Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 4. September 2016

Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern

Ein wahrscheinlich für viele katastrophales Ergebnis wird erwartet. Prognosen sehen sehr hohe Werte für die rechtspopulistische AfD.

Ich stelle schon mal eine Diskussionsmöglichkeit parat.

 

Update: Die Hochrechnung

Ergebnisse Landtagwahl Meckpom

Ergebnisse Landtagwahl Meckpom

 


Responses

  1. https://www.steinhoefel.com/2016/09/vor-schliessung-der-wahllokale-ergebnisse-und-stimmen-zur-landtagswahl-in-mecklenburg-vorpommern.html

  2. Ist „populistisch“ nicht was Gutes? Eigentlich ist es sogar die Definition von Demokratie. Es zeugt imho schon von einem gewissen Elitismus, Populismus als negative Annotation zu benutzen.

    Oder um es mit Schiller zu sagen:
    „Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen. Der Staat muß untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“

    • Joachimn Fest meinte einmal, die Intellektuellen neigen zur Radikalität.
      Deswegen: Laßt niemals Intis an die Macht!

    • Vorschlag: „linkselitistische“ Parteien.

      Ich würde ja ständig solche Ironisierungen benutzen. Die AfD ist auch schon ganz gut darin, den polit-korrekt-verlogenen Scheiß zu karikieren. Das könnte man aber noch auf die Spitze treiben. Es fehlt ihnen da noch ein bißchen intellektueller Mut.

      „Wir sind rechtpopulistisch, Und ihr seid eben linkselitistisch.“

      Wobei natürlich alle Parteien „populistisch“ sind. Bis zur Verglasung.

      Da sieht man mal wieder, wie dumm unsere Medienmacher sind.

      • „Wir sind rechtpopulistisch, Und ihr seid eben linkselitistisch.“
        – genialer Konter! Trifft die Wahrheit und bringt den anderen in die Defensive.

        Ich denke aber nicht, dass die Medienmacher dumm sind, wenn sie den Populismus-Vorwurf ins Spiel bringen. Die Medienmacher sind mehrheitlich links-elitär und denken entsprechend einseitig. Glaube die wissen schon, was sie tun.

    • Markus:
      „Ist „populistisch“ nicht was Gutes? Eigentlich ist es sogar die Definition von Demokratie. Es zeugt imho schon von einem gewissen Elitismus, Populismus als negative Annotation zu benutzen.“

      Populismus wird heutzutage in der Bedeutung genutzt, dem Volk nach dem Mund zu reden und dennoch was anderes zutun. Oder eben „Fahne im Wind“.

      Genauso wie Populismus was Gutes ist, ist es auch Gutmensch.

  3. Wie steht Ihr zum Vorwurf des Altparteienkartells?

    Unter Kohl und Straus war die Union noch eine patriotisch-konservative Partei.
    Und heute?
    Ursula von der Leyen – Gender als Familienministerin
    – „bunte“ Truppe als Verteidigungsministerin
    Angela Merkel – grüne Energiewende 2011
    – Massenimmigration und MUltikulti 2016

    Heißt, die Union hat sich dem medialen grün-roten Druck gebeugt und setzt alle fixen Ideen der Grünen um.

    Die AfD ist heute etwa so, wie die CDU vor 20 Jahren, also tatsächlich viel christdemokratischer als die Union. Trotzdem grenzt sich die Union mit linksextremen Parteien gemeinsam von der AfD ab.

    • @Axel

      Das sehe ich auch so:

      „Die AfD ist heute etwa so, wie die CDU vor 20 Jahren, also tatsächlich viel christdemokratischer als die Union. „

      Behandelt wird sie aber so, als handele es sich um die NPD.

      Generell ist aber das eingetreten, was ich erhofft habe: Ein (bundes)politisches (Vor)Beben, mit endlich etwas Sand im Getriebe der gut geölten ‚Volkskammer‘, welche keine Mehrheiten der Bürger mehr repräsentiert …

      CDU/SPD werden wohl weiter machen in MV aber für die Grünen habe ich noch Hoffnung, doch endlich mal etwas Demut unterhalb von fünf Prozent zu üben …

      • ät Emannzer:
        Vorbeben? Ich hoffe es. Erstaunlich, daß es seit Frühjahr immer noch nicht richtig bebt.
        Manche sagen, in Ungarn oder Polen wäre Merkel längst abgesetzt und im Knast.

    • Mußte die CDU einen Landesverband auflösen wegen möglicher Kontakte zur rechtsextremen Szene? Hatte sie Leute, die das Wort „Volkskörper“ benutzen oder wie Björn Höcke auftraten?

      Also es gibt schon noch deutliche Unterschiede zur früheren CDU, wie ich finde. Das muß man schon zugeben.

      Trotzdem ist die plumpe Denunziation von allen buntvielfältigselbstgerechten Demokratie-Masturbanten verlogen und tatsächlich hetzerisch. Das ist eigentlich nur schwer zu ertragen. Diese Kinderkacke, die die etablierten Parteien abliefern.

      Stichwort Fernsehdebatten und so. Das ist unfaßbar erbärmlich, was die abliefern. Echte Demokraten würden sich der AfD sachlich und nüchtern stellen, statt vor ihr davonzulaufen.

      • Das Problem ist nur, wenn sich die angeblichen „Demokraten“ sachlichen Debatten stellen würden, würde sie kaum noch ein Mensch mehr wählen. Denn zufrieden ist mit dem Etablierten kaum noch einer wirklich und sehr viele wären nicht abgeneigt, seine Stimme einer Alternative zu geben. Durch die dauerbeschallende Dämonisierung der AfD erreicht man aber, dass viele unzufriedene Altwähler der Altparteien, die AfD nicht als mögliche Alternative wahrnehmen und damit mangels ersichtlicher Alternative doch wieder die Altparteien als vermeintlich geringstes Übel wählen. Würden sich die Altparteien daher sachlich und fair mit der AfD auseinandersetzen, würden deutlich mehr die AfD als eine Alternative wahrnehmen.

        Von daher bleibt Versagern nur, die möglichen Alternativen zu dämonisieren, um dadurch selber als weniger schlimmes Übel wahrgenommen werden zu können.

        Ich hatte gerade am Wochenende auf einer Geburtstagsfeier eine herrliche Diskussion mit 2 Personen, bei denen die Dauerdämonisierung hervorragend wirkte und trotz ihrer völligen Unzufriedenheit mit den Etablierten die AfD für unwählbar hielten. Auf meine bloße Frage, was die denn Schlimmes bzw. angeblich Unvertretbares vertreten würden, kam dann nur der gleiche substanzlose Senf, den auch die Medien im Wege der Dauerpropagandabeschallung bringen und sich mit dem tatsächlichen AfD-Programm nicht deckt.

        Ab dem Moment, wo die AfD als „normale“ Partei bzw. wählbare Alternative behandelt wird, die letztlich nichts fordert, was nicht auch schon bei den anderen Parteien mal zum Programm gehörte oder auch heute noch von Teilen innerhalb der anderen Parteien gefordet wird, würden die CDU und SPD untergehen. Denn dann würden noch viel mehr unzufriedene Wähler abwandern.

      • Ja, so sehe ich das auch. Auch wenn mir die AfD doch an manchen Stellen etwas sehr burschenschaftlermäßig und nationalkonservativ daherkommt. Ich bin vom Typus einfach kein Konservativer.

        Die AfD ist eben genau in dieser heutigen, völlig absurden und merkelesken Situation eine wirkliche Alternative bzw. macht den anderen Parteien Feuer unter’m Hintern. Deshalb kann auch ich als Linker sie wählen.

        Die Gehirnwaschung bzgl. AfD ist ja wirklich erschreckend, aber weniger die Waschung als solche, sondern wie sehr sich viele Leute waschen lassen. 🙂

        Habe gerade eine beängstigende Situation mit einer echten Freundin erlebt, die mir bedeutete, daß sie mit mir nichts mehr zu tun haben wolle, falls ich tatsächlich AfD-Fan sei.

        Und solche Geschichten kenne ich einige.

