Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 11. September 2016

Nochmal: Den Namen des Mannes annehmen

Einen interessanten Gedanken zur Tradition, den Namen des Mannes als Familiennamen zu übernehmen, fand ich auf Twitter:

Der Gedanke wäre insofern, dass die Mutter sicher ist und damit eher kulturelle Praktiken entwickelt werden müssen, die dem Vater die Zugehörigkeit erleichtern. Denn wenn er sich in evolutionär relevanten Zeiten nicht verantwortlich gefühlt hat, dann konnte er die Unterstützung leichter abbrechen.

Das Thema hatte ich hier im Blog schon einmal. Ich schrieb damals:

Ich würde hier die folgenden Gründe sehen:

  •  zum einen hat die Tradition sicherlich einen patriarchischen Hintergrund. Frauen galten über lange Zeit als Besitz des Mannes und über den Namenswechsel gingen sie aus der Verantwortung des Vaters in die Verantwortung des Ehemannes über. Es markierte insofern schon einen Besitz und diente innerhalb der intrasexuellen Konkurrenz unter Männern auch als entsprechende Abschreckung.
  • beim Menschen verliess nach archäologischen befunden  eher die Frau ihre Familie (virilokal), Die Frau dann der bereits vorhandenen Familie zuzuordnen erleichert sicherlich ein In-Grouping
  • Die Zuordnung zum Mann betont die Zusammengehörigkeit und seine Verantwortung für Kinder und Familie.
  • Ruhm und Status ist für Männer ein klassisches Attraktivitätsmerkmal. Die Beibebehaltung seines Names erlaubt eine kontinuierlichere Betrachtung dieses Mannes und ist insofern für ihn und Leute, die ihn bewerten wollen, wichtiger.
  • Männerbeziehungen sind häufiger auf eine große Gruppe ausgerichtet, Frauenbeziehungen eher persönlicher. In einer großen Gruppe sind Zugehörigkeiten wichtiger und es ist bedeutsamer solche Informationen zu erlangen als in persönlicheren Beziehungen, die eher auch nur über einen Vornahmen laufen können.

Mit dem Gedanken der Zugehörigkeit hatte ich diese Idee auch schon aufgegriffen, aber noch nicht so klar auf die Vaterunsicherheit bezogen. Ich könnte mir vorstellen, dass dies neben dem Umstand, dass es innerhalb des Mate Guarding durch den Mann und dem damit verbundenen „Besitzanzeigen“, welches letztendlich aus den gleichen Gründen erfolgt, zu der Entwicklung der insoweit verbreiteten Tradition beigetragen hat.

Interessanterweise hat sich die Tradition inzwischen in einigen Bereichen und bezogen auf Deutschland verändert. Wenn Eltern nicht verheiratet sind oder beide ihren Namen behalten haben, dann ist es sehr üblich, dass das Kind den Nachnamen der Mutter bekommt. Vielleicht durchaus aus dem obigen Gedanken, dass sie eben das Kind ausgetragen hat und häufiger eine gewisse Zeit aussetzt oder auch nur, weil man meint, dass es für den Fall einer potentiellen Trennung eher zur Mutter kommt. Vielleicht spielt auch hinein, dass Frauen sich da dann schlicht eher durchsetzen als der Mann. Kommt es zu einem gemeinsamen Ehenamen wird dennoch nach wie vor häufiger der Name des Mannes angenommen.

Advertisements

Responses

    • „feminists don’t seem to understand why paternity certainty is an issue for men“

      Meiner Erfahrung nach verstehen das Frauen im Allgemeinen nicht. Da wird gerne so argumentiert, der Mann solle sich nicht so haben, wichtig sei doch nur die Beziehung zum Kind.

      Sie haben leicht reden, schließlich ist bei Ihnen das Risiko nahezu Null. Sollte es aber doch einmal dazu kommen, etwa durch eine Verwechslung im Krankenhaus, dann ist das auch für Frauen ein riesengroßes Drama und es werden nicht selten gigantische Summen für Schadenersatz und Schmerzensgeld erstritten.

      • bei Ihnen das Risiko nahezu Null

        Und was soll der Name daran ändern?

        Es geht doch bloß um den Ursprung einer Tradition, oder verstehe ich da was falsch?

        http://motherboard.vice.com/read/a-genetic-gps-can-track-your-origins-1000-years-back

        • Es geht darum, daß Frauen diesen Bedürfnis nach Sicherheit der Vaterschaft scheinbar grundsätzlich nicht nachvollziehen können.

      • Jupp, ist genauso bei feministischen Gesetzen im Sexualstrafrecht. Wie sagte ein Jurstin passend dazu:

        Ein weiteres Problem der neuen Rechtslage: Ein Paar liegt im Bett, sie will Sex. Er sagt, er sei zu müde. Sie gibt nicht auf und streichelt seinen Penis, bis er doch Lust hat. Ist das künftig strafbar, weil sie sein Nein ignoriert hat?

        Das Verhalten der Frau mag zwar den Tatbestand des neuen Gesetzes erfüllen. Aber ich bitte Sie, welcher Mann zeigt seine Partnerin nach einer solchen Situation an?

        https://uepsilonniks.wordpress.com/2016/08/27/sexualstrafrecht-kein-vernunftiger-mensch-wurde-es-ausnutzen/

        Ganz genau, welcher Mann zeigt seine Partnerin wegen sowas an. Diese Gesetze setzen genau darauf das Männer das nicht tun. Frauen hingegen tun das und werden es jetzt noch leichter tun können.

        Solche Gesetze sind von vornherin sexistisch gestalten, weil sie genau die Rollenwerwartungen an Mann (aktiv) und Frau (passiv) ausnutzen.

        Wenn es um Kinder geht, soll der Vater alles geben und erhält als Sicherheit, wenn es nach Feministinnen und Mütterlobbisten geht, nichts. Er soll sich selbst als austauschbar ansehen, aber trotzdem voll in etwas investieren das ihm, wenn die Mutter keine Lust mehr hat, einfach entzogen werden kann.

        • Das ist weibliche evolutionäre Strategie. Mach was gegen.

        • „Solche Gesetze sind von vornherin sexistisch gestalten, weil sie genau die Rollenwerwartungen an Mann (aktiv) und Frau (passiv) ausnutzen.“

          Da ist echt wahr. Gesetze stehen ja nicht automatisch über der gesellschaftlichen Realität, nur weil sie da sind, sondern können sie auch dem Zeitgeist anbiedern. Damit schwächt sich das Gesetz zu einer blossen Regel ab, die wie ein Fähnlein im Wind flattert. Das ganze Rechtssystem insgesamt scheint von dieser Auflösungserscheinung erfasst zu sein. Das mit dem Sexualstrafrecht ist sogar noch relativ harmlos mE, verglichen mit den Unterhölungen in Bezug auf das Eigentumsrecht bspw.

    • Ich stelle gerade fest, dass mit dem Firefoxbrowser das verlinkte Getwittere direkt angezeigt wird, in Chrome steht da nur der Link.

  1. Die Erklärung klingt logisch und schlüssig wenn man darüber nachdenkt, nur muss man dafür die Grauen Zellen anstrengen,
    Aber die Erklärung „böses Frauen unterdrückendes Patriarchat“ ist einfacher und fordert kein Überlegen.

    „Wenn Eltern nicht verheiratet sind oder beide ihren Namen behalten haben, dann ist es sehr üblich, dass das Kind den Nachnamen der Mutter bekommt.“

    Einfache erklärung:
    So ist es Einfacher, da die Mutter den größeren Teil der Kinderbetreuung übernimmt, so gibts keine bzw. weniger Verwechslung oder Erklärbedarf bei Kinderarzt, Krabbelgruppe usw.
    Kind mit Name X gehört zu Mutter mit Name X = OK
    Kind mit Name X gehört zu Mutter mit Name Y = Seltsam

    • So ist es einfacher, da die Mutter den größeren Teil der Kinderbetreuung übernimmt, so gibts keine bzw. weniger Verwechslung oder Erklärbedarf bei Kinderarzt,

      Nehmen wir mal an die Gesellschaft wäre im Umbruch und solche Gepflogenheiten würden sich dauerhaft durchsetzen, wäre das eine Evolution der Meme? Oder nur eine Sackgasse?

