Warum bekommt die Mädchenmannschaft kaum noch feministische Artikel hin?

Der Blog „Mädchenmannschaft“ ist vermutlich immer noch der größte deutsche feministische Blog nach den Zugriffszahlen. Das Team dort zählt 15 Leute plus Gastautoren.

Mit diesem Team produzieren sie allerdings kaum Artikel, der Output ist äußerst gering. Zudem bestehen die Artikel meist aus Linklisten und Übersichten, was sich anderweitig getan hat.

Gefühlt kommt vielleicht zwei Artikel mit tatsächlichem eigenen Thema im Monat, und deren Inhalt berührt selten die Kategorie „Geschlecht“ im intersektionalen Feminismus, sondern eher alle anderen Bereiche.

Man möchte fast behaupten, dass es zum Thema Geschlecht anscheinend nicht genug zu schreiben gibt aus der Sicht des Feminismus. Vielleicht liegt es auch daran, dass man kaum noch etwas schreiben kann als Nicht-PoC-Feministin, was dann nicht „White-Feminism“ wäre. Eine Vermutung wäre, dass der Intersektionalismus die Mädchenmannschaft in feministischer Hinsicht kaputt gemacht hat.

Man könnte das als Sinnbild nehmen für die Produktivität des intersektionalen Feminismus oder es böswillig als Argument im Gender Pay Gap bezeichnen. Man könnte anführen, dass die Frau so unterdrückt nicht sein kann, wenn der größte feministische Blog mit 15 Leuten kaum Artikel zum schreiben findet.

Ich finde es jedenfalls interessant.