Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Eine Diskussion mit dem „Bundesministerium für alles außer Männer“ brachte bezüglich der Frage, wer dort eigentlich überprüft, welche Benachteiligungen evtl für Männer bestehen, einen Verweis auf den „Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, der Gerade in Arbeit ist.

Dazu aus der Wikipedia:

Zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Im April 2015 setzte Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Sachverständigenkommission zur Erstellung eines Gutachtens für den Zweiten Gleichstellungsberichts ein. Im Mai 2015 konstituierte sich die Kommission. Die Anwendung derLebensverlaufsperspektive im Ersten Gleichstellungsbericht machte die ungleiche Verteilung der Chancen und Risiken im Lebensverlauf von Frauen und Männern sichtbar. Insbesondere an entscheidenden Übergängen (z.B. in der Phase des Eintritts ins Berufsleben oder der Familiengründung) entstehen so nachteilige Folgen, die im weiteren Lebensverlauf soziale Geschlechterunterschiede verstärkt. Die Arbeit der Sachverständigenkommission unter Vorsitz von Eva Kocher knüpft an dieses zentrale Ergebnis und den daraus resultierenden Empfehlungen des Ersten Gleichstellungsberichts an. Ihre Aufgabe besteht nun darin, entscheidende Übergänge in den Blick zu nehmen und neue Impulse für die Gleichstellungspolitik in Deutschland zu geben. Anfang 2017 soll der Zweite Gleichstellungsbericht, der sich aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung zusammensetzt, veröffentlicht werden. Darüber hinaus wird die Bundesregierung eine Bilanz zum Stand der Umsetzung der Handlungsempfehlungen aus dem Ersten Gleichstellungsbericht erarbeiten.

Das ist sehr allgemein und nichtssagend. Interessanter ist wer mitarbeitet:

Die Sachverständigenkommission arbeitet ehrenamtlich und unabhängig. Sie setzt sich aus den folgenden zwölf Mitgliedern zusammen:

Eva Kocher (Vorsitz), Universität Frankfurt (Oder)
Thomas Beyer, Technische Hochschule Nürnberg
Eva Blome, Universität Greifswald
Holger Bonin, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)
Ute Klammer, Universität Duisburg-Essen
Uta Meier-Gräwe, Justus-Liebig-Universität Gießen
Helmut Rainer,ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
Stephan Rixen, Universität Bayreuth
Christina Schildmann, Hans-Böckler-Stiftung
Carsten Wippermann, Katholische Stiftungsfachhochschule München und Delta-Institut für Sozialforschung
Anne Wizorek, Autorin, Beraterin für digitale Medien
Aysel Yollu-Tok, Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Anne Wizorek ist klar und allen hier bekannt. Bei den anderen fällt mir zumindest auf den ersten Blick nichts ein. Es wäre interessant, wenn wir zu ihnen mal Informationen zusammentragen könnten, inwiefern es sich dabei um Ideologen handelt. Wenn nicht, dann wäre es vielleicht durchaus interessant, diese mal zu kontaktieren und sie auf bestimmte Ungerechtigkeiten, etwa die hier gesammelten, oder andere Studien, hinzuweisen. Einige Angabe zu den Personen finden sich auch hier

Aus der Wikipedia dazu:

Die Kommission besteht aus Expertinnen und Experten, die in der Wissenschaft, aber auch im öffentlichen Leben, in Politik, Verbänden oder der Wirtschaft zu gleichstellungspolitischen Themen arbeiten und forschen. Interdisziplinarität besteht auch in Hinblick auf den eingebrachten Sachverstand der Kommission, der verschiedene Forschungs- und Arbeitsfelder umfasst, wie u.a. Digitale Medien, Germanistik, Geschlechterforschung, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften. Durch die erneute Berufung von Ute Klammer und Uta Meier-Gräwe wird darüber hinaus an die Arbeit der Sachverständigenkommission zum Ersten Gleichstellungsbericht angeknüpft.