      Bei den Nasenaffen ziehen die Haremsdamen samt Kindern weg, wenn der Alpha schwächelt, also nix neues? Und der älteste Sohn? (siehe meinen Beitrag unten)

    • „Aber die Erklärung „böses Frauen unterdrückendes Patriarchat“ ist einfacher und fordert kein Überlegen.“

      Dass dieser Blödsinn überhaupt als Idee allgemein wahrgenommen wird, hat unendliche Arbeit gekostet, über Generationen und sehr viel Überlegen, wie man das begründen und erklären soll!

  2. Die Zuordnung zum Mann betont die Zusammengehörigkeit und seine Verantwortung für Kinder und Familie.

    Wenn die Tradition aus der Evolution hervorgeht, wäre es doch nur logisch, dass der Stammesführer, eventuell der einzige Samenspender, sein Amt an seinen Sohn weiter gibt. From father to son (https://en.wikipedia.org/wiki/Queen_II#.22Father_to_Son.22).

    Und da der älteste Sohn der erste ist, der ihn ersetzen kann ist auch das nur logisch (im Sinne der Evolution). Es sei den der Zickenkrieg der Haremsäffinnen führt zum Tode des Ältesten.

  3. „….paternity must be assured“.

    Geniale Erwiderung vom Yeyo. Hat mir sofort „die Augen geöffnet“.
    So naheleigend: Das mit dem Namensettikett auf die Kinder müsste eine Angelegenheit des sozialen Zusammenhalts sein, von social cohesion. So schlicht und banal und trotzdem kommt niemand drauf.

    Ein fairer Tausch: für die faktische Offensichtlichkeit der Mutterschaft die symbolische Demonstrativität der Vaterschaft mittelst des Namens.

    Die patriarchale Namenstradition ist so gesehen also ein Akt der versuchten Gerechtigkeit, ja einer sozialen Gerechtigkeit, um die Ungerechtigkeit der Natur auszugleichen.

    Ein extrem interessanter Gedanke.

    Es ist von dieser Basis auch leicht zu begreifen, dass Unsicherheit der Vaterschaft zu einem Besitzstandanspruch über die Frau entarten kann, also zu Ungerechtigkeit in der ehelichen Beziehung. Ganz offensichtlich nahm der Islam diese Entwicklung des vermeintlich notwendigen Besitzstandsdenkens in ganz besonderem Masse und machte die Frau insgesamt zur nicht-öffentlichen Person.

    „beim Menschen verliess nach archäologischen befunden eher die Frau ihre Familie“

    Auch das passt ins Bild. Und leitet vielleicht über in das og Besitzstandsdenken.

    Mir fällt auch gleich auf, dass die moderne Genetik erst heute ein tool einer wahren Ebenbürtigkeit zwischen den Geschlechtern geschaffen hat, da zweifelsfrei und sogar vor der Geburt *nachgewiesen* werden kann, ob jemand der Vater ist, genauso wie es ohnehin selbstverständlich ist, wer die Mutter.

    Denunziert vielleicht gerade deshalb der Feminismus die Wissenschaft als „patriarchales Konstrukt“, nur um Macht auszuüben, ohne jede Objektivität? So hätte das wenigstens einen nachvollziehbaren Hintergrund.

    Und daher verweilt man heute lieber in der vorwissenschaftlichen Ignoranz, bezüglich der Vaterschaft als Einbindung in die „Familie“ und gestattet weiterhin alle potentiellen Ungerechtigkeiten, die damit einhergehen….

    Ja, das „Vater ist, wer das Kind gezeugt“ ist nicht nur realistisch, sondern eröffnet erstmals in der menschlichen Geschichte eine grundlegende Perspektive für eine wirkliche Gleichheit im Geschlechterverhältnis.

    Ein echte Frage des Menschenrechts, die Technik und Biologie hier endlich definitiv beantwortbar gemacht haben. Der ganze Feminsimus erscheint darum nur als verlogene, reaktionäre und rechte Shitshow, um die neue Realität nicht anerkennen zu müssen. Genau wie der Kreationsimus als Reaktion auf die Evolutionstheorie und seine logisch-historische Fortsetzung.

