Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 10. November 2016

Der Mann als Oberhaupt der Familie

Ein Thema, welches glaube ich hier noch nicht so ausdrücklich diskutiert worden ist, welches aber Männerrechtlern gerne als Wunschtraum vorgehalten wird, ist „der Mann als Oberhaupt der Familie“.

Dieser in früheren Zeiten populären Vorstellung nach sollte der Mann eben das Sagen in einer Beziehung haben und die Frau ihm „Untertan“ sein. Er sollte die Finanzen kontrollieren und sonstige wichtige Fragen entscheiden, die Frau war eben für die ausführende Verwaltung der Familie, sozusagen das „Innere“ verantwortlich.

Mich persönlich interessiert eine solche Wertung nicht. Ich möchte keine Beziehung, in der ich der Boss bin und meine Partnerin nichts zu sagen hat, ich möchte eine Beziehung, die auf Augenhöhe stattfindet. Ich möchte eine berufstätige Frau, die auch auf eigenen Beinen stehen kann und selbstbewußt ist und nicht eine untergebene Dienerin.

Von einigen „Neomaskulisten“ wird dies aber als wesentliche Voraussetzung für eine „richtige Geschlechterdynamik“ unter „Game-Gesichtspunkten“ gesehen. Der Mann müsse die Frau beherrschen, damit sie ihn attraktiv findet oder etwas in dieser Art. Eine gleichberechtigte Beziehung bedeutet aus meiner Sicht nicht, dass man in allem Nachgeben muss, ein „Softie“ sein muss. Man kann durchaus einen hohen Status verkörpern, Entscheidungen treffen, Selbstbewußtsein ausstrahlen, ein „Anführertyp“ sein, dem sie gerne folgt, Verantwortung übernehmen, was aus „Game-Gesichtspunkten“ durchaus positiv für die Beziehung sein kann, ohne dabei die Vorstellungen seiner Partnerin zu übergehen oder diese als Unterlegene zu behandeln.

Ich finde die hier zitierte Stelle dazu gar nicht so schlecht, die deutlich macht, wie „Game“ in dieser Hinsicht funktioniert:

Taking charge and being decisive however doesn’t mean taking domineering control over your woman. Taking charge doesn’t mean micromanaging her activities, telling her what to wear all the time, or telling her who she’s allowed to see. It doesn’t mean playing dictator.

You want to be dominant, but not domineering. You want to be strong, and yet sweet.

Nor do you need to create a woman who is subservient. In fact, your woman should not hesitate to offer you her advice based on her experience and feelings.(…)
Many men make the mistake of believing that being nice means being a pushover. It’s not. You still want to nice and loving to your woman, just not in a placating way, but from the position of taking command and being a man of action.

So you have to take control over the situation without losing control over yourself. You want to be able to be in control of any situation without resorting to any sort of domineering behavior. Being in control and being decisive simply means that you are a man of action, that you have direction, and are comfortable taking control when the moment arises.

Ich stimme mich in der Regel über wichtige Fragen mit meiner Freundin ab, ich beziehe natürlich ihre Vorstellungen ein und wir diskutieren darüber. Ich muss mich auch nicht zwanghaft durchsetzen, nur um „der Herr im Haus“ zu sein. Ich sehe eine Beziehung als etwas an, in dem ich eine Partnerin will, ein „Wir, zur Not auch gegen den Rest der Welt“. Eine Frau, die sich tatsächlich „unterwirft“ würde mich weit weniger interessieren.

Natürlich: Wenn beide damit glücklich sind, dann sollen sie ihre Beziehung so leben. Es gibt sicherlich Frauen und Männer, die damit gut zurechtkommen.


Responses

  1. So ein Beispiel aus meinem Leben. Mein Frau ist die, die sich um den Urlaub kümmert. Sich da anders als zustimmend zu äussern, been there, done that, will man nicht haben. Ich darf bei der Grundsatzentscheidung mitreden (Meer, Berge, Land), aber dann macht sie alles. Irgendwann (typischerweise wochen später) ist sie dann verzweifelt hat eine Hand voll Optionen und kann sich nicht entscheiden. Da kommt dann wieder mein Part. Ich entscheide😉 Passt.

    • „Sich da anders als zustimmend zu äussern, been there, done that, will man nicht haben.“

      Oder wie Balzac es ausdrückte:“It is easier to struggle with men than to wage war against your own wife.“

      Diese Tatsache taucht in keiner Frauen-sind-unterdrückt Analyse auf.

      • Happy Wife, Happy Life😉

        • Das scheint mir auch eher eine lose Korrelation zu sein:

  2. Ich habe meine letzte langjährige Beziehung so ähnlich geführt. Ich habe die, für sie unangenehme, Aufgabe übernommen zu entscheiden, ihr allerdings ein Mitspracherecht eingeräumt. Da man mich auch mit Argumenten überzeugen kann, war das am Ende schon ein guter Kompromiss, ihre Aufgabe war mir bei der Entscheidungsfindung zu helfen.
    Allerdings bevorzuge ich auch beruftstätige Frauen – kann mit Hausmütterchen gar nix anfangen und mag es auch wenn die Frau selbstbewusst ist. Ich glaube auch nicht, dass es in der deutschen Gesellschaft von heute anders geht. Wirkliche Unterwerfung der Frau bedeutet nämlich auch, dass der Mann alles für 2 Personen vorgeben muss und das kann extrem anstrengend sein.

    Allerdings habe ich auch oft festgestellt, dass Softis nur gar nicht von ihren Frauen respektiert werden. Viele meiner Sexpartner haben mir erzählt, dass ihre Männer zu Hause gar nichts zu sagen haben und sie es deshalb genießen einem dominanten Mann wie mir ausgeliefert zu sein wo sie auch mal Frau sein zu dürfen. Ich denke schon, dass es für einen Mann Grundvoraussetzung ist, stark und dominant zu sein wenn er von Frauen respektiert werden will. Vermutlich ist das auch ein Grund, warum ich disrespektvolles Verhalten nur von anderen oder aus dem Internet kenne.

  3. Wer sind diese „einige Neomaskulinisten“, die das angeblich anders sehen als der zitierte Abschnitt?

    • Ich hatte durchaus damit gerechnet, dass du es bereits anders siehst

      • Nein, der zitierte Abschnitt beschreibt das durchaus richtig. Und ich denke auch nicht, dass RoK-Autoren das deutlich anders sehen.

        • Ich denke schon, dass sie das anders sehen würden. Eben eher in deinem Sinne einer Unterordnung

    • Die meisten Return of Kings Autoren.
      Das übliche Bild ist, dass der Mann die Kapitän sein muss und die Frau First Mate.

  4. Und was genau ist „Unterwerfung“ nach Deinen Vorstellungen? Ich glaube nicht, dass irgendjemand damit meint, dass die Frau auf Knien auf dem Boden herumkriecht.

    Ich würde das in etwa so sehen: Wenn Shit-Tests von ihr quasi nur in einem lustigen Flirt-Zusammenhang kommen, aber nur sehr selten ernsthaft, wenn du als Mann auch mal etwas schwach erscheinen kannst, ohne dass gleich ein Machtkampf ausbricht, wenn sie nicht alle naselang versucht dich zu betaisieren, dann bedeutet das, dass sie sich unterworfen hat.

    • Oder: Wenn es keiner Anstrengung bedarf, deinen Frame ihr gegenüber zu halten: sie hat sich unterworfen.

      • in meinem Blog fahre ich eher die RoK Linie😉

        • Was ist denn an dem zitierten Abschnitt Deiner Ansicht nach falsch?

