Worum beneidet ihr das andere Geschlecht?

Auf 9Gag wurde die in der Überschrift bereits zitierte Frage gestellt, die ich immer wieder interessant finde.

Worum beneidet ihr das andere Geschlecht?

Worum beneidet ihr das andere Geschlecht?

Die Antworten in den Kommentaren sind auch interessant, gerade weil sie nach Zustimmung (bzw. Witzigkeit) geordnet sind:

  • Dating is easy for girls
    • Antwort darauf: Dating someone datable is less easy than you think
  • There is a lot, but I won’t tell or complain because as a 23y-old woman I think to be a propper man (in the way society definds what a propper man is with good job, house, body, beautyful wife, good manners, …) is way harder than being a propper woman. And we have skirts, dresses and make-up. I would never trade dresses for unshaved legs! 🙂
  • Boobs. And multi orgasms
  • Women have it easier than men, to be honest. I don’t envy you, sorry.
  •  They can be cuddly and cutesy with their friends without beeing seen as gay
  •  Being asked out instead of asking out. And also They dont have to worry if they have a massive boner. They will never know the struggle of having morning wood and trying to go back to sleep when you’re a stomach sleeper.
  • That men can pee in bushes or those outside pottie things. Almost never long lines for the toilet. I envy that so much!
  • Men not having their monthly period. Not having to carry a baby/babies for 9months. Not having to go through labor.
  • i envy apache helicopter can fly and shoot missile
  • Ability to falsely accuse people of rape
  • I’d rather be a good looking girl than a good looking guy, but i’d rather be a bad looking guy than a bad looking girl.
  • the fact that women has huge variables on formal clothing,the guy has just a suit and that’s it. I mean, I fucking love wearing a suit,but there’s not easy way to innovate it,without using tons of money,a woman just buys a new different dress and she’s completely different
  • That they can get sex basically within 5 minutes of getting horny anywhere
    • Antwort: but that isn’t exactly an option for women, is it? Guys can literally fuck around without consequences and actually getting cheered by their friends while women get blamed. (Well I’m blaming both genders if they sleep around but I’m one of many)
  • That men aren’t stigmatised for having lots of sex with random girls. Personally if I could, I’d get a guy to give me head in the bathroom of a club and then leave when he wants some. Sadly I’m kinda shy so that’ll never happen
    • Antwort: because its a challenge for men to get girls but is a lot easier for girls
  • They can’t get accidentally pregnant. And pants with real pockets.
  • guys dont get cat called or grabbed on their tits randomly on a bus or in the streets. I’m really sick of this daily routine, I’m jealous that they don’t really get that.
  • As a female architecte I’m jealous of men because they’re more respected by workers in construction site… I’m short with „cute“ face so no one is taking me seriously when I give orders. But that’s very specific to my situation! In other cases it’s a plus to be a short cute woman

Das als Ausschnitt aus den Kommentaren. Es ist natürlich eine Seite für lustige Bilder, auf der das Geschlechterthema immer wieder mal vorkommt, aber bei weitem der „Geschlechterkrieg“ nicht im Vordergrund steht. Man merkt aber an einigen Kommentaren das die Themen auch dort angekommen sind und auch auf Widerstand stoßen.
Natürlich auch gerne in den Kommentaren: Was wäre es, worum ihr das andere Geschlecht beneidet?

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126 Gedanken zu “Worum beneidet ihr das andere Geschlecht?

  1. Dating someone datable is less easy than you think

    Für Männer kein Problem da all women are wonderful!

    „too crazy, too crazy, too crazy…“ ^^

    Not having to carry a baby/babies for 9months.

    Auch wohl eher von Frau zu Frau verschieden.

    because its a challenge for men to get girls but is a lot easier for girls

    Sehe ich auch so.

    i envy apache helicopter can fly and shoot missile

    Wer ist da nicht neidisch? ^^

    • „Dating someone datable is less easy than you think
      Für Männer kein Problem da all women are wonderful!“

      Ich denke da ist tatsächlich ein Unterschied, weil Männer eben weniger Typen haben und einen höheren Anteil an Frauen als Partner interessant finden als Frauen.

        • Sollte in die gegenseitige Beziehungsunfähigkeit führen. Stall Mate. Die Beziehung als Zero-Sum-Game.
          Natürlich nur, wenn Männer eben nicht biologisch gesteuert sind und ihr Verhalten anpassen können. Ich meine das überall schon zu beobachten.

    • „because its a challenge for men to get girls but is a lot easier for girls

      Sehe ich auch so.“

      Es ist aber nicht das Ziel der meisten Frauen, möglichst viele wahllose Männer wahllos ihren Penis in sich reinhalten zu lassen. Was Männer leicht durch Zahlung eines kleinen Obulus (auch nicht viel teurer als ein Abend in der Disco, selbst wenn man niemanden einlädt) von einer Professionellen erledigen lassen können.
      Partnerschaften zu finden und aufrecht zu erhalten, worum es ja letztendlich geht, ist auch als Frau nicht leichter.
      Es sei denn, du bist zufrieden mit einem Mann, der sich freut, dass er sich das Geld für den Puff sparen kann und letztendlich aber nur Intersse an jemandem für regelmäßigen Sex hat und deshalb etwas boyfreind Simulation macht. Auch das gibts.

      Ich beneide bei kräftigeren Männern manchmal die stärkere physische Belastbarkeit. Man muss nicht diplomatisch sein oder einstecken, sondern kann sich notfalls physisch Respekt oder zumindest Abstand erschaffen.
      Allerdings gilt das eben nur dann, als kleiner mickriger Mann dürfte es wieder nicht so gut sein. Als großrahmige, breite Frau andererseits auch nicht^^

      • „Es ist aber nicht das Ziel der meisten Frauen, möglichst viele wahllose Männer wahllos ihren Penis in sich reinhalten zu lassen.“

        Wie romantisch!

        Was vergleichst du hier? Männer die mit vielen Frauen Sex haben und Frauen die eine Beziehung suchen? Hä?

        „Was Männer leicht durch Zahlung eines kleinen Obulus (auch nicht viel teurer als ein Abend in der Disco, selbst wenn man niemanden einlädt) von einer Professionellen erledigen lassen können.“

        Warum sollte man bezahlen, wenn man auch versuchen kann eine Frau zu „verführen“ (Ja, ich weiß: Rape Culture).

        „Partnerschaften zu finden und aufrecht zu erhalten, worum es ja letztendlich geht, ist auch als Frau nicht leichter.“

        Die ganze Antwort lautet:

        That men aren’t stigmatised for having lots of sex with random girls. Personally if I could, I’d get a guy to give me head in the bathroom of a club and then leave when he wants some. Sadly I’m kinda shy so that’ll never happen
        Antwort: because its a challenge for men to get girls but is a lot easier for girls

        Es geht da um zwanglosen Sex. Der bedeutet eben nicht das daraus zwingen eine Partnerschaft werden muss.

        • „Warum sollte man bezahlen, wenn man auch versuchen kann eine Frau zu „verführen“ (Ja, ich weiß: Rape Culture).“

          Weil man sich dann hinterher nicht beschweren muss, wie schwer es ist, zum Sex zu kommen, was für Frauen leichter sei.
          Das ist halt wieder so ein ding, wie wenn irgendein Mann gefriendzoned wird und die Frau sagt, wieso ist er frustriert? Einfach bei gemeinsam platonisch befreundet sien ist doch auch schön.

        • „Weil man sich dann hinterher nicht beschweren muss, wie schwer es ist, zum Sex zu kommen, was für Frauen leichter sei.“

          Wo ist den da die Vergleichbarkeit? Actacama, das ist doch Bullshit. Wenn du die eine fette Forelle angelst und da ein Foto von machst und das rumzeigst, werden die Leute vielleicht beeindruckt sein. Wenn du aber ne Forelle um Supermarkt kaufst, brauchst du da kein Foto von zu machen?

          Jetzt übertrieben: Männer müssen Fische angeln, Frauen würden die Fische am liebsten auf den Schoß springen.

          Hast ja sicherlich mitgekriegt wie schwer das Leben von Frauen ist, weil überall Männer rumlaufen, die sie kennen lernen wollen.

  2. Schöne Kommentare und recht amüsant zu lesen.

    Und ich schließe mich einem Kommentar an: das, worum ich Männer am meisten beneide, ist, dass sie sich einfach an den Straßenrand stellen und am hellichten Tag in nen Busch pinkeln können.

    • Steve: I don’t know if she’s seen the tape. I still don’t know. And if she’s seen it, what does she think?

      Patrick: What you’re worried she might think you’re a lesbian?

      Jeff: Ooh, wouldn’t that be great?

      Patrick: What?

      Jeff: Being a lesbian! You have all the advantages of being a man but with less embarrassing genitals. Plus, every time you have sex there’s four breasts. Two guest breasts and two you can take home afterwards. Ooh, it’s bloody brilliant!

      Patrick: I like films with lesbians in them because it’s nice to think that there ARE attractive women out there who can’t find a boyfriend.

      Coupling…

      Ich weiß, die Realität sieht anders aus, aber der Gedanke ist lustig!

  3. Und wieder mal der Klassiker: Frauen „müssen“ schwanger werden Wehen haben. Welches Gesetz schreibt das vor?
    Wer nicht schwanger werden will, kann das mit Abstinenz oder Verhütung (absteigende Wirksamkeit) wunderbar regeln. Und wer keine Wehen haben will: Kaiserschnitt? Oder Adoption?

        • Richtig. Wer keinen Bock auf Schwangerschaft hat, hat genug Möglichkeiten, nicht Schwanger zu werden (in unserer Gesellschaft).
          Auf die Begleiterscheinungen einer Geburt (Schmerzen, Einrisse usw.) kann jeder herumkommen. Kein Gesetz verpflichtet zur Schwangerschaft.

        • @Chris: Adoption oder Leihmutterschaft sind eine Lösung. Letztere ist in D schwierig, da die Vermittlung gemäß § 13c Adoptionsvermittlungsgesetz verboten ist.

        • @goi

          selbst wenn es Lösungen gibt (eine Adoption ist nicht das gleiche wie ein eigenes Kind und Leihmutterschaft ist zudem verboten) könnte man das andere Geschlecht darum beneiden, dass es es einfacher hat.

          Das ist ungefähr so wie „ich beneide Frauen darum, dass sie jederzeit einen Mann finden können, der gerne mit ihnen Sex hat“ —> „na dann trainiere doch einfach jeden tag bis du einen sehr guten Körper hast, lass dich schönheitsoperieren und lerne Pickup“

        • @Chris: als Mann hat man es nicht leichter ein Kind zu bekommen. Die Schwierigkeiten liegen an anderer Stelle.
          Ich beneide Frauen darum, dass sie leichter ein „eigenes“ Kind bekommen können: einfach rechtzeitig ohne Verhütung wild rumbumsen, und es wird klappen. Und das Sorgerecht gibt’s gratis dazu…
          Letzteres ist Polemik mit wahrem Kern.

        • „als Mann hat man es nicht leichter ein Kind zu bekommen. Die Schwierigkeiten liegen an anderer Stelle.“

          Körperlich schon. Ich frage mich wirklich, was du an diesem einfachen Umstand nicht verstehst.

          „Ich beneide Frauen darum, dass sie leichter ein „eigenes“ Kind bekommen können: einfach rechtzeitig ohne Verhütung wild rumbumsen, und es wird klappen. Und das Sorgerecht gibt’s gratis dazu…“

          ich vermute auch, dass mehr Männer sich darauf einlassen, Sex ohne Kondom zu haben, wenn sie sagt, dass sie die Pille nimmt als umgekehrt wenn er sagt, dass er zB steril ist. Und dann hätte man üblicherweise noch nicht das Kind bei sich.
          Würdest du also gern zur Not ein Kind als alleinerziehender Vater großziehen?
          Letzteres ist Polemik mit wahrem Kern.

        • Als Mann kann man ohne Schmerzen ein „eigenes“ Kind bekommen. Der Umstand ist mir bewusst.
          Mein ursprünglicher Aufhänger war das „having to“ ohne jegliche Nebenbedingung. Nochmal: keine Frau MUSS gebären. Ein Kinderwunsch ist bereits eine Nebenbedingung.

        • Zur Polemik:
          Genau, Mutter werden ist „leicht“; die Kunst darin besteht, nicht alleinerziehend zu werden. Worauf ich hinaus wollte: um (sozialer) Vater zu werden muss Mann eine Partnerin finden (die das zulässt). Um (soziale) Mutter zu werden, muss frau „nur“ rechtzeitig Sex haben und Schwangerschaft und Geburt überstehen…
          Aber beide können es auch sein lassen.

        • natürlich „müssen“ Frauen gebären, eine hinreichene Zahl muss eine hinreichende Zahl Kinder gebären und hinreichend erfolgreich großziehen, will sagen, das Kind darf nicht mit 12 schon so gestört sein, dass es den Rest seines Lebens in der geschlossenen Psychiatrie verbringt.
          Passiert das nicht, stirbt die Gesellschaft aus oder kollabiert.

          “ Um (soziale) Mutter zu werden, muss frau „nur“ rechtzeitig Sex haben und Schwangerschaft und Geburt überstehen…“

          Nützt aber nichts, wenn man nicht alleinerziehend sein möchte.
          Und um das zu schaffen, muss man einen Mann finden, der zulässt, dass man ihm aufnötigt, sich ca 18 Jahre um sein Kind zu kümmern.
          Ich finde, dass man wahlloses Schwängern von Fremden auch nicht so salopp abhandeln sollte (Die Frau kann doch einfach). Das ist absolut verantwortungsloses, egoistisches und in der Mehrheit der Fälle für das daraus entstehende Kind negatives Verhalten.

        • Mit der Argumentation kann man die Nachteile des Mannes beim Sorgerecht auch negieren: er MUSS ja kein Kind zeugen, keiner zwingt ihn.

          Merkste selber (wahrscheinlich nicht).

          So eine Geburt ist schon kein Spaß und auch mit Risiken und möglichen Folgen verbunden, das kann man auch ruhig mal anerkennen. Das kann man nicht mit dem Stechen eines Tattoos vergleichen, weil es einfach eine natürliche Funktion des weiblichen Körpers und ein Lebensziel und tatsächliches Lebensereignis der allermeisten Menschen ist, Kinder zu bekommen.

        • @david:
          Wo habe ich die Risiken und Schmerzen, die mit dem Gebären verbunden sind, negiert? Meine Argumentation ist, dass keine Frau gezwungen werden kann, sich das anzutun. Hat eben die Konsequenz, dass sie keine leiblichen Kinder (auf legalem Weg) hat.
          Ein Mann, der nie „entsorgter Vater“ werden will, ist auch nicht gezwungen Vater zu werden.
          Vergleichbar ist beides nicht. Die Nachteile der Frau sind biologisch, die Nachteile des Mannes juristisch.

        • @Atacama:
          Damit eine Gesellschaft überlebt, muss auch genug Essen produziert werden. Dank unserem Grundgesetz (Art. 12) muss das aber auch keiner.
          Ich rede hier von individuellen Entscheidungen; nicht von gesellschaftlichen Aufträgen.

    • „Welches Gesetz schreibt das vor?“

      Ein ungeschriebenes Gesetz unter Frauen schreibt dies vor. Ein Verstoß dagegen führt zu Statusverlust bis hin zum Ausschluss aus der weiblichen Peer-Group.

      Das mag für Dich als Mann nicht abschreckend klingen. Für sehr viele Frauen ist es das aber schon 😉

  4. Ich beneide Frauen um den gläsernen Boden: Ganz tief fallen die wenigsten.

    Das verhindert oder löst längst nicht alle Probleme, aber die Chance, dass man irgendwie aufgefangen wird, ist deutlich größer.

        • @maren

          die Gürnde, warum Männer eher tief unten landen?
          klassischerweise: eggs are expensive and sperm is cheap.

          Deswegen werden Frauen eben eher aus solchen lagen gerettet, während Männer keinen Anspruch auf schutz und Rettung haben, sondern für Mißerfolg eher verachtet werden

        • @maren

          Teilweise wird eben weitaus eher ein Mann eine finanziell schwache Frau als Partnerin wählen und finanziell auffangen als eine Frau einen finanziell schwachen Mann. Es gibt auch ein mehr von Hilfsorganisationen für Frauen.
          Aber natürlich stecken auch andere Geschlechterdynamiken dahinter, bei denen sich Männer weniger helfen lassen.

        • *Teilweise wird eben weitaus eher ein Mann eine finanziell schwache Frau als Partnerin wählen und finanziell auffangen*

          Also für Geld heiraten.

          *Es gibt auch ein mehr von Hilfsorganisationen für Frauen.*

          Nämlich?

          *Aber natürlich stecken auch andere Geschlechterdynamiken dahinter, bei denen sich Männer weniger helfen lassen.*

          Bingo.

        • @marenleinchen

          „also für Geld heiraten.“

          muss man noch nicht mal. Es kann auch liebe sein und oft reicht auch eine Beziehung

          „Nämlich?“

          zB mehrere öffentlich geförderte Vereine wie Frauen helfen Frauen und Frauenhäuser.
          oder so etwas:

          http://www.gebewo.de/frauen-bedacht

          Angebot
          Das „FrauenbeDacht“ ist eine frauenspezifische Einrichtung der Berliner Wohnungsnotfallhilfe.

