Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 26. Juli 2016

Homosexualität und Ausweichsexualität

Auf seiner Seite Schantall und Scharia führt der ohnehin für einige noch zu besprechende Texte gute Fabian Köhler aus, warum der Islam zwar einiges an Homophobie, aber gleichzeitig auch einiges an Offenheit für Homosexualität zu bieten hat. (Exkurs: Eine differenzierte Betrachtung von einem intersektionalen Feministen, man wünschte sie würden das auch mal auf andere Bereiche übertragen, etwa: „Warum Männlichkeit zwar viele schlechte, aber auch gute Seiten hat, aber das ist bei einer „Tätergruppe“ nicht zu erwarten).

Sein Fazit ist:

Homophobie hat etwas mit Islam zu tun. Zu dieser Feststellung gehört aber auch ihr Gegenteil: Auch heute noch ist es für einen Heranwachsenden in der islamischen Welt viel wahrscheinlicher gleichgeschlechtliche Erfahrungen zu machen als für seine Altersgenossen im vermeintlich liberalen Westen. Islam bedeutet Gruppenmasturbation und Oralsex mit den pubertierenden Kumpels. Islam, das sind Männer, die Hände haltend arabische Straßen entlanglaufen und sich mit Küsschen überschütten. Islam ist Hamam-Besuch – nicht zur zum Baden. Islam bedeutet für Millionen von Menschen eine gleichgeschlechtliche Intimität, die für die meisten christlich-westlichen Heteros unvorstellbar ist.

Das alles macht die Toten von Orlando nicht wieder lebendig. Und es ändert auch nichts an der Verfolgung von Homosexuellen in der islamischen Welt, nichts an dem religiös legitimierten Hass, den sexuelle Komplexen, den Vorurteilen. Es ändert nichts daran, dass es Menschen immer wieder schaffen werden, die Welt tiefschwarz erscheinen zu lassen. So schwarz wie die Fahne des IS, zu dem sich Omar Mateen bekannte. Aber es erinnert daran, dass sie damit nicht recht haben: Die Welt ist bunt wie die Regenbogenfahne. Auch die islamische.

Ich möchte dabei gar nicht über den Islam diskutieren, sondern eher der Frage nachgehen, wie es dazu kommt, dass bestimmte Gesellschaften oder Gruppen einen anderen Zugang zur Homosexualität entwickeln.

Das Thema ist schon deswegen interessant, weil es auch gerne als Gegenargument zu einer biologischen Grundlage des sexuellen Begehrens (siehe hier Punkt 5) angeführt wird: Andere Kulturen oder Gruppen in der Zeit hätten eben dieses Problem nicht gehabt und wären ganz selbstverständlich für Homosexualität als Bestandteil ihrer Sexualität offen gewesen. Die Unterdrückung dieser Homosexualität hin zu einer „Zwangsheterosexualität“ sei ein Zeichen der modernen westlichen Gesellschaft, die Homophobie fördere

Etwas in dieser Art kommt sehr häufig als Argument und auch als Beleg dafür, dass viele Menschen homosexuelle Neigungen haben. Übliche Argumente sind auch, dass Seeleute, Söldner, Gefangene oder andere Gruppen abseits des überwachenden Einflusses der Gesellschaft eben immer wieder eine Kultur entwickeln würden, bei dem Homosexualität gelebt wird. Auch die alten Griechen oder die afghanische Gesellschaft werden hier gerne angeführt.

Meine Vermutung zur Erklärung dieser Phänomene wäre eine andere:

  • Wir sind mit einer bestimmten Ausrichtung geboren, die zumeist Heterosexuell ist, aber auch Homosexuell oder andere Mischformen umfasst.
  • Wir finden gemäß dieser Ausrichtung Menschen attraktiv. Diese lässt sich nicht ändern.
  • Wir finden unabhängig davon Stimulationen unser Genitalien anregend und das gerade von einer anderen Person. Blasen oder Analverkehr oder lesbische Praktiken können dabei weitaus erregender sein als Selbstbefriedigung
  • In Gesellschaften, die einem die Ausübung unverbindlichen Sex stark erschweren wird es immer wieder zu Ausweichverhalten kommen. Das kann dadurch erfolgen, dass man sich selbst befriedigt, beispielsweise unter Zuhilfenahme von Pornos zur Reizerhöhung. Oder eben zu einem Ausweichen auf Gleichgeschlechtliche.

