Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 2. August 2016

Frauen bewerben sich nicht, auch wenn sie den Job bekommen würden, wenn sie es machen würden

Ein interessanter Artikel im Independent stellt dar, dass Frauen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, sich aber häufig nicht auf die Stellen bewerben.

 

Women have more of a chance of doing well in the graduate job market than men, but not enough are applying, according to a new report.

Despite women making up 54 per cent of the student population, only 47 per cent apply to graduate schemes, the Association of Graduate Recruiters’ (AGR) findings into diversity and inclusion show.
When women do apply, however, they are relatively more successful at getting job offers than men, averaging 49 per cent of hires.

Wieder einmal passt die Wirklichkeit nicht zu dem feministischen Narrativ. Es sind weniger die bösen Männerbünde als vielmehr die Frauen selbst, die der Sache im Weg stehen.

Asking graduate Employers about the diversity of their applicants as well as their hires, for the first time, AGR’s report, overall, reveals that improving the gender diversity of graduate programmes is largely a challenge of attracting women in the first place.

The trend applies across the board; women are consistently more successful in the selection process regardless of which industry they apply to. If women do apply for graduate programmes, they have a better chance than men of getting through to the final stages.

Man schaue die feministischen Blogs durch – findet man dort anspornende Artikel, dass die Frauen ihre Opferhaltung ablegen und sich bewerben sollen, weil die Welt besser ist, als man dachte. Nein.

The gender diversity challenge also varies by sector, according to the survey. While IT and engineering firms average 27 per cent and 25 per cent of female hires respectively, these sectors are doing relatively well compared with the 17 per cent and 15 per cent of female students studying those subjects.

Eine Frau, die IT oder Ingenieurwesen studiert hat also eine sehr sehr gute Chance angestellt zu werden. Doppelt so viele Frauen werden genommen wie der Anteil der Frauen in den Studiengängen ist.

Law firms – which average 58 per cent female hires – still have a significant gender diversity challenge, as 63 per cent of legal students are women.

Klar, weil bei den großen Anwaltsfirmen auch mit die schlechtesten Arbeitszeiten sind und es ein Job ist, bei dem man sich aufreiben muss.

Employers have also reported that student perceptions of their industry was one of their greatest challenges in attracting a more diverse workforce, with 83 per cent calling for sector-wide investment to tackle the gender issue.

Alle sind also auf der Jagd nach den Frauen um die Quote verbessern zu können. Es bleibt aber schwer sie zu finden.

“Graduate employers want to hire women, there are lots of opportunities out there and these candidates are more likely to succeed, so we need to address why they’re not applying. Industry-wide collaboration to tackle student perceptions will be a key step forward.
“We know women are hugely successful in the selection process, more so than, men. We just need them to realise it. We need to boost confidence and encourage more female graduates to reach their potential.”

Was könnte mehr helfen als der Feminismus, der Frauen erklärt, dass sie in der sexistischen Welt nie eine Chance haben werden?

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Responses

  1. Tztztz natürlich sind die Männer Schuld.
    Durch die toxic masculinity und die rape culture sowie das man spreading werden Frauen im „Das Patriarchat“(TM) davon abgehalten sich zu bewerben.

  2. Bei den IT-Wissenschaften scheint die Einführung des Girls Day dafür gesorgt zu haben, dass nur noch die Besten der Damen so etwas studieren: Die Zahlen der Studienanfängerinnen gingen nach dem Start des Girls Day in 2002 rapide in den Keller, siehe diesen Artikel http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Nachwuchsmangel-in-der-Informatik-ist-weiblich-135366.html

    Wenn ich also eine höhere Einstellungszahl habe, als der Anteil der Studierende, dann nur, weil der Mittelwert der Damen besser ist als der Mittelwert der Männer, weil nur die besseren Damen studiert haben.

    Hätten wir kein Girls Day eingeführt, würden die Zahlen vollkommen anders aussehen und die Feminist.I.nnen würden laut „Diskriminierung“ schreien.

