Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 13. August 2016

„Männer kann man nicht diskriminieren“ als einer der schädlichsten Ansichten für Männerrechte

„Männer können nicht diskriminiert werden“ oder „Einen Sexismus gegen Männer kann  es nicht geben“ ist aus meiner Sicht einer der schädlichsten Ansichten, mit der sich Männerrechtler auseinandersetzen müssen.

Denn mit diesem simplen Satz, der gerne als „wissenschaftliche Erkenntnis“ verkauft wird, lässt sich Männerförderung oder die Abwehr von Sexismus oder die Verurteilung von Abwertungen von Männern leicht abtun, als etwas, was einfach gar nicht in der Agenda aufgenommen werden muss.

Die Argumentation hinter dieser Aussage ist recht einfach:

In der intersektionalen Theorie kann es immer nur eine Gruppe geben, die die Regeln für die Gesellschaft in diesem Bereich vorgibt und die „die Macht“ hat. Das sind im Geschlechterbereich, wie man an den Vorstandspositionen sieht, eindeutig die Männer. Wenn diese die Macht haben, dann machen sie auch die gesellschaftlichen Regeln und diese sind damit erstens ihr Fehler und zweitens für sie vorteilhaft. Wer die Regeln macht, der kann daher nicht als Opfer angesehen werden, Opfer kann nur sein, wer die fremden, durch gesellschaftliche Macht abgesicherten, also institutionalisierten Regeln gegen sich hat. Im Bereich des Geschlechts also Frauen.

Damit Männer unter institutionalisierten Regeln leiden könnten, müssten diese von Frauen mit Macht ausgestaltet sein. Was unmöglich ist, da Frauen ja nicht in den Vorstandspositionen etc vertreten sind. Sie sind überall dort, wo Macht ausgeübt wird, in der Minderheit. Also kann es keine von Frauen mittels institutionalisierter Macht festgelegte Regeln geben, also auch keinen Sexismus oder keine auf dem Geschlecht beruhende Diskriminierung von Männern.

Allenfalls könnten Männer Regeln aufstellen, die für sie selbst oder Teile der Männer nachteilhaft sind. Das wäre dann aber ihre eigene Schuld. Der Versuch, diese Nachteile zu beseitigen, wäre dann auch allenfalls darauf ausgerichtet, die Rollen noch vorteilhafter für Männer zu machen als sie ohnehin schon sind. Es wäre also nicht etwa Befreiung, sondern Machtausbau.

Der einzige Weg einer legitimen Männerbewegung wäre damit, nicht die Nachteile abzubauen, sondern Männern die Macht zu entziehen und Frauen die Gesellschaft mitgestalten zu lassen, so dass neue, gerechtere Regeln entstehen, die nicht mehr auf institutionalisierter Macht beruhen. Der einzige Weg, wie man also legitim Nachteile für Männer abbauen könnte, wäre der Kampf für Frauenrechte.

Aus dieser Sicht erscheint ein Meme wie dieser hier von „Nohatespeech“ vollkommen berechtigt.

Männerrechtler, wie lächerlich, die wollen doch nur Privilegien sichern

Männerrechtler, wie lächerlich, die wollen doch nur Privilegien sichern

Diese Begründung ist an vielen Stellen angreifbar. Leider wird sie auch kaum wirklich mit Argumenten verteidigt, sondern als geradezu selbstverständlich vorausgesetzt. Für sie notwendige Komponenten wie „Macht“ oder „Institutionalisiert“ oder „Diskriminierung“ werden nicht überprüft oder kritisch hinterfragt, sondern über stark vereinfachte Überlegungen zu den Gruppen „Mann“ und „Frau“ dargelegt. Oft sind die Gedanken dazu eher ein Zirkelschluss. Warum haben Männer Macht? Weil sie die Regeln machen. Machen Männer die Regeln? Klar, sie haben ja die Macht, anders ist es gar nicht möglich. Können Männer institutionalisierte Diskriminierung erleiden? Nein, weil sie die Macht haben und die Regeln machen. Und so weiter.

Was diese Theorie tatsächlich voraussetzt wird häufig gar nicht wirklich aufgeschlüsselt. Es scheint mir das Folgende zu sein:

  • „Macht“ ist etwas, was einer Gruppe zukommt, weil Mitglieder der Gruppe Macht haben
  • Eine Gruppe, die „Macht“ hat, setzt diese für Gruppeninteressen ein
  • Das Einsetzen für Gruppeninteressen erfolgt durch Regeln, die die Macht sichern
  • Nur Gruppen mit „Macht“ können Regeln schaffen und institutionalisieren
  • „Macht“ ist etwas, was aufgrund dieser Regeln besteht und bewahrt wird und nicht aufgrund anderer Faktoren

1. Haben Männer Macht?

Männer, so die gängige feministische Reaktion haben natürlich die Macht. Sie stellen die allermeisten Wirtschaftsbosse, sie stellen die meisten Politiker, sie verdienen mehr Geld (die berühmten 23%), was soll da noch an Macht für Frauen übrig bleiben?

Da schwingt zum einen ein großer Anteil Apex Fallacy oder Gipfeltrugschluss mit, denn es haben eben nicht DIE Männer Macht, sondern einzelne Männer haben Macht. Eine Menge Männer haben aber auch gerade keine Macht. Männer stellen nicht nur die meisten Personen in klassischen Machtpositonen, sie stellen auch die meisten Bettler, Obdachlosen, die meisten Gefängnisinsassen und die meisten Drogensüchtigen. Die Positionen der vom Lebensstandard her niedrigsten Menschen ist also ebenfalls männlich und es besteht damit innerhalb der Gruppe Männer ein großer Unterschied.

2. Verwenden Männer, die Macht haben, diese für die Errichtung gesellschaftlicher Regeln, die die Macht für Männer absichern?

a) Führungskräfte

Die meisten Männer haben nicht die Macht eines Vorstandsmitgliedes, sondern die gleiche Macht, Regeln zu machen, wie jeder andere Mensch auch. Nämlich keine. Und selbst Vorstandsmitglieder haben keine Macht, gesellschaftliche Regeln zu machen. Sie können allenfalls kontrollieren, wer nach oben kommt, indem sie Leute befördern, so dass hier ein „Old Boys Network“ nur Männer nach oben lassen könnte. Auch das würde aber nur einen kleinen Teil der Männer betreffen. Tatsächlich zeigen Untersuchungen eher, dass Frauen durchaus befördert werden würden, würden sie sich auf die Stellen bewerben oder wären sie bereit, sich den Anforderungen dafür zu stellen, die häufig mit einer entsprechenden Beeinträchtigung des Privatlebens verbunden sind. Der wesentliche Faktor dabei, wer weniger verdient, ist nicht das Geschlecht, sondern der Umstand, wer die Kinder betreut. Dazu kann man natürlich anführen, dass genau die Zuweisung der Kindererziehung zu Frauen ja deutlich macht, dass Männer die Regeln machen, sie schieben Frauen diesen Job zu und sich selbst die Jobs, die Geld bringen. Aber das ist eine sehr einfache Betrachtung, bei der nicht berücksichtigt ist, dass zum einen die Frauen üblicherweise an dem Geld der Männer partizipieren und zweitens es durchaus erstrebenswert und ein sehr gewünschtes Ergebnis sein kann, wenn man mehr Zeit mit den Kindern hat.

Demnach müsste man erst einmal definieren, was überhaupt Regeln sind, die Vorteile absichern und welche Vorteile dabei eine Rolle spielen. Der Vorteil für die Kindererziehung von Erwerbsarbeit freigestellt zu sein ist ja nun durchaus etwas, was weit verbreitet als Vorteil angesehen wird. Würde ein Lottogewinner verkünden: „ich habe jetzt so viel Geld, ich habe meinen Job gekündigt und werde mich in Zukunft ganz meinen Kindern widmen“, dann wäre man nicht erstaunt, sondern würde das für durchaus nachvollziehbar halten.

Es stellt sich also die Frage, was man darunter verstehen kann, dass man seine eigene Position absichert:

Hier könnte man schlicht darauf abstellen, das derjenige seine Position absichert, der seine eigenen Vorstellungen von einem guten Leben besser umsetzen kann. Damit könnten dann, wenn Männer und Frauen verschiedene Vorstellungen von einem guten Leben haben, sogar beide ihre Vorstellungen zum Teil umsetzen. Das kann dann auch beinhalten, dass der Mann eher Status und Ressourcen will und die Frau eher eine andere Life/Work-Balance. Bereits dann könnte es dazu kommen, dass die Männer zwar eine starke Konkurrenz um Beförderungen aufgebaut und ausgestaltet haben, dort aber teilweise unter sich bleiben, weil das gar nicht dem typischen Lebensentwurf vieler Frauen entspricht. Frauen hätten demnach die gleichen Möglichkeiten, sich innerhalb dieser Konkurrenz gegen Männer durchzusetzen, so dass es eben nicht darum geht, dass einseitig Männer befördert werden, sondern sie wollen dies gar nicht, weil es ihnen weitaus weniger wert ist.

b) Politiker

Bezüglich der Politiker ist zunächst daran zu erinnern, dass es in Deutschland wie in vielen westlichen Ländern, eine Mehrheit von Frauen gibt, gerade von stimmberechtigten Frauen im Vergleich zu stimmberechtigten Männern. Sie bilden damit die eigentliche Macht, weil Politiker um sie konkurrieren müssen, um gewählt zu werden. Was uns gleich zu einem weiteren nicht berücksichtigten Faktor bringt: Männer, die an der Macht sind, müssen nicht per se Männerinteressen unterstützen. Es kann ihren eigenen Interessen mehr nützen, Fraueninteressen zu vertreten.

c) Hat der Mann als der Haupterwerbstätige per se Macht?

