Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 21. Oktober 2016

„Ihr könntet doch besser sein, warum seid ihr es nicht“-Männerhass

Noch eine Stelle bei Onyx, die ich interessant fand:

Ich bin übrigens Feministin, weil ich über Männer im Großen und Ganzen positiv denke.🙂

  • Weil ich NICHT denke, dass Männer aggressiver, gewaltbereiter und skupelloser als Frauen sind.
  • Weil ich NICHT denke, dass Männer nicht mit Kindern umgehen können.
  • Weil ich NICHT denke, dass Männer triebgesteuert sind und nur Sex im Kopf haben.
  • Weil ich NICHT denke, dass Männer, die den Haushalt erledigen und Frauen auch mal zustimmen, Weicheier und devote Pudelchen sind.
  • Weil ich NICHT denke, dass Männer, die Opfer sexueller Gewalt wurden, doch froh über das geile Abenteuer sein sollten.
  • Weil ich NICHT denke, dass Männer, die sozial, empathisch, schüchtern sind, unattraktiv für Frauen sind und ein falsches Männlichkeitsbild haben, das sie überarbeiten müssen.
  • Weil ich NICHT denke, dass Männer, die sich für 1 Frau entschieden haben, an einer Krankheit namens „Oneitis“ leiden.
  • Weil ich NICHT denke, dass Männer solche Tiere sind, dass sie kaum noch an sich halten können, wenn sie lange Haare, Brüste oder überhaupt nackte Haut sehen.

Dazu merkt „Resolute Nuss“ treffend an:

Gehört da wirklich ein „weil“ hin? Nicht eher ein und? Schließlich ist das nicht wirklich eine Grundvoraussetzung oder was würde jemanden davon abhalten Feminist zu werden der bei vielen der Aussagen einfach das „NICHT“ weglässt?

In der Tat sind es es Annahmen über Männer die einen nicht davon abhalten Feminist zu sein.

Teilweise verbirgt sich hinter diesen Angaben aber tatsächlich eine besondere Form des feministischen Männerhasses.

Nämlich der

„Ihr könntet doch besser sein, warum seid ihr es nicht“-Männerhass

Er ist ein im Feminismus wegen seines Sozialkonstruktivismus weit verbreiteter Männerhass, der sich auch in der Formel „ich habe nichts gegen Männer, ich habe etwas gegen (toxische) Männlichkeit“ verwendet wird. Ich sage nicht, dass Onyx diese Form tatsächlich gemeint hat, dazu ist ihre Aussage zu kurz, aber er ist dennoch im Feminismus verbreitet.

Er geht ungefähr so:

„Männer sind nicht triebgesteuert und haben nur Sex im Kopf, also kannst auch du/können Männer allgemein die toxische Männlichkeit überwinden und aufhören, zu vergewaltigen und/oder Frauen zu belästigen

Man sagt also nur vorgeblich etwas positives über Männer, aber dieses gibt nicht den Istzustand wieder, sondern den Sollzustand, den man noch nicht, oder allenfalls bei einigen Personen, als erreicht ansieht.

Der Mann kann sich bessern, man glaubt daran, dass er ein reuiger Sünder sein kann, dem vergeben werden kann. Wenn er nur seine Privilegien ablegt.

Es sind dann nicht gute Meinungen über Männer. Sondern eher Pläne, wie Männer gut werden können.

Weitere Formen in dem obigen Darstellungen könnten sein:

Ich glaube das Männer gut sein können und nicht so ekelhaften Ideen wie Pickup anhängen müssen

Was dann weniger ein positives Männerbild ist als eine Aufforderung sich vom Pickup zu distanzieren um zur Gruppe der guten Männer gehören zu können. (Mit den üblichen falschen Annahmen, dass Pickup nicht zwischen Liebe und Oneitis unterscheiden kann etc)


Responses

  1. Die gute alte Erbsünde.
    Wie praktisch, dass Frauen kein Erbsündenproblem haben.
    Da können sie uns Sündern den Weg zur Vergebung weisen.

    • „“…Teilweise verbirgt sich hinter diesen Angaben aber tatsächlich eine besondere Form des feministischen Männerhasses.

      Nämlich der

      „Ihr könntet doch besser sein, warum seid ihr es nicht“-Männerhass…““

      Das ist eine Unterstellung. Die könnte zutreffen oder auch nicht. Der Text allein gibt diese Schlussfolgerung nicht her. Den hier paternalistisch genannten feministischen Ansatz „Männer sind heilbar“ gibt es aber durchaus.

  2. Feminism is not about man-hating.
    I’m a feminist and I believe that not all men are rapist…
    some are not.

    So ähnlich habe ich es mal von einer Feminstin gelesen die uns mal wieder erklären wollte warum Feminismus keine Hassbewegung ist.

    ^^

    Ich dachte übrigens das onyx Feministin ist weil sie an eine Rape Culture glaubt, in der Männer Vergewaltigung benutzen um alle Frauen unten zu halten…

  3. Ich finde, der Hassbegriff verzerrt ein bißchen die Pointe, weil ich dieser Argumentation (die sich auch bei Wizorek findet) das subjektive Bewusstsein durchaus abkaufe.

    Diese Haltung stellt m. E. statt dessen einen Paternalismus dar, der von der Prämisse ausgeht, dass Frauen für Männer definieren dürfen, wie sie zu sein haben. Was wiederum die klassische Konfiguration erfüllt, dass Frauen für die bessere Moral zuständig seien, während Männer grundsätzlich in die Defizitperspektive gerückt werden.

    Wir hatten ja mal diese Diskussion bei erzählmirnix, in der Onyx Wizorek in demselben Sinne verteidigt hat und überhaupt nicht verstehen konnte, wie Männer so böswillig sein und Wizorek Sexismus unterstellen können.

    Damals habe ich auf eine theologische Analogie hingewiesen, die sich m. E. gut zur Klassifizierung von Misandrie eignet: der paternalistische Feminismus hält Männer für heilsfähig, aber nicht erlöst, der Radikalfeminismus spricht Männern die Heilsfähigkeit ab (und will im Extremfall das Böse ausrotten). In der radikalen Version sind Männer unheilbare Untermenschen, die grundsätzlich einer Kontrolle und Beherrschung durch die Frau bedürfen, in der paternalistischen Version erhalten sie »Bewährung« und können schließlich zur höheren Menschlichkeit der Frau aufschließen.

    • „der paternalistische Feminismus hält Männer für heilsfähig, aber nicht erlöst, der Radikalfeminismus spricht Männern die Heilsfähigkeit ab (und will im Extremfall das Böse ausrotten). In der radikalen Version sind Männer unheilbare Untermenschen, die grundsätzlich einer Kontrolle und Beherrschung durch die Frau bedürfen, in der paternalistischen Version erhalten sie »Bewährung« und können schließlich zur höheren Menschlichkeit der Frau aufschließen.“

      Ab 26:58 min sagt sie was ähnliches:

  4. Gutes Beispiel dafür, dass es zwischen den verschiedenen Formen des Feminismus keinen Unterschied gibt – sie sind alles männerhassende Ideologien. Tatsächlich glaube ich auch, dass Frauen generell, bis auf wenige Ausnahmen, Feministen sind. Nicht, dass sie alle diese Ideologie teilen aber sie handeln nach dieser und werden ihre „Argumente“ zur rechten Zeit einsetzen (z.B. in einem Streit).
    Deswegen muss man auch so aufpassen, wenn man sich mit Frauen einlässt. Vermutlich sind Männer auch deshalb mit so einem dicken Fell ausgestattet – sonst wäre die Menschheit vermutlich längst ausgestorben, da wir diese Meckertanten bereits in der Höhle erschlagen hätten. Tatsächlich vermute ich, dass die Gutmütigkeit von Männern einen evolutionären Hintergrund hat.

    • @PfefferundSalz:

      »Tatsächlich vermute ich, dass die Gutmütigkeit von Männern einen evolutionären Hintergrund hat.«

      Männer sind nicht gutmütig. Aber früher waren sie ihre Schreckschrauben für eine Weile los, wenn sie auf der Jagd oder auf dem Kriegszug waren, und mit der Beute konnten sie das Genöle für eine Weile abstellen (die Irokesen waren im Sommer bis zu drei Monaten in der Wildnis unterwegs). Das ist ein Produkt der Evolution, schließlich nölen die Frauen auch bloß, weil sie halt die Bälger durchbringen müssen.🙂

      • „Männer sind nicht gutmütig“

        Du hast mal einen sehr guten Artikel mit dem Passus beendet:

        Die Welt wird nicht schlecht durch das, was Männer tun, sondern durch das, was Männer sich bieten lassen.

        „duldsam“ wäre besser als „gutmütig“, aber so war es m.E. gemeint.

        • @only_me:

          »„duldsam“ wäre besser als „gutmütig“, aber so war es m.E. gemeint.«

          Ja, »duldsam« trifft es besser. Und es gehört ein Stück psychische Abhängigkeit dazu. Dem Verhältnis des Mannes zur Frau geht das Verhältnis des Jungen zur Mutter voran. Männer sind inhärent anfällig für weibliche Kritik, und wenn sie »ihre Meckertanten erschlagen«, wie PfefferUndSalz andeutet, dann liegt irgendeine Überforderungssituation vor, entweder objektiv, weil die Frau einen Knall hat, oder subjektiv, weil der Mann einen Knall hat.

          Diese Rückbindung des Mannes an die Mutter-Kind-Dyade gehört zum evolutionären Erbe. Darum ist er duldsam. Und bereit, sich zu schämen, wenn Mama oder Mamas internalisiertes Imago den moralischen Zeigefeinger hebt. Und darum ist er aber auch froh und erleichtert, wenn er immer wieder in den Kreis der männlichen »Gang« zurückkehren kann.

