FEMINISTINNEN – Warum ich sie so HASSE /// etwas in RAGE @DasRump

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23 Gedanken zu “FEMINISTINNEN – Warum ich sie so HASSE /// etwas in RAGE @DasRump

      • Beispiel:
        Feminismus: Wörterbuchdefinition
        Anti-Feminismus: Frau Erziehung, Mann Ernährer war schon immer so.

        Sind beides nicht so überzeugende Argumente.

        Z.B. behauptet er, dass es für Mütter genügend Hilfe gäbe. Warum finden sich dann viele alleinerziehende Mütter an der Armutsgrenze? Wenn ich ein Interesse habe, dass Frauen Mütter werden, muss ich auch dafür sorgen, dass es eine Absicherung gibt. Wenn ich mich von der Ehe dabei verabschiede, muss ich alternativen schaffen, die durch die Kindeserziehung entstehen.

        Vielleicht gehört auch dazu Anreize zu schaffen, dass sich mehrere Erwachsene (z.B. Vater u. Mutter) um ein Kind kümmern.

        In seinem Rant stellt er Behauptungen, die in seiner Wahrnehmung stimmen werden, nur ist die Frage, ob sie auch für einen größeren Teil der Bevölkerung zutreffen – und natürlich welche Untergruppen wir beachten wollen.

        Ein Meinungsteil ohne Fakten hat oft die Tendenz wenig Bodenhaftung zu haben.

        • @netsmurf
          „Warum finden sich dann viele alleinerziehende Mütter an der Armutsgrenze?“

          Die bessere Frage wäre hier: Warum sind diese Mütter alleinerziehend? Ist das wie ein Schicksal über sie gekommen (Mann im Krieg gefallen z.B.)? Oder ist das Resultat eigener Entscheidungen?

          Nächste Frage: Sind nur alleinerziehende Mütter an der Armutsgrenze?
          Oder auch: Ist das Merkmal alleinerziehend der *einzige* Grund, warum diese Klientel an der Armutsgrenze lebt?

          Zu diesen beiden Fragen würde mich eine Antwort von dir interessieren.

          Noch ein paar Anmerkungen:
          „Wenn ich ein Interesse habe, dass Frauen Mütter werden, muss ich auch dafür sorgen, dass es eine Absicherung gibt.“

          I strongly disagree. Das ist genau die Haltung, die in einer gewissen gesellschaftlichen Schicht weit verbreitet ist. „Ich lass mir jetzt ein Kind machen – dann muss irgendwer (die Gesellschaft, meine eigenen Eltern) sich endlich um mich kümmern“. Diese jungen Frauen sind geistig selber noch Kinder. Das ist nicht der Sinn unserer Sozialsysteme. Und viel wichtiger: Das hat schlimme Folgen für das so entstehende Kind – unabhängig vom Geld. Da ist die Vernachlässigung vorprogrammiert.
          Originalzitat einer Sozialarbeiterin aus meiner Bekanntschaft: „Bei der x und der y und z weiß ich ganz genau: Wenn die jetzt schwanger werden, haben wir Kundschaft in der nächsten Generation.“ Und, so ihr seufzender Nachsatz: „Man sieht es kommen, es ist so sicher wie das Amen in der Kirche – man kann aber nichts tun.“

          Da ist nichts heldenhaftes daran. Das sollte man nicht „abfeiern“. Alleinerziehende Mutter zu sein, ist keine Leistung. (Eher ein persönliches Versagen oft – manchmal aber auch Schicksal).

          Außerdem war das ja auch ein Konditionalsatz von dir, eingeleitet mit „Wenn“. Wenn du Interesse hast, dass andere Leute Mütter werden. Warum solltest du ein Interesse haben? Ich habe das nicht. Nicht so abstrakt. Hauptsache, irgendwer wird Mutter, egal wie unter welchen Umständen. Hauptsache es entstehen Kinder, möglichst viele.
          Das wäre nicht mein Interesse. Mein Interesse wäre, dass Kinder in einem liebevollen und gesicherten Umfeld aufwachsen können – möglichst mit *beiden* Elternteilen.
          Und Eltern haben die Pflicht, nach ihren Möglichkeiten genau dafür zu sorgen, dieses Umfeld zu schaffen, wenn Sie sich zur Elternschaft entscheiden.

