Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 28. Juni 2016

„Hausfrauen sind mit ihrem Leben am zufriedensten“

Mittels einer Umfrage will man herausgefunden haben, dass Hausfrauen die zufriedensten sind:

The survey, carried out for insurance group LV=, asked more than 3,000 to say whether or not they were satisfied with their lives. The ratings recorded are the percentage who indicated they were not unhappy with their lot.

The country’s two million stay-at-home parents – the great majority of them mothers – were recorded in the report as ‚homemakers‘.

Wenn ich das richtig sehe, dann konnte man nur zufrieden oder unzufrieden angeben, was ich relativ einschränkend finde. „Wie zufrieden sind sie mit ihrem Leben?“ wäre da aussagekräftiger. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Frauen durchaus die Nachteile sehen, aber eben das zusammen sein mit den Kindern durchaus als positiv erleben. Es ist also nicht unbedingt so, dass sie die mit dem höchsten Zufriedenheitswert sind, es gibt nur die wenigsten Ausreißer, die in das unzufriedenen Lager gehen. Theoretische könnten sie alle bei 52% hängen und andere Bereiche einfach eine größere Spanne aufweisen. Was auch daran liegen mag, dass Hausfrau eine gewisse Freiwilligkeit hat, da man sich ja entschließen kann ab einem gewissen Alter der Kinder wieder zu arbeiten, es aber häufig so ist, dass man in einem schlechten Job erst einmal, und das recht heimlich, einen neuen finden muss.

They scored 87.2 per cent in the happiness ratings. The others in the top five were those working in: hospitality and events management – 86.3 per cent; creative arts and design – 84.4 per cent; the charity sector – 83.9 per cent; leisure, sport and tourism – 83.7 per cent.

The least satisfied were working in marketing, advertising and public relations, with a happiness rating of 53.8 per cent.

The others in the bottom five were: police and security officers – 59.4 per cent; salesmen and women – 67.4 per cent; civil servants – 70 per cent; shop workers – 70.8 per cent.

Interessante Prozentzahlen sind es dennoch. 87,2% scheint mir jedenfalls nicht unbedingt zur feministischen Vorstellung der unterdrückten Frau zu passen. Und es macht auch deutlich, dass arbeiten nicht das reine Privileg sein muss als das es im Feminismus gerne dargestellt wird.

The report said: ‚Homemakers are happier than people working in any other occupation, but they work double the hours most people think.‘

The findings reinforce the results of large-scale research on well-being carried out by the Office for National Statistics, which has shown that stay-at-home mothers believe their lives are more worthwhile than their counterparts in work.

Natürlich ist „double the Hours“ auch immer relativ. „Zwei Stunden die Kinder betreut“ kann bedeuten mit diesen vor dem Fernseher gesessen zu haben. Wobei Kinderbetreuung natürlich auch durchaus seine anstrengenden Seiten haben kann, dass will ich gar nicht absprechen.

Government surveys have also shown that more than a third of mothers who go out to work would like to give up their jobs and stay at home with their children.

Das ist doch mal eine relativ hohe Zahl.

But women who stay at home to bring up families are under heavy pressure from the Government to find jobs and send their children into childcare.

Laura Perrins, co-editor of the Conservative Woman website, said: ‚What this survey confirms is how satisfying the vocation of raising children at home, and all the work that this entails, is.

‚Mothers who do this know what a responsible job raising children is. It is a shame our Government does not share this view.‘

Was einen zu der Frage zurück bringt, ob es wirklich das Patriarchat ist, welches Frauen Hausfrauen sein lässt oder sie dazu bringt Teilzeit zu arbeiten.

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Responses

  1. Kinder betreuen….. ab Kindergartenalter können die sich auch mal alleine beschäftigen in der Zeit kann man dann andere Dinge im Haushalt machen, bzw. Teilweise wollen die kleinen dabei auch helfen… dann dauert Kuchen backen 50% länger dafür hat man aber Kinder betreuen und Kuchen backen in einem gemacht und kann 1h Arbeit als 2 Stunden abrechnen.

  2. „Government surveys have also shown that more than a third of mothers who go out to work would like to give up their jobs and stay at home with their children.“

    Da würden mich mal die zahlen der Väter interessieren und natürlich ein Vergleich dazu wieviele Frauen einen Posten im Aufsichtsrat anstreben.