Folge wäre, dass solche Praktiken wie oben geschildert verstärkt in technisch rückständigeren Gesellschaften (kein Internet, wenig privater Zugriff auf einen Computer, verengte Lebensverhäktnisse) und in solchen Gesellschaften, die die Sexualität besonders einschränken auftreten müsste (ein Gruppenwichsen lohnt sich nicht, wenn man die Option hat, dass es ein sexuell interessanter Partner übernimmt, ist aber ganz klar, dass man dazu heiraten muss, wird es eine realere Option, ebenso dann, wenn man zB in einem Jungeninternat ist oder anderweitig der Kontakt zu Frauen stark eingeschränkt ist). Es bliebe dabei, dass die Anzahl der tatsächlich Homosexuellen relativ gering bleibt. Allgemeine homosexuelle Praktiken würden sich nach dieser Theorie in moderneren Gesellschaften eher nicht durchsetzen.

Evtl könnte ein solche Verhalten auch dadurch begünstigt werden, dass Homosexualität so verpönt ist, dass Signale wie „Händchenhalten“ damit nicht in Verbindung gebracht werden und evtl auch „Ausweichsexualität“ damit nicht in Verbindung gebracht wird, weil es aufgrund der Knappheit anderer sexueller Möglichkeiten eben nicht als Begehren des anderen, sondern nur als Sexualität angesehen wird (was beispielsweise zu dem Bild passt, dass in afghanischen Bergen der Lustknape durchaus noch eine Verbreitung hat, der Vorwurf der Homosexualität aber dennoch als Beleidigung angesehen wird).

Sehr starke patriarchale Gesellschaften, wie es viele islamische sind, und eine Betonung der Heterosexualität würden also evtl dieses Klima schaffen. Sexuelle Freiheiten hingegen würden die Heterosexualität fördern.

Hier auch noch ein interessanter Teil aus einem Buch über den Umgang mit Homosexualität im Islam:

“As with so much else in the sexual realm, Islamic norms differ profoundly from Western ones. The authors establish several points:

(1) Islam treats homosexuality far less harshly than does Judaism or Christianity.

(2) Sex between men results in part from the segregation of women and in part from the poetic and folk heritage holding that the penetration of a pretty boy is the ultimate in sexual delight.

(3) Sex between men is “frowned upon, but accepted” so long as the participants also marry and have children; and also if they keep quiet about this activity.

(4) The key distinction is not hetero vs. homosexual but active vs. passive; men are expected to seek penetration (with wives, prostitutes, other males, animals); the only real shame is attached to serving in the female role.

(5) Youths usually serve in the female role and can leave behind this shame by graduating to the male role.

(6) The great Muslim emphasis on family life renders homosexuality far less threatening to Muslim societies than to Western ones (Muslim men seeking formally to marry each other remains unimaginable).”

Die Betonung, dass man der „Aktive“ sein sollte spricht ebenfalls dafür, dass es nicht einfach eine Akzeptanz der Homosexualität ist, sondern eher eine Ausweichsexualität, bei der einer die Rolle der „Ersatzfrau“ übernehmen muss. Es wird schlicht als etwas gesehen, was man macht, um seinen Trieb auszuleben, nicht als etwas, was eine Beziehung zu einer Frau ersetzt. Eine höhere Offenheit aus dem Bereich mag auch dadurch entstanden sein, dass die Möglichkeit zur Vielehe eine Frauenknappheit begünstigt und damit Ersatzhandlungen attraktiver macht.

 

Advertisements

Responses

  1. Das Gefägnisinsassen auch öfter temporär „schwul werden“ stösst ja ins gleiche Horn.

  2. Wenn man in Betracht zieht, dass der Hauptzweck des Islams die Erzeugung und Gehirnwäsche von furchtlosen Kriegern ist, macht das ganze Sinn. Wenn du deine Pflicht erfüllst, ist der Rest nicht so wichtig.

