Selbermach Samstag 194 (09.07.2016)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

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131 Gedanken zu “Selbermach Samstag 194 (09.07.2016)

  1. Junge Frauen und Gleichberechtigung
    „Der Beruf meines Mannes ist wichtiger“

    Wie ticken junge Frauen zwischen 18 und 40? Wie empfinden sie ihr Leben als Mutter, als Partnerin, als Arbeitnehmerin? Was macht sie wütend auf die Politik?

    („Für die Studie interviewte Wippermann 520 Frauen und 513 repräsentativ ausgewählte Männer. Die Befragung fand im Frühjahr 2015 statt.“ Was die Männer wollen, ist natürlich unwichtig, weil wir in einem Patriarchat leben in dem alles schon für Männer gemacht wurde.)

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/frauen-familie-beruf-von-gleichberechtigung-weit-entfernt-a-1101874.html

    Bemerkenswert fand ich das:

    Weil sie fürchten, ihre eigenen beruflichen Ziele aufgeben zu müssen, verschieben die jungen Frauen dieses Milieus die Familiengründung bis nach dem 30. Lebensjahr. In den ersten Berufsjahren steigen sie also laut Untersuchung „in gleicher Weise und in gleichem Tempo wie Männer beruflich bis in mittlere Führungspositionen auf und – wenn sie keine Kinder haben – auch in höhere (Führungs-)Positionen“.

    und dann im gleichen Text:

    Als eine der größten Ungerechtigkeiten wird (von Frauen) die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen wahrgenommen.

    In den Kommentaren kommt dann wieder das bekannte „Männer haben Angst vor Frauen die mehr verdienen“ und nur deswegen erwarten Frauen anscheinend dass der Mann mehr verdient wie sie selbst. Ja-ja, Frauen selbst haben mit dieser Dynamik natürlich nichts zu tun.

    Diese Beziehungskonstellationen gehören nur zu den unstabilsten überhaupt, weil in der Mehrzahl die Frauen diese aufgrund der Unzufriedenheit des Mannes beenden – nich wahr?

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3347912/

    Wie soll es auch anders sein…

    😉

    • Bemerkenswert fand ich, dass in keinem leitmedium die antworten der 513 befragten Männer erwähnt bzw. Besprochen wurden.

      Ich hatte noch keine Zeit mir die Studie anzuschauen. Wurden die etwa nach ihrer oder der Lebenstitutation IHRER Partnerinnen befragt, wie es det Studientitel suggeriert?

    • Man müsste nur die DDR Zeiten wieder ausrufen und alles wäre bestens. Da gingen praktisch alle Frauen arbeiten, Kinderbetreuung war gratis und allen ging es etwa gleich schlecht.

      • Tatsächlich erkenne ich in der Geschlechterdebatte zunehmend sozialistische Werte wieder.

        Es ist dieser Gedanke durch eine Erziehung von oben die Gesellschaft so zu formen, das diese gerecht wird. Schlüssel hierfür ist das Paradoxon, das gerade durch Zwangsmaßnahmen individuelle Freiheit (Freiheit der Lebensentwurfswahl) hergestellt werden soll. Gleichberechtigung soll also durch Zwang hergestellt werden. Siehe nur die Quotendebatte oder Vorschläge wie Zwangs-Elternzeit für Männer. Siehe das hineinschreiben von Diskriminierungsdefinitionen ins Gesetz die gar nicht von den Menschen geteilt werden (Diskriminierungsstelle des Bundes). Noch nicht wohlgemerkt. Eine Freudenberg lässt sich von Aspekte gestern Interviewen ubd sagt so etwas wie „Durch den neuen 177 wird nichts besser, aber darum geht es auch nicht. Man möchte eine Gesellschaftliche Debatte anregen“.

        Recht orientiert sich nicht mehr am Menschen, sondern der Mensch hat sich am Recht zu orientieren, damit wir endlich erlöst werden. Damit wir alle zum Besser-Menschen werden.

        Das ist Sozialismus in neuem Gewand. Früher Arbeit und Kapital heute Gender und Feminismus.

      • Ist Frau Schwesig nicht im Osten Groß geworden?
        So 10 Jahre DDR müsste sie ja noch mitbekommen haben oder wie alt ist die Bundesbarbie eigentlich?

  2. Gad Saad liest einen Eintrag einer alten Facebookfreundin vor, die er wegen diesem Bullshit-Eintrag entfriendet hat. ^^

    Die Frau schämt sich dafür weiß zu sein. Sie sagt sie ist nicht offen rassistisch, aber weil sie weiß ist, ist sie eben rassistsich. Usw.

    http://www.youtube.com/watch?v=8qMSyqjFIZA

    Die Leute kommen einfach nicht damit klar, dass es Länder gibt in denen mehrheitlich Weiße leben und das diese Menschen ihre Länder so gestaltet haben wie es für sie am besten passt und es für richtig halten.

    Wenn Nichtweiße das machen, ist das natürlich völlig in Ordnung. Bigot!

    Ein Hoch auf den Intersektionalismus! Jeder der jemand hassen will, findet dort was er sucht und wen es man selbst ist den man hasst.

    • „Die Leute kommen einfach nicht damit klar, dass es Länder gibt in denen mehrheitlich Weiße leben und das diese Menschen ihre Länder so gestaltet haben wie es für sie am besten passt und es für richtig halten.“

      Und dieser Länder stehen dann sich noch an der Spitze was Wohlstand, Freiheit und Lebensqualität betrifft.

      • Jo, und verständlicherweise kommen gerade deswegen auch viele Menschen in die Länder wo das letzte bösartige Raubtier auf der Erde wohnt, der weiße, heterosexuelle Mann, der alles mit seinen Menschenrechten und Freiheiten für Jedermann unterdrückt, um an dem Wohlstand, der Freiheit und der Lebensqualität teilzuhaben… aber dazu soll sich erstmal das System ändern und alles so werden wie in den Ländern aus denen man gefohlen/ausgewandert ist. Wir machen alles so wie früher, nur diesmal wird es richtig gemacht. Aber mit Sicherheit!

        Z.B. hier:

        Ehen mit Minderjährigen: Andere Länder, andere Sitten

        Das Oberlandesgericht Bamberg erkennt eine nach Scharia-Recht geschlossene Frühehe an – und löst damit eine heftige Debatte aus

        Die Welt ist ein Dorf. Das wussten schon unsere Großeltern. Globalisierung und weltweite Migration – auch ohne Flucht und Vertreibung – bestätigen tagtäglich diese alte Binsenweisheit. Mit unbestreitbar vielen Vorteilen. Doch manchmal stellt uns „Multi-Kulti“ auf eine harte Probe. Dann nämlich, wenn mit den Menschen Traditionen zu uns kommen, die unseren Vorstellungen und unserer Moral, unseren Sitten und Gebräuchen diametral entgegenstehen. Und deren Akzeptanz ganz nebenbei Ergebnisse sozialer Kämpfe um Jahrzehnte zurückwerfen würden.

        http://www.heise.de/tp/artikel/48/48703/1.html

        Terre des Femmes scheint da mit mir einer Meinung zu sein. Da bin ich wohl doch kein Nazi. 😉

  3. Über Genderama bin ich auf diesen Artikel hier gestoßen:
    http://www.heise.de/tp/artikel/48/48751/2.html
    Und darin wiederum über folgendes gestolpert:

    „Dazu passen schon nicht die Ergebnisse der repräsentativen Befragung des Bundesfrauenministeriums aus dem Jahr 2004, der zufolge 6% aller Frauen in Deutschland einmal in ihrem Leben oder häufiger vergewaltigt wurden.
    […]
    Über reine Vermutungen hinaus führt jedoch eine repräsentative Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 2011. Dies wurde von den Kriminologen Deborah Hellmann und Christian Pfeiffer näher analysiert. Zunächst einmal ergab dies mit 5,5% für sexuelle Gewalterfahrungen von Frauen insgesamt (also nicht nur Vergewaltigungen) eine deutlich niedrigere Quote als die Befragung im Auftrag des Bundesfrauenministeriums.

    Dieser Unterschied lässt sich zum Teil durch den zeitlichen Abstand erklären. Die KFN-Studie zeigte nämlich auch, dass die Häufigkeit sexueller Gewalterfahrungen unter Frauen innerhalb der letzten fünf Jahre von rund 5% bei der Erhebung 1992 auf 2,5% im Jahr 2011 deutlich sank. Die höheren Zahlen des Bundesfrauenministeriums sind inzwischen bereits zehn Jahre alt.“

    Wie kann das zu Stande kommen?
    Es handelt sich um Zahlen von Frauen, die „mindestens einmal in ihrem Leben“ (!) vergewaltigt wurden.
    Frauen verschwinden aus dieser Statistik also nicht, weil sie in den letzten 10 Jahren nicht mehr vergewaltigt wurden, sondern nur aus einem Grund: Dass sie sterben.

    Nach diesen Zahlen wären also in den letzten 10 Jahren etwa die hälfte aller Frauen, die in ihrem Leben mindestens einmal vergewaltigt worden sind, gestorben.

    Das sind dann die letzten Überreste der Kriegsgeneration, die gerade in immer größerem Tempo wegsterben. Die Frauen, die am Ende des Krieges in der Blüte ihrer Jugend standen.
    Damals gab es offenbar tatsächlich eine „rape culture“ in vielen Teilen Deutschlands.

    Meine spontananalyse, dass es „etwa die Hälfte“ sei, die weggetorben ist, stimmt auch nur unter der Annahme, dass in den dazwischenliegenden Jahren kaum neue Vergewaltigungen dazu kamen – ansonten wären es noch mehr als die hälfte , was der Zahl der dazugekommenen Vergewaltigungen ziemlich rasch eine (eher niedrige) Obergrenze setzen dürfte, wenn man sich die Mühe macht, das mal exemplarisch durchzurechnen.

    Vor diesem Hintergrund hätte ich ein paar dringende Fragen an die Untersuchung des KFN.
    „Wichtig ist nun, dass laut KFN-Studie 19,5% dieser Fälle zur Anzeige gebracht wurden.“
    Okay. Wie stelle ich mir das Methodisch eigentlich vor?
    Man fragt:
    „Wurden sie in ihrem Leben schon mal vergewaltigt?“ – ja
    „haben sie das angezeigt?“ – nein

    Klingt plausibel. Ist aber völliger Unfug, wenn man dabei auf uralte Fäle referenziert, die nicht mal im Ansatz mit der gegenwärtigen Rechtsprechung zu tun haben, um dabei gegen gegenwärtige Rechtsprechung zu argumentieren.
    „Haben sie das angezeigt?“ – Nein. Wie stellen sie sich das vor? Die deutsche Infrastruktur war völlig zusammengebrochen, die Besatzer selbst waren die Vergewaltiger. Soll ich zu denen hingehen und mich beschweren? Damit sie mich gleich nochmal rannehmen?

    Ich sehe nirgends, dass es da irgend eine Form von Aufschlüsselung gäbe, wie das Anzeigeverhalten bei jüngeren Fällen im ggs zu älteren aussieht.
    Da fragt man sich, was soll das ganze Theater überhaupt?

    Damit könnte man in 3 Jahren erneut hergehen, eine neue „Studie“ fabrizieren, und wieder beim Anzeigeverhalten AUS FÄLLEN AUS DEM GESAMTEN LEBEN erkennen, dass die selben Frauen, die vor 30, 50 oder eben 70 Jahren eine Vergewaltigung nicht angezeigt haben, diese mittlerweile immer noch nicht angezeigt haben.
    Und daraus folgern, dass die neuen Gesetze immer noch kaum etwas verändert haben. Und man deshalb natürlich „noch viel mehr tun müsse“.
    hat bisher immer prima geklappt, nur sterben die Kriegsfälle nun rapide schnell aus.
    Da werden sich die Feministas aber was überlegen müssen.

    Hab ich einen Denkfehler? Es gibt nicht, aber wirklich rein gar nichts, was aus den Formulierungen zu den Statistiken diese Mutmaßungen entkräften würden.

    • die Häufigkeit sexueller Gewalterfahrungen unter Frauen innerhalb der letzten fünf Jahre von rund 5% bei der Erhebung 1992 auf 2,5% im Jahr 2011 deutlich sank

      Schöne Idee, aber das geben die Studien wohl nicht her. Aber die Zahlen sind schon ziemlich niedrig.

    • „Hab ich einen Denkfehler? “

      Nein, Du bewertest nur methodische Manipulation der Öffentlichkeit.
      Ein Konvolut mit fast identischen „Erkenntnissen“ war weiland (2004) der Gewaltbericht der Frauenministerin Renate Schmidt zur allgemeinen Gewalterfahrung von Frauen.
      Auch in dem Bericht wurde festgestellt, dass „jede 4. Frau“ Opfer von Gewalt war.
      Als Info genügte das schon für eine republikweite Welle der Entrüstung, bei der der ZDF-Redakteur (die Redakteurin?) sich wohl auch vor Entsetzen gleich vertippte und aus „jede 4. Frau“ ein „jede 3. Frau“ machte.

      Wer liest da schon den Bericht selbst (den man heute nicht mehr auf der Website des BMfaaM findet, trotzdem sich immer noch fleißig auf ihn bezogen wird), um einige mögliche Unklarheiten zu recherchieren.
      Die erste wäre da gewesen: welcher Zeitraum wird für die Zahl herangezogen? Folgt man der ZDF-Interpretation wird jede 3. Frau täglich zusammengeschlagen.
      Die Studie berichtet von „jede 4. Frau wurde MINDESTENS EINMAL IM LEBEN Opfer von Gewalt“.
      Wir reden also über eine Lebensspanne von etwa 70 Jahren. Darunter fällt also auch besagte 90jährige Rentnerin, die in den Kriegs- und Nachkriegswirren Gewaltopfer wurde.
      Quantitativ ließ sich also aus der Studie keine Erkenntnis über die Lebensverhältnisse von Frauen, aufgeteilt nach Alter treffen.

      Die nächste Frage, die den sachlichen Analysten umtreibt, wenn er die Gewalttätigkeit der aktuellen Gesellschaft bewerten möchte, wäre die nach der Definition von „Gewalt“ gewesen.
      Und da wurde es geradezu grotesk.
      Unter dem Gewaltbegriff“ wurden neben der Prügelattacke auch Albernheiten, wie „drohend ansehen“, „Taschengeldentzug“, oder – wirklich dort aufgeführt – „nicht im Haushalt helfen“ subsummiert.