    • Nicht nur das ist logisch, im Prinzip hat all das, was Feministen als „Patriarchat“ bezeichnen, eine tiefere innerer Logik.

      Es ist eigentlich recht einleuchtend, fass man Gesellschaften „patriarchal“ strukturiert wenn

      a) es wenig Ressourcen gibt
      b) jede intime Kontaktaufnahme zwischen Mann und Frau zu Nachwuchs führen kann
      c) die Kindersterblichkeit hoch ist

      • Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum das eine Frage von Wohlstand oder Lebensqualität sein soll.
        Ich kann aber leicht die Idee eines Sozialvertrags in dieser Affirmation der Vaterschaft erblicken, völlig unabhängig von den äusseren Umständen menschlicher Gesellschaften.

        • „Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum das eine Frage von Wohlstand oder Lebensqualität sein soll.“

          Frag mal beim Patentamt nach …

      • a) es wenig Ressourcen gibt
        b) jede intime Kontaktaufnahme zwischen Mann und Frau zu Nachwuchs führen kann
        c) die Kindersterblichkeit hoch ist

        Während prekären Zeiten wird Evolution geschrieben. Die Nachkommen müssen dann mit dem Ererbten leben, ob sie es nun logisch verbrämen und/oder akzeptieren können oder nicht.

    • dass Unsicherheit der Vaterschaft zu einem Besitzstandanspruch über die Frau entarten kann

      Die ganze Beziehungskiste ist doch ein Ausdruck dieser Unsicherheit. Für die Frau ist der Verlust des Mannes aber weitaus dramatischer.

      In der Natur werden frühere (fremde) Kinder oft getötet und dann kommt der „Besitzanspruch“. Das ist aber gegenseitig, denn die Frau muss sich absichern Nummer 1 zu bleiben, also auch ein Besitzanspruch.

      In der freien Wildbahn muss der Mann sich seinen Platz erkämpfen. Sobald er sich durchgesetzt hat, ist er der Chef und die Weibchen werden schwach. Nun muss er nur noch fremdes Erbgut eliminieren und seinen Samen spenden.

      Es ist doch wohl absolut klar, dass der durchsetzungsfähigste der Chef ist?! Die Unsicherheitserklärung ergibt ja nur Sinn als gesellschaftliche ritualisierte Expression dieses Herrschaftsanspruches des Siegers?

      Das andere ist Eifersucht.

      • „Die Unsicherheitserklärung ergibt ja nur Sinn als gesellschaftliche ritualisierte Expression dieses Herrschaftsanspruches des Siegers?“

        Was ist das für ein Sieger, der sich im Sieg moralisch auf Unsicherheit beruft? Das ist doch der Verlierer, der sich als Sieger wähnt….

        „Das andere ist Eifersucht.“

        Das ist die bekannte Sentenz von Nietzsche, der der „Sklavenmoral“, die das „Höherwertige“ niederhalten wolle. Eine der orginalen Urspünge, des modernen imaginierten Steinzeitmenschen-Denkens in der „Wildbahn“ hätte sich der Mann seinen Platz zu erkämpfen.

        Muss man nicht, genau dafür wird ein allgemeinverbindlicher Gesellschaftsvertrag festgelegt. Natürlich kann man da nicht alles nehmen, sowas muss möglichst jedem einleuchten. Sonst funktioniert das nicht, wie unser heutiger Vertrag in dieser Hinsicht.

        • seinen Platz zu erkämpfen.

          Muss man nicht, genau dafür wird ein allgemeinverbindlicher Gesellschaftsvertrag

          Das geht doch nur, wenn man auf etwas verzichtet. Fast alle menschlichen Gesellschaften leben nach dem Prinzip „Vom Vater zum Sohn“. Ich frage mich bloß warum? Weil es seit Jahrtausenden diesen Gesellschaftsvertrag gibt?

          Ist es nicht eher so, dass sich aus dem alleinigen Alphagehabe eine Art ritualisierte delegierte Machtausübung entwickelt hat, wobei der evolutionäre Vorteil des Alphas immer noch in unseren Genen und in unserem Verhalten herumspukt (PUA z.B.). Wenn nicht der ganze Stamm, dann zumindest die Familie, wobei die zerstörenden Kämpfe innerhalb der Sippe durch alphaähnliche Rituale ersetzt wurden. Am Ende ist es aber immer die Stärke des Mannes die die Machtverhältnisse bestimmt. Frauen sind schwächer und kleiner ….

          Die Übereinkunft der Namensweitergabe m.E. ist eher ein Relikt aus der Urzeit als ein moderner Vertrag der Gerechtigkeit.

        • „Fast alle menschlichen Gesellschaften leben nach dem Prinzip „Vom Vater zum Sohn“. Ich frage mich bloß warum?“

          Weil das die prekärste Linie ist und ganz offenbar so. Also praktisch ein einfacher Reflex, der nicht mal besondere Kodifizierung nötig hat. Wird wohl jedem Vormenschen klar gewesen sein.

          „Ist es nicht eher so, dass sich aus dem alleinigen Alphagehabe eine Art ritualisierte delegierte Machtausübung entwickelt hat ….“

          Ist dir eigentlich klar, dass das nichts anderes ist als eine feninistische Denkweise, die der vom Partiarchat folgt?

          „Am Ende ist es aber immer die Stärke des Mannes die die Machtverhältnisse bestimmt.“

          Wieso sind die Verhältnisse denn derzeit zum grossen Teil andersherum? Deine Theorie kann ja gar nicht stimmen…., sie befindet sich im Widerspruch zur Wirklichkeit und in die Vergangenheit kann man ja viel hineininterpretieren ….

    • das „Vater ist, wer das Kind gezeugt“ ist nicht nur realistisch, sondern eröffnet erstmals in der menschlichen Geschichte eine grundlegende Perspektive für eine wirkliche Gleichheit im Geschlechterverhältnis.

      Es ist ein Teufelskreis. Junge hübsche Frauen verfallen dem rücksichtslosen „karriereversessenen“ Alpha oder dem Sänger, Filmschauspieler. Sie begibt sich regelrecht in die Höhle des Löwen.

      Unsichere Nichtalphas bekommen dieselbe Frau nur wenn sie ihr etwas anderes anbieten können, wie z.B. Reichtum oder „absolute“ Sicherheit oder wenn sie einen Alpha mimen (PUA). Nicht dass sie diese heißeste Frau nicht möchten, aber sie bekommen sie meist nicht.

      So ähnlich geht es vielen Feministinnen, die eigentlich fühlen, dass der Alpha der Richtige ist, aber das nicht akzeptieren wollen oder sie nicht attraktiv und/oder nett genug sind. Das Resultat ist so oder so Unzufriedenheit, noch mehr als bei Durchschnittsfrauen, die ja auch alle den Alpha anhimmeln und ihn selten bekommen.

      Bei Lesben ist es noch verdrehter, denn z.B. A.S. ist durchaus offen für plumpe Komplimente …..

      Gechlechtergerechtigkeit gibt es also offenbar nur indem neue Ungleichgewichte erzeugt werden? Namen sind Schall und Rauch …..

      • Ja, aber das sind alles nur Beschreibungen allzu konkreter Problemlagen. Sie könnten ja helfen bei der Reflektion drüber, wie man es besser machen kann. Meist jedoch sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr…

        „Gechlechtergerechtigkeit gibt es also offenbar nur indem neue Ungleichgewichte erzeugt werden?“

        Eben nicht. Nur auf das Gleichgewicht kommt es an und wie es am geschicktesten und einfachsten eingestellt wird.
        In der Frage der Nachkommenschaft sehe ich den zentralen Punkt der Beziehungen zwischen Mann und Frau, an der man ansetzen muss. Ein „archimedischer Punkt“ in meinen Augen. Einfach, simpel und von durchgreifender Wirkung.

        • Nur auf das Gleichgewicht kommt es an und wie es am geschicktesten und einfachsten eingestellt wird.

          Dann müsste man den erfolgreichsten Alpha und die hübscheste immerjunge Frau klonen. Dann wären alle zufrieden und könnten von noch besseren Alphas und hübscheren Chicks träumen …. 😉

          Gestern im TV Mao und seine Frau. Kurz vor seinem Tod hat er sich nur noch mit Jungfrauen aufgehalten, weil die angeblich sein Leben verlängern könnten.

          An seinem Beispiel sieht man sehr schön das Ungleichgewicht. Die Frau hat die Macht, weil sie den Alpha geheiratet hat. Er „vergnügt“ sich mit jungen Hühnchen und lässt die Frau weiter regieren und foltern Sobald er stirbt ist die Macht weg ……

        • Jaja, nimm Flash Gordon und Barbarella 😀

        • „Gestern im TV Mao und seine Frau. Kurz vor seinem Tod hat er sich nur noch mit Jungfrauen aufgehalten, weil die angeblich sein Leben verlängern könnten.“

          Das beruht auf der chinesischen Vorstellung von Qi und gildet auch andersrum (ältere Frau und Jünglinge), muss nichtmal Sex enthalten. Wenn es das tut, bedeutet es gerade für die Mädchen eine aus ihrer Perspektive möglichst zu vermeidende Schwächung. Lesetipp: https://www.amazon.de/Kaiserin-chinesischen-Geheimnisse-weiblicher-entdecken/dp/3426776111

  4. Wenn sie ihren Namen annehmen, ist es wahrscheinlich der Name ihres Vaters … sie kommen aus dem Männernamenkarussell nicht raus … 🙂

    • Jetzt erst nach dem 2ten lesen ging mir ein Licht auf…. Ja, das stimmt. 🙂 Sie müsste also den Namen der Mitochondrien-Urmutter herausfinden. Wahrscheinlich hieß sie Eva oder Isis …..

    • Ja, natürlich. Deshalb sollten Grund oder Klang entscheiden.

      Meiner Wenigkeit wurde im Kindesalter von meinem polnischen Großvater, den ich nur zu wenigen Gelegenheiten traf, das Versprechen abgerungen, als „die Letzte“ unseren Namen weiterzutragen (der in Polen eine weibliche Endung hätte und anders ausgesprochen würde. Aber bereits mein Vater hat sich mehr oder weniger freiwillig eindeutschen lassen, sein Vorname hat phonetisch überhaupt nichts mehr mit seinem ursprünglichen gemein imho).

      Mit der Story und dem Argument, dass sein Name bereits mehrfach und auch in der männlichen Linie in der nächsten Generation angekommen ist, konnte ich den Kindsvater überzeugen. Dafür foppte er mich bei der Heirat. Teil des Antrags war nämlich die Behauptung, er würde meinen annehmen, bis es soweit war änderte er seine Meinung aber wieder (und sagte dazu, dass er das vielleicht nochmal nachholen würde. Ne klar^^).

  5. Hab letzt folgende Zahlen dazu gefunden:

    „The number of women keeping their maiden names after marriage peaked in the 1990s, when about 23 percent of married women decided to buck the name-taking tradition, according to a 2009 study published in the journal Social Behavior and Personality. The same research found that the number decreased to about 18 percent in the 2000s, although it’s worth noting that a woman’s age when she ties the knot seems to make a big difference; women who get married when they’re 35 to 39 years old are 6.4 times more likely to keep their names than women who put a ring on it between the ages of 20 and 24, according to a 2010 study published in Names: A Journal of Onomastics. …

    63.3 percent of Men’s Health followers said they would be upset if their wives kept their maiden names. …

    96.3 percent of Men’s Health followers said they wouldn’t take a woman’s last name if she asked them to.“

    http://www.womenshealthmag.com/sex-and-love/how-men-really-feel-when-you-keep-your-last-name

  6. Irgendwann vor vielen Generationen (*) hat einer meiner Vorfahren den Namen seiner Frau angenommen.

    Das war damals ein durchaus üblicher Vorgang, wenn ein Paar keine Söhne hatte und der Hof von einer Tochter übernommen wurde. Der Name des Hofes blieb erhalten, nicht der Name des Mannes.

    (*) Die Details könnte ich heraussuchen, mache ich aber jetzt nicht.

  7. […] Es gibt eben auch konservative Frauen, die das den richten Weg finden. Es dürfte auch genug Frauen geben, die einen Mann als unter dem Pantoffel stehend ansehen, wenn er den Namen der Frau annimmt und das sehr unsexy finden. (vgl auch hier und hier) […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: