Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 12. Oktober 2016

Devin Faraci: Listen and believe TO THE MAX!

Dies ist ein Gastartikel von Dirk M Jürgens

Das Dogma „Listen and believe!“, das in manchen Kreisen der unangenehmeren Sorte Feministinnen gefordert wird, dürfte allgemein bekannt sein. Es soll Opfern von Sexualstraftaten helfen, Gehör zu finden, bringt aber das schlichte Problem mit sich, dem hohen rechtsstaatlichen Gut der Unschuldsvermutung zu widersprechen.

Wer sagt „Wir müssen den Opfern glauben!“, ignoriert, dass man erst einmal die Wahrheit kennen muss, um überhaupt zu wissen, wer das Opfer ist.

Soweit der allgemeine Fall. – Heute geht es aber um einen speziellen.

In der #trumptapes-Debatte um die Wanderschaften von Donald Trumps Händen (deren Größe ja schon einmal Wahlkampfthema war), äußerte auch Journalist Devin Faraci von der Website Birth.Movies.Death seinen Abscheu darüber.

Wenig verwunderlich, ist er doch als lautstarker Feminist bekannt und dafür, den Islamischen Staat eher zu achten, als GamerGate. Und man muss darüber hinaus ja nun wahrlich kein Feminist sein, um Trump zu verabscheuen.

Doch dann tauchte die Twitter-Userin spacecrone auf und sprach ihn darauf an, ob er sich noch daran erinnere, sie in ganz ähnlicher Art sexuell belästigt zu haben, wie man es Trump aktuell nachsagt:

„quick question: do you remember grabbing me by the pussy and bragging to our friends about it, telling them to smell your fingers?“

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Seine verblüffende Antwort:

„I do not remember this. I can only believe you and beg forgiveness for having been so vile.“

Ob er getan hat, was sie ihm vorwirft, wissen wir nicht. – Er weiß es ja selbst nicht.

Der schräge Punkt ist, dass er ihr aber mehr glaubt, als sich selbst.

Die Antwort „Oja, ich erinnere mich! War ich besoffen! Ich kann gar nicht sagen, wie leid es mir tut!“ hätte einen Flecken auf sein feministisches Image geworfen, aber Sinn gemacht. Die Antwort: „Davon weiß ich nichts!“, hätte zwar für Gerüchte gesorgt, aber Sinn gemacht.

Aber „Ich weiß nichts davon, aber es wird schon stimmen“? Das ist wahrlich bizarr!

Man muss ihm lassen, dass er zumindest konsequent ist und die Maßstäbe, die er vom hohen moralischen Ross propagiert, auch an sich selbst anwenden lässt. Er befolgt „Listen and believe!“ so blindlings und vollständig, dass er sich für Vergehen entschuldigt, von denen er nichts weiß. Man wünscht sich fast, als Experiment würden ihn jetzt weitere Frauen möglichst absurd und offensichtlich falsch beschuldigen (etwa, sein Übergriff habe gerade eben stattgefunden, obwohl sie am anderen Ende der Welt sind) um zu sehen, ob es auch bei ihm eine Grenze des Dogmas gibt, oder ob er es so verinnerlicht hat, dass er auch den Vorwurf, er habe den Raub der Sabinerinnen vor mehr als 2000 Jahren begangen, annimmt.

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Responses

  1. Wenn ihn eine Frau des Mordes oder Raubes beschuldigen würde, ob er dann auch einfach zur Polizei geht und sagt: Ich kann mich zwar an nichts erinnern, aber bitte sperren sie mich ein?

    Zumindest ist seine Haltung ja konsequent.

    Zeigt jedenfalls schön auf, zu welch absurden Konsequenzen das ganze führt.

  2. Offensichtlich gelogen.

    • Nicht unbedingt! Ein Bekannter, dem ich davon erzählte, hatte eine interessante, völlig andere Reaktion:
      „Heißt das, er hat schon so viele Frauen belästigt, dass er sich an einzelne nicht mehr erinnern kann?“

      Das wäre tatsächlich eine Erklärung.

      Auch den Punkt, dass es ihr erst jetzt einfällt, halte ich für so verdächtig nicht. Dass der Typ nun gerade ein solches Verhalten anprangert, wie er es ihr gegenüber an den Tag gelegt haben mag, könnte ein Tropfen sein, der das vor langer Zeit gefüllte Fass überlaufen ließ.

      (Und ich merke gerade, im letzten Satz des Artikels fehlt ein „annimmt“.)

      • @DMJ

        Kann wirklich sein. Übergriffigkeit, Sadismus und Machttrunkenheit scheinen unter SJW die Norm zu sein, jedenfalls in der Führungsschicht.

      • Ich würde 1:10 wetten, dass sich lügt. Das klingt unglaubwürdig und viel zu sehr nach feministischer Sexphantasie.

        • Die eine Erklärung schiesst die andere nicht mal aus!

          Kann auch gut sein, dass die Anklägerin schlcht lügt, denn sie weiss ja, dass sie sich´s erlauben kann.
          Der Faraci räumt das dann sofort ein, weil er soviele Mitkämpferinnen schon begrabbelt hat, dass diese eine durchaus dabei gewesen sein kann…

        • „“..Ich würde 1:10 wetten, dass sich lügt. Das klingt unglaubwürdig und viel zu sehr nach feministischer Sexphantasie.Ich würde 1:10 wetten, dass sich lügt. Das klingt unglaubwürdig und viel zu sehr nach feministischer Sexphantasie…““

          Sich als weibliches Opfer männlicher sexualisierter Gewalt zu outen – ob es nun wahr ist oder nicht spielt keine Rolle, den Opfern muss geglaubt werden – kann der erste Schritt zum feministischen Endziel sein: Die Realisierung eines parasitären Lebensentwurfs als Berufsfeministin. Hie und da ein Aufschrei, und schon springt die sogenannte „Qualitätspresse“ an und interviewt das Dummerchen. Idealtypisch dafür steht im deutschsprachigen Raum Anne Wizorek.

  3. „ich bin ein Mann und weiss daher nicht, was ich mach.“

    So überlässt man der berufeneren Seite jedes Urteil über die Realität und erklärt sich gleichzeitig als schuldunfähig. Bringt natürlich nix, denn der Mann ist schon schuldig, weil er Mann ist.

  4. Gestern war Umweltthemenabend bei arte. Unter anderem ging es neben Umweltaktivisten auch um die Blockupy Bewegung vor einigen Jahren.

    Gruselig! Ich habe das erste Mal Jazz-hands in Aktion gesehen, apathische Vorsinger-Chöre und unfassbar viel Sendungsbewusstsein und Gruppendenken.

    Das sind keine Demonstrationen mehr, das sind Gottesdienste. Völlig wahnhaft und sektiererisch. Getrieben von dem heiligen Glauben nur selbst als Besitzer der einzigen Wahrheit zu gelten. Und natürlich ist man gut. Man ist die einzige Gemeinschaft die gut ist. Und das fühlt sich toll an.

    Gruselig! Social Justice in Aktion. Daher ist dieser Twittertyp für mich auch kein Wunder. Um gut zu sein, damit die Endorphine ausgeschüttet werden, muss man eben auch manchmal sich selbst geißeln. Man ist in dieser Ideologie als Mann zwar das Schlechte auf der Welt, aber man spaltet diese Diffamierung ab, indem man doch selbst geläutert ist. Man ist einer von den Guten. Unf darum geht es. Sich gut fühlen. Das ist der Antrieb aller SJW. Gut fühlen, das Licht der Welt sein. Und gegen alle anderen, gegen die, die noch „educated“ werden müssen. Unfassbar egoistisch. Wie Milliardäre die auf einer Charity-Party 10.000 Euro spenden, und sich als das Gute inszenieren. Gleichzeitig aber Hungerlöhne in den Firmen zahlen.

    Darauf ein Jazz-hands: „hhhuhuuhuuuhuhuuu“

    • Deshalb muss ich immerfort schreiben:

      All Hail the Great Goddess Gaia!

    • Noch ein perfektes Beispiel für das „völkische“ bzw mystisch-kollektivistische Denken der Umweltbewegung, hier aus dem „Time“-Magazine gestern. Weil Unternehmen jetzt natürliche Personen sein sollen (auch ein völliges Unding), sollte es auch „die Natur“ sein:

      follow the links.

  5. Wir hatten doch kürzlich über „Sünde“ im Feminismus diskutiert im Zusammenhang mit Christentum und Stalinismus.

    Kann man diesen Mann nicht in diesem Zusammenhang als typischen Fall eines durch sein Geschlecht privilegierten Sünders betrachten, der seine Sünden nicht loswerden kann?

    Der dabei wirksame Mechanismus nennt sich in der Psychoanalyse „Identifikation mit dem Angreifer“.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Identifikation_mit_dem_Aggressor

    „Die Person verinnerlicht und übernimmt dabei ohne ihr bewusstes Wissen und oft gegen ihren bewussten Willen Persönlichkeitseigenschaften, Werte und Verhaltensweisen des Aggressors und macht sie zu Anteilen ihres Selbst.“

    Genau das scheint mir hier vorzuliegen; die Möglichkeit, dass eine Frau ihn evtl. falsch beschuldigen könnte ist offenbar ausgeschlossen, also muss er der Schuldige sein.

    Ich halte zwar generell wenig von Psychoanalyse, aber dies erscheint mir hier recht treffend.

  6. @Christian

    Du schreibst: „Wer sagt ‚Wir müssen den Opfern glauben!‘, ignoriert, dass man erst einmal die Wahrheit kennen muss, um überhaupt zu wissen, wer das Opfer ist.“

    Das ist m.E. der wichtigste Punkt: Die Unschuldsvermutung gegenüber einem mutmasslichen Täter, der ev. de facto auch ein Opfer sein könnte, weil das mutmassliche Opfer ev. überhaupt kein Opfer ist und ev. sogar de facto ein Täter. Die Formel ist deshalb vollständig falsch, wenn man sagt, man müsse dem Opfer unbedingt glauben. Richtig wäre m.E. folgende Formel: Man soll den mussmasslichen Täter und das mutmassliche Opfer ernst nehmen und immer auch in Rechnung stellen, dass die Konstellationen gerade umgekehrt sein könnten oder sonst wie ganz anders, als es der erste Anschein macht.

  7. Und btw.: In This Week in Stupid sieht man das ganze peinliche Trump-Video . Trump hat gar nicht einer Frau an die Pussy gefasst oder behauptet das er einer Frau an die Pussy gefasst hat, sondern er sagt, das man als Star einer Frau an die Pussy fassen kann.

    Aber das ist heute ja anscheinend kein Unterschied mehr.

    • Der Witz ist ja, dass er damit Recht hat. Aber das zu erwähnen it auch nicht mehr pc.

      • Es fehlt noch das wesentlichste Merkmal, nämlich, dass sich ein Statushoher Mann (bislang) so ein Verhalten leisten konnte, weil die Frauen meist nicht wissen, wie sie reagieren sollen.
        Das ist schon generell schwierig, je höher ein Mann in der Nahrungskette steht, desto machtloser sind seine Opfer.

        Eins meiner Lieblingsbeispiele:
        Jacob Zuma, der vom Verdacht der Vergewaltigung freigesprochen wurde, u.a. weil er kein Kondom benutzte – wohlwissend, dass die Frau HIV-positiv war (laut ihm reiche es, wenn man anschließend duscht um die Gefahr einzudämmen). Außerdem trug sie einen kurzen Rock, was ihmzufolge ihre Paarungsbereitschaft bewies.

        Ja, ich weiß. Ist schon ne Dekade her oder so.

        Wir dürfen hoffen, dass diese Epoche der Menschenheitsgeschichte sich dem Ende nähert.

        • Ach Semikolon. Frauen stehen auf statushohe Männer weil die ein guter Indikator für Durchsetzungsvermögen und Ressourcen sind. Was sich bei der Aufzucht von Kindern positiv auf deren Überlebenschamcen auswirkt.

        • „je höher ein Mann in der Nahrungskette steht, desto machtloser sind seine Opfer.“

          Könnte es nicht sein, dass die Frauen sich davon auch Vorteile versprechen?

        • @ El_Mocho
          Das könnte nicht nur so sein, es ist so.

        • Das Opfer von Zuma meint ihr?
          (mutmaßlich spar ich mir in diesem Fall)

        • Du sprachst doch wohl von statushohen Männern im allgemeinen, oder?

          ich dachte schon eher an das Opfer von Trump. In Afrika haben Frauen nicht die Möglichkeiten, die sie in westlichen Gesellschaften haben.

        • @Semikolon
          „Es fehlt noch das wesentlichste Merkmal, nämlich, dass sich ein Statushoher Mann (bislang) so ein Verhalten leisten konnte, weil die Frauen meist nicht wissen, wie sie reagieren sollen.“

          Weshalb sollte eine Frau nicht wissen, wie sie bei einem sexuellen Übergriff reagieren soll, wenn es sich um einen statushohen Mann handelt? Das begreife ich nicht.

          Und was hat das Beispiel von Jacob Zuma mit Trump zu tun, welchen Matze thematisiert? Ich sehe den Zusammenhang zu Matzes Posting nicht, auf das Du dich explizit beziehst.

          Trump hat ja niemanden vergewaltigt, und hat das wohl auch gar nicht nötig. Er weiss, dass er bei einer Zurückweisung der einen Frau an der nächsten Ecke bereits die nächste willige Frau findet, die sich seine dreiste Anmache gefallen lässt, und es vielleicht sogar darauf anlegt, damit sie selbst einen Vorteil daraus ziehen kann. Männer wie Trump pflegen normalerweise recht generös zu sein.

          Im Grunde genommen hat Trump genau diese simple Tatsache im Video thematisiert, dass es den speziellen Typ Frau des Golddiggers gibt, der sich den Stars zwecks eigener Vorteilsnahme an den Hals wirft. Dass es auch andere Frauentypen gibt, ändert daran nichts. Deswegen ist auch nichts Frauenverachtendes an seinen Äusserungen, selbst wenn man seine Protzerei durchaus widerwärtig finden kann. Wem der Golddigger-Schuh passt, der möge ihn sich anziehen; und der grosse Rest der Frauen lässt es halt bleiben.

        • „Weshalb sollte eine Frau nicht wissen, wie sie bei einem sexuellen Übergriff reagieren soll, wenn es sich um einen statushohen Mann handelt?“

          Du bist sowieso schon überfahren von der Situation und dazu kommt, dass solche Leute meist nicht bloß über viel Geld verfügen können (um Menschen zu schmieren, teure Anwälte zu kaufen etc.), sondern auch persönliche Freundschaften zu anderen wichtigen Funktionsträgern unterhalten.

          Es ist besser geworden, will ich ja gar nicht in Abrede stellen.

          „Trump hat ja niemanden vergewaltigt, und hat das wohl auch gar nicht nötig. Er weiss, dass er bei einer Zurückweisung der einen Frau an der nächsten Ecke bereits die nächste willige Frau findet, die sich seine dreiste Anmache gefallen lässt“

          Ich glaub ja gar nicht, dass Trump (noch) sonderlich sexuell aktiv ist bzw. sein wollte. Das ist ein Aufschäumer, der angeben wollte.
          Ist halt blöd, dass er sich das nichtmal als (mit Melania) Frischverheirateter verkneifen konnte, das hat sie ihm wohl auch übel genommen jetzt. Sie hat er übrigens auch deutlich anders angesprochen, nix grab her by her pussy; mehr: call me maybe (er hatte nach ihrer Nummer gefragt, die sie aber verweigerte. Stattdessen verlangte sie seine und war neugierig, welche sie kriegt)

          Wenn Du ihn Dir als einfachen Arbeiter vorstellen kannst, ist das bestimmt kein übler Mensch, an und für sich.

        • @Semikolon
          Tut mir leid, ich verstehe es immer noch nicht. Wenn ich eine Frau wäre, ein Mann mich anmacht und ich nichts von ihm wissen will, dann würde ich aus einem blossen Impuls heraus schon ’nein‘ sagen. All die Überlegungen über sein Vermögen, seine Macht und seinen Einfluss, und dass er mich hinterher damit unglaubwürdig machen könnte, würde ich gar nicht erst anstellen. Vielleicht schätze ich da aber die weibliche Psyche falsch ein.

          Typen wie Trump würde man jedenfalls mit einem bestimmten ’nein‘ begleitet von einer abweisenden Haltung mit hoher Wahrscheinlichkeit von weiteren Avancen abhalten. Allerdings würde ich hinterher mit der erteilten Abfuhr auch nicht hausieren gehen. Er hat’s probiert, ist abgeblitzt und Schwamm drüber. Diskretion erspart ihm den Gesichtsverlust und einem selbst unnötigen Ärger. Solche Situationen kommen ohnehin täglich millionenfach vor. Nichts, worüber man sich aufregen sollte.

        • „Typen wie Trump würde man jedenfalls mit einem bestimmten ’nein‘ begleitet von einer abweisenden Haltung mit hoher Wahrscheinlichkeit von weiteren Avancen abhalten.“

          Glaube ich ehrlich gesagt in Bezug auf dieses Individuum (im Vollbesitz seiner „geistigen Kräfte“) auch. Hat er ja selbst auch zugeben (I tried to f*ck her … she was married).

          „All die Überlegungen über sein Vermögen, seine Macht und seinen Einfluss, und dass er mich hinterher damit unglaubwürdig machen könnte, würde ich gar nicht erst anstellen.“

          Nein, nicht in der Situation. Erst wenn es darum geht, wie Du damit umgehst.

          „Solche Situationen kommen ohnehin täglich millionenfach vor. Nichts, worüber man sich aufregen sollte.“

          Es ist Nichts, was man verschweigen müssen sollte.

  8. Der Twitter-Dialog ist tatsächlich ein sehr schönes Beispiel für die Unsinnigkeit der Listen-and-Believe-Haltung.

    Wenn er ihr tatsächlich glaubt, dann ist die Situation damit ja nicht erledigt. Dann müsste er ja zumindest erklären, wie er dazu gekommen ist, so etwas zu tun – und wie es sein kann, dass er sich daran nicht erinnert. Einer Frau in der Bar in die Hose zu greifen und den Finger in ihre Vagina zu stecken, ist ja eigentlich keine ganz alltägliche Handlung – daran müsste sich ein Mensch eigentlich erinnern. Sturzbesoffen gewesen zu sein ist jedenfalls keine ausreichende Erklärung. Es liegt zumindest nahe, dass auch heftige Übergriffigkeiten für Faraci etwas recht Normales sind – so dass er auf die Unterstellung mit einem ausweichenden „Joa, kann schon sein“ reagiert.

    Die andere Möglichkeit: Er erinnert sich nicht, weil ihre Erzählung einfach nicht stimmt. Das zumindest war meine erste Reaktion darauf. Wie sollte es möglich sein, an einem öffentlichen Ort einem anderen Menschen, der das nicht will, tief in die Hose zu greifen? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Damit liege ich allerdings womöglich daneben – mit ein wenig Übung mag es sein, dass jemand so etwas hinbekommt. Jedenfalls ist in diesem Fall die Unterstellung so gravierend, dass es nicht nachvollziehbar ist, sie einfach stehen zu lassen und sich gar für sie zu entschuldigen – wenn Faraci denn nichts getan hat. Immerhin geht es hier um strafbares Verhalten.

    Ob er ihr also glaubt, oder ob er ihr nicht glaubt: Eigentlich kann Faraci darauf nicht so reagieren, wie er es tut. Was hier fehlt, ist offenbar die Überzeugung, dass ihre Aussage Relevanz im Hinblick auf eine GEMEINSAME Wirklichkeit hat, die für beide relevant ist. Jeder hat halt so seine Perspektive – sie berichtet von einem heftigen sexuellen Übergriff, er meint, sich an nichts zu erinnern, entschuldigt sich aber schonmal prophylaktisch. Als ob damit dann erstmal alles okay wäre.

    Ist es aber eben nicht. Da beide in einer gemeinsamen Welt leben und nicht einfach nur in ihren jeweiligen Perspektiven, müsste die Situation eigentlich geklärt werden – denn die Vorwürfe sind zu gravierend, um sie einfach nonchalant stehen zu lassen. Es ist eben diese Überzeugung, dass sich Äußerungen auf eine gemeinsame Wirklichkeit beziehen, die in der Listen-and-Believe-Haltung abhanden kommt.

    • „die Unterstellung so gravierend, dass es nicht nachvollziehbar ist, sie einfach stehen zu lassen und sich gar für sie zu entschuldigen – wenn Faraci denn nichts getan hat. Immerhin geht es hier um strafbares Verhalten.“

      Ich vermute, er hat mehr Angst vor den Problemen, die es ihm bringen würde, wenn er die Richtigkeit der Anschuldigung eines „Opfers“ bezweifelt. In den betreffenden Kreisen ist diese Verfehlung wahrscheinlich gravierender als ein tatsächlicher Übergriff.

      • „Ich vermute, er hat mehr Angst vor den Problemen, die es ihm bringen würde, wenn er die Richtigkeit der Anschuldigung eines „Opfers“ bezweifelt. In den betreffenden Kreisen ist diese Verfehlung wahrscheinlich gravierender als ein tatsächlicher Übergriff.“

        Da ist es ein hübscher Mittelweg. Zu sagen, dass man sich nicht erinnert, aber es glaubt, ist letztendlich das schwächste Eingeständnis, dass man machen kann und suggeriert, dass man zu dem Zeitpunkt nicht verantwortlich war.
        Wenn er jetzt noch was schreibt im Sinne von „ich trinke nie wieder alkohol, weil dann meine toxische Männlichkeit durchkommt und kasteie mich, bis ich sie überwunden habe, woran ich hart arbeite“ könnte er darauf aufbauen.

        Wenn es nicht so falsch wäre, dann wäre es als Experiment interessant:

        Ein anonymer Artikel indem eine anonyme Frau aus der feministischen Szene alle möglichen hohen Feministen (Männer und Frauen) der sexuellen Übergriffigkeit beschuldigt, auf größeren feministischen Events an denen sie teilgenommen haben. Es wäre interessant, wie viele den obigen Weg wählen und wie viele den weg des bestreitens und wie sich das auf die Szene auswirkt

        • Ja, das wäre tatsächlich ein höchst interessantes Experiment.

