Safe Space vs. die Fähigkeit zu einer Diskussion

Ein Professor spricht sich gegen Safe Spaces und für eine Diskussionskultur aus:

“I suppose they’re trying to build a less aggressive space, which I understand – modern discourse is polarised.

“But university is supposed to be a place where civilised debate takes place. If not in the university, then where do you debate the most difficult questions? So, I disagree very profoundly with the idea that there’s such a thing as a safe space intellectually at a university. It’s nonsensical to me.”

He then added:  “The point of university is to build an intellectual armoury. You should expect that you’re not going be abused by a shouting loudmouth – you wouldn’t want modern political discourse to be brought off Twitter and into the student union. I understand why they don’t want that and they’re right not to want that.”

Die Idee, dass man andere Ideen aushalten können muss und das man auch diskutieren lernen muss, dass ist etwas, was im modernen Feminismus vollkommen undenkbar ist. Es wird dort bereits unterteilt in Ideen, die man diskutieren darf und solche, die man nicht diskutieren darf. Und alles, was in diesem Sinne unter „Nicht diskutierbar“ fällt, dass wird eben kurzerhand zu Hass erklärt und darf damit verboten werden.

Dass man sich abhärten muss, um Diskussionen führen zu können, das wäre „Verantwortungsverlagerung auf das Opfer“ wenn man es aus der Sicht des modernen Feminismus betrachtet. Und deswegen kommt ihnen diese Idee, dass man gegen Meinungen, die man bereits als moralisch falsch befunden hat, auch noch Argumente vorbringen soll wohl falsch vor.

Aus meiner Sicht hat er aber vollkommen recht: Nirgendwo in der realen Welt gibt es einen solchen Safe Space und man sollte die Argumente bereit haben und hinterfragen, die die eigene Meinung stützen.