Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 29. September 2016

Margarete Stokowski, Miet-Onkel und das Mansplainen

Einen schönen Einblick in die Sicht einer Feministin erhält man man mal wieder, wenn man die aktuelle Kolumne von Margarete Stokowski liest:

Anscheinend hat sie einen Artikel um etwas neues aus Japan gelesen, was sich „Onkeln“ nennt. In ihrer Darstellung:

Aus Japan kommen immer so geile Erfindungen. Haikus, Pokémon, flauschige Roboterrobben. Jetzt gibt es eine neue japanische Weltverbesserungsmaßnahme, und sie könnte schlauer nicht sein: „Miet-Onkel“. Ein Service, bei dem man sich einen mittelalten Mann mietet, der zuhört und Ratschläge fürs Leben gibt. So ein „Ossan“ ist 45 bis 55 Jahre alt und ist kein Therapeut, kostet aber auch weniger und hilft in allen möglichen Fällen – bei Beziehungsproblemen oder wenn man nicht weiß, wie man sich beim Vorstellungsgespräch benehmen soll.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie das eine Feministin triggert: Ein mittelalter Mann, der gegen Bezahlung die Welt erkllären will? Ha, jetzt meinen die Männer auch noch, dass Mansplaining was wert ist. Da schreibe ich doch gleich mal einen langatmigen Artikel dazu, dass alle Männer eh Schweine sind und Mansplaining ein Verbrechen ist und nicht etwa eine Dienstleistung:

Nun könnte man sagen: Ha, ha. Das machen die doch eh. Wenn ich einen Mann will, der mir erklärt, was ich mit meinem Leben machen soll, brauche ich gar keine Hotline. Von mittelalten Männern kriege ich ungefragt Ratschläge bezüglich meiner beruflichen Tätigkeit, Urlaubs-, Garderoben- und Frisurplanung, bezüglich meiner Ernährung und der Häufigkeit meiner sexuellen Erlebnisse, und das in beruhigender Regelmäßigkeit.

Vielleicht würde ich diese Ratschläge in Japan nicht kriegen und vielleicht sind deswegen die Miet-Onkels gut für Japan, kann sein, aber ich hab von ihnen jetzt schon was gelernt, ohne je einen gemietet zu haben. Danke, Onkels.

Es muss sie noch mehr getriggert haben, dass die Idee dazu enstanden ist, als der Erfinder Mädchen über Männer lästern hörte vollkommen berechtigte Kritik von jungen Frauen über Männer als Aufforderung zu noch mehr Mansplaining falsch verstandt:

Probleme bei der Arbeit? Stress in der Liebe? Einsam zu Hause? Aber niemand da, mit dem man mal offen sprechen kann? Für Japaner, die sich nie im Leben trauen würden, sich mit solchen und anderen Fragen an einen Therapeuten oder gar noch schlimmer an jemandem in der eigenen Familie zu wenden, bieten sich Takanobu Nishimoto und seine „Miet-Onkels“ an. Männer mittleren Alters, die anderen Menschen ein Ohr schenken. Einfach auf Nishimotos Online-Dienst einen „Ossan“ – einen Mann zwischen 45 und 55 Jahren – aussuchen und mieten. Für 1000 Yen (9 Euro) pro Stunde.

Ein Service, der aber nicht nur den Kunden helfen soll, sondern auch den Männern. Auf die Idee für seine kuriose Dienstleistung sei er gekommen, als er eines Tages in der Bahn Schulmädchen hörte, die sich abfällig über ältere Männer äußerten. Diese „Ossan“ seien eklig und ähnliche Dinge habe er die Mädchen sagen hören, erzählt Nishimoto in einem Café in Tokio. „Da ist mir klar geworden, wie geringschätzig solche Männer gesehen werden“. Es ist das bekannte Klischee: Männer, die an sechs Tagen der Woche täglich mindestens zehn Stunden bei der Arbeit verbringen, nach Feierabend mit Kollegen oder Geschäftsfreunden trinken gehen und am Sonntag Golf spielen.

Ihre Familie sehen sie nur ein paar Minuten am Werktag und ein paar Stunden am Wochenende. Und wenn sie in die Rente gehen, nachdem sie jahrzehntelang mit der Firma verheiratet waren, kommen sie in ein Heim, das sie kaum kennen. Die Rolle des Geldverdieners, die dem Vater zu Hause jahrzehntelang Autorität sicherte, entfällt. Plötzlich sind sie „Sodaigomi“, Sperrmüll, weil sie zu nichts nutze seien und nur im Wege stünden. „Diese Ossan tun mir leid“, erzählt Nishimoto. Um das zu ändern und diesen Männern zu mehr Selbstwertgefühl zu verhelfen, kam er vor vier Jahren auf die Idee mit dem Mietservice.

Indem seine „Miet-Ossan“ Jüngeren zuhören und Rat erteilen, könnten sie „coole“ Typen werden. Nishimoto, der als Lehrer einer Modeschule und als Stylist arbeitet – selbst aber auch als Ossan zu mieten ist – beschäftigt im ganzen Land 70 solcher Männer. Er selbst führt die Bewerbungsgespräche. Wer mit „offensichtlich sexuellen Interessen“ komme, blitze ab, versichert Nishimoto. „Ich will keine Probleme haben“. Schließlich seien die meisten Kunden Frauen in ihren späten 20er bis 40er Jahren. „Männer machen nur 20 Prozent aus“, erläutert Nishimoto

Das beleuchtet einige interessante Aspekte zu Machtverhältnissen in Beziehungen: Zuhause hat eben häufig die Frau das sagen (dazu auch dieser Artikel, in dem es auch darum geht, dass der absinkende Cortisolspiegel aufgrund der veränderten Statusverhältnisse nach der Verrentung sich gesundheitlich auswirkt). Den Mann dann gleich als „Sperrmüll“ zu bezeichnen ist in der Hinsicht auch interessant (nein, Männerabwertungen gibt es in dieser männerbegünstigenden Welt nicht). Man versteht gar nicht, warum japanische Männer kein Interesse an Heirat und Beziehung haben. Es ist ein schönes Projekt,  bei dem Männer Leuten helfen und dabei wieder eine Bedeutung erlangen und gleichzeitig auch selbst etwas lernen. Da muss man gleich mal was zu Mansplaining schreiben, dass darf man nicht ungestraft und kommentiert so positiv stehenlassen sondern muss gleich erst einmal deutlich machen, das Mansplaining böse und Unterdrückung der Frau ist.

Ein bisschen sei das wie in Hostess-Bars: man tröstet den anderen. „Die Kunden erzählen gerade deswegen so viel und offen, weil die Ossan fremde Personen sind“, sagt Nishimoto. Man trifft sich in Restaurants oder Cafés. Gesprochen wird über die verschiedensten Dinge. Manche Kunden suchten zum Beispiel Ratschläge bei der Jobsuche. „Einmal wollte jemand mit einem Ossan ein Vorstellungsgespräch üben“, schildert Nishimoto. Unter jungen Leute würden „normale Ossan“ oft als abschreckendes Beispiel angesehen nach dem Motto: „So möchte ich nicht werden“. „Aber die Ossan zum Ausleihen sind gute Vorbilder“, sagt Nishimoto.

Auch komme es vor, dass eine Hausfrau einen seiner Ossan um Rat bitte, weil ihr Mann eine Geliebte habe. Viele Ossan seien selbst geschieden. Einer von denen heirate demnächst eine Kundin. „Ich habe nichts dagegen“, sagt Nishimoto. „Sie sollen alle glücklich werden“.

Ein Männerbild, welches positiv neu besetzt wird. Leute, die es schön finden, mit jemanden, auch einem Mann, etwas bereden zu können oder bestimmte Gesprächssituationen zu üben. Sogar Kritik an den Männern, die vor lauter Arbeit keinen Bezug mehr zu ihrer Familie haben und dort dann auch noch als Sperrmüll bezeichnet werden (man ist verwundert, warum sie so wenig Zeit zuhause verbringen wollen bei so charmanten Ansichten).


Responses

  1. Schoppe schrieb:

    Ort der Frau ist in diesem Modell der Emanzipation ein sozialer Innenraum, dessen Bewohnerinnen nicht damit behelligt werden, welche Kosten in den äußeren Bereichen der Gesellschaft für die Errichtung dieses Raums aufgebracht werden müssen. Emanzipation bedeutet hier kein ziviles Miteinander von Frauen und Männern, sondern eine schroffe Trennung ihrer Bereiche.

    Das ist nicht allein aufgrund der verschwiegenen Kosten fatal. Das traditionelle Männlichkeitsmodell wird sinnvoll erst durch das korrespondierende Modell der Weiblichkeit, und dieses wiederum wird erst realisierbar durch das Modell disponibler Männlichkeit. Beide Muster sind logisch zwingend aufeinander und auf die gemeinsame Geschlechterordnung bezogen.

    Wer also eines dieser Muster aufrecht erhält, der hält damit zwangsläufig auch am anderen Geschlechtermuster und an ihrer gemeinsamen Ordnung fest. Das Modell der geschützten und bewahrenden Weiblichkeit ist also kein Gegenmodell zur disponiblen Männlichkeit, sondern seine notwendige Ergänzung – ebenso wie umgekehrt. Wer daher Weiblichkeit als Lösung des Problems der Männlichkeit präsentiert, der reproduziert damit beständig eben das Problem, das zu lösen er vorgibt.

    Die friedfertige Frau braucht den disponiblen Mann.

    https://man-tau.com/2016/09/21/jammer-manner-und-friedens-frauen/

    Wozu ist der Mann gut? Mütti holt das Geld doch von der Bank…und so nennen die jungen Mädchen die alten Männer dann Sperrmüll.

    • Das Zitat von Schoppe ist genial.
      Auch wegen seiner Weitschweifigkeit, aber vor allem wegen seiner Präzision, die die Dialektik des modernen Geschlechterverhältnisses vollumfänglich als althergebracht enthüllt.

    • Hier hat Schoppe voll ins Schwarze getroffen. Da gibt es eine sogenannte Geschlechterforschung, das Genderdingens, staatlich üppig alimentiert, doch das Offensichtliche sehen die nie oder wollen es nicht sehen.

      Feminismus und sein Ableger Genderismus sind politische Bewegungen, deren primäres Ziel es ist, den Frauen parasitäre Lebensentwürfe zu ermöglichen. Die Versorgungsleistungen der Männer, die im traditionellen Ehe- und Familienmodell und der damit einhergehenden Arbeitsteilung die Norm war, wird in die Postmoderne transformiert. Dazu braucht es die disponible Männlichkeit. Um den Mann verfügbar zu halten, ist die permanente Beschuldigung und die Forderung nach Kompensationsleistungen erforderlich.

      Stokowski, Wizorek und Co. sind Paradebeispiele für Frauen, die sich einem parasitären Lebensentwurf verschrieben haben und folgerichtig überzeugte Feministen sind.

      In ihrer Einfalt glauben die, sie leisteten wichtige Beiträge zu politischen Debatten und werden dabei von ihrem sozialen Umfeld bestärkt.

      Den Wizoreks und Stokowskis würde ich als Therapie ein halbes Jahr auf dem Strassenbau wünschen. Nur ein halbes Jahr schwere Arbeit, anstatt dumm rum zu labern. So richtige Arbeit. Und dann reden wir wieder über das Privilegiendings.

      • @Pjotr

        Dabei ist der „parasitären Lebensentwurf“ aber eher der beiläufige Aspekt davon, dass sie eben die geistige Denkelite des real existierenden Repressionssystems darstellen.

        Du kannst die ja in die Produktion wünschen, wie seinerzeit die renitenten DDRler die Stasi 😉
        Ist natürlich lustig, aber das bringt nichts.

        Vielmehr muss die Deutungshoheit der veröffentlichten Meinung möglichst sachlich in Frage gestellt und delegimitiert werden, das ist ja ihr Hauptwerkzeug.

        Der beste Ansatz dazu ist die Erkenntnis der Wahrheit zu befördern, dass Feminismus erzreaktionär ist und das Gegenteil von Emanzipation, Freiheit und Demokratie — bevormundend, autoritär und jedes Denken versuchen zu zerstörend.

        Dass die Exponenten der Denkeleite auch ihren materiellen Vorteil haben ist geschenkt. Wenn du darauf abhebst, schwächst du nur die Kritik an der Sache. Vor allem wenn das Materielle noch so moralisch aufgeladen wird, wie mit „parasitärem Lebensentwurf“.

        Ich meine sogar, dass die Kritik von rechts, absichtlich in dieser Weise daneben zielt. Denn bevormundend, autoritär und denkbehindernd wollen die ja auch sein. Deshalb greifen sie den Feminismus nicht im Kern an. Weil sie die Grundeinstellung teilen.

      • @all

        Alle mitsingen:

        Feminismus in die Produktion!
        Genderismus in den Bau!
        Genderismus in die Produktion!
        Feminismus in den Bau!

        😉 crumar

  2. Augen zu und Mantra wiederholen:

    Feminismus ist kein Männerhass!
    Feminismus ist kein Männerhass!
    Feminismus ist kein Männerhass!
    Feminismus …

  3. Feminismus ist toxisch. Gift für Debatte, Gesellschaft und Kultur.

    • „Feminismus ist toxisch. Gift für Debatte, Gesellschaft und Kultur.“

      dann sind Frauen an sich toxisch, denn es geht ja im Prinzip darum die heimliche oder unheimliche Herrschaft der Frauen in der Gesellschaft auch nach den geschilderten Kriegserfahrungen der Männer zu sichern- Männern bringt die Kriegserfahrung oder überhaupt die Lebenserfahrung zu der Erkenntnis, das das aus der Steinzeit stammende Modell von Männlichkeit heute nicht mehr taugt.
      Und Feminismus ist der Ausdruck weiblicher Panik, die männliche Schutzhülle zu verlieren, die ihnen den Platz im behüteten kuscheligen Zentrum der Gesellschaft sichert.
      Selbst beim Eindringen in Männerdomänen haben Frauen ja immer im Hinterkopf, das es ja im Grunde ein Spiel ist, ein Ausprobieren mit jederzeitiger Rückzugsmöglichkeit in die weibliche Stammrolle.

      So vergiftet tatsächlich jede zu große Ausrichtung einer Gesellschaft auf Frauen diese Gesellschaft.
      Man sieht das an unserer Kultur aber auch am Islam, der zwar in ganz anderer Weise, aber auch total auf Frauen fixiert ist.

      Wahrscheinlich würde ein Kultur am besten fahren, die überhaupt kein großes bohai um Frauen macht, sie einfach links liegen lässt und es ihnen selbst überlässt sich anzupassen, einzubringen usw. Aber das ist Illusion, da Männer durch die zu große Bedeutung, die sie Frauen zumessen, das nicht zulassen.

  4. Wörtliche Übersetzungen ohne Kontext sind m. E. immer problematisch. Man kann das Wort »Sperrmüll« kulturell möglicherweise auch als humoristisch oder satirisch einordnen. Einen Sketch von Loriot oder eine amerikanische Comedy-Serie nimmt man ja auch nicht wörtlich.

    »Ich weiß es nicht, ich bin kein Huhn.« (Loriot)

    Ich möchte aber vor voreiligen Schlüssen und Generalisierungen warnen. Ob ein Mann in einer Ehe (Familie) als überflüssig wahrgenommen wird oder ob er sich selbst so wahrnimmt, hängt von vielen Faktoren ab.

    • richtig letztendlich ist die Gegenseitige Wertschätzung und Macht- und Rollenverteilung immer eine ganz individuelle Privatsache in der Beziehung, Aber man kann nicht ganz abgeschottet leben, sobald ich die Privatsphäre verlasse bin ich der Gesellschaft und ihrem Klima ausgesetzt und muss mich damit auseinandersetzen, zumal ja gerade die Feministische Gesellschaft den Anspruch hat, sich ins private einzumischen.

  5. Da ist ein Satz, den ich noch weniger verstehe als die anderen:

    Und dann bekommt ein Begriff wie „Mansplaining“ plötzlich die Bedeutung: Männer sollen nie wieder was erklären und eigentlich generell lieber die Klappe halten, ungefähr 3000 Jahre lang, einfach für die Gerechtigkeit.

    Stimmt sie dieser Erklärung nun zu?
    Oder ist das sarkastisch und eigentlich ist sie der selben Meinung wie alle yes-means-yes Feministinnen, dass das Mindeste wäre, dass Männer die Gedanken der Frau lesen könnten, um zu wissen, wann ihr Rat oder ihre Meinung erwünscht ist und nur sonst die Klappe halten?

    Mir ist es neulich auf einem Bahnhofsklo passiert, bei dem xx und xy weit getrennte Eingänge hatten, dass vor mir eine etwas desorientierte, alternativ gekleidete Frau in ihrem Portemonnaie nach dem Euro für den Zugang kramte, diesen einwarf, durch die Barriere ging und dann erst feststellte, dass sie lieber das andere Klo aufsuchen möchte.
    Natürlich hätte ich ihr vorher auf die Schulter tippen können, um sie auf den mutmaßlichen Irrtum aufmerksam zu machen.
    Aber erstens wäre das in ihren Augen vermutlich eine sexuelle Belästigung gewesen (ich hatte ja nicht ihre Zustimmung, sie zu berühren) und zweitens schien mir das viel zu transphobisch und drittens fällt „Das hier ist das Männerklo“ auch schon in den Bereich des Mansplaining, da sie das sicherlich auch selbst bemerken könnte.

    Habe ich mich da in Stokowskis Augen so verhalten, wie ein Mann sich gegenüber einer Frau verhalten soll?
    Oder war das doch wieder falsch?

    • @onlyme

      „Stimmt sie dieser Erklärung nun zu?“

      Natürlich, es ist ja ihre eigene! Verscheiert durch die Passivform „bekommt ein Begriff plötzlich die Bedeutung“. Sie selbst ist es, die Bedeutung gibt (bzw einer irgendwo aufgeschnappten folgt).

      „Oder ist das sarkastisch“

      Der Ton ist natürlich übertrieben sarkastisch. Ein verbreitetes Stilmittel im Feminismus, damit dem Leser immer ein Restzweifel bleiben möge, ob das Geschreibsel ernst gemeint ist. Man wird so zum Männerhass überredet. Man liest das und kann gleichzeitig denken, das ist ja hyperbol und da ist was Wahres dran.
      Die wollen sich natürlich möglichst nicht festnageln lassen, sonst stehen sie ja als die Hassprediger da, die sie sind.

      Die 3000 Jahre Schweigen als „Gerechtigkeit“ sagt ja, dass Stokowski das übliche feministische Narrativ glaubt, die Frauen seien seit 3000 Jahren unterdrückt. Diese Zeitskala zielt natürlich auf das Entstehen der „patriarchalen Religion“ ab, genauer gesagt auf das Judentum.

      „Oder war das doch wieder falsch?“

      Da du es ohnhin nur falsch machen kannst -> im Zweifel lieber nichts machen. Du warst ja auch in Gedanken verloren und hast nichts mitbekommen …

    • *Aber erstens wäre das in ihren Augen vermutlich eine sexuelle Belästigung gewesen (ich hatte ja nicht ihre Zustimmung, sie zu berühren) und zweitens schien mir das viel zu transphobisch und drittens fällt „Das hier ist das Männerklo“ auch schon in den Bereich des Mansplaining, da sie das sicherlich auch selbst bemerken könnte.*

      Also wenn das tatsächlich deine Gedankengänge in der Situation waren und nicht (wie ich vermute) nachträgliche Überlegungen um dem ganzen etwas Humor zu verleihen, dann wäre das schon etwas bedenklich.

      • Es wäre in der Tat etwas bedenklich, wenn man Feminismus=“Das was DieFrauen bewegt“ setzen würde – wenn man also beispielsweise im alltäglichen Umgang auch nur einen einzigen Gedanken daran verschwenden würde, ob an dem Begriff „mansplainen“ was dran ist.

    • Das ist die richtige Vorgehensweise. Wenn sie etwas wissen will fragt sie und ansonsten brauchst du dich nicht darum kümmern. Die Männer sollten sich diese altruistische Ader abgewöhnen, ich glaube in Sachen Egoismus können wir uns viel von den Frauen abgucken, denn die Unterstützen auch nur ihre Kinder wenn es darauf ankommt.
      Würde allerdings nicht damit hausieren gehen – mach es wie die Damen, nach vorne nett gucken und nur wenn sie sich umdreht zutreten.

      • Eggs-actly, die feminine Seite im Mann ist zu beachten 😉

        „alternativ gekleidet“ ist schon ein klarer Anzeiger, besonders vorsichtig zu sein.

    • Stimmt sie dieser Erklärung nun zu?

      Die Erklärung ist ein vermutlich öfter gehörtes ad absurdum führen der „strukturellen Deutung“ irgendeines Partygängers auf irgendeiner Party vor 10 Jahren, der angeblich wasweißichwarum nicht mitgekriegt hat, dass er der Autorin eines Buches ihr eigenes Buch empfohlen hat. Aus der „strukturellen Deutung“ dieser Anekdote und der daraus folgenden Moralisierung als „mansplaining“ ergibt sich nämlich, dass AlleMänner so lange die Klappe halten müssen, bis die „Geschlechtergerechtigkeit“ historisch „wiederhergestellt“ ist. Das kommt eben dabei rum, wenn man Männer und Frauen nur als Mitglieder von Kollektiven betrachtet.

      Weil Frau Stokowski das natürlich nicht verstehen _kann_ (sie müsste ja sonst dazu bereit sein, ihre „strukturelle Deutung“ von Alltagsanekdoten in Frage zu stellen, und damit den zentralen Kern des vorherrschenden Feminismus) deutet sie es als Strohmann-Argument und gibt das Absurdum einfach 1:1 wieder.

      Daher die Realsatire.

  6. Dass die Japaner einen an der Klatsche haben, ist ja seit langem bekannt.

    • Sind JA-paner nicht Teil der westlichen Wertegemeinschaft?

      • Nope.

        • Also, Japaner haben einen an der Klatsche und sind nicht Teil der westlichen Wertegemeinschaft!?

          Das erste ist mir seit langen nicht bekannt und dem zweiten würde ich zustimmen, wenn die Japaner klug sein sollten … was aber Deinem ersten teilweise widerspricht.

          Denn, wer nicht Teil der westlichen Wertegemeinschaft ist oder sein will, kann so doof nicht sein.

  7. Provokation erfolgreich. So ein Spruch beim Kennenlernen und es gibt noch andere interessante Menschen.

    • Mir hat das schon mal eine gesagt – danach konnte sie sich jemand anderes zum kennen lernen suchen.

  8. Ich hatte mit einem YouTuber über das Thema Männerrechte, Männerrechtler und die Männerrechtsbewegung gesprochen und dieses Video ist entstanden.

  9. In einer Zeit vor dem Gender Feminismus sagte mal ein kluger Mann:

    „Widersprich nie einer Frau, warte bis sie es selbst tut.“

    Lustig, dass die pseudointellektuellen feministischen Konstrukte des „mansplaining“ und „manterrupting“ genau dieses Zitat bestätigen.

  10. Zitat: „Männer sollen nie wieder was erklären und eigentlich generell lieber die Klappe halten, ungefähr 3000 Jahre lang, einfach für die Gerechtigkeit.“

    Ja klar. Und Frauen sollten sich generell von jedem hergelaufenen minderwertigen Beta vögeln lassen müssen, die nächsten 3000 Jahre, einfach für die Gerechtigkeit.

    • Ich muß dann aber nicht in das Genderkorrekte Fluggerät einsteigen?


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