Selbermach Samstag 205 (24.09.2016)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

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425 Gedanken zu “Selbermach Samstag 205 (24.09.2016)

  1. Bin ich diesmal der erste 😎 Ich bilde mir ja ein politisch im großen und ganzen gut informiert zu sein und dann sehe ich dieses video:

    Ab 3:30 wird es interessant. Habt ihr gewusst, dass der bundestag am 2. Juli 2015 ein gesetz zum ressettelment beschlossen hat? Ich höre davon zum ersten Mal. Die inhalt der reden ist für mich auch sehr überraschend. War euch das bekannt? Wurde dies öffentlich diskutiert?

    • … eher, dass die deutschen einem „unberechenbare(n) Hippie“ oder was auch immer, treudoof folgen. Diese irrationslität löst ängste aus, @atacama.

    • Merkel und die EU haben die Augen vor der Realität verschlossen und Deutschland benötigt dringend Nachwuchs. Sie gleich so zu beleidigen finde ich unnötig. Sie hat gedacht, dass alles sich in Wohlgefallen auflöst und hätte sich danach entschuldigen sollen. Sans plus!

    • Wieso hast du, atacamas und meinen kommentar gelöscht, @christian? Zuwenig bezug zum irrational behandelten geachlechterthema oder zuviel kritik an gutmenschen?

      Roslin – gott hab ihn selig – hätte heutzutage wohl nicht mehr zum selbermachsamstag beitragen dürfen. Irgendwie schade, denn ich vermisse ihn sehr.

    • @leszek, @crumar, @peter müller, wusste ihr das? Was meint ihr dazu? @jc denton, was sagst du dazu? Und auch @semicolon und @marenleichen, mich würde eure meinung interessieren.

      • Ja war es, und was soll daran diskutiert werden?

        „Was für ein Europa stellt sich Merkel vor?“

        Das ist einfach, dazu googele man einfach mal, was z.B. Churchill nach WK2 über Europa gesagt hat, die Flüchtlingslage nach dem WK2, die Umstände des Ersinnens einer europäischen Gemeinschaft und, wenn wir schon mal dabei sind, der Vereinten Nationen sowie ihrer Menschenrechtskonventionen.

        Oder man halte einfach an dem „Überrennen“ durch die bösen braunen Menschen fest. Wie man mag.

        „Industrie, Handel und Handwerk wollen es! (Wirtschaftus vult!)“

        Moooment, ich dachte die Flüchtlinge und sonstige Asylbeantragenden seien so nutzlos wie ein Kropf und kämen nur hierher um blonde Frauen und Sozialleistungen abzugreifen?
        Das ist jetzt ganz neu für mich, dass aufgrund des demographischen Wandels Neubürger tatsächlich ganz gut sein könnten. Lügen-AFD!

        „Resettlement“

        Das UN-Flüchtlingsagentur sagt dazu:

        „Resettlement ist neben freiwilliger Rückkehr, Asyl und Integration eine von drei dauerhaften Lösungen um Flüchtlinge zu unterstützen, sich ein neues Leben in Frieden und Würde aufzubauen. Der Begriff bezeichnet die dauerhafte Neuansiedlung besonders verletzlicher Flüchtlinge in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat, der ihnen vollen Flüchtlingsschutz gewährt und ihnen die Möglichkeit bietet, sich im Land zu integrieren. […]
        Die jährlich angebotenen Kontingente liegen jedoch lediglich bei insgesamt rund 80.000 Plätzen, der weltweite Bedarf ist jedoch weitaus größer. In den nächsten fünf Jahren werden rund 800.000 Menschen Resettlement benötigen.
        Die meisten Flüchtlinge (rund 80 Prozent) werden momentan von den USA, Kanada und Australien aufgenommen. In Europa bieten die nordischen Länder die meisten Resettlement-Plätze, aber auch viele andere Länder haben bereits kleinere Programme gestartet.“

        Aber wir können dazu auch gerne die Definition aus dem NS benutzen, das wirkt dann auch gleich viel dramatischer und als würde man sich um die armen Menschen, die GEGEN IHREN WILLEN ins schäbbige, regnerische Deutschland verfrachtet werden, sorgen.

        „Warum können Ausbildungsplätze nicht besetzt werden?“

        Weil die Kandidaten den Anforderungen nicht entsprechen, oder die Ausbildungsplätze nicht attraktiv genug sind. Das wurde ab und an mal in der Presse besprochen. Zudem liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein bei 7%. Das ist quasi Vollbeschäftigung.

        „Warum sehen Kirchen und Wohlfahrtsverbände Einwanderung ähnlich wie das Kapital (sic)“

        Ich weiß nicht, eventuell haben sie unterschiedliche Gründe dafür, die selbe Meinung zu haben?
        Ähnlich wie Mama den tollen Kofferraum gut findet, Papa die PS und die Kinder die Farbe des neuen Autos.

        „Familiennachzug bedeutet flüchtige Bekannte, die man auf der Flucht kennengelernt hat“

        Der genaue Wortlaut ist „Familien, die sich in Transitländern gebildet haben“.
        Dazu würden zum Beispiel auch die Kinder zählen, die man auf der Flucht aufgelesen hat. So geschehen in meiner Familie, 2 fremde Kinder, ein Kind, dass eigentlich zur weiteren Verwandschaft gehörte und zeitweise keinen hatte. Damals war das kein großes Problem.

        „Forderungen der Wirtschaftsverbände“

        Wie immer und immer wieder gezeigt wurde, gilt das Argument Humanität wenig. ^^

        Generell finde ich die Interpretation ein wenig wild.
        Und bitte, entweder „200.000“ oder „zweihunderttausend“, wenn man große Zahlen schreibt. „200tausend“ wirkt so als würde man für Minderbemittelte schreiben.

        Oh….

      • @Albert

        Zuerst zum Begriff selbst und dann noch ein paar Anmerkungen.

        Zum Begriff „Resettlement“ laut UNHCR:

        „Kriege, politische Unruhen, Krisen – Menschen müssen aus den verschiedensten Gründen aus ihren Heimatländern fliehen. In erster Linie sind es die Nachbarstaaten solcher Krisenregionen, oft selbst arme Länder, die dann in kurzer Zeit die Aufnahme vieler tausender Flüchtlinge organisieren müssen und damit häufig strukturell überfordert sind. Flüchtlinge möchten so schnell wie möglich in ihre Heimat zurückkehren, doch oft lassen die Verhältnisse im Herkunftsland eine baldige Rückkehr nicht zu. Wenn für ein Erstzufluchtsland der Flüchtlingsstrom zu groß ist oder es die Sicherheit für eine dauerhafte Integration der Flüchtlinge nicht bieten kann, ist die Neuansiedlung in einem Drittland, das so genannte Resettlement, oft die einzig mögliche Lösung.

        Resettlement ist neben freiwilliger Rückkehr, Asyl und Integration eine von drei dauerhaften Lösungen um Flüchtlinge zu unterstützen, sich ein neues Leben in Frieden und Würde aufzubauen. Der Begriff bezeichnet die dauerhafte Neuansiedlung besonders verletzlicher Flüchtlinge in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat, der ihnen vollen Flüchtlingsschutz gewährt und ihnen die Möglichkeit bietet, sich im Land zu integrieren.“

        http://www.unhcr.de/mandat/dauerhafte-loesungen/resettlement.html

        D.h. dein verlinkter Bericht verwendet den Begriff in polemischer Absicht wissentlich und willentlich *falsch*.
        Warum wundere ich mich, dass die größten Kritiker der „Lügenpresse“ selber vor keiner Lüge zurückschrecken, wenn es in das politische Kalkül passt?!

        Gruß crumar

        • @crumars Zitat
          „Wenn für ein Erstzufluchtsland der Flüchtlingsstrom zu groß ist oder es die Sicherheit für eine dauerhafte Integration der Flüchtlinge nicht bieten kann, ist die Neuansiedlung in einem Drittland, das so genannte Resettlement, oft die einzig mögliche Lösung.“

          Die ganz besondere „Lösung“ der UN gibt es natürlich nur in Bezug auf Israel, vertreten von der UNHCR Schwesterorg UNRWA:

          „…. five million descendants of Arab refugees from ​1948, who ​continue to wallow in UNRWA ​refugee ​facilities, under ​the promise of the “right of return” to Arab villages in what is now Israel. For this, they are told, they must live and die​ – a recurring theme found in Palestinian Authority textbooks ​now used in UNRWA schools — which is an ongoing recipe for disaster and ​a lingering ​human rights tragedy of the 21st century.

          UNRWA ​now ​perpetuates ​the ​stateless status of refugees and their descendants, reinforcing a life of limbo, poverty, anguish and despair. No, UNRWA cannot be phased out​: It operates under the mandate of the UN General Assembly. However, ​since ​97% of UNRWA’s 1.2 billion budget comes from ​Western ​donor nations, these nations could be asked to join an effort to ​reform UNRWA policies, which hardly conform to the UN credo that “peace starts here.”“

          https://www.algemeiner.com/2016/06/21/the-%e2%80%8btime-has-come-for-unrwa-reform-a-solution-to-the-palestinian-refugee-dilemma-2/

          Nur soviel zur „Menschlichkeit“ der UN-F-lingspolitik und ihren doppelten Standards.

      • Vielen dank für eure kommentare. Man muss sich das sicher genauer ansehen, um wirklich beurteilen zu können was da beschlossen wurde. Ich fand es halt komisch.

    • Die letzte Aussage des verlinkten Video-Clips lautet: „Wer Flucht mit Migration mischt, ist ein Kriegsverbrecher“ (08:01 min). Mir scheint diese Aussage offenkundig falsch zu sein: Natürlich kann man Flucht mit Migration „mischen“ – was immer das genau heißen soll -, ohne damit ein Kriegsverbrechen zu begehen. Genaueres findet sich unter:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsverbrechen

      Auch viele andere Aussagen des Video-Clips, vor allem zum sogen. Resettlement, sind fragwürdig. Z. B. wird unterstellt, daß das Resettlement der Bundesregierung eine dauerhaufte Aufnahme und Eingliederung von Flüchtlingen beinhaltet. Diese Einschätzung ist jedoch falsch. Bei Wikipedia heißt es:

      „Der Begriff Resettlement (engl. für ‚Umsiedlung‘) bezeichnet sowohl die dauerhafte, als auch die zeitlich begrenzte Aufnahme und Eingliederung von besonders gefährdeten Flüchtlingen von einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat, der ihnen entweder vollen Flüchtlingsstatus oder nur temporären humanitären Schutz zuerkennt und ihnen deshalb die Möglichkeit bietet, sich im Land zu integrieren.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Resettlement

      Kurzum, mir scheint der Inhalt des Video-Clips eher im Bereich der Dichtung als im Bereich der Wahrheit angesiedelt zu sein. Bei aller berechtigten Kritik am Vorgehen der Bundesregierung in Bezug auf die Flüchtlingswelle (ausgelöst durch den sogen. „Arabischen Frühling“), sollte man sich doch nicht einer Einwanderungs-Hysterie in die Arme werfen.

      Übrigens findet sich eine Rekonstruktion von Merkels strittiger Entscheidung „Ihr Kindlein, kommet rein zu uns“ in einem der letzten „Spiegel“. Ob diese Rekonstruktion plausibel ist, mag jeder für sich selbst entscheiden …

    • Ach herrje. Da versteht aber jemand herzlich wenig von Politik.

      Natürlich bestimmt immer das Kapital. Das ist jetzt nichts neues. Aber in dem Zusammenhang bringen die Grünen diese Argumente, weil sie die CDU, die viel eher wirtschaftsfreundlich erscheinen(!) muss, damit öffentlich ködern kann. Die Wirtschaft hat tatsächlich ein Interesse an Einwanderung. Nicht unberechtigt, denn letztes Jahr haben die Flüchtlinge 0,5% zum BIP Wachstum beigetragen. Und ein großes Arbeitskräfteangebot ist dem Kapital auch immer recht. Das senkt den Preis der übrigen Arbeitskräfte. Markt ist super, oder?

      Merkels „Überzeugung“ wiederum ist wie weiter unten zu Leszeks Beitrag ausgeführt nichts anderes als verfassungsmäßige Rechtslage und die Vorstellung universeller Menschenrechte. Na da ist sie aber mutig in ihren Überzeugungen!

    • Albert,

      was der Bundestag da beschlossen hat, lässt sich hier nachlesen:

      http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/text.xav?SID=&tf=xaver.component.Text_0&tocf=&qmf=&hlf=xaver.component.Hitlist_0&bk=bgbl&start=%2F%2F*%5B%40node_id%3D%271116264%27%5D&skin=pdf&tlevel=-2&nohist=1

      da ist nichts geheimnisvolles dabei.

      U.a. wurden die Rechtsgrundlagen für eine Repatriierung bzw Ausweisung unerwünschter Ausländer verschärft und die rechtlichen Grundlagen verbessert, erwünschten Ausländern einen dauerhaften, auf vollständige Integration abzielenden, Aufenthaltsstatus geben zu können.

      Dieses „erwünscht“ bezieht sich selbstverständlich auch und insbesondere auf die Fähigkeit und den Willen der Personen sich vollständig und nutzbringend in das makro-ökonomische System einbinden zu lassen.

      Erwünscht ist aber auch (im Gesetz nachzulesen) eine vorbehaltlose positive Akzeptanz der FDGO und des soziokulturellen Rahmens hierzulande durch die ausländische Person.

      Kurzum (und total Anti-PC): Wir wollen die westlich orientierte Oberschicht und obere Mittelschicht und die Intelligenz hier haben, nicht den verlausten, langbärtigen Salafisten der nicht mal richtig lesen kann.

      Und sicher wurde das lang und breit über Jahre hinweg unter dem Stichwort „Einwanderungsgesetz“ und „demographischer Wandel“ öffentlich diskutiert.

      • erwünschten Ausländern einen dauerhaften, auf vollständige Integration abzielenden, Aufenthaltsstatus geben zu können.

        Aus Sicht des deutschen Staates ist das Problem dabei folgendes:

        Wenn Leute, die hier her kommen, aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht schnell abgeschoben werden können, dann kann man sie aus rechtlichen Gründen mit zunehmender Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr abschieben. Insbesondere, wenn Kinder da sind, die hier die Schullaufbahn durchlaufen haben und das andere Land überhaupt nicht kennen. Oder überhaupt nach einigen Jahren.
        Und bezüglich des derzeitigen Problems ist anzunehmen, dass da im Nahen Osten auf mindestens 10 Jahre nichts hinreichend in Ordnung kommen wird. Das heißt, da werden ganz viele bleiben können.

        Wenn man nun hinginge und denen möglich lange die Integration verwehrt, bis es gar nicht mehr anders geht, dann sind die nach 10 Jahren rumhocken nicht mehr fähig es noch zu was zu bringen.

        Daher muss man abschätzen, bei welchen gute Chance bestehen, dass sie sich hier erfolgreich integrieren und denen möglichst schnell die Chance dazu geben.

        Für die deutschen Arbeitnehmer sind allerdings die gut Integrierbaren die wahre Konkurrenz, vor der sie Sorge haben könnten oder sollten. Diejenigen, die ohnehin nicht integrationsfähig sind und anfällig für radikalen Islamismus sein könnten, sind überhaupt keine Konkurrenz und müssten nicht wirklich gefürchtet werden. Die großen Zauberer des Kapitals zeigen nur in die eine Ecke, damit sie das Kaninchen aus der anderen ziehen können.

        • „Daher muss man abschätzen, bei welchen gute Chance bestehen, dass sie sich hier erfolgreich integrieren und denen möglichst schnell die Chance dazu geben.“

          Das ist richtig.

          Mit dem Abschieben bzw Ausweisen gibt es allerdings schon einige Erfahrungswerte. Mittlerweile dürfte z.B. schon jeder zweite Kosovare hier mal „Gast“ gewesen sein und wurde wieder rausgeworfen. Ähnliches mit Bosniern (Balkankriege in den 90ern) und Albanern.

          Hoffen wir mal, dass das Gros der Nichtbleibefähigen freiwillig zurückkehrt. Erspart ne Menge Arbeit.

        • „Wenn Leute, die hier her kommen, aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht schnell abgeschoben werden können, dann kann man sie aus rechtlichen Gründen mit zunehmender Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr abschieben.“

          Stimmt. Deshalb ist es entscheidend, die weitere massenhafte Einwanderung potentiell schwer integrierbarer zu verhindern. Mit Diskussionen über irgendwelche Tests kommen wir da nicht weiter.

          „Wenn man nun hinginge und denen möglich lange die Integration verwehrt, bis es gar nicht mehr anders geht, dann sind die nach 10 Jahren rumhocken nicht mehr fähig es noch zu was zu bringen.
          Daher muss man abschätzen, bei welchen gute Chance bestehen, dass sie sich hier erfolgreich integrieren und denen möglichst schnell die Chance dazu geben.“

          Stimmt auch. Nur dürfte sich herausstellen, dass die Mehrheit eben nicht gut integrierbar ist (was zum Teil schlicht an der großen Zahl liegt) und dauerhaft auf Hartz 4-Niveau alimentiert werden muss.

        • Nur dürfte sich herausstellen, dass die Mehrheit eben nicht gut integrierbar ist (was zum Teil schlicht an der großen Zahl liegt) und dauerhaft auf Hartz 4-Niveau alimentiert werden muss.

          Das ist durchaus möglich. Aber auch dann wäre die einzige Möglichkeit es zu verhindern, Einschränkungen an unseren Vorstellungen universaler Grund- und Menschenrechte vorzunehmen. Ich habe erhebliche Zweifel, ob Du und ich langfristig gut damit fahren würden. Der Punkt universaler Rechte ist, sie auch den Unbequemen zuzugestehen. Denn jeder könnte mal „unbequem“ sein.

        • „Das ist durchaus möglich. Aber auch dann wäre die einzige Möglichkeit es zu verhindern, Einschränkungen an unseren Vorstellungen universaler Grund- und Menschenrechte vorzunehmen.“

          Nein. Die Abschiebung in F-lingslager außerhalb Deutschlands oder Länder, die bereit sind, die Menschen aufzunehmen, verstößt nicht gegen Menschenrechte. Grenzsicherung sowieso nicht.

        • Richtig, Grenzsicherung verstößt nicht gegen Menschenrechte. Wenn wir alle, die offenkundig keine rechtliche Chance auf Asyl bei uns haben (z.B. weil sie aus sicheren Drittstaaten kommen), schon an der Grenze stoppen bzw. sie unmittelbar nach dem Aufgreifen zurückschicken, ergeben sich viele Abschiebungsprobleme erst gar nicht. Und sobald sich ein solches hartes Vorgehen herumspräche, würde der Andrang nach Deutschland auch schnell nachlassen.

        • Für die sich aus den Grundrechten ergebenden Grenzen des Umgangs des deutschen Staates mit F ist es völlig unerheblich, ob sich diese F dabei auf deutschen Boden befinden. Es kommt alleine darauf an, ob der deutsche Staat tätig wird oder nicht. Das bedeutet, dass man den beschriebenen rechtlichen Dilemmas nur entgegen kann, wenn das Nachbarland, aus dem sie kamen, tätig wird. Wie schon öfters gesagt war der Grundfehler Deutschlands bei dem Problem, u.a. die Griechen so kaputt zu machen, dass sie diese Rolle nicht mehr spielen können und wollen.

        • lh – welche Grundrechte oder sonstigen Rechtsgrundlagen verpflichten Deutschland, jemanden, der weder EU-Bürger ist noch eine sonstige Einreiseerlaubnis hat, über die Grenze zu lassen, damit er hier einen Asylantrag stellen kann?

        • Wie gesagt ist es für die Geltung deutscher Grundrechte völlig unerheblich, wo sich eine Person befindet. Auch beim Zurückweisen an der Grenze wird der deutsche Staat tätig und sein Handeln ist daher an den Grundrechten zu messen. Auf die Stellung eines formalen Asylantrags kommt es dabei nicht an, es würde reichen dem Grenzer „Asyl“ zuzurufen und der deutsche Staat müsste das prüfen.

        • Genau. Und der deutsche Staat in Form des Grenzers würde dann feststellen, dass der Asylantrag gemäß Artikel 16 Absatz 2 GG offensichtlich unzulässig ist, wenn der Antragsteller versucht, aus einem sicheren Drittland einzureisen. Er kann daher direkt an der Grenze abgewiesen werden. Ein Anspruch auf Einreise existiert jedenfalls nicht.

        • Aus Art. 1 und Folgende Grundgesetz. Alle Grundrechte mit Ausnahme derer, die politische Teilhabe regeln, sind als sogenannte Jedermann-Rechte ausgestaltet. Art. 1 GG sagt z.B. „die Würde des Menschen“ und nicht etwa „die Würde des Deutschen“. Art. 2 GG ist „Jeder“ und nicht „Jeder Deutsche“ und so weiter.

          @JC:

          Ja. Wenn der Drittstaat aus dem eingereist wird, ein sicherer ist, dann ist den Grundrechten des Einreisenden genüge getan. Aber die Sicherheit muss der deutsche Staat prüfen.

        • @lh – „Wenn der Drittstaat aus dem eingereist wird, ein sicherer ist, dann ist den Grundrechten des Einreisenden genüge getan. Aber die Sicherheit muss der deutsche Staat prüfen.“

          Das heißt, du stimmst zu, dass Asylbewerber, die aus einem sicheren Drittstaat einreisen wollen (also praktisch alle), direkt an der Grenze abgewiesen werden können? Dann haben wir offenbar aneinander vorbeigeredet, denn genau das ist ja mein Punkt.
          Ich bestreite keineswegs, dass das Handeln des deutschen Staates sich nach dem Grundgesetz richten muss, auch wenn es Sachverhalte oder Menschen betrifft, die sich außerhalb von Deutschland befinden. Ich habe nur bestritten, dass sich aus dem Grundgesetz (oder sonstigen Regelungen) eine generelle Verpflichtung ergibt, jedem eine Einreise zu ermöglichen, nur weil er einen Asylantrag stellen möchte.

        • Ja, dann sind wir uns weitgehend einig. Allerdings gibt es nicht nur die rechtliche Ebene. Wie früher schon mal ausgeführt ist es nicht in deutschem Interesse, wenn Griechenland und der Balkan von dort feststeckenden F überschwemmt und destabilisiert werden. Und wenn diese Drittstaaten von den dort auflaufenden Mengen an F überfordert wären und kein rechtsstaatliches Asylverfahren mehr gewährleisten könnten, dann wären es auch keine sicheren Drittstaaten mehr.

        • Das ist sicherlich richtig, da muss man Lösungen finden. Aber wenn erst einmal deutlich wird, dass von Griechenland aus kein Weg mehr nach Deutschland führt, wird auch der Druck auf Griechenland schnell nachlassen.

  2. Das Mordopfer von Brunner hatte mehrfach Stalkinganzeige gegen ihn erstattet.

    Ist ja nicht das erste Mal, dass Stalking nicht richtig geahndet wird und das Opfer dann stirbt oder Name, Stadt, Adresse usw. wechseln muss.

    Findet ihr, dass mit Stalkern zu lasch umgegangen wird und sie schneller aus dem Verkehr gezogen werden müssten? Oder sollte man den Stalker zur Finanzierung von Personenschutz für das Opfer verpflichten?

    http://www.spiegel.de/spiegel/gerwald-claus-brunner-strafanzeige-wurden-seit-monaten-geprueft-a-1113700.html

    „Prüfen“ langt ja nicht, wenn der Stalker bis dahin zur Staat schreitet.

    • – Stalking ist ein m.E. ein Ausdruck der Bindung eines Partners an den anderen und diese Bindung ist anscheinend stärker bei Männern als bei Frauen
      – Anderseits bin ich davon überzeugt, dass dieses Verhalten, wenn auch vielleicht in einem geringeren Maße, ebenso bei Frauen existiert
      – Frauen sollten sich m.E. fragen, wieso sie genau diesen Partner so sehr an der Leine herum geführt haben
      – Frauen sollten m.E. lernen sich im Notfall selbst zu verteidigen
      – Ich fühle mich nicht verantwortlich für einige wenige Männer die sich daneben benehmen. Es gibt auch andere Männer. Die sind aber nicht so erfolgreich ……
      – und nein das ist kein victim-shaming. In einigen wenigen Fällen war es sicherlich unvorhersehbar

      • – Stalking muss aber nicht zwischen (Ex)Partnern ablaufen, sondern kann auch mit Fremden passieren.
        Es gibt ja auch Stars, die „verfolgt“ werden.

        – Der Tote ist ein Mann. Und ja, der muss sich natürlich tatsächlich selbst verteidigen können, von daher ist er natürlich selber schuld, da hast du Recht. Wer sich als Mann ermorden lässt, ist schon ziemlich peinlich, da hast du Recht.

        – Der Tote war nicht mit Brunner befreundet

        „. Sie weist darauf hin, dass der ehemalige Piraten-Politiker den Mord an Jan Mirko L. geplant haben muss. Seinem „Wuschelkopf“, wie er ihn in sozialen Netzwerken immer nannte.

        Doch die Liebe war einseitig. Eine Beziehung soll es zwischen den beiden, die sich aus dem Wahlkreisbüro Claus-Brunners in Steglitz-Zehlendorf kannten, nie gegeben haben. Stattdessen fühlte sich L. bedrängt, von einer Flut von SMS- und WhatsApp-Nachrichten etwa. Sogar so sehr, dass er vor einigen Wochen eine Anzeige wegen Stalkings erstattete.“

        Aber schön dass du daraus wieder eine wirre Feminismusaklage machen musst.

        • sondern kann auch mit Fremden passieren

          Ja das passiert auch und früher nannte man solche Leute „verrückt“ oder „Spinner“.

          Viel öfter aber ist m.E. der ganz „normale“ Stalker ein abgewiesener Liebhaber. Frauen stalken z.B. ganz legal mit Kindesentzug oder ähnlichem.

          Ich habe persönlich oft erlebt, dass Frauen Männer ganz bewusst „heiß machen“ einfach so aus Spaß ohne seriöse Absichten. Manchmal schlägt das halt zurück. Und nein ich befürworte das nicht, ich stelle bloß fest.

        • Nochmal die Frage: Wie damit umgehen? Sollte man Stalker früher aus dem Verkehr ziehen oder nciht?

          Aber da du das Ganze krampfhaft wieder auf eine Mann/Frau Schiene ziehen musst, wobei du darauf hinweist, dass oft die Frau schuld ist, weil sie den Mann zu heiss macht:
          ein Bosnier aus Wien hat seine Ex-Freundn mit einer Handgranate gesprengt, weil sie ihn verlassen hat. Vorher hat er seine alte Frau + seine Kinder für die jüngere sitzen lassen, aber er war so eifersüchtig, dass sie sich getrennt hat, aufgrund seiner Verfolgungen in Wien zurück nach Bosnien ist. Er ist ihr hinterher gestalkt und hat sie umgebracht.

          http://www.dailymail.co.uk/news/article-3803723/Bosnian-migrant-blew-ex-girlfriend-HAND-GRENADE-ran-man.html

          Ok, sie trifft natürlich eine erhebliche Mitschuld bzw. Mittäterschaft, weil sie ihn verlassen hat und wagte, einen neuen Partner zu nehmen, man könnte es also als ausnehmend brutalen Suizidversuch ihrerseits werten, aber dennoch….
          Könnte man sowas verhindern indem man Stalker früher unschädlich macht? Leute mit extremen Eifersuchts und Besitzergreifungsanwandlungen stärker unter Beobachtung stellt? oder ist das so „selten“; dass man es einfach als gegeben sehen sollte?

        • Den wesentlichen Grund gegen das „aus dem Verkehr ziehen“ (wie stellst Du Dir das eigentlich vor?) von Stalkern hast Du übersehen: Ein Rechtsstaat kann weder Leute „aus dem Verkehr ziehen“ bevor sie etwas getan haben, noch kann er „etwas tun“ anders definieren als die Verletzung von Rechtsgütern anderer.

        • Indem man den Täter verpflichtet, dem Opfer Personenschutz zu zahlen oder indem man ihn, spätestens bei Gewaltdrohungen oder so starkem Stalking dass das Opfer wegziehen muss, in Sicherheitsverwahrung bis ein Psychiater feststellt, dass derjenige nicht (mehr) gefährlich ist.
          Stalking ist doch schon ein Signal dafür, dass da irgendwas nicht ganz richtig läuft und Personen, die, wenn sie so ein Verhalten an sich wahrnehmen keine Hilfe suchen, sind ja irgendwo schon „wahnhaft“.
          Ich finde, es ist im zusammenhang mit Stalkern schon zu oft was passiert und immer hiess es „Ja, die gesetzeslage gab es leider nicht her“.

        • Wer sagt, dass das immer Vergewaltigungen sind? In dem Camp sind kaum Frauen, viele Männer werden sich freuen, wenn sich mal ran dürfen.
          Also tut mir leid, aber wenn ich mir das Verhalten mancher hier in D angucke, scheinen viele nicht besonders viel Desinteresse an Sex zu haben, so wie die einen anquatschen. Hier in Deutschland wurden schon Puffgutscheine vorgeschlagen, um ihnen Abhilfe zu verschaffen. Da kann man doch fast froh sein, wenn es Frauen gibt, die das für lau machen.

          Ich würde sowas nie tun, weil ich es unprofessionell finde und Zwangsprostitution ist ein anderes Thema.

    • Es ist schwer zu beurteilen was genau geschehen ist, weil niemand dabei war. Es ist aber sehr bezeichnend, dass der betrunkene Mann selbstverständlich ein Täter ist. Irgendwie komplett grotesk diese Darstellungsweise. Jeder darf eine Meinung haben, aber in solchen Fällen ist der angebliche Täter schon vorverurteilt von der Gutmenschen-Liga des geschriebenen Wortes / Howgh!!!

      • Ich kann ja schreiben, dass es eine Diskussion an den Unis gibt. Dass es eine Diskrepanz zwischen den „Umfragen“ und Meldungen gibt.

        Aber so einseitig – und das als Nachricht und nicht als Meinung kennzeichnen ist schon die Höhe.

        The hunting grounds ist zerrissen worden und sie sagen selbst, dass es keine Dokumentation, sondern ein Aktivismus ist.

        Die 1in5 Studie wurde zerrissen, kein Kommentar dazu.

        Die Studenten bekommen keine rechtsstaatlichen Verfahren und ihre Urteile werden regelmässig von echten Gerichten kassiert und die Universitäten zu Strafen verurteilt.

    • „In addition, the bodily production of pregnancy has been socially gendered as feminine because of its association with female-bodied people.“

      Das ist direkt aus dem Bullshitgenerator, oder?

    • Der Kommentar einer Mutter:

      Ich habe einen Sohn an einem amerikanischen College und verfolge die Situation an amerikanischen Schulen seit Jahren – mit Besorgnis. Denn ein Junge/ Mann hat vor diesen Universitaets Ausschuessen kaum eine Chance. Eine Behauptung des Maedchens/ der Frau reicht aus, medizinische Untersuchungen finden nicht statt. Waehrend das Maedchen nicht einmal persoenlich erscheinen muss, gilt ihr Wort mehr als das des Jungen, der nicht einmal einen Rechtsanwalt mitbringen darf. Bei einem Verdikt gegen ihn hat er keinerlei Moeglichkeit , sich zu wehren. Ein Kommilitone meines Sohnes hat sich, nach einer durchzechten Nacht, im Studentenwohnheim im Stockwerk geirrt, landete im Zimmer unter seinem, und versuchte ins falsche Bett zu klettern. Nichts passiert, aber der Junge flog vom College und ist jetzt registrierter Sexualtaeter. Vergewaltigung darf nicht toleriert werden aber das Dinge grundsaetzlich zu Lasten der Weiblichkeit unter den Teppich gekehrt werden ist absolut nicht richtig.

      Mit welchem Recht verbietet man dem Angeklagten sich einem Anwalt zu holen. Ist mir einigermaßen unverständlich wie bei solch einer Farce von Gerichtsverhandlung mitmachen kann und tortzdem denkt man tue etwas für die Gerechtigkeit. Ohne die Indoktrination an den Universitäten mit ihren Privilegien-Theorien und der Behauptung das egal wie scheiße man Männer behandelt und egal wie weit m an sie entrechtet sie immer noch besser dastehen wie jede Frau.

      • *Ein Kommilitone meines Sohnes hat sich, nach einer durchzechten Nacht, im Studentenwohnheim im Stockwerk geirrt, landete im Zimmer unter seinem, und versuchte ins falsche Bett zu klettern. Nichts passiert, aber der Junge flog vom College und ist jetzt registrierter Sexualtaeter. *

        Ohne strafrechtliche Verurteilung? Sicher…

        • Die Verurteilung durch das College-eigene Rechtssystem (die für den Rauswurf nötig ist) reicht für den Eintrag. Es bedarf keiner Verurteilung durch ein staatliches Gericht.

          Die Amerikaner haben ein etwas seltsames Verhältnis zu Alkohol und zu Sex. Das ist eine Erbe der Puritaner.

  3. Neulich war ja „Marsch des Lebens“ in Berlin.
    Jedes Jahr werden 100.000 Kinder in Deutschland abgetruieben – natürlich fast alles deutsche Kinder, fast alles gesunde Kinder.
    Die Gründe für die Abtreibungen dürften der Wohlstand sein, aber auch diec Karrierepropaganda der Radfems, die Frauen einflüstern, ihr Lebensglück läge ausschließlich im Job.

    So fallen denn auch die Kommentare der Gender-Antifa beim Marsch aus:

      • Ja, furchtbar.
        Fünf Jahre Gefängnis soll den Frauen drohen!
        Ich würd von diesem Papst – gerade zum Weltjugendtag in Polen anwesend – eigentlich erwarten, dass er das Vorhaben der Regierung verdammt. Es ist unchristlich.

        • Wie hoch würdest Du denn die Aufwandsentschädigung und das Schmerzensgeld bemessen für eine Frau, die ungewollt ein Kind austragen muss und dann zur Adoption freigeben?

        • Begründung?
          Sie stellt schließlich ein sehr nachgefragtes Produkt her?
          Und der reine Selbstkostenpreis dafür liegt bereits im mindestens fünfstelligen Bereich!

        • Wenn sie das hätte, würde dieses Kind – auf das jemand anders lange gewartet haben wird um es zu adoptieren – nicht existieren.

          Ehrlich wäre es zu sagen: wenn wir echte monetäre Gebäranreize schafften, würden weniger Frauen als bislang eine Körperverletzung begehren.

          Blöderweise würden die meisten dieser Frauen sich dann (bei fehlendem ökonomischem Druck) vermutlich jedoch auch noch dazu entschließen die Mutterrolle für ihren genetischen Nachwuchs (mit-)auszufüllen, und damit blieben die vielen adoptionswilligen Paare weiterhin unterversorgt bzw. außen vor. Dieses Problem wiederum besitzt bei mir nun allerdings keinerlei Priorität. Du wirst das anders sehen, für Dich sind Frauen eben disponible Gebärmaschinen ohne Würde, Rechte, Wünsche und überhaupt Gefühle.

        • „Du wirst das anders sehen, für Dich sind Frauen eben disponible Gebärmaschinen ohne Würde, Rechte, Wünsche und überhaupt Gefühle.“

          Verhüte halt, wenn Du Sex, aber keine Kinder willst.
          Ich muss schließlich auch Kondome verwenden damit ich mir nicht die neueste schwule Geschlechtskrankheit einfange.
          Warum sollte ich Frauen weniger Verantwortung aufbürden, als allen anderen?

        • „Du wirst das anders sehen, für Dich sind Frauen eben disponible Gebärmaschinen ohne Würde, Rechte, Wünsche und überhaupt Gefühle.“

          Das ist übrigens ein recht lustiger Vorwurf, wenn Du es doch bist, die Geld für das Austragen und Abgeben von Kindern haben willst, Dich also ganz klar als nichts anderes als eine „Gebärmaschine“ anbietest.

        • Das Ding ist, dass in Ländern wie Polen oder Irland oder in einem von der AfD-beherrschten Deutschland Frauen Zwangsweise diese Arbeit verrichten müssen, auch bei größter Not.
          Selbst, wenn das Kind unter einer Krankheit leidet, die höchstwahrscheinlich innerhalb weniger Stunden oder Tage zum Tode des Neugeborenen führen wird, selbst dann noch sollen sie – gegen Androhung einer mehrjährigen Gefängnisstrafe – zum Durchhalten gezwungen werden.

          Darüber hinaus darf man eben nicht vergessen, welche Ausmaße die Interessentenzahlen an ungewollten, aber gesunden Kleinkindern angenommen hat inzwischen. DIE sind diejenigen mit wirtschaftlicher Macht – nicht die ungewollt Schwangeren, derer sie sich zur Erreichung ihrer Lebensziele bedienen (müssen).

        • Ach so, und btw: für mich persönlich lehne ich viele mögliche, diagnostische „Vorsorge“-Verfahren ab. Ich wollte eher nicht wissen, wie die Mediziner den Gesundheitsstatus meines Ungeborenen einschätzten. Einfach, weil diese Information nicht hilfreich gewesen wäre für mich. Kein Frühtest sagt Dir schließlich, ob Dein Kind krank ist oder nicht, höchstens, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Krankheit wäre.

        • „Das Ding ist, dass in Ländern wie Polen oder Irland oder in einem von der AfD-beherrschten Deutschland Frauen Zwangsweise diese Arbeit verrichten müssen, auch bei größter Not.

          Seit wann muss man in Polen oder Irland gebären? Auch dort gibt es Verhütungsmittel.

        • „Anonyme Spermaspender kriegen „Aufwandsentschädigung“ btw, um die 50 Euro pro Orgasmus, mein ich. Unnötig.“

          Denkst du Männer wichsen einfach gerne in Becher? Warum sollten sie das tun? Die Samenbank braucht Sperma und muss eben einen Anreiz schaffen.

        • Das kann aber doch gar nicht mehr sein, so viel wie die schon gesammelt haben!

          Das widerspricht übrigens auch der so gern bemühten Erzählung von wegen:
          sperm is cheap, eggs are expensive

          Im Patriarchat ist Nichts so billig wie die Körper von Frauen auszubeuten und zu zerstören.
          Aber Männer musste für simple und angenehme Körperfunktionen noch bezahlen… die sie eh täglich verrichten!

          Scheiße, was muss es einfach sein ein Mann zu sein.
          Für nix verantwortlich und eigentlich immer gepampert…

        • Ich meine übrigens, man könnte eine zusätzliche Jugendlichen-Untersuchung einführen, in dessen Umfang ein Spermiogram erstellt würde und der junge Mann gefragt würde, wie seine Fortpflanzungspläne aussähen. Gäbe der Minderjährige eine Antwort wie: „ich will keine Kinder“ oder „vielleicht mit 30 oder 40 oder so“, sollte das Standardprozedere die Aufbewahrung des gewonnen Samens beinhalten sowie natürlich eine Vasektomie, meinetwegen auf Kassenkosten mit höchstens geringer Selbstbeteiligung.
          Wieviele Probleme damit auf einen Schlag gelöst wären… da müssen wir hinkommen! Flotti. Damit meine Töchter, nicht erst meine Enkelinnen da auch noch von profitieren können.

        • „Warum will man dann nicht die Erzeuger dieser ungewollten Schwangerschaften gleich mit einknasten, sag mal…“

          Weil der nicht abtreibt.
          Wenn eine Mutter ihr Kind tötet, wird schließlich auch nicht der Vater mitverknackt.

        • „Im Patriarchat ist Nichts so billig wie die Körper von Frauen auszubeuten und zu zerstören.“

          Dafür dass wir Eure Körper zerstören lebt Ihr aber ziemlcih lange.

          „Für nix verantwortlich und eigentlich immer gepampert…“

          Wenn Du kein Kind bekommen willst, dann verhüte oder leeb enthaltsam. Das ist Deine Veramtwortung wenn Du sie nicht übernimmst, musst Du halt mit den Konsequenzen leben.

        • „Weil der nicht abtreibt.“

          Ich bin sehr gespannt, ob man mal irgendwann erfährt wie so ein Verfahren aussieht. Welche Beweise es braucht, damit eine Frau wegen Selbstschädigung und Totschlags ihres Ungeborenen verurteilt wird, bzw. ob es im Bereich des Möglichen liegt, dass Frauen, die ohne ihr Zutun einen Abgang durchlebten, für ein angebliches Verbrechen bestraft werden. Wie sehr man die Rolle der Erzeuger mit-beleuchtet. Jedes unter Druck setzen, jedes „lass es wegmachen“ oder was immer eine ungewollt Schwangere möglicherweise so hört vom Erzeuger, ist im Grunde auch nach unserem Recht bereits eine strafbare Handlung.

          „Wenn eine Mutter ihr Kind tötet, wird schließlich auch nicht der Vater mitverknackt.“

          Für Neonatizide ist das womöglich nicht selten ein Fehler. Vor zehn Jahren gab es den Fall mit den acht toten Neugeborenen, verscharrt in Blumentöpfen oder im Gefrierschrank aufbewahrt. Der mit ihr zusammenlebende Kinder-Erzeuger sagte aus, er hätte nie irgendwas bemerkt. Keine der acht Schwangerschaften, keine der acht Geburten, keine der acht Tötungen. Das ist nicht menschenmöglich, aber er wurde nichtmal angeklagt.

          „Dafür dass wir Eure Körper zerstören lebt Ihr aber ziemlcih lange.“

          Eunuchen hätten höchstwahrscheinlich auch eine längere Lebenserwartung als naturbelassene Männer.

          Warum gelten Männerkörper denn als so unantastbar?

          Warum darf man nichtmal überführte, schwere Wiederholungssexualstraftäter zwangsweise chemisch kastrieren (zur Ehrenrettung Polens: das ist dort bereits möglich, ich weiß nur nicht wie oft es passiert)?

          Oder was ist mit geistig behinderten Männern? Man hat vor nicht allzulanger Zeit das weibliche Äquivalent davon noch operativ zwangssterilisiert in Deutschland, inzwischen handelt man das soweit ich weiß nurnoch durch hormonelle Verhütung und Abtreibungen (bzw. wenn einem doch mal ein Fall durchgegangen ist wenigstens nicht mehr durch Zwangstrennung von Mutter und Kind).

          Ich will eine Welt, in der reproduktiv folgenloser Hetero-Sex ohne Risiken und Nebenwirkungen von der Möglichkeit zur Realität wird. Nicht erst ab der Menopause (obwohl für mich wirds so laufen, schon klar…).

          Für Dich ist das natürlich unwichtig, so wie mir im Prinzip HIV ziemlich schnurz sein kann. Ach…

        • „Ich will eine Welt, in der reproduktiv folgenloser Hetero-Sex ohne Risiken und Nebenwirkungen von der Möglichkeit zur Realität wird.“

          Dann geh in die Forschung. Bevor es so weit ist, musst Du mit der Realität leben wie sie ist.

          “ inzwischen handelt man das soweit ich weiß nurnoch durch hormonelle Verhütung und Abtreibungen“

          Die Antibabypille ist kein Zwang. Frauen nehmen die freiwillig.

          „Für Dich ist das natürlich unwichtig, so wie mir im Prinzip HIV ziemlich schnurz sein kann.“

          Korrekt.

        • Es muss Nichts erforscht werden!
          Reversible Vasektomie ist seit laaaaangem ganz einfach möglich.
          Nur die gesellschaftliche Bewertung müssen wir noch ändern.

          Ich versteh auch überhaupt nicht, warum die Maskus da nicht in die Bresche für springen. Elmar z.B. setzt seine Hoffnungen ja auf dieses „Vasal-Gel“ (soll in die Hoden eingespritzt werden und bei Zeugungswunsch dann mit einer anderen Injektion wieder „neutralisiert“), das keinen Deut weniger Aufwand bedeuten würde als die Durchtrennung der Samenstränge. Warum wartet er darauf und propagiert nicht das bereits Machbare? Ich sags Dir: weils nicht kommen wird! Wie praktisch!

          „Die Antibabypille ist kein Zwang. Frauen nehmen die freiwillig.“

          Die meisten Erst-Anwenderinnen sind Mädchen, die sich kaum Gedanken gemacht haben über dieses Medikament und auch nicht aufgeklärt wurden. Die angesprochenen, geistig zurückgebliebenen Frauen (die einen Amtsvormund besitzen) wählen noch weniger bewusst aus, es wird einfach für sie entschieden, dass es „besser wäre“. Könnte man doch genauso für die (höchstwahrscheinlich größere Gruppe an) geistig behinderten Männer entscheiden! Warum macht man das denn nicht?

        • „Warum will man dann nicht die Erzeuger dieser ungewollten Schwangerschaften gleich mit einknasten, sag mal…“

          Du meinst den Vater, aber wenn Du Schweinezüchtersprache bevorzugst, bitte.

          Du willst also den Besamer einer solchen unverandwortlichen Gebärmaschine, sie hat ja nicht verhütet, für ihre ganz eigenen Entscheidungen in den Bau stecken?

          Sie haben dem Einbrecher vor Monaten den Hammer verkauft? Zwei Jahre Knast!! 🙂

        • ich finde die Differenzierung richtig. Erzeuger Väter zu nennen ist nämlich unter Umständen eine für mich nicht tolerierbare schwere Beleidigung gegenüber Vätern, zumindest gegenüber meinem Vater.

        • Richtig. Vaterschaft ist eine soziale Rolle.
          Um die biologische Realität (zumal bei nicht voll-ausgetragenen Schwangerschaften) zu beschreiben, muss man von Erzeugern sprechen (und von ungewollt Schwangeren anstatt von Müttern).

        • Ja, @Atacama … an ihrer Sprache erkennt man die Menschenfreund.I.nnen.

          Abwertung anderer Menschen ist eine feine Sache, solange es die richtigen trifft.

          Und lass Deinen Vater, der vielleicht auch der Erzeuger war, aus dem Spiel.

          Übrigens gefällt mir Besamer und Besamte auch ganz gut … hört sich so schön menschlich an. 🙂

        • machst du doch auch so. Du wertest Väter ab, ihre Vaterschaft verantwortungsvoll leben, indem du irgendwelchen Taugenichtsen die es nicht tun diesen Status zugestehst. Da finde ich meine Abwertung besser.
          Ich habe schon genug Sachen gesehen, die mich zu diesem Weltbild verleiten.
          Für Mütter und „Mütter“ gilt das natürlich auch.

        • Wenn Du meinst, daß ich Väter abwerte indem ich andere Väter als Väter bezeichne … na dann.

          Auch die Frage an Dich, wo GENAU ziehst Du die Grenze vom Vater zum Erzeuger? Bitte so konkret, daß man es auf jeden Fall anwenden kann!?

          Besamer sind sie immerhin beide … 🙂

          Übrigens betrachte ich Vater nicht als Status.

        • Für dich ist Vaterschaft damit erledigt, dass man ein Kind erzeugt. Für mich nicht.
          Vater ist halt mehr als ein bisschen DNA, sonst ist man nur Erzeuger.

        • warum redet man denn sonst von „vaterlosen“ Kindern oder „vaterloser Gesellschaft“. Vom Heiligen Geist gezeugt worden werden sie ja nicht alle sein.

        • „Ich meine übrigens, man könnte eine zusätzliche Jugendlichen-Untersuchung einführen, in dessen Umfang ein Spermiogram erstellt würde und der junge Mann gefragt würde, wie seine Fortpflanzungspläne aussähen. Gäbe der Minderjährige eine Antwort wie: „ich will keine Kinder“ oder „vielleicht mit 30 oder 40 oder so“, sollte das Standardprozedere die Aufbewahrung des gewonnen Samens beinhalten sowie natürlich eine Vasektomie, meinetwegen auf Kassenkosten mit höchstens geringer Selbstbeteiligung.“

          Ja, genau, du hast so einen an der Klatsche!

          Warum sollte man eine Operation bei einem völlig gesunden Mann machen. Für dich natürlich keine Frage, denn es dient ja dem Wohl der Frau und da können sich alle Männer ruhig mal vasektomieren lassen. Und die Entscheidung wird natürlich als Minderjähriger getroffen!

          Aber Frauen sollen nicht mal als Erwachsene für ihre Entscheidungen die Verantwortung überhehmen.

          Du bist echt grotesk.

        • @Ata

          „Für dich ist Vaterschaft damit erledigt, dass man ein Kind erzeugt.“

          Du hast es erfasst. Soeinen nennt man Vater …

          Nochmal, wo GENAU ist für Dich die Grenze zwischen Vater und Erzeuger? Bitte konkret, daß man es auf JEDEN einzelen Fall anwenden und prüfen kann. Wie kann ich Dir zB glauben, Dein Vater sei Vater und nicht Erzeuger?

          Vater ist ein erfolgreicher Besamer.

          Du willst einfach nicht Deine menschenverachtene Sprache aufgeben. Musst Du nicht, lässt aber tief blicken … 😦

        • „Warum sollte man eine Operation bei einem völlig gesunden Mann machen. Für dich natürlich keine Frage, denn es dient ja dem Wohl der Frau und da können sich alle Männer ruhig mal vasektomieren lassen.“

          Du willst sagen, Männer (insbesondere junge) hätten kein Interesse an reproduktiv folgenlosem Heterosex?
          Ja, so sieht das aus bislang…

        • „Da muss man ja Hass entwickeln!“

          Wenn es jemanden gut geht, hasst du ihn?

          Ändere deinen Avatar in „Lady Missgunst“!

          Du bist der personifizierte Krabbenkorbeeffekt!

        • „Du willst sagen, Männer (insbesondere junge) hätten kein Interesse an reproduktiv folgenlosem Heterosex?“

          Und das einzige was dir einfällt ist eine Vasektomie? Du bist doch absichtlich so blöde! Warum lassen sich nicht, abhängig von einer Entscheidung die sie als minderjährige treffen, die Frauen die Eierstöcke entfernen, ? Haben doch eh Überbevölkerung… dann auch kein Ausfall mehr im so heißbegehrten Job, keine Angst schwanger zu werden.

          Neue Kinder holen wir aus dem Ausland. Es ist Frauen ja egal ob das ihr Kind ist oder nicht, nicht wahr?

        • Fairness. Schonmal gehört?
          Wir brauchen wenn wir im bisherigen Tempo weitermachen noch etliches an Generationen, bis ihr versteht was das bedeutet:
          Fairness.

        • „Und das einzige was dir einfällt ist eine Vasektomie?“

          Es ist Alles, was man sich nur wünschen kann:
          ambulant in wenigen Minuten durchführbar, kostengünstig, absolut sicher, Nebenwirkungsfrei, schmerzarm, REVERSIBEL (!!!)

          Mein Gott, seht es doch endlich ein: es liegt ausschließlich und nur an Euch! Ihr macht Probleme – Frauen haben sie.

        • Also, ich finde die Bezeichnung „Gebährmaschine“ völlig unangemessen.
          Von Maschinen erwartet man, dass sie korrekt und zuverlässig funktionieren.

        • Willst Du eigentlich auch noch von Vergewaltigten verlangen, dass sie „Verhütungsverantwortung“ zu übernehmen hätten?

          In Polen sollen Schwangerschaften infolge von Vergewaltigungen genauso bis zum bitteren Ende durchgehalten werden müssen wie nach einer Verhütungspanne. Bin mal gespannt, wann uns von dort die ersten Meldungen von bspw. betroffenen Mädchen im Alter von unter 14 Jahren erreichen werden. Wahrscheinlich wäre auch für die ganz Kleinen, dass man ihnen keine Ausnahmegenehmigung erteilen würde, weil die gibts ja nur bei bescheinigter Lebensgefahr für die ungewollt Schwangere. Mit Kaiserschnitten lässt sich diese Gefahr dann umgehen, also wäre es wie in der Vergangenheit bereits an anderer Stelle geschehen möglich, dass sogar 4-5-jährige zum Austragen gezwungen werden…

          Und wenn man darüber entsetzt wäre, kämst Du bestimmt an um zu sagen: aber sie hätten doch verhüten können!

        • Wüsste den irgendwer auch nur ein Argument, das gegen breit-geförderte Vasektomie bzw. chemische Kastration für auffällig-gewordene Sexualstraftäter spräche?

          Also außer: WIR haben mit ungewollten Schwangerschaften nix zu tun als potentielle Erzeuger?^^

        • Ja, @;, wir hacken dieben auch nicht die rechte hand ab. Bei wiederholt auffällig gewordenen sexualstraftätern liegt es nahe so etwas zu fordern, aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob dies mit unserem verständnis der menschenwürde, also der würde aller geschlechter, vereinbar ist. Rauslassen muss ich sie aber auch nicht.

        • In der Problematik kumuliert echt Alles, was so schief läuft zwischen den Geschlechtern.
          Fairerweise muss man auch dazusagen, dass Männer nur schwer „richtiges“ sagen können über Abtreibungen:
          – wollen sie die in Not geratene Schwangere für eine Abtreibung bestrafen, sind sie natürlich Arschlöcher
          – wollen sie zur Abtreibung drängen oder sie verharmlosen, sind sies genauso!

          Den strikten Kondomverweigerer und Vielficker O.Flesch hab ich damals u.a. gefragt, wieviele von ihm gezeugte Kinder abgetrieben wurden. Lapidare Antwort: „11 oder so (davon min. 2 Mal Zwillinge)“

          Jetzt bin ich gegen die Todesstrafe. Aber chemische Kastration oder Vasektomie müsste mindestens drin sein bei so einem!
          Was DER ALLEIN Frauen angetan hat, mindestens diesem knappen Dutzend, das wird so schnell kein Migrant erreichen.

        • Obwohl er war sich ja nichtmal sicher. Könnten mehr oder weniger gewesen sein (über die er informiert wurde!).
          Hat aber Nichts an seiner Einstellung geändert.
          Kondome sind immernoch pfui-bah!
          Und als Partnerinnen bevorzugte er junge Duckmäuschen, die er bestimmt auch gern mal mit Koks versorgte usw.
          Da wird einem doch übel, wenn man drüber nachdenkt!

        • “ Aber chemische Kastration oder Vasektomie müsste mindestens drin sein bei so einem!“

          Aber die Entfernung der Gebärmutter bei Kindesunterschieberinnen, neben Schadensersatz und angemessener drastischer Strafe für so eine, muss mindestens drin sein.

          Oder wiederholte Abtreiberinnen, die zu faul oder zu blöde sind zu Verhüten, was machen wir mit denen?

          Was willst Du? Geschlechterhass?

        • Schön, wenn Dich das amüsiert.

          @ Christian

          Könntest Du bitte den obigen Namen zensieren sobald Du das liest? Meine Indiskretion war unangebracht.

        • „Ihr macht Probleme – Frauen haben sie.“

          Wie schon geschrieben: Frauen sind für dich völlig verantwortungslos.

          Was schreibt ihr noch immer wenn ein Mann nicht Vater werden will, aber Angst hat das die Frau die Pille nicht nimmt. Die beste Verhütungsmethode ist kein Sex. Das gilt dann auch für Frauen. Aber nö, da sollen Männer an sich rumschnippeln lassen.

          Und du redest von Fairness. Du hast gar keine Ahnung was das ist und dir fehlt zur Bewertung auch jeglicher Maßstab.

        • „Du hast es erfasst. Soeinen nennt man Vater …“

          Ist aber eben falsch. Da muss man eine Differenzierung vornehmen. Weil es Sprache sonst missverständlich macht.
          Du meinst „Vater“ ist eine biologische Sache, ich meine, es muss zum biologischen noch die „Tätigkeit“ dazu kommen.

          „Nochmal, wo GENAU ist für Dich die Grenze zwischen Vater und Erzeuger? Bitte konkret, daß man es auf JEDEN einzelen Fall anwenden und prüfen kann. Wie kann ich Dir zB glauben, Dein Vater sei Vater und nicht Erzeuger?“

          Die Grenze ist für mich da, dass der Vater seine vaterschaft lebt. Wenn er das nicht tut, ist er keiner.

          „Vater ist ein erfolgreicher Besamer.“

          Vater ist ein Familienvater, der sich um seine Kinder kümmert. Ausgenommen sind Väter, die von der Frau weggejagt werden und nur wenig Möglichkeit zum Kontakt.

          Ich kenne ein Kind das das Produkt einer deutschen mit einem Ägypter ist Der hat sich seit das Kind 1 ist nicht gemeldet (es lag nicht an der Mutter) und wird es auch nicht mehr, das Kind ist heute 8. Das Kind hat keinen Vater.

        • viele Adoptivkinder nennen ihre Adoptiv-Eltern auch nicht „Adoptiv-Eltern“ oder „Leute die mich großziehen“, sondern Eltern. Man muss den sozialen Aspekt auch gewichten.

          Im Idealfall sind Erzeuger und Vater identisch, aber nicht immer.

        • „Die beste Verhütungsmethode ist kein Sex. Das gilt dann auch für Frauen. Aber nö, da sollen Männer an sich rumschnippeln lassen.“

          Die Vasektomie ist ein weniger dramatischer Eingriff – mit weniger Risiken und Nebenwirkungen – als die hormonelle Verhütung, die knapp 80 % der Frauen im fruchtbaren Alter nutzen.

          Sie ist zudem als viel sicherer noch einzuschätzen als die tägliche Einnahme eines chemisch kastrierenden Medikaments, das mit anderen Medikamenten wechselwirken kann oder – bei Erbrechen z.B. – nicht zuverlässig wirkt.

          Ganz besonders aber finden wir keinerlei ethische Bedenken, die wir zu berücksichtigen hätten, verglichen mit der äußersten Notlösung einer „Wunsch-„Abtreibung, derer sich mehr als 100.000 Frauen pro Jahr in Deutschland bedienen müssen.

          Ich wär offen für Gegenargumente.

          (@Christian: der Lösch-Wunsch besteht noch)

        • Dem „Vielficker“ hatte Sheera sich (wie mir später auch) übrigens online an den Hals geschmissen, nur zur Info für Mitlesende.

          Die Vasektomie ist ein weniger dramatischer Eingriff – mit weniger Risiken und Nebenwirkungen – als die hormonelle Verhütung

          Und auch das ist natürlich mal wieder faktenfreier Unsinn, den (editiert: Bitte höflich bleiben) hier wiederkäut.

          Aber immerhin lustig ist sie ja.

        • Argumente, Herr Gipfelstürmer^^?
          Ich hab ein bißchen mit ihm kommuniziert, herrje.
          Fand das zeitweise ganz unterhaltsam.
          Aber in Wahrheit würd ich dem nichtmal die Hand geben im real life – das verbietet mir mein Glaube^^

        • Oder sagen wir: die Aufmerksamkeit eines Missionars ziehen häufig diejenigen auf sich, die sich am weitesten von Gott entfernt haben. See?

          Wäre es mir gelungen, ihn zu einer Umkehr zu bewegen (Spoiler: ist es mir nicht^^), hätte ich dazu beigetragen, dass von diesem Menschen weniger Gefahr für viele insbesondere weibliche Personen ausgegangen wäre. Das schien mir ein lohnendes Ziel.

        • @Atacama

          >>> Ist aber eben falsch. Da muss man
          >>> eine Differenzierung vornehmen.

          Der Gesetzgeber folgt Ihnen aber nicht.

          So ist nach gesetzlichen Definition (§ 1592 BGB) z.B. jeder „Vater“, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist.

          Nach dem Gesetz muss der Mann somit noch nicht einmal Erzeuger sein, um „Vater“ betitelt zu werden. Es reicht vollkommen aus, dass die Ehefrau ein Kuckuckskind erzeugt.

        • Wäre es mir gelungen, ihn zu einer Umkehr zu bewegen (Spoiler: ist es mir nicht^^)

          Tatsächlicher Spoiler: Er fand die ihm in ihrem Sexwahn zugeschickten Fotos „langweilig“. That’s why 🙂

        • „So ist nach gesetzlichen Definition (§ 1592 BGB) z.B. jeder „Vater“, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist.“

          Und warum? Weil in erster Linie der Mann, der mit der Kindsmutter verbindlich zusammenlebt, auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit für einen relevanten Zeitraum die Vaterrolle ausfüllen will und kann. Und nur in zweiter Linie interessiert dann die biologische Abstammung (gerade da, wo es vorrangig nur um monetäre Unterhaltssicherung geht).

          Das ist eine Alles in Allem vernünftige Lösung, immernoch.

          @only me

          Sag mal, woher nimmst Du die Frechheit Dir zu erlauben, in Übereinstimmung mit david es so darzustellen als hätte ich ernsthaftes Interesse gehabt? Er wollte sich treffen, ich wollte „Problematisches“ diskutieren. Fakt. Ich hab ihn beständig angegriffen und versucht ihm ins Gewissen zu reden. Fakt. Und ganz nebenbei: keine halbwegs intelligente Frau könnte Bestätigung daraus ziehen von jemandem begehrt zu werden, der ohne Ausnahmen Alles fickt was geht. Solche Leute sind nur eklig. Fakt.

        • – Persistent pain in the genitalia and/or genital area(s).
          – Groin pain upon physical exertion.
          – Pain when achieving an erection and/or engaging in sexual intercourse.
          – Pain upon ejaculation.
          – Loss of erectile function

          The most robust study of post-vasectomy pain, according to the American Urology Association’s Vasectomy Guidelines 2012 (amended 2015)[18] found a rate of 14.7% reported new-onset scrotal pain at 7 months after vasectomy with 0.9% describing the pain as „quite severe and noticeably affecting their quality of life“

          https://en.wikipedia.org/wiki/Post-vasectomy_pain_syndrome

          Der Pearl Index bei Kondomen liegt 2-12%. Also eine 14%iger Chance auf eine Lebensqualität verschlechternde OP oder eine 12% Chance ungewollt ein Frau zu schwängern.

        • 14 % hatten irgendeine Form von (Phantom?)Schmerz, aber nichtmal 1 % (davon?) beschrieben den als wirklich fühlbar und lebenseinschränkend, les ich das jedenfalls.

          Ist denn schonmal jemand dran gestorben?

          Weil: durch die Pille ausgelöste Thrombosen können Dich um die Ecke bringen, das ist das Maximalrisiko, das jede hormonell-Verhütungswillige mit in Kauf nehmen muss/nimmt. z.B. und zum Vergleich.

        • Aber: wenigstens drei von vier (jungen) Frauen nehmen sie, obwohl offiziell weder der Zwang dazu besteht, noch rational von einer Notwendigkeit gesprochen werden kann, siehe die beeindruckenden Vergleichswerte der (katholisch-abgesegneten, auch wenn den meisten das ja egal ist) symptothermalen Methode.

          Heißt: wir haben es irgendwie geschafft ein gesellschaftliches Klima zu produzieren, in dem weibliche Teenager mehrheitlich von den Krankenkassen gesponsert sowie i.d.R. auch von ihren Eltern darin unterstützt ihre chemische Kastration nachfragen – selbst für Zeiten, in denen sie keinen Sex haben (wollen)!

          Ich wüsste spontan kein passenderes Beispiel für unbewusste Unterdrückung als das.

          Und wie gern wüsst ich, dass den (angenommenen Hetero-)Mädels im Sexualkundeunterricht primär (wiewohl natürlich nicht ausschließlich) NFP ans Herz gelegt würde, den (angenommenen Hetero-)Jungs im Gegenzug nicht bloß Kondome, sondern außerdem auch die Möglichkeit der Vasektomie.

          Eigentlich erscheint mir das nun auch als so stark entschärfter Vorschlag, dass ich nicht wüsste, wie man mir da jetzt noch widersprechen könnte

          ^^

        • Semikolon,

          ich weiss, Du kannst es Dir nicht vorstellen, aber die Pille wird zu einem wesentlichen Teil rein als Feminisierungsmittel nachgefragt und genommen. Zum Teil ist die Dämpfung bis Auslöschung des Sexualtriebs entweder eine billigend in Kauf genommene oder sogar gerne mitgenommene Nebenwirkung.

          Für nicht wenige frauen ist Sex nur eine Ablenkung von wichtigeren Dingen wie shoppen, tratschen und lästern.

          Im übrigen liest sich Dein Monolog hier, mit eingestreuten Anekdoten anderer, total witzig wenn man sich das Semikolon vor seinem geistigen Auge dabei so vorstellt:

          Hihihi, Vasektomiiee, hihihi

          XD XD XD

        • „wir haben es irgendwie geschafft ein gesellschaftliches Klima zu produzieren“

          #Feminismuseimaleins

          „Eigentlich erscheint mir das nun auch als so stark entschärfter Vorschlag, dass ich nicht wüsste, wie man mir da jetzt noch widersprechen könnte“

          Du weiß etwas nicht. Hast du eigentlich auch noch neue Geschichten auf Lager?

        • „Du kannst es Dir nicht vorstellen, aber die Pille wird zu einem wesentlichen Teil rein als Feminisierungsmittel nachgefragt und genommen.“

          Es hat etwas von einem Initiationsritus vielleicht?
          Gerade weil die Menstruation „immer früher“ einsetzt, markiert die Pillennachfrage möglicherweise für die Mädchen den Moment, in dem sie sich bewusst als junge Frau wahrnehmen (wollen)? Wäre meine Schnellschuss-Hypothese.

          „Zum Teil ist die Dämpfung bis Auslöschung des Sexualtriebs entweder eine billigend in Kauf genommene oder sogar gerne mitgenommene Nebenwirkung.“

          Nein, nicht von den Mädchen wenigstens, denen ist die nämlich (wie die Wirkung an sich i.d.R.) völlig unbekannt. Allgemein wird sie ja sogar (noch immer) bestritten.

          Mag sein, dass das unbewusst in der älteren Generation mit-wirkt, ganz sicher traut man Mädchen nicht zu, verantwortungsvoll mit ihrem Körper und ihrer Sexualität umzugehen. Deshalb schult man sie erst gar nicht vernünftig, sie sollen bloß nicht zuuu genau Bescheid wissen (irgendwoher kenn ich diese Sichtweise doch^^)… einfach nur Pille einwerfen, der Trieb wird gedämpft, dat Kind ist kastriert und gut. Darf halt nur nicht obendrauf Bullemie kriegen oder sowas, sonst wird der Triumph der mod. Med., dem der Saga zufolge WirFrauen erst ihre „sexuelle Freiheit“ verdankten, im Zweifelsfall nämlich wieder praktisch unbemerkt im Klo versenkt…

        • @Semikolon
          Warum suchst Du Dir nicht ein Blog wo junge Frauen lesen, damit Du diese über die Gefahren der Pille aufklären kannst? Oder wende Dich doch zur Abwechslung mal an die drei anderen Damen hier. Wir 90 Prozent Männer hier sind definitiv der falsche Ansprechpartner.

        • „Mag sein, dass das unbewusst in der älteren Generation mit-wirkt, ganz sicher traut man Mädchen nicht zu, verantwortungsvoll mit ihrem Körper und ihrer Sexualität umzugehen. “

          und vorher schreibt sie:

          „Ich meine übrigens, man könnte eine zusätzliche Jugendlichen-Untersuchung einführen, in dessen Umfang ein Spermiogram erstellt würde und der junge Mann gefragt würde, wie seine Fortpflanzungspläne aussähen. Gäbe der Minderjährige eine Antwort wie: „ich will keine Kinder“ oder „vielleicht mit 30 oder 40 oder so“, sollte das Standardprozedere die Aufbewahrung des gewonnen Samens beinhalten sowie natürlich eine Vasektomie, meinetwegen auf Kassenkosten mit höchstens geringer Selbstbeteiligung.“

          ^^

          Jungen traust du schon in jungen Jahren zu Entscheidungen zu treffen die Einfluss auf die nächsten Jahrzehnte haben können. Mädchen traust du das nicht zu. Frauen auch nicht.

          Wärst du ein Mann, man würde dir Frauenfeindlichkeit unterstellen, weil du Frauen als kleine Kinder siehst.

          😉

        • @Semi

          „Bullemie“

          Das ist ja zutiefst maskulin! Freudscher Verschreiber?
          Mach einfach Verrückte-Kuh-Syndrom draus.

          Ansonsten „Bulimie“, wenn du das gemeint hast.

        • „Warum suchst Du Dir nicht ein Blog wo junge Frauen lesen, damit Du diese über die Gefahren der Pille aufklären kannst?“

          Weißt Du, ich bin recht zuversichtlich, dass sich die nächsten Jahre durchaus etwas ändern könnte. Und zwar wegen:
          youtube-Schminkvideos!

          Wie oft ich da schon den Satz gehört habe: „seit ich die Pille abgesetzt habe vor x Monaten/Jahren, ist meine Haut eine Katastrophe, viel schlimmer als die Akne früher, und wird und wird nicht besser…“
          Das wird genug Mädchen aufhorchen lassen, und die Informationen sind ja da, wenn man danach sucht.

          Alles ist im Fluss, auf mich kommts da nicht an.
          Was für ein beruhigender Gedanke 😉

        • Manchmal – also nur sehr gelegentlich und ich lasse offen, ob es hier so war^^ – bau ich totalst gern offensichtliche Fehler ein.
          Nur, damit eine bestimmte Sorte von Mensch auch mal was finden kann, wo sie sich mir überlegen wähnt.
          Für die Balance also. Mein westliches Sternzeichen ist schließlich Fische, Aszendent Waage. Und das ist der Wahrheit.

        • Ok, nein, das kommt mir jetzt doch sehr albern vor… das war ein Fehler. Ein Wort, das ich vermutlich noch nie geschrieben habe in meinem Leben, für mich völlig belanglos. Ich hätte nie willentlich gekotzt, es gab Jahre wo ich froh war, wenn ich mal ein paar Tage am Stück nicht kotzen musste!

        • „Für die Balance also. Mein westliches Sternzeichen ist schließlich Fische, Aszendent Waage. Und das ist der Wahrheit.

          Ok, nein, das kommt mir jetzt doch sehr albern vor… das war ein Fehler. Ein Wort, das ich vermutlich noch nie geschrieben habe in meinem Leben, für mich völlig belanglos. Ich hätte nie willentlich gekotzt, es gab Jahre wo ich froh war, wenn ich mal ein paar Tage am Stück nicht kotzen musste!“

          gn8

        • @Ata

          „Die Grenze ist für mich da, dass der Vater seine vaterschaft lebt. Wenn er das nicht tut, ist er keiner.“

          Ich bat Dich um etwas Konkretes! Ab wann GENAU lebt ein Vater seine Vaterschaft, so konkret, daß es für JEDEN Einzelfall unterscheidbar ist.

          Du kannst es nicht sagen, beschimpfst aber willkürlich Väter als Erzeuger, lehnst dies aber für Deinen Erzeuger ab.

          Ich habe Dir meine menschliche Grenze eindeutig genannt, Du hast aber nur willkürliche Allgemeinplätze.

          Wenn Du andere Väter also Erzeuger nennst, dann darf ich das auch bei Deinem Erzeuger? (Für mich zB könnten Erzeuger ja nun nur Väter sein, wenn sie ihren Kindern Respekt vor ALLEN Vätern und sonstigen Menschen beigebracht haben, was auf Dich und Deinen Erzeuger wohl nicht zutrifft!)

        • „Ich bat Dich um etwas Konkretes! Ab wann GENAU lebt ein Vater seine Vaterschaft, so konkret, daß es für JEDEN Einzelfall unterscheidbar ist. “

          Anerkennung der vaterschaft und Kontakt mit dem Kind.

        • Mir gefällt eine begriffliche Trennung zwischen diesen beiden Dingen.


          … Entschuldigige, aber anders scheinst Du Deine unmenschliche Erzeugersprache nicht zu verstehen. Vielleicht auch jetzt noch nicht, aber dann kann ich auch nicht mehr helfen!😦““

          Du versuchst jetzt den selben Quatsch wie die Gutmenschen mit irgendwelchen pathetischen Begriffen. Daran ist gar nichts „unmenschlich“, es ist einfach nur wichtig um Missverständnisse zu vermeiden und Väter mehr zu respektieren.

        • @Ata

          Du musst wissen, ich bin DER Vater der Gutmenschen! 🙂

          Nochmal die Frage, wo machst Du genau und konkret den Unterschied zwischen Vater und Erzeuger? So genau, daß man es für jeden Fall anwenden kann!?

          Hast Du etwa keine exakte Grenze?

          Dann bestreite ich den Vaterstatus Deines Erzeugers, was ich schon begründet habe, mit der Menschlichkeit, den der Besamer Deiner Mutter dir nicht beibringen konnte.

          Gescheiterter Vater, immerhin erfolgreicher Erzeuger … eines Erzeugnisses welches anderen Menschen die menschliche Anerkennung willkürlich verweigert, lieber auf Schweinezüchtersprache besteht.

          PS: Daß Kinder eines Erzeugers Erzeugnisse sind kannst Du nicht verstehen?

    • Das könnte ja interessant sein, aber er hat keine Argumente und seine Schilderungen zeigen eigentlich nur seine Unfähigkeit seine Positionen gegenüber anderen zu behaupten.

      At one point, I made the argument that metrosexualism was oppressive to men, that it was an attempt to feminize us because we were too hairy; because we weren’t good enough as we were. One of my female peers turned to me, lifted up her skirt and said, “I shave my legs every day. Don’t talk to me about the cosmetics industry oppressing men.”

      Er hätte ja fragen können, warum sich Feministinnen dann über solche Sachen beschweren und warum er das nicht auch darf?

  4. Auf Mirias Blog diskutieren Miria und ich immer noch die Frage, ob Bereitschaft zur Bejahung der kulturellen Moderne – Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie – zum zentralen Kriterium für die Einwanderung von Muslimen (auch im Kontext der Fluchtmigration) in moderne westliche Gesellschaften gemacht werden sollte.

    Ich bin der Ansicht, dass ein solches Kriterium für den dauerhaften Erhalt moderner, menschenrechtlich basierter Gesellschaften wichtig ist, Miria hingegen argumentiert, meine Auffassung sei widersprüchlich und selbst nicht menschenrechts-kompatibel.

    Vielleicht hat jemand von euch Lust mitzudisktieren:

    http://nur-miria.blogspot.de/2016/09/uber-den-umgang-mit-muslimischen.html

    • „Ich bin der Ansicht, dass ein solches Kriterium für den dauerhaften Erhalt moderner, menschenrechtlich basierter Gesellschaften wichtig ist, Miria hingegen argumentiert, meine Auffassung sei widersprüchlich und selbst nicht menschenrechts-kompatibel. “

      Da es kein (Grund-)Recht auf Einwanderung/Aufenthalt in der BRD gibt, kann man von einem Einwanderer/Nichtstaatsangehörigen praktisch alles mögliche verlangen, inklusive Bekenntnis zu einer Leitkultur. Zumindest theoretisch.

      • @JC Denton:

        „Da es kein (Grund-)Recht auf Einwanderung/Aufenthalt in der BRD gibt, kann man von einem Einwanderer/Nichtstaatsangehörigen praktisch alles mögliche verlangen, inklusive Bekenntnis zu einer Leitkultur. Zumindest theoretisch.“

        Ich habe auch mehr Probleme mit der offensichtlichen Doppelmoral von Leszek. Er selbst gibt beispielsweise an, dass ihm Nationalstaaten zuwider sind und argumentiert dann hier so, dass er nach seinen Werten entscheiden möchte, wer rein darf und wer nicht.

        • @ Miria

          „Ich habe auch mehr Probleme mit der offensichtlichen Doppelmoral von Leszek. Er selbst gibt beispielsweise an, dass ihm Nationalstaaten zuwider sind und argumentiert dann hier so, dass er nach seinen Werten entscheiden möchte, wer rein darf und wer nicht.“

          Da gibt´s keine Doppelmoral.
          Ich präferiere zwar eindeutig eine basisdemokratische Vergesellschaftung des politischen und ökonomischen Teilsystems der Gesellschaft innerhalb eines von unten nach oben aufgebauten direktdemokratischen und föderalistischen Gesellschaftssystems im Kontext eines kulturellen Wertesystems, das Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie bejaht und einer entsprechenden Rechtsordnung gegenüber dem bestehenden staatlich-kapitalistischen System, aber im Kontext einer libertär-sozialistischen Gesellschaftsordnung, wie ich sie bejahe, sollten natürlich die gleichen Kriterien für Migration gelten.

          Auch für ein libertär-sozialistisches Gesellschaftssystem wäre eine Masseneinwanderung von Menschen, die die Werte und Prinzipien der kulturellen Moderne ablehnen, schädlich.
          Im Kontext eines libertär-sozialistischen Gesellschaftssystems würde dieses Problem sogar insofern noch tendenziell verschärft, als dass in einer libertär-sozialistischen Gesellschaftsordnung direktdemokratische Entscheidungsfindungsprozesse eine wichtige Rolle spielen und das macht es ja eher besonders wichtig, nur solche Migranten aufzunehmen, die integrationsbereit und integrierbar sind, damit nicht irgendwann in manchen Kommunen oder Regionen schlecht-integrierte Migranten mit prämodern-reaktionären Einstellungen die Abstimmungen dominieren und diese für einen autoritären Gesellschaftsumbau in ihrem Sinne zu nutzen versuchen.

          Gegenwärtig leben wir aber nunmal in einer staatlich-parlamentarisch-demokratisch-kapitalistisch-bürgerlichen Gesellschaft und diese ist – trotz aller begründeten Kritik daran – im Vergleich zu einer prämodernen islamischen Gesellschaft klar vorzuziehen.

        • *damit nicht irgendwann in manchen Kommunen oder Regionen schlecht-integrierte Migranten mit prämodern-reaktionären Einstellungen die Abstimmungen dominieren und diese für einen autoritären Gesellschaftsumbau in ihrem Sinne zu nutzen versuchen. *

          Du meinst wie wir das gerade in den Gebieten der ehemaligen DDR sehen?

          *im Vergleich zu einer prämodernen islamischen Gesellschaft klar vorzuziehen.*

          Was natürlich ganz klar eine realistische Option ist und überhaupt keine Panikmache nationalistischer Apokalypseprediger nach Art der AFD ^^

        • „Was natürlich ganz klar eine realistische Option ist und überhaupt keine Panikmache nationalistischer Apokalypseprediger nach Art der AFD ^^“

          Warum sollte das keine realistische Option sein? Islam-Ghettos gibt es mittlerweile in jeder westeuropäischen Stadt.

        • @ Maren

          „Was natürlich ganz klar eine realistische Option ist und überhaupt keine Panikmache“

          „Für die zukünftige relationale Anteilsentwicklung der Migranten an der Gesamtbevölkerung ist aber nicht nur die Höhe der jährlichen Zuwanderungsrate, sondern insbesondere auch die Reproduktionsrate der bereits hier lebenden (akkumulierten) Teilpopulation mit Migrationshintergrund von Bedeutung. Während einheimische deutsche Frauen ohne Migrationshintergrund im Durchschnitt 1,2 Kinder zur Welt bringen, liegt die Quote bei Zuwanderinnen bei 1,9. „Nur 11 Prozent der deutschen Familien haben drei und mehr Kinder. Bei den Ausländern sind es 22,5 Prozent, wobei der Anteil bei den Türken mit 30 Prozent am höchsten und bei Ausländern aus der Europäischen Union mit 16 Prozent am niedrigsten liegt.“ Nach Vorausberechnungen der Demographie „ergibt sich für die zugewanderte Bevölkerung (ohne Eingebürgerte und Aussiedler, H. K.) ein Wachstum von 1998 bis 2050 von 7,4 Mio. auf 19,0 Mio, also um 11,6 Mio.“ (Birg 2005, S. 107). Selbst bei einem völligen Zuwanderungsstopp würde sowohl die absolute Zahl als auch der Anteil der Migranten in den nächsten Jahrzehnten wachsen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW in einer Bevölkerungsvorausberechnung ermittelt hat, nimmt die „nichtdeutsche Bevölkerung“ von 1998 bis 2015 durch Geburtenüberschüsse um 23,4% zu und die deutsche Bevölkerung um 7,9% ab (Birg 2001, S. 24).
          (…)
          Nicht die Anteilsverschiebung zugunsten der Migranten „an sich“ dürfte aber das eigentliche Problem sein, sondern vielmehr die Beschaffenheit der individuellen Vergesellschaftung der nachwachsenden Migrantengenerationen, d. h. deren familiensozialisatorisch, erzieherisch, schulisch-bildungsinhaltlich, medial etc. bedingte Entwicklung. Gerade vor diesem Hintergrund ist der folgende Problemhinweis von Birg von Bedeutung: „Die bisherige Mehrheitsgesellschaft wandelt sich [in den Ballungsräumen] durch die Zuwanderungen und durch die Geburtenüberschüsse der Zugewanderten zu einer Multi-Minoritäten-Gesellschaft, wobei keine dieser Minderheiten, auch nicht die Deutschen im Sinne der bisher geltenden Staatsangehörigkeit, die absolute Mehrheit hat. Dadurch verliert auch der Begriff der Mehrheitsgesellschaft, in die sich die zugewanderte Bevölkerung integrieren soll, an konzeptioneller Aussagekraft, denn eine Mehrheitsgesellschaft, die die absolute Mehrheit eingebüßt hat, erleidet auch Einbußen an ihrer Integrationsfähigkeit“ (zit. n. Luft 2005). Die Koexistenz unterschiedlicher ethnokultureller Bevölkerungssegmente in Form einer „multikulturellen Gesellschaft“ stellt aber erst dann ein Problem dar, wenn ein allgemeinverbindlicher bzw. von allen Gruppen geteilter Normen- und Wertekonsens als tragfähige Basis einer interkulturellen Synthese nicht vorhanden ist bzw. nicht hergestellt werden kann und stattdessen divergierende/unvereinbare weltanschaulich-normative Orientierungs-, Überzeugungs- und Handlungssysteme aufeinander prallen und eine ständig sprudelnde Quelle interkultureller Konflikte bilden. Eine Integrationspolitik, die (a) nicht gezielt auf die Herstellung und Aufrechterhaltung eines übergreifenden Werte- und Normenkonsenses hinarbeitet und (b) das wechselseitige „Sich-Einbunkern“ in identitätspolitisch inszenierten „kulturellen Differenzen“ zulässt bzw. unterstützt, verfehlt vollständig ihren Zweck. In diesem Kontext muss auch der im Grunde blauäugigen Forderung widersprochen werden, „kulturelle Differenz“ auszuhandeln, d. h. konkret die Wertekultur der demokratischen Grundrechtsordnung z. B. gegenüber bestimmten religiösen Migrantengruppen zur Disposition zu stellen und tendenziell „aufzuweichen“. Priorität hat hier tatsächlich das Interesse der einheimischen Bevölkerung, ihre gewachsenen und begründet fixierten Regularien (Grundgesetz) nicht zu Gunsten der ‚entgegenstehenden‘ Orientierungen von frei Zugewanderten aufzugeben bzw. in aufgenötigten Aushandlungsprozessen partiell zu revidieren. Oder um es zugespitzt zu sagen: Es besteht keine regulative Geltungssymmetrie zwischen der hier gültigen und „herrschenden“ demokratischen Grundrechtsordnung und der von vielen Zuwanderern mitgebrachten religiös-autoritären Normenkultur. Wer dieses Dominanzverhältnis nicht akzeptiert, befindet sich in der ‚falschen‘ Gesellschaft und es steht ihm frei zu gehen. Allerdings sind immer auch diejenigen Teilgruppen von Zuwanderern zu berücksichtigen, die gerade wegen der demokratischen Normenkultur nach Deutschland gekommen sind und im Unterschied zu den lautstarken und von den Medien protegierten religionspolitischen Migrantenverbänden nur ungenügend Gehör finden. Eine selbstbewusste Integrationspolitik müsste genau hier ansetzen und die Zuwanderer – statt begrifflich inadäquat zu homogenisieren – entsprechend bewerten und differenzieren.“

          http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integration.html

          „und überhaupt keine Panikmache nationalistischer Apokalypseprediger nach Art der AFD ^“

          Ich habe für Nationalismus nichts übrig, die Bewahrung einer „nationalen Identität“ geht mir am Arsch vorbei.
          Mir geht es nicht um die Bewahrung der „deutsche Kultur“, der „nationalen Kultur“, der christlichen Kultur“, der „traditionellen westlichen Kultur“ und wie die rechten Phrasen alle heißen, mir geht es allein um Bewahrung (und Ausweitung) der kulturellen Moderne: Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie.

        • @ Maren

          Ich hatte das Problem bezüglich Islamisierungsprozessen, ausgehend von meinem Kenntnisstand des Themas, kürzlich folgendermaßen beschrieben:

          1. Die orthodox-konservativen Islamverbände streben die Gewinnung möglichst vieler Räume und Möglichkeiten an orthodox-konservativ-islamische Sozialisation und Leben gemäß orthodox-konservativ-islamischer Werte und Normen ungestört durch säkular-aufklärerisch-menschenrechtliche Einflüsse durchführen zu können. Je größer der Einfluss entsprechender Verbände ist, desto mehr wird die Integration von Muslimen erschwert. (Die entsprechenden Verbände werden zur Zeit staatlich gefördert.)

          2. Die aus der prämodern-archaischen Geschlechterollen-Sozialisation und den autoritären Werten und Normen des orthodox-konservativen Islams und des Islamismus resultierenden im Schnitt höheren Geburtenraten bei Muslimen würden (selbst ohne sonstige weitere muslimische Einwanderung) dafür sorgen, dass der Anteil prämodern sozialisierter und schlecht integrierter Muslime langfristig zunimmt.

          3. Je mehr schlecht integrierte Muslime es in Deutschland gibt, desto größer das Risiko, dass sich ein Teil dieser schlecht integrierten Muslime, die aufgrund ihrer für moderne Gesellschaften dysfunktionalen Sozialisation und Mentalität keinen Erfolg in der Gesellschaft haben und keine Anerkennung gewinnen können als Kompensation islamisch-fundamentalistischen Gruppen anschließt. Diese funktionieren hinsichtlich ihrer psychologischen Attraktivität ja zum Teil ähnlich wie deutsche rechtsradikale Gruppen. Versuchen letztere zu vermitteln: „Du bist schon etwas Besonderes, nur weil du Deutscher bist und du bist sogar ein besserer Deutscher, wenn du zu uns kommst“ so heißt es dort eben „Du bist schon etwas Besonderes, weil du Muslim bist und du bist sogar ein besserer Muslim, wenn du zu uns kommst.“
          Das bedeutet also: Je mehr orthodox-konservativ-sozialisierte Muslime es in Deutschland gibt, desto höher wird aufgrund der für moderne Gesellschaften dysfunktionalen orthodox-konservativ-islamischen Sozialisation der Anteil der schlecht integrierten Muslime. Das bewirkt wiederum einen höheren Anteil islamistischer Gruppen, weil sich zumindest ein Teil derjenigen, die in einer modernen Gesellschaft nicht klar kommen als Kompensation solchen Gruppen anschließen wird. Und auch wenn nur ein kleiner Teil derjenigen, die sich islamistisch-fundamentalistischen Gruppen anschließen zum Dschihadisten wird, so dürfte trotzdem klar sein, wie dieser negative Trend zu beurteilen ist.

          4. Die potentiellen, in keiner Weise wünschenswerten Folgen des Anwachsens dieser Probleme für die Zukunft sind:
          – ein Anwachsen auch politischer rechter Gruppen in Deutschland, einschließlich zunehmenden Einflusses rechter Parteien.
          – zunehmender autoritärer Staatsumbau durch rechte Parteien oder die etablierten Parteien, wenn sich Probleme im Zusammenhang mit der Integration von Muslimen verstärken, wobei diesbezüglich im schlimmsten Fall am Ende eine faschistische Diktatur oder eine Diktatur durch das neoliberale Großkapital stehen kann (oder beides).
          – zunehmende gesellschaftliche Spaltungen zwischen der deutschen Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und nicht-muslimischen Migrantengruppen einerseits und dem muslimischen Bevölkerungsanteil andererseits mit der langfristigen Gefahr zunehmender Konflikte bis hin zum Bürgerkrieg.

          Den richtigen Lösungsansatz für diese Probleme sehe ich – neben dem Umstand, dass rechte Gewalttäter entschieden bekämpft werden müssen – darin, dass 1. die muslimische Einwanderung nach sinnhaften Kriterien begrenzt wird und dass 2. stärkerer Integrationsdruck ausgeübt wird. Dieser sollte in Bezug auf Muslime m.E. drei Zielsetzungen haben:

          1. Diejenigen Muslime, die integrationswillig sind, aber von ihrem konservativ-islamischen Umfeld direkt oder indirekt daran gehindert werden sich zu integrieren darin zu unterstützen, dass sie sich integrieren können.

          2. Diejenigen Muslime, die von sich aus zwar keine allzu starke intrinsische Motivation haben sich zu integrieren, dies aber doch tun würden, wenn man ihnen klar macht, dass die Politik von nun an Integration aktiv einfordert, dazu zu bringen, sich besser zu integrieren.

          3. Diejenigen Muslime, die nicht integrationswillig oder integrationsfähig sind, zur Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu motivieren.

          Die einzige Leitkultur, die ich entschieden bejahe, lautet: Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie.
          Die Leitbilder der politischen Rechten – „deutsche Kultur“, „christliche Kultur“, nationale Kultur“ „traditionelle westliche Kultur“ usw. sind mir hingegen zuwider.

          Offensichtlich stimmst du entweder der dargestellten Problemanalyse oder dem dargestellten Lösungsansatz nicht zu.
          Dann solltest du dies m.E. allerdings versuchen etwas präziser und mit Argumenten zu kritisieren.

        • @ Semikolon

          „Rechter als „ich weise Dich aus, wenn Du Kopftuch trägst, Frau“ kanns eigentlich nicht mehr werden, Leszek.“

          Das war nun allerdings wieder kein Argument, denn meine Argumentation gegen das islamische Kopftuch und meine Begründungen, warum ich es für richtig halte, islamische Verschleierung in der Öffentlichkeit zu verbieten, ist eindeutig nicht rechts.

          Das heißt nicht, dass es diesbezüglich nicht auch rechte Positionen gibt, aber meine Begründung ist sehr, sehr weit von jeder rechten Position entfernt.

        • Die Begründung ist nur völlig egal, wenn die Konsequenzen dieselben sind. Du machst Dich zum Steigbügelhalter der Rechten, oh Du „libertärer Sozialist in anarchistischer Tradition“…

        • @ Semikolon

          „Seit wann genau forderst Du das eigentlich?“

          Ein Burkaverbot habe ich schon immer befürwortet.
          Ein vollständiges Verschleierungsverbot bejahe ich, seit ich mich im Verlauf des letzten Jahres stärker mit dem Thema der autoritären orthodox-konservativ-islamischen Sozialisation, einschließlich der Geschlechterrollensozialisation, beschäftigt habe, ein m.E. sehr interessantes Thema.

        • @leszek
          *Mir geht es nicht um die Bewahrung der „deutsche Kultur“, der „nationalen Kultur“, der christlichen Kultur“, der „traditionellen westlichen Kultur“ und wie die rechten Phrasen alle heißen, mir geht es allein um Bewahrung (und Ausweitung) der kulturellen Moderne: Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie.*

          Umso interessanter, dass du erstens nicht auf den Hinweis auf Ostdeutschland eingegangen bist (die einige Defizite in diesen Bereichen haben, da sie ja nicht in einer Demokratie aufgewachsen sind) und zweitens in genau dasselbe Horn stößt, wie diejenigen, zu denen du in Opposition stehst.

          *Je mehr schlecht integrierte Muslime es in Deutschland gibt, desto größer das Risiko, dass sich ein Teil dieser schlecht integrierten Muslime, die aufgrund ihrer für moderne Gesellschaften dysfunktionalen Sozialisation und Mentalität keinen Erfolg in der Gesellschaft haben und keine Anerkennung gewinnen können als Kompensation islamisch-fundamentalistischen Gruppen anschließt.*

          Und du meinst, jemand wird gut integriert, wenn ihm der Staat permanent das Gefühl gibt, nicht dazuzugehören, rein aufgrund seiner Herkunft ein Risikofaktor zu sein, der jederzeit,auch nach 30, 40 Jahren ausgewiesen werden kann?
          Das ist nationalistische Abschottung, im Namen einer sogenannten Integration. Es würde im zweifelsfall eher zu mehr dysfunktionalen Sozialisationen führen, weil, wenn die Gesellschaft dich hier nicht haben will, suchst du dir eine Parallelgesellschaft. Das muss dir doch klar sein!

          *Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie.*

          Das ist echt ne harte Nummer, von Aufklärung und Menschenrechten zu salbadern, wenn man im Prinzip racial profiling durchführen will. Ich würde sogar noch ein bisschen weiter als Miria gehen, das ist schon nicht mehr bloß Doppelmoral, das ist schlichte Heuchelei.

          Und du kannst dich gerne tausendmal drauf berufen, links-sozialistisch-anarchistischer Irgendwas zu sein, was du grade vorschlägst könnte sich ein rechtskonservativer Think Tank nicht schöner ausdenken.

        • „Das ist echt ne harte Nummer, von Aufklärung und Menschenrechten zu salbadern, wenn man im Prinzip racial profiling durchführen will.“

          Islam ist keine Rasse. Sondern eine Religion, eine Weltanschauung.

        • @ Semikolon

          „Die Begründung ist nur völlig egal, wenn die Konsequenzen dieselben sind.“

          Die meisten autoritären Marxisten-Leninisten (einschließlich Stalinisten/Maoisten/Trotzkisten) waren und sind Gegner des Faschismus/Nationalsozialismus und die meisten Faschisten/Nazis waren und sind Anti-Leninisten, Anti-Stalinisten usw.

          Darf man nun die autoritären Varianten des Marxismus nicht mehr ablehnen, nur weil diese auch von Faschisten abgelehnt werden oder darf man nun Faschismus/Nationalsozialismus nicht mehr ablehnen, weil auch Stalinisten in dieser Hinsicht Antifaschisten sind?

          Natürlich darf man das.

          Dass es einen autoritären, antidemokratischen und menschenrechtswidrigen Antifaschismus und Anti-Stalinismus gibt, spricht in keiner Weise gegen einen antiautoritären, demokratischen und menschenrechtlich-fundierten Antifaschismus und Anti-Stalinismus.

          Und genauso darf man eben auch die autoritären, sexistischen und menschenrechtswidrigen Varianten des Feminismus ablehnen, auch wenn es Feminismuskritiker gibt, die ebenfalls autoritär, sexistisch und menschenrechtswidrig sind. Letzteres spricht nämlich nicht gegen eine antiautoritäre, antisexistische und menschenrechtlich-fundierte Kritik an autoritären, sexistischen und menschenrechtswidrigen Strömungen und Positionen im Feminismus (wofür die Bezeichnung „Antifeminismus“ m.E. allerdings irreführend ist).

          Und aus dem gleichen Grund darf man auch den autoritären, sexistischen und menschenrechtswidrigen orthodox-konservativen Islam und den Islamismus ablehnen und zwar auch, wenn einige Islamkritiker – primär solche aus dem rechten Spektrum (Pegida, AfD, Politically Incorect usw) – autoritäre rechte Spinner sind. Dies spricht nämlich nicht gegen eine aufklärerisch-menschenrechtliche, universalistisch-humanistische und herrschaftskritisch-emanzipatorische Kritik an orthodox-konservativem Islam und Islamismus.

          „Du machst Dich zum Steigbügelhalter der Rechten, oh Du „libertärer Sozialist in anarchistischer Tradition“…“

          Das sehe ich anders. Ein libertärer Sozialist sollte m.E., wo immer möglich, nicht zwischen zwei Übeln wählen, sondern sich gegen beide wenden.

        • Aber Du bist doch derjenige hier mit den autoritären, sexistischen, menschenrechts- wie Grundgesetzwidrigen Vorschlägen? Gehe in Dich und kehre um.

        • Sexistisch wärst Du nur dann nicht, wenn Du auch Verbots-Ideen für Männer hättest. Vollbärte z.B.
          Klingt lächerlich? Ja, so wie das geforderte Kopftuchverbot halt.

        • @ Maren

          „Und du meinst, jemand wird gut integriert, wenn ihm der Staat permanent das Gefühl gibt, nicht dazuzugehören, rein aufgrund seiner Herkunft ein Risikofaktor zu sein, der jederzeit,auch nach 30, 40 Jahren ausgewiesen werden kann?“

          Ich meine, dass man autoritär-sozialisierte Persönlichkeiten und von solchen getragene Bewegungen nicht durch herrschaftsfreien Dialog überzeugen kann, sondern, dass man in dieser Hinsicht vernünftige Anforderungen stellen und diese notfalls auch durchsetzen sollte.

          „Das ist nationalistische Abschottung, im Namen einer sogenannten Integration.“

          Nein, da ich nämlich weder in irgendeinem Sinne nationalistisch argumentiere, noch für Abschottung plädiere.
          Ich erwarte weder von Migranten, dass sie sich mit der „deutschen Nation“ oder einem deutschen Nationalismus identifizieren sollten, noch plädiere ich grundsätzlich gegen Einwanderung.

          „Es würde im zweifelsfall eher zu mehr dysfunktionalen Sozialisationen führen, weil, wenn die Gesellschaft dich hier nicht haben will, suchst du dir eine Parallelgesellschaft. Das muss dir doch klar sein!“

          Es gibt einen gewissen Prozentsatz islamischer Migranten, die sich nicht integrieren wollen oder können, diese akzeptieren eine moderne Gesellschaft nicht und schließen sich selbst aus. Darüber hinaus setzen sie andere Muslime unter Druck, die sich integrieren wollen, aber dies aufgrund des Drucks ihres konservativen Umfeldes eben nicht können. Ich bin lieber mit Letzteren solidarisch, mit all jenen Menschen in islamischen Kontexten, die unter dem konservativen Islam leiden und die sich wünschen sich integrieren zu können.

          „Das ist echt ne harte Nummer, von Aufklärung und Menschenrechten zu salbadern, wenn man im Prinzip racial profiling durchführen will.“

          Eine Gesinnungsprüfung ist kein „Racial Profiling“. Mir sind Hautfarbe oder Herkunft einer Person völlig egal, nur die Einstellung bzw. Integrationsbereitschaft ist relevant.

          „Ich würde sogar noch ein bisschen weiter als Miria gehen, das ist schon nicht mehr bloß Doppelmoral, das ist schlichte Heuchelei.“

          Beschimpfungen ersetzen keine Argumente.

          „Und du kannst dich gerne tausendmal drauf berufen, links-sozialistisch-anarchistischer Irgendwas zu sein, was du grade vorschlägst könnte sich ein rechtskonservativer Think Tank nicht schöner ausdenken.“

          Der rechtskonservative Think Tank würde sich vielleicht kritisch zum Islam und zu islamischer Einwanderung äußern, aber nicht, weil er die kulturelle Moderne bewahren will, sondern weil er im Islam eine Konkurrenz für seine eigene autoritäre rechte Ideologie sieht.

          Des Weiteren ist der orthodox-konservative Islam in politischen Bezügen ausgedrückt, faktisch rechts, weit rechts, also könnte man dir bezüglich deiner unkritischen Einstellung in dieser Hinsicht ebenfalls vorwerfen zu Gunsten einer rechts-konservativen Einstellung zu argumentieren.

        • *Darüber hinaus setzen sie andere Muslime unter Druck, die sich integrieren wollen, aber dies aufgrund des Drucks ihres konservativen Umfeldes eben nicht können.*

          Die integrierungswilligen Muslime können sich ein anderes Umfeld suchen, es herrscht in Deutschland freie Wohnsitzwahl.
          Das machen aber diejenigen nur, wenn sie nicht das Gefühl haben von „Deutschland“ als potentieller Stör-/Gefahrenfaktor gesehen zu werden.

          *Eine Gesinnungsprüfung ist kein „Racial Profiling“. Mir sind Hautfarbe oder Herkunft einer Person völlig egal, nur die Einstellung bzw. Integrationsbereitschaft ist relevant. *

          Doch ist es. Oder werden auch die deutschen Jungs geprüft, die sich auf einmal nen Zauselbart wachsen lassen, oder die Verfassung ablehnen oder die Mehrfachstraftäter sind?

          *Beschimpfungen ersetzen keine Argumente.*

          Es ist eine schlichte Feststellung.

          *Der rechtskonservative Think Tank würde sich vielleicht kritisch zum Islam und zu islamischer Einwanderung äußern, aber nicht, weil er die kulturelle Moderne bewahren will, sondern weil er im Islam eine Konkurrenz für seine eigene autoritäre rechte Ideologie sieht. *

          Du bist trotzdem nicht besser.
          Das ist quasi fucking for virginity; unverhältnismäßige, grundlose Überwachung einer ganz bestimmten Gruppe von Menschen aufgrund von äußerlichen Merkmalen, unter dem Deckmäntelchen, die Grundrechte und Freiheit schützen zu wollen, die dieses im Prinzip verbieten. Irrsinn!

        • Hör doch mal mit den Buzz-Worten auf, was meinst Du denn mit „kultureller Moderne“?

          Gesinnungstests, psychologische Gutachten und Kleidungsvorschriften für weibliche Privatpersonen?

          Wenn ich das zu konzipieren hätte, würdest Du – spätestens seit Deinem Plädoyer für das „Abtreibungsrecht für Männer“ – sowas von durchfallen! Wohin sollten wir Dich abschieben, mach mal nen Vorschlag wo Du mit diesen Ideen hinpassen könntest. In die BRD jedenfalls nicht.

        • @ Semikolon

          „Sexistisch wärst Du nur dann nicht, wenn Du auch Verbots-Ideen für Männer hättest. Vollbärte z.B.“

          Das denke ich nicht, da nämlich bezüglich Verbotsforderungen rationale Begründungen vorhanden sein müssen.
          Sexistisch wäre es, und zwar in Bezug auf Männer, wenn es ein hinsichtlich Symbolik, Funktion und Auswirkungen ähnlich zu beurteilendes Kleidungsstück für Männer gäbe und ich dieses nicht verbieten wollte, obwohl hier in äquivalenter Weise Gründe dafür vorlägen. Dergleichen ist mir aber nicht bekannt.

        • Nichts leichter als das:
          Männer mit Vollbart verschleiern ihr Gesicht in der Art eines Niqabs. Polizisten und Soldaten mit Sturmmasken ebenso.
          Tata!
          Also? Verbieten, ne? Sind ja überwiegend eh nur streng-religiöse und damit zweifelhafte Figuren, die sich nicht regelmäßig rasieren.

        • „Oder werden auch die deutschen Jungs geprüft, die sich auf einmal nen Zauselbart wachsen lassen, oder die Verfassung ablehnen oder die Mehrfachstraftäter sind? “

          Maren weiß offenbar nicht, was Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt sind.

        • Ich hab mir vorhin angeschaut, wie ein Deutscher den Einbürgerungstest macht:

          Mit nur drei falsch beantworteten Fragen hätte er wahrscheinlich bestanden, aber an einer Stelle (Frage 4) sagt er – und das vermutlich nichtmal im Spaß-, dass es so sein sollte, dass die Partei die Wahlen gewinnt, die die meisten Stimmen der Männer erhält.

          Ergo: er hat sich enttarnt als Verfassungsfeind, gegen den zu ermitteln wäre. Oder nicht?

        • @ Maren

          „Die integrierungswilligen Muslime können sich ein anderes Umfeld suchen, es herrscht in Deutschland freie Wohnsitzwahl.“

          Die integrationswilligen Muslime haben oft mit Repression zu rechnen, wenn sie dies versuchen. Man sollte daher alles tun, um ihnen die Integration zu erleichtern und dazu gehört eben den Einfluss des orthodox-konservativen Islams einzudämmen.

          „Das machen aber diejenigen nur, wenn sie nicht das Gefühl haben von „Deutschland“ als potentieller Stör-/Gefahrenfaktor gesehen zu werden.“

          Es sind sicherlich nicht die integrationswilligen Muslime, die in der Regel als Störfaktor wahrgenommen werden, außer von tatsächlich fremdenfeindlichen Personen.

          Und dass integrations-unwillige Muslime, die eine moderne Gesellschaft ablehnen, nicht das sympathischste Image haben, daran wird sich wohl schwerlich etwas ändern lassen.

          „Doch ist es. Oder werden auch die deutschen Jungs geprüft, die sich auf einmal nen Zauselbart wachsen lassen, oder die Verfassung ablehnen oder die Mehrfachstraftäter sind?“

          Wenn es sich um Bewerber für eine Einwanderung handelt, ja.

          Und falls es sich um Deutsche handelt, die hier leben und die z.B. zum Islam konvertiert sind und bei denen Gefährdungspotential besteht, muss die Polizei sie selbstverständlich genauso überwachen wie muslimische Migranten bei denen Gefährdungspotential besteht.

          „Es ist eine schlichte Feststellung.“

          Eine Feststellung, die meine Intentionen und Argumente mißinterpretiert, um nicht auf diese eingehen zu müssen.

          „Du bist trotzdem nicht besser.“

          Vielleicht solltest du mal versuchen Aussagen vor dem Hintergrund der spezifischen Weltsicht einer Person zu interpretieren, anstatt böse Absichten zu unterstellen. Es wäre ja vielleicht möglich, dass ich keine bösen Absichten habe, sondern funktionale Problemlösungen für gesellschaftliche Probleme suche, mit denen du dich offenbar noch eher wenig beschäftigt hast.

          „Das ist quasi fucking for virginity; unverhältnismäßige, grundlose Überwachung einer ganz bestimmten Gruppe von Menschen aufgrund von äußerlichen Merkmalen, unter dem Deckmäntelchen, die Grundrechte und Freiheit schützen zu wollen, die dieses im Prinzip verbieten. Irrsinn!“

          Erstens sprach ich nicht von Überwachung, sondern davon, wie die Einwanderungspolitik m.E. gestaltet werden sollte.

          Und dabei wende ich mich gegen zwei alternative Positionen:

          1. gegen die kulturrelativistisch-multikulturalistische Position, die sich nicht darum schert, ob Muslime, die einwandern wollen integrationswillig und integrationsfähig sind und die die oben dargestellten Integrationsprobleme im Zusammenhang mit muslimischen Migranten noch veschärft. Das ist aus einer verantwortungsethischen Perspektive m.E. keine tragbare Position, wenn Deutschland als moderne Gesellschaft dauerhaft Bestand haben soll.

          und

          2. wende ich mich aber auch gegen solche Positionen, die entweder gar keine Einwanderung zulassen wollen oder die keine Einwanderung aus muslimischen Ländern zulassen wollen oder die zumindest keine Muslime einwandern lassen wollen. Denn auch wenn integrationswillige und integrationsfähige Muslime heutzutage in islamischen Ländern sicherlich eine Minderheit sind, wäre es m.E. ungerecht, diese Personen nicht in modernen westlichen Gesellschaften aufzunehmen.

          Meine Position ist ein Versuch diese Extreme zu vermeiden und eine begründete alternative Position zu formulieren. Und diesbezüglich sind genaue Prüfungen der potentiellen Einwanderer im Hinblick auf ihre Integrationswilligkeit und Integrationsfähigkeit eben wichtig.

          Ansonsten war von Überwachung hier nicht die Rede, sondern davon Integrationsdruck auszuüben.

          Wären z.B. die sexueller Belästiger und Gewattäter an Silvester in Köln oder die Randalierer von Suhl oder diejenigen radikalen Muslime, die in Flüchtlingsunterkünften Mitglieder anderer Religionsgruppen schikanieren, vor der Einwanderung genau geprüft worden, hätte man solche Personen aussieben können.
          Und falls es manchen von ihnen doch gelungen wäre, einzuwandern, hätten sie bei einem Ablauf, wie ich ihn skizziert habe, stets im Hinterkopf, dass ihnen bei solchen Handlungen Ausweisung droht.
          Einem für solche antisozialen Handlungen anfälligen Persönlichkeitsanteil würde dadurch innerpsychisch ein anderer Persönlichkeitsanteil entgegengestellt, dem stets bewusst ist, dass er solche Handlungen zu unterlassen hat, wenn er hier dauerhaft leben will. Und das erleichtert bei solchen Individuen eben das Erlernen entsprechender Selbstkontrolle.
          Wer aber von vornherein nicht zu solchen Handlungen neigt, hätte diesbezüglich eben auch keinen besonderen Druck.

          Von direkter Überwachung war hier allerdings nicht die Rede.

          Allerdings ist es trotzdem richtig, dass zahlreiche islamische Vereine und Moscheen überwacht werden sollten und manche werden ja auch überwacht. Das ist sinnvoll, weil orthodox-konservativer Islam und Islamismus in ihrem ideologischen Gehalt nun mal mit Menschenrechten und Demokratie nicht vereinbar sind – Religion, Privatleben, Recht und Staat sind im konservativen Islam nicht getrennt, das ist nicht mit dem heutigen säkularisierten Christentum zu vergleichen -, eine solche Überwachung konservativ-islamischer Vereine und Moscheen ist sinnvoll, weil es radikale Prediger und radikale islamische Gruppen gibt und weil Moscheen und islamische Vereine oft aus dem Ausland gesteuert werden.

        • @leszek, im „außeneinsatz“ hast du ganz unbestritten deine qualitäten 😘 😂 Aber mit ansehen zu müssen wie ein echter anarcho-syndikalist repressive maßnahmen gegen eine minderheit rechtfertigt, rührt mich 😇

        • @ Albert

          „@leszek, im „außeneinsatz“ hast du ganz unbestritten deine qualitäten 😘 😂 Aber mit ansehen zu müssen wie ein echter anarcho-syndikalist repressive maßnahmen gegen eine minderheit rechtfertigt, rührt mich 😇“

          Ja, das ließe sich zugegebenermaßen unter Bezugnahme auf freiheitlich-marxistische Theorien potentiell leichter begründen. Da ließe sich dann argumentieren, dass der bürgerliche Staat zwar nicht zur Emanzipation vom Kapitalismus und zur Selbstabschaffung seiner eigenen Herrschaftsfunktion genutzt werden kann, aber dass die historische Funktion des bürgerlichen Staats ja durchaus die Emanzipation von prämodernen autoritären Strukturen und Ideologien sei und es daher legitim sei diese Funktion auch auf den orthodox-konservativen Islam anzuwenden.

          Man weiß als antiautoritärer Sozialist aber eigentlich schon (oder sollte es wissen), dass autoritäre Persönlichkeiten leider auf herrschaftsfreien Dialog nicht reagieren und man ihnen notfalls klare Grenzen setzen muss. Und diejenigen Muslime, die nicht integrationswillig sind, sind in der Regel in unterschiedlichen Ausprägungen autoritäre Persönlichkeiten.

          Aber falls du mir alternative Vorschläge mitteilen möchtest, höre ich sie mir natürlich an.

        • Danke, @leszek, du alter kulturmarxist, es war eloquent und überzeugend dargelegt – nicht zu lang – verstanden habe ich es nicht, aber von dieser sache bin ich eh schon überzeugt 😉 hence i will rest my case.

        • *Es sind sicherlich nicht die integrationswilligen Muslime, die in der Regel als Störfaktor wahrgenommen werden, außer von tatsächlich fremdenfeindlichen Personen.*

          Dazu wäre interessant zu wissen, wie du dir das im Einzelnen so vorstellst: Müssen die entsprechenden Personen sich jährlich vorstellen und werden gefragt „Sind sie inzwischen Islamist“? Oder haben wir eine umfassende Beobachtung der Betreffenden und ihres Umfelds, die, wir erinnern uns, bis dato nicht straffällig geworden sind.
          Dass das entweder gegen einen ganzen Katalog von Grundrechten (spontan fiele mir Art. 3 und 4 ein, eventuell auch noch 10 und 13 GG) verstoßen würde oder komplett nutzlos wäre (oder beides), ist dir klar, oder?

          *Und falls es sich um Deutsche handelt, die hier leben und die z.B. zum Islam konvertiert sind und bei denen Gefährdungspotential besteht, muss die Polizei sie selbstverständlich genauso überwachen wie muslimische Migranten bei denen Gefährdungspotential besteht*

          Ok, wie stellt man denn ein Gefährdungspotential fest? Das Gefährdungspotential ist ja im Falle der Einwanderer die Tatsache, dass sie aus einem prämodernen Staat kommen. ^^

          *Eine Feststellung, die meine Intentionen und Argumente mißinterpretiert, um nicht auf diese eingehen zu müssen.*

          Ich gehe sehr wohl auf diese ein, dir gefallen nur die Schlüsse nicht, die ich ziehe.

          *Vielleicht solltest du mal versuchen Aussagen vor dem Hintergrund der spezifischen Weltsicht einer Person zu interpretieren*

          Im Prinzip denkst du also, dass du gar nicht so schlimme Dinge sagen KANNST, weil du freiheitlich-sozialistisch etc. bist? Wirklich?

          *Es wäre ja vielleicht möglich, dass ich keine bösen Absichten habe, sondern funktionale Problemlösungen für gesellschaftliche Probleme suche, mit denen du dich offenbar noch eher wenig beschäftigt hast. *

          War das ein verstecktes „Ich bin aber voll viel schlauer als du“? 😀

          *Denn auch wenn integrationswillige und integrationsfähige Muslime heutzutage in islamischen Ländern sicherlich eine Minderheit sind, wäre es m.E. ungerecht, diese Personen nicht in modernen westlichen Gesellschaften aufzunehmen.*

          Nach bester Gutsherrenart. Ehrlich, fällt dir nicht auf, wie unfassbar gönnerhaft das klingt? Wir lassen die Wilden, die sich bereit erklären sich assimilieren zu lassen in unser tolles Land, in dem die Straßen mit Gold gepflastert sind und wo niemand auch nur einen bösen Gedanken im Kopf hat.

          *Wären z.B. die sexueller Belästiger und Gewattäter an Silvester in Köln oder die Randalierer von Suhl oder diejenigen radikalen Muslime, die in Flüchtlingsunterkünften Mitglieder anderer Religionsgruppen schikanieren, vor der Einwanderung genau geprüft worden, hätte man solche Personen aussieben können.*

          Nach welchen Kriterien?
          „Haben sie vor, in Deutschland Frauen zu belästigen?“ „Ja, klar, ist das ein Problem?“ Zack, ausgesiebt! Oder wie?

          *Einem für solche antisozialen Handlungen anfälligen Persönlichkeitsanteil würde dadurch innerpsychisch ein anderer Persönlichkeitsanteil entgegengestellt, dem stets bewusst ist, dass er solche Handlungen zu unterlassen hat, wenn er hier dauerhaft leben will.*

          Verbrechen stehen grundsätzlich unter Strafe. Und da besteht so oder so die sehr reelle Möglichkeit ausgewiesen zu werden, sofern derjenige zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde.
          Wenn du das nun also verschärfen willst, musst du dir schon die Frage gefallen lassen, wie das mit dem GG vereinbar ist, dass du ja schützen willst.

          *Wer aber von vornherein nicht zu solchen Handlungen neigt, hätte diesbezüglich eben auch keinen besonderen Druck. *

          Und es stören sich nur die Leute an Vorratsdatenspeicherung, die „was zu verbergen haben“, schon klar. ^^

          Leszek, ich sag dir mal, was ich aus meinem Dasein als Gewaltopfer gelernt habe: Schlimme Dinge passieren einfach ab und zu.

          Man kann sich zwar bedingt davor schützen, man muss aber aufpassen, dass man nicht der Versuchung nachgibt, jeden kleinen Aspekt des Lebens kontrollieren zu wollen oder jede potentielle Gefahrenquelle (sei sie noch so klein) eliminieren zu wollen. Das wird dann zwanghaft, im Falle eines Staates sogar annähernd faschistisch.

          Das ist aber, wie man sieht, das was Menschen tun, wenn sie in das Umfeld von Gewalt kommen. Sie verlangen nach „sofortigem harten Durchgreifen“, nach Gesetzesänderungen und Schutz.
          Diesen Schutz kann man aber nur geben, wenn man bereit ist, sich empfindlich in seiner Freiheit einschränken zu lassen, vgl. z.B. die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ oder den „Patriot Act“. Das ist aktionistisch und bietet, wie die Geschichte zeigt, erhebliches Mißbrauchspotential und wenig effektive Gefahrenbekämpfung.
          Und ich bin nicht bereit, die ausgesprochen kleine, potentielle Gefahr von „Islamisierung“ oder einem Anschlag gegen die sehr reelle Gefahr der Aufweichung von Grundrechten einzutauschen, auch und gerade dann wenn ich nicht betroffen bin.

        • @ Maren

          „Dazu wäre interessant zu wissen, wie du dir das im Einzelnen so vorstellst: Müssen die entsprechenden Personen sich jährlich vorstellen und werden gefragt „Sind sie inzwischen Islamist“? Oder haben wir eine umfassende Beobachtung der Betreffenden und ihres Umfelds, die, wir erinnern uns, bis dato nicht straffällig geworden sind.
          Dass das entweder gegen einen ganzen Katalog von Grundrechten (spontan fiele mir Art. 3 und 4 ein, eventuell auch noch 10 und 13 GG) verstoßen würde oder komplett nutzlos wäre (oder beides), ist dir klar, oder?“

          Ich habe nichts dergleichen geschrieben und gefordert. Meine Vorschläge waren genaue Prüfvorgänge vor einer Einwanderung, verpflichtende Rechtsbildungskurse und einige Jahre Probezeit, in der man eine Person wieder ausweisen kann, falls es sich zeigt, dass sie doch nicht integrationswillig oder -fähig ist.

          Mit diesen Vorschlägen wird darauf abgezielt möglichst nur integrationsbereite Personen einwandern zu lassen und für den Fall, dass man sich doch geirrt hat, eine problematische Person dann auch wieder loswerden zu können.

          Nirgendwo war hier von „jährlichen Vorstellungen“ oder „umfassender Beobachtung der Betreffenden und ihres Umfelds die Rede“.

          „Ok, wie stellt man denn ein Gefährdungspotential fest?“

          Speziell solche islamische Gruppierungen, bezüglich derer ein begründeter Gefährdungsverdacht gegeben ist, werden überwacht – auch heute schon.

          „Das Gefährdungspotential ist ja im Falle der Einwanderer die Tatsache, dass sie aus einem prämodernen Staat kommen.“

          Dem sollen die genannten Verfahren ja vorbeugen.

          „Ich gehe sehr wohl auf diese ein, dir gefallen nur die Schlüsse nicht, die ich ziehe.“

          Nein, du unterstellt z.T. Ansichten und Intentionen, die sich weder aus meinen Darstellungen ergeben, noch mit meiner Weltsicht kompatibel sind. Was sollen z.B. mir gegenüber irgendwelche Nationalismusvorwürfe? Ich kann dir gerne mehrere Standardwerke der Nationalismuskritik empfehlen, es gibt von mir aber keine einzige nationalistische Äußerung auf diesem Blog.
          Gute Kritik sollte hingegen versuchen das tatsächlich Gemeinte zu berücksichtigen, dann ist sie potentiell hilfreich.

          „Im Prinzip denkst du also, dass du gar nicht so schlimme Dinge sagen KANNST, weil du freiheitlich-sozialistisch etc. bist? Wirklich?“

          Nein, ich habe z.T. tatsächlich andere Dinge gesagt als von dir behauptet und andere Begründungen dargelegt als von dir kritisiert.

          „War das ein verstecktes „Ich bin aber voll viel schlauer als du“?“

          Nein, es geht nicht um die Schlauheit, ich halte deine Intelligenz für ausgezeichnet. Es geht darum, dass ich bislang nicht wirklich den Eindruck habe, dass du dich mit seriöser Islam-Kritik und den entsprechenden Argumenten ausreichend beschäftigt hast, um sie fundiert beurteilen zu können.

          „Nach bester Gutsherrenart. Ehrlich, fällt dir nicht auf, wie unfassbar gönnerhaft das klingt? Wir lassen die Wilden, die sich bereit erklären sich assimilieren zu lassen in unser tolles Land, in dem die Straßen mit Gold gepflastert sind und wo niemand auch nur einen bösen Gedanken im Kopf hat.“

          Nein, es geht um eine realistische Analyse. Reaktionäre Einstellungen sind in islamischen Ländern tatsächlich weit verbreitet und das im Schnitt deutlich mehr als in modernen westlichen Gesellschaften:

          http://www.gam-online.de/text-Islam%20im%20Kopf.html

          Trotzdem wird sich in allen islamischen Ländern auch eine Minderheit finden, die liberal und modern denkt sowie ein gewisser Prozentsatz von Personen, die vielleicht noch nicht als liberal/modern bezeichnet werden können, aber dies bei Begegnung mit liberalen/modernen Vorstellungen schnell werden könnten. Bei diesen beiden genannten, potentiell in moderne westliche Gesellschaften integrierbare Gruppen handelt es sich aber nunmal um Minderheiten, diesbezüglich sollte man sich m.E. keine unrealistischen Illusionen machen.

          „Nach welchen Kriterien?“

          Nach den von mir vorgeschlagenen Prüfvorgängen natürlich.

          „„Haben sie vor, in Deutschland Frauen zu belästigen?“ „Ja, klar, ist das ein Problem?“ Zack, ausgesiebt! Oder wie?“

          Zu den Dingen, die im Kontext der Tests und Befragungen geprüft werden, sollte sicherlich auch das Frauenbild gehören.

          „Verbrechen stehen grundsätzlich unter Strafe. Und da besteht so oder so die sehr reelle Möglichkeit ausgewiesen zu werden, sofern derjenige zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde.“

          Ja, aber es geht ja darum, dass dies einem Migranten im Rahmen der Rechtsbildungskurse auch klar bewusst wird.

          „Wenn du das nun also verschärfen willst, musst du dir schon die Frage gefallen lassen, wie das mit dem GG vereinbar ist, dass du ja schützen willst.“

          Das Schöne ist doch gerade, dass das von mir vorgeschlagene Verfahren keine Strafrechtsverschärfung beinhaltet.
          Es gibt genaue Prüfvorgänge vor einer Einwanderung, es gibt verpflichtende Rechtsbildungskurse und dann einige Jahre Probezeit.

          „Und es stören sich nur die Leute an Vorratsdatenspeicherung, die „was zu verbergen haben“, schon klar.“

          Bei dieser Idee geht es gerade nicht um Dinge wie Vorratsspeicherung, sondern darum, eine funktionale Über-Ich-Funktion zu erzeugen. Die Person soll sich quasi selbst überwachen. 🙂

          „Leszek, ich sag dir mal, was ich aus meinem Dasein als Gewaltopfer gelernt habe: Schlimme Dinge passieren einfach ab und zu.“

          Ja, aber das ist m.E. kein Grund nicht zu versuchen problematische Migranten frühzeitig zu erkennen und auszusieben.

          „Man kann sich zwar bedingt davor schützen, man muss aber aufpassen, dass man nicht der Versuchung nachgibt, jeden kleinen Aspekt des Lebens kontrollieren zu wollen oder jede potentielle Gefahrenquelle (sei sie noch so klein) eliminieren zu wollen.“

          Ich habe nichts dergleichen geschrieben.

          „Das wird dann zwanghaft, im Falle eines Staates sogar annähernd faschistisch.“

          Meine Vorschläge zielen allerdings u.a. darauf ab die Entstehung eines faschistischen Staates zu verhindern. Ein autoritärer Staat wird m.E. von daran interessierten Gruppen nämlich versucht werden aufzubauen, wenn Probleme im Zusammenhang mit der Integration von Migranten stärker zunehmen. Meiner Vermutung nach ist das u.a. auch Sinn und Zweck der aktuellen, in meinen Augen irrationalen Migrations- und Integrationspolitik.

          „Das ist aber, wie man sieht, das was Menschen tun, wenn sie in das Umfeld von Gewalt kommen. Sie verlangen nach „sofortigem harten Durchgreifen“, nach Gesetzesänderungen und Schutz. Diesen Schutz kann man aber nur geben, wenn man bereit ist, sich empfindlich in seiner Freiheit einschränken zu lassen, vgl. z.B. die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ oder den „Patriot Act“. Das ist aktionistisch und bietet, wie die Geschichte zeigt, erhebliches Mißbrauchspotential und wenig effektive Gefahrenbekämpfung.“

          Eigentlich waren die von mir befürworteten Maßnahmen stets sehr kontextspezifisch ausgerichtet, z.B. die Vorschläge in dem m.E. lesenswerten GAM-Artikel:

          http://www.gam-online.de/Bilder/S%C3%A4kulare%20Lebensordnung-Programm.pdf

          „Und ich bin nicht bereit, die ausgesprochen kleine, potentielle Gefahr von „Islamisierung“ oder einem Anschlag gegen die sehr reelle Gefahr der Aufweichung von Grundrechten einzutauschen, auch und gerade dann wenn ich nicht betroffen bin.“

          Na ja, wenn du mit Islamisierung die Transformation hin zu einer vollständig islamischen Gesellschaft meinst, so steht dies zweifellos noch lange nicht auf der Tagesordnung. Wenn der Begriff aber die Entstehung und Ausdehnung islamischer Parallelgesellschaften bezeichnet, die Versuche konservativer Islamverbände Sonderrechte zu sichern und ihren gesellschaftlichen Einfluss auszuweiten, wenn damit die misslungene Säkularisierung eines Teils der jüngeren islamischen Generation gemeint ist, die leider wieder religiöser geworden ist anstatt säkularer und wenn sich der Begriff auf die im Schnitt höheren Geburtenraten gerade der schlecht integrierten Migranten bezieht, dann ist Islamisierung in den Augen vieler Fachleute leider ein reales Problem, und zwar eines, dass ohne angemessene Maßnahmen sich zukünftig vergrößern wird.
          Man sollte also nicht nur Grundrechte nicht durch Maßnahmen gegen Islamisierungsprozesse aufweichen, man sollte auch danach streben die Grundrechte gegen Islamisierungsprozesse zu verteidigen und durchzusetzen.

        • @ Adrian

          Es ging dabei, glaube ich, um die jüngere Generation.
          Auch da mal pragmatisch gesprochen: Man wird eine umfassende und spezialisierte Pädagogik, Sozialpädagogik und Sozialarbeit aus dem Boden stampfen müssen, um die jüngeren Generationen der Muslime so weit wie möglich aufzufangen und nicht an die Islamisten – die ja z.T. quasi sozialpädagogisch agieren – zu verlieren.

        • „Auch da mal pragmatisch gesprochen: Man wird eine umfassende und spezialisierte Pädagogik, Sozialpädagogik und Sozialarbeit aus dem Boden stampfen müssen, um die jüngeren Generationen der Muslime so weit wie möglich aufzufangen und nicht an die Islamisten – die ja z.T. quasi sozialpädagogisch agieren – zu verlieren“

          Oder wir lassen einfach nur die rein, die wenig Kosten verirsachen und etwas zu Volkswirtschaft und zur liberalen Demokratie beitragen können.

          Immer mehr Muslime in Potsdam! Wenn ich sowas lese, bekomme ich eine Gänsehaut, Angst um die Zukunft.
          http://www.tagesspiegel.de/berlin/einzige-moschee-in-potsdam-zu-klein-freitagsgebet-auf-dem-buergersteig/14595898.html

        • @Leszek

          „Man wird eine umfassende und spezialisierte Pädagogik, Sozialpädagogik und Sozialarbeit aus dem Boden stampfen müssen, um die jüngeren Generationen der Muslime so weit wie möglich aufzufangen“

          Vergiss es, die werden denen nur den Hass auf den Westen einimpfen und sie gewähren lassen.
          Auch unsere islamistischen Femis hier freuen sich sicherlich schon auf die kulturelle Bereicherung durch die Sharia. Endlich ist die „patriarchale“ Justiz mit ihrer unprogressiven Unschuldsvernutung dann nicht mehr alternativlos.

          @Adrian
          „Wenn ich sowas lese, bekomme ich eine Gänsehaut, Angst um die Zukunft.“

          Die Europäer wollen den Islam zur repressiven Umkrempelung dieser Gesellschaft. Von den Kirchen bis zu den Linksparteien, die groteskerweise besonders aggressiv für diese Regression eintreten. Europa wird wahrscheinlich in den Totalitarismus abgleiten und man sollte sich überlegen zu verschwinden.

        • Maren

          „Und ich bin nicht bereit, die ausgesprochen kleine, potentielle Gefahr von „Islamisierung“ oder einem Anschlag gegen die sehr reelle Gefahr der Aufweichung von Grundrechten einzutauschen, auch und gerade dann wenn ich nicht betroffen bin.“

          Hinsichtlich Anschlägen ist es sicher keine „kleine, potentielle Gefahr“. Die Anschläge von Paris und Brüssel wären nicht möglich gewesen, wenn Deutschland nicht netterweise die Attentäter ohne Kontrolle durchgelassen hätte.

          In jedem Fall ist es der deutschen Politik offensichtlich egal, ob Täter oder Opfer kommen.

          Hinsichtlich „Aufweichnung von Grundrechten“: Ist es nicht schockierend, dass sich Leute wie Sabatina James und Hamed Abdel-Samad nicht in Deutschland auf der Straße blicken lassen können, ohne sich in Lebensgefahr zu begeben?

          Wieviel sind Grundrechte wert, wenn der Staat sich weigert, diejenigen zu schützen, die sie in Anspruch nehmen?

    • @Lezek

      ich staune immer wieder über die Naivität der Aufgeklärten. Sie meinen also, das Aufsagen eines, vom ersten Konzil der Aufklärung noch zu erlassenden, Glaubensbekenntnisses, sei ein hinreichender Loyalitätsbeweis?

      Mir schwebt da eher eine europäische Fremdenlegion vor, bei der man 15 Jahre tadellos dienen muss, bevor man das Bürgerrecht erhält. Damit kann man die Fluchtursachen beseitigen und zugleich Leute für eine Aufgabe rekrutieren, die in Europa sowieso keiner machen will. Ist natürlich voll imperialistisch.

      • @ Clovis

        „Sie meinen also, das Aufsagen eines, vom ersten Konzil der Aufklärung noch zu erlassenden, Glaubensbekenntnisses, sei ein hinreichender Loyalitätsbeweis?“

        Nicht ganz, Clovis. Ich denke da eher an Folgendes:

        – Die Hintergründe jeder Person, die einwandern möchte, so weit wie möglich, nachprüfen.

        – Auch im Falle von Paaren/Familien jeweils getrennte Befragungen.

        – Entwicklung und Anwendung von Tests und Befragungsformen, die auf die jeweiligen Herkunftsregionen zugeschnitten sind und von psychologisch oder pädagogisch geschultem Personal unter Hinzuziehung von Fachleuten für die entsprechende Region durchgeführt werden.

        – Entwicklung und Anwendung persönlichkeitspsychologischer und moralpsychologischer Tests, die ebenfalls auf die jeweiligen Herkunftregionen zugeschnitten sind und von psychologisch oder pädagogisch geschultem Personal unter Hinzuziehung von Fachleuten für die entsprechende Region durchgeführt werden.

        – Falls diese bestanden wurden, im Anschluss daran, ausführliche Informationen darüber, was die deutsche Aufnahmegesellschaft von Einwanderern erwartet. Diese Informationen sollten auf eine Weise vermittelt werden, die dem Bewerber klar macht, dass im Fall der Einwanderung ein hoher Integrationsdruck besteht, dass von ihm aktive Integrationsbemühungen eingefordert werden, dass keine Verhaltensweisen geduldet werden, die dem Wertesystem der kulturellen Moderne (Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie) massiv widersprechen und dass er in Gefahr ist wieder ausgewiesen zu werden, wenn er nicht willens oder fähig ist diesen Kriterien zu entsprechen. Solche Dinge wie z.B. das willentliche Tragen von Kopftüchern; die dauerhafte Weigerung Frauen oder Männern die Hand zu geben; irgendwelche gewaltsamen Ausraster, weil jemand seine Religion „beleidigt“ habe; Zwangsverheiratungen; wiederholtes Propagieren prämodern-autoritärer Auffassungen, wie z.B. dass Frauen, die sexuell selbstbestimmt leben, „unrein“ seien, Homosexuelle „sündhaft“ seien und Ähnliches, führt, wenn es nachgewiesen werden kann, in meinem Modell zur Ausweisung. Ebenso sollten mangelnde Bemühungen zum Erlernen der deutschen Sprache zur Ausweisung führen.
        Im Anschluss an diese Informationen muss die Reaktion des Bewerbers auf diese Forderungen der Aufnahmegesellschaft ausgewertet werden, fällt sie negativ bzw. ablehnend aus, darf er nicht einwandern, auch wenn die vorherigen Tests bestanden wurden.

        – Nach Einwanderung wird der Migrant zu Rechtsbildungskursen verpflichtet, in denen ihm Werte, Normen, Rechtsordnung und Anforderungen der Aufnahmegesellschaft an ihn nochmal über einige Monate im Detail vermittelt werden. Der Abbruch der Teilnahme an solchen Kursen oder der Abbruch von Sprachkursen ohne nachvollziehbaren Grund (Krankheit usw.) ziehen bei fortgesetzter Verweigerungshaltung Ausweisung nach sich.

        – Wird auch dies alles bestanden, kann der Einwanderer hier dauerhaft leben, sollte sich aber im Verlaufe der kommenden Jahre herausstellen, dass er doch nicht integrationswillig oder integrationsfähig ist (z.B. schwere oder dauerhafte Kriminalität, massive Belästigung von Frauen, Propagierung orthodox-konservativ-islamischer oder islamistischer Inhalte oder entsprechende Verhaltensweisen usw.) zieht dies Ausweisung nach sich.

        Mir geht es also darum Einwanderer anfangs genau zu überprüfen und im Falle der Einwanderung einen hohen Integrationsdruck auf sie auszuüben. Sie sollten m.E. immer im Hinterkopf haben, dass ihnen Ausweisung droht, falls sie nicht ausreichend integrationswillig oder -fähig sind.

        • *Sie sollten m.E. immer im Hinterkopf haben, dass ihnen Ausweisung droht, falls sie nicht ausreichend integrationswillig oder -fähig sind.*

          Wow Leszek.
          Damit kannste dich direkt bei der AFD bewerben. Bravo.

        • @ Maren

          „Wow Leszek.
          Damit kannste dich direkt bei der AFD bewerben. Bravo.“

          Moralisierende Vorwürfe haben auf mich keine Auswirkungen. Du wirst schon Argumente nennen müssen.

          Übrigens, seit wann propagiert die AFD sexuelle Freiheit und Toleranz gegenüber Homosexuellen?

        • „Nicht mach- und bezahlbar, aber der Grundgedanke ist OK“

          Machbar ist es durchaus, und mehr kosten als Einwanderung nicht integrierbarer Sozialhilfeempfänger, oder mehr kostem als Griechenlandhilfen, wird es uns auch nicht.

          Wäre das nicht endlich mal ein konstruktiver Job für unser Heer von Sozialwissenschaftlern?

        • Es ist bestimmt ganz superförderlich für Integration, wenn der zu integrierende permanent die Angst im Nacken hat, wegen irgendwas, was er sagt, tut oder sogar DENKT ausgewiesen zu werden.
          In Sovjet Russia…

        • „Es ist bestimmt ganz superförderlich für Integration, wenn der zu integrierende permanent die Angst im Nacken hat, wegen irgendwas, was er sagt, tut oder sogar DENKT ausgewiesen zu werden“

          Er wird sich halt überlegen, ob er überhaupt hierherkommt, wenn er keinen Bock hat, grundlegende Werte anzunehmen.
          Ich will schließlich auch nicht Saudi-Arabien eingebürgert werden, um dann schwulen Sex zu haben, während ich den Koran das Klo runterspüle.

        • @ Maren

          „Es ist bestimmt ganz superförderlich für Integration, wenn der zu integrierende permanent die Angst im Nacken hat, wegen irgendwas, was er sagt, tut oder sogar DENKT ausgewiesen zu werden. In Sovjet Russia…“

          Heißt das, dich stört nur der letzte Satz und dem Rest kannst du weitgehend zustimmen?

          Was ich hier als Integrationsleistungen von Migranten fordere, sind allerdings in Wahrheit keine besonderen Zumutungen:

          – Erlernen der Landessprache ist ja wohl eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wenn man irgendwo einwandert und dauerhaft dort leben will. Wenn das fehlt, hat man von vornherein keine echten Partizipationsmöglichkeiten und die eigenen Kinder oft auch nicht. Dann ist Desintegration vorprogrammiert.

          – Und Bejahung der kulturellen Moderne ist für Menschen mit einem aufgeklärten, modernen Weltbild und Wertesystem kein Problem. Solche Zuwanderer, bei denen dies von vornherein gegeben ist, werden keinen besonderen Druck spüren.
          Hast du mir nicht selbst einmal gesagt, es sei doch wohl selbstverständlich, dass man z.B. Homophobie ablehnen sollte (und Männerrechtler sollten doch bitte nicht so stolz darauf sein, dass sie mal eine Blogparade zum Thema Homosexualität gemacht haben)?

          – Und bei Zuwanderern, die in prämodernen Kulturen sozialisiert wurden und deren Mentalität dadurch bis zu einem gewissen Grad geprägt wurde, muss man nunmal einen stärkeren Integrationsdruck ausüben, sonst funktioniert Integration in vielen Fällen leider nicht. Diesbezüglich sollte man m.E. realistisch und pragmatisch an die Sache herangehen: Je größer die soziokulturelle Differenz zu einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft, desto größer muss der Integrationsdruck sein.

        • @ JC Denton

          „Jetzt muss uns Leszek nur noch erklären, wie er die Einwanderung unerwünschter Personen verhindern will.“

          Vorschläge dazu von mir gibt es in meinem Kommentar vom 24. September 2016 um 7:58 Uhr, ein paar Kommentare über deinem.

        • @Leszek

          Ich will mal so sagen: Wie viel Prozent aller *Deutschen* würden bei diesem Test durchfallen nach deiner Meinung?
          20%? 30%?

          Als Spaßguerillero war mein Lieblingsprojekt immer die verbindliche Teilnahme aller Schüler an einem Einbürgerungstest:

          http://www.einbuergerungstest-online.eu

          Auch hier wäre meine Frage, wie viel Prozent der Schüler und Schülerinnen würden nach einem solchen Test verblüfft feststellen, dass sie *gar keine Deutschen sind*?
          30%? 40%?

          Ich finde, deine Anforderungen (so gut sie gemeint sind) sind völlig abgehoben von der hiesigen Realität.

          Bevor wir Migranten eine solche Messlatte unter die Nase halten, sollten wir hier und für die hiesige Bevölkerung erst einmal selber sorgen, dass diese dieser gerecht wird.

          Gruß crumar

        • „Jetzt muss uns Leszek nur noch erklären, wie er die Einwanderung unerwünschter Personen verhindern will.“

          Wenn es nach mir geht und wenn es nicht anders geht, dann so:

        • @ Leszek

          „Vorschläge dazu von mir gibt es in meinem Kommentar vom 24. September 2016 um 7:58 Uhr, ein paar Kommentare über deinem.“

          Zum Thema Grenzsicherung steht da leider nichts. Oder denkst du, das geht mit irgendwelchen Tests?

          @ crumar

          „Bevor wir Migranten eine solche Messlatte unter die Nase halten, sollten wir hier und für die hiesige Bevölkerung erst einmal selber sorgen, dass diese dieser gerecht wird.“

          Dann also keine weitere Einwanderung mehr, bis die hiesige Bevölkerung den Anforderungen gerecht wird?

        • @ Crumar

          „Ich will mal so sagen: Wie viel Prozent aller *Deutschen* würden bei diesem Test durchfallen nach deiner Meinung?
          20%? 30%?“

          Das weiß ich nicht, ich finde es in diesem Zusammenhang aber auch zweitrangig. Dass es auch Deutsche mit bescheuerten Einstellungen gibt, kann m.E. kein Argument dafür sein noch Migranten mit bescheuerten Einstellungen zusätzlich einwandern zu lassen oder auf Zuwanderer aus prämodernen Kulturen keinen angemessenen Integrationsdruck auszuüben.

          „Ich finde, deine Anforderungen (so gut sie gemeint sind) sind völlig abgehoben von der hiesigen Realität.“

          Das sehe ich nicht so. Erlernen der Sprache und Bejahung der kulturellen Moderne sind, wie bereits oben erwähnt, in meinen Augen keine Zumutungen, sondern berechtigte Anforderungen, die eine moderne Gesellschaft an Zuwanderer stellen kann.

          „Bevor wir Migranten eine solche Messlatte unter die Nase halten, sollten wir hier und für die hiesige Bevölkerung erst einmal selber sorgen, dass diese dieser gerecht wird.“

          Ich bin nicht der Ansicht, dass erst die deutsche Bevölkerung ein optimales Bewusstseinsniveau entwickelt haben muss, bevor man Integrationswilligkeit von Migranten erwarten darf. Ansonsten besteht nämlich das Risiko des Entstehens gravierender Integrationsprobleme.

        • „Als Spaßguerillero war mein Lieblingsprojekt immer die verbindliche Teilnahme aller Schüler an einem Einbürgerungstest:“

          Puh, ich hab den Test grad gemacht und muss nicht ausgewiesen werden 🙂

          Bei dieser Frage hatte ich aber echt Schwierigkeiten:

          c) oder d), was würdet ihr sagen?

        • @JC Denton @Leszek

          Lustig: „Dann also keine weitere Einwanderung mehr, bis die hiesige Bevölkerung den Anforderungen gerecht wird?“

          Nein, selbstverständlich muss *dieser* Teil der Bevölkerung, von dem ich gerade annehme, er ist quasi *undeutsch* hinter die andere Seite der @Adrian Mauer (Adrians Wall, gnihihi).

          „Erlernen der Sprache und Bejahung der kulturellen Moderne sind, wie bereits oben erwähnt, in meinen Augen keine Zumutungen, sondern berechtigte Anforderungen, die eine moderne Gesellschaft an Zuwanderer stellen kann.“

          Erlernen der Sprache, Kultur und Geschichte sehe ich ebenfalls als Grundvoraussetzung an.

          Mit „Menschen mit einem aufgeklärten, modernen Weltbild und Wertesystem“ habe ich ebenfalls kein Problem.

          Kann ich dann endlich bspw. Baptisten, Kreationisten und Genderisten rauswerfen? Für mich sind die eine Zumutung (ebenso wie Glocken läutende Taliban).
          Adrian glaubt an die FDP, JC Denton an eine soziale Marktwirtschaft, Marenleinchen an das Gute im Feminismus – das sind alles vormoderne, abergläubische Überzeugungen.
          Immer raus mit dem Pack.

          Noch einmal ohne Spaß: Du entwirfst m.E. das *Idealbild* einer Persönlichkeit, einen „Idealtypus“ der den entscheidenden Mangel hat, dass das Gros der hiesigen Bevölkerung diesem nicht entspricht.
          Es gibt gute Gründe hohe Ansprüche zu haben – nur sollte man nicht klammheimlich die hiesige Bevölkerung mit Eigenschaften versehen, die sie nicht aufweist, um an diesen *imaginär imaginierten* Eigenschaften andere zu messen.

          Schwerwiegender: Es sind aus der *Philosophie* abgeleitete Überzeugungen, die im Detail Worthülsen wie „modern“ verwenden, welche beliebig aufgefüllt werden können.
          Feminismus ist z.B. ist „modern“ – du hast doch nichts gegen Gleichberechtigung, oder?!
          Arbeit am Detail: Du bist gegen Homophobie, also *Schwulenfeindlichkeit*, dann sag das auch.
          Denn das homophobe Polen und auch Russland tun dir nicht den Gefallen in die Vormoderne zu rutschen, nur weil du den Bannfluch über sie gesprochen hast.

          Das ist Hartmut Krauss in Reinkultur, das ist subjektiver Idealismus und aus u.a. diesem Grund habe ich mein Abo vom „Hintergrund“ gekündigt.

          Gruß crumar

        • @crumar:

          »Das ist Hartmut Krauss in Reinkultur, das ist subjektiver Idealismus und aus u.a. diesem Grund habe ich mein Abo vom „Hintergrund“ gekündigt.«

          Jetzt muss ich doch eine Zwischenfrage einwerfen: ist dieser Hartmut Krauss eigentlich eine bekannte Größe in der linken Szene? Sein Islam-Buch liegt (das mit der »grund- und menschenrechtswidrigen Weltanschauung«) jetzt auf meinem großen Stapel »irgendwann hoffentlich zu lesender Bücher« …

        • @ djadmoros

          „Jetzt muss ich doch eine Zwischenfrage einwerfen: ist dieser Hartmut Krauss eigentlich eine bekannte Größe in der linken Szene?“

          Hartmut Krauss ist ein Neomarxist, der sich unter anderem mit einer kritischen Analyse des Islams aus aufklärerisch-menschenrechtlicher und herrschaftskritisch-emanzipatorischer Perspektive befasst.
          Ich finde sein Werk insgesamt gut, Crumar offensichtlich nicht. Innnerhalb der Linken ist Hartmut Krauss nicht unbekannt, ist aber natürlich den üblichen politisch korrekten Vorwürfen ausgesetzt.

        • @djadmoros @Leszek

          Hartmut Kraus und der „Hintergrund“ und die „Marxistische Plattform“ in der Partei der PDS und der heutigen Partei „Die Linke“ hatte einen wertvollen (und nie vollendeten) Beitrag zur Aufarbeitung des Stalinismus geleistet.

          Die wirklich spannenden Fragen, nämlich eine *materialistische* Aufarbeitung betreffend, haben andere geleistet.
          Namentlich der Althusser-Schüler Dominique Lecourt.
          Der übrigens sehr viel sorgfältiger mit der Aufarbeitung poststrukturalistischen Gedankenguts verfährt, als die lieben Genossen, die es u.a. schafften, ein Werk zur Verdammung des Poststrukturalismus zu schreiben, in dem die Beschäftigung mit den *Originalen* auf sensationelle 0% schrumpfte.
          Kein Scherz, diese Honks schafften es mit 100% Anteil an *Sekundärliteratur* dieses „Werk“ zu verfassen.

          Und wie das so ist in der marxistischen Szene, die zu Wanderpredigern mutiert ist, wird mit der Hand gewedelt und prompt erscheint eine neue Figur.

          Ab JETZT: Leo Kofler!
          Preiset den HErrn!

          „Mit seiner Theorie der »progressiven Elite« nahm Kofler bereits in den 1950er Jahren die Entstehung der Neuen Linken vorweg. Ihm zufolge gab es auch im »Katastrophenjahrhundert« immer vereinzelte Intellektuelle, Künstlerinnen und Künstler und Unangepasste, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankend der Gesellschaft den Spiegel vorhielten. Darüber hinaus entwickelte Kofler die marxistische Ästhetik von Georg Lukács weiter und problematisierte den Pessimismus bei Sartre oder den Optimismus bei Brecht. Koflers gesamtes Werk zeugt von seinem Glauben an die Menschheit und die historische Mission der Sozialistinnen und Sozialisten.“

          https://www.marx21.de/leo-kofler-der-sozialistische-wanderprediger/

          Ich wollte schon immer auf einer „historischen Mission“ voller „Glauben“ sein und – Halleluja! – ich glaube, ich habe meine Bestimmung gefunden!
          So wie Hegel den Weltgeist, finden jetzt „vereinzelte Intellektuelle, Künstlerinnen und Künstler und Unangepasste, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankend der Gesellschaft den Spiegel vorhielten“ den Spiegel, mit dem sie sich als vereinzelte und schwankende Intellektuelle usw. vorfinden.

          Ist das nicht eine *sensationelle* Erkenntnis?
          Wer möchte da nicht „progressive Elite“ sein?!

          Gruß crumar

        • Aus dem verlinkten ZEIT-Artikel:

          „ZEIT: Warum setzen die Menschen ihr Leben aufs Spiel, um nach Europa zu kommen?

          Papademetriou: Weil sie nahezu sicher sein können, dass sie bleiben dürfen, wenn sie es hierhergeschafft haben.“

          Genau das ist der Punkt.

        • Adrian,

          „Wenn es nach mir geht und wenn es nicht anders geht, dann so:“

          Gibst Du dann den Schießbefehl oder möchtest Du lieber selber schießen?

        • @hugor
          *ZEIT: Warum setzen die Menschen ihr Leben aufs Spiel, um nach Europa zu kommen?

          Papademetriou: Weil sie nahezu sicher sein können, dass sie bleiben dürfen, wenn sie es hierhergeschafft haben.“ *

          Das ist, mit Verlaub, Unsinn.
          Würden die hier Anwesenden ihr Leben aufs Spiel setzen, um in die USA zu kommen, wenn sicher wäre, dass sie dort bleiben dürfen, wenn sie die Atlantiküberquerung in einem Schlauchboot geschafft haben?
          Ich behaupte mal nein, weil sie nämlich in ihrem Heimatland Wohlstand, Frieden und Sicherheit genießen.
          Offenbar gibt es wohl noch so das ein oder andere Gründchen, sich solchen Gefahren auszusetzen.

          @peter müller

          Selbstschußanlage, das ist dann nicht so belastend. ^^

        • @Marenleinchen – der WUNSCH, nach Europa überzusiedeln, entsteht selbstverständlich durch die hiervon erhoffte erhebliche Verbesserung der Lebensqualität. Es würden aber bei dem Versuch, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen, wohl nur sehr wenige Menschen lebensgefährliche Risiken eingehen, wenn sie befürchten müssten, selbst bei erfolgreicher „Flucht“ nicht dauerhaft an ihr Ziel zu gelangen.

          Angenommen, es würde ein Gesetz erlassen werden, das Menschen berechtigt, in den Villen reicher Leute zu leben und von diesen unterhalten zu werden, sofern es ihnen gelingt, sich irgendwie Zutritt zu den Villen zu verschaffen. Was meinst, welche Folgen hätte ein solches Gesetz hinsichtlich der Anzahl begangener Einbrüche und Einbruchsversuche?

        • Das irre ist ja, dass es gründe dafür gibt, warum ihre gesellschaften rückständig, gewalttätig und arm sind, nämlich ihre kultur. Nun kommen sie nach deutschland und wollen ihre zerstörrerische kultur weiter ausleben. Sie werden dabei von realitätsverweigernden gutmenschen unterstützt, die meinen, dass jede fremde kultur eine bereicherung ist, weil dadurch multi-kulti befördert wird. Absolut irrsinniges verhalten auf beiden seiten.

        • @Maren:
          „Wow Leszek.
          Damit kannste dich direkt bei der AFD bewerben. Bravo.“

          Komisch, dass uns das auffällt und ihm selbst so gar nicht. Der Ausgangspunkt der gesamten Diskussion war immerhin, dass ich eine Aussage von Leszek im Bezug auf muslimische Flüchtlinge als „NPD-nah“ bezeichnet habe.

        • @crumar:

          „Ich will mal so sagen: Wie viel Prozent aller *Deutschen* würden bei diesem Test durchfallen nach deiner Meinung?
          20%? 30%?“

          Das wäre ein Armutszeugnis für Deutschland bzw. dessen Bildungssystem! Die Fragen sind zum Großteil einfaches Allgemeinwissen.
          Und sollten tatsächlich so viele Deutsche nicht in der Lage sein, diese zu beantworten, muss man sich mal über die Bildung bzw. das Bildungssystem in Deutschland ernsthafte Gedanken machen.

        • @ Miria

          „Komisch, dass uns das auffällt und ihm selbst so gar nicht.“

          Das liegt daran, dass ich offensichtlich sowohl andere Positionen als auch andere Begründungen zu diesem Thema vertrete als die AfD.

          „Der Ausgangspunkt der gesamten Diskussion war immerhin, dass ich eine Aussage von Leszek im Bezug auf muslimische Flüchtlinge als „NPD-nah“ bezeichnet habe.“

          Und das obwohl meine Einstellungen zu jedem einzelnen Punkt im Programm der NPD bei diesem Thema in klarem Widerspruch stehen.

        • „Der Ausgangspunkt der gesamten Diskussion war immerhin, dass ich eine Aussage von Leszek im Bezug auf muslimische Flüchtlinge als „NPD-nah“ bezeichnet habe.“

          Was natürlich ein völlig belangloses Nicht-Argument ist. Wollen wir mal das Pareiprogramm der NPD durchgehen? Ich bin sicher, wir finden dort etwas, dem auch Du nahestehst:
          https://npd.de/themen/

        • „“..Als Spaßguerillero war mein Lieblingsprojekt immer die verbindliche Teilnahme aller Schüler an einem Einbürgerungstest..““

          Hab ich doch gleich mal gemacht um zu sehen, ob ich als Schweizer als guter rechtschaffener Deutscher durch ginge. 32 von 33 Fragen richtig, eine falsch. Wie zum Teufel soll ich wissen, wie das Wappen von Hessen aussieht?!

        • @Adrian:
          „Was natürlich ein völlig belangloses Nicht-Argument ist. Wollen wir mal das Pareiprogramm der NPD durchgehen? Ich bin sicher, wir finden dort etwas, dem auch Du nahestehst:
          https://npd.de/themen/

          Darum geht es überhaupt nicht. Ich bin sicher, das lässt sich vermutlich von „Die linke“ über „Grüne“, „CDU“ und so weiter in jeder Partei finden.
          Die Argumentation von Leszek, Ausländer nach einem bestimmten Kriterium ins Land zu lassen oder nicht, ist aber eben eine typisch rechte. Und erwähnt habe ich das eigentlich nur, um Leszek (als überzeugtem Linken) darzulegen, dass links und rechts manchmal gar nicht so weit voneinander entfernt sind wie er es gerne hätte. Es ging nicht darum, dass das ein Argument von meiner Seite gegen die Einstellung ist.
          Das Lustige ist ja, dass ich es durchaus für vertretbar halte, gewisse Werte als verpflichtend anzusehen für Einwanderung (Asyl in der Not ist allerdings nochmal was anderes).
          Nur Leszek möchte „seine Werte“ nicht nur als ein solches Kriterium, sondern seine Werte als die ultimativen Werte auf der ganzen Welt verbreiten.
          Diese Haltung des „Das was ich richtig finde, müssen alle anderen auch richtig finden“ kombiniert mit ich bin links (und daher der gute) während AFD und NPD rechts und daher die Bösen sind, das passt mir nicht. Und diese Nähe wollte ich damit zeigen.

          Zum etwas detaillierten Vergleich zwischen links und rechts erscheint am Dienstag ein Artikel bei mir auf dem Blog.

        • „Nur Leszek möchte „seine Werte“ nicht nur als ein solches Kriterium, sondern seine Werte als die ultimativen Werte auf der ganzen Welt verbreiten“

          Na das ist ja echt voll faschistisch, wenn man möchte, dass sich Demokratie und Menschenrechte auf der ganzen Welt verbreiten.

          • @adrian

            Der Gedanke, dass das Ziel den Weg rechtfertigt kann durchaus faschistische Elemente haben, da es eben meist eine bestimmte Gruppe in eine Führungsposition setzen möchte, die andere Gruppen mit Sonderrechten einschränken kann ohne gleichen Verpflichtungen oder gleichen Maßstäben genügen zu müssen

          • Kann. Wenn man aber die Verweigerung der Einreise wegen bestimmter Ideologie als faschistisch brsndmarkt, dann sollte man auch den Verfassungsschutz als faschistisch brandmarken. Und alle Länder mit klaren Richtlinien zur Einwanderung.

          • @adrian

            Der Unterschied ist ja recht einfach: Der Bundesverfassungsschutz oder die EInwanderungsrichtlinien stellen auf einen neutralen Katalog ab, der nicht eine bestimmte Anschauung privilegiert. Es ist der unterschied zwischen „Mehr Männer als Frauen vergewaltigen“ und „Männer als Gruppe vergewaltigen und sind daher eine Gefahr, so dass ich Maßnahmen an dem Gruppenmerkmal festmache“

        • @Adrian:
          „Na das ist ja echt voll faschistisch, wenn man möchte, dass sich Demokratie und Menschenrechte auf der ganzen Welt verbreiten.“

          Menschenreche ja anscheinend nur die, die ihm persönlich genehm sind. So Rechte wie Religionsfreiheit oder Selbstbestimmungsrecht der Völker (Beides in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) anscheinend ja nicht.

          Und wie Christian schon sagt: Der Zweck heiligt nicht die Mittel!

        • in islamischen Ländern herrscht keine Religionsfreiheit und Islam hat totalitären Charakter. Religionsfreiheit für Islam würde ich nur für islamische Länder geben, in denen uneingeschränkte (Religions)freiheit für Christen und Atheisten usw herrscht.

          „Selbstbestimmungsrecht der Völker “

          Warum haben wir das eigentlich nicht? Bei uns sagt die Regierung einfach, dass wir jetzt „radikal umgebaut“ werden und gut.

          • „Religionsfreiheit für Islam würde ich nur für islamische Länder geben, in denen uneingeschränkte (Religions)freiheit für Christen und Atheisten usw herrscht.“

            Islamische Länder wandern nicht aus. Menschen aus islamischen Ländern wandern aus. Was genau können diese Personen dafür, dass ihre Länder keine Religionsfreiheit haben?

        • @ Miria

          „Die Argumentation von Leszek, Ausländer nach einem bestimmten Kriterium ins Land zu lassen oder nicht, ist aber eben eine typisch rechte.“

          Erstens will die NPD überhaupt keine Migranten ins Land lassen, (außer, es handelt sich um Personen mit deutscher biologischer Abstammung).

          Und zweitens ist die Argumentation, Migranten nach bestimmten Kriterien einwandern zu lassen, nur dann eine „typisch rechte“, wenn die entsprechenden Kriterien selbst „typisch rechte“ Kriterien sind.
          Bereitschaft zur Anerkennung der kulturellen Moderne – Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie – ist aber gerade kein typisch rechtes Kriterium.

          „Und erwähnt habe ich das eigentlich nur, um Leszek (als überzeugtem Linken) darzulegen, dass links und rechts manchmal gar nicht so weit voneinander entfernt sind wie er es gerne hätte.“

          Da ist die NPD bei diesem Thema aber kein gutes Beispiel, denn deren Positionen sind nunmal weit von meinen entfernt.

          „Es ging nicht darum, dass das ein Argument von meiner Seite gegen die Einstellung ist.
          Das Lustige ist ja, dass ich es durchaus für vertretbar halte, gewisse Werte als verpflichtend anzusehen für Einwanderung (Asyl in der Not ist allerdings nochmal was anderes).“

          Asyl in der Not ist etwas anderes, wenn dies so aufgefasst wird, wie es ursprünglich intendiert war: Als Möglichkeit von in autoritären Systemen politisch verfolgten demokratischen Regimegegnern Schutz in einer demokratischen Gesellschaft zu finden. Dass ich die Aufnahme demokratischer Oppositioneller für wichtig halte, habe ich stets betont.

          Führt die aktuelle Rechtslage aber zu einer Einwanderung von Personen, die soziokulturell divergent sozialisiert und schwer integrierbar sind und das vor dem Hintergrund bereits bestehender Integrationsprobleme, die sich in der Zukunft aufgrund der im Schnitt höheren Geburtenraten gerade der schlecht integrierten Zuwanderer noch verstärken werden, dann muss man rationale Kriterien einführen um Integrierbarkeit bei der Einwanderung zu gewährleisten, wenn man nicht verantwortungslos handeln und gravierende Folgeprobleme für die Aufnahmegesellschaft schaffen will.

          „Nur Leszek möchte „seine Werte“ nicht nur als ein solches Kriterium, sondern seine Werte als die ultimativen Werte auf der ganzen Welt verbreiten.“

          Ich lehne Kulturrelativismus ab, ich bin Anhänger der ethischen Position des moralischen Universalismus. Und das impliziert selbstverständlich, dass ich die weltweite Anerkennung und Geltung von Menschenrechten und Demokratie anstrebe.
          Und auch der von Karl Marx formulierte moralische Imperativ
          „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“, gilt für mich in weltweiter Perspektive.

          Eine Ablehnung von Kulturrelativismus ist typisch für politische Theorien aus dem Spektrum von Liberalismus, Marxismus und Anarchismus – also jene politischen Theorien, die aus der Aufklärung hervorgegangen sind – diese sind im Allgemeinen universalistisch ausgerichtet, m.E. zu Recht.

          Die Bejahung von Kulturrelativismus findet sich dagegen innerhalb eines Teils der postmodernen/poststrukturalistischen Linken, eines Teils des Kommunitarismus sowie in diversen rechten Strömungen (vom neurechten Ethnopluralismus bis zur NPD).

          „Diese Haltung des „Das was ich richtig finde, müssen alle anderen auch richtig finden““

          Die kulturrelativistische Haltung schließt allerdings andere kulturelle Regionen von den Menschenrechten aus. Sie ist daher faktisch rassistisch. Der liberale Multikulturalismuskritiker Pascal Bruckner sprach hierbei vom „Rassismus der Antirassisten“.

          „kombiniert mit ich bin links (und daher der gute)“

          Ich bejahe nicht jede Form von Links-Sein. Ich lehne sowohl die autoritären Varianten im Marxismus (Leninismus, Stalinismus, Trotzkismus, Maoismus) ab als auch die politisch korrekte postmoderne Linke. Ich messe linke politische Strömungen und Theorien an den gleichen universalistisch-humanistischen Kriterien, an denen ich auch nicht-linke Strömungen und Theorien messe.

          „während AFD und NPD rechts und daher die Bösen sind,“

          Also speziell für die NPD ist die Bezeichnung böse insgesamt ja wohl nicht falsch.
          Und die AfD nicht besonders zu mögen, dafür gibt es aus einer freiheitlichen und humanistisch-universalistischen Perspektive ebefalls gute Gründe.

          „das passt mir nicht.“

          Persönliche Neigungen sind aber keine Argumente.

          „Und diese Nähe wollte ich damit zeigen.“

          „Diese Nähe“ gibt es allerdings nicht, sie ist oberflächlich konstruiert und bricht bei genauerem Hinsehen in sich zusammen.

          „Zum etwas detaillierten Vergleich zwischen links und rechts erscheint am Dienstag ein Artikel bei mir auf dem Blog.“

          Dann warten wir mal bis Dienstag.

        • „Islamische Länder wandern nicht aus. Menschen aus islamischen Ländern wandern aus. Was genau können diese Personen dafür, dass ihre Länder keine Religionsfreiheit haben?“

          Sie können abe was dafür, wenn sie ihre Ideologie nicht ablegen, sondern in die anderen Länder tragen und diese sogar durch ihren Lebensstil durch Bildung von Parallelgesellschaften (weil man so leben will wie im Heimatland, aber mit besserem Lebensstil) sabotieren.
          Und Bestrebungen dazu gibt es ja bereits oder wieso ist hier nun Halal erlaubt und kein Schwein mehr in der Kita z.B oder man darf Jungs beschneiden?

        • @ Christian

          „Der Gedanke, dass das Ziel den Weg rechtfertigt kann durchaus faschistische Elemente haben,“

          Glücklicherweise hatte ich ja erst kürzlich eine interessante Diskussion mit unserem Mitkommentator Peter Müller bezüglich meiner Auffassungen zur Förderung der kulturellen Modernisierung in weltweiter Perspektive. Die Diskussion findet sich in diesem Strang:

          https://allesevolution.wordpress.com/2016/09/10/selbermach-samstag-203-10-09-2016/

          Ich fasse einfach mal ein paar meiner dortigen Formulierungen zusammen, dann kannst du ja beurteilen, inwieweit du damit übereinstimmst:

          „Aus entwicklungspsychologischer Perspektive ist die Idee der universellen Menschenrechte das Resultat der Aktivierung bestimmter kognitiver und moralischer entwicklungspsychologischer Strukturen, die potentiell in allen Menschengruppen angelegt sind, die sich aber aus verschiedenen Gründen zuerst in westlichen Kulturen in stärkerem Maße aktualisiert haben, nämlich der formal-operationalen kognitiven Stufe im Sinne des Modells von Jean Piaget und der postkonventionellen moralischen Stufen im Sinne des Modells von Lawrence Kohlberg.

          Es ist dabei keinesfalls gesagt, dass es nicht auch zu alternativen Geschichtsverläufen hätte kommen können, in denen diese entwicklungspsychologischen Strukturen zuerst in einer anderen Kultur aktiviert worden wären, noch gibt es eine Garantie dafür, dass sie in der westlichen Kultur immer erhalten bleiben.
          Daher ist in dieser Perspektive die Idee der universellen Menschenrechte als ein der Menschheit gemeinsames entwicklungspsychologisches kognitives und moralisches Potential anzusehen, nicht als etwas, dass in einem kultur-essentialistischen Sinne an die westliche Kultur gebunden wäre.

          Vergleiche zu diesem Thema z.B. das Buch des Soziologen Georg W. Oesterdiekhoff „Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife“

          http://www.bol.de/shop/home/verknuepfung/die_entwicklung_der_menschheit_von_der_kindheitsphase_zur_erwach/georg_w_oesterdiekho/EAN9783531197265/ID32649707.html?jumpId=20235838

          oder das Buch des Soziologen Günter Dux „Historisch-genetische Theorie der Kultur“

          http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/historisch_genetische_theorie_der_kultur_studienausgabe/guenter_dux/EAN9783934730960/ID6226115.html?jumpId=20236964&suchId=323e4a1d-b64a-4f3d-a361-bd760ce24b9e

          Es scheint zwei zentrale Voraussetzungen dafür zu geben, dass die genannten entwicklungspsychologischen Potentiale sich in ausreichendem Maße aktualisieren, um Gesellschaften auf Grundlage der Werte und Prinzipien der kulturellen Moderne hervorzubringen, das eine ist die Alphabetisierung der breiten Bevölkerung, das zweite ist, dass eine aufklärerisch-menschenrechtliche Sichtweise die kulturelle Hegemonie bei den Bildungseliten erlangt.

          Vgl. zum ersten Aspekt das Buch des französischen Soziologen Emmanuell Todd & Youssef Courbage „Die unaufhaltsame Revolution: Wie die Werte der Moderne die islamische Welt verändern“

          https://www.amazon.de/Die-unaufhaltsame-Revolution-islamische-ver%C3%A4ndern/dp/3492051316/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

          In der Regel braucht man für die Förderung der kulturellen Moderne also keine militärischen Interventionen, sondern die Förderung von Alphabetisierung und Bildung in prämodernen Kulturen.

          Ich halte militärische Interventionen zur Verhinderung von Völkermorden für völlig gerechtfertigt. Für die Förderung der kulturellen Modernisierung sind militärische Interventionen allerdings in der Regel nicht geeignet. Hierbei kann es m.E. aber Ausnahmen geben. Ich habe die angeblichen „Kriege gegen den Terror“ der US-amerikanischen Herrschaftseliten stets als imperialistisch motivierte und im Sinne der kulturellen Modernisierung bestenfalls nutzlose, schlimmstenfalls kontraproduktive Kriege abgelehnt. Anders sähe das eventuell bei einem Krieg gegen Saudi-Arabien aus um die dortigen Herrschaftseliten zu entmachten. Die Herrschaftseliten Saudi-Arabiens fördern mit ihren Öleinnahmen überall in sunnitischen islamischen kulturellen Kontexten fundamentalistische Islam-Interpretationen und behindern dadurch die kulturelle Modernisierung in der islamischen Welt. Dies zu stoppen, daran haben die US-amerikanischen Herrschaftseliten offensichtlich kein Interesse, die saudi-arabischen Herrschaftseliten sind enge Geschäfts- und Bündnispartner der US-amerikanischen Herrschaftseliten. Würden die US-amerikanischen Herrschaftseliten allerdings bei dieser Sache verantwortungsvoll handeln, dann wäre es m.E. ihre Aufgabe ihre saudi-arabischen Kumpels zuerst zu versuchen davon zu überzeugen, ihren Kurs radikal zu ändern, wenn das nicht funktioniert, zu versuchen sie diesbezüglich unter Druck zu setzen und wenn dies auch nicht funktioniert, dann würde ich eine militärische Intervention gegen Saudi-Arabien bejahen, immer unter der Voraussetzung natürlich, dass das Leben und die Gesundheit von Zivilisten so weit wie irgend möglich versucht würde zu bewahren.

          Ich befürworte des Weiteren die aktive organisatorische und finanzielle Förderung von Alphabetisierung und Bildung in allen prämodernen Kulturen sowie die aktive organisatorische und finanzielle Unterstützung aufklärerisch-menschenrechtlicher Kräfte in prämodernen Kulturen sowie in Kriegs- und Bürgerkriegskontexten auch die finanzielle, eventuell auch militärische Unterstützung aufklärerisch-menschenrechtlicher Kräfte.

          Ich bejahe auch bestimmte Maßnahmen um Herrschaftseliten in Ländern, in denen gravierende Menschenrechtsdefizite bestehen, politisch oder wirtschaftlich unter Druck zu setzen die Menschenrechte stärker einzuhalten bzw. durchzusetzen, wenn diese Maßnahmen realistischerweise Aussicht auf Erfolg haben und zu keinen negativen Konsequenzen für die normale Bevölkerung in diesen Ländern führen.

          Militärische Interventionen bejahe ich des Weiteren zur Verhinderung von Völkermorden sowie zur Verhinderung der Erlangung von Atomwaffen durch die Herrschaftseliten prämoderner Kulturen und zur Entmachtung solcher Herrschaftseliten, die überregional oder global mit einer bestimmten Politik massiven Schaden verursachen, wenn keine andere Möglichkeit besteht sie zu stoppen.“

          Zitat Ende

          Diese Einstellungen dürften es also sein, die Miria meint, wenn sie sagt, dass ich das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ nicht anerkenne.

        • „So Rechte wie Religionsfreiheit oder Selbstbestimmungsrecht der Völker (Beides in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) anscheinend ja nicht“

          Das Selbstbestimmungsrecht der Völker impliziert, dass jedes Volk das Recht hat, die Kriterien für Einwanderung in das eigene Land selbst zu definieren.

        • @Adrian:
          „Das Selbstbestimmungsrecht der Völker impliziert, dass jedes Volk das Recht hat, die Kriterien für Einwanderung in das eigene Land selbst zu definieren.“

          Richtig und was willst du damit jetzt sagen?
          Es geht eben nicht darum, dass Leszek bestimmte Kriterien für die Einwanderung fordert, sondern, dass er behauptet, das wäre eine linke Ansicht. Dass er weiterhin anderen Völkern diese Rechte absprechen und seine Werte gerne als die Weltweit alleinig gültigen sehen will.
          Dass er eine Gesinnungsdiktatur einführen möchte, bei der schon bestimmte Gedanken negative Konsequenzen haben.

        • @ Miria

          „Richtig und was willst du damit jetzt sagen?
          Es geht eben nicht darum, dass Leszek bestimmte Kriterien für die Einwanderung fordert,“

          Doch, darum ging es durchaus. Kriterien für Einwanderung, nach denen z.B. Islamisten und ausländische Rechtsradikale nicht einwandern dürfen, hast du ausdrücklich als „widerlich“ und „menschenverachtend“ bezeichnet. (Ich vermute allerdings, dass die Mehrheitsbevölkerung, einschließlich der meisten Menschen mit Migrationshintergrund, diesbezüglich wohl eher so denkt wie ich.)

          „sondern, dass er behauptet, das wäre eine linke Ansicht.“

          Wenn man Kriterien für Einwanderung aus einer politisch linken Perspektive entwickelt, ist das eine politisch linke Ansicht.

          „Dass er weiterhin anderen Völkern diese Rechte absprechen“

          Ich bejahe die Universalität der Menschenrechte und spreche diese anderen Völkern gerade nicht ab.

          „und seine Werte gerne als die Weltweit alleinig gültigen sehen will.“

          Wenn du die Idee der kulturübergreifenden Universalität der Menschenrechte ablehnst, solltest du dich besser nicht auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte berufen, da heißt es nämlich:

          „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

          Durch das „alle Menschen“ wird die kulturübergreifende Universalität betont. Es ist demnach klar, dass die Schöpfer der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ihre – wie du es formulierst – „Werte als die weltweit alleinig gültigen sehen wollten“.

          „Dass er eine Gesinnungsdiktatur einführen möchte, bei der schon bestimmte Gedanken negative Konsequenzen haben.“

          Das entspricht allerdings nicht dem, was ich gesagt habe. Ich habe gefordert die Bejahung der kulturellen Moderne – Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie – zum zentralen Kriterium für Einwanderung und dauerhaftem Aufenthaltsrecht zu machen.
          Du müsstest nun also erstmal jenseits von Phrasen wie „AfD“, „NPD“, widerlich“, „menschenverachtend“ usw. rational begründen, warum eine moderne Gesellschaft nicht das Recht dazu haben soll, dieses Kriterium festzulegen.

        • @Leszek & Miria:

          Also ich finde Leszeks Argumentation im Wesentlichen überzeugend (dass er obendrein Dux und Oesterdiekhoff als Referenzen nennt, erwärmt zudem das Herz des Soziologen 🙂 Kritisch sehe ich (das hatte ich in einem anderen Thread erwähnt) seine in meinen Augen überzogene Bereitschaft zu autoritären Maßnahmen wie einem Kopftuchverbot, aber das betrifft die politische Umsetzung von Ansprüchen, die ich als solche nicht in Frage stelle.

          Denn gerade die Verteidigung universalistischer Werte halte ich für zentral: es sind dies ja Werte, an denen wir auch unsere eigene Zivilisation kritisch messen, wenn wir bestimmte Handlungen z.B. als »imperialistisch« bezeichnen.

          Ein zentrales Problem unserer westlichen Gesellschaften sehe ich entsprechend nicht darin, das diese universalistische Geltung zu Unrecht beansprucht würde, sondern dass unsere Regierungen ihnen gegenüber den Standpunkt einer Doppelmoral einnehmen: »wir sind die Guten«, auch wenn wir uns kriminell verhalten.

          Gibt man den universalistischen Anspruch auf, kann man auch westliche »Realpolitik« nicht mehr sinnvoll kritisieren. Die ganze moderne Gesellschaft beruht auf einer solchen Spannung zwischen universalistischen Ansprüchen, die wir auf uns selbst anwenden und ihrer unvollständigen Realisierung. Zum gefühlt dutzendsten Mal dazu meine Lieblingsformel von Ernst Bloch (aus »Naturrecht und menschliche Würde«):

          »Aus dem Citoyen kam der Bourgeois, aber der Bourgeois wird durch den Citoyen gerichtet.«

          Wenn wir aufhören, diese Maßstäbe an alle anzulegen, lässt sich auch die Forderung nicht mehr verteidigen, sie an uns selbst anzulegen. Und dann erst betreiben wir das Geschäft der politischen Rechten: die Unterschiede zwischen Kulturen und Völkern letztlich für unvermittelbar und »inkommensurabel« zu erklären.

    • @Leszek:

      »Vielleicht hat jemand von euch Lust mitzudisktieren«

      Lust hätte ich schon, und ich halte das Thema auch für wichtig, aber ich bekomme es gerade zeitlich nicht auf die Reihe. Zu komplex für mal eben zwischendurch …

    • Die ganze Debatte scheint mir ziemlich am Thema vorbei zu gehen. Deutschland lässt Einwanderung (von außerhalb der EU) ohnehin nur dann zu, wenn die Leute Jobs sicher haben.
      Der (große) Rest sind Leute, die als Asylanten kommen. Natürlich haben die meisten davon kein Recht auf Asyl, weil sie nicht politisch verfolgt sind. Aber so lange sie hier sind, gelten für sie (abgesehen von den politischen Grundrechten) genau dieselben Grundrechte wie für Deutsche. Denn im Einklang mit den allgemeinen Menschrechten sind die Grundrechte als Jedermann-Rechte gestaltet. Und das führt dazu, dass sie ein Recht auf rechtsstaatliche Verfahren inklusive Rechtsmittel haben und außerdem Grundrechte einer Abschiebung im Wege stehen können, bei schwerer Krankheit z.B. oder weil man Kinder und Eltern nicht trennen kann.
      Und dann gibt es natürlich noch die, die man nicht abschieben kann, weil das Heimatland nicht mitspielt.

      Damit sind derzeit in Deutschland die rechtlichen Bedingungen und Anforderungen an Einwanderung weit schärfer als alles was Leszek oder die anderen hier fordern. Das Problem was Ihr hier und anderswo diskutiert ist allein, wem man allgemeine Menschenrechte oder Jedermann-Grundrechte zugestehen will. Und wenn ihr das einschränken wollt, dann wünsche ich Euch viel Spaß mit der so geschaffenen Welt.

      • @lh:

        Das Problem ist, dass Leszek offensichtlich keine Unterscheidung zwischen Einwanderung und Asyl macht und seine Kriterien auch für Asylanten gelten sollen. Die er sonst gerne wieder in „sichere Gebiete ihrer Herkunftsregion“ abschieben will.

        • Ja. Für Leszek geht es um einen Kampf der Ideen oder Konzepte. Und da bin ich durchaus auf seiner Seite. Aber man darf den Kampf der Ideen nicht mit dem Kampf gegen Personen verwechseln. Die Stärke der offenen Gesellschaft des Westens besteht darin, die Ideen kämpfen zu lassen ohne dafür Gewalt anwenden zu müssen. Und um das Durchsetzungsvermögen unseres konsumistischen Nihilismus mache ich mir überhaupt keine Sorgen.

    • Die Merkeln kommt wirklich mit immer absurderen Figuren an.

      Die ist völlig realitätsentrückt und phantasiert sich etwas zusammen, wenn sie mit den 82% konfrontiert wird, die ihre „Fl*chtlingspolitik“ ablehnen.

      Die hat bis heute nicht verstanden, daß Deutschland vor allem ein Ziel für Wirtschaftsmigranten ist und daß selbst viele Bürgerkriegsfl*chtlinge eher wegen der ökonomischen Aussichten, der Propaganda der Schleuser etc. nach Deutschland kommen – nicht weil sie vorher noch nicht in Sicherheit waren.

  5. „The Most Intolerant Wins: The Dominance of the Stubborn Minority“
    http://www.fooledbyrandomness.com/minority.pdf
    „The best example I know that gives insights into the functioning of a complex
    system is with the following situation. It suffices for an intransigent minority – a certain type of intransigent minorities – to reach a minutely small level, say three or four percent of the total population, for the entire population to have to submit to their preferences. Further, an optical illusion comes with the dominance of the minority: a naive observer would be under the impression that the choices and preferences are those of the majority. If it seems absurd, it is because our scientific intuitions aren’t calibrated for that (fughedabout scientific and academic intuitions and snap judgments; they don’t work and your standard intellectualization fails with complex systems, though not your grandmothers’ wisdom).
    The main idea behind complex systems is that the ensemble behaves in way not predicted by the components. The interactions matter more than the nature of the units. Studying individual ants will never(one can safely say never for most such situations), never give us an idea on how the ant colony operates. For that, one needs to understand an ant colony as an ant colony, no less, no more, not a collection of ants. This is called an “emergent” property of the whole, by which parts and whole differ because what matters is the interactions between such parts. And interactions can obey very simple rules. The rule we discuss in this chapter is the minority rule.
    The minority rule will show us how it all it takes is a small number of intolerant virtuous people with skin in the game, in the form of courage, for society to function properly. […]
    This large payoff from stubborn courage is not just in the military. The entire growth of society, whether economic or moral, comes from a small number of people. So we close this chapter with a remark about the role of skin in the game in the condition of society. Society doesn’t evolve by consensus, voting, majority, committees, verbose meeting, academic conferences, and polling; only a few people suffice to disproportionately move the needle. All one needs is an asymmetric rule somewhere. And asymmetry is present in about everything.“

  6. Ich debattiere gerade auf Twitter über die Zukunft westlicher Gesellschaften und stelle dabei die These in den Raum, dass die freie westliche Gesellschaft langfristig gegen den Islam verlieren wird. Dabei halte ich zwei Dinge fur ausschlaggebend:

    1. die höhere Geburtenrate von Moslems
    2. die Religion an sich, da der Glaube an ein strukturiertes Leben im Diesseits mit anschließender Belohnung im Paradies verlockender ist als die westlichen Zumutungen der Freiheit, der Unabwägbarkeit und der eigenen Verantwortung, ohne Aussicht auf ewiges Dasein.

    Was denkt Ihr?

    • Aktuell ist das hauptproblem, dass die ideologen eine art von selbstzerstörrung propagieren und gutmenschen dies unterstützen. Eine art von selbstzerstörrung auf grund moralischer prinzipien. Das hat apokalyptische und faschistoide züge und ist sehr bedenklich, da es von der führendenden kulturnationen vertreten wird.

    • du kannst noch dazu Feigheit setzen. Die Politiker betreiben mMn auch aus Angst und Opportunisus Tend and befriend.

      „da der Glaube an ein strukturiertes Leben im Diesseits mit anschließender Belohnung im Paradies verlockender ist als die westlichen Zumutungen der Freiheit, der Unabwägbarkeit und der eigenen Verantwortung, ohne Aussicht auf ewiges Dasein.“

      Ja, man muss nur vermutlich relativ ausgeprägte Armut und ein paar gesellschaftliche Gräulel ertragen – und daran glauben, dass es dafür danach total besser wird.
      Was ich leider nicht kann, spätestens seit ich weiß, dass man als Frau im Paradies lediglich den eigenen Ehemann bekommt, also nicht mal dort „fremdgehen“ darf, obwohl man sich um Vaterschaftssicherheit da keine Gedanken machen muss. Aber damals wusste man eben noch nicht so viel über evolutionäre Zusammenhänge.
      Daraus schliesse ich daass es sich ein Mann ausgedacht haben muss.

      „Aktuell ist das hauptproblem, dass die ideologen eine art von selbstzerstörrung propagieren und gutmenschen dies unterstützen. Eine art von selbstzerstörrung auf grund moralischer prinzipien. Das hat apokalyptische und faschistoide züge und ist sehr bedenklich, da es von der führendenden kulturnationen vertreten wird.“

      Ich vermute, das könnte auch schon so eine Art Stockholmsyndrom oder vorauseilender Gehorsam sein.

      Oder Verschwörungstheorie, Implementierung weltweiten Sozialismusses it Islam als Überbau, weil da nicht die Ideologie, sondern „Gott“ oben ist und er ist halt noch weniger hinterfragbar.

      • @ Atacama

        „Implementierung weltweiten Sozialismusses it Islam als Überbau, weil da nicht die Ideologie, sondern „Gott“ oben ist und er ist halt noch weniger hinterfragbar.“

        Was ist das für ein Unsinn?
        Ich bin (libertärer)Sozialist. Es gibt im Sozialismus keine Strömung, die so etwas vertritt. Ist absoluter Schwachsinn.