  3. @Christian

    Du schreibst, der Eingangstext von Fabian Köhler sei „Eine differenzierte Betrachtung von einem intersektionalen Feministen“ und damit bist du leider einer bloßen Behauptung aufgesessen.

    Alle Befunde, die er dem „Islam“ zuschlägt, wie z.B. „Islam, das sind Männer, die Hände haltend arabische Straßen entlanglaufen und sich mit Küsschen überschütten.“ haben mit der Religion nichts zu tun.

    Beweis: Wo sind die von ihm Suren, die sich unmittelbar Handlungen anweisend auf diese Handlungen beziehen?
    Kann er auch nur einen einzigen religiösen Text vorweisen, der den Umgang von Männern in der islamischen Welt kodifiziert?

    Den Zusammenhang von Religion und Verhalten hätte er im Einzelfall zu belegen, statt ihn bloß zu behaupten.

    Was Köhler tut, ist typisch postmodernes Denken, auf der Erscheinungsebene Verhalten zu beobachten und diese per Analogieschluss einem vermeintlichen Wesen eines Geschlechts, einer Religion, einer Gesellschaft zuzuschreiben.

    Dabei entstehen dann mehrfache Idiotien wie diese hier: „Islam bedeutet für Millionen von Menschen eine gleichgeschlechtliche Intimität, die für die meisten christlich-westlichen Heteros unvorstellbar ist.“

    1. Warum ist das soziologisch eine Idiotie?

    Weil Männer in Ägypten, die zur Minderheit der koptischen CHRISTEN gehören, sich GENAUSO verhalten (geschätzt sind laut Wiki zwischen 4-15% der ägyptischen Bevölkerung Christen).

    Was er also *einer* Religion zuschlägt kann mit dieser wenig zu tun haben, wenn sich Gläubige einer anderen *ebenso* verhalten.

    2. Warum ist das politisch und theoretisch eine Idiotie?

    Weil in seinem Bemühen, dem „christlich-westlichen-Hetero“, etwas gaaaaanz anders gegenüber zu stellen, eine religiös *homogene* Gesellschaft in seinem Kopf entsteht, die sich keinen Jota von der rechten Version des „christlichen Abendlandes“ unterscheidet.

    Was macht er eigentlich mit den Bewohnern der ehemals sozialistischen, was mit den Atheisten in den „westlichen“ Staaten?
    Gibt es also doch eine „christliche Leitkultur“ unter der diese subsumiert werden können?

    An diesem Beispiel kann man wunderbar nachvollziehen, dass der vorgebliche Kampf der Poststrukturalisten gegen „Dichotomien“ ein Scherz ist. Vorzugsweise sind sie bemüht, immer wieder neue aufzubauen und aus diesen Kapital zu schlagen.

    Allein der Begriff „westlich-hetero“ wäre als der Dummbratz schnellstens entlarvt der er ist, kontrastiert man ihn mit dem Gegensatzpaar „östlich-homosexuell“.
    Hat irgendwer Beispiele für TYPISCH „östlich-homosexuelles“ Verhalten parat?

    3. Warum ist das historisch eine Idiotie?

    Noch vor 400 Jahren war es keinerlei Problem für einen Mann, in einem „christlich-westlichen“ England 154 Liebesgedichte zu schrieben, die einem Mann gewidmet waren und sich ganz offensichtlich an ihn richteten:

    „Ein Mädchenantlitz gab dir die Natur,
    du Herr und Herrin meiner Leidenschaft,
    ein weiblich Herz auch, doch so zärtlich nur,
    nicht falsch wie Weibesherz und flatterhaft.
    Und heller strahlt dein Blick und ruhiger kreist er,
    vergoldend jedes Ding, darauf er ruht,
    und deine Farbe, aller Farben Meister,
    berauscht die Männer, reizt der Frauen Blut.
    Als Weib warst du gedacht; im Schaffensspiel
    hat die Natur sich in ihr Werk verliebt,
    sie schenkte dir den einen Reiz zuviel,
    der dich mir raubt, mir keinen Nutzen gibt.
    So für die Frau geschaffen, gib denn ihr
    der Liebe Lust und deine Liebe mir“.

    Wäre Homoerotik nur dem Islam zuzuschlagen, dann stellt sich die Frage, wieso die Sonnette von Shakespeare zum Literaturkanon der „christlich-westlichen“ Welt gehören konnten, statt auf dem Scheiterhaufen zu landen.

    D.h. ganz offensichtlich sind männliche Verhaltensweisen, die Köhler „christlich-westlich“ ERSCHEINEN erst sukzessive zu dem GEWORDEN, was sie heute sind.

    Diesen historischen PROZESS hätte er jedoch zu erklären, statt sich in der Manier eines Hütchenspielers in der Konstruktion alberner Dichotomien zu ergehen, auf deren Grundlage er Pseudo-Erklärungen anbietet, die gar nichts erklären.

    Gruß crumar

    • „Du schreibst, der Eingangstext von Fabian Köhler sei „Eine differenzierte Betrachtung von einem intersektionalen Feministen“ und damit bist du leider einer bloßen Behauptung aufgesessen.“

      ich fand einfach den Umstand, dass einmal trotz der „Gruppentheorie“ des intersektionalen Feminismus mit einer recht klaren Einteilung in Gut und Böse, Opfer oder Täter, recht erstaunlich, dass hier innerhalb einer Ebene eine gemischte Wertung erfolgte. Sicherlich: Es wäre wohl auch kaum möglich gewesen zu behaupten, dass der Islam Homosexuellenfreundlich ist und es ist etwas ein „eigentlich ist der wahre Islam gut, er wird nur falsch ausgelegt“ Argument, aber ein entsprechender Ansatz „eigentlich sind die Männer die schlechten, aber verschiedene Sachen machen sie auch besser“ ein geradezu unerhörter Fortschritt (weil bisher Männer nur gut sein können, wenn sie sich nicht männlich verhalten)

      Inhaltlich halte ich die Texte von Köhler für sehr schlecht. Er ist ein Fanatiker, der Männer, vermutlich gerade weiße heterosexuelle Männer hasst. Es ist erstaunlich, dass er ein vergleichbar großes Publikum hat, beispielsweise ca. 4400 Follower bei Twitter

      • „Es ist erstaunlich, dass er ein vergleichbar großes Publikum hat, beispielsweise ca. 4400 Follower bei Twitter.“

        Ich weiss nicht, das ist genau das, was mich am wenigsten überrascht. Hass auf weisse Männer und sich selbst wird in der regressiven Linken ja nicht erst seit gestern als „emanzipiert“ und „fortschrittlich“ gelesen.

        Ein Spannungsfeld dürfte da maximal die Opferhierarchie zwischen islamischen Männern und weissen Frauen darstellen; dort haben sie auch immer das Problem; dass sie mit der innerhierarchischen Konkurrenz des Rassismus gegenüber Sexismus umgehen müssen.

      • 1) Die katholische Kirche ist doch geradezu ein Hort für Homosexuelle und Kabenpädophile. Insider berichten, dass es im Vatikan 75% Homosexuelle gibt und viele davon Schuld daran sind dass die katholische Kirche heute im A….. ist. Der Kult katholische Bilder zu malen die eine erotische Komponente haben ist gewusst. Viele leben heute aktiv in Sünde.

        2) Die Natur verlangt es von unterlegenen Männchen sich rituell vom Alpha f….. zu lassen, jedenfalls in verschiedenen Affen- und Menschheitskulturen.

        3) Viele pubertäre Jungs sind noch nicht sexuell festgelegt. Entweder hat die Natur hier ein Roulettespiel ersonnen oder die Hormone haben ihre Aufgabe noch nicht vollständig erfüllt.

        4) Es gibt sexuelle Perversionen, die die unerträgliche „Lustlosigkeit“ der heterosexuellen Beziehungen etwas aufpeppen Dazu zählt wohl auch Sex mit einem Mann oder einem Zwitter oder oder oder

        Wie schon mehrmals erwähnt erlischt die sexuelle Attraktivität bei der Frau für ihren geliebten männlichen Mensch schon nach mindestens 2 Jahren auf Null, Zero, Nada, Frigipsychose…… A qui la faute????

    • Alle Befunde, die er dem „Islam“ zuschlägt, (…) haben mit der Religion nichts zu tun

      Treffer und versenkt!

    • Sehr gut, crumar, danke.

      • Das könntest Du auch. Ich glaub an Dich 🙂

    • @ Crumar „Allein der Begriff „westlich-hetero“ wäre als der Dummbratz schnellstens entlarvt der er ist, kontrastiert man ihn mit dem Gegensatzpaar „östlich-homosexuell“.“ Noch ein kleiner Zusatz: Wenn gleichgeschlechtliche Erfahrungen „auch heute noch (…) für einen Heranwachsenden in der islamischen Welt viel wahrscheinlicher“ sind als in der westlichen, dann hat das seinen wesentlichen Grund ja in einer starken Trennung der weiblichen und der männlichen Sphären, und in einer rigiden Kontrolle insbesondere der weiblichen Sexualität.

      Diese durchaus mörderische Geschlechterapartheid versucht Köhler nun als etwas irgendwie Positives, Offeneres zu verkaufen, als eine Art urwüchsige queere Tradition, die der westlich-christlich-heterosexuellen Kultur gegenübersteht. Dafür ist der Begriff „Dummbratz“ noch sehr freundlich.

      • @Lucas

        Ok, du weißt, wie sehr ich diese Staaten liebe und wie oft ich mich dort befinde.

        Du sagst, es gäbe eine „mörderische Geschlechterapartheid“ und das ist durchaus zutreffend.
        Es ist für einen durchschnittlichen, heterosexuellen Mann zutreffend, Sexualität in genau einem Kontext zu erleben: Ehe.

        Stell dir einfach vor, deine allererste Freundin, mit der du sexuelle Erfahrungen hast sammeln dürfen, wäre die letzte Frau in deinem sexuellen Leben gewesen.

        Das ist – für uns – der Horror!
        Aber alle jungen arabischen Männer, mit denen ich geredet habe, haben mir gesagt: „Das ist nicht wie bei EUCH, eine Freundin zu haben.“
        Die kennen den Unterschied sehr genau.

        Wenn ich mich als Mann ohne Frau und Kinder präsentiere, dann ist die Reaktion nicht das patriarchale Ammenmärchen, sondern: „Du bist also frei!“ und dann grinsen wir wissend.

        Es gibt für mich keinen Anlass für Häme gegenüber diesen Männern. Die weibliche Sexualität wird reglementiert?
        Nope. Die weibliche Sexualität hat ein Preisschild.
        Eines der letzten Aktionen des Gaddafi-„Regimes“ war, jungen Männern einen Kredit zu gewähren, damit diese überhaupt heiraten können.

        Wie erbärmlich ist das denn?
        Möchte irgendwer aus diesem Forum tauschen?

        Aber anders herum: Was hat McKinsey denn bei „uns“ gemessen außer NOTSCHWUL?!
        Das ist wirklich nicht lange her.
        Kennst du noch den Spruch: Sie MUSSTEN heiraten?
        Wegen schwängern und so…

        Die Existenz der „westlich-christlich-heterosexuelle Kultur“ war einmal Anlass, sich von ihr zu verabschieden – und zwar von Jungs und Mädels, die eben IN dieser sozialisiert worden sind.
        Und wir hatten gemeinsam eine Menge Spaß.
        Es ist schade, dass das alles vorbei ist.

        Seitdem ist die Sexualmoral wieder repressiver geworden und der Steigbügelhalter der „modernen“ Repression der Sexualität heißt Feminismus.
        Es führt wieder zu dem, was die arabischen Männer nur zu gut kennen: Sexualität = Preisschild.

        „Feminismus“ ist bürgerliche Re-Regulierung von Sexualität.
        Und nicht umsonst soll nach dem Vorschlag des DJB konsensueller Sex erst ab 18 stattfinden.
        Ciao, Jugendsexualität!

        „Unter der Talarin der Muff von 1000 Jahren!“

        Gruß crumar

  4. @Christian

    Was bedeutet „intersektionaler Feminismus“ genau? Multidiskriminierung? Mehr Diskriminierung als „Hispanos“, „Blacks“, „White men“, Kinder?

    Ich habe schon viel hier davon gelesen, habe jedoch den Eindruck, dass immer ein anderer Aspekt gemeint ist. Wäre es nicht übersichtlicher, immer genau zu erklären, welchen Teil dieses i-Feminismus man anspricht, kritisiert oder verteidigt?

    Oder könnte man sich auf eine immer gültige Definition für dein Blog festlegen?

    Sorry, vielleicht bin ich auch einfach zu blöd …..

    • @yeph

      Aus meiner Sicht bedeutet es, dass man verschiedene „Diskriminierungsgruppen“ nach Merkmalen wie Geschlecht, Rasse, Aussehen, Klasse, Behinderung gebildet werden und diese sich jeweils untereinander beeinflussen können. Eine schwarze Frau wäre „doppeldiskriminiert“ und daraus kann sich im Zusammenspiel ein „mehr“ ergeben

      • ok, nur in diesem Zusammenhang:

        Exkurs: Eine differenzierte Betrachtung von einem intersektionalen Feministen, man wünschte sie würden das auch mal auf andere Bereiche übertragen, etwa: „Warum Männlichkeit zwar viele schlechte, aber auch gute Seiten hat, aber das ist bei einer „Tätergruppe“ nicht zu erwarten).

        Habe wohl wieder zu ungenau gelesen sorry!!!!!

        (So, genug Verwirrung angerichtet, sorry!!!!!!)

      • aber noch was zur schwarzen Frau: sie kann auch doppelt verschont oder bevorzugt werden.

  5. Wir crumar schon sagte, sind die von Köhler dem Islam zugesschlagenen Verhaltensweisen nicht religiös belegbar. Das Verhältnis des Islam zur Homosexualität ist recht eindeutig.

    Koran:

    Quran (7:80-84) – „…For ye practice your lusts on men in preference to women: ye are indeed a people transgressing beyond bounds…. And we rained down on them a shower (of brimstone)“

    Quran (7:81) – „Will ye commit abomination such as no creature ever did before you?“

    Quran (26:165-166) – „Of all the creatures in the world, will ye approach males, „And leave those whom Allah has created for you to be your mates? Nay, ye are a people transgressing“

    Quran (4:16) – „If two men among you are guilty of lewdness, punish them both. If they repent and amend, Leave them alone“

    Hadithe:

    Abu Dawud (4462) – „Whoever you find doing the action of the people of Loot, execute the one who does it and the one to whom it is done.“.

    Abu Dawud (4448) – „If a man who is not married is seized committing sodomy, he will be stoned to death.“

    Bukhari (72:774) – „The Prophet cursed effeminate men (those men who are in the similitude (assume the manners of women) and those women who assume the manners of men, and he said, ‚Turn them out of your houses .‘ The Prophet turned out such-and-such man, and ‚Umar turned out such-and-such woman.“

    al-Tirmidhi, Sunan 1:152 – „Whoever is found conducting himself in the manner of the people of Lot, kill the doer and the receiver.“

    Reliance of the Traveller, p17.2 – „May Allah curse him who does what Lot’s people did.“

    https://www.thereligionofpeace.com/pages/quran/homosexuality.aspx

    Islam-Apologeten nehmen Gedichte und gleichgeschlechtliche Intimität als Beweis für Toleranz gegenüber Homosexualität in der islamischen Welt ohne zu berücksichtigen, dass man dies historisch ebenfalls im westlichen Kulturkreis finden kann: Gedichte wie das von Shakesspeare, oder die Episode von David und Jonathan in der Bibel. Gruppenmasturbation unter Jungen war in den 50ern weiter verbreitet als heute. Heißt das, die 50er waren toleranter gegenüber Homosexualität als die 2000er?

    Durch die Bank weg wird man in der Historie auf homosexuelle Begebenheiten in Situationen finden, in der Männer gezwungenermaßen unter sich waren, von Internaten, über Armeen bis hin zum Gefängnis.

    Ausweichsexualität scheint da die logischste Erklärung zu sein. Es ist unverständlich, warum dieses Konzept von Köhler et al nicht in Erwägung gezogen wird. Männer vögeln zur Not mit Staubsaugern. Warum dann nicht auch mal mit Männern?

    Ist letzteres Homosexualität? Ja. Ist es Homosexualität im Sinne von Homophilie? Nein. Für das bräuchte es nämlich mehr: Ein romantisch-emotionales-sexuelles Begehren, das ausschließlich oder überwiegend auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist.

