Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 19. Oktober 2016

Der Patriarch beim Einkaufen

Ein Verkäufer berichtet aus der Praxis:

Gerade ältere Männer kommen oft mit ihrer Gattin und lassen sich total unterbuttern. Die Frau sagt dann: „Mein Mann sucht eine Jacke.“ Dabei sucht sie die Jacke für ihren Mann aus. Oft streiten sie, wenn er keine Lust mehr hat, eine anzuprobieren. Vielen Männern ist es auch völlig egal, wie die Jacke aussieht. Hauptsache, sie hat eine verschließbare Innentasche für Portemonnaie und Handy. Immerhin hat das Rentnerbeige ausgedient: Die Herren kaufen jetzt auch mal dunkelblaue Jacken.

Das passt gut zu meiner Ansicht, dass in vielen Punkten innerhalb der Beziehung durchaus die Frau das sagen hat und nicht etwa der Mann der Herrscher der Familie ist, dem sich die Frau unterordnet, wie es der Feminismus suggeriert. Dabei muss das noch nicht mal böse von ihr sein: Seine alte Jacke ist schon ziemlich durch, es bleibt aber seine Lieblingsjacke. Sie beschließt, dass er damit nicht mehr auf die Straße kann und er eine neue braucht. Also geht es das nächste Wochenende zum einkaufen in die Stadt. Er würde am liebsten seine Jacke ein zweites Mal kaufen, jedenfalls gefällt ihm das was seine Frau aussucht nicht so recht. Sie denkt eher praktisch, dass er was neues braucht und es ja auch was schickeres sein könnte. Irgendwie findet er sich eher in der Rolle des Kindes wieder, welchem man neue Sachen kaufen muss.

Solche Machtrelationen zwischen Mann und Frau, in denen die Frau das Sagen hat, finden sich im Feminismus erstaunlicherweise nicht. Sie kommen aber denke ich durchaus häufig vor.


Responses

  1. Wer tut denn sowas? Frauem wissen eben NICHT was geil aussieht. Ich muss uwar viel runterschlucken, aber als echter Dandy lasse ich mir da nicht reinreden.

    • Das passiert meistens Männern, die bereits im Gefängnis der Ehe stecken. Die haben keine Wahl, weil die Frau in einer Ehe die institutionelle Macht hat.

      • Wohl wahr. Aber meine Freundin wollte mich mal im Breuninger Land oder wies heißt in einen dieser Plasticksäcke stecken, die B**s für viel Geld als Anzug verkauft. Die Verkäuferin wollt mich auch nezwingen. Hab gefragt ob sie noch passende Ll**d Schuhe haben, dann kann ich mich als Bankazubi verkleiden.

        • Ich war mal in einem edlen Laden, weil dort ein extravagantes Teil meine Aufmerksamkeit erregte. Eine Weile ignorierte mich die Verkäuferin, es waren mehrere Kundinnen im Laden, dann kam sie zu mir und entschuldigte sich für ihre Ignoranz mit den Worten:
          Entschuldigung, ich dachte sie gehören zu den Damen und laufen nur mit“

          Es ist also ganz selbstverständlich, das Männer von Frauen in solchen Situationen als bloße Anhängsel betrachtet werden, gut zum schleppen und bezahlen.

          Mich erschreckt es auch immer, wie viele „längergediente“ Ehemänner zu bloßen Anhängseln ihrer Frauen verkümmert sind.

  2. Ich habe bei Fielmann mal 50€ als Gutschein erhalten, weil ICH eine Brille aufprobierte, aber MEINE PARTNERIN gefragt wurde, ob ihr geholfen werden könne.

    • Sowas passiert nur Frauen z.B. beim Einkauf von technischen Geräten.. wie wir dank #Aufschrei & Co wissen.

      • Ich frag mich ja, was daran so schlimm sein sollte.

        Meine Güte dann fragt halt der Verkäufer den falschen….

