt nach (weiss, schwarz, hispanics etc.)
    – Frauen aufgeschlüsselt nach (weiss, schwar, hispanics etc.)
    – Unter-, Mittel-, Oberschicht
    – etc. usw., usf.

    b) ein Vergleich mit den letzten Präsidentenwahlen (z.B. die letzten 30 Jahre)

    Ich vermute, dass sich nicht wahnsinnig viel verändert hat und die Cleavage mehr oder weniger gleich geblieben sind. (Tiefenstrukturen)

    „Die Cleavage-Theorie (englisch cleavage: ‚Kluft‘, ‚Spaltung‘) ist eine politikwissenschaftliche Theorie in der Wahlforschung, die versucht, Wahlergebnisse sowie die Entwicklung von Parteisystemen in europäischen Staaten anhand langfristiger Konfliktlinien innerhalb der Gesellschaft zu erklären.“

    .https://de.wikipedia.org/wiki/Cleavage-Theorie

  9. Minderheiten und Swingstates:

    Da die meisten Amis immer dieselbe Partei wählen muss der Kandidat(enapparat) die Unentschiedenen ansprechen.

    Hier waren es die LGBT und Kommunistix, Feministix einerseits und die weiße männliche homeless Minderheit anderseits. Weil Hill-liary die „woman card“ schamlos ausspielte, hat sie die Männerrechtssbewegung so was von gestärkt.

    Auch der doofste rosa Pudel müsste jetzt gemerkt haben was Nu-feminismus bedeutet. Sogar die deutschen Medien überstrapazieren das Mem vom weißen Mann in einem Maße, dass die Mehrheit der Männer aller Rassen und sexuellen Orientierungen zu Männerrechtlern werden.

    Neu einige dumme Unverbesserliche haben die Message noch nicht vernommen, weil sie struntzblöd oder auf dem Ohr blind sind ;-)))))) Ihr Herz schlägt blöd ;-))))))

    • „Sogar die deutschen Medien überstrapazieren das Mem vom weißen Mann in einem Maße, dass die Mehrheit der Männer aller Rassen und sexuellen Orientierungen zu Männerrechtlern werden.“

      Was in Deutschland wo fast nur Weiße leben (noch) und fast die Hälfte der Wähler aus weißen Männern besteht, besonders bekloppt ist. Hieran sieht man sehr schön, welchen enormen Einfluss amerikanische Kultur auf uns hat. Wir in Deutschland übernhmen ohne rot zu werden die Debatten multietthnischer Gesellschaften, ohne eine solche zu sein.

  10. Man muss es auch mal aus der anderen Perspektive sehn:

    Dass viele Frauen in der Lage sind, den ihrer Ansicht nach weniger grausamen Kandidaten zu wählen, und eben nicht wie die Lemminge nach Geschlecht ankreuzeln, spricht durchaus doch dafür, dass es nicht das Ende der Zivilisation war, Frauen das Wahlrecht zu gewähren🙂

  11. Yupp, und vor allem was sie so schreibt:
    „Kein Wunder, dass seit Mittwoch besonders weiße Frauen zur Zielscheibe des Frustes über Trumps Wahlsieg wurden.“

    Und dann sieht man halt so etwas:
    https://friedrichfr.wordpress.com/2016/11/11/schockvideo-wer-ist-hier-gewalttaetig/

    Wenn es dann knallt, liegt es eher an den Gegnern von Trump.

    • sollte eine Antwort zu Kendra Millard zur allseits beliebten Hengameh in der TAZ sein . ist wohl schief gegangen.

    • Scheint so als ob weiße Frauen die nächsten Zielscheibe des Feminismus werden. Die Revolution frisst ihre Kinder_innen🙂

      • Im ersten Augenblick kommt fast so etwas wie Schadenfreude auf, aber bei weiterem Nachdenken befürchte ich fast, dass es wieder nur die „normalen“ Frauen erwischt, die ganzen verstrahlten Trullas machen weiter wie bisher bzw. kreisen komplett aus – siehe die zitierten Damen im Ausgangsartikel.

  12. Zitat: „Weiße Leute (…) Arbeitet daran, weiße Vorherrschaft (…) abzubauen.“

    Dass von einer Mehrheit gefordert wird, jetzt mal damit aufzuhören Mehrheit zu sein, erscheint zwar bizarr, ist aber aus Sicht von Konflikt-Dynamik nur konsequent.

    Denn es ist ja so dass beim legitimen Kampf um Minderheitenrechte irgendwann zwangsläufig der Punkt erreicht ist, ab dem diese Forderungen gerecht erfüllt sind. Nur hören Menschen bzw. Minderheiten dann nicht einfach auf zu kämpfen, sondern sie kämpfen weiter. Aus dem Kampf um gleiche Rechte wird dann ein Kampf um Dominanz.

    Das ist wohl ein Merkmal und eine Schwäche aller Menschen, dass sie im Koflikt am Mittelpunkt nicht haltmachen können, sondern weiterstürmen in die andere Seite hinein.

    • Es ist allerdings so, dass dieser Kampf ja nicht in erster Linie von Minderheiten geführt wird, sondern hauptsächlich von weißen, privilegierten Studenten, Staatsangestellten und Journalisten.

  13. https://jungsundmaedchen.wordpress.com/2016/11/11/wer-hat-trump-wirklich-gewahlt/

  14. Oh je, da haben die Feministinnen aber wirklich hart dran zu knabbern. Wie viele weibliche Wähler hatte Trump, über alle Hautfarben, sozialen und bildungsmäßigen Unterschiede hinweg? 25 Millionen? Oder 27 Millionen? Konnte die Zahl nicht finden. Aber jedenfalls viele. Und das können doch nicht alles nur Verblendete sein, die irgendwie manipuliert oder sexistisch sind. Den Fakt müssen die Feministinnen nun zur Kenntnis nehmen, um die Konsequenzen drücken sie sich herum.

    „Wie konnte das nur passieren?“, fragt Michelle Wolf, Kabarettistin bei der „Daily Show“. „Ein Teil dieser Frauen wollte Hillary nicht als Präsidentin, weil sie eine Frau ist“, sagt sie. „Auch Frauen können frauenfeindlich sein, vor allem wenn es darum geht zu beweisen, dass Frauen alles dürfen, was Männer dürfen, außer Präsident zu werden.“ Diese Wahl war eine Abstimmung darüber, wo die Untergrenze des Erlaubten für Männer liegt – und wo die Obergrenze für Frauen.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/us-wahl-auch-frauen-koennen-frauenfeindlich-sein-1.3245497

    Oder auch:

    Dabei ist offener Sexismus nur das eine Problem. Hinzu kommen Stereotype, mit denen Männer und Frauen gleichermaßen reagieren, wenn sie eine Frau in einer Machtposition sehen. Eine ehrgeizige, erfolgreiche Frau verletzt die Rollenerwartungen der Gesellschaft – ebenso wie ein Mann, der am hellichten Wochentag mit Baby vor dem Bauch spazierengeht. Kaum vorstellbar, dass es ein Hausmann im Wahlkampf auch nur annähernd so weit geschafft hätte wie Donald Trump, der mit männlichen Statussymbolen wie Geld, Macht und Virilität nur so um sich warf. Das erklärt auch, zumindest teilweise, warum 53 Prozent der weißen Wählerinnen für Trump gestimmt haben. Sie wollten den echten Kerl, der besser zu ihren eigenen Weltvorstellungen passt als die Frau, die sich über Traditionen hinwegsetzt.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/us-wahl-was-der-wahlausgang-fuer-die-frauenbewegung-bedeutet-1.3241458

    Die Störenfriedas finden die ultimative Erklärung: Die Demokratie ist schuld, die Falschen gehen zur Wahl:

    Wenn man diese Wahlentscheidung auf einfache Erklärungen herunterbrechen möchte, dann ist sie in erster Linie eine rassistisch geprägte, die die großen Mängel der Demokratie aufzeigt. Das weiße Amerika hat gewählt, aber eben das „falsche“ weiße Amerika, das der Armen und Hoffnungslosen, der Arbeitslosen und der Veteranen, das der Rassisten und Waffennarren.

    Aber die Störenfriedas bemühen sich durchaus um eine seriöse Analyse und argumentieren nicht ganz so vulgärfeministisch wie die Mädchenmannschaft:

    Zweifellos: Trumps Sieg war kein Sieg für dem Feminismus. Der Gedanke diese Person (mindestens) vier Jahre ertragen zu müssen ist furchtbar. Die Gefahr, die von einer Trump-Präsidentschaft für Frauen und ethnische Minderheiten ausgeht ist real. Trumps Sieg ist für viele eine Niederlage, darüber besteht unter Feministinnen weitgehend Konsens. Der Dissenz besteht mehr oder weniger darüber ob es etwas zu gewinnen gab, oder ob es sich um eine Wahl zwischen Pest und Cholera handelte, und eine Niederlage – wie auch immer – vorprogrammiert war. Feministinnen vorzuwerfen sie seien Trump-Unterstützerinnen, wenn sie sich einer Wahl von Hillary Clinton verweiger(te)n ist unredlich.

    Für uns als Deutsche stellt sich die drängende Frage welche Lehren wir aus seinem Sieg für Deutschland ziehen können und werden – denn Schadenfreude und Überheblichkeit über die „dummen und intellektuell minderbemittelten AmerikanerInnen“ kann uns leider schon im nächsten Jahr bei der Bundestagswahl durch ein zu erwartendes gutes Abschneiden der AfD im Halse stecken bleiben.

    http://diestoerenfriedas.de/trumps-sieg-ist-kein-versagen-des-feminismus/#more-6717

    Die Frage stellt sich. Die Antwort fehlt. Die Parteien von CDU bis Linke werden von ihrem Quotenfeminismus und ihrer männerfeindlichen Politik nicht ablassen. Wie sollte das gehen? Also wird die AfD und – mit Abstrichen – vielleicht auch noch die FDP profitieren.

    • „Michelle Wolf, Kabarettistin … dass Frauen alles dürfen, was Männer dürfen, außer Präsident zu werden….“

      Na klar, es gibt in der virtuellen Realität, in der die Süddeutsche existiert, ein Gesetz, das Frauen verbietet, Präsident zu werden. Sarkasmus off. Das intellektuelle Niveau der Süddeutschen zeigt sich hier wieder einmal symptomatisch daran, daß die Wahlanalyse von einer Kabarettistin besorgt wird. In dem Stil geht es weiter:

      „Hinzu kommen Stereotype, mit denen Männer und Frauen gleichermaßen reagieren, …“

      (man kann nicht MIT einem Stereotyp reagieren, somdern höchstens gemäß einem, das nur am Rande bemerkt)

      So langsam sollte auch formal ggf. sogar akademische Feministinnen einige Ergebnisse der Stereotypforschung zur Kenntnis nehmen. Aber das wäre eine geistige Anstrengung. Dann lieber das Zauberwort „Stereotype!!!“ in die Runde werfen und man hat recht. Man weiß das ganz genau und ganz sicher vom unsichtbaren rosafarbenen Einhorn. Echt praktisch.

      Wahrscheinlich können sich die feministischen SZ-Damen auch nicht vorstellen, daß manche Wähler diesen feministischen Populismus durchschauen und deswegen die Vorwürfe, „die Rechten“ seien dumm und populistisch, nicht mehr ernst nehmen. Wer im Glashaus sitzt, …

      • Wie alt warst Du 1995?^^

        In Deutschland wäre eine Kanzlerin übrigens gar nicht möglich gewesen bis 2001, soweit ich weiß hing das mit dem Verbot zum Dienst an der Waffe innerhalb des Militärs zusammen (bei der Polizei durften Frauen ja vorher schon eben diesen tun).

        Der wichtigste Wähler-GAP bei der US-Wahl fand mein ich auch noch keine Erwähnung hier?

        Now that’s impressive.

        • (letzter Tweet zeigt wahrscheinlich nicht die tatsächlichen End-Ergebnisse. Aber von der Tendenz her dürfte das doch hinkommen, check it yourself if you find the time…)

        • „In Deutschland wäre eine Kanzlerin übrigens gar nicht möglich gewesen bis 2001, soweit ich weiß hing das mit dem Verbot zum Dienst an der Waffe innerhalb des Militärs zusammen“

          So ein Unsinn.

    • Naaaa klar. Die Menschen können nicht jemanden wählen, der ihre Rollenerwartungen verletzt. Na klar. Völlig undenkbar das ein Mann, der am helllichten Tage sein Kind durch die….

      http://media.gettyimages.com/photos/prime-minister-of-canada-justin-trudeau-pushes-his-youngest-son-in-picture-id584908222

      Oh….

  15. Hallo Christian und alle Mitleser.

    Ich hatte bei dieser Mädchenmannschaft folgenden Kommentar hinterlassen der von den Moderatoren dort nicht freigeschaltet wurde.

    Vielleicht kann man das ja hier mal zur Diskussion stellen:

    Zitat:

    „Wobei auch viele Weiße, -Frauen wie Männer – ohne College Abschluss Trump gewählt haben.

    So ganz stimmt die Sache nicht das die Arbeiterklasse nichts damit zu tun hat. Die weisse Arbeiterklasse hat auch für Trump gewählt. Und zwar bewusst. Es gibt da nämlich einen „Elefanten im Raum“. Ich habe mit einer Freundin in den USA geskypt.

    Und das ist das Thema Inter-Rassistische Vergewaltigungen. Ein absolutes Tabuthema welches fast nur zu Lasten weisser Frauen geht und von Feministinnen nicht angesprochen wird oder lächerlich gemacht. Diese Art von Rapecultur die politisch nicht korrekt ist.

    Findet jetzt ein Umdenken statt oder weiter verschweigen?“

    Lg

    Anna

    • Ich vermute schweigen… ihr beklopter Intersektionalismus mit seiner Privilegientheorie macht nicht die Handlung an sich falsch, sondern immer nur in Berücksichtigung wer Opfer und wer Täter ist.

      Höre ich jetzt zum ersten Mal dass das in den USA auch so ist. Hier kennt man das ja spätestens seit Köln…

    • Obwohl sowas wie Inter-Rassistische Vergewaltigungen ist auch hier Thema:

  16. Der grösste Schlampenmarsch aller Zeiten ist geplant!

    http://www.huffingtonpost.com/entry/trump-million-women-march_us_582642efe4b0c4b63b0cbfa5

    • Auf SPON kann man lesen das irgendeine Frau ihr Anschuldigung wegen Vergewaltigung oder sexueller Belästigung erneuert. Sie will aber keine Anzeige erstatten… das könnte ja Ergebnisse liefern…

      • Ich vermute, der unerbittliche (Wahl-)Kampf geht weiter. Möglicherweise mittels der schärfsten Waffe, die Feministen haben: Anschuldigung wegen sexuellen Missbrauchs.

  17. Marenleinchen ist auch enttäuscht😦

  18. Was viele übersehen:
    Clinton ist nicht links!
    Sie ist nach aussen libertär, nach innen aber offenbar in der Hand der grossen Konzerne. „Links“ ist anders und definitiv nicht, wenn man Positionen vom rechten Flügel der FDP vertritt, die hier ja schon mal die Partei an die Wand gefahren haben.
    Was auch übersehen wird, und zwar in beiden Lagern: Es war keine Wahl FÜR Trump, sondern eine Wahl GEGEN Clinton und das Establishment, das sie vertritt und das in den letzten Jahren/Jahrzehnten komplett den Kontakt zu den Sorgen und Nöten der Bevölkerung verloren hat. Bereits die Nominierung und Wahl von Obama war ein derartiger Protest, und wie nötig es ist, was zu ändern zeigt die Totalopposition und Blockade, die seine Wahl ausgelöst hat. Jetzt wurden auch zu den Kongresswahlen teilweise Kandidaten gewählt, die dem Establishment nicht so nahe stehen….
    (Und darum hätte Saunders vermutlich gewonnen, aber damit wäre die Blockadepolitik weitergegangen)

    Jetzt hat Trump zusammen mit einem Republikanischem Kongress allerdings keine faulen Ausreden mehr. Mal sehen, ob jetzt was vorwärtsgeht in der Innenpolitik der USA.
    (Ich bin da nicht sehr zuversichtlich.)

    Die Demokratische Partei muss sich, nach dem Entgleisen der „Clinton-Machine“ neu finden. Die Republikaner sind allerdings genauso verrottet wie die Demokraten, nur wird sich wohl deren dringend notwendiger Regenerationsprozess bis auf weiteres verschieben….

    Fazit: Clinton wurde nicht gewählt, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie ein derartig fester Teil des Establishments ist. Das sie noch dazu schlicht unsympatisch und arrogant rüberkommt, hat auch nicht geholfen. Die sie umrankenden Skandälchen haben ihr dann den Rest gegeben.
    Und selbst damit war es noch verdammt knapp!

    Tja, wird intressant werden, die nächsten 4 Jahre….

  19. Lasst uns mal über den Punkt „finanzielle Unabhängigkeit“ reden: Clinton als Person ist es. Bei Donald Trump ist das Gegenteil wahrscheinlicher, aber Genaueres kann man dazu halt nicht sagen. Seltsam, wie egal das zu sein scheint für Eure Bewertung.

  20. Es gehört zu einem der größten Vorteile als Frau, immer im Moment des Scheiterns die Schuld bei Männern suchen zu können. Keine Karriere gemacht? Männer haben blockiert. Nicht Präsidentin geworden? Männer haben nicht gewählt.

    Ist auch völlig egal, ob diese Einschätzung von allen geteilt wird, Frau selbst glaubt das und bewältigt so nie wirklich zu 100 Prozent eigenes Scheitern. Wie bequem ists doch andere dafür verantwortlich zu machen.

    Mein Männern ists vollkommen illusorisch. Jeder Mann scheitert ALS Mann und nicht WEIL er Mann ist. Dieser Splitter ist so riesig im Feminismus. Das ist unfassbar. Jede Kritik an Frauen ist frauenfeindlich. Jedes scheitern von Frauen ist frauenfeindlich. Jede kritische Darstellung von Frauen ist frauenfeindlich.

    Feminismus ist Ausdruck hyperfragiler Feminität, die eben außer ihrer Geschlechtlichkeit, welche sie immer überbetont, nichts Identitätsstifendes anbieten kann. Nichtfeministische Frauen sind gefestigter. Die beziehen ihre Identität z.B. aus sinnlicher Beziehung zu Männern oder zb. durch Kinder. Feministinnen zeichnen sich durch die Abwesenheit dieser beiden Merkmale überwiegend aus.

    Ihnen bleibt nichts als ihr Frausein. Und daher nimmt ihr Frausein auch so einen hohen Stellenwert ein. Es muss die die innere Leere füllen. Eigentlich traurig.

  21. „Nate Cohn, an election analyst at the New York Times, estimates that once all votes have been counted, 63.4 million Americans will have voted for Mrs Clinton and 61.2 million for Mr Trump, giving the Democrat a ‘winning’ margin of 1.5 per cent.

    That total would be more than the votes received by any other presidential candidate in history except for Mr Obama in 2008 and 2012.

    The total number of votes cast is expected to easily exceed the 129 million from 2012. …

    The nature of the electoral college has led some people to suggest Ms Clinton could still become president if electors vote against the instructions given to them by the electorate in their state.

    There have been 157 of these so-called “faithless electors” throughout history but they have never overturned an election result and it is unlikely to happen this year.“

    Unlikely heißt in dem Fall womöglich: die Chancen stehen gut?!

    „One petition demanding the electoral college is scrapped has attracted more than 700,000 signatures while another has over 300,000.

    Mr Trump himself had previously called the electoral college “a disaster for democracy” after mistakenly thinking that Barack Obama had lost the public vote in 2012 but retained the presidency.“

    http://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-elections/us-election-hillary-clinton-more-votes-popular-vote-any-candidate-barack-obama-donald-trump-a7413596.html

    • Ich finde die heutige Zeiten echt witzig.

      Erst heulen die Trumpgegner herum, was für ein Tabubruch es doch angeblich sei, dass Trump nicht schon vor der Wahl klar erklären würde, dass er das Wahlergebnis – egal wie es ausgeht – anerkennen würde und jetzt haben die gleichen Heulsusen das Problem, das Ergebnis der Wahl anzuerkennen.

      Und, wer weiß schon, ob man der Propaganda-Mainstream-Presse überhaupt noch glauben kann, dass Hillary landesweit angeblich mehr Stimmen bekommen habe.

      https://70news.wordpress.com/2016/11/12/final-election-2016-numbers-trump-won-both-popular-62-9-m-62-7-m-and-electoral-college-vote-306-232-hey-change-org-scrap-your-loony-petition-now/
      http://prntly.com/2016/11/11/sorry-liberals-trump-just-won-the-popular-vote-and-electoral-vote-after-the-recounts/

      Hätte Trump gegen Clinton Tennis gespielt und 7:6 3:6 7:6 gewonnen, würden die Manipulier-Medien als miese Verlierer vermutlich auch ständig betonen, dass Clinton ja mehr Spiele gewonnen hätte und die Tennisregeln hinterfragt werden müssten.