    Dass bei einem Anteil weiblicher Studenten über 50%, der Anteil der angestellt wird, nicht die gleiche Größe erreichen wird, ist deutlich an den Juristinnen zu erkennen, in der verlinkten Studie. (Bestes Beispiel: Frau Petra Hinz ;-). http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-08/bundestag-spd-lebenslauf-bundestagsabgeordnete-petra-hinz )

    Was mich regelmäßig bei Streitgesprächen mit Feminist.I.nnen erstaunt: Kaum eine davon hatte jemals von Frau Jutta Kleinschmidt gehört, obwohl sie ja als „Leuchtturm-Beispiel“ für MINT gelten könnte. Was mich vermuten lässt, dass diejenigen, die laut „Diskriminierung“ schreien, auf dem Arbeitsmarkt null Chancen hätten: Wer nicht in der Lage ist, so einfache Zusammenhänge zu erkennen, kann sich weder im Studium noch auf dem Arbeitsmarkt lange halten.

    Der Feminismus wird von einer Looser-Fraktion beherrscht.

    • Nicht zu reden von all den Männern die freiwillig und gratis Software bereitstellen, verbessern usw…… In dem Bereich ist der Gender-gap sicherlich astronomisch und beweist die Perfidie dieser Seilschaften ……

      • @Yeph

        Also wirklich!

        In der Realität können Männer doch die Software nur „gratis“ erstellen, weil hinter ihnen eine bemitleidenswerte Frau steht, die die Reproduktion dieses Mannes unentgeltlich übernimmt.

        Die seine Schnittchen schmiert, die Wohnung putzt und die Wlan-Kabel. Ohne diese unbezahlte Arbeit , vor allem von Frauen, wäre open source doch nie etwas geworden!
        Während er den Ruhm einheimst, ist sie in seiner Bude eingesperrt und wird so unsichtbar; insbesondere als Frau.

        Es wäre nur fair, wenn diese, gesellschaftlich so wenig wertgeschätzte Arbeit endlich bezahlt würde.

        So wie z.B. in der Wikipedia:

        Hier ist es vor allem der mit über 90% dominierende Männeranteil, (also der old boys club) der verhindert, dass endlich in angemessener Zahl Artikel speziell aus der Sicht von Frauen, also Feministinnen, erscheinen.

        Vielfach werden vor allem Frauen und andere Feministinnen hier aus purer, männlich dominierter Ignoranz gegenüber ihren berechtigten Anliegen genötigt, diese Artikel *selber* zu schreiben!

        Nach ihrer aufopferungsvollen Arbeit in den sozialen Netzwerken werden sie gezwungen, regelmäßig eine zweite Schicht einzulegen – und so entsteht die völlig unzumutbare weibliche Doppelbelastung (viele sind sogar dreifach bedoppelt!).

        Ist es denn zu viel verlangt, wenn die geschlechtliche Segregation des Patriarchats (unter der vor allem Frauen leiden) wenigstens ein wenig Kompensation in der Gestalt bereit hält, sich über diese Diskriminierung seitenlang zu beschweren, wenn es dafür Zeilenhonorar gibt?

        Die Lösung gelang der Wikipedia m.E. vorbildlich: Auch wenn die sogenannte „Arbeit“ zu über 90% von Männern „unentgeltlich“ (s.o.) geleistet wird, war es naheliegend, das Resultat ihrer Arbeit erst einmal zu privatisieren.
        Und in der Wikipedia Foundation für die geschlechtergerechte Verteilung der Posten zu sorgen, die sich einem Einkommen verdankt, das sie selber gar nicht erarbeitet haben.

        Aus dieser Warte macht es noch viel mehr Spaß, sich *zugleich* die Früchte der Arbeit von Männern anzueignen und ihnen medial zu vermitteln, sie hätte aber leider das falsche Geschlecht, die falsche Hautfarbe und das falsche Alter.

        Ich bin der Meinung, jede herrschende Klasse sollte das Recht haben, irgendwann das Proletariat abzusetzen und ein neues zu wählen.
        Wikipedia ist zumindest im Versuch ein leuchtendes Vorbild für eine geschlechtergerechte Sache!

        Gruß crumar


    • Wenn ich also eine höhere Einstellungszahl habe, als der Anteil der Studierende, dann nur, weil der Mittelwert der Damen besser ist als der Mittelwert der Männer, weil nur die besseren Damen studiert haben.