        Wie gering kann denn die Frustrationstoleranz sein, wenn man so etwas als vermeindlichen Sexismus zum Politikum macht?

        • Muss ich auch sagen. Bin kein Verkäufer, würde einkaufende Paare aber als eine Einheit sehen, bei denen ich irgendwen fragen kann und dann ggf. weitergeleitet werde.

          Natürlich Gratulation zum Gutschein, aber das scheint mir jetzt wirklich kein Drama zu sein. Das ist es nicht, wenn Feministinnen klagen, dass der Technikverkäufer eher den Mann anspricht, aber auch nicht, wenn der Kleidungs-/Brillenverkäufer sich eher an die Frau wendet. – Handeln halt beide nach Erwartungswahrscheinlichkeit, die man nicht zu sehr moralisieren sollte.

  3. Optische (Re)Evolution des (Noch)Partners ist belastend . Ein Verlust in allen Belangen. Klebt sich die Frau spontan (bewusst) ihre Erscheinung ungewohnt neu, ist dies ein Zeichen ihrer Absonderung- Orientierung,
    Diese Verhaltensweise kontrolliert sie bei ihrem männlichen Part jedoch zu ihrem Nutzen.

    Der oberflächliche ergo optische Teil ist in ihrer „Macht“, sie unterbindet und kontrolliert am Ende die Attraktivität bzw. Anziehung, um sich ihrer Bindung sicher zu bleiben. Folgend führt ihre Kontrolle und Verlustangst dazu, dass der Partner in ihren Augen abflacht, langweilig wird, und alles was man(n) schon erfahren hat,

    Das ist doch vergleichbar mit der „Corporate Identity“ , wo der Verantwortliche die Bluse bzw. Krawatte anhat. Sie/Er bestimmt das Aussehen und Auftreten, Präsentation nach aussen hin.

    Trennt sich aber gerne mit sofortiger Unverbindlichkeit bei Bedarf, mit der verrückten Begründung, ein „anderer“ bemüht sich mehr in ihrem Blick für sie gut auszusehen.

    Frauen SIND die wahren leitenden Wesen, nur kommen sie damit noch nicht zurecht sobald wir es ihnen auch nur ansatzweise nahebringen. Dann sind sie überfordert und wir werden fristlos entlassen….,noch!

  4. Also mir ist mein Äußeres nicht so wichtig; Kleidung muss für mich praktisch sein und unauffällig. Ich achte aber bei Frauen schon sehr auf Kleidung und finde eine gut angezogene Frau interessant. Meine Frau achtet mehr auf mein Äußeres als ich selber, was dann durchaus zu Situationen wie der oben beschriebenen führen kann. Ich lasse meine Frau auch Kleidung für mich auswählen, aber einfach, weil sie Geschmack hat und Sachen auswählt, die mir durchaus auch gefallen. Ist für mich unproblematisch, meine Frau hat einen ausgeprägten Sinn für gutes aussehen, auch bei Inneneinrichtung usw. In sofern finde ich nicht, dass sie damit Macht über mich ausübt; wenn sie mir plötzlich knallbunte Sachen empfehlen würde, würde ich mich natürlich wiedersetzen.

    Dass Feministinnen sowas nicht sehen liegt daran, dass sie eben normale Ehen nicht kennen.

  5. Ich muss da noch mal mit Japan kommen. Japanische Frauen sind traditionell angehalten, früh zu heiraten, ihre Arbeit ein zustellen und die Kinder zu erziehen.

    Was für eine Mysogynie, möchte man denken.
    Aber: Traditionell kontrolliert die japanische Frau auch sämtliche Ausgaben der Familie, auch die des Mannes, der ja sämtliche Kohlen erst angeschleppt hat.
    Wer da Machtpositionen errungen hat, das möchte ich mal ganz gerne wissen :>
    http://www.bbc.com/news/business-19746705

    • Es gibt hier (wie eigentlich immer) zwei Perspektiven:

      Aus der Kontrolle der Finanzen ergibt sich erstmal keine Machtposition. Diese wäre erst gegeben, wenn frau autonom, also ohne Sachzwänge und soziale Kontrolle über die Ausgaben entscheiden könnte. Also z.B. kein Essen für Mann und Kind(er) kaufen sondern lieber Schuhe für sich selber.

      Dies ist in Japan regelmäßig nicht gegeben.

      Die andere Seite ist die männliche Sicht. Aus der Perspektive heraus hat der Mann eine sozial erzwungene Zahlesel-Funktion, deren Erfüllung von der Gesellschaft mit Akzeptanz und von der Frau mit einem Taschengeld (zum sich die Welt mit Sake schönsaufen) belohnt wird.

      • Das ist schon richtig, aber zum einen hat in dem Szenario der Mann überhaupt gar keine Autonomie (nur halt über seine 30k Yen Taschengeld), zum anderen ist die Frage valide, ob und wie man in einer Partnerschaft Autonomie priorisiert.

        Im übrigen ist es tatsächlich so, daß die Furcht, der Mann würde die ganze Kohle versaufen, hinter dieser Aufteilung steht.

        • „zum anderen ist die Frage valide, ob und wie man in einer Partnerschaft Autonomie priorisiert.“

          Und ob eine Priorisierung (oder gar das Ausleben) von Autonomie von der Gesellschaft toleriert, gefordert oder bestraft wird.

          „die Furcht, der Mann würde die ganze Kohle versaufen, hinter dieser Aufteilung steht.“

          War auch hierzulande sehr lange nicht unüblich, dass die Ehefrauen die wöchentlichen Lohntüten ihrer Männer abgeholt haben, weil die sonst Freitag abend bis Sonntag morgen damit saufen, spielen und ficken gegangen wären…😉

          Generell würde ich die These aufstellen, dass 9to5-Job, Familie mit dauernörgelndem Eheweib und Reihenhäuschen für einen Mann keine artgerechte Haltung darstellt. Er also „domestiziert werden muss“, um dies mitzumachen…

  6. Ich war mal mit einer Frau zusammen die irgendwann ganz offen gesagt hat dass es so sein muss dass der Mann UNTER der Frau steht. Ihrer Schwester sei es aber leider passiert dass sie von ihrem Mann untergebuttert wird. Ihre Schwester und ihren Mann habe ich dann mal kennengelernt. Er: Ein Proll der davon profitiert dass die wohlhabende Oma seiner Frau Geld dazugibt wenn er mal wieder arbeitslos ist und sie (die Schwester): Eine arbeitsscheue Hausfrau ohne Kinder aber mit Katzen.
    Meine damalige Freundin rechtfertigte mit dieser komischen Ehe die ihre komische faule Schwester führte dass sie nun mal in der Beziehung das Sagen haben will.
    Ich brauche wohl nicht zu erklären, dass die Beziehung nicht lange hielt. Auch hatte sie keine Chance einen selbstbewussten Mann zu bekommen. Kein normaler selbstbewusste Mann wollte sowas. Keiner hat Lust darauf, bis auf den einen oder andere Baggerfahrer und Kistenpacker (Hilfsarbeiter) der sich dann noch auf sie eingelassen hat.
    Woher hatte die Dame dieses arrogant aggressive getue? Natürlich von der Mutter!
    Das war ein Terror-Hausdrache!