Für die wissenschaftliche und organisatorische Unterstützung der Sachverständigenkommission wurde beim Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. eine „Geschäftsstelle Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung“ eingerichtet. Zu den Aufgaben der Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin und Frankfurt/M. gehören u.a. die inhaltliche und organisatorische Vor- und Nachbereitung der Kommissionssitzungen, Foren und Fachgespräche. Darüber hinaus unterstützt sie die Kommission bei der Vorbereitung des Gutachtens.[3]

Die Geschäftsstelle finde ich sehr interessant:

Regina Frey

Dr. phil., Leitung, Politikwissenschaftlerin, zwölf Jahre gleichstellungspolitische Beratung für internationale Organisationen, Bundes- und Landesbehörden, Bildungseinrichtungen und NRO im Rahmen des genderbüros Berlin (www.gender.de). Schwerpunkte: Gleichstellungsstrategien, Entwicklungspolitik, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, Strukturfonds, Personal- und Organisationsentwicklung.
Debora Gärtner

Volkswirtin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg; davor u.a. Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (2013-2015) und in verschiedenen Positionen bei Rambøll-Management (2009-2012), einem Beratungsunternehmen für den öffentlichen Sektor im Bereich Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik (2009-2012). Schwerpunkte: Tarifverhandlungen, Arbeitsbewertung, Gender Pay Gap, Übergang Schule-Ausbildung/Beruf, Schulische Ausbildung und duale Ausbildung, aktive Arbeitsmarktpolitik.

Katrin Lange

Katrin Lange, Politikwissenschaftlerin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin; Schwerpunkte: Arbeitszeitsouveränität, gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Erwerbsleben, Entgeltgleichheit, Frauen in Führungspositionen in Deutschland, betriebliche Gleichstellungspolitik, gleichstellungsorientierte Digitalisierung in der Arbeitswelt, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.
Sophie Rotino

LL.M., Volljuristin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin; während der Ausbildung lange aktiv beim Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen, bis 2014 Redakteurin und Autorin der rechtspolitischen Zeitschrift Forum Recht und des Grundrechte – Reports. Mitglied der Inhaltsgruppe des 41. Feministischen Juristinnentags (2015), davor Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle von Transparency International Deutschland (2015). Schwerpunkte: Kriminologie, Menschenrechte, insbesondere Völkerstrafrecht und Geschlecht, Aufenthaltsrecht, Rassismus in Polizei und Justiz, Feministische Rechtswissenschaft.

Sebastian Scheele

Soziologe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG), Technische Universität Berlin. 2003-2009 arbeitete er in der Politikberatung zu Gleichstellungspolitik am GenderKompetenzZentrum an der Humboldt-Universität Berlin. Danach war er als freier Wissenschaftler u.a. für verschiedene politische Stiftungen und am Deutschen Institut für Menschenrechte tätig. Schwerpunkte: Strategien der Gleichstellungspolitik, Genderkompetenz, Auseinandersetzung mit Antifeminismus, Männlichkeitsforschung, feministische und antirassistische Soziale Bewegungen.

Anne Stahlmann

Masterabsolventin der Haushalts- und Dienstleistungswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit 2011 Mitarbeiterin am ISS-Frankfurt a.M. mit einem Schwerpunkt bei der Kinder- und Jugendhilfe (insbesondere Kindertageseinrichtungen, Mehrgenerationenhäuser); in den Jahren 2010 bis 2014 parallel zur ISS-Tätigkeit wissenschaftliche Hilfskraft in der Professur für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft der JLU Gießen.

Jessica Schon

Jessica Schon, Projektassistentin am ISS e.V. seit 2016 u.a. für die Geschäftsstelle Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Gelernte Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, mehrjährige Berufserfahrungen im sozialpolitischen Bereich.

Sebastian Scheele ist meine ich mit Heinz-Jürgen Voss am gleichen Lehrstuhl gewesen, Regina Fey könnte auch einigen hier bekannt sein. Auch die anderen sind interessant.

Mich würde es freuen, wenn wir hier in den Kommentaren mal ein paar Fakten über diese Besetzung diese Ausschusses und ihre dogmatische Einordnung zusammentragen könnten. Einmal um zu sehen, wie ideologisch er besetzt ist und dann auch um zu sehen, ob es sich lohnt bestimmte Leute anzuschreiben.

 

Wenn jeder ein paar Leute nachschlägt, dann sollte sich doch einiges an Informationen zusammenbringen lassen.

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27 Gedanken zu “Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

  1. Gleichstellung (Wikipedia)
    Unter Gleichstellung versteht man die Maßnahmen der Angleichung der Lebenssituation von im Prinzip als gleich zu behandelnden Bevölkerungsgruppen (wie Frau und Mann), unter Gleichbehandlung die Maßnahmen zur Angleichung der benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen (Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Kinder bildungsferner Eltern) in allen Lebensbereichen. Die Begriffe umfassen die Chancengleichheit und die soziale Gerechtigkeit auf Grundlage der Menschenrechte. Der Begriff bezeichnet eine spezielle Anwendung der allgemeinen Gleichheit der Menschen, nach dem Gleichheitssatz nicht nur speziell vor dem Gesetz, sondern auch im Alltag.

    Der Gleichheitssatz ius respicit aequitatem, „Das Recht achtet auf Gleichheit“, ist ein Grundsatz im Verfassungsrecht.

    • „Unter Gleichstellung versteht man die Maßnahmen der Angleichung der Lebenssituation von im Prinzip als gleich zu behandelnden Bevölkerungsgruppen “

      Da sind sie ja, die Gruppenrechte.

      Nicht der einzelne Mensch soll Rechte ansich haben, sondern als Mitglied einer willkürlich festgelegten Menschengruppe.

      Solange es mir fremde Männer gibt, die die Mehrheit in mir fremden Aufsichtsräten stellen zB, dürfen meine Rechte eingeschränkt werden … tolle Wurst.

      Man kann also fast sicher sagen, daß die Mitglieder dieser Gleichstellungsveranstaltung Gleichberechtigungsgegner sind.

      • „Man kann also fast sicher sagen, daß die Mitglieder dieser Gleichstellungsveranstaltung Gleichberechtigungsgegner sind“

        der name muss nicht repräsentativ sein. Wenn es gelingen würde sagen wir mal Arne Hoffmann in den Ausschuß zu bekommen würde er sich nicht wegen des Namens schwupp di wupp in einen Gleichberechtigungsgegner verwandeln.

        lass uns doch mal konstruktiv werden und tatsächlich was zusammen tragen.

        • Was meinst du mit „konstruktiv werden“? Bei denen mitmachen?

          Man sollte eher destruktiv werden, im Sinne von „destruktive Kritik üben“.

          Und nicht nur was das Personelle angeht, schon Herangehensweise und Methodik ist abzulehnen.

          Konstruktiv macht man sich nur zum Mittäter.

        • „Konstruktiv macht man sich nur zum Mittäter“

          Das halte ich für einen vorschnellen Feindbildaufbau. Gerade deswegen ist es ja interessant herauszufinden, wer da wie aufgestellt ist. Ein CSU-ler aus Bayern zB müsste ja nun nicht unbedingt feministisch eingestellt sein. Ich vermute mal, dass auch dort ein gewisser Parteiproporz betrieben wird. Aber auch die Frage, wie die Gruppe besetzt ist, ist interessant. Vielleicht besetzt die auch nur die Familienministerin

        • „Konstruktiv macht man sich nur zum Mittäter“

          Das halte ich für einen vorschnellen Feindbildaufbau. Gerade deswegen ist es ja interessant herauszufinden, wer da wie aufgestellt ist. Ein CSU-ler aus Bayern zB müsste ja nun nicht unbedingt feministisch eingestellt sein. Ich vermute mal, dass auch dort ein gewisser Parteiproporz betrieben wird. Aber auch die Frage, wie die Gruppe besetzt ist, ist interessant. Vielleicht besetzt die auch nur die Familienministerin

        • „Das halte ich für einen vorschnellen Feindbildaufbau.“

          Ganz ehrlich Christian, das würde doch primär dann der Fall sein, wenn man nicht wüsste, wie die vorherigen Berichte aussehen. Man kann nicht mit gutem Gewissen sagen; dass man bei der Besetzung wie sie bis jetzt aussieht eine Überraschung erwarten kann.

          Es mag wie Defätismus klingen, aber es steht bereits jetzt zu 100% fest, dass der Gleichstellungsbericht in allen Belangen radikalfeministische Positionen übernehmen wird und alle Probleme, die Männer haben in einem Nebensatz weggefegt oder als Konsequenz ihrer eigenen toxischen Maskulinität gesehen werden. Zudem wird dort drinnen stehen, dass Frauen für die genau gleiche Arbeit 23% weniger Gehalt kriegen und dies ein grosses Problem darstellt; als auch, dass Männer keine Opfer sexueller Übergriffe sein können, sondern in unserer Gesellschaft nur die Täterrolle ausfüllen.

          Ich nehme gerne Wetten, die das Gegenteil behaupten.

        • Die ideologischen Verflechtungen aufzudecken, finde ich sinnvoll. Das sehe ich aber nicht „konstruktiv“.

          Es geht mir nicht um ein Feindbild, sondern um Taktik. Das ganze Projekt gehört in die Tonne, deshalb sollte man lieber keine Verbesserungsvorschläge machen. Ein Erfolg wäre auch nicht absehbar.

  2. Christina Schildmann

    Leitung des Wissenschaftlichen Sekretariats der H.-Böckler-Stiftung, Abteilung Forschungsförderung, Arbeitsfeld: Expertenkommission“Arbeit der Zukunft“
    Quelle: http://www.boeckler.de/11_54340.htm
    Referentin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, Redenschreiberin der SPD
    Studium der Politikwissenschaft an der Uni Köln
    Quelle: https://www.facebook.com/christina.schildmann
    Zeitbeitrag: „Vom Zorn abgehängter Männer“ (12.9.2014)
    Quelle: http://www.zeit.de/autoren/S/Christina_Schildmann/index
    Expertin für Familien- und Geschlechterpolitik und Mitglied der Grundwertekommission der SPD.
    Quelle: http://www.vorwaerts.de/autor_in/christina-schildmann

    Scheidet wegen des Zeit-Beitrag und als SPD-Expertin für Geschlechterpolitik m.E. als Ansprechpartnerin aus

  3. Ich bin mal die Liste durchgegangen, wobei ich mir die Männer weitgehend gespart habe.
    Ausgangspunkt war immer der Google-Term „[vorname] [nachname] feminismus“

    Dr. Eva Kocher
    Feministisches Rechtsinstitut

    Seit über 50 Jahren gilt der Gleichberechtigungssatz des Grundgesetzes, der Frauen und Männer gleichstellt.
    (…)
    Und trotzdem: Gewalt ist in vielen Familien an der Tagesordnung. Opfer von Gewalttaten sind überdurchschnittlich häufig Frauen, Täter sind überdurchschnittlich häufig Männer

    ——————————————————–

    Dr. Thomas Beyer
    Keine Treffer für „Thomas Beyer Feminismus“.
    Aktiv in der SPD und Arbeiter Wohlfahrt

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    Dr. Eva Blome
    War im Exzellenzcluster Kulturelle Grundlagen und Integration
    2006 Stipendiatin im „Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit“, Humboldt-Universität Berlin
    Moderierte Diskussion zu Anne Wizoreks Lesung von „Weil ein Aufschrei nicht reicht“
    Autorin von Handbuch zur Gleichstellungspolitik an Hochschulen
    Über das Buch:

    Der erste Teil des Handbuchs vermittelt theoretische Grundlagen und reflektiert Erkenntnisse aus den Gender, Queer, Postcolonial und Diversity Studies sowie aus der Intersektionalitätsforschung und diskutiert deren gleichstellungspolitische Relevanz. Im zweiten Teil werden gleichstellungspolitische Handlungsfelder praxisnah vorgestellt und Strategien und Instrumente der Gleichstellungsarbeit aufgezeigt.

    Stimme zum Buch:

    Es wäre zu wünschen, dass jede Frauenbeauftragte mit ihrem Amt zugleich auch dieses Buch in die Hand bekommt

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    Dr. Holger Bonin
    Nach kurzem Googeln scheint dieses Gutachten von ihm gut als Pars pro Toto zu stehen

    Bonin, Holger (2016), Gewinne der Integration, Berufliche Qualifikation und Integrationstempo entscheiden über die langfristigen fiskalischen Kosten der Aufnahme Geflüchteter, Heinrich Böll Stiftung

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    Dr. Ute Klammer
    Ist Unterzeichnerin der Initiative feministischer Wissenschaftlerinnen
    Aus dem PDF:

    Die einschlägige Forschung und unsere alltägliche Erfahrung zeigen:
    • Frauen verdienen weniger als Männer
    • Mütter bringen deutlich mehr Zeit für die Familie auf als Väter
    • Mütter verzichten oft auf eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit oder müssen
    in prekären Verhältnissen und unter ihren beruflichen Qualifikationen arbeiten
    • Rentnerinnen haben ein im Schnitt 60% geringeres Einkommen als Rentner
    • Allein Erziehende und Familienernährerinnen sind häufig arm
    • Frauen müssen sexuelle Belästigung und Gewalt erleben
    • Frauen werden häufiger Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution.
    Diese Liste ließe sich um zahlreiche Aspekte erweitern. Sie macht deutlich, dass Geschlechte- rungleichheit sich als politisches Thema keinesfalls überholt hat

    Kommentar von Science Files zu der Initiative

    ——————————————————–

    Dr. Uta Meier-Gräwe
    Hat eigene Seite bei der Heinrich Böll Stiftung.

    Frau Meier-Gräwe [leitet] das Kompetenzzentrum „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“, das an ihrem Lehrstuhl angesiedelt ist und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wird.

    Hier hat einer einen Vortrag von ihr besucht

    Feminismus = Kindeswohl – beppo – 09-11-2011

    Wie Bluter schon sagte haben wir gerade eine sehr interessante Veranstaltung besucht.
    Die Diakonie Norderstedt hatte geladen zum Thema:

    „Hintergründe von Trennung und Scheidung:
    Die heile Familie – hoffnungslos überfordert?“

    Referentin war Professorin Dr. Uta Meier Gräwe. Soziolgin an der Uni Giessen.

    Der Vortrag enthielt im Wesentlichen eine Menge Punkte, warum Frauen so arm dran sind und was von Männern zu fordern ist, damit sich das ändert.

    Ich hatte meine Herztabletten nicht mit und begann schon nach kurzer Zeit zu hyperventilieren.

    Sie möchte z.B. dass die klassische Aufgabenverteilung in der Ehe endlich abzuschaffen ist, zugunsten einer paritätischen Aufgabenverteilung, was ja zunächst mal nicht schlimm ist aber nach der Trennung hat gilt selbstverständlich wieder das klassische Rollenmodell, das die Kinder zur Mutter gehören und der Mann die Kohle ran zu schaffen hat.

    Sie beklagte auch, dass in der Automobilindustrie mehr verdient würde als im Kindergarten aber die Idee, dass die Frauen dann auch einfach Autos bauen könnten, empfand sie nicht als Lösung.

    Die Tatsache, dass Frauen zu 90% Kinder wollen, Männer aber oft nicht ist ihr auch aufgefallen.
    Der Grund dafür ist aber, ihrer Absicht nach, das Väter keinen Bock auf Hausarbeit haben.
    (…)
    [Frauen sind arm dran, weil:]
    Die Frau wird vom Mann gezwungen, ihre Karriere aufzugeben.
    Der Mann hat keine Lust auf Hausarbeit.
    Die Frau möchte Kinder, der Mann aber nicht.
    Die Frauen suchen ihre Partner vor Allem weiter oben, dort gibt es aber nicht mehr genug Männer.
    Die Frauen erhalten ab dem 3. Lebensjahr des Kindes keinen Unterhalt mehr.
    Männer fahren immer nur zwischen Job und Wohnung hin und her, Frauen müssen die Kinder noch zur Schule, zum Musikkurs und zum Sport fahren.
    Frauen leisten 80% der unbezahlten Arbeit.
    Männer verpissen sich.
    Männer wachen erst auf, wenn sie merken, wie schwer es ihre Töchter haben.

    ——————————————————–

    Christina Schildmann
    Autorin des Artikels Vom Zorn abgehängter Männer, der u.a. von Harald Martenstein kommentiert wird:

    Sie schimpfen über „alte weiße Männer“, die sich feminismuskritisch äußern. Diese schlössen sich „wütend“ in „Horden“ zusammen, was mich ein wenig an Affen erinnert, und schürten Ressentiments. Erlauben Sie dem alten weißen Mann eine Frage, Anna und Christina. Welche Hautfarbe haben eigentlich Sie? Offenbar sind Sie beide jung und schwarz. Was meinen Sie, ab welchem Alter darf man Sie als wütende Affenhorde bezeichnen?

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    Anne Wizorek
    kein Kommentar

    ——————————————————–

    Dr. Aysel Yollu-Tok
    Mitglied im anscheinend stramm feministischen Harriet Taylor Mill Institut
    Unterzeichnerin von care.macht.mehr

    Eckpunkte der Care-Krise

    Seit den 1970er Jahren hat sich die Gesellschaft hin zur flexibilisierten und globalisierten Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft grundlegend verändert. Die Organisation von Care-Aufgaben spiegelt jedoch noch ihre historische Entstehung im 19. Jahrhundert. Care wurde
    – Frauen zugewiesen,
    – abgewertet als ihre scheinbar natürliche Aufgabe,
    – unsichtbar gemacht im privaten Raum der Familie oder
    – unterfinanziert und semi-professionalisiert im sozialen Bereich organisiert.

    ——————————————————–

    JEDE der beteiligten Frauen ist stramm feministisch.

    • „Mütter bringen deutlich mehr Zeit für die Familie auf als Väter“
      Nakla. Wenn der Mann arbeiten geht, vielleicht noch Überstunden schrubbt, damit die Familie ein gutes Einkommen hat, bringt er weniger Zeit für die Familie auf als die Mutter beim Bügeln und Staubsaugen, oder wie?
      Wie man sich Statistiken feministisch-gerecht hinbiegt…

    • Ich hab jetzt auch noch mal nach den übrig gebliebenen Männern geschaut:

      Helmut Rainer
      Findet sich (in einem der argumentativ schwächeren Artikel) bei Science Files

      Man findet Beiträge wie z.B. den von Timo Hener, Helmut Rainer und Thomas Siedler, der an Traditionalität kaum zu übertreffen ist, nein, den man als reaktionär bezeichnen muss. Man findet Beiträge wie den von Hener, Rainer und Siedler, die nicht kritisch mit politischen Institutionen ins Gericht gehen, sondern sich staatstragend andienen, um dem politischen System seine fehlende Legitimation dadurch zu geben, dass man die Ursache des Fehlens bei den Bürgern verortet.
      (…)
      Wo Wissenschaftler sich früher gefragt hätten, was mit einem politischen System nicht in Ordnung ist, dem seine Bürger den Rücken kehren, fragen sich heutige „Wissenschaftler“, was mit den Bürgern nicht in Ordnung ist, dass sie dem politischen System den Rücken kehren. Wo früher die Frage gestellt worden wäre, wie man politische Systeme so verändern, so verbessern kann, dass sie für Bürger attraktiv werden, werden heute Manipulationsmethoden gesucht, um die Bürger so zu erziehen, dass sie ihr politisches System auch ganz toll finden und sich von morgens bis abends dafür engagieren.

      .
      Dieser Artikel scheint zu sagen, dass Rainer (u.a.) der Meinung ist, Mütter sollen lieber arbeiten gehen, als bei den Kindern zu bleiben, weshalb Betreuungsgeld keine gute Idee ist.

      ——————————————————–

      Dr. Stephan Rixen
      Gleich der erste Treffer weist auf die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser, für die er das Gutachten „Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in NRW: Verfassungsrechtliche Handlungsspielräume und Regelungsoptionen“ erstellt hat.
      Hier gibt es einen Hinweis auf ein ein Themenheft mit dem Titel „Häusliche Gewalt gegen Frauen – Lücken im Hilfesystem“, für das er einen Beitrag geschrieben hat.
      Hier ist sein Verööffentlichungsverzeichnis, das mir unauffällig erscheint.

      ——————————————————–

      Carsten Wippermann
      Ist Autor von „Männer: Rolle vorwärts, Rolle rückwärts“ aus dessen Beschreibung ein Satz aufstößt

      Auf Grundlage einer repräsentativen Untersuchung werden insbesondere Antworten auf folgende Fragen gegeben: Welche Männer sind am Thema Gleichstellung von Frauen und Männern interessiert. Wo gibt es Widerstandsmilieus?

      und aus dem hier zitiert wird:

      „Männer empfinden Unbehagen, wenn ihnen in der öffentlichen Debatte von Frauen gesagt wird, was Männern fehlt, was deren Lasten sind, welche Bedürfnisse zu kurz kommen und in welcher Weise sie sich verändern sollen.“ „An einer ernsten ganzheitlichen Emanzipation der Männer seien die meisten Frauen (der Frauenbewegung) nicht interessiert – so der Verdacht vor allem geschiedener Männer und Väter.“

      Schreibt für die Friedrich Ebert Siftung den Beitrag „Was junge Frauen wollen„.
      Da konnte ich aber nach diesem Absatz

      Männer und Frauen sind gleichberechtigt – das ist unsere Verfassungsnorm seit 1949 (GG Art. 3 Abs. 2). Und dennoch sind in Deutschland Frauen und Männer mehr als 65 Jahre später in verschiedener Hinsicht real nicht gleichgestellt. Obwohl die Emanzipations- und Frauenbewegung der 1960er/1970er Jahren viele fest zementierte traditionelle Strukturen in den Köpfen und Institutionen aufgebrochen hat, besteht auch vier Jahrzehnte danach immer noch eine große Entgeltkluft zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap von 21 Prozent im Jahr 2015), kommen Frauen trotz gleicher Quali kation selten in Führungspo- sitionen, übernehmen Frauen überwiegend die Arbeiten im Haushalt, führt die Familien- gründung zu einer Verstärkung und Verstetigung der traditionellen Rollenteilung, sind über- wiegend Frauen in Teilzeit erwerbstätig, sind überwiegend Frauen in Minijobs beschäftigt.

      nicht weiterlesen. Mein Lebenswille hat in der letzten halben Stunde schon zu viel gelitten 😉
      Dieser Link sieht so aus, als sei er auch Pro Quote.

      Auch hier sieht es so aus, als sei bei der Besetzung des Autorenteams sorgfältig jegliche Diversität von Grundüberzeugungen vermieden worden.

    • Wer würde es wagen, an der Kompetenz de rfrauen zu zweifeln, wo sie doch fast alle in irgendwelchen „Kompetenzzentren“ oder Exzellenzclustern“ waren? Schon allein durch diese Begriffe muss doch Kompetenz konstruiert worden sein!

    • Ich halte das bei der Besetzung einer politischen Kommission in Rahmen der Überprüfung der Besetzung für zulässig und sogar wichtig. Es geht ja auch nicht in beliebige Infomationen sondern solche, die für die Frage, eure die Kommission besetzt sind relevant sind.
      Ich wünschte, dass diese kritische Überprüfung durch die Presse erfolgen würde

    • „Ist euch bewusst, dass ihr hier „Dossiers-Light“ über Menschen wegen deren Meinung anfertigt?“

      Nein und selbst wenn, was gibt es dagegen zusagen?

      Wenn eine Kommission mit Gleich im Namen ungleich, extrem parteiisch gar besetzt wird soll man das nicht herausarbeiten dürfen?

  4. Die Bundesregierung (deren „Bericht“ ist es ja) beauftragt hier ganz offensichtlich einen Filz von Radikalen, die dem „Intersektionalismus“ verschrieben sind. Jede noch so abseitige Gestalt, die kaum fertig mit dem Studieren ist, kann da mitarbeiten, hauptsache die radikale Ideologie stimmt.

    Typisch auch, dass Katholen mit von der Partie sind, mit iihren reaktionären Vorstellungen.

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