„Nenn mal ein Beispiel, wo sich Feminismus aktiv für Männer einsetzen sollte, auch wenns Frauen schadet“

Bei Onyx im Blog fand ich einen Punkte interessant für eine Diskussion.

Einmal meinte sie:

Nenn mal ein Beispiel, wo sich Feminismus aktiv für Männer einsetzen sollte, auch wenns Frauen schadet.

Da fällt mir vieles ein:

  • Sie könnten sich zB dafür einsetzen, dass Männer das automatische Sorgerecht ab Geburt erhalten, auch wenn sie dadurch etwas weniger Macht haben.
  • Sie könnten sich dafür einsetzen, dass eine Vollerwerbsobliegenheit bereits kurz nach der Trennung und nicht erst nach Ablauf des Trennungsjahrs besteht, auch wenn das bedeutet, dass Frauen früher arbeiten müssen
  • Sie könnten sich dafür einsetzen, dass beispielsweise das Wechselmodell gefördert wird, auch wenn sie im Residenzmodell weitaus mehr Macht haben
  • sie könnten sich dafür einsetzen, dass der Sexismus im intersektionalen Feminismus deutlich gemacht wird, auch wenn sie damit innerfeministischen Ärger einhandeln
  • Sie können sich gegen die Verteufelung männlicher Sexualität einsetzen, auch wenn es es bedeutet, dass man nicht mehr so schön über Männer lästern kann
  • sie könnten sich ausdrücklich zur Unschuldsvermutung auch bei Sexualdelikten bekennen und sich gegen Vorverurteilungen aussprechen, auch wenn sie meinen, dass einen Unschuldigen wegsperren im Kampf gegen Vergewaltigungen effektiver ist als einen Schuldigen laufen lassen zu müssen
  • Sie können gegen Ideen wie Rape Culture und Sexismus gegen Männer gibt es nicht Stellung beziehen, auch wenn es dann schwieriger ist, Männern die Verantwortung für alles zu geben
  • Sie könnten anerkennen, dass die Vertretung der Interessen von Männern in Männerrechtsorganisationen selbstverständlich zulässig sein muss und nicht generell lächerlich gemacht werden sollte auch wenn es ihnen einen Alleinvertretungsanspruch in Geschlechterfragen nimmt.
  • Sie sollten verstehen, was „im Schnitt“ bedeutet, auch wenn dann Frauen in bestimmten Bereichen schlechter (in anderen dafür besser) abschneiden
  • und so weiter. Fortsetzung gerne in den Kommentaren

Natürlich wäre auch eine umgekehrte Liste interessant.

Wo sollte sich Maskulismus aktiv für Frauen einsetzen, auch wenns Männern schadet?

Die abstrakte Antwort wäre natürlich: Es sollte geprüft werden, wo etwas ungerecht ist und man sollte sich für die Beseitigung einsetzen, unabhängig davon, welches Geschlecht davon betroffen ist. Das fängt sicherlich bei solchen offensichtlichen Barbareien wie Beschneidung von Frauen oder ISIS-Sexsklavinen an, betrifft aber natürlich auch chauvinistische Chefs etc.

 

 

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96 Gedanken zu “„Nenn mal ein Beispiel, wo sich Feminismus aktiv für Männer einsetzen sollte, auch wenns Frauen schadet“

  1. „Das fängt sicherlich bei solchen offensichtlichen Barbareien wie Beschneidung von Frauen oder ISIS-Sexsklavinen an, betrifft aber natürlich auch chauvinistische Chefs etc.“

    Interessant wären ja Beispiele, die nicht längst illegal oder geächtet sind, sondern die die meisten in Ordnung finden.

    Da fällt mir nur ein, dass frau nicht gleichzeitig im Mutterschutz sein und mit der Karriere vorwärts kommen kann.

    • „Da fällt mir nur ein, dass frau nicht gleichzeitig im Mutterschutz sein und mit der Karriere vorwärts kommen kann.“

      Beispiel aus dem Leben:

      Bei unserem Kunden wechselt die Abteilungsleitung zum November. Riesiger Karriereschritt für die Nacholgerin. Aber was nur eingeweihte wissen: Sie hat Termin für Februar.

      Das wird spaßig für uns (Jemanden einarbeiten, der bald eh wieder weg ist) und ist für das Unternehmen noch besser. Die können nämlich gleich noch eine Mutterschutzvertretung berufen.

      Effizenz sieht anders aus. So wie bei der Windenergie. Da brauchste auch immer konventionelle Kraftwerke in der Hinterhand, wenn der Wind mal nicht weht.

    • „Da fällt mir nur ein, dass frau nicht gleichzeitig im Mutterschutz sein und mit der Karriere vorwärts kommen kann.“

      Wenn du nicht da bist, kannst du keine Karriere machen, weil du eben keine besonders gute fFhrungsleistung ablieferst, oder Überstunden machst, oder Kunden überzeugst…
      Oder was genau meinst du? Befördert werden, für vorherige Leistung geht sehr wohl auch im Mutterschutz.

      Gleichzeitig kannst du aber nicht für deine vorherige Leistung gefeuert werden.

      Beispiel. ein Unternehmen stellt zwei Mitarbeiter ein: einen Mannund eine Frau. Beide arbeiten einige Zeit im Unternehmen, und der Mann leistet durchweg bessere Arbeit, trägt nach und nach mehr Verantwortung etc.. Nun wird der Mann Vater und die Frau Mutter.
      Die werdende Mutter geht also in den Mutterschutz, der werdende Vater arbeitet weiter. Jetzt muss das Unternehmen wegen mangelnden Aufträgen einen Mitarbeiter entlassen. Leider kann es die Frau nicht entlassen, obwohl alle objektiven Kriterien genau das rechtfertigen würde, sondern sie müssen den Mann entlassen.

      Ist das in deinen Augen fair?

      Andersrum, könnte die Frau aber sehr wohl in dieser Situation befördert werden, wenn klar ist, dass sie die bessere Arbeit geleistet hat, auch wenn sie nicht da ist.

      Achja, das ist kein fiktives Beispiel, sondern betraf mich.

      Also wo genau ist da jetzt die fehlende Gerechtigkeit für Frauen? Ich kann sie einfach nicht erkennen. Und ich kann schon gar nciht erkennen, wie man da allgemeingültige Gesetze aufstellen, will die die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten nicht noch verstärken.

      • @Irenicus: dass die Mutter nicht entlassen werden kann, ist nicht ganz richtig. Auf Antrag bei der zuständigen Behörde können auch Schwangere und Elternzeitler entlassen werden. Wenn die Firma also gut begründen kann, dass einer der beiden Arbeitsplätze definitiv wegfällt und die Frau nicht zumutbar woanders eingesetzt werden kann, dann wird es eine Erlaubnis zur Kündigung geben…
        Mutterschutz sind übrigens nur 14 Wochen.

        • Sorry, das kannst du knicken. Mal abgesehen davon, dass du da so gut wie keine Erfolgschance hast, ist das eine riesiger bürokratischer Akt, für den das Unternehmen langfristig einen Anwalt zahlen müsste etc. Dem Unternehmen geht (bzw. ging) es aber so schlecht, dass es gerade Mitarbeiter entlassen musste…

      • „Ist das in deinen Augen fair?“

        Wieso fair?

        Es ist eine feministische Forderung, dass Mütter Karriere machen können sollen, egal welche Leistung sie halbtags bringen können.

      • „Beide arbeiten einige Zeit im Unternehmen, und der Mann leistet durchweg bessere Arbeit, trägt nach und nach mehr Verantwortung etc.. Nun wird der Mann Vater und die Frau Mutter.
        Die werdende Mutter geht also in den Mutterschutz, der werdende Vater arbeitet weiter. Jetzt muss das Unternehmen wegen mangelnden Aufträgen einen Mitarbeiter entlassen. Leider kann es die Frau nicht entlassen, obwohl alle objektiven Kriterien genau das rechtfertigen würde, sondern sie müssen den Mann entlassen.“

        Listen and believe!
        Du bist also Vater?
        Ja, ich finde, die Gerechtigkeit hätte verlangt, dass Dir ein Erwerbsarbeitsverbot auferlegt worden wäre entsprechend dem Mutterschutz mitsamt der Pflicht, Dich um Deine neu-entstehende Familie tagtäglich 24/7 zu kümmern (von dem Dich nur die Mutter Deines Kindes hätte entbinden können auf Antrag). Einwände?

        • „Auf eigenen Wunsch kannste durcharbeiten“

          Nur in der Zeit vor der Geburt.
          Nach der Geburt verbietet MuSchG $6 (1) im Normalfall für acht Wochen die Beschäftigung, der Arbeitgeber darf sie auch nicht freiwillig arbeiten lassen.

        • Das Arbeitsverbot könnte vielleicht den Grund haben, dass man das Ungeborene vor Schaden schützenund die Gefahr von Fehlgeburten reduzieren will…

          aber ich kann mich natürlich auch irren und man möchte nur den werdenden Mütter die Karriere versauen.

        • …und um nochmal pingelig zu sein: es ist von „Beschäftigungsverbot“ die Rede (im MuSchG), nicht von Arbeitsverbot. Selbstständig darfste arbeiten…
          Mir ist natürlich klar, dass arbeiten KÖNNEN praktisch unmöglich ist….

        • „Listen and believe!
          Du bist also Vater?
          Ja, ich finde, die Gerechtigkeit hätte verlangt, dass Dir ein Erwerbsarbeitsverbot auferlegt worden wäre entsprechend dem Mutterschutz mitsamt der Pflicht, Dich um Deine neu-entstehende Familie tagtäglich 24/7 zu kümmern (von dem Dich nur die Mutter Deines Kindes hätte entbinden können auf Antrag). Einwände?“

          8 (bzw. 14) weitere Wochen voll bezahlte Elternzeit? zusätzlicher Kündigungsschutz? Wo muss ich unterschreiben?

        • „von dem Dich nur die Mutter Deines Kindes hätte entbinden können auf Antrag“
          Wieso Mutter? Was hat die damit zu tun? Ich kann als Vater doch auch die Mutter nicht vom Mutterschutz entbinden.

          Btw Mutterschutz dient nicht nur dem Wohl des Kindes, sondern selbstverständlich auch dazu die Risiken der Geburt für die Mutter zu verkleinern.
          Aber wenigstens den Teil der dem Wohl des Knides dient, sollte man auch auf die Väter übertragen. Fände ich super.

          Hat allerdings alles ncihts mit der Forderung vom Anfang zu tun. Wo ist der Kommentar eigentlich hin?

        • „Btw Mutterschutz dient nicht nur dem Wohl des Kindes, sondern selbstverständlich auch dazu die Risiken der Geburt für die Mutter zu verkleinern.“

          Ursprünglich diente der Mutterschutz tatsächlich in erster Linie der Mutter. Durch den gesetzlichen Schutzanspruch, entstanden in den frühen 50ern, soweit ich mich entsinne, durften schwangere Frauen in der Wirtschaft nicht mehr im Schichtdienst und/oder bei schweren körperlichen Arbeiten eingesetzt werden.

          Das war das eigentliche und Hauptziel des Mutterschutzes.

        • „8 (bzw. 14) weitere Wochen voll bezahlte Elternzeit? zusätzlicher Kündigungsschutz? Wo muss ich unterschreiben?“

          Kündigungsschutz (auch rückwirkend) sicherlich, aber die Ausgestaltung des Mutterschutzgeldes kann – so wenig wie das Elterngeld – so asozial bleiben wie es ist.

          Ich plädiere für eine (vielleicht in drei Stufen bis zur Geburt ausbezahlte) Gebärprämie in Höhe des Bundesdeutschen Jahresnettos und einer Rückkehr zum Erziehungsgeld nur für Bedürftige (statt ungenutzt-verpuffender Ansätze wie Kinderzuschlag etc.), wenn man nicht gleich den Schritt zum BGE wagen will (was ich natürlich schon noch deutlich bevorzuge).

          Und ganz wichtig ist mir außerdem, dass zukünftig erst am Ende der Familienschutzzeit Mütter wie Väter ihren Arbeitgebern mitzuteilen haben, wie lange sie weiter aussetzen bzw. wann sie in welchem Stundenumfang zurückkehren wollen. Diese Änderung kostet (den Gesetzgeber/Steuerzahler) zur Abwechslung mal wirklich überhaupt nix, bringt aber garantiert ne Menge. Würd ich wenigstens wetten.

  2. Sie sollten sich dafür einsetzen, dass auch Männer zum Gleichstellungsbeauftragten gewählt werden können und Männer auch mitwählen dürfen.

    Sie sollten sich für einen obligatorischen Vaterschaftstest direkt nach der Geburt einsetzen, damit auch der Vater sofort zu 100% weiß, dass er wirklich der Vater ist.

    Sie sollten sich dafür einsetzen, dass auch Männer noch nach der Empfängnis ein kind folgenlos einseitig ablehnen dürfen, so wie dies Frauen auch dürfen.

    • hmm da bin ich zwiespaltig.
      Die Frage ist, ob man hier leibliche Vaterschaft wichtiger nimmt als soziale.Egal welche Regelung du hier baust, sie wird immer zu Problemen führen.
      Aber es sollte einfach möglich sein, dass der Vater jederzeit einen Vaterschaftstest machen kann. Und dass die Mutter dann gegebenenfalls alle Unterhaltszahlungen zurückzahlen muss (und zwar ohne Möglichkeit sich das geld zurückzuholen, denn sie hat dem leiblichen Vater die Möglichkeit verwehrt an seinem Kind teilzuhaben, und somit könnte man den nicht gezahlten Unterhalt mit einem „Schmerzensgeld“ gegenrechnen)

      • „Die Frage ist, ob man hier leibliche Vaterschaft wichtiger nimmt als soziale.“

        Ich bin einfach der Meinung, dass der Staat sich so weit wie möglich aus innerfamilialen Angelegenheiten herauszuhalten hat.
        Als Vater obliegt es mir – ausschließlich! mir, ob ich einen Vaterschaftstest machen lassen will, oder nicht.
        Ich hab zwei Kinder, von denen ich letztlich nicht weiß, ob sie genetisch von mir abstammen. Aber trotz aller Probleme, die ich durch sie oder mit ihnen hatte, sind sie mir das Liebste, was ich habe.
        Wäre ein Vaterschaftstest obligatorisch, hätte ein negatives Ergebnis einen unauslöschlichen Missklang in die Beziehung gebracht.

        „Aber es sollte einfach möglich sein, dass der Vater jederzeit einen Vaterschaftstest machen kann. Und dass die Mutter dann gegebenenfalls alle Unterhaltszahlungen zurückzahlen muss (und zwar ohne Möglichkeit sich das geld zurückzuholen, denn sie hat dem leiblichen Vater die Möglichkeit verwehrt an seinem Kind teilzuhaben, und somit könnte man den nicht gezahlten Unterhalt mit einem „Schmerzensgeld“ gegenrechnen)“

        Das wirst Du kaum so durchkriegen, da Mütter nur sehr selten genug Vermögen auf der Naht haben, dass sie mehrere Zigtausend Euro zurückzahlen können. Aber ich stimme Dir zu, dass zumindest eine teilweise (bis komplette) Erstattung je nach Sachlage möglich sein muss. Sie kann sich das Geld ja dann vom leiblichen Vater holen.
        Die jetzige höchstgerichtliche Regelung, wonach der Kuckucksvater gegen den leiblichen Vater einen Anspruch auf Rückzahlung der Unterhaltsleistungen durchsetzen muss, während sich die Mutter/Betrügerin entspannt im Sessel zurücklehnen darf, muss gekippt werden. Auch hier muss sich ein Regress gegen den Schadensverursacher richten, nicht gegen einen Dritten.

        Die Mutter muss dem leiblichen Vater nicht zwingend die soziale Bindung vorenthalten haben. Der Fall, wo der Ex fürs Kind zahlt, das vom jetzigen LG stammt, ist gar nicht so selten.

        • Dann sag mal deiner Frau/Freundin das du einen Vaterschaftstest willst.

          Wenn du Glück hast beendet sie nur die Beziehung und lässt dich die Kinder an den Wochenenden sehen.

        • Die Frage ist ja, welche Gründe Du für Deine Annahme hast.

          In den meisten Fällen (wo zu Unrecht Vaterschaftstests verlangt werden) könnte es Projektion des eigenen (Fremdgeh-)Verhaltens des Mannes auf die Frau sein. z.B.

        • „Dann sag mal deiner Frau/Freundin das du einen Vaterschaftstest willst.“

          Warum sollte ich das verlangen? Die Beziehung zur Mutter meiner Kinder war nie unproblematisch, aber die Würmchen waren das Beste, was mir in meinem Erwachsenenleben passiert sind.
          Meine Kinder haben ihre Opas nie kennengelernt, dafür hat mein Großer den Lebensgefährten meiner Mutter zum Opa „adoptiert“, eine Zuneigung, die erwidert wurde, weil die eigenen Enkelinnen ihre Zuneigung nach materieller Zuwendung dosierten.

          Wem also wäre hier also durch einen Vaterschaftstest, den niemand wollte, geholfen?
          Ich kann nur widerholen: der Staat hat sich aus den Familien weitgehend herauszuhalten.
          Schlimm genug, was die Familiengerichte dort im letzten Vierteljahrhundert anrichteten.

      • Der von Staat verlangte obligatorische Test hätte den Vorteil, dass dem potentiellen Vater von der Mutter nicht vorgeworfen werden kann, er würde ihr nicht vertrauen. Bei einem freiwilligen Test würde alleine das Ansinnen des Mannes, einen Test machen wollen, die Beziehung unter Umständen, je nachdem, wie die Frau drauf ist, erheblich vergiften, selbst wenn sich der Test hinterher als positiv erweist und alles nur falscher Alarm war. Wenn der Test aber vom Staat verlangt wird, kann sich der Mann auf die Position zurückziehen, dass er ihr ja durchaus vertraut, er aber trotzdem einer staatlichen Pflicht nachkommen muss.

        Im übrigen finde ich das Geschwafel davon, dass es auf die soziale Elternschaft ankomme und nicht auf die leibliche, für im allgemeinen ziemlich unerträglich, weil ich es für einen Urinstinkt halte, dass man lieber seine leiblichen Nachkommen aufzieht als fremde, auch wenn immer wieder Kinder adoptiert werden und anderweitig an Kindes statt angenommen. Und wenn, dann nur, wenn man darüber nicht getäuscht wurde, sondern sich im klaren darüber ist, dass es nicht das eigene ist.

        Dieses Argument, dass die leibliche Vaterschaft nicht wichtig wäre, sondern nur die soziale, wird von Feministinnen gerne immer dann verwendet, wenn man das Problem der Kuckuckskinder und den damit erfolgten Betrug am Vater herunterspielen will. Aber wenn dem so wäre, wäre es bei der Mutterschaft ja genauso. Wenn also nur die soziale Mutterschaft zählt, warum kam dann noch nie der Vorschlag, dass man der Mutter nach der Entbindung bei der Entlassung aus dem Krankenhaus einfach zufallsmäßig eines der Neugeborenen mitgibt, die da gerade herumliegen? Ich habe keinen Zweifel, würde man das einführen, die Rate der Hausgeburten würde wieder extrem nach oben springen.

        • „Der von Staat verlangte obligatorische Test hätte den Vorteil, dass dem potentiellen Vater von der Mutter nicht vorgeworfen werden kann, er würde ihr nicht vertrauen.“

          Entweder er vertraut ihr oder er vertraut ihr nicht.
          Was soll denn das Geheuchel?

          Ein paar Männer vertrauen, wesentlich mehr Männer zweifeln zu Unrecht. Und deshalb fordert ihr eine totalitäre Maßnahme.

          Verhältnismäßigkeit ist echt nicht Euer Ding, ne?

        • „Entweder er vertraut ihr oder er vertraut ihr nicht.“

          Würde die Unsicherheit auf Seiten der Frau bestehen, würdest du niemals so argumentieren, du Heuchlerin.

        • Totalitäre Maßnahme? Sonst gehts Dir noch gut? Der Staat erlaubt sich auch, Männer zur Musterung, dann in den Wehrdienst und schließlich in den Krieg zu schicken. Aber einen Speichelabstrich zu verlangen ist totalitär, ja nee, is klar.

          Der Staat selbst sollte ein Interesse daran haben, dass klar ist, wer der Vater ist. Zum einen, um das Rechtsgezerre um später entdeckte Kuckuckskinder von vorneherein zu vermeiden, zum anderen hat auch das Kind ein Grundrecht darauf, seine Abstammung zu kennen, falls Du das vergessen haben solltest. Damit wäre diese Maßnahme sehr wohl damit zu begründen, dass es letztendlich dabei um die Durchsetzung eines Menschenrechts geht.

          Ihr seid doch so für Equality? Was ist dann mit dem Recht der Männer, genauso wie die Frauen zu 100% zu wissen, ob das Kind wirklich von ihm ist?

          Das, was Du da verteidigst, ist nichts weiter als das Recht der Frau auf unerkanntes Fremdgehen mit Kindesfolge inklusive erschlichenem jahrzehntelangen Unterhaltsanspruch.

          Über Verhältnismäßigkeit von feministischen Forderungen will ich erst gar nicht reden. Alleine wenn man sich schon den Bullshit „manspreading“ ausdenkt…

        • „Was ist dann mit dem Recht der Männer, genauso wie die Frauen zu 100% zu wissen, ob das Kind wirklich von ihm ist?“

          Habt ihr doch.
          Auch im verheirateten Falle kann ein Mann selbst ohne Zustimmung der Frau mit Schützenhilfe eines Richters ein Abstammungsgutachten verlangen.
          Einzige Bedingung: er muss innerhalb von zwei Jahren den Mund aufkriegen und sein Recht einfordern.
          Und ihr tut so als wär das unzumutbar.

        • Und es ist natürlich auch völlig richtig, dass sogenannte heimliche Vaterschaftstests rechtswidrig sind und keinerlei Beweiskraft besitzen. Darüber brauchen wir hoffentlich auch nicht streiten.

        • Haben wir?

          Mutter ist die Frau die das Kind zur Welt bringt, Vater der Mann der mit ihr Verheiratet oder von Ihr genannt wird.

          Warum nicht „Vater ist der Mann der das Kind gezeugt hat“?

          Testen geht nur mit zustimmung der Mutter alles andere ist eine Ordnungswiedrigkeit die mit bis zu 5000€ bestraft werden kann.

          Und um eine Vaterschafttest Gerichtlich anordnen zu lassen braucht es gute Gründe, also z.b. Zeugungsunfähigkeit oder das man zum Zeitpunkt der Empfängnis am anderen Ende der Welt war, oder das nachweislich noch ein anderer Mann in frage kommt. Ein ungutes Gefühl reicht da nicht aus damit ein Gericht das anordnet.

          Und wenn man die Frau vor Gericht zerrt um einen Vaterschaftstest einzuklagen, hat man ein Problem wenn man sich geirrt hat, denn das wird einem eine Frau nie verzeihen.

        • „Mutter ist die Frau die das Kind zur Welt bringt, Vater der Mann der mit ihr Verheiratet oder von Ihr genannt wird.“

          Wenn Du hier schon von falschen Tatsachen meinst ausgehen zu müssen, was sagt das wohl über den Rest Deines Kenntnisstands aus?

        • Im übrigen finde ich das Geschwafel davon, dass es auf die soziale Elternschaft ankomme und nicht auf die leibliche, für im allgemeinen ziemlich unerträglich, weil ich es für einen Urinstinkt halte, dass man lieber seine leiblichen Nachkommen aufzieht als fremde, auch wenn immer wieder Kinder adoptiert werden und anderweitig an Kindes statt angenommen. Und wenn, dann nur, wenn man darüber nicht getäuscht wurde, sondern sich im klaren darüber ist, dass es nicht das eigene ist.

          Allerdings. Wenn Du mich fragst, gibt es keine „soziale Vaterschaft“, sondern nur Männer, die so blöd sind, fremde Kinder großzuziehen.

          Und ich habe sogar mal einer Affäre dabei geholfen, vom Vater die Zustimmung zur Adoption durch den zweiten (finanzielle besser aufgestellten) Ehemann zu bekommen. Die Kinder haben den neuen Vater übrigens ähnlich verachtet, die wie die Mutter, die sich währenddessen lieber von mir ficken ließ. Das Modell scheint mir aus Männersicht nicht empfehlenswert.

        • „er muss innerhalb von zwei Jahren den Mund aufkriegen und sein Recht einfordern.“

          Das die Unterschiede erst später auffallen kommt dir nicht in den Sinn?

          „Und es ist natürlich auch völlig richtig, dass sogenannte heimliche Vaterschaftstests rechtswidrig sind und keinerlei Beweiskraft besitzen. Darüber brauchen wir hoffentlich auch nicht streiten.“

          Warum nicht? Wieso soll ein Vaterschaftstest ohne Wissen der Mutter rechtswidrig sein?

        • Tolle Wurst. Wenn es dem Hausfrieden schon nicht gut tut, überhaupt die Abstammung anzuzweifeln, wieviel mehr killt es den Hausfrieden, wenn der Mann die eigene Frau verklagen muss, um eine essentielle Information zu bekommen? Dass das deswegen die wenigsten machen, obwohl sie gerne genau wüssten, was Sache ist, genau damit spekuliert ihr ja.

          Was Euch höchst unangenehm wäre bei einem obligatorischen Test, wäre die Tatsache, dass die Frau ein Fremdgehen nicht mehr vertuschen könnte, wenn sie ein Kind bekommt. Sie müsste sich bereits in der Schwangerschaft überlegen, ob sie dem Mann reinen Wein einschenkt, oder ob sie es darauf ankommen lässt und den Test erst abwartet. Und sie müsste sich überlegen, ob sie das Kind evtl. abtreibt, weil sie den Mann nicht verlieren möchte, weil er sie evtl. verlässt, wenn der Seitensprung inklusive Kind von einem anderen Mann offenbar wird.

          Das ehemals natürliche Recht, dem Mann ein Kuckuckskind anzudrehen, ist im wesentlichen das Äquivalent zu dem ehemals natürlichen Recht des Mannes, sich einfach zu verpissen und die Frau mit dem Kind alleine sitzen zu lassen. Ihr könnt nicht das eine als miese Verantwortungslosigkeit anprangern und gleichzeitig auf Eurem Recht aber weiterhin bestehen. Das ist schlicht verlogen.

          Du bezeichnest es ja auch nicht als totalitär, wenn der Staat den Vater dazu zwingt, die (finanzielle) Verantwortung für sein Kind zu übernehmen. Dafür zu sorgen, herauszufinden, ob diese Verantwortung überhaupt besteht, das soll dann aber totalitär sein? Absurd.

        • Die Mehrheit der betroffenen, i.d.R. zu Unrecht verleumdeten Frauen stimmen freiwillig einem Vaterschaftstest zu, ohne, dass ein Gericht eingeschaltet werden müsste. Sind wir uns da einig?
          Supi.

        • „Die Mehrheit der betroffenen, i.d.R. zu Unrecht verleumdeten Frauen stimmen freiwillig einem Vaterschaftstest zu, ohne, dass ein Gericht eingeschaltet werden müsste. Sind wir uns da einig?“

          Relevanz?

          Dann hätte ja die Vergewaltigung in der Ehe auch straffrei bleiben können, da „die Mehrheit“ der Männer ihre Frauen nicht vergewaltigt hat. Tolles ‚Argument‘.

          Ich bin mir manchmal echt nicht sicher ob du nicht doch eine anti-feministischer Troll bist.

        • Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung anzuführen, ist in dem Fall abwegig. Es zählt nur dann, wenn Du damit nicht die Rechte anderer verletzt. Solange Du nur rumvögelst und das keine Folgen hat, gibt es dieses Recht. Aber nicht mehr, wenn Du damit massiv in Rechte anderer eingreifst. Ich zitiere mal aus dem von Dir verlinkten Artikel:

          Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

          Da das Bundesverfassungsgericht das Recht auf informationelle Selbstbestimmung aus dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht und damit insbesondere als eine besondere Ausprägung des in Art. 2 Abs. 1 GG geschützten Grundsrechts entwickelt hat, wird das Recht auf informationelle Selbstbestimmung von vorneherein ausschließlich unter der Berücksichtigung seiner verfassungsimmanenten Schranken gewährt. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird also nur soweit gewährt, wie „nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz“ verstoßen wird.

          Das Recht, nicht für Unterhaltszahlungen herangezogen zu werden, für die es überhaupt keine Grundlage gibt, halte ich durchaus für ein erhebliches Recht.

          Die Mehrheit der betroffenen, i.d.R. zu Unrecht verleumdeten Frauen stimmen freiwillig einem Vaterschaftstest zu, ohne, dass ein Gericht eingeschaltet werden müsste. Sind wir uns da einig?
          Supi.

          Die Mehrheit der getrennten Männer zahlen freiwillig Unterhalt für ihre Kinder. Wozu dann noch staatliche Zwangsmaßnahmen, wo es doch auch auf der Basis von Freiwilligkeit in der Mehrzahl super funktioniert?

        • „Das Recht, nicht für Unterhaltszahlungen herangezogen zu werden, für die es überhaupt keine Grundlage gibt, halte ich durchaus für ein erhebliches Recht.“

          Du meinst es gäbe Männer, die unwissentlich (!) die Vaterschaft an einem Kind übernehmen, für dessen Entstehen sie nicht verantwortlich gewesen sein können (weil sie keinen GV mit der Kindsmutter hatten)?

          „Die Mehrheit der getrennten Männer zahlen freiwillig Unterhalt für ihre Kinder. Wozu dann noch staatliche Zwangsmaßnahmen, wo es doch auch auf der Basis von Freiwilligkeit in der Mehrzahl super funktioniert?“

          Ich wiederhole mich, aber das – vormals tatsächlich bestehende – mütterliche Veto-Recht wurde vom Gesetzgeber bereits aufgehoben. So wie das zum gemeinsamen Sorgerecht.
          Mütter kannste zu Allem, was Euer Herz begehrt, bereits zwingen in diesem Staate. Nur halt immer nur im Einzelfall.

          Und Väter, die weder zahlungsfähig sind noch ihr Kind betreuen, haben praktisch nix zu befürchten. Ganz seltene Einzelfälle wie Leutnant Dino leben dann sogar noch von ihrem „Schicksal“.

        • Ok, eine Einschränkung: Du kannst sie nicht zwingen so zu tun als hätte sie sich selbstbefruchtet (sprich an sie gezahlten Kindesunterhalt von ihr persönlich zurückfordern).
          Very reasonable

        • Du meinst es gäbe Männer, die unwissentlich (!) die Vaterschaft an einem Kind übernehmen, für dessen Entstehen sie nicht verantwortlich gewesen sein können (weil sie keinen GV mit der Kindsmutter hatten)?

          Nein, ich meine, die Grundlage für Unterhaltszahlungen kann alleine die Tatsache sein, ob der Mann der biologische Vater ist oder nicht. Ob er zum fraglichen Zeitpunkt Sex mit der Mutter hatte, während ein anderer sie geschwängert hat, ist absolut unerheblich. Oder willst Du ernsthaft behaupten, alleine die Tatsache, dass ein Mann im gleichen Zeitraum Sex mit einer Frau hat, könne irgendeine Unterhaltsverpflichtung für ein Kind begründen, das sie währenddessen mit einem anderen Mann gezeugt hat? Das kann man doch nur als zynisch betrachten.

          Und Väter, die weder zahlungsfähig sind noch ihr Kind betreuen, haben praktisch nix zu befürchten.

          Ich kann da nur immer wieder den Vorschlag machen, wenn den Frauen das zu wenig ist und die Existenz als zahlungspflichtiger Vater ja angeblich so rosig ist, dann könnten sie ja mal mit dem Mann tauschen. Sie könnten die Kinder dem Mann überlassen, stattdessen selbst malochen gehen und dann alles bis aufs Existenzminimum dem Vater als Unterhalt abdrücken.

          Du kannst sie nicht zwingen so zu tun als hätte sie sich selbstbefruchtet (sprich an sie gezahlten Kindesunterhalt von ihr persönlich zurückfordern).

          Das gehört auch noch geändert. Den Mist hat sie schließlich alleine verbockt (zusammen mit dem richtigen, biologischen Vater), der Scheinvater kann überhaupt nichts dafür. Er hat nicht nur einen erheblichen finanziellen Schaden, sondern ist auch menschlich getäuscht worden und muss damit leben, dass ein Großteil seines bisherigen Leben Lug und Trug war. Warum sollte man Frauen aus dieser Verantwortung entlassen? Warum sollten sie den Mann nicht wenigstens für den finanziellen Teil entschädigen müssen?

        • @aranaxo
          „Warum sollten sie den Mann nicht wenigstens für den finanziellen Teil entschädigen müssen?“

          Wenn es eine zentrale, im wirklichen Sinne männerrechtliche Forderung gäbe, auf die man fokussieren sollte – das wäre sie: automatischer DNA-Abgleich, wie Festellung von Blutgruppe etc des Kindes.

        • „Nein, ich meine, die Grundlage für Unterhaltszahlungen kann alleine die Tatsache sein, ob der Mann der biologische Vater ist oder nicht.“

          Das ist nur eine Möglichkeit. Genauso akzeptabel ist die willentliche Übernahme der juristischen Vaterschaft bzw. Vaterrolle, das kannst und wirst Du auch nicht abschaffen wollen.

          „Ob er zum fraglichen Zeitpunkt Sex mit der Mutter hatte, während ein anderer sie geschwängert hat, ist absolut unerheblich.“

          Das ist aber nunmal die Grundlage für seine wie ihre Annahme und daher Alles Andere als unerheblich.

          Was ich kritisierenswert finde sind die im Zuge der Hartz-Reformen eingeführten Bedarfsgemeinschaften. Es gibt Männer, die nicht Väter sind, sprich keine entsprechenden Rechte haben, aber mehr als nur die moralische Unterhaltspflicht für die Personen, die in ihrem Haushalt leben, tragen müssen. Ich bin in dem Thema nicht allzusehr drin, würde aber annehmen, dass das zum Einen wirklich viele Männer betrifft, wie auch zum Anderen dafür sorgt, dass etliche alleinerziehende Mütter tatsächlich (formal) allein einem Haushalt vorstehen.

          „Wenn es eine zentrale, im wirklichen Sinne männerrechtliche Forderung gäbe, auf die man fokussieren sollte – das wäre sie: automatischer DNA-Abgleich, wie Festellung von Blutgruppe etc des Kindes.“

          Sind wir wieder bei der allgemeinen Gen-Datenbank.
          Ich bleibe bei meiner Ablehnung. Auch, wenn es auf den ersten Blick total praktisch klingt nach jedem Verbrechen gefundenes DNA-Material „einfach so“ Personen zuordnen zu können (gerade für Delikte wie Einbruchdiebstahl mit geringer Aufklärungsquote vorteilhaft) – diese Macht will ich dem Staat nicht zugestehen, das Missbrauchspotential empfinde ich als erheblich zu groß. Und für eine „kleine Lösung“ (erst alle Eltern- und Kind-Daten zu diesem einen Zweck sammeln und dann aber wieder vernichten) spricht eben auch nix (zu teuer, fehleranfällig, sinnlos etc.).

        • „Bei einem freiwilligen Test würde alleine das Ansinnen des Mannes, einen Test machen wollen, die Beziehung unter Umständen, je nachdem, wie die Frau drauf ist, erheblich vergiften, selbst wenn sich der Test hinterher als positiv erweist und alles nur falscher Alarm war.“

          Bei einem anonymen, bei Väteraktivisten lieber „selbstbestimmten“ Vaterschaftstest gäbe es das Problem nicht.
          Und das Argument mit dem informationellen Selbstbestimmungsrecht ist albern und vorgeschoben. Die Gene (es werden zum Vaterschaftstest eh keine Gene verglichen) der Mutter sind gar nicht Gegenstand der Untersuchung, sondern nur die des Vaters und des Kindes. Und das Kind dürfte ebenso wie der Vater ein Interesse am Wissen um seine Herkunft haben. Der BGH hat die selbstbestimmten Tests damals mit dem Argument ausgehebelt, dass das Recht auf Wissen auch das Recht auf NICHT-Wissen umfasse. Damit stellten sie das Kind auf die Seite der Mutter und stellten die Tests unter Strafe.
          Das BVerfG mochte dem nicht ganz zu folgen, verlangte aber – albernerweise – dass der Mann von ihr das Einverständnis verlangen können müsse. Das ist derzeit die Gesetzeslage. Verweigert die Mutter die Zustimmung, kann der Nennvater sie durch Gerichtsbeschluss ersetzen lassen – mit all den möglichen Folgen.
          Dumm und unpraktikabel, sagen sogar die meisten Juristen.

          „Der Staat selbst sollte ein Interesse daran haben, dass klar ist, wer der Vater ist.“

          Das ist auch ok. Aber er hat sich mit dem zu bescheiden, was ihm genannt wird. Eine Kontrolle steht ihm nur zu, wenn ein wirklich begründeter Zweifel besteht (beide Eltern europid, Kind negrid; angeblicher Vater seit drei Jahren tot).

          „Auch im verheirateten Falle kann ein Mann selbst ohne Zustimmung der Frau mit Schützenhilfe eines Richters ein Abstammungsgutachten verlangen.
          Einzige Bedingung: er muss innerhalb von zwei Jahren den Mund aufkriegen und sein Recht einfordern.“

          Das ist so nicht ganz richtig. Ein Nennvater kann immer die Vaterschaft anfechten. Die zwei Jahre beginnen erst ab dann zu zählen, wenn ihm zweifelerregende Fakten zur Kenntnis gelangen.

          „Die Mehrheit der betroffenen, i.d.R. zu Unrecht verleumdeten Frauen stimmen freiwillig einem Vaterschaftstest zu, …“

          Kann ich nicht beurteilen. Aber dass ein Test die Vaterschaft des Misstrauenden bestätigt, heißt nicht, dass er die Frau zu Unrecht verleumdet hat. Es kann auch schlicht heißen, dass ihre Seitensprünge nicht zu einer Schwangerschaft geführt haben.
          Angeblich ergeben 25% der Tests, dass der misstrauische Mann nicht der leibliche Vater des Kindes ist. Das ist eine bemerkenswert hohe „Treffer“quote. Und die kann man nur dadurch erklären, dass dem Mann Verhaltensweisen seiner Frau zu Ohren kamen, die zu begründetem Misstrauen bezüglich der Abstammung des Kindes führten.

        • „Die Gene (es werden zum Vaterschaftstest eh keine Gene verglichen) der Mutter sind gar nicht Gegenstand der Untersuchung, sondern nur die des Vaters und des Kindes.“

          Dann verrat mir doch mal den Unterschied in der Zuverlässigkeit der Ergebnisse. Sie kann logischerweise ja nicht gleichhoch sein wie beim Abgleich aller drei „Profile“.

          „Ein Nennvater kann immer die Vaterschaft anfechten. Die zwei Jahre beginnen erst ab dann zu zählen, wenn ihm zweifelerregende Fakten zur Kenntnis gelangen.“

          Mir brauchst Du das nicht sagen…

          „Angeblich ergeben 25% der Tests, dass der misstrauische Mann nicht der leibliche Vater des Kindes ist.“

          Richtig. 85 % liegen mir ihrer Einschätzung falsch.

          „Das ist eine bemerkenswert hohe „Treffer“quote.“

          Nein. Wenn nur jeder vierte, von einem zweifelnden Mann eingeforderte Vaterschaftstest die Vaterschaft des zweifelnden Mannes bestätigen würde, dann könnte man das vielleicht behaupten.

        • Dafuq. Fast richtig, wollt ich schreiben…^^
          Aaaahhhh, nein, ich sehe: ich kanns nicht mehr retten.

          Also nochmal korrekt: 15 % etwa sehen sich wie (unterstellt) erwartet nicht als leiblicher Vater bestätigt nachdem sie ihre Zweifel bekundeten.

        • Daher kommt m.W.n. ja auch am ehesten die irreale Annahme der Männerbewegten, es könnte bis zu 15 % Kuckuckskinder geben – obwohl Studien eine Häufigkeit von etwa 3 % (maximal 5 %) erahnen lassen (und ich schätze, da sind Kinder von offiziell-nachgefragten, anonymen Spermaspenden schon mit-drin).

        • „Und es ist natürlich auch völlig richtig, dass sogenannte heimliche Vaterschaftstests rechtswidrig sind und keinerlei Beweiskraft besitzen.“

          Nein, richtig ist es nicht.
          Dass sie keine Beweiskraft im gesetzlichen Sinne besitzen, war immer klar und wurde nie kritisiert.
          Aber als Indiz für die offizielle Vaterschaftsanfechtung reichen sie allemal. Genauer sind die offiziellen Tests auch nicht, werden sie doch in denselben Laboren durchgeführt. Nur die Probenahme ist eben kontrolliert.

          „Warum nicht? Wieso soll ein Vaterschaftstest ohne Wissen der Mutter rechtswidrig sein?“

          Der einzige Grund, der mir dazu einfällt ist, dem Nennvater ein möglichst hohes Risiko durch die Offenlegung seines Misstrauens aufzulegen.
          Übrigens, die Hälfte der Vaterschaftstests in den Nuller Jahren wurde von Frauen in Auftrag gegeben, lt. einer Info eines namhaften Labors. Das ist nicht gesetzlich geregelt, passt aber gut in das Schema, dass ein Kind Eigentum der Mutter ist, die darüber nach Belieben befinden darf.

          „Ich wiederhole mich, aber das – vormals tatsächlich bestehende – mütterliche Veto-Recht wurde vom Gesetzgeber bereits aufgehoben. So wie das zum gemeinsamen Sorgerecht.“

          Bei beidem wurde dem Vater aber ein Maximum an möglichen Hürden mit ins Gesetz genommen.
          Und wo das Gesetz – wie beim Sorgerecht nichtehelicher Väter – nicht willig ist, da verschärft der BGH ganz im feministischen Sinne die Vorgaben.

          „Mütter kannste zu Allem, was Euer Herz begehrt, bereits zwingen in diesem Staate.“

          Du armes Hascherl.
          Gewöhn Dich an die Vorstellung, dass Gleichberechtigung mittelfristig nicht mehr nur für Frauen gelten wird, sondern auch für Männer.
          Bedank Dich bei den Feministinnen. Sie haben es gefordert.
          Noch verstehen sie darunter, den Belag vom Kuchen zu fressen und den Männern den trockenen Boden übrig zu lassen. Aber schon jetzt sitzen immer häufiger sog. Zweitfrauen mit am Tisch, die auch nur den trockenen Boden serviert kriegen und sich damit nicht zufrieden geben.

        • „Was ich kritisierenswert finde sind die im Zuge der Hartz-Reformen eingeführten Bedarfsgemeinschaften. Es gibt Männer, die nicht Väter sind, sprich keine entsprechenden Rechte haben, aber mehr als nur die moralische Unterhaltspflicht für die Personen, die in ihrem Haushalt leben, tragen müssen.“

          Das ist Sozialrecht und verlogen, da sind wir ausnahmsweise mal einer Meinung. Ging früher sogar noch viel weiter. Da musste sogar in einer Studenten-WG jeder für Jeden haften.

          Ist übrigens auch ein Ärgernis für den barunterhaltspflichtigen Vater, der mit dem KU nach Interpretation der Justiz sein Kind an seinem Lebensstandard teilhaben lassen muss.
          Daher die einkommensabhängige Staffelung.
          Wenn aber Mutter und ihr neuer Lover der Sozialhilfe anheim fallen, wird der KU dem Haushaltseinkommen zugerechnet und die Sozialhilfe entsprechend gekürzt. DANN braucht das Kind kurioserweise nicht mehr am väterlichen Lebensstandard teilnehmen.

          „Dann verrat mir doch mal den Unterschied in der Zuverlässigkeit der Ergebnisse. Sie kann logischerweise ja nicht gleichhoch sein wie beim Abgleich aller drei „Profile“.“

          Den Unterschied zwischen was?

          Beim Vaterschaftstest wird genau nur geprüft, ob Spender A mit Spender B verwandt ist.
          Mehr nicht.
          Dazu werden Sequenzen auf der DNA verglichen, die genetisch durch die Befruchtung der Eizelle übertragen wurden, aber keine Erbinformationen (nach heutigem Kenntnisstand) tragen.

          Dass das Argument des BGH von der informationellen Selbstbestimmung Schwachsinn ist, kann man schon daraus erkennen, dass der Gentester aus den Proben nicht ableiten kann, wer der Genträger ist. Welchen Grund sollte er also haben, eine genetische Auswertung vorzunehmen?
          Er kann nicht mal aus dem Absender der Proben schließen, dass das Material zumindest teilweise von diesem stammt.

          „Also nochmal korrekt: 15 % etwa sehen sich wie (unterstellt) erwartet nicht als leiblicher Vater bestätigt nachdem sie ihre Zweifel bekundeten.“

          Geschenkt. Meinetwegen auch 15%. Meine Zahlen sind etwas älter und vielleicht im Sinne der Väterbewegung manipuliert gewesen.
          Meine Absicht war auch kein Wettbewerb der Prozente, sondern aufzuzeigen, dass Du einem Denkfehler unterliegst, wenn Du die 85% der Frauen für falsch verdächtigt erklärst.
          Über den Anteil der falsch verdächtigten Frauen wissen wir nichts.

  3. Sie sollten sich dafür einsetzen, dass die Benachteiligung von Jungen an Schulen gestoppt wird, auch wenn das bedeuten würde, dass 1. Geschlechtliche Unterschiede nicht mehr generell als sozial konstruiert gelten, sondern man anerkennen müsste, dass sich Jungen und Mädchen im Lernverhalten unterscheiden. Und 2. Mädchen kein Exklusivrecht auf Förderung mehr hätten, sondern alle Kinder, geschlechtsunabhängig, gefördert werden, wenn sie die Förderung brauchen.

  4. Sie könnten sich dafür aussprechen, dass die Initiative bei der Partnersuche vorzugsweise von Frauen ausgehen solle. Es heißt ja auch „Partnersuche“ und nicht „Partner_innen_suche“.
    Bei längerer Beschäftigung mit dem Thema (ca. 5 sec) wird dann schnell klar, dass die Person, von der die Initiative ausgeht, in der prinzipiell schlechteren Position ist.

  5. Pingback: Feministische Geschlechtergerechtigkeit ist faschistisch « jungs & mädchen

    • Was genau musste Claudia Dinkel angeblich erdulden?

      Es darf bezweifelt werden ob jene, die „ein wenig im Recht bewandert“ sind, hier irgendwas „inakzeptabel“ finden.

      • Du, ich weiß leider nicht, welches Gutachten genau sie nun verurteilt wurde aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

        Es war mit ziemlicher Sicherheit nicht das des vom Gericht bestellten Rechtsmediziners, der ihr ein Messer an die Kehle hielt. Weil der ja schließlich zu der Ansicht gelangte, dass keine Hinweise auf Selbstverletzung vorlägen, da ihre Angst und Panikreaktion auf ihn so authentisch wirkte, wie er es anscheinend erwartet hatte bei einem Opfer schwerer Vergewaltigung.

        Ich glaube auch nicht, dass es das Brinkmann-Gutachten war – das mit den Fingerfarben und dem Laib Gouda und so -, der war ja auch als befangen zurückgewiesen worden, bevor er dann doch seine Show abziehen durfte vor Gericht.

        Es könnte sich um das „Aussagenlogische“ Gutachten gehandelt haben, in das die von Kachelmanns Seite ausgewählte Psychologin startete mit der Frage, wie Dinkel sich erkläre, dass sie keine Halsverletzung gehabt habe.

        Am ehesten tippe ich aber darauf, dass sie nun den LKA-Beamten zu entlohnen hat, der behauptet hat, die von Kachelmann gefundene DNA-Spur am Tatmesser (das auch ihre Blurspur enthielt auf der Klingenseite) sei zu geringfügig um ins Gewicht zu fallen. Das dürfte nämlich wahrscheinlich das „stärkste Indiz“ gewesen sein, das Kachelmann für seine Version vorzubringen hatte.

      • „Es darf bezweifelt werden ob jene, die „ein wenig im Recht bewandert“ sind, hier irgendwas „inakzeptabel“ finden.“

        Dann sind sie aber nicht objektiv und nicht am Rechtsstaat interessiert, sondern parteiisch völlig ohne Sinn und Verstand, weit über jegliche Schmerzgrenze.

        Ich gebe zu: das befürchte ich, für die Mehrheit oder _den Schnitt_ der Kommentatoren hier. Aber irgendwo gibts immer auch ne Ausnahme, und genau die will ich ansprechen.

        • Na es muss ja eines der vielen Gutachten gewesen sein die Kachelmann aus eigener Tasche bezahlt hat.

          Welcher Gutachter hat den der Dame ein Messer an den Hals gehalten?

        • Ich fasse mal zusammen:
          Sie beschuldigt Kachelmann zu unrecht und lügt in der Verhandlung mehrmals nachweislich.
          Er braucht zusätzliche Gutachten, die er aus eigener Tasche bezahlen muss, um sie zu widerlegen.
          Sie soll diese gutachten bezahlen, weil sie ja (durch ihre Lügen) dafür verantwortlich ist, dass sie überhaupt gemacht werden mussten.

          Wo soll das ungerecht sein? Btw wenn Zweifel daran bestehen würden, dass sie gelogen hat, und Kachelmann nur aus Mangel an Beweisen fregesprochenw orden wäre, hätte sie nichts zahlen müssen.

    • Claudia Dinkel musste was erdulden? Och die arme. Dass Kachelmann juristische Verfolgung und Jobverlust erdulden musste, weil ihn eine Falschbeschuldigerin anzeigte, ist natürlich egal.

  6. Was der Staat ihr zulasten legt ist noch weitaus zu gnädig. Sie hat mutwillig (da wieder besseren Wissens) nicht nur einen Bürger des Staates einer schweren Straftat verdächtigt sondern auch die Organe des Staates (Polizei/Justiz) mit unnötiger Arbeit belastet und Ressourcen verschwendet die wirklichen Opfern hätten zugute kommen können. Als Vertreter der Interessen seiner Bürger wäre der Staat eigentlich verpflichtet sie nicht nur für die Gefährdung und Schädigung seiner Mitglieder (des Hauptopfers wie jener die jetzt länger auf ihren Prozess warten müssen) zu bestrafen sondern auch sie vollumfänglich für die verschwendeten Ressourcen aufkommen zu lassen. Das wird nie geschehen, wäre aber konsequent und gerecht. Wer bösartig das Justizsystem missbrauchen will um jemandem zu schaden, der sollte entsprechend haftbar gemacht werden.

    • Kachelmann ist allerdings derjenige, der die Justiz unnötig beschäftigt!
      Seit Jahren.

      Und es geht tatsächlich ums Prinzip. Es ist schon nicht akzeptabel, wenn ein Rechtsmediziner die angezeigte/aufzuklärende Gewalttat in einer 1 zu 1 Situation mit dem Opfer lebensecht nachstellt, inklusive Messer am Hals. Oder oder oder

      Dafür müssen sie – die Gutachter wie die Richter, die dies zuließen bzw. anordneten – zur Rechenschaft gezogen werden! Damit sowas nicht nochmal passieren kann.

      • Prognose: das wird sich am Ende als so ziemlich der größte Justizskandal der Geschichte der BRD entpuppen. Was da Alles dranhängt…

      • Zitat: „Es ist schon nicht akzeptabel, wenn ein Rechtsmediziner die angezeigte/aufzuklärende Gewalttat in einer 1 zu 1 Situation mit dem Opfer lebensecht nachstellt, inklusive Messer am Hals.“

        Wieso mit dem Opfer? Der Gutachter hat „zusammen mit seiner(!) Ehefrau experimentiert“. Zitat von:
        http://www.spiegel.de/forum/panorama/rechtsmediziner-kachelmann-prozess-vom-mangel-eindeutigen-erkenntnissen-thread-28638-8.html

        Warum sollte das nicht akzeptabel sein wenn ein Gutachter zur Wahrheitsfindung versucht die Tat nachzustellen mit, wohlgemerkt, seiner eigenen dazu einwilligenden Ehefrau, und nicht mit dem echten angeblichem Opfer, wie Du es suggerierst.

        Zitat „Oder oder oder“

        Oder was?

        • Du sprichst hier Brinkmann an, also den Falschen, denjenigen, der eigentlich gar nicht als Gutachter antreten durfte Dank seiner Befangenheit und zweifelhaften Methoden:

          https://www.welt.de/aktuell/article11611072/Die-bizarre-Vorbereitung-des-Kachelmann-Gutachters.html

          Bizarr war aber eben auch das, wofür der vom Gericht zuvor bestellte Mattern bezahlt wurde:

          „Um zu überprüfen, woher die Kratzspuren stammen, hielt der Gutachter Sabine W. bei einer seiner Untersuchungen ein Messer an den Hals!

          „Mir fiel auf, dass sie sofort in Tränen ausbrach, anfing zu zittern und die Stimmlage höher wurde… Ich hatte den Eindruck, ich sollte da nicht weitermachen.“

          http://www.bild.de/news/2011/joerg-kachelmann/gutachter-hielt-angeblichem-opfer-messer-an-den-hals-15782310.bild.html

        • Ich würde übrigens zugestehen, dass irgendein Narrativ abgeändert wurde, weil ich – von damals – durchaus noch erinnere, dass einer der Gutachter mit seiner Gattin „experimentiert“ haben wollte. Ich bin mir relativ sicher, dass es sich dabei um Brinkmann gehandelt hat, und ich meine (nicht ganz so sicher), es bezog sich auch auf das Messer-an-die-Kehle-halten (im verlinkten Welt-Artikel will er bei sich selbst ausprobiert haben, ab welchem Druck einem die Luft wegbleibt).

        • Es war Mattern der Gutachter der Staatsanwaltschaft, der die Experimente mit seiner Frau gemacht hat und die Nebenklägerin auch direkt nach Ihrer Anzeige untersucht hat und

          Um zu überprüfen, woher die Kratzspuren stammen, hielt er Frau Dinkel bei einer seiner Untersuchungen ein Messer an den Hals.
          „Mir fiel auf, dass sie sofort in Tränen ausbrach, anfing zu zittern und die Stimmlage höher wurde“, schildert Mattern sein Experiment, für das er zuvor bei Sabine W. um Erlaubnis gefragt hatte. „Ich hatte den Eindruck, ich sollte da nicht weitermachen.“

          Also ich sehe jetzt nicht das irgendjemand Frau Dinkel dazu gezwungen hätte bei diesem Experiment mitzumachen…

        • Ja, was für ne Chance zur Verweigerung hast Du denn so als Geschädigte, Nebenklägerin, Haupt-Beweismittel und Tatort im engeren Sinne?

          Du _musst_ Dich mit allem einverstanden erklären, was man sich für Dich so an Schikane ausdenkt! Sonst biste ja eh nicht glaubwürdig!

        • Das war bestimmt nicht das letzte und ganz ganz sicher ist es nicht das alles-entscheidende Urteil. Da bin ich ganz Optimist.
          Auf Dauer lässt sich die Wahrheit nunmal nicht verleugnen.

      • Richtig!

        Ich muß gestehen, als ich die Kommentare des Satzzeichens zuerst gelesen hab‘, da hab‘ ich allen Ernstes gedacht: Sowas kann nur Meta-Ironie sein – irgend eine Art von verdrehtem Über-fünf-Ecken-Humor, den ein Dummschwätzer wie ich nicht kapiert. Wie man sich irren kann … 😛

        • Eigentlich vertritt sie nur eine maximal selbstzentrierte Sicht auf die Welt, bei der sie belanglose persönliche Probleme zu weltbewegenden theoretischen Fragen aufbläst.

      • Ich verstehe schon seit langem nicht, wieso sich immer wieder Kommentatoren finden, die mit ; diskutieren. Abstruse Ansichten gepaart mit unredlicher Argumentationsweise ergeben zumeist völlig sinnlose Diskussionen, die idR nicht einmal unterhaltsam sind.

  7. Ich rate Männern, weil es befreiend ist, „die Frauen“, alle, besonders Feministinnen, eine Zeit, möglichst lange, konsequent zu ignorieren. Denn ob als Macho, Feminist, ob Frauenversteher oder Feminismuskritiker – ich finde die GANZE frauenzentrierte (!) Diskussion völlig falsch.
    Die männlichen Bedürfnisse für sich als Mann zu formulieren, dafür einzustehen, bringt die wirkliche Befreiung – für den, der´s mag.
    MGTOW ist sicher zu frustriert im Unterton zu wenig dialogfähig. Aber „in der TAT“ ist der Weg zur Gleichberechtigung (wenn sie denn wirklich wichtig ist?!) nur für die Männer gehbar, die sich ihrer SELBST- bewusst sind. Und das werden Sie nicht, nie und nimmer in Abhängigkeit von frauenzentriertem Partnerschafts- oder gar Gesellschaftsbild. Wetten?

    • Da ist was dran, zweifellos.

      Aber so ganz stimmt es nicht. Männer können Feministinnen nicht „ignorieren“, weil Feministinnen sexistische Regelungen gegen Männer durchsetzen.

      „Die männlichen Bedürfnisse für sich als Mann zu formulieren, dafür einzustehen, bringt die wirkliche Befreiung“ – das reicht nicht so ganz, weil dadurch die systematische Diskriminierung von Männern nicht beseitigt wird.

      Privat mag das „befreiend“ sein, wenn ich keine Frau aushalten muß, wenn ich keine Frau unterhalten muß u. dgl. – aber sowas schützt mich nicht vor Falschverdächtigungen, das schützt mich nicht davor, daß der größte Teil meiner Steuergelder für Frauen aufgewendet wird, das schützt mich nicht davor, daß mein Leib, meine Gesundheit, mein Leben für das Wohlergehen von Frauen aufs Spiel gesetzt wird, das schützt mich auch nicht davor, daß ich als Mann in der Öffentlichkeit diffamiert werde, usw. usf.

      Also so ein bißchen „frauenzentrierte (!) Diskussion“ ist vielleicht doch nicht „völlig falsch“.

  8. Auch wenn der Blogmaster anscheinend im Urlaub ist, kommentiere ich mal seine „Vorschläge“:
    Punkt 1 ist ok, Punkt 3 ginge im Prinzip wohl auch noch (faktisch wirds oft scheitern, muss einem klar sein), Punkt 8 ebenso, wenn denn auch ein paar vernünftige Ansätze bzw. Ideen in Eurem Lager vorhanden wären.

  9. Feministen sollten sich für gar nichts einsetzen. Alles, was sie anfassen, wird zu Scheisse – gewissermassen die Umkehrung der Sage von König Midas, bei dem alles, was er anfasste, zu Gold wurde.

  10. Der Admin schreibt oben: „Fortsetzung gerne in den Kommentaren.“

    Soweit ich sehe, sind in der ganzen Diskussion zwei Aspekte ein wenig zu kurz gekommen: Der Feminismus sollte sich dafür einsetzen, daß

    – die Justiz keine doppelten Standards anwendet. Das bedeutet zum Einen, daß für gleiche Vergehen die gleichen Strafen verhängt werden. Das bedeutet zum anderen, daß bereits bei den Polizei-Einsätzen, Ermittlungen, Strafverfahren dieselben Standards für Männer und Frauen angewendet werden. Es darf z. B. nicht sein, daß für Frauen die Unschuldsvermutung gilt – für Männer dagegen nicht.

    – Steuergerechtigkeit hergestellt wird. Es kann nicht sein, daß Männer mehr als 70% des Steuer-Aufkommens eines Landes erwirtschaften und der größte Teil dieses Betrages ausschließlich für Frauen-Belange ausgegeben wird.

    Allgemein sollte sich der Feminismus dafür einsetzen, daß jegliche doppelten Standards in Bezug auf Männer und Frauen aufgehoben werden.

    Zu diesen und ähnlichen Anliegen der Männer übrigens ein erhellender Kommentar von einer gewissen „Clementine Ford“:

    „Feminism isn’t for everyone. It’s for fucking women, you turd.“

  11. Sie könnten sich dafür einsetzen, das die Diskriminierung in Clubs, dating webseiten und Fitnesstudios aufhört. Das die Diskriminierung in der Arbeitswelt aufhört, siehe Einstellungspraxis im ÖD, oder sog. Frauenförderung in jeder Firma. Sie könnten sich dafür einsetzen, das Frauen endlich mal die gleiche Leistung bringen wir Männer, sie könnten sich mal für eine Gesetzgebung einsetzen, die es ermöglicht, das auch Männer zuhause beim Kind bleiben können oder die Arbeitszeit zu reduzieren. Wie dumm kann man eigentlich sein, hier nach beispielen zu suchen, wenn es diese in Massen gibt?

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