          Das Angebot „Wohnenplus“ umfasst Beratung und existenzsichernde Leistungen in Form von:

          einer vorübergehenden Unterbringung in einem Einzelzimmer oder in einer Einzimmerwohnung
          alltagsorientierter Unterstützung
          grundsätzliche Parteinahme für wohnungslose Frauen
          geschlechtsspezifischer Sozialberatung
          Die sozialpädagogische Beratung orientiert sich am Bedarf der Bewohnerinnen. Sie werden bei der Suche nach geeigneten Wohnformen sowie nach weiterführenden Hilfsangeboten aktiv unterstützt.

          Kennst du etwas vergleichbares für Männer?

          „Bingo.“

          Inwiefern Bingo? Man könnte das ja auch zum Anlass nehmen Männern aufgrund dieser Rollennachteile gerade unter spezifisch unter die Arme zu greifen.

        • *muss man noch nicht mal. Es kann auch liebe sein.*

          Ok, wenn ich jetzt meinen Job verliere, muss ich nur jemanden finden, den ich liebe und heiraten kann 😀

          *Das „FrauenbeDacht“ ist eine frauenspezifische Einrichtung der Berliner Wohnungsnotfallhilfe. *

          Die ihrerseits nen ganzen Haufen Hilfsangebote für Männer hat, wie Sozialberatung, Erstaufnahme, und Wohngemeinschaften. Auch Diakonie und Caritas bietet sowas en Masse an. Und natürlich die entsprechenden Ämter. Also ja. Kenne ich.

          *Man könnte das ja auch zum Anlass nehmen Männern aufgrund dieser Rollennachteile gerade unter spezifisch unter die Arme zu greifen.*

          Eine Freundin von mir ist Sozialarbeiterin und arbeitet in einer Aufnahmestation für Obdachlose.
          Ihre Erfahrung ist tatsächlich, dass viele der „Stammgäste“ kommen um sich zu sanieren und dann wieder verschwinden. Es bestehe weitestgehend kein Interesse daran, ein geregeltes Leben aufzunehmen, oder den Drogen- und Alkoholkonsum einzuschränken. Die, die das auch wollen, kriegen jede Unterstützung, werden zu Ämtern begleitet, es gibt Suchtberatungs- und Schuldnerberatungsangebote, Kleiderkammern, Suppenküchen und ein Recht auf Grundsicherung für alle.
          Aber du kannst niemanden zwingen einen Weg zu gehen, den er nicht gehen will.

        • @maren

          „Ok, wenn ich jetzt meinen Job verliere, muss ich nur jemanden finden, den ich liebe und heiraten kann😀“

          Es reicht häufig schon jemanden zu haben, mit dem du in einer Beziehung bist. Aber auch ein Orbiter könnte in der Phase nützlich sein.

          „Die ihrerseits nen ganzen Haufen Hilfsangebote für Männer hat, wie Sozialberatung, Erstaufnahme, und Wohngemeinschaften. Auch Diakonie und Caritas bietet sowas en Masse an. Und natürlich die entsprechenden Ämter. Also ja. Kenne ich.“

          Dann vergleiche mal den Leistungsumfang.

          „Eine Freundin von mir ist Sozialarbeiterin und arbeitet in einer Aufnahmestation für Obdachlose.´Ihre Erfahrung ist tatsächlich, dass viele der „Stammgäste“ kommen um sich zu sanieren und dann wieder verschwinden“

          Glaube ich sofort. Aber auch das wäre Teil des „gläsernen Bodens“, gerade dann wenn man einem Sozialkonstruktivismus vertritt.
          Würdest du denn ein „Viele Frauen wollen gar nicht um die Beförderung kämpfen, sie wollen ihr Grundgehalt verdienen und dann wieder verschwinden (zur Familie) akzeptieren?

          „Aber du kannst niemanden zwingen einen Weg zu gehen, den er nicht gehen will.“

          Das wäre eine interessante Regel für den Feminismus. Würdest du sie auf Probleme von Frauen genauso anwenden?

        • *Es reicht häufig schon jemanden zu haben, mit dem du in einer Beziehung bist. Aber auch ein Orbiter könnte in der Phase nützlich sein. *

          Ein generelles soziales Netzwerk ist sinnvoll, welches dich unterstützt und dafür sorgt, dass du dich nicht hängen lässt. Verhungern tut hier niemand, ob Mann oder Frau, ob in Beziehung oder Single.

          *Dann vergleiche mal den Leistungsumfang. *

          Was sollte mir da auffallen?

          *Würdest du denn ein „Viele Frauen wollen gar nicht um die Beförderung kämpfen, sie wollen ihr Grundgehalt verdienen und dann wieder verschwinden (zur Familie) akzeptieren?*

          Natürlich würde ich das „akzeptieren“, was für eine idiotische Frage! Gleichzeitig kann man aber auch feststellen, dass es eine Menge umherschwirrende Mythen gibt, die Frauen schaden können, z.B. dass sie schlechtere Chefs wären, unprofessionell, überemotional, oder dass sie eiskalte Karrierezicken sind, die über Leichen gehen. Ehrgeiz ist bei Frauen nicht gut angesehen und Bescheidenheit ist Trumpf.

          Der Vergleich mit dem gläsernen Boden hinkt aber gewaltig, da es dort um das absolute Existenzminimum geht, man muss sich nicht beweisen, man muss nur fragen.
          Da zu behaupten, dass Männern nicht geholfen würde, weil Biologie und cheap sperm finde ich ausgesprochen schädlich und eventuell sogar lebensgefährlich.

        • „Was sollte mir da auffallen?“

          Das Einzelzimmer zB

          „Natürlich würde ich das „akzeptieren“, was für eine idiotische Frage!“

          Okay. Ich bin gespannt auf die nächsten Debatten.

          „Gleichzeitig kann man aber auch feststellen, dass es eine Menge umherschwirrende Mythen gibt, die Frauen schaden können, z.B. dass sie schlechtere Chefs wären, unprofessionell, überemotional, oder dass sie eiskalte Karrierezicken sind, die über Leichen gehen. Ehrgeiz ist bei Frauen nicht gut angesehen und Bescheidenheit ist Trumpf.“

          Ich würde es so sagen: Männer und Frauen können beide Ehrgeizig sein, auch wenn sie es verschieden ausdrücken sollten.
          Es gibt aber sicherlich auch diverse Mythen, die obdachlosen Männern schaden, beispielsweise das sie eben alle Alkoholiker und drogensüchtig sind.

          „Der Vergleich mit dem gläsernen Boden hinkt aber gewaltig, da es dort um das absolute Existenzminimum geht, man muss sich nicht beweisen, man muss nur fragen.“

          Das ist ungefähr so wie zu sagen, dass die Frauen eben nur hart arbeiten muss.

          „Da zu behaupten, dass Männern nicht geholfen würde, weil Biologie und cheap sperm finde ich ausgesprochen schädlich und eventuell sogar lebensgefährlich.“

          Das mag sein, das macht es aber nicht falsch. Die moralische Wertung ist in der Hinsicht vollkommen unabhängig von Gründen. und Gründe auszublenden, weil sie einem moralisch nicht gefallen ist weit aus schädlicher als in Kenntnis der Gründe etwas dagegen zu tun (was sich nicht ausschließt)

        • *Das Einzelzimmer zB*

          Gibts bei den entsprechenden Männereinrichtungen auch ^^
          Bei den Akuteinrichtungen sind es Doppelzimmer.

          *Männer und Frauen können beide Ehrgeizig sein, auch wenn sie es verschieden ausdrücken sollten.*

          Aha?

          *Das ist ungefähr so wie zu sagen, dass die Frauen eben nur hart arbeiten muss.*

          Das ist Bullshit und ich bin mir sicher das weißt du auch.
          Es gibt bei uns ein Recht auf Grundsicherung. Es gibt kein Recht auf Führungspositionen. Daher kann man auch Obdachlosen nur bedingt durch Mythen schaden, weil niemand abgelehnt werden kann.

          *Die moralische Wertung ist in der Hinsicht vollkommen unabhängig von Gründen. und Gründe auszublenden, weil sie einem moralisch nicht gefallen ist weit aus schädlicher als in Kenntnis der Gründe etwas dagegen zu tun*

          Was tust du denn bitte?
          Du behauptest einfach, es gäbe keine Hilfsangebote für Männer, weil Männern nicht wertvoll genug seien, dass man ihnen hilft.
          Das ist schlicht falsch. Wie gesagt, es gibt Tonnen von Hilfsangeboten, die man sehr niedrigschwellig wahrnehmen kann, man muss es halt nur wissen und dann tun.
          Und da sabotierst du mit solchen Behauptungen aber mal ganz gewaltig.

        • „Gibts bei den entsprechenden Männereinrichtungen auch ^^
          Bei den Akuteinrichtungen sind es Doppelzimmer.“

          Also bei dem gleichen Verein sehe ich da nichts. Hast du mal entsprechende Links?

          „Aha?“

          Liegt an größeren Abweichungen vom üblichen Verhalten und den damit zusammenhängenden Abweichungen von den Erwartungen

          „Das ist Bullshit und ich bin mir sicher das weißt du auch.“

          Deswegen habe ich es ja auch als Gegenbeispiel aufgebaut.

          „Es gibt bei uns ein Recht auf Grundsicherung. Es gibt kein Recht auf Führungspositionen. Daher kann man auch Obdachlosen nur bedingt durch Mythen schaden, weil niemand abgelehnt werden kann.“

          natürlich kann man ihnen da schaden, wenn man zB eher bereit ist einer Obdachlosen eine Wohnung zu geben als einem Obdachlosen und der daher in die Gemeinschaftseinrichtung muss bei der jeder Arbeitgeber auch genau weiß, dass man obdachlos ist und vorbehalte hat ihn anzustellen.

          „Was tust du denn bitte?“

          Was hat das damit zu tun?

          „Du behauptest einfach, es gäbe keine Hilfsangebote für Männer, weil Männern nicht wertvoll genug seien, dass man ihnen hilft.
          Das ist schlicht falsch. Wie gesagt, es gibt Tonnen von Hilfsangeboten, die man sehr niedrigschwellig wahrnehmen kann, man muss es halt nur wissen und dann tun.
          Und da sabotierst du mit solchen Behauptungen aber mal ganz gewaltig.“

          Meine Erfahrung ist, dass Männer weitaus eher nicht aufgefangen werden als Frauen und auch weniger Angebote bestehen. Bei Männern ist scheitern auch wesentlich eher ein Problem und es wirkt sich wesentlich stärker für sie auf arbeitslos zu sein, sie verlieren dadurch mehr als eine Frau, die sich eben häufig auf Kinder und Hausfrau zurückziehen kann. Natürlich wird auch männlichen Obdachlosen geholfen, aber obdachlose Frauen gelten in vielen Fällen als schutzwürdiger.

          Meine Behauptungen können im übrigen gar nicht sabotieren, wie soll das gehen? Es ist ja eben keine Rechtfertigung, dass kann es in einer modernen Gesellschaft gar nicht sein.

        • *Also bei dem gleichen Verein sehe ich da nichts. Hast du mal entsprechende Links?*

          http://www.gebewo.de/forckenbeck

          http://www.gebewo.de/haus-grabbeallee

          *natürlich kann man ihnen da schaden, wenn man zB eher bereit ist einer Obdachlosen eine Wohnung zu geben als einem Obdachlosen und der daher in die Gemeinschaftseinrichtung muss bei der jeder Arbeitgeber auch genau weiß, dass man obdachlos ist und vorbehalte hat ihn anzustellen.*

          Generell sind Obdachlose Rauschmitteln nicht abgeneigt, das bezieht sich nicht nur auf Frauen ^^

          *Meine Erfahrung ist, dass Männer weitaus eher nicht aufgefangen werden als Frauen und auch weniger Angebote bestehen.*

          Wo hast du denn diese Erfahrung gemacht?

          *Natürlich wird auch männlichen Obdachlosen geholfen, aber obdachlose Frauen gelten in vielen Fällen als schutzwürdiger.*

          Sagt wer? Vielleicht liegt es einfach daran, dass obdachlose Frauen die Hilfsangebote annehmen?

          *Meine Behauptungen können im übrigen gar nicht sabotieren, wie soll das gehen?*

          Natürlich sabotiert das.
          Ein Mann in einer Krise, der permanent zu hören gekriegt hat, dass er für die Gesellschaft unwichtig ist, dass es für ihn keine Hilfsangebote gibt und er im Prinzip keine Chance hat, weil es ja auch (im Schnitt!) „unmännlich“ ist, um Hilfe zu bitten, wird sehr viel eher am Rand der Hoffnungslosigkeit stehen als andere.

        • Das Verhältnis offiziell obdachloser Männer zu Frauen ist roundabout drei Viertel zu einem Viertel (das „inoffizieller“ Obdachlosigkeit – also Menschen, die Misshandlungen in Kauf nehmen um ein Dach überm Kopf zu haben – vermutlich andersrum).

          Wie müsste das Verhältnis sein, damit ihr aufhörtet Obdachlosigkeit als praktisch reines „Männerschicksal“ zu framen? Ihr kolportiert ja überwiegend den Eindruck, 9 von 10 Obdachlosen wären Männer. Das ist sicherlich falsch (wenngleich ich auch annehme, dass etwa 9 von 10 Einrichtungen bzw. Hilfsangebote für Obdachlose für Männer konzipiert sind).

          Ein derartiges Geschlechterverhältnis haben wir „ganz oben“ in der Gesellschaft, aber nicht „unten“. Die gläserne Decke hält besser als der gläserne Boden.

        • Der letzte Obdachlose, an dessen Schicksal ich persönlich Anteil genommen habe, hatte grob skizziert folgende Entwicklungsgeschichte, nur so als Beispiel: wegen Totschlags viele Jahre eingeknastet, nach langer Heroin-Sucht im Methadon-Programm, heut „nurnoch“ ein Problem mit Alkohol, trotzdem in Arbeit. Und wieder vorübergehend ohne festen Wohnsitz. Die Wohnungsmarktlage ist angespannt, die Angebote, die man ihm machen konnte, passten ihm nicht. Er will ne ganz normale Wohnung mit seiner Freundin haben, ohne Sozialarbeiterbetreuung oder so’n Spökes. Ne Bewährungshelferin hat er eh noch, und die ganze Über-Pädagogisierung inzwischen sooo satt…
          Irgendwie wird er schon durchkommen. Oder eben nicht.
          ^^

        • @ Maren

          Es gibt in der Wohnungslosenhilfe geschlechtsübergreifende Angebote (z.B. Beratung, Tagesaufenthalt, Betreutes Wohnen). Daneben gibt es zum Teil spezielle Angebote nur für Frauen. Spezielle Angebote nur für Männer gibt es in der Regel nicht.
          Als Grund dafür wird angegeben, dass ein Teil der wohnungslosen bzw. verdeckt wohnungslos lebenden Frauen die gemischtgeschlechtlichen Angebote nicht nutzen würde.
          Von feministischer Seite wird daher der Aufbau einer eigenen Infrastruktur nur für wohnungslose Frauen gefordert. Dass dies auf Kosten der Angebote für Männer gehen würde, dürfte klar sein.

          Der wichtigste Grund, warum mehr Männer als Frauen wohnungslos sind, ist der Umstand, dass Frauen im Schnitt leichter bei Bekannten unterkommen, in dem sie eine Zweckbeziehung eingehen. Viele faktisch wohnungslose Frauen gehen also um nicht auf der Strasse zu landen eine Zweckbeziehung ein und bezahlen quasi mit Sex dafür, bei einem männlichen Bekannten zu wohnen. Dies nennt man verdeckte Wohnungslosigkeit. Diese Möglichkeit haben die meisten Männer aufgrund des im Schnitt geringeren Sexualtriebs von Frauen nicht. Da auch die Situation verdeckter Wohnungslosigkeit für die meisten Frauen eine unangenehme Situation ist, muss die Wohnungslosenhilfe natürlich auch auf Unterstützung solcher Frauen ausgerichtet sein, was bei gemischtgeschlechtlichen Angeboten auch der Fall ist.

          Einen größeren Teil der Gelder in der Wohnungslosenhilfe nun allerdings nur für frauenspezifische Angebote einzusetzen, wäre aber faktisch mal wieder nichts als Frauenprivilegierung.

        • „Spezielle Angebote nur für Männer gibt es in der Regel nicht.“

          Nach meiner Erfahrung ist das Nichts als eine Lüge!
          Wenn eine Stadt 6 Einrichtungen besitzt, sind 5 davon NUR für Männer!

          Es kann sein, dass den Grundsatz verletztend hier und da vereinzelt eine Frau zu sichten ist. Die soll aber nicht da sein, und wenns nur die Freundin eines Bewohners ist, kann gegen sie durchaus ein Hausverbot erteilt werden, damit sie nicht ständig da-rumhängt.