    • aha, ein Schläfer

    • ok, nur in diesem Zusammenhang:

      Exkurs: Eine differenzierte Betrachtung von einem intersektionalen Feministen, man wünschte sie würden das auch mal auf andere Bereiche übertragen, etwa: „Warum Männlichkeit zwar viele schlechte, aber auch gute Seiten hat, aber das ist bei einer „Tätergruppe“ nicht zu erwarten).

      Habe wohl wieder zu ungenau gelesen sorry!!!!!

    • @adrian

      „Ausweichsexualität scheint da die logischste Erklärung zu sein. Es ist unverständlich, warum dieses Konzept von Köhler et al nicht in Erwägung gezogen wird. Männer vögeln zur Not mit Staubsaugern. Warum dann nicht auch mal mit Männern?
      Ist letzteres Homosexualität? Ja. Ist es Homosexualität im Sinne von Homophilie? Nein. Für das bräuchte es nämlich mehr: Ein romantisch-emotionales-sexuelles Begehren, das ausschließlich oder überwiegend auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist.“

      Wenn man dringend Argumente dafür braucht, dass Heterosexualität böse und Unterdrückung ist, dann wirft einen Ausweichsexualität eben eher zurück.

      • Das ist das Eine. Das Andere ist das zwanghafte Bestreben, nicht mehr Minderheit zu sein, sondern eigentlich die Norm; eine Norm, doe nur von allen anderen unterdrückt wird. Und Unterdrückung gilt ja heute als chic und trendy.

    • vermutlich haben sie einfach irgendwie kapiert, dass man Männer nicht von 0 bis 20, 30, 40, oder nie, je nachdem, wie lange sie brauchen, eine abzugreifen, sexlos halten kann.
      Aber das es im Kora steht und Allah nicht kritisierbar ist und alles weiß wie er seinen Menschen konzipiert hat, darf man es nicht ändern oder hinterfragen.
      Noch dazu dürfte das Phänomen sehr verbreitet sein, sodass eine Strafverfolgung kaum lohnt.
      Stellt euch vor, es würden alle in Deutschland geschlossen schwarzfahren. Einfach alle kaufen nie wieder ein Ticket. Würden dann ein paar Millionen Inkassobescheide losgeschickt?
      Also tut man eben mehr oder weniger so als gäbe es das Phänomen nicht oder ist vielleicht sogar ganz froh, dass sie sich irgendwie versorgen und die Frauen in Ruhe lassen (wobei sie das ja oft nicht tun, siehe Ägypten usw.) Sich mit Ungereimtheiten auseinanderzusetzen könnte auch anstrengend sein.

    • Passend zum Thema:

      ALLES HETEROS SIND HOMOPHOB – ALLE!!!!!!

      http://www.gwi-boell.de/de/2016/07/22/alle-heteros-sind-homophob-eine-kleine-erklaerungshilfe

  6. Zwei Kommentare sind wohl wegen Schreibfehler in der E-mail-adresse im Filter hängen geblieben. Bitte freischalten 🙂

    Pllllllllease

  7. Danke Danke Danke

  8. „Differenziert“ hieße: manche überwiegend islamische Staaten, Länder oder Kulturen haben oder hatten ein tolerante Einstellung zur Homosexualität, sei es, weil sie pragmatischerweise Ausweichsexualität duldeten, (gleichgeschlechtliche ledige Jugendliche, die was miteinander haben, begehen technisch gesehen keinen Ehebruch und können dabei auch nicht schwanger werden), sei es, weil im Koran nicht explizit steht, dass man Homosexuelle steinigen soll, oder weil man ganz einfach davon ausgeht, dass Homosexualität nur eine „Phase“ sei, manche haben oder hatten eine sehr ablehnende Einstellung dazu. Andere liegen irgendwo dazwischen.
    Individuen aus allen diesen islamischen Kulturen können persönlich eine andere Meinung zu dem Thema haben als ihre jeweilige Gesellschaft.

    Die Lehre ist, dass es ein Vorurteil ist, islamische Menschen seinen immer und überall intoleranter als „wir im Westen“.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: