Weibliche Stars, die für eine „Nomakeup“-Bewegung und „natürliche Schönheit“ eintreten

Verschiedenste Stars, allen voran Alicia Keys, treten für eine „No make up“-Bewegung, auch als „oben ohne“-Bewegung in den Medien ein:

Noch vor ein paar Jahren bekam man Stars nur auf Paparazzifotos so zu sehen, wie die Natur sie schuf. Heute erledigen sie es selbst. Das hat den Vorteil, dass man der Natur heimlich doch etwas nachhelfen kann: mit hautton-korrigierenden Colour Corrector-Cremes, flüssigen Highlightern, getönten Tagescremes, Wimperngel und Augenbrauenpuder. Hinter dem neuen Promi-Trend steckt ein simples PR-Prinzip: Nähe aufbauen. Die Botschaft an die Fans: Ich bin wie du. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. (…)

Gibt man bei Instagram den Hashtag #Nomakeup ein, erscheinen mehr als 12,4Millionen Beiträge von A-, B- und C-Promis und ihren Followern, inklusive „Make-up free Mondays“ und „Fresh Faced Fridays“. Fast hätte man diesen Trend samt den dazugehörigen No-Make-up-Tutorials auf Youtube genervt ad acta gelegt, da geschah etwas. Die Sängerin Alicia Keys gesellte sich auch zu den schminkfreien Jüngern und meint es besonders ernst damit. Denn die 35-Jährige hatte beschlossen, komplett auf Schminke zu verzichten, nicht nur für Selfies aus dem Wohnzimmer, sondern auch dort, wo es wirklich wehtut: auf der Bühne, dem roten Teppich, im Fernsehen. Nicht um zu kokettieren, sondern um eine Revolution auszulösen.

Sie sei verschwitzt aus dem Gym gekommen, berichtet Keys von ihrem Schlüsselmoment, ein Tuch um die Haare gewickelt, nicht den Hauch von Mascara oder Concealer im Gesicht, als eine Fotografin rief: „Genauso müssen wir dich ablichten! Roh und echt.“ Das nervöse, unsichere Gefühl beim Shooting wich schnell einem anderen: „Ich habe mich nie schöner, mächtiger und freier gefühlt“, schrieb Keys in einem Essay für Lena Dunhams Newsletter-MagazinLenny. Seit sie berühmt sei, habe die Show-Industrie sie zu einem Chamäleon gemacht: „Ich war nie ich selbst, sondern habe mich immer angepasst.“ Ab jetzt wolle sie sich nicht mehr verstecken, nicht ihren Geist, nicht ihre Seele, und auch nicht ihre Träume und ihre Kämpfe – nichts mehr.

 Mir scheinen dabei den bekannteren Promis besonders ältere Promis ab 35 bei dem Trend mitzumachen oder sehr junge und schöne. Aber das ist ein rein subjektives Gefühl. Die älteren Promis können im Kampf um Schönheit eh nicht mehr mithalten, die jüngeren Promis verlieren weniger durch Schminke, weil sie Zeichen des Alters noch nicht überdecken müssen. Alle anderen sind sich des Marktes durchaus bewußt , in dem sie sich befinden und wissen, dass ein Verzicht auf Schminke sie in der Konkurrenz untereinander erheblich zurückwirft. Denn Schminke ist zunächst einmal auch intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen, es erlaubt Fehler zu kaschieren und länger jung auszusehen. Eine Schauspielerin, die auf Schminke verzichten würde, stünde nicht weniger, sondern mehr in Konkurrenz mit anderen, gerade mit jüngeren Frauen. Denn daran, dass weibliche  Schönheit mit Jugend zusammenhängt führt eben, da es auf Biologie beruht wenig vorbei.
Ich kann dabei gut verstehen, dass zB Alicia Keys darauf verzichten will und natürlich auftreten möchte. Sie kann ihre Musik verkaufen und ist weit weniger auf ihr Aussehen angewiesen. Aber natürlich gilt auch in dem Bereich, dass Schönheit ein zusätzlicher Bonus sein kann.
Ich finde es aber dennoch interessant die Bilder zu sehen. Gerade die Augen wirken, einfach weil wir die Stars nur geschminkt kennen, plötzlich ganz anders als vorher.
Alicia Keys

Alicia Keys

Alicia Keys ohne Makeup

Alicia Keys ohne Makeup

Das sieht man auch, dass man mit Make Up einiges rausholen kann und sich wesentlich schöner machen kann, gerade auf Fotos.

Natürlich wird wieder angeführt werden, dass man dem Schönheitswahn und den unglaublichen Druck entkommen muss und Frauen endlich ganz natürlich sein können sollten. Aber zum einen schminken sich deutsche Frauen eh sehr zurückhaltend (wer einmal in südländischeren Gegenden abends weggegangen ist, der wird einen deutlichen Unterschied feststellen) und zum anderen zeigt das Bild oben die enormen Vorteile des Schminkens. Den werden gerade Frauen untereinander nicht aufgeben wollen.

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168 Gedanken zu “Weibliche Stars, die für eine „Nomakeup“-Bewegung und „natürliche Schönheit“ eintreten

  1. „Ich habe mich nie schöner, mächtiger und freier gefühlt“
    Sagt die Frau die auf Schminke verzichtet.

    „Ich habe mich nie reicher, mächtiger und freier gefühlt“
    Sagt der Mann der auf eine berufliche Karriere verzichtet.

    Wie das bei dem jeweils anderen Geschlecht ankommt, dürft ihr raten 😉

    • „„Ich habe mich nie reicher, mächtiger und freier gefühlt“
      Sagt der Mann der auf eine berufliche Karriere verzichtet.“

      Ist das nicht auch etwas, was nur Frauen sagen dürfen?
      😉

  2. „Verschiedenste Stars, allen voran Alicia Keys, treten für eine „No make up“-Bewegung, auch als „oben ohne“-Bewegung in den Medien ein:“

    Finde ich gut.
    Man sollte nur nicht vergessen; das Äquivalent zum weiblichen Schönheitsobjekt ist das männliche Status- und Nützlichkeitsobjekt, eine integral-antisexistische Kritik muss beides berücksichtigen und die Ausnutzung weiblicher und männlicher Instinktdispositionen zur Profitmaximierung durch das kapitalistische System in beiden Fällen kritisieren.

    • @ Leszek

      Verwechselst Du nicht Kapitalismus mit Biologie?

      Bin mal gespannt, wie Du das abdrehen willst … mit dem Sozialismus hat es a nicht so geklappt,und auch die neue Variante, Gender genannt, wird scheitern … 🙂

      Wenn die ohne Kriegsbemalung auskommen, fress ich einen Besen mit samt Putzfrau.

    • @ dddbz

      „Verwechselst Du nicht Kapitalismus mit Biologie?“

      Nein.
      Man kann biologische Dispositionen durch äußere Einflüsse verstärken oder abschwächen, auch wenn man sie nicht völlig beseitigen kann.

      „Bin mal gespannt, wie Du das abdrehen willst … mit dem Sozialismus hat es a nicht so geklappt,“

      Doch, libertärer Sozialismus hat geklappt, wurde nur leider nach kurzer Zeit gewaltsam von außen niedergeschlagen.

      „und auch die neue Variante, Gender genannt, wird scheitern“

      Gender-Feminismus ist kein Sozialismus, das kannst du übrigens daran erkennen, dass es sozialistische Gender-Kritiker gibt.

      „Wenn die ohne Kriegsbemalung auskommen, fress ich einen Besen mit samt Putzfrau.“

      Eine deutliche Reduzierung wäre ja auch schon gut.

      • „Gender-Feminismus ist kein Sozialismus, das kannst du übrigens daran erkennen, dass es sozialistische Gender-Kritiker gibt.“

        Toll … und wenn es mehr sozialistische Gender-Liebhaber gibt?

        Genderbeführwortung ist doch in diesen Kreisen das Statussymbol, so mein Eindruck, um uA bei den entsprechenden Frauen zu landen … 🙂

        • @ ddbz

          „Toll … und wenn es mehr sozialistische Gender-Liebhaber gibt?“

          Das wäre definitorisch nicht relevant. Falls sich feststellen ließe, dass es mehr liberale Gender-Befürworter als Gender-Kritiker gibt, würde das dann bedeuten, dass der Gender-Feminismus eine Form des Liberalismus ist? Natürlich nicht.

          Der durchschnittliche Sozialist beschäftigt sich nicht mit Gender-Feminismus, falls ein Sozialist den Gender-Feminismus unkritisch sieht, dann in der Regel, weil er nichts davon versteht und es einfach nur vage mit Ablehnung starrer traditioneller Geschlechterrollen assoziiert, wogegen ja nichts einzuwenden ist.
          Aber z.B. die DKP – von der ich allerdings ansonsten absolut kein Fan bin – schrieb ja z.B. über die Gender Studies:

          „Vertreter dieser Fachrichtung mögen ursprünglich einmal mit fortschrittlichen Ambitionen angetreten sein. Das, was sie heute vermittelt, ist reiner Partikularismus, Identitätspolitik für Leute, die sich wissenschaftlich verbrämt ihrer Besonderheit versichern wollen, ist in der Regel aufklärungsfeindlich. Wer braucht unter solchen Umständen dieses Zeug?”

          https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2016/08/03/fundstueck-zur-wahl-in-berlin-stehende-parteien-ueber-gender-studies/

          „Genderbeführwortung ist doch in diesen Kreisen das Statussymbol,“

          Nö, in sozialistischen Kreisen ist mit Gender-Feminismus in der Regel kein Status zu gewinnen.

          „so mein Eindruck, um uA bei den entsprechenden Frauen zu landen …“

          Ich fürchte bei der Mehrheit der politisch korrekten Gender-Feministinnen möchte der durchschnittliche sozialistische Mann nicht landen und man möchte die meistens auch nicht so gerne in sozialistischen Gruppen dabei haben, weil die Gender-Feministinnen mit ihrem Quatsch dazu neigen die Arbeiter beiderlei Geschlechts zu vergraulen.

      • Warum sollte Schminken einen unbedingt „schöner“ machen? Das sind doch auch nur Versprechen, die nur eine Oberfläche liefern können. Auf diese Oberfläche kommt es häufig an, aber eben häufig auch nicht. Ganz einfach, weil „Schönheit“ über den Eindruck wenig bedeutet.
        Schönheit kann auch als Ausdruck der Abgehobenheit benutzt und sehr wohl so verstanden werden, daher die übliche Assoziation mit Arroganz (was natürlich auch sehr unfair sein kann).

        • „Warum sollte Schminken einen unbedingt „schöner“ machen?“

          Schau Dir doch die Bilder an. Glaubst Du etwa, Frauen würden das machen wenn sie keinen Profit daraus schlagen könnten?

        • Klar, wenn man für die Werbebranche arbeitet, essentiell. Obwohl vielleicht bald durch Computertechnik ersetzbar. Wenn man etwas repräsentiert, dann sehr wichtig. Wenn man sich in der „besseren Gesellschaft“ tummeln will, unverzichtbar (USA, siehe jetzt den Puppenstall von Donald Trump, lol).
          Klar, da geht es in erster Linie um Abziehbilder und um Kohle oder wenigstens um die Illusion von Kohle.
          Darüber hinaus finden es auch manche schön.

          Und sonst?

        • @ddbz
          „Sagt wer?“

          Ich. Du wirst es ja kaum glauben, aber für Ästhetik habe ich wirklich was übrig. Und „Schönheit“ erscheint mir allzuhäufig nur als Kitsch, als Vortäuschen von einer ansprechenden Ästhetik, die eigentlich nur grauenerregend ist.
          Ich gebe auch zu, dass Schminken tenenziell gut dafür ist, der „Natur“ auf die Sprünge zu helfen.

        • Sorry, @ddbz, das hatt ich falsch geschaltet.

          zB sagt die der post vom @chris hier:

          „Denn daran, dass weibliche Schönheit mit Jugend zusammenhängt führt eben, da es auf Biologie beruht wenig vorbei.“

          Also auch am Schminken nicht, welches dann eben unbedingt schöner macht. Also prinzipiell und immer. Da es ja die Alterserscheinungen neutralisiert und damit kann die Schönheit natürlich wirken.
          Ist doch eine verbreitete Vorstellung, oder?

          Meine ich ja sogar auch:
          „Ich gebe auch zu, dass Schminken tenenziell gut dafür ist, der „Natur“ auf die Sprünge zu helfen.“

      • Deien Plan wird an einer simplen Gleichung scheitern: Warum sollte sich jemand dauerhaft hässlicher machen, wenn er die Möglichkeit hat, sich attraktiver zu machen?

        Das klingt erstmal plausibel. Aber warum tätowieren sich dann so viele Frauen?

    • @Leszek

      „das Äquivalent zum weiblichen Schönheitsobjekt ist das männliche Status- und Nützlichkeitsobjekt“

      Die Sexismen bedingen sich wechselseitig und sind aber keine Charakteristika eines „kapitalistischen System“, sondern eines feudalistischen Systems (was typischerweise antikapitalistisch – autoritär) ist. Der Feudalismus lebt nicht vom Geschäft und kapitalitischem Handeln, sondern von der Extraktion von Renten und Steuern, *aus* einem kapitalistischen System.
      Deshalb wimmelt es heute in allen Führungsetagen von solchen „Salonrevolutionären“, die enthoben vom verachteten und durch sie abgeschöpften „kapitalistischen System“, die Marie-Antoinette-Torte anscheiden und sich in Lametta und Schminke gefallen.

      Dem Plebs empfehlen diese Leute dann, sich nicht zu schminken, weil das „natürlich“ sei…..

      „Finde ich gut.“

      Siehst du nicht, dass du hier den Versuch Klassenunterschiede zu etablieren und sichtbar zu machen (so ähnlich war es als der Adel bunte Kleidung trug, die Bauern Grau) „gut findest“?

      Hier geht es ja nicht um subjektive Geschmacksfragen, wie uns die „Nonmakeupbewegung“ natürlich weismachen will.

  3. Hallo,

    Ich hab mich mit 25 noch nie geschminkt. Mein Mann hat mich „ohne“ kennengelernt und findet mich, ebenso wie ich selbst, hübsch so 🙂 die Zeit, die ich morgens im Bad investieren muss, ist dank langer Haare eh schon lang genug 😀
    Zwei Fragen hab ich dann mal an euch. Der Text sagt „zum anderen zeigt das Bild oben die enormen Vorteile des Schminkens. Den werden gerade Frauen untereinander nicht aufgeben wollen.“ – den „Vorteil des Schminkens“ will ich nicht unkommentiert lassen, denn zwar sehen viele Frauen durch ein bisschen Schminke frischer, jünger und schöner aus (ich sicher auch), aber erstens würde das ebenso vielen Männern auch gut tun und zweitens habe ich schon häufiger die „shit, ohne Schminke sieht das Weib hässlich aus, so will ich es nicht“-Geschichte gehört. Ohne Schminke zu gehen scheint also ehrlicher anzukommen und eventuell Frust auf beiden Seiten zu ersparen. Von Vorteil kann also nur bedingt die Rede sein, meint ihr nicht?
    Und dann ist es m.M.n. nicht ganz zutreffend, Frauen nachzusagen, sich nur in Abgrenzung oder im Wettbewerb mit anderen Frauen schick machen zu wollen. Gibt es dazu Studien oder so? Mein Beweggrund für „schicker“ (ja, auch ohne den Gesichtsmalkasten) war bisher immer ein festlicher Anlass, der bestimmte Kleidervorschriften vorsieht, oder der Wunsch, meinem Mann gut zu gefallen (er mag Röcke an mir, die ich eher als festlicher charakterisiere). Die Meinung meiner Freundinnen ist mir dabei schon anhörenswert, aber auch da geht es ja nicht darum, in einem Wettbewerb zu ihnen zu stehen. Und die Meinung fremder Frauen ist mir ziemlich egal, da sie einfach nicht wichtig genug für mich ist. Während ich nicht in Abrede stelle, dass es Menschen (beiden Geschlechts) gibt, die mehr auf Äußerlichkeiten fixiert sind – und ich bin keine dicke Frau, die jetzt mit „mimimi Bodyshaming“ anfangen will, sondern mache viel Sport und achte auf den Körper 😀 – würde ich nicht unterschreiben, dass das auf Frauen zu einem größeren Teil zutrifft bzw. dass sie eben mehr Wert auf die Meinung von anderen Frauen legen, sie diese übertrumpfen wollen oder was auch immer – ja, was eigentlich? Da traut man meinem Geschlecht zu wenig Hirn zu, finde ich…

    Beste Grüße
    Anja

  4. Ohje, der Süddeutsche-Artikel macht auch gleichzeitig noch Werbung („Die eigentliche Überraschung“) für ….

    „… dass auch Hollywood-Stars in ziemlich normalen Resopal-Einbauküchen leben.“

    Alles was „Verzicht beinhaltet“.

    Und für den toxischen Wahn der angeblich gesunden „laktose-, gluten- und zuckerfreien“ Ernährung natürlich. Dann muss man ja an Schminke und Küche sparen…

    Für diesen Quark wird auch Werbung gemacht:

    „der Rest der 41-jährigen Haut leuchtete dank grüner Smoothies, Yoga und Vaginaldampfbädern makellos in der Morgensonne.“

    LOL

    „Hinter dem neuen Promi-Trend steckt ein simples PR-Prinzip: Nähe aufbauen. Die Botschaft an die Fans: Ich bin wie du.“

    Nee, das dient nur, diese Produkte an die Frau zu bringen, das ist keine Selbstvermarktung. Sondern Vermarktung, die als Selbstvermarktung daherkommt.

    Das Ganze ist natürlich dazu da eine „Revolution auszulösen“ und daher läuft jemand heute ungeschminkt auch da rum, „wo es wirklich wehtut: auf der Bühne, dem roten Teppich, im Fernsehen.“ Na, toll.

    • *Vaginaldampfbädern*

      Steht das da wirklich?

      „Ich habe meine Vagina dampfgereinigt“

      „Ich habe eine tolle Vagina. Wirklich.“

      Ich nicht! 😦

      „Meine Vagina verdient es, verwöhnt zu werden.“

      Warum?

      „Dadurch sollen eventuelle Ablagerungen gelöst werden, …“

      Aha! Btw, gibt es auch Ateriendampfbäder für den hohlen Kopf … ? 🙂

      „Schütte eine Handvoll frischer Kräuter (ca. eine halbe Tasse) in das Wasser.“

      Scharfgarbe, Frauenlob, Wüterich, … Nein.

      „Der Beifuß sah genauso aus und roch genauso wie Sägespäne. Wie gehackte Baumrinde vermischt mit Dreck. Auf der Packung mit dem Wermut stand dieser etwas befremdliche Text:“

      (Das war Dreck mit oller Baumrinde!)

      „„Wermut wird häufig während magischen Ritualen, durch die übersinnliche Kräfte entwickelt oder verstärkt werden sollen, als Räucherwerk verbrannt. Er wird auch mit maskuliner Energie, Mars und Feuer in Verbindung gebracht.“

      Nun, eigentlich wollte ich nur meine Vagina dampfreinigen, aber wenn ich jetzt auch noch übernatürliche Kräfte entwickele, dann ist das eben so“

      Kann ich verstehen, daß Du maskuline Energie für übernatürlich hälst, bist ja kein Mann nicht … 😆

      • @ddbz
        „Steht das da wirklich?“

        Ehrlich. You couldn´t make this up.

        Wahlweise gibt es noch Entgiftungen, Entschlackungen, „Detoxify“, Klistiere, um sich zu „reinigen“. Das Ganze ist esoterisch zu verstehen.

        „„Wermut wird häufig während magischen Ritualen, durch die übersinnliche Kräfte entwickelt ..“

        Wirkt leicht halluzinogen, siehe Absinth.

        Die Schreiberin deines verlinkten Stücks kennt sich offenbar aus:

        „hätte sie jetzt eher einem Wicca-Ritual zugeordnet“

        Ohne den ganzen Unsinn gäbe es den Feminismus heute gar nicht, bzw dessen völlig irrationale Umgangsformen. Hier tanken sie auf, holen sich ihre „Energie“.

    • @alex
      Werbung?
      Du hältst Ironie auch für ne Stadt in Frankreich, oder?

      Die besagte 41-jährige, Gwyneth Paltrow, ist berüchtigt dafür, jeden obskuren Gesundheits- und Wellnesstrend mitzumachen, wofür sie allgemein belächelt und verspottet wird.

      *Nee, das dient nur, diese Produkte an die Frau zu bringen, das ist keine Selbstvermarktung. Sondern Vermarktung, die als Selbstvermarktung daherkommt.*

      Das Produkt ist, wenn überhaupt, der Star an sich.
      Welche Produkte werden denn sonst genannt?

      • „Das Produkt ist, wenn überhaupt, der Star an sich.
        Welche Produkte werden denn sonst genannt?“

        Da musst du als Fan schon selbst sehen…. So läuft das heute mit der Werbung, viele wollen das gar nicht demonstrativ vorgesetzt bekommen, sondern „insider“ sein…

        • @alex
          *Da musst du als Fan schon selbst sehen…. So läuft das heute mit der Werbung, viele wollen das gar nicht demonstrativ vorgesetzt bekommen, sondern „insider“ sein…*

          Das ist aber ganz schön ineffektive Werbung. ^^

        • Soll jedenfalls so laufen, liest man überall. Habe mich auch erst mal gewundert. Die Phantasie und den Willen der Beworbenen sollte man vermutlich nicht unterschätzen und wenn sie sich selbst dazu überreden, dann dürfte das wirklich gut ziehen.

        • Auf Femi-Blogs garantiert nicht.
          In zahlreichen Illustrierten und Zeitungen liest man das. Immer wieder. Seit vielen Jahren

        • Nope.
          Bei product placement werden bestimmte Produkte aus der realen Welt z.B. in einem Film oder einer Show von den Darstellern verwendet.
          Bekanntes Beispiel ist James Bonds Aston Martin oder Samsung in Jurassic World.

          Aber auch da muss das Produkt gezeigt oder genannt werden, ansonsten weiß man ja nicht was man kaufen soll.
          Die Firmen bezahlen ja ein Schweinegeld dafür, da würde ich mich schon ärgern, wenn es lediglich hieße „Bond fährt halt ein Auto“

  5. 12,4 Millionen Beiträge unter einer Nomakeup Initiative sind noch lange keine flächendeckende Bewegung, vergesst es. Schönheit ist besser als Hässlichkeit, genau wie Gesundheit besser als Krankheit ist oder Reichtum besser als Armut ist. Niemand wird auf effiziente Hilfsmittel verzichten, die einen Schöner aussehen lassen können als er tatsächlich ist. Schon gar nicht Frauen. Wer gut aussieht hat es in vielen Dingen im Leben leichter. Das gilt für Frauen wie für Männer.

    Schönheit ist Macht! Das gilt nicht nur für Menschen, auch schöne Gegenstände erregen unsere Aufmerksamkeit. Da wird schon mal gerne der 20x höhere Preis einer Designer Zitronenpresse gezahlt, als wie für eine in der Handhabung praktischere aber schnöde aussehende weiße Plastik-Zitronenpresse.

    Solange wie wir Männer die Frauen wegen ihrer Schönheit begehren, solange werden Frauen sich durch Schminke und andere Tricks versuchen sich attraktiver zu machen. Sollten wir Männer uns dazu entschließen, Frauen wegen ihrer besseren Begabung für Fremdsprachen sexy zu finden, werden Fremdsprachen-Kurse proppenvoll mit Frauen sein.

  6. Kleines Gedankenexperiment. Angenommen ich ginge auf die Piste und würde so eine Frau wie auf dem ersten Bild abschleppen. Beim gemeinsamen Duschen würde ich feststellen: Diese dunklen Ringe um die Augen gehen gar nicht ab, auch nicht mit Seife. Ebenso der metallische Glanz auf den Lippen. Alles Natur! Quasi von Natur aus wie geschminkt.

    Ich glaube, mich würde ein leichter Ekel überkommen.

      • Man sieht in letzter Zeit recht häufig eine aufgemalte Verlängerung der oberen Wimpern, so einen Strich, der seitlich über das Augenlid hinausragt. Gäbe es solche Wimpern tatsächlich, würde man wohl eine Krankheit diagnostizieren. So wie knallrote Lippen eigentlich ein Hinweis auf eine ernste Durchblutungsstörung wären. Schön immerhin, dass unsere Frauen sich nicht die Füße brechen, sich nicht mit Ringen den Hals verlängern oder den Schädel verformen.

  7. Schminken wird ja als Werkzeug für die intrasexuelle Konkurrenz zwischen Frauen dargestellt. Aus den meisten Kommentaren (alle männlich?) lese ich aber heraus, dass viele Wert auf Schminke legen … Keiner (bis auf Leszek) hat bisher kompromisslos geschrieben: „Ja, Schminke ist Mist. Lasst sie ruhig weg.“

        • @Aurelia

          Ja, Schminke ist Mist.
          Mir zuliebe braucht keine Frau geschminkt zu sein.
          Frauen mit Lippenstift zu knutschen ist tendenziell eklig ohne abgeschminkt zu sein, käme keine in mein Bett.
          Ich hätte keine Lust auf einen Malkasten auf meinen Kopfkissenbezügen am nächsten Morgen.

          Alle meine Freundinnen haben sich im Alltag in der Regel nicht geschminkt, zwei haben allerdings relativ häufig Mascara verwendet.
          Es wurde mehr Aufwand getrieben, wenn wir a. gemeinsam weggegangen sind oder b. zu einem festlichen/offiziellen Anlass.
          Und glaub mir: Selbst dazu ging die Motivation nicht von mir aus.

          D.h. zu solchen Anlässen haben die Frauen untereinander konkurriert, wer am tollsten aussieht und die (Ziel insgesamt) meisten Blicke (männlich/weiblich) auf sich zieht.
          Bzw., zu testen wie der „eigene Marktwert“ ist (O-Ton Ex-Freundin); ergo beneidet und/oder begehrt.

          Sympathisch fand ich, dass denen niemals der Blödsinn: „Ich mache das nur für mich selbst!“ über die Lippen gekommen ist.

          Meine Frage an dich: Was versprichst du dir denn von der Verwendung von Lippenstift und Nagellack?

          Gruß crumar

        • Crumar, roten Lippenstift beispielsweise finde ich einfach nur sexy. Wenn ich jedoch meinen Partner am selben Tag sehe, verzichte ich aus praktischen Gründen darauf – obwohl er es auch sehr sexy findet. Ähnlich geht es mir mit roten Nägeln.
          Ansonsten würde ich Make-up am ehesten als Hobby/Zeitvertreib beschreiben. Es beruhigt mich, morgens im Bad immer dasselbe zu tun. Zudem zickt meine Haut in regelmäßigen Abständen und ich bin froh, dass das nicht die ganze Welt sieht.
          Bei alldem ist es nie ein Dogma geworden. Die letzten Tage war ich draußen unterwegs (wandern, campen etc.) und da würde ich nie Make-up tragen.

        • @crumar
          „Sympathisch fand ich, dass denen niemals der Blödsinn: „Ich mache das nur für mich selbst!“ über die Lippen gekommen ist.“

          Siehste, deswegen sagen die das nicht, was bestimmt viele denken. Weil es nach aussen peinlich ist. Da betont man, dass man sich für andere schminkt (was natürlich auch stimmt).

        • @Aurelie

          „Crumar, roten Lippenstift beispielsweise finde ich einfach nur sexy.“

          Hmmm………….
          Ich gebe zu, mit solchen Aussagen habe ich ein Problem.
          Natürlich kann man „ich finde“-Sätze so stehen lassen, aber in der Regel haben Handlungen einen Sinn und verfolgen ein Ziel.

          Gerade roter Lippenstift ist so sinnfällig, weil die Farbe rot eine Warnsignal ist und besonders deutlich wahrgenommen wird.
          Wenn man mit Sexualität allgemein eine gewisse Angstlust verbindet, dann erklärt sich m.E. auch, warum gerade diese Farbe Anklang findet.
          D.h. im Sinne einer Aufmerksamkeitsökonomie ist bei der Produktion von „sexyness“ die Verwendung der Farbe kein Zufall, sondern naheliegend und nützlich.
          Da Frauen in der Regel vollere Lippen haben als Männer ist der Lippenstift damit ebenfalls eine (bewusste) Blickführung des männlichen Blicks.
          Man könnte also meinen, Frauen können sehr gut mit dem „male gaze“ umgehen, indem sie diesen manipulieren. 😉

          Ansonsten habe ich tiefes Verständnis für Rituale!

          Gruß crumar

        • Crumar, natürlich existiert „Sexyness“ in einem bestimmten gesellschaftlichen Kontext. (Allein schon das Wort klingt ja nach drittklassiger Frauenzeitschrift 😉 ) Das, was ich für mich als sexy bewerte, existiert auch nicht in einem luftleeren Raum. Ich reflektiere das durchaus. Auf der anderen Seite scheint es im menschlichen (weiblichen?) Wesen zu liegen, sich zu schmücken. Für wen? Für das andere Geschlecht? Für das eigene Geschlecht? Sich selbst? Um sich auszudrücken, mit der Umwelt zu kommunizieren? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich von allem etwas.

        • Das klingt zumindest schon viel reflektierter als „einfach nur für mich“.
          Was ja bei einem Typen, der sich Tattoos sticht oder viel Wert auf Mode legt, genauso unreflektiert wäre.

        • @Aurelie

          Mit der drittklassigen Frauenzeitschrift hast du natürlich recht! :))

          „Kritische Sexyness

          Der so genannte Dritte-Welle-Feminismus von heute ist, wie die amerikanische Autorin Leora Tanenbaum kürzlich schrieb, ein „Feminismus mit dem Lippenstift“: ein Feminismus, der sich vom lustfeindlichen Image der Vorgängerinnen der sechziger und siebziger Jahre – der „Zweiten Welle“, bewusst absetzt, der kokett betont, dass es durchaus möglich ist, Feministin zu sein und sexy im Sinne der heterosexuellen Konvention.“

          http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/feminismus-debatte-durch-schick-und-duenn-a-483004-4.html

          Vom 15.5.2007

          „Auf der anderen Seite scheint es im menschlichen (weiblichen?) Wesen zu liegen, sich zu schmücken.“

          Ja, nachdem wir Männer glücklich dem Tierschicksal entronnen sind, uns Pfauenfedern wachsen zu lassen oder eine Mähne, zieht sich durch eine lange Zeit der Menschheitsgeschichte (vom Reich der Ägypter bis in den Absolutismus) ein einziger Streit der Geschlechter ums Badezimmer.

          Den die Frauen – dank des Bürgertums – gewonnen haben.
          Seitdem gibt es nicht mehr zwei schöne Geschlechter, sondern nur noch eins. Ihr seid in jedem Fall das Bild geworden und wir sind der Rahmen; die Schönheit steht der Nützlichkeit gegenüber, die erstere in Szene setzt.

          „Für das andere Geschlecht? Für das eigene Geschlecht? Sich selbst? Um sich auszudrücken, mit der Umwelt zu kommunizieren?“

          Na ja, wenn du dich schminkend vor dem Spiegel stellst, dann entwirfst du mit der Produktion eines Bildes von dir zugleich ein Bild davon, wie du (gesellschaftlich) gesehen werden willst und selbstverständlich handelt es sich um eine nonverbale Kommunikation.
          Du setzt dich damit in ein Verhältnis (auch in ein Verhältnis zu anderen Männern und Frauen), das du aktiv gestaltend beeinflussen zu gedenkst. Falls du das Wort Konkurrenz nicht magst.

          Ist doch eigentlich gut und nicht schlecht vom Ansatz her (bis auf die Farbe der Schildläuse beim knutschen und auf dem Kopfkissen).

          Da Männer bereits jetzt in Sachen Körperpflege zu den Frauen aufgeschlossen habe, lässt sich leicht prognostizieren, in einer kommenden, emanzipierten Gesellschaft gibt es wieder morgendliches Gerangel!

          Übrigens sind *wir* in Wahrheit das schöne Geschlecht. 😉

          Gruß crumar

        • @Aurelie

          Na bitte, geht doch! 🙂

          Ich habe schon überlegt, eine neue Serie zu veröffentlichen unter dem Titel: „crumars interessante Theorien“.

          Z.B. ist einer meiner Thesen, warum Frauen nicht mindestens 1,75 m groß sind ist „internalisierte Frauenfeindlichkeit“.
          Mann sollte nicht länger akzeptieren, dass Frauen kleiner sind, sondern bspw. mit einer Streckbank ein kräftiges „woman up“ initiieren.

          Und auch veranlassen, dass Frauen nicht irgendwelche strategisch positionierten Fettpolster in die nächste Generation einschmuggeln.
          Im Zweifelsfall wird das eine Art bacon für McDonalds – marenleinchen wird demnach eine Menge davon spendieren und das ist richtig so.

          Gruß crumar

    • Das hat wohl schlicht damit zu tun, dass Männer intrasexuelle Konkurrenz zwischen Frauen nicht als negativ empfinden (Ich finde schminken, solange es nicht übertrieben wird, auch nicht schlimm). Die meisten Männer werden auch nichts gegen attraktive geschminkte Gesichter haben, auch wenn es einfach ist, abschreckende Vorher/Nachher -beispiele zu finden.

      • @Imion
        Wenn du meine Analogie nicht raffst, bist du es wohl eher, der sich im RL leicht verarschen lässt.
        Frage: Womit lässt sich mehr verbergen/schummeln/betonen? Schminke oder bspw. Unterwäsche wie Push-Up-BHs, Bauch-Beine-Po stützende Strumpfhosen usw.? Du kannst nach dem Ausziehen die gleiche Enttäuschung erleben, wie nach dem Abschminken. Ich finde geschminkte Frauen meist hübsch. Du scheinbar nicht. Punkt.

    • Ich würde an eurer Stelle Männern, die sagen dass sie „nur auf natürliche Frauen“ stehen, ebenso wenig Glauben schenken wie Frauen, die behaupten, dass ihnen der sozioökonomische Status eines Mannes egal sei und auch dessen Indikatoren und Symbole keine Wirkung auf sie entfalten würden.

      Was sie meinen: es ist mir nicht soo wichtig oder schlicht nicht bewusst. Oder: mit Frauen, die sich stark schminken, habe ich schlechte Erfahrungen/Assoziationen. Oder sie denken dabei an völlig zugekleisterte Frauen, die das Schminken nicht beherrschen.

      Aber schminken wirkt. Männer erkennen in aller Regel auch gar nicht, ob eine Frau nicht zumindest dezent geschminkt ist.

      • @david
        Ich erkenne es und lehne es komplett ab. Weil es nur sexuelles ist. Das brauche ich aber nur sekundär für eine Partnerschaft. Gleichzeitig heulen dann Frauen rum, das Männer nur das eine wollen, dabei sind Frauen daran alleine Schuld.

        • @david
          ist halt so. Tut mir ja leid für dich, wenn du dich von Frauen so sehr blenden lässt und ihnen hinterherhechelst. Aber gut, wer studien aus den 70ern von der Pharmaindustrie zitieren muss, damit sein weltbild intakt bleibt, anstatt sich der Realität zu stellen, von dem habe ich eigentlich auch keine andere Reaktion erwartet.

    • Ich mag einen Mund mit Lippenstift sehen.
      Ich hasse es, einen Mund mit Lippenstift zu küssen.

      Ich schaue mir eine aufgebrezelte Frau gern an.
      Ich hasse es, ständig stundenlang zu warten, bis eine Frau mit Aufbrezeln fertig ist.

      Und jetzt?

      • „Ich hasse es, …“

        Das ist ein wichtiger Punkt: Schminke sieht (häufig) gut aus, ist aber ziemlich unpraktisch, wenn man die betreffende Frau berühren möchte, oder wenn man schnell mit ihr was unternehmen möchte, oder wenn man …

        Schminken hat also auch für den Mann Vor- und Nachteile. Und die Frage ist dann einfach: Was ist dem Mann wichtiger: Daß die Frau, die mit ihm weggeht, für andere und ihn gut aussieht – oder daß er zu ihr sagen kann: „Laß uns doch zur Fete bei Alex gehen …“ und sie ist in 90 Sekunden fertig zum Weggehen.

  8. Man sieht m.E. an den Vergleichsbildern von Alicia Keys sehr schön, wie sehr unser fotografisches Bild von Weiblichkeit als Idealisierung, als schöner Schein, schon in unsere Köpfe eingesickert ist.

    Make-Up als Angebot der Trägerin zur Idealisierung ihrer Person.

    Sobald diese Idealisierung wegfällt, wird die Geschlechtszuordnung vage. Das untere Bild könnte genausogut ein schöner Jüngling sein.

    (Es geht nur um Standbilder wohlgemerkt. Bei realen Begegnungen wirken andere Mechanismen auf die Zuordnung und Attraktivität ein)

    • Hier kommt aber auch ein Kontrast- bzw. Kontexteffekt zum Tragen. Wir sind es eben gerade von Fotos, noch mehr von Fotos prominenter Frauen, gewohnt, dass uns makellose Schönheiten mit riesigen Augen vom Bildschirm aus lüstern anstarren.

      Da verschiebt sich die Referenz. Vor allem, wenn dann dem unglücklich abgelichteten Nomakeup-Bild kontrastiert wird mit einem, das einem Gemälde gleicht.

      Wenn dir Frau Keys aber einfach so im Supermarkt begegnet, würdest du dich schon nach ihr umdrehen. Ist doch ne hübsche Frau:

      • Ja, allerdings: Diese Ausschnittsphotos sind hochgradig manipulativ angelegt.

        Insofern verstehe ich auch Kampagnen wie z.B Pinkstinks und Co, die darauf hinweisen, dass hier im intrasexuellen Wettbewerb von aussen eine so hohe Messlatte angelegt wird, dass 99% der realen Weibchen daran scheitern müssen.

        Wenn sich frau mit Haut und Haaren auf diesen Wettbewerb einlässt, bekommt sie das Ticket zum Unglücklich sein gratis dazu…

        Ist allerdings ein reines Frauen-Thema.

        Bei realen Mann-Frau-Begegnungen wirken soviele andere Signale, da sieht das ganze schon anders aus.

        • und Beleuchtung.
          Die extrem dunkle Umrandung der Augen würde in unserer Alltagskultur bereits überschminkt rüberkommen.

        • „Insofern verstehe ich auch Kampagnen wie z.B Pinkstinks und Co, die darauf hinweisen, dass hier im intrasexuellen Wettbewerb von aussen eine so hohe Messlatte angelegt wird, dass 99% der realen Weibchen daran scheitern müssen.“

          Wir müssen hierbei achtgeben, daß wir nicht mit zweierlei Maß messen. Ich bekomme ständig in den Medien Männer präsentiert,
          – die sportliche Höchstleistungen vollbringen,
          – oder die wohlhabend und erfolgreich sind,
          – oder die alles im Griff haben und die größten Probleme lösen.

          Auch hier wird „im intrasexuellen Wettbewerb von aussen eine so hohe Messlatte angelegt wird, dass 99% der realen“ Männchen „daran scheitern müssen.“

          Wie gehe ich jetzt mit dieser Messlatte um, wie komme ich damit zurecht? Indem ich mich auf dieses Spiel gar nicht erst einlasse. Das ist effektiv, hat aber Konsequenzen: im intrasexuellen Wettbewerb werde ich links liegen gelassen.

          Warum machen die Frauen das nicht genauso und lassen sich nicht auf das Spiel „Schönheitswettbewerb“ ein? Wenn ich damit leben kann, daß ich im intrasexuellen Wettbewerb ausscheide – warum können Frauen nicht auch damit leben? Wenn man mir sowas zumuten kann – warum kann man dann den Frauen nicht auch sowas zumuten?

        • Jochen Schmidt,

          „Warum machen die Frauen das nicht genauso und lassen sich nicht auf das Spiel „Schönheitswettbewerb“ ein?“

          Machen doch viele. Die fallen halt eher nicht auf 😉

          Ernsthaft: Klassischerweise ist dieser „Schönheitswettbewerb“ auf den Lebensabschnitt zwischen Geschlechtsreife und Schwangerschaft begrenzt.

          Eine Besonderheit unserer aktuellen (westlichen) Kultur ist dabei die extreme Verlängerung dieser Lebensphase und die Abkopplung vom Kinderkriegen.

          Daher ist dies ein Markt, der Frauen von 13-53 bedient, anstatt von 13-23. Das macht ihn so präsent.

      • Das Pferdelächeln und die wulstigen Augenlider lassen sich leider nicht wegschminken. Darum zeigt dieses Bild in erster Linie auch nicht die Wirkung von Schminke,

        sondern von Mimik und Bildbearbeitung.

        • … und Beleuchtung.
          Die extrem dunkle Umrandung der Augen würde in unserer Alltagskultur bereits überschminkt rüberkommen.

    • „Make-Up als Angebot der Trägerin zur Idealisierung ihrer Person.“

      Ich denke, Du meinst eigentlich: Make-Up als Angebot der Trägerin zur Idealisierung ihrer Weiblichkeit.

      Denn Du schreibst ja gleich danach: „Sobald diese Idealisierung wegfällt, wird die Geschlechtszuordnung vage.“

      Unser Stereotyp von Weiblichkeit wäre dann so in etwa: Ohne entsprechendes Make up ist es gar keine Frau.

  9. Bezüglich Schminken scheint die Männerwelt ja zweigeteilt zu sein. Die Ansicht, das Geschminke der Frauen sei lästig, ist ja nicht gerade selten, Stichwort „Kriegsbemalung“. Andererseits befürworten es auch viele. Kann man daraus Rückschlüsse auf den Männertypus ziehen? Z.B. Alpha/Beta?

    Bedeutet Schminken, „ich will einen Alpha, der mich unterwirft“?

    • „Bedeutet Schminken, „ich will einen Alpha, der mich unterwirft“?“

      Nö, schminken bedeutet in erster Linie: „Ich will, dass die anderen Mädels grün werden vor Neid ob meiner Schönheit“

      Wenn frau das Begehren hat, unterworfen zu werden, dann zeigt sie dies aktiv (wenn auch verdeckt) zielgerichteter an.

      • *Nö, schminken bedeutet in erster Linie: „Ich will, dass die anderen Mädels grün werden vor Neid ob meiner Schönheit“*

        Nicht direkt.

        Schminken bedeutet sicherlich eher:

        – Ich hab einen (oder vielleicht auch fünf) fiese Pickel

        – Ich hab echt schlecht geschlafen und will nicht aussehen wie eine wandelnde Leiche

        – Ich hab dieses Schminkevideo auf YT gesehen und hab mich total in Strobing/Contouring/ lila Lippenstift verliebt

        – Ich bin auf dem Weg zur Arbeit und da kommt es komisch wenn ich ungeschminkt bin

        -Ich bin auf dem Weg zum Feiern und da kommt es komisch wenn ich ungeschminkt bin

        – Ich bin auf dem Weg zu einem Date/meinem Freund und will so hübsch wie möglich sein

        – Ich find mich gut mit blauem Lidschatten

        – Ich bin ein Teenie und experimentiere per Wimperntusche mit dem Frausein

        – Ich genieße das tägliche Ritual des Schminkens

        – Ich bin extrem unsicher und hab Schwierigkeiten damit, wie ich ohne alles aussehe

        – Ich habe Narben im Gesicht, die ich gerne überdecken möchte

        etc. etc. (Mehrfachnennungen möglich)

        • ergo:… positive Gründe für´s Schminken gibt es nicht…

          Arg einseitig. Sowas Schlichtes wie sich selbst damit schöner zu finden, sollte doch als Mindeststandard unterstellen dürfen, oder nicht?

        • Das meine ich ganz abstrakt, ich kann mir das gut vorstellen. Einfach aus der Grundannahme, dass jemand irgendwelche Dinge zuerst um sich selbst willen macht.
          Und das mit dem Gefallen am eigenen Bild, sich schön zu finden, ist doch schon ein ganz klarer positiver Grund gewesen.
          Komisch, dass das immer vergessen wird…

        • Das sehe ich nur rein negative Darstellungen, die mir verraten, was du von geschminkten Frauen hälst. Wirst du aber sicherlich abstreiten, das so gemeint zu haben.

        • Das sind natürlich alles mögliche, aber sehr oberflächliche Gründe, die nicht hinreichend erklärend sind und die dahinterstehenden Bedürfnisse und Motive außer Acht lassen.

          In einer Welt ohne Männer gäbe es sicher keine Schminke. Nicht nur, weil keiner sie erfunden hätte, sondern auch weil keine Frau ein Bedürfnis danach hätte.

          Weshalb auch Lesben nahezu nie geschminkt sind, außer es besteht Anpassungsdruck durch Beruf oder (z.B. Gothic-) Subkultur.

        • *sehr oberflächliche Gründe, die nicht hinreichend erklärend sind und die dahinterstehenden Bedürfnisse und Motive außer Acht lassen.*

          Die natürlich alle darauf abzielen, Männern zu gefallen.
          Ach David…
          Ich weiß, das ist etwas verletzend für das männliche Ego, aber wahrscheinlich ist die einzige Frau, die sich für deine Aufmerksamkeit schminkt, deine Frau.
          Aber das muss doch reichen, oder? 😉


        • Ich weiß, das ist etwas verletzend für das männliche Ego, aber wahrscheinlich ist die einzige Frau, die sich für deine Aufmerksamkeit schminkt, deine Frau.
          Aber das muss doch reichen, oder?

          Glücklicherweise kenne ich da sogar noch mehr Frauen, die sich über meine Aufmerksamkeit freuen 😉

          Und ich bin auch sicher nicht DER Grund, dass meine Frau (wenn sie das überhaupt tut) sich schminkt.

          Das mit den Motiven ist wesentlich komplexer, als du dir wohl vorstellen kannst. Natürlich hat das sich hübsch machen auch eine Selbstwert- , Beziehungs-, oder Anpassungsfunktion. Aber auch diese sind eben nicht einfach unabhängig von Heterosexualität.

        • *Glücklicherweise kenne ich da sogar noch mehr Frauen, die sich über meine Aufmerksamkeit freuen*

          Sheera zählt nich….

          *Das mit den Motiven ist wesentlich komplexer, als du dir wohl vorstellen kannst. […]
          Aber auch diese sind eben nicht einfach unabhängig von Heterosexualität.*

          Das widerspricht sich doch. Wenn du das alles im Prinzip auf Heterosexualität abstellst, sind die Motive eben nicht komplex.

          Mal ganz davon abgesehen, dass ich durchaus die ein oder andere lesbische Frau kenne, die sich schminkt.

          https://en.wikipedia.org/wiki/Lipstick_lesbian

        • „du bist zwar hinterfotzig, gemein und durch und durch ein schlechter Mensch“

          Na, das ist doch jetzt Dein Image, das sich zurückspiegelt.
          Dass Du Dich so hasst… obwohl Du nichtmal mehr fett bist, oder doch?

        • Jetzt muss ich mich leider schon verabschieden und kann diese Konversation nicht weiterverfolgen. So ein Pech aber auch.

        • *
          Sheera zählt nich….

          So true 😀

          Richtig guter Konter..

          Das widerspricht sich doch. Wenn du das alles im Prinzip auf Heterosexualität abstellst, sind die Motive eben nicht komplex.

          Ich stelle nicht alles auf Heterosexualität ab. Ich sage nur dass man von den Bedürfnissen und Motiven ausgehen muss, nicht oberflächlichen Rationalisierungen. Selbstwerterleben ist durchaus auch ein Grundbedürfnis, somit ist „männliche Aufmerksamkeit“ eben auch zu kurz gedacht.

        • Es ärgert mich mit etwas Abstand, dass ich auf den Bulli angesprungen bin. Wahrscheinlich fühle ich mich bei ihr an die Obermobberin aus meiner Berufsschulklasse erinnert. Konnte damals voll nicht verstehen was die Frau für ein Problem mit mir hatte und suchte längere Zeit den Fehler bei mir. Dabei war sie doch bloß neidisch. Was bin ich froh, dass ich dafür noch die verbale Bestätigung erhielt bevor sich unsere Wege trennten.

          Die von Marenleinchen ausgehende Fehde ärgert mich nun besonders, da wir in verhältnismäßig vielen Fällen inhaltlich gar mehr oder minder übereinstimmen.
          Sowas müsste einfach nicht sein, Maren!
          Wenn Du mich aus dem Nichts heraus erwähnst bzw. angreifst, dann sollte dem mindestens auch eine sachliche Auseinandersetzung zugrundeliegen oder folgen, dann wär Dein Verhalten auch nicht völlig unnütz und als bloße Aggression einzuordnen… wobei: vielleicht ist das ja hier auch so, ganz geheim versteckt? Hattest Du nicht mal gesagt, Du hättest null Einwände gegen den Vorschlag mit dem Abtreibungsrecht für Männer? Dann wär klar was Dein Problem war: durch mich wäre Dir jüngst wieder klargeworden wie dämlich Du bist. Und das schmerzte Dich außerordentlich. Verstehe. Seufz.

        • Es ärgert mich mit etwas Abstand, dass ich auf den Bulli angesprungen bin. Wahrscheinlich fühle ich mich bei ihr an die Obermobberin aus meiner Berufsschulklasse erinnert.

          Deiner selbst für deine Verhältnisse arg schlechten Reaktion sah eher nach einer Regression in die Grundschule aus.

          Konnte damals voll nicht verstehen was die Frau für ein Problem mit mir hatte und suchte längere Zeit den Fehler bei mir. Dabei war sie doch bloß neidisch.

          Classic 😀 Lehrbuchmäßig.

          da wir in verhältnismäßig vielen Fällen inhaltlich gar mehr oder minder übereinstimmen.

          Kein halbwegs vernunftbegabtes Wesen, schon gar nicht Maren stimmt mit dir in vielen Fällen überein, da machst du dir was vor.

        • Was willst Du mir eigentlich sagen? Du, der frischgebackene Papi, der seine Zeit praktisch nur noch aufs Bashen verschwendet?
          Du bist so langweilig, Junge.

        • Ich habs eigentlich satt, dass sich solche Differenzen nicht auflösen lassen.

          Marenleinchen, es tut mir leid für Dich.

          Ich weiß, dass Du an diversen Wunden herumlaborierst, woraus sich Deine womöglich gar echt-empfundene Antipathie für mich speist.

          Die Sache mit Deinem Vater oder Deiner Mutter zum Beispiel.
          Und ich bin so kackendreist gelegentlich zu erwähnen, dass meine Eltern beide noch leben und auch ziemlich toll sein können. Subjektiv ein guter Grund für Dein verletztes inneres Kind mich zu „hassen“. Und dann die beständige intellektuelle Kränkung noch obendrauf… also weißt Du: ich versteh schon.
          Es sei Dir verziehen.

        • Und genau das meine ich mit hinterfotzig und gemein.
          Gezielt unter die Gürtellinie, aber ich weiß ja von wems kommt.

          *Und dann die beständige intellektuelle Kränkung noch obendrauf*

          Ok, das war witzig 😀

        • Es war mein best guess, sag Du mir doch den „wirklichen“ Grund, wenns das nicht sein sollte. Und ich äußerte mich überdies offen – nicht bloß vor, sondern gar im Gespräch MIT DIR!
          Nicht meine Definition von Hinterfotzig!

          Die erfüllt objektiv eher Deine Einleitung, in der Du in quasi meiner Abwesenheit eine simple Spitze in meine Richtung austeiltest.

          Was denkst Du denn, wie man darauf „vernünftig“ zu reagieren hätte? Also spontan dachte ich bloß „Fresse, Fotze!“.
          Was tust Du denn wenn Du sowas miterleben musst?

        • *sag Du mir doch den „wirklichen“ Grund, wenns das nicht sein sollte.*

          Hab ich doch schon mehrfach.
          Aber du denkst ja eh immer, dass du nicht so bist, und dass alle lediglich aufgrund deiner Großartigkeit grün vor Neid sind, von daher sehe ich keinen Sinn darin, mich hier in einen cat fight verwickeln zu lassen.

        • Du schriebst, Dir wäre peinlich was ich schreibe.
          Ja gut, aber warum denn? Was hat das denn mit Dir zu tun?
          Jeder hat das Recht sich so gut zu blamieren wie er kann, nech?^^

          Aber nur fürs Protokoll: das war keine falsche Erinnerung meinerseits, oder? Du hättest wirklich von allein „kein Problem“ in der Idee des Abtreibungsrechts für Männer erkennen können, richtig?

        • Also ich wollte mich ja eigentlich nicht weiter einmischen und da ich selbst kein Kind von Traurigkeit bin, sagt das vielleicht eh der falsche, aber DAS ist ja wirklich „beruhigend“, dass es immer noch 5 Stockwerke tiefer geht:

          Die Sache mit Deinem Vater oder Deiner Mutter zum Beispiel.
          Und ich bin so kackendreist gelegentlich zu erwähnen, dass meine Eltern beide noch leben und auch ziemlich toll sein können. Subjektiv ein guter Grund für Dein verletztes inneres Kind mich zu „hassen“.

          (weiter oben noch die erneute Anspielung auf Marens erlebte Vergewaltigung)

          Wer sich für sowas nicht mal mehr schämt, der hat wohl die Kontrolle über sich komplett verloren.

        • „(weiter oben noch die erneute Anspielung auf Marens erlebte Vergewaltigung)“

          Oh, also das war nichtmal Absicht.
          Das hätte ich bei jeder gedacht, die so nen Spruch abgelassen hätte wie sie, die Assoziation wollt ich nichtmal herstellen jetzt.
          Shit happens.

          Aber findest Du nicht drollig, dass sie so tut als hätte sie keinen cat-fight starten wollen ursprünglich?

        • Weil ich mein: achte mal drauf.
          Es geht immer von ihr aus. Immer. Und wenn ihr Hauptvorwurf „hinterfotzig und gemein“ lautet, will ich nichtmal wissen, wie das Lästermaul hinter den Kulissen abgehen kann…

        • Marenleinchen & Semikolon,

          beim lesen habe ich ein bisschen das Popcorn vermisst. War aber meine Schuld, ich sollte halt immer welches im Haus haben…

          XD

        • (Ich hab inzwischen übrigens schon kräftigst gelacht über meine Reaktion von heut nachmittag. „Sheera zählt nich“ und ich lauf Amok. Normal wäre der Gedanke: die unwichtige Maren darf ruhig sagen, ich würde nicht zählen. War ich wohl etwas ausm inneren Gleichgewicht…)

        • Und der Kontext erst, der Kontext! Den hab ich gar nicht wahrgenommen. Ich muss nochmal ne Runde meditieren, wenn sich mein Bauch beruhigt hat 😉

  10. Könnt ihr euch an diesen Film erinnern?

    Ging viral damals, wahrscheinlich, weil eine umwerfende ungeschminkte Weiblichkeit zeigt.

    Das wird ein Teil des Problems sein: Seit einem halben Jahrhundert ist es dermaßen tabu zu fragen, was Männer eigentlich wirklich wollen (von den bescheuerten „So kriegst du ihn rum“ Cosmo Artikeln mal abgesehen), dass (viele) Frauen außer „Jugend“ und „Sex“ gar keine Antworten mehr kennen.

    Da bleibt dann halt nichts, außer sich zu schminken.

    Was ist eigentlich aus Annes „Positive Weiblichkeit“ Projekt geworden?

    • „dass (viele) Frauen außer „Jugend“ und „Sex“ gar keine Antworten mehr kennen.“

      Wobei es interessant ist darauf hinweisen, dass die Feministinnen offenbar die „Verobjektierung“ der Frauen durch „Cosmo“ etc als nicht störend empfinden. Die sind einfach auf der gleichen Seite.

      • *Wobei es interessant ist darauf hinweisen, dass die Feministinnen offenbar die „Verobjektierung“ der Frauen durch „Cosmo“ etc als nicht störend empfinden.*

        Weil auch nie irgendeine Feministin sich über Frauenzeitschriften aufgeregt hat…. ^^

        • Damit sagst du jetzt aber wirklich nichts über das vorher schon Geschriebene hinaus.

          Und warum regen sich die Feministinnen darüber nicht auf? Sollte sie doch allerheftigst. Wohl Alliierte?

          Ach ja, weisst du bestimmt nicht, keine Erfahrung.

          So kann man alles schön zerreden, stimmst?

        • „Und deswegen sind Feministinnen und Cosmo „Allies“? Echt jetzt?“

          Ist in diesem Fall tatsächlich seit kurzem so, dh klargemacht:

          „When Coles (/Chefin/) made the decision to move Cosmopolitan away from sex tips and beauty product reviews, and delve into politics, she was clear that she would come at “women’s issues” from the left, even telling POLITICO that candidates who didn’t support abortion rights or government-based solutions to problems like equal pay shouldn’t bother to apply for Cosmopolitan‘s endorsement.“

          „If there’s any common thread that unites the various magazines (/die sog, Frauenzeitschriften/), it’s that they think women are incapable of handling tough ideas, without either making the decision for them or insulting their intelligence with below-average political thought.“

          http://heatst.com/politics/ivanka-trump-was-right-to-walk-out-on-cosmopolitan/

        • @marenleinchen und @Alex

          Es gibt viele Feministinnen, die ihr Geld bei Frauenzeitschriften verdienen.

          Und dann kommen so tolle Bücher heraus wie Natasha Walters „Living Dolls – The Return of Sexism“.

          Sie arbeitet auch für die „Vogue“ – sagt mir der Klappentext – und hält das selbstverständlich für keinen Widerspruch.

          Denn nur Männer machen Frauen zu „Sexualobjekten“, während Frauen Frauenzeitschriften herausgeben, deren Anzeigekunden Frauen die Objekte aufschwatzen, die sie verwenden, um zu „Sexualobjekten“ zu werden.

          Großer Unterschied!

          Für diese Firmen sind Frauen *Konsumobjekte* und das ist keinesfalls herabwürdigend gemeint.

          Gruß crumar

          P.S.: Was hieltet ihr von der Produktidee „Vaginal*schaum*bäder“?

        • @crumar

          Dass diese Frauenzeitschriften ein Hort des Feminismus immer schon waren, das glaube ich feste. Aber die politischen Feministinnen waren damals immer etwas zu konträr zu dem Konservativen dort als dass das eine gute offene Allianz abgegeben hätte, also ignorierte man sich, vernutlich einvernehmlich.

          Deine Produktidee hat sicherlich Zukunft! Hört sich gleich viel besser an als das Original. Und verbessertes Waschmittel ist das Ding to go.

        • @Alex

          Es gab ein legendäres Treffen der „Emma“ mit „Brigitte“ und auch dort ist das feministische Anliegen m.E. angekommen.

          Du wirst in vielen deutschen Frauenmagazinen immer wieder „Feminismus-Light“ Artikel finden, die nicht direkt das feministische Anliegen schildern.
          Aber viel öfter werden einfach nur stumpf die Diskriminierungen, Benachteiligungen usw. nachgebetet, denen Frauen angeblich ausgesetzt sind.

          D.h. es geht gar nicht um die Propagierung von politischen Maßnahmen, sondern um die Ideologie, dass Frau in der Gesellschaft eine einzige Problemzone darstellt, um die sich vielfältig und umfassend gekümmert werden muss.

          „Aber die politischen Feministinnen waren damals immer etwas zu konträr zu dem Konservativen dort als dass das eine gute offene Allianz abgegeben hätte“

          In den USA würde ich sagen, gibt es geradezu einen „Cosmo“-Feminismus, der kompatibel ist mit den Sehnsüchten, Interessen und Bedürfnissen von middle-class-Frauen.

          Außerdem wäre ich vorsichtig damit, aus Feminismus immer wieder ein *linkes* Projekt zu machen.
          Du vergisst bspw. Rita Süßmuth, Claudia Nolte, Birgit Schavan.

          Die Feministinnen haben ihre größten Erfolge *fraktionsübergreifend* gefeiert.
          Also in der Überwindung der eigenen politischen Differenzen; an dieser Stelle sollte wir uns an die eigene Nase fassen.

          Gruß crumar

        • @crumar
          „legendäres Treffen der „Emma“ mit „Brigitte““

          Sieh einer an, kannte ich nicht.

          „immer wieder „Feminismus-Light“ Artikel finden“

          Eben. Und dieses Hochstilisieren der Frau als was Besonderes, die gefühlsgetragene Exaltiertheit. *schüttel*
          Das primed schon grundsätzlich für das Politische, wenn auch eher im Heimlichen. Was bei den Rechten ohnehin ihr Metier ist. Jetzt ist es natürlich offener geworden, wie du mit Cosmo ja auch festgestellt hast. Das ist Teil dieses ganzen „my feminism“ oder „everyday feminism“, was so eine Art Rekrutier-Vorfeld für den Feminismus darstellt.

          „Außerdem wäre ich vorsichtig damit, aus Feminismus immer wieder ein *linkes* Projekt zu machen.“

          Ich wollte nur auf alte Zeiten anspielen, als Femininisten nicht zu unrecht als links galten. Ansonsten meine ich immer, dass Feminismus ein ausgesprochen rechtes Projekt ist, auch der „linke“ Arm, nebst der ganzen „progressiven“ Bewegung. Die den Feminismus von den linken Tendenzen befreit und auf rechts umgepolt hat.

          „Also in der Überwindung der eigenen politischen Differenzen; an dieser Stelle sollte wir uns an die eigene Nase fassen.“

          Das ist glaube ich ein frommer Wunsch. Vor allem weil das Fraktionsübergreifende eigentlich keines war. Da sassen Rechte eben überall verteilt in den Parteien.

  11. Mal eine andere Frage. Wie ist eigentlich die Erfindung des Spiegels in Hinsicht auf Identitätsstörungen zu beurteilen?
    Auch evopsychmäßig interessant, dass Frauen Jahrtausende lang nicht wussten, wie sie aussehen.

  12. Ich persönlich finde Schminke an sich gar nicht so schlimm als Mann. Liegt wohl daran, dass ich auf schöne Frauen stehe, die ihre Vorzüge positiv darstellen.

    Ungeschminkt sans jetzt auch kein Weltuntergang, außer dass der vorher-nachher Effekt bei manchen schon extrem ist.

  13. Bis jetzt habe ich auf solchen Bildern Frauen nur solo gesehen. Würde man sie mit einem attraktiven Mann kombinieren, können sie praktisch nie mithalten. Denn ohne Schminke ist der Mann das schöne Geschlecht. Von daher sage ich voraus, dass der Trend nicht lange anhalten wird.

  14. Alica Keys ist der (seltenere) Fall einer Frau, die ohne Schminke eigentlich besser aussieht als mit, für meine Augen. Gerade auch jünger.
    Insbesondere ihre Augenbrauen sind in Natura ein Träumchen, und angepinselt so grausig wie die der gefühlt meisten heutzutage.

    • „Gerade auch jünger.“

      Viele Frauen, gerade die jungen, sehen geschminkt deutlich älter aus. Das muß kein Nachteil sein, sollte vor dem Schminken aber bedacht werden 😉

  15. Mir scheint, bei der ganzen Diskussion oben wird ein bestimmter Punkt nicht genügend berücksichtigt:

    Schminken hat eben nicht ausschließlich etwas mit intrasexueller Konkurrenz zu tun, sondern es ist heute ein wesentliches Element, um sich selbst (allgemein seine Persönlichkeit, oder auch seine momentane Stimmung) auszudrücken – ja, um einen bestimmten Lebensstil zu manifestieren.

    Hier ist Schminken ähnlich wie Rauchen oder im (deutschen) Lokal den „Le Figaro“ lesen. Da geht es eben auch nicht bloß um Sucht oder Informations-Aufnahme, sondern hier präsentiert jemand sich und seinen Lebensstil – so, wie er gerne von anderen Menschen gesehen werden möchte.

    (In diesem Sinne haben mache Feministen Recht: Frauen schminken sich eben nicht (nur) für Männern, sondern (auch) für sich selbst.)

    Angewendet auf das Schminken: Für mich ist bei einer geschminkten Frau immer auch die Frage: Wie paßt das zu ihrem Wesen, zu ihrem Naturell? Gibt es da eine Art Harmonie, oder zumindest eine stimmige Stilisierung? Oder ist das irgendwie aufgesetzt, irgendwie „gepreßt“ – macht sie dabei den anderen, und vielleicht auch sich selbst, etwas vor?

    Z. B. habe ich eine Kollegin, die sich einfach entsetzlich schminkt. Ich habe noch nie eine so häßliche Frau gesehen – häßlich gemacht, wohlgemerkt. Aber, jetzt kommt’s: Wenn man mit dieser Frau zusammenarbeitet und ihre Art kennenlernt, dann merkt man: das paßt richtig gut, die Schminke hat gewissermaßen eine Pointe: sie drückt das Temperament dieser Kollegin wunderbar aus. Ist verblüffend.

    Und da denke ich: sie sollte auf diese „häßliche“ Schminke nicht verzichten, das gehört bei ihr einfach dazu. Vor langer Zeit habe ich mal eine Frau gekannt, die schminkte sich immer wie so eine Barbie. Ich fand’s schlimm. Bis ich gemerkt habe: Das ist wohl das Problem dieser Frau – sie wäre so gerne eine Barbie (die Sehnsucht der Veronika Foss …). Und ab da fand ich ihre Schminke gut: das Zeug offenbart mir das zentrale Bedürfnis dieser Frau …

    Und ähnlich würde ich das mit den „no make up“-Frauen heute sehen: Das etwas mit Geld zu tun, mit Publicity, mit Bequemlichkeit, auch mit Mode – aber es ist eben auch eine Art, sich selbst und sein „feeling of being alife“ den anderen Menschen zu präsentieren – „ich bin gar kein Star, ich bin einfach wie Du: genauso banal, genauso mittelmäßig, genauso belanglos.“

    Die Frage wäre für mich dann wieder: wie gut paßt diese Art (dieser style) zum Wesen der betreffenden Frau? Mein Vorurteil hierzu: in den meisten Fällen gar nicht.

  16. Ich habe das mit dem Schminken noch nie verstanden. Ich schminke mich eigentlich nie, weil mir das viel zu viel Zeit raubt und ich mich auch schön fühle ohne solche Tricks.
    Habe eine Freundin, die unglaublich Spaß am Schminken hat und wenn wir zusammen weggehen, hat sich mich auch mal geschminkt, aber da war der Grund eher, ihr damit einen Gefallen zu tun.
    Ansonsten bin ich nur bei Foto-Shootings geschminkt, da mache ich das auch nicht selber. Und ich betrachte die Fotos meist als eine Art Kunst, wo es auch nicht darauf ankommt, was die Wirklichkeit ist.

    Bisher habe ich auch noch keine negativen Konsequenzen daraus gemerkt, dass ich mich nicht schminke. Ich sehe da einfach wenig Sinn hinter…

      • @Maren: „Humblebragging at it´s best….“

        Begründung? Oder wirfst du einfach mal wieder gerne mit irgendwelchen Schlagwörtern um dich?

        So wie viele andere hier, habe ich lediglich meine Meinung und mein Verhalten zum Thema Schminke bzw. nomakeup geäußert.

        Passt es dir nicht, dass ich nichts Negatives über mich selbst gesagt habe? Wenn es dir hilft: Ich kann mich vermutlich auch nicht gut schminken, weil ich das einfach nie mache. ;P

        • *So wie viele andere hier, habe ich lediglich meine Meinung und mein Verhalten zum Thema Schminke bzw. nomakeup geäußert. *

          Ist doch auch ok. Aber im Prinzip ist das versteckte Angeberei. Sag mir nicht, dass dir das nicht bewusst ist? 😀

        • @maren: „Ist doch auch ok. Aber im Prinzip ist das versteckte Angeberei. Sag mir nicht, dass dir das nicht bewusst ist?“

          Nein, und ich verstehe auch immernoch nicht, warum das versteckte Angeberei sein sollte?

          Jeder Mensch hat doch die Möglichkeit, auf das Schminken zu verzichten, das hat doch nichts mit irgendwelchen besonderen Fähigkeiten zu tun. (eher im Gegenteil: ich glaube auch, dass ich mich eben nicht besonders gut schminken könnte).
          Wo habe ich deiner Meinung nach also angegeben?

        • „Wo habe ich deiner Meinung nach also angegeben?“

          Ich vermute mal, dass sie die Kombination aus „ich schminke mich nicht“ vs. „ich fühle mich schön und habe Fotoshots“ habe, es könnte aus der Sicht implizieren, dass du dich nicht schminken musst, weil du schön genug bist (andere Frauen aber darauf angewiesen sind, weil sie nicht so schön sind)

        • @christian
          Genau. Dazu könnte man auch noch das „ist mir zu zeitraubend“ rechnen, das impliziert, dass sie für den Firlefanz viel zu beschäftigt mit wichtigeren Dingen ist.

        • @Maren:
          „Genau. Dazu könnte man auch noch das „ist mir zu zeitraubend“ rechnen, das impliziert, dass sie für den Firlefanz viel zu beschäftigt mit wichtigeren Dingen ist.“

          Stimmt auch. Selbst ein gutes Buch lesen wäre mir um einiges wichtiger als eine Stunde im Bad zu verbringen und mich anzumalen. Aber erstaunlich, dass es als Angeberei betrachtet wird, wenn Schminken keine Priorität hat.
          Für mich irgendwie eine merkwürdige Einstellung.

          „Eigentlich war es glaub ich die Erwähnung der Fotoshoots, die zu dem Eindruck geführt hat.“

          Das habe ich erwähnt, da das die einzigen Situationen sind, in denen ich tatsächlich geschminkt bin.
          Fotos sind eben mein Hobby und ich betrachte die Bilder mehr als Kunst, somit ist das Schminken in dem Moment Teil eines künstlerischen Projekts.

          Aber du scheinst echt ein trauriges Leben zu haben, wenn meine Einstellung zum Thema schminken bei dir Neid hervorruft (anders kann ich mir nicht erklären, dass du das als Angeberei empfindest).

        • *Aber du scheinst echt ein trauriges Leben zu haben, wenn meine Einstellung zum Thema schminken bei dir Neid hervorruft*

          Dass manche Frauen sofort meinen, man wäre neidisch, sagt eigentlich viel mehr über diese aus, als über die angeblichen Neider. 😀

        • Nochmal als Vergleich:

          „Du machst Diät? Also ICH kann ja essen was ich will.“
          „Du bist in einer Partnerbörse angemeldet? Also ich war ja eigentlich nie Single.“
          „Du schminkst dich? Also dafür ist mir ja meine Zeit zu schade, ich lass mich nur für Fotoshoots schminken“

          Schön dass du uns das mitteilst, jetzt wissen wir alle, dass du keine Probleme hast und rundum supi bist ❤

        • @maren:
          „Dass manche Frauen sofort meinen, man wäre neidisch, sagt eigentlich viel mehr über diese aus, als über die angeblichen Neider.“

          Das ist für mich der einzig mögliche Grund für deine Reaktion. Anders kann ich mir das einfach nicht erklären, wie man in einen solchen Fakt, Angeberei hineindeuten kann.
          Doch nur dadurch, dass man das Erzählte als etwas sieht, was begehrenswert ist – worauf sollte sich sonst das Angeben beziehen? Und wenn du das als begehrenswert betrachtest und mir Angeberei unterstellst, gehe ich nunmal davon aus, dass da ein klein wenig Neid mit im Spiel ist.

        • @Miria

          „Anders kann ich mir das einfach nicht erklären“

          Könnten auch weltanschauliche Differenzen sein. Neid ist nicht zwingend anzunehmen. Ist sowieso schwer zu erkennen.

        • @Alex:
          „Könnten auch weltanschauliche Differenzen sein. Neid ist nicht zwingend anzunehmen. Ist sowieso schwer zu erkennen.“

          Könntest du mir erklären wie weltanschauliche Differenzen dazu führen, dass meine sachliche Einlassung zum Thema Schminken bzw. nicht-schminken als „Angeberei“ fehlinterpretiert wird?

      • @maren: Neid at its best …
        „Ich fühle mich auch so schön genug“ und „Das ist mir zu zeitaufwendig“ dürften zu den häufigsten Gründen gehören, wenn Frauen sich nicht schminken wollen. Es muss einer Frau doch möglich sein, diese Gründe einfach zu nennen, ohne dass ihr Angeberei vorgeworfen wird.

        • @Miria
          Wenn du wirklich hast angeben wollen, dann hast du es äusserst geschickt gemacht, zB indem du das Schminken beim Phototermin als lästige Notwendigkeit dargestellt hast.
          Mit Bescheidenheit, Zurückhaltung uä anzugeben hat ohnehin etwas Paradoxes, was Amüsantes.
          Die Betonung von Tugendhaftigkeit kann man natürlich als Angeben verstehen, aber ob man jetzt zB die Weigerung sich zu schminken, weil es „natürlicher“ wäre, in diesem Sinne interpretieren darf…. hm … besser nicht. Obwohl diese Werbekampagne genau an soetwas zu appellieren scheint. Macht eher Sinn das als Beschämung der anderen, Geschminkten, zu interpretieren.

        • @Alex:

          „Wenn du wirklich hast angeben wollen, dann hast du es äusserst geschickt gemacht“

          Danke! Natürlich, ich bin doch ein wahrer Meister im versteckten Angeben 😉

          Ernsthaft, wenn ich mit etwas angeben wollen würde, dann doch eher mit bestimmten Fähigkeiten als damit, mich nicht zu schminken.

          Btw. ich kann übrigens ein Flugzeug fliegen ;P

  17. Ich interpretiere die Message hinter der Aktion so: „Ich bin so schön dass ich auch ohne Schminke gut aussehe“.
    Ist aber nur ein Trick, denn die Leute sind ja mit getönten Hautlotionen etc. durchaus verschönert. Es ist „leichtes Makeup“.

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