    • Also wenn es vom Geld her möglich wäre und es entsprechende Arbeitsplätze geben würde ich sofort auf eine 2/3 Stelle wechseln um mehr Zeit für mein Kind zu haben.

      • „Also wenn es vom Geld her möglich wäre und es entsprechende Arbeitsplätze geben würde ich sofort auf eine 2/3 Stelle wechseln …“

        Hätte ich damals (Ende der 90er) auch gern getan. Aber die Mutter war der Meinung, dass meine Rolle die des alleinigen Ernährers sei.
        Schließlich wollte SIE komplett zuhause bleiben, trotz Uni-Abschluss und Karriereaussicht.

        Nach der Trennung blieb ich in der Rolle des Sozialamts und Ferien-Besuchsonkels.

        Heute habe ich Karriere gemacht – und sie lebt von der Stütze.
        Eine späte kleine Genugtuung für mich 🙂

  3. Völlig OT, aber wer heute (BTW am τ-Tag) Lust auf eine virtuelle Blogparty hat, ist auf meinem Blog anlässlich des 5-jährigen Blogjubiläums herzlich willkommen.

    Blogparty bei breakpoint! BP@BP
    (nicht abschrecken lassen, es fängt ein wenig nerdig an)

  4. Ich kenne aus meinem eigenen und meinem familiären Umfeld eine ganze Reihe Hausfrauen. Die machen in der Tat den Eindruck, mit ihrer beruflichen Situation sehr glücklich zu sein. Ich kenne auch einige Frauen die beruflich ungemein erfolgreich waren, aber nach dem ersten Kind trotzdem auf Teilzeit gewechselt sind um mehr Hausfrau sein zu können.

    Was ich aber nicht kenne ist auch nur eine Hausfrau, die ein glückliches Sexualleben hat. Das sind entweder überwiegend sexlose Ehen oder diese Frauen suchen sich gleich einen oder mehrere Lover (die sie dann vor ihren Männern verborgen halten müssen, womit sie nicht wirklich glücklich sind) um das Defizit zu schließen.

    • Und wie hängt das jetzt zusammen?

      Zuviel Freizeit und Langeweile weil Hausfrau, der Mann ist Vollzeit Berufstätig und Abends Müde und deswegen gibts zu wenig Sex und Frau ist gezwungen ihn zu betrügen?

      Vielleicht wäre es dann doch besser dass die Ehefrau und Mutter Vollzeit arbeiten geht, dann hat sie keine Zeit fürs betrügen und zerstört auch nicht das Leben ihrer Kinder und das ihres Mannes.

      • Die RedPill Theorie dazu würde das auf zu viel Sicherheit zurückführen. Demnach ist Sex für Frauen zu wesentlichen Teilen ein Mittel zur Erreichung von Bindung und Versorgung. Und die Versorgerehe bietet einfach zu viel davon, insbesondere unter Berücksichtigung nachehelicher Unterhaltsansprüche. In so einem Setting brauchen Frauen keinen Sex um von Männern zu bekommen, was sie wollen/brauchen und dann passiert auch nix.

        Das Thema ist auch nicht neu. Die Hausfrauen der 50er Jahre litten auch schon unter Depressionen wegen des Fehlens sexueller Erfüllung. Unter Umständen versuchen die feministischen Maßnahmen seither vor allem das Problem an der Hausfrauenehe zu lösen, wenn auch nicht sehr zielgenau. Aber soweit die Versorgerehe im Interesse der Männer ist, sollten sich auch Männer Lösungen dafür einfallen lassen.

        • „Die Hausfrauen der 50er Jahre litten auch schon unter Depressionen wegen des Fehlens sexueller Erfüllung.“

          Quelle bitte.

        • Keine Zeit für Dich zu arbeiten.

    • „Was ich aber nicht kenne ist auch nur eine Hausfrau, die ein glückliches Sexualleben hat.“

      Woher willst Du das denn wissen?

      • Weil entweder die oder ihre Männer mit mir sprechen.

        • Sexualtherapeut? Paartherapeut?

        • Weder noch.

        • Sondern?

  5. Die Frage ist, was nach dem Hausfrauendasein kommt. Wenn die Kinder aus dem Haus sind. Oder wenn die Hausfrauen-Ehe geschieden wird. Oder beides. Auch wenn die Vorstellung, nicht arbeiten zu müssen, sehr verlockend ist, wäre das Modell mir persönlich zu unsicher.

  6. Der liebe Marcel Fratzscher (DIW) hat doch jüngst hinausposaunt, daß wir ehrlicher über die Lohnlücke reden müssen und daß Frauen vor allem Opfer sind. Sie gehen nicht freiwillig in Teilzeit, werden nicht freiwillig Hausfrau.

    Woher weiß er das eigentlich? Sein Argument lautet: Wenn die Kinderbetreuung besser wäre und die Arbeitswelt sich mehr auf Mütter einstellen würde, dann wäre die Lohnlücke geschlossen und die Welt ein wenig gerechter.

    Ich halte das alles für verlogene Propaganda. Seine Tendenziosität und sein Gutmenschentum sind offensichtlich. Bin immer schockiert, wenn ich solche unreflektierten Leute wie Fratzscher sehe, die gar nicht merken, daß sie lieb und brav sein wollen, wie Mutti es befahl.

    Über Zwänge von Männern redet er kein Wort. Er weiß wahrscheinlich gar nicht, daß Männer Menschen sind und leiden können. Männer sind für Feministen irgendwie nichts. Sie sind einfach da, aber man muß sie nicht beachten – außer wenn es etwas Negatives zu korrelieren gilt.

  7. Das schärfste sind Forderungen „Hausfrau“ als bezahlte Erwerbstätigkeit zu deklarieren.

    Hier z.B.
    „Um der finanziellen Unsicherheit bzw. Totalabhängigkeit vom Ehemann zu entgehen favorisiere ich ein sogenanntes Hausfrauengehalt, das die Leistungen die Hausfrauen für ihre Familien aber als Networkerinnen zwischen den Familien auch für die Gesellschaft als Ganzes erbringen, deutlich markiert.“

    “ …gibt es nur eine Schlussfolgerung: Diese Tätigkeit muss eben auch wie Erwerbsarbeit bezahlt werden!

    Damit würden Frauen der finanziellen Abhängigkeit von ihrem Ehemann und der Altersarmut, die bei Hausfrauen aufgrund marginaler Rentenanspruch ein gravierendes Problem darstellt, entgehen. Gleichzeitig könnte man eine solche Bezahlung auch an eine Professionalisierung all der Bereiche koppeln, die zum Hausfrauenberuf dazugehören – von der Säuglings- und Kinderpflege, über Pädagogik, Psychologie, Hauswirtschaftskunde, Zeitmanagement, Moderation und Mediation, Networking, Event-Organisation, Finanzplanung etc etc. Hausfrau als Beruf würde dazu führen, daß Frauen die ihn ergreifen mehr in ihrer Rolle ruhen können, sie bewußter ausführen, ernster nehmen – zum Wohle der Kinder, von denen dann vielleicht auch wieder mehr geboren werden.“

    http://www.catharina-aanderud.de/fragen-und-antworten-zum-thema-hausfrau/

    Was diese Leute nicht kapieren, Arbeit im Austausch gegen Bezahlung kann nur funktionieren, wenn ich meine Arbeitskraft jemanden anderen zur Verfügung stelle. Wenn z.B. ich als Koch in einem Restaurant einen Rollbraten mit Salzkartoffeln und Rotkohl zubereite, dann bekomme ich für diese Tätigkeit einen vereinbarten Lohn weil ich diesen Rollbraten nicht selber esse, sondern dem Gastwirt zu Verfügung stelle, der wiederum diesen Rollbraten an seine Gäste verkauft.
    Wenn ich aber anfange den Rollbraten nun selber zu verspeisen, wird mich ein Gastwirt dann noch bezahlen wollen?

    Wenn ich also als Hausfrau oder als Hausmann zu hause einen Rollbraten mit Salzkartoffeln und Rotkohl koche, dann habe ich genauso gearbeitet wie der Koch im Restaurant, der Unterschied ist aber, ich esse das Produkt meiner Arbeit selber. Wer soll mich dafür bezahlen? Meine Nachbarn?

    Eine Hausfrau ist Arbeitnehmerin und Arbeitgeberin zugleich, sie müsste sich selber ein Gehalt zahlen. Ein Hausfrauengehalt auf Kosten der Allgemeinheit, wäre nichts anderes als eine Umverteilung von Geld. Die Familie Müller würde praktisch die Familie Schmitz bezahlen und umgekehrt.

    Und was ist wenn beide Frau und Mann zu hause bleiben um sich der Hausarbeit zu widmen. Gibt es dann doppeltes Geld oder jeweils nur die Hälfte?


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