        • Leszek, bei allem Respekt, damit schrammst du aber echt hart an der Autismusgrenze vorbei.

          Es gibt Parteien wie die SPD, bei denen das „S“ im Namen generell für „Sozialismus“ steht, die von 99.999% der deutschen Bevölkerung auch als sozialistisch angesehen werden (Du wirst mir natürlich jetzt gleich sagen, dass die SPD nicht sozialistisch ist, genau wie fast alle anderen sozialistischen Parteien in Europa in deinen Augen keine Sozialisten sind; wobei ich dir da sogar zustimmen müsste) und genau diese Politik befürworten. Dir ist schon bewusst, dass wir nicht unseren Sprachgebrauch anpassen müssen, nur weil du es als moralische Kränkung siehst, dass etablierte Parteien den Wortstamm „sozialistisch“ aus deiner Sicht historisch gekapert und zu einem Synonym von „Neoliberal“ gemacht haben.

        • @toxicvanguard:

          „Leszek, bei allem Respekt, damit schrammst du aber echt hart an der Autismusgrenze vorbei.“

          Dein Kommentar ist behindert!
          (Vielleicht fällt dir mal auf, dass man Eigenschaften von Menschen bzw. „Behinderungen“ nicht als beleidigend verwenden sollte!)

    • Ich bin mir sehr unschlüssig.

      Es gab bereits einmal eine westliche Zivilisation, die diesen Populationskampf gegen den Islam verloren hat; der Fall von Byzanz kann durchaus als Vorbild dienen. Diese Taktik ist eben nicht nur ein rechtsradikales Schauermärchen, um auch die naivsten Gemüter am Bodensatz der Gesellschaft zu mobilisieren, sondern hat historische Grundlagen. Wird dieses Thema in der Linken auch nur angeschnitten, dann folgt der übliche Ostrazismus (Sarrazin etc.); was aber grundsätzlich auch nicht anders zu erwarten ist. Gerade in Saudi Arabien und der Türkei rufen staatlich geförderte Prediger immer wieder dazu auf, genau diese Taktik zu verwenden um Europa zu islamisieren; selbst Erdogan sind einmal ähnliche Worte rausgerutscht. In Israel konnten die orthodoxen Juden ihren Anteil demographisch von 5% auf 20% erhöhen (https://en.wikipedia.org/wiki/Demographics_of_Israel#Ethnic_and_religious_groups), was politisch zu einem deutlichen Rechtsrutsch geführt hat. Das bestreitet ja auch niemand. Die Idee, man könnte ein demokratisches System nicht über die Geburtenrate beinflussen und schliesslich auflösen, ist hochgradig absurd.

      Ich glaube wir müssen dort einfach nur diejenigen Städte oder politischen Einheiten beobachten, in denen der Islam die Mehrheit stellt; dies wird bzw. ist schon in einigen französischen/Englischen Vierteln und Gemeinden schon passiert. Laut dem linksregressiven Narrativ sollten solche multikulturelle Enklaven natürlich blendende Vorbilder der Toleranz und der Kultur darstellen (besonders wenn alle diese rassistischen, unterdrückerischen Weissen wegfallen) und werden gleichzeitig der stark alternden Nation einen ewigen Jungbrunnen zur Verfügung stellen.

      Ich denke das genaue Gegenteil dessen wird eintreten; Gebiete mit islamischen Mehrheiten werden an ihren zutiefst menschenfeindlichen religiösen Schriften festhalten. Politisch denke ich, dass der Westen bereits aufgegeben hat; die eine Hälfte will umbedingt ihre Selbstzerstörung öffentlich als moralischen Orgasmus zelebrieren und die andere Hälfte schaut dem Spektakel nur noch ungläubig zu (Da mache ich mich natürlich mitschuldig).

      Andererseits bin ich auch optimistisch. Wenn der Westen nur noch durchält, dann spielen Populationszahlen und Geburtenzahlen bald tatsächlich aufgrund des technischen Fortschritts (Machine Learning; Crispr und andere Themen aus dem Transhumanismus, die langsam aber sicher Wirklichkeit werden) kaum eine Rolle mehr (man könnte auch gut argumentieren, dass das bereits der Fall ist). Bereits jetzt verfügen islamische Staaten über Unmengen von Menschen und versagen trotzdem in jeder Hinsicht. Der Westen hat Leute auf den Mond geschickt, das Atom gespalten und ein Internet gebaut. Zudem haben viele europäische Länder schlicht keine erntzunehmende islamische Populationen und es hat sich in den letzten 5 Jahren tatsächlich politisch etwas getan (Auch wenn ich die meisten daraus enstandenen Bewegungen wegen anderen Gründen ablehnen würde).

      • guck dir einfach dieses Video an. Er sagt es doch. Es will nur niemand hören

        Besonders gut gefällt mr, dass er de Leute gleich gegen diese Gesellschaft einschwört, dass wir sie nur missbrauchen wollen und so.

        Da frage ich mich dann, ob Apelle wie dieser hinter dem anbiedernden Verhalten der Politiker stecken.

        (Martin Gillo)
        „„Nach gegenwärtigen Berechnungen werden Menschen mit Migrations-Hintergrund schon im Jahr 2035 die Mehrheit in unserer Bevölkerung darstellen. Das ist weniger als eine Generation! Das liegt uns genauso nahe, wie die friedliche 1989er Revolution von heute, also 2012 entfernt ist. Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter! Es wird ein Zeitalter sein, in dem wir Herkunftsdeutschen in unserem Land die Minderheit darstellen werden. Wie werden wird dann behandelt sein wollen? Freundlich, höflich und dazugehörig zu den Zukunftsdeutschen? Oder werden wir uns damit zufriedengeben, als geschützte Minderheit zumindest geduldet werden? Ist es okay, wenn wir dann so behandelt werden, wie wir die Zukunftsdeutschen heute noch oft behandeln? „“

      • „Politisch denke ich, dass der Westen bereits aufgegeben hat; die eine Hälfte will umbedingt ihre Selbstzerstörung öffentlich als moralischen Orgasmus zelebrieren und die andere Hälfte schaut dem Spektakel nur noch ungläubig zu (Da mache ich mich natürlich mitschuldig).“

        Und das Beste ist, Christian löscht einfach alles^^
        Was er noch nicht hat, als das Thema noch nicht so da war und Roislin drüber schrieb. Wenn er das jetzt auch löscht, bin ich endgültig weg aus dem Blog. Ein bisschen Rückrad muss man ja auch haben.

        • @Atacama

          Ich muss der Fairheit halber sagen, dass Christian bis jetzt alles von mir stehen gelassen hat. Und ich habe mich öfters spezifisch zu dem Thema aus dem Fenster gelehnt. Ich weiss, dass nützt jetzt nicht gerade viel…

          Zudem hatten die elenden Diskussionen zwischen Roslin und Leszek auch eher Unterhaltungscharakter, weil deutsche Politik vor der Syrienkriese noch etwas unverfänglicher war. Mir scheint der Ton schon deutlich rauer zu werden.

          Aber Roslin war ja auch Katholik der irgendwie die Namen der beliebtesten männlichen Pornodarsteller kannte, da hatte ich schon Mühe alles ernst zu nehmen ;).

        • wieso?Es gab auch mal einen Katholiken, der für die gute Sache jeden Tag 12 Stunden Pornos gesichtet hat, natürlich hat er vorher und hinterher immer gebetet. Seinen Kampf gegen die Pornographie hat er bis zu seinem Tod mit 86 Jahren fortgeführt. Sein Name war Martin Humer.

      • „die eine Hälfte will umbedingt ihre Selbstzerstörung öffentlich als moralischen Orgasmus zelebrieren und die andere Hälfte schaut dem Spektakel nur noch ungläubig zu (Da mache ich mich natürlich mitschuldig).“

        gut beschrieben

        • „die eine Hälfte will umbedingt ihre Selbstzerstörung öffentlich als moralischen Orgasmus zelebrieren und die andere Hälfte schaut dem Spektakel nur noch ungläubig zu (Da mache ich mich natürlich mitschuldig).“

          Nur warum will die eine Hälfte unbedingt ihre Selbstzerstörung zelebrieren? Sie sieht es ja nicht so, ganz im Gegenteil: Aus ihrer Sicht verteidigen sie die offene (=multikulturelle) Gesellschaft gegen ihre inneren Feinde (während die äußeren in Gestalt erzkonservativer Einwanderer ignoriert werden). Woher kommt dieser Ethnomasochismus? Moralischer Universalismus alleine kann es nicht sein. Vielleicht so eine Art religiöse Säuberung von empfundener Schuld?

          „Andererseits bin ich auch optimistisch. Wenn der Westen nur noch durchält, dann spielen Populationszahlen und Geburtenzahlen bald tatsächlich aufgrund des technischen Fortschritts (Machine Learning; Crispr und andere Themen aus dem Transhumanismus, die langsam aber sicher Wirklichkeit werden) kaum eine Rolle mehr (man könnte auch gut argumentieren, dass das bereits der Fall ist).“

          Ja, die technologische Überlegenheit ist mittlerweile wichtiger als reine Bevölkerungszahlen. Allerdings nutzt sie auch nichts ohne die Bereitschaft, sie auch einzusetzen. Da sehe ich den Vorteil eher bei China.

    • Eine erhebliche Sorge, dass der Westen sich selbst zerlegen könnte, teile ich. Den der Westen funktioniert nur dadurch, dass der Kapitalismus allen eine Chance auf Wohlstand bietet. Aufgrund seiner eigenen Dynamiken büßt der Kapitalismus diese Fähigkeit aber immer mehr ein. Das ist eine echte Gefahr.

      Der Islam ist überhaupt keine, weder als externer Feind, noch als interner Parasit.

      Die Geburtenrate hat keine nennenswerte Bedeutung mehr heute. Auf dem Schlachtfeld regiert längst die „maschinelle Produktivität des Tötens“. Mehr Soldaten bringen nichts. Und in den Gesellschaft geht es alleine um die oben beschriebene Integrationskraft des Kapitalismus. Religion ist nur dann für Leute auch in der zweiten Generation attraktiv, wenn sie keine Alternativen haben um sich Selbstwert generieren zu können. Wenn sie dagegen die Chance haben, durch fleißiges Arbeiten am Wohlstandswettbewerb der „Einheimischen“ teilzunehmen, dann hat die Religion überhaupt keine Chance.

      Aber selbst wenn der Westen wie wir ihn kennen aufgrund der Selbstwidersprüche des Kapitalismus kollabiert, dann würde er immer noch nicht vom Islam überrannt werden, sondern wahrscheinlich eine faschistisch-militaristische Diktatur werden und genug auf aller Welt kaputt machen, dass der Kapitalismus wieder funktionieren kann. Wie schon einmal, als der Kapitalismus nicht mehr funktionierte. Die Frage dabei ist, wieviel wirklich kaputt geht und was übrig bleibt.

      • „Die Geburtenrate hat keine nennenswerte Bedeutung mehr heute. Auf dem Schlachtfeld regiert längst die „maschinelle Produktivität des Tötens“. Mehr Soldaten bringen nichts. “

        Achso wieso hat afghanistan dann nie funktioniert? Weil die Radikalen immer nachuwchs kriegen.

        • „Die Geburtenrate hat keine nennenswerte Bedeutung mehr heute. Auf dem Schlachtfeld regiert längst die „maschinelle Produktivität des Tötens“. Mehr Soldaten bringen nichts.“

          Wenn ich ein Land beherrschen will, bringen sie sehr viel. Wenn ich es „nur“ zerstören will, dann reicht eine starke Luftwaffe und Artillerie.

          „Religion ist nur dann für Leute auch in der zweiten Generation attraktiv, wenn sie keine Alternativen haben um sich Selbstwert generieren zu können. Wenn sie dagegen die Chance haben, durch fleißiges Arbeiten am Wohlstandswettbewerb der „Einheimischen“ teilzunehmen, dann hat die Religion überhaupt keine Chance.“

          Wunschdenken. Abgesehen davon ist es relativ wahrscheinlich, dass sie diesen Wettbewerb verlieren werden.

        • Wenn ich ein Land beherrschen will, bringen sie sehr viel.

          Was war denn der letzte Krieg, der zur erfolgreichen Beherrschung eines Landes geführt hat? Mir fällt da eigentlich nur WWII ein.

          Meine Sorge ist allerdings, dass das bald wieder funktionieren könnte. Mit Schwärmen kleiner billiger Drohnen, die durch ihre Vernetzung „intelligent“ sind.

          Wunschdenken.

          Ein Freund von mir, dessen bescheidende Ehrlichkeit ich schätze, stellt sich immer vor, die Türken im X5 neben ihm an der Ampel müssten irgendwas kriminelles tun, um ein dickeres Auto zu fahren als er. Ich fürchte, dass ist sein Wunschdenken.

        • „Was war denn der letzte Krieg, der zur erfolgreichen Beherrschung eines Landes geführt hat? Mir fällt da eigentlich nur WWII ein.“

          Vietnam? Ostukraine? USA-Irak? Der Krieg muss auch nicht erfolgreich gewesen sein. Es gab jedenfalls noch keinen Krieg zur Beherrschung eines Landes, der nur mit Luftwaffe, Panzern und Artillerie geführt wurde.

          „Meine Sorge ist allerdings, dass das bald wieder funktionieren könnte. Mit Schwärmen kleiner billiger Drohnen, die durch ihre Vernetzung „intelligent“ sind.“

          Drohnen können Soldaten nicht ersetzen. Allerdings rechne ich mit einsatzbereiten humanoiden Kampfrobotern in ca. 20 Jahren.

          „Ein Freund von mir, dessen bescheidende Ehrlichkeit ich schätze, stellt sich immer vor, die Türken im X5 neben ihm an der Ampel müssten irgendwas kriminelles tun, um ein dickeres Auto zu fahren als er. Ich fürchte, dass ist sein Wunschdenken.“

          Da gebe ich dir recht.

      • „Denn der Westen funktioniert nur dadurch, dass der Kapitalismus allen eine Chance auf Wohlstand bietet. Aufgrund seiner eigenen Dynamiken büßt der Kapitalismus diese Fähigkeit aber immer mehr ein. Das ist eine echte Gefahr.“

        Das sehe ich genauso. Solange es gelingt, ausreichend Angehörige einer potentiell feindlichen Religion oder Ideologie innerhalb des Systems zu ausreichendem Wohlstand zu bringen, wird keine Religion oder Ideologie zu einem fundamentalen Problem für dieses System werden. Aber heute verringern sich die Aufstiegschancen schon ganz allgemein, sind aus verschiedenen Gründen an der muslimischen Bevölkerungsgruppe bereits in der Vergangenheit überproportional vorbeigegangen, und nun holen wir uns eine große Anzahl Moslems ins Land, deren Chancen, es innerhalb unseres Systems zu Wohlstand zu bringen, selbst unter den günstigsten Voraussetzungen gering wären.
        Da baut sich eine immer größere Menge an unzufriedenen Moslems auf, und genau aus diesem Grund wird der Islam zu einem Problem. Es wird viel über die Kosten geredet, doch rein finanziell kann der Westen eine Masseneinwanderung stemmen, selbst wenn die Mehrheit der Immigranten weitgehend integrationsunfähig oder-willig ist. Aber hunderttausende junge muslimische Männer, die frustiert und ohne Zukunftsperspektive sind und in Parallelgesellschaften leben – das ist die wirkliche Gefahr.

    • „Wie sind denn (…) Tibi und andere westliche Musels entstanden?“

      Tibi durch den „Kulturmarxismus“:

      Bassam Tibi: Aber ich bin letztlich glücklich, dass ich nach Deutschland gekommen bin, sonst hätte ich Adorno und Horkheimer nicht kennengelernt.

      Welt: Nicht nur Adorno und Horkheimer, auch Mitscherlich, Fetscher, Bloch …

      Tibi: Deutsche dieses Kalibers gibt es heute nicht mehr. Das waren Weltgelehrte.

      (…)

      Tibi: Ich bin als Judenhasser gekommen, nicht Antisemit, sondern Judenhasser. So hat man mich in Damaskus erzogen. Für mich war Auschwitz kein Verbrechen. Doch die beiden jüdischen Lehrer haben mir den Kopf gewaschen.

      (…)

      Welt: Sie haben das Wort „Leitkultur“ geprägt. Und sind selbst mittlerweile skeptisch.

      Tibi: Die Diskussion ist lange schon kontaminiert. Leitkultur wird als Deutschtum abgetan, als Sauerkraut und Spießertum, besonders jetzt durch die AfD. Meine Leitkultur ist das Grundgesetz und die ganzen Werte, die damit verbunden sind. Man muss zu seinen Werten stehen. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Welch magischer Satz.

      (…)

      Welt: Warum haben Sie diese Verlorenheit nicht erlebt? Wie haben Sie den Weg gefunden zu Frankfurt, zu Adorno, Horkheimer, zu 68?

      Tibi: Bei den beiden habe ich, und das klingt fast schon rassistisch, das logische analytische Denken gelernt. Und ich habe unter Deutschen gelebt, nicht in einer syrischen Parallelgesellschaft. Ich lernte deutsche Sitten und Gebräuche unter anständigen deutschen Linken beim SDS. Das war für mich meine Heimat. Die zehn Jahre in Frankfurt fühlte ich mich wie ein Deutscher, obwohl ich noch nicht einmal eingebürgert war.

      https://www.welt.de/debatte/article156781355/Deutschland-ist-immer-noch-kein-normales-Land.html

    • @ Atacama

      „weisst du doch gar nicht?“

      Selbstverständlich weiß ich das. Ich bewege mich seit meiner Jugend innerhalb der radikalen Linken.

      „Vielleicht soll das die globale Endlösung für ökonomische „Ungleichheiten“ sein?“

      Dann gäbe es innerhalb der Linken Schriften dazu, Gegenschriften, Kritik seitens anderer linker Strömungen, Diskussionen und Debatten innerhalb der sozialistischen Linken. Gibt es aber nicht.

      • „radikalen Linken. “

        https://www.refugeestruggle.org/de/article/ob-bautzen-oder-muenchen-ein-vereinter-kampf-gegen-rassismus

        Also die Linken (aber viellecht sind die nicht radikal,d eshab kennst du sie nicht) laden die saufenden pöbelnden „Zaunlatten-Klopper“ und „Polizisten mit Flaschen Bewerfer, dann aber Weglaufer, sich im Heim verstecker und auf die Anordnung der Polizei, nicht heraus zu kommen zu den 80 Bautzenern, Hörer (wieso klappt es auf einmal mit dem Polizeigehorsam, bloß weil man in der Unterzahl ist? Ist man vielleicht genauso feige wie die Kuffar wenn es hart auf hart kommt?) und sich von Bullenschweinen beschützen lasser Bubis unter der Führung des charismatischen, kalaschnikowschwingenden Jünglings mit der prominenten Nase, „King Aboe“, http://i.imgur.com/dhthaCH.png, jetzt erst einmal nach München zu irgendeinem Protestcamp ein, um weiteren „Widerstand gegen rassismus“ anzuheizen. Die Anrede von Bruder und Schwester klingt im Islam auch so.

        Wusstest du das?

    • „obwohl ich mich natürlich über moslems wie die da freue“

      Solange sie ein Kopftuch auf haben, und einen schwarzen Leichensack anhaben, beides dazu gedacht, die weibliche Attraktivität zu schmälern und zu verstecken – genuin sexualfeindlich also – freue ich mich darüber nicht.

      • ich auch nicht, ich glaube aber mittlerweile, dass Kopftuch nict unbedingt für radikalität stehen muss. Ich sehe mittlerweile auch beim Feiern ab und zu Frauen mit Kopftuch. Wobei, das könnten natürlich deutsche Konvertitinnen sein.
        Oft sehe ich aber auch bei Schülerinnen Freundscaften zwischen Kopftuchmädchen, manchmal sogar welchen, die schon seeeh „schlabbrig“ (verhüllend) angezogen waren und West-Mädchen, die ganz normal miteinander umzugehen schienen.

        Manhmal sehe ich auch moslem Paare, wo die Frau ein Kopftuch trägt, aber sonst geschminkt und Jeans und körperbetonte Jacke. Ich sag mal, mit sowas hier komme ich einigermassen klar


        Außerdem sind scheinbar auch kopftuch Pornos nicht so selten mittlerweile.

        sorry aber ih seid ja alle erwachsen^^

        Allerdings ist da dann auch wiederum die Gefahr, dass man sich daran gewöhnt. Ach, man kann es ja auch modisch kombinieren usw. H&M fängt ja schon damit an.

        • @Adrian:

          »So schleicht sich islamisches Gedankengut Schritt für Schritt im unsere Gesellschaft.«

          Aber ebenso schleicht sich auf diese Weise ein legitimes Modell von weiblichem »sexy« in den Islam. Das ist ein ästhetischer und moralischer Stinkfinger für alle Strenggläubigen und darum im höchsten Maße subversiv.

        • „Er ist aber schon seit fünfzig Jahren hier,[…] “
          …in Westdeutschland.

          In 15 Jahren baut man dann eine Mauer quer durch Deutschland um den Exodus der Westdeutschen nach Neufünfland zu unterbinden, die vor den bürgerkriegsartigen Zuständen in ihren Städten ins „weiße“, ausländerarme Ostdeutschland fliehen.
          :-))

        • @Radaffe:

          »In 15 Jahren baut man dann eine Mauer quer durch Deutschland um den Exodus der Westdeutschen nach Neufünfland zu unterbinden«

          Ja, diese Mauer hat crumar schon treffend als den Adrianswall bezeichnet! 🙂

        • Apropos schwule Grenzer. Da fällt mir eine kleine Anekdote ein.
          Ein ehemaliger Arbeitskollege hatte sich im jugendlichen Überschwang für 3 Jahre zu den Grenztruppen der DDR verpflichtet. Justament in dieser Zeit hatte er sein Coming Out- er hatte sich unsterblich in einen Mann im fernen Berlin verliebt. Der Trennungschmerz war so groß und beständig wie die verbleibende Dienstzeit lang. So beschloss er, sich bei seinen Vorgesetzten und Genossen zu offenbaren um eine vorzeitige Entlassung durchzusetzen. Gedacht, getan.
          Nun hatte er natürlich Befürchtungen, das dies Schikanen nach sich ziehen würde war aber fest entschlossen, sich diesen für die Liebe zu stellen.
          Was folgte, so sagte er, war der schönste Teil seines Wehrdienstes, da er von etlichen Verpflichtungen freigestellt wurde.
          Besonders fiel ihm aber auf, wie viele von den Offizieren, gestandene Ehemänner zumeist, nun zutraulich und redselig wurden, ihn zum Kaffee oder nach Dienstschluss nach Hause einluden.
          🙂

        • @ Kirk
          In der Tat. Das steckt da mit drin.

          So wie auch in der Geschichte einer Klassenkameradin, deren Vater Berufssoldat in Eggesin und SED-Mitglied war, die nicht zur EOS delegiert wurde, sondern statt dessen einer Mitschülerin den Vortritt lassen musste, welche zwar einen etwas schlechteren Notendurchschnitt hatte, aber dafür aktiv in der Jungen Gemeinde, nicht aktiv in FDJ und bei der Jugendweihe war.
          Nach Inanspruchnahme der rechtlichen Möglichkeiten (Eingaben) wurde auch ihr, ob ihrer sehr guten Noten, der Besuch der EOS gestattet was sie aber dankend ablehnte, weil sie zwischenzeitlich die Zusage für eine Lehrstelle als Kellnerin in einem Interhotel in Berlin hatte. 🙂

  7. @ Christian
    Ich würde gerne einen Artikel darüber lesen wie ein Geschlechterüberschuss in liberalen Gesellschaften die Partnerwahl und das Anspruchsdenken beeinflusst. Ich habe bei einer (kurzen) Suche noch nichts über das Thema bei dir gefunden.

  8. Interessanter Text aus der differenzfeministischen Ecke:

    http://www.bzw-weiterdenken.de/2016/09/stark-sein-in-der-differenz-statt-diskriminierung-anzuprangern/

    Sozusagen ein weiterer Versuch (so neu ist das Thema ja nicht), Unterschiede nicht zu beklagen oder aus Schuldzuweisungen Vorteile für sich selber herausschlagen zu wollen, sondern ein positives Selbstbild aus dem Vergleich mit anderen zu ziehen.

    Eigentlich eine coole, eine männliche Herangehensweise 😉 Ich fürchte nur, dafür sind Frauen einfach nicht gemacht (statistisch gesehen)…

    • @Peter

      Das ist pure Scheinheiligkeit.

      „Starksein in der Differenz, dazu gehört der Mut zu positiven Aussagen über das eigene Anderssein“

      Jede kritische Auseinandersetzung wie diese „Differenzhaltung“ der erste Schritt und die erste Abwiegelung des feministischen Überlegenheitsdenkens war und ist, fehlt natürlich vollkommen.

      Statt dessen werden ungeheuerliche Unterstellungen sanft und fast unmerklich in den Text eingefügt, wie hier:

      „Wer das Lernfeld der in der Regel ersten Differenz, der wir im Leben begegnen, nicht zu nutzen gelernt hat, um neugierig zu werden auf das Andere, um zu fragen, zu staunen und Dankbarkeit zu entwickeln für den materiellen und kulturellen Reichtum, der aus dem respektvollen Zusammenleben unterschiedlicher Menschen entsteht, kennt nur eine Möglichkeit, mit ihr umzugehen: sie weitmöglichst zum Verschwinden zu bringen, um das, was man fälschlicherweise für Normalität hält, „wieder“ herzustellen – durch Ausgrenzung, Einschüchterung, Unterwerfung, Vertreibung oder Ausrottung.“

      Nichts anderes als der Wahn vom „Patriarchat“ und seiner angeblichen Bemühungen nach physischer Vernichtung des Nicht-Normalen wird hier befeuert, ganz im Geiste von Solanas „Manifest“.

      Unübersehbar auch der Kotau vorm Intersektionalismus, wenn von „Frauen mit Kopftüchern und mehr dunkelhäutige Menschen als früher“ die Rede ist, im Kontext mit „Frauen … in ihrem Anders-Sein“ und „Linkshändigen“.

      „Wenn wir unsere generelle Benachteiligung glaubhaft vermitteln wollen, müssen wir uns nämlich hüten, über die positiven Seiten unserer Situation zu sprechen. Und so kommen im öffentlichen Diskurs unsere Stärken und unser Glück nicht vor …..“

      Nein, das wird daher vermieden, weil man so Gefahr läuft umso eher als ideologisch verblendete, hasserfüllte Spalter wahrgenommen zu werden, die sich im Glanz und Glorie ihrer übermenschlichen Überlegenheit feiern. Das ist dann dem rein privaten Bereich, der „feministische Spiritualität“ vorbehalten, wo man der grossen Göttin Gaia und ähnlichem NewAge Obskurantismus, der alternativen Medizin und den 1001 Variationen des „Alternativen Lebens“ huldigt.

      Der „Differenzfeminismus“ ist nur eine ästhetisierende Richtung für den perfekten Gefühlshaushalt derer, die sich vom dem was sie anrichten, distanzieren wollen.

    • *Wer anders ist als das, was als Maßstab für Normalität gesetzt wurde, hat die Möglichkeit, mehr zu wissen und die Welt anders wahrzunehmen als diejenigen, die nur eine einzige Perspektive kennen.*

      Das ist richtig und auch ein hübscher Gedanke, ändert aber nichts daran, dass die Welt weiterhin auf den Maßstab der Normalität ausgerichtet werden wird.

      Der Text hat mich ein bisschen an eine ehemalige Therapeutin erinnert, die mir riet, zu versuchen meine Gewalterfahrung doch für mich positiv auszulegen. Wenn ich mich recht erinnere meinte sie, es wäre doch vielleicht auch etwas Gutes, so starke Emotionen kennengelernt zu haben, die Wenigsten würden das.

      Meine Reaktion war damals ein inneres „Will die Olle mich eigentlich verarschen?“ Mir kam das damals so vor, als wollte sie mich beschwichtigen.

      Und genauso kommt es mir hier auch vor, ein positiver Blickwinkel ändert nichts an Ungerechtigkeiten oder Diskriminierungen, es macht sie nur eventuell für die Einzelperson erträglicher.
      Schlußendlich verschleiert er aber den Blick auf die tatsächlichen Probleme und hilft, sich unbesehen mit ihnen abzufinden. Um aber auf bestehende Probleme eingehen zu können müssen sie klar gesehen und benannt werden.

      Um mit meinen Panikattacken umzugehen hilft mir nicht, dass ich ja so privilegiert bin zu wissen wie sich Todesangst anfühlt. Viel hilfreicher ist es da, zu erfahren, dass es andere gibt, die ähnliche Probleme haben, dass es keine Schwäche meinerseits ist, die sich nicht zusammenreißen kann, und Tipps, wie ich diese überwinden kann, im Rahmen der Möglichkeiten.

      *Um Diskriminierung anzuprangern, muss ich nämlich wieder und wieder das Negative und Abwertende wiederholen, was gegen mich und meinesgleichen vorgebracht wird. Und das schwächt mich selbst und stärkt im Symbolischen das, was mir schaden will.*

      Was ist also die Alternative?
      Ignorieren, wenn mein Chef mich betatscht? Mir einreden, dass es daran liegt, dass ich ja so eine tolle Frau bin? Er mag seine Macht ausnutzen, aber ich, ich menstruiere!

      Unausgegorener Eso-Bullshit.

      • @maren
        „Meine Reaktion war damals ein inneres „Will die Olle mich eigentlich verarschen?“ Mir kam das damals so vor, als wollte sie mich beschwichtigen.“

        Hört sich wirklich so an.
        Ist es nicht so, dass man erlittenes Unrecht (nur) auf faktischer Ebene akzeptieren sollte? Ich habe immer den Eindruck, dass anhaltendes Leiden am erlittenen Unrecht von der nicht-Akzeptanz des faktischen Geschehenen, was dieses Leid verursachte, herkommt. Was nicht zu verwechseln ist mit der moralischen Beurteilungs-Ebene!
        Wenn dir jemand erzählt, dass dieses anhaltende Leid doch irgendwas Positives hätte, wird ja eigentlich empfohlen dieses Leid zu kultivieren und nicht zu überwinden.

        • Dass ich es faktisch akzeptiere (was bleibt mir übrig?), ändert ja nichts daran, dass es unrecht war. Und wenn nun diesem unrechtem Ding positive Seiten abgewonnen werden sollen, dann wird das Unrecht mMn relativiert.

          Fakt ist nämlich, ich habe einen konkreten Grund wütend und verletzt zu sein und daher auch ein Recht darauf.

        • „(was bleibt mir übrig?)“

          Kleine Unterschiede in der Wahrnehmung machen viel. Das mit dem „faktischen Akzeptieren“ kann ich leider nicht besser, präziser ausdrücken, wie es jetzt nötig wäre. Ich kann dir nur versichern, dass mir es immer schwer fiel erlittenes Unrecht in der angemessenen Weise zu akzeptieren. Aber hierdrin liegt der entscheidene Weg darüber hinwegzukommen, so dass es einen nicht mehr peinigt. Man merkt es auch daran, dass man nicht auf Rache sinnt.

  9. Frauenschiffe gegen Israel

    „Zwei ausschließlich mit Frauen besetzte Schiffe nehmen derzeit Kurs auf den Gazastreifen – um die palästinensischen Geschlechtsgenossinnen in deren Kampf gegen den jüdischen Staat zu unterstützen. Die Unterdrückung von Frauen durch die Hamas ist für die Aktivistinnen dagegen nicht der Rede wert. Kein Wunder: Ihr Antrieb ist nicht die Gleichberechtigung, sondern der Antisemitismus.“

    „An Bord der Schiffe befinden sich rund 20 Aktivistinnen aus neun Ländern, darunter neben der Witwe von einem der auf der „Mavi Marmara“ getöteten Islamisten auch die frühere US-Diplomatin Ann Wright, eine linke schwedische Europaabgeordnete, eine spanische und eine neuseeländische Parlamentarierin, die amerikanische Schriftstellerin Naomi Wallace, eine emeritierte kanadische Soziologieprofessorin und die von Israel nach Spanien ausgewanderte Zohar Chamberlain, der die Rolle der jüdischen Kronzeugin der Anklage zufällt.“

    http://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/frauenschiffe-gegen-israel/

    dort verlinkt:
    Segelschwestern gegen Israel
    http://jungle-world.com/artikel/2016/38/54891.html

    „Dass im nationalistischen Denken Frauen die Nation als vermeintliche Trägerinnen von Kultur und Überlieferung zu verkörpern haben, gilt auch in der antizionistischen Bewegung. »Mit der Entsendung eines exklusiv mit Frauen besetzten Schiffes wollen wir die enormen Leistungen anerkennen, die die palästinensischen Frauen im Kampf für die Befreiung ihres Volkes erbracht haben«, erklärt die FFC auf ihrer Internetseite.“

    „In Spanien wird die »Gaza-Flottille« breit unterstützt, auch die antiisraelische Boykottbewegung BDS erfährt dort viel Zustimmung. So haben 51 Kommunen und Gebietskörperschaften sich dem Aufruf angeschlossen, jeden Austausch mit dem jüdischen Staat abzulehnen, weil dieser sich nicht an internationales Recht halte. Federführend beteiligt daran sind Abgeordnete alternativer Bürgerlisten, die sich an der Partei Podemos orientieren, sowie der Vereinigten Linken (IU). Die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, ließ es sich nicht nehmen, persönlich im Hafen von Barceloneta am Dock Bosch i Alsina eine Rede zu halten ….“

    „In dem Text »Making Palestinian women visible« behauptete die Kampagne »Mujeres Rumbo a Gaza« im April dieses Jahres, dass die Hamas im Gegensatz zur PLO nach den Verträgen von Oslo am »Volkswiderstand« festgehalten habe, und erklärte: »Wir haben – obwohl viele es nur ungern zugeben – zu akzeptieren, dass die Palästinenser selbst zu entscheiden haben, ob sie ihre Sache mit Gewalt oder gewaltfrei betreiben.« „

  10. Und kein Witz dürfte es sein, dass der moderne Feminismus nur deshalb dagegen etwas haben könnte, weil es nicht Iran ist, sondern nur die Saudis…

  11. Antiamerikanismus mit Trump:

    Donald Trump: Ein zeitgemäßer Faschist

    http://www.zeit.de/2016/40/donald-trump-faschismus-us-wahl

    “ …während seine Popularität wieder wächst und er sich gefährlich dem Weißen Haus nähert, ist es wichtig, daran zu erinnern, dass Trump tatsächlich ein Faschist ist.“

    Denn das muss man den Leuten ja einbleuen. Gründe?

    „Trump hat die rassistische und fremdenfeindliche Weltsicht des Faschismus und dessen Fixierung auf den charismatischen Führer mit den Idealen und medialen Mechanismen des amerikanischen Individualismus verbunden.“

    Trump soll also die Quadratur des Kreises geglückt sein und die völlig entgegengesetzten Ideale des Faschismus mit dem des „amerikanischen Individualismus“ vereinigt haben.
    Allein diese lächerliche Gleichsetzung zeigt den groben Antiamerikanismus des Zeitautors, der Amerika, den Kapitalismus und Individualismus schon immer als Hort des Faschismus hinstellen wollte.

    „Die Wurzeln von Trumps Ideen“ sollen „im Faschismus des 20. Jahrhunderts zu suchen“ sein… Leider kommt man bei der „Beweisführung“ gar nicht mit, sie ist völlig verschwurbelt und lässt sich nur mit pathologischem USA-Hass erklären. So wird sogar Apple und Steve Jobs in der Trumpschen Tradition gesehen, da sie es wagten „den Laptop als Werkzeug persönlicher Ermächtigung zu propagieren“ (man beachte hier das „Ermächtigung“).

    Der Rest der Auswürfe ist nicht weiter erwähnenswert.

    Die Quelle des Faschismus in Amerika, und damit Trumps, verortet der Artikel dort:

    „Und 1939 hielt der Amerikadeutsche Volksbund eine Veranstaltung im New Yorker Madison Square Garden ab, an der 22.000 amerikanische Faschisten teilnahmen.“

    Was Trump damit zu tun hat bleibt vollkommen offen.

    Was die Genderideologie und damit die progressiven Linken und die „Zeit“, die das propagieren, damit aber zu tun haben, kann man hier nachlesen:

    http://www.bifff-berlin.de/aktuell118.html

    Einer der wichtigen Organisatoren dieser Rallys im Madison Square Garden (nicht erst seit 1939) war ein „längster und engster Freund“ des Berliner Gender-Säulenheiligen Magnus Hirschfeld…. „Der „Sexualwissenschaftler“ ließ sich seine USA-Reise 1930/31 von rechtsextremen Deutschtümlern organisieren.“

    Wer also sind die „zeitgemässen Faschisten“? Trump oder die „progressive Linke“, deren Politik von Obama und sicherlich Clinton betrieben wird?

    Ich jedenfalls bin mir sicher, dass die USA auch diesem „zeitgemässen Faschismus“ standhalten wird. Bei Europa, dieser Heimat des Faschimus, bin ich mir hingegen alles andere als sicher.

  12. „He had been convicted of assault with a deadly weapon in two different states and convicted of assault in three states. He had been hit with “assault with intent to kill” charges in the 90s. His record of virtue included “assault on a child under 12” and “assault on a female.”

    The media spin; “Family and neighbors call Scott a quiet ‘family man.’”

    Ähnlich hier:

    „Polizei von Charlotte veröffentlicht Video
    Der erschossene Schwarze soll laut Polizei definitiv eine Pistole bei sich gehabt haben. Allerdings ist auf den Videoaufnahmen keine Waffe zu erkennen.“
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-09/north-carolina-charlotte-polizei-video-proteste

    „Keith Lamont Scott, the latest martyr of Black Lives Matter and its media propaganda corps, was shot while waving a gun around. He had spent 7 years in jail for “aggravated assault with a deadly weapon.”

    This vicious monster’s career of crime ended when he was shot by Brentley Vinson, an African-American police officer, protecting himself from the latest rampage by this “quiet family man.”“

    „Twenty police officers have been injured and National Guard troops have arrived to deal with all those “peaceful” protests. Protesters chanted, “Black Lives Matter” and “Hands Up, Don’t Shoot” before throwing things at police and then peacefully shooting each other. Stores had their windows broken and decorated with Black Lives Matter graffiti. A Walmart was peacefully looted and trucks were torched.

    A police officer was peacefully hit by a car. Another was peacefully hit in the face with a rock. Mobs besieged and attempted to break into hotels. Reporters were attacked and a photographer was nearly thrown into a fire. White people were targeted by the racist Black Lives Matter mob and assaulted.

    But all these peaceful rioters are probably just quiet family men too.“

    „The spin on what happened between a deranged black criminal and a courageous black police officer fell apart as fast as the Freddie Gray case, where black police officers were targeted and a city terrorized over conspiracy theories relating to the accidental death of a drug dealer. ….

    … But the truth doesn’t matter. Black Lives Matter rioters are still chanting, “Hands Up, Don’t Shoot” long after the Michael Brown lie fell apart. They’re holding up signs reading, “It Was a Book.” The lie is backed by some of the biggest media corporations in the country, by $130 million from George Soros and the Ford Foundation, by Barack Hussein Obama and by Hillary Clinton. ….

    Obama and the left want a nation of Keith Lamont Scotts. But now it’s our turn to choose.“

    http://www.frontpagemag.com/fpm/264278/protest-thugs-and-real-evil-charlotte-daniel-greenfield

  13. „Police in Middlesboro, Kentucky have arrested a “lurking clown” that they say was crouching in the woods near an apartment complex in a full mask and costume. ….

    Jonathan Martin, 20, has now been charged with disorderly conduct and “wearing a mask in a public place” according to local media. …..

    Martin’s is the latest arrest that’s come out of “Clownpocalypse,” a string of “creepy clown” sightings that has kept the southern United States on edge.

    Last week, rumors on Facebook of clowns targeting local elementary students put two Alabama schools on lockdown, and resulted in three arrests over online postings. Clowns have been reported as terrorizing kids in Georgia, and a rash of clown appearances in North Carolina have police claiming they will arrest and charge any clowns on sight.

    Martin’s arrest is the first instance of clown-related terror in Kentucky, but authorities in and around Middlesboro are warning residents that they won’t tolerate any more clown-related nonsense. ….“

    http://www.youtube.com/watch?v=K1fVQGESUTo

  14. „Wer bisher nicht verstanden hat, warum Benjamin Netanjahu in Israel so beliebt ist, weil er über diesen Mann immer nur aus der europäischen Presse erfahren hat, sollte sich einmal die Zeit nehmen, …. folgende Rede hielt er am 22. September 2016 in den Vereinten Nationen. Es ist eine wahrlich grandiose Rede.“

    https://tapferimnirgendwo.com/2016/09/23/kommt-ein-jude-in-die-vereinten-nationen/

    h/t Adrian

    http://www.youtube.com/watch?v=KFOSMNpYVPA

    „Grandiose Rede“ kann man natürlich auch sagen. Ich würde sogar sagen, die beste Rede, die ich je hörte, die 40 min sind gut angelegt.

    Nicht lesen, ansehen und -hören!

    Netanjahu erweist sich hier mit dieser Rede als wahrer geistiger Leuchtturm der Westlichen Welt, nichts weniger als das.

      • Warum hat der denn so ein Problem mit dem Iran, aber nicht mit Saudi-Arabien? Sind die nicht mindestens genauso schlimm (ich finde sie sogar schlimmer, gerad auch wegen dem Angriffskrieg auf den Yemen)?

        • Iran ist eine Theokratie, in dem der islam herrscht. Saudi-Arabien ist eine Monarchie, die ebenfalls auf dem Islam ruft, bzw Verwaltung der heiligen Stätten und heiliger Bankkonten.

          Nichts ist bezeichnender, wie beide Mächte sich in der amerikanischen Presse gegenüberstehen:

          „On September 13, 2016, The New York Times published an op-ed by Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif titled „Let Us Rid the World of Wahhabism.“ …“

          „In response to Zarif’s article, Saudi Foreign Minister ‚Adel Al-Jubeir published his own op-ed in the Wall Street Journal arguing that it is Iran who ….“

          http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/9464.htm

          Alles das, was Europa und Teile der USA nicht wissen wollen, im unschuldigem Ahnungslosigkeitswillen.

          Auch Saudi-Arabien, wenn es orthodox sein will, muss Israel grundsätzlich ablehnen. Nur bedroht der Rivale und Emporkömmling Iran Israel fanatisch offen und zwingt Suadi-Arabien zur Konzillianz. Ausserdem braucht man den Westen als Schutzmacht. Die können beten, dass Trump dran kommt, denn nur der würde intervenieren, zB wenn the ISIS chicken come home to roost. Die Demokraten sind je bedingslos auf der Seite Irans.

          „Furious responses to Zarif’s article also appeared in the official Saudi media. … One article stated that the publication of Zarif’s article in a paper as prominent as The New York Times indicates that the Americans have traded in their traditional allies for Iran.“

          Blitzchecker!

          Sonst hört sich das aber auch nicht gut an, was der noch schrieb:

          „This is an [American] policy of washing one’s hands of old allies in favor of shaking hands with new ones. The goal is to destroy the region in order to eradicate the Sunnis, or at the very least crush them so they can never experience revival, prosperity, development, or might. No one is more suited for this despicable task than those with the darkest record of long-term collaboration with the enemies of the ummah – the deviant, hostile, infidel, Shi’ite Zoroastrian Safavids!“

          Auch bezeichnend, wie sich die zwei bedeutenden Zeitungen der USA hier positionieren.

          Der heisse Stellvertreterkrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien ist längst im Gange. Die Fault Line ist in den USA Gop & Dems.

        • Das Königshaus könnte bald Geschichte sein und so aufgegeben werden wie die Benghazi-Botschaft. Mit etwas Phantasie könnte man letzteres als diplomatische Ankündigung auffassen, der „arabische Frühling“ führte schliesslich auch zum Infragestellen des Königshauses. Eine weitere Massnahme der proiranischen EU&US-Kräfte.
          Der wichtigste Aussenpolitische Akt der US Regierung war es, dem Iran freie Hand zu geben, Obama am Kongress vorbei. Ein neues „Irangate“, ja schlimmer.
          Dafür wird er den „Friedensnobelpreis“ bekommen haben, muss man zynisch denken.

  15. ‚Are STEM Syllabi Gendered?‘ A Feminist Professor Says Women Can’t Do Science
    Concepts like objective truth and the scientific method are inherently sexist, study says.

    „The syllabi for college-level STEM courses—science, technology, engineering, and mathematics—are „gendered“ because they promote the idea that knowledge can be ascertained through reason. This is a masculine concept that hurts women’s feelings and makes it difficult for them to succeed.

    That’s according to „Are STEM Syllabi Gendered? A Feminist Critical Discourse Analysis“ of the STEM syllabi at one Midwestern university. The discourse was authored by the University of North Dakota’s Laura Parson, and published in The Qualitative Report earlier this year. ….“

    „Again, the notion that women can’t succeed in the sciences because they’re just too feelings-oriented is sexist and wrong and ought to be opposed. Everyone is an individual—some individiauls are good at some things, others are good at other things. It’s very weird to see sexist, gender-based collectivism appropriated by self-proclaimed feminists in the service of bashing female intelligence. But that’s what you get in colleges these days.“

    http://reason.com/blog/2016/09/22/are-stem-syllabi-gendered-a-feminist-pro

  16. Der Blick nach GB heute ist wohl der Blick in unsere Zukunft:

    Khatm-e-Nubuwwat: Shameless Fanatics
    http://hurryupharry.org/2016/09/25/khatm-e-nubuwwat-shameless-fanatics/

    “ … The Khatm rally’s organiser is Markazi Jamat-E-Ahle Sunnat UK & Overseas Trust. It is a registered charity and its lead trustee contact is Abdul Aziz Chishti.

    Mr Chishti also runs the Jamia Islamia Ghousia mosque in Luton. It too is a home for hate preachers and Khatm. ….

    Yet Mr Chishti and his Trust have even found a place in Parliament, thanks to Luton Labour MP Gavin Shuker. ….

    Furthermore, Mr Chishti’s mosque has been given almost half a million pounds in “local authority grants” over the last five years. ….

    …. If supporting religious murder is not a red line, what is?“

  17. We have a Winner:

    Feminismus scheint regelmäßig Personen hervorzubringen, die unter ziemlichen Realitätsverlust leiden. Sie denken, während sie sich wie Verrückte aufführen, das alle andern sich unmöglich verhalten. Sie merken es nicht. Von einem „Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest“ haben die noch nie gehört. Wenn sie anfangen jemanden zu beleidigen und der beleidigt zurück… erst dann verhält sich jemand daneben. Wein trinken, Wasser predigen…

    Auch immer wieder zu sehen, wie Feministinnen sich freuen: Oh, das landet jetzt im Internet. Dann können alle sehen was für ein armes Opfer ich bin.

    • Wieder so ein Fall:

      Sie zeigt einem Trump-Support aus dem Auto heraus den Mittelfinger, nennt in Rassisten und zeigt ihm wieder den Mittelfinger. Er verfolgt sie mit seinem Auto, die Polizei kommt hinzu, klärt ihm auf das er das nicht darf. Aber er hat das Recht zu erfahren wer sie ist, weil das was sie getan hat eben auch eine Straftat ist.

      Ihre Entschuldigung: Ich bin doch nur eine kleine Frau. Ich kann doch gar nicht schlimmes machen…

      http://www.youtube.com/watch?v=piZxSTCpXWQ

      Und wie jede gute SJW unterbricht sie den Polizisten ständig. Und weil der Polizist männlich ist und dem Mann Rechte zugesteht und nicht automatisch das macht, was die Frau will, ist das ein Zeichen dafür das Männer immer die Oberhand über Frauen behalten werden.

      Ich nenne das jetzt mal Frauengerechtigkeit.

      So ein Fuckhead!

  18. Stellt euch das mal mit getauschten Geschlechtern vor:

    Labour’s Shadow Minister for domestic violence was an ‘abusive bully’ who terrified her former husband and cost him £200,000 in their divorce settlement, a friend claimed last night.

    Sarah Champion admitted yesterday that she was arrested and cautioned by police after attacking explorer Graham Hoyland during their ‘very acrimonious’ divorce in 2007.

    […]

    Charities and domestic violence campaigners last night called for Miss Champion to resign.

    Mike Buchanan, leader of Justice for Men and Boys, said: ‘Sarah Champion should stand down. If this was a male politician, it would be inconceivable that they could remain in this position having admitted that they have a caution for domestic violence.’

    But Labour leader Jeremy Corbyn backed her to continue in her job yesterday, telling his party’s women’s conference in Liverpool: ‘I know everyone in this room today will want to join me in just simply saying this to Sarah Champion, “You have our total, full and absolutely warm support.”’

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3806018/Ex-husband-Labour-s-domestic-abuse-Minister-nightmares-attack-divorce.html

    Eine Partei die einen Mann unterstützt gegen den Vorwürfe wegen häuslicher Gewalt erhoben wurden… klares Zeichen das die Gesellschaft Frauen hasst!

    • „….Trump needed to solve exactly one problem: Look less scary. Trump needed to counter Clinton’s successful branding of him as having a bad temperament to the point of being dangerous to the country. Trump accomplished exactly that…by…losing the debate.

      Trump was defensive, and debated poorly at points, but he did not look crazy. And pundits noticed that he intentionally avoided using his strongest attacks regarding Bill Clinton’s scandals. In other words, he showed control. He stayed in the presidential zone under pressure. And in so doing, he solved for his only remaining problem. He looked safer.

      By tomorrow, no one will remember what either of them said during the debate. But we will remember how they made us feel.

      Clinton won the debate last night. And while she was doing it, Trump won the election. He had one thing to accomplish – being less scary – and he did it.“

      http://blog.dilbert.com/post/151007796236/i-score-the-first-debate

  19. Hier mal wieder welche von der Mütterlobby unterwegs:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article158362544/An-Schwesigs-Trennungskinder-Studie-werden-Zweifel-laut.html

    Mütter I.
    Es ist äußerst problematisch, wenn das Amt für Familie, Jugend und Senioren mit einschlägigsten Väterrechtlern zusammenarbeitet und ganz offensichtlich per Schreiben an den Väteraufbruch „zugibt“, dass es sich um eine Studie handelt, die die gesetztliche Einführung des Wechselmodells untersuchen soll. Auch hat der Väteraufbruch Kenntnis über die Zusammensetzung des wissenschaftlichen Beirats. Den Rest der Bürger – also auch Frauen und Mütter sowie Journalisten – lässt man über den wissenschaftlichen Beirat im Unklaren. Weiter weist man es natürlich von sich, dass es bei der Studie um das Wechselmodell geht. Alles Lug und Betrug. Gesetzliches Wechselmodell als Regelfall ist Kindeswohl-Gefährdung !

    Evil
    Ich finde es äußerst problematisch, dass Frau Prof. Sünderhauf im wissenschaftlichen Beirat mitarbeitet. Sie arbeitet seit Jahren mit Väterlobbygruppen zusammen, wird von diesen als wichtigste Kooperationspartnerin bezeichnet. Wie soll ein wissenschaftlich neutrales Ergebnis herauskommen, wenn Wissenschaftler für bestimmte Lobbygruppen arbeiten, dies aber nicht offen kommunizieren? Die Väterlobbygruppen stehen darüber hinaus in persönlichem Kontakt mit dem wissenschaftlichen Beirat der Studie, die normale Bevölkerung darf aber nicht wissen, wer im Beirat mitarbeitet. Es ist ein offenes Geheimnis, dass seit Jahren intensiv Lobbyarbeit betrieben wird, um den Besitz am halben Kind juristisch über das Kindeswohl zu stellen. Forschung an Kindern mit lobbyistischem Hintergrund ist ein NoGo!

    Wenn die Regierung mit Mütterlobbisten zusammen arbeitet ist das natürlich kein Porblem… Der Unterschied zwischen Väter- und Mütterlobbisten ist, das erstere das Recht des Kindes auf beide Eltern und letztere für den Vater nur soviel Zugang gewähren wollen wie die Mutter gerade will. Aber die Väterorganisationen sind rechts!

    Der Eingriff in die Studie wurde in diesem Kommentar auch gut zusammen gefasst:

    Damit werden alle Konstellationen ausgeklammert, in denen die Frau den Mann von den Kindern abhält, in denen sie PAS verursacht oder sogar die Kinder psychisch misshandelt oder emotional missbraucht. (Analog im Fall, dass die Kinder nur beim Vater sind, aber das kommt ja praktisch nie vor). Das kann ich mir nur so erklären, dass Frau Schwesig auf gar keinen Fall möchte, dass herauskommt, dass die Mutter und damit die Frau für die Kinder schädlich sein kann und das auch in relevanter Zahl vorkommt. Das würde jab as Bild von der Frau als besserem Menschen torpedieren.

  20. „Just when you thought the trigger-warning trend on campus couldn’t get any more bonkers it’s reported that archaeology students are being allowed to dodge discussions of ‘traumatic’ historic events. Yes, students whose entire academic mission is to dig up bones, pore over old stuff and work out what the hell mankind was doing / thinking a thousand-odd years ago are being warned that such excavations can uncover ‘disturbing’ stuff that might ‘traumatise’ them because ‘bones can be scary’. So they should feel free to nip out of class if it gets too much. Archaeology students being told archaeology is a scary pursuit — I think we’ve reached peak campus madness.“

    http://blogs.spectator.co.uk/2016/09/archeology-students-cant-cope-scary-bones-really-doomed/

    „The trigger-warning trend, rampant on American campuses, is spreading in Britain. Before UCL’s warnings about archaeology, Royal Holloway was telling English Lit students that Ovid’s poems describe ‘domestic violence and other nasty things’, so they’d better brace themselves, or maybe avoid Ovid altogether. At Oxford, law students are warned that lectures on sexual violence can be ‘distressing’ and are given the ‘opportunity to leave’.“

    • „Auf Terrorismus gibt es keinen Hinweis.“

      http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/washington-mutmasslicher-amokschuetze-festgenommen-14452037.html

      Kopf in den Sand, es kommen ja mehr Menschen im Strassenverkehr um und das Oktoberfest ist noch viel gefärlicher. Am allergefährlichsten aber Trump:

      Kriegsgefahr durch Narzissten
      Warum Donald Trump so gefährlich wie Wilhelm II. ist

      http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/kriegsgefahr-durch-narzissten-warum-donald-trump-so-gefaehrlich-wie-wilhelm-ii-ist-14447455.html

      Der moralische Narzissmus der „aufklärerischen“ Medien und der „gutmeinenden“ Politiker heute erinnert tatsächlich an den vom ollen Kaiser einst. Ja und eine Kriegsgefahr dürfte davon ebenfalls ausgehen.

      • Nichtsdestotrotz wird die Verantwortung des Kaisers oder Deutschen Reiches am Ausbruch des 1. Weltkrieges überschätzt. Die Geschichte der Ursachen des 1. Weltkrieges ist gerade deshalb so interessant, weil sie lehrt, wie leicht und „unschuldig“ man in einen derart mörderischen Konflikt hineinwandern kann. Und das gilt für alle damals beteiligten Mächte.

        • Adrian, willst du etwa die Alleinschuld am I. Weltkrieg, ach was, an allen europäischen Kriegen relativieren? Es ist doch mittlerweile nun wirklich Konsens, dass Deutschland irgendwie an allem Schuld ist oder war, und sei es der Völkermord an den Armeniern damals oder der Krieg in Syrien heute…

        • „wie leicht und „unschuldig“ man in einen derart mörderischen Konflikt hineinwandern kann“

          Das war gar weder unschuldig noch leicht. Die Propaganda hat die Menschen aufgehetzt, von der Kirche bis in alle Weltlichkeit. Es spielt keine Rolle, was der Auslöser war. Fakt ist der Angriff, den das Reich gestartet hat. Und so ist auch die Schuldfrage klar. Diese Leute, wie der Historiker hier, relativieren und missbrauchen dann überdies zu billigster Polemik ihre „Erkenntnisse“.
          Das zutiefst Ironische ist ja, dass der Artikel sich selbst in seiner moralischen Überheblichkeit, diesen Kaiser von damals zu benützen, um antiamerikanische Klischees zu liefern, die vormals Sache der Linken waren.
          Frappierend, was bei Reagan noch Nische war, ist bei Trump heute Mainstream.
          Und das maingestreamte Narrativ ist auch nicht unschuldig und leicht.

        • Schuld am “ … Krieg in Syrien heute…“

          Ist das auch so ein Spruch von der Merkel? Ich habe noch nie gehört, dass Deutschland daran schuld sei. Ich meine Iran wäre das?

        • @adrian
          „Den Angriff hat Österreich-Ungarn gestartet.“

          Ok, es war jetzt von der Schuld oder Nichtschuld des Reichs die Rede. Und das Reich wurde eben nicht angegriffen, sondern griff an und als Präventivkrieg kann man das keinesfalls interpretieren, dann hätten sie auf jeden Fall die Notbremse ziehen müssen.

  21. @Adrian – unter Historikern ist das sicherlich schon lange kein Konsens mehr, weil die Fakten dies schlicht nicht hergeben. Aber die Rechtgläubigen in Deutschland lassen sich doch nicht durch Fakten von der Selbstkasteiung abhalten.

    @Alex – 1. Ja, als der Kriegsausbruch unvermeidlich war, hat Deutschland zuerst angegriffen, schlicht weil dies als Deutschlands einzige Chance angesehen wurde und der Plan entsprechend angelegt werden musste. Eine Alleinschuld Deutschlands daran, DASS es zum Krieg kam, belegt dies nicht. Aber das Thema würde jetzt hier wohl zu weit führen.
    2. Das Argument, Deutschland exportiere Waffen, deshalb sei es irgendwie an allen Kriegen auf der Welt (mit) Schuld und sei deshalb verpflichtet, (u.a.) syrische Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, habe ich schon mehrfach gehört und gelesen.

    @Only_Me – da hast du natürlich völlig recht, mea culpa.

    • Kennt ihr das Buch von Christopher Clark (Schlafwandler)? Der zeigt sehr schön, wie alle gemeinsam in diesen Krieg hineingestolpert sind, wobei er den Serben und den sie unterstüzenden Russen den größeren teil der Schuld zuweist. was, soweit ich weiß, zu Ärger mit linken Historikern geführt hat.

      • „…, wobei er den Serben und den sie unterstüzenden Russen den größeren teil der Schuld zuweist.“

        Das kann ich mir – unabhängig von einer politischen Ausrichtung – nicht vorstellen.
        Österreich stellte Serbien nach dem Attentat unannehmbare Bedingungen, die die Serben überraschenderweise trotzdem akzeptierten. Damit wäre die Kriegsgefahr eigentlich gebannt gewesen. Auch der deutsche Kaiser sah das so.
        Aber Österreich wollte seine Hegemonie über Serbien hinaus ausdehnen und akzeptierte den Kotau der Serben nicht.
        Österreich WOLLTE den Krieg.
        Und bekam ihn.
        Und Deutschland ließ sich von seinen Militärs, die eine gefährliche Stärkung und Gefahr des russischen Militärs fürchteten, in das Abenteuer hineintreiben.

        „Die Schlafwandler“ steht auch bei mir im Regal, hab es aber noch nicht gelesen. Stattdessen aber ein anderes Buch über die Vorkriegszeit, das etwa zur gleichen Zeit herauskam.

      • @El_Mocho:

        Clark hat das von Fritz Fischer in »Griff nach der Weltmacht« geprägte Bild korrigiert, wonach das Deutsche Reich seit 1911 eine besonders aggressive und risikobereite Politik verfolgt habe und darum eine Hauptschuld am späteren Kriegsausbruch trage.

        Clark zufolge ist Fischers Bild der deutschen Politik nicht falsch, versäumt aber eine Gewichtung gegen die aggressiven und paranoiden Vorstellungen der anderen beteiligten Großmächte.

        Der Wikipedia-Artikel zur sogenannten Fischer-Kontroverse gibt einen ganz guten Überblick zum Thema.

    • @Hugor

      Rein militärtechnisch gesehen, war der Schlieffenplan ganz rational und zielgerichtet auf „wie gewinne ich einen Krieg“.

      Das ändert aber nichts an dem rein moralischen Urteil über die Kriegsschuld, die sich eben in allererster Linie nach dem Willen zum Anfangen bemessen muss. Und hier kann das Urteil über das Kaiserreich nur eindeutig sein. Es hat ernsthaft mit dem 1.WK angefangen.

      Ausserdem wäre die logisch konsequente Fortsetzung des Schlieffenplans gewesen, das Scheitern des Kriegsziels nach Festfahren im Stellungskrieg anzuerkennen und fairerweise dem Kriegsgegner einen vorteiligen, ehrenhaften Frieden anzubieten.

      Das hat die Oberste Heeresleitung nicht gemacht und sich in einem gescheiterten Plan eingerichtet, was ebenfalls nur zum moralischen Verurteilen dieser Militärführung führen kann. Es waren eben nicht die Gegner, die das Heft des Handelns in den Händen hielten, sondern das Reich. Diese Engstirnigkeit führte folgerichtig in die totale Niederlage. Das Kaiserreich setzte alles auf eine Karte, da ihm klar war, dass es nur siegen oder untergehen könnte.

      Diese Einschätzung sollte unabhängig von jeglichem politischen Standpunkt sein, rein sachlich.

      • @Alex –
        „die Kriegsschuld, die sich eben in allererster Linie nach dem Willen zum Anfangen bemessen muss“/“als Präventivkrieg kann man das keinesfalls interpretieren“

        Was macht dich da so sicher? Konkreter Auslöser für Deutschlands Angriff war die Mobilmachung Russlands zugunsten Serbiens, was – wie Russland bekannt war – für Deutschland den Bündnisfall mit Österreich-Ungarn begründete.
        Und Frankreich wollte den Krieg mindestens ebenso sehr wie Deutschland, nicht zuletzt als Revanche für 1871.
        Die Kriegsschuld allein daran festzumachen, wer zuerst fremden Boden betreten hat, vernachlässigt viel zu viele relevante Umstände. Aber dieses Thema ist für einen SMS viel zu umfangreich, vielleicht sollten wir es dabei belassen.

        „fairerweise dem Kriegsgegner einen vorteiligen, ehrenhaften Frieden anzubieten“

        Ist dir bekannt, dass es von den Mittelmächten und Dritten (u.a. Papst, USA) Friedensbemühungen gab, die aber aus verschiedenen Gründen jeweils von der Entente abgelehnt wurden? Ich weiß nicht, was du unter einem „vorteiligen, ehrenhaften Frieden“ verstehst, aber vor allem Frankreichs Kriegsziele waren für Deutschland völlig unannehmbar.

        • @Hugor
          „Aber dieses Thema ist für einen SMS viel zu umfangreich, vielleicht sollten wir es dabei belassen.“

          Denke auch, die wichtigsten Punkte sind ausgetauscht.

          „Ist dir bekannt, dass es von den Mittelmächten und Dritten (u.a. Papst, USA) Friedensbemühungen gab, die aber aus verschiedenen Gründen jeweils von der Entente abgelehnt wurden?“

          Oh ja, diese Parteinahme für das Reich im Namen des Pazifismus ist mir sehr wohl bewusst. Hier wurde dieser das erste Mal als politisches Instrument eingesetzt. Siehe dazu und zu den Hintergründen des Nationalismus und Aufhetzung der Menschen durch die Kirche den „Verrat der Intellektuellen“, ein Buch welches leider viel zu sehr in Vergessenheit geraten ist und dessen überaus fairem Urteil ich mich voll und ganz anschliesse.

      • @Alex:

        »Das ändert aber nichts an dem rein moralischen Urteil über die Kriegsschuld, die sich eben in allererster Linie nach dem Willen zum Anfangen bemessen muss. Und hier kann das Urteil über das Kaiserreich nur eindeutig sein. Es hat ernsthaft mit dem 1.WK angefangen.«

        Genau das wird von Clark anders bewertet. Er bestreitet nicht, dass Deutschland sich nicht besonders verantwortlich verhalten hat, er sagt aber, dass das im Kontext der Großmachtkonkurrenz am Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts auf praktisch jede beteiligete Nation zutraf.

        »Ausserdem wäre die logisch konsequente Fortsetzung des Schlieffenplans gewesen, das Scheitern des Kriegsziels nach Festfahren im Stellungskrieg anzuerkennen und fairerweise dem Kriegsgegner einen vorteiligen, ehrenhaften Frieden anzubieten.«

        Die Illusion, man könne durch eine »letzte Anstrengung« zum Durchbruch wieder zum Bewegungskrieg übergehen, teilte Deutschland aber mit England und Frankreich, die das das ganze Jahr 1915 hindurch versucht haben (während Deutschland an der Ostfront tatsächlich einen Bewegungskrieg führen konnte) und erstreckte sich bis zu den Schlachten von Verdun und an der Somme im Jahr 1916, die ebenfalls als Durchbruchsschlachten konzipiert waren. Nach der Schlacht von Verdun gab es sogar ein Friedensmemorandum des Deutschen Reichs, das allerdings zu vage und rückversichernd blieb, um annehmbar zu sein.

        »Diese Engstirnigkeit führte folgerichtig in die totale Niederlage.«

        »Verhängnischarakter« bekommen die deutschen Entscheidungen, als Paul von Hindenburg 1916 Chef des Obersten Heeresleitung wurde (sog. »Dritte OHL« nach Moltke und Falkenhayn), die er im Gespann mit Erich Ludendorff ausübte. Militärische Radikalisierung wie der uneingeschränkte U-Bootkrieg, das Festhalten an rein militärischen Lösungen und das schlussendliche Zuschieben der politischen Verantwortung für die Niederlage an die politischen Instanzen (Ursprung der Dolchstoßlegende: »Im Felde unbesiegt«, obwohl die deutsche Front Ende 1918 praktisch in Auflösung begriffen war) führten Deutschland endgültig in die Katastrophe.

      • „»Verhängnischarakter« bekommen die deutschen Entscheidungen, als Paul von Hindenburg 1916 Chef des Obersten Heeresleitung wurde (sog. »Dritte OHL« nach Moltke und Falkenhayn), die er im Gespann mit Erich Ludendorff ausübte.“

        Naja, das war nur eine von vielen verhängnisvollen Entscheidungen. Und das Szepter hatte ja in Wirklichkeit Ludendorff in der Hand, der zeitweise ja auch glaubte, die Franzosen einfach durch Materialüberlegenheit in die Knie zu zwingen (Stichwort Blutpumpe).
        Nach meinem Eindruck hatte Hindenburg längst keinen Überblick mehr über einen Krieg, der nicht seiner war. Er stammte noch aus einer militärischen Zeit, wo man mit Säbel und Pferd unter „Hurrraa“-Rufen auf den Feind zuritt und im Zweikampf besiegte. Seine Meriten hatte er sich 1870 erworben.
        Im 1. WK hatten die Verteidigungsmittel einen Grad erreicht, der direkte Angriffe auf altbekannte Weise weitgehend unmöglich machte, was aber wohl keine Seite erkannte, oder einsehen wollte. Deshalb verbluteten die Armeen in den Gräben, ohne jede Chance, etwas daran zu ändern.

        Erst die „Erfindung“ mobiler Sturmtrupp-Abteilungen und – weit mehr noch – der Panzerwaffe brachte wieder Bewegung in die Kriegsmaschine.

        • @Carnofis:

          »das Szepter hatte ja in Wirklichkeit Ludendorff in der Hand, der zeitweise ja auch glaubte, die Franzosen einfach durch Materialüberlegenheit in die Knie zu zwingen (Stichwort Blutpumpe).«

          Ja, Ludendorff war der »Macher« hinter Hindenburg, aber die »Blutpumpe« bezieht sich auf Verdun und fällt noch in Falkenhayns Verantwortung.

          »Erst die „Erfindung“ mobiler Sturmtrupp-Abteilungen und – weit mehr noch – der Panzerwaffe brachte wieder Bewegung in die Kriegsmaschine.«

          Wobei das erste Sturmbataillon schon 1916 vor Verdun im Einsatz war. Die deutsche Weiterentwicklung der Infanterietaktik ermöglichte zwar eine im Vergleich zur Entente effizientere Kampfführung trotz tendenziell zahlenmäßiger Unterlegenheit im Westen, konnte aber am Gesamtverlauf auch nichts ändern. Dazu bedurfte es, wie Du schon sagtest, der Weiterentwicklung der Panzerwaffe und -einsatzdoktrin.

        • „… aber die »Blutpumpe« bezieht sich auf Verdun und fällt noch in Falkenhayns Verantwortung.“

          Stimmt.
          Es ist aber auch schwer, all die Namen dieser asozialen Männerschlächter auseinander zu halten 😦 .

    • @Hugor

      „Das Argument, Deutschland exportiere Waffen, deshalb sei es irgendwie an allen Kriegen auf der Welt (mit) Schuld und sei deshalb verpflichtet, (u.a.) syrische Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, habe ich schon mehrfach gehört und gelesen.“

      Die noch viel ungeheuerlichere Bezugnahme auf den Holocaust und den 2. WK habe ich wiederholt wahrnehmen müssen. So kauft man sich mit moralischem Relativismus frei und schaufelt dabei das Geld noch in die eigene Tasche.

      In letzter Zeit habe ich einige sehr überzeugende Analysen gelesen, die klarmachen, dass die Aufgabe Syriens schlicht als Teil der pro-Iran Politik der Obama-Regierung verstanden werden müssen.

      Man könnte also die Aufnahme von Syrern bestenfalls als Ausgleich dafür vestehen, dass „wir“ einem der extremistischsten Regimes auf der Welt die Expansion erlauben. Aber es geht ja bei der „Willenkommenskultur“ überhaupt nicht um Syrer, wie man unschwer erkennen sollte.

    • @Hugor
      „Aber die Rechtgläubigen in Deutschland lassen sich doch nicht durch Fakten von der Selbstkasteiung abhalten.“

      Ich will nochmal betonen, dass das mit Selbstkasteiung nicht das Geringste zu tun hat, es ist einfach nur fair die Schuld des Reichs hier festzustellen. Sollte an sich eine Kleinigkeit sein und nur der Ehrlichkeit dienen, nichts anderem.

      Was mich erstaunt ist die vollkommen fehlende Vergangenheitsanalyse der Gesellschaft vor dem 2. WK. Diese würde mE wohl zuviele Parallelen zur Hassagitation von heute aufwerfen, als dass man sich mit ihr ehrlich aussereinander setzen wollte.

      Vor allem die Kirchen spielen dabei eine extrem schändliche Rolle. Das Produkt davon steht heute noch auf jedem Friedhof als „Heldengedenkstein“, worüber natürlich auch nur der beschönigende Mantel des Pazifismus ausgebreitet wird …..

  22. http://blogs.taz.de/riotmama/2016/09/26/notallmenbutalotofthems-attitudes-towards-rape-jokes-vs-penis-abschneiden-joke-a-scientific-comparison/

    „I just think men’s attitudes towards rape jokes versus getting your dicks chopped off jokes are really fucking interesting. And when I say men, I literally mean NOT ALL MEN BUT A LOT OF THEM. A fucking lot of them. Loads. Like A LOT. Not most, though. I don’t mean most. Just lots and lots and lots and lots and lots. Look, this isn’t actually a scientific survey okay? Someone else needs to do the scientific survey to go with this blogpost“

    Wie oft hat die mit einem Strohmann eigentlich gefickt?

    Ich stehe auf Witze. Vor allem schwarzer Humor. Tiefst schwarzer. Wo Vergewaltigungen vorkommen. Ich hab nie im Leben irgendwen meiner Freunde gehört, der was gegen Schwanz-Abschneide-Witze hat.

    • Die Gleichsetzung von Vergewaltigung und Schwanz-Abschneiden ist allerdings interessant und verräterisch. Kennt übrigens jemand gute Witze über das Vergewaltigen von Frauen mit Kettensägen oder Lötkolben?

  23. „Am Montagabend hat der französische Schriftsteller Michel Houellebecq in Berlin den Frank-Schirrmacher-Preis erhalten. In seiner Dankesrede ging er der Frage nach: Wenn der Islam eine religiöse Macht ist – was sind dann wir?“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/rede-zum-schirrmacher-preis-houellebecq-ich-bin-ein-halber-prophet-14454177-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

    Darin stellt Houellebecq zunächst fest:

    „Neben den französischen Revolutionären erscheinen die Menschen des „Islamischen Staates“ beinahe zivilisiert.“

    „Warum hat die Französische Revolution ein Ende genommen? Warum wurden die Menschen mit einem Schlag dieser Blutorgie überdrüssig? Darüber wissen wir nichts. Mit einem Mal, ohne ersichtlichen Grund, ließen die Menschen nach, und die Gier nach Blut verschwand. Und vielleicht wird einfach so, ohne wirklichen Grund, auf konfuse Weise und wenig spektakulär auch der „Islamische Staat“ enden.“

    Danach fragt er nach der Schwäche der „ermüdeten westliche Welt, wehleidig und ängstlich“:

    „Mit den von Philipp Muray angekündigten neuen Zeiten ist ganz einfach die Rückkehr des Matriarchats in neuer Form gemeint, in Staatsform. Die Bürger werden in einem Zustand fortgesetzter Kindheit gehalten, und der erste Feind, den unsere westliche Gesellschaft versucht auszurotten, ist das männliche Zeitalter, ist die Männlichkeit selbst.

    • „Mit den von Philipp Muray angekündigten neuen Zeiten ist ganz einfach die Rückkehr des Matriarchats in neuer Form gemeint, in Staatsform. Die Bürger werden in einem Zustand fortgesetzter Kindheit gehalten, und der erste Feind, den unsere westliche Gesellschaft versucht auszurotten, ist das männliche Zeitalter, ist die Männlichkeit selbst.

      Ööhm, wat?

    • Da dann direkt weiter:

      In diesem Sinn hat die Entwicklung der französischen Gesellschaft seit Philippe Murays Tod und insbesondere seit der Rückkehr der Sozialisten an die Macht seine Prophetien in atemberaubendem Ausmaß bestätigt – mit einer Rasanz, die ihn selbst, glaube ich, erstaunt hätte. Die Tatsache, dass Frankreich nach Schweden das zweite Land der Welt sein könnte, dass die Kunden von Prostituierten bestraft, das, so glaube ich, wäre selbst Philippe Muray schwergefallen zu glauben, er wäre entsetzt zurückgeschreckt vor der Perspektive. Nicht so früh. Nicht so schnell. Nicht in Frankreich. Die Prostitution abschaffen heißt, eine der Säulen der sozialen Ordnung abzuschaffen. Das heißt, die Ehe unmöglich zu machen. Ohne die Prostitution, die der Ehe als Korrektiv dient, wird die Ehe untergehen und mit ihr die Familie und die gesamte Gesellschaft. Die Prostitution abzuschaffen, das ist für die europäischen Gesellschaften einfach ein Selbstmord.

    • Also ja: Man kann dieser ältesten, aus dem späten Mittelalter wieder aufgetauchten Formel, dem salafistischen Islam, eine große Zukunft voraussagen. Und also ja: Ich bleibe bei meiner Prophetie, auch wenn die Ereignisse mir im Moment unrecht geben. Der Djihadismus wird ein Ende finden, denn die menschlichen Wesen werden des Gemetzels und des Opfers müde werden. Aber das Vordringen des Islams beginnt gerade erst, denn die Demographie ist auf seiner Seite und Europa hat sich, indem es aufhört, Kinder zu bekommen, in einen Prozess des Selbstmords begeben. Und das ist nicht wirklich ein langsamer Selbstmord. Wenn man erst einmal bei einer Geburtenrate von 1,3 oder 1,4 angekommen ist, dann geht die Sache in Wirklichkeit sehr schnell.

        • Das Ding ist ja genauso hohl, wie das, was MH von sich gegeben hat.
          Ist das der Zeit-Hausfeminist, oder was soll der Text mir sagen?

          Öööööööde, diese immerwährend platte Gleichsetzung mit allen Männern, ja der Männlichkeit allgemein, wenn ein Mann öffentlich was von sich gegeben hat.
          Irgendjemand hat einen MH zu irgendwas befragt und er hat – zugegebenermaßen – Blödsinn von sich gegeben.
          Aber er war vermutlich nicht vom Weltrat des Patriarchats autorisiert, für ALLE Männer zu reden.
          Also, lieber Robin Detje, etwas mehr Differenzierung täte Ihrem Text auch gut.

          Im Übrigen passen diese Texte durchaus zu Frank Schirrmacher.
          Der ehemalige Mitherausgeber der FAZ und Möchtegern-Intellektuelle hatte sich auch mit seinem Buch „Minimum“ als Feminist positioniert – und seine Bereitschaft, im Dienste der Weiberreligion ein wenig historische Wahrheiten zu redigieren.

      • Allerdings totaler Unsinn. Der Vergleich der französischen Revolutionäre mit dem IS ist absurd. Und der Jihad dauert schon seit dem achten Jahrhundert, der wird nicht plötzlich aufhören, weil die Terroristen des Mordens müde werden.

        Offensichtlich ein hoch überschätzter Autor.

        • „Der Vergleich der französischen Revolutionäre mit dem IS ist absurd.“

          Ich glaube du unterschätzt die Ironie und Doppelbödigkeit von ihm. Er ist eben kein Interellektueller, sondern ein Schriftsteller.

          Im Grunde sagt er damit nur, dass auch wir, die wir uns für so überaus aufgeklärt halten, den Impuls von schierer Barbarei in uns tragen.

          Ironisiert wird damit der Topos der reaktionären französichen Dichter und Denker, die Revolution als das abgrundtief Böse hinzustellen. In diesem Sinn ist auch seine scharfzüngige Bemerkung zu verstehen, die Franzosen seien geborere Kollaborateure.
          Wenn man das alles versteht, dann machen Houellebecqs Aussagen Sinn. Eben nicht strikt intellektuell. Aber gibt es denn in Frankreich überhaupt noch Intellektuelle? Das würde er sicher verneinen, unter vier Augen wenigstens. Oder unter drei, er würde ja sicher mit einem zwinkern.

        • Ich gebe zu ich kenne keines seiner Bücher, nur seine öffentlichen Äußerungen. Aber grade dieser Typ des öffentlichen, häufig zu politischen Fragen Stellung nehmenden Schriftstellers sollte vorsichtig sein mit dem was er so von sich gibt.

        • @El Mocho

          Andere haben es noch viel deutlicher gesagt:

          „In seinem neuen Buch , „Letzte Einkehr“, das im Englischen passender „The Last Refuge“, letzte Zuflucht heißt, bringt der Holocaust-Überlebende und Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész auf den Punkt, was Europa 2015 heimsucht: „Europa wird bald wegen seines bisherigen Liberalismus untergehen, der sich als kindlich und selbstmörderisch erwiesen hat. Europa hat Hitler hervorgebracht; und nach Hitler steht hier ein Kontinent ohne Argumente: die Türen weit offen für den Islam; er wagt es nicht länger über Rasse und Religion zu reden, während der Islam gleichzeitig einzig die Sprache des Hasses gegen alle ausländischen Rassen und Religionen kennt.““

          „Ihn habe immer „die mit knirschender Rührseligkeit verschleierte Lüge gestört, die Auschwitz umwitterte. Jetzt, da Europa sich offen zur Zerstörung Israels bekennt, zur Ausrottung der Juden, also eigentlich zu Auschwitz, hat sich die Luft gewissermaßen gereinigt“.“

          „Deutschland hat nach Meinung des Holocaust-Überlebenden seine „moralische Überheblichkeit“, die uns in den letzten Tagen in den Äußerungen der Kanzlerin prominent vorgeführt wurde, bereits vor über zehn Jahren wiedergewonnen. Das verheißt für die weitere Entwicklung nichts Gutes. Aber nicht nur Deutschland, ganz Europa ergibt sich dem Bankrott und dem Terror der Islamisten: „Der Terror schüchtert Europa ein, und Europa kapituliert vor dem Terror wie eine billige Nutte vor ihrem prügelnden Zuhälter. So geht es, wenn Überheblichkeit und Feigheit die beherrschenden Charakterzüge sind.““

          http://www.achgut.com/artikel/zum_tode_von_imre_kertesz_noch_einmal_the_last_refuge

      • Houellebecq ist natürlich die perfekte Verkörperung des Vilar’schen Klischees vom Mann, der dadurch erfolgreich wird, dass er anderen von seiner Einsamkeit erzählt. Aber einerseits ist das eine wesentliche Funktion von Literatur und andererseits kann Houellebecq in dieser Rolle kein lebender Autor auch nur annähernd das Wasser reichen.

        Ich würde es auch nicht an der Prostitution festmachen. Aber im Prinzip hat er da durchaus recht.

  24. Academic fraud whines that I started a „Twitter campaign“ against her

    http://elderofziyon.blogspot.com/2016/09/academic-fraud-whines-that-i-started.html

    „If Sharoni felt threatened by him or any other tweet, she should have gone to the actual police or the FBI, not the campus police. This was not even remotely a credible threat to her.

    But Sharoni decided to make an issue of her being „threatened“ and „harassed“ by Freedom of Information Law requests because she simply cannot defend her absurd positions linking Israel to campus rape via „intersectionality.“ She claims that she is being persecuted because of her support for BDS, but in fact she is being criticized for this tendentious linkage which she admits is an anti-Israel strategy she made up to inflame passions.

    Essentially, Sharoni does not have the ability to defend her slanderous and false accusations against Israel, and to divert attention from her own failings in logic and truth, she is claiming victimhood because people are now asking questions about how an academic can so easily make such false statements.

    It is not unreasonable to ask whether someone entrusted to teach students is trustworthy herself.

    What is sad is that her colleagues, her college newspaper and some media are accepting her version of events without even bothering to check her accusations. Even this incident shows that Sharoni has no academic rigor as she lashes out at her ideological opponents armed with nothing but false accusations and lies.

    I invite her colleagues at Plattsburgh State to read my critique of her words and to agree – or argue -with me. It is something that Sharoni clearly doesn’t welcome herself.“

    Natürlich wollen die „Intersektionalisten“ nicht argumentieren, haben sie nie gemacht und sind dazu auch gar nicht in der Lage.

    Wir sehen wieder:
    Alle Wege des „Intersektionalismus“ führen in den Antisemitismus. Simple as that.

  25. Hätte die Nazis die Judenausrottung auch nur als wichtiges Gedankenexperiment durchgeführt, wäre deren Ideologie auch als eine Gerechtigkeitsbewegung angeshene worden.

    Twitter-Antworten:

    „Where are these „most feminists“ that *don’t* blame sexism on men?“

    „They’re also a myth.“

    „Men are harmed by patriarchy too“ basically equates to „Women have never done anything wrong ever, its all men’s fault“.

    In den Worten von Toy Soldiers:

    Here is a note: if your movement has existed in its current form for over 60 years, and since its inception people assumed you hated a group, and people still assume your movement hates that group, perhaps it is time to admit your movement hates that group.

    https://toysoldier.wordpress.com/2016/09/23/dear-feminists-men-are-sick-of-you-reassuring-us-you-dont-hate-men-too/

    Allzu gerne würde ich deren Argumentation hören warum die Beseitigung aller Männer ein wichtiges Gedanken Experiment war und ob sie sich selber als eine Bewegung für das gute ansehen?

  26. Da ich es für eine sehr zutreffende kritik und analyse halte und auf dem i-pad meiner frau nicht weiß wie ich den text vor einer löschung und mithin für die ewigkeit konservieren kann, erlaube ich mir hier einen posting-versuch😇

    Werte frau barley, sie fordern die mitmenschen auf sich NICHT mit der AfD außeinanderzusetzen, weil sie als rechtspopulisten ängste schürren. Sie, und alle blockparteien, adressieren sorgen der Deutschen, wie bspws. erderwärmung, atom-krieg, umweltschutz, terror, wohlstand, soziale sicherheit, feminismus, gleichstellung etc. pp. Das ist die aufgabe von parteien. Da sie, und die blockparteien, sich weigern über die sorgen der deutschen bevölkerung vor massenhafter muslimischer migration junger männer zu sprechen unterhalten sich diese bürger mit der AfD und werden es weiter tun, solange sie jeden dialog verweigern. Das mit dem „Rechtspopulistenleben leben vom Schürren der Ängste“ ist somit QUATSCH. Die SORGEN sind real. Der Wähler läuft ihnen weg, weil sie seine sorgen, wegen ihrer IDEOLGISCHEN verblendung, nicht mehr adressieren können. Bye, bye SPD!

    Feminismus und gleichstellung, habe ich nachträglich – ich vergaß, @christian – eingefügt, damit es thematisch besser passt 😎 Was meint ihr dazu?

    • Da wir uns ja mittlerweile respektieren, @christian, und ich zumindest dich für deine arbeit sehr schätze, erlaube mir bitte an Hand des videos die ursache des grasierenden gender-feminismus zu benennen. Es liegt tiefer. Es ist die kulturmarxischtische ideologie der realitätsverweigernden gutmenschen – habe alle schimpfworte sinnvoll in einem satz untergebracht ☺️
      http://video.genfb.com/1571498466492394

      Du setzt dich mit dem thema zu „gutmenschlich“ auseinander, @christian. Durch deinen gutren willen in jedem schwachsinn ein körnchen wahrheit zu finden, haben wir es verlernt die wahrheit zu sagen. Poststrukturalisten behaupten gar es gäbe keine. Damit öffnet man jedem schwachsinn tüt und tor. So wie jetzt jedem flüchtling. Indem du für jede position verständnis aufbringst, unterstützt du diese position.

      Auf deine art habe ich viel gelernt. andererseits auch wieder nicht, denn man hat lediglich gelernt richtig zu argumentieren, obwohl man bereits vorher wusste, dass man recht hat. Man hat aber also keinen echten neuen erkenntnis gewonnen, lediglich eine bessere begründung und es ist sehr kurzweilig hier. Ich glaube, dass man radikaler, deutlicher, schwachsinn, als schwachsinn benennen muss, um sich dessen zu entledigen und ist es nicht das, was du eigentlich durch deine arbeit erreichen willst, @christian?

    • @Albert

      „Da ich es für eine sehr zutreffende kritik und analyse halte“

      Das ist es aber gar nicht. Dein Text ist eine holzschnitzartig grobe politische Programmatik, wie sie allgemeiner und unspezifischer nicht sein kann. Irgendwelche Missstände kann man immer benennen, ohne etwas dazu zu sagen, geschweige zu analysieren.

      „denn man hat lediglich gelernt richtig zu argumentieren, obwohl man bereits vorher wusste, dass man recht hat.“

      Man agumentiert, um Recht zu behalten. Die Qualität der Argumentation ist es, die immer entscheidet. Es ist doch prima, dass viele denken, sie hätten Recht. Dann sind leicht die blinden Flecken, die die Gedankenwelt ausschliesst zu erkennen, besonders wenn Logik und Vernunft missachtet werden.

      „Es ist die kulturmarxischtische ideologie der realitätsverweigernden gutmenschen“

      Das bedeutet weniger als nichts. „kulturmarxischtische ideologie“ ist vielleicht ein besoffenes Gestammel von jemandem, der zuviel Wein getrunken hat. Sicher aber keine angemessene Beschreibung des Phänomens.
      Auch der „Gutmensch“ ist keine Erklärung für die „Realitätsverweigerung“. Die Realität ist für Viele ein „Narrativ“, am besten ihr eigenes. Die moralische Gefasstheit in einer unbedingt universellen Moral, die Anderen Bestimmungen machen will, geht damit überhaupt nicht konform und daher können die grössten Widersprüchlichkeiten vereinbart werden.
      Das ist ja das Schöne an der Beliebigkeit: Man sucht sich im passenden Moment das Richtige aus.
      Eine dieser beliebigen Theorien, um den grassierenden Irrsinn zu erklären, ist der „Kulturmarxismus“, der irrigerweise davon ausgeht, es handle sich hier um Marxismus. Das ist eine sehr ungenügende Erklärung, die viel zu sehr auf einen unerheblichen Teilaspekt abhebt und daher viel mehr verschleiert als erklären hilft.
      Man könnte fast sagen, dass diese Idee eine der Realitätsverweigerung ist, indem dem ohnehin schon unbeliebten Kommunismus die Schuld für den Irrsinn heute angelastet wird. Denn der ist indirekt mit „Marxismus“ hier gemeint.

      • Du schreibst, dass „Dein Text ist eine holzschnitzartig grobe politische Programmatik, wie sie allgemeiner und unspezifischer nicht sein kann.“

        Aber ich habe doch recht klar dargelegt, dass es Aufgabe von politischen Parteien ist die Sorgen der Bürger zu adressieren. Wenn dies, egal mit welchem Argument, verweigert wird, dann wenden sich die Bürger anderen Parteien zu, dies das Thema adressieren, in diesem Fall die AfD. Ein „Schweigegelübte“ ändern an dieser Dynamik gar nichts, im Gegenteil es verstärkt sie noch. Was soll daran unspezifisch sein, @Alex?

        Du argumentierst vielleicht um Recht zu behalten, @Alex, ich tue es nicht, denn ich bin in erster Linie an Erkenntnisgewinn interessiert, der meist besonders hoch ist, wenn ich nicht recht habe

        Ich habe gehofft, dass meine Bemerkung, dass es sich um „Beschimpfungen“ handelt, klar macht, dass die Aussage nicht ganz ernst gemeint und präzise ist. Ganz konkret meine ich mit der „kulturmarxistischen Ideologie“ die „kulturzerstörrende Gleichmacherei“, was angesichts der Gleichstellungs- und Quoten- und Multi-kulti-exzesse sicher eine zutreffende Beschreibung. Realitätsverweigerung geht damit einher, dass kannst Du ja wohl nicht bestreiten und das diesen Thesen von wohlmeinenden Menschen, also Gutmenschen, die es immer nur gut meinen (aber schlecht machen), ist doch unstrittig. Was stört Dich daran?

        Ich wollte Dir als Marxisten nicht zu nahe treten. Gleichheit ist ein marxistische Ideal und da sich Marxisten die Zerstörrung der bürgerlichen Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben haben, verwende ich „Kulturmarxismus“ als Synonym für „kulturzerstörrende Gleichmacherei“ und dagegen kannst Du ja nichts haben.

        • @albert

          „Ich wollte Dir als Marxisten nicht zu nahe treten.“

          Kann mich damit überhaupt nicht identifizieren. Vor allem den damit immer enihergehenden Antikapitalismus lehne ich entschieden ab und halte dieses verbindene Element allen „Marxismus“ im weiteren Sinne auch keinesfalls für „links“.

          „verwende ich „Kulturmarxismus“ als Synonym für „kulturzerstörrende Gleichmacherei“ und dagegen kannst Du ja nichts haben.“

          Viel eher ist das Phänomen als ein faschistisches zu beschreiben. Aber selbst das ist ungenügend. Die neue „Gleichmacherei“ hat aber mE eine ganz neue Bezeichnung verdient und ist wohl als dritte, eigenständige Erscheinungsform eines Totalitarismus neben Kommunismus und Faschismus zu stellen. Meines Erachtens ist dabei ein besonders authentischer christlich-fundamentalistischer Manichäismus zugrunde liegend.

  27. Gays sind sooo misogyn:

    „In the Last Lesbian Bars, Arlene Stein, a sociologist at Rutgers, explains that „gay men have many more bars than lesbians do, in part, because they have access to more economic capital as a whole“ (or, in other words, the wage gap is still real and still unfairly benefits men). Stein also explained that gay men tend to live in neighborhoods where gay bars are, and lesbians have been „gentrified“ out of those same neighborhoods. So at least part of the issue is simple economics — lesbian bars as a business model are risky.

    But another part of the problem is cultural. „I think in queer culture, just like in straight culture, masculinity is valued over femininity in both male and female spaces,“ Olivia said. Becky*, another 23-year-old New Yorker who identifies as queer, said she’s experienced blatant misogyny in gay spaces that were advertised as a place where she might find a community and a safe, comfortable space.

    „There has often been a misogynistic attitude that I’ve felt from male-dominated queer spaces,“ Becky said. Aside from simply finding herself in gay bars that are mostly filled with men, Becky said some of that misogyny comes across as sexist, overheard statements like, „Vaginas are disgusting!“ or other comments about how women are gross or jokes about how being a gay woman is just a phase or some venture into sexuality that will end in a few years.“

    http://www.cosmopolitan.com/sex-love/news/a62531/queer-women-lgbt-places/

  28. So wird im Spiegel Propaganda für die rassistische und antisemitische Bügerkriegsformation „Black Lives Matter“ gemacht, typisch für die deutsche Presselandschaft, aus der strikt subjektiven „Celebrity“-Perspektive als „Narrativ“ untergeschoben:

    „Tennis-Ass Serena Williams hat auf ihrem Facebook-Account einen sehr persönlichen Beitrag zur Diskussion um Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA veröffentlicht.“

    „Serena Williams unterstützt die Protestbewegung „Black Lives Matter“ und hat bereits in der Vergangenheit darüber gesprochen, wie es ist, als Schwarze in einem überwiegend „weißen“ Sport zu arbeiten. „Der rassistische Unterton war schmerzlich, verwirrend und ungerecht“, schrieb sie in einem Essay in „Time“.“

    http://www.spiegel.de/panorama/leute/serena-williams-ueber-rassismus-und-polizeigewalt-a-1114280.html

    Die BLM werden bewusst mit Martin Luther King und der Bürgerechtsbewegung konfundiert, als hätte es die dazu feindlich eingestellten „Black Panthers“ und die „Nation of Islam“ etc nie gegeben. Übelster Geschichtsrevisionismus vom „Spiegel“, wie man ihn von Rassisten und Antisemiten ja hinlänglich kennt.

  29. Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen mein Magen aus Sicherheitsgründen leer bleiben muss. Oder ums noch dramatischer auszudrücken: das OLG Frankfurt zwingt mich in den Hungerstreik.

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/9203094/joerg-kachelmann-siegt-ueber-seine-ex-geliebte.html

    Die wichtigsten Fragen:
    1. Wie hießen die Richter?
    2. Wie hieß der von diesem Gericht bestellte rechtsmedizinische Gutachter und was genau konnte er belegen?
    3. Ist das Ende der Fahnenstange für die laut damaligem Strafprozess möglicherweise von Kachelmann vergewaltigte Claudia Dinkel hier erreicht, oder gibt es noch Möglichkeiten die Strafzahlung abzuwehren?

    • „Ist das Ende der Fahnenstange für die laut damaligem Strafprozess möglicherweise von Kachelmann vergewaltigte Claudia Dinkel hier erreicht“

      Nein, sie könnte noch strafrechtlich wegen falscher Verdächtigung angeklagt und verurteilt werden. 🙂

      • Wird sie hoffentlich auch noch, denn die bewusst auf Zerstörung abzielende Falschbeschuldigung ist ja nun wirklich augenscheinlich. Angesichts von nun mehrfach gutachterlich so eingeschätzten Selbstverletzungen (laut dem renommiertesten, gar nicht am Prozess beteiligten Tsokos sogar „offensichtlich“) und auch dem Fingieren weiterer Beweise hat dieses Früchtchen schon eine massive kriminelle Energie an den Tag gelegt.

        • Prozesskostenhilfe hatte sie sich auch noch erschlichen und jetzt die Richter beleidigt.

          Die Frau stellt eine Gefahr dar und leidet unter Verfolgungswahn. Wäre sie ein Mann, würde man sie vermutlich wie Mollath in eine Anstalt zwangsmedikamentieren und die Gesellschaft vor ihr beschützen.

        • Zum Glück ist ihr Name ja bekannt und jeder Mann hat dadurch die Chance, sich von dieser Falschbeschuldigerin fernzuhalten und Kontaktanbahnungen sofort abzubrechen nach einer Runde Google.

          Bei Sheera hingegen habe nur ich diesen Vorteil 🙂

        • Mollath ist der richtige Name in dem Zusammenhang. Was Claudia Dinkel durchleben muss ist dem Schicksal dieses Justizopfers schon sehr ähnlich. Wollen wir hoffen, dass der Ausgang ganz zum Schluß ebenfalls ein ähnlicher sein wird.
          Amen

      • Ich fürchte, die fünfjährige Verjährungsfrist einer Falschen Verdächtigung dürfte zwischenzeitlich abgelaufen sein.
        Ist aber schon interessant, dass ein Zivilgericht die falsche Verdächtigung als erwiesen ansieht, seitens der Staatsanwaltschaft diesbezüglich aber offenbar keine Veranlassung zum Tätigwerden gesehen worden war.

        • Dabei sind die Beweisanforderungen ja deutlich höher beim Zivilverfahren, nicht?

          Die Mannheimer Richter mussten halt ihr Gesicht wahren, das sah man ja schon an der skandalösen Urteilsbegründung.

        • Das ist das übliche, dass Frauen in der Justiz selten etwas zu befürchten haben. Da wird Recht gebogen und die übelste juristische Akrobatik versucht, um selbst den niederträchtigsten Frauen noch zu helfen. So hatte z.B. die erste Instanz den Vorsatz von Claudia D. noch damit zu verneinen versucht, dass diese sich die ganze Vergwaltigung ja auch eingebildet haben könnte und damit daran geglaubt und dann nicht vorsätzlich gelogen haben könnte. Und das, obwohl Claudia D. Beweise gefälscht hatte und dieses auch zugeben musste.

          Frauen haben vor deutschen Gerichten in der Regel nur dann etwas zu befürchten, wenn sie das mit dem Lügen völlig dreist übertreiben und den Bogen überspannen. Und selbst dann können die Lügnerinnen noch davon ausgehen, dass die Frauenministerin Schwesig sie für ein Opfer hält.

        • „Ich fürchte, die fünfjährige Verjährungsfrist einer Falschen Verdächtigung dürfte zwischenzeitlich abgelaufen sein.“

          Aber nicht die einer mittelbaren Freiheitsberaubung (Kachelmanns Untersuchungshaft). In diesem Fall ist auch die Strafe höher (1-10 Jahre). Es bleibt also spannend.

        • @David – nein, es war zwar deutlich „einfacher“ für Kachelmann, freigesprochen zu werden (dafür reicht es, dass die Richtigkeit der Anschuldigung nicht nachgewiesen werden kann), als den Zivilprozess zu gewinnen (hierfür ist eine überwiegende Wahrscheinlichkeit einer Falschanzeige erforderlich), aber für eine Verurteilung wegen Falschanzeige wären die Anforderungen noch einmal höher, nämlich eine volle Überzeugung des Gerichts.

          Unabhängig hiervon sollte man aber, wenn ein Zivilgericht zu dem Ergebnis gelangt, es liege mindestens eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine Falschanzeige vor, erwarten können, dass derselbe Sachverhalt für die Staatsanwaltschaft Anlass bietet, zumindest ein Ermittlungsverfahren einzuleiten, was meines Wissens jedoch nicht geschehen ist.
          Allerdings menschlich erklärbar, denn zuständig wäre wohl dieselbe Staatsanwaltschaft, die auf Grundlage der Anschuldigungen Anklage gegen Kachelmann erhoben hatte und nun grundlehende Ermittlungsfehler eingestehen müsste.

        • @JC Denton – Freiheitsberaubung ist eigentlich auch nur mit „bis zu fünf Jahren“ bedroht. Ob, sofern einschlägig, die Strafschärfung gemäß Abs. 3 für die Verjährung maßgeblich wäre, weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf, bin kein Strafrechtsexperte.

        • >>> Ob, sofern einschlägig, die Strafschärfung
          >>> gemäß Abs. 3 für die Verjährung maßgeblich
          >>> wäre, weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf,
          >>> bin kein Strafrechtsexperte.

          Das ist in der Tat eine interessante Frage, bei der ich irgendwie auch nach erstem Nachschauen weiter unsicher bin. In § 78 Abs. IV StGB steht ja, dass Schärfungen/Milderungen des allgemeinen Teils oder besonders schwere oder mindere schwere Fälle bei dieser Betrachtung außer Betracht bleiben.

          Wenn ich den (zugegebenermaßen etwas alten) Kommentar Tröndle/Fischer (1999) richtig verstehe, dann gilt das wohl aber nicht für Qualifikationstatbestände im besonderen Teil.

          Auch im folgenden Buch steht wohl, dass eine Qualifikation einen eigenständigen Tatbestand darstellt und die Verjährungsfrist daher hier auch eigenständig zu bestimmen sei.

          https://books.google.de/books?id=UFDmA0RBdVYC&pg=PA538&dq=78+stgb+qualifikationen&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwik1L70nLLPAhUmLMAKHZeLB1kQ6AEIHjAA#v=onepage&q=78%20stgb%20qualifikationen&f=false

          Aber unabhängig von einer etwaigen Verjährung, wer glaubt denn wirklich ernsthaft daran, dass Lügnerinnen auch bei Nichtverjährung in diesem Staat ernsthaft etwas zu befürchten hätten? Frauen können Lügen und große Schäden anrichten (z.B. Kuckuckskinder) und trotzdem passiert ihnen in der Regel nichts, da die Gesellschaft sie für kleine geschäftsunfähige 3 jährige Kinder hält, die untauglich sind, eigenverantwortlich handeln zu können.

          Irgendeine juristische Extremakrobatik werden die Ermittlungsbehörden schon finden, um Claudia D. nicht bestrafen zu brauchen. Zu Not muss man halt wieder unterstellen, dass Claudia D. im Wege der Autosuggestion sich die Vergewaltigung eingebildet haben könnte und daher sich irrtümlich subjektiv für gerechtfertigt hielt. Dem Einfallsreichtum der deutschen Justiz zu Gunsten von Frauen sind da keine Grenzen gesetzt.

        • Ich habe mal ein Urteil gefunden, wo wohl in Bezug auf § 239 Abs. 2 StGB von einer zwehnjährigen Verjährungsfrist auszugehen ist. So steht im Urteil des BGH vom 07.03.1984 – 3 StR 550/83 – Folgendes:

          „Die Verfolgung der schweren Freiheitsberaubung (§ 239 Abs. 2 StGB) ist schon wegen der für dieses Verbrechen geltenden zehnjährigen Verjährungsfrist des § 78 Abs. 3 Nr. 3 StGB nicht verjährt.“

          Wenn sich das Gesetz oder die Rechtsprechung nicht zwischenzeitlich geändert haben sollten, dann scheint wohl die 10 jährige Verjährungsfrist für § 239 Abs. 2 StGB zu gelten.

    • Sie beschimpft die Richter als „armselige, feige Frauenverächter“.

      Hahahaha. War ja irgendwo klar dass das Miststück aus der radikalfeministischen Ecke kommt. 😀

      • Ganz anders sieht das die verurteilte Claudia D., die sich als Opfer eines „Justizskandals“ sieht. Ihr vorzuwerfen, sie habe die Vergewaltigung nur erfunden, sei „ein katastrophales Fehlurteil“ eines „rein männlich besetzen Senats“, sagte sie nach der Urteilsbegründung. Das Gericht wolle ein Exempel statuieren: „Man will uns Frauen stumm schalten.“ Die Richter beschimpfte sie mit den Worten „Ihr armseligen, feigen Frauenverächter“.

        Patriarchat halt.

        • Schade, dass sie nicht die Eier hatten, dieses Gepöbel auch wenigstens nochmal mit einem Ordnungsgeld zu würdigen, so wie sie es bei jedem Mann getan hätten.

  30. Hochkarätiger wird der „Dialog mit der Religion des Friedens“ nur höchst selten:

    „The World Council of Churches, a Christian ecumenical institution with a long history of beating up on Israel while giving jihadists and killers like Syrian President Bashar al Assad a pass, has invited an antisemitic conspiracy theorist to lecture at an upcoming celebration of interfaith dialogue at an event held near the WCC’s headquarters in Switzerland.

    The event will take place at the WCC’s Bossey Institute, located outside of Geneva. The speaker is His Excellency Professor Dr. Ahmad al-Tayyeb, Grand Imam and Shayk of al-Azhar University.

    His lecture, titled “The Responsibility of Religious Leaders for Achieving World Peace,” will take place at 4 p.m. on Saturday October 1, 2016.

    Tayyeb’s talk is part of the Bossey Institute’s celebration of 70 years of interfaith dialogue at the institution which describes itself as the “international center for encounter, dialogue and formation of the World Council of Churches (WCC).”

    For a man asked to speak about the role religious leaders can play in promoting „peace“ Tayyeb has said some pretty hateful things.

    In September 2014, Tayyeb declared in reference to ISIS that “fundamentalist terror groups, whatever their names, and their backers are colonial creations that serve Zionism in its plot to destroy the Arab world.“ Earlier in 2014, Tayyeb dishonestly accused Israel of committing genocide in the Gaza Strip.“

    „After Tayyeb gives his talk, conference attendees will break for dinner and then listen to Gregorian chants and bible readings.“

    http://blog.camera.org/archives/2016/09/wcc_invites_israelhating_consp.html

    • „In Bossey leben, lernen und beten Studierende gemeinsam in einer multikulturellen und konfessionsübergreifenden Glaubensgemeinschaft. Sie verbinden ihr akademisches Studium mit erfahrungsorientiertem Lernen und erwerben Kompetenzen in Dialog und Friedensförderung.

      Nach dem Abschluss ihres interreligiösen Kurses am Ökumenischen Institut gehen sie zurück in die Welt, um Dialog und Zusammenarbeit zu fördern, Vertrauen und Verständnis zwischen den Religionen aufzubauen und die ökumenische Bewegung auf dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens zu unterstützen.

      Mit den Jubiläumsveranstaltungen wird die Rolle des Ökumenischen Instituts in der Ausbildung ökumenischer Führungskräfte als Akteure/innen des Dialogs und der Versöhnung gefeiert und herausgestellt.

      Dadurch können Menschen zusammenkommen, um zu erforschen, wie sich dies auf unser gemeinsames Streben nach christlicher Einheit und Harmonie mit allen Menschen dieser Erde auswirkt.“

      https://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/wcc2019s-bossey-institute-celebrates-70-years-with-array-of-events

      Dies scheinen eine Art NGO der katholischen Kirche zu sein und wer hätte es dedacht, was ihnen am meisten auf den Nägeln brennt?

      „Friedensförderung und Migranten neue Schwerpunkte der römisch-katholischen/ÖRK-Arbeitsgruppe“

      https://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/peacebuilding-and-migrants-are-future-foci-of-roman-catholic-wcc-working-group

  31. „Mika is Woman: hear her roar! Mika Brzezinski had a suggestion for Donald Trump on today’s Morning Joe. After Hillary, in the debate, “cleaned his clock” and “wiped the floor” with him, Mika suggested that Trump might want to “bow down” in acknowledgement of the strength of women.

    Mika was still furious after an opening segment in which she and the other panelists trashed Trump for having, among other things, “weight shamed” a former Miss Universe. Admitted Mika “just to be shallow, I have to say given all his comments about women . . . I’m really glad that a woman cleaned his clock. I’m really glad that she wiped the floor with him. I love it. I love it.”“

    http://legalinsurrection.com/2016/09/mika-after-hillary-cleaned-his-clock-trump-should-bow-down-to-strength-of-women/

    Diese Mika Brzezinski von MSNBC ist übrigens die Tochter des kalten-Krieg-Strategen gleichen Namens, der die Pro-Iran-Politik der Demokraten seit Carter konzipiert und implementiert hat.

  32. „Onfray is the most widely read French philosopher in the world and has dethroned Michel Serres, Michel Foucault and Jean-Paul Sartre. This philosopher, drunk with the Enlightenment, has written 80 books, translated into nearly 30 languages. He is not a Marxist, but a libertarian hedonist. According to Onfray, the entire Judeo-Christian heritage prevents free, loving enjoyment. Hence his insistence, ultimately, that the Western civilization is „dead.“

    How did this great hedonist, the theorist of materialism and atheism, become the darling of Islamist cutthroats? ……“

    „Onfray belongs to a long list of charlatans who abound among Europe’s intellectuals. Writing for Le Monde, the most famous living German philosopher, Jürgen Habermas, claimed that „jihadism is a modern form of reaction to the living conditions characterized by uprooting.“ Someone should have explained to him that all the terrorists were well integrated into the French and Belgian democracies, and living with welfare subsidies.

    Another celebrity-philosopher, the Slovenian neo-Marxist guru Slavoj Zizek, argued that Islamism may seem reactionary, but „in a curious inversion religion is one of the possible places from which one can deploy critical doubts about today’s society. It has become one of the sites of resistance.“ Zizek also claimed that „Islamo-Fascists“ and „European anti-immigrant racists“ are „the two sides of the same coin.“

    The French intellectual Thomas Piketty, after the massacres in Paris, pointed at „inequality“ as the root of ISIS’s success. Another well-known German philosopher, Peter Sloterdijk, claimed that the September 11 attacks were attacks were just „small incidents“.

    José Saramago, a Nobel laureate for literature, claimed that flying two planes into the Twin Towers was „revenge against the humiliation“. …….“

    „It has happened before. Philosophers such as Martin Heidegger and Carl Schmitt, writers such as Knut Hamsun and Louis Ferdinand Céline, musicians such as Wilhelm Furtwangler and Ernst von Karajan, are just some of the most famous representatives of European culture who embraced Adolf Hitler’s dream. Their heirs now justify jihad as the ultimate punishment for the Western freedoms and democracy.“

    https://www.gatestoneinstitute.org/8741/western-intellectuals-jihad

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