      Und, wenn man sich mal das folgende Bild anschaut:

      https://pbs.twimg.com/media/Cw_Y0C2XgAAyPBl.jpg:large

      und fesstellt, dass Clinton nur in wenigen Regionen die Mehrheit für sich gewinnen konnte, dann könnte man auch zu dem Ergebnis gelangen, dass das derzeitige Wahlsystem in Amerika durchaus einen Sinn haben könnte. Man kann in den USA aufgrund des Wahlsystems halt nur Präsident werden, wenn man nicht nur wenige Regionen für sich gewinnt, sondern möglichst breitflächig in allen Bundesstaaten die Menschen überzeugt. Denn gesucht wird ja derjenige, der alle Bundesstaaten repräsentieren soll und nicht nur die Minderheit der Regionen.

      Nahezu jedes Wahlsystem hat im Übrigen seine Regeln, über die man diskutieren könnte bzw. die neben der reinen Stimmengewichtung noch weitere Gewichtungen vornehmen. So könnte bei uns in D im Extremfall sogar jemand mit nur 5,01 % der Stimmen Bundeskanzler werden bzw. alleine regieren, wenn alle anderen Parteien an der 5-Prozent-Hürde scheitern würden. Dann würde die 5,01%-Partei nämlich 100% der Sitze im Bundestag erhalten und könnte alleine regieren, obwohl diese nicht einmal ansatzweise die Mehrheit der Bürger im Land für sich gewinnen konnte. Auch durch Überhangmandate sind weitere Verschiebungungen der Stimmengewichtungen möglich.

      Um es weniger extrem darzustellen, braucht man nur die letzten Landtagswahlen in Mecklenburg Vorpommern anzuschauen. Dort sind die Grünen (4,8%), FDP (3,0%) und die sonstigen kleinen Parteien (insgesamt 8,6%) an der 5%-Hürde gescheitert, so dass insgesamt ca. 16,4% der abgegebenen Wählerstimmen einfach wegfallen und im Parlament keine Berücksichtigung mehr finden. Man bräuchte daher nur noch 41,8% der Wählerstimmen, um die Mehrheit im Parlament zu haben und alleine regieren zu können.

      Aber lassen wir die Heulsusen plärren. Ich schätze, ein recht großer Teil der Trump-Wähler hat ja ohnehin genau aus diesem Grund Trump gewählt, weil sie die Manipulier-Medien heulen sehen wollten. Und es ist doch super, wenn ausgerechnet diejenigen, die vor der Wahl es noch als Skandal empfanden, wenn Trump es sich vorbehielt, ob er die Wahlergebnisse anerkennen wird, jetzt nach der Wahl selber diejenigen sind, die das Ergebnis der Wahl nicht respektieren wollen.

      Aber die Presse ist halt in einem erbärmlich miesen Zustand und geistig offenbar auch nicht in der Lage, zu reflektieren, dass ihre manipulierende Art und Doppelmoral eines der wesentlichen Gründe dafür waren, die nicht wenige Wähler zu Trump trieben. Die Republikaner hätten auch Kermit oder einen Besenstil aufstellen können und hätten dann vermutlich noch mehr Stimmen bekommen.

  22. Die Trump-Wahl hat schon einen sehr positiven Effekt:

    Nach und nach beginnen die ersten Journalisten aus ihrem bornierten Tiefschlaf zu erwachen:

    http://mobile2.bazonline.ch/articles/5825f549ab5c371538000001

    Make Journalism great again!

    • Ich hoffe sehr, dass dieses kurze Zeitfenster von den Medien nun genutzt werden wird, um endlich die Klimawandel-Panik ad acta zu legen. Diese Chance sehe ich tatsächlich nun gekommen.
      Just in time, wo es auf den Kanälen wieder losgeht mit der Propaganda von wegen: dieses Jahr sei wieder das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen.
      Isch kann et nit mehr hören…


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