          Würde mich übrigens auch nicht wundern, wenn @spacecrone letztlich genau dieses Experiment, wenn auch nur im Einzelfall, durchführt, einfach mal Faraci etwas unterstellt und schaut, wie er es mit Listen and Believe hält, wenn er selbst betroffen ist. Ist bekannt, ob @spacecrone ein authentischer Account ist?

    • Sowas wie eine „gemeinsame Wirklichkeit“ gibt es für diese Leute ja nicht. Die einzig objektive Realität ist die des Opfers.

      • Aber nur wenn das Opfer das korrekte Geschlecht, die korrekte Hautfarbe und die korrekte Gesinnung hat.

        • Wenn das Opfer nicht das korrekte Geschlecht und die korrekte Hautfarbe hat, ist es kein Opfer, sondern Täter. Ist doch logisch.

      • „Die einzig objektive Realität ist die des Opfers.“

        Und das steht von vorneherein fest, wer das Opfer ist. Das ist die Quintessenz aller Identitätspolitik: Zuweisung eines bestimmten Opferstatus´ und damit untrennbar einhergehend die moralische Rechtfertigung Täter mit dem allerbesten Gewissen sein zu dürfen.
        Der grösstmögliche moralische Doppelstandard ist von Anfang an vorgegeben. Jede Lüge ist gerechtfertigt, wenn sie sich als „Erfahrung“ ausgibt. Daher ist es vollkommen unangemessen, heute noch irgendetwas zu glauben was auf anekdotischer Evidenz beruht.

        • „Und das steht von vorneherein fest, wer das Opfer ist. Das ist die Quintessenz aller Identitätspolitik: Zuweisung eines bestimmten Opferstatus“

          Deswegen sind für insbesondere Maskus wohl auch immer Alle männlichen Beschuldigten arme Opfer irrer Attention-Whores.
          Wolltest Du implizieren, ne?

        • Wenn die männlichen Beschuldigten von ordentlichen Gerichten frei gesprochen werden, spricht schon einiges dafür.

        • @semi
          „Deswegen sind für insbesondere Maskus wohl auch immer Alle männlichen Beschuldigten arme Opfer irrer Attention-Whores.
          Wolltest Du implizieren, ne?“

          Fakt ist ja, dass alle grossaufgemachten Fälle sich regelmässig als vollkommen konstruiert herausstellen.

          Ich denke, deinesgleichen macht das mit bewusstem Vorsatz so. Nichts beweist absolute Macht so sehr, als wenn man einen Unschuldigen anklagt und damit durchkommt. Denn die Femis wollen ja keine Gerechtigkeit, sondern nur die reine Macht ausüben. Und letzteres nennen sie perfiderweise „Soziale Gerechtigkeit“.

        • „Denn die Femis wollen ja keine Gerechtigkeit, sondern nur die reine Macht ausüben. Und letzteres nennen sie perfiderweise „Soziale Gerechtigkeit“.“

          Oder „gefühlte Gerechtigkeit“. Für eine Frau steht die subjektive Wahrheit gleichwertig neben der objektiven Wahrheit.
          Wenn sie also GLAUBT, vergewaltigt worden zu sein, dann ist das ebenso ernst zu nehmen, als wäre die Tat objektiv bewiesen worden.
          Eine Frau würde ja nie nicht einen Mann nur aus reiner Niedertracht beschuldigen.
          So, wie eine Mutter den nichtehelichen Vater niemals aus niederen Gründen von der elterlichen Sorge ausschließen würde, sondern nur getrieben von der Sorge um das Kindeswohl (Urteilsbegründung des BVerfG von 2003).

        • „Für eine Frau steht die subjektive Wahrheit gleichwertig neben der objektiven Wahrheit.“

          Meinst du, das ist frauenspezifisch, @carnofis?

        • „Für eine Frau steht die subjektive Wahrheit gleichwertig neben der objektiven Wahrheit.“

          Ich denke, das ist tendenziell richtig. Männer sind objektiver, Frauen emotional-subjektiver. Bei einigen ist die subjektive Wahrheit natürlich einiges über der objektiven Wahrheit.

        • @ Alex

          „Meinst du, das ist frauenspezifisch,…“

          Von der Tendenz her auf jeden Fall.

          Aber auch ein Zitat irgendeiner Feministin – ich meine, im Zusammenhang mit einer dieser Vergewaltigungsprozesse, Kachelmann DLL, …
          Und hat nicht auch in dem Zusammenhang irgendein OLG was vom „subjektiven Gefühl, vergewaltigt worden zu sein“, also so ne Art Autosuggestion, geschwafelt?

        • Sowas kommt immer von der Seite der Verteidigung, meist über Gutachter eingebracht. Sehr bedauerlich, wenn auch Richter solche Floskeln übernehmen.

          Zu Deiner „Tendenz“: label Subjektivität einfach statt Frauenspezifisch als „weiblich“ und scheue Dich nicht, beliebig viele Männer (insbesondere die geschätzten Mitkommentatoren hier) auch so zu nennen. Das hat schließlich Tradition, ist also allen verständlich, inklusive mir.

          gez.
          die mit dicksten Eiern der ganzen Veranstaltung
          ^^

        • Klar, wenn ich mich umschaue finde ich Eure Ansicht voll bestätigt: es sind typischerweise Frauen, die im Subjektivismus schwelgen und nicht mal eine vage Idee von Objektivität zu haben scheinen.

          Die spannende Frage ist nur: woher kommt das? Ist das „natürlich“, wie so manche versichern oder ist es „nur“ gesellschaftliche Konditionierung?

          Natürlich wird auch Objektivität „erlernt“ bzw erarbeitet. Und hier habe ich nicht den Eindruck, dass Frauen in ihrer diesbezüglichen Bereitschaft, das zu kapieren, schlechter wären als Männer und so komm ich dazu, auch den Subjektivismus als erlernt anzusehen.

          Ist halt die alte Geschlechterrolle der Frau, die vom Feminismus sogar noch vertieft worden ist.
          Man merkt das auch daran, dass irrationale Frauen typischerweise auch wohlfeile Sprüche aus dem Feminismus entlehnt drauf haben…

        • Hahahaha… das klingelte es:
          im Fall Gina Lisa benutzte auch ich anfangs sehr schwammige Formulierungen. Ich bitte darum mir das nachzusehen.
          In der Regel festigt sich eine Ansicht erst mit zunehmenden Wissensstand. Sollte jedenfalls so sein.

        • „Zu Deiner „Tendenz“: label Subjektivität einfach statt Frauenspezifisch als „weiblich“ und scheue Dich nicht, beliebig viele Männer (insbesondere die geschätzten Mitkommentatoren hier) auch so zu nennen.“

          Dass wir alle mehr oder weniger subjektiv sind, ist von mir unbestritten. Objektivität ist ein sehr seltener Grenzfall, kaum außerhalb der Mathematik anzutreffen.
          Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Männern und Frauen (auch immer nur als Tendenz zu betrachten): Frauen verlangen oft, dass man ihre subjektiven Eindrücke als objektiv anerkennt. Das kommt bei Männern seltener vor. Erst recht, wenn der Tatbestand ganz offensichtlich klar gegen die Meinung steht.

        • „Frauen verlangen oft, dass man ihre subjektiven Eindrücke als objektiv anerkennt. Das kommt bei Männern seltener vor.“

          Ich habe laut aufgelacht!

        • (das ist erwähnenswert, weil das womöglich das Erste Mal war in den Jahren hier, war also echt ein Guter! Ich lache tatsächlich immernoch)

        • „es sind typischerweise Frauen, die im Subjektivismus schwelgen und nicht mal eine vage Idee von Objektivität zu haben scheinen.“

          Mit solchen Aussagen bin ich lieber vorsichtig. Es gibt eben unterschiedliche Wahrnehmungen von Objektivität.
          Mein Lieblingsbeispiel: Mondfinsternis.
          Objektiv wird von zwei Personen beobachtet, wie der Mond von irgendwas abgedeckt wird.
          Der eine sagt: „Der Mars schiebt sich zwischen Erde und Mond“, weil für ihn der Mond eine (ganz offensichtlich) selbstleuchtende Lichtquelle ist, also irgendwas oder irgendwer ihn abdecken muss.
          Der andere sagt: „Der Mond wird von der Erde abgeschattet“.

          Also – intuitiv würde ich eher dem ersten recht geben, weil sie meinem Gefühl weit eher entspricht.

          Beide argumentieren durchaus objektiv, wenn auch auf Basis subjektiver Wahrnehmungen.

          Beim Feminismus – als institutionalisierte Ausformung weiblicher Wirklichkeitswahrnehmung – wird verlangt, den Mars zwischen Erde und Mond auch dann als Faktum zu akzeptieren, wenn ALLE wissenschaftlichen und sonstigen Erkenntnisse dem widersprechen.
          Und zwar nur deshalb, weil er einer weiblichen Vorstellung entspricht.

        • „Ich habe laut aufgelacht!“

          Na, immerhin hab ich Dir ein paar heitere Minuten verschafft 😀
          Ist ja auch was.

        • Gib doch mal ein Beispiel für das Geschwurbel aus dem letzten Absatz. So ist das nur BlaBla.

        • „Gib doch mal ein Beispiel für das Geschwurbel aus dem letzten Absatz.“

          Kein Problem: nimm die gerade diskutierte GPG.
          Es gibt keine einzige(!) seriöse Studie, die die 23% Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen bestätigt.
          Trotzdem wird sie von den Feministas unverdrossen weiterhin aufrecht gehalten.

          Nehmen wir häusliche Gewalt. Alle(!) seriösen Studien belegen eine statistische Gleichverteilung zwischen den Geschlechtern bei der Gewaltanwendung. Das hindert die Feministas nicht daran, weiter zu behaupten, Gewalt sei männlich, der Anteil der Frauen an häuslicher Gewalt so gering, dass er vernachlässigbar sei.

          Dann haben wir da noch den sexuellen Missbrauch von Kindern durch die eigenen Väter.
          Jeder 3. Vater missbraucht seine Kinder sexuell, wissen wir von den Feministas. Eine telefonische Anfrage des VAfK Euregio beim BKA(?) ergab, dass leibliche Väter so selten als Täter auftreten, dass sie statistisch gar nicht als eigene Tätergruppe geführt würden, sondern zusammen mit den anderen Lebensgefährten der Mutter und Stiefvätern. Die LG sind allerdings die größte Tätergruppe, so kann man mit diesem Taschenspielertrick trefflich Väter entsorgen.

          Allgemein zu weiblicher Doppeldenk: besonders junge Frauen empören sich medienwirksam über die gierigen Kapitalisten, die arme Frauen in Pakistan als Sklavinnen zu Hungerlöhnen Klamotten nähen lassen, bis die Fabrik einstürzt.
          Nach der Demo stürzen sie gleich in den nächsten Taco, Primark, …, um sich drei Jeans für 7,95 € zu kaufen, von denen sie zwei nach der Anprobe wegwerfen.

          Ähnlich bigott ist ihr Verhalten zu Bio-Lebensmitteln. Gemüse und Obst können gar nicht biologisch genug sein, aber als fertige Früchte sollen sie dann trotzdem eine makellose Teletubbie-Ästhetik bieten.

          Sie sind vegan bis in die Haarwurzel, aber die Tierliebe beschränkt sich auf alles, was ein puscheliges Fell und große dunkle Kulleraugen hat, hört also spätestens bei Spinnen und Kröten auf.

          Das sind Beispiele, die mir spontan in die Tasten fließen, es gibt bestimmt unzählige mehr.

        • So, wie eine Mutter den nichtehelichen Vater niemals aus niederen Gründen von der elterlichen Sorge ausschließen würde, sondern nur getrieben von der Sorge um das Kindeswohl (Urteilsbegründung des BVerfG von 2003).

          Interessant, hast Du dazu eine Quelle?

        • „nimm die gerade diskutierte GPG“

          Willst Du wirklich, dass ich mich daran erinnere, dass Du behauptet hast Leiharbeiter würden gleichbezahlt?

          „Nehmen wir häusliche Gewalt. Alle(!) seriösen Studien belegen eine statistische Gleichverteilung zwischen den Geschlechtern bei der Gewaltanwendung.“

          „Seriös“ wären für Dich dann womöglich Studien, die Schreien, andere „psychische Gewalt“ oder Schläge ohne Verletzungsfolgen gleichsetzen mit Handlungen, die professionelle, medizinische Nachsorge nötig werden lassen?

          Ich finde es jedenfalls sinniger, hier klar zu differenzieren.

          Und ja: das kann heißen, dass eine Frau einen Mann schlagen „darf“ und umgekehrt nicht. Weil dasselbe Verhalten aufgrund der biologischen Gegebenheiten/körperlichen Kräfteverhältnisse unterschiedliches bewirkt (bewirken kann), was auch Allen klar ist oder sein sollte.

          „Jeder 3. Vater missbraucht seine Kinder sexuell, wissen wir von den Feministas.“

          Namen? Mir ist diese Behauptung jedenfalls noch nicht begegnet, in all den Jahren nicht.

        • @ uepsilonniks

          Ja klar: BVerfG, 1 BvL 20/99 vom 29.1.2003

          Oben hab ich mich auf Absatz 70 bezogen:

          „Der Gesetzgeber durfte davon ausgehen, dass eine Mutter, gerade wenn sie mit dem Vater und dem Kind zusammenlebt, sich nur ausnahmsweise und nur dann dem Wunsch des Vaters nach einer gemeinsamen Sorge verweigert, wenn sie dafür schwerwiegende Gründe hat, die von der Wahrung des Kindeswohls getragen werden, dass sie also die Möglichkeit der Verweigerung einer Sorgeerklärung nicht etwa als Machtposition gegenüber dem Vater missbraucht.“

          Wenn Du das Urteil lesen willst, empfehle ich eine Flasche Wodka und ne Schachtel Beruhigungspillen.

          Möchtest Du noch einen Absatz haben?

          Wie wäre es mit „Bei Vätern nichtehelicher Kinder wie bei Vätern ehelicher Kinder wird die gemeinsame Sorgetragung mit der Mutter an deren Einwilligung gebunden, allerdings mit dem Unterschied, dass in einem Fall die Einwilligung schon mit der Eheschließung erfolgt, …“ (Absatz 89)

          Wie war das nochmal mit dem „Kinder sind seit 1998 eigenständige Rechtssubjekte, nicht mehr -objekte“?

        • „„Seriös“ wären für Dich dann womöglich Studien, die Schreien, andere „psychische Gewalt“ oder Schläge ohne Verletzungsfolgen gleichsetzen mit Handlungen, die professionelle, medizinische Nachsorge nötig werden lassen? “

          Das ist die Gewaltinterpretation Deiner Gendas. Sie kommen nur dann auf Gewalt als Massenphänomen, wenn sie die Weigerung eines Mannes, im Haushalt beim Ausräumen der Spülmaschine zu helfen, mit dem Zusammenschlagen der Frau gleichsetzen.

          Lies Dir mal die Gewaltdefinition der Berliner BIG durch. Sie ist Norm für alle anderen Gewaltinitiativen in Deutschland.

          „Namen? Mir ist diese Behauptung jedenfalls noch nicht begegnet, in all den Jahren nicht.“

          Kavemann und Lohstöter „Väter als Täter“.
          Kavemann hat diesen Müll bis vor wenigen Jahren verbreitet und ich selbst bin auf einer Podiumsdiskussion des Deutschen Schöffenvereins von einer Kriminalkommissarin mit dem Vorwurf konfrontiert worden.
          Als ich unsere BKA-Antwort auf die Täterverteilung vortrug, die ihr eigentlich hätte bekannt sein müssen, brach sie die Veranstaltung wegen angeblich dringender anderer Termine (die Diskussion war für den ganzen Abend angekündigt) ab und verschwand wortlos.
          Unter den Schöffen sorgte mein Einwurf dagegen für ziemlich viel Unruhe und längere Debatten.
          Ich glaub, der eine oder andere ging an dem Abend mit dem Gefühl nach Hause, man habe versucht, ihn zu manipulieren.

        • @Carnofis:

          Danke – auch für den Tipp mit den Beruhigungsmittel.

    • „Immerhin geht es hier um strafbares Verhalten.“

      Frauen sind bei Weitem nicht so klagewütig wie Männer.
      Meistens reicht es ihnen, wenn sie ihre Wahrheit erzählen können und dafür nicht als Falschbeschuldigern gelabelt werden, sondern sogar noch eine Entschuldigung erhalten.
      Männer sind nur super schlecht darin um Entschuldigung zu bitten.

      Ich finde Faracis Reaktion gar nicht übel. Ich stimme zu, dass er damit eingeräumt hat, dass so ein Verhalten grundsätzlich im Bereich des Möglichen für ihn lag (vor 10 Jahren zumindest). Und ich glaube, es ist normal, dass Menschen die ihnen unangenehmen, eigenen Fehler gern verdrängen.

      • Wieviele Männer haben denn in letzter Zeit Frauen wegen sexueller Übergriffe verklagt?

    • „Wie sollte es möglich sein, an einem öffentlichen Ort einem anderen Menschen, der das nicht will, tief in die Hose zu greifen? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.“

      Gab doch diesen Fall aus GB wo eine Frau behauptete, dass ein Mann der in einer U-Bahnstation ihren Weg für eine halbe Sekunde lang gekreuzt hat, ihr seinen Finger in die Vagina geschoben hat und das ganze ohne das er oder sie langsamer wurden.

      Das haben auch viele geglaubt, war sogar im Fernsehen. Dir fehlt also nur die Vorstellungskraft…

    • „entschuldigt sich aber schonmal prophylaktisch. Als ob damit dann erstmal alles okay wäre“

      Nope

      Er bitte sie um Verzeihung, damit er sich wieder besser fühlen kann.

    • „Wie sollte es möglich sein, an einem öffentlichen Ort einem anderen Menschen, der das nicht will, tief in die Hose zu greifen?“

      In einer Bar solle es ja genug dunkle Ecken geben. Und gerade wenn sie recht voll ist muss das ja auch nicht auffallen, wenn jemand denkt, dass da zwei in einer Ecke rummachen. Und natürlich hängt es auch von der Hose ab. Bei einer Yogahose oder einer anderen Hose mit lockeren Bund halte ich das jetzt nicht für so problematisch

      • @ Christian Sicher, dass die geschilderte Situation irgendwie möglich sein könnte, glaube ich auch. Es kommen dafür aber auch bei Dir dafür eine ganze Menge Zusatzannahmen zusammen: Eine dunkle Ecke – ein unübersichtliches Publikum – eine Hose mit lockerem Bund – und sicher auch eine zumindest eine Frau, die so verblüfft ist, dass sich gar nicht daran denkt, sich dem Typen zu entziehen.

        Mir ist der Punkt trotzdem wichtig, weil er vielleicht erklärt, warum Männer und Frauen auf „Sexismus“-Vorwürfe und Kampagnen wie den Aufschrei so unterschiedlich reagieren. Ich kann mir schlichtweg nicht vorstellen, so zu agieren, wie es Faraci vorgeworfen wird – und das gilt auch für alle Männer meines Freundeskreises und meiner Familie. Es ist einfach weit weg – und das nicht, weil wir allesamt so prima feministisch erzogen wären, sondern weil dieses Verhalten einfach offensichtlich primitiv und erbärmlich ist.

        Bei Frauen mag es andererseits sein, dass sie eben tatsächlich ab und zu einmal Erfahrungen mit Typen machen, die sich so verhalten – und wer so aggressiv und grenzverletzend agiert, bleibt natürlich stärker im Gedächtnis als ein Mann, der zurückhaltend und vorsichtig ist.

        So ist dann verständlich, dass Frauen einerseits Sexismus-Vorwürfe artikulieren und dass Männer andererseits diese Vorwürfe als sehr ungerecht wahrnehmen. Dass alles wäre eigentlich auch gut zu klären, wenn es nicht ideologisch verhärtet wäre – wenn also feministische Frauen nicht darauf bestehen würden, dass nicht das Verhalten einiger Männer, sondern Männlichkeit an sich das eigentliche Problem wäre.

        Das erklärt dann zugleich, warum ein so massiv übergriffiger Typ wie Faraci (denn ich bin mir sicher, dass er anders reagiert hätte, wenn er sich an seine Übergriffigkeiten nicht tatsächlich sehr gut erinnern würde) sich zugleich als Feminist sieht. Er bindet rundweg alle Männer in seine Ekligkeit mit ein und verschreibt sich einer Ideologie, die klarmacht, dass nicht ER das Problem ist, sondern seine Männlichkeit. Und für die kann er ja eigentlich nichts.

        Lohnt sich ja auch für ihn persönlich: „I am really happy that it sounds like Devin is interested in getting help about this“, zitierst Du unten von @spacecrone selbst. Was absurd ist – als ob Menschen intensive Hilfe brauchen würden, um zu verstehen, dass man anderen Menschen nicht einfach so in die Hose greift, wenn die das nicht wollen. Aber wenn die Ideologie stimmt und er als Person nicht mehr wirklich verantwortlich ist, sondern nur als Repräsentant der Männlichkeit – dann kann sie natürlich gern zugestehen, dass er ein armer Kerl ist, der Hilfe braucht, und nicht einfach nur ein maßlos abstoßender Typ.

        • Hmm, so glaubt mir kein Mensch, dass ich Deutschlehrer bin. Verflixt, ich hab manchmal einfach zu viele Dinge auf einmal zu tun – dann sollte ich keine Kommentare schreiben. 😉

          Sollte eigentlich heißen:
          (erster Absatz) „auch zumindest eine Frau, die so verblüfft ist, dass sie gar nicht daran denkt, sich dem Typen zu entziehen.“ –
          (vierter Absatz) „Das alles wäre eigentlich auch gut zu klären“

        • „Hmm, so glaubt mir kein Mensch, dass ich Deutschlehrer bin. “

          Tss, tss, jetzt hast Du uns drauf hingewiesen, jetzt achten wir bei Dir besonders auf Grammatik und Rechtschreibung 😀

          Ich war allerdings auch schon sattelfester in Deutsch, kann das aber wenigstens auf eine der gefühlt zahlreichen Rechtschreibreformen schieben, die es seit meinem Ausscheiden aus der Schule gegeben hat (1977).
          Und wenn alles nix hilft, schieb ich es auf die nächste Reform, die ich damit schon mal vorwegnehme 😀

  9. „I’ve avoided making that public for over a decade …“

    Das fällt ihr aber früh ein. Und jetzt hat sie plötzlich den Mut, das nicht der Polizei sondern gleich der ganzen Welt zu erzählen?

