Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 1. Oktober 2016

Wie planen Frauen ihre Führungskarriere? Ernüchternde Antwort: Fast gar nicht.

Genderama wies auf einen interessanten Artikel hin, der mal wieder darauf hinweist, dass es bei der Besetzung von Führungspositionen sehr schwer ist, die passenden Frauen zu finden:

Wie planen Frauen ihre Führungskarriere? Ernüchternde Antwort: Fast gar nicht.

2006 ließ Lindlpower Personalmanagerent eine Studie durchführen, „Wollen Frauen führen?“, so der Titel. Nun, zehn Jahre später, wurde die Studie wiederholt.

Fazit: Frauen gehen noch immer mit einem völlig anderen Motivations- und Mindset an ihre Karriere heran als Männer. Sie planen weniger zielstrebig, definieren sich über Soft Skills und scheitern an der Vereinbarkeit von Job und Familie. Lindlpower-Geschäftsführerin Manuela Lindlbauer und Studienleiterin Helene Karmasin (Karmasin Behavioural Insights) stellten am Dienstag die Ergebnisse vor.

Das ist eine Formulierung nach dem Scheitern, man könnte sie auch anders ausdrücken: Frauen planen nicht, weil sie gar nicht so sehr an Familie interessiert sind, sie wollen lieber einen bestimmten Zeitrahmen für Familie behalten und suchen Arbeitsbereiche, die zu ihrer Persönlichkeit etc passen. Es ist aus meiner Sicht einer der größten Fehler in der Debatte, dass man davon ausgeht, dass Frauen in der Hinsicht die gleichen Prioritäten haben müssen wie Männer und ebenso an Status, Macht und Geld interessiert sein müssen. Einige Frauen mögen daran interessiert sein, dass Frauen als Gruppe genauso häufig an den „Schaltern der Macht“ sitzen, aber vielen Frauen ist das für sich selbst den Aufwand nicht wert.

Ein Gender Shift, wie er seit Jahren als internationaler Megatrend ausgerufen wird, ist demnach in Österreichs Führungsetagen nicht zu erkennen. Zwar sieht Lindlbauer den Einfluss von Männerbünden und die offene Diskriminierung vom Frauen schwinden, jedoch: „Wir schaffen es oft nicht, geeignete Kandidatinnen zu motivieren, sich für die obersten Führungsebenen zu bewerben.“

Den Unternehmen könne man mittlerweile kaum mehr Vorwürfe machen. Es habe sich herumgesprochen, dass gemischte Führungsteams produktiver sind. Die Nachfrage nach weiblichen Top-Managerinnen übersteige das Angebot bei weitem.

Die Firmen suchen also händeringend nach weiblichen Top-Managerinnen, die sich den Stress antun wollen, und finden keine aus den oben genannten Gründen. Viele Feministinnen werden da zwei Punkte gegenhalten:

  • Das Frauen sich noch nicht trauen/noch nicht motiviert für die Führungspositionen sind, zeigt, dass sie doch noch unterdrückt sind und die Rollenbilder noch mehr aufgebrochen werden müssen.
  • Wenn Frauen die Führungsjobs nicht wollen, dann muss man die Führungspositionen eben ändern: Warum sollte man daraus nicht zB zwei Halbtagsjobs machen oder einfach die Arbeitszeiten verkürzen und den Stress einer Führungsposition verbieten? Dann werden auch mehr Frauen kommen.

Das erste passt nicht zu der Erfolglosigkeit bisheriger Bemühungen, das zweite ist praktisch nicht durchsetzbar.

Woran Frauen scheitern
Trotz frauenfreundlicher Initiativen scheitern Frauen an vier Punkten:

  • Sie arbeiten lieber in den „soften“ Abteilungen, für die man soziale Kompetenz braucht und Einfühlungsvermögen, aus denen aber selten der Weg in die erste Führungsebene führt.
  • Sie definieren sich über Soft Skills.
  • Sie haben weniger Selbstbewusstsein.
  • Sie steuern weniger bewusst eine Führungsposition an.

Interessant: Die wenigen Top-Managerinnen unterscheiden sich in genau diesen Punkten signifikant von ihren Geschlechtsgenossinen. Sie ordnen sich selbst stärker Hard Skills zu und streben auch deutlich bewusster nach Führungspositionen.

Also: Die Frauen, die es schaffen, entsprechen genau in diesem Punkten nicht den übrigen Frauen. Wenn sich demnach jemand ändern müsste, dann wären es eher die Frauen. So etwas zu fordern wäre aber natürlich Sexismus.

Für alle Frauen gilt: Sobald sie sich entscheiden, eine Familie zu gründen, schaffen sie es nur mehr schwer, den Anforderungen an ihre zeitliche Flexibilität gerecht zu werden. Das hat sich auch 2016 nicht geändert.

Auch das kann man anders ausdrücken: Sobald sie eine Familie gründen wollen sie im Gegensatz zur männlichen Konkurrenz auch tatsächlich Zeit mit dieser verbringen und sind auch überwiegend nicht an einem Partner interessiert, der die Kinder für sie betreut.

Weitere Beiträge, die dieses Bild bestätigen:


Responses

  1. Schuld daran ist zweifelsohne das Patriarchat und die Männer, die ständig alle Frauen versuchen weiß zu machen, das sie 23% weniger verdienen für die gleiche Arbeit und das eine Karriere sowieso durch die gläserne Decke und fiese, nicht zu identifizierende Männerbünde unmöglich wird sowie das in allen Bereichen in denen man mehr verdient und die daher zumeist einen hohen Männeranteil haben der übelste Sexismus herrscht.

    Ansonsten sind Frauen und Männer in dem was sie für wichtig halten vollkommen gleich und das es so viele Studien gibt die das Gegenteil behaupten, zeigt nur das es wirklich so ist.

  2. „Wie planen Frauen ihre Führungskarriere? Ernüchternde Antwort: Fast gar nicht.“

    Jeder der mit offenen Augen und wachem Verstand durch die Abiturklassen und Unis dieses Landes geht, dem wundert das gar nicht. Erst kommt das persönliche Interesse, dann die Möglichkeiten die eigentlich so ein Kulturantropologiestudium eröffnet.

    Wobei auch bei Männern sich zunehmend zeigt, dass aktive Karriereplanung nicht mehr erfolgt und man sich einfach so treiben lässt.
    Jedoch wissen immerhin die Männer, dass sie irgendwann finanzielle Verantwortung für eine Familie übernehmen müssen und daher dann ins Berufsleben einsteigen. Frauen zeigen dieses Verhalten vice versa eben nicht. „Zur Not werd ich eben Mutter und heirate einen Mann“.

    70 Prozent junger Frauen erwarten dementsprechend auch von ihrem Zukünftigen, dass er mehr verdient als sie. Kein Wunder!

  3. Es ist schon in gewisser Weise beeindruckend, wie manche politischen Kräfte meinen evolutionär bedingte menschliche Verhaltensweisen in der breite der Bevölkerung ändern zu können. Vielleicht sollte man diesen Akteuren vor Augen führen, dass dies selbst im Kommunismus trotz Lagereinsatz scheiterte. Der „neue Mensch“ wird immer ein Wunschtraum der Autoritären bleiben. Zum Glück!

  4. Meine persönliche Sicht:
    Softskills sind für Leute wichtig, die keine (harten) Fähigkeiten haben.

    • Interessanter Gedankengang bei danisch.de:

      „Männer sind in Technik, Mathe, harten Themen besser. Also hat man einfach eine fiktive Gegenqualifikation erfunden und sie „Sozialkompetenz” genannt.“

    • das ist Bullshit. Um Führen zu können, braucht man auch „Soft Skills“ und Führungsfähigkeit.

      • In Sachen „Soft Skills“ zitierte Chris im Blogbeitrag die Studie mit:

        Trotz frauenfreundlicher Initiativen scheitern Frauen an (…): Sie definieren sich über Soft Skills.

        Die wenigen Top-Managerinnen (…) ordnen sich selbst stärker Hard Skills zu…

        So kann sich Alex ii mit

        Softskills sind für Leute wichtig, die keine (harten) Fähigkeiten haben. auch nur auf diese Passagen bezogen haben.

        Von „Führen zu können“ schreibt Alex ii in seinem Kommentar jedoch nichts.

        Demzufolge entbehrt der Atacama-Comment

        das ist Bullshit. Um Führen zu können, braucht man auch „Soft Skills“ und Führungsfähigkeit.

        in Sachen „Bullshit-Zuweisung“ nicht einer gewissen Fragwürdigkeit.

      • ich beziehe mich eher auf deine Aussage, dass man deshalb „Sozialkompetenz“ als vermeintlich wichtige Fähigkeit „erfunden“ habe.

        • Auch bei dieser Aussage (die Danischens Aussage und nicht die meine ist) ist nicht von „Führen zu können“ die Rede.

          Womit die atacamasche „Bullshit-Zuweisung“ weiterhin nicht einer gewissen Fragwürdigkeit entbehrt.

        • er hat behauptet, man habe Sozialkompetenz erfunden als Gegenqualifikation. Und Alex ii hat das angestoßen.
          Wenn er das nciht so meinte, habe ich den Satz missverstanden.

          Und da es bei diesem Thema um „Führungskräfte“ geht, habe ich mir gedacht, dass man sich auch darauf bezieht.

      • Falls das, was man zum Führen anderer braucht, Soft Skills sind, dann gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Soft Skills: die die man zum Führen braucht und die die sich Frauen selbst zuschreiben.
        Die Schnittstelle ist mutmaßlich winzig.

      • etwas sozialkompetenz ist natürlich auch als nicht führungsperson ncht verkehrt

      • Frauen sind überall da besser, wo es um Fähigkeiten geht, die nicht mal im Ansatz messbar und vorwiegend Interpretationssache sind. 🙂

        Also „Sozialkompetenz“, „Empathiefähigkeit“, „Kommunikationstalent“ (sie labern und tratschen fürs Leben gern), sie spielen „schöneren Fussball“ (verlieren zwar gegen Männer haushoch, aber das Resultat bezieht sich auf das Messbare, ein zutiefst patriarchales frauenausgrenzendes Konzept, dass dem Messbaren den Vorzug vor gefühlten Erkenntnissen gewährt) und was sonst noch so an soft skills angedacht werden könnte.

        Dass soft skills nicht oder nur schwer messbar sind heisst nicht, dass es sie nicht gäbe und sie nicht auch wichtig wären. Selbstverständlich ist ein angenehmes Sozialverhalten wichtig, etwas, das Feministen in der Regel völlig abgeht.

  5. „Es habe sich herumgesprochen, dass gemischte Führungsteams produktiver sind“

    So kann man es auch ausdrücken.

    Diesem Artikel zufolge zeichnen sich „gemischte“ Teams mit mehr als ~20% Frauen dadurch aus, deutlich härter und unmenschlicher zu sein als Führungsetagen mit wenigen oder keinen Frauen.

    https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article151378828/Frauen-verlieren-als-Chef-Sozialkompetenz.html

    WARUM ist das doch gleich wünschenswert?

    • Wo genau steht das „unmenschlich“ gleich?

      Zumal: „Steigt der Frauenanteil in Führungsgremien über die kritische Masse von 22 Prozent, bricht das klassische Geschlechterstereotyp auf. Dann kümmern sich Frauen stärker um ihre eigene Karriere und nähern sich in Sachen Durchsetzungskraft und Härte ihren männlichen Kollegen an. „

      • Das bezieht sich auf den SPD Spruch mit der menschlichen Gesellschaft. Eine Hoffnung auf Erlösung durch das Weibliche, die durch den Bericht in Trümmern liegen müsste.

        War das eine zu komplizierte Übertragung für dich?

      • „Dann kümmern sich Frauen stärker um ihre eigene Karriere und nähern sich in Sachen Durchsetzungskraft und Härte ihren männlichen Kollegen an.“

        Ich denke, in der Summe könnte was dran sein, dass es unmenschlicher wird.
        Ein männlicher Chef ist sehr viel schneller bereit, einer Schwangeren den frühen Schongang zuzubilligen, als eine Chefin.
        Wir hatten letztes Jahr eine junge Kollegin, die Analysen fürs QM im Labor durchführte. Als ihr B-Test positiv ausfiel, machte sie die folgenden 8 Monate keinen Schritt mehr ins Labor, obwohl dort nichts zu tun war, was eine Schwangerschaft auch nur theoretisch gefährdet hätte.
        Kein Mensch wusste, womit sie den Tag bis zu den 6 Wochen vor der Entbindung rumbrachte, aber der Chef stand hinter ihr. Ich bin sicher, dass eine Chefin da sehr viel rigoroser durchgegriffen hätte.
        Bei Frauen zieht die Schwache-Frauen-Nummer nicht.

  6. „den „soften“ Abteilungen, für die man soziale Kompetenz braucht und Einfühlungsvermögen,“

    a.k.a. die „soften“ Abteilungen mit wenig Verantwortung, in denen keine messbare Leistung gefordert wird, sprich: in denen man an seiner Aufgabe auch scheitern könnte

    Wenn man sich an den Schönfärberjargon erst mal gewöhnt hat, kommt man aus dem Kopfschütteln trotzdem nicht raus.

  7. Ein sehr grosser, wenn nicht der grösste, Teil der „Unwilligkeit“ von Frauen in Bezug auf „Karriere“ ist sicherlich dem entmündigenden Feminismus zuzurechnen, der unablässig den Frauen souffliert sie seien unselbstständig.

    Denn der Feminismus und seine Allierten wollen den Menschen in Allem, und nicht zuletzt auch im Persönlichen wie jeder weiss, vorschreiben, was man denken und tun soll. Der wahnwitzige Sexismus des Feminismus ist dabei fast schon nur noch Vorwand, Massnahmen fordern zu können, die ansonsten nur als totalitär wahrgenommen werden können. Und darum gehts: den Leuten muss ihr Leben *vorgeschrieben* werden.

    Heute wieder ein passendes Beispiel aus der neototalitaristischen „Zeit“.

    Über diesen Seidel, mit dem ein „Interview“ geführt wird, hatte ich schon mal neulich einen post gemacht, der im Zuge des Behernds-„Skandals“ auftauchte.

    „Man muss die Männer zu ihrem Glück zwingen“

    „Weil Männer in 2.000 Jahren nicht selbst erkannt haben, welche positiven Kräfte von Frauen ausgehen, gehören sie abgesetzt, sagt Christian Seidel.“

    http://www.zeit.de/karriere/2016-09/gender-frauen-maenner-gleichberechtigung/komplettansicht

    Wie üblich wird angemahnt (gleich der Anfang, die Bildunterschrift):

    „Um echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu erreichen, müssten alle Klischees und Stereotypen überwunden werden, sagt der Autor Christian Seidel.“

    Wie immer werden diese Klischees und Sterotypen von den Feministen aber gar nicht „überwunden“, sondern im Gegenteil völlig übersteigert und ins Unendliche aufgeblasen…

    Wir kennen alle die story, die auch Seidel hier zum gefühlt unendlichen Male wiederholt:
    Die angebliche „Unterdrückung“ der Frau durch den Mann währt seit Ewigkeiten und ist auch durch alle Massnahmen eigentlich nicht zu beseitigen:

    „Seit mehr als 2.000 Jahren herrschen Männer über Frauen. Das ändert sich nicht durch ein Quoten- oder ein Gleichstellungsgesetz.“

    Deshalb muss es immer ein Mehr, Mehr, Mehr davon geben. Man muss den Mut der Verzweiflung haben, das Unmögliche zu wollen — das ist immer die unterschwellige Botschaft.

    Seidel geht aufs Ganze. Er erklärt die Männer für „krank“ und fodert „Zwangstherapie“:

    „Männer brauchen die kollektive Verordnung einer Therapie““

    „Weil sie alle glauben, dass bei ihnen alles in Ordnung sei. Das ist ja auch bei psychisch Kranken so. Sie glauben, sie wären die Normalen. Deswegen muss man sie zu ihrem Glück zwingen.“

    „Daher bin ich für radikale Maßnahmen. Die Politik sowie die sozialen Führungsstrukturen müssen auf die Unternehmen einwirken.“

    Frauen bleibt es selbst überlassen, sich von der angeblichen Unterdrückung zu befreien, keine Zwangstherapie:

    „Ich will dazu anregen, dass jede Frau individuell die Geschlechterklischees anschaut, in denen sie gefangen ist. Darüber entsteht eine Öffnung, eine beiderseitige. Ihren Weg muss jede Frau dann selbst gehen.“

    Auch bezeichnend, dass das „System“ als das angegriffen wird, worauf die Foerderungen Seidels hinauslaufen:

    „Demokratie unter Geschlechtern entwickelt sich nicht, wenn die Diktatoren an der Macht bleiben. Letztlich läuft das auf eine Gender-Lustration hinaus.“

    Diese antidemokratischen, gegen jedes Menschenrecht verstossenden Massnahmen mit Zwangstherapie noch als „Demokratie unter Geschlechtern“ hinzustellen, das haut dem Fass noch den Boden raus.

    Kann man gegen diesen offenenen Männerhass und die offene Aufforderung zu Diskriminierung und Zwangsmassnahmen nicht was machen? Und gegen die Zeitungen, die diese Verhetzungen verbreiten?

    Dieses Übel greift immer weiter um sich. Für jede Art von Menschenrechtlern, die diesen Titel verdienen, sollte der legale Kampf gegen diese massenmediale Verbreitung von Anti-Männer-Propaganda, die in aller Öffentlichkeit Massnahmen fordert, die dem Faschismus und Kommunismus entlehnt sein könnten, Priorität sein!

  8. @ kardamom, @ only_me, @ Atacama

    Danisch schreibt oben:

    „Männer sind in Technik, Mathe, harten Themen besser. Also hat man einfach eine fiktive Gegenqualifikation erfunden und sie „Sozialkompetenz” genannt.“

    Ich finde diese Position richtig – aber doch stark übertrieben („zugespitzt“).

    Was Atacama schreibt, „Um Führen zu können, braucht man auch „Soft Skills“ und Führungsfähigkeit“, ist richtig, greift aber zu kurz. Frauen haben eine größere Sozialkompetenz – stimmt. Aber wie weit reicht sowas?

    Als Berater bin ich seit Jahren in internationalen Firmen tätig. Dort erlebe ich in einzelnen Abteilungen immer wieder große Probleme bei der „Chemie“. Nehmen wir mal das Problem der „inneren Kündigung“. Ist ein riesen Klopper. Und ja, sowas kriegt man nur mit Sozialkompetenz in den Griff.

    Aber: die „natürliche“ Sozialkompetenz der Frauen scheitert hier genauso wie die stümperhafte Sozialkompetenz der Männer (Abteilungsleiter usw.). Die Sozialkompetenz der Frauen reicht für die Kinderstube und für den Tratsch mit der Nachbarin. Weiter nicht.

    Ich denke, daß Frauen auf Grund ihres Talentes sehr gut in der Lage wären, solche Probleme weit besser und schneller zu lösen als Männer – vorausgesetzt, daß sie aus ihrem Talent (Sozialkompetenz) eine echte Könnerschaft machen, also systematisch daran arbeiten bis zur „Perfektion“. Solange sie dies nicht tun, sind sie bei den kritischen Fällen in der Arbeitswelt genauso hilflos wie die untalentierten Männer (übrigens auch bei schwierigen Kindern).

    Es hat also wenig Sinn, immer wieder die angeblich höhere Sozialkompetenz von Frauen ins Feld zu führen – die Frage ist: was leistet diese Kompetenz? Eine wirkliche Gegenqualifikation (Danisch) ist so ein Talent nur dann, wenn diese Kompetenz echte Probleme löst: wenn sie Arbeit leistet, wenn sie messbare Ergebnisse bringt.

    Und hier kommen wir auf einen Punkt zu sprechen, der im Hauptbeitrag oben angemahnt wird: Frauen haben da eine echte Stärke – aber in der Regel machen sie nichts daraus, sie belassen es einfach bei ihren „natürlichen“ Gaben. Männer können sich eine solche Nachlässigkeit nicht leisten – in der Regel jedenfalls.

    • Aber: die „natürliche“ Sozialkompetenz der Frauen scheitert hier genauso wie die stümperhafte Sozialkompetenz der Männer (Abteilungsleiter usw.). Die Sozialkompetenz der Frauen reicht für die Kinderstube und für den Tratsch mit der Nachbarin. Weiter nicht.

      Nun, was ist da noch der Unterschied zwischen (männlicher) „stümperhafter Sozialkompetenz“ und (weiblicher) „Tratsch- und Kinder-Sozialkompetenz“?

      Frauen haben da eine echte Stärke – aber in der Regel machen sie nichts daraus, sie belassen es einfach bei ihren „natürlichen“ Gaben.

      Wobei fraglich bleibt, ob Männer bei entsprechenden Bemühungen wirklich keine Sozialkompetenz entwickeln können.

      • „Wobei fraglich bleibt, ob Männer bei entsprechenden Bemühungen wirklich keine Sozialkompetenz entwickeln können.“

        Finde ich nicht so fraglich. Die großen Psychologen sind Shakespeare, Dostojewski, Proust, von mir aus auch Paul Ekman – nicht aber Elfriede Jelinek, auch nicht Jane Austen, und schon gar nicht Simone de Beauvoir.

        • Die großen Psychologen sind…

          Ich meine, da einen Unterschied ausmachen zu können zwischen „über Sozialkompetenz zu wissen“ und „Sozialkompetenz gegenüber Menschen anzuwenden“…

          Insofern wäre es interessant, zusammenzutragen, welchen (öffentlich bekannten) Menschen „gelebte Sozialkompetenz“ zuzurechnen wäre…

        • meine ehemalige Chefin hatte eine Menge davon.
          Die hat unter anderem Führungskräfte zum Führen angeleitet. Dementsprechend kann man sich ja vorstellen, dass man da gute Menschenführungsfähigkeit haben muss, wenn ein cholerischer narzisstischer Chef von seinen Chefs zu so einer Maßnahme verdonnert wurde und im Endeffekt war er das Kind liebloser Eltern, die nur Leistung gewürdigt haben und sonst gar nichts und er hält sich für den Größten o.ä. und wendet das selbe Verhalten bei seinen Mitarbeitern an und im Endeffekt steckt da nur Angst vor den strafenden Eltern hinter unbewusst und man muss diesen voll ausgewachsenen Menschen wieder „umdrehen“, damit er weiter mit Menschen arbeiten kann.

        • Atacama meinte so vor sich hin:

          Dementsprechend kann man sich ja vorstellen, dass man da gute Menschenführungsfähigkeit haben muss, wenn ein cholerischer narzisstischer Chef von seinen Chefs zu so einer Maßnahme verdonnert wurde und im Endeffekt war er das Kind liebloser Eltern, die nur Leistung gewürdigt haben und sonst gar nichts und er hält sich für den Größten o.ä. und wendet das selbe Verhalten bei seinen Mitarbeitern an und im Endeffekt steckt da nur Angst vor den strafenden Eltern hinter unbewusst und man muss diesen voll ausgewachsenen Menschen wieder „umdrehen“, damit er weiter mit Menschen arbeiten kann.

          Und kardamom fragt sich:

          Wo ist die Relevanz versteckt? Lohnt es sich, diese finden zu wollen?

        • wenn du dich das selber fragst, wieso tust du es dann hier? Frag dich das doch in deinem eigenen Gehirn und triff dann eine Entscheidung. Ich kann und will dir bei der Klärung dieser Frage nicht helfen.
          Es ist nur eine Anekdote, eine Antwort auf die Frage, ob „wir“ Frauen mit gelebter Sozialkompetenz kennen. Diese Frage habe ich bejaht.

        • „welchen (öffentlich bekannten) Menschen „gelebte Sozialkompetenz“ zuzurechnen wäre…“

          Jeder erfolgreiche Fußballtrainer.

    • ich habe nicht gesagt dass Frauen eine „natürliche“ sozialkompetenz haben, die sie automatisch (besser) für Führungspositionen geeignet macht. Ich habe lediglich dem Zitat, „Männer interessieren sich für Technik ud sind hart und das reicht und damit Frauen sich nicht „benachteiligt“ fühlen hat man halt Sozialkompetenz erfunden, (aber eigentlich ist das so nutzlos wie ein Kropf)“ widersprochen.

      • Beste Atacama,
        für dich nochmal deine eigenen Worte zum Nachlesen:

        das ist Bullshit. Um Führen zu können, braucht man auch „Soft Skills“ und Führungsfähigkeit.

        Damit hast du deinen (von dir so bezeichneten) Widerspruch auf eine Fähigkeit bezogen, die nicht das Thema war und diesen Widerspruch mit einer dadurch unangemessen Beleidigung bekräftigt.

        Du widersprachst zu Aussagen („Führen zu können“), die nicht getätigt worden sind.

        • weil es in dem Artikel um „führungskarriere“ geht und welche Skills dafür relevant sind. Und deshalb ging ich davon aus, dass Alex primär darauf anspielte.
          Wieso muss man sich hier eigentlich immer verteidigen als stünde man vor Gericht und müsste eine Zeugenaussage bestätigen? Von mir aus finde meine Aussage fragwürdig, ich finde es nicht.

        • Beste Atacama,

          Und deshalb ging ich davon aus, dass Alex primär darauf anspielte.

          In einer ernsthaften Diskussion bezieht man sich nur auf das, was schwarz auf weiss geschrieben wurde und nicht auf dass, was man meint, dass jemand darauf anspielen könnte.

          Jemanden zu unterstellen, auf Ungeschriebenes „anzuspielen“ hat zumindest den Geschmack von Niedertracht.

          Wieso muss man sich hier eigentlich immer verteidigen…

          Ein redlicher Mensch „verteidigt“ solch eine Unterstellung nicht, sondern zieht diese mit Worten des Bedauerns zurück.

        • @kardamom
          Du gäbst bestimmt eine ganz tolle Führungspersönlichkeit ab, verstehst du es doch meisterhaft, dein Gegenüber auf einer ganz und gar sachlichen Ebene anzusprechen und wertfreie und neutrale Kommentare zu deren Aussagen zu machen.
          Darüber hinaus schaffst du es ganz hervorragend, denjenigen ernstzunehmen und Bedenken und Vorschläge nicht kleinzureden, um dich selbst besser darzustellen. ^^

        • ooch, marenleinchen…

          Jetzt hast du Atacama der Chance beraubt, ihre Redlichkeit zu zeigen…

          Wenn das allerdings deine Absicht war, so ist das jedoch ein Zeichen deiner sozialen Kompetenz, Atacama so zu steuern, wie du es für angezeigt hältst… ^^

        • irgendwie bist du gerade ziemlich nervig.

        • „irgendwie bist du gerade ziemlich nervig.“

          Das war, glaube ich, die sozial kompetenteste Antwort auf Kardamon überhaupt.

    • Seit ich meinen Zivildienst in einem Altersheim mit weiblicher Führung, weiblicher Oberschwester und 95% weiblicher Belegschaft abgeleistet habe, weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die soziale Kompetenz von Frauen so real ist wie die Friedfertigkeit einer Wildsau mit jungen Frischlingen.

      • Seitdem ich mit 20 in einem Betrieb gearbeitet habe, wo der Chef regelmäßig Kunden vergrault hat, Vertragsmodalitäten und Absprachen nicht eingehalten hat und sich zudem noch an seine weiblichen Mitarbeiter rangemacht hat, halte ich Männer als ganzes ebenfalls für unfähige Idioten.
        Moment, das tu ich gar nicht…

        • Ach Marenleinchen, das hast du dir jetzt ausgedacht.

        • Niemand behauptet, dass alle Männer qua Mannsein gut und kompetent sind.
          Viele behaupten, dass Frauen qua Frausein eine irgendwie wichtige soziale Kompetenz haben, die bei Männern kaum zu finden ist, die für den Betrieb aber total positive Auswirkung hätte.

          Wenn man die empirische Kontrolle macht, stellt man fest, dass es tatsächlich auch männliche Idioten gibt, wie erwartet, aber dass eine positive, weibliche Sozialkompetenz auch mit feinstem Kamm und Mikroskop nicht aufzutreiben ist.

          Es gibt natürlich sozial kompetente Frauen.
          Aber es gibt keine Frauen, die sozial kompetent sind, WEIL sie Frauen sind.

          Mit anderen Worten: Ich habe ein falsifizierendes Beispiel gegen die These der automatisch guten Frau gebracht (i.e. ich habe die These damit widerlegt), du hingegen hast irgendwas gebrabbelt, dessen Sinn oder Bezug sich nicht ohne Weiteres erschließt.

          Konsistenz kann man dir nicht absprechen.

        • *Niemand behauptet, dass alle Männer qua Mannsein gut und kompetent sind.
          Viele behaupten, dass Frauen qua Frausein eine irgendwie wichtige soziale Kompetenz haben, die bei Männern kaum zu finden ist, die für den Betrieb aber total positive Auswirkung hätte.*

          So gut wie jeder (hier) behauptet, dass Männer deswegen in den wichtigen Schaltstellen der Gesellschaft sitzen, weil sie soviel mehr Testosteron haben, welches sie gewitzter und wettbewerbsfähiger macht und dafür sorgt, dass sie total toll mental rotieren können. Wenn das nicht „qua Mannsein gut und kompetent“ ist, dann weiß ich auch nicht…

          *Ich habe ein falsifizierendes Beispiel gegen die These der automatisch guten Frau gebracht (i.e. ich habe die These damit widerlegt), du hingegen hast irgendwas gebrabbelt, dessen Sinn oder Bezug sich nicht ohne Weiteres erschließt.*

          Dein „falsifizierendes Beispiel“ hat dieselbe Fähigkeit eine These zu be- oder entkräften, wie wenn ich sagen würde, dass alle Österreicher Massenmörder sind, wegen dem einen, den es da mal gegeben hat, oder eben nicht, weil ich da mal diesen totaal knuffigen Ösi in der Bahn kennengelernt habe. ^^

        • „So gut wie jeder (hier) behauptet, dass Männer deswegen in den wichtigen Schaltstellen der Gesellschaft sitzen, weil sie soviel mehr Testosteron haben, welches sie gewitzter und wettbewerbsfähiger macht und dafür sorgt, dass sie total toll mental rotieren können.“

          Ich behaupte, dass Männer und Frauen andere Interessen haben. Frauen interessieren sich im Wesentlichen für das , was unmittelbar nutzbringend für sie ist. Männer sind ehrgeiziger und wollen die Welt erkenne und entdecken.

        • So gut wie jeder (hier) behauptet, dass Männer deswegen in den wichtigen Schaltstellen der Gesellschaft sitzen, weil sie soviel mehr Testosteron haben, welches sie gewitzter und wettbewerbsfähiger macht und dafür sorgt, dass sie total toll mental rotieren können. Wenn das nicht „qua Mannsein gut und kompetent“ ist, dann weiß ich auch nicht

          Ich hab den wichtigen Punkt mal für dich gefettet.

          Denn so gut wie jeder hier behauptet nicht das, was du da schreibst.

          Sondern in etwa Folgendes: Wenn du zwei Gruppen A und B hast, und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitglied von Gruppe B risikofreudig oder technisch interessiert oder teambildend (etc) ist, deutlich höher ist als die Wahrscheinlichkeit, diese Eigenschaften bei einem Mitglied von Gruppe A zu finden => dann wirst du ohne steuernden Eingriff von außen finden, dass Rollen, welche Risikofreude, technisches Interesse oder Teambildung erfordern, deutlich häufiger von Mitgliedern der Gruppe B ausgefüllt werden.

          Die Aussage für dich in Zeitlupe in einfacheren Worten: Ein Mann in einer Führungsposition hat diese Position nicht, weil er ein Mann ist. (Es ist grotesk von dir, den hier Mitlesenden zu unterstellen, sie würden diese Kausalität annehmen.) Stattdessen: Wenn es mehr Männer als Frauen gibt, die Führungsqualitäten haben (dazu gehört als notwendige Bedingung der Wille), dann werden in einem freien System mehr Männer als Frauen Führungspositionen haben.
          Mehr nicht.

          Dieser Zusammenhang wird nicht tangiert davon, dass in einem korrupten System auch Männer ohne Führungsqualitäten auf führenden Posten sitzen können.
          Das aber hast du in deinem vorigen Kommentar versucht anzudeuten.

          Wo ist der Unterschied zu der Forderung der Förderung von Frauen wegen angeblicher sozialer Kompetenz?

          Auch wieder so simpel wie möglich ausgedrückt, stehen diese beiden Ansichten gegenüber:

          „Führungspositionen sollten von Menschen – egal ob männlich oder weiblich – mit Führungsqualitäten besetzt werden. Da Führungsqualitäten bei Männern häufiger zu finden sind als bei Frauen, ist es kein systematisches Problem, wenn mehr Männer als Fauen auf Führungspositionen sitzen.“

          vs.

          „Frauen sind sozial kompetenter als Männer. Also brauchen wir mehr Frauen in Führungspositionen. Die Hoffnung dabei ist, dass durch diese weibliche Kompetenz die Führung irgendwie besser wird. Wir fordern daher eine Quote für Frauen. Nicht für Frauen, welche ihre soziale Kompetenz unter Beweis gestellt haben, sondern für Frauen allgemein. Dass Frauen wesentliche Indizien, die wir mit dieser Kompetenz assoziieren, nicht mehr zeigen, sobald mehr als ~20% der Führungspositionen weiblich besetzt sind, ist kein direkter Widerspruch zu unserer Forderung (Frag nicht, das ist so). Dass wir die Quote einfach an ‚weiblich‘ festmachen, bedeutet irgendwie nicht, dass wir denken, dass ungeprüft alle Frauen diese soziale Kompetenz aufweisen. Obwohl, wenn nicht alle (oder wenigstens so gut wie alle) Frauen diese Kompetenz haben, eine Quote ohne Nachweis dieser Kompetenz nachweislich katastrophale Folgen haben würde.“

          Eine Frauenquote (ohne jegliche weitere Kriterien, ‚weiblich‘ allein ist der Messgrad bei der Erfolgsprüfung der Maßnahme) ist ohne die Annahme von „Alle Frauen…“ sensationell dumm.

          Dein „falsifizierendes Beispiel“ hat dieselbe Fähigkeit eine These zu be- oder entkräften, wie wenn ich sagen würde, dass alle Österreicher Massenmörder sind, wegen dem einen, den es da mal gegeben hat, oder eben nicht, weil ich da mal diesen totaal knuffigen Ösi in der Bahn kennengelernt habe

          Durch das „oder eben nicht“ ist es quasi unmöglich zu wissen, was du dir bei dem Absatz gedacht hast.

          Ich vermute du stellst die logische Stringenz dieser beiden Aussagen auf eine Stufe:

          a) „Der Satz ‚Alle Österreicher sind Massenmörder‘ ist falsch, da ich einen Österreicher kenne, der kein Massenmörder ist.“

          b) „Alle Österreicher sind Massenmörder, weil ich von einem Österreicher weiß, der viele Menschen umgebracht hat.“

          a) ist logisch vollkommen akkurat und stichhaltig. b) ist logisch vollkommener Unsinn.

          Eine „Alle x sind …“ Aussage kannst du mit einem einzigen Gegenbeispiel widerlegen.

          Die Aussage „x ist ausreichende Qualifikation für …“ kannst du mit dem Nachweis von vielen x, die nachweislich nicht qualifiziert sind, zumindestest ganz stark ins Wanken bringen.

        • Da kann Christian noch 100 Beiträge zu schreiben. Was Neigungen sind oder was „im Schnitt“ bedeutet, will Maren nicht verstehen.

        • ja, da scheinen gewisse Barrieren zu bestehen:
          https://allesevolution.wordpress.com/2015/04/05/warum-verstehen-feministinnen-so-selten-was-im-schnitt-bedeutet/

      • Ich muß gestehen, daß ich beim ersten Lesen von Deiner autobiographischen Anekdote (Zivildienst im Altenheim usw.) Dein Argument auch so verstanden habe, wie marenleinchen sie anscheinend verstanden hat: daß Du nämlich von dem einen negativen Fall („weiblicher Führung, weiblicher Oberschwester und 95% weiblicher Belegschaft“) auf die mangelnde Sozialkompetenz ALLER Frauen schließt. So etwas wäre natürlich ein Fehlschluß.

        Du hast Deinen eigentlichen Punkt dann in Deinem Folgebeitrag (1. Oktober 2016 at 7:38 pm) völlig klar gemacht.

        Wie marenleinchen aber darauf kommt, den meisten Mitgliedern hier im Forum diese Testosteron-Theorie unterzuschieben („So gut wie jeder (hier) behauptet, dass Männer deswegen in den wichtigen Schaltstellen der Gesellschaft sitzen, weil sie soviel mehr Testosteron haben“), verstehe ich auch nicht …

        • @js,

          das Bild mit der Wildsau ist wohl sehr schlecht gewählt…

          scusi

  9. „“..Sie arbeiten lieber in den „soften“ Abteilungen, für die man soziale Kompetenz braucht und Einfühlungsvermögen, aus denen aber selten der Weg in die erste Führungsebene führt.
    Sie definieren sich über Soft Skills…““

    Es ist mir schleierhaft, wie man den real existierenden Feminismus, die behauptete „Emanzipation der Frau“ als etwas anderes wahrnehmen kann als die Transformation des bürgerlichen Ideals des Versorgermannes mit seinen hard skills und Muddi, die für die soft skills zuständig ist. Wer hier noch ernsthaft behauptet, Feminismus in seiner real existierenden Form sei ein Ableger des Marxismus, dem empfehle ich dringend einen kompetenten Nervenarzt aufzusuchen, da die verzerrte Realitätswahrnehmung pathologische Ausmasse erreicht hat.

  10. Etwas OT:
    Mal hier an die Kommentatoren gefragt:
    Wie plant ihr? Welche Schritte ergreift ihr für eure berufliche Zukunft?

    Zu mir:
    Ich sehe mich in der Informationsphase, daher versuche ich verschiedene Infos über Karriere und Beruf zu sammeln und (indirekt) zu verarbeiten.
    Eine grobe Vorstellung über mittelfristige Ziele habe ich auch bereits mir gemacht.

    • Unbedingt lesen: Der Spiegel, Nr. 36 (03.09.2016), S. 10 bis 18, „Welche Jobs werden überleben?“

      Dazu gibt‘ natürlich auch bessere Texte … Der entscheidende Punkt: Informiere Dich gründlich, welche Jobs, ja welche Branchen in den nächsten Jahren wegfallen werden durch das, was man „industry 4.0“ nennt.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Industrie_4.0

      Auf Grund dieser Umwälzung werden allein in Nordamerika in den nächsten 8 Jahren ca. 15 Mio Jobs verloren gehen (so eine englische Studie von 2014). Da wäre es schon ganz sinnvoll zu überlegen, welche Jobs auch in 15 Jahren noch eine Perspektive bieten …


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