Erzeugt Arbeitsteilung, bei der der eine das Geld verdient, per se Macht? Man könnte darauf abstellen, dass der Mann damit das Geld kontrolliert und die Frau es nur mit seinem Willen einsetzen kann. Das ist jedoch ein sehr schneller Schritt: Es können natürlich andere Faktoren dazu führen, dass er diese Kontrolle über sein Geld aufgibt. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Gehalt auf ein Kontro überwiesen wird, bei dem sie ebenso Kontoinhaber ist und sie gleichwertigen Zugriff hat. So dürfte es in vielen Familien ausgestaltet sein, schon aus Praktibilitätsgründen, da  sie einen Großteil der Ausgaben vornimmt.

Eine klassische Verteilung sieht vor, dass sein Geld auf ein gemeinssames Konto geht, von dem aus die Familienausgaben bestritten werden. Die Eheleute haben keinen Ehevertrag gemacht, was bedeutet, dass sie vom Vermögensaufbau, von seinen Rentenanwartschaften und über den Unterhalt auch von seinem Einkommen im gleichen Maße profitiert. Üblicherweise zahlt man von seinem Gehalt noch eine Immobilie ab, bei der beide ins Grundbuch eingetragen sind.

Eine Entziehung des Geldes kommt dabei in den wenigsten Familien vor, so dass diese Machtposition sehr eingeschränkt ist. Eine solche könnte auch über das Familienrecht schnell wieder eingeschränkt werden.

3. Macht von Frauen

Was zudem in der ganzen Betrachtung ausgeblendet wird wäre Macht von Frauen. Neben reinen Ressourcen gibt es auch andere Formen von Macht, wobei man alles als Macht definieren könnte, was einen dazu bringt, dass der eigene Wille durchgesetzt werden kann. Da ist der Umstand, dass Frauen üblicherweise weitaus eher die Entscheidung treffen, ob es überhaupt zu einer Beziehung kommt, der Mann muss dabei die Frau umwerben. Die Zufriedenheit der Frau bestimmt weitaus eher, wie die Beziehung verläuft. Männer stimmen in Streitigkeiten in Beziehungen häufig schlicht zu, weil sie ihre Ruhe haben wollen, was auch bedeuten kann, dass die Frau hier ein mehr an Macht hat. Frauen kontrollieren auch eine für Männer wichtige „Ressource“, nämlich Sex.

Eine Vielzahl von gesellschaftlichen Regeln räumen Frauen Sonderrechte zu und legen Männern Verhaltensregeln auf. Das sind beispielsweise Regeln, dass man Frauen gegenüber Zuvorkommend sein soll, sie beschützen soll, sie Hilfe und Rettung weitaus eher verdient haben als Männer. Dementsprechend führen Männer häufig auch einen Wettbewerb darum, wer nützlicher für Frauen sein kann und wer ihre Gunst eher erlangen kann. Sie nehmen erhebliche Mühen auf sich, um sich in diesem Wettkampf als würdig und beachtenswert zu zeigen und fürchten häufig die Wertungen von Frauen in diesem Bereich. Alle Taten, die typischerweise gegen Frauen verübt werden, gelten als besonders fürchterlich und bestrafenswert.

Das alles sind gesellschaftliche Regeln, die zugunsten von Frauen ausgestaltet sind und nach dem obigen Grundregeln ebenfalls auf Macht von Frauen hindeuten müssten.

4. Macht ist nicht binär

Die Theorie setzt voraus, dass eine Gruppe Macht hat und deswegen die andere Gruppe keine Macht haben kann. Sie sieht Macht also als etwas, was nur im ganzen bestehen kann und ein Nullsummenspiel ist, bei der also ein Machtgewinn der einen Gruppe einen Machtverlust der anderen Gruppe gegenüberstehen muss.

Dagegen kann man ein Modell stellen, welches diese Binarität und das Nullsummenspiel ablehnt. So kann beispielsweise Macht etwas sein, was verschiedene Bereiche betrifft, die üblicherweise einer Gruppe im Schnitt wichtiger sind. Frauen könnten also beispielsweise viele Beziehungsfragen und Fragen des häuslichen Lebens eher ausgestalten und hier die Regeln bestimmen, Männer eher Regeln des Geschäftslebens. Theoretisch könnte daraus sogar, wenn dies für beide Vorteil ist, weil Männer eher diese Regeln machen wollen und Frauen eher jene, folgen, dass es sich nicht um ein Nullsummenspiel handelt, sondern um ein kooperatives Spiel, bei denen beide dadurch, dass sie ihn den ihnen wichtigeren Bereichen ihre Regeln vorfinden, freier handeln können und dadurch einen Kooperationsgewinn erzielen.

Oder man könnte ein Modell darstellen, bei dem sich bestimmte Verhältnisse nicht unbedingt schlicht aus sozialer Macht, sondern aus einer Vielzahl von Faktoren ergeben, zum einen den systemimmanenten Gegebenheiten (etwa: Um Führungspositionen gibt es einen hohen Wettbewerb, weil diese besonders wichtig sind und deshalb besser bezahlt werden), persönlichen Vorlieben, die im Schnitt der Gruppen Geschlecht voneinander abweichen (Männer sind eher bereit für Status lange Arbeitsstunden in Kauf zu nehmen) etc entstehen. Dann wäre es gar nicht per se Macht, die zu diesen Ausformungen führt, sondern diese wären eine Folge davon, wie sich Leute mit den Gegebenheiten arrangieren. Macht wäre in diesem Zusammenhang für viele der auf die Macht zurückgeführten Umstände gar nicht entscheidend und würde daher auch gar nichts darüber aussagen, welches Geschlecht wie Regeln gestaltet.

5. Werden Männer „institutionalisiert benachteiligt“

Welche Strukturen, so wird vielleicht eine Feministin einwenden, bestehen denn, die Männer tatsächlich institutionalisiert benachteiligen, wenn Männer überall in den Machtpositionen sind, Frauen eine lange Geschichte der Unterdrückung haben, die zu einem bestimmten Frauenbild geführt hat und eine Vielzahl negativer Vorurteile geprägt hat, denen Männer eben gerade nicht ausgesetzt sind?

Dazu kann man teilweise nach oben verweisen: Dass Frauen nicht in direkten Machtpositionen sind bedeutet eben nicht, dass für sie keine Macht ausgeübt wird. Und Frauen haben eine der wichtigsten Machtpositionen, die der zahlenmäßig größten Wählergruppe. Sie sind auch in einer sehr starken Konsumentengruppe, über die sie ebenfalls Macht dahingehend ausüben, dass eher ihre Wünsche erfüllt werden.

Aus dem obigen ergibt sich zudem, dass natürlich auch Männer einer Vielzahl von Vorurteilen ausgesetzt waren: Sie galten als weniger schutzwürdig, Angriffe auf sie weniger verwerflich, sie galten als eher entbehrlich und ihr Wert als Mensch wurde ebenso nach ihrer Nützlichkeit bewertet. Die Frau hingegen galt als wertvoll, als jemand, den man nicht angreifen darf und um dessen Gunst man kämpfen und dessen Gunst man erlangen musste.

Frauen brauchen mit diesen Regeln gar nicht unbedingt Frauen in Machtpositionen, es reicht, wenn Männer in Machtpositionen ihre Interessen vertreten wollen.

Das dies geschieht sieht man an einer Vielzahl von Parteien. Die SPD hat sich gar ins Stammbuch geschrieben, dass man um die menschliche Gesellschaft zu erreichen, die männliche Gesellschaft überwinden muss. Alle Parteien haben Frauenverbände. Die Grünen betreiben offene Männerabwertungen. Familiengesetze sind weitaus eher auf die Absicherung der Frau ausgerichtet als auf die des Mannes. Ausschüsse zum Familienrecht sind demnach auch üblicherweise mit einer Mehrheit von Frauen besetzt und es gibt ein eigenes Ministerium, welches für Frauenbelange, aber nicht für Männerbelange zuständig ist. Frauenbeauftragte sichern Frauen weiter gegen Diskriminierung ab. Frauenförder- und Schutzprogramme gibt es in reichem Maße. All dies sind durchaus Absicherungen weiblicher Macht.

Dem Mann wurde also seine Rolle als der Starke, den man nicht beschützen muss und der schon alleine zurecht kommt, zum Verhängnis. Ironischerweise bedient „Männer können nicht diskrimiert werden“ genau dieses Basis weiblicher Macht.


Responses

  1. „Die Grünen betreiben offene Frauenabwertungen.“

    Wäre mir neu 😉

    Obwohl… Wer Frauen als so schwach ansieht, das ein Statut notwendig ist, welches Frauen Redezeit und höhere Posten via Geschlecht garantiert, der hat nicht unbedingt das beste Frauenbild.

    „Eine Gruppe, die „Macht“ hat, setzt diese für Gruppeninteressen ein“

    Das scheint bei Frauen und speziell auch bei PolitikerInnen der Fall zu sein und vielleicht denken die Feministinnen deswegen auch das es sich bei Männern genauso verhält. Dem ist nur leider nicht so. Als Beispiel kann man sich die sozial Experimente zur Partnergewalt ansehen. Eine Frau kann ihren Partner öffentlich schlagen und demütigen. So gut wie kein Mann scheint da einzuschreiten. Wehrt sich der Mann aber und die Frau landet z.B. auf ihren Hintern, dann kommen fremde Männer (und Frauen) und helfen der Frau, die sich vor ihren Augen wie ein Arschloch und Aggressor benommen hat.

    Aber das ist natürlich kein strukturelles Problem, weil ja bei der deutsche Bank ein Mann ganz oben sitzt und der hat bestimmt dass das so ablaufen muss.

    • „Wäre mir neu“

      Danke für den Hinweis. Ist korrigiert

    • „Das scheint bei Frauen und speziell auch bei PolitikerInnen der Fall zu sein und vielleicht denken die Feministinnen deswegen auch das es sich bei Männern genauso verhält.“

      Vielleicht wählen Frauen deswegen auch lieber Frauen, weil sie Frauen sind…

      But when women actually get on the ballot they are as likely to win an election as men. In fact, men in the United States seem rather indifferent towards a candidate’s sex, whereas women tend to prefer females.

      https://thesocietypages.org/socimages/2016/08/03/if-clinton-loses-it-wont-be-because-of-sexism/

    • ein sehr interessanter Artikel bei Arne verlinkt von einem israelischen Historiker über Frauenparkplätze:

      In short, women are seen—and, what is much worse, see themselves—as complete idiots incapable of looking after themselves.

      ….. The more protection women demand and receive, the more dependent on their protectors and the less equal and free they become.

      Starting with Frauenparkplaetze, the need for protection on one hand and equality on the other run at cross purposes. The resulting inability of women to decide what they want most—protection or equality—is the main reason why, whatever the common wisdom may say, they will never be equal with men.

    • Gestern im TV, schlimme Tatsache, 75% der kindlichen Selbstmordattentäter sind Mädchen. Gleichzeitig in derselben Doku, auch sehr schlimm: Kindersoldaten, vergewaltigte Seelen. Das eine sind „Kinder“ und Jungs machen wohl 99,9999 der Kindersoldaten aus. Aber sobald Mädchen betroffen sind, wegen Boko Haram (Jungs sind ja schon tot weil gefoltert, verbrannt, niedergemetzelt), ist es eine Doku wert …… political correctness – social justice – Amnesty International – BULLSHIT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  2. Die Aussage „Männer kann man nicht diskriminieren“ ist vor allem ein nettes Paradoxon – weil sie sich selbst widerlegt, indem sie Männer diskriminiert.

    • Das ist ja keine „systemische“, also keine echte Diskriminierung.

      So leicht kann man den Unsinn nicht fassen.
      Das ist wie bei Sexismus. Sexistisch kann nur einer sein, der das gleiche Geschlecht hat wie der Präsident.
      Bzw in Deutschland das gleiche Geschlecht wie die Mehrzahl der ehemaligen Kanzler.

      Definitionen lassen sich in der Postmoderne ganz schnell ändern, ohne dass dabei die geschlussfolgerte Bedeutung verschoben wird.

  3. Gibt es im Feminismus eigentlich Gedanken dazu, WARUM Männer eigentlich nach Macht streben?
    Ist denen jemals in den Sinn gekommen, dass der Grund vielleicht der sein könnte, dass Frauen Männer mit Macht attraktiv finden?

    Auf einem Zirkelschluss beruht übrigens auch die Privilegientheorie, zumindest was Geschlechter angeht:
    Prämisse: Männer sind privilegiert.
    Folgerung: Probleme von Männern sollte man ignorieren.
    Folgerung: Nur Frauen haben wirkliche Probleme.
    Folgerung: Männer sind privilegiert. QED.

    • „Gibt es im Feminismus eigentlich Gedanken dazu, WARUM Männer eigentlich nach Macht streben?“

      Gute Frage. Um Frauen zu unterdrücken. Nicht vergessen. Feminismus ist eine linke Ideologie. Und Linke analysieren jede Gesellschaften unter dem Gesichtspunkt von Machtbeziehungen. Seit Marx ist das so.

      „Ist denen jemals in den Sinn gekommen, dass der Grund vielleicht der sein könnte, dass Frauen Männer mit Macht attraktiv finden?“

      Nein, denn Sexualität ist ein gesellschaftliches Konstrukt. In einer gerechten Gesellschaft gäbe es keine Geschlechter und jeder würde mit jedem.

      • @Adrian

        Nope.
        Marx untersuchte gesellschaftliche Machtverhältnisse, die auf dem (privaten) Eigentum an Produktionsmitteln *basieren*.
        Auf die idiotische Idee, dass die Spezifik des Eigentums darin besteht, dass *es* ein Geschlecht hat wäre er nie gekommen.

        Der *radikale Feminismus* hat sich eines marxistischen Jargons bedient, um in der Linken glaubwürdig zu erscheinen.
        Und – geniale Machtpolitik – durchgesetzt, dass die Idiotie, Geschlechter seien „soziale Klassen“ nicht mehr radikal kritisiert und verworfen werden konnte, sondern dass diese Idiotie sich verbreitet hat wie die Pest.

        Die Vorstellung, es ginge „irgendwie“ um Macht und diese stützte und basiere *nicht* auf ökonomischen (Eigentums-) und gesellschaftlichen Verhältnissen, sondern sei Penis und Vagina ins Gen gelegt, hat mit Marxismus nichts zu tun.

        Die herrschende Macht zu kritisieren, ob weltliche oder religiöse, den sich auf Gott berufenden Absolutismus, begann – insofern sie sich auf Vernunft, Erforschung der empirischen Realität mit wissenschaftlichen Mitteln und einer solchen Methode beruft und dies ÜBER den religiösen Glauben stellte – mit der Aufklärung.

        Ich finde es befremdlich, dass du immer wieder solche Sätze von dir gibst: „Linke analysieren jede Gesellschaften unter dem Gesichtspunkt von Machtbeziehungen. Seit Marx ist das so.“ und alle VORLÄUFER von Marx unterschlägst.

        Gruß crumar

    • Ich finde, es besteht ein Unterschied zwischenMotivation und Ehrgeiz haben, Fähigkeiten weiter zu entwickeln und reinem Machtstreben.
      Mir ist es z.B ziemlich egal, ob ein Mann Macht hat, aber natürlich finde ich es schön, wenn ich sehe, dass er was hat, was ihm Spaß macht, wo er gut drin ist oder besser wird oder auch Erfolg hat, meinetwegen auch etwas wirtschaftlichen.
      Aber ist es wirklich dasselbe z.B. wenn Harry endlich seinen Meisterbrief hat und sich selbstständig macht mit eigenem Betrieb und „Weltherrschaft“ :D?

  4. Das Ding mit „Macht“…

    Ich hab damals noch die Weber’sche Definition gelernt, die da hiess: „Macht ist Chance zur Einflussnahme“..

    Und weiter wurde von meinem Soziologie-Professor gelehrt:

    „Verdammen Sie „Macht“ nicht. Dadurch verschwindet sie nicht. „Macht“ ist immer da. Es kommt nur darauf an, wer sie ergreift.“

    Im wesentlichen haben wir drei Faktoren, die Macht begründen:

    – Macht durch Besitz: „das ist mein Unternehmen, also sag ich, welche Regeln hier gelten“

    – Macht durch Organisation: „wir haben uns miteinander abgesprochen – diese Regeln akzeptieren wir nicht“

    – Macht durch Können: „ich beherrsche diesen Fertigungsprozess, wenn du als Boss jene Regel weiterhin durchsetzen willst, dann schau, wie du jemand anderen findest, der diesen Fertigungsprozess beherrscht“

    Für mich sind diese Definitionen einleuchtend. Immer noch. Hat auch was von Occam’s Razor

    Dagegen scheint mir all das post-moderne, relativistische, post-strukturalistische Gesabbel über Wirkungsmächtigkeit, Diskurs-Hoheit, Privilegien, etc…“ eine Vernebelungstaktik zu sein, um die Machtlosen machtlos zu halten…

    @Christian: Wie wäre es mal mit einem eigenen Diskussions-Topic über die Frage, wie „Macht“ am zutreffendsten definiert werden kann?

    • Eher eine Vernebelungstaktik, die die dem Weiblichen inhärente Macht (Alle drei Sorten: Wir haben den Sex, Unsere Ingroup Bias kann jederzeit eine Front gegen dich bilden, Wir haben bessere Fähigkeiten, soziale Strukturen zu formen) unsichtbar machen soll.

  5. Macht und Geld.

    In den USA werden ganze 90% des Geldes von Familien von Frauen kontrolliert.
    http://www.businessinsider.com/infographic-women-control-the-money-in-america-2012-2?IR=T
    Dass heißt, sie entscheiden, was eine Familie an Geld ausgibt. Gleichzeitig verdienen Frauen weniger. Ich möchte das hier einmal als „real pay gap“ bezeichnen, also ein Gehaltsunterschied, der nicht auf Diskriminierung beruht, sondern auf zumeist persönlichen Entscheidungen. Dass heißt, Frauen geben das Geld der Männer aus. Männer verkaufen dafür mit Abstand häufiger ihre Lebenszeit (inkll. Überstunden), Energie und Gesundheit, um Geld zu erwirtschaften, worüber Frauen dann zu 90% die Entscheidungsmacht haben. Frauen führen in so ziemlich allen Konsumstatistiken der westlichen Welt mit teilweise großem Abstand vor Männern.

    Durch den „real pay gap“ zahlen Männer außerdem auch die Mehrheit der Steuern. Von allem Geld, was der für soziale Aufgaben Staat ausgibt, bekommen Frauen ebenfalls die Mehrheit. Frauen sind mehrheitlich Empfängerinnen von Unterstützung für Familien und so gut wie sämtliche staatliche Förderprogramme, die nur einem Geschlecht zu Gute kommen („affirmative action“), kommen Frauen zu Gute; Frauenförderungen, Karriereprogramme, Frauenkurse, Frauenhäuser, Frauenhilfe (Hilfetelefon, Gewaltschutz ect.). Für Männer gibt es derart kaum bis gar keine Angebote oder Programme. Die sozialen Ausgaben dürften zwar den kleineren Teil der Steueraufwendungen ausmachen und es gibt natürlich viele soziale Ausgaben, die beiden Geschlechtern zu Gute kommen, aber wenn es Programme gibt, deren Nutzniesser von Vorn herein auf nur ein Geschlecht beschränkt ist, dann sind es fast außschließlich Programme für Frauen.

    Auch in der medizinischen Forschung gibt es eine Ungleichheit zugunsten der Frauen.
    http://www.news.com.au/lifestyle/health/men-die-earlier-but-womens-health-gets-four-times-more-funding/story-fneuzlbd-1226794504245
    https://www.thebureauinvestigates.com/2012/06/25/male-health-initiatives-get-less-money-than-those-aimed-at-women/
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18439060

    Kurz gesagt: Männer erwirtschaften also das Geld, welches Frauen dann ausgeben.

    Wenn wir in einem System leben, in welchem Geld Macht bedeutet, was insbesondere marxistisch orientierte Feministinnen wohl eher bejahen werden, dann sind es wohl eher Frauen, die in unserem System die Macht haben.

    Übrigens:
    „Dem Mann wurde also seine Rolle als der Starke, den man nicht beschützen muss und der schon alleine zurecht kommt, zum Verhängnis. Ironischerweise bedient „Männer können nicht diskrimiert werden“ genau dieses Basis weiblicher Macht.“

    Wie ich schon mehrfach gesagt habe, bin ich der Überzeugung, dass viel vom Zuspruch den Feminismus im Mainstream bekommt, eben auf diesem in dem Zitat angedeuteten Prinzip beruht: Männer haben die Rolle der Starken, die auf eigenen Füßen stehen und das Leben selber meistern, wohingegen Frauen als besonders schützens- und unterstützenswert gelten. Frauenförderung, Frauenschutz und Frauenhilfe hat in unserer Gesellschaft einen höheren Stellenwert als Unterstützung für Männer. Männer, die Hilfe benötigen, gelten mehr oder weniger als Versager, Weicheier, Schlappschwänze. Männerrechtler sind eine kleine Minderheit, von den meisten eher belächelt oder gar bekämpft, wenn Jungen in der Schule versagen, gelten sie als faul, ungehorsam oder einfach nur dumm, wenn Mädchen versagen ist es die Schuld eines Systems, was Mädchen und Frauen unterdrückt und zurück hält. Werden Männer von ihren Frauen verprügelt, sind sie in den Augen der meisten Leute einfach lächerlich oder haben es einfach nicht anders verdient. Ich nannte es schon mehrfach den „Damsel in Distress“-Effekt. Damit profitiert und bedient sich Feminismus genau den Geschlechtsstereotypen, welche sie eigentlich vorgeblich bekämpfen, nämlich dem von der schwachen, hilfsbedürftigen, unterwürfigen Frau.

    • sehr guter Beitrag, danke!

    • „In den USA werden ganze 90% des Geldes von Familien von Frauen kontrolliert.“

      So ein Quatsch! Als ob Männer kein Geld ausgeben. Als ob Männer keine teuren Hobbys hätten – Modelleisenbahner die tausende von Talers in ihre Anlage stecken, Männer kaufen fette Autos und Motorräder, teure Kameras mit noch teureren Objektiven, schicke Armbanduhren, Männer geben für Sport und Freizeitaktivitäten bestimmt nicht weniger als wie die Frauen aus, das gleiche gilt für Kleidung – Billig-Textil-Läden werden überwiegend von Frauen bevölkert. In Restaurants sehe ich genau so viele Männer wie Frauen. Gleiches in Kinos, Concert-Hallen usw. Wer kauft die meisten extravaganten sündhaft teuren HiFi-Anlagen und TV-Geräte nebst 7.1 Surround Anlage? Richtig, wir Männer. In Supermärkten sehe ich genauso viele Männer die dort alleine einkaufen wie Frauen.
      Und rate mal wer das meiste Geld in Baumärkten trägt…

      Na gut, beim kaufen von Weihnachtsschmuck da dominieren die Frauen.

      Und ja, ich war schon mehrmals in den USA – wird dort nicht anders sein als wie bei uns.

      • Die ganze argumentative Brillianz deines Kommentars kristallisiert sich in dieser Formulierung: „…nicht weniger als wie die Frauen…“

        Ansonsten kann man ihn zusammenfassen mit „Männer geben auch Geld aus, also kann es gar nicht sein, dass Frauen über einen höheren Betrag bestimmen.“ oder auch mit „Die einmalige Ausgabe von 800 Euro für den Fernseher belegt, dass die Frau nicht die größere Kontrolle über das Jahresbudget von 40.000 Euro haben kann.“

        Was allerdings mehrfach nachgewiesen wurde. Auch wenn 90% zu hoch erscheint, die Schätzungen liegen üblichweise bei 70-80%

        • Ich kenne keine Familie wo die Frau die Hauptentscheiderin ist wofür das Geld ausgegeben wird. Eher kenne ich Familien, wo der Mann einen nicht unerheblichen Teil des Familiengeldes für seine Hobbys ausgibt. Sicher gibt es auch Familien wo die Frau das meiste Geld beansprucht.

          Ich verstehe auch nicht wie irgendwelche Studien oder Schätzungen auf solche Werte kommen.
          Wenn jetzt eine Frau im Supermarkt einkauft, dann ist sie ja nicht automatisch die alleinige Entscheiderin wofür das Geld ausgegeben wird, auch wenn das so aussieht. Vielmehr kauft sie ja auch im Sinne ihres Mannes ein. Meine Ex-Frau hätte nie etwas im Supermarkt gekauft von dem sie wusste, das ich das nicht esse. Oder wenn sie eine Flasche Bier für mich einkaufte, hat sie das im meinen Sinne getan. Sie hat zwar die Flasche Bier bezahlt, aber sie war nicht die Entscheiderin über diesen Einkauf.

        • „Ich kenne keine Familie wo die Frau die Hauptentscheiderin ist wofür das Geld ausgegeben wird“

          Und weil du angeblich keine kennst, gibt es keine?

          „Ich verstehe auch nicht wie irgendwelche Studien oder Schätzungen auf solche Werte kommen.“

          Das steht in den entsprechenden Studien. Wissenschaftliche Studien geben ihre Quellen und Methoden zur Datenerhebung an.

        • „Ich kenne keine Familie wo die Frau die Hauptentscheiderin ist wofür das Geld ausgegeben wird.“

          Komisch, mir geht es genau anders herum. Ist aber vielleicht auch ne Generationenfrage.

          Wo ich aber definitive Zahlen habe, ist beim Immobilienvermögen, da ich diese Daten in der Behörde meiner Heimatstadt für eine neue Gebührenordnung selbst erhoben hatte.
          Danach waren 60% des Immobilienvermögens im Eigentum von Frauen, obwohl sie volkswirtschaftlich nur 25% des Vermögens erwirtschaften.
          Frage: wie kommen sie zu so viel Vermögen, ohne es zu erwirtschaften?
          Lottoglück?

        • @carnofis

          „Danach waren 60% des Immobilienvermögens im Eigentum von Frauen, obwohl sie volkswirtschaftlich nur 25% des Vermögens erwirtschaften.
          Frage: wie kommen sie zu so viel Vermögen, ohne es zu erwirtschaften?
          Lottoglück?“

          Meine Vermutung wäre, dass die meisten 50/50 im grundbuch stehen (Abzahlung des Kredites von seinem gehalt), die Ehefrau aber im Schnitt länger lebt (wenn sie 7 jahre länger lebt und drei jahre Jünger ist sind das schon 10 Jahre). Entweder erbt sie es dann alleine (zB bei „Berliner Testament“, also der längerlebende Ehegatte erbt erst alles, nach dessen Tod dann die Kinder) oder eben zusammen mit den Kindern, bei denen eben auch Töchter sind.

        • @carnofis

          Als zitierbare Auswertung gibt es das aber nicht irgendwo?

        • „Meine Vermutung wäre, dass die meisten 50/50 im grundbuch stehen (Abzahlung des Kredites von seinem gehalt), die Ehefrau aber im Schnitt länger lebt (wenn sie 7 jahre länger lebt und drei jahre Jünger ist sind das schon 10 Jahre).“

          Genau so ist es.

          Motto der Durchschnittsfrau scheint – in Anlehnung an die Politik des österreichschen Kaiserreichs („Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate.“) – zu sein:
          „Arbeiten mögen andere, du, glückliche Ehefrau, erbe.“

          „Als zitierbare Auswertung gibt es das aber nicht irgendwo?“

          Ganz sicher nicht. Ich brauchte für die Versendung der Fragebögen damals die Grundstücke und die darauf eingetragenen Eigentümer.
          Für die Anschreiben hatte ich einen Serienbrief entwickelt, der die Eigentümer nach Geschlecht anschrieb, indem er die zuweisenden Buchstaben aus einer Excel-Tabelle auslas („m“ für „Herr“, „w“ für „Frau“ und „e“ für „Eheleute“).
          Ich wusste also aufs Flurstück genau, wer wo, was und wieviel besaß.
          Da das ein Verwaltungsakt war, bestand kein Interesse an einer Veröffentlichung.
          Aber ich kann mir eigentlich vorstellen, dass es diese Infos irgendwo ganz allgemein gibt. Und nicht vorstellen kann ich mir, dass die Eigentumsverteilung in anderen Städten und Gemeinden nennenswert anders ist.

          Da fällt mir gerade ein, dass mein Elternhaus auch meiner Mutter – Hausfrau – allein gehörte.

      • Selbst bei Autos und PCs treffen Frauen in 2/3 der Fälle die Entscheidung.

      • „So ein Quatsch! Als ob Männer kein Geld ausgeben.“

        @Ralf: Bitte den Artikel lesen, zwei Sekunden aufwenden um das Geschriebene zu verstehen, dann noch einmal versuchen zu kommentieren.

      • In einem Punkt hat Ralf Recht: Häufig ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, ob das Geld, das eine Frau ausgibt, wirklich allein ihr zu Gute kommt, oder eben auch ihrem Partner oder gar etwaigen Familienmitgliedern. Ja, diesen Umstand muß man genau berücksichtigen, stimmt schon. Es zählt also nicht allein, wieviel Geld eine Frau ausgibt.

        Analoges gilt freilich auch für Ralfs eigene Beispiele, z. B. „fette Autos“, die von Männern gekauft werden. Hierfür ein konkretes Beispiel: Ein Paar lebt seit 8 Jahren zusammen, er hat einen schicken BMW Cabrio – sie hat einen alten Fiat, der alle paar Wochen auf der Strecke liegen bleibt. Ergebnis: Sie fährt mit seinem BMW, er fährt mit dem Bus zur Arbeit. Bei „ihr“ handelt es sich um eine Kollegin von mir. Ich hab‘ sie mal gefragt: Wie kannst Du denn immer mit dem Auto deines Freundes zur Arbeit fahren? Ihre Antwort: „Wieso – Basti kriegt den BMW am Wochenende.“ So macht „car sharing“ Spaß!

        Dieser Punkt gilt erst Recht für Ralfs Beispiel „das meiste Geld in Baumärkten“. Die damit von Männern gekauften Baumaterialien kommen häufig – nicht immer – auch der entsprechenden Frau zu gute, häufig sogar allein der Frau.

        Noch ein Punkt: „Ich kenne keine Familie wo die Frau die Hauptentscheiderin ist wofür das Geld ausgegeben wird.“ Ist bei mir etwas anders. Schon als kleiner Junge hab‘ ich mich darüber gewundert, daß meine Oma immer darüber bestimmt, wofür wieviel Geld ausgegeben wird – obwohl mein Opa das Geld verdient und sie nicht. Bei meinen Eltern genau das Gleiche. Ich glaub‘, irgendwie kenn‘ ich wohl die falschen Leute …

        • Hab ich mal im Bauhaus gesehen:

          Die haben das auch verstanden, wer die Entscheidungen fällt.

        • Ich stelle mir bei solchen Bildern immer vor wie es wohl aussehen würde, wenn man die Geschlechter vertauscht.

          Du kaufst.
          Sie verlegt.

          Klingt irgendwie ganzschön sexistisch und assoziiert einen Mann der auf dem Sofa sitzt und Bier trinkt, während sie schuftet.

        • „Häufig ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, ob das Geld, das eine Frau ausgibt, wirklich allein ihr zu Gute kommt, oder eben auch ihrem Partner oder gar etwaigen Familienmitgliedern.“

          Um die Frage geht es gar nicht.
          Es geht darum, wer die Verfügungsgewalt über das Geld hat, das ausgegeben wird. Und der kann natürlich auch über Prioritäten entscheiden.
          Meine Weibsen haben entschieden, Vegetarier zu sein, also krieg auch ich kein Fleisch mehr zu essen 🙂

      • @Ralf

        Feministinnen werden auf zwei Punkten herumreiten:

        Erstens ökonomischen Abhängigkeit der Frau durch den Mann, da dieser durch Erwerbsarbeit das Familieneinkommen sichert.

        Wichtig an dem Befund ist nicht, das er richtig ist und sich deshalb durchgesetzt hat.
        Wichtig ist, damit wird eine spezifische, eine *einseitige* Sichtweise durchgesetzt, nämlich eine weiblich-feministische.

        Ich schildere jetzt eine diametral entgegengesetzte:

        Aus der Perspektive des *Mannes* ZWINGT die *nicht* in der Erwerbsarbeit tätige Frau den Mann den Mann MEHR zu arbeiten, als er für den Eigenverbrauch arbeiten müsste.

        Würde er AUSSCHLIESSLICH für sich arbeiten, könnte er für sich WÄHLEN, ob er a. weniger Arbeitszeit verausgabt oder b. das mehr an Ressourcen für andere, seine Zwecke verwendet.

        Der gesellschaftliche Normalzustand ist jedoch folgende BASALE Grundannahme, die selber ein Zwang darstellt:

        Der Mann ist verpflichtet, seine individuell erarbeiteten Ressourcen zu teilen.
        Diese gehören nicht ihm, sondern über diese wird VERFÜGT.

        Deshalb die oben zitierten Studien, die klar aufzeigen, der Mann erarbeitet zwar das Geld; die Kaufentscheidungen hingegen trifft die Frau.
        Ob das Geld ihm gehört ist völlig zweitrangig, nicht der Besitz ist entscheidend, sondern die Verfügung über den Besitz.

        Auf der Ebene der Partnerschaft findet sich wieder, was gesellschaftlicher Normalzustand ist.

        Der zweite Punkt ist nämlich das gerne von Feministinnen verwendete Argument, auch die Mehrheit der Besitztümer sei im männlichen Besitz.
        Was gerne unterschlägt, das durch die „patriarchale“ Institution der Ehe der Frau automatisch die Hälfte des Familieneinkommens und auch aller Besitztümer zusteht.
        Unabhängig davon, wie hoch IHR individueller Anteil an diesem Einkommen ist (s. auch Entwicklung des Erbrechts).

        Auch hier ist es völlig egal, wer Einkommen oder Besitz erarbeitet hat, die Frau braucht keinen Besitztitel außer der Eheurkunde.
        Aus diesem ist ihr Recht nämlich ableitbar.

        D.h. die bürgerliche Gesellschaft oder das „Patriarchat“ hat hier versucht, auf der *Basis der geschlechtlichen Arbeitsteilung* ein System von materiellen „checks and balances“ (wenn man so will) einzuführen.

        Von Seiten der Feministinnen wird dies jedoch verleugnet, weil nur mit ihrer einseitigen, die männliche Perspektive unterdrückenden Sichtweise aufrecht erhalten werden kann alle diese Maßnahmen wäre mit unterdrückerischer Absicht getroffen worden.

        Was m.E. falsch ist.

        Gruß crumar

        • „Was gerne unterschlägt, das durch die „patriarchale“ Institution der Ehe der Frau automatisch die Hälfte des Familieneinkommens und auch aller Besitztümer zusteht.“

          Und im Falle einer Scheidung bekommt sie folglich die Hälfte der Besitztümer der Familie auch zur eigenen Verfügung, heißt, es wird ihr persönliches *Eigentum*. Sie erhält also Besitz, den der Mann bezahlt und sie kauf-entschieden hat (oder aber, sie bekommt den entsprechenden Geldwert zugestanden).

        • @mindph

          Genau.
          Gerade durch die bürgerliche Gesellschaft hat sich die ökonomische Situation der *bürgerlichen Frau* Stück für Stück verbessert.

          Infam finde ich, dass das in den siebzigern reformierte Scheidungsrecht ganz klar von der Ideologie getragen wird, bürgerliche Frauen *werden* verlassen.
          Auf Deutsch: Der Mann verlässt seine Ehefrau für eine *jüngere* und nun wird – gar nicht subtil – *Rache* genommen.

          Indem ihm – nach der Scheidung – kurz vorgerechnet wird, welche geldwerten Vorteile in Form von Arbeitsleistung (Kindererziehung, Haushalt etc.) diese Frau in ihrem Leben für ihn erbracht hat.
          Womit der Anspruch auf die Hälfte des Familieneinkommens, die Fortführung des gewohnten Lebensstandards etc. sich verlängert.
          D.h. rein rechtlich mag er aus dem „Bund fürs Leben“ herauskommen, finanziell aber nicht.

          Damit beruht zweitens das bürgerliche Scheidungsrecht auf der Idee der *Kompensation* der durch die geschlechterspezifisch erbrachten Arbeitsleistungen in einer *Ehe*.
          Wenn seitens Feminimus moniert wird, die Frau arbeite *unentgeltlich*, so ist das Angesichts des hälftigen Anspruchs auf das „Familieneinkommen“ ohnehin ein Scherz.
          Aber erst *nach* der Ehe erhält dieser Anspruch die Form des Geldes als Betrag, der ein sichtbarer materieller Transfer wird und ist.
          Betonung: *Sichtbar* – d.h. der materielle Transfer war vorher vorhanden aber im „hälftigen Familieneinkommen“ verborgen.

          Die empirische Tatsache, dass heute *mehrheitlich Frauen* die Scheidung einreichen, ist ein klares Zeichen dafür, die Ideologie war falsch.
          Das hat aber nicht dazu geführt, dass sich die Rechtsprechung entsprechend angepasst hat.

          Ich glaube, die Wut der heiligen Schwesig über die bösen Zahlväter, denen demnächst harte Sanktionen drohen – weil ihre Zahlungs*unfähigkeit* als Zahlungs*unwilligkeit* herbeigelogen wird – weist hier den Weg, warum sich dies so verhält.

          In dem Augenblick nämlich, wo Väter nicht mehr zahlen *können* für die individuelle Reproduktion der Frau und die *realen* Kosten der Kinder müsste der Staat einspringen.
          Der Staat und Schwesig wissen sehr wohl. um welche Summen es da geht und haben zugleich mit den (dank der Arbeitsleistung der Männer) verfügbaren Geldern etwas besserer vor.

          Gruß crumar

        • „Die empirische Tatsache, dass heute *mehrheitlich Frauen* die Scheidung einreichen, ist ein klares Zeichen dafür, die Ideologie war falsch.“

          Es gab soweit ich weiß in unserem Kulturraum keine Zeit, in der die Scheidung nicht mehrheitlich von Frauen eingereicht wurde.

          Die einzige Möglichkeit, das zu verhindern (und von ihr wurde öfters Gebrauch gemacht), ist es Scheidungen zu verbieten.

          Einigermaßen funktioniert es auch, wenn man gemäß Sharia den Geschiedenen nicht bloß den finanziellen Ausgleich aberkennt, sondern ihnen gesetzlich das Umgangsrecht für ihre Kinder entzieht.

          Finden wir Beides ziemlich barbarisch, ne?

        • „Ob das Geld ihm gehört ist völlig zweitrangig, nicht der Besitz ist entscheidend, sondern die Verfügung über den Besitz.“

          Sorry, hätte erst Deine Antwort lesen sollen, bevor ich die Finger auf die Tastatur lege.
          Aber immerhin sind wir uns einig.

          „Womit der Anspruch auf die Hälfte des Familieneinkommens, die Fortführung des gewohnten Lebensstandards etc. sich verlängert.“

          Zu ergänzen sei noch, dass die Fortführung des gewohnten Lebensstandards nur der Frau garantiert wird. Sein ehelicher Beitrag war sein Einkommen, ihrer die Haushaltsführung.
          Nach der Scheidung bleibt er mit seinem Einkommen In der Pflicht, während ihr Anteil der Haushaltsführung (der nach Meinung von Politik und Justiz erst sein Einkommen und seine Karriere möglich gemacht hat) ersatzlos wegfällt.

        • Das stimmt halt auch nicht: für die Fälle wo sie alleinerziehend die Kinder betreut, macht sie ihre eigentliche Arbeit genauso weiter.

          Die generelle Pflicht für die Ehefrau zur Haushaltsführung ist nämlich abgeschafft seit 1976, glaub ich.

          Seither geht der Gesetzgeber wohl davon aus, dass ein erwachsener Mensch im Allgemeinen – und trotz Berufstätigkeit natürlich – die für 1 Person anfallenden Arbeiten locker selbst und allein bewältigen kann.

        • „Seither geht der Gesetzgeber wohl davon aus, dass ein erwachsener Mensch im Allgemeinen – und trotz Berufstätigkeit natürlich – die für 1 Person anfallenden Arbeiten locker selbst und allein bewältigen kann.“

          Soweit es sich um einen Mann handelt.
          Von der Frau kann nicht erwartet werden, dass sie – wie es das Gesetz fordert – für sich selbst sorgen kann.

          Es geht nicht um die Kinder, semi, sondern um die sog. „nacheheliche Solidarität“, die zwar grundsätzlich von beiden verlangt wird, die aber – NATÜRLICH REIN ZUFÄLLIG – so gestrickt ist, dass die Frau profitiert, der Mann draufzahlt.
          Die nacheheliche Solidarität erfüllt eine Frau schon damit, dass sie ihren Mann nicht beim Finanzamt anschwärzt, wenn er denn was zu verbergen hat.

    • Die Schriftstellerin Mely Kyiak hat in einem ihrer Bücher (sinngemäß) geschrieben, in der besseren Erforschung des Brustkrebs zeige sich doch wieder einmal der Sexismus: Männer beschäftigen sind von Brüsten besessen.

      Da ist mir ein Licht aufgegangen:
      DIE UNTERDRÜCKUNG VON FRAUEN IST EIN NATURGESETZ!
      Wenn in einem Bild der Apfel nach oben fällt – hälst du es verkehrt herum! Wenn eine Frau unterdrückt – siehst du das Bild von der falschen Seite!

      Z.B.: Frauen MÜSSEN 90% der Konsumentscheidungen alleine treffen, weil sie der Mann hier nicht unterstützt und alleine lässt.

      Ich denke damit haben sich die meisten sinnfreien Diskussionen hier (wenn nicht sogar der ganze Blog) erledigt.

      Ich geh mir dann jetzt mal meine patriarchale Dividende abholen!

      • Das ist in der Tat das Prinzip. Aber fast wie in der postmodernen Politik kann man das hier so oft schreiben wie man will, die diskutieren einfach weiter.

      • Ähnliches wurde mir auch wirklich schon einmal von einer Feministin in einer Diskussion vorgehalten, als es um die Geschlechterrollen in TV und Film ging. Sie war der Meinung, dass Frauen immer objektifiziert und nachteilig dargestellt wird. Als ich ihr Beispiele brachte, wie Männer in Filmen entweder die Idioten sind, die einen Tritt in die Eier bekommen, worüber das Publikum dann herzhaft lachen darf, oder aber als Kanonenfutter was in Massen abgschlachtet wird. Darauf hin meinte sie, dass das ja auch auf dem selben Sexismus beruht, da sowas ja nur darum als Gag funktioniert, weil die Frau als schwacher und der Mann der starker Charakter gilt und außerdem eine sexistische Machtfantasie der Männer ist.

        Da fiel mir unwillkürlich wieder dieser Comic ein:

  6. „Da ist der Umstand, dass Frauen üblicherweise weitaus eher die Entscheidung treffen, ob es überhaupt zu einer Beziehung kommt, der Mann muss dabei die Frau umwerben. Die Zufriedenheit der Frau bestimmt weitaus eher, wie die Beziehung verläuft.“ Richtig. Der Mann soll nicht zufrieden mit der Beziehubg sein, sondern dass er eine hat. Daher investiert er, um eine Beziehung zu halten. Für Frauen gilt das nicht.

  7. Als Politiker sollte man sich nicht auf Männerkonferenzen rumtreiben und behaupten, das System würde Frauen bevorzugen.

    Kommt dann schnell zu Forderungen, dass man des Amtes enthoben wird.

    http://www.theguardian.com/politics/2016/aug/12/pressure-mounts-on-may-to-respond-to-philip-davies-feminist-zealots-comment

  8. Allein die Aussage, dass eine Gruppe prinzipiell nicht Opfer von Diskriminierung werden kann, ist doch schon der Grundstein für die Hochform von Diskriminierung.

    Fällt das wirklich niemandem auf, ist das echt so schwierig zu ahnen was die Konsequenz davon ist.

    • Wenn die Feministen, SJWs und BLMs sich das eingestehen würden, müssten die ihr eigens Handeln und ihren eigenen Hass hinterfragen – und das ist anstrengend. Das mögen die nicht.

    • Ja, ich denke auch, das sollte man gleich weiter fassen: Die Aussage „Gruppe X kann nicht diskriminiert werden“ sollte gleich Alarmlichter angehen lassen. Denn selbst Millionäre, Schönheitsköniginnen und Muskelprotze können jeweils in bestimmten Situationen diskriminiert werden.
      Das einer Gruppe also generell abzusprechen, macht sie vollkommen zum „other“, schiebt sie aus dem Bereich des Normalen und schielt schon in Richtung Entmenschlichung. Denn je totalitärer die Bedeutung der Gruppe zählt, desto weniger das Individuum und genau jenes muss man halt aus dem Bild verdrängen, wenn man Unmenschlichkeiten plant.
      Es müssen DIE Ausländer/Juden/Schwule/Männer sein, die böse sind, so dass man sich nicht mit ihren einzelnen Vertretern abgeben muss, ehe man sie vergast. Zuweilen sind Vereinfachungen notwendig, aber wenn man sie so sehr verinnerlicht und zum allgemeinen Maß macht, wie es eben diese heute so gruseligen Intersektionalisten tun, ist man auf einem gefährlichen Pfad.

  9. „Männer stellen nicht nur die meisten Personen in klassischen Machtpositonen, sie stellen auch die meisten Bettler, Obdachlosen, die meisten Gefängnisinsassen und die meisten Drogensüchtigen. Die Positionen der vom Lebensstandard her niedrigsten Menschen ist also ebenfalls männlich und es besteht damit innerhalb der Gruppe Männer ein großer Unterschied.“

    Wo verstecken sich denn – innerhalb des Maskulismus – die Ansätze, um diese Männerprobleme zu beheben? Wieviele Threads hast Du diesen echten Sorgen und Nöten bereits gewidmet in den Jahren hier, Christian? Nach meinem Eindruck interessiert Euch sowas eher nicht. Die Masku-Agenda wird beherrscht von anderen Fragen, wie z.B. der nach der einzuschmelzenden Männerquote, oder gar Bemühungen, Kindern Umgang, Unterhalt und Erbe legal vollständig vorenthalten zu dürfen (Elmars Flügel will Frauen sogar einer Straftat bezichtigt sehen, so sie ohne Erlaubnis des Mannes schwanger würden).

    „Würde ein Lottogewinner verkünden: „ich habe jetzt so viel Geld, ich habe meinen Job gekündigt und werde mich in Zukunft ganz meinen Kindern widmen“, dann wäre man nicht erstaunt, sondern würde das für durchaus nachvollziehbar halten.“

    Würde ich Lotto spielen und eine beachtliche Summe gewinnen, würde ich Unternehmen (plural) gründen und also Arbeitgeber(in) werden. Mindestens einmal pro Monat habe ich eine großartige (!) Geschäfts-Idee, seit meiner Jugend ist das so. Wollte ich nur mal geschrieben haben…

    • Und was hälst du von der feministischen Privilegientheorie?

    • „Wo verstecken sich denn – innerhalb des Maskulismus – die Ansätze, um diese Männerprobleme zu beheben?“

      Zum Beispiel hier
      http://www.huffingtonpost.ca/2013/04/29/earl-silverman-dead-suicide_n_3179850.html
      Oder hier
      http://www.telegraph.co.uk/men/thinking-man/11962537/Whats-so-funny-about-a-mens-rights-debate.html

      Oder hier

      Oder hier


      Oder hier
      https://www.theguardian.com/education/2015/nov/17/row-after-university-of-york-cancels-international-mens-day-event
      Oder

      Oder hier, bespricht eine Ursache von einigen dieser Probleme

      Oder ganz allgemein
      http://www.avoiceformen.com/allnews/

      • Semi will doch nur davon ablenken, dass der Feminismus extra eine Theorie entwickelt hat, um durchzusetzen das man Männern keine Hilfe gewährt.

      • Link 1:

        Das maskulistische Lieblingsbaby Gewaltschutzhaus für Männer.

        Lassen wir mal den Umstand außen vor, dass (Feminismus-)Kritik je nach Akteur auch Kritik des geförderten Konzepts Frauenhaus beinhaltet und betrachten die Sache ganz pragmatisch: es gibt auch Obdachloseneinrichtungen, die überwiegend Männern helfen sollen. Ich würde für realistisch ansehen, dass man die dort Lebenden/Unterkommenden zu weit über 90 % auch als Gewaltopfer (mitunter gleichzeitig Täter) beschreiben könnte.

        Keine Frage: sie werden auf dem Papier nicht primär als solche angesprochen und wie viel Hilfe sie für ihre spezifischen Probleme erfahren, lässt sich nicht verallgemeinern, aber dennoch sehe ich hier ein organisatorisches, staatlich-betriebenes bzw. gefördertes Äquivalent zu den Frauenhäusern.

        Ja, der Bedarf ist größer als das Angebot, in drastisch steigendem Maße sogar:

        „Die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W) ermittelt einen drastischen Anstieg der Wohnungslosigkeit in Deutschland: 2014 waren ca. 335.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung – seit 2012 ist dies ein Anstieg um ca. 18 %.
        Die Zahl der Menschen, die „Platte machen“, die also ohne jede Unterkunft auf der Straße leben, stieg seit 2012 um 50 % auf ca. 39.000 in 2014 (ca. 26.000 in 2012).

        Ca. 239.000 (71 %) der wohnungslosen Menschen sind alleinstehend, 96.000 (29 %) leben mit Partnern und/oder Kindern zusammen. Bezogen auf die Gesamtgruppe der im Jahr 2014 Wohnungslosen schätzt die BAG W die Zahl der Kinder und minderjährigen Jugendlichen auf 9 % (29.000), die der Erwachsenen auf 91 % (306.000). Der Anteil der erwachsenen Männer liegt bei 72 % (220.000); der Frauenanteil liegt bei 28 % (86.000) und ist seit 2012 um 3 % gestiegen. Der Anteil wohnungsloser Menschen mit Migrationshintergrund liegt mit 31 % bei knapp einem Drittel. 2012 waren es noch 27%.

        Die BAG W prognostiziert von 2015 bis 2018 sogar einen weiteren Zuwachs um 200.000 auf dann 536.000 wohnungslose Menschen. Das wäre eine Steigerung um ca. 60 %. Wenn die wohnungs- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen nicht nachhaltig geändert werden, wird es zu einem weiteren Anstieg der Wohnungslosenzahlen um 60 % auf knapp 540.000 bis zum Jahr 2018 kommen. Dabei spielt die wachsende Zuwanderung von EU-Bürgern und Asylbewerbern zwar eine Rolle als Katalysator und Verstärker, die wesentlichen Ursachen liegen jedoch in einer seit Jahrzehnten verfehlten Wohnungspolitik in Deutschland, in Verbindung mit einer unzureichenden Armutsbekämpfung.“

        http://www.bag-wohnungslosenhilfe.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/

        Hartz IV und Gentrifizierung heißen die ersten Hauptfeinde.
        Und – für mein Empfinden jedenfalls – nicht Feminismus oder speziell Privilegientheorie.

        Link 2 bzw. Video 1: eine parlamentarische Debatte muss möglich sein – wiewohl es nicht wahrscheinlich ist, dass die Politikernasen sich an ihre eigene fassen und sich selbst zur Umkehr aufrufen werden. Und eine bloße Tirade über die niemandem mehr unbekannten Männerprobleme ohne Lösungsansätze zu diskutieren braucht eigentlich auch kein Mensch, find ich… aber gut. Das Thema abblocken ist autoritär und geht nicht.

        Angeschaut hab ich mir dann noch Warren Farrell. Kernbotschaft: Männer müssten zu Care-Tätigkeiten wie auch -Berufen ermuntert werden. As any good feminist would argue.
        Ist halt nur nicht jeder ein John Lennon (but nevertheless: great story, bro)…

        Farrell spricht außerdem über die USA, und für die muss man nunmal festhalten:

        „Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen von 2014 hatten nur zwei der untersuchten 185 Länder kein Recht auf einen bezahlten Mutterschutz: Papua Neuguinea und die USA. … Sogar der unbezahlte Mutterschutz – also das Recht auf Rückkehr in den Job – ist in den USA ein Privileg, das nur Mitarbeiter der Regierung oder größerer Unternehmen ab 50 Angestellten genießen.“

        http://www.deine-korrespondentin.de/american-mom/

        Das „vergessen“ zu erwähnen in seinem Vortrag entlarvt ihn als unangenehm scheinheilig.

        Ja, es tut sich – langsam und viel zu spät – etwas: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/recht-und-gehalt/mutterschutz-in-amerika-san-francisco-fuehrt-die-voll-bezahlte-elternzeit-ein-14163888.html

        Merke: dann auch GLEICH SOFORT für Mütter oder Väter.

        Die Extra-Belastung, die nur Gebärende haben, bleibt weiterhin unbeachtet, unsichtbar, unentlohnt (außer für die in den USA legal-beschäftigten Leihmütter).

        Nächster Halt: Bitterfotze, wahrscheinlich.

        Und wieder werden Viele sagen: versteh einer die Weiber! Da macht man und tut, und NIE sind die zufrieden…

        • Dein Vorschlag ist also das geschlagene Männer mit ihren Kindern in die chronisch überbelegten Obdachlosenheime ziehen und da dann neben womöglich drogenabhängigen Obdachlosen schlafen.

          Dann könnte man Frauenhäuser ja auch in Obdachlosenhäuser für Frauen umwandeln. Als Nebeneffekt würden das die registrierte Anzahl an weiblichen Opfern von Partnergewalt senken, weil die ja nur noch als obdachlos aufgenommen werden und nicht zwingend als Opfer von Gewalt.

        • Wir sind uns wohl einig, dass niemand, der die Chance auf eine anderweitige Bleibe hat, in ein Obdachlosenheim zieht.

          (Wo afaik übrigens auch Miete gezahlt werden muss – es sei denn, es handelt sich um eine Notschlafstelle, in der man keinen abgetrennten Raum erhält, den man sich mehr oder weniger häuslich einrichten kann. Gemeinschafts-Sanitärräume sind eh Standard – m.E.n. auch der Hauptgrund, weshalb man versucht, die Geschlechterseggregation dort durchzuhalten.)

          Deine Position scheint zu sein, dass Frauenhäuser aufgesucht werden, obwohl andere Optionen zur Verfügung stünden?

          Ich gebe zu: ich habe keine Ahnung, ob Frauenhäuser personell und finanziell pro zu versorgendem Kopf so viel besser ausgestattet sind und werden als Obdachlosenheime. Halte ich zwar für unwahrscheinlich, weiß ich aber nicht.

          (illegalisierte Drogen sind selbstverständlich offiziell in beiden Arten von Einrichtungen verboten)

          Und ich wüsste auch nicht, dass die Belegungszahlen der Frauenhäuser besonders häufig herangezogen würden, um die Zahlen der weiblichen Betroffenen von häuslicher Gewalt „aufzuhübschen“, aber auch da könnt mich mein Gefühl natürlich trügen.

        • „Deine Position scheint zu sein, dass Frauenhäuser aufgesucht werden, obwohl andere Optionen zur Verfügung stünden?“

          Also Frauen haben keine andere Option, aber Männer schon, obwohl jeder generell eher bereit ist Frauen zu helfen und diese dann wohl auch eher aufnimmt?

        • Also, erst einmal war deine Frage, wo „Maskulinismus“ sich um diese Probleme kümmert, mit der Unterstellung, dass „Maskulinismus“ sich gar nicht für Männerprobleme interessiert sondern nur den Feminismus bekämpfen um angebliche Männerprivilegien zu erhalten. Das habe ich dir mit einer beispielhaften Auswahl an Links widerlegt, was du hättest selber heraus finden können, wenn du dich nur einmal 5 Minuten mit dem Thema beschäftigt hättest statt wilde Unterstellungen in den Raum zu werfen.

          Zu den einzelnen Punkten:
          Obdachlosenhäuser sind nicht gleichbedeutend mit „Männerhäusern“, weil diese allen Wohnungslosen offen stehen und dort auch keine Hilfe für Gewaltopfer primär angeboten wird sondern es hauptsächlich um Schlafplatz und Möglichkeiten zur Körperpflege geht. Außerdem gibt es zu diesen allgemeinen Obdachlosenhäusern für alle noch zusätzlich welche für Frauen aber keine extra für Männer, obwohl Männer mit Abstand öfter obdachlos werden.

          Außerdem gibt es nach wie vor kaum staatlich geförderte Hilfsprogramme für Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Das Hilfstelefongesetz richtet sich ausschließlich an Frauen und Männer, die sich an Hilfetelefone wenden werden zumeist abgelehnt oder weiter geleitet – an Stellen die den Männern helfen sollen, nicht gewalttätig zu werden, also Tatprävention nicht Opferhilfe bieten.

          Die parlamentarische Debatte fand letztendlich nicht statt. Die Ausgangsfrage war im Rahmen des „International Men’s Day“, ob sich das Parlament nicht auch mal um Männerprobleme kümmern sollte, worauf die Feministin den Antragsteller auslachte und meinte „jeder Tag ist Männertag“. Das ging übrigens einher mit Vorfällen wie dem an der Univesity of York, wo ein International Men’s Day Event abgelehnt wurde, weil Männer angeblich keine Hilfe bräuchten.

          Farrell war dreimal der gewählte Präsident der größten feministischen Organisation der USA: „NOW“ – bis er, wie er selber sagte, eingesehen hat, dass er in seinem ganzen Leben niemals Männern zugehört hat. Das mit dem Care-Angebot für Männer ist nur ein mögliches Beispiel und nicht seine Kernthese. Seine Kernthese ist, dass sich um Jungen nicht oder zu wenig gekümmert wird, während es für Mädchen etliche Programme gibt, gibt es für Jungen nicht eines und das in einem System wo mit Abstand die meisten Lehrer weiblich sind und Jungen jedes Jahr mehr zurück fallen, weil das Bildungssystem auf weibliche „Softskills“ ausgerichtet ist und die Lehrerinnen mit Jungen nicht klar kommen. Und wenn dann mal wieder ein Junge ausrastet und andere Menschen verletzt, machen wir wieder Waffengesetze, Killerspiele oder, besonders von feministischer Seite, „toxische Männlichkeit“ verantwortlich.

          Und das Problem existiert nicht nur in den USA
          http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/geschlechterrollen-in-der-schule-faul-fahrig-junge-12145909.html

          „Die Extra-Belastung, die nur Gebärende haben, bleibt weiterhin unbeachtet, unsichtbar, unentlohnt (außer für die in den USA legal-beschäftigten Leihmütter).“

          Und Hausmutter zu sein, ist nicht unbezahlt. Erstens tust du hier so, als sei das „Gebärdende“ sein eine Belastung, die von außen der Frau auferlegt wird (denn merke: Im Feminismus sind niemals die Frauen verantwortlich, immer das System respektive der Mann). Dabei ist es eine freiwillige Entscheidung, Kinder zu bekommen und zweitens ist die Arbeit nicht unbezahlt, denn auch eine Hausfrau lebt nicht von Luft und Liebe, sondern bekommt Unterhalt vom Mann und ggf vom Staat. Sie hat eine Wohnung, Essen, Kleidung, Krankenversicherung, Urlaub ect, über dass sie sogar die alleinige Macht haben, wie ich in dem anderen Posting schon aufgezeigt habe. Und wenn die Partner verheiratet sind, dann ist das ganze Zeug, was zumeist der Mann erarbeitet und bezahlt und worüber die Frau zumeist entschieden hat, sogar dejure zu 50% ihr Eigentum.

          „Nächster Halt: Bitterfotze, wahrscheinlich.“

          Tut mir leid, aber den Gefallen tu ich dir nicht.

        • „Außerdem gibt es zu diesen allgemeinen Obdachlosenhäusern für alle noch zusätzlich welche für Frauen aber keine extra für Männer“

          Die allgemeinen sind die für Männer! Der Prozentsatz der Frauen dort ist m.E.n. tatsächlich verschwindend gering, ähnlich wie der männlicher Menschen in Frauenhäusern – vorausgesetzt man zählt man die Jungen auch als männlich 😉

          Frauenhäuser sind eine – offenbar notwendige, weil nachgefragte – Ergänzung für diejenigen, die zwar eine Meldeadresse besitzen, aber dennoch meinen, dort nicht sicher zu sein.

          Die klassische maskulistische Kritik bezieht sich – an der Stelle passts – auf das (seit mehr als 10 Jahren geltende) Gewaltschutzgesetz, kennste? Weil laut Gesetz derjenige die Wohnung zu verlassen hätte (wenn die Polizei gerufen wird), der (höchstwahr- bzw. augenscheinlich) der überwiegende Aggressor war, bräuchte es keine Zufluchtsstellen mehr.

          Geht etwa so gut auf das Prinzip wie die Vorstellung, weil es bei uns Hartz IV und Wohngeld und so Sachen gibt, bräuchte man keine Obdachloseneinrichtungen mehr (für Bundesbürger).

          „Das Hilfstelefongesetz richtet sich ausschließlich an Frauen und Männer, die sich an Hilfetelefone wenden werden zumeist abgelehnt oder weiter geleitet – an Stellen die den Männern helfen sollen, nicht gewalttätig zu werden, also Tatprävention nicht Opferhilfe bieten.“

          Weitergeleitet an Stellen wie diese hier (exemplarisch)?
          http://www.maennerbuero-hannover.de/arbeitsbereiche/maennliche_opfer_haeuslicher_gewalt/index_ger.html

          Und ist es denn so viel zu viel verlangt, Farrell hier mal fair anstatt parteiisch zu beurteilen?

          Scheinbar.

        • Korrektur: ich würde sogar wetten, dass im durchschnittlichen Frauenhaus mehr Jungen anzutreffen wären als im durchschnittlichen, „allgemeinen“ Obdachlosenheim Mädchen&Frauen

        • „Die allgemeinen sind die für Männer“

          Und Frauen werden dort abgewiesen? Es ist immer so, es gibt etwas für alle, auch Frauen, und es gibt etwas nur für Frauen.

        • So es eine Möglichkeit gibt, versucht man sie woanders unterzubringen. Ausnahmen: das Haus-Urgestein, das irgendwie immerschon da war, oder die Freundin von irgendwem, die nur halb-offiziell da ist.

        • Ich weiß nicht, was du hier versuchst. Entweder du versuchst hier ein halbgares Derailing oder du weißt nicht, wovon du redest. In dem ersten Link ging es um Männerhäuser, die sich um häusliche Gewalt und männliche Opfer kümmern. Du laberst die ganze Zeit von Obdachlosenhäusern, in denen natürlich die Mehrzahl Männer sind, da Männer einfach mal verdammte 70-80% der Obdachlosen ausmachen.

          Obdachlosenhäuser sind keine Häuser, an die sich Männer wenden können, die von ihren Frauen terrorisiert wurden. Sie sollen Unterkunft bieten, damit nicht so viele Obdachlose draußen verrecken. Auch wenn darunter evtl. Gewaltopfer sind, sind männliche Opfer von Gewalt kein Betätigungsfeld der Obdachlosenhäuser.

          Und die Links zu Männerhilfen, die du gepostet hast, sind alle von selbstgetragenen Vereinen, nicht von staatlichen Stellen wie das Hilfetelefon. Das Hilfetelefongesetz spricht ausdrücklich und ausschließlich von „Gewalt gegen Frauen“.

          „Drei Männerhäusern bundesweit stünden 435 Frauenhäuser gegenüber, hieß es. Männliche Opfer und weibliche Täterinnen passten nach wie vor nicht in die vorherrschenden Rollenbilder, sagte Matschke.“

          http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gewalt-gegen-maenner-stadt-stuttgart-ruehrt-an-tabuthema.c8ed350f-08af-4593-a3cd-ebb00a818804.html

    • .“

      Wo verstecken sich denn – innerhalb des Maskulismus – die Ansätze, um diese Männerprobleme zu beheben?

      Maskulismus ist halt keine besonders politische Sache. In erster Linie geht es nicht darum, „Lösungen“ für vermeintliche „Probleme“ zu suchen, sondern erstmal darauf hinweisen, dass die feministische Analyse grundfalsch ist. Und das ist sie. Die Argumente sind erdrückend, die feministischen Argumente größtenteils lächerlich inkonsistent.

      Würde ich Lotto spielen und eine beachtliche Summe gewinnen, würde ich Unternehmen (plural) gründen und also Arbeitgeber(in) werden. Mindestens einmal pro Monat habe ich eine großartige (!) Geschäfts-Idee, seit meiner Jugend ist das so. Wollte ich nur mal geschrieben haben…

      Manchmal ist auch Lithium ein gutes Medikament. Wollte ich nur mal geschrieben haben.

      Das maskulistische Lieblingsbaby Gewaltschutzhaus für Männer.

      Das ist in der Tat eher eine bemitleidenswerte Totgeburt, seh ich auch so.

  10. […] schlug in den Kommentaren eine eigene Diskussion dazu vor, wie man Macht eigentlich definieren […]

  11. Ein leicht durchschaubarer Teile-und-herrsche-Ansatz. Hier werden Frauen und Männer getrennt. Das ist vermeintlich eine plausible Trennung, weil die Unterschiede biologisch sichtbar sind, in Wirklichkeit ist sie aber vollkommen unlogisch. Warum? Weil Männer und Frauen in erster Linie biologische Gruppen bilden, keine weltanschaulichen. Die Weltanschauungen sind weitgehend geschlechstunabhängig, sogar der Feminismus offenbar.

    Die Trennung macht also nur bei direkten Männer-Frauen-Konflikten (z.B. Scheidungen) oder bei biologischen Konflikten (z.B. Vergewaltigung) Sinn. Weil da die Vor- und Nachteile direkt am Geschlecht hängen (nicht z.B. an der „richtigen“ Einstellung oder Leistung). Hier zu behaupten, Frauen wären durch männliche Macht benachteiligt, scheint mir wenig schlüssig. Vielmehr scheint (gerade bei Scheidungen, Unterhaltsregelungen usw.) zumindest eine frauenbevorzugende Rechtspraxis zu gelten. Für Vergewaltigungen geht der Trend sogar eindeutig in Richtung einer absoluten Entrechtung von Männern.

    Was sagt uns das? Auch hier dominieren Weltanschauungen (Politik halt) und nicht das Geschlecht der Entscheider, es sei denn (das weiß ich nicht) die sind mittlerweile überwiegend weiblich. Spätestens dann kehrt sich das Argument aber eben zugunsten von Männern.

    • Zu ergänzen wäre noch die Frage, warum sich eine Frau auf der Karriereleiter abkämpfen soll, wenn sie die Früchte der oberen Sprossen auch ohne Arbeit ernten kann?
      Da ist der Weg über die Kosmetikerin und das Sonnenstudio entschieden schneller, kürzer – und vor allem – weniger anstrengend.

      Wenn sie sich im Garten im Liegestuhl bei der Lektüre von Cosmopolitan (ich hoffe, das gibt es noch) über die Promi-Kreise informiert und mit etwas Glück einen fleißigen Mann mit Karriereabsichten heiratet, erhält sie (mindestens) 50% seines Netto-Einkommens, u.U. bis weit nach Scheitern der Ehe.
      Wenn sie, statt sich aus der Cosmo weiterzubilden, studiert, selbst Karriere macht und heiratet, erhält sie MINDESTENS 50% ihres Netto-Einkommens, …

      Welchen Grund bitteschön, sollte eine Frau haben, sich für dasselbe Geld abzurackern?
      Frauen sind vielleicht generell in MINT-Fächern nicht so fit, aber hier können sie schon 1+1 zusammenzählen.

  12. Das Hauptargument gegen die Behauptung, dass Männer nicht diskriminiert werden _können_, ist mMn, dass es entweder impliziert, dass es keine männerfeindliche Vorurteile gäbe, oder aber, dass Menschen mit männerfeindlichen Vorurteilen Männer nicht diskriminieren würden, wenn sie könnten.
    Jetzt ist es sicher nicht schwer, Menschen mit Vorurteilen gegenüber Männern (oder Cissexuellen, oder Heteroas, oder Weiße) zu finden. Sind das alles so viel bessere Menschen, dass sie niemals auf die Idee von Diskriminierung kämen?

    Etwas anderes wäre es, wenn die Behauptung lautete, dass männerfeindliche Diskriminierung empirisch nicht nachweisbar wäre bzw., vernachlässigbar gering sei. Oder, dass Männer unter dem Patriarchat litten.

  13. […] „Männer kann man nicht diskriminieren“ als einer der schädlichsten Ansichten für Männerrecht… […]

  14. […] intersektionale Feminismus kann und darf daher männliche Diskriminierung nie anerkennen. Sie werden daher niemals „strukturelle Nachteile“ für […]


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