        Ist es eigentlich richtig, daß die AfD Erbschafts- und Vermögenssteuer ablehnt? Hat sie Alternativkonzepte?

        Ich finde schon, daß man exorbitanten Reichtum besteuern sollte, auch Erbschaften ab einer gewissen Größe.

      • ät Kirk:
        Also, am Volkskörper würde ich mich nicht stoßen. Selbst Dutschke erzählte was von „unser Volk“. Das Wort „Volk“ ist halt von den grünen Medien genazit worden, wie vieles Normale.

  4. Was ist eine rechtspopuliste Partei?

    Welche Partei glaubt denn ohne Populismus gewählt zu werden?

    Das Gerede von Rechtspopulismus ist nix al dummes Zeug!

  5. Ich sehe das so: Die etablierten Parteien werden einsehen müssen, dass sie irgendetwas falsch machen, oder so absterben wie die FDP.
    Worauf ich noch warte ist ein Koalitionsangebot der SPD an die AfD

    • Wenn die so weiter machen, braucht die AfD keine Koaitionspartner … 😦

    • Die etablierten Parteien haben nichts falsch gemacht, nur nicht ausreichend erklärt. Hört man jedenfalls dauernd…

  6. Prognose AfD 21%, Spitzenkandidat freut sich über den 2. Platz. Kommentar der ARD: Es wurde mal von Platz eins gesprochen, jetzt wird das Ergebnis schöngeredet…

    Man kann über die AfD denken, was man will, aber die Berichterstattung unserer Qualitätsmedien über sie ist durchgehend lächerlich.

    • Sie können sich drehen und wenden wie sie wollen!!

      AfD ist Opposituionsführer und hat Fraktionsstatus im Landtag!!!

      Man stelle sich vor! Hier benannte „Rechtspoulisten“ haben soche Rechte.

      Rechtspopulisten vor!!!! 🙂

  7. Das Ergebnis ist in der Tat katastrophal. AfD nicht stärkste Kraft.

    Das hätte richtig reingehauen.

    Sind die Piraten eigentlich jetzt im negativen Prozentbereich? Zu wünschen wäre es ihnen.

    • „Das Ergebnis ist in der Tat katastrophal. AfD nicht stärkste Kraft.“

      Nein! Die Parteisoldaten der SPD CDU werden nicht eher Ruhe geben, bis die AfD über 51% gekommen ist!! 🙂

  8. Sieht nach GroKo aus

  9. Keine Überraschung, ausser dass die SPD stärker ist als erwartet.
    Stärke der AfD ist zu begrüßen. Dass NPD raus ist ebenso.

    • Das beste von allem: Die Grünen fliegen wohl raus 😛

    • @Adrian – „Stärke der AfD ist zu begrüßen. Dass NPD raus ist ebenso.“

      Sehe ich genauso. Die Schwäche der NPD zeigt im Übrigen sehr schön, dass entgegen der allgemeinen Propaganda die AfD eben nicht vergleichbar mit der NPD ist bzw. die Wähler nicht plötzlich alle Nazis geworden sind.

      • *Die Schwäche der NPD zeigt im Übrigen sehr schön, dass entgegen der allgemeinen Propaganda die AfD eben nicht vergleichbar mit der NPD ist bzw. die Wähler nicht plötzlich alle Nazis geworden sind.*

        Also ich würde den komplett gegenteiligen Schluß ziehen.
        Immerhin kann man nur eine Partei wählen. Und da nimmt man schlauerweise die, welche die besten Möglichkeiten hat zu gewinnen.

    • 30 Prozent für die Spezialdemokraten – Deutschland ist für die Demokratie einfach noch nicht reif

  10. Also ich hätte keine der dort angetretenen Parteien gewählt:

    Einen AfD-Scheißhaufen bitte auf dem Bild dazu denken.

    • Libertarismus ist idealistischer Mumpitz ohne Realitätsbezug.

    • Zeigt mal wieder schön, wie infantil Leszek ist. Völlig pubertär diese Grafik.

      Auch der Glauben an eine Revolution etc.

      Warum bist du nur so naiv, Leszekileinchen?

      • Na Kirki, auch mal wieder da.

        „Zeigt mal wieder schön, wie infantil Leszek ist. Völlig pubertär diese Grafik.“

        Also ich finde, sie erfüllt ihren Zweck.

        Außerdem Kirki, du weißt ja: Nicht jeder kann so seriös und erwachsen sein, wie du es uns stets vorlebst.

        „Auch der Glauben an eine Revolution etc.“

        Nun müsstest du natürlich wissen, wie die libertär-sozialistische Revolutionsvorstellung aussieht und auf welche politischen Fragen und Probleme sie reagiert, Kirki. Sie ist tatsächlich sehr analytisch.

        „Warum bist du nur so naiv, Leszekileinchen?“

        Och, weißt du, mir fehlt einfach die Naivität an Parteien zu glauben.

      • Ich glaube an die Parteien. Haben sie nicht vieles verbessert?

        In modernen Demokratien, die Jahrzehnte etabliert sind, wird es keine Revolutionen mehr geben.

        Das ist völlig naiv. Als ob man Revolutionen bräuchte, um die Verhältnisse zu verbessern.

        Mach mal lieber die psychische Revolution und lies ein paar Alice-Miller-Bücher.

  11. LINKEN-Fraktionsvize Simone Oldenburg : „Offenbar hat die AfD mit dem Schüren von Zukunftsängsten mehr Erfolg gehabt als wir mit unseren Zukunftsperspektiven“

    Welche für den Durchschnittsbürger attraktiven Zukunftsperspektiven hat denn die LINKE (oder auch CDU, SPD, Grüne) angeboten? Ich sehe da nichts, genau deshalb ja offenbar die Protestwahl.

  12. Beste Hochrechnung (19:57):

    Grüne – 4,9%

  13. das nun die Grünen rausgeflogen sind ist die mit Abstand!! schönste Nachricht des heutigen Tages.

    Fuck, wir feiern das gerade mit einem Glas Glendronach 21 Jahre. =D

    der Beginn vom Ende … hoffentlich!

    • Naja, aber wer stoppt jetzt den Klimawandel in Mecklenburg-Vorpommern? Daran habt ihr wieder nicht gedacht!!

      • Klimawandel = ganzes Jahr Badesaison. Für Mecklenburg-Vorpommern ideal.

        • Klimawandel: mehr halbnackte Frauen, getriggerte Feministinnen sowie halbnackte Männer für Adrian.

        • Eben. Wer könnte etwas dagegen haben.

        • Palmen in McPomm….

    • „wir feiern das gerade mit einem Glas Glendronach 21 Jahre.“

      Gute Idee 🙂

      Grüne weg ist definitiv ein Grund zu feiern.
      Fehlen nur noch -26% bei der SPD und wir haben vielleicht wieder Chancen auf etwas Demokratie!

      (Mal ganz fies: Was ist der Unterschied zwischen SPD und NSDA. ?
      Die NSDA. war eine Arbeiterpartei)

  14. Tscha… kann die AfD nicht leiden, entsprechend mies drauf bin ich, aber es wundert mich nicht. – Die etablierten Parteien haben den Umgang mit dem neuen Mitspieler absolut verkackt.
    Das Bedürfnis für die AfD ist augenscheinlich da, dann muss man damit umgehen und darf die Wähler nicht dämonisieren und entmenschlichen, wie es so viele ach so humanistische Linke getan haben, statt sie als Andersdenkene anzuerkennen. Man beschämt Menschen nicht ins eigene Lager, wenn ein anderes ihnen ein besseres Angebot macht. GENAU DAS hätten sie aus dem Brexit lernen können, GENAU DAS hätten sie aus dem Aufstieg Trumps lernen können – aber sie haben sich verweigert.
    Du kannst Leute mit einer anderen Meinung als du nicht einfach auf die negativst mögliche Deutung reduzieren, als Nazis beschimpfen und dann hoffen, dass sie deine Freunde werden.

    Den Fall der Grünen sehe ich (der sie mehrfach gewählt habe) komplett ohne jeden Funken Mitgefühl. Die haben alles verraten, wofür sie standen und sich dann auf populistische Einzelpunkte gestürzt (ihr Sexismus war hier ja schon öfters Thema), wie um den Eindruck zu erwecken, noch für was zu stehen. Selbst Schuld.

    Bin aber auch überrascht, wie gut die SPD weggekommen ist. Hatte eigentlich gedacht, die (die ja auch von allen Prinzipien abgekommen ist) würde absolut abstürzen.

    • Stimme weitgehend zu.

      „Du kannst Leute mit einer anderen Meinung als du nicht einfach auf die negativst mögliche Deutung reduzieren, “

      Das Problem mit sjw-Zeitgeist-gedrillten Leuten ist, dass die das nicht nicht tun können, denn sie können nichts anderes.

      • „denn sie können nichts anderes.“

        Doch, die „sjw-Zeitgeist-gedrillten Leute“ können auch die grössten Ungeheuerlichkeiten, wie nur zB islamischen Terrorismus, schönreden, weisswaschen, gutheissen oder mit bösartigen Vorschwörungstheorien anreichern.

  15. Das eigentlich Üble des Ergebnisses ist doch, dass 13,2 % der Stimmen an die Nachfolgepartei eines totalitären, anti-freiheitlichen Staates gingen. Nach so vielen Jahren so viele Unbelehrbare….

    Aber daran hat man sich ja schon so sehr gewöhnt, dass es gar nicht mehr auffällt.

  16. Sieht Petry nicht aus wie eine ganz typische Feministin?

    • Das Bild aus FAZ oder Welt (wo genau?) ist mir auch aufgefallen. Andere Presseberichte legen ja nahe, daß Frau Petry keine bunten Haare hat. Bundeskanzler sind für weniger vor Gericht gezogen.

      Unabhängig davon, weiß ich aber auch nicht was das soll. Die eigene Glaubwürdigkeit kann man so nicht unterstreichen.

      • Das scheint mir ein normaler Lens Flare zu sein.

        Also nicht nachbearbeitet, sondern ausgewählt.

        • Ob das Bild jetzt nachbearbeitet oder gezielt ausgewählt wurde, halte ich für unerheblich bei so einem Wahlabend, bei dem jede Menge Fotomaterial anfällt.

          Ich will da jetzt auch nicht aus der Mücke einen Elefanten machen, fällt aber auf.

        • Purple fringing würde ich sagen.

      • „Die eigene Glaubwürdigkeit kann man so nicht unterstreichen.“

        Als modisches statement sind bunt gefärbte Haare doch nichts Besonderes mehr?! Gerade von den Linken, die ja aus dem Osten kommt, ist sowas lange schon lange bekannt. Insofern darf man doch mal unterstellen, dass dieses Erscheinungsbild Petrys in McPomm nicht so schlecht ankommen wird.

  17. Interessanter Gender-Gap bei den Ergebnissen von SPD und AfD:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/mecklenburg-vorpommern-woher-die-afd-waehler-kamen-a-1110521.html

    Neun Prozent mehr Männer als Frauen wählten die AfD und sieben Prozent mehr Frauen als Männer wählten SPD. Bei anderen Parteien herrscht nahezu Gleichverteilung.

  18. Ich persönlich habe gerade die Video-Einschätzung von Roland Nelles zur MV-Wahl gesehen, Ressort-Leiter Politik beim Lügel. Und ich war fassungslos.

    Da wird praktisch nur schwadroniert, alle AfD-Wähler seien Rassisten. Das ist so dümmlich, gleich in mehrerer Hinsicht. Ich denke die Argumente liegen auf dem Tisch.

    Ich verlinke das 3-Minuten-Video hier mal: http://www.spiegel.de/video/landtagswahl-mecklenburg-vorpommern-videoanalyse-video-1702301.html

    Wurde wahrscheinlich vorher von Christian Schmidt gebrieft. Anders kann man sich das nicht erklären.

    Dieser Nelles hat einfach ’ne Meise. Man ist ja schon vieles gewohnt. Am erschütterndsten ist für mich eigentlich, wie sehr sich die Medienmacher quasi einbunkern und Null Revision hinkriegen, sondern praktisch zu hundert Prozent in ihrem Verleugnungszustand verharren.

    Wenn die AfD-Wähler alle Rassisten sind, wieso hat die NPD in MacPomm nicht 21 Prozent dereinst geholt? Und warum dann nicht gleich die NPD wählen?

    Und wieso sind Musels oder Juden eine eigene Rasse? Ach, was soll’s.

    • „Und wieso sind Musels oder Juden eine eigene Rasse? Ach, was soll’s.“

      Du hörst da auf wo es spannend wird. Warum sind die ersten überhaupt die Vorzeigekinder der Progressiven mit dem Islam über alles und die letzten die archetypische Inkarnation des bösen weissen Mannes?

    • *Wenn die AfD-Wähler alle Rassisten sind, wieso hat die NPD in MacPomm nicht 21 Prozent dereinst geholt? Und warum dann nicht gleich die NPD wählen?*

      Kirk, ich erklär dir mal wie das funktioniert:
      Die NPD-Wähler sind sicherlich zu einem Großteil zur AFD übergewandert, weil das eine Partei ist, die im Gegensatz zur NPD eine gewisse Aussicht auf Erfolg hat.
      Zudem ist AFD nur „rechtspopulistisch“, während die NPD als rechtsextreme Partei immer am Rande des Verbots entlangschrappt.

      AFD ist quasi was für die Leute, die nur so ein bisschen rechts sind.
      Also Hitler und Holocaust böse böse (allerdings spricht man ungern über diesen Teil der Geschichte und überhaupt, können wir uns nicht mal darüber unterhalten, wie geil Deutschland ist?), gegen Flüchtlinge, Muslime und „Gender-Ideologie“ (z.B. Homo- und Transsexualität etc.) hetzen ist hingegen voll in Ordnung.

      • „gegen Flüchtlinge, Muslime und „Gender-Ideologie“ (z.B. Homo- und Transsexualität etc.) hetzen ist hingegen voll in Ordnung.“

        Rein akademische Frage: Gibt es bei dir einen Unterschied zwischen „hetzen“ und „argumentieren“ bei Meinungen, die dir nicht gefallen?

        • *Gibt es bei dir einen Unterschied zwischen „hetzen“ und „argumentieren“ bei Meinungen, die dir nicht gefallen?*

          Da kommt es eben auf die Qualität des Arguments an. 🙂

          Du musst halt auch dran denken, dass es Menschen gibt, die anders denken als du, die solltest du versuchen zu überzeugen, nicht jene, die so oder so schon ähnlich denken.
          BTW, diese Menschen sind meistenteils auch nicht dumm

          Kleines Beispiel:
          Ich befürworte sowas wie den Bildungsplan, ich empfinde es als selbstverständlich, dass Kinder auch mit/über andere Lebensmodelle und Orientierungen lernen und halte auch eine Sexualerziehung in der Grundschule für wichtig und richtig.

          Wie würdest du argumentieren?

        • „Da kommt es eben auf die Qualität des Arguments an.“

          Zusammen mit „Maren ist Richter über die Qualität des Arguments“ wird daraus dann ein „Nein“.

          Passt scho.

        • Ok.
          Aber beschwer dich nächste Mal ganz dolle über Meinungsverbote und wie die Meinungsfreiheit hier beschnitten wird, mkay?

        • „beschwer dich nächste Mal ganz dolle“

          Wieso? Alternativ und wesentlich angemessener kann ich doch einfach nur dich ein wenig doof finden.

          Das ist in deiner Gedankenwelt nicht vorgesehen, oder? Nicht die Verallgemeinerungskeule rauszuholen?

      • „AFD ist quasi was für die Leute, die nur so ein bisschen rechts sind.“

        Ein bisschen rechts sein ist voll in Ordnung, auf jeden Fall nicht schlimmer als ein bisschen links zu sein.

        „… gegen Flüchtlinge, Muslime und „Gender-Ideologie“ (z.B. Homo- und Transsexualität etc.) hetzen ist hingegen voll in Ordnung.“

        Wenn man was Kritisches zu Massenzuwanderung, Muslimen und Genderideologie sagt, ist das noch lange nicht „Hetze“. Das als Hetze zu bezeichnen, ist reine Polemik mit dem Ziel, jede noch so kleine Kritik gleich im Keim zu ersticken.

        Leider verhindert man damit einen normalen Dialog und kreiert damit immer wieder skandalöse Vorfälle wie zum Beispiel in Rotherham,

        https://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauchsskandal_von_Rotherham

        wo mehr als 1000 Kinder missbraucht wurden, weil niemand etwas gegen Ausländer zu sagen wagte. Wäre ja für marenleinchen Hetze gegen Ausländer gewesen. Besser 1000 missbrauchte Kinder. Ist politisch korrekter.

        • „Leider verhindert man damit einen normalen Dialog“

          Bei diesen „Freunden“ unserer Gesellschaft bräuchte sie wirklich gar keine Feinde mehr.

        • *wo mehr als 1000 Kinder missbraucht wurden, weil niemand etwas gegen Ausländer zu sagen wagte. Wäre ja für marenleinchen Hetze gegen Ausländer gewesen. Besser 1000 missbrauchte Kinder. Ist politisch korrekter.*

          Ich ignoriere jetzt einfach mal deine Polemik ^^

          Für jedes Verschweigen von Straftaten gibt es ja auch eine Fülle von Erfinden von Straftaten.
          Wie z.B. das hier:

          http://www.focus.de/politik/deutschland/in-muenchen-pfarrer-stellt-klar-eritreer-urinieren-nicht-an-kirchenwand_id_5862184.html

          Ich fände es interessant, wie da die Berichterstattung tatsächlich gewichtet ist, gefühlt ist es in unseren Breiten im letzten Jahr so gewesen, dass es Horrorgeschichten ohne Ende gab, die meist schlicht erfunden waren und wo die entsprechenden Stellen (z.B. o.ä. Pfarrer oder Mimikama, oder der Mensch von den Berliner Bäderbetrieben) Richtigstellungen verbreitet haben, die dann wiederum von diesem Klientel als Vertuschung empfunden werden.

          Ich persönlich übrigens lebe ca. 500m Luftlinie von einem mittelgrossen Flüchtlingsheim entfernt und hier gibt es keine Vorfälle. Nichtmal Ladendiebstähle ^^

          Ich fände es schön, wenn man sich drauf einigen könnte, dass nicht nur gute Menschen und nicht nur böse Menschen hierherkommen, dass es eben keine homogene Gruppe ist, aber offenbar ist das nicht möglich.

        • „*wo mehr als 1000 Kinder missbraucht wurden, weil niemand etwas gegen Ausländer zu sagen wagte. Wäre ja für marenleinchen Hetze gegen Ausländer gewesen. Besser 1000 missbrauchte Kinder. Ist politisch korrekter.*

          Ich ignoriere jetzt einfach mal deine Polemik ^^“

          Ist leider nur ein bisschen polemisch, sind halt Fakten. Kein Wunder, ignorierst du es.

          – Mehr als 1000 Kinder wurden missbraucht.

          – Weil niemand etwas gegen Ausländer zu sagen wagte.

          – Die Abwägung politisch korrekt zu sein vs. missbrauchte Kinder fand statt.

          Ich vermute, es war ein Klima, wo einer von den Behörden seinen Job und seine Existenz riskieren konnte, wenn er zu sehr in der Suppe wühlte und politisch unkorrekt ermittelte. Deshalb lieber alles unter Verschluss halten.

          Das ist eben die dunkle Seite der politischen Korrektheit.

          PS: Ein großer Teil der erfundenen Verbrecher dürften Vergewaltigungen sein.

      • „AFD ist quasi was für die Leute, die nur so ein bisschen rechts sind.“

        Damit hat sich Maren schon aus dem Diskurs verabschiedet. 🙂

        Bin immer wieder fassungslos, wie unendlich totalitär und eingebildet, selbstgerecht viele Linke sind. Ich natürlich nicht. 🙂

        Bin ich eigentlich auch rechts, wenn ich als Linker AfD wähle, oder bleibe ich links?

  19. Merkel in einem ausführlichen, fast einstündigen Gespräch über Migranten, Islam und Burka!

    http://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/die-burka-ein-philosophischer-blick-hinter-den-schleier

    [Ist das überall abspielbar?]

    Ab ca 37:00 Normative Struktur unterhalb der Rechtsordnung bei Muslimen nicht gewährleistet.

    Studie: Wort Gottes über der Rechtsordnung?

    Ja: Muslime 78%
    Christen 7-8%

    Kann man Juden trauen?
    nein: Muslime 55%
    Christen 3%

    Bei Muslimen besonders hoher Anteil Fundamentalismus im Vergleich zu Christen.

    Bei Christen werden junge Generationen liberaler, bei Muslimen fundamentalistischer!

    • „Normative Struktur unterhalb der Rechtsordnung bei Muslimen nicht gewährleistet“

      Der Islam *ist* vor allem eine Rechtsordnung. Aus diesem Zitat kann man nur folgern, dass Merkel die Sharia als Rechtsordnung prinzipiell anzuerkennen bereit ist.

      Unterhalb der Rechtsornung kann man sich ja in Diskussionen über Burkas, Burkinis und Gebetsketten verschleissen. Vielleicht auch noch über das Schächten der armen Tiere.

  20. file under extreme virtue signalling:

    Rise of New Far-Right Populist Party in Germany is ‘Nightmare Come True,’ Jewish Community Leader Says

    „“It is pathetic when a party — in which xenophobia, antisemitism, racism, homophobia, historical denialism and conspiracy theories are the basis for argument — can become such a strong social and political influence,” Charlotte Knobloch, president of the Jewish Community of Munich and Upper Bavaria, was quoted by The Local ….“

    The Local said that Knobloch further warned that the AfD, along with other far-right parties, constituted a threat to Germany’s democratic foundations.“

    „Josef Schuster, president of the Central Council of Jews in Germany, was quoted as saying, “Clearly many voters are not aware or play down the fact that the AfD do not clearly distance themselves from right-wing extremists.”“

    http://www.algemeiner.com/2016/09/05/rise-of-new-far-right-populist-party-in-german-is-a-nightmare-come-true-jewish-community-leader-says/

    „As reported by The Algemeiner last month, the recent rise in support for far-right parties across Europe is being attributed to the Syrian refugee crisis, escalating Islamic terrorism and dissatisfaction with political elites.“

    Also halten wir mal fest: die Einstrom an Zuwanderern wird die Zahl der Antisemiten in Deutschland signifikant erhöhen, da diese Zuwanderer zum grossen Teil Antisemiten sind.

    Ebenso wird dadurch der Terrorismus erhöht, der Juden als vordringliches Ziel sieht.

    Die „politischen Eliten“ des Westens appeaesen und halten bei Laune den Iran, Saudi-Arabien und vor allem die islaofaschistische Türkei und als Krönung finanzieren und tragen ideologisch zum guten Teil das antisemitsche Grossprojekt „Palästinserstaat“.

    Und für die Juden Deutschlands, bzw deren Zentralvertertung, ist die AfD der „wahrgewordene Alptraum“…..

    Nein, die AfD ist der Alptraum, den sie bestenfalls gerne hätten.

  21. Wenn Merkels Politik jetzt zu einer in statu nascendi rechtsextremen AfD geführt hat, dann …. könnte es nicht sein, dass die CDU nicht einfach ihre wahre Bestimmung gefunden hat und damit die Stafette der Gechichte (phonetisch korrektes Zitat Kohls) abgegeben hat? Never mind, die CDU ist nunmal die Traditionspartei aller Nazis und Neo-Faschisten, immer gewesen, bis scheinbar Merkel. Sollte man nicht vergessen in Zeiten, in denen die Linken die Rechten rechts zu überholen angeschlickt haben, in ihrem Progressivitivismus. Vorbild UdSSR, deren Folgestaat auch im satten Rechtsextremismus angekommen zu sein scheint, dank Putin und orthodoxer Kirche. Das böse, böse Hufeisen muss daran schuld sein. Ansonsten bieten sich Postmodernismus an, als vordergründig intellektualistische Erklärung oder eben viel einfacher die der Aufklärung immer schon innewohnende Reaktion, die die Moderne einfach nie wollte. Und sich dann in endlose pseudoreligiöse Ausflüchte wie in den geschichtlichen Determinismus von Karl Marx, die Romantik oder jetzt in diese Extremform eines säkularisieren Christentums von der einwandfreien Rechtschaffenheit „linken“ und „univeralistischen“ Denkens geflüchteten Mainstreams, des gesunden Elitenempfindens. Gott mit uns, der Religion des Friedens und dem neuen fundamentalistischen, aber strikt säkularisiertem Christentums von des DDR Regimes Gnaden.

    In der DDR war übrigens nichts so verpönt als sich der „demokratischen Wahl“ zu entziehen. Die erheiternste Geschichte, die ich diesbezüglich je hörte, war die eines Dachdeckers, dem man mit der Urne nachstieg, damit der auch seine Stimme für den Einheitsbrei abgäbe. Die hat der dann ergriffen und einfach auf den Boden hinuntergeworfen.

    • „Die hat der dann ergriffen und einfach auf den Boden hinuntergeworfen.“

      Danach durfte er dann den Ort näher kennen lernen, an dem dieser „leckere“ Senf hergestellt wurde, oder?

      • Sicher, kassiert haben sie ihn beim Runterkommen. Lange eingesperrt wurde er aber nicht, obwohl er sonst auch immer renitent war. Ging übrigens sofort nach dem Kollaps der DDR in den Westen, wurde als Unternehmer sehr wohlhabend, verlor dann wegen eines Schicksalsschlags alles. Dann wanderte er in die USA aus, weil er in der BRD auch nur eine Art DDR sah. Einer der wunderbarsten Menschen, die ich das Glück hatte kennenzulernen.

  22. guggen wir mal, was die Welt für nazifhafte Exremisten („hardliner“) bei der Mcpomm-AfD findet bzw woran sie das festmacht:

    „Schon durch die Kleidung aber lässt sich Ralph Weber, 55, dem rechten Rand zuordnen. Der Greifswalder Universitätsprofessor für Zivilrecht zeigte sich in der Uni mehrfach in Textilien der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar und band sich einmal am 8. März, dem Weltfrauentag, eine Krawatte mit dem Bild einer sexuell offensiven Dame um. ….Weiterhin nahm Weber einen Doktoranden an, der zuvor laut „FAZ“ wegen rechtsextremer Gesinnung aus dem bayerischen Probedienst als Zivilrichter entlassen worden war.“

    „….Solcherart die Leute vom rechten Rand zu verteidigen und sie gleichzeitig im Sinne der AfD-Mitte einzufrieden, dürfte zu den Hauptaufgaben des 46-jährigen Holm in seiner mutmaßlichen Rolle als Fraktionschef gehören.“

    Weil der vorhergegangenen Doktoranden verteidigt hätte.

    „Rostocker Galerist Holger Arppe. Der 43-Jährige, der über den sehr guten Listenplatz drei in den Schweriner Landtag einzieht, wurde in erster Instanz wegen Volksverhetzung verurteilt und hegt Sympathien für eine Zusammenarbeit mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung.“

    „Von Arppe sind Sätze überliefert, wonach „eine multikulturelle Gesellschaft ein Gemeinwesen auf dem Weg in den Bürgerkrieg“ und die „Islamisierung unseres Landes“ nach Kommunismus und Zweitem Weltkrieg das „dritte Großexperiment“ am deutschen Volk sei.“

    Unschwer zu erkennen, wo es in grobe völkische Propaganda abgleitet.

    „Wesentlich staatstragender ist der AfD-Landesvorsitzende Matthias Manthei, der das Direktmandat im Wahlkreis Vorpommern-Greifswald II errang. Der 44-Jährige ist Richter am Greifswalder Amtsgericht und war die treibende Kraft im Kampf der Landespartei gegen die zunächst auf die AfD-Landesliste gewählte Petra Federau. Als Federaus Verbindungen zu einem Escort-Service bekannt wurden, der junge Frauen auch in die Golfstaaten vermittelt haben soll, sorgte Manthei für Federaus Abwahl.“

    Das einleitende „staatstragender“ ist geradezu eine Verhöhnung von „staatstragend“. Aber die Welt hasst ja unseren Staat.

    „Den 47-jährigen Rechtsanwalt aus Neubrandenburg hatte es zunächst in die Schillpartei gezogen („Rechtsstaatliche Offensive“), dann ging er zur FDP und landete schließlich bei der AfD.“

    Die FDP ist natürlich auch Ziel der Infiltration von Rechten. Wer hätt´s gedacht?

    „Leidenschaftlich bekennt sich Komning zu einer Mitgliedschaft in der ausgesprochen rechtslastigen Burschenschaft Rugia Greifswald. „Von Herzen“ dankte er auf Facebook im Dezember 2015 seiner Frau, nachdem die ihm eine „geschmiedete Wandhalterung“ für seine burschenschaftlerischen Fechtwaffen geschenkt hatte.“

    Wenn die Welt hier so gelungenen Antifaschismus an den Tag legt, dann verwundert es nur umso mehr, dass Islam, Feminismus und Antiamerikanismus und Antisemitismus (unter einem Broderischen Feigenblat (und gegen Trump) von dieser Zeitung an den Tag gelegt werden.

    Das sind die politischen Kräfte, die Merkel durch ihre sentimentale oder romantische Realpolitik hervorgebracht hat.

    • http://www.welt.de/politik/deutschland/article157961586/In-der-neuen-AfD-Fraktion-sitzen-auch-rechte-Hardliner.html

      Die „rechten hardliner“ sind sonst ein antiamerikanisches und antisemitisches Narrativ. Seitens der „progressiven Linken“. Die umsomehr so zu benennenden Vertreter des Islam werden dagegen unter allen Mitteln, die jegliche linke Idee *verraten* als „moderat“ umgedeutet.

    • *Schon durch die Kleidung aber lässt sich Ralph Weber, 55, dem rechten Rand zuordnen. Der Greifswalder Universitätsprofessor für Zivilrecht zeigte sich in der Uni mehrfach in Textilien der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar […] Weiterhin nahm Weber einen Doktoranden an, der zuvor laut „FAZ“ wegen rechtsextremer Gesinnung aus dem bayerischen Probedienst als Zivilrichter entlassen worden war.*

      Der Doktorand war er hier:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Maik_Bunzel

      Sänger der rechtsextremen Band „Hassgesang“, die u.a. mehrmals am Schulhof-CD Projekt mitgewirkt haben, zuletzt 2009, Mitglied im Widerstand Südbrandenburg (2012), etc….

      Ganz harmloses Bürschchen.

      In Verbindung mit dem ganzen anderen Kram, wie Thor Steinar tragen etc. , zeichnet sich bei Weber schon das Bild eines der rechtsextremen Szene zumindest nicht abgeneigten Menschen.

      Oder meint tatsächlich jemand, es sei Zufall, wenn man bei jemanden das komplette Nazi/Rechtspopulisten/was auch immer – Bingo anstreichen kann?

      *Das sind die politischen Kräfte, die Merkel durch ihre sentimentale oder romantische Realpolitik hervorgebracht hat.*

      Unsinn, das sind die politischen Kräfte, die es immer schon in Deutschland gab.

      • „das sind die politischen Kräfte, die es immer schon in Deutschland gab.“

        Sicher. Das war natürlich nicht so gemeint, dass Mutti Merkel die erzeugt hätte.

  23. Wenn ich die Stellungnahme von Frau Merkel richtig verstanden habe, sieht sie ein, dass das schlechte Ergebnis der CDU mit ihrer Flüchtlingspolitik zu tun hat, sie hält diese Politik aber weiter für richtig und wird nichts daran ändern. Was folgt daraus für künftige Wahlen? Noch schelctere Ergebnisse der CDU?

    • Wenn man auf dem richtigen Weg ist, darf man sich nicht durch das unvernünftige Wahlvolk beirren lassen, sondern muss standhaft seinen Weg weitergehen. Nur die Kommunikation muss man verbessern.

      „Noch schelctere Ergebnisse der CDU?“

      Es gibt noch Luft nach unten.

      • „Es gibt noch Luft nach unten.“

        Ist der Ruf mal ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert. Haben ja schon Leute wie Blair und Schröder vorgemacht. Ein Ehrenplatz in der Internationalen der Postdemokraten ist Merkel und ihren Minons sicher.

    • Wenn die Zahlen deutlich runtergehen und sich die Gemüter etwas beruhigen, dann steht das Fluxxlingsthema nicht mehr im Fokus und die AfD muss sich was einfallen lassen, um nicht den Weg der Piraten zu gehen. Dann ist Merkel wieder die unbestrittene Königin von Deutschland. Die AfD-Protestwähler werden wieder in Muttis Schoss zurückkehren.

  24. „Wir leben in widersprüchlichen Zeiten“ kurze Rede von Schäuble, endet:

    „Zeit für Demagogen“

    http://www.zeit.de/video/2016-09/5113650259001/wolfgang-schaeuble-wir-leben-in-widerspruechlichen-zeiten

    Als grösste populististische Demagogie fällt mir das „Wir schaffen das“ ein 😀

    Sehnsucht nach dem „starken Mann“? Der Herr Schäuble lebt offenbar in tiefster Vergangenheit, sonst wäre ihm doch nicht entgangen, dass diese Sehnsucht überreichlich von der nach der starken Frau vorhanden ist, die ja zudem noch den Vorteil hat, von besonderer moralischer Reinheit zu sein.

    Am weiblichen Wesen soll in heut´ger ZEIT die Welt genesen. Und natürlich an der Auffrischung der kartoffeligen Rasse durch Zustrom frischen Blutes mit der Migration, wie Schäuble ja unlängst feststellte.

  25. Mutti, hat wichtigeres zu tun, als zuzuhören:

    http://www.welt.de/politik/article157966584/Hier-weist-der-Bundestagspraesident-die-Kanzlerin-zurecht.html

    Diese version zeigt merkels reaktion auf lammerts worte.

  26. Eine m.E. interessante kritische Analyse der AfD findet sich in der linken Zeitschrift „Bahamas“ (ehemals eine Theoriezeitschrift der antideutschen Linken, die sich heute aber offiziell einfach nur als ideologiekritische Zeitschrift bezeichnet):

    http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web73-1.html

    • Zitat vom Ende:

      „….Ganz im Gegenteil interpretieren die djihadistischen Mörder und ihre Helfershelfer die ihnen zuteilwerdende Anerkennung als Schwäche, die dazu animiert, den Krieg gegen die Ungläubigen, den Westen und die Juden noch entschlossener fortzusetzen. Diesem Unheil nichts entgegenzusetzen, es vielmehr blind vor Sündenstolz und Kultursensibilität zu befeuern, darin besteht der gegenwärtige Beitrag der antirassistischen deutschen Leitkulturvertreter, die damit mehr für die Kontinuität des deutschen Schreckens leisten als die zum Volksfeind erklärte AfD.“

      Rechtsradikalismus muss heute halt halal sein, wie der Antisemitismus koscher, dann kann man mit bestem mutikuturellem Gewissen in der eigenen Leidkultur suhlen. Und in der Bereitschaft zu letzterem scheint auch die AfD den Etablierten in nichts zurückzustehen, die sich als daher als geradezu ideale Projektionsfläche zum Abladen der eigenen Leidhaftigkeit anbietet.
      Die AfD ist eine „Alternative“ nur innerhalb der gleichen Leidkultur.

      • Zudem ist natürlich zu berücksichtigen, dass die AfD nicht in irgendeinem aufklärerisch-menschenrechtlichen und humanistisch-universalistischen Sinne islamkritisch ist, das zeigt schon der Umstand, dass rechte Ethnopluralisten, die nichts gegen den orthodoxen-konservativen Islam haben, solange er nur in Ländern bleibt, die zur Zeit islamisch sind, in der AfD eine Rolle spielen.

        Die AfD ist islamkritisch nur im Sinne eines Revierverteidigers, der im konservativ-orthodoxen Islam eine Konkurrenz für die eigene autoritäre Ideologie sieht. Dies schließt Islamneid keinesfalls aus, was ja auch in dem Artikel beschrieben wird:

        „Der Zuzug von Hunderttausenden, die in islamischen Ländern sozialisiert wurden und die ihre ideologischen Prägungen nicht beim Grenzübertritt ablegen werden, trifft auf eine planlose deutsche Flüchtlings- und Integrationspolitik, die von unbedingtem Kulturrelativismus geprägt ist. Statt die Frage ins Zentrum zu rücken, wie eine sinnvolle Integration auch von Leuten möglich ist, die schon beim Anblick von unzüchtig gekleideten Frauen oder Schwulen in Kampfstimmung kommen, wird die Zuwanderung als große Chance zur Rundumerneuerung zurechtgelogen. Weil zusätzlich zur verkorksten Politik ein moralischer Rigorismus vorherrscht, der die berechtigte Abneigung gegen so manchen islamischen Brauch als Ausländerhass oder Rassismus denunziert und die Entscheidung darüber, mit wem man unter welchen Bedingungen zusammenleben will und mit wem nicht, als nationalistische Anmaßung befehdet, überrascht es nicht, dass sich auch Leute verschaukelt fühlen, die keine ordinären Ausländerhasser sind. Wo aber zwischen Flüchtlingen nicht mehr unterschieden und noch nicht einmal auf die Bedingungen ihrer Flucht reflektiert wird und alle Herkommenden als Ausländerkollektiv zur potentiellen Bedrohung erklärt werden, kippt der nachvollziehbare Unmut in fremdenfeindliche Propaganda. Wenn der Blick auf Flüchtlinge, die zu ihrem Elend noch das Pech haben, in Käffern wie Clausnitz oder Tröglitz Zuflucht suchen zu müssen, von vollends verrohten Selbsterhaltungsreflexen, kleinlichem Geiz und der durch Frust gehärteten Unfähigkeit zur Solidarität geprägt ist, verkommt die Kritik des Islam zu seiner Aufwertung. AfD-Anhänger attestieren allen Flüchtlingen aus islamischen Ländern, sie seien längst so ununterscheidbar wie der Islam es mit ihnen vorhat, und bewundern diese Religion, mit der sie kein Problem haben, so lange sie nicht im eigenen Kulturkreis provoziert, zugleich wegen ihres ideologischen Rigorismus’ und einer Herrschaftspraxis, in der die für sakrosankt gehaltenen Familienbanden und traditionelle Autoritäten die Unterwerfung des Individuums erfolgreich bewerkstelligen.“

        • „dass die AfD nicht in irgendeinem aufklärerisch-menschenrechtlichen und humanistisch-universalistischen Sinne islamkritisch ist“

          Das ist ein Riesenproblem, weil genau diese Art der Kritik damit vollens unter die Räder kommt. Man sieht ja, dass jede Islamapologetik bei dem Verweis auf die AfD stehenbleibt und eifrigst sich dem neuen humanitären Rassismus der „Critical Whiteness“ bedient, der zusehens sich auch hierzulande verbreitet.
          Die universalistische Kritik befindet sich in einer erdrückenden Zwickmühlensituation.

        • @ Leszek
          Nehmen wir mal an, Deutschland würde sich in zwei Teile aufspalten. In dem einen sehen Wahlergebnisse typischerweise so aus: SPD 30%, CDU 20%, Grüne 20%, Linke 20%, FDP 5% und Piraten 5%. Alle Parteien sind begeisterte Anhänger von „Refugees Welcome!“, was zu einer andauernden Einwanderung von ca. 2-3 Millionen unqualifizierten Muslimen und nichtmuslimischen Afrikanern pro Jahr führt. Jeder, der dies kritisiert, ist natürlich Rassist und wird daher aus dem Diskurs ausgeschlossen. Eine Änderung dieser Politik innerhalb der nächsten zehn Jahre ist praktisch ausgeschlossen.
          In der zweiten Hälfte sieht es ein bisschen anders aus: CDU 30%, AfD 25%, SPD 20%, FDP 10%, NPD 10% und Grüne 5%. Hier kann sich bis auf die Grünen keine Partei für „Refugees Welcome!“ begeistern, so dass es wegen einer konsequenten Politik der geschlossenen Grenzen und Flüchtlingshilfe vor Ort keine nennenswerte Einwanderung aus nichteuropäischen Regionen gibt. Die CDU ist wieder etwas konservativer als heute, was Koalitionen mit der AfD ermöglicht und mit den Grünen ausschließt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre ist keine Änderung der politischen Verhältnisse zu erwarten.
          So, und jetzt kommt die große Frage: In welchem Teil Deutschlands würdest du lieber wohnen wollen?

        • @jc denton

          Das sind doch realitätsferne Szenarien. Sie verlangen eine unlogische Festschreibungen bestimmter Verhaltensweisen.

        • @ JC Denton

          Ich bin Anhänger des libertär-sozialistischen Prinzips, dass man, wo immer möglich, versuchen sollte nicht zwischen zwei Übeln zu wählen, sondern zu beiden nein zu sagen und eine dritte konstruktive Alternative zu unterstützen.

          Bezüglich der Wahl zwischen AfD und Islamisierung lehne ich beides klar ab, meine Sympathie gilt solchen Gruppen, die Islamisierungsprozesse aus einer aufklärerisch-menschenrechtlichen, humanistisch-universalistischen und herrschaftskritisch-emanzipatorischen Perspektive kritisieren und die auf eine Bewegung aus der gesellschaftlichen Mitte – NICHT vom rechten Rand – abzielen, um Islamisierungsprozesse zu stoppen.

          Gruppierungen wie die Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM)

          http://www.gam-online.de/

          und ihr Umfeld haben daher meine Sympathie.

          Im Idealfall würde das bedeuten, dass eine Situation, wie du sie konstruiert hast, vermieden werden kann. (Ohnehin würde die Bevölkerung in Zone A in deinem Beispiel dies aber, realistisch betrachtet, nur kurze Zeit mitmachen.)

          Ich sehe das in etwa so, wie es der neomarxistische Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss hier formuliert:

          „Grundsätzlich ist festzustellen: Menschen mit kultureller Prägung lassen sich entgegen verdinglichender neoliberaler und multikulturalistischer Ideologie nicht willkürlich und bedingungslos „globalisieren“ wie Waren und Geld. Versucht man es trotzdem, riskiert man katastrophale Verwerfungen. Zu berücksichtigen ist hingegen das Konzept der verträglichen Migrationsrate von Collier (2014): Je höher der Grad der soziokulturellen und qualifikatorischen Differenz der Einwanderer zur Aufnahmegesellschaft ist, desto niedriger sollte/muss die Zahl der Einwanderer sein, um sozialverträglich „absorbiert“ bzw. integriert werden zu können. Daraus folgt: Je größer die Anzahl von bildungsfernen und vormodern sozialisierten Zuwanderern mit starker kulturell-normativer Divergenz ist, desto negativer schlägt die gesamtgesellschaftliche Auswirkung zu Buche[6].

          Die EU sollte sich deshalb wie gesagt auf die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und Asylsuchenden konzentrieren, die verfolgten nichtmuslimischen Minderheiten angehören oder als Oppositionelle gegen islamische Herrschaftsverhältnisse verfolgt werden und eine stärkere soziokulturelle Affinität mit säkularen Wertorientierungen aufweisen. Demgegenüber sollten muslimische Flüchtlinge in sicheren islamischen Ländern Aufnahme finden. Schiiten und Alawiten im Iran und im Libanon, Sunniten in den arabischen Golfmonarchien, der Türkei und anderen arabischen Staaten.

          Der bisherige kardinale Fehler besteht darin, das Gesamtphänomen der Flüchtlingsproblematik und der entstandenen Migrationsströme als europäisches bzw. deutsches Problem zu behandeln, anstatt es als außereuropäisch entstandenes und globalpolitisch zu lösendes Problem anzugehen und zu bearbeiten. Diese Fehlinternalisierung des Flüchtlingsproblems sowie die aktuelle Lenkung der Flüchtlingsströme nach Europa als unausweichliches „Schicksal“ müssen sofort überwunden werden.“

          (…)

          Eine universalistische Menschenrechtsorientierung ist unvereinbar mit einem kulturrelativistisch halbierten und dekadenten Humanismus, der praktisch-konkret nur Europa in die Pflicht nehmen will, aber weder für den arabischen noch für den asiatischen Teil der islamischen Herrschaftsregion gelten soll. Hauptzielsetzung einer progressiv-humanistischen Politik, die mehr sein will als pseudophilantropische Symptombekämpfung, müsste es vielmehr sein, auf die Durchsetzung modernisierter und menschenrechtskonformer Gesellschafts- und Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern der Immigranten hinzuwirken. Alle anderen, „gutmenschlich“ verbrämten Ersatzstrategien wie die Umwandlung Deutschlands und Europas in eine diversifizierte Rettungs- und Helferstation für entwicklungsblockierte nichtwestliche Herrschaftskulturen, laufen im Endeffekt auf eine quantitative Ausdehnung und qualitative Verschärfung der global vernetzten Krisenprozesse hinaus. Vereinfacht ausgedrückt: Dort wird es nicht besser und hier zunehmend schlechter.

          Die herrschende Klasse und ihr politisch-mediales Dienstpersonal gefährden mit ihrer globalkapitalistisch-multikulturalistischen Kommandopolitik immer stärker die gesellschaftliche Stabilität und zerstören den „Bürgerfrieden“. Tatsächlich werden durch verordnete Fremdenliebe, Hasskampagnen gegen Islamkritik, naive Multikulti-Ideologie, politisch-korrekte Nachrichtenzensur und verleumderischen „Antirassismus“ „Wutbürger“ regelrecht herangezüchtet und dubiosen Abendlandrettern in die Arme gerieben.

          (…)

          Es ist zweifellos notwendig und selbstverständlich, massiv gegen rechtsextremistische Gewalttaten und Übergriffe auf Zuwanderer vorzugehen und rechtsradikaler Propaganda entgegenzuwirken. Allerdings wird hierbei so gut wie alles falsch gemacht. Denn die vorherrschende, politisch-medial weitgehend gleichgeschaltete Zuwanderungs- und „Buntheits“-Propaganda verleugnet einerseits die realen Folgen und sich verschärfenden Probleme ungesteuerter Zuwanderung und verfällt andererseits immer wieder in eine pauschale Diffamierung rational-kritischer Einstellungen. Damit wird aber eine Spirale gesellschaftspolitischer Dekadenz und öffentlicher Diskursverluderung in Gang gesetzt, die rechtsextremistischen Kräften und populistischen Vulgarisieren überhaupt erst den gegenwärtigen Auftrieb und Spielraum verleiht.

          (…)

          Um hier Abhilfe zu schaffen, ist eine breite zivilgesellschaftliche Massenbewegung der „vernünftigen Mitte“ erforderlich – eine neue durchsetzungsfähige Widerstandsbewegung, die das gesetzlose und destabilisierende Chaos der unregulierten Masseneinwanderung beendet und den regressiven Islamisierungsprozess endlich stoppt und nachhaltig eindämmt.“

          http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-krauss-deutschland-im-niedergang.html

        • @ Christian

          Das ist ein keinesfalls unlogisches Gedankenspiel. Mich interessiert einfach, wie Leszek sind entscheiden würde. Du darfst die Frage aber auch gerne beantworten. 🙂

        • @jc Denton

          Natürlich ist es unlogisch, dass wir hier 30 Millionen Moslems, in deiner Vorstellung anscheinend alle arbeitslos, unqualifiziert und radikal, zusätzlich aufnehmen und niemand seine Politik umstellen darf oder will.

        • @ Leszek

          Ich frage nochmal: In welchem Teil Deutschlands würdest du lieber wohnen wollen? Eine dritte Alternative gibt es kurzfristig nicht.

          @ Christian

          1. Natürlich ist mein Szenario nicht unlogisch, sondern „nur“ unwahrscheinlich. Das spielt aber keine Rolle, weil es sich um ein GEDANKENSPIEL handelt. Mir geht es dabei um Leszeks Trade-off.
          2. Gehe ich nicht davon aus, dass alle arbeitslos, unqualifiziert und radikal sind.
          3. Politikänderung sind in meinem Szenario nur kurzfristig nicht zu erwarten. Von mir aus kann man statt zehn auch fünf Jahre ansetzen.

  27. Und noch ein m.E. interessanter Artikel zur AfD, diesmal vom Humanistischen Pressedienst (hatte ich in der Vergangengheit schon einmal verlinkt, sei an dieser Stelle aber nochmal verlinkt):

    „Die AfD ist die Speerspitze des christlichen Fundamentalismus“

    http://hpd.de/artikel/afd-speerspitze-des-christlichen-fundamentalismus-12723?nopaging=1

    • Die echte und ungleich mächtigere Verkörperung christlichen Fundamentalismus ist die vordergründig säkularisierte Globale Linke mit ihren Dogmen der Sozialen Gerechtigkeit. Die ist einem sich angeblich bildenden rechten und klassischen Pedent Jahrzehnte voraus.

  28. Die nächste beknackte Phrase von Merkel, die nur an Gefühl und Emotion appelliert und die Vernunft umgeht:

    „Deutschland wird Deutschland bleiben – mit allem, was uns lieb ist“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article157973764/Deutschland-wird-Deutschland-bleiben-mit-allem-was-uns-lieb-ist.html

    „Die AfD sei nicht nur eine Herausforderung für die CDU, „sie ist eine Herausforderung für uns alle in diesem Hause“, rief Merkel am Mittwoch unter Beifall in der sogenannten Generaldebatte des Bundestags zum Haushaltsentwurf 2017.“

    „Wenn wir anfangen, uns sprachlich und tatsächlich an denen zu orientieren, die an Lösungen nicht interessiert sind, verlieren am Ende wir die Orientierung.“

    Oh nein, Frau Merkel, dieser Ton wurde von der herrschenden Leitkultur (die ja irgendwie als „links“ gesehen wird) entwickelt und angeschlagen. Und diese hat längst die Orientierung verloren, auch ganz ohne AfD.

    „Dass Deutschland stark bleibe, beruhe auf Voraussetzungen wie Liberalität, Demokratie, Rechtsstaat und soziale Marktwirtschaft. „Das wird sich nicht ändern“, betonte Merkel.“

    Ihre Regierung ist aber massgeblich daran beteiligt, genau dieses jetzt und erstmalig zu ändern.

    „Sie verwies auf einen weiteren Haushalt ohne neue Schulden, den Zuwachs an Arbeitsplätzen und sinkende Erwerbslosigkeit, den Kaufkraftanstieg in Deutschland und „die höchste Rentenanpassung seit 23 Jahren“. Merkel betonte: „Wir haben die gute Einnahmeseite genutzt, um die soziale Sicherheit zu stärken.““

    Diese „Soziale Sicherheit“ hat aber mit „Liberalität, Demokratie, Rechtsstaat und soziale Marktwirtschaft“ an sich gar nichts oder nur mittelbar zu tun und ist umsomehr Kennzeichen jeder Diktatur, wie der der DDR zB.

    „Die Kanzlerin betonte zugleich, wenn die Türkei Menschenrechte verletze, „dann wird das beim Namen genannt“. Wenn ein Militärputsch scheitere, „dann sagen wir, dass es gut ist, dass er scheitert“.“

    Beim „Namen nennen“, aber keine Konsequenzen ziehen, das war ja auch das Thema der Armenien-Deklaration. Dass Merkel dann gleich den „gescheiterten Militärputsch“, der de facto nur die Machtergreifung Erdogans ist, mit dem legendären „das ist gut so“ belegt, zeigt nur ihre Komplizenschaft mit dem Diktator vom Bosperus, der selbstverständlich, wie alles bei Merkel, alternativlos ist.

    Ja, Menschenrechte sind für Merkel von gestern, nur die Soziale Sicherheit zählt. Mit letzterem meint sie sicherlich nur die Soziale Gerechtigkeit, ist geradezu der perfekte neorechte Ausdruck davon.

  29. „Das Neue Deutschland“, Matthias Matussek

    http://www.achgut.com/artikel/das_neue_deutschland

    „Im Juli 2014 schrieb ich in der „Welt“ unserer Kanzlerin zum 60. Geburtstag eine Art Liebeserklärung. Ich schrieb, dass ich unter ihrer Kanzlerschaft beruhigt schlafe, da sie weder zu Visionen neige noch zu Gewaltakten, ebendiese zu verwirklichen. Ich schrieb, dass ich einschlafe, wenn sie zu reden beginnt, aber das sei okay so. „Sie praktizieren eine Politik der Feinjustierung, sie vermeiden (die Kernkraftfrage jetzt mal ausgenommen) hektische Kurswechsel. Soviel Rationalität war selten bei uns. Sie sind kein impulsiver Lebemann und Kampfbulle wie Gerhard Schröder, kein unberechenbarer Kavallerist wie Peer Steinbrück, Sie sind viel weniger präsent, dafür ständig oben.“

    Gut ein Jahr später widerlegte sie mich. Mit Visionen und Gewaltakten, mit der Öffnung der Grenze und der Schaffung eines anderen, eines Neuen Deutschland. „Unser Land wird sich verändern“. Und das alles nur um mich zu widerlegen. Ich finde das sehr übertrieben.

    Seitdem rätsele ich darüber, was in die Dame gefahren ist, aus Deutschland einen grenzenlosen „Hippie-Staat“ (Economist) zu machen. Waren es die Tränen des Palästinenser-Mädchens in jener TV-Sendung, dem sie unter Verweis auf unsere Rechtslage kein dauerhaftes Bleiberecht einräumen mochte? Waren es die „Bilder von der ungarischen Grenze“, die sie nicht ertragen mochte und damit einfach mal das Dublin-Abkommen und andere EU-Gesetze brach?“

    „…… Die Kanzlerin des vorsichtigen Justierens hatte nun, sozusagen als verspätete Avantgarde der Arbeiterklasse, versucht, im Alleingang ihre Politik an der Spitze einer Tugendrevolution durchzusetzen, mit einer breit mobilisierten „Willkommenskultur“, mit allen Verheerungen, die seit der französischen Revolution mit ihren Tugendrasereien sattsam bekannt sind. Die Tugend wird zum Terror, der die Andersdenkenden unter gewaltigen öffentlichen Propaganda-Druck setzt und sie mit öffentlichen Demütigungen und rechtlichen Schritten bedroht.“

    “ …. Deutschland ist isoliert und hat sich abhängig gemacht von einem eher unberechenbaren Sultan in der Türkei, dem die Menschenrechte aber so was von egal sind.“

    „….. Die Regression des politischen Arguments durch die einstige Pastorentochter aus der DDR, diese Infantilisierung der Deutschen, die sich diesmal zu den guten Deutschen rechnen dürfen und sich gleichzeitig das Recht zum Hass nicht nehmen lassen wollen, diesmal den auf die „rechten Populisten“, unter die alle subsummiert werden, die nicht mitspielen wollen, das alles hat spätestens seit der Rede des Bundespräsidenten Gauck, eines ehemaligen Pastors aus der DDR, einen geradezu altarhaften Rahmen bekommen. Der predigte von einem „hellen und einem dunklen Deutschland“. Er machte aus dem politischen ein moralisches Argument. Und überführte die ehemalige „Antifa-Ideologie“, eine verlogene und staatlich reglementierte Gründungsreligion der DDR, in die neue Zeit.“

    „Ich glaube, hier liegt der Kern der Euphorie über die Willkommenskultur. Ein neues nationales Narrativ wurde geboren, mit dem das alte überschrieben werden sollte. …..“

    Im letzteren liegt wohl „des Pudels Kern“.

  30. Adrain nails it:

    Identitätspolitik von links und von rechts: da ist eben kein echter Unterschied. Sowenig wie zwischen „Multikulturalismus“ und „Ethnopluralismus“. Sowenig wie zwischen klassischem Rassimus und humanitärem Neorassismus.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: