Selbermach Mittwoch 76 (31.08.2016)

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59 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 76 (31.08.2016)

  1. Feministische Theorie liegt zu oft falsch und in der Realität kann man häufig genau das Gegenteil beobachten. Also was tun? Theorie anpassen oder die Realität in Zweifeln ziehen?

    • Die Idee, den Unterhalt von der Mutter zurück zu fordern, scheint ja indiskutabel zu sein. Irgendein Mann muss bezahlt, das ist sicher.

      • Richtig. Vor allem da der echte Vater oft genug (fast) genauso ahnungslos sein dürfte wie der Scheinvater.

        Gerecht wäre, wenn der Scheinvater einen Anspruch gegen die Mutter hätte. Dann könnte man sich auch die hotnotpeinliche Befragung nach den infrage kommenden Sexualpartnern sparen.

        Frau hingegen kann sich dann an den echten Vater wenden, allerdings nicht rückwirkend, sondern erst ab dem Zeitpunkt, an dem sie diesen Anspruch geltend macht. Auf diese Weise hätte auch die Frau ein gesteigertes Interesse daran, den richtigen Vater zu benennen.

        • „Auf diese Weise hätte auch die Frau ein gesteigertes Interesse daran, den richtigen Vater zu benennen.“

          Exakt. Aber einem Mann vorzugaukeln, das er der Vater ist, scheint nicht als Verbechen angesehen zu werden.

  2. Florida millionaire releases surveillance video of his ex-fiancee ‚beating herself up‘ after she claimed he attacked her

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3763105/Millionaire-releases-surveillance-video-glamorous-ex-fiancee-beating-claiming-abused-vicious-divorce.html

    Fail!

    Hat wahrscheinlich versucht ihn zu reizen, in der Hoffnung das er sie schlägt und während er dann wegen häuslicher Gewalt in Haft sitzt, räumt sie seine Bude leer… hat aber nicht geklappt…

  3. Florida millionaire releases surveillance video of his ex-fiancee ‚beating herself up‘ after she claimed he attacked her

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3763105/Millionaire-releases-surveillance-video-glamorous-ex-fiancee-beating-claiming-abused-vicious-divorce.html

    Er sollte wohl wegen häuslicher Gewalt in Haft sitzen, damit sie in ausrauben kann, weil als Frau eines Millionärs, die alles bezahlt kriegt, hat Frau es echt schwer. Ihn so zu reizen das er sie schlägt, hat wohl nicht geklappt. Daher hieß es dann eben „selbst ist die Frau…“

    Er merkte wohl das er die „don’t stick your dick in crazy chick“-Regel verletzt hatte und hat vorsichtshalber Kameras aufgestellt.

    Fail!

  4. Mich interessiert gerad das Thema Minderjährigenprostitution in der Schweiz.
    Ich will rausfinden, ob es bereits Verfahren gegen Freier gab seit dem Verbot (ich schätze: nein).
    Und ob minderjährige Jungs da noch immer legal in den Puff dürfen zum Freien (ich schätze: ja).

    Wüsste jemand was?

    • Warum gerade in der Schweiz? Willst du ein Puff aufmachen? 🙂

      https://www.147.ch/Was-sagt-das-Gesetz-zu-Prostit.856.0.html

      „Sex anbieten dürfen aber nur Personen über 18 Jahren, Sex kaufen auch.“

      „Jugendliche unter 16 Jahren dürfen von Prostituierten nicht bedient werden. Praktisch werden aber unter 18-Jährige nicht bedient.
      Wer darf Sex gegen Geld anbieten? Nur volljährige (über 18-jährige) Personen dürfen Sex gegen Geld anbieten.“

      „Kauft ein Freier Sex bei einer minderjährigen Person, macht er sich auf jeden Fall strafbar. Und wer eine minderjährige Person der Prostitution zuführt oder eine Abhängigkeit einer Person ausnützt um sie der Prostitution zuzuführen, macht sich ebenfalls strafbar (Art. 195/196 StGB).“

  5. Ein lustiger Kommentar:

    Male privilege is amazing! I was walking down the street, and this girl held open the door for me, just because I’m a man. Then she asked if she could buy me dinner, and I let her, and then left her. A free lunch is a free lunch. Anyways, after all the women I passed on the street complimented me on how attractive I am, and asked to buy me free stuff, I went home, because I don’t have to work to support myself, because my wife pays for all my expenses. But the absolute best part of male privilege is never having to worry about fighting any wars or going to prison for a crime I didn’t commit. Male privilege is so awesome!

    • Der Kommentar ist Gold.

      Aber was wir Männer wohl schlecht verstehen ist, dass das Weib einen Trieb zur Unzufriedenheit, zum Nörgeln und mitleiderregend Leiden hat. Und jetzt stellt Euch mal vor, Ihr müsstet so ein Frauenleben mit all den beschriebenen Privilegien leben und dabei noch schlecht gelaunt sein. Das muss die Hölle sein.

      • Ach, ich glaub ein Frauenleben ist unabhängig von der Existenz von Vorteilen und schlechter Laune fürchterlich.

        Obwohl, selig sind die geistig Armen?

        Mal ehrlich, mich würde es massiv nerven in einer so winzig kleinen zentrierten Welt leben zu müssen (und ich bin tendenziell Egomane!)

  6. Feministischer Humor.

    Wer nicht genug davon kriegen kann, dem empfehle ich diesen Film, in dem erklärt wird, dass gar nicht die Königin in Schneewittchen die Böse ist.

    Kann ja auch gar nicht, ist ja eine Frau.

    100 Punkte für den, der raten kann, wer stattdessen an allem Schuld ist.

    http://www.youtube.com/watch?v=9T0M4nm94t0

    Fällt jemandem auf, welches Details versehentlich im Sketch nicht auftaucht?

    http://www.youtube.com/watch?v=mqmIMvWnIV8

    Queen: Slave in the magic mirror, come from the farthest space, through wind and darkness I summon thee. Speak! Let me see thy face.
    Magic Mirror: What wouldst thou know, my Queen?
    Queen: Magic mirror on the wall, who is the fairest one of all?

    Dass sie Porky Pig als Schneewittchen auftreten lassen, finde ich allerdings tatsächlich komisch.

    • Scherze auf Kosten von Männern (wie auch jeder anderen Gruppe) halte ich grundsätzlich für völlig unproblematisch, solange der Humor im Vordergrund steht. Schade ist aber, dass sie – wie auch der Sketch hier – oft einfach nur plumpe Propaganda ohne nennenswerte Witzigkeit darstellen.
      Am besten funktioniert der Sketch wahrscheinlich, wenn man ihn als Satire auf einen Feminismus, der überall eine Schuld der Männer sucht und findet, versteht. So ist er allerdings wohl nicht gemeint…

      • Gute Witze auf Kosten von Männern bleiben gute Witze.

        Ein Paar hat 6 Kinder. Der Mann ist unglaublich stolz auf „seine Leistung“ und nennt seine Frau sehr häufig „Mutter von Sechsen“, obwohl er weiß, dass sie das ziemlich nervt.
        Auf einer Party wird es spät und er ruft quer durch den Raum: „Wollen wir nach Hause, Mutter von Sechsen?“ und sie ruft zurück: „Wann immer du magst, Vater von Vieren“

        Da habe ich recht herzlich schmunzeln müssen.

        • PPS. Ich fand es immer interessant, dass der Lieblingswitz der Männer auch auf Kosten von Männern geht.

          Two weasels are sitting on a bar stool. One starts to insult the other one. He screams: ‚I slept with your mother!‘
          The bar gets quiet as everyone listens to see what the other weasel will do.
          The first again yells: „I SLEPT WITH YOUR MOTHER!!“
          The other says: „Go home, Dad, you’re drunk.‘

          Wenn Frauen sagen, sie fänden wichtig, dass man auch über sich selbst lachen kann, dann meinen sie nicht sich selbst.

    • Ah, von Cracked.com!
      Die Seite macht mich immer melancholisch… war früher so etwas von witzig (oftmals wirklich klug) und interessant, bis man beschloss, den Wasserspender mit Cool Aid zu füllen.

      Inzwischen meide ich die Seite komplett und wann immer ich doch mal reinsehe, merke ich sofort, dass ich gut daran tue.

  7. Danisch berichtet u.a. über diesen Artikel vom vergangenen Dezember:
    http://www.zeit.de/kultur/2015-12/transsexualitaet-homosexualitaet-diversity-geschlecht-butches-10nach8

    Offenbar gibt es einen richtiggehenden Trend unter Butch-Lesben, das Geschlecht zu wechseln, auch und gerade bei bekannteren Aktivisten. Abgesehen von den im Artikel beschriebenen Folgen für die lesbische Community finde ich das auch unter politischen sowie Gender- bzw. biologischen Gesichtspunkten nicht uninteressant.

  8. Danie Dennett schreibt über den aktuellen Zustand der akademischen Philosophie:

    “A great deal of philosophy doesn’t really deserve much of a place of the world,” he says. “Philosophy in some quarters has become self-indulgent, clever play in a vacuum that’s not dealing of problems of any intrinsic interest.”

    Much if not all philosophical work in analytic metaphysics, for example, is “willfully cut off from any serious issues,” says Dennett. The problem, he explains, is that clever students looking to show off their skills “concoct cute counterarguments that require neither technical training nor empirical knowledge.” These then build off each other and invade the journals, and philosophical discourse.

    This “cottage industry” certainly isn’t helped by the pressure on young philosophy students to publish papers.

    “It can take years of hard work to develop the combination of scholarly mastery and technical acumen to work on big, important issues with a long history of philosophical attention,” says Dennett. “In the meantime, young philosophers are under great pressure to publish, so they find toy topics that they can knock off a clever comment/rebuttal/revival of.”

    As a consequence, Dennett says much of philosophy is little more than a “luxury decoration on society,” and he complains many of the questions studied in both analytic and continental philosophy are “idle—just games.” For philosophers to be of real use, they should engage with the world, he says—as he does alongside those in interdisciplinary fields, such as philosophy of biology, philosophy of mathematics, or ethics.“

    http://qz.com/768450/one-of-the-most-famous-living-philosophers-says-much-of-philosophy-today-is-self-indulgent/

  9. Warum soll man als Mann nochmal Feminismus unterstützen?

    Weil man im Zweifelsfall garaniert die Arschkarte zieht?

    Ey, wie in den Frauenhäuser. Die interessiert es auch nicht ob vielleicht die Frau das Problem ist. Der Mann hat Schuld und muss ausgerenzt werden.

    • Deutlicher kann man ja kaum noch schreiben, dass sie einen safe space vor der Realität benötigen.

      Und von Empathie zu fantasieren, wenn man sich offen mit Lügnern solidarisiert, zertrümmert das Vertrauen in Frauen nur flächendeckend, so dass man auch echten Opfern künftig immer weniger glaubt. Das ist dann ähnlich wie bei der Wehrpflicht bzw. Bundeswehr, wo gefühlt ein Großteil der angeblich Kranken im SanBereich Schauspieler waren und der Bundeswehrarzt vermutlich auch einen echten Kranken nicht mehr ernst genommen hat.

      Aber, wenn es das Ziel von Feministinnen ist, das Frauen als realitätsuntaugliche Lügner wahrgenommen werden sollen, dann sind sie auf einem sehr zielstrebigen guten Weg.

      • „Und von Empathie zu fantasieren, wenn man sich offen mit Lügnern solidarisiert“

        Empathie hat nichts mit Wahrheit zu tun, sondern nur mit Gefühl. Es geht nicht darum, was jemand erlebt hat, sondern darum, was er fühlt.

        Keine Ahnung, warum viele glauben, empathische Politiker seien eine gute Sache.

        • Ich glaube es war auf Geschlechterallerlei, wo jemand mal den Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl beschrieben hat und auch klar stellte, das Empathie häufig nicht das richtig Mittel ist.

    • Hier Sargon mal mit ner vollen Packung Zynismus:

      Es passt unter diesen Kommentar wegen dem was Steve Shives in diesem Video sagt: MRAs mit ihren Problömchen, wie z.B. das Männer in London durchschnittlich 12 Jahre eher zu sterben, das 3 von 4 Selbstmordopfer Männer sind, das 3 von 4 Obdachlosen Männer sind und so weinerliche Problömelömchen wie das Väter ihre Kinder nicht sehen dürfen aufgrund einer gegen sie gerichtete „Rechtssprechung“ sind ihm alle scheiß egal. Für ihn leben wir in einem System das Männer privilegiert auf den Kosten von Frauen.

      Daher können MRAs mit ihren Anliegen zur Hölle fahren, den es gibt erste Frauenprobleme. Nämlich:

      1 von 4 Autisten ist weiblich. EINE! 1 Frau ist mehr wie 3 Männer! Deswegen müssen wir unbedingt etwas gegen den Autismus bei Frauen machen! Ich fordere das der Etat für die Hilfe von autistischen Mädchen MINDESTENS genau so viel Geld zur Verfügung hat wie der für Jungen. Wegen der Gleichberechtigung!!!

      Also ist Autismus ein feministisches Thema? Hier die Merkmale:

      Ich finde ja!

      Jede Feministin sollte sich sofort auf Autismus testen lassen!

  10. „Meet the anti-feminist: the immature, smug, self-righteous, yet deeply insecure individuals who on the street might look completely unassuming, but on the internet they take on a new ego with which they insult, mock and attack feminism. Anti-feminists share one particularly cementing belief of who the stereotypical feminist is – angry women with unshaved armpits wearing t-shirts branded with aggressive messages screaming “free the nipple”. This binding misconception has allowed anti-feminists to turn feminism into something of a caricature, and given them the fuel with which to exploit the feminist movement for the purpose of a joke.“

    Muhahahaha, jupp!!! Anti-Feministen haben Feministen den Ruf verpasst, den sie jetzt haben! OLOLOLOL

    Hab ihn nur überflogen, aber der Text scheint mal wieder vollkommen daruf zu verzichten auf die Kritik von Anti-Feminisen einzugehen und versucht stattdessen die Unterstellungs- und Ad hominem-Schiene.

    http://thetab.com/us/2016/08/29/rise-anti-feminist-50563

    Und die Meninisten werden mal wieder als eine Bewegung dargestellt und nicht als die Feminismus-Parodie, die sie sind. Man braucht eben ein mächtiges Feindbild und da kann man ja niemanden präsentieren, der vielleicht bessere Argumente hat…

    • „auf die Kritik von Anti-Feminisen“

      Du und deine Kategorie-Fehler immer. Anti-Feministen über per Definitionem keine Kritik. Dafür müsste Feminismus Angriffspunkte für Kritik bieten. Was nicht der Fall ist. Weswegen, q.e.d. Antifeministen nicht kritisieren, sondern trollen.

      Das ist doch nun wirklich nicht so schwer.

  11. Ich frage mich, ob das off-topic ist, denn: Haben wohl die Frauen in dem Land vergleichbare Jobs?

    Vermutlich ja. Ein Land mit Scheißjobs wie diesem hat vermutlich ausreichend Scheißjobs für alle.

  12. @Jüngling

    Ich kriege einen Kommentar bei dir nicht abgeschickt, sorry.

    „Sie können die Kinder, die sie doch so dringend brauchen, um einmal erhaltene Macht zu festigen, nicht selbst bekommen, sie benötigen den Körper der Frau dazu.“

    Nicht vergessen: Bei Feminismus geht es um Gleichberechtigung, nicht um Männerhass! Lese erstmal die Definition im Kochbuch! Aber alle Männer wollen Macht über Frauen ausüben, das is das Endziel jede ihrer Handlungen.

    http://img.memecdn.com/why-do-all-men-generalize-women_o_1375085.webp

    „„Väterrechte“ aktuell staatlicherseits massiv ausgebaut“

    Massiv! Massiv? Wo denn?

    „In den letzten 20 Jahren hat sich gezeigt, dass Frauen ihre Kinder, wenn auch prekär und unter großer Belastung, allein aufziehen können und damit dem Mann sein Recht auf sein Kind verwehren können“

    Es gibt keine Frauenprivilegien!

    Btw. Wie läuft das eigentlich ab, dieses Macht ausüben? Wenn Mann und Frau zusammen sind und er Geld aufs Konto packt und sie das ausgibt und im Gegenzug mal Essen kocht… so?

    Und wie würde Feministinnen sich die Achselhaare raufen und blutigen Schaum ausspucken wenn reihenweise Väter einfach so, weil sie es wollen, Müttern ihr Recht auf ihr Kind (nicht das Recht des Kindes auf den Elternteil, das ist für Feministinnen und Mütterrechtler bei Kind und Mutter ja das gleiche. Oh man, wenn man darüber nachdenkt: man macht sich über Männerrechtler lustig, weil ja überall in hohen Positionen Männer sitzen. Wieso macht sich dann niemand über MütterRECHTLER lustig?) ver wehren könnten?

    „Also wird rasch postuliert, wie wichtig der Vater für das Seelenleben des Kindes ist – ein Umstand, der noch nie in der Geschichte der Menschheit eine Rolle gespielt hat“

    Feministinnen verstehen das Konzept von Zeit nicht. Wirklich nicht. Sie denken das Frauen auch heute nicht gleichberechtigt sind, weil sie es früher nicht waren und sie denken das früher die gleichen Mittel zur Verfügung standen wie heute, z.B. im Bereich Verhütung, Medizin allgemein, der gesamte Arbeitsmarkt auf dem Frauen heute tätig sind, Sozialsysteme, das Internet, usw.

    Ja wirklich, was denkt sich die HuffPo dabei sowas zu veröffentlichen?

    Müssten in einem Patriarchat solche Texte nicht ähnlich wie Texte die dem Islam kritisieren (oder wie hier wohl eher niederträchtig und hasserfüllt abwerten) in islamischen Ländern nicht zu einer Reihe von Verhaftungen führen? Oder ist das nur eine Zeichen dafür, dass die Macht of the allmighty Patriarchy bröckelt. Wo ist dann demnach diese Macht noch anzutreffen im Westen?

    Wie erwarten äußert sich keine Feministin (oder Frau) kritisch zu diesem Text.

    Vor ein paar Tage war bei Genderama auf einen Text verlinkt, der behauptet das Anti-Feministen für den schlechten Ruf des Feminismus verantwortlich sind.

    Ja nee, is klar! ^^

    und LOL

    „Zumindest nicht, bis wir uns, ganz radikal, mit den Wurzeln dieser Ereignisse beschäftigen, solidarisch zusammenstehen, mit allen Frauen, auch den muslimischen und den Burka-Trägerinnen, und uns patriarchaler Logik verweigern.“

    Bitte, gebt diesen Leuten ein eigenes Land! Außerhalb der EU, nicht das die doch noch quersubventioniert werden.

    Ich muss Leszek mal fragen ob es einen Anti-heterosexuellen Lesben-Feminisus gibt, denn genau das scheinen die Störenfriedas zu sein.

    „http://der-juengling.blogspot.de/2016/09/feministischer-hass-im-boulevardmedium.html“

    • „Ich muss Leszek mal fragen ob es einen Anti-heterosexuellen Lesben-Feminisus gibt, denn genau das scheinen die Störenfriedas zu sein.“

      Einen radikalen lesbischen Feminismus, der Heterosexualität grundsätzlich ablehnte und als Ausdruck „männlicher Herrschaft“ interpretierte, gab es in den 70er und 80er Jahren sowohl in Teilen des klassischen Radikalfeminismus als auch bei manchen radikalen Differenzfeministinnen. Damit im Zusammenhang stand auch die Propagierung des „Politlesbianismus“, also eine Aufforderung an heterosexuelle Frauen lesbisch zu werden um sich den „männlichen Unterdrückern“ zu entziehen. Z.T. ging das auch mit Homophobie gegenüber Schwulen einher. Durch diese und andere engstirnige radikalfeministische Positionen zum Thema Sexualität wurden die „Feminist Sex Wars“ ausgelöst und bildete sich der sex-positive Feminismus als Gegenströmung (der heute als größere geschlossene feministische Strömung aber nicht mehr existiert.).

      Der Artikel bei den Störenfriedas – ein wirklich übler männerfeindlicher Hetzartikel, den Uepsilonniks gut auseinandergenommen hat – ist aus Perspektive des klassischen Radikalfeminismus geschrieben und spiegelt auch aktuelle ideologischen Konflikte zwischen Radikalfeminismus einerseits und Gender/Queer-Feminismus andererseits wieder, der Gender/Queer-Feminismus wird in dem Artikel ja kritisiert (wobei der Gender/Queer-Feminismus aber keinesfalls ein sex-positiver Feminismus ist)

      Ein Unterschied des radikalfeministischen Störenfrieda-Artikels zum heutigen Emma-Radikalfeminismus ist neben dem Verbalradikalismus, der typische zeitgenössische Emma-Artikel übertrifft, die Position zur Forderung nach einem Burka-Verbot, diese Forderung ist für die Störenfriedas Ausdruck des Patriarchats, die Burka ist für sie allerdings auch Ausdruck des Patriarchats, deshalb sei keine Positionierung auf einer der beiden Seiten der Debatte möglich.

      • „die Position zur Forderung nach einem Burka-Verbot, diese Forderung ist für die Störenfriedas Ausdruck des Patriarchats, die Burka ist für sie allerdings auch Ausdruck des Patriarchats, deshalb sei keine Positionierung auf einer der beiden Seiten der Debatte möglich.“

        Ja, ein häufiges Problem im Feminismus. Auch im heuten Artikel. Männer sollen Feministen werden, aber feministischen Männer ist noch weniger zu trauen als nicht-feministischen Männern.

        Du schreibst:

        gab es in den 70er und 80er Jahren“

        Den scheint es mir immer noch zu geben

  13. Lesenswerter pc-kritischer Artikel in der Jungle World:

    Marcus Latton – Jedem Stamm seine Bräuche

    Ein paar Passagen aus dem Artikel:

    „In den Sozialwissenschaften und der antirassistischen Szene bedienen sich einige im Kampf gegen »kulturelle Aneignung« einer Sprache, die von der rechter Ethnopluralisten nicht mehr zu unterscheiden ist.

    (…)

    Der Diskurs über diese und andere Erscheinungen wird vornehmlich von Bloggern und Akademikern getragen, die sich selbst als Teil einer antirassis­tischen Öffentlichkeit verstehen. Ihr Kampf geriert sich emanzipativ. Ihre Sprache ist rechts. Hindurch schimmert der Geist eines Authentizitätsfetischismus und reaktionärer Ethnopluralismustheorien, in denen Kultur ein verletzliches System ethnisch klar definierbarer Menschengruppen darstellt

    (…)

    Es dürfte den Anhängern dieses Grundgedankens bewusst sein, dass Weiße, die ihre Privilegien reflektieren und sich aus lauter Betroffenheit die Wursthaare abschneiden, damit nicht den geringsten Beitrag zum Kampf ­gegen rassistische Polizeikontrollen in Bahnhöfen und Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt leisten. Nur auf den ersten Blick kurios mutet die Empfehlung an, das Tragen von Bindis, Afros und Sombreros Angehörigen der »Ori­ginalkultur« zu überlassen. Hiergegen ließe sich schließlich einwenden, dass dies die Exotisierung von Menschen ohne biodeutsche Herkunft eher noch fördern würde. Je mehr sich bestimmte Symbole auf ein Kollektiv beschränken, desto leichter lassen sie sich als Stigma missbrauchen. Wer dagegen ist, dass die Trägerin eines Sari aufgrund ihrer Kleidung fremdenfeindlich beleidigt wird, sollte befürworten, dass die indische Tracht möglichst weite Verbreitung findet und als normales Stoffstück Einzug ins Straßenbild hält.

    Kritikerinnen und Kritiker sogenannter Kulturaneignung haben daran kein Interesse. Sie hängen einer essentialistischen Ideenwelt an, die Gruppen ­Wesensmerkmale und ein angeborenes Schicksal zuweist. Selbst der naive Einspruch, dass alles von Menschenhand Geschaffene auf Inspiration und Nachahmung von anderen fußt, gilt ihnen nicht viel. Stattdessen ernennt sich etwa die Autorin Salomé auf dem Blog Mädchenmannschaft zur Stellvertreterin von mehr als einer Milliarde Individuen und schreibt: »Japaner_innen sind NICHT hellauf begeistert davon, dass Polyesterkimono als Karnevals- oder Halloweenkostüme verkauft werden. Inder_innen sind NICHT erfreut von Hipstern, die sich Bindis auf die Stirn kleben. Cherokee, Sioux, Choctaw und andere Ureinwohner_innen Amerikas finden es NICHT großartig, dass die gleichen Hipsterkids sich Warbonnets über den Kopf ziehen.« Die Verteidigung von tradierten Bekleidungsvarianten wird von Salomé zum Volkswillen erklärt, während ihr von den genannten Nationen gezeichnetes Bild zu einer rassistischen Groteske verkommt. Inderinnen, Japaner und Angehörige der Cherokee erscheinen hier nicht als Persönlichkeiten, die ein distanziertes, gleichgültiges oder ironisches Verhältnis zu ihrer eigenen Kultur pflegen können, sondern als sensible Dauerbeleidigte, die gar nicht anders können, als sich mit kleingeistiger Verlustangst an ihre Saris, Kimonos und Warbonnets zu klammern.

    (…)

    Der real existierende Antirassismus ist auf diese Weise dabei, in sein Gegenteil umzuschlagen. Ursprünglich war er angetreten, um Diskriminierung zu bekämpfen, Stereotype aufzubrechen und es Individuen zu ermöglichen, gleichberechtigt eine transnationale Menschheitskultur zu gestalten. Parteien und soziale Bewegungen, die gegen die weiße Hegemonie kämpfen, agieren allerdings immer öfter als Anwälte von Stamm, hood, Nation und Umma. Statt sich zuerst mit den Minderheiten innerhalb der Minderheiten zu solidarisieren, die als Frauenrechtlerinnen, Linke, Intellektuelle, Homosexuelle, Atheistinnen und Menschenrechtler oft unter Lebensgefahr das Regelwerk ihrer jeweiligen Zwangskollektive in Frage stellen, werden immaterielle Güter wie Tradition, Kultur und Religion unter einen ­Artenschutz gestellt, der jegliche Aneignung und Kritik delegitimiert.“

    http://jungle-world.com/artikel/2016/35/54756.html

  14. Der liberale Muslim und Anhänger der Frankfurter Schule Bassam Tibi, der den Begriff „Leitkultur“ prägte, berichtet in folgendem Artikel über Reaktionen auf seine Kritik an der deutschen Migrations- und Integrationspolitik. Unter anderem kommt er dabei auch auf eine Wurzel des autoritären Wesens der heutigen Grünen zu sprechen, nämlich die maoistischen K-Gruppen. (Am Ende des Artikels fällt er leider m.E. zu stark auf konservative Propagandastrategien herein, trotzdem ist der Artikel insgesamt interessant.)

    Aus dem Artikel:

    „Diesen Artikel schreibe ich als ein westasiatischer Muslim aus Damaskus, der in Deutschland als «Syrer mit deutschem Pass» lebt. Ich beklage mich über die Unterdrückung meines Grundrechtes auf Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, die mir das deutsche Grundgesetz garantiert.

    Der Anlass ist dieser: Die Zeitung Die Welt durchbrach eine totale Verbannung meiner Person aus den deutschen Medien, die von 2002, nach der Veröffentlichung meines Buches «Islamische Zuwanderung. Die gescheiterte Integration», bis heute verhängt worden ist. Schon damals wollten Politiker und Meinungsherrscher die Botschaft des zitierten Buches, nämlich die gescheiterte Integration islamischer Zuwanderer, nicht hören. Die Beendigung der Verbannung erfolgte Anfang Juli, als Die Welt mir eine ganze Seite für ein Interview widmete.

    (…)

    Trittin beleidigt mich und exkommuniziert mich «aus der Wertegemeinschaft des Grundgesetzes». Hiergegen wollte ich mich wehren und schrieb einen Artikel über die Beschneidung meiner Meinungsfreiheit für Die Welt. Doch hat diese Zeitung, die am 4. Juli mit dem zitierten Interview die Tür öffnete, diese wieder geschlossen mit dem beleidigenden Vermerk, mein Artikel sei «ein Dokument der Larmoyanz und Selbstbezüglichkeit», und die Zusammenarbeit beendet. Es bleibt mir nur die Möglichkeit, wie einst meine jüdischen Lehrer Adorno und Horkheimer in die Schweiz zu flüchten und die Verteidigung der Meinungsfreiheit vorzunehmen. Deutsche Zeitungen lehnen es ab, meine Gedanken zu veröffentlichen, weil sie in die Kategorie «unbequeme Gedanken» (Theodor W. Adorno) eingeordnet werden. Davon werde ich niemals ablassen.

    Die Göttinger Aktion gegen mich wurde von Jürgen Trittin und dem Oberbürgermeister der Stadt angeführt; beide wurden flankiert von SPD- und CDU-Politikern und sogar vom Göttinger Polizeipräsidenten, der soziologische Prognosen über Kriminalität polizeilich abtut. In dem Bericht des Göttinger Tageblatts steht, der Oberbürgermeister von Göttingen ­«verurteilt Tibi». Meine wissenschaftlich begründeten Beobachtungen ­werden von ihm als «vorurteilsvolle Aussagen» diffamiert.

    Ich habe bisher gedacht, in einem Rechtsstaat dürfe nur ein Gericht ­«verurteilen», nicht ein Politiker. Das Grundgesetz gewährt Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit, die Stadtverwaltung Göttingens offensichtlich nicht. Trittin wirft mir, dem arabischen Muslim aus Westasien, ohne Beweise ­«rassistische Klischees» und «Hass gegen Menschen» vor.

    Ich kenne Trittin aus den 1970er- Jahren, als er in Göttingen aktiv im Kommunistischen Bund und ich ­Professor war. Die Tatsache, dass ich ein Marxist der Frankfurter Schule war, missfiel den kommunistischen Gruppen (K-Gruppen). Diese hatten in den 1970ern einen immensen Einfluss auf die Universität, besonders auf die Sozialwissenschaftliche Fakultät.

    Trittin war in jenen Jahren in den K-Gruppen sehr prominent, wie der Wikipedia-Artikel über ihn dokumentiert. Diese K-Gruppen haben meinen kritischen Marxismus als «ketzerischen Salon-Marxismus» verfemt und mich damals aus dem Marxismus exkommuniziert; ich wurde zur Zielscheibe ihrer Angriffe. Daraus folgte ein Psychoterror bis zur körperlichen Bedrohung. Der Psychoterror nahm ein solches Ausmass an, dass ich 1977 seelisch und körperlich zusammenbrach und mich in eine mehrmonatige klinische Behandlung begeben musste. 1977/1978 war ich nicht mehr arbeitsfähig. Das sind meine Erinnerungen an die K-Gruppen, zu denen Trittin gehörte. Heute, 40 Jahre danach, werde ich laut Göttinger Tageblatt aus der «Wertegemeinschaft des Grundgesetzes» exkommuniziert. In Göttingen hat die Exkommunikation somit eine Tradition.“

    http://bazonline.ch/ausland/ich-weigere-mich-zu-schweigen/story/15417039

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