        • @ Semikolon

          „Nach meiner Erfahrung ist das Nichts als eine Lüge!
          Wenn eine Stadt 6 Einrichtungen besitzt, sind 5 davon NUR für Männer!“

          Bei Notschlaftstellen für Wohnungslose ist es meistens der Fall, dass die Geschlechter getrennt untergebracht werden und da ist dies ja auch sinnvoll. Da es mehr (sichtbar) wohnungslose Männer als Frauen gibt, (denn Frauen sind eben im Schnitt häufiger verdeckt wohnungslos) dürfte es in diesem Bereich also tatsächlich mehr Angebote speziell für Männer geben.

          Bei Beratungsstellen und Tagesaufenthalten für Wohnungslose ist dies aber anders, diese sind meistens gemischtgeschlechtlich ausgerichtet.

          Bei Angeboten der Wohnungslosenhilfe speziell für Frauen handelt es sich meist um stationäre und teilstationäre Einrichtungen in Großstädten.

          Was genau sind das denn für Einrichtungen, auf die du dich beziehst?

          „Es kann sein, dass den Grundsatz verletztend hier und da vereinzelt eine Frau zu sichten ist. Die soll aber nicht da sein, und wenns nur die Freundin eines Bewohners ist, kann gegen sie durchaus ein Hausverbot erteilt werden, damit sie nicht ständig da-rumhängt.“

          Also normalerweise kann man nicht einfach ein Hausverbot verhängen, nur weil ein Klient/Bewohner eine Freundin hat. Da müssten schon ernsthafte Gründe vorliegen.

        • „Was genau sind das denn für Einrichtungen, auf die du dich beziehst?“

          Obdachlosenheime/-unterkünfte, wo die Bewohner idealerweise nur etwa ein Jahr zwischengeparkt werden sollen.

          „Da müssten schon ernsthafte Gründe vorliegen.“

          Mir bekanntes Beispiel: der Bewohner war gewalttätig geworden ihr gegenüber und deshalb wurde das Hausverbot gegen sie erstrangig „zu ihrem Schutz“ ausgesprochen.

        • @ Semikolon

          „Obdachlosenheime/-unterkünfte, wo die Bewohner idealerweise nur etwa ein Jahr zwischengeparkt werden sollen.“

          Du meinst also die Notunterkünfte für Wohnungslose. Bei diesen handelt es sich um Unterkünfte, die die Kommunen verplichtet sind für Wohnungslose zur Verfügung zu stellen. Die sozialpädagogische/sozialarbeiterische Betreuung dort ist oft gering. Das ist also etwas anderes als Tagesaufenthalte oder Betreutes Wohnen für Wohnungslose, die oft auf einem hohen Professionalitätsniveau betrieben werden.

          M.W. sind die Notunterkünfte ebenfalls oft gemischtgeschlechtlich ausgerichtet, auch wenn sie überwiegend von Männern genutzt werden. Hier wäre eine Geschlechtertrennung aufgrund der zu geringen sozialpädagogischen/sozialarbeiterischen Betreuung übrigens sinnvoll.
          Wenn das in deiner Region so gehandhabt wird, würde ich das befürworten. In diesem Fall würde es dann mehr Notunterkünfte für Männer als für Frauen geben, einfach weil Frauen die Notunterkünfte im Schnitt seltener nutzen, weil sie eben häufiger verdeckt wohnungslos sind, also Zweckbeziehungen mit Bekannten eingehen, um dort wohnen zu können.

        • „Da zu behaupten, dass Männern nicht geholfen würde, weil Biologie und cheap sperm finde ich ausgesprochen schädlich und eventuell sogar lebensgefährlich.“

          Man muss sich doch nur jedes Geschlechter Social Experiment ansehen. Ob es nun darum geht ein Mädchen oder Jungen um Park auszusetzen:

          http://www.youtube.com/watch?v=AHnH4hgyh4Y

          Ob es um Diebstahl geht, wenn eine Frau einen Mann bestiehlt oder umgekehrt:

          http://www.youtube.com/watch?v=JnDKhqkCrAY

          Oder wenn jemand ein Fahrrad stehlen will (der Frau wird sogar noch geholfen):

          http://www.youtube.com/watch?v=ge7i60GuNRg

          Ich hoff ich muss jetzt nicht auch noch die Videos mit ‚Mann schlägt Frau‘ und ‚Frau schlägt Mann‘ und den völlig verschiedenen Reaktionen der Zuschauer heraussuchen.

          Frauen und Mädchen wird eindeutig eher geholfen.

          Oder nehmen wir den Bildungssektor. Mädchen sind überall besser, außer in Mathe. Was muss also getan werden? Genau, wir müssen erreichen das Mädchen auch in Mathe besser sind. Das Jungen dann überall schlechter sind, liegt daran das Jungen dumm und faul sind. Denen muss man nicht helfen, die müssen sich selber helfen.

          Du liest hier mit, aber das was du aufnimmst scheint ziemlich selektiv zu sein.

        • Die Berliner Wohnungsnotfallhilfe hat auf ihrer Startseite einen extra Reiter „Hilfe für Frauen“. Den Reiter „Hilfe für Männer“ habe ich noch nicht gefunden.

        • *Die Berliner Wohnungsnotfallhilfe hat auf ihrer Startseite einen extra Reiter „Hilfe für Frauen“. Den Reiter „Hilfe für Männer“ habe ich noch nicht gefunden.*

          Also gibt es da keine Angebote für Männer?

        • Du meinst wie bei Brustkrebsvorsorge?
          So lange allen geholfen wird, ist doch alles klar.

          Das Ding ist ja, wie Leszek ja schon angedeutet hat, dass es wahrscheinlich von vielen wohnungslosen Frauen so wahrgenommen wird, als wären alle Angebote auf Männer ausgerichtet.
          Gerade weil in erster Linie Männer betroffen sind.
          Von daher macht es da sicherlich Sinn, spezielle Angebote zu machen.

          Aber, s.o., solange allen geholfen wird, stört es mich nicht, wenn es extra Brustkrebsvorsorgeangebote für Männer gibt.
          Davon wird ja meine eigene Vorsorge nicht betroffen.

        • „Du meinst wie bei Brustkrebsvorsorge?“

          Inwiefern gibt es da weniger Angebote für Frauen?

          „So lange allen geholfen wird, ist doch alles klar.“

          Ach komm.

          „Von daher macht es da sicherlich Sinn, spezielle Angebote zu machen.“

          Oder einfach auf die bestehenden Angebote für Frauen gesondert hinzuweisen.

        • *Ach komm. *

          Ja was denn? Sollte ich mich irgendwie benachteiligt fühlen, oder mich in meiner Ehre angegriffen fühlen, wenn jetzt zusätzlich zu den bestehenden BK-Vorsorgegedöns auch noch Angebote für Männer eingerichtet würden?

          *Oder einfach auf die bestehenden Angebote für Frauen gesondert hinzuweisen.*

          Wird doch getan? Oder ist dir jetzt das Layout nicht genehm?

        • „Ja was denn? Sollte ich mich irgendwie benachteiligt fühlen, oder mich in meiner Ehre angegriffen fühlen, wenn jetzt zusätzlich zu den bestehenden BK-Vorsorgegedöns auch noch Angebote für Männer eingerichtet würden?“

          Der Punkt ist, dass es eben keine Angebot für Männer gibt! Dabei erkranken jedes Jahr mehrere hundert Männer daran. Und es gibt weder mannspezifische Medikamente (da an dieser Stelle aber mit Medikamenten mit Sexual-Hormonen behandelt wird, wäre das extrem wichtig).

          Es gibt auch sonst schlichtweg keine Angebote für Männer mit Brustkrebs, außer ganz wenigen Selbsthilfegruppen, die eben auf ehrenamtlicher Tätigkeit basieren. Während es für Frauen ein reichhaltiges Angebot gibt.

          Umgedreht auf die Obdachlosen-Situation wäre das so: Es gibt nur Einrichtungen für Männer, in der Frauen zur Not mal eine Nacht schlafen dürfen, aber sich leider nicht waschen können (vergleich Nebenwirkung der Medikamente) außerdem dürfen sie einmal wöchentlich zum ehrenamtlich geleiteten Selbsthilfe-Kurs gehen. Während es spezielle Seminare und finanzielle Hilfe für Männer gibt.

          Tasächlich ist es aber so, dass es spezielle Wohungen nur für Frauen und weitere spezielle zusätzliche Angebote gibt.

          Bei Brustkrebs müsste es dann spezielle Medikamente, spezielle Psychotherapien, spezielle Brustrekonstruktionen etc. geben. Gibt es aber nicht!

        • Männer sind erschreckend schnell beim sich-benachteiligt-fühlen & beschweren, schönes Beispiel wieder.

          „Brustkrebs bei Männern ist selten. Nur rund 500 Männer erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Dem stehen 60 000 neuerkrankte Frauen gegenüber.“

          So toll der Vergleich auf den ersten Blick scheint: Obdachlosigkeit ist weit weit weniger gegendert als Brustkrebs. Hätten wir dieses Verhältnis bei den Wohnungslosen und Armen, dürftet ihr m.M.n. völlig zurecht behaupten, Männer hätten es in dieser Gesellschaft besonders schwer.

          Und ja, natürlich werden Männer seperat angesprochen auf den Seiten der Gynäkologie der Charité z.B.:

          „Grundsätzlich verlaufen Diagnose und Behandlung ähnlich wie bei Frauen – mit einigen wichtigen Besonderheiten und Unterschieden. … Das durchschnittliche Erkrankungsalter von Männer liegt bei etwa 70 Jahren und damit deutlich höher als bei Frauen.“

          Die Symptome und Therapie sind gleich + „In den vergangenen Jahren sind zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema erschienen. … Erst im vergangenen Jahr hat sich ein Selbsthilfe-Netzwerk gebildet, dessen Link wir unten angeben. Aber natürlich stehen auch Männern alle allgemeinen Krebsberatungsstellen offen.“

          https://frauenklinik.charite.de/behandlung/brustkrebs/brustkrebs_bei_maennern/

          Was sind Eures Wissens nach eigentlich die besten Brustkrebsverhütungsmöglichkeiten für weibliche Menschen?

          Soweit ich weiß:

          – keinen BH tragen
          – keine künstlichen Hormone zu sich nehmen
          – Stillen

          Wer von einer westlichen, erwachsenen Frau wüsste, die so leben konnte, hat ein Einhorn gesichtet.

        • „Männer sind erschreckend schnell beim sich-benachteiligt-fühlen & beschweren, schönes Beispiel wieder.“

          Schreibt die Feministin. Du bist auch nur schwer zu parodieren.

        • Semikolon,

          „Männer sind erschreckend schnell beim sich-benachteiligt-fühlen & beschweren“

          Und Frauen sind beeindruckend schnell darin, ihren Anspruch auf das Aufmerksamkeits- und Opfermonopol zu reklamieren, sobald mal von Männerproblemen die Rede ist 😉

          „Wer von einer westlichen, erwachsenen Frau wüsste, die so leben konnte, hat ein Einhorn gesichtet.“

          Da hast Du Dich verschrieben. Richtig ist „die so leben wollte“, nicht „so leben konnte“.

          Gibt übrigens einige, wenn auch sicher eher in religiösen Umfeldern. Einhörner habe ich dagegen noch nie in real gesehen… 😉

        • „Da hast Du Dich verschrieben. Richtig ist „die so leben wollte“, nicht „so leben konnte“.“

          Es geht damit los, dass imho nicht wirklich diskutiert wird wie effektive Brustkrebs-Prävention aussähe. Es wird so getan als wäre es bloßes, unabänderliches Schicksal wens trifft, und Alles was frau selbst ausrichten könnte wäre die regelmäßige Suche nach bereits auffälligen Veränderungen, oder gar – bei erblicher Vorbelastung – sich die Brüste „ersetzen“ zu lassen à la Angelina Jolie.

          So ist eine freie, informierte Entscheidung nicht möglich (den Punkt mit dem BH-Verzicht schätz ich falls es interessiert als den unsichersten ein).

          „Gibt übrigens einige, wenn auch sicher eher in religiösen Umfeldern.“

          Es wird diese Frauen noch geben in sogenannten Entwicklungsländern, aber nicht mehr im Westen. Auch ultra-religiöse tragen normalerweise quasi-täglich BH und nehmen wenigstens ein paar Jahre lang ebenso täglich künstliche Hormone ein, so meine Erfahrung. Weil auch diese Frauen in dieser Gesellschaft aufwachsen, in der NFP als „viel zu unsicher“ geschmäht wird (bei einem Pearl Index von 0,4 – also im Bereich der Pille) und wackelnde Brüste sowie durchscheinende Nippel als anstößig gelten (btw schmerzen sie je nach Größe ohne formgebenden Stoff natürlich auch beim Laufen). Wahrscheinlich haben Frauen in religiöseren Umfeldern jedoch eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich nach eingetretener Mutterschaft an die Empfehlung der WHO (6 Monate bis 2 Jahre Stillzeit pro Kind Minimum) zu halten und haben im Schnitt dann außerdem noch mehr Kinder als überzeugte Atheistinnen. Möglicherweise macht das bereits einen messbaren Unterschied.

        • „So toll der Vergleich auf den ersten Blick scheint: Obdachlosigkeit ist weit weit weniger gegendert als Brustkrebs. Hätten wir dieses Verhältnis bei den Wohnungslosen und Armen, dürftet ihr m.M.n. völlig zurecht behaupten, Männer hätten es in dieser Gesellschaft besonders schwer.“

          dann nehmen wir als Vergleichskrierium doch einfach mal die Hilfe für Opfer von häuslicher Gewalt. Schon im Hellfeld sind etwa 25 Prozent aller Opfer männlich (Polizeistatstik). Trotzdem geht gerade mal ca. ein 1/100 der gesamten Geldmittel für Schutzhäuser etc. an männliche Opfer.

          „Männer sind erschreckend schnell beim sich-benachteiligt-fühlen & beschweren, schönes Beispiel wieder.“
          jaja.. und der Gender-Pay-Gap liegt gerade mal bei 23 Prozent, (naja nicht wirklich, aber egal) ist also noch viel geringer. Frauen regen sich echt wegen jeder Kleinigkeit auf und heulen rum. Ich sollte wirklich in Frauentränen baden!

          „Die Symptome und Therapie sind gleich + „In den vergangenen Jahren sind zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema erschienen. …“
          Äh ja… genau. Es wird die gleiche behandlung benutzt. Obwohl das nachweislich für Männer eine falsche Behandlung mit übelsten Nebenwirkungen ist.

          „Was sind Eures Wissens nach eigentlich die besten Brustkrebsverhütungsmöglichkeiten für weibliche Menschen?“
          Was sind deines Wissens anch denn die besten Verhinderungsmöglichkeiten für ProstatakrebS? Oh richtig, es gibt keine. Und ja das hat am Ende auch ncihts mit dem Thema zu tun.

          Achja.. Prostatakrebs tritt praktisch genauso häufig auf wie Brustkrebs, verläuft wesentlich häufiger tödlich und … es werden nicht einmal annähernd die Fördermittel dafür ausgegeben, die für Brustkrebs aufgewendet werden… Aber da interpretiere ich sicherlich nur wieder irgendwas rein, und fühle zu Unrecht eine Benachteiligung für Männer…

        • „1998 hat das Prostatakarzinom in Deutschland den Lungenkrebs als häufigsten bösartigen Tumor bei Männern abgelöst. 2008 stand es mit 27,2% (etwa 70.800 Fälle) an der Spitze der Krebsneuerkrankungen, noch vor Dickdarmkrebs (14,6%, ca. 38.000 Fälle) und Lungenkrebs (13,3%, ca. 34.600 Fälle). Die Neuerkrankungsrate (Inzidenz, standardisiert) betrug etwa 126 je 100.000 Männer.“
          Schon komisch, dass man in deiner Statstik der prostatakrebs ncoh nich mal auftaucht…. oh moment… es bestätigt ja nur das was ich gesagt habe…

        • Nein, Du Doofnuss.
          Die Männer erkranken daran zwar sehr häufig – jeder zweite Mann ab 50 hat übrigens nachweisbare Veränderungen/Vergrößerungen seiner Prostata –
          ABER sie sterben daran nicht! (allzu oft)
          Kapiche?

        • „Der Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes: Innerhalb der Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist er für etwa zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich und stellt damit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs da“

          Ja ich habe gestern beim pasten leider nicht das komplette Zitat erwischt…
          Achja.. bei Frauen waren es 17.000 Todesfälle durch Brustkrebs. also tatsächlich ca. 1,7 mal so viele. Aus meiner Sicht heißt das, Prostatakrebs sollte definitiv in der Statistik mit auftauchen.. Tut er aber nicht.

          „Nein, Du Doofnuss.“
          jaja.. wie wäre es wenn du dich mal ganz kurz hingesetzt und einfach überprüft hättest, wie die Zahlen zu Prostatakrebs aussehen, und was ich dir vielleicht sagen möchte, anstatt einfach so zu tun, als ob ich zu blöd bin..

        • „Aus meiner Sicht heißt das, Prostatakrebs sollte definitiv in der Statistik mit auftauchen.. Tut er aber nicht.“

          Weil es sich hier um die Top Ten-Todesursachen handelte…

          Schau: das Durchschnittsalter von Prostatakrebsneuerkrankten liegt wie erwähnt bei 70.

          Im Falle von Brustkrebs ist ein knappes Drittel der Erst-Diagnostizierten hingegen jünger als 55 Jahre, eine von acht Frauen erkrankt während ihres Lebens. Für Frauen ist Brustkrebs die häufigste, tödlich-verlaufende Krebserkrankung, im Alter zwischen 30 und 60 sogar die häufigste Todesursache überhaupt! All das lässt sich für Prostatakrebs eben nicht behaupten.

          Er wird ganz sicher (ebenso leicht) überdiagnostiziert heutzutage, und ich muss angesichts der genannten Mortalitätszahl natürlich um Entschuldigung bitten für meine Verharmlosung. Aber warum Brustkrebs eine andere öffentliche Wahrnehmung/Bewertung erfährt, sollte auch Dir zugänglich sein.

        • „Schau: das Durchschnittsalter von Prostatakrebsneuerkrankten liegt wie erwähnt bei 70. “

          „Im Falle von Brustkrebs ist ein knappes Drittel der Erst-Diagnostizierten hingegen jünger als 55 Jahre,“

          Das Durchschnittslater für Brustkrebs liegt bei 64 Jahren. *https://www.leben-mit-brustkrebs.de/mehr-infos/haeufige-fragen

          Das Durchschnittsalter für Prostatakrebs liegt aber nciht bei 70, sondern bei 65! (Der Häufigkeitsgipfel leigt bei 70, der von Brustkrebs btw auch)

          Netter Manipulationsversuch 😉

        • Hat ich verwechselt mit Brustkrebs bei Männern. Nix desto weniger: es gibt ein paar Dinge, die Euch häufiger dahinraffen als Prostatakrebs. Ganz besonders im jüngeren und mittleren Lebensalter. Einverstanden?
          Sprechen wir dennoch kurz über die Prävention:
          viel Sex könnte, Prostatamassage soll ziemlich sicher vorbeugend wirken. Vorteil Schwule Männer? Gäbs da was an vergleichenden Studien (Heteros/Bi-sexuelle+Homos) zufällig?

  5. Um was ich Frauen beneide:

    Weniger Druck von der Gesellschaft im Job Leistung zu bringen und als Ernährer der Familie dazustehen.
    Mehr Raum ihre Gefühlen freien Lauf zu lassen. Zickigkeit wird akzeptiert.

  6. Ich beneide (jüngere) Frauen darum, dass sie bei der Partnersuche einfach abwarten müssen, es allen Emanizipationserfolgen und -postulaten zum Trotz immer noch meist den Männern obliegt, die Frauen anzubaggern und die weitere Beziehungsanbahnung zu initiieren .

      • „Hm. Meine Erfahrung ist, dass viele Männer es aber auch als übermäßig dominant empfinden, wenn du jemanden ansprichst, der dir gefällt. Man WILL ja auch gerne der Eroberer sein, gell?“

        Das kommt denke ich sehr auf das wie an. Und natürlich auch auf die Männer.
        Ich denke für diese Sicht von Frauen gibt es verschiedene Gründe:
        – Auch Männer holen sich massiv Körbe, wenn sie Frauen ansprechen. Bei Frauen dürfte die Quote niedriger sein, fehlschläge werden aber eher als „er mochte nicht, dass ich ihn angesprochen habe“ rationalisiert.
        – Die Männer sind es schlicht nicht gewohnt angesprochen zu werden und viele Frauen sind ebenfalls schlecht darin, es auf eine Art zu machen, bei der Männer nicht eher auf Abwehr schalten, weil sie eine Falle vermuten (Die Frauen sind also zu direkt)
        – Frauen glauben, dass späteres Desinteresse an der direkten Art lag, dabei bestand an sich wenig interesse über Sex hinaus
        – die jeweiligen Frauen sind tatsächlich zu dominant, warum sollte das auch attraktiv wirken

        (siehe auch:
        https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/14/manner-stehen-nicht-auf-selbstbewuste-starke-frauen/ )

      • @maren
        „dass viele Männer es aber auch als übermäßig dominant empfinden“

        Siehst du, das ist bei Frauen eben auch nicht anders. Fragt sich nur, warum das immer so verschieden ausgedeutet wird.
        Aber ach, die doppelten Standards ^^

  7. Ich beneide Frauen darum, dass die meisten von ihnen nicht so jung so viele Haare verlieren wie ich. Manchmal vermisse ich meine lange Mähne, das Gefühl wie sie mir beim Headbangen durch das Gesicht streichen…
    Tja, die Hormone. Dafür keine Regelbeschwerden zu haben ist zugegeben ein kleiner Preis.

    • „Dafür keine Regelbeschwerden zu haben ist zugegeben ein kleiner Preis“
      Sehe ich auch so. Abgesehen von der eigentlichen Geburt sehe ich entgegen diverser Darstellungen eine Schwangerschaft keineswegs als einen Nachteil für Frauen, sondern eher als eine unterm Strich wohl positive Erfahrung. Ich bedauere die Frauen aber für den Zeitraum, in dem sie nicht schwanger sind und sich deshalb mit Regelblutungen herumschlagen müssen.

      • Oh da gibts auch so´ne und solche.
        Ne Bekannte von mir musste die letzten 3 Monate im Krankenhaus verbringen, zu wenig Fruchtwasser.
        Müdigkeit, Morgenübelkeit, Schwangerschaftsinkontinenz, Schwangerschaftsdiabetes, Tritte in diverse Organe, Schwerfälligkeit… Kann auch unschön sein.

        Ebenso bei Regelblutungen. Manche leiden wie Tiere, andere fühlen sich ein, zwei Tage im Monat ein bisserl unwohl.

        • „Kann auch unschön sein.“

          Das ist mir klar.
          Von Extremfällen abgesehen, dürfte aber die Erfahrung, ein neues Leben in sich wachsen zu lassen, unterm Strich die negativen Begleiterscheinungen mehr als aufwiegen.
          Die Schwangerschaft meiner Frau war auch nicht ganz einfach, trotzdem hätte ich kein Problem mit einem hypothetischen Tausch gehabt. Die Geburt selbst war da ein ganz anderes Thema…

          Regelblutungen dagegen sind ohne jeden Vorteil, deswegen finde ich sie selbst bei den Frauen, die hierbei wenig körperliche Beschwerden haben, bedauerlich.

        • *Regelblutungen dagegen sind ohne jeden Vorteil, deswegen finde ich sie selbst bei den Frauen, die hierbei wenig körperliche Beschwerden haben, bedauerlich.*

          Als ich damals meine erste Blutung bekommen sollte und „das Gespräch“ mit mir geführt wurde, war ich tatsächlich am Boden zerstört. Jeden Monat, für immer??? Mein Leben ist zuende!
          Aber du gewöhnst dich da so schnell dran, nach nem halben Jahr war das Routine.
          Es ist ja auch irgendwie schön, monatlich eine Bestätigung zu bekommen, dass in deinem Uterus alles so funktioniert wie es soll. 🙂 Inzwischen schämt man sich dann ja auch nicht mehr beim Tamponkauf, alles gut 🙂

          Eine Schwangerschaft hingegen…. Ich hätte so viel Angst, irgendwas falsch zu machen, mein Kind zu schädigen, was falsches essen, falsche Bewegung, Komplikationen bei der Geburt… Allerdings gebären die Frauen in meiner Familie auch nicht so nebenher, vielleicht bin ich da vorbelastet.

  8. – Im Stehen pinkeln
    – Oben ohne im Freibad/am See abhängen ohne angeglotzt oder des Platzes verwiesen zu werden
    – Keine monatlichen Schmerzen

    Trotz allem würde ich nicht tauschen wollen. Schließlich hat alles einen Preis.

  9. Djadmoros hat vorgestern im Selbermach Samstag (dort gleich erster Kommentar) eine Website verlinkt, auf der verschiedene Videos über Frauen zu sehen sind. Ich gebe zu, darauf, was da in den Videos jeweils in den letzten ein, zwei Minuten passiert, bin ich neidisch. 😉

        • Ach so. Ich glaube, die faken. Darin muss man ja nochmehr geübt sein, als beim real thing…. Aber wenn´s klappt….., dann werden Gedichte wohl auch kaum ausreichend sein, wie sinnlos …

        • „die faken“ – sofern dieses „Kunstprojekt“ überhaupt einen Sinn hat, würde dieser durch „faken“ völlig zunichte gemacht. Was natürlich Fakes trotzdem nicht ausschließt.