    • Ich finde bereits den Begriff Unterwerfung da unpassend

      • Über Begriffe kann man natürlich streiten. Aber der Begriff Unterwerfung lässt sich auf alttestamentarische Quellen zurückführen. Danach (frag mich nicht nach Fundstellen, ich bin kein Bibel-Exeget) soll sich die Frau dem Mann unterwerfen wie sich der Mann Gott unterwerfen soll. Und so eingebettet kann man dann auch verstehen, was das konkret bedeuten könnte. Pabst Franziskus ist z.B. ein gutes Beispiel für einen Mann, der sich Gott unterworfen hat.

        • Du meinst eine Bezugnahme auf die Bibel überzeugt mich?

          Mir geht es um ein über und Unterordnungsverhältnis, welches ich nicht will

        • Ich beziehe mich nicht auf die Bibel um die Richtigkeit eines Über-/Unterordnungsverhältnisses zu begründen, sondern um zu präzisieren, was damit gemeint ist.

          Es geht um den Frame. Wer bestimmt den Frame? Man kann das nicht gemeinsam tun, weil man der eigenen Subjektivität nicht entkommen kann. Und dann bleibt: Wenn Du Dir nicht sicher bist, dass Du den Frame bestimmst, bestimmt mit hoher Wahrscheinlichkeit sie ihn.

        • Oder, mit anderen Worten:

          „You want to be able to be in control of any situation without resorting to any sort of domineering behavior“

  5. In unseren Zeiten will wohl so gut wie keine Frau einen „Boss“ als Mann.

    Gleichzeitig wünscht sich so gut wie jede Frau einen Mann, der so viel souveräner ist als sie, dass er jederzeit die Castagnetten aus dem Feuer holen kann, die sie da hat reinfallen lassen.
    Das wird verschwurbelt mit „sich anlehnen können“ oder „auch mal fallen lassen können“.

    Daher ist die von Christian angerissene Frage: „Was will der Mann eigentlich?“ auch interessanter.

    Ist schon mal aufgefallen, dass die meisten Männer meiner Generation keinen Spaß am Tanzen haben? Es macht keinen Spaß, jemanden führen zu müssen, die sich nicht führen lassen kann oder will.
    Interessanterweise ändert sich das grade wieder. Women against Feminism findet auf allen Ebenen statt.

  6. „Dieser in früheren Zeiten populären Vorstellung nach sollte der Mann eben das Sagen in einer Beziehung haben und die Frau ihm „Untertan“ sein. Er sollte die Finanzen kontrollieren und sonstige wichtige Fragen entscheiden, die Frau war eben für die ausführende Verwaltung der Familie, sozusagen das „Innere“ verantwortlich.“
    DIes war auch die rechtliche Lage z.B. in Preußen im 17. und 18. Jhd.
    Das hatte aber auch für den Mann erhebliche Konsequenzen. Im allgemeinen mußte der Mann der Familie für den gesamten Haushalt geradestehen. Sprich: Wenn seine Frau den haushalt verschuldete mußte er in Schuldhaft. Gleiches galt für viele strafrechtliche Tatbestände der Haushaltsangehörigen.
    Insofern gab es dort keine „Rosen“ ohne Dornen.

  7. Was ist an diesem Bild attraktiv?
    Der Umstand, dass sie einen Teller in der Hand hat?
    Oder was anderes?

    • Die Gummihandschuhe…. (harharhar)

      • Du und deine Fetische immer…

    • Der Wasserkocher… Very sexy.

    • Das Eiweißpulver im Hintergrund.

    • Der Wasserkocher

  8. Vielleicht gehen wir das Thema mal anders an: Vor Monaten gab es mal eine informelle Umfrage hier in den Kommentaren, wer nach Eindruck der Kommentatoren in den ihnen bekannten Beziehungen „die Hosen anhat“. Das Ergebnis war (ich glaube einstimmig), dass das meistens die Frauen sind.

    Gleichzeitig (das ist neu und noch nicht erhoben) würde es mich sehr wundern, wenn alle diese Männer in die Beziehungen mit dem Vorsatz gegangen sind, sich der Frau zu unterwerfen? Ich wette dagegen, all diese Männer, bei denen letztlich die Frau die Hosen anhat, wollten „Gleichberechtigung“, denn Unterwerfung ist ja böse. Und jetzt Christian, erklär mir doch mal warum das offenbar nie klappt?

    • Hier sind doch haufenweise Kommentatoren, die einerseits meinen, dass Frauen in Beziehungen immer das Sagen haben und die andererseits für Gleichberechtigung sind? Was sagt Ihr denn alle dazu?

      • Kann es sein, dass du deine dichotomie aufbauen willst?

        Entweder der eine oder der andere wird unterdrückt, dass muss aber gar nicht der Fall sein.

        • Wie kommt es dann, dass ‚immer‘ Frauen in Beziehungen das Sagen haben? Begründe doch mal, warum das angeblich nicht so sein muss, wenn es nach so vieler Leute Eindruck doch anscheinend ‚immer‘ der Fall ist?

        • @lh

          Es muss natürlich nicht so sein. Aber natürlich haben viele Frauen einen gewissen machtvorsprung, weil Männer lieber Ruhe haben als sich über Kleinigkeiten zu ärgern
          https://allesevolution.wordpress.com/2013/07/02/manner-stimmen-in-einer-beziehung-lieber-zu-als-zu-streiten-frauen-nervt-das/

          Aber daraus folgt eben nicht, dass deswegen besser der Mann das Sagen hat.

        • Aber daraus folgt eben nicht, dass deswegen besser der Mann das Sagen hat.

          Warum folgt das daraus nicht? Das Sagen zu haben ist der bei weitem effektivste Weg lieber seine Ruhe zu haben und sich nicht über Kleinigkeiten ärgern zu müssen.

        • „Warum folgt das daraus nicht?“

          Weil es nicht die einzige Option ist
          https://allesevolution.wordpress.com/2016/06/12/falsche-dichotomien/

          „Das Sagen zu haben ist der bei weitem effektivste Weg lieber seine Ruhe zu haben und sich nicht über Kleinigkeiten ärgern zu müssen.“

          Das mag sein, aber man kann diesen Weg dennoch nicht wollen. Etwa wegen der Kosten ihn aufrechtzuerhalten oder wegen sonstiger Nachteile, etwa weil man selbstbewußte Frauen mit eigener Meinung als Partnerin interessanter findet.
          Du willst Beziehungen als ein Nullsummenspiel um Macht, ich eher als kooperatives Spiel, in dem man sich abspricht.

        • Etwa wegen der Kosten ihn aufrechtzuerhalten

          Welche Kosten denn, die sonst nicht da wären? Die die Kosten der Errichtung des Zustands durch „Unterwerfung“ der Frau sind recht hoch, das lohnt nicht für jede Frau. Aber danach geht alles leichter.

          etwa weil man selbstbewußte Frauen mit eigener Meinung als Partnerin interessanter

          Und Du meinst ernsthaft, die wollen sich nicht einem noch stärkeren Mann unterwerfen? Was verleitet Dich zu der Annahme?

        • „Welche Kosten denn, die sonst nicht da wären? Die die Kosten der Errichtung des Zustands durch „Unterwerfung“ der Frau sind recht hoch, das lohnt nicht für jede Frau. Aber danach geht alles leichter.“

          Du kannst es ja gerne machen. Ich hindere dich daran ja nicht. Es ist eben nicht mein Ding. Ich persönlich finde „unterworfene Frauen“ schlicht nicht interessant.

          „Und Du meinst ernsthaft, die wollen sich nicht einem noch stärkeren Mann unterwerfen? Was verleitet Dich zu der Annahme?“

          Ich sagte, dass ich sie nicht interessant finde. Was interessiert es mich, dass sie sich dann lieber einen anderen unterwerfen wollen? Dann passen wir eben nicht zusammen und trennen uns. Ich muss mir davon mein Verhalten nicht diktieren lassen

        • Vielleicht müssen wir hier wieder ein bisschen auf mögliche Missverständnisse achten. Ich find es auch gut, wenn eine Frau eine eigene Meinung hat und die äußert. Dominant zu sein bedeutet, sich davon nicht verängstigen zu lassen. Und sich so oder so seine eigene Meinung zu bilden und danach zu handeln.

        • @lh

          Ich denke deine Definition von Dominant geht darüber hinaus. Und da haben wir dann irgendwann andere Vorstellungen.
          Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dein Weg gewisse Vorteile bringt. Das eine gewisse Dominanz von sehr vielen Frauen durchaus positiv aufgenommen wird, da werden wir uns nicht streiten. Wir unterscheiden uns in der notwendigen Intensität und dem Umfang und in der Betrachtung als „sie oder ich“. Ich kann heute mit Shittests oder anderen Punkten natürlich souveräner umgehen als früher und bin mitunter überrascht, was Männer mit sich machen lassen, auch wenn sie es wesentlich einfacher haben könnten mit etwas „Game“. Aber das ändert nichts daran, dass ich eine wesentlich andere Vorstellung davon habe, wie ich eine Beziehung leben möchte als du

        • Ich muss mir davon mein Verhalten nicht diktieren lassen

          Da bin ich übrigens ganz bei Dir. Aber man tut gut daran, das zu tun, was einen der Erfüllung seiner eigenen Ziele und Interessen tatsächlich näher bringt.

        • @lh

          ich bin ja vollkommen zufrieden, ohne Südländerin „unterwerfen“ zu müssen.

        • Psst: Ich glaube ja, Du hast sie unterworfen. Du siehst es vielleicht nur nicht.

        • Rollo schreibt heute übrigens was zum Thema und über die Liebe:

          And while I’ve covered the idea of love being a complementary arrangement between men and women each holding differing concepts in prior essays, one thing I haven’t explored is what Nick calls the “Deep Conversion” a woman goes through and what she feels for a man with whom she genuinely falls in love with.

          Nick refers to this process as a kind of ‘soul surrender’ in which a woman recognizes a Man’s inherent value to both her short term sexual, and long term security needs. From her perception, this guy represents her Hypergamous ideal. Such is his sexual market value in relation to her own that it puts all but the most deeply rooted doubts of his quality to rest for her and opens her to associating him with an emotional state.

          https://therationalmale.com/2016/11/11/deep-conversion/

      • Warum kommentierst du nie im Rote Pille Blog, wo deine Ansichten geteilt werden lh?
        In DE scheint das kommentieren nur zum „streiten“ gut anstatt wie in den USA zum gemeinschaftlichen Erfahrungsaustausch. Schade.

        • Erfahrungsaustausch ist schon interessant. Aber eine gute Community dafür aufzubauen ist sehr schwer und davon lebt so was.
          Ich habe zwar gegen die Ansichten Deines Blogs selten etwas einzuwenden, aber mir fehlt bei den Texten etwas die Tiefe und das Potential zu neuer Erkenntnis für mich.

        • Ich wollte einfach mal die RoK Inhalte den deutschen Lesern näher bringen und versuche auch eigene Erfahrungen als Inspirationen für neue Artikel zu nehmen.
          Würde mich trotzdem freuen, deine Sichtweisen zu hören. Es gibt anscheinend echt wenig Deutsche die Neomaskulinität im Sinne von RoK oder RationalMale leben, oder wie siehst du das?

        • Man kann das Rad nicht neu erfinden, aber in DE kenne ich keinen anderen Blog auf dieser Linie – vllt Question of Attitude? Hier klingt auch vieles sehr Roosh mässig.

        • Ja, es fehlt ein deutsches Blog dieser Richtung, das stimmt. Aber es fehlt in Deutschland offenbar auch das Publikum. Oder sagen wir: für ein deutsches Publikum bräuchte man eine andere Ansprache, einen anderen Zugang.

        • ich schreibe mal nen Artikel mit deiner Definition vom unterwerfen…gefällt mir super mit der Verbindung zur Bibel.
          Falls du darüber einen Gastartikel schreiben willst, melde dich.
          diese MGTOW Gejammer in manchen deutschen Männer-Blogs halte ich hingegen für nicht zielführend.

  9. Nachdem ich Hundetraining mit meinem Neufundländer absolviert hatte, wollte ich ja mal, mal einen Artikel schreiben »was Hundetraining über den Feminismus sagt« schreiben.
    Ein wichtiger Punkt im Training war dem Hund klar zu machen, dass der Menschen die Rudelführer sind, denn Hunde und Menschen haben da oft eine andere Wahrnehmung und wenn sich der Hund für den Rudelführer hält, ist der eigentlich grenzenlos mit dieser Rolle überfordert. Woher soll der Hund denn Wissen was für Regeln in einer menschlichen Gesellschaft herrschen?
    Nachdem wir das geklärt haben, war mein Hund wesentlich entspannter und stressfreier zu händeln.
    Wenn man sich die Partnerauswahl von modernen Frauen ansieht, scheint es hier eine deutliche Diskrepanz zwischen feministischer und weiblicher Weltsicht zu geben, zu mindestens wenn man sich die Auszahlungen des Elterngeldes ansieht, dann scheint es unter den Frauen immer noch vorherrschend zu sein, sich ein Alphamännchen zu suchen, zu mindestens wenn Familienplanung perspektivisch im Raum steht. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2014 bekommt der Elterngeld beantragende Vater im Durchschnitt 62% mehr, als die Elterngeld beantragende Mutter. Dass diese Zahl so deutlich höher ist, als die Gender Pay Gap liegt daran, dass von den beantragenden Müttern vor der Geburt nur 7 von 10 Gearbeitet haben und somit nur den Mindestensbetrag von 300€ bekommen (Bei Vätern sind es 9 von 10). Bei diesen 30% ist die klassische Rollenverteilung eine absolute wirtschaftliche Notwendigkeit. Aber selbst wenn wir diese 30% und 10% rausrechnen, ergibt sich immer noch ein durchschnittlicher Gehaltsunterschied von 41% zwischen Vätern und Müttern, was sich in der kürzlich im Stern veröffentlichen Studie zum Verhältnis von Einkommen und Partnerwahl widerspiegelt (http://www.stern.de/wirtschaft/geld/umfrage-zu-geld-und-liebe—so-sexy-macht-geld-den-traumpartner-7043232.html). 53% der Frauen wollen einen Partner der mehr verdient. Bei Männern sind das nur 17 %. Und während sich immer noch 13 % der Männer mit einer schlechter verdienenden Partnerin einlassen wollen, sind das bei den Frauen gerade mal 2 %, auch wenn das die beste Voraussetzung wäre, um »RüdelführerIn« zu werden.
    Dass diese Rudelführerrolle heutzutage besonders prickelnd und erstrebenswert ist glaube ich einer der Feminismusmythen. Denn wenigstens eines hat der Feminismus hier erreicht. Respekt und Wertschätzung wird Männern dafür oft nicht mehr entgegen gebracht, wenn sie jeden Tag da raus gehen, um den Familienunterhalt zu verdienen.
    Aber Faktisch sind Männer, wenn sie sich denn fortpflanzen wollen, leider eher das schwache Geschlecht, denn den Regeln von Angebot und Nachfrage folgend, müssen sie sich leider damit arrangieren, dass die meisten Frauen keinen gleich gut oder gar schlechter verdienenden Partner haben wollen, wenn sie Kinder haben wollen. Macht biologisch ja auch Sinn, aber wenn man dafür bei jeder Diskussion in die Frauenunterdrückerecke geschoben wird, gibt es, glaube ich, schöneres auf der Welt. Da muss ich dann wieder an mein Hundetraining denken. Leider muss man dann öfter mal wieder in die Runde werfen, dass ohne das männliche Engagement, die Urlaubsreise, der Neue fernseher und die Privatschule nicht drin wäre, aber dann ist man leider gleich wieder in der Chauviecke, denn leider sind feminismusgeprägte Frauen, dann leider nicht so vernünftig wie mein Hund. Deshalb habe ich mir auch beim zweiten Mal eine Frau gesucht, die mit ihrer Festanstellung ziemlich genau soviel verdient wie bei meiner Freiberuflichkeit am ende des Monats übrig bleibt. Da kann man sich viele solche Diskussionen ersparen und das Leben ist doch um einiges einfacher, wenn ein Rudel zwei Führer hat.

    • Nur 13% der Männer würden sich mit einer Frau einlassen, die weniger verdient. Überrascht mich schon wie wenig das ist. Das Einkommen interessiert mich bei einer Frau überhaupt nicht, Berufschancen auch eher wenig.

      • Naja, irgendwer muss ja auch die 13% stellen🙂, wobei ich das auch wenig finde, gerade weil Männer sich doch eigentlich im klaren sein müssten, dass Realität und Wunschdenken da oft auseinandergehen

        • Ich muss glaube ich mal in meinen Bekanntenkreis eine Umfrage starten für wen das Einkommen seiner Partnerin wichtig ist. Weil ich habe darüber wirklich nie nachgedacht.

        • @henrik

          Mythbusters haben das glücklicherweise schon mal indirekt gemacht:
          http://mythresults.com/laws-of-attraction

          Women are more attracted to financially successful men.

          CONFIRMED
          The Build Team invited a group of 250 women to the a theater in San Francisco and showed them pictures of 12 men, with names, locations, and actual occupations. The women rated each man on a scale of 1 to 10, after which the team presented the same pictures again, but with more lucrative occupations shown for half of the men. In the first test, the men earned an average rating of 56 out of 120, while the men with changed occupations earned 68 out of 120 in the second.

        • Aus der Serie Friends:

        • Ist aus: P.S. I Love You
          https://de.wikipedia.org/wiki/P.S._Ich_liebe_Dich_(Film)

        • Ah, ich kannte die nur aus Friends. Wäre für da aber eigentlich auch zu kritisch.

      • Ich habe schon von Männern gehört, dass sie ein Problem damit haben, wenn die Partnerin gleichviel oder mehr verdient. Der Job darf durchaus angesehen und anspruchsvoll sein, aber keine gleichwertige ökonomische Potenz vermitteln.

        • Mag sein, dass manche Männer so denken. Auffallend ist aber, dass man diese Aussage etwa tausend Mal häufiger als Zuschreibung von Frauen als von Männern selbst hört.

        • @pluvia

          Wenn sie wissen, dass Frauen Männer weitaus attraktiver finden, die mehr verdienen, dann könnte das auch sehr rational sein. Die Chance, dass die Beziehung hält ist dann eben größer

        • Stimmt natürlich, habe ich aber bisher eher selten gehört.
          Außerdem kann ich selbst es nur empfehlen, in finanzieller Hinsicht die Frau in der Beziehung zu sein😉

        • Das ist mir auch bekannt.

  10. Frauen gehören nicht an den Herd sondern sie müssen wieder lernen respektvoller mit Männern umzugehen.
    Begriffe wie „Liebe“ oder „Augenhöhe“ sind nicht mein Universum. Aber Respekt und Respektlosigkeit sehrwohl schon.

    • ich bin auf der Neomasculinity Linie… ich finde traditionelle Familien und Werte gut und richtig. Und dazu gehört der starke führende Mann.
      In den meisten Beziehungen haben heute eher Frauen die Hosen an… Augenhöhe wäre für viele Männer schon ein Schritt nach vorne.
      Augenhöhe ist aber langweilig und gerade Erotik lebt von gegensätzlichen Polen.

      • „Augenhöhe ist aber langweilig und gerade Erotik lebt von gegensätzlichen Polen.“

        Heterosexuelle Erotik vielleicht.

    • Wenn sie gut kochen kann, lass ich sie auch gerne an den Herd😉

  11. Nochwas: Eine Frau aus der Unterschicht wird mich niemals ertragen. Ich habe nämlich die Angewohnheit bei Lesen von Sachbüchern über Kriegführung mit Frauen zu kuscheln und bei Geschichtsdokus zu vögeln. Eine Frau muss nich unbedingt studiert haben aber sie sollte Verständnis dafür haben dass ich mich mit sowas befasse.

  12. Heute ist Donnerstag….

    ^^

  13. Ist wahrscheinlich zu spät, um zu diesem Artikel noch zu diskutieren, aber trotzdem noch die Frage: was ist eigentlich diese berühmte „Beziehung auf Augenhöhe“?
    Früher dachte ich ganz naiv, „Augenhöhe“ entspreche irgendwie „gleich“. Das halte ich zwischenzeitlich aber für zweifelhaft. Meinem Eindruck nach ist vielmehr in fast allen „Beziehungen auf Augenhöhe“ in Wirklichkeit der Mann die führende Persönlichkeit, ohne das aber allzu sehr heraushängen zu lassen. Dagegen scheinen Beziehungen, die zwischen den Partnern wirklich auf vergleichbarem Niveau anfangen, meist instabil zu sein und dahin zu tendieren, dass die Frau immer dominanter, gleichzeitig aber auch unzufriedener wird. Liege ich da falsch?

    • Es kommt wohl immer drauf an, wie der Mann damit umgeht, wenn die Frau ihre bitchige Phase hat.

      Paul Elam sagt (aufgrund seiner Therapeutentätigkeit), dass mann in dem Moment bereit sein muss, sie vor die Tür zu setzen, falls sie sich nicht einkriegt, andernfalls hat mann bereits aufgegeben.

      • @only_me – Das passt, glaube ich, ganz gut zu dem, was ich meine. „Auf Augenhöhe“ bedeutet für mich eigentlich, dass man Differenzen sachlich und kompromissbereit regelt. Gerade in „bitchigen Phasen“ funktioniert das aber nicht, vielmehr kann man(n) dann nur entweder nachgeben (= sich unterwerfen) oder hart bleiben (=dominieren).
        Meiner Erfahrung nach ist es in solchen Fällen für die mittelfristige Harmonie sogar dann, wenn der Mann kompromissbereit wäre oder seine Position in dem konkreten Streit als fragwürdig erkennt, besser, wenn er hart bleibt, weil Frauen in diesen Situationen oft schlechte Gewinner sind. Dass man(n) in (eskalierenden) Streitsituation für Kompromisse nicht nur nicht respektiert, sondern oft sogar richtiggehend verachtet wird, musste ich erst mühsam lernen, weil es meiner natürlichen Einstellung völlig widerspricht.

        • @Hugor
          Nachgeben oder hart bleiben als einzige Optionen?
          Wenn eine Frau sich bei einer Diskussion nicht benehmen kann, dann werde ich zum Zuhörer. Ich lasse das, was sie meint, genau so stehen. Eingeständnisse mache ich aber nicht. Wenn das Mädchen sich dann beruhigt hat und wieder eine Frau geworden ist, spreche ich es noch einmal an. Dann wird verhandelt.

        • @Sleet – abgesehen davon, dass ignorieren nicht in allen Situationen eine Option ist, würde ich es unter „hart bleiben“ subsumieren, wenn man(n) Ausraster der Frau an sich abprallen lässt. Das erfordert m.E. durchaus eine gewisse Überlegenheit. Ich stimme zu, dass es sinnvoll ist, Frauen in einer bitchigen Phase wie bockige Kinder zu behandeln. Aber mit „Augenhöhe“ hat das dann nicht viel zu tun.

  14. @Hugor
    Richtig, ich beschreibe da eine Situation, in der eine Frau reifetechnisch schwach ist. Man kann in der Situation anbieten, über die aktuellen Gefühle zu reden, den die existieren ja real. Allerdings würde ich nicht über die Sache reden – leicht gesagt, wenn man selbst vielleicht von Wut mitgerissen wird. Im übrigen kann ja jeder mal einen schwachen Tag haben…


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