      Diese Erklärung überzeugt mich nicht. Viel eher ist es so, dass Frauen mit Informatik-Abschluss einfach heiß begehrt sind und gleich guten oder besseren Männern vorgezogen werden. Einfach nur weil sie Frauen sind.
      Ist auch an den Unis so: Ich weiß von meinem ehemaligen Chef, dass er nach seiner Habilitation weibliche Konkurrenten um eine Informatik-Professur hatte, die gerade mal ihre Promotion hinter sich hatten. Da geht es um Ideologie, Diversity und Quote. Die Firmen rüsten sich natürlich auch frühzeitig dafür, dass eine großflächige Quote eingeführt wird.
      Von Informatikern wurde mir immer wieder gesagt, dass weibliche Studenten keineswegs im Schnitt besser seien. Im Gegenteil, viele wüssten den unerschöpflichen Vorrat an hilfsbereiten treudoofen Nerds hervorragend für sich zu nutzen.

      Jutta Kleinschmidt

      Die Rallye-Fahrerin?? Wusste ich bis jetzt auch nicht, dass die Physik studiert hat. Warum sollte man das wissen müssen?

      • „Diese Erklärung überzeugt mich nicht.“ Ich sprach von den Firmen, nicht vom öffentlichen Dienst.

        „Warum sollte man das wissen müssen?“
        Wer als Feminist.I.n Frauen in MINT bringen möchte, sollte mit Positivbeispielen nicht geizen.

        Wenn solche Personen mit Merkel-Lefzen durch die Gegend rumlaufen und nur von der Grooooßen Diskriminierung der Frauen in Männerberufen (MINT wären solche Kandidaten) reden, werden ihre Zielsetzung – mehr Frauen in MINT-Berufen – eher entgegenwirken.

        Da diesen Personen sowohl die Jutta Kleinschmidt wie auch die Lise Meitner und Emmy Noether nicht kennen, kann sich nur um Looser-Persönlichkeiten handeln.

        • Ich sprach von den Firmen, nicht vom öffentlichen Dienst.

          Ich auch.


          Da diesen Personen sowohl die Jutta Kleinschmidt wie auch die Lise Meitner und Emmy Noether nicht kennen, kann sich nur um Looser-Persönlichkeiten handeln.

          Ich verstehe das Argument immer noch nicht. Kleinschmidt hat doch auf dem Gebiet der Physik überhaupt nichts geleistet? Sie ist Rennfahrerin. Ich sehe da keinen Zusammenhang zu „Looser-Persönlichkeiten“:

        • @david
          Tante Wiki belehrt uns: „Bis 1992 arbeitete sie in der Fahrzeugentwicklung bei BMW, bevor sie sich als professionelle Rallye-Fahrerin (Rallye-Raid, Marathonrallye) selbständig machte.“

          Ältere Versionen dieses Artikels sprachen von einer leitenden Stelle im Münchner BMW-Forschungszentrum.

          Sie war im technischen Bereich tätig. Genügt das denn MINT-für-Frauen-Fraktion nicht?

          Wer nach „Frauen in MINT-Berufen“ ruft, aber „Leuchtturmbeispiele“ nicht benennen kann, weil er diese Personen nicht kennt, hat keine Ahnung davon und hat sicherlich weder auf dem Gebiet der Physik noch im technischen oder mathematischen Bereich irgend etwas geleistet.

          Das sind Hinz-Figuren, die sich gerne mit fremden Federn schmücken, weil sie selber nichts checken.

        • Jutta Kleinschmidt schreibt in ihrer Bio:

          Mit meinen ersten Motorrad-Einsätzen war der Grundstein für meine sportliche Karriere gelegt. Zur gleichen Zeit gelang mir der Einstieg in den Beruf: Ich begann Anfang 1987 in der Fahrzeug-Entwicklungsabteilung bei BMW in München. Dort blieb ich sechs Jahre lang. Parallel kümmerte ich mich immer stärker um den Motorsport.

          Sie war nach ihrem Fachhochschulstudium ein paar Jahre bei BMW (keine Leitungsposition) und hat den Beruf dann an den Nagel gehängt.

