Laci Green und die ungeheure feministische Scheinheiligkeit (Thunderf00t)

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61 Gedanken zu “Laci Green und die ungeheure feministische Scheinheiligkeit (Thunderf00t)

  1. Vielleicht würde sich ein Essay über die Helden verschiedener Strömungen lohnen, das deren Auftreten und argumentatives Niveau vergleicht.

    Online-Feminismus:
    Lacie Green
    Anita Sarkeesian

    Offline-Feminismus:
    Emma Watson
    Jessica Valenti

    MRA:
    Karen Straughn
    Warren Farrell
    MenWomenMyth

    Free Speechers:
    Sargon
    tl;dr

    MGTOW:
    barbarossa
    stardusk

    • Online Feminismus:
      Liana K. – Gerade wg. A.S.

      MRA:
      Honeybadgers
      Hannah Wallen

      Feminismus Kritik:
      Christina Hoff Sommers – Factual Feminist
      Studio Brule – Jess Fiamengo
      Feminism Lol

    • online Feminismus. Es gibt ja auch gemässigte.

      So weit ich weiß bezeichnet sich Nadja Herrman als Feministin. Katharina Röcke hat auch ein paar gute Punkte oder Liana K.

      Ich werde sicherlich nicht mit all deren Ansichten auf einer Linie liegen, aber gibt schon Ansichten, die ich teile.

      • „gemässigte“ sind die, die mit ihren Ansichten soweit wie möglich hinter dem Berg halten?
        Würde ich genauso machen und nur Schokoladenseiten offerieren.

        Ich finde auch, dass Selbstbezeichnungen hier wenig weiterhelfen.

        Für mich ist eine Feministin diejenige, die eine Überlegenheit und einen höheren Wert der Frau bzw „des Weiblichen“ annimmt und daher auch Privilegien fordert. Die Taktik, das zu erreichen ist konsequentes Lügen, wie dass man für „Gleichberechtigung“ wäre, aber eigentlich für Gleichstellung, so dass es mit der Gleichberechtigung eben nichts ist und man gegen Männer diskriminieren müsse, weil das eben „gerecht“ sei, etc.

        Diesem Lügenwust hängen vermutlich auch viele Getäuschte nach, die sich wohl aus sentimentalen Gründen als Feministinnen bezeichnen, aber keine sind. Kann natürlich auch sein, dass es Leute gibt, die aus taktischen Gründen diese Position wählen, um dem Feminismus einen guten Namen zu geben. Das „Branding“ und positiv besetzte labels sind bei dieser Weltanschauung extrem wichtig. Sie wäre vollkommen unattraktiv und würde sofort vernichtende Kritik auf sich ziehen, würde sie ihre Glaubenssätze vor sich hertragen.

        Der Feminismus ist eine Bewegung, die völlig beliebig und endlos unterteilbar wäre. Ich wüsste nicht wozu das dienen sollte, ausser zu vertuschen, dass es eben *eine* Bewegung ist. Ob jemand jetzt Radikal-, Gender-, Differenz- oder sonstwas -Feministin ist, halte ich für eine sekundäre Frage.

        Laci Green ist eine Verkaufsperson für den Feminismus, wie er von MTV rübergebracht wird. Bei der New York Times wird das gleiche Produkt dann ganz anders an die Frau und den Mann gebracht (eine Spur „intellektueller“), was aber nur am Medium liegt, die Botschaft jedoch ist die gleiche.

    • Heuchelei ergibt sich ja gerade dadurch dass die Werte und Maßstäbe bei diesen Personen nicht immer gelten. Das dabei auf altes Material zurückgegriffen wird um das zu zeigen finden ich da jetzt nicht ungewöhnlich.

  2. 14 Minuten Video – wer soll sich das denn angucken, vor allem wenn der Typ andauernd irgendwelche quietschenden Enten zeigt die Müll labern? Irgendwie ist es auch immer das gleiche – die gleichen bekloppten, überzogenen Forderungen und die gleiche Empörung. In der Realität sind das dann aber genau die Frauen die sich von Leuten wie mir öffentlich an einer Hundeleine führen lassen und die es lieben richtig übel erniedrigt zu werden. Und das wird dann auch wieder feministisch gerechtfertigt, ganz nach dem Motto: „Solange es ihre eigene Entscheidung ist…blablabla“.
    Vielleicht sollte der kluge Mann einfach mal auf den Feminismus, Gleichberechtigung und irgendwelche Forderungen einen großen Haufen setzen. Ignoranz ist schließlich auch eine nützliche Eigenschaft die einem hilft nicht durch jeden Reifen zu springen den man einem hin hält.
    Ich denke der Feminismus der letzten Jahrzehnte hat nichts damit zu tun, dass Frauen fordernder oder „stärker“ geworden sind, sondern wir Männer sind schwächer und devoter geworden. Wir haben weibliche Adjektive angenommen und nun wundern wir uns warum Frauen die besseren Frauen sind.

    • „Wir haben weibliche Adjektive angenommen“

      Die veröffentlichte Meinung hat jahrzehntelang einen allgemein geglaubten Mythos geschaffen, die Frauen und die Weiblichkeit seien besser und an diesem Wesen würde die Welt genesen. Dieses Register wurde und wird in Bezug auf jede Lächerlichkeit gezogen, mein Beispiel für heute (man muss nicht lange suchen):

      „Frauen sind die besseren Wein-Verkoster“

      http://www.welt.de/icon/essen-und-trinken/article158734663/Frauen-sind-die-besseren-Wein-Verkoster.html

      Natürlich ist das der pure Sexismus: hier werden allgemeine Eigenschaften als besondere Vorzüge von Frauen präsentiert.

      Das glauben natürlich auch viele Männer und die können sich dann was einbilden, im Grunde folgen sie nur einer x-beliebigen Ausdeutung, einer Ideologie, bar jeder Realität. Dass das zu Nachteilen führt ist klar: wenn man sich so einschränkend definiert, geht die Wirklichkeit an einem vorbei.

      • Tja die Lügenpresse (ich mag diesen Begriff) versucht natürlich vor allem Auflage zu generieren und womit bekommt man mehr Auflage als mit emotional geladenen Themen.
        Trotzdem ändert es nix. Ich selbst bin der beste Beweis – Frauen, Job, Freizeit, Körper – alles erfolgreich. Ich bin damit ein Vorbild für junge Männer wie es auch anders geht und das sollte auch der Weg von Antifeministen sein. Anstatt den weiblichen Weg des Jammerns und Beschuldigens zu gehen müssen es Männer schaffen wieder zu den Männern zu werden, welche unsere Väter nie waren. Zu echten Männern die männliche Stärken wie Loyalität, Stärke, Aggression, Kreativität, Mut und Durchhaltevermögen verkörpern. Nur das kann den Feministen den Wind aus den Segeln nehmen. MGTOW hat die richtigen Ansätze aber es geht nicht weit genug – es geht nicht darum die beleidigte Leberwurst zu spielen, sondern einfach sein eigenes Ding durch zu ziehen und das bedeutet auch Frauen so behandeln wie es sich gehört. Die Gesetze sind unfair das ist wahr aber was ist die Konsequenz? Die muss sein, dass es erst dann wieder Kinder und Ehe gibt, wenn diese unfairen Gesetze revidiert wurden. Bis dahin gibt es eine ganze Welt zu entdecken und zu erobern und der Verlierer ist nur derjenige der jammert und gackert.
        Wir Männer haben diese Welt geschaffen – vom ersten Mann der vom Baum kletterte und den aufrechten Gang wagte bis zu dem Mann der den ersten Schritt auf dem Mond wagte. Aber wir haben es nicht durch jammern geschafft, wir haben es dadurch geschafft, dass wir unsere männlichen Attribute eingesetzt haben.
        Die Menschen die gegen ihre menschliche Natur ankämpfen und darüber jammern sind zum Scheitern verurteilt – die Feministen sind keine glücklichen Menschen, denn sie kämpfen gegen ihre Natur, egal ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Jeder Mensch der gegen Monster kämpft muss aufpassen nicht selbst zu einem zu werden.

        • *Anstatt den weiblichen Weg des Jammerns und Beschuldigens zu gehen müssen es Männer schaffen wieder zu den Männern zu werden, welche unsere Väter nie waren*

          Wieso dann wieder?

          *Wir Männer haben diese Welt geschaffen – vom ersten Mann der vom Baum kletterte und den aufrechten Gang wagte bis zu dem Mann der den ersten Schritt auf dem Mond wagte. Aber wir haben es nicht durch jammern geschafft, wir haben es dadurch geschafft, dass wir unsere männlichen Attribute eingesetzt haben.*

          Weswegen Frauen bis heute nicht in der Lage sind aufrecht zu gehen und es auch keine weiblichen Astronauten gibt.

        • @ Maren
          „Weswegen Frauen bis heute nicht in der Lage sind aufrecht zu gehen und es auch keine weiblichen Astronauten gibt.“

          Weibliche Astronauten gibt es erst, seitdem Männer für Frauen eine funktionierende Verhütungsmethode erfunden haben.

        • @PS
          „wir haben es dadurch geschafft, dass wir unsere männlichen Attribute eingesetzt haben“

          Das ist wieder diese willkürliche Geschlechtszuweisung, die nichts besser macht, nur die Vorzeichen austauscht. Wenn das die Realtion sein soll, hat der Feminismus gewonnen, bzw die Identitätspolitik, die dahinter steht.
          Wie wäre es denn mit allgemeinen Tugenden, wie der Gerechtigkeit und der Wahrhaftigkeit? Die führen zuverlässig über die Beschränktheiten identitätsspezifischer Sichtweisen hinaus und erlauben deren Demontage.

          „Ich bin damit ein Vorbild für junge Männer“

          Vorbilder haben immer etwas Intransparentes, Mythisches. Besser wären allgemeine Werte, die vorteilig sind, s.o. und die Empfehlung, diejenigen Menschen möglichst zu meiden, die nicht nach diesen Prinzipien ticken und nur sich sehen. So einfach kann das sein (die angemessene Umsetzung ist natürlich schwierig, keine Frage).

        • „Weswegen Frauen bis heute nicht in der Lage sind aufrecht zu gehen und es auch keine weiblichen Astronauten gibt.“
          Wunderbares Beispiel für meine Thesen. Natürlich könnte ich jetzt darauf mit irgendwelchen Polemiken, Daten oder emotionalen Äußerungen antworten (Die Männer sind doch blablabla..) aber ich tue es nicht, es bringt mich schlichtweg nicht weiter.
          Das Ziel meiner Texte ist auch nicht einen Diskurs mit bzw. gegen eine überzeugte Feministin zu gewinnen, sondern meine männlichen Brüder zu motivieren wieder zu sich selbst zu stehen und den Feminismus nicht ernst zu nehmen.

        • @Alex
          „Wie wäre es denn mit allgemeinen Tugenden, wie der Gerechtigkeit und der Wahrhaftigkeit? Die führen zuverlässig über die Beschränktheiten identitätsspezifischer Sichtweisen hinaus und erlauben deren Demontage.“
          Nein, Gerechtigkeit ist keine Tugend – die Natur ist nicht gerecht. Der eine wird gesund geboren und der andere als Krüppel. Da ist nix gerecht daran. Alles was du machen kannst ist mittels deiner Fähigkeiten das beste daraus zu machen, egal ob als Mann oder als Frau.
          Nur da ich ein Mann bin, interessiere ich mich auch nur für MEINE Sichtweise bzw. für die meiner Brüder. Die der Frauen ist mir schlichtweg egal, die müssen ihre Probleme selber lösen.

          „Vorbilder haben immer etwas Intransparentes, Mythisches. Besser wären allgemeine Werte, die vorteilig sind, s.o. und die Empfehlung“
          Vorbilder haben in der gesamten Menschheitsgeschichte eine wichtige Rolle gespielt. Von den Geschichten der Griechen über Odysseus bis hin zu den modernden Vorbildern über Steve Jobs und Elon Musk. Gerade junge Männer werden von Vorbildern inspiriert und eifern ihnen nach. Das diese Vorbilder etwas mythisches haben, sehe ich da eher als Vorteil, denn das Ziel soll ja nicht sein eine Kopie zu werden, sondern zu sehen, dass man etwas großes erreichen kann wenn man alles gibt.

        • „Wir Männer haben diese Welt geschaffen – …“

          Echt? Und meine Oma hat mir immer erzählt, Gott habe die Welt erschaffen.
          Ich war da schon immer misstrauisch.
          Weißt Du Näheres?

          „… vom ersten Mann der vom Baum kletterte und den aufrechten Gang wagte …“

          Da kann ich mitreden. Ich bin auch immer gern auf Bäume geklettert und den aufrechten Gang wage ich sogar heute noch immer wieder. 😀

          „… bis zu dem Mann der den ersten Schritt auf dem Mond wagte.“

          Mist, da kann ich wieder nicht mitreden. Ich geh zwar sehr viel zu Fuß (täglich 8 – 10 km), aber so weit hab ich es dann doch noch nicht geschafft. 😦

          „Aber wir haben es nicht durch jammern geschafft, wir haben es dadurch geschafft, dass wir unsere männlichen Attribute eingesetzt haben.“

          Jenau! Hackenknallend und alles Männliche weit vorgestreckt, also Kind und Brust mein ich (Mist, das mit der „Brust raus“ kriegt jedes mickrige Weibchen besser hin 😦 ), wagen wir den stolzen Gang, jeden Tag aufs Neue.

          Und – Ruhe dahinten auf den billigen Plätzen!
          Hier wird nicht gelacht!

          (Dumme Weiber nochmal 😦 )

        • „Nein, Gerechtigkeit ist keine Tugend – die Natur ist nicht gerecht.“

          Was ist das denn für ein Argument? Weil die Natur nicht gerecht ist, brauch ich es auch nicht zu sein?
          Gerechtigkeit ist sehr wohl eine Tugend, wenn damit das Streben danach gemeint ist, was ich annehme.

        • @PS
          „Nein, Gerechtigkeit ist keine Tugend – die Natur ist nicht gerecht.“

          Tugenden sind auch nicht „natürlich“, sondern menschlich. Und Gerechtigkeit gilt als eine der höchsten, vielleicht sogar die höchste.

          „Der eine wird gesund geboren und der andere als Krüppel.“

          Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun.

          „interessiere ich mich auch nur für MEINE Sichtweise“

          Das ist natürlich ein nachvollziehbarer Standpunkt. Aber auch einengend. Ich halte es für nachteilig, da man sich leicht um die Erkenntnis bringt, die durch das Verständnis anderer Sichtweisen kommt. Heisst natürlich nicht, dass man diese anderen Sichtweisen auch akzeptieren und gutheissen muss. Ein ganz abschreckendes Beispiel für diese Beschränktheit ist natürlich der Feminismus… Will man so werden? Ah, lieber nicht, niemals….

        • „„… vom ersten Mann der vom Baum kletterte und den aufrechten Gang wagte …““

          „*Anstatt den weiblichen Weg des Jammerns und Beschuldigens zu gehen müssen es Männer schaffen wieder zu den Männern zu werden, welche unsere Väter nie waren*“

          Deiner vielleicht nicht.

        • „„Nein, Gerechtigkeit ist keine Tugend – die Natur ist nicht gerecht.““

          Die Natur fährt auch kein Auto und hat kein Wasserklosett oder Internet.

          „Nur da ich ein Mann bin, interessiere ich mich auch nur für MEINE Sichtweise bzw. für die meiner Brüder. Die der Frauen ist mir schlichtweg egal, die müssen ihre Probleme selber lösen“

          Also bist du das männliche Äquivalent zu einer radikalen Feministin.

        • „Also bist du das männliche Äquivalent zu einer radikalen Feministin.“

          Nein, denn PuS spricht davon, die eigenen Probleme selbst zu lösen, und fordert nicht Frauen dazu auf, sich der Probleme der Männer anzunehmen

        • das ist aber irgendwie dämlich, weil viele Männerprobleme mit Frauen zusammenhängen und umgekehrt^^

          Außerdem beziehe ich mich weniger aufs „Problemlösen“, sondern darauf, dass ihm nur die eigene Sichtweise wichtig ist. Das ist ja wohl schon sehr radfem mäßig.

        • @ Hugor
          „denn PuS spricht davon, die eigenen Probleme selbst zu lösen, und fordert nicht Frauen dazu auf, sich der Probleme der Männer anzunehmen“

          Dass Problem ist bloß, dass viele Probleme der Männer nicht ohne Konsens mit Frauen zu lösen sind.

        • @Atacama u. Adrian
          Ich sage nicht, dass ich die Ansicht von PuS teile (wobei ich seine einstellung unter Erfolgsgesichtspunkten durchaus für plausibel halte). Aber ein „ich zieh mein persönliches Ding ohne Rücksicht auf andere durch“ mit dem feministischen „an allem sind die Männer schuld und haben das gefälligst zu ändern“ zu vergleichen, finde ich schon ziemlich daneben.

        • Bei Heterosexuellen geht es nun ma nicht anders, so nervig das sein mag.

          Zumal PfefferundSalz offenbar ein Karrieretyp ist, der mit Geld noch viele Probleme lösen könnte, wenn es denn mal sein müsste. Das kann wahrlich nicht jeder Mann. Also eine durchaus fatalistische Denkweise und bereits ignorant gegenüber seinen „Brüdern“, die nicht mit Charisma, Geld oder gutem Aussehen gesegnet sind.

          „Aber ein „ich zieh mein persönliches Ding ohne Rücksicht auf andere durch“ mit dem feministischen „an allem sind die Männer schuld und haben das gefälligst zu ändern“ zu vergleichen, finde ich schon ziemlich daneben.“

          die eigene Sichtweise und Perspektive und nur die zählen.

        • @ Adrian
          „Dass Problem ist bloß, dass viele Probleme der Männer nicht ohne Konsens mit Frauen zu lösen sind.“
          Wir Männer müssen in dieser Hinsicht den ersten Schritt machen. Wenn wir es schaffen zu uns selbst zu finden, dann werden die Frauen folgen. Frauen mögen Männer die wissen was sie wollen und sie folgen diesen liebend gerne. Anstatt also in kleinliches Verhalten zu verfallen, sollten wir lieber dafür sorgen zu uns selbst zu finden, unser Ego besiegen und generell zu besseren Menschen zu werden.

          @Atacama
          „Das kann wahrlich nicht jeder Mann. Also eine durchaus fatalistische Denkweise und bereits ignorant gegenüber seinen „Brüdern“, die nicht mit Charisma, Geld oder gutem Aussehen gesegnet sind.“
          Das ist falsch. Geld löst keine Probleme die du mit deiner Einstellung hast. Du kannst dir weder Selbstbewusstsein, noch Charisma, noch Charakter kaufen – du kannst nur daran arbeiten diese Eigenschaften zu entwickeln. Ob du Harzi oder Multimillionär bist – die Arbeit ist dabei immer die gleiche obwohl der Weg etwas anders ist.

        • @Atacama – „die eigene Sichtweise und Perspektive und nur die zählen.“

          Du siehst wirklich nicht den Unterschied, den es macht, wenn zwei Personen beide Egoisten sind, aber einer sich selbst um alles kümmert und der andere nur rumjammert und von anderen hilfe einfordert?

          „Bei Heterosexuellen geht es nun ma nicht anders, so nervig das sein mag.“

          Was geht nicht anders? Dass man in Geschlechterbeziehungen auf Zusammenarbeit und Konsens angewiesen ist?
          Kommt drauf an. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ein egoistischer Mann, der stur sein Ding durchzieht, wenig Probleme mit Frauen hat, weil (zumindest wenn er erfolgreich ist) viele Frauen das ziemlich attraktiv finden und ihm freiwillig nachlaufen. Diese Frauen beschweren sich dann höchstens bei den rücksichtsvollen, konsensorientierten Männern in ihrer friendzone über den Egoismus ihres Partners, ehe sie wieder zu diesem ins Bett steigen…

        • Klar Liebe und so kann man nicht kaufen, aber Sex, Zuneigungssimimulation und sonstige Zerstreuung durchaus.

          „Ob du Harzi oder Multimillionär bist – die Arbeit ist dabei immer die gleiche obwohl der Weg etwas anders ist.“

          Ich behaupte aber mal, dass ein Harzi nicht so ohne weiteres „jeder“ Frau an die Mumu fassen kann, wie angeblich Trump^^
          Und ich vermute, das hat nicht nur mit dem Charakter zu tun^^

          Wenn Dan also keine Liebe findet, kann er sich immerhin das leisten und sein Wohlbefinden erhöhen. Das kann Harzi nicht.
          Achso, es sei denn, er lernt einfach Game und macht dann einen Vierer mit den drei schönsten aus der Hochhaussiedlung (oder von Tinder, die er aus dem gutbürgerlichen Viertel in die Vorstadt lockt). Kaum vergleichbar.

        • „Was geht nicht anders? Dass man in Geschlechterbeziehungen auf Zusammenarbeit und Konsens angewiesen ist?
          Kommt drauf an. Mein persönlicher Eindruck ist, dass ein egoistischer Mann, der stur sein Ding durchzieht, wenig Probleme mit Frauen hat, weil (zumindest wenn er erfolgreich ist) viele Frauen das ziemlich attraktiv finden und ihm freiwillig nachlaufen. Diese Frauen beschweren sich dann höchstens bei den rücksichtsvollen, konsensorientierten Männern in ihrer friendzone über den Egoismus ihres Partners, ehe sie wieder zu diesem ins Bett steigen…“

          Führst du denn richtige Beziehungen?

        • „Du siehst wirklich nicht den Unterschied, den es macht, wenn zwei Personen beide Egoisten sind, aber einer sich selbst um alles kümmert und der andere nur rumjammert und von anderen hilfe einfordert?“

          Dings will sich ja nicht um alles kümmern, sondern nur um sich absolut ohne auf den anderen zu gucken. Das geht zu zweit nicht lange gut, finde ich. Es sei denn, die andere Person hat ein entsprechendes mindset.

        • @Atacama – „Führst du denn richtige Beziehungen?“

          Ich weiß zwar nicht, inwieweit das hier relevant sein soll, aber wenn es dich interessiert: Ich bin verheirateter Familienvater, die Beziehung zu meiner Frau besteht jetzt fast 14 Jahre, also wohl ja.
          Ich bin allerdings (wenn auch nicht mehr so extrem wie früher) der schon erwähnte rücksichtsvolle, konsensorientierte Beta-Typ. Aus leidvoller Erfahrung weiß ich gut, wie sehr dies Erfolg bei Frauen beeinträchtigt. Auch meine Ehe funktioniert wahrscheinlich nur deshalb, weil ich intellektuell und vom beruflichen Status her weit genug über meiner Frau stehe, dass sie TROTZ meiner „Softheit“ noch zu mir aufschaut. Tatsächlich erschreckt es mich immer wieder, wie ich bei meiner und anderen Frauen im Ansehen steige, wenn ich doch mal energisch und rücksichtslos meine eigene Position vertrete, selbst wenn ich mein Auftreten im Nachhinein als unangebracht ansehe (eine Entschuldigung macht den positiven Eindruck übrigens meistens prompt wieder kaputt).

          Im Übrigen glaube ich, dass du den Ansatz von PuS nicht wirklich verstehst. Insbesondere bezieht er sich meinem Verständnis nach nicht speziell auf die Abläufe innerhalb einer Partnerschaft, sondern allgemein auf das Verhältnis zwischen Männern und Frauen.

        • @P&S:

          »Ob du Harzi oder Multimillionär bist – die Arbeit ist dabei immer die gleiche obwohl der Weg etwas anders ist.«

          Der Mythos des Individualismus in Reinform! Da kannst Du dem »Hartzi« auch erzählen, dass sich gefälligst endlich mal zusammenreißen und wieder was arbeiten soll. Oder dem Depressiven, dass er nicht so jammern soll. Ich gönne Dir ja gerne, was Du hast und kannst, aber hier ist echt mal der Spruch angebracht: »check your privilege«. Ich bin überzeugt, dass wenigstens die Hälfte Deines Erfolgs auf Voraussetzungen beruht, zu denen Du nichts beigetragen hast und die andere schlicht nicht haben.

          Damit will ich Dir kein schlechtes Gewissen aufschwatzen, sondern darauf hinweisen, dass auch Selbstbewusstsein und Selbstachtung eine gesellschaftlich ungleich verteilte Ressource ist. Wer Spielräume hat, soll (und darf) sie auch nutzen, soweit gebe ich Dir völlig recht, aber es gibt eben auch völlig überdeterminierte Menschen, die den Weg zu einem konstruktiven Ausweg aus ihrer Lage aus eigener Kraft nicht finden. Und die wirst Du mit »Ruck-Reden« nicht erreichen.

        • @djadmoros
          „Ich bin überzeugt, dass wenigstens die Hälfte Deines Erfolgs auf Voraussetzungen beruht, zu denen Du nichts beigetragen hast und die andere schlicht nicht haben.“
          Das ist vollkommen richtig. Allerdings haben viele Menschen solche Voraussetzungen bekommen und sie nicht richtig genutzt. Ich selbst habe aus schlechten Karten etwas Gutes gemacht da mir klar war, dass nur ich mir selbst helfen kann. Andere die ich kenne haben hingegen gute Karten gehabt aber es aus eigenen Problemen verbockt.
          Das nicht jeder siegen kann ist mir auch klar – deswegen glaube ich ja auch nicht an Gerechtigkeit. Manche haben halt Pech und verlieren. Ich bin auch kein Sozialdarvinist aber ich bin halt auch kein Sozialromantiker. Am Ende musst jeder seinen Arsch selbst hoch bekommen und sei es nur dafür den H4 Antrag auszufüllen.

        • *Ich selbst habe aus schlechten Karten etwas Gutes gemacht da mir klar war, dass nur ich mir selbst helfen kann. Andere die ich kenne haben hingegen gute Karten gehabt aber es aus eigenen Problemen verbockt.*

          Offenbar dann doch keine so guten Karten. ^^

          *Das nicht jeder siegen kann ist mir auch klar – deswegen glaube ich ja auch nicht an Gerechtigkeit. Manche haben halt Pech und verlieren.*

          Du hast offenbar Glück gehabt. Inwieweit macht dich das zum Vorbild für die männliche Hälfte der Menschheit?

        • „Offenbar dann doch keine so guten Karten.“

          Auch mit guten Karten kann man schlecht spielen. Ich glaube, es war gerade der Punkt, dass es nicht nur um die Ausgangslage geht, sondern auch darum, was man daraus macht. Konntest du das nicht erkennen, oder wolltest du das nicht erkennen?

        • „Ich selbst bin der beste Beweis – Frauen, Job, Freizeit, Körper – alles erfolgreich“

          LISTEN AND BELIEVE!

          Und Alle tun so als täten sie es.
          Warum?

    • @PfefferundSalz:

      »In der Realität sind das dann aber genau die Frauen die sich von Leuten wie mir öffentlich an einer Hundeleine führen lassen und die es lieben richtig übel erniedrigt zu werden.«/em>

      Und Du tust diesen Frauen diesen Gefallen warum genau? So, wie Du Dich hier ausdrückst, kann man den Eindruck gewinnen, dass Du sie für diese Widersprüchlichkeit verachtest. Das erschiene mir dann ebenso inkonsequent und widersprüchlich wie das Verhalten dieser Frauen selbst. Oder Du klärst uns über die Psychologie auf, die Deiner Meinung nach dahintersteht, Deine eigene inbegriffen. 🙂

      • @djadmoros
        Ich habe keine Ahnung welche Psychologie dahinter steckt.
        Mir selbst macht es einfach Spaß und mehr muss ich dazu gar nicht wissen. Ich mag es Frauen zu demütigen und zu züchtigen, den Grund dafür kenne ich nicht und er interessiert mich eigentlich auch gar nicht.
        Verachten tue ich übrigens niemanden, es gibt aber manche Menschen für die ich Mitleid empfinde.

  3. @Alex
    „Tugenden sind auch nicht „natürlich“, sondern menschlich. Und Gerechtigkeit gilt als eine der höchsten, vielleicht sogar die höchste.“
    Und warum?

    „Das ist natürlich ein nachvollziehbarer Standpunkt. Aber auch einengend. Ich halte es für nachteilig, da man sich leicht um die Erkenntnis bringt, die durch das Verständnis anderer Sichtweisen kommt.“
    Siehst du, das ist der Unterschied. Ich akzeptiere dass jeder seine eigne Sichtweise hat aber es ist halt nicht meine Sichtweise und sie ist mir insoweit egal, dass solange sie nicht mit meiner eigenen kollidiert für mich praktisch nicht existent ist. Ich fokussiere mich meine eigenen Ziele als dem Rest der Welt Verständnis entgegen zu bringen. Wer allem gegenüber Verständnis aufbringt wird beliebig. Gerade die charismatischen Männer waren immer diejenigen die wenig Verständnis für die Wege der anderen aufgebracht haben. Sie haben ihren Weg gehabt und nur wenig nach rechts und links geguckt auch wenn sie nicht unbedingt intolerant diesen anderen Sichtweisen waren.
    Für mich ist das der Weg den ein Mann gehen sollte.

    „Ein ganz abschreckendes Beispiel für diese Beschränktheit ist natürlich der Feminismus… Will man so werden? Ah, lieber nicht, niemals….“
    Die Feministen haben ihren Weg aber den können sie nur gehen weil wir unseren eigenen nicht verfolgen. Kannst du dir eine Feministin vorstellen die jemanden beeinflusst der von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt ist? Wohl eher nicht – sie haben nur Einfluss dort wo Männer unsicher sind. Um den Feminismus zu besiegen müssen die Männer erst sich selbst besiegen, davon bin ich absolut überzeugt.

    • „Und warum?“

      Weil das eine Eigenschaft ist, die die Menschen unmittelbar nachvollziehen können und die sie im hohen Masse schätzen.
      Das ist natürlich nicht immer der Fall, die Ungerechtigkeit kann auch herrschend sein.

      „…. Wer allem gegenüber Verständnis aufbringt wird beliebig.“

      Das meine ich gerade nicht. Dein Urteil hier wird vom vorherrschenden Zeitgeist getrübt, der eben dieser Beliebigkeit huldigt.

      Wenn man aus „jeder denkt an sich“ folgert, „nur ich an mich“, dann sprengt man den Rahmen natürlich in Hinsicht auf sich selbst alleine, bleibt aber dennoch im vorgegebenen Rahmen. Das ist natürlich besser als sich vor einen fremden Karren spannen zu lassen, aber es kommt halt kein kooperativer Mehrwert dabei rum, wenn das Miteinander zu einem Nullsummenspiel wird. Spielt man auf diesen Mehrwert, wenn es nichts bringen wird, ist man freilich ganz daneben. Dann doch besser nach seinem eigenen Vorteil sehen.

      „Um den Feminismus zu besiegen müssen die Männer erst sich selbst besiegen, davon bin ich absolut überzeugt.“

      Ich denke nicht, dass es dabei auf die Männer ankommt. Ganz einfach, weil sie nicht die wirkliche Zielgruppe des Feminismus sind. Das sind Frauen.

      • Ich denke nicht, dass es dabei auf die Männer ankommt.

        Doch. Wie ja schon öfters festgestellt, besteht Feminismus daraus, Forderungen an Männer zu stellen. Auch auf andere Frauen wirkt das vor allem insoweit, als denen Vorbilder und Anleitungen gegeben werden, was und wie man von Männern fordern kann.
        Wenn jetzt (fast) alle Männer aufhören würden, feministische Forderungen ernst zu nehmen, der Feminismus wäre binnen kurzer Zeit vorbei.

        • @Ih

          Feminismus stellt zuallererst mal diese Forderung an Frauen: tritt mir bei, glaub an mich – ich vertrete deine Interessen. Tust du das nicht, verrätst du diese.
          Die Forderungen an die Männer sind völlig sekundär.

          „auf andere Frauen wirkt das vor allem insoweit, als denen Vorbilder und Anleitungen gegeben werden, was und wie man von Männern fordern kann.“

          Ich sag doch: Feminismus stellt sich als die einzige und wahre Interessenvertretung der Frauen hin.

          „Wenn jetzt (fast) alle Männer aufhören würden, feministische Forderungen ernst zu nehmen, der Feminismus wäre binnen kurzer Zeit vorbei.“

          Auf gar keinen Fall, der Feminismus hat es nicht mal nötig, aus Männern etwas herauszupressen.
          Zwar werden die Männer als „das Andere“ gebraucht, um sich als besser hinzustellen, aber das bedarf keiner realen Männer, sondern nur einer Vorstellung von „Männlichkeit“.

          Der Feminismus wird dann am Ende sein, wenn er unter Frauen keinen Nachwuchs mehr rekrutieren kann. Und wenn eine kritische Masse an Frauen verstanden haben wird, dass Feminismus eine selbstbezügliche Ideologie ist, die denen, die an sie glauben, nur schadet und sie zurückhält.

        • Feminismus stellt zuallererst mal diese Forderung an Frauen: tritt mir bei, glaub an mich – ich vertrete deine Interessen.

          Auch der Anspruch der Vereinigung von Frauen hat vor allem den Sinn, Feminismus als eine Sache aller Frauen darzustellen, damit Männer das ernster nehmen. Wenn Männer einfach sagen könnten „Mit Feministinnen und ihren Forderungen will ich nichts zu tun haben, ich halte mich lieber an die vernünftigen Frauen“, wäre Feminismus auch wieder wirkungslos.

          Aber wenn Du meinst, Feminismus sei für Frauen: Was außer weiblicher Geschlossenheit will der Feminismus denn von Frauen? Ich dachte, da gilt für Frauen „anything goes“?

        • „Und wenn eine kritische Masse an Frauen verstanden haben wird, dass Feminismus eine selbstbezügliche Ideologie ist, die denen, die an sie glauben, nur schadet und sie zurückhält.“

          Feminismus kann Frauen aber nur über den Umweg über Männer schaden. Rein für sich genommen schadet Feminimus Frauen kein Stück, sondern stattet sie aus mit

          a) Wahlmöglichkeiten
          b) Definitionsmacht
          c) Schutztstatus
          d) gesellschaftlichen und rechtlichen Privilegien

          Da es aber nur zwei Geschlechter gibt, funktionieren Privilegien für ein Geschlecht nur über die Duldung durch das andere.

        • „Was außer weiblicher Geschlossenheit will der Feminismus denn von Frauen? Ich dachte, da gilt für Frauen „anything goes“?“

          Es ist gar nicht mal die „Geschlossenheit“. Die böte auch jeder Club oder Verein. Es ist das Gefühl der Exklusivität zum auserwählten Geschlecht zu gehören, was der Feminismus verkauft. Um den Preis der Abwertung der anderen, auch der nicht eingeweihten Frauen, die ja den „Sexismus verinnerlicht“ hätten.

          „Ich dachte, da gilt für Frauen „anything goes“?“

          Das bedeutet im Grunde doch nur, dass die Höherwertigkeit überall und immer nachzuweisen ist, eine Ermunterung die Ideologie in allen kleinsten Kleinigkeiten des Lebens zu erblicken und auszuschmücken. Der leichteste Weg geht natürlich über die Abwertung (-> heute in der U-Bahn hat sich wieder so ein Macker breitgemacht …..-> Frauen müssen ihren Platz in der U-Bahn erobern …. -> am besten alles Frauenplätze draus machen).

          @adrian
          „Rein für sich genommen schadet Feminimus Frauen kein Stück“

          Doch, ein Überlegenheitskult mit Paranoia lähmt und zerstört die kognitiven Fähigkeiten.
          Fragt sich dann, wie vorteilig die Privilegien dann sind. Die alleinerziehende Mutter wird kaum ihre Privilegiertheit als solche wahrnehmen, sondern vor allem, dass sie für kleines Geld verarscht worden ist (ist natürlich das „Patriarchat“ schuld und keineswegs etwa der feministische Sozialstaat.)

          „Da es aber nur zwei Geschlechter gibt, funktionieren Privilegien für ein Geschlecht nur über die Duldung durch das andere.“

          Die sehen das nicht. Kein Wunder, denn die Vorteile für die meisten Frauen sind auch nicht wirklich welche. Da kann man leicht mitmachen.

      • „Ich denke nicht, dass es dabei auf die Männer ankommt. Ganz einfach, weil sie nicht die wirkliche Zielgruppe des Feminismus sind. Das sind Frauen.“
        Männer sind für diese Frauen der Feind, die Projektion ihrer Ängste und Unsicherheiten. Wie der Jude für den Nazi der Feind ist. Michelle Friedmann hat einmal mit Horst Mahler (ein bekennender Judenhasser) ein Interview geführt wo er gefragt hat ob Mahler gerne selber ein Jude wäre. Die Antwort war sehr entlarvend.
        Ich glaube, dass viele Feministinnen selber gerne Männer wären weil sie tatsächlich glauben, dass wir so viele Privilegien haben, genauso wie Nazis glaubten, dass Juden so viele Privilegien haben aber sie übersehen, dass es sich weder bei den Männern noch bei den Juden um eine (wirtschaftlich) homogene Gruppe handelt.

        „Wenn jetzt (fast) alle Männer aufhören würden, feministische Forderungen ernst zu nehmen, der Feminismus wäre binnen kurzer Zeit vorbei.“
        Genauso sehe ich das auch.
        Der Feminismus ist wie eine Schimäre – wenn du nicht mehr daran glaubst, dann verschwindet er.

        • @PS

          Natürlich sind die Männer als imaginäres Feindbild wichtig, das in direkter Wechselwirkung mit der eigenen Grossartigkeit steht. Aber die realen Männer haben mit diesem imaginären Feindbild gar nichts zu tun, das ist davon völlig abgelöst und abgehoben.
          Daher können Männer auch durch ihr Handeln, egal ob zustimmend oder ablehnend, gar nichts ausrichten. Das ist vollkommen belanglos.
          Nur durch Überzeugungsarbeit, dass diese Weltanschauung ein totaler Bullshit ist, kann man hier weiterkommen.

        • „Der Feminismus ist wie eine Schimäre – wenn du nicht mehr daran glaubst, dann verschwindet er.“

          Eine gefährliche Einstellung. Wir werden alle dran glauben, der eine früher, der andere später.

          Spaß beiseite. Genau dieses Ignorieren ermöglicht es dem Feminismus, sich wie Mehltau über die gesamte Gesellschaft zu legen.
          Als ich noch richtig aktiv im Väterverein war, war ich immer wieder erstaunt, wie naiv junge Männer jeden Bildungsstands Kinder in die Welt setzten und im Glauben an den Rechtsstaat auch davon überzeugt waren, dass sie sie mit aufziehen könnten, notfalls auch gegen den Widerstand der Mutter.
          Bis Ende des vorigen Jahrzehnts konnte der Feminismus die alleinerziehende Mutter als familiale Norm derart etablieren, dass sie sowohl politisch, als auch juristisch prägend war – und immer noch verbreitet ist.

          Und wie war das nochmal mit der GPG und dem Gesetz zum Recht auf Einsicht in die Einkünfte der Kollegen? Auch eine Chimäre?
          Feminismus ist eine Religion, basierend auf einen nichtexistenten Gott, der aber mit Sicherheit nicht verschwindet, wenn man an ihn nicht glaubt.

        • @Carnofis:

          Für den Einzelnen funktioniert ignorieren natürlich nur eingeschränkt, so lange alle anderen Feminismus wichtig nehmen. Die von Dir beschriebenen Wirkungen basieren darauf, dass viele Männer Feminismus ernst nehmen und den Forderungen Folge leisten (wollen). Wenn aber ein Großteil der Männer das nicht täte, sähe es anders aus.

          Die umgekehrte Entwicklung kann man ja historisch nachvollziehen: Früher haben viele Männer Feministinnen ganz offen als „verbiesterte Lesbierinnen“ oder was weiß ich was angesehen und nicht ernst genommen. Und dann hatte der Feminismus auch nur begrenzte Wirkung. Erst mit dem Ernstnehmen durch weite Teile der Gesellschaft hat sich das geändert.

        • @Carnofis
          „Und wie war das nochmal mit der GPG und dem Gesetz zum Recht auf Einsicht in die Einkünfte der Kollegen? Auch eine Chimäre?“
          Sollen sie doch die Einsicht bekommen – jeder weiß, dass es sich um ein aktionistisches Gesetz handelt das nix ändert. Das einzige was passiert ist ein erhöhter Bürokratieaufwand der dadurch entsteht aber sonst wird wenig passieren.
          Ich bin zwar inzwischen ein Kapitalist aber ich empfehle trotzdem einmal Marx zu lesen. Der Kapitalismus wird nirgends besser erklärt als im „Kapital“. Der Staat KANN gar nix ändern außer einen ein wenig zu ärgern. Wenn er den Unternehmen zu sehr auf den Sack geht werden 2 Dinge passieren:
          1. Die Unternehmen die sich das leisten können verschwinden aus Deutschland.
          2. Die Unternehmen die das nicht können verlieren im Wettbewerb gegen ausländische Unternehmen und gehen Pleite. Dagegen kann der Staat gar nix machen denn auch er ist nur ein Spieler in der kapitalistischen Konkurrenz.
          Deswegen bleibt es bei Symbolpolitik denn den Feminismus kann sich die Regierung als Luxusprodukt nur leisten wenn das Unternehmen Staat läuft. Sobald der Motor zu stottern beginnt interessiert das kein Schwein mehr. Guck einfach mal nach Griechenland oder Portugal – da kräht kein Hahn nach dem Feminismus, im Gegenteil. Die Frauen verkaufen sich da für 5 € auf dem Straßenstrich, die Prostitution ist in Athen seit Beginn der Krise um 1600% gestiegen.

        • „Früher haben viele Männer Feministinnen ganz offen als „verbiesterte Lesbierinnen“ oder was weiß ich was angesehen und nicht ernst genommen. Und dann hatte der Feminismus auch nur begrenzte Wirkung. Erst mit dem Ernstnehmen durch weite Teile der Gesellschaft hat sich das geändert.“

          Sehe ich auch so. Alles, was der Feminismus in der Vergangenheit „erkämpft“ hat, beruht wesentlich darauf, dass Männer sich der betreffenden Position angeschlossen haben. Und die heutige Macht des Feminismus wäre undenkbar ohne die große Zahl an Männern, die ihn fördern oder zumindest wohlwollend gewähren lassen.

        • „Die Frauen verkaufen sich da für 5 € auf dem Straßenstrich, die Prostitution ist in Athen seit Beginn der Krise um 1600% gestiegen.“

          Kommt auch durch die Einwanderung und ist auch hier schon angekommen. Je mehr es machen, desto mehr drückt es den Preis.
          http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/manche-freier-zahlen-nur-fuenf-euro-id8705446.html

          Das Problem sollen übrigens Männer in Gestalt von Dealern in Wien auch haben
          http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/5000083/Wie-Dealer-den-offentlichen-Raum-eroberten

        • „Die von Dir beschriebenen Wirkungen basieren darauf, dass viele Männer Feminismus ernst nehmen und den Forderungen Folge leisten (wollen).“

          „Viele“ ist ein sehr flexibler Wert. Prozentual ist der Anteil der aktiven überzeugten Feministen beiderlei Geschlechts lächerlich klein. Dass der Feminismus sich in der gesamten Gesellschaft an allen Stellen festsetzen konnte, liegt weit weniger daran, dass ihn „viele“ ernst nehmen, als dass sein Wirken 95% der Gesellschaft schlicht egal ist. Ohne eigene Betroffenheit kein Widerstand. Das ist genau die gleiche Dynamik, wie mit den Nazis im 3. Reich.

          „Alles, was der Feminismus in der Vergangenheit „erkämpft“ hat, beruht wesentlich darauf, dass Männer sich der betreffenden Position angeschlossen haben.“

          Das ist die gleiche Fehleinschätzung, wie die von lh.
          Die Entwicklung wäre nicht anders verlaufen, wenn sich definitiv kein einziger Mann Deutschlands den Positionen angeschlossen hätte.
          Einzig relevant ist hier der fehlende Widerstand gegen eine totalitäre Ideologie.
          Und wegen dieses fehlenden Widerstands gelingt es wenigen hundert Verrückten, eine Gesellschaft von 80 Mio in den Gleichschritt zu zwingen.

        • Es ist ja gar nicht nötig, dass alle Männer Feministen sind. Wenn sie nur feministische Forderungen irgendwie ernst nehmen, sie glauben, es könnte ein Gender-Pay-Gap und ein Problem mit sexueller Gewalt gegen Frauen geben, reicht das doch schon völlig um den feministischen Forderungen im gesellschaftlichen Diskurs zur Durchsetzung zu verhelfen. Der Bundestag hat z.B. die Sexualstrafrechtsreform einstimmig beschlossen. Das sind sicher nicht alles Feministen. Es reicht, dass sie anfällig für das feministische Narrativ von der Rape-Culture sind.

        • @Carnofis – „Die Entwicklung wäre nicht anders verlaufen, wenn sich definitiv kein einziger Mann Deutschlands den Positionen angeschlossen hätte.
          Einzig relevant ist hier der fehlende Widerstand gegen eine totalitäre Ideologie.

          Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Feministinnen in der Vergangenheit die großen gesetzlichen Veränderung hätten durchsetzen und ihren Diskurs etablieren können, wenn sie keine Unterstützung (mindestens in Form wohlwollender Duldung) durch Männer gehabt hätten.
          Seit der Feminismus es geschafft hatte, den Diskurs zu bestimmen, könnte nur noch aktiver Widerstand einen Untershcied machen, da stimme ich dir zu.

          „Dass der Feminismus sich in der gesamten Gesellschaft an allen Stellen festsetzen konnte, liegt weit weniger daran, dass ihn „viele“ ernst nehmen, als dass sein Wirken 95% der Gesellschaft schlicht egal ist.“

          Auch das funktioniert m.E. nur, weil die Masse der Bevölkerung, insbesondere auch die Männer, dem feministischen Narrativ grundsätzlich wohlwollend gegenübersteht.

        • „Es ist ja gar nicht nötig, dass alle Männer Feministen sind.“

          Es ist nicht nötig, dass auch nur EIN Mann Feminist ist.

          „Der Bundestag hat z.B. die Sexualstrafrechtsreform einstimmig beschlossen. Das sind sicher nicht alles Feministen. Es reicht, dass sie anfällig für das feministische Narrativ von der Rape-Culture sind.“

          Sie müssen nicht anfällig sein. Die Feministinnen sind die Bewegung, die am lautesten gesellschaftliche Veränderungen einfordert. Da mögen alle Bundestagsabgeordneten das dumpfe Gefühl haben, dass der weibliche Opferkult unehrlich ist, aber wenn sich keine Gegenmeinung meldet, dann haben die Gendas leichtes Spiel.
          Besonders weibliche Abgeordnete sind vermutlich auch schlicht so leichtgläubig, wie ihre Geschlechtsgenossinnen auf der Straße und glauben tatsächlich, dass jede 3. Frau von ihrem Partner/Ehemann zusammgeschlagen wird.

          „Auch das funktioniert m.E. nur, weil die Masse der Bevölkerung, insbesondere auch die Männer, dem feministischen Narrativ grundsätzlich wohlwollend gegenübersteht.“

          Ich wiederhole: es ist irrelevant, ob die Männer dem feministischen Narrativ wohlwollend oder desinteressiert gegenüber stehen. Im Ergebnis ist es dasselbe.

          Gutes Beispiel zur Veranschaulichung ist der Brexit. Ein paar Extremisten, die von einer Rückkehr zum britischen Empire träumten, haben die öffentliche Diskussion geprägt.
          Die, die die Folgen des Brexits am ehesten und längsten zu tragen haben, die jungen Leute, waren jederzeit in der deutlichen Mehrheit für einen Verbleib GBs in der EU, haben aber das Treiben der Gegner mit Desinteresse verfolgt. So konnten diese ihre Agitation widerstandslos durchziehen und den Eindruck vermitteln, dass fast ganz GB hinter ihnen stünde.

          Das Ergebnis kennen wir ja nun.

          Die Totengräber der Demokratie sind nie ihre Gegner, sondern immer der der schweigende, desinteressierte Pöbel.

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