        • @Hugor

          Du kannst aber sogar besser anders rum argumentieren. Beim einem Kunstprojekt kann eben alles Kunst sein, also „fake“.

          Das mit dem fake enthält aber noch eine Wertung. Insofern als es ein Vorspielen zur Täuschung des Betrachters impliziert. Und da die Zielgruppe solcher „Projekte“ tendenziell davon auszugehen scheint, dass Realität und Vorstellung einerlei sind, könnte man sehr wohl vermuten, dass die dem Publikum tatsächlich weismachen wollen, dass es wirkt und dass es alles ist, was man braucht.

          Wenn man das ganze als reine Kunst ansieht, also wie selbstverständlich davon ausgeht, dass alles nur gespielt und vorgespielt wird, wirkt es aber abgeschmackt und unlustig und man hat den Eindruck, dass sie sich nur über das Lesen an sich und Leserinnen lustig machen wollen.

          Wahrscheinlich sind hier beide Ebenen wirksam. Sie versprechen und verspotten.

        • Halte ich für unplausibel, dass die faken.

          Am Ende eines Filmes schaut die Leserin gar unter den Tisch, um sich bei dem Akteur dort zu bedanken.

          Das Lesen ist nicht Ursache, sondern Indikator.

        • Ich weiß fast nichts über das Projekt (außer, dass der erste Film eine Pornodarstellerin als Vorleserin hatte, iirc).
          Ich erinnere mich aber an Statistiken, dass viele Frauen beim Sex mit ihrem Partner nicht zum Orgasmus kommen.

          Natürlich können die dann zum womanizer™ o.ä. greifen, darauf bin ich dann auch ein klein wenig neidisch.

        • „dass viele Frauen beim Sex mit ihrem Partner nicht zum Orgasmus kommen.“

          Mag durchaus sein. Mein (nicht wissenschaftlich abgesicherter) Eindruck ist allerdings schon, dass, wenn Frauen Spaß haben, dies im Schnitt deutlich erfüllender ist als für den Mann.

        • „dass, wenn Frauen Spaß haben, dies im Schnitt deutlich erfüllender ist als für den Mann.“

          Jupp, das scheint mir auch eine akkurate Beobachtung.

        • „According to Elisabeth Lloyd’s comprehensive analysis of 80 years of female orgasm studies, only a quarter of women consistently have orgasms during vaginal intercourse, while 20% will never have orgasm during vaginal intercourse at all. So what if you don’t have orgasms during sex (or you’re part of the 5% that has never orgasmed, period) and you’re looking to change it? Would you take a (supposedly painless) injection of your own blood into your clitoris if a doctor said it would help you come?

          Depending on who you ask, Dr. Charles Runels—a.k.a “Dr. Orgasm”—is either a genius or a quack. Working out of a clinic in his own home, in Fairhope, Alabama, he has developed and trademarked the “O-Shot,” a supposed miracle injection that’s said to cure incontinence and improve women’s sex lives by injecting platelet-rich plasma (PRP) from a patient’s blood and injecting it into her clitoris. It boasts a high success rate (with many doctors credit the placebo effect), though the procedure is not supported by the FDA and has found critics in OB/GYNs and bioethicists alike.“

          http://jezebel.com/would-you-get-a-shot-of-your-own-blood-plasma-in-your-c-1786683893

          Habe die ganze Zeit überlegt, worum ich Männer beneide, dabei ists doch offensichtlich: ihre Körper werden nicht mehrheitlich und routinemäßig verletzt.

          Welchem Mann wird schon ohne dass er das Thema zuerst anspricht von seinem Arzt vorgeschlagen, er könne sich vasektomieren lassen, z.B.? In einer gleichberechtigten Welt jedenfalls hätte jeder von Euch die große Chance das zu erleben vor seinem 40. Geburtstag. Es gibt noch viel zu tun…

  10. Ich beneide Frauen um:

    1) Ihre sozialere Ader, Ich finde andere Menschen eher anstrengend und befriedigenden Kontakt schwierig, Frauen sind, auch als Singles, imho weniger allein.

    2) Dass sie ihre Sexualität ausleben können. Nicht nur quantitativ (wie viele anmerken) sondern überhaupt, auch extremere Sachen (BDSM usw.) für Männer sehr schwierig (es sei denn sie zahlen, was ich immer abgelehnt habe). Es mag zwar schwierig sein eine gute Auswahl zu treffen, aber Männer haben idR ein Problem überhaupt bemerkt zu werden und Auswahl ist die große Ausnahme.

    3) Sie stehen weniger unter Generalverdacht (Gewalt, Vergewaltigung, Kindesmissbrauch etc.)

    4) Sofern sie hübsch sind, sind sie fast überall gern gesehen und werden hofiert, bei Männern sehr sehr selten der Fall.

    5) Die geringere Körperbehaarung 🙂

    Worum ich Frauen nicht beneide:

    1) Dass sie seltener offen und ehrlich sind und sich und anderen öfter nach dem Mund reden und sich unterordnen (bzw. glauben das zu müssen, siehe angeblicher Gesellschaftszwang, darauf geben Männer imho viel weniger).

    2) Dass sie sich ständig gegen Avancen zur Wehr setzen müssen (so sie hübsch sind).

    3) Dass sie körperlich schwächer sind.

    4) Das monatliche Blutbad.

    • @Andro Kubi:
      „2) Dass sie ihre Sexualität ausleben können. Nicht nur quantitativ (wie viele anmerken) sondern überhaupt, auch extremere Sachen (BDSM usw.) für Männer sehr schwierig (es sei denn sie zahlen, was ich immer abgelehnt habe).“

      Frauen brauchen meist auch Männer, um ihre Sexualität auszuleben. Also können auch Männer ihre Sexualität ausleben. 😉 Im Bezug auf die „extremeren Sachen“ würde ich dir empfehlen, einen Stammtisch oder eine Gruppe in der Nähe aufzusuchen. Gibt es eigentlich überall im größeren Umfeld und lässt sich durch das Internet recht schnell finden.

      „4) Sofern sie hübsch sind, sind sie fast überall gern gesehen und werden hofiert, bei Männern sehr sehr selten der Fall.“

      Aber es sind nunmal nicht alle Frauen hübsch…

      • „Frauen brauchen meist auch Männer, um ihre Sexualität auszuleben. Also können auch Männer ihre Sexualität ausleben.😉 “

        Das wäre nur richtig, wenn Frauen genauso viel Sex wollten wie Männer und ihre Sexualität gleichmäßig verteilt auf die Männer ausleben.

        Beides ist nicht der Fall. Siehe zB

        https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/20/sextrieb-bei-mannern-und-frauen/

        Over the course of a lifetime, men wanted around 18, whereas women desired 4 or 5. Miller and Fishkin (1997) asked a sample of college students how many sex partners they would like to have over the entire rest of their lives if they were not constrained by any factors such as disease or laws. The mean response by the women was that they would ideally like to have 2.7 sex partners, whereas the men’s mean response was 64. (…)

        • @Christian:

          „Das wäre nur richtig, wenn Frauen genauso viel Sex wollten wie Männer und ihre Sexualität gleichmäßig verteilt auf die Männer ausleben.“

          Du hast nicht verstanden, worauf ich mich mit meiner Aussage bezogen habe. Es ging eben nicht um quantitatives Ausleben.

  11. „Was wäre es, worum ihr das andere Geschlecht beneidet?“

    Nichts. Oder einiges. Kommt darauf an, ob mann sich hier die Rosinen herauspicken kann bzw. gleich eigene Projektionen als Neidbasis nutzen kann oder ob man mit den Vorteilen auch die korrespondieren Nachteile gratis mitbekommt 😉

    Was nutzt mir z.B. die Hochverfügbarkeit von Sexualpartnern wenn ich kein umwerfend großes Lustempfinden beim Sex habe und dazu noch um meinen Ruf fürchten muss?

    • Imion,

      „Frauen haben ein großes Lustempfinden beim Sex“

      Unter definierten Rahmenbedingungen sogar beim Sex mit einem Mann. Stimmt. Deswegen bleibt es aber trotzdem nicht im Suchtzentrum der Frau gespeichert.

      „Desweiteren gibt es keine Rufschädigung bei Frauen mehr, wenn diese viel Sex haben. Im gegenteil, es ist so anerkannt, das die Hobbyprostitution und sugar babes wie pilze aus dem Boden schiesen“

      In den entsprechenden Peer-Groups (wo es alle machen) mag das sein. Über die Gesamtheit betrachtet ist das nichts was frau an die große Glocke hängen kann.

  12. Pingback: Warum mir nur eine Sache einfällt, dir ich als Mann gerne machen würde, aber nicht tue – Geschlechterallerlei

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