    • Zum weiblichen Vorrecht gehört es auch, mit der Anklage hervorzukommen, wenn es einem passt.

      Da Justiz und Rechtstaat ohnehin „patriarchal“ sind (vergleiche auch Antje Schrupp zB), kann man ja auch nur über die Öffentlichkeit gehen, bzw braucht ein bestimmtes kangaroo court system – auch als „Hexenjagd“ iA bekannt, ein Begriff, den der Feminismus schon lange, wohl in weiser Voraussicht komplett in seinem Sinne ausgedeutet hat…..

  10. Einer der letzten tweez des Mr Faraci bringt es auf den Punkt, was das „Listen & Believe“ angeht:

    „Wir müssen tot sein.“

    Ich hatte ja neulich im Zusammenhang mit der vorgeblichen Byron-Tocher Lovelace, die als Erfinderin des Programmierens als feministische Ikone stilisiert wird, schön angeschnitten, welche Bedeutung die Romantik und der Frankenstein-Mythos für die Feministinnen haben muss. Das ist einfach das perfekte Äquivalent zum faustischen Homunkulus und dem nietzscheanischen Übermenschen, für eine „Höherzüchtung des Menschengeschlechts“, heute würde man das „Konstruktion“ nennen.

    Gestern waren es die „männlichen Tugenden“ heute die weiblichen, nach deren Leitbild eugenisch zu verfahren ist.

  11. http://variety.com/2016/film/news/devin-faraci-birth-movies-death-sexual-assault-1201885262/

    Movie blogger Devin Faraci has stepped down as editor-in-chief of the influential blog, Birth.Movies.Death, after being accused of sexual assault.

    In a message to friends and readers, Faraci wrote, “This weekend allegations were made about my past behavior. Because I take these types of claims seriously I feel my only honorable course of action is to step down from my position as Editor-in-Chief of Birth.Movies.Death. I will use the coming weeks and months to work on becoming a better person who is, I hope, worthy of the trust and loyalty of my friends and readers.”

    The accusations surfaced on Twitter after Faraci shared his views on video tapes of Donald Trump bragging to “Access Hollywood” host Billy Bush about groping women. The movie blogger tweeted that he was “terrified” of the Republican presidential nominee and labeled his running mate, Mike Pence, an “ideological monster.” Faraci’s condemnation was widely retweeted, but one woman took issue with his statements, tweeting under the handle @spacecrone, “quick question: do you remember grabbing me by the p—y and bragging to our friends about it, telling them to smell your fingers?”

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    Other women offered their own stories of Faraci’s inappropriate behavior. He did not deny @spacecrone‘s accusations, tweeting, “I can only believe you and beg forgiveness for having been so vile.”

    Alamo Drafthouse Cinemas owns Birth.Movies.Death, which offers up casting stories, reviews, and trailers for cinephiles. The company declined to comment. In an exchange with Variety, @spacecrone said that Alamo Drafthouse founder Tim League spoke with her about her allegations and was “empathetic.”

    “I am really happy that it sounds like Devin is interested in getting help about this, and I’m open to any accountability processing that might be part of his treatment,” she wrote. “I really hope this can be a moment of self-interrogation for all of us, myself included, about the ways we might use positions of power to silence people, and the ways we all turn away from things that might seem a little too complicated to deal with.”

    Faraci was part of a rising generation of movie bloggers, who wrote with wit, authority, and edge, and came to define internet coverage of the entertainment business in the early aughts — a group that included Harry Knowles of Ain’t It Cool News, Steven Weintraub of Collider, and Peter Sciretta of Slashfilm. He got his start on Chud, a movie fan site, leaving in 2010 to launch the website that became Birth.Movies.Death with Alamo Drafthouse’s backing.

    • Grandios!
      So sollte es immer sein!

  12. Grandiose Story.
    Natürlich ist es ebenso gut vorstellbar, dass ein widerlicher Feminist zusätzlich noch ein entsetzlicher Heuchler ist der selbst Frauen begrabscht, wie dass eine widerliche Feministin aus welcher spontanen Gefühlsregung auch immer entscheidet, ihn mit einer Falschbeschuldigung zu vernichten.
    So oder so trifft es ja den richtigen in diesem Fall.

    Dass jemand sich an ein solches Verhalten nicht mehr erinnert (auch wenn es 10 Jahre zurückliegt), halte ich für nur durch Drogeneinfluss oder Demenz erklärbar. Sonst vollkommen ausgeschlossen.
    Da sie von gemeinsamen Freunden spricht, wird sie diese auch konkret als Zeugen benennen können/müssen. Insofern stimmt es wahrscheinlich, und er lügt dann durchaus, also nichts mit „listen and believe“.

    • Ich wollt immer schon wissen, was für Drogen in welcher Dosierung Du genommen hast damals zu unserer „Hoch-zeit“. Du weißt schon, diese großen, großen Schwierigkeiten, die Du hattest, von Dir oder mir geschriebene Dinge richtig abzuspeichern bzw. wiederzugeben.
      Verrätst Dus?

      Das ist meinem Empfinden nach übrigens besser geworden.
      Du bist immernoch niemand, auf dessen Wort man ungeprüft vertrauen könnte, aber Du agierst nichtmehr als befändest Du Dich in einem Wettstreit um den Titel „größte Lügner unter der Sonne“.

      • (Den angeblichen Mittelmeer-Trip während der aktuellen Babypause ausgenommen… Subjektiv nehme ich das immernoch als leichte Verbesserung wahr).

    • Deine Versuche eines Patient-Therapeut-Rollenwechsels sind immer wieder drollig 😉

      • Warum sollte man Dir zuhören und glauben? Tut das jemand?
        Falls ja: wieso denn bloß?

      • Ich traue mir kaum keine Spekulation zu, welches Krankheitsbild Dein Hirn geformt hat, aber der stärkste Hinweis, den Du selbst gestreut hattest, war der auf Schizophrenie. Ist mir nicht entgangen, wie Du merkst. Darauf ließe sich doch aber auch ein Entschuldigungsgesuch aufbauen?

        • kaum eine statt keine^^

      • Dein Verhalten habe ich tatsächlich auf einer Schizophrenie-Station schon einmal von einem Patienten erlebt (aber keine Sorge, das ist nicht deine Diagnose).
        Leider gehen deine Probleme nicht einfach davon weg, dass du dich auf den falschen Stuhl setzt und die Fragen umdrehst.

        • Willste jetzt etwa wieder behaupten, Du hättest ein abgeschlossenes Studium der Psychologie plus klinische Erfahrung in der Therapeutenrolle?

          Muss ich den Thread raussuchen, wo Du für diese Anmaßung um Verzeihung gebeten hast – nicht bloß bei mir, sondern auch bei den Vertretern dieses Berufsstands, die Du in Misskredit bringst?

        • Au ja, zeig doch mal, und blamiere dich auf ein Neues mit deinem Ironieverständnis! 🙂

          Du solltest übrigens wissen, dass man mit einem bloßen Diplom noch kein Therapeut ist.

        • „Ok Sheera, ich geb’s zu.
          Ich bin kein Psychologe, das hab ich mir nur ausgedacht. … Tut mir Leid, auch für die echten Psychologen. … Ich glaube ich habe nicht mal so oft behauptet, ich sei Psychologe (hab ich das überhaupt explizit?)“

          https://allesevolution.wordpress.com/2016/02/17/selbermach-mittwoch-48-17-02-2016/

          Und dann warste so in der Enge, dass der Blogmaster Dir als weißer Ritter (erneut) zur Hilfe eilte und für eine kurze Zeit – ungewöhnlich für ihn – mehrere (Beschimpfungsfreie) Kommentare von mir an/über Dich löschte.

