Selbermach Mittwoch 73 (10.08.2016)

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36 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 73 (10.08.2016)

  1. Beware men who use the language of social justice to manipulate you.

    Beware men who learn words like gaslighting so that they can accuse you of it when you disagree with them.

    Beware men who wield their intersections of oppression as proof that they cannot be abusive toward you – because you hold more social power than they do.

    Beware men who proclaim to support anti-violence work, but are violent in their own interactions.

    Beware men who tell you “abuser dynamics” are when you lose your temper and can’t tell them why because you’re too hurt to think.

    Beware men who are aware that they have higher standing than you do in your feminist communities and (implicitly or explicitly) use that to control you.

    Beware men who learned about [insert feminist here] in Women’s Studies – and quote her during arguments to derail and silence you.

    Beware men who pressure you to adopt behaviors and ideologies that suit them, under the guise that you need to radicalize.

    If they’re wielding power and control over you, it’s abuse – no matter how prettily they disguise that.

    Beware men who divide you into the “good” ones and the “bad” ones – and play you against each other.

    http://everydayfeminism.com/2016/08/reasons-to-beware-feminist-men/

    Ich würde sagen das ist unparodierbar.

    • Und wie (((HelenPluckrose))) richtig erkennt:

      The abusive manipulativeness of these behaviours suddenly become clear when men do it!

      Wie war das?

      90% ist bei Feministinnen Projektion…

      ^^

    • Wenn es erträglich wäre, wäre es sehr sehr komisch. Das sind ja Dutzende von Punkten!

      Die ersten beiden, die ich gelesen habe:

      Beware men who place a premium on sharing your feelings and thoughts […] but don’t share any of theirs.

      Beware men who dump their emotions on you and pretend that their “vulnerability” (in asking you to bear their burden) is a feminist act.

      Pass auf, wenn Männer dir nicht von ihren Gefühle erzählen und vor allem pass auf, wenn Männer von ihren Gefühlen erzählen.

      • „Pass auf, wenn Männer dir nicht von ihren Gefühle erzählen und vor allem pass auf, wenn Männer von ihren Gefühlen erzählen.“

        Feministen produzieren sowas ja am laufenden Band und wer sie auf diese Unstimmigkeit hinweist ist ein Frauenhasser der ganz doll Angst vor starken Frauen hat.

        Wer keine Angst vor starken Frauen hat und eine kennen lernen will, kann diese in ihren Save Spaces finden, wo sie vor anderen Meinungen ihre Gefühle schützt.

        • Der TL;DR von heute ist apropos sehr gut.
          Das Thema ist Ingroup und Confirmation Bias und was so dazugehört, aber (wie so häufig) exzellent recherchiert.

      • naja, ein bisschen ist da was dran.
        Siehe Pick Up.
        Da wird auch sowas gelerht, um den Eindruck von Sensibilität zu erwecken oder Informationen aus dem anderen raus zu holen für bessere Manipulierbarkeit während man sich selbst bedeckt hält.
        Es ist leider nicht alles so,wie es scheint.

  2. Ich fand den Tagesthemenkommentar spannend. https://twitter.com/tagesthemen/status/763083308402143233

    Gibt es doch quasi für die die standardfeministische Position wieder.

    Gruppen, Klasse, .. – Keine Einzelfälle. Dann sollen Verbände klagen können, was ist das anderes als Hilfe für Menschen, die ohnehin schon vernetzt sind.

    Bei unserer Caritas war eine Karte mit Niederlassung, aber keine in einem sozialen Brennpunkt. Der Leiter meinte dazu, dass die Klienten prinzipiell aus der Mittelschicht kämen. Die Menschen aus den Brennpunkten stünden Ihnen skeptisch gegenüber.

    Also wer so unterprivilegiert ist, dass er einen Verband hat, der für ihn klagen kann, der hat nun wirklich keine Stimme.

    Und es ist sicher keine Diskriminierung, wenn 80% der Absolventen männliche Ingenieure sind, aber wegen der 50% Quote keine Anstellung finden sollen. Wieso nicht gleich ein Laberfach studieren.

  3. Ein extrem frauenfeindlicher Wikipedia-Artikel über das schlechte Abschneiden von Frauen in Tests, die Ursachen und wie man das bekämpft.

    „Es zeigte sich, dass weibliche Teilnehmer im Mittel in allen Jahren vor allem in Österreich beim Test schlechter abschnitten als männliche.“

    „2009 hat er sich wieder leicht vergrößert und liegt in den Jahren 2010 und 2011 noch immer bei 4 Testwerten bzw. 0,4 Standardabweichungen.“

    „Erstens besteht ein linearer Zusammenhang zwischen den Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern und der Leistung im Eignungstest. Je besser die mittleren Schulnoten sind, desto besser ist die Testleistung.

    Zweitens zeigen die Befunde einen deutlichen Geschlechtsunterschied. Frauen haben bei gleichen Schulnoten deutlich schlechtere Testleistungen und zwar durchgängig für alle Schulnoten. Die Unterschiede sind substanziell. […] Der Unterschied in der Testleistung beträgt somit 5,39 Punkte bei gleichen Schulnoten.[10]“

    Warum sind die Frauen schlechter, obwohl sie so gute Schulnoten haben?

    „Der Salzburger Erziehungswissenschaftler Ferdinand Eder konnte Benotungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen in Österreich identifizieren: Jungen bekommen bei vergleichbaren Leistungen oft schlechtere Noten als Mädchen, bei Mädchen fließt ein „Betragensbonus“ in die fachliche Benotung mit ein.“

    Was kann man tun, damit Frauen wieder besser werden?

    „… dass die Ermittlung des Testwertes geschlechtsspezifisch zu erfolgen hat.[20] Die dort beschlossene geschlechtsspezifische Auswertung bedeutet, dass für Frauen und Männer bei der Bildung der Testwerte gruppenspezifische Mittelwerte und Standardabweichungen verwendet werden. Da Frauen im Mittel schlechter abschneiden, bedeutet dies faktisch eine Anhebung der Testwerte für Frauen und Absenkung der Testwerte für Männer. Der „durchschnittliche Mann“ und die „durchschnittliche Frau“ haben jeweils einen Testwert von 100[21] [22].“

  4. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) will die Physik-Lehrpläne ändern, um mehr Begeisterung für das Fach zu wecken:

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/unterrichtsreform-experten-wollen-physik-in-der-schule-entschlacken/13995206.html

    Schaut man sich mal die Zusammenfassung der Untersuchung an:

    http://www.dpg-physik.de/veroeffentlichung/broschueren/studien/schulstudie-2016/schulstudie-zusammenfassung.pdf

    findet man auf S. 10 Folgendes:

    „Physiklehrer und Physiklehrerinnen sollten sensibel einer strukturellen
    Benachteiligung von Mädchen in den MINT-Fächern entgegenwirken.
    Mädchengerechte Kontexte (die erfahrungsgemäß keinen
    Interessenabfall bei den Jungen hervorrufen) und positives Feedback sind
    einfache und wirksame Strategien gegen den Interessenabfall bei Mädchen.
    Ziel muss es sein, mehr Mädchen für die Physik in der Oberstufe zu gewinnen,und den Anteil von Frauen in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufen zu steigern. In Anhang G.3 finden sich zu dieser Thematik zahlreiche weitere Anregungen für die Unterrichtspraxis.“

    Ok. Schaut man nun in das Dokument mit den Anhängen:

    http://www.dpg-physik.de/veroeffentlichung/broschueren/studien/schulstudie-2016/schulstudie-anhaenge.pdf

    dann findet man auf S. 178 (Punkt G3) eine „Checkliste für mädchengerechtes Verhalten“…..
    Da stellt sich doch mal die Frage, was Gender-Studies mit Naturwissenschaften zu tun haben…

    • „Benachteiligung von Mädchen in den MINT-Fächern entgegenwirken.“

      Welche Benachteiligungen? Mangelndes Interesse? Und wie es bei Jungen und dem Lesen? Die sind natürlich faul und haben Machoallüren, da kann man nichts machen…

  5. Wenigstens eines der Opfer von Gina-Lisa hat jetzt offenbar einen Anwalt gefunden, der was taugt:

    Der Berliner Strafverteidiger Christian Gerlach, der den vermeintlichen Täter Sebastian Castillo Pinto vertritt, sagte SPIEGEL ONLINE: „Wenn Frau Lohfink vor der Kamera behauptet, dass sie vergewaltigt und mit K.-o.-Tropfen betäubt wurde, darf das nicht gesendet werden.“
    Man werde gegen jede derartige Äußerung vorgehen und vom Sender dafür Schadensersatz verlangen. Eine entsprechende Warnung werde dem Sender zugehen. Gerlach sagte, Lohfink wiederhole die Vorwürfe ständig, obwohl die Staatsanwaltschaft sie widerlegt habe. Das sei „niederträchtig und ehrabschneidend“. Den Einzug in den Dschungel habe Lohfink „auf dem Rücken und zum Schaden meines Mandanten erreicht“.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gina-lisa-lohfink-anwalt-eines-vermeintlichen-vergewaltigers-droht-rtl-a-1107147.html

    Wenn dem Herrn Gerlach langweilig sein sollte und er noch ein bisschen Umsatz machen will: Es dürfte genug feministische Blogs geben, wo von einer Vergewaltigung die Rede war. Und ein wenig Schmerzensgeld kann der Herr Pinto wahrscheinlich auch gebrauchen.

    • ich finde, es ist ehrabschneidend, jemanden heimlich zu filmen.

      „Den Einzug in den Dschungel habe Lohfink „auf dem Rücken und zum Schaden meines Mandanten erreicht“

      Ach Quatsch, ihre GNTM Freundin aus der Staffel war da auch schon drin und die ist weit weniger prominent.

      „“Diese Schweine müssen ihre Schwänze abgeschnitten kriegen. Die müssen eingesperrt werden.“ “

      Naja, ersteres nicht, letzteres ja. Egal, was das Strafrecht sagt. Filmen nicht mit Gefängnis oder einer Strafe zu ahnden, die dem Opfer auch wirklich was bringt (zum Beispiel Aufbaue einer neuen Existenz falls gewünscht) halte ich für einen schweren Fehler, weil es nicht abschreckend genug ist.
      Bei euch scheint es ja auch so zu sein, dass ihr das Filmen bloß für eine marginalen Lapsus haltet. Außer halt bei Hulk Hogan.

      • Es gibt Privatrecht und es gibt Strafrecht. Heimliches Filmen großartig mit dem Strafrecht zu ahnden (Gefängnis, usw.) halte ich in der Tat für übertrieben. Unsere Gefängnisse sind schon jetzt überbelegt. Gegen ein hohes Schmerzensgeld hätte ich aber nichts einzuwenden.

        Und im Falle Hulk Hogans spielt bei den meisten wohl mehr der Hass auf Gawker eine Rolle als Sympathie für den Ex-Catcher.

  6. In einem Artikel in der SZ lese ich

    Das ist wesentlich, denn in seiner großen Studie über den Prozess der Zivilisation hat Norbert Elias minutiös verfolgt, wie die Modernisierung einer Gesellschaft immer auch die Zurücknahme männlich-narzisstischer Dominanz ist. Wo das Faustrecht herrscht, ist der Mann überlegen. Sobald Höflichkeit, Gesetz und Recht regieren, verliert er viel Kraft damit, sich Regeln zu unterwerfen, über die er sich lieber hinwegsetzen würde, während die Frauen sie begrüßen und nutzen.

    http://www.sueddeutsche.de/bildung/mobbing-wie-jungen-zu-mobbingopfern-und-dann-zu-taetern-werden-1.3112449

    Weiß jemand hier (Soziologen haben wir wohl?), wie ausführlich Elias in „Über den Prozeß der Zivilisation“ diesen Aspekt behandelt und welche Bedeutung er dem beimisst?

    • Weiß ich nicht.

      Aber gut herausgefischt.

      Macht den destruktiven kannibalisierenden Pfau deutlich. Der käme gar nicht auf die Idee, das er selbst das Problem ist.

      Ein Stamm mit hintertreibenden Betas (eigent. Verräter, bei den Innuit vom Eis …) überlebt nicht.

    • Wo wären wir nur ohne diese behaarten unzivilisierten Paviane?

      Immer noch auf den Bäumen, Mädel.
      Immer noch auf den Bäumen und sich das Fell lausend.

      • Diese Haltung ist eigentlich ein gut versteckter Faschismus. Wegen der authoritären Kannibalisierung. Das ist nicht harmlos.

        Es sind wohl immer die gleichen Charaktere, die den zeitgenössisch „wertekulturellen Loophole“ dazu finden.

        Der Typ bzw. die Typen machen auch noch anderes.

    • Ich frage, weil ich neulich Leszek an den Kopf geworfen hatte, dass diese ganze Moderne ein Matriarchat ist. Und ich weiß noch nicht recht, was ich mit der Erkenntnis anfangen will.

      „Männlich-narzisstische Dominanz“ ist jedenfalls nach wie vor die Grundlage sexueller Anziehung.

  7. Mal ganz OT:

    Bin ich eigentlich der einzige hier, der das Gefühl hat, dass einige bis viele der Damen, die hier posten tendenziell kognitiv doch eher beschränkt wirken?

    • @Alex

      Bin ich eigentlich der einzige hier, der das Gefühl hat, dass einige bis viele der Damen, die hier posten tendenziell kognitiv doch eher beschränkt wirken?

      Keine Ahnung. Im „auf den Keks gehen“ haben sie eine beachtliche Effizienz entwickelt.

      Beschränktheit ist per se nichts schlechtes.
      Wenn man seine beschränkten Kräfte auf etwas konzentriert, kann das immer noch sehr gut sein. Mich stört Beschränktheit nicht.

      Destruktivität ist das Problem. Und diese, die hier vorherrschende, ist grund- und willenlos. Es ist Destruktivität um ihrer selbst willen.
      Die Ischen, die hier schreiben, tun dies mit der hartnäckigen Bösartigkeit eines Krebsgeschwürs. Ich hab mir ein Greasemonkey Skript geschrieben, um manche Autoren auszublenden. Für Chrome gibt es etwas ähnliches (Tampermonkey).
      Sehr zu empfehlen.

      „Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Schlechte, das man lässt.“

      Busch (Wilhelm nicht George)

    • Nein. Allerdings fallen sie auch nicht aus dem üblichen weiblichen Spektrum heraus. Ich denke immer, dass wer glaubt Frauen seien geistig mit Männern auf einer Höhe, offenbar nicht viel mit Frauen zu tun hat. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber die sind selten.

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