      Eine Aufschlüsselung, welche „Gewalt“art wie häufig an der Gesamtheit aller Gewalttätigkeiten beteiligt war, konnte nicht ermittelt werden – oh Wunder!

      Aber schon wenn man annimmt, dass eine Frau wesentlich häufiger „drohend angesehen“ wurde, als verprügelt, dann herrschen selbst bei jeder 3. Frau als Gewaltopfer (mindestens einmal im Leben) in Deutschland für Frauen geradezu paradiesische Verhältnisse, bedeutet es doch, dass zwei von drei Frauen noch nicht einmal über mangelnde Hilfe im Haushalt klagen konnten.

      Eine Gewaltstudie für Männer hat man da vorsichtshalber gar nicht erst in Erwägung gezogen (naja, es ist eben das Bundesfrauenministerium). Die Quote ECHTER Gewaltopfer dürfte bei ihnen nicht nennenswert unter 100% liegen.

    • Interessanter Standpunkt. Ich finde aber, daß er seinen Punkt unnötig aufbauscht. Feministen verlassen sich einfach darauf, daß Männer gegenüber Frauen – zumindest gegenüber Feministinnen – eine Beißhemmung haben.

      Feminsten glauben nicht, daß Männer in irgend einer Weise gütig seien, nachgiebig oder was auch immer. Sie bauen einfach auf die Beißhemmung des Mannes gegenüber Frauen. Insofern hat er Recht, wenn er auch seinen Punkt völlig überzieht, wie ich finde.

      Was ist nun die Lösung? Ich kann ja meine Beißhemmung gegenüber Frauen nicht einfach ablegen, zum einen weil andere Männer Frauen eifrig beschützen, zum anderen weil ich dann mit meinem Verhalten die erfundenen Vorwürfe der Feministen bestätigen würde. Was also ist die Lösung?

    • Halte ich für einen maximalen Blödsinn. Diese Feministin hält den Mann für das Böse auf Erden, was sie berechtigt, ihm das schlimmstmögliche anzutun. Und genau das macht sie dann auch völlig hemmungslos, weil sie ja die Gute ist und nienieniemals Schuld auf sich laden kann, wenn sie das Böse bekämpft und weil sie darauf vertrauen kann, dass sie nicht eine in die Fresse bekommt. Im Gegenteil, sie tut etwas Gutes für die Menschheit, sie hätte für ihren Mut und ihre Tapferkeit eine Medaille verdient.

      Genau das denkt sie.

  4. Artikel aus der Cicero von einem „kulturmarxistischen“ Muslim, der sich für einen aufgeklärten und liberalen europäischen Islam einsetzt.

    Ein interessanter Artikel von dem linksliberalen Muslim Bassam Tibi, der sich seit vielen Jahren für einen aufgeklärten und modernisierten europäischen Islam einsetzt und westlichen Kulturrelativismus/Multikulturalismus kritisiert, ist kürzlich bei Cicero erschienen.
    Bassam Tibi analysiert in dem Artikel, warum das Konzept eines modernisierten Euro-Islams bislang gescheitert ist, seine Einschätzung für die Zukunft diesbezüglich fällt leider pessimistisch aus.
    Ein wesentliches Hindernis für die Herausbildung eines aufgeklärten Islam in Europa und Deutschland sieht Tibi u.a. in der pseudo-linken Political Correctness, die jede ernsthafte kritische Diskussion über Islam, Islamismus und Europa erschwere sowie in einer falsch angelegten Politik des deutschen Staates, die konservative Islamverbände fördert, um dadurch einen Ansprechpartner zu haben.

    Tibi bezieht sich häufiger zustimmend und positiv auf die Kritische Theorie der Frankfurter Schule in der Tradition von Adorno und Horkheimer, bei denen er in seiner Jugend studiert hatte, in diesem Artikel nimmt er positiv Bezug auf Adorno, der schon vor Jahrzehnten eine deutsche Neigung zu Denkverboten und Meinungszensur kritisiert hatte.

    (Tibi vertritt in dem Artikel die Ansicht, dass europäische und deutsche Statistiken zur Anzahl von Muslimen häufig falsch seien, er geht von höheren Zahlen aus. Ob er damit Recht hat oder nicht, kann ich nicht beurteilen, das müsste vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Daten genauer begründet und diskutiert werden.)

    http://www.cicero.de/salon/islamwissenschaftler-bassam-tibi-ich-kapituliere

    Ein paar Passagen aus dem Artikel:

    „Ich bin Wahleuropäer, der Europa wegen des Grundrechts auf Denkfreiheit gewählt hat. Heute fühle ich mich in Deutschland von Verboten umgeben, mich kritisch über Islam und Islamismus sowie über Europa zu äußern. Schon Adorno kritisierte eine deutsche Denkart, bei der es üblich ist, „mit Rücksicht auf die Folgen, sich selbst zu verbieten,“ über „nicht wenige Fragen“ frei zu sprechen. Daraus entstehe „eine innere Zensurinstanz, die schließlich nicht nur die Äußerung unbequemer Gedanken, sondern diese selbst verhindert.“ Als Folge werde „jede Abweichung gereizt“ geahndet. Ich bin als Muslim und als Migrant Opfer dieser deutschen Denkweise, selbst wenn ich über meine eigene Religion und Kultur frei denke.

    Kritik als Aufgabe ist schwierig, wenn rechtsradikale Kräfte wie Pegida kritisches Denken über den Islam für ihre Zwecke missbrauchen. Dennoch dürfen die drei Kritiken von Kant als Perlen der europäischen Identität niemals verkommen. Wir Demokraten in Europa, gleich welcher Religion, dürfen uns weder von islamischen noch von deutschen Kräften, die gegen einen offenen Euro-Islam sind, einschüchtern lassen.

    In diesem Sinn möchte ich Karl Poppers „Offene Gesellschaft und ihre Feinde“ auf den Islam anwenden und über den offenen Euro-Islam und seine Feinde sprechen. Die Feinde sind einerseits die Islamisten und die schriftgläubigen orthodoxen salafistischen Muslime, die für Parallelgesellschaften gegen Citoyenneté kämpfen, sowie andererseits die deutschen und europäischen Feinde des offenen Islam, nicht nur unter Rechtspopulisten. Multikulturell gesinnte Europäer verbieten jede Islamkritik angeblich aus Respekt und um Islamophobie vorzubeugen. Eine Gruppe von aufgeklärten Muslimen und offenen Europäern hat 2014 das Buch „Freedom of Speech and Islam“ veröffentlicht und sich sorgenvoll geäußert über die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Rede; ich gehöre zu den Mitautoren. Sowohl aufgeklärte Muslime als auch europäische Anhänger der offenen Zivilgesellschaft werden mit quasidiktatorischen Mitteln Opfer der Einschränkung der Redefreiheit. Sie werden von Gegnern des offenen Islam zum Schweigen gebracht.

    Gesiegt hat der Kopftuch-Islam mit Unterstützung des deutschen Staates, der weltanschaulich neutral sein will, aber bisher nur die Verbände des organisierten Islam fördert und Euro-Muslime marginalisiert. Neben europafeindlichen Islamisten und orthodoxen salafistischen Muslimen ist dieses deutsche Modell hauptverantwortlich für das Scheitern des Euro-Islam. Das deutsche Religionsmodell ist christlich und geht von einer organisierten Religion aus, getragen von der Institution Kirche. Deutsche Politiker glauben allen Ernstes, dieses dem Islam fremde Modell auf den Islam übertragen zu können. Das wird niemals gelingen, weil dieses spezifisch deutsche christliche Modell der gesamten Geschichte des Islam und seinen Glaubenssätzen widerspricht. Der Islam kennt weder eine Kirche noch klerikale Vertreter der Religion. Der Imam ist Hausmeister der Moschee, keineswegs eine klerikale Autorität.

    Hinzu kommt die große religiöse und kulturelle Vielfalt innerhalb der deutschen Islamdiaspora, die jede Vorstellung von einem „Eintopf-Islam“, den deutsche Behörden sich wünschen, verbietet. Bisher war der Islam in Deutschland türkisch geprägt, aber dies hat sich schon längst geändert. Der arabische Islam ist auf dem Vormarsch. Von den zurzeit etwa 6,5 Millionen Muslimen, die in Deutschland leben, ist die Hälfte türkisch. Der türkische Islam in Deutschland wird von 960 Imamen vertreten, die in circa 1000 Moscheen wirken. Diese Imame sind Beamte des türkischen Staates. Die Mehrheit dieser Imame spricht nicht Deutsch und hat keine Ahnung von Europa. Ditib als Organisation des türkischen Islam in Deutschland ist, wie der grüne Politiker Cem Özdemir kürzlich sagte, ein Handlanger der islamistischen AKP, die die Türkei seit 2002 regiert.

    Die Islamisten und die schriftgläubigen türkischen Muslime werden ergänzt durch die Diaspora der Muslimbruderschaft, die wichtige Teile des arabischen Islam in Deutschland mit den entsprechenden Moscheen dominiert. Die Vorstellung des deutschen Staates, 6,5 Millionen Muslime in Deutschland von einer einzigen Islamführung vertreten zu lassen, ist das Gegenprogramm zum Euro-Islam, der es ablehnt, die Islamgemeinde in einen von Islamisten und schriftgläubigen Muslimen dominierten Käfig zusammenzupferchen, um einen einheitlichen Gesprächspartner für die deutsche Politik zu schaffen. Das ist der Hintergrund meiner Resignation.

    (…)

    In Frankreich und Großbritannien gibt es eine islamische Mittelschicht, die in das Gemeinwesen einigermaßen integriert ist. Das gilt noch nicht für Deutschland. 70 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime interessieren sich nicht für Politik, sondern streben ein besseres Leben in Europa an. Der in Deutschland organisierte Islam kann sich maximal auf 10 Prozent der hier lebenden Muslime stützen. Islamfunktionäre sprechen stets von „wir“ und „uns“ und beanspruchen, die gesamte Islamgemeinde zu vertreten. Auf Widerspruch reagieren sie selbstherrlich und stumpf.

    Der organisierte Islam beruht auf einer lautstarken Minderheit. Zu den beiden Gruppen der Mehrheit der Traditionsmuslime und der Minderheit des organisierten Islam kommt eine Subkultur islamischer Jugendlicher, die in Deutschland geboren wurden, sich aber nicht als deutsche Bürger begreifen. Diese Subkultur umfasst 15 bis 20 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime. Schließlich gibt es noch eine Minderheit von circa 5 Prozent islamischer Mittelschicht, hochgebildeten, oft beruflich erfolgreichen Muslimen, die auf individueller Ebene einen europäischen Islam leben.

    Unter den Verbänden des organisierten Islam ist Ditib die stärkste Organisation, weil sie von der Türkei getragen wird, die die türkischen Moscheen finanziert. Der islamistische Präsident der Türkei versucht daraus eine Basis für seine islamistische AKP in Deutschland zu schaffen. Lorenzo Vidino hat 2010 das Buch „The New Muslim Brotherhood in the West“ verfasst, worin er die Stärke der Muslimbrüder im organisierten Islam Westeuropas nachweist. Weder AKP-Islamisten noch Muslimbrüder könnten als Verbündete bei einer Europäisierung des Islam herangezogen werden.

    Warum arbeitet der deutsche Staat mit diesem islamistisch beziehungsweise schriftgläubig-salafistisch durchdrungenen Islam zusammen? Zu den schweren Folgen des Scheiterns eines europäischen Islam gehört das Wuchern bestehender islamischer Parallelgesellschaften, die ethnisch und religiös, nicht zivilgesellschaftlich bestimmt sind. Zurzeit gibt es in Deutschland türkische (überall), kurdische (etwa in Celle) und libanesische (vor allem in Berlin) Parallelgesellschaften. In naher Zukunft werden diese um syrische, afghanische und irakische beziehungsweise somalische Parallelgesellschaften erweitert, deren Emblem das islamistische Kopftuch ist. Die Hoffnung auf einen Euro-Islam muss ich vor diesem Hintergrund begraben.“

    • @Leszek, dass du mit dem begriff kulturmarxistisch ironisch umgehst, stimmt mich zuversichtlich. Dein versuch die kritische theorie durch die seriösität und autorität eines muslimischen journalisten zu belegen, ist allerdings nicht hinreichend. Die kritik der kritischen theorie an der logik ist lächerlich. Sie bewegt sich auf dem niveau von: „wenn in deiner argumentation platz für logik ist, dann ist in meiner platz für unlogik und das ist gut so.“ oder authentischer „man kann bei der anwendung der logik fehler machen, die furchtbare konsequenzen haben könnten. Das ist meine kritik an der logik.“

      Warum sagst Du nicht einfach, dass ich recht habe? Wäre dieses eingeständnis geeignet dein weltbild ins wanken zu bringen? Warum beißt du dich an dieser lappalie – es wäre nicht die erste falsche theorie – so fest?

      • Na Albert,
        weiß unser großer Physiker mal wieder nicht, wovon er redet?

        „Die kritik der kritischen theorie an der logik ist lächerlich. Sie bewegt sich auf dem niveau von: „wenn in deiner argumentation platz für logik ist, dann ist in meiner platz für unlogik und das ist gut so.“ oder authentischer „man kann bei der anwendung der logik fehler machen, die furchtbare konsequenzen haben könnten. Das ist meine kritik an der logik.““

        Ich fürchte, Albert, du hast dich mit Adornos Kritik der traditionellen Logik aus Perspektive der dialektischen Logik nie beschäftigt. Ich habe sogar den Eindruck, dass du keine Ahnung hast, was die Unterschiede zwischen traditioneller Logik und dialektischer Logik sind. Insofern fehlt dir da wohl leider mal wieder jegliche Beurteilungsgrundlage.

        Weißt du, Albert, in den Geisteswissenschaften ist es in der Regel so, dass man sich mit einer Sache beschäftigt BEVOR man sie kritisiert.
        Ich bin aber zuversichtlich, dass auch Naturwissenschaftler das mit der Zeit lernen können. 🙂

        • @leszek, ich meine mich ganz und physik auszukennen. Was würdest du denn gerne besser verstehen?

          Deine antwort ist völlig unsachlich. Sag doch welche meiner behauptung, weshalb falsch sind? Mir votzuwerfen zwischen „klassischer“ und „dialektischer“ nicht unterscheiden zu können, beieindruckt mich nicht. Sag halt, @leszek, widersprechen sie sich und worin denn genau. Man konnte selbst die quanten-theorie mit „klassischer“ logik verbinden und du kommst mit „dialektischer“ logik. Ein bisschen präziser darf es schon sein, denn würden sie sich nicht widersprechen und sei es nur in etails, wäre dein vorwurf gegenstandslos, polemisch, hetzerisch, jedenfalls unsachlich.

          Mal hypothetisch gesprochen, @leszek, rein hypothetisch, würde es dein weltbild tangieren, falls es sich erwiese, dass die kritische theorie falsch ist? Willst du wissen wie es mir erginge, wenn sich die art oder qm, als falsch erwiesen? Dacht ich mir!

        • Es gibt keine dialektische Logik, weder Hegel noch Marx noch Adorno und Horkheimer haben jemals dargelegt, wie Dialektuk eigentlich funktioniert und wie man mit Hilfe von Dialektik Erkenntnisse gewinnt.

          Es kommt letzten Endes immer auf die banale Behauptung hinaus, dass alles mit allem zusammenhängt und man das berücksichtigen muss. Was nicht wirklich weiter hilft.

      • @ Albert

        Ich verstehe nicht so ganz, wie Du angesichts des Artikels, aus dem Leszek zitiert hat, ausgerechnet auf Logik zu sprechen kommst.

        Es mag ja sein, daß die Kritische Theorie wenig zu bieten hat in Bezug auf Logik (formale Logik, genauer gesagt), Wissenschaftstheorie und was weiß ich noch alles. Aber in Leszeks Artikel geht’s doch gar nicht um Logik, Wissenschaftstheorie u. dgl. – es geht vielmehr um unser aller Anliegen: den europäischen Islam.

        Die logische Ahnungslosigkeit der Kritischen Theorie schließt ja nicht aus, daß diese Theorie einiges zu bieten hat in Bezug auf eine so bedeutsame europäische Religion islamischer Prägung.

        Insofern scheint mir Dein Verweis auf die logischen Mängel der Kritischen Theorie „beside the point“.

        Auch allgemein scheint mir Leszek jetzt nicht so super interessiert zu sein an Details der formalen Logik und der Wissenschaftstheorie. Also warum soll er sich da nicht ausgiebig der Kritischen Theorie bedienen – solange er dabei der formalen Logik nicht in die Quere kommt?

        • Diese diskussion hat eine lange vorgeschichte, @jochen schmidt. In meinen worten ausgedrückt, kritisiert die kritische theorie die aufklärung und die logik und die kritik besteht darin, dass die theorien zwar richtig sind, aber falsch angewendet werden könnten. Auf diesem niveau kann man alles kritisieren. Das ist meines erachtens lächerlich und disqualifiziert die kritische theorie als ganzes.

          Leszek hat diesen argumenten nichts entgegenzusetzen, obwohl er viele experten zur kritischen theorie kennt und vertritt die kritische theorie weiter. Wieso tut er das?

  5. Puh, wir können uns übrigens wieder sicher fühlen, der Rechtsstaat zeigt mal wieder seine Zähne^^
    http://www.merkur.de/lokales/dachau/vierkirchner-ehepaar-wegen-hetze-gegen-fluechtlinge-facebook-verurteilt-6548310.html

    „„Die Kriegs- und Wirtschaftsfl überschwemmen unser Land. Sie bringen Terror, Angst, Leid. Sie vergewaltigen unsere Frauen und bringen unsere Kinder in Gefahr. Setzt dem ein Ende!“, schrieb M. bei der Gründung der Gruppe. Dazu ein Bild der Deutschland- Flagge – fertig ist eine rechtsradikale Gruppierung, so Richter Lukas Neubeck.“

    „M. wurde zu neun Monaten Freiheitsentzug auf Bewährung, seine Frau zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 10 Euro verurteilt. Richter Neubeck: „Ich hoffe, dass Ihnen der Ernst der Lage klar ist. Wenn Sie noch einmal hier vor mir auf der Anklagebank sitzen, dann landen Sie im Gefängnis.““

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-bewaehrungsstrafe-wegen-volksverhetzung-1.3066010

    “ Er verurteilte den Mann zu zehn Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zu vier Jahren auf Bewährung, und zu einer Zahlung von 1500 Euro an das Malteser Kriseninterventionsteam. Die 25-jährige Frau des Angeklagten verurteilte das Gericht wegen Mittäterschaft zu einer Geldstrafe von 1200 Euro.“

    4 Jahre auf Bewährung Das ist deutlich mehr als man für sexuelle Übergriffe kriegt. DIe Köln-Jungs haben 1 Jahr auf Bewährung gekriegt und so reagiert

    Hahahahaha obwohl, hm, nein, gruselig.

    http://www.express.de/koeln/sex-uebergriffe-silvester-prozess–bewaehrungsstrafe—so-verhoehnt-hassan-t–die-opfer–24358150



    Der macht bestimmt nie wieder was und hat seine Lektion jetzt aber wirklich gelernt.

    • @Atamaca: du hast da was verwechselt: ein Jahr auf Bewährung bedeutet, wenn er sich was zu schulden kommen lässt, wandert er für ein Jahr in den Knast. Der Mann aus dem von dir erwähnten Artikel hat 10 Monate, nicht vier Jahre.
      Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre das heißt, die Zeit, in der er sich nichts zu schulden kommen lassen darf. Und diese Zeit wird sicher sich bei dem Täter von Köln länger als ein Jahr sein. Hier sind meist drei oder vier Jahre üblich.

  6. http://www.blick.ch/news/ausland/traurige-folge-des-krieges-syriens-einsame-braeute-id5236422.html

    Hahahahahah hat nicht Teardown mal gesagt, diese Männer wären noch echte Helden oder so mit Werten, die wir heute gar nicht mehr kennen?^^

    „Das Schicksal der einsamen Braut teilt Siwar mit Dutzenden Frauen in Syrien. Es sind hauptsächlich Männer, die wegen des Krieges das Land verlassen haben – aus Angst, selbst kämpfen zu müssen und in der Hoffnung, woanders ein besseres Leben aufbauen zu können.“

    „«Drei Viertel der Männer sind nicht mehr im Land», sagt Sandi, eine 25-jährige Radio-Mitarbeiterin, gegenüber dem «Wall Street Journal». «Hier sieht man nur noch kleine Buben, Frauen und Alte.» “

    Und solche Männer soll man dann als „noch echte Männer“, „viel maskuliner als weiße Weicheier“ idealisieren, die noch echte Männer sind und die Familie versorgen und beschützen und kämpfen? Wen will man hier eigentlich verarschen und vor Allem wieso?
    Vor Allem, die Amis und die Russen und die Bundeswehr geht nach Afghanistan und Co. und die, die das „eigentlich“ wohnen und sich darum kümmern sollten, sind hier.
    Und gehen die überhaupt jemals zurück, wenn Syrien aussieht wie Dresden nach dem Krieg und bauen wieder auf? Oder eher nicht, weil das ja anstrengend ist im Gegensatz zu hier rumsitzen?

    • mir geht es auch gar nicht so sehr ums Kämpfen. Wenn man nicht will, ok, aber wenn da noch Kinder und alte Menschen sind, dann müssen die zuerst raus oder eben alle gemeinsam. Um in die Türkei zu flüchten oder in den Libanon, wo es sicher ist, muss man auch nicht übers Mittelmeer. Wenn Syrien so dermaßen schlimm ist und zwar überall, wie kann das dann sein??

    • Ata, was genau ist mit dir los?

      „Oder eher nicht, weil das ja anstrengend ist im Gegensatz zu hier rumsitzen?“

      Sei du mal einen Tag Mann in einem von Assads Folterknästen!

      Da ist sie wieder, die überlegene weibliche Empathie….

      • „Sei du mal einen Tag Mann in einem von Assads Folterknästen!“

        Und Assad ist so lieb und steckt weibliche Regimegegnerinnen da nicht rein?

        ich habe gar nicht gesagt „zuerst“. Ich begreife bloß nicht, wie man die Schwachen dort lassen und nicht zumindest mitnehmen kann, dahin, wo sie in Sicherheit sind.
        Und ich verstehe auch ncht, wie die Situation jemals besser werden kann/soll, wenn die absolut einzigen die kämpfen könnten, sich aufs Abhauen beschränken.

        • fragt euch doch mal selbst würdet ihr eure Familie dort lassen und selber abhauen? Die sind ja nicht mal in Camps untergebracht sondern immer noch im Land.
          Zumal die Syrer, die man so in der Stadt sieht oft alles andere als traumatisiert oder besorgt aussehen. das sieht oft einfach so gar nicht nach „Omg ich bin haarscharf vorm Folterknast geflohen, aber meine Familie ist noch dort und wird jetzt vom rausamen Assad in Regress genommen, weil ich desertiert bin“ aus.
          Das kommt ja noch dazu, vor einem perversen Folterer würde ich niemals fliehen, wenn meine Familie noch dort wäre, weil die dann als nächstes dran ist, um Nachahmer abzuschrecken. Folterknastinhaber machen das so.

        • „fragt euch doch mal selbst würdet ihr eure Familie dort lassen und selber abhauen?“

          Nein. Ich würde nur aus ökonomischen Gründen meine Familie zurücklassen, quasi als Späher ins Land der unbegrenztes Möglichkeiten um auszukundschaften, mit der Option sie später nachzuholen. Ich halte die meisten Migranten für pure Wirtdchaftsflüchtlinge.

        • „Ich begreife bloß nicht, wie man die Schwachen dort lassen und nicht zumindest mitnehmen kann, dahin, wo sie in Sicherheit sind.“

          Vielleicht wollen die einen nicht (Alte) und die anderen haben Angst zu gehen, Angst vor dem Risiko Schiffsfucht (Frauen).

          „Und ich verstehe auch ncht, wie die Situation jemals besser werden kann/soll, wenn die absolut einzigen die kämpfen könnten, sich aufs Abhauen beschränken.“

          Eine Kalashnikov in der AKM Version wiegt weniger als 5 kg. Das können auch problemlos Frauen tragen. Woher ich das weiß? Erwachsene Katzen wiegen genauso viel….

        • Ich sagte doch bereits dass man nicht in ein Schiff muss wenn man in den Libanon oder türkei geht. Wo man im Gegensatz zu Syrien sicher ist.

          “Eine Kalashnikov in der AKM Version wiegt weniger als 5 kg. Das können auch problemlos Frauen tragen. Woher ich das weiß? Erwachsene Katzen wiegen genauso viel….“

          Ergibt keinen Sinn da du eben behauptet hast, man würde dann i. Assads folterkeller landen. Die Frauen müssten spätestens dann wenn sie die Waffe nehmen, fliehen nach deiner Logik.

        • „Die Frauen müssten spätestens dann wenn sie die Waffe nehmen, fliehen nach deiner Logik.“

          Du bist gut in Form heute.
          „Frauen können absolut nicht kämpfen, das müssen Männer machen“
          „Doch, können sie; ein Gewehr wiegt nicht viel“
          „Aber dann könnte ihnen ja was PASSIEREN!“

        • wenn man Männern die Legitimation zum Flüchten gibt, weil ihnen was passieren könnte, dann muss man es Frauen logischerweise auch.
          Davon abgesehen bezweifle ich, dass speziell syrische Frauen besonders im Kampf gedrillt werden von der Erziehung her, im Gegensatz zu den Männern.

        • @atacama

          es ist immer wieder erstaunlich, dass Männern die Objektifizierung von Frauen vorgeworfen wird, wo es doch Menschen wie dich gibt.

          „Frauen werden nicht auf die Flucht mitgenommen“
          „Frauen werden nicht gedrillt“
          „Frauen verhungern, weil sie keiner füttert“

          Dabei wurde immer und immer wieder von Frauen beteuert, dass Fahrräder unter Wasser voll überflüssig sind.

        • „Flieht Mann vor dem Krieg = toxische Männlichkeit

          Macht Mann beim Krieg mit = toxische Männlichkeit“

          Nö, nicht für mich. Aber wie gesagt, wenn nur geflohen wird und niemand wieder aufbaut, wird halt nichts besser. Sind die Deutschen nach dem Krieg abgehauen, weil Deutschland so am Arsch war?

          „Frauen werden nicht auf die Flucht mitgenommen““

          Sagt ja auch Teardown und dem kann man nicht vorwerfen, eine Frau zu sein.
          „Frauen werden nicht gedrillt“

          Stimmt, weil sie sich speziell in traditionell muslimischen Gesellschaften ums Haus usw. kümmern sollen und immer lieb und anständig sein und nicht agressiv und laut rum toben sollen. Wo soll bei solchen denn bitte plötzlich G.I. Jane herkommen?
          Außerdem vermute ich, dass Frauen aufgrund ihrer Physis nur begrenzt für militärsche Aufgaben zu haben sind, Drohnenpilotin, Hubschrauber/Düsenjetpilotin, Sanitäterin, ggf. Scharfschützin, aber Häuserkampf u.ä, lange Märsche mit vollem Gepäck? Glaube, das schaffen nur wenige.

          Männer sind allein physisch schon besser fürs Kämpfen geeignet. Verletzugen heilen schneller, dickere Haut, stabilere Knochenstruktur, dickere Muskelfasern, Knochenwülste über den Augenbrauen um Schläge abzufedern, testosteron, sorry, aber das ist doch selbsterklärend und hat nichts mit Sexismus zu tun.
          Wladimir Klitschko würde bei einer Kneipenschlägerei gegen Piraten ja auch nicht Hayden Pennatierre oder wie sie noch heisst los schicken und selber abhauen.

          „Dabei wurde immer und immer wieder von Frauen beteuert, dass Fahrräder unter Wasser voll überflüssig sind.“

          die meisten muslimischen Fahrräder offenbar leider schon, ja.

          Unsere Bundeswehr wird jetzt übrigens auf „Einsätze im Innern“ vorbereitet.
          Fragt sich, wieso.

        • „Stimmt, weil sie sich speziell in traditionell muslimischen Gesellschaften ums Haus usw. kümmern sollen und immer lieb und anständig sein und nicht agressiv und laut rum toben sollen. Wo soll bei solchen denn bitte plötzlich G.I. Jane herkommen?“

          Wieso? Die fliehenden Männer zeigen doch gerade wie wirkungslos diese schlimmen heteropatriarchalen Gesellschaften sozialisieren. Wäre es so wie du sagst, warum fliehen denn dann die Männer statt zu sagen: Jetzt müssen wir alle kämpfen?!

          „sorry, aber das ist doch selbsterklärend und hat nichts mit Sexismus zu tun.“

          Richtig. Männer bringen biologisch mehr mit um zu kämpfen. Frauen übrigens bringen mehr mit um Kinder zu bekommen. Trotzdem verpflichtet die keiner hier drauf. Aus Fähigkeiten eine Verpflichtung abzuleiten, hmmm, wie nennt man das?

          Und nochmal: Ein Maschinengewehr wiegt 4 kg. Das kann Frau wuppen.

        • “ Wäre es so wie du sagst, warum fliehen denn dann die Männer statt zu sagen: Jetzt müssen wir alle kämpfen?!“

          Weil sie eingeladen worden sind und großzügig alimentiert werden, wenn sie es tun. Und lebenslang krankenversichert sind. und wenn sie es schaffen, eine etwaige Familie rüber zu holen oder zu gründen ein höheres Gehalt durch Nichtstun kriegen als Zuhause durch Arbeit. Es ist ja zumindest schon auffällig, dass es eine massive Verweigerungshaltung gibt, in sichere Länder zu fliehen – solange die nicht Deutschland, Schweiz, Österreich o.ä heissen.
          Das ist etwas unglaubwürdig, wenn man angeblich nur in Sicherheit sein möchte.
          Wenn in Berlin Krieg ausbricht, dann reicht es doch erstmal, bis München zu flüchten oder Wien oder Stockholm. Mit welcher Begründung rennt man dann bis Islamabad oder Shanghai durch zig Länder, in denen kein Krieg herrscht?

          „Richtig. Männer bringen biologisch mehr mit um zu kämpfen. Frauen übrigens bringen mehr mit um Kinder zu bekommen. Trotzdem verpflichtet die keiner hier drauf. Aus Fähigkeiten eine Verpflichtung abzuleiten, hmmm, wie nennt man das? “

          Notwendigkeit in Notsituationen.
          Gilt übrigens auch für Frauen. Die müssen dann auch Kinder kriegen „fürs Überleben des Stammes“ und so und können sich keine Extrawürste braten.

        • „Weil sie eingeladen worden sind und großzügig alimentiert werden, wenn sie es tun.“

          Kannst du das belegen? Also das nur die Männer eingeladen wurden?! Die Einladung galt doch genauso auch für Frauen, alte, Kinder…

          Ich kann mich eher an Äußerungen erinnern, die diese Einladung gerade für Männer rückgängig machen wollten….

          Du bist ja auch so eine, die von Anfang an alle eingeladen hat, ausser Männer zwischen 18-65….

          Realitätsverlust?

        • „Richtig. Männer bringen biologisch mehr mit um zu kämpfen. Frauen übrigens bringen mehr mit um Kinder zu bekommen. Trotzdem verpflichtet die keiner hier drauf. Aus Fähigkeiten eine Verpflichtung abzuleiten, hmmm, wie nennt man das?
          Und nochmal: Ein Maschinengewehr wiegt 4 kg. Das kann Frau wuppen.“

          Kinder zu bekommen hilft im Kriegsfall nun mal nicht weiter (zumindest nicht kurzfristig), und dass Männer physisch besser geeignet für´s kämpfen sind, wird wohl bis auf ein paar Radikalfeministinnen niemand bestreiten. Das heißt nicht, dass Frauen überhaupt nicht einsetzbar wären, z. B. als Wachposten, Fahrer oder Panzerschütze, aber der beim infanteristischen Kampf sind sie Männern ganz klar unterlegen. Es ist ja auch nicht so, als ob die Waffe das einzige gewichtige Ausrüstungsteil ist, welches ein Kämpfer so mit sich rumschleppt. Mit mindestens 20 kg muss man schon rechnen.

        • „Kannst du das belegen? “

          Klar,

          und sie hat eigenmächtig EU Recht und Asylrecht gebrochen indem sie die Grenzen einfach für alle Syrer geöffnet und sie nach Deutschland eingeladen hat. Sie hat doch gesagt die müssne sich nicht mehr registrieren und in dem Land bleiben, wo sie sich registriert haben sondern können herkommen.
          Und dann hat man irgendwelche Menschenmassen dabei assistiert, über die Autobahn zu pilgern
          Andere Politiker freuen sich, dass man Menschen geschenkt bekommt usw.
          nene, die Rethorik war schon so, dass man es nicht anders als als Einladung werten konnte.

          „Du bist ja auch so eine, die von Anfang an alle eingeladen hat, ausser Männer zwischen 18-65….

          Realitätsverlust?“

          Ja, klar, weil mir die Folgen halt klar waren. Dir nciht, weil du offenbar (wie eine Feministin) ein völlig unsachliches, parteiisches Bild von Männern hast. Mir war klar, dass, wenn du einen Überschuss von alleinstehenden Männern aufnimmst aus rückständigen gewaltkulturen, dazu der Faktor Islam, dass das Probleme geben würde. Derart, dass ich sie mir bei allem Mitleid nich aufhalsen will.
          z.B haben die Vergewaltigungen an Kindern massiv zugenommen, die werden eiskalt auf Schulhöfen, Badeanstalten und Spielplätzen attackiert.
          http://www.welt.de/vermischtes/article156787210/Enormer-Anstieg-sexueller-Uebergriffe-in-Duesseldorf.html

          Und jeden Tag finden mittlerweile überall in Deutschland Mini-Kölns Statt.

          Mir war das halt klar, deshalb war ich von Anfang an dagegen, alleinreisende Männer aufzunehmen bzw. nur so weit, wie es kein Ungleichgewicht in der Altersgruppe unter 40 hervorruft.
          Deine gutmenschliche Pseudo-Empathie lässt derlei Rationalität offenbar nicht zu.

        • „Mir war das halt klar, deshalb war ich von Anfang an dagegen, alleinreisende Männer aufzunehmen bzw. nur so weit, wie es kein Ungleichgewicht in der Altersgruppe unter 40 hervorruft.
          Deine gutmenschliche Pseudo-Empathie lässt derlei Rationalität offenbar nicht zu.“

          Wir sind uns einig, dass dieser Millionenhafte völlig unkontrollierte Flüchtlingsstrom im letzten Jahr, begleitet mit Aussagen von Politikerinnen wie „Man kann die Grenze nicht schützen“ oder „Willkommeskultur“ eine Fehlleistung deutscher Politik war. Extrem kurzfristige Sicht die Pullfaktoren so maximal zu setzen.

          Wo wir nicht nicht beieinander sind, ist die Verweigerung des Rechts auf Asyl an Geschlecht festzumachen. Das ist sexistische Kackscheisse von dir.

        • „Wir sind uns einig“

          Ach? Jetzt plötzlich? Vor nem halben Jahr hast du noch flammende Reden geschwungen über männliche Werte, Männer, die das auf sich nehmen, hier her zu kommen, und die, die das kritisch sehen, spüren nur unbewusst, dass das noch echte Werte sind und schämen sich und wollen das deshalb nicht oder irgend so einen wirren Müll.
          Von den Gefahren, die ich angesprochen habe und die 1:1 eingetreten sind, hast du keinen Ton gesagt.

          „Das ist sexistische Kackscheisse von dir.“

          Ja und? Mimimimi schon wieder emotionales Gerede und emotionales Werten. Ich bin da Pragmatikerin, ich sehe, das ist nicht gut für mein Land. Mir ist wirtschaftliche und gesellschaftliche Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit in dem Falle halt rgendwie wichtiger als „Kampf gegen Sexismus“.

          Zumal die Aufnahme überhaupt nichts bringt, und, in Anbetracht der Tatsache, dass die EU50% der globalen Sozialleistungen an 7% der globalen Bevölkerung zahlt, im Grunde schon lebensgefährlich.
          Selbst wenn wir 10 Millionen aufnehmen würden, würde es nichts bringen. Deshalb kann man es auch gleich lassen.

          Zumal, selbst wnen man sie in Lohn und Brot bringen würde,

          http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna
          „Entschieden durchsonnter 7. Juli 2016

          Im Übrigen ist es nicht weiter verwunderlich, dass Dax-Konzerne sich hüten, sogenannte Flüchtlinge zu beschäftigen, und zwar nicht nur, weil die meisten keine Qualifikationen für westeuropäische Jobs besitzen, sondern weil es sich überdies mehrheitlich um gläubige Muslime handelt….

          Muss ein Mann von einer Frau Anweisungen entgegennehmen? Müssen überhaupt Männer und Frauen in einem Raum zusammenarbeiten? Wer ist schuld, wenn im Ramadan ein vom Fasten dehydrierter Mitarbeiter einen Unfall verursacht? Müssen Gebetszeiten bezahlt werden? Müssen muslimische Mitarbeiter Essen aus derselben Küche entgegennehmen, wo für ihre ungläubigen Kollegen als haram (verboten) geltende Speisen gekocht wurden? Müssen sie von demselben Geschirr essen? Müssen sie überhaupt ertragen, dass während des Ramadan tagsüber gesgessen wird? Nach dem AGG habe ein Muslim heute schon „ein Leistungsverweigerungsrecht, wenn er sich in seinen religiösen Belangen während der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber gestört fühlt“. Was „religiöse Belange“ seien, „das bestimmen islamische Rechtsgelehrte aus dem Orient“. Für streng gläubige Muslime stehen die Gebote des Korans und der Sunna über den Anweisungen eines Arbeitgebers und den Landesgesetzen, und genau aus diese Gruppe stammen viele, wenn nicht die meisten der derzeitgen Einwanderer. Wolski: „Der Druck auf die Unternehmen, die anerkannten Asylbewerber schnell zu beschäftigen, wird zunehmen.“ In Einstellungsgesprächen darf übrigens nicht nach der Religion des Kandidaten gefragt werden.“

          Das ist ja noch schlimmer als Frauenquote, wo dann Nina Schmidt, frisch von der Uni mit 3,0 den Job kriegt, statt Dr. Horst Brinkmann mit 20 Jahren Erfahrung und zig Fortbilungen, weil den Job halt ne Frau haben muss.

        • „Wir sind uns einig“

          Ach? Jetzt plötzlich? Vor nem halben Jahr hast du noch flammende Reden geschwungen über männliche Werte, Männer, die das auf sich nehmen, hier her zu kommen, und die, die das kritisch sehen, spüren nur unbewusst, dass das noch echte Werte sind und schämen sich und wollen das deshalb nicht oder irgend so einen wirren Müll.
          Von den Gefahren, die ich angesprochen habe und die 1:1 eingetreten sind, hast du keinen Ton gesagt.

          „Das ist sexistische Kackscheisse von dir.“

          Ja und? Mimimimi schon wieder emotionales Gerede und emotionales Werten. Ich bin da Pragmatikerin, ich sehe, das ist nicht gut für mein Land. Mir ist wirtschaftliche und gesellschaftliche Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit in dem Falle halt rgendwie wichtiger als „Kampf gegen Sexismus“.

          Zumal die Aufnahme überhaupt nichts bringt, und, in Anbetracht der Tatsache, dass die EU >50% der globalen Sozialleistungen an 7% der globalen Bevölkerung zahlt, im Grunde schon lebensgefährlich.
          Selbst wenn wir 10 Millionen aufnehmen würden, würde es nichts bringen. Deshalb kann man es auch gleich lassen.

          Zumal, selbst wnen man sie in Lohn und Brot bringen würde,

          http://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna
          „Entschieden durchsonnter 7. Juli 2016

          Im Übrigen ist es nicht weiter verwunderlich, dass Dax-Konzerne sich hüten, sogenannte F l ü zu beschäftigen, und zwar nicht nur, weil die meisten keine Qualifikationen für westeuropäische Jobs besitzen, sondern weil es sich überdies mehrheitlich um gläubige Muslime handelt….

          Muss ein Mann von einer Frau Anweisungen entgegennehmen? Müssen überhaupt Männer und Frauen in einem Raum zusammenarbeiten? Wer ist schuld, wenn im Ramadan ein vom Fasten dehydrierter Mitarbeiter einen Unfall verursacht? Müssen Gebetszeiten bezahlt werden? Müssen muslimische Mitarbeiter Essen aus derselben Küche entgegennehmen, wo für ihre ungläubigen Kollegen als haram (verboten) geltende Speisen gekocht wurden? Müssen sie von demselben Geschirr essen? Müssen sie überhaupt ertragen, dass während des Ramadan tagsüber gesgessen wird? Nach dem AGG habe ein Muslim heute schon „ein Leistungsverweigerungsrecht, wenn er sich in seinen religiösen Belangen während der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber gestört fühlt“. Was „religiöse Belange“ seien, „das bestimmen islamische Rechtsgelehrte aus dem Orient“. Für streng gläubige Muslime stehen die Gebote des Korans und der Sunna über den Anweisungen eines Arbeitgebers und den Landesgesetzen, und genau aus diese Gruppe stammen viele, wenn nicht die meisten der derzeitgen Einwanderer. Wolski: „Der Druck auf die Unternehmen, die anerkannten Asylbewerber schnell zu beschäftigen, wird zunehmen.“ In Einstellungsgesprächen darf übrigens nicht nach der Religion des Kandidaten gefragt werden.“

          Das ist ja noch schlimmer als Frauenquote, wo dann Nina Schmidt, frisch von der Uni mit 3,0 den Job kriegt, statt Dr. Horst Brinkmann mit 20 Jahren Erfahrung und zig Fortbilungen, weil den Job halt ne Frau haben muss.

        • „Von den Gefahren, die ich angesprochen habe und die 1:1 eingetreten sind, hast du keinen Ton gesagt.“

          Genauso wie du nichts zu den fliehenden Familienvätern gesagt hast. Es wird ein Ding zwischen unseren beiden Positionen sein. Einige kommen um kriminell zu werden, viele kommen aus Angst vor Krieg oder wegen Vertreibung.

          „Mimimimi schon wieder emotionales Gerede und emotionales Werten.“

          Nee sorry, nix mimimimi sondern Bezugnahme auf die Verfassung. Verfassungsfeindlichkeit als Pragmatismus zu labeln ist schon eine Leistung.

          „Selbst wenn wir 10 Millionen aufnehmen würden, würde es nichts bringen. Deshalb kann man es auch gleich lassen.“

          Zehn Millionen ist natürlich illusorisch, aber warum bringt das nichts? Die Leute fliehen vor Krieg. Es liegt an uns die herauszunehmen, die nicht vor Krieg und Verfolgung fliehen, Backroundchecks durchzuführen und für eine europäische Lösung zu sorgen. Und da schließt sich der Kreis wieder, da bin ich bei dir. Die Pullfaktoren so zu erhöhen, dass all diese drei politischen Aufgaben nicht mehr erfüllt werden konnten war ein Fehler. Dennoch: Asylrecht ist Menschenrecht und unsere Verpflichtung. Und die die das missbrauchen müssen eben die härte des Rechtsstaats zu spüren bekommen.

        • @teardown

          „Genauso wie du nichts zu den fliehenden Familienvätern gesagt hast. “

          Weil es so gut wie keine gibt, die Mehrheit sind junge Männer.

          „Einige kommen um kriminell zu werden, viele kommen aus Angst vor Krieg oder wegen Vertreibung. “

          Es ist scheiss egal, weswegen sie kommen mittlerweile und ob ihre Motive „heher“ sind oder nicht.

          „Nee sorry, nix mimimimi sondern Bezugnahme auf die Verfassung. Verfassungsfeindlichkeit als Pragmatismus zu labeln ist schon eine Leistung. “

          Sowas hatten die Erschaffer der Verfassung wohl kaum auf dem Schirm.
          Davon abgesehen sagt das EU Recht, dass man sich in dem Land registrieren muss in dem man zuerst die EU erreicht. Ist zwar Quatsch, aber so ist das Gesetz. Wieso ist es in dem Fall ok, das zu brechen?

          „Zehn Millionen ist natürlich illusorisch, aber warum bringt das nichts? “

          deswegen

          „Die Leute fliehen vor Krieg.“

          Dazu müssen sie aber nicht bis Deutschland rennen und sich geballt dort konzentrieren, wo es am meisten zu holen gibt.
          Zumal das ja alles Umma ist und Saudi Arabien 3 Millionen klimatisierte perfekt ausgerüstete Zelte für Mekka übrig hat.

          Moslems, die dann erstmal zu den verhassten Kuffars rennen, sind mir eh suspekt.

          “ Es liegt an uns die herauszunehmen, die nicht vor Krieg und Verfolgung fliehen,“

          Wie?

          “ Backroundchecks durchzuführen und für eine europäische Lösung zu sorgen.“

          Wie? Du hörst dich an wie ein Politiker „Man muss“, „es muss“. Und passieren tut dann nichts. Die EU, Detschland, die Behörden, sind einfach völlig überfordert damit. Also muss man es lassen.

          “ Und da schließt sich der Kreis wieder, da bin ich bei dir. Die Pullfaktoren so zu erhöhen, dass all diese drei politischen Aufgaben nicht mehr erfüllt werden konnten war ein Fehler. Dennoch: Asylrecht ist Menschenrecht und unsere Verpflichtung. Und die die das missbrauchen müssen eben die härte des Rechtsstaats zu spüren bekommen.“

          Ach ja und wie? Wir haben keine Kohle für Knast keinen Platz im Knast, die Knäste sind eh marode und abschieben eht nicht, weil ohne Pass hier und selbst wenn, dann verweigern die Heimatländer die Wiederaufnahme ihrer eigenen Bürger. Und „wir“ können da anscheinend nichts gegen machen

          Es muss ein Ende haben.

          Und jetzt lies dir mal das hier durch. Ich schätze, die Investoren werden schon wissen, wieso.
          Und dann hast du irgendwann 10 Millionen wütende Moslems und Afrikaner, die gar nicht verstehen wollen, wieso es auf einmal plötzlich kein Geld mehr gibt.
          http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/euroland-und-das-maul-des-schreckens/

        • @ Atacama

          Teardown schrieb:

          „Wo wir nicht nicht beieinander sind, ist die Verweigerung des Rechts auf Asyl an Geschlecht festzumachen. Das ist sexistische Kackscheisse von dir.“

          Deine Antwort:

          „Ich bin da Pragmatikerin, ich sehe, das ist nicht gut für mein Land. Mir ist wirtschaftliche und gesellschaftliche Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit in dem Falle halt rgendwie wichtiger als „Kampf gegen Sexismus“.“

          Habe ich das richtig verstanden, dass du bei diesem Thema der Ansicht bist, dass Frauen im Kontext islamischer Fluchtmigration in Deutschland aufgenommen werden sollten, Männer aber nicht und dass Teardwown dies als sexistisch kritisiert? Falls ich es falsch verstanden habe, korrigiere mich bitte.

          Diese Sichtweise wäre auch in meinen Augen kritikwürdig.
          Derjenige Teil der Flüchtlinge, der für moderne Gesellschaften problematisch ist, sind jene Muslime, die orthodox-konservativ-islamisch sozialisiert sind und deren Einstellungen, Werte und Normen deshalb orthodox-konservativ islamisch oder islamistisch sind. Das gilt für beide Geschlechter
          Der orthodox-konservative Islam ist mit Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaat nicht vereinbar, die orthodox-konservativ-islamische Sozialisation ist darauf ausgerichtet autoritäre Persönlichkeiten zu produzieren, die nur schwer in modernen Gesellschaften integrierbar sind.

          Was orthodox-konservativen Muslimen die Integration in modernen Gesellschaften so schwer macht, sind spezifische Elemente des orthodox-konservativen Islams, die ihnen im Rahmen der konservativ-islamischen Sozialisation von klein auf vermittelt werden, die für das Leben in modernen Gesellschaften aber dysfunktional sind, dazu zählen insbesondere: ein Gefühl der Überlegenheit des konservativen Islams verbunden mit Intoleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen; starre traditionelle Geschlechterrollen; archaische Ehrbegriffe und die Einstellung, dass auf vermeintliche Ehrverletzungen mit aggressiver Selbstbehauptung reagiert werden müsse und der Umstand, dass Status in den entsprechenden sozialen Kontexten durch Religiosität und nicht durch Bildung erworben wird.

          Orthodox-konservativ-islamischen Frauen wird in der traditionellen islamischen Geschlechterrollensozialisation zwar eine andere Rolle zugewiesen als den Männern, aber sie haben die gleichen Werte und Einstellungen verinnerlicht – und geben diese durch ihre zentrale Rolle in der Erziehung an ihre Kinder weiter. Gewalt als Erziehungsmittel ist des Weiteren in konservativ-islamischen Familien nicht selten und sie geht häufig von den Müttern aus. Die traditionelle islamische Geschlechterrollensozialisation wird wesentlich durch die Mütter bzw. deren zentrale Rolle in der Erziehung reproduziert.

          Dass Männern in orthodox-konservativen-islamischen Kontexten die Rolle zugewiesen wird die archaischen islamischen Ehrbegriffe nach außen zu verteidigen und dass die männliche orthodox-konservativ-islamische Geschlechterrollensozialisation in diesem Sinne aggressive Verhaltensweisen begünstigt, die nach außen hin leichter sichtbar sind, darf weder dazu führen, dass die innerfamiliär auch von orthodox-konservativen Frauen im Rahmen der Erziehung ausgeübte Gewalt übersehen wird, noch, dass übersehen wird, dass es wesentlich Frauen sind, die sowohl Jungen als auch Mädchen die starren Geschlechterrollen und autoritären Werte und Normen des orthodox-konservativen Islams ansozialisieren.
          Auch die Vorstellung, dass Frauen, die sich nicht gemäß der archaischen „Reinheits“vorstellungen der orthodox-konservativen, autoritären Spießermoral verhalten „unrein“ seien, wird den Kindern beiderlei Geschlechts wesentlich von den Müttern vermittelt.
          Orthodox-konservativ-islamische Frauen sind also keineswegs unproblematisch für moderne Gesellschaften.

          Auch ich bin dagegen, dass weitere orthodox-konservative Muslime als Migranten in modernen Gesellschaften aufgenommen werden, auch nicht im Rahmen der Fluchtmigration. Das gilt in meiner Sichtweise für beide Geschlechter.
          Trotzdem sollen orthodox-konservativ-islamische Flüchtlinge nicht im Stich gelassen werden. Für orthodox-konservativ-islamische Flüchtlinge sollten islamische Länder stärker von der internationalen Gemeinschaft in die Pflicht genommen werden und westliche Länder sollten durch finanzielle Hilfe dafür sorgen, dass in den Flüchtlingslagern ein erträgliches Leben für alle möglich ist.

          Wenn moderne Gesellschaften langfristig weiterexistieren sollen, muss die Aufnahme von Migranten von deren Integrierbarkeit abhängig gemacht werden und die wichtigste Integrationsdimension ist m.E. die Bereitschaft zur Anerkennung der kulturellen Moderne (Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie, individuelle Freiheitsrechte). Leider zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass orthodox-konservative Muslime in der Regel aufgrund der oben genannten Faktoren schwer integrierbar sind.

          Es gibt aber natürlich auch Muslime mit modernen/aufgeklärten/liberalen/demokratischen Einstellungen, (auch wenn dies in islamischen Ländern erst eine Minderheitenströmung ist). Moderne/aufgeklärte/liberale/demokratische Muslime sind in modernen westlichen Gesellschaften gut integrierbar und sollten daher als Migranten in modernen Gesellschaften aufgenommen werden – was natürlich dann auch für beide Geschlechter gilt.
          Ebenfalls sollten säkular-demokratische Oppositionelle, sexuelle Minderheiten, Agnostiker und Atheisten aus islamischen Ländern sowie Männer und Frauen, die vor Genitalverstümmelung fliehen als Migranten in westlichen Gesellschaften aufgenommen werden.
          Die Einstellung zur kulturellen Moderne sollte entscheidend sein, nicht das Geschlecht.

        • ich bin da völlig bei Atacama. Das Asylrecht im GG gehört gestrichen, nichts spricht dagegen. In keinem Land der Welt außer Deutschland gibt es ein solches Recht, das jedem Erdbewohner die Möglichkeit gibt, in D Asyl zu beantragen inkl. Garantie eines Monate oder Jahre dauernden juristischen Verfahrens.

      • Naja man hatte Jahrzehnte lang kein Problem mit Assad und er hat die ähnlich wie in Jugoslawien die Leute daran gehindert sich gegenseitig umzubringen.

        Es ist irgendwie auch nie ganz Klar was man da will Assad oder den IS bekämpfen?

        Wer soll denn das Land befrieden wenn Assad weg ist? Der IS die Rebellengruppen?
        die Kurden werden versuchen ihren eigenen Staat zu bauen denen ist Syrien egal.

        Ohne Assad gibt es nur die Möglichkeit Exil Oppositionelle eine Regierung einrichten zu lassen, die dann Militärisch durch die UN und die Nato/USA abgesichert wird… aber davon sind wir weit entfernt, und wenn man sieht wie Irak und Afghanistan funktioniert haben….

        Das traurige ist doch das diese Länder in den 1960er 70er westlilch orientiert waren und dann kamen die Steinzeitmuslime und haben die ganze Region ins Unglück gestürzt.

        • eben, man hätte diese Diktatoren nie wegmachen dürfen. Vielleicht hätte man sich maö fragen sollen, warum da seit Jahrhunderten so regiert wird mit „harter Hand“, vielleicht weil man die Scheisse anders nicht in den Griff kriegt?
          Guckt euch mal an, was Gaddafi gesagt hat, der ja auch weg musste, weil er böse war.

          „„Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet Ihr Verwirrung stiften, al-Qaida in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen: Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa schwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten. Al-Qaida wird sich in Nordafrika einrichten, während Mullah Omar den Kampf um Afghanistan und Pakistan übernimmt. Al-Qaida wird an eurer Türschwelle stehen. In Tunesien und Ägypten ist ein politisches Vakuum entstanden. Die Islamisten können heute von dort aus bei euch eindringen. Der Heilige Krieg wird auf eure unmittelbare Nachbarschaft am Mittelmeer übergreifen. Die Anarchie wird sich von Pakistan und Afghanistan bis nach Nordafrika ausdehnen.““

          Und guckt euch an, was aus Lybien wurde und aus Europa nachdem er endlich weg war.

  7. http://www.bild.de/unterhaltung/tv/tv/rtl-zeigt-racheporno-gegen-willen-des-opfers-46651348.bild.html

    RTL ist so hammer^^

    „Vor fünf Jahren klaute ein Hacker Nacktfotos der Dänin Emma Holten (25). Mutig kämpfte sie 2014 dagegen an, ließ selber Nacktbilder anfertigen und veröffentlichte sie. Sie hoffte, dadurch würden die geklauten Fotos irgendwann vergessen.

    Doch jetzt hat RTL die gestohlenen Fotos im Fernsehen gezeigt. Zur besten Sendezeit. Zur Unterhaltung der Zuschauer.

    ► In der RTL-Show „Die 10 pikantesten Geschichten der Welt“ vom 15. Juni holte Moderatorin Sonja Zietlow (48) die Geschichte der einst gedemütigten Dänin aus dem Giftschrank – mitsamt der entwendeten Fotos. Ohne Nachfrage und nahezu unverpixelt.“

    d finde ich das hier richtig gut, auch wenn zdf natürlich auf das Böse ist.

  8. Linke sind heute geradezu anit-demokratisch:

    http://www.nationalreview.com/article/437644/left-wants-old-people-not-vote

    http://www.nationalreview.com/article/437217/brexit-referendum-left-opposes-self-government?target=topic&tid=

    Nach linker Logik sollen dann auch alle die todeskrank sind nicht mehr wählen dürfen.

    Im Print-Focus habe ich dann noch gelesen das geplant ist Eltern für ihre Kinder mitwählen zu lassen. Alleinerziehende erhalten somit doppeltes bis dreifaches Stimmerecht. Da kann die SPD ja dann schön gezielt Politik betreiben mit dem präferierten Familienmodel.

  9. http://www.achgut.com/artikel/add_die_neue_alternative_jetzt_auch_in_deutschland_erdogan_waehlen

    was haltet ihr eigentlich hier von?
    Ich finde diese Formulierungen sind schon eine Provokation in sich.
    „Sie werden diskriminiert von der Gesellschaft….Assimilation und Sprache lernen kann aber nicht sein, dass das gefordert wird“ = Widerspruch in sich und eine widerliche, nicht zu leistende Anforderung an „die Gesellschaft“ mal wieder.

    „sein Fazit: „Ewiggestriger Säkularfundamentalismus hat an unseren Schulen nichts verloren“.

    Und Deutschland soll statt „Nationalstolz“ (haben wir uns doch eh längst brav abgewöhnt) „Sozialstolz“ entwickeln.
    Und die Formulierung „ewiggestrier Sekulärfundamentalismus“ finde ich besonders frech.

    „Das ist die neue deutsche Leitkultur, die deutsche Nation hat ausgedient: Durch die gemeinsame Förderung verschiedener Hautfarben und Religionen wird diese Leitkultur gestärkt und durch Einbindung von allen Menschen in Deutschland erreichen wir eine erfolgreiche Integration aller Menschen. “

    Interation worin denn, wenn es keine festen Leitlinien mehr gibt außer dass jeder machen kann, was er will ohne sich diskriminiert fühlen zu müssen?

    „Die ADD steht für eine Willkommenskultur für Kinder, die Stärkung der Familie und mehr Fairness – insbesondere gegenüber Mehrkind-Familien. Das elterliche Erziehungsrecht muss gegenüber politischen Ideologien stärker gefördert werden (es sei denn, sie haben was mit Mohammed oder so zu tun), es muss die Wahlfreiheit der Eltern bei der Kinderbetreuung gesetzlich ermöglicht werden und statt Schulpflicht setzen wir uns für eine Bildungspflicht ein. „

    • Die ADD ist dann wohl der deutsche Ableger der türkischen AKP. Der türkische Charakter muss natürlich etwas verschleiert (höhö) werden; nicht so sehr wegen den Deutschen, sondern den nichtttürkischen Wahlberechtigten ausländischer Herkunft, die einer reinen Türkenpartei wohl eher nicht ihre Stimme geben werden. Mal schauen, wie sich das entwickelt.

  10. Ein Freund schenkte mir den ersten Band der berühmten und hochgelobten Comicserie „Strangers in Paradise“, auf die ich schon lange gespannt war und in die ich – nicht zuletzt aufgrund des Lobes anderer Autoren und Zeichner – hohe Erwartungen setzte.
    – Und es war das widerwärtigste, sexistischste Zeug, das ich seit langem gelesen hatte.

    Ich habe ernsthaft überlegt, die Lektüre abzubrechen, weil es mich einfach zu wütend machte, dass jede männliche Figur ein Sittenstrolch war und Frauen das Recht hatten, sie körperlich zu misshandeln, wenn diese solche Erzverbrechen begingen, sich von ihnen zu trennen (und das nur, weil man ihnen den Sex versagte… wie entitled vom Mann, auch Wünsche an eine Beziehung zu haben!). Entspricht ein Mann nicht dem Klischee, indem er etwa von Flugangst geplagt wird, ist es ein netter Zeitvertreib, ihn damit zu triggern, bis er zusammenbricht, was mit einem verächtlichen „Männer!“ kommentiert wird.
    Einzige Ausnahme ist ein Typ, den man schlicht nur als Beta bezeichnen kann, der treues und anspruchsloses Haustier in der Friendzone der Heldinnen ist. Als er seine Gefühle offenbart, bekommt er auch gleich eine gescheuert, aber er erklärt, das sei ein angemessener Preis dafür, in der Nähe der Göttinnen sein zu dürfen.

    Mir ist verdammt übel. Weiß nicht, ob ich was darüber schreibe… das bringt mir doch nur wieder Gemecker und nervige Diskussionen.
    Dann grüble ich, was ich mit dem Buch selbst mache… an sich bookcrosse ich, was ich nicht mag, aber ich will das nicht unbedingt verbreiten. Habe als Bücherfan aber doch Skrupel, es wegzuschmeißen…

    Hast du Interesse, Christian? Vielleicht hast du ja Lust, was darüber zu schreiben, dann hätte ich die Arbeit und den Stress auf wen anderen abgewälzt…

    • Noch nie davon gehört, aber kurzes reinschnuppern läßt mich dir zustimmen:

      Go Grrrrl, female empowerment!!! Fuck yeah!

      Finde ich immer wieder witzig diese „kein Mann hat einer Frau irgendetwas vorzuschreiben/zu sagen/zu empfehlen“, aber selbst wird rumkommandiert wie eine Prinzessin.

      Die Frauen in diesem Comic scheinen genau dem zu entsprechen was Feministinnen über Männer denken.

      • Weiteres tragikomisches Detail: Auf der obersten der Seite fällt ja schon auf, wie verdammt oft und durchgehend die Heldinnen nur eher spärlich bekleidet sind… aber dann empört sich der männliche Zeichner Terry Moore über die Lüsternheit der Männer. Steine, Glashaus?

    • Ich bewahr solche Bücher als eine Art Zeitdoku auf, um später mal meinen Enkeln zeigen zu können, welche männerverachtenden Zeiten es gegeben hat.

      Dahinter steckt zugegebenermaßen der Wunsch, dass es einmal Zeiten geben wird, in denen wir tatsächlich auch als fühlende Menschen wahrgenommen werden.
      Ein Blick auf die Vergangenheit stimmt nicht hoffnungsfroh 😦

      • Ja, ich hoffe auch, später im Schaukelstuhl auf der Veranda von den hippen Männerfeindlichkeiten dieser Tage erzählen zu können und mit der späteren Generation über deren Absurdität zu lachen. Drücken wir die Daumen, dass es dazu kommt!

  11. Gibt es hier Meinungen zur Gesetzesinitiative bezüglich illegaler Straßenrennen?

    http://www.heise.de/autos/artikel/Bericht-illegale-Strassenrennen-als-Straftat-ahnden-3254769.html

    Im Radio hörte ich, dass es insbesondere auch nicht mehr darauf ankommen solle, dass man sich im Vorfeld verabredet habe. Der bloße Blickkontakt an der Ampel zwischen Kontrahenten bzw. die Tatsache, dass mehr als eine Person zeitgleich rast (ich nenn das mal „Anschein-Strassenrennen“) solle ausdrücklich reichen.

    • mich wundert, dass es überhaupt Bedingung war, dass man sich abspricht. Wieso reicht es nicht einfach, dass da Leute ohne Zwang zu schnell fahren um bestraft zu werden.

  12. Das werdet ihr hart finden, schätz ich:

    „Von 26 Mannschaftsärzten der Erst- und Zweitligavereine, die an einer Umfrage teilgenommen hatten, gaben 24 an, ihren kickenden Patienten Homöopathika zu verabreichen. Die Umfrage führte der Sportmediziner Peter Billigmann durch, Leiter des Koblenzer Instituts für Leistungsdiagnostik und Sporttraumatologie, im Auftrag von Heel, einer der weltweit größten Hersteller homöopathischer Präparate. Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE nannte Billigmann, selbst Mannschaftsarzt beim Zweitligisten TuS Koblenz, mehrere Gründe für das Ergebnis der Umfrage: „Die Behandlungserfolge können sich sehen lassen, Homöopathika haben praktisch keine Nebenwirkungen und auch beim Thema Doping sind wir auf der sicheren Seite.“

    Die meisten Kollegen Billigmanns (92 Prozent) greifen bei der Behandlung von Verletzungen allerdings zunächst auf konventionelle Arzneimittel, wie Ibuprofen oder Diclofenac, zurück. Der Einsatz von Komplexhomöopathika folgt auf diesem Anwendungsgebiet mit 76 Prozent. Insgesamt verwenden jedoch 92 Prozent der Mannschaftsärzte bei der Behandlung der Profis – unter anderem bei Infektionen und zur Regeneration – homöopathische Medikamente.

    Billigmanns Erhebung scheint einen Trend im Leistungssport zu bestätigen: Immer öfter vertrauen Bundesliga-Profis auf alternative Behandlungen. Auch umstrittenen Ansätze wie Bioresonanz, Osteopathie, Elektroakupunktur oder Selbstheilungsmanagement werden immer populärer.“

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/homoeopathie-und-fussball-em-profis-setzen-auf-sanfte-medizin-a-556276.html

    Mein Spruch zur Homöopathie lautet übrigens (schon ewig):

    „Da auch Tierärzte solche Präparate mit Erfolg einsetzen, muss mehr dran sein als der Placebo-Effekt“

    (genutzt hab ich persönlich allerdings bislang nur die beliebten Osanit-Kügelchen gegen Zahnungsbeschwerden bei meinen Babys, das hat auch wirklich super funktioniert)

    • Warum wollen die anderen Muttis auf dem Spielplatz oder im Park denn nicht mit dir reden? (rhetorische Frage)

      Hast du wirklich nur uns?

    • Dass Profikicker realitätsbefreit sind, ist kein Geheimnis. Und da der Kunde eben König ist, bekommt er was er wünscht. Die Ärzte werden schon wissen, dass das Humbug ist, wären aber mit dem Klammerbeutel gepudert, würden sie den positiven Placebo Effekt nicht nutzen. Ich würde den Spielern allerdings eher Pfefferminz geben, das riecht wenigstens gut.

      „Da auch Tierärzte solche Präparate mit Erfolg einsetzen, muss mehr dran sein als der Placebo-Effekt“

      Natürlich ist da mehr dran. Das Wort ist länger, man nennt es „Placebo by Proxy“ und dieser Effekt ist – entgegen der Wirkung von Zuckerkugeln – erwiesen.

      • Eben. Seriöse Sportmediziner, die an Homöopathie-Humbug glauben, wird es kaum geben.
        Wie jeder gute Hausarzt macht man sich aber natürlich den Plazebo-Effekt zunutze, da angesichts der Verbreitung dieser Pseudomedizin sicher auch in jedem 30-Mann-ProfKader der eine oder andere Irrgläubige zu finden ist.
        In manchen Kliniken werden ja auch ganz klassische Plazebos (also ohne Potenzierungs-Hokuspokus) wie Kochsalzlösung als Schmerz- oder Schlafmittelsubstitut eingesetzt. Hilft genauso gut.

        Homöpathie wirkt natürlich auch bei Tieren nicht, man zeige mir ansonsten eine überzeugende, verblindete und kontrollierte RCT (Meta-) Studie!
        Plazebo wirkt aber nicht nur by Proxy (also durch Versuchsleitereffekt und obseration bias), sondern auch über klassische Konditionierung.
        So einfach ist das zu erklären, Dummchen.

  13. Die neueste Glosse der guten Frau Pusch:

    „Ich lese gerade die Georg-Büchner-Biographie von Hermann Kurzke. Dabei stieß ich auf das seltsame Wort „Ochsenziemer“, das ich zwar kannte, aber nicht in seiner vollen Bedeutung. Kurzke schreibt:

    „Als Weidigs Trotz sich so nicht brechen lässt, beantragt Georgi beim Großherzoglichen Hofgericht, seinen Gegner mit dem ‚Farrenschwanz‘ prügeln zu dürfen, einem sogenannten Ochsenziemer, einem aus einem Ochsenpenis gefertigten gummiknüppelähnlichen Gerät. Der Antrag wurde abgelehnt. Das Gericht war der Meinung, eine solche Strafe schicke sich wohl für ‚ungebildete und rohe Verbrecher‘, aber nicht für einen Gebildeten.“

    Dr. Friedrich Ludwig Weidig (1791-1837), evangelischer Theologe, gehörte wie Büchner zum Vormärz und zu den Wegbereitern der Revolution von 1848 und war deshalb lange in Haft.

    Ich recherchierte im Netz zu dem Wort „Ochsenziemer“ und fand Erstaunliches.“

    Weiterlesen auf:
    http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/der-ochsenziemer-und-seine-verwandten/

    • Ja man. Der Artikel ist mir auch aufgefallen. Interessanterweise von einem Mann geschrieben. Zeigt sehr schön, dass die inhaltlichen Konfliktlinien nicht entlang der Geschlechter verlaufen wie gern behauptet.

    • Was davon stimmt D.M.n. denn nicht?

      Mein Mann beginnt nach dem Urlaub auf einer neuen Stelle von der ich ihm eher abgeraten hatte, weil ich finde, dass der Lohnzuwachs in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Aufwand steht.

      Bislang hatte er seit der Familiengründung eine Pendelzeit von 20 Minuten täglich (hin und zurück!), zukünftig wird er zwei und mit Pech mehr Stunden jeden Tag im Auto hocken. Ganz ungünstig finde ich, dass es sogar möglich ist, dass er Abends oder am Wochenende nochmal hinmuss… (das soll aber nur ein paar Mal pro Jahr passieren, sagt die Vorgängerin)

      Wenn ich jetzt einen Grobplan der neuen Wochenroutine aufstelle (die Große kommt auf die weiterführende Schule, die Kleine nimmt nun auch Nachmittags-Hobbys auf zu denen sie ebenfalls kutschiert bzw. begleitet werden muss), fällt er quasi komplett aus.
      Für Alles.

      Kein in-den-Kindergarten-bringen wird mehr möglich sein (abholen ging eh nie), jeden einzelnen Nachmittags-Termin beider Kinder werde ich abdecken müssen, und dann darf ich auch noch froh sein, falls er bis zum Abendessen daheim ist.

      Krieg ich jetzt schon voll den Hals wenn ich drüber nachdenke, aber er suchte nunmal eine „neue Herausforderung“, wollte „raus aus dem operativem Geschäft“, die Karriereleiter hochfallen, gleich im Büro nebenan sitzt sein auserwählter Mentor, das ist nur ne Zwischenstation usw.

      Wie sollste da reagieren? Er will und er macht das. Und ich seufze: na dann viel Spaß und gutes Gelingen! Ach so, und natürlich: herzlichen Glückwunsch zur Beförderung!

      • Wie sollste da reagieren?

        Was die meisten gelangweilten Hausfrauen irgendwann machen, wenn ihr Gatte neben finanzieller Vollversorgung nicht auch noch beim Zeitvertreib zwischen den Kinderterminen hilft:
        fremdficken!
        Wär auch mal dringend nötig für deinen Selbstwert 😉

        • Ihr bleibt ja als Opfer quasi gar keine andere Wahl bei so viel Vernachlässigung!

          Ich finde es ja irgendwie erstaunlich, wie die Kinder von heute verhätschelt werden. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich schon zum Kindergarten alleine gegangen war (ca. 1 km Fußweg). Und in der Grundschule weiß ich noch, wie ich mit anderen Klassenkameraden nach Hause getrödelt und geschlendert bin. Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, dass dort irgendwer von meinen Klassenkameraden in der Grundschule noch von seinen Eltern abgeholt wurde. Das war völlig normal, dass jeder alleine mit seinem Fahrrad kam.
          Und spätestens ab der 5 Klasse habe ich alle sonstigen Termine (Fußball, Leichtathletik, Besuche bei Freunden, …) ebenfalls mit dem Fahrrad bzw. Bus und Bahn alleine besucht.
          Schon ein Drama, dass der Partner beim Verhätscheln seine Dienste verweigert und lieber beruflich vorankommt.

        • Für die Große stimmt das zunehmend, also dass sie selbstständig(er) wird (zum Glück wird sie keine Hausaufgaben machen müssen, nur Vokabeln abfragen und sowas muss ich regelmäßig – wer hat das bei Dir/Euch gemacht?).

          Aber mit bzw. für die Kleine muss ich noch mindestens vier bis fünf Jahre überbrücken bis sie dann soweit ist.

          Und nein: sie zum Kindergarten zu bringen und abzuholen ist noch lange kein Verhätscheln, sondern ich meine sogar vom Gesetzgeber vorgeschriebene Pflicht. Jedenfalls kriegte ich garantiert ordentliche Probleme mit unserer Einrichtung, so ich das auch nur einmal anders versuchte…

        • Das Ding ist halt einfach:

          Kein Mensch mit Elternverantwortung ist in der Lage Vollzeit erwerbstätig zu sein, es sei denn er findet eine Dumme, die ihm die Familienarbeit abnehmen kann bzw. vielmehr muss.

          Bei „Alleinerziehenden“ Vätern, die Vollzeit erwerbsarbeiten, sind das dann in aller Regel ihre Mütter oder tatsächlich auch die Kindsmütter.

          In meinem Fall könnten das theoretisch noch die Opas sein: beide Rentner, beide in der Nähe.
          Beide aber hochbeschäftigt, ‚türlich – sind ja Rentner^^

        • Ja, zweimal am Tag den Rechner verlassen und zum Kindergarten latschen (und wahrscheinlich lässt der Chauvi dich auch noch die Einkäufe erledigen!) ist wahrlich eine Schwerbelastung, die im 21. Jahrhundert keine Frau mehr tragen müssen sollte!

          Immerhin zeigt das doch, dass dein Mann auch mal seinen Willen durchsetzt und doch noch nicht komplett enteiert ist, wie es bisher den Eindruck machte.

        • Irgendwer muss in aller Regel dasein, abgesehen eben von der Zeit wo sie im Kindergarten/der Schule sind. Wo die Frau Vollzeit arbeitet bzw. wirklich echt Karriere macht, hält man sich dann halt ein Au-Pair-Mädchen.

          Das soll die Lösung sein?

          Sorry, aber als ich mich auf das Kapitel Kind eingelassen hatte mit ihm arbeitete er Teilzeit ohne Ambitionen das zu ändern.
          Eher schwafelte er davon, dass er gern ganz zu Hause bei den Kindern bliebe.
          HA!

      • „Was davon stimmt D.M.n. denn nicht?“
        Der Pendelnde bringt hier das Opfer, nicht der Nichtpendelnde.

        „Mein Mann beginnt nach dem Urlaub auf einer neuen Stelle von der ich ihm eher abgeraten hatte, weil ich finde, dass der Lohnzuwachs in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Aufwand steht“
        Am Ende kann nur er wissen, warum er das tut. Meist hat man einen Job länger als man Kinder und eine Ehe hat.

        • „Der Pendelnde bringt hier das Opfer, nicht der Nichtpendelnde.“

          In (bestimmt nicht nur) unserem Fall gilt:

          der Pendelnde bringt das Opfer selbstbestimmt&freiwillig&freut sich sogar noch drauf, während ich mich halt gezwungenermaßen abfinden muss mit der Entscheidung, die er für sich getroffen hat und die meine zeitlichen Freiräume und Möglichkeiten arg beschränkt.

          Wäre er so’n richtig dummes Arschloch, würde er auch noch die Frechheit besitzen mich im nächsten Schritt anzumaulen, warum ich mir keine Vollzeittätigkeit suche^^
          Aber so ist er natürlich nicht. Immerhin.

      • „Kein in-den-Kindergarten-bringen wird mehr möglich sein (abholen ging eh nie), jeden einzelnen Nachmittags-Termin beider Kinder werde ich abdecken müssen, und dann darf ich auch noch froh sein, falls er bis zum Abendessen daheim ist.“
        Was ist so schlimm daran, Vollzeit zu arbeiten.

        • Ich sagte ja: vor 10 Jahren arbeitete er (befristet) Teilzeit und das war die Bedingung unter der ich bereit war ein Kind mit ihm zu bekommen.

          Das „Babybegrüßungsgeschenk“ seitens seines Chefs war dann eine unbefristete Vollzeitstelle, wo ich schon ein bißchen schlucken musste, auch wenn er nur 10 Minuten von zu Hause weg arbeitete seither.

          Und jetzt wird er nicht mehr „nur“ min. 8 Std. werktags außer Haus sein, sondern regulär seine 10-12.

          Hätte er derartige Anwandlungen vor der Zeugung gehabt, wäre das für mich ein Dealbreaker gewesen.

          Und nein: ich rechne nicht damit, dass ich irgendeinen auch nur mini-kleinen, finanziellen Vorteil erlangen werde dadurch, im Gegenteil (den Großteil des Lohnzuwachses wird er in Sprit investieren müssen, außerdem ist anzunehmen, dass er kaum noch mal „die Zeit“ bzw. die Lust haben wird Lebensmitteleinkäufe zu tätigen wie er das sonst schonmal tat auf dem Nachhauseweg).

          Naja, ich lass mich mal überraschen…

  14. Als überzeugter Humanist finde ich es ja wunderbar, dass wir den Frauen beibrachten, schreiben zu lernen !

    Aber hätten wir nicht daran denken sollen, auch Wert darauf zu legen, dass sie etwas sinnvolles schreiben?

    • Verträglich bis zuvorkommend würde ich meinen – und, dass ich Frauen und Männern mit dem selben Respekt begegne. Zumindest solange ich nicht hinterm Steuer sitze.

      Hab mal eine Zeit drauf geachtet und festgestellt, dass ich wenn dann doch etwas häufiger mit Männern aneinandergerate. Ich würde das allerdings weniger meiner eigenen Beißhemmung ggü. Frauern, als vielmehr dem im Mittel etwas schlechteren Sozialverhalten von Männern zuschreiben.

  15. Und einen habe ich noch:

    Welche intelligtenten Blogs (ideal nicht mit den politischen/ biologischen Themen hier verbuchselt) kennt ihr so?

    (Ich war gerade sehr amüsiert: Bei der Frage an das Allwissende google nach „Wie bringe ich 17 Minuten am tag rum?“ kamen zwar – zweifelsfrei hochspannende – Matheübungsaufgaben (und ich war versucht darauf zu klicken), aber wirklich an solcherlei „Unterhaltung“ habe ich nicht gedacht.

  16. Grade wieder was gelernt zur Rentenumverteilung Mann->Frau:

    Für jedes geborene Kind bekommen Mütter in D standardmäßig -quasi unabhängig von ihrer Arbeits-/Erziehungsleistung – 3 volle Jahre Rentenbeiträge angerechnet. Und zwar entsprechend der Höhe eines bundesdeutschen Vollzeit-Durchschnittsgehalts (!), welches ja nur die wenigsten Frauen real erreichen. Das beste – wenn sie arbeiten statt erziehen, erwerben sie jeden weiteren Rentenpunkt einfach zusätzlich zum Geschenkten.

    Interessant zum Vergleich: Männer bekamen für die Zeit des Zwangs-Wehrdienstes zuletzt nur 60% dieses Anspruchs, alo gut die Hälfte (und konnten nicht zuverdienen / sich die Arbeit teilen)

    Falls ein Vater nun übrigens ebenfalls Ansprüche anmelden wollen sollte, muss dies im Einverständnis mit der Mutter in einer beidseitigen Erklärung VORHER geltend gemacht werden, rückwirkend gilt nicht.

    Ich habe das unschätzbare Glück, dass meine Frau sich darüber rechtzeitig informiert und von sich aus vorgeschlagen hat, dass ich statt ihr diese Regelung nutze (da bei ihr ohnehin nicht sicher ist, ob sie überhaupt auf die notwendigen 5 Jahre GRV kommt) und daher (mal wieder) von unserem gynozentrischen Staat profitiere.

    Hier findet man wahrscheinlich noch mehr:
    http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung3/Pdf-Anlagen/PRM-22718-Rentenratgeber-fur-Frauen.pdf

        • Weil es Frauen sind, die eher von der Altersarmut betroffen sind, die sich in erster Linie auf Betreuungszeiten zurückführen lässt.
          Zudem wird man dem Demographiewandel entgegenzuwirken versuchen, da man sich sicherlich denkt, dass die entsprechenden Frauen sich eher dafür entscheiden ein Kind zu bekommen, selbst wenn sie dafür ihre Berufsaussichten und damit ihre spätere Rente teils empfindlich beschneiden.

          Diese Regelung kommt natürlich insbesondere Alleinerziehenden zugute.
          Auch Davids Frau würde sich wahrscheinlich in den Hintern beißen, sollte er auf die Idee kommen, sich übermorgen scheiden zu lassen und sie steht alleine mit dem Kind da.
          Was passiert. Man schaue sich die Exfrau von Leutnant Dino an.

        • Zunächst mal: „Altersarmut“ ist relativ.

          Die meisten alten Menschen können mit 800 Euro im Monat recht gut leben, zumal sie ja in aller Regel im Eigenheim oder zumindest auf sehr alten Mietverträgen sitzen (haben durchschnittlich auch viel mehr Wohnraum zur Verfügung) und bei Frauen meist noch Witwenrente dazukommt (ebenso wie die doppelte Bezugsdauer aus den Beiträgen der Männer finanziert).
          Ich zumindest habe mit weniger Geld und den Bedürfnissen eines Studenten in der Großstadt sehr gut gelebt (und gefeiert und gereist).
          Schon 2030 wird laut WDR jede zweite Rente eine „Armutsrente“ sein.

          Gründe dafür sind eben nicht in erster Linie „Betreuungszeiten“ (für 1,4 Kinder), sondern die kaputte Demographie + Rentensystem.
          Individuell ist der Grund einfach: man hat schlicht nicht genug eingezahlt!
          Da wäre es mal an der Zeit, dass Frauen mal mehr auf die Berufswahl und Verdienst achten, Vollzeit arbeiten soweit möglich, Betreuung auch mal an den Mann abgeben und sich nicht einfach darauf verlassen, dass Mann und Staat sie schon irgendwie durchfüttern werden.

          Der Skandal ist nicht nur der geschilderte Automatismus, den man nicht rückgängig machen kann.
          Der Skandal ist vor allem auch die horrende Höhe der (letztlich umverteilten) Rentenpunkte (die FÜNFFACHE Menge wie für das Zwangskriegsdienstjahr, und das für die meist schönste Zeit eines Frauenlebens), die ja noch durch Erwerbsarbeit beliebig aufstockbar ist, obwohl dann entsprechend weniger betreut wird kassiert sie dann doppelt.

          Außerdem betreut keine Frau, die nicht alleinerziehend ist „100%“. Selbst wenn sie nichts und der Mann gezwungenermaßen Vollzeit arbeitet (was ja kaum noch vorkommt), übernimmt er ja Betreuungsaufgaben am Abend, Wochenende und Ferien + Krankheitstagen (außerdem gibt es ja genügend Fremdbetreuungsangebote, die auch genutzt werden).
          Trotzdem bekommt sie per Default 3 Jahre Vollzeitbetreuung auf hohem Lohnniveau (+Eigenverdienst) angerechnet, er gar nichts.

          Und dass dies als „Anreiz“ taugt zum Kinderkriegen, glaubst du ja wohl selbst nicht. Abgesehen davon, dass die weltweit höchsten Anreize ohnehin schon einher mit einer der weltweit niedrigsten Geburtenraten einher gehen, macht wohl niemand seine Familienplanung nach IHREN Rentenpunkten.
          Zumal: wer weiß das überhaupt?? Schon ich habe davon erst erfahren, als es schon viel zu spät war.

        • Also so wie ich das auf S. 24 der von David verlinkten Broschüre verstehe, geht das.

          Ja es geht, aber es hängt vom Willen der Frau ab, davon abzugeben, was ihr „zusteht“. Außerdem dürfte es bei den allermeisten zu spät für den Antrag sein, wenn sie davon mitbekommen.

        • *Die meisten alten Menschen können mit 800 Euro im Monat recht gut leben, zumal sie ja in aller Regel im Eigenheim oder zumindest auf sehr alten Mietverträgen sitzen (haben durchschnittlich auch viel mehr Wohnraum zur Verfügung) und bei Frauen meist noch Witwenrente dazukommt (ebenso wie die doppelte Bezugsdauer aus den Beiträgen der Männer finanziert).
          Ich zumindest habe mit weniger Geld und den Bedürfnissen eines Studenten in der Großstadt sehr gut gelebt (und gefeiert und gereist).
          Schon 2030 wird laut WDR jede zweite Rente eine „Armutsrente“ sein.*

          Du vergleichst jetzt nicht wirklich deine Verhältnisse als junger, gesunder Student mit denen eines alten, eventuell chronisch kranken Menschen, oder?

          *Da wäre es mal an der Zeit, dass Frauen mal mehr auf die Berufswahl und Verdienst achten, Vollzeit arbeiten soweit möglich, Betreuung auch mal an den Mann abgeben und sich nicht einfach darauf verlassen, dass Mann und Staat sie schon irgendwie durchfüttern werden.*

          Wie sieht es eigentlich bei dir aus mit der Betreuung? Der Döps dürfte ja inzwischen auf der Welt sein.

          *Und dass dies als „Anreiz“ taugt zum Kinderkriegen, glaubst du ja wohl selbst nicht. *

          Nö, tu ich nicht. Ändert aber nix daran, dass es sicherlich so gedacht ist.

          *Zumal: wer weiß das überhaupt?? Schon ich habe davon erst erfahren, als es schon viel zu spät war.*

          Deine Frau wusste es offenbar. Was ein kleiner Hinweis ist, wer sich eventuell die Gedanken macht, weil er der Meinung ist, sie sich machen zu müssen. ^^


        • Wie sieht es eigentlich bei dir aus mit der Betreuung? Der Döps dürfte ja inzwischen auf der Welt sein.

          Ja 🙂
          Hab runtergefahren (vorher noch rangeklotzt) und Urlaub und Zeiten so eingeteilt, dass ich jetzt erstmal relativ viel zuhause bin, auch einiges zuhause arbeite. Das heißt formal macht sie zwar 100% Betreuung, real habe ich aber auch an die 30% Anteil. Was ich übrigens nicht als Arbeit, sondern als größtes Geschenk meines Lebens empfinde!
          Im Winter werde ich dann auch noch 5 bis 6 Monate Elternzeit nehmen, worauf ich mich sehr freue.

          *

          Nö, tu ich nicht. Ändert aber nix daran, dass es sicherlich so gedacht ist.

          Dann hältst du die feministischen Politikerinnen offenbar für dümmer als deine Person. Das tue ich zwar auch, aber nicht für so dumm, dass diese dreiste Frauensubvention sich nur „zufällig“ aus fehlgeschlagenem Familiengründungsanreiz ergibt.

          Deine Frau wusste es offenbar. Was ein kleiner Hinweis ist, wer sich eventuell die Gedanken macht, weil er der Meinung ist, sie sich machen zu müssen. ^^

          Meine Frau ist Akademikerin und in solchen Dingen sehr viel fitter als andere (auch als ich). Und trotzdem hat sie es erst 10 Monate nachdem das Kind in den Brunnen Bauch gefallen ist, gemerkt.

        • @david
          Dann Glückwunsch! Hoffe alles gesund? Junge, Mädchen?

          *Im Winter werde ich dann auch noch 5 bis 6 Monate Elternzeit nehmen, worauf ich mich sehr freue.*

          Hm. So richtig, dass du mit dem Kind alleine bist? Na dann bin ich ja mal gespannt.
          Ohne dich verängstigen zu wollen, aber ich hab schon das eine oder andere Mal erlebt, dass das für Männer ein ziemlicher Augenöffner war und sie die Leistungen von Müttern (die du ja nicht hoch einschätzt) mit anderen Augen sehen. 😀

          *Dann hältst du die feministischen Politikerinnen offenbar für dümmer als deine Person.*

          Warum dümmer?

          *Meine Frau ist Akademikerin und in solchen Dingen sehr viel fitter als andere (auch als ich).*

          Dabei bist du auch Akademiker. ^^

          *Und trotzdem hat sie es erst 10 Monate nachdem das Kind in den Brunnen Bauch gefallen ist, gemerkt.*

          Trotzdem, sie beschäftigt sich mit sowas. Warum du nicht?

        • Dann Glückwunsch! Hoffe alles gesund?

          Danke!! Ja, bisher alles prächtig!

          Junge, Mädchen?

          Untersteh dich, mein Kind zu gendern! Einfach ein MENSCH!
          😉


          Hm. So richtig, dass du mit dem Kind alleine bist? Na dann bin ich ja mal gespannt.
          Ohne dich verängstigen zu wollen, aber ich hab schon das eine oder andere Mal erlebt, dass das für Männer ein ziemlicher Augenöffner war und sie die Leistungen von Müttern (die du ja nicht hoch einschätzt) mit anderen Augen sehen.😀

          Das mag durchaus sein, vielleicht werde ich mich noch ziemlich umgucken. Ich sehe zumindest schon die Leistung einer Geburt mit anderen Augen. Diese Schmerzen möchte ich nicht haben und hätte ich mir nicht vorstellen können, ohne live dabei zu sein.
          Habe vollstes Verständnis für jede Frau, die per Sectio entbindet (leider gehen da viel Shaming, Hysterie und Mythen von Hebammen bezüglich Kaiserschnitten aus).

          Aber wenn es so entspannt bleibt wie bisher, freue ich mich wirklich drauf. Babys schlafen schließlich die meiste Zeit, die hat man ja schonmal frei. Wird dann zwar weniger schlafen und mobiler werden, aber ich versuch mal optimistisch zu bleiben.
          Ich sammle grade schon Mutterkolleginnen, mit denen ich dann Kaffee trinken und auf den Spielplatz gehe 😉

          Leistungen von Müttern (die du ja nicht hoch einschätzt)

          Ich schätze diese sehr hoch ein (weil die meisten Mütter einfach unheimlich dafür brennen und Feingefühl entwickeln), aber halt nicht als eine mit Erwerbsarbeit vergleichbare „Leistung“. Sondern (wie z.B. Sport) als etwas sehr privates, freiwilliges, erfüllendes, natürliches. Eben eher als Geschenk denn als eine Leistung.

          Warum dümmer?

          Weil du selbst sagst, dass es als Anreiz nicht taugt, obwohl von diesen Damen angeblich als solcher gedacht.
          Ich sehe darin im Grunde nichts als klassische feministische Umverteilung, Männer zahlen Beiträge, Frauen bekommen sie unproportional zugesprochen.
          Und glücklicherweise bin ich hier (wie auch beim Eherecht) halt auch mal die „Frau“.
          Für mich persönlich natürlich super. Aber gerecht ist was anderes.

          Dabei bist du auch Akademiker. ^^

          Trotzdem, sie beschäftigt sich mit sowas. Warum du nicht?

          Ich beschäftige mich auch mit sowas (wie du siehst), nur ist sie in Behördenkram immer schon etwas fitter (auch hier Rollentausch, traditionell regelt das ja auch der Mann), hat sich z.B. auch in BU-Versicherungskram eingelesen.
          Dort wie generell gilt aber halt auch: für Frauen ist da mehr zu holen! BU-Versicherungen lohnen sich für Männer seit Unisex-Einführung kaum noch.

        • Ach ja: Meine Freundin wr geschockt, als ich ihr gesagt habe, dass sie jetzt eigentlich die Hälfte ihres gehalts für die Rente sparen müßte.
          Ist dabei doch eigentlich logisch, wer 35 Jahre ohne arbeit leben will, muss wenn er 35 Jahre arbeitet jedes Jahr die Hälfte für die Rente zurücklegen. Wer länger lebt ohne länger zu arbeiten, eben mehr.

        • „Ohne dich verängstigen zu wollen, aber ich hab schon das eine oder andere Mal erlebt, dass das für Männer ein ziemlicher Augenöffner war und sie die Leistungen von Müttern (die du ja nicht hoch einschätzt) mit anderen Augen sehen.“
          Seit meine Frau mit unserem Kind in eine andere Stadt gezogen ist, versteht sie langsam was ich alles für sie, das Kind und den Haushalt getan habe. Bei einem guten Planer sieht halt immer alles so aus, als würde er nichts tun.

        • @ david

          Auch von mir als Vater nen herzlichen Glückwunsch.

          Lass Dich nicht verrückt machen. Auch Frauen werden nicht als Mütter geboren und müssen sich erst in die Rolle finden.
          Das einzige, was sie automatisch können, ist Milch geben. Beim Rest geht das ebenso nach Trial&Error, wie bei uns Männern.
          Es ist schlicht ein Märchen, dass Männer ungeschickter sind und die Signale der Babies weniger gut deuten können.
          Diese Mär basiert wahrscheinlich auf der Erkenntnis, dass Männer nicht bei jedem „öfföff“ aus der Wiege gleich Großalarm auslösen, sondern erstmal die Lage sondieren.
          Frauen arbeiten zu einem nicht unerheblichen Teil den Stress ab, den sie selbst erst erzeugt haben.
          Wenn eine junge Mutter um 3Uhr morgens beim ersten Ächzen des Nachwuchses gleich ins Kinderzimmer stürmt, das Licht einschaltet und beruhigend auf das ob des überraschenden Nacht-Tag-Wechsels verwirrte und eigentlich völlig müde Kind einquatscht, dann darf sie sich nicht wundern, wenn es danach völlig von der Rolle ist.
          Die Mutter meiner Kinder war als Partnerin ne glatte Null, aber bezüglich der Kinder hat sie – Gottseidank – auf mich gehört (meine Mutter hatte mal eine Ausbildung als Kinderpflegerin gemacht) und immer erstmal low-level-Lösungen angeboten (Umdrehen).
          Wir hatten – eigentlich wenig erstaunlich – bemerkenswert friedfertige Kinder.

      • „Weil es Frauen sind, die eher von der Altersarmut betroffen sind, die sich in erster Linie auf Betreuungszeiten zurückführen lässt.“
        Diese Kausalität kann nicht richtig sein. Für Betreuungszeiten erhalten Frauen drei Jahre lang einen Rentenpunt, d.h. die Rente gemäß des Eckrentners. Soviel erhalten viele Menschen nicht mal mit der Erwerbsarbeit. Dies wird durch Steuern finanziert.
        Betreuung von Kindern ist für Altersarmut so kausal, wie die Altersarmut des Eckrentners (Mensch mit Durchschnittsbruttoeinkommen).

        Im Scheidungsfall werden die Rentenanwartschaften, die in der Ehe entstanden sind hälftig geteilt. M.a.W. auch hier kann die Ursache der Niedrigrente nicht gesehen werden. Wenn keine Scheidung vorliegt, dann teilen sich ja die Ehepartner die Einkommen und es macht wenig Sinn von der Altersarmut der Ehefrau zu sprechen. Also auch hier kann ich die behauptete Kausalität nicht erkennen.

        „selbst wenn sie dafür ihre Berufsaussichten und damit ihre spätere Rente teils empfindlich beschneiden. “
        Hier kommen wir der Sache schon näher. Aber das ist vorhersehbar und damit Teil des Kalküls für ein Kind. WIe aber soll ein Gesetz aussehen, das die Berufsaussichten verbessert um die zukünftige Rente zu erhalten?

        Darüber hinaus ist es ja auch so, daß gerade Frauen auf die Lebenszeit bezogen deutlich mehr Rente bekommen als Männer – sie leben halt fast 8 Jahre länger.

        Die zentraleProblematik ist die direkte Anrechenbarkeit von Erwerbseinkommen auf die Renten. Hier liegt ein fundamentaler Systemfehler vor. Wer länger will sollte ohne Schaden für seine Rente länger arbeiten können. Auch eine stärkere Betonung von Kinderbetreuung wäre wünschenswert.

        • UND gehen auch noch etwas früher in Rente. Obwohl sie gesünder sind, mit 65 noch die doppelte (!) Lebens/-Rentendauererwartung haben. Obwohl sie im Schnitt viel weniger, und viel weniger körperlich gearbeitet haben.

          Witwenrente kommt noch obendrauf. Dass ein Mann von seinem zunächst höheren Monatsrenteneinkommen profitiert (und es nicht schlicht teilt) dürfte auch selten sein.

    • Die Rentenpunkte“diskriminierung“ ist von den Auswirkungen her vollkommen lächerlich im Vergleich zu der die durch das Elterngeld zustandekommt, das ja tatsächlich zur Verkonsumierung zur Verfügung steht.

      Zur Erinnerung: insbesondere Väter (aber auch alle – paar, wenigen – Gutverdienerinnen) erhalten SECHSMAL so viele staatliche Transferleistungen für die Kleinkindbetreuung wie die Menschen am unteren Ende der Nahrungskette – für die prinzipiell selbe Arbeit.

      Zudem erhalten auch nur Mütter in regulären Arbeitsverhältnissen das Mutterschaftsgeld zusätzlich zu dem was ihr Arbeitgeber ihnen zahlt. Noch ne real-wirksame, durch nichts gerechtfertigte Diskriminierung von z.B. Studierenden, Selbstständigen und Erwerbsarbeitslosen (klassischen Hausfrauen-)Müttern.

      We need to stop that.

      Jede Frau, die ein Kind geboren hat, sollte die gleiche, fixe Summe erhalten (ich plädiere für das bundesdeutsche Jahresdurchschnittsgehalt).

      Und das Konzept Altersrente wird hoffentlich bald dann mal ersetzt durch das BGE.

      • Das ist – natürlich – völliger Schwachsinn.

        Weder ist da eine Diskriminierung gegeben noch ist die ans Geschlecht gebunden. Elterngeld wird ohnehin ganz überwiegend an Frauen ausgezahlt (wenn man es nicht als Familieneinkommen sehen will), da sie sich die verfügbaren Bezugsmonate fast vollständig unter den Nagel reißen.

        Gutverdiener (m/w) bekommen ab dem Grenzwert dann sogar prozentual WENIGER von ihrem Einkommen als Elterngeld, als Geringverdiener. Und selbst Nichtverdiener (die in der Regel eh nur den nächsten Empfänger großziehen) bekommen noch großzügige 300 Euro.

        • „wenn man es nicht als Familieneinkommen sehen will“

          Wüsstest Du die genaue Begründung, weshalb man die Berechnungsgrundlage der staatlichen Zuschüsse anno 2006 umgestellt hat?

          Bis dahin war es nämlich so, dass das Familieneinkommen ausschlaggebend dafür war, ob man überhaupt und dann wieviel Geld einem gezahlt wurde (max. 300 Euro monatlich für zwei Jahre, Gutverdiener und ihre Partnerinnen erhielten – außer Mutterschaftsgeld eben – NICHTS, was ich durchaus so an und für sich auch nicht gerecht fand).

        • Das ist nicht mehr und nicht weniger als 1 konkretes Beispiel für den Selbstbedienungs- und Umerziehungsstaat, den sich die Priviligierten zu ihrem Nutzen und dem Schaden der Allgemeinheit so basteln.

          Und es ist höchst interessant, dass ausgerechnet DAS die erfolgreichste, politische (Ver-)Änderung der von der Leyen war.

          Wir erinnern uns: Mutter von 7, die – samtsonders ihrem dementen Vater – von ihrem Ehemann betreut wurden (garantiert nicht ohne professionelle, personelle Unterstützung dahoam).

          Die hat ihren neuen Lebensentwurf dann praktisch direkt in Gesetze gegossen, und wie begeistert die Mehrheit darüber war!

          Ich kann mich da (leider) nichtmal von ausnehmen, da ja auch ich das Ziel „Väter zur aktiven Vaterschaft ermutigen“ teile (immernoch). Nur man hätte es halt anders machen müssen, nämlich mit der Ausweitung der Mutterschutzbestimmungen auf Väter (mit Veto-Recht der Mutter!).

          Und nicht mit mehr Geld für Leute, die es nicht brauchen.

        • Die hat ihren neuen Lebensentwurf dann praktisch direkt in Gesetze gegossen -> da fehlen ein paar vielleicht auch zu quere Gedankengänge damit das verständlich würde, fürchte ich, krieg ich aber gerad nicht sauber hin.

          Daher nur zur Ergänzung:

          Natürlich hat das Ehepaar von der Leyen _nicht_ persönlich profitiert von der Gesetzesänderung. Deren jüngstes war ja schon raus aus der Windel-Zeit, bevor ihr Mann „das Kommando“ zuhause übernahm…

    • hatte ich nicht gesagt, ich wolle erst gratulieren wenns da wäre?
      Problem ist nur: ich bin bislang nichtmal davon überzeugt, dass david ne Frau hat. Und so unehrlich rumheucheln geht bei mir nich.

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