          Armes Hascherl, das Du bist.

          Kannst nichtmal allein für Dich sprechen.

          Versuchst Dich mit den lächerlichsten Ausflüchten rauszuretten. Hier jetzt mit: das sei Ironie gewesen. Was denn genau, Schnuffi?
          Deine Behauptung oder Dein „sorry“ für eben diese?

        • Mist, jetzt hast du mich schon wieder überführt. Es kann halt nicht jeder ein Genie wie Gert Postel sein 😦

        • Ich muss ja immer noch schmunzeln über die Beurteilung deiner Mails durch eine befreundete Fachkollegin.

          Aber das zu posten wäre wohl zu indiskret. 🙂

        • Ich verlange eine zufriedenstellende Erklärung, eine wirklich angemessene Entschuldigung (auch von Christian et. al., dafür, dass sie für Dich Partei ergriffen) und obendrauf Schmerzensgeld.
          Du hast ja meine Adresse.

        • @semikolon

          Verdammt David, das spiel ist aus, es bringt alles nichts mehr. Es bleibt nur die reine Wahrheit:

          Entschuldige bitte Semikolon, es ist alles nur eine große Verschwörung gewesen, die wir nur wegen dir betreiben! Hauptsächlich weil wir dich wollen! Denn du bist einfach wunderbar, hübsch und überhaupt die beste von allen! Mit Abstand!

        • Immerhin bleibt dir dein Humor, das ist doch auch was!

          Darf ich auch in Halskettchen zahlen? 🙂

        • Steck lieber die Scheinchen in nen Umschlag.
          Erstens trag ich keinen Schmuck und zweitens wird das Porto sonst zu teuer (von *piep* aus eh).

        • Anderer Vorschlag: du gehst mal arbeiten, statt nur Männer zu nerven und noch von ihnen zu verlangen deine kümmerliche Existenz zu finanzieren.

        • Nimm Dir bitte nen Strick. Ritz Dir die Pulsadern auf. Erschieß Dich. Stürz Dich irgendwo runter. Irgendwas davon.

        • Oh nein, tu das besser nicht.
          Hol dir hilfe! Es gibt doch auch gute Seelenklempner, die für deine inneren Qualen mehr als ein höhnisches Lachen übrig haben. Ganz im Ernst!

        • Widerlicher Heuchler.

        • Du Feministin.

        • Eins wüsst ich gern noch: die „befreundete Fachkollegin“ (sic) war nicht zufällig erzählmirnix?

        • Wie soll die denn Fachkollegin sein, wo ich doch gar kein Züchologe bin?

          Wobei, ich könnte sie ja trotzdem mal zu Rate ziehen?

        • Ich habe ein ganz ein gutes gefühl bei euch beiden, @david und @sheera 😊 🎉

        • Ihr werdet euch noch wundern, wie mein negging-Game am Ende ins Ziel führt! 😉

        • @david

          Wir drücken euch die Daumen!

        • Wie willst Du denn überhaupt Fachkollegen haben, Du Vollhonk?

          Es ist halt ein furchtbarere Gedanke, dass so jemand wie Du a) lebt plus b) wenns ganz übel läuft sogar mal eine Position mit Einfluss erreichen könnte. Du scheinst völlig ungeeignet Dich mit Menschen auch nur abzugeben. Echt jetzt.

        • Ok, damit beenden wir die Show mal für heute, ist ja nimmer schön anzusehen. Am Ende muss noch jemand weinen.

        • Also ich bestimmt nicht mehr.
          Du darfst aber gern, ein paar Tage, Wochen oder Monate durch.
          Wäre bloß ausgleichende Gerechtigkeit und wöge Deine konkrete Schuld mir gegenüber noch immer nicht auf. Von der kannst Du Dich tatsächlich nur freikaufen. Das ist doch aber ein Angebot, das solltest Du nicht ausschlagen.

        • Gerade, falls Du noch was vorhast in Deinem Leben.
          Sonst könntest Du Dir nie sicher sein wann Dich diese Geschichte wieder einholte.

        • @ david und sheera,

          Ihr seid nicht zufällig verheiratet und sitzt Tür an Tür in derselben Wohnung?

      • Setz ich mich nochmal freiwillig auf den Patientenstuhl.
        Wo also drückt mich der Schuh gerad?
        Mein größtes akutes Problem ist eindeutig Nahrungsaufnahme. Nach dem Kachelmann-Urteil hab ich zunächst 4 Tage Nulldiät machen müssen. Mein Standard-Getränk ist (wieder) Coca-Cola, das ist erfahrungsgemäß auch das Einzige, was geht wenn mein Magen schon so angeschlagen ist, dass er selbst Wasser und Tee nicht mehr bei sich behalten mag. Dann hab ich einmal eine Mahlzeit von (für mich) normalem Umfange zu mir genommen, blöderweise flankiert von Alkohol. Die Menge war (leider) nicht ausreichend, um mir einen Schwips zu verpassen, aber dafür, 12 Stunden später das schöne, leckre Essen wieder auszukotzen hats gereicht. Seither hab ich übelste Organschmerzen, hab mehr Schmerztabletten (Buscopan und Paracetamol) gefressen als die letzten 10, 15 Jahre zusammen. Erneut 2 Tage Nulldiät, den ersten leichten Appetit genutzt um eine halbe türkische Pizza mit Salat und einen Mini-Erdbeerjoghurt zu vertilgen, was echt keine gute Idee war. Wieder 2 Tage Nulldiät und ein Besuch bei meinem Hausarzt. Jetzt hab ich eine „Verordnung zur Krankenhausbehandlung“ hier liegen, Dienstag hab ichs Vorgespräch. Ich versuche seit fast einer Woche, meinem Magen jeden Tag ein kleines bißchen was zum Arbeiten zu geben, Joghurt geht meist gut, Suppe ist schon schwieriger. Gestern hab ich nen halben Teller geschafft, heute soll es aber mehr werden!
        Joa.
        Kann ja eigentlich nur besser werden, nächste oder übernächste Woche dann…

  13. @Christian

    Schon gesehen?

    http://www.theatlantic.com/science/archive/2016/09/humans-are-unusually-violent-mammals-but-averagely-violent-primates/501935/

    http://theconcourse.deadspin.com/these-mammals-are-just-straight-up-murdering-each-other-1787193652

    https://blogs.scientificamerican.com/cross-check/was-civilization-the-cure-for-primordial-human-violence/

    http://www.popsci.com/new-massive-study-shows-how-humans-evolved-to-hurt-each-other

    • @yeph

      Ja, über Twitter, fand ich auch interessant. Leider komme ich in nächster Zeit nicht zu einer Besprechung. Magst du nicht einen Gastartikel zu dem Thema schreiben?

  14. Eine kleine These: Selbsthass + Projektion

    Er hat derart widerwärtige Eigenschaften, Verhaltens- und Denkweisen, dass er sich dafür nur hassen kann. Was macht er also? Er macht die psychologische Selbstschutzmaßnahme der Projektion. Er projiziert einfach das Widerwärtige in sich auf andere, wodurch er selbst davon gereinigt wird.

    Dadurch kann er als moralisch guter Mensch durchs Leben gehen und gerechtfertigterweise die hassen, die diese widerwärtigen Eigenschaften (scheinbar) aufweisen. Dass er selbst so ist, weiß er gar nicht mehr.


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