          Das wäre die angemessener Haltung dazu.

          „Wenn ich mich von der Ehe dabei verabschiede, muss ich alternativen schaffen, die durch die Kindeserziehung entstehen.“

          Genau: Wenn DU dich individuell gegen Ehe oder gegen gemeinsames Aufziehen des Kindes mit dem Vater entscheidest, dann musst DU die alternativen Rahmenbedingungen schaffen, dass es dem Kind gut geht.

          DU! Nicht irgendwer. Nicht „die Gesellschaft“.

          DU triffst die Entscheidung, ein Kind haben zu wollen. Also bist in allererster Linie DU dafür zuständig, die Entscheidung verantwortlich und mit Blick auf das Wohl des Kindes zu treffen.

          „Vielleicht gehört auch dazu Anreize zu schaffen, dass sich mehrere Erwachsene (z.B. Vater u. Mutter) um ein Kind kümmern.“

          Das sollte eigentlich der Normalfall sein. Und Vater und Mutter sollten *von sich aus* dieses Interesse ganz stark ausgeprägt haben, wenn sie Eltern werden. Da sollten gar keine „Anreize“ geschaffen werden müssen.

          Gesellschaftlich und politisch müssten wir eher überdenken, wo wir negative Anreize (manchmal unterschwellig und implizit) setzen, dass sich Elternteile nicht kümmern …

        • Hätte alleinerziehende Eltern anstatt Mütter nehmen sollen.

          @virtualcd Das mag Deine persönliche Ansicht sein, aber der Staat sieht sich in Deutschland sehr wohl für Kinder verantwortlich. Sie sind ja auch seine Zukünftigen Leistungsträger.

          In Deutschland ist schulischer Erfolg z.B. von dem Reichtum der Eltern abhängig.

          „Ich lasse mir ein Kind machen, damit sich jemand kümmert.“ Mag sein, dass es das gibt. Und weil es das gibt, sind die Mütter die sich den Arsch mit Jobs aufreisen außen vor? Um die anderen Abzuschrecken?

          Ja im Idealfall gibt es eine zwei Erziehungsberechtigte. Das stellt heute aber nicht mehr den Idealfall dar. -> Verheiratete Jahre.

          Soll ein Kind für die schlechten Entscheidungen seiner Mutter leiden? Auch ein interessanter Ansatz. Tut mir leide, dass es für Dich nur Hauptschule war. Deine Mutter hätte halt nicht schwanger werden sollen, sie war noch zu kindlich. Das zieht.

          „Gesellschaftlich und politisch müssten wir eher überdenken, wo wir negative Anreize (manchmal unterschwellig und implizit) setzen, dass sich Elternteile nicht kümmern …“

          So wie der Führerscheinentzug für Kindergeld säumige Eltern? Tut uns leid, dass sie nicht zu ihrem Job fahren können, sie haben das Kindergeld nicht bezahlt.

          Sie haben sich nicht um ihr Schlüsselkind gekümmert, sie waren jeden Tag bis 18:00 arbeiten und ihr Kind daher von 14:00 bis 18:00 alleine. Klar kann man sich dann noch ne Nanny für 4h leisten.

          Tut mir leid, die Eltern, die ich kenne, kümmern sich um ihre Kinder und versuche Ihnen vieles zu ermöglichen. Für mich soll ein Kind einer alleinerziehenden Krankenschwester später Chancen haben.

          Dabei ist hätte sie den Chefarzt geheiratet kein Argument für mich.

        • „In Deutschland ist schulischer Erfolg z.B. von dem Reichtum der Eltern abhängig.“

          Das ist eine sehr vereinfachte Formel. Sie berücksichtigt nicht, dass viele erbliche Faktoren, auch intelligenz, wiederum in den Reichtum der Eltern hineinspielen. Intelligente Eltern sind sowohl eher erfolgreich als haben auch eher intelligentere Kinder (die dann in der Schule mehr Erfolg haben) (im schnitt jeweils)

        • *Sie berücksichtigt nicht, dass viele erbliche Faktoren, auch intelligenz, wiederum in den Reichtum der Eltern hineinspielen.*

          Siehe Donald Trump… 😀
          Nee das liegt eher daran, dass es für Eltern, die selbst höhere Bildung genossen haben selbstverständlicher ist, dass ihr Nachwuchs das auch tut.
          Es liegt daran, dass diese Eltern Geld für Nachhilfe und zusätzliche Lehrmaterialien haben, für Studienreisen und Auslandspraktika und den ganzen anderen Klumpatsch.

          Eine kleine Anekdote aus dem Nähkästchen, ich habe in der 4. Klasse eine eingeschränkte Gymnasialempfehlung bekommen.
          Meine Mutter erzählte mir kürzlich, dass ihr das sehr zu schaffen gemacht hatte, sie hatte nochmal das Gespräch mit meiner Klassenlehrerin gesucht, und als es in der Pubertät Probleme gab, hat sie hin und her überlegt ob ich überfordert wäre, etc. IQ-Test hat dann gezeigt dass es nicht so war, und mein weiterer Weg ja auch.
          Bei meinen Geschwistern genauso. Warum? Sie war selbst nur auf der Realschule, ebenso fast alle anderen aus unserer Familie. Gymnasium hat sie verunsichert.

          Kannst auch gerne mal hier gucken: http://www.arbeiterkind.de/

        • „Siehe Donald Trump…😀“

          Warum wäre das aus deiner Sicht ein beleg? Gerade bei n=1?

          „Nee das liegt eher daran, dass es für Eltern, die selbst höhere Bildung genossen haben selbstverständlicher ist, dass ihr Nachwuchs das auch tut.“

          Das mag sein, aber das schließt dennoch biologische Faktoren nicht aus. Wie sollte es auch? Und selbst dann wird im Zweifel ein sehr intelligentes Kind, welches eine Ausbildung macht, dort besser abschneiden. Die eine mag zB einfache Sekretärin werden, die andere Chefsekretärin

          „Es liegt daran, dass diese Eltern Geld für Nachhilfe und zusätzliche Lehrmaterialien haben, für Studienreisen und Auslandspraktika und den ganzen anderen Klumpatsch.“

          Und dazu hast du studien, die den Faktor „Intelligenz der Eltern und deren vererblicher Anteil“ miteinbeziehen?

          „Eine kleine Anekdote aus dem Nähkästchen, ich habe in der 4. Klasse eine eingeschränkte Gymnasialempfehlung bekommen.“

          Und die Verallgemeinerungsfähigkeit wäre? Wie ist denn der IQ deiner beiden Eltern? Und wie im Verhältnis dazu deiner?

          „Kannst auch gerne mal hier gucken: http://www.arbeiterkind.de

          Da sind keine Studien, die diese Faktoren überprüfen.
          Wenn Arbeiterkinder eher Probleme haben, dann kann das eben auch daran liegen, dass sie im Schnitt weniger intelligent sind (was nicht damit zu verwechseln ist, dass sie nicht hoch intelligent sein können)

        • *Und dazu hast du studien, die den Faktor „Intelligenz der Eltern und deren vererblicher Anteil“ miteinbeziehen?*

          Nee, du?
          Googel einfach mal „Bildungschancen Soziale Herkunft“, da dürfte dir weiter geholfen werden.
          Mal davon ab, dass es auch diverse Studien geben dürfte, wie Umweltbedingungen die Intelligenz beeinflussen. Da kannst du dann gerne deine Zwillingsstudien draufpacken und mal vielleicht eine Meta-Studie erstellen, die dann endgültig klärt, warum Kevin-Noel Gryvalski (Mutter Kassiererin, Vater verschollen) nach der gemeinsamen Grundschulzeit auf die Hauptschule kommt und Jonas Helbenstein (Vater Ingenieur, Mutter Grundschullehrerin) aufs Gymnasium. ^^

          *Wenn Arbeiterkinder eher Probleme haben, dann kann das eben auch daran liegen, dass sie im Schnitt weniger intelligent sind*
          Und die wohlbekannte und gut untersuchte Tatsache, dass hochklassige Bildung Geld kostet, wischst du einfach vom Tisch?

        • @ netsmurf

          Im Wesentlichen kann ich das von marenleinchen unterstreichen.
          Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und hab die Mittlere Reife gemacht, weil meine Mutter (mein Vater kam nur am Wochenende vorbei, weil er deutschlandweit beruflich im Einsatz war), Hauptschulabsolventin, beim Wort „Gymnasium“ ebenfalls kalte Füße kriegte.
          Außerdem konnten sich unsere Eltern kein Gymnasium für vier Kinder leisten.
          Meine Großeltern, standesbewusste Arbeiter, die in unserem Haus wohnten, hatten schon unsere Mittlere Reife als „Arroganz“ beschimpft („Du bist wohl zu stolz, dir die Hände dreckig zu machen!“). Der uns angemessene Platz war in der Hauptschule und danach irgendwo im Straßenbau.

          Und Hilfe bei den Hausaufgaben gab es kaum. Rückblickend empfinde ich es fast als Wunder, dass ich mich da durchgeboxt habe. Als Linkshänder war ich auch noch „geistig behindert“, also eh in jeder höheren Schule fehl am Platze.

          Das Elternhaus kann sicher nicht alles leisten, aber es kann zumindest die Umgebung/das Vorbild liefern, in dem sich das Kind entwickelt.

        • @ evochris

          „Das mag sein, aber das schließt dennoch biologische Faktoren nicht aus.“

          Sicher nicht. Wo die Hardware fehlt, kann man keine Software draufspielen.

          „Und selbst dann wird im Zweifel ein sehr intelligentes Kind, welches eine Ausbildung macht, dort besser abschneiden.“

          Eben nicht zwingend. Das Gehirn ist ein Muskel, dessen Synapsen sich abbauen, wenn sie nicht gefordert werden. Also würde auch das intelligenteste Kind unter einer „dummen“ Umgebung langsam verblöden.
          Und als Kind mit Hauptschulabschluss kommst Du normalerweise nicht mit gebildeteren Schichten in Kontakt.
          Mein Glück war, dass meine Mutter grundsätzlich wert auf Bildung legte und meine Ahnen väterlicherseits – zu denen ich leider nur selten Kontakt hatte – alter Akademikeradel waren.

        • „Eben nicht zwingend. Das Gehirn ist ein Muskel, dessen Synapsen sich abbauen, wenn sie nicht gefordert werden. Also würde auch das intelligenteste Kind unter einer „dummen“ Umgebung langsam verblöden.“

          Es ist ja nicht so, dass „Arbeiter“ heute gleich das Gehirn ausschalten können. Es gibt zB Bürobedienstete, die man gerade mal mit Schreiben nach Diktat beauftragen kann oder andere, die zB in einer Immobilienverwaltung den halben Laden schmeißen. Es gibt viele sehr herausfordernde Berufe im nichtstudierten Bereich. Und die Schüler werden in der Schule ja auch gefördert und denken dort.

          „Und als Kind mit Hauptschulabschluss kommst Du normalerweise nicht mit gebildeteren Schichten in Kontakt“

          Das ist richtig, aber nach der Abwertung der Hauptschule kommen ja auch kaum noch intelligentere dahin.

          „Mein Glück war, dass meine Mutter grundsätzlich wert auf Bildung legte und meine Ahnen väterlicherseits – zu denen ich leider nur selten Kontakt hatte – alter Akademikeradel waren.“

          Ich will damit auch nicht sagen, dass die Umgebung und der Anspruch der Eltern an das Kind da keine Rolle spielt. Aber den genetischen Faktor kann man eben nicht ohne weiteres herausrechnen – der behaviorismus mit seiner Theorie, dass man jeden Menschen beliebig formen kann und aus jedem mit der passenden Anleitung alles machen kann ist eben gescheitert

        • Meine Mutter erzählte mir von einer Frage eines Lernpsychologen:
          „Was ist für den Lernerfolg am wichtigsten?“

          * Intelligenz
          * ?Kreativität
          * Vorwissen

          Und seiner Meinung nach war es Vorwissen. Bei viel Vorwissen, kannst Du neues Wissen besser verknüpfen. An der Uni werden die faulen Intelligenten von den fleißigen abgehängt, weil diese sich mit der Zeit mehr wissen Aneignen.

          Wenn Du also ein Kind hast, dass im Kindergarten viel Wissen angehäuft hat, regelmäßig auf Ausflüge, Sprachreisen, … gemacht hat, hat des das Vorwissen für den zukünftigen Erfolg.

        • @carnofis
          Dazu kommt ja noch der ganze Habitus, der Akademikerkindern in die Wiege gelegt wird und den sich Arbeiterkinder mühsam erarbeiten müssen.
          Wer unter Leuten aufwächst, die „dem“ und „den“ verwechseln, wird es deutlich schwerer haben, sich alleine das gehobenere Vokabular zu erarbeiten, das im höheren Bildungswesen üblich ist. Oder Dialektsprecher.
          Arbeiterkinder müssen oft mit der nackten Schulbildung auskommen, wo Akademikerkinder vieles, vor allem materielles, zugeschustert bekommen. Sie müssen sich mehr anstrengen um auf denselben Stand zu kommen, und das kann keine Chancengleichheit sein!

          Ich habe 2 Nachhilfekinder, deren Mutter ist z.B. Lehrerin und schreibt für einen Schulbuchverlag, die bekommen hochklassiges Übungsmaterial für alle Fächer umsonst. Wir reden hier von Büchern, die 20,- aufwärts im Handel kosten.
          Ein anderer Schüler macht zweimal im Jahr in den Ferien eine Studienreise nach England, um sein Englisch zu verbessern.
          Oder die Kosten für Lektüreschlüssel in der Oberstufe, für Abivorbereitungsmaterial. Das kostet ein Heidengeld, das kann man doch nicht einfach ausblenden!

        • @marenleinchen

          Ob es am materiellen liegt kann man ja durchaus testen: Studieren denn Kinder von einfachen Schichtarbeitern in großen Fabriken eher, bei denen die Eltern durchaus mehr als der durchschnittliche Studierte verdienen? (zB VW oder andere große Autohersteller)?

        • „Oder die Kosten für Lektüreschlüssel in der Oberstufe, für Abivorbereitungsmaterial. Das kostet ein Heidengeld, das kann man doch nicht einfach ausblenden!“

          Nee, da hast Du recht. „Intelligenz wird’s schon richten“ reicht nicht mal im Ansatz.
          Ein gutes Beispiel hab ich ja vor Augen. Mein Sohn hat zwei Akademiker als Eltern. Als ich aus beruflichen Gründen (zur Barunterhaltssicherung) nach NRW ziehen musste, hatte er gerade das Kleine 1X1 in der Schule begonnen und glaubte nun stolz, er könne die höhere Mathematik, sei also praktisch mit der Schule fertig.
          Wir machten auf einer Autofahrt also spielerisch Mathe. Ich stellte eine Aufgabe und er löste sie.
          Als sich zeigte, dass er dies wirklich gut konnte, zog ich ihm die Selbstgewissheit mit dem Hinweis weg, dass es auch ein „Großes“ 1X1 gibt.
          Wir setzten unser Rechenspiel mit solchen Aufgaben fort, wo er praktisch hinter das kleine 1X1 nur eine Null setzen und die Zahl benennen musste.
          Also 7X50 ist 7X5 und eine 0 hintendran = 350.
          Gehässig, wie ich damals schon war, meinte ich dann irgendwann, ihn mit einem „7X49“ reinlegen zu können.
          Aber er überlegte nur kurz und krähte dann „343“.

          Mit der richtigen Förderung hätte er lächelnd sein Abitur geschafft und alles studieren können, wonach ihm der Sinn stand.
          Aber sein Vater war dann weg und seine Mutter eine MINT-Analphabetin (Biologin).
          Heute hat er einen schlechten Hauptschulabschluss im 2. Anlauf – und versucht gerade, sich selbst Differentialrechnen beizubringen.

          Deshalb kotzt mich ja auch die Familienrechtsprechung so an, weil ich sehe, was aus Kindern wird, denen die bestmögliche Förderung vorenthalten wird.

        • „Ob es am materiellen liegt kann man ja durchaus testen: Studieren denn Kinder von einfachen Schichtarbeitern in großen Fabriken eher, bei denen die Eltern durchaus mehr als der durchschnittliche Studierte verdienen? (zB VW oder andere große Autohersteller)?“

          Der Mangel an materiellen Ressourcen ist nur ein Aspekt, an dem Kinder scheitern können.
          Ein anderer ist die Bildungsferne der Eltern. Wenn die in einer guten Bildung keinen Wert erkennen, dann wird ein Kind diesen ebenfalls nicht sehen.

          Dennoch wage ich die These, dass Kinder der Schichtarbeiter im Mittel bessere berufliche Perspektiven haben, weil zumindest das Bildungshemmnis „Materielle Ressourcen“ fehlt.

          Ist schlicht Statistik.

          Kannst ja mal gucken, ob es solche Statistiken gibt.

        • Mir fiel das erste Mal auf, dass ich Arbeiterkind bin, als in der Oberstufe irgendwie (scheinbar) Alle Anderen nur noch studierte Eltern hatten.

          Und mir fällt jetzt auf, dass wir das bei unseren Töchtern sehr entspannt sehen. Abi wird sie eh machen, warum müssen wir sie dann durch G7 quälen? Das Jahr mehr gönnen wir ihr.

          Unstudierten Eltern scheint das irgendwie wichtiger zu sein, dass ihr Kind auch auf ein echtes Gymnasium kommt, wenn ihm die Befähigung dazu erteilt wird. Jeder wie er meint.

        • Ach so, das schlagendste Argument hab ich vergessen zu erwähnen: wir haben ja jetzt eh Zentral-Abitur! Das ändert Alles.

  1. Video1 finde ich erfrischend ehrlich und ich stimme weitgehend mit ihm überein. Was ich nicht verstehe ist wieso der Ausruck „Maskulist“ allmählich eine solch negative Konnotation bekommen hat. „Feminist Maskulist“. Yeah, jetzt sind wir .. Männerrechtler? MRA’s? Egalisten? richtig wäre ja eigentlich „social justice“befürworter, klänge das nicht allzusehr nach „gebildeter“ Volltrottel. Also wass’n????

  2. Video 2 finde ich noch besser. Übrigens würde ich wohl auch nie eine Frau schlagen, wenn sie mich nicht körperlich angreift und sogar dann….

    Aber was er über die Frau in Breaking Bad sagt (den ich nie gesehen habe) finde ich sehr sehr interessant und richtig. Und für dieses Verhalten der Frauen können wir nix, wir können es nicht einmal beeinflussen ……

    Nur der Feminismus selbst kann das. Wenn sie das nicht einsehen, werden Frauen immer unglücklicher, weil sie genau wissen, dass sie zickig und ungerecht sind (selbstverständlich nicht alle, aber viel mehr als ich je für möglich hielt) und damit nicht klar kommen.

    Eine gute sehr liebe und nette Freundin sagte mir einmal dass sie meinen ethischen Grundsätzen nicht gerecht werden KANN. Das fand ich sehr ehrlich und damals ziemlich verwirrend. Heute finde ich es fast rührend.

    Es macht aber diese Grundsatzdiskussionen zu Feminismus und Gleichberechtigung und Gleichstellung zu einem Spießrutenlauf.Leute wie Du Christian und Arne stellen sich öffentlich bloß und ihr macht euch angreifbar von allen Seiten, missverstanden und für mich persönlich seid ihr Helden.

    Ihr hättet damals nicht mit den Nazis fraternisiert!

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