          Also soo wenige Ingenieurinnen gibt es nun auch nicht, als dass das jetzt eine so bemerkenswerte Karriere wäre, die man als quotenfordernde Feministin unbedingt kennen müsste, um kredibler zu sein als ohnehin schon nicht.

          Ich fürchte, du hast da ein kleines Eigentor geschossen.

      • Also in der Schweiz wirst du als Frau in Informatikbereich automatisch und fast unabhängig von der Qualifikation eine Stelle erhalten, besonders bei grosse und internationalen Firmen, schlicht weil Diversity als heiliger Gral und als Messlatte der Modernität und Innovation gilt.

        Das habe ich persönlich erlebt und viele meiner ehemaligen Studienkollegen haben mir ähnliche Geschichten erzählt. Ob das auch in Deutschland der Fall ist; weiss ich natürlich nicht; wenn aber z.B. die universitären Abschlüsse auch dort zu 97% an Männer gehen, dann ist das nicht verwunderlich.

        In meinem Studienjahrgang waren wir 300 darunter 5- 6 Frauen und am Ende 150 und keine Frauen. Ich nehme an, dass ist heute nicht anders. Ich kam daher auch in den Genuss einer Vorstellung der Frauenförderung der Informatik obwohl keine Frau mehr anwesend war ;).

        • „besonders bei grosse und internationalen Firmen, schlicht weil Diversity als heiliger Gral und als Messlatte der Modernität und Innovation gilt“

          Siehste! Wurde alles von den Neoliberalen erfunden!

        • Naja ich glaub das wurde von Aktivistien(m/w) erfunden, weil so rein VWL technisch, ist es latte ob da ein Mann oder ne Frau den Job macht.

        • „In meinem Studienjahrgang waren wir 300 darunter 5- 6 Frauen und am Ende 150 und keine Frauen. Ich nehme an, dass ist heute nicht anders.“

          Es würde mich schon interessieren, ob es einen geschlechtsspezifischen Notenschnitt gibt? Da solche Indikatoren aber so einiges verraten, werden sie vermutlich nie veröffentlicht.

          Auch bei der Statistik des Kraftfahrtbundesamtes zu Faherlaubnisprüfungen, werden keine geschlechtspezifische Daten kommuniziert, vermutlich aus gutem Grund: http://www.kba.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Statistik/Kraftfahrer/FE/2015/fe7_2015_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=2

      • „Viel eher ist es so, dass Frauen mit Informatik-Abschluss einfach heiß begehrt sind und gleich guten oder besseren Männern vorgezogen werden.“

        Aus den von mir eingangs erwähnten Gründen, stellen die 25-30% Frauen, die IT studieren, eine bessere Auswahl dar, als diejenigen, die vorhanden wären, wenn 50% der IT-Studierenden Frauen wären.

        Diese 25-30% haben einen besseren Notenschnitt, weil sie fast alle die Voraussetzungen dafür bringen. Bei den Jungs kommen auch solche mit schlechteren Noten vor, die deren Mittelwert drücken.

        Bei 50% Frauen würden sich die Firmen nicht mehr um die Frauen „reissen“, bis auf die öffentlich-rechtlichen, die politische Vorgaben zu erfüllen haben.

        Der Mittelwert der Leistungen der Frauen würde sich dem der Jungs angleichen. Der Mittelwert der Jungs würde steigen (weil diejenigen, die schlechter abschneiden nicht mehr reinkommen), während bei den Damen zunehmend schlechter abschneidende hinzukommen.

        Bei 70% Frauen im IT-Studium würden sich die Verhältnisse umkehren. Männer wären von den Firmen „heiss begehrt“.

        Das ist keine Zahlenhexerei, sondern einfachste Mathematik und entspricht dem Grundsatz, dass sich Frauen und Männer bei mathematischen Leistungen nicht unterscheiden.

        Ich empfehle die Lektüre folgender Bücher:
        „So lügt man mit Statistik“
        „Lügen mit Zahlen“

        Vielleicht werden dann diese einfachen Zusammenhänge klarer.

        • @michael

          Die Frage ist, wie die Notenverteilung ist. Es müssen ja nicht per se die besten das Fach studieren, es kann auch sein, dass sie durchschnittlich sind, aber mehr Lust zu dem Fach haben.

        • @christian
          wenn mehr Lust zum Fach da ist, dann ist der Notenschnitt garantiert besser. Da nur der harte Kern übrig geblieben ist, (da der Rest der Damen durch die ewigen Ruferinnen in der Wüste vergrault wurden durch Behauptungen a la, von wegen IT sei eine Männerfreak-Domäne) haben die mehr Lust zum Fach. Selbst wenn die Noten nicht berauschend wären, die Begeisterung wäre da: Das gibt ihnen bessere Chancen bei der Bewerbung.

          Nochmals: Die höheren Anteile bei der Einstellung als während des Studiums treten automatisch beim Minderheitengeschlecht auf. Sie sind kein Zeichen dafür, dass das eine Geschlecht besser ist, sondern dass innerhalb des Geschlechts, das die Minderheit bildet, die Selektion der Besseren stärker greift.

          Immer vorausgesetzt, beide Geschlechter bringen die gleichen Voraussetzungen für ein IT Studium. Solche Studien, die ideologiefrei die Geschlechter vergleichen kenne ich leider nicht, da kannst Du bestimmt weiterhelfen.

        • @michael

          Es ist ein durchaus plausible These, aber ich kenne einige Mathematikerinnen, die Spass an Mathe hatten, aber dennoch im Mittelfeld mitschwimmen. Einfach weil prozentual bei den Männern auch mehr gute dabei sind.
          Dazu auch:
          https://allesevolution.wordpress.com/2014/01/18/raumliches-denken-als-voraussetzung-fur-die-naturwissenschaften/
          https://allesevolution.wordpress.com/2014/05/18/verbale-und-mathematische-fahigkeiten-sowie-intelligenz-und-studienfachwahl/

          Zahlen dazu wären sehr interessant. es ist schade, dass es keine sinnvolle „Genderforschung“ gibt, die so etwas untersucht.

        • @christian
          „Einfach weil prozentual bei den Männern auch mehr gute dabei sind.“
          U. U. machen wir alle einen Denkfehler: Du sprichst von Mathematiker, analysiert wurden aber die Zahlen der eingestellten Informatiker.

          Ist es zulässig, Mathematik- oder Physikstudium mit IT- oder Ingenieurstudium zu vergleichen? Sind die Tätigkeiten vergleichbar?

          Die Damen hier hatten eindeutig etwas mit Mathematik zu tun:

          Man kann diese Damen auch als Informatikerinnen der ersten Stunde bezeichnen. Erstaunlich, nicht wahr? Kein Mann darunter.

          Ich habe keine Daten über diese Damen, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird keine Emmy Noether oder Ingrid Daubechies aus ihren Reihen zu erwarten sein.

          Deswegen bin ich der Meinung, dass diese Studien und Statistiken ziemlich viel an Information verwischen.

          Wir haben z. B. keine Anforderungsprofile der Arbeitsstellen wo Frauen „heiss begehrt“ sind. Werden diese genauer untersucht, könnten durchaus interessante Ergebnisse heraus kommen, insbesondere was den Gender Pay Gap betrifft.

          Ich nehme stark an, dass ideologische Gründe gegen solche Untersuchungen sprechen.

        • .“

          Aus den von mir eingangs erwähnten Gründen, stellen die 25-30% Frauen, die IT studieren, eine bessere Auswahl dar, als diejenigen, die vorhanden wären, wenn 50% der IT-Studierenden Frauen wären.

          Diese 25-30% haben einen besseren Notenschnitt, weil sie fast alle die Voraussetzungen dafür bringen. Bei den Jungs kommen auch solche mit schlechteren Noten vor, die deren Mittelwert drücken.

          Das ist keine „Mathematik“, sondern schlichte Behauptung. Deine Theorie, aber keine besonders plausible.

          Sie enthält Annahmen sowohl über jeweilige Grundgesamtheit als auch die selektiv wirksamen Faktoren, die rein spekulativ sind.

          Der Schluss von der Abiturnote auf die Eignung zum Ingenieursstudium und dortige Leistungen ist äußerst fragwürdig.

          Die Annahme, dass Frauen und Männer im Mittel gleich geeignet sind für ein Ingenieursstudium ebenfalls. Die Tatsache, dass fast ausschließlich Männer in den MINT-Fächern erfolgreich sind, lässt eine Diskrepanz sowohl bei Fähigkeit als auch Neigung vermuten. Zumal Hochbegabung mehrheitlich bei Männern auftritt. Bei Frauen nimmt der berufliche Ehrgeiz im typischen Gebäralter meist rapide ab.

          Die Annahme, dass sich vor allem die fähigsten des jeweiligen Geschlechts dann auch tatsächlich für ein solches Studium entscheiden ebenfalls.
          Bei Frauen haben z.B. meist Psychologie und Medizin die höchste Priorität. Gut möglich, dass genau die sich in den (NC-freien) MINT-Fächern bewerben, die für die klassischen weiblichen NC-Fächer nicht gut genug sind.

          Es ist soweit ich weiß anerkannte Tatsache, dass Frauen in den Studiengängen Physik, Informatik und Mathematik häufiger scheitern als Männer. Der Frauenanteil ist schon zu Beginn niedrig und sinkt mit der Zeit weiter ab.
          Ich würde mal davon ausgehen, dass dass auch für Ingenieurswissenschaften gilt.

          Alle die hier mit MINT-Hintergrund zu schreiben haben anscheinend zu deiner Theorie gegenteilige Erfahrungen gemacht, zumindest die die sich geäußert haben. Die wenigen Frauen scheinen eben NICHT besser zu sein.
          Das ist sogar möglich, selbst wenn der von dir beschriebene statistische Artefakt wirksam ist.

          Ich empfehle die Lektüre folgender Bücher:
          „So lügt man mit Statistik“
          „Lügen mit Zahlen“

          Ja, diese Populärschinken hast du offenbar gelesen und auch beherzigt, indem den Anschein erwecken willst deine Theorie mit deiner „einfachen Mathematik“ belegen zu können.
          Das ist nicht gelungen.

          Deine Ausführungen zu väterrechtlichen Themen schätze ich übrigens sehr.

        • @david
          „Die wenigen Frauen scheinen eben NICHT besser zu sein.“

          Du sprichst mir aus der Seele 😉

          Hier nochmal ein Zitat meiner eigenen Wenigkeit.
          „Nochmals: Die höheren Anteile bei der Einstellung als während des Studiums treten automatisch beim Minderheitengeschlecht auf. Sie sind kein Zeichen dafür, dass das eine Geschlecht besser ist, sondern dass innerhalb des Geschlechts, das die Minderheit bildet, die Selektion der Besseren stärker greift.“

          Ich weiss nicht, wie ich das besser erklären kann. Ich wollte lediglich auf die Tatsache deuten, dass die Zahlen die im Artikel genannt werden, durch die von mir beschriebenen Effekte zum größten Teil konditioniert sind.

          „Der Schluss von der Abiturnote auf die Eignung zum Ingenieursstudium und dortige Leistungen ist äußerst fragwürdig.“ Wo kommt diese Behauptung nun her? Ich kann mich nicht erinnern, sie aufgestellt zu haben.

          Tatsache bleibt, dass IT- oder Ingenieurstudium nicht mit Physik- oder Mathematikstudium vergleichbar ist. Bei den letzteren beiden unterschreibe ich sofort die Erfahrungen aller anderen.

          Christian hatte aus dem erwähnten Artikel nur die Informatiker und Juristen erwähnt.

          Ich lasse mich gerne durch Statistiken überzeugen, allerdings hätte ich dann gerne ein Vergleich der Anforderungsprofile der Jobs in denen die Frauen „heiss begehrt“ wären und da wo mehr Männer landen.

          „Ja, diese Populärschinken hast du offenbar gelesen und auch beherzigt, indem den Anschein erwecken willst deine Theorie mit deiner „einfachen Mathematik“ belegen zu können.
          Das ist nicht gelungen.“

          Auch hierbei muss ich Dir recht geben.

          Es gelingt uns offensichtlich nicht, trotz Deiner Feststellung

          „Zumal Hochbegabung mehrheitlich bei Männern auftritt.“

          selbst die einfachsten Zusammenhänge den Männern zu erklären:

          Der unbereinigte Gender Pay Gap vergleicht Äpfel mit Birnen.

          Das sage nicht nur ich, sondern auch gestandene Statistik-Professoren:

          http://www.rwi-essen.de/unstatistik/5/

          Wo bleibt dann der Aufschrei der männlichen Hochbegabung gegen diesem feministischen Hütchenspieler-Trick?

          Wie Du siehst, scheint die Männerwelt die Lüge nicht erkennen zu können. Daher ist meine Annahme, dass weibliches und männliches mathematisches Verständnis ziemlich gleich wäre, nicht ganz unberechtigt.

          Hätten wir ein besseres männliches Mathematikverständnis, wäre ein Equal-Pay-Day unmöglich: Mann würde ja die Feminist.I.nnen auslachen!

          q. e. d. 😉

          „Deine Ausführungen zu väterrechtlichen Themen schätze ich übrigens sehr.“

          Danke für die Blumen. Es wäre schön, wenn die Mathematik auch zum Zuge käme ;-).

  3. Q.E.D.

    quod erat demonstrandum

  4. Christian, du willst Frauen nur die von Feministinnen gehegte und gepflegt Angst nehmen, damit sie in ‚Männerdomänen‘ anfangen und die Männer dort dann im Namen des Patriarchats auch Frauen unterdrücken und sexuell belästigen können. Gibt es zu!

    Der Titel dieses Artikel könnte auch „Ergebnisse, die in keiner feministischen Studie jemals berücksichtigt werden“ heißen.

    • „Christian, du willst Frauen nur die von Feministinnen gehegte und gepflegt Angst nehmen, damit sie in ‚Männerdomänen‘ anfangen und die Männer dort dann im Namen des Patriarchats auch Frauen unterdrücken und sexuell belästigen können. Gibt es zu!“

      ich würde das für sehr sachdienlich und für eine Entspannung in der Debatte halten.

      „Der Titel dieses Artikel könnte auch „Ergebnisse, die in keiner feministischen Studie jemals berücksichtigt werden“ heißen.“

      vollkommen richtig. Wobei ich die Fakten auch sehr nützlich finde.

  5. Der neue goldene Käfig der Frauen.

    Da kommen sie alle in den Arbeitsmarkt und können nicht stolz auf ihre Leistung sein, weil sie nicht wissen, ob sie ohne Frauenförderung das auch geschafft hätten. Unter den Kollegen sind sie unter erhöhter Beobachtung. Sie haben keinen Vertrauensvorschuss, sie stehen unter einen Vertrauensvorbehalt. Folge: Vor allem Frauen leiden unter dem Imposter-Syndrom. Selbstzweifel fressen Selbstbewusstsein auf.

    Und die wirklich erfolgreichen Frauen? Die die was draufhaben? Werden nicht müde zu betonen, dass sie nie benachteiligt wurden.

    Der neue goldene Käfig der Frau. Früher sagte man, sie können es alleine nicht schaffen. Heute sagt man das auch. Nur dieses Mal sinds überwiegend die Frauen selbst die das sagen.

    Patriarchat. Proudly made by feminists.

  6. Über ähnliche Themen habe ich mich schon öfter ausgelassen.
    Aus Zeitgründen hier nur der Link auf meinen neuesten diesbezüglichen Blogeintrag:
    https://auschfrei.wordpress.com/2016/07/28/studie-zu-frauenfoerderung-und-gruendungen/

  7. Beruf ist ja die eine Sache Wenn Frauen aber wirklich an etwas Interesse haben, dann könnne sie durchaus ehrgeizig sein. Siehe Emma Sulkowitz oder Kesha
    http://www.spiegel.de/panorama/leute/kesha-gegen-dr-luke-klage-in-kalifornien-fallen-gelassen-a-1105734.html

    • Ehrgeizig im Doofsein?

      • Im weibliche Ehre verteidigen und ihre Empfindungen gegenüber der ganzen Welt verteidigen.

        • Eigentlich ist das nur die Umschreibung von „Auf dem Sofa Sitzen, Chips beim Fernsehen knabbern und gedankenverloren am Geschlechtsteil rumspielen“.

        • Korrigiere grep -s/Fernsehen/Twitter/g

        • Ich dachte das wäre die Hauptfreizeitbeschäftigung von MGOTW u.ä.

  8. Ich habe nie verstanden, warum Feministinnen nicht auf diese Art Werbung für die MINT Studiengänge/Berufe machen: „hey Frauen. Schaut ihr seid gut in diesen Sachen und habt ausgezeichnete Chancen später erfolgreich zu sein.“
    Stattdessen wird halt wirklich nur das Bild der frauendiskriminierenden Männerdomäne gezeichnet, was halt aber wirklich nicht der Realität entspricht.

    • „Ich habe nie verstanden, warum Feministinnen nicht auf diese Art Werbung für die MINT Studiengänge/Berufe machen: …“

      Machen sie ja – sagen sie.
      Aber es gibt da die gläsernen Decken, gegen die sie stoßen und die Seilschaften, mit denen Männer die Frauen von den MINT-Fächern fernhalten.

      Dieses Märchen erzählen die Feministinnen seit über 30 Jahren.
      Eigentlich glaubt es kein Mensch außerhalb der Lesbenforen, aber andererseits ist es natürlich ein willkommenes Alibi für die eigene Trägheit, die Frauen in Wirklichkeit daran hindert, in der lukrativen Technologie weiterzukommen.

  9. Laaaaangweilig
    Aaaaaaaaaaaallllllllllllllltttttttttt


    Einer der bekanntesten Fälle des Simpson-Paradoxons tauchte auf, als die University of California, Berkeley verklagt wurde, weil Frauen offenbar geringere Chancen auf einen Graduierten-Studienplatz hätten als männliche Bewerber. Die Zahlen für Herbst 1973 zeigten, dass mehr Männer als Frauen zugelassen wurden – die Differenz war so groß, dass sie nicht mehr durch Zufall zu erklären war:

    In Worten: Neunzehnhunderdreiundsiebzig.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Simpson-Paradoxon

    Scheiß Patriarchat.

  10. Als Faustregel kann man wirklich alles was Feministinnen behaupten und als Erklärungsmodell hernehmen und in der Wirklichkeit dann das genaue Gegenteil beobachten.

    Auch heute bei Genderama:

    In den „Schulungen“ wird dann prophylaktisch, zur Absicherung des Unternehmens, jede Kleinigkeit – und sei sie juristisch noch so weit von Belästigung oder Diskriminierung entfernt – als Grenzüberschreitung dargestellt. Bei den Mitarbeitern führt das nachweislich zu Misstrauen gegenüber Frauen. Frauen werden als latente Bedrohung wahrgenommen – nur nichts Falsches sagen, immer vorsichtig sein …

    In der Folge begegnen Männer Frauen mit eher mehr Vorbehalten als ohne diese Anti-Sexual-Harrasment-Trainings. Frauen werden damit subtil aus den männlichen Netzwerken erst recht ausgeschlossen – nicht weil die Männer das böse meinen, sondern weil sie sich selbst schützen wollen.Das Verhalten der Männer ist in diesem Falle aber alles andere als sexistisch. Es ist eine völlig rationale Reaktion auf diese Anti-Sexual-Harassment-Bewegung.

    http://genderama.blogspot.de/2016/08/vermischtes-vom-2-august-2016.html

    Einmal soll die Akzeptanz von Frauen vergrößert werden und gleichzeitig soll es Frauen möglich sein bei jedem Furz gleich einen Mann wegen sexueller Belästigung in Schwierigkeiten zu bringen. Denken die wirklich das Männer ihr Wissen über Frauen nur aus irgendwelchen Schulbüchern in der Schulzeit haben und seit dem auch nicht mehr erweitern?

    Feministinnen erreichen mit ihren Menschenverbesserungsprogrammen genau das Gegenteil. Die machen sich aber ja auch keine Mühe, die Beweggründe von Männer mal zu erfragen oder sich mal in deren Position zu versetzen. Da wird dann lieber der eigene Hass aufs andere Geschlecht und das was die Feministin selbst tun würde, wenn sie Macht hat, auf Männer projiziert.


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