        • „Und darum ist er aber auch froh und erleichtert, wenn er immer wieder in den Kreis der männlichen »Gang« zurückkehren kann.“

          Was auch erklärt, warum male spaces so vielen Frauen instinktiv ein Dorn im Auge sind.

        • „Und darum ist er aber auch froh und erleichtert, wenn er immer wieder in den Kreis der männlichen »Gang« zurückkehren kann.“
          Für mich ist das auch der Grund, warum Männer und Frauen eigentlich nur sehr schlecht miteinander zusammen lernen und arbeiten können. Ich bin deswegen auch für nach Geschlechtern getrennte Schulen und Arbeitsplätze.
          Diese Propaganda, dass gemischte Teams effizienter sind, kann ich keinesfalls bestätigen.

        • @PfefferundSalz
          Ich arbeite sehr gut im gemischten Team. Selbstredend bin ich altmodisch und lege an alle die gleichen Maßstäbe an ☺

        • @Adrian
          Vielleicht würdest du in einem gleichgeschlechtlichen Team noch besser zusammenarbeiten und müsstest nicht darauf achten, dass du die gleichen Maßstäbe anlegst, da dies automatisch so wäre.

        • @PfefferUndSalz:

          »Diese Propaganda, dass gemischte Teams effizienter sind, kann ich keinesfalls bestätigen.«

          Ich weiß ja nicht, in welcher Branche Du arbeitest, aber in der IT-Branche kenne ich es nicht anders, als dass Männer und Frauen auf Alltagsbasis effektiv, kooperativ und kollegial-freundlich miteinander zusammenarbeiten. Sie tun das nicht exakt gleichverteilt: Männer sind eher Programmierer und Frauen eher in Support, Test und Design tätig (habe aber auch schon Frauen in der Treiberentwicklung kennengelernt, also »Hardcore-Programmierung«). Aber das sind, weil auf dieselbe Produktionseinheit bezogen, in sozialer Hinsicht immer noch gemischte Teams.

          Meine Aussage bezog sich ja auf die archaische Ausgangskonstellation. Auch wenn diese in modernen Zeiten nicht völlig unwirksam wird, gibt es doch einen wesentlichen Unterschied: Bildung und wissensabhängige Arbeit.

          Die moderne und insbesondere die fortgeschrittene Industriegesellschaft ist zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte massiv auf abstrakt wissensbasierter Arbeit aufgebaut. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte gibt es massenweise Berufstätigkeit, die (leicht überspitzt gesagt) denjenigen Teil menschlicher Gehirne anspricht und fordert, die bei Männern und Frauen gleich funktionieren. Und die IT-Branche ist die ideale Verkörperung dieses Typus von wissensbasierter Arbeit.

          Genau darum ist es überhaupt erst zum Einreißen geschlechtsspezifischer Berufsgrenzen gekommen, und genau darum ist das auch sinnvoll. Und genau darum ist auch der Feminismus ein modernes und kein prämodernes Phänomen.

          Von daher wäre tatsächlich die Frage interessant, in welcher Branche Du arbeitest.

        • @djadmoros
          Ich glaube, dass du mich falsch verstehst. Ich schreibe nicht von den fachlichen Qualifikationen von denen ich schon glaube, dass sie Frauen genau wie Männer haben. Ich schreibe tatsächlich von den Problemen die gemischte Teams außerhalb der eigentlichen Arbeit haben. Intrigen, Gerüchte, die Schwierigkeiten Klartext reden zu können, die Probleme nicht mal einen zotigen Witz reißen zu können. Männer und Frauen sind nicht gleich – und an keiner Stelle weniger als im Denken.
          Ich kann nicht beurteilen ob ein reines Frauen- oder ein reines Männerteam in bestimmten Punkten effizienter wäre aber ich denke ein gemischtes Team produziert Probleme die einfach unnötig sind und die das Ergebnis negativ beeinflussen.

          „Von daher wäre tatsächlich die Frage interessant, in welcher Branche Du arbeitest.“
          Biotech Branche – gibt viel Östrogen in diesem Bereich da jeder Studiengang der „Bio-“ im Namen trägt auf Frauen anziehend wirkt.

    • „Tatsächlich vermute ich, dass die Gutmütigkeit von Männern einen evolutionären Hintergrund hat.“

      Ja, in der Tat gibt es dafür Theorien. Aber anders als du denkst. Die Gutmütigkeit ist ein Faktor, der männliche Aggresivität einhegt und einhegen muss, da sonst die Population ausstirbt.

      Hintergrund: Bei Rangkämpfen muss eine Sperre eingebaut werden, damit die kämpfenden Männchen sich nicht gegenseitig vernichten. Aus dem Kampf geht ein Sieger hervor, der aber von dem verletzten Gegner auf dem Boden vor ihm ablässt. Ihn eben nicht vernichtet, denn er ist geschlagen und die Rangfolge ist hergestellt und wechselt dann in eine Stasis über, bis der nächste das siegreiche Männchen herausfordert.

      Gutmütigkeit ist das Mittel um den Vernichtungswillen in intrasexuellen Rangfolgekämpfen bei Säugetrieren auszuschalten.

      Daher erschrecken wir auch immer ganz fürchterlich, wenn wir hören wie Menschen auf am Boden liegende Gegner eintreten und so töten. Das widerspricht unserer evolutionären Programmierung und stellt einen echten Bruch dar.

      Männliche Gutmütigkeit und Nachsicht macht erst nicht lebensgefährdende Rangfolgekämpfe und eine stabile Rangfolge zwischen diesen Kämpfen erst möglich.

      Ob wie du suggerierst, Frauen intuitiv diese Gutmütigkeit für ihre Zwecke ausnutzen, das ist eine Frage die man nur schwer beantworten kann.

    • Das oben soll Männerhass sein, aber sich ausführlich darüber auszulassen, dass man Frauen ja eigentlich nur ertragen könnte und dass Frauen hinterfotzige Harpyen sind, ist kein Frauenhass?

      • Doch, ist es.

        Hat aber keine gesellschaftliche Relevanz.

        Wohingegen onyx im Mainstream schwimmt.

      • „Frauen hinterfotzige Harpyen“

        Wer sagt das?

        • Die Erfahrung

      • Doch klar, wenn das einer sagt, dann ist das sicherlich Frauenhass.

      • NICHT alle Frauen sind hinterfotzige Harpyien. Manche haben ihre toxische Weiblichkeit abgelegt. Das sind die guten Frauen ☺

        • „Das sind die guten Frauen“

          Müssen sich als Allies aber kontinuierlich und immerfort bemühen, sonst kann das nichts werden…😀

      • dass man Frauen ja eigentlich nur ertragen könnte und dass Frauen hinterfotzige Harpyen sind, ist kein Frauenhass?

        Natürlich ist das Frauenhass.
        Es gibt hier generell einige Kandidaten, deren Frauenhass sich von Onyx Männerhass kaum unterscheidet.

        • Hey, ich als unterdrückte Minderheit darf das 😀

        • Adrian, du darfst eh fast alles, aber nicht, weil du als Einzelperson eine Minderheit bist, sondern weil du so süß bist.

        • Der einzige aus dieser Runde, der meine Süßheit objektiv einschätzen kann, ist der Blogmaster 😃

        • Dass es auch Frauenhass gibt (auch unter einigen der Kommentatoren) wird wohl auch niemand leugnen (also außer einigen dieser Kommentatoren). Natürlich gibt es misogyne Maskus… wie eben auch misandrische Feministinnen.

          Wie sagte die kluge Indianerin in dem „Lederstrumpf“-Hörspiel, das ich als Kind gehört habe? – „Weiße Männer – gute und böse. Rote Männer – gute und böse“.
          Können wir uns darauf einigen und unsere Lager künftig also lieber nach moralischen Werten, denn nach Äußerlichkeiten zusammenstellen und den Schurken auf der anderen Seite nicht als Beleg für deren komplette Schurkigkeit?

      • Das ist doch eine ganz normale Reaktion. Hass erzeugt Gegenhass. Das sollte jeder Nichtdreijährige bereits im Sandkasten gelernt haben.

        Und da Feminismus eine asoziale Arschloch- und Hassbewegung ist, braucht sich auch keiner zu wundern, dass das einen entsprechenden Gegenhass produziert.

        • „Das ist doch eine ganz normale Reaktion. Hass erzeugt Gegenhass.“

          Das war auch immer die Ausrede von Feministinnen. Da ja schließlich das Patriarchat eine asoziale Arschloch- und Hassinstitution ist.

          Sollte man m.E. vorsichtig mit sein. Auch wenn’s gefühlt wahr ist.

        • @only-me:

          Korrekt! Es mag verständlich sein, sollte einen aber nicht zufrieden stellen, denn sonst kommen wir nie weiter. Momentan helfen die Extremisten beider Seiten einander ganz gut, die gegenseitige Existenz zu rechtfertigen.
          Wer vom Maskulismus zuerst durch irgendwelche „Return of Kings“-Aluhelmträger erfährt, wird danach voreingenommen sein, wenn er mit vernünftigen Leuten zu tun hat.

        • Hass ist ein starkes Wort, aber im Ernst, meine Erfahrung sagt, das es echten Hass auf das andere Geschlecht eigentlich selten gibt.
          Wesentlich häufiger ist ein gewisse Verachtung und Geringschätzung des anderen Geschlechtes. Und die ist, so mein Eindruck bei Frauen Männern gegenüber wesentlich verbreiteter als umgekehrt, hängt vielleicht mit dieser legendären 80%-20% Partnerwahlregel zusammen.
          Aber wirklicher Hass kommt sicher meist aus persönlichen Enttäuschungen über das andere Geschlecht, möglicherweise auch frühkindliche.

  5. Am besten ist die „weil“ Konstruktion. Als ob es common sense der nicht als feministisch identifizierenden Menschen wäre, dass Männer z.B. triebgesteuerte kulturferne Wesen wären oder das man nur als Feminist sexuelle Gewalt an Männern schlimm finden würde.

    Genau. Dabei sind es ja gerade feministische Menschen, die schon von kleinsten Jungen übergriffigen Unterricht einfordern um ihnen „beizubringen not to rape“ z.B. Oder Jungen in Kurse stecken wollen, in denen sie lernen Haushaltsarbeiten zu verrichten (z.B. beim Boysday, während die Mädels in hochbezahlte Ingineurberufe reinschnuppern dürfen).

    Ein klassisches weibliches Handeln und Aussage fällt auseinander Problem. Denn natürlich ist die feministische Annahme, über die Hilfskonstruktion der Sozialisierung (man möchte ja nicht biologistisch-essenziell argumentieren, weil da der Quatsch sofort auffallen würde), dass der Default für Männer Frauenunterdrückung, Frauenmissachtung und Frauenausbeutung ist. Der gesellschaftliche Default ist die Ansicht, dass auf Männer eben all die Aussagen zutreffen würde, die Onxy ausführt.

    Aber gerade das Gegenteil ist richtig. Ich habe noch nie von nichtfeministischen Männern und Frauen gehört, dass Männer z.B. alle triebhaft (triebhaft ist natürlich jeder sexuelle Mensch, gemeint ist das als Kodewort für Vergewaltiger) seien. Das ist explizite Aussagen, die mir nur von Feministen bekannt sind. Z.B. bei Dworkin, Brownmiller, Schwarzer (Ehemann) oder auch diesem Hamburger Grünen.

    Das ist nämlich der Schlüssel: Feministinnen behaupten empiriefrei es gebe einen Männer feindlichen common sense in der Gesellschaft, dabei sind sie die EINZIGEN die diesen Standpunkt ernsthaft und theoretisch vertreten. SIE sind das Männerhassende Element. (Sieht man von einigen verrückten Einzelpersonen ab)

    • Ich habe noch nie von nichtfeministischen Männern und Frauen gehört, dass Männer z.B. alle triebhaft (triebhaft ist natürlich jeder sexuelle Mensch, gemeint ist das als Kodewort für Vergewaltiger) seien.

      Ich fürchte, da hast Du insofern Unrecht, als die Feministas darin allenfalls radikaler sind. Die Vorstellung vom (u.a. sexuell) verantwortungslosen Mann, der der Frau bedürfe um „gut“ zu werden, ist auch in nicht-feministischen Kreisen, Männer wie Frauen, weit verbreitet.

      • Sexuell verantwortungslos und sexuell triebgesteuert sind auch Frauen. Bitte bedenke, ich sehe diese Formulierung in feministischen Kontexten als Kodewort/Gedanken, dass ja alle Männer Vergewaltiger seien oder werden können. Das sind feministische Aussagen.

        Sexuell triebhaft und verantwortungslos sind natürlich auch Frauen. Allein die hohen Kosten einer Schwangerschaft reglementieren weibliches Sexualverhalten. Wir allerdings schauen auf Frauen und denken sie wären anders, weniger triebhaft .

        • Ich selbst halte Frauen für deutlich triebhafter. Nur funktioniert ihre sexuelle Triebhaftigkeit halt anders und wird von der (frauenzentrierten) Gesellschaft nicht gefürchtet oder verdammt.

      • Allen, die auch nicht mehr klassische Bildung haben als ich, empfehle ich „Die Würde der Frauen“ von Schiller zu lesen.

          Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
          Himmlische Rosen ins irdische Leben,
          Flechten der Liebe beglückendes Band.
          Sicher in ihren bewahrenden Händen
          Ruht, was die Männer mit Leichtsinn verschwenden,
          Ruhet der Menschheit geheiligtes Pfand.

        Ewig aus der Wahrheit Schranken
        Schweift des Mannes wilde Kraft,
        Und die irren Tritte wanken
        Auf dem Meer der Leidenschaft.
        Gierig greift er in die Ferne,
        Nimmer wird sein Herz gestillt,
        Rastlos durch entlegne Sterne
        Jagt er seines Traumes Bild.

          Aber mit zauberisch fesselndem Blicke
          Winken die Frauen den Flüchtling zurücke,
          Warnend zurück in der Gegenwart Spur.
          In der Mutter bescheidener Hütte
          Sind sie geblieben mit schamhafter Sitte,
          Treue Töchter der frommen Natur.

        Feindlich ist des Mannes Streben,
        Mit zermalmender Gewalt
        Geht der Wilde durch das Leben,
        Ohne Rast und Aufenthalt.
        Was er schuf, zerstört er wieder,
        Nimmer ruht der Wünsche Streit,
        Nimmer, wie das Haupt der Hyder
        Ewig fällt und sich erneut.

        Den Rest gibt es hier.

        • Da muss er schwer verliebt gewesen sein, als er das schrieb.

          In seiner „Glocke“ schrieb er: „Da werden Weiber zu Hyänen, …“
          Hat er wohl später geschrieben😀

        • Damit meint er meines Wissens die Weiber, die die Bastille mit gestürmt haben (etc.).

          Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
          der Feuerzunder still gehäuft,
          das Volk, zerreißend seine Kette,
          zur Eigenhilfe schrecklich greift!
          Da zerret an der Glocke Strängen
          der Aufruhr, daß sie heulend schallt,
          und, nur geweiht zu Friedensklängen,
          die Losung anstimmt zur Gewalt.
          „Freiheit und Gleichheit!“ hört man schallen;
          der ruh’ge Bürger greift zur Wehr,
          die Straßen füllen sich, die Hallen,
          und Würgerbanden ziehn umher.
          Da werden Weiber zu Hyänen
          und treiben mit Entsetzen Scherz;
          noch zuckend, mit des Panthers Zähnen
          zerreißen sie des Feindes Herz.
          Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
          sich alle Bande frommer Scheu;
          der Gute räumt den Platz dem Bösen,
          und alle Laster walten frei.
          Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
          verderblich ist des Tigers Zahn;
          jedoch der schrecklichste der Schrecken,
          das ist der Mensch in seinem Wahn.
          Weh denen, die dem Ewigblinden
          des Lichtes Himmelsfackel leihn!
          Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden,
          und äschert Städt‘ und Länder ein.

          Soooo schlimm ist Revolution, dass selbst Weiber nicht mehr heilige Frauen sind.

          Die Glocke ist drei Jahre später.

        • Yupp,
          Schiller war erst ein glühender Anhänger der Revolution und später angewidert von ihren Gewaltexzessen.
          Wie sich überhaupt die deutsche Intelligenzija spätestens mit Napoleon von Frankreich abwandte und die eigene nationale Identität entdeckte (und den Franzosenhass).

          „Soooo schlimm ist Revolution, dass selbst Weiber nicht mehr heilige Frauen sind.“

          Ob er DAS damit sagen wollte, bezweifle ich. Aber immerhin distanziert er sich von der bedingungslos madonnenhaften Makellosigkeit der Weiblichkeit und dem inhärent Bösen des Männlichen.
          Früher im Gedicht greift er den Gedanken vom in die Welt strebenden Mann wieder auf, lässt diesen es aber im Dienste der Familie tun, wo die Frau „weise, im häuslichen Kreise“ (ich hab vor langer Zeit die Glocke mal spaßeshalber weitgehend auswendig gelernt🙂 ) regiert, die Mädchen „lehret“ und die Knaben „wehret“, also ein romantisches Biedermeier-Idyll (das erst später anfing, ich weiß).

      • Es ist in gewisser weise die Quintessenz aus der beginnend im 18/19 Jh. heut zum unbewussten Standard gewordenen Denkgewohnheit männlich=negativ, weiblich=positiv.

    • Dann frag doch mal Moslems. Im Islam sind Männer Schmeissfliegen und eine Frau ein Bonbon.

      • @Atacama:

        »Im Islam sind Männer Schmeissfliegen und eine Frau ein Bonbon.«

        Interessant. Im Islam lutscht also der Mann und nicht die Frau!

        *SCNR*

      • Atacama,

        ich fürchte, das von Dir verlinkte Bild hast Du falsch verstanden😉

        • ich fürchte nicht

          und als Reaktion auf Köln
          http://www.statusquo-news.de/nackte-antilope-vor-loewen-geworfen-muslimstern-mit-schuldumkehr-in-koelner-silvesternacht/

          „Einige Frauen sollten darüber nachdenken, ob es klug ist, leicht bekleidet und angetrunken, sich zwischen Horden von alkoholisierten Männern zu begeben. Generell trägt die Frau aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Verantwortung, wenn sie sich aus dem Haus begibt. Man kann nicht vor einem Löwen eine nackte Antilope werfen und erwarten, dass bei dem Löwen sich nichts regt. “

          Also für mich liest sich das so, dass aus islamischer Sicht Männer und Frauen Fressfeinde sind bzw. Männer Raubtiere, die Frauen fressen, wenn sie sie sehen. Und zwar ohne es verhindern zu können, weil sie wie Schmeissfliegen oder Alligatoren nur roboterhaft auf irgendwelche Reize agieren können.

          Also im Grunde bestätigen die doch feministische Ängste über Rape Culture und diese Männer (wenn es denn Männer sind, die das initiieren) sehen das auch so.

        • also wenns verhüllt ist, fliegt die Fliege einfach vorbei, wenn nicht verhüllt, fliegt die Fliege halt hin.
          Einer Fliege kann man das ja schlecht verbieten weil sie rein instinktgesteuert agiert. Und Männer sind dazu genausowenig in der Lage, wie eine Fliege.

    • Du hast sicher recht, dass dieser männerfeindliche common sense im Alltagsleben der meisten Menschen nicht existiert. Die meisten heterosexuellen Frauen hassen Männer natürlich nicht, aber in Medien und Politik breitet er sich offenbar immer weiter aus, und greift dann auch auf das Alltagsleben über in Form von Frauenquoten usw.

      • Den meisten heterosexuellen Frauen sind Männer schlicht egal.

        • „Den meisten heterosexuellen Frauen sind Männer schlicht egal.“

          Das mag richtig sein, aber findet Frau für sich DEN Mann, ist nichts egal. Dann zeigt sich diese verantwortungslose Triebhaftigkeit von Frauen.

        • „Egal“ sind sie ihnen nicht, sie haben eine Funktion.

          Eine Rolle, die ihnen von frau zugedacht wird. Und wenn es bloß die eines Handlungsträger ist, über dessen Handlungen (oder Unterlassungen) Frauen untereinander ablästern oder abkotzen können…

  6. Die durchschnittliche Feministin hätte gestern sich ein wenig über rape culture beklagen können. Aber kein #teamunbekanntesopfer, stand in Harburg auf der Matte als 4 Jungs mit relativ milden Strafen für eine ziemlich ätzende Tat weggekommen sind. So empfand zumindestens der Volksmund, der auf Facebook schnappatmend die Zwangskastration aller Beteiligten forderte, und der auch nicht damit zurecht kam, daß die Täter und ihre Familien sich vor Gericht aufgeführt haben, als wäre das bisschen „Sachen in die Mumus hilfloser Teenager schieben, die man dann im Schnee liegen lässt“ ein weithin akzeptierter Volkssport.
    Aber ich konnte den feministischen Aufschrei nicht finden. Vielleicht weil eine Frau beteiligt war. Vielleicht weil die Täter nicht nur Carsten, Peter oder Markus hiessen. Vielleicht war das Opfer auch nicht bekannt genug, daß sich die Bundesfrauenministerin sich für es interessiert hat.

    • @Kendra Millard:

      »Aber kein #teamunbekanntesopfer, stand in Harburg auf der Matte als 4 Jungs mit relativ milden Strafen für eine ziemlich ätzende Tat weggekommen sind.«

      Gestern? Vielleicht hat ja nur die Zündschnur noch nicht das Schießpulver erreicht? Oder unterschätze ich die Reaktionsgeschwindigkeit von Twitter? (Bin ja nicht dabei.)

    • Rotherham, ick hör dir trapsen.

    • bitte mit Link, hab keine Lust deine Beschreibung zu googeln.

      • https://www.welt.de/regionales/hamburg/article158926643/Von-ihren-Peinigern-zum-Objekt-herabgewuerdigt.html

        • Der Feminismus wlll halt nur unschuldige Männer anklagen. Sollte doch langsam überdeutlich sein, oder nicht?

          Denen geht es nur um Demontage des Rechtssystems und falsche Vergewaltigungsvorwürfe sind ihr Mittel der Wahl. Echte Vergewaltigung ist daher kein Thema, sondern „rape culture“.

          Noch so ein Fall:

        • und noch einer:

          http://www.news.com.au/lifestyle/real-life/true-stories/how-a-halfasecond-sex-assault-charge-ruined-this-mans-life/news-story/9252ea521fd7c7a572c8d7e518f4d852

          Nur dass eine Überwachungskamera zugegen war, hat die Unschuld des Angeklagten „bewiesen“. Die Frau, die den „Übergriff“ behauptet hatte, wurde nicht mal öffentlich, jeder kann in GB mittlerweile anonym denunzieren, der „Crown Prosecution Service“ (-> das Pendent zur Bundesanwaltsschaft) macht´s möglich.

          „Martin Daubney, the former editor of men’s magazine Loaded, penned a passionate plea for common sense headlined: ‘Stop treating all men as sex pests’. In it, he said Mr Pearson’s case highlights a “misplaced war” on men.

          “At ground level, men are being made to feel increasingly hated by a society and legal system that seems to say ‘all men are capable of evil — if only you look hard enough’.”“

          In GB wird also heute schon danach „institutionalisiert“ diskriminiert, übrigens auch was „hate crime“ betrifft.

          In GB ist Kafka Realität geworden. Der Angeklagte:

          “For me, half a second turned into a year of hell. I feel I have undergone a form of mental torture sanctioned by the state.”

  7. Ist ja schön dass Onyx das denkt. Dumm nur, dass dies keine Alleinstellungsmerkmal des Feminismus ist, und ihre Meinung oftmals schlicht nicht stimmt.

    • onyx Weltbild ist eine Kippfigur.

      Sobald es um den Vorwurf der Männerfeindlichkeit geht, denkt sie an einzelne Männer, die sie mag, und was sie an ihnen mag und findet: „Das stimmt ja gar nicht“.

      Sobald es um Sexismus geht, denkt sie daran, was Männer* Frauen* antun und findet: „Das geht nicht“.
      (*ohne Einschränkung gedacht)

      Da es nicht möglich ist, die schwarzen Flächen gleichzeitig als Oberseite und als Unterseite zu sehen, fällt ihr nie etwas auf.

  8. Onyx ist das Paradebeispiel für eine hasserfüllte, verbiesterte Feministin mit Daddy-Issues, die noch nicht mal das Reflektionsvermögen besitzt ihren Männerhass zu erkennen. Dabei ist es so einfach:

    Weil ich NICHT denke, dass Männer solche Tiere sind, dass sie kaum noch an sich halten könn[T]en, wenn sie lange Haare, Brüste oder überhaupt nackte Haut sehen.

    Sie beschreibt quasi deskriptiv das vermeintliche Verhalten von „Männern“, betont aber durch „könn[T]en“, dass sie diesen „Tieren“ ja durchaus zutraue dieses zu unterlassen und dadurch potentiell zu Menschen zu werden, die sie respektieren könne.
    Dass sie das „nicht an sich halten“ insbesondere deshalb so ankotzt, weil es vermutlich nur attraktivere Frauen und nicht sie selbst betrifft, darf man sich dazudenken.

    • Das ist eine komplette Fehlinterpretation, bei der ich keine Idee habe, wo du die hernimmst.

      Wenn ich sage: „Ich glaube nicht, dass du ein Taschendieb bist, der immer wieder seinen Mitmenschen persönlichste Gegenstände stiehlt“, mache ich dann deutlich, dass du tatsächlich doch einer bist?
      Ich denke nein.

      • Ich bin übrigens Maskulist weil ich über Frauen im Großen und Ganzen positiv denke. Ich bin nämlich NICHT der Ansicht, dass Frauen alle nur verwöhnte, privilegierte Heulsusen sind, die es sich zum Ziel gemacht haben, dass die gesamte Männerwelt sich ihren weibischen Launen unterzuordnen hat.
        Nein, ich finde Frauen sind besser als das.

        • @Adrian: kleiner Fehler: du müsstest schreiben: Ich glaube, Frauen KÖNNEN es (eigentlich) besser als das.

          Ansonsten auf den Punkt getroffen.

      • Du vernachlässigst zwar jeden Kontext, aber auch hier würde sich durch den eigentlich redundanten, konkretisierenden Relativsatz schon der Eindruck aufdrängen.

        Im Kontext feministischer Theorie und Praxis ist aber doch völlig klar, dass genau das beschriebene Verhalten ja eben an Männern tatsächlich kritisiert (und pauschalisiert) wird.
        Die vermeintliche „Männerfreundlichkeit“ besteht dann darin, dass man dieses Verhalten als bewusste Willens-Entscheidung oder aber als Kulturkrankheit deutet, für die man selbst das Heilmittel, nämlich Feminismus, besitzen würde.

        Eine tatsächlich männerfreundliche (und dazu noch korrekte) Aussage wäre: „Die große Mehrheit der Männer verhält sich gegenüber Frauen vollkommen in Ordnung und keinesfalls übergriffig“.
        Du kannst aber Gift, darauf nehmen, dass das einer solchen Giftspritze nicht über die Lippen kommen würde.

        • *Im Kontext feministischer Theorie und Praxis ist aber doch völlig klar, dass genau das beschriebene Verhalten ja eben an Männern tatsächlich kritisiert (und pauschalisiert) wird.*

          Würdest du es nicht kritisieren?

          *Die vermeintliche „Männerfreundlichkeit“ besteht dann darin, dass man dieses Verhalten als bewusste Willens-Entscheidung oder aber als Kulturkrankheit deutet,*

          Ist das falsch?

          *Die große Mehrheit der Männer verhält sich gegenüber Frauen vollkommen in Ordnung und keinesfalls übergriffig*

          Das ist im Prinzip ja die gleiche Aussage.
          Wenn man aber rausfinden möchte, warum sich die Minderheit der Männer dann doch übergriffig verhält, und das dann auch ändern möchte, ist das eher wenig förderlich.

        • „Das ist im Prinzip ja die gleiche Aussage“

          Würde Onyx sie den so machen? Sie schreibt in den Text

          Nein, ich liebe Männer nicht und ich sehe auch nicht die geringste Veranlassung, mich mit solchen Schleimscheißereien bei Idioten, die Lügen verbreiten, anzubiedern.

          Männer sind Menschen. Wie Frauen auch. Viele davon sind ganz ok, viele mag ich. Wie Frauen auch. Einige sind was ganz Besonderes, die liebe ich. Wie Frauen auch. Aber Männer stellen etwa die Hälfte der Menschheit dar. Die allermeisten davon kenne ich nicht, die interessieren mich nicht im geringsten, weil ich keinerlei Verbindung zu ihnen habe. Wie Frauen auch. Wie kann ich die also lieben?

          (Warum sie damit auf einen Strohmann eindrischt erklärt ja resolute Nuss gut in den Kommentaren)

          Etwas stößt du ja hier ins gleiche Horn, ebenfalls am eigentlichen Kern der Aussage vorbei aus meiner Sicht:

          https://diekomischeolle.wordpress.com/2013/04/24/mannerhass/

          Robins hier zitierte Aussage finde ich da schon wesentlich besser

          https://allesevolution.wordpress.com/2016/01/30/die-meisten-frauen-haben-null-probleme-mit-maennern-und-die-meisten-maenner-haben-null-probleme-mit-frauen/

          Würdest du der Aussage eigentlich zustimmen?

        • Würdest du es nicht kritisieren?

          Ich würde es im Einzelfall immer kritisieren, oder wenn es ein generelles Problem in unserem Kulturkreis sozialisierter Männer wäre, beim Anblick von Frauen „nicht an sich zu halten“.
          Ich kritisiere also in erster Linie, dass der Feminismus dies behauptet und damit Männer diffamiert.

          Ist das falsch?

          In dieser feministischen Reduktion, definitiv. In den meisten Fällen ist wohl die Übergriffigkeit sehr subjektiv und nicht absichtsvoll und hat seine Gründe vor allem in der Person selbst.

          Das ist im Prinzip ja die gleiche Aussage.

          Ganz bestimmt nicht!

          Wenn man aber rausfinden möchte, warum sich die Minderheit der Männer dann doch übergriffig verhält, und das dann auch ändern möchte, ist das eher wenig förderlich.

          Doch, wäre es durchaus, wenn man Mitstreiter sucht und das Spezifische ausmachen will. Wer vorgibt, Kriminalität bekämpfen zu wollen, geht ja auch nicht hin und sagt alle Schwarzen seien Taschendiebe. Ich glaube auch nicht dass Onyx eine Ausbildung bei der Polizei machen will, sie hetzt halt lieber.

        • „Wenn man aber rausfinden möchte, warum sich die Minderheit der Männer dann doch übergriffig verhält, und das dann auch ändern möchte, ist das eher wenig förderlich.“

          Gerade deshalb ist es wichtig, die Realität anzuerkennen, die „.. große Mehrheit der Männer verhält sich gegenüber Frauen vollkommen in Ordnung …“. So trennt man das Besondere vom Allgemeinen. Feministinnen wollen aber verallgemeinern und zB das ganze mit den „kuturellen Unterschieden“ wegwischen, #ausnahmlos. Könnte ja zB den Islam in ein „falsches“ Licht rücken. Sehr bemerkenswerte Heuchelei, findest du nicht?

        • Die meisten Frauen haben null Probleme mit Männern und die meisten Männer haben null Probleme mit Frauen. DAS ist Alltag.

          Das ist doch eine schöne Aussage von Robin, die sich deutlich von Onyx abgrenzt.
          Ehrlich gesagt glaube ich, dass ich das mit quasi exakt diesem Wortlaut hier davor schon mal so geschrieben hatte.

        • Ich überlege gerade, wie man die Aussage noch fassen kann.

          Interessant wäre vielleicht eine Formulierung nach der Spieltheorie und „tit for Tat“

          Wie wäre es mit:

          „Ich sehe Männer und Frauen nicht aus Teil eines Nullsummenspiels um macht und daher als Gegenspieler, sondern als potentielle Kooperationspartner, wie alle Menschen, bei denen ich davon ausgehe, dass ich sie freundlich und kooperativ behandele, solange die konkrete Person mir nicht Anlass zu anderem Verhalten gibt“

          Oder eine Formulierung nach Geschlechtsunterschieden:

          Männer und Frauen sind unterschiedlich und ich finde die typische Art wie Männer und Frauen sich verhalten nicht negativ, sondern komme gut mit Männern und Frauen und ihrer jeweiligen Art zurecht

        • Männer und Frauen sind unterschiedlich und ich finde die typische Art wie Männer und Frauen sich verhalten nicht negativ, sondern komme gut mit Männern und Frauen und ihrer jeweiligen Art zurecht

          Das würde ja sogar ich unterschreiben.

        • @chris
          „Ich sehe Männer und Frauen nicht aus Teil eines Nullsummenspiels um macht und daher als Gegenspieler, sondern als potentielle Kooperationspartner …“

          Das geht aber weit über die Aussage von Robins tweet hinaus, der auch mit der Annahme eines Nullsummenspiels voll kompatibel wäre.
          Ausserdem diente die Aussage ja nur zum Belegen dafür, dass „MGTOW“ unrecht hätte, wer weiss, ob das wirklich so gemeint war und nicht nur situativ-taktisch.

        • Das ist erst einmal auch unabhängig von Robins Aussage. Es geht mir eher darum, das vage „ich mag Männer bzw Frauen“ neu in eine etwas konkretere Form zu fassen.

          Das man nicht alle Männer/Frauen liebt oder alle Aspekte von Männern und Frauen ist ja vollkommen klar, es geht dabei um etwas anderes. Die Frage ist, wie man das fasst

        • @Christian,

          wenn du jetzt noch in deine Formulierungen reinbringst: „Ich gehe nicht davon aus, dass alle wesentlichen Übel der Welt von Männern verursacht werden.“…

        • Ist das nicht darin enthalten?

        • Ich finde nicht.
          Dass man Männer im Allgemeinen mag ist kein Widerspruch dazu, dass man z.B. ausschließlich Frauenhäuser fördert, weil die Täter ja dann doch immer Männer sind.
          Selbst Karen Duve wäre sicher empört, wenn man ihr Männerhass vorwerfen würde.

        • @chris
          „Es geht mir eher darum, das vage „ich mag Männer bzw Frauen“ neu in eine etwas konkretere Form zu fassen.“

          Dann ist das mit dem kooperativen Mehrwert perfekt!

      • Mach den Juden-Test:
        ersetze in einer Pauschalaussage die betroffene Personengruppe mit „Juden“ und die zugehörigen Adjektive mit „jüdisch“.
        Würdest Du den so entstandenen Text für antisemitisch halten? Würden Juden den Text für antisemitisch halten? Würden sonstige beliebig ausgewählte Leute den Text für antisemitisch halten? Kommt der Neo-Nazi-Ortsverband aus seinen Löchern und trägt Dir die Ehrenmitgliedschaft am Bande an?

        Je mehr dieser Fragen Du bejahen kannst, desto xy-feindlicher ist der Text. Z.B.: dieser Satz:
        „Ich denke nicht, dass Juden triebhaft sind.“ Hast Du das mal gesagt oder geschrieben? Wenn ja, wurdest Du gefragt, wieso Du das so betonst?

        Zum eigentlichen Thema: ist Onyx eigentlich mit einem schüchternen Mann zusammen? „Sozial“ und „empathisch“ sind ja recht schwammige Begriffe, aber „schüchtern“ kann man daran festmachen, ob er oder sie die Initiative beim Kennenlernen ergriffen hat.

        Und wo wir bei Parolen sind:
        „Kein Mensch ist toxisch!“ Jedenfalls nicht für andere Menschen.

      • Die Diskussion ist ja interessant, aber aus dem Eingangszitat von Onyx einen Hass herzuleiten scheint mir eine recht originelle Argumentation, nun gut ich kenne sie nicht so

    • https://twitter.com/onyx0815/status/789391427646074

      • 😀

        Das Niveau, was man von „onyx“ erwartet. „Spiegel!“ haben wir im Kindergarten dazu gesagt.

  9. Ich bin übrigens Maskulist weil ich über Frauen im Großen und Ganzen positiv denke. Ich bin nämlich nicht der Absicht, dass Frauen alle nur verwöhnte Heulsusen sind, die es sich zum Ziel gemacht haben, dass die gesamte Männerwelt sich ihren weibischen Launen unterzuordnen hat.
    Nein, ich finde Frauen sind besser als das.

    • Und …..

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen aggressiver, gewaltbereiter und skupelloser als Männer sind.

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen nicht mit Kindern umgehen können.

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen triebgesteuert sind und nur Sex im Kopf haben.

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen, die den Haushalt erledigen und Männern auch mal zustimmen, unemanzipiert und devote Hausfrauchen sind.

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen, die Opfer sexueller Gewalt wurden, doch froh über das geile Abenteuer sein sollten.

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen, die sozial, empathisch, schüchtern sind, unattraktiv für Männer sind und ein falsches Weiblichkeitsbild haben, das sie überwinden müssen.

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen, die sich für 1 Mann entschieden haben, an einer Krankheit namens „internalisiertem Sexismus“ leiden.

      Weil ich NICHT denke, dass Frauen solche Furien sind, dass sie kaum noch an sich halten können, wenn sie überhaupt männliches Dominanzgebaren sehen.

      Uh, das wäre alles soooo progressiv ……

      • Eigentlich waren das mal die Gründe, das Frauenwahlrecht einzuführen, also Gründe pro Feminismus. Auf Männer übertragen wären das demnach Gründe pro Maskulinismus.

  10. Feminismus Tweet des Monats😀

    oder wie von genderama heute vorgeschlagen…..?

    „8. Ist das hier der feministische Tweet des Monats?“

    Ja, der erste tweet ist wohl nicht von einem Feministen und fällt daher leider raus. Aber auch Feministen könnten sowas durchaus auch von sich geben.

    *WEIL* man als Feministin denken muss, dass die „anderen Frauen“ eben auch feminismusbedürftig sein.

    • „Racists are white people. Homophobes are Straight people. Transphobes are cis-people. Sexists are men.“

      Eigentlich peinlich für die Kritiker, dass Feministinnen ihrer eigenen Parodie zuvorgekommen sind und das nicht schon zuvor so benannt wurde.

      Denn diese Syllogismen sind nicht etwa eine absurde Übertreibung, sondern ergeben sich rein logisch aus den Annahmen des intersektionalen Genderfeminismus, nach denen diese Phänomene kulturdeterminiert und definitorisch für die „machthabenden“ Klassen gelten, also nur in eine Richtung wirken können.

      • Das ist schon häufiger so festgesellt worden, da es sich tatsächlich „rein logisch aus den Annahmen des intersektionalen Genderfeminismus“ ergibt. Zitate kann ich aber leider nicht liefern. Es sind die Femis, die das nur nicht zugeben, wobei sie zu krampfhaften Ausweichmanövern greifen, das zu vertuschen.

        Auch immer lustig, wenn Gender-Fürsprecher der Frage nach ihrem Verhältnis zur Wissenschaft ausweichen und zumeist ihre eigenen Grundsätze wenigstens ein bisschen verleugnen, aber nicht zu sehr…

  11. Dem Männlichkeitsideal des Feminismus zu folgen, ist der beste Weg zur ewigen Jungfräulichkeit. Also durchaus eine Option für kath. Pfarrer oder auch Mönche.

  12. Das macht auch ganz gut deutlich, wie bigott der Feminismus auch in seinen „Kernkompetenzen“ ist:

    • brillantes Argument!

      • *brillantes Argument!*

        Nein. Das sind Äpfel und Birnen.

        Frauen sind immer mitbetroffen von Kriegen, selbst wenn sie keine Soldatinnen sind. Da es aber Soldatinnen gibt, ist es eine Birne. (Es sei denn es gibt Männer die an ihrem eigenen Körper eine Abtreibung haben durchführen lassen, oder so)

        Ein Apfel wäre zum Beispiel Beschneidung.

        • Ein Mann ist nicht betroffen, wenn die Frau sein Kind, das er sich schon immer gewünscht hat, abtreiben lässt?

        • In der Hälfte der Fälle wird ein männliches Wesen abgetrieben, in allen Fällen stammt das ungeborene Leben von einem Mann.

          Die 0,1% Soldatinnen in Kriegseinsätzen (ganz aktuell sind es durch die YPG vielleicht ein paar mehr) machen aus einem Apfel keine Birne.

        • „Frauen sind immer mitbetroffen von Kriegen“

          Nach dem bekannten Diktum von Hillary Clinton seien Frauen ja die eigentlich Betroffenen, da ja ihre Männer getötet werden würden usw. lol.

          Es geht ja darum, wer den Krieg tatsächlich führt und durchführt und auch als erstes und am meisten betroffen ist. Das sind Männer. Und daher ist es reines Männerthema. Fertig. Das heisst, wenn es Männer gäbe, die analog Feminismus dächten und redeten.

        • Maren hat Recht. Im Krieg sind auch immer Frauen betroffen.
          Überall, wo es Bombardements gibt, sterben auch Zivilisten. Einer Steinkugel, Artillerie-Granate, Luftmine oder Fassbombe ist es egal, wen sie zerfetzt.
          Und Bombardements sind IMMER ungenau…

        • Frauen werden in Kriegen entführt und missbraucht, Männer werden in Kriegen entführt, missbraucht und umgebracht.
          Jaja das „Male Privilege“.
          Wer weiß – vielleicht verändert sich durch die Teilnahme von Frauen als Kriegsteilnehmer das Wesen des Krieges da ja die intrasexuelle Konkurrenz dazu führen könnte, dass Frauen zukünftig andere Frauen umbringen.

        • Nochmal: Im Krieg wird bombadiert, vor allem Städte.
          Will hier wirklich irgendwer behaupten, in Stalingrad (1942/43), Sarajevo (1991-1995) oder Aleppo (seit 2011?) wurden oder werden keine Frauen durch Kampfhandlungen getötet?

        • @GOI,

          nein, das will wohl keiner behaupten.

          Willst du behaupten, dass kein Mann von der Entscheidung betroffen ist, ob er die nächsten 20 Jahre Unterhalt zahlen muss bzw andersrum, ob sein Wunschkind abgetrieben wird?

        • @GOI:

          Das Argument des Tweets ist auch falsch herum aufgezogen. Es müsste Abtreibung und Kriegsdienstverweigerung vergleichen, dann geht es um die Frage, ob Frauen von Männern verlangen können, dass sie zum Militär gehen (um sie zu schützen, natürlich).

          Da hat eine Soziologin (Gertrud Nunner-Winkler) mal ein Experiment dazu gemacht (im Kontext der Frage »weibliche und männliche Moral«), nämlich geprüft, wie Männer und Frauen zu beiden Themen argumentieren. Das Ergebnis war: Frauen argumentieren nach abstraktem Recht, wenn es um KV geht, aber konkret einfühlend, wenn es um Abtreibung geht, Männer nach abstraktem Recht, wenn es um Abtreibung geht, aber konkret einfühlend, wenn es um KV geht.

          Der betreffende Tweet wäre dann zu kontern mit: »If you want to send me to war while not having a penis, I’m gonna rip you a second slut«

        • „Ein Mann ist nicht betroffen, wenn die Frau sein Kind, das er sich schon immer gewünscht hat, abtreiben lässt?“

          Sie merkt es nicht…

          Männer haben bei Schwangerschaft nicht mitzureden, geht sie nicht an. Bezahlen sollen sie aber. Kann ja wohl nicht angehen das ein Mann nicht die Verantwortung übernimmt, für etwas bei dem er nicht mitzureden oder entscheiden hat!!!

        • „Will hier wirklich irgendwer behaupten, in ../Kriegen/.. wurden oder werden keine Frauen durch Kampfhandlungen getötet?“

          Üblicherweise geschieht dies aber nicht mit Absicht. Und das ist schon ein gewaltiger Unterschied….

        • Ist ne andere Maren:

        • Maren kapiert nicht, dass zur Schwangerschaft ein Mann gehört 😂😂😂

        • *Sie merkt es nicht…*

          Ihr merkt nicht, dass es ihr Körper ist, in dem das eventuelle Wunschkind des Mannes heranwächst, dass es ihre Gesundheit ist, die eventuell beeinträchtigt wird, ihre Lebensplanung durcheinander geschmissen wird, weil es deutlich mehr Väter gibt, die sich verpissen als Mütter.
          Es ist nicht rechtens, über den Körper eines anderen zu verfügen, von daher könnt ihr gerne eine Meinung zu Abtreibung haben, aber es muss euch klar sein, dass sie im Zweifelsfall irrelevant ist.

        • @Alex: bist du beim Militär? Wer mit Kanonen oder Flugzeugen Granaten oder Bomben auf eine Stadt abfeuert, will töten und/zerstören. Und jetzt kommt Godwin: wer war wohl das Primärziel beim Angriff auf Dresden im Februar 1945?

        • „Ihr merkt nicht, dass es ihr Körper ist, in dem das eventuelle Wunschkind des Mannes heranwächst, dass es ihre Gesundheit ist, die eventuell beeinträchtigt wird, ihre Lebensplanung durcheinander geschmissen wird, weil es deutlich mehr Väter gibt, die sich verpissen als Mütter.“

          Dann sollten Frauen Verantwortung übernehmen und vernünftig verhüten. Es ist ein riesiges Zugeständnis, dass es ihnen überhaupt erlaubt wird, ein Kind abzutreiben obwohl es drei Parteien betrifft.

          „Es ist nicht rechtens, über den Körper eines anderen zu verfügen“

          Streng genommen müsste man auf dieser Grundlage Abtreibung verbieten. Denn der Embryo ist eben nicht ihr Körper.

          „aber es muss euch klar sein, dass sie im Zweifelsfall irrelevant ist.“

          Gut. Dann sollte aber auch das Geld des Mannes irrelevant sein. Ein juristisches Abtreibungsrecht wäre dann nur fair.

        • @only_me: ich habe nie behauptet, dass werdende Väter nicht beim Thema Abtreibung ihres eigenen Kindes mitreden sollten.
          Mir ist auch klar, dass im Kriegsfall in der Regel nur Männer eingezogen und an die Front geschickt werden.
          Sobald der Krieg nach Hause kommt, dann sind alle dran mit sterben. Soweit ich Maren verstanden habe meinte sie das (tote Zivilisten) mit Frauen, die betroffen sind.

        • Ja Maren, du checkst es nicht. Es geht nicht darum der Frau die Abtreibung zu verbieten, sondern darum das Männer ohne überhaupt mitbestimmen zu dürfen, was ja deine Meinung ist, in die Pflicht genommen werden.

          Und nach deiner Logik dürfen Frauen dann auch nicht darüber abstimmen ob es eine Wehrpflicht für Männer geben soll, da „es seine Gesundheit ist, die eventuell beeinträchtigt wird, seine Lebensplanung durcheinander geschmissen wird“

        • @GOI
          „Wer mit Kanonen oder Flugzeugen Granaten oder Bomben auf eine Stadt abfeuert, will töten und/zerstören.“

          Das ist falsch und naiv pazifistisch gedacht. Es geht im Krieg üblicherweise nicht um das Töten von Menschen, sondern darum einen politischen Willen durchzusetzen. Wenn man Krieg moralisch bewerten will, ist es unumgänglich, Unterscheidungen diesbezüglich zu machen.

          „wer war wohl das Primärziel beim Angriff auf Dresden im Februar 1945?“

          Das NS Regime. Und dafür meinte man die Stadt verwüsten zu müssen.

        • Brauch man gar nicht auf Wehrpflicht beziehen. Wenn man gegen seinen Willen Vater wird, gilt „es seine Gesundheit ist, die eventuell beeinträchtigt wird, seine Lebensplanung durcheinander geschmissen wird“ ebenso.

        • @maren

          „Es ist nicht rechtens, über den Körper eines anderen zu verfügen ….“

          Offenbar denkst du dabei nicht mal an das Kind, typisch feministisch. Schon mal auf die Idee gekommen, dieses hätte auch sowas wie ein Menschenrecht? Aber letztere Idee ist wahrscheinlich auch nur partiarchale Schikane für Feministinnen.

        • *Schon mal auf die Idee gekommen, dieses hätte auch sowas wie ein Menschenrecht?*

          Natürlich. Und nach langem Überlegen bin ich zu dem Schluß gekommen, dass ich das Menschenrecht eines bereits bestehenden Lebewesens (Mutter) höher schätze als das eines potentiellen Lebens (Kind)

        • Ungeachtet meiner sehr Liberalen und ja bereits dargelegten Ansicht zur Abtreibung:

          Welche Rechte stehen denn da jeweils bei Kind und Mutter gegeneinander?

        • Das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

        • Und wie würdest du die Eingriffsschwere jeweils beurteilen?

        • Das können Juristen sicherlich besser beurteilen.

        • Wäre das nicht die wesentliche Abwägung bei dieser Frage wenn man auf die rechte abstellt?

        • @matze
          „Wenn man gegen seinen Willen Vater wird, gilt „es seine Gesundheit ist, die eventuell beeinträchtigt wird, seine Lebensplanung durcheinander geschmissen wird“ ebenso.“

          Dann heisst es immer nur Pech gehabt, selbst dran schuld. Das mit der „Lebensplanung“ interessiert nur bei den Frauen, die eine Abtreibung damit rechtfertigen dürfen. Weil ja vielleicht der Mann abhaut.

        • @ Maren

          „Natürlich. Und nach langem Überlegen bin ich zu dem Schluß gekommen, dass ich das Menschenrecht eines bereits bestehenden Lebewesens (Mutter) höher schätze als das eines potentiellen Lebens (Kind)“

          Dir ist aber schon bekannt, daß Du hier zwei völlig verschiedene Dinge betrachtest?

          Ohne das Recht auf Leben, ja das Leben selbst, ist jedes sonstige Recht sinnlos …

        • @maren:

          »Das Recht auf körperliche Unversehrtheit.«

          Welches im Falle einer Abtreibung beim Kind verletzt wird, aber nicht bei der Mutter, wenn sie das Kind austrägt. Eine Schwangerschaft ist zweifellos eine Belastung, aber nur bei medizinischen Komplikationen auch eine »Versehrung«.

        • Es ist auch eine Verletzung o.g. Rechts, wenn ein Gefängnisinsasse gegen seinen Willen behandelt wird.

          https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2011/03/rs20110323_2bvr088209.html

          Du darfst eine Frau nicht zur Abtreibung zwingen und du darfst sie nicht zum Austragen zwingen. Beides ist eine Verletzung dieses Grundrechts.

        • „Dann sollten Frauen Verantwortung übernehmen und vernünftig verhüten.“

          Wie groß ist der Anteil der Frauen im fruchtbaren Alter, die dauerhaft verhüten i.d.R. durch chemische Kastration?

          Und wie groß im Gegenzu der Anteil der Männer, die Eigenverantwortung übernehmen?

          Ihr könntet doch besser sein, warum seid ihr es nicht?
          ist schon die richtige Frage in dem Zusammenhang.
          Du allerdings richtest sie an exakt die falsche, beteiligte Partei, Adrian.

        • @maren

          „dass ich das Menschenrecht eines bereits bestehenden Lebewesens (Mutter) höher schätze als das eines potentiellen Lebens (Kind)“

          Du hast die Idee des Menschenrechts nicht verstanden bzw lehnst diese ab. Da ist nichts gegeneinander aufzurechnen oder gegenüberzustellen, das ist unteilbar.

          Übrigens wurden auch längst „bestehende Lebewesen“ immer mit dem Verweis auf ihr angeblich weniger wertiges Leben, welches die gut gearteten Exemplare benachteiligen würde, entsorgt. Aus genau diesem Grund und als Folge aus diesen Erfahrungen wollte man auch dem Menschenrecht allgemeine Gültigkeit verschaffen.

        • Okay Alex, dann erzähl mal, wie du dir das so vorstellst.
          Ich bin ganz Ohr.

        • @djadmoros

          Lesetipp:
          http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/gewalt-in-der-geburtshilfe-das-alltaegliche-verbrechen/

          Ich habe geweint als ich die Seite gefunden habe. Dieses Jahr will ich mich auch beteiligen an der Aktion. Mehr als 10 Jahre danach.

        • @ Semi

          „Wie groß ist der Anteil der Frauen im fruchtbaren Alter, die dauerhaft verhüten i.d.R. durch chemische Kastration?“

          Ist doch wurst, da die Frauen es freiwillig machen.

          „Ihr könntet doch besser sein, warum seid ihr es nicht?“

          Was weißt Du schon von mir? Oder jedem anderen hier?

          Nebenbei: Du bezeichnest Frauen die die Pille nehmen als Kastraten? SO denkst Du also über Frauen …🙂

        • @maren:

          »Beides ist eine Verletzung dieses Grundrechts.«

          Aber nicht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auf autonome Lebensführung. Was natürlich zu demselben Resultat führt. Deshalb wäre das angemessene Gegenstück die »juristische Abtreibung« aufseiten des Vaters, denn dessen autonome Lebensführung wird durch eine Schwangerschaft auch eingeschränkt.

          In diesem Moment wäre »heimlich die Pille weglassen« keine brauchbare Taktik mehr und beide müssten ihre Verantwortlichkeit im Vorfeld klarer aushandeln.

        • *Aber nicht auf körperliche Unversehrtheit, sondern auf autonome Lebensführung*

          Unsinn. Wenn ich dich zwingen würde, ein Medikament zu nehmen, dass in 90% aller Fälle keine Nachwirkungen nach dem Absetzen hat, aber für die Dauer definitiv eine signifikante Änderung deines Hormonhaushalts sowie Gewichtszunahme, eventuelle Diabetes, Depressionen, Übelkeit und Kreislaufprobleme und zum Ende der Behandlung starke Schmerzen und eventuell eine Operation, wäre das kein Eingriff in deine körperliche Unversehrtheit?

        • @Semikolon:

          Klingt nach arroganten Kotzbrocken im Kreißsaal. Glaube ich gerne, dass das vorkommt und manch einer gewohnheitsmäßig seine Macht ausspielt. Ich war beide Male mit dabei, da wäre nicht viel Spielraum für Schikane gewesen, aber auch die Mutter selbst hätte notfalls dreistöckig zurückgeflucht.

          Wir haben uns aber auch im Vorfeld erkundigt, welchen Ruf das Krankenhaus hat und welche Erfahrungen andere gemacht haben. Hat natürlich nicht jeder diese Möglichkeit.

        • @maren:

          »Wenn ich dich zwingen würde, ein Medikament zu nehmen …«

          Moment! Jetzt redest Du von der Pille! Mein Argument war nicht, dass die Pille die einzige Alternative zur Abtreibung ist, sondern dass in einer Konstellation mit Pille die Frau derzeit keine juristischen Folgen einer eigenen Unaufrichtigkeit fürchten muss.

          Ganz persönlich bin ich ohnehin der Meinung, dass ein Mann schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb seinen Schniedel eintüten sollte, wenn er der Frau nicht gerade sehr tief vertraut.

        • *Moment! Jetzt redest Du von der Pille!*
          Nein ich rede von einem Medikament, das eine Schwangerschaft simuliert, weil du behauptet hast, ein Schwangerschaftszwang wäre kein Verstoß gegen die körperliche Unversehrtheit.
          Beantworte also bitte meine Frage.

        • @maren:

          »ich rede von einem Medikament, das eine Schwangerschaft simuliert …«

          Aha. Das war nicht klar ersichtlich, zumal ja gerade die Pille für Nebenwirkungen berüchtigt ist.

          Da stellt sich die Frage, wo die »Belastung« aufhört und die »Versehrung« anfängt. Ich weiß jetzt nicht, wie Juristen da argumentieren würden, aber nach meinem Dafürhalten ist eine »Versehrung« mit einer vorangehenden Gefährdung verbunden. Diesen Fall habe ich unter das Stichwort »medizinische Komplikationen gefasst.«

          Solange sich der Körper anschließend in den Ausgangszustand zurückbildet, würde ich von Belastung reden und nicht von Gefährdung oder Versehrung. Da gibt es sicherlich eine Grauzone. Aber um eine Schwangerschaft juristisch insgesamt ohne Würdigung konkreter Umstände als »Versehrung« zu betrachten, ist das in meinen Augen nicht hinreichend.

        • Du hast aber schon das Urteil des Verfassungsgerichtes oben gesehen? Mit den behandlungsunwilligen Knastis?

        • @maren:

          »Du hast aber schon das Urteil des Verfassungsgerichtes oben gesehen?«

          Ja, aber ich sehe den Zusammenhang nicht. Es geht dort um medizinische Eingriffe, aber eine Schwangerschaft ist kein Eingriff, sondern ein (wenn auch »transitorischer«) natürlicher Zustand (das ist eine Krankheit zwar auch, aber ich betrachte ja den Fall ohne Komplikationen).

          Eine medizinische Behandlung eines Strafgefangenen kann also gemäß BVerfG-Urteil ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit sein. Das betrifft vermutlich vor allem den Fall der Zwangsernährung, die gegen im Hungerstreik befindliche Terroristen angeordnet worden ist.

          Die einzige passende Analogie, die ich sehe, wäre eine Vergewaltigung, die man als widerrechtlichen »Eingriff« sehen kann, der zur physiologischen Folge der Schwangerschaft führt. Aber die köperliche Unversehrtheit wird hier durch die Vergewaltigung verletzt, nicht durch eine möglicherweise folgende Schwangerschaft.

          Und eine Abtreibung aufgrund einer zuvor stattgefundenen Vergewaltigung ist ja völlig unstrittig.

        • *Eine medizinische Behandlung eines Strafgefangenen kann also gemäß BVerfG-Urteil ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit sein. Das betrifft vermutlich vor allem den Fall der Zwangsernährung, die gegen im Hungerstreik befindliche Terroristen angeordnet worden ist.*

          Das Urteil ist von 2011, da war die Zeit der Hungerstreiks laaange vorbei.

          „Eine Zwangsbehandlung zur Erreichung des Vollzugsziels ist nur zulässig, wenn der Untergebrachte krankheitsbedingt zur Einsicht in die Behandlungsbedürftigkeit oder zum Handeln gemäß dieser Einsicht nicht fähig ist.“

          Das hat nichts mit Hungerstreiks zu tun, sondern damit, den Gefangenen fit genug zu halten, dass er seine Strafe absetzen kann. Es ist nämlich mWn möglich, Strafaussetzung aus gesundheitlichen Gründen zu beantragen.

          Aber wie dem auch sei, festzuhalten ist, dass eine medizinische Behandlung mit dem Ziel, das Befinden des Insassen zu VERBESSERN ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit ist, sofern derjenige geistig in der Lage ist, das selbst zu entscheiden.
          Das dürfte dein Argument, Unversehrtheit hieße, dass es keine irreparablen Schäden gäbe (-> „Versehrtheit“) aushebeln.

          *Es geht dort um medizinische Eingriffe, aber eine Schwangerschaft ist kein Eingriff*

          Aber ein Kaiserschnitt ist es.

        • 1. Auf wann datieren Deine beiden zweiter Hand Erfahrungen und wie intensiv (=wieviele Stunden Gespräch) hast Du Dich mit der Mutter dieser Kinder über ihre Wahrnehmung ausgetauscht?

          2. Die Einnahme der Pille kann im Extrem-Fall zum Tode führen, die Vasektomie z.B. nicht.

          3. Bei einer wirklichen Abtreibung existiert hinterher kein Mensch mit Rechten. Bei einer von Dir befürworteten „juristischen Abtreibung“ schon.

          4. „Und eine Abtreibung aufgrund einer zuvor stattgefundenen Vergewaltigung ist ja völlig unstrittig.“ Ha! Dafür müsste ja erstmal gerichtsfest feststehen, dass zuvor eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Es bräuchte also Schnellverfahren, die innerhalb von wenigen Tagen nach Anzeige einer schwangergewordenen Frau zu unanfechtbaren Gerichtsurteilen führten. Und das dann aber bitte auch mit einer den anderen angeklagten Straftaten entsprechenden Verurteilungsquote, also nicht wie jetzt: 90 % +x Freisprüchen, sondern rund 80 % Schuldsprüchen. Das ist eh nicht logisch erklärbar, diese Sonderstellung, die die Zahlen implizieren. Auf der jetztigen Grundlage das Abtreibungs“recht“ einzudampfen auf polnisches Niveau würde bedeuten, dass man faktisch nichtmal vergewaltigten Frauen die Möglichkeit lassen wollen würde, eine eingetretene Schwangerschaft abzubrechen.

        • „Es geht dort um medizinische Eingriffe, aber eine Schwangerschaft ist kein Eingriff“

          Der verlinkte Artikel hätte Dir verraten, dass nur mehr lediglich 6 % der Geburten ohne medizinische Eingriffe vonstatten geht, sowie dass mittlerweile drei von vier Schwangeren der Stempel „Risikoschwangerschaft“ aufgedrückt wird.

        • „Okay Alex, dann erzähl mal, wie du dir das so vorstellst.“

          Dass Leute wie du dazu neigen, keine Nachkommen zu haben, weil sie eine andere „Lebensplanung“ haben, ist ja nicht das Schlechteste? Das stellt man sich dann vor….
          Leider wird die Misanthropie deshalb wohl aber nicht aussterben, keine Frage der Gene, sondern der Meme.
          Und so gesehen spielt es für jeden einzelnen eben keine Rolle, ob er Nachkommen hat oder nicht. Freie Entscheidung.

          Aber gerade deshalb sollte auch der Staat in keiner Weise mehr diese freie Lebensentscheidung fördern.

          Warum dann aber machen die Feministinnen einen Sozialstaat um die Mutter auf?

          Auf der einen Seite will man Kinder nicht und dann weist man sie von Staats wegen der Mutter zu….

          Mit welchen völlig doppelten Massen wird hier gemessen?

          Es gibt ja nicht eine Feministin, die sich am oberpatriarchalen Sozialstaat stören würde, obwohl so viele dort arbeiten, davon profitieren….

          Wenn die Gesellschaft Frauen benachteiligen würde, würde das doch im Sozialstaat am stärksten sein….

          Was ist eigentlich *nicht* Lüge beim Feminismus?

        • @semi
          „Die Einnahme der Pille kann im Extrem-Fall zum Tode führen“

          Wenn man sich dran verschluckt, ganz sicher.

        • „Bei einer wirklichen Abtreibung existiert hinterher kein Mensch mit Rechten.“

          Vorher vielleicht aber?

          Bei der „juristischen Abtreibung“ kann es natürlch nicht um die Rechte des Kindes an seinem Vater gehen, da diese unaufkündbar sind.

          Wie ist das wenn man die „körperliche Unversehrtheit“, die als eigene Wahl legal ist, mit dem Recht auf Leben des Kindes abgleicht? Deshalb gibt es diese 3-Monats-Grenze.

          Die soll übrigens bis zur Geburt vorgeschoben werden, bei „Behinderten“, Down-Syndrom zB. In Grossbrittanien:

          A World Without Down’s Syndrome – let the abortion/eugenics debate begin

          http://archbishopcranmer.com/world-without-downs-abortion-eugenics/

          Hat der Feminismus da was zu zu sagen?

        • @Semikolon:

          Setz‘ mal @ über deine Kommentare, damit die Leute nicht raten müssen,ob sie gemeint sind! Inhaltliche Antworten morgen.

  13. Auch hier gibt es natürlich keinerlei doppelten Standard:

    • *sharing pics*

      Das müsste „sending some woman that you have just met online pictures of your dick she didn´t ask for“

      • Viel interessanter dürfte es sein, als Mann nackt gegen den Feminismus zu demonstrieren🙂

        Ein paar Hundert Nackte vor dem BM für alles ausser Männer, das wär mal was…. (Plakate: mein Körper gehört mir uä).

        • @Alex:

          »(Plakate: mein Körper gehört mir uä)«

          Oder »Kein Schwanz ist illegal!«🙂

  14. Feminism kills:

    • Da ist der Feminismus wohl eher die Rationalisierung dafür, dass die Frau einfach einen schweren, bösartigen Knall hat. Wobei die feminstische Erklärung im umgekehrten Fall natürlich auf toxic masculinity lauten würde.

      • Es ist wohl kein Zufall, welche Rationalisierungen überhaupt möglich sind und welche nicht…. „toxische Ideologien“.

      • In welchen Fällen ist denn Feminismus nicht die Rationalisierung dafür, dass die Frau einen Knall hat? Die meisten sind zugegeben harmloser, aber trotzdem?

  15. Verwandt damit ist das, was ich mal erzählte und was ich „Schrödingers Männerrechtler“ nenne: „Ich hab nichts gegen Männerrechtler, sondern nur was gegen Maskulisten – denn das sind alles Nazis.“

    Die Begriffe können wechseln, mal ist der Masku der Gute, der MRA dann aber der Böse oder was weiß ich. Der Punkt ist, dass eine angenommene Person als Beleg genommen wird, es ginge einem nur um eine bestimmte böse Untergruppe. Ähnlich wie der „Einige meiner besten Freunde sind Ausländer…“, den Leute bringen, wenn sie glauben, sie seien kein Rassist, nur weil sie den Dönermann freundlich grüßen.

    • @DMJ:

      »Einige meiner besten Freunde sind Ausländer«

      »Ich habe nichts gegen Neger! Zwei meiner besten Neger sind Freunde!«🙂

  16. Gestern fragte mich die Große, warum Frauen öfter als Männer angegriffen würden in der Öffentlichkeit. Ich sagte ihr, dass ihr Eindruck sie täusche, dass es was schwere Gewalttätigkeit und Verletzungen angeht sogar umgekehrt sei etc. Außerdem sprachen wir über unterschiedliches (Un-)Sicherheitsempfinden, kamen so zu den Frauenparkplätzen, die sie für sehr sinnvoll hält (im Unterschied zu mir). Als wir über Verteidigungsmaßnahmen sprachen war klar, dass wir das Bild eines Angriffs zu konkretisieren haben, ich zögerte jedoch, ob ich das Fass mit den sexualisierten Übergriffen bishin zu Vergewaltigungen nun aufmachen sollte. Im Nachgang kassierte ich Kritik vom Gatten wegen „Verharmlosung“, weil ich es so formulierte, dass sie möglicherweise das Erwachsenenalter erreicht ohne vielfache, derartige Erfahrungen sammeln zu müssen. Ich hab das allerdings absichtlich so gesagt, weil ich ihr wünsche, dass es so sein wird und ich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen kann, dass es tatsächlich möglich ist. Natürlich konnte ich ihr nicht zufriedenstellend die Frage beantworten, warum genau Jungs sowas machen. Die Unterhaltung endete auf: „jedenfalls ist das die Art Verhalten, die den Jungs wenn sie groß sind richtig unangenehm vor ihnen selbst ist. Das sind Jugendsünden, von denen sie nicht stolz berichten, sondern im Gegenteil die sie versuchen zu verdrängen.“

    Wunschdenken? Eventuell.
    Aber der Grundstein ist gelegt.


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