    • Es ist eine seltsame Schizophrenie vieler Frauen, die es problemlos schaffen sich benachteiligt zu fühlen, aber es ganz selbstverständlich finden, das in der Familie im Innenverhältnis die Frau das sagen hat.
      Ich glaube zumindest unter europäischen Verhältnissen ist das auch der Normalfall, das Gleichberechtigung herrscht, oder der Mann das sagen hat ist eher seltener. Ich glaube ein Grund ist die relative Friedfertigkeit und das Harmoniebedürfnis vieler Männer, die einfach keine Lust haben, wegen jeder Kleinigkeit einen Machtkampf oder Nervenkrieg zu führen. Und so geht dann ganz automatisch allmählich die Entscheidungsgewalt in vielen Dingen auf die Frau über, die von Natur aus weniger harmoniebedürftig ist als der Mann (im Schnitt)

  7. „Also geht es das nächste Wochenende zum einkaufen in die Stadt. Er würde am liebsten seine Jacke ein zweites Mal kaufen, jedenfalls gefällt ihm das was seine Frau aussucht nicht so recht. Sie denkt eher praktisch, dass er was neues braucht und es ja auch was schickeres sein könnte.“

    Nicht nur die Jacke selbst ist ein Konfliktstoff, sondern – vielleicht sogar viel mehr – das Event „Einkaufen“ an sich.

    Für Frauen ist das ein Happening, dem sie sich mit Lust und Leidenschaft hingeben, wie Männer nur dem Sex.
    Wenn ER eine passende Jacke gefunden hat, kauft er sie und gut ist.
    Wenn SIE eine passende Jacke gefunden hat, hängt sie sie zurück und lässt ihn erst noch 12 andere in 5 Geschäften aussuchen.
    Dazwischen wird beim Konditor in der Shopping-Mall noch ne Kaffee und Kuchen-Runde gemacht – und am Ende doch die erste Jacke aus dem ersten Geschäft gekauft.
    Für sie war das ein gelungener Tag, für ihn ein vergeudeter.

    • Ja kann ich so bestätigen. ich seile mich dann gelegentlich ab, verbringe die Zeit in einer Buchhandlung und treffe mich später mit meiner Frau wieder.

  8. Ich gehe generell nicht mit Frauen einkaufen – wenn ich, während der letzten Beziehung in eines der Center gegangen bin, hat ich meine Ex in ihrem Element gelassen und mich selber in den Buchladen gesetzt und in Ruhe ein Buch gelesen.
    Ich selbst kaufe auch zu 95% im Internet ein, ich hasse einkaufen gehen.

    Wer sich von seiner Alten herumkommandieren lässt hat es nicht besser verdient wenn er früher oder später zu einem Möbelstück degradiert wird. Frauen hassen devote Männer.

  9. Na, also da erkennt man die Realität doch wirklich auf Anhieb wieder!

    Frauen haben generell, was Kleidung angeht, strenge Maßstäbe. Es muss sehr sauber sein, es muss marklos sein, es muss neu genug sein. Altbewährtes soll in die Altkleidersammlung. Selbst wenn es noch gut ist – es ist ja schon so alt. Und ja: Männer haben auf dem Gebiet oft nichts zu sagen.

    Aber gut: Letztlich ist der Klamotten & Schuhe-Bereich zu unbedeutend, um sich drüber aufzuregen. Okay, für Frauen ist er halt nicht unbedeutend.

    Ich habe Frauen kennengelernt, die angaben, zwischen 30 und 40 Paar Schuhe zu besitzen. Wofür eigentlich? Wir sind doch gar keine Hundert- oder Tausendfüßler! Aber gut: Auch das ist ein recht harmloses Hobby – zumindest, solange dafür nicht gigantische Summen ausgegeben werden.

    • makelos sollte es natürlich heißen, verdammt!

      • „makelos sollte es natürlich heißen, verdammt!“

        Wenn schon, dann „makellos“. So viel „l“ muss schon drin sein 😉

        „Frauen haben generell, was Kleidung angeht, strenge Maßstäbe.“

        Aussehen ist für Frauen das Kapital in der intrasexuellen Konkurrenz. Sie legen also von Natur her sehr viel Wert auf Fehlerfreiheit. Und dazu gehört, sich modisch nicht abhängen zu lassen.
        Für Männer ist Aussehen nur einer von mehreren Parametern, hat also einen weit geringeren Stellenwert.

        „Ich habe Frauen kennengelernt, die angaben, zwischen 30 und 40 Paar Schuhe zu besitzen.“

        Also eine eher arme Frau?😉 Eine gute Bekannte von mir berichtete mir – etwas verschämt -, dass sie etwa 200 Paare in ihrem Keller aufbewahre.

        „Wofür eigentlich?“

        Hatte ich sie auch gefragt. Konnte sie mir nicht beantworten. Sie sagte, Frauenschuhe seien relativ billig und sie fühle sich bei Schuhanprobe und -kauf einfach wohl.

        Ich trage noch Schuhe (von Salamander), die ich in den 90ern gekauft hatte.
        Und ich lauf sehr viel.

        • Ja die weibliche Faszination durch Schuhe ist schon bemerkenswert; auf 30 bis 40 bringt es meine Frau auch locker.

          Frauenschuhe unterscheiden sich im Design auch wesentlich mehr untereinander als Männerschuhe, vielleicht liegt es auch daran.

    • >>> Altbewährtes soll in die Altkleidersammlung. …

      Das Schöne ist ja, dass nicht selten dieselben Frauen Meister im Vorwürfemachen sind, wenn es um Bessermenschentum geht (Umweltschutz, Dritte Welt, …). Was muss man sich nicht alles von seiner Partnerin womenspreading-belehrend anhören, wenn man z.B. mal keine Bioprodukte kauft (Raubbau an der Natur, ungesund, …) oder mal ein Handyhalter über Ebay aus Hongkong bestellt (Ausbeutung, Kinderarbeit, …). Bei sich selber ist alles natürlich etwas ganz anderes. Die Frage, wie ökologisch sinnvoll es z.B. ist, Tonnen an Klamotten zu besitzen bzw. zu kaufen, die nahezu nie angezogen werden und nicht selten nach 1-2 mal anziehen ohne erkennbare Mängel einfach weggeschmissen werden, wurde natürlich nie gestellt. Oder die Frage, ob es umweltschützend vorbildlich ist, sich gefühlt nahezu jedes Jahr ein neues Applehandy zu holen bzw. ob diese nicht vielleicht unter ziemlich ähnlichen Arbeitsbedingungen (wie mein Handyhalter) in China (> foxconn) produziert werden. Und auch ihre Zigaretten bzw. Tabak sind sicher unter menschlich vorbildlichen Arbeitsbedingungen produziert bzw. angebaut worden! …

      Aber, wen interessiert schon die eigene Widersprüchlichkeit und Glaubwürdigkeit, wenn man sich doch durch den Kauf von Bioprodukten gegenüber Nichtbioproduktkäufern als ein sehr viel besserer Mensch fühlen kann, den es zu belehren gilt?

      Aber ich sehe es positiv.

      Würde es keine Frauen geben, würde die Wirtschaft vermutlich zusammen brechen. Nicht nur, dass ein Großteil von direkten Umsätzen wegbrechen würden (Schuhe, Kleidung, Kosmetik, Bioprodukte, …). Nein, Frauen sind auch dafür notwendig, um Männer zu teuren Statusausgaben zu motivieren (z.B. teures Auto, große Wohnung, …, um für Frauen attraktiv zu wirken). Warum sollte ich z.B. neue Unterzieht-shirts kaufen, wenn der Kragen doch lediglich nur leicht ausgefranzt ist und aufgrund der Krawatte ohnehin kein Mensch sehen kann? Würde die Frau nicht zu Hause üblen Diven-Höllenterror veranstalten, wenn ein Mann solche T-Shirts für weiterhin völlig ausreichend hält, würde halt oft überhaupt kein Grund für den Neukauf von Gegenständen bestehen.

      • „Bei sich selber ist alles natürlich etwas ganz anderes.“

        Ja, diese – charakteristisch weibliche – Doppelmoral hatte ich vor einigen Tagen auch schon erwähnt.

        „Die Frage, wie ökologisch sinnvoll es z.B. ist, Tonnen an Klamotten zu besitzen bzw. zu kaufen, die nahezu nie angezogen werden und nicht selten nach 1-2 mal anziehen ohne erkennbare Mängel einfach weggeschmissen werden, …“

        Es ist noch schlimmer. Die Klamotten werden nie getragen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaub, „Posing“ heißt die neue Mode. Da werden bei Primark und Co Klamotten gekauft, zuhause drapiert, oder angezogen, dann abfotographiert und danach in die Social Medien mit Begleittexten gestellt.
        Wer die meisten Clicks kriegt, der wird von den Herstellern oder Händlern schon mal mit einem kleinen Geschenk bedacht.
        Die Klamotten landen also praktisch unbenutzt in der Tonne.

        Und dafür sterben dann Frauen – also Menschen – in Bangladesch, die T-Shirts für 50 Cent produzieren müssen.
        Dafür bist Du ein seelenloses Schwein, wenn Du zum Mittag ein solches verzehrst.

  10. Viele Feministen machen sich gar nicht klar, was die Unterdrückung für eine Arbeit ist.

    Die glauben, der Strom kommt einfach aus der Steckdose, die Biologie aus dem Nichts und das Patrichat einfach aus dem Internet.

    Falsch.

    Es ist HARTE Arbeit. Ein Vollzeitjob. Eine Doppelbelastung, den wir Männer irgendwie zwischen Kinder zur Kita bringen, Vollzeitbeschäftigung und unserem Teil der Hausarbeit auch noch irgendwie stemmen müssen.

    Wisst ihr eigentlich, wie schwer es geworden ist, in der IT Frauen zu diskriminieren, seitdem die alle Genderstudies machen? Diskriminier mal jemanden, der nicht DA ist.

    Oder wie hart es ist, eine Frau zum Objekt zu machen? Früher konnte man das kurz erledigen, indem man seiner Tochter ein rosa Kleidchen kauft. Heute muss man da jeden Tag neu checken, ob das nicht gerade wie schminken oder stricken „Ausdruck einer neuen Body-Positiven-Identität“ geworden ist, oder direkt per „Rekontextualisierung“ der komplette Aufwand zunichte gemacht wurde.

    Naja, wenigstens kann ich das in einem Abwasch mit dem Privilegienchecken erledigen. Denn meinen aktuellen Punktestand will ich ja schon wissen, nicht dass mir auf der nächsten Vollversammlung des Patriachats meine 23% mehr Lohn aberkannt werden.

    • Die Pflicht, andere zu unterdrücken, artet echt viel zu schnell in Unterdrückung des Unterdrückenden aus.

      • Mir ist grad eingefallen, woran mich das erinnerte:

    • „Früher konnte man das kurz erledigen, indem man seiner Tochter ein rosa Kleidchen kauft. Heute muss man da jeden Tag neu checken, ob das nicht gerade wie schminken oder stricken „Ausdruck einer neuen Body-Positiven-Identität“ geworden ist, oder direkt per „Rekontextualisierung“ der komplette Aufwand zunichte gemacht wurde.“

      Ich finde, die Leistung aller Männer zur „Unterdrückung der Frau“ sollte viel mehr honoriert werden.
      Immerhin nehmen wir sie klaglos seit über 5.000 Jahren auf uns und laufen dabei fast täglich Gefahr, dass unsere Weibchen unsere Bemühungen als Befreiung verbuchen.

      So hab ich das noch nie gesehen, aber jetzt, wo ich es lese, versteh ich es sofort.

    • Endlich spricht es mal jemand aus🙂

  11. Sowas kann man immer wieder beobachten. Ist ganz witzig. Bis es einen dämmert, dass man auch so enden kann.


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