„Die Angst der Frau auf dem Nachhauseweg“

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19 Gedanken zu “„Die Angst der Frau auf dem Nachhauseweg“

  1. Da schau an.
    Hab grad vorhin bei Annes Auschfrei dazu geschrieben

    https://auschfrei.wordpress.com/2016/06/22/die-andere-strassenseite/#comment-1546

    Weils exakt hier her passt, kopier ich mal rein:

    Ich empfinde es gelegentlich als wirklich unangenehme Situation, allein auf offener Straße einer Frau zu begegnen.

    Situation z.B, die immer mal wider vorkommt.: Mit der Straßenbahn nach Hause fahren.
    An der Zielhaltestelle steigt eine (junge?) Frau mit aus, aber weiter vorn (bei nem Doppelwagen können das schon mal 20, 30 Meter sein), so dass ich hinter ihr herlaufe. Sie hat blöderweise die gleiche Richtung wie ich.

    Nach so spätestens 50 bis 150 Metern, wenn die Bahn weitegefahren und die Geräusche verebbt sind, muss sie eigentlich bemerken, dass ich hinter ihr her laufe.
    Nu hab ich einen flotten Schritt, und viele Frauen laufen eher langsamer, also hole ich schnell auf. Ich will, wenn ich aus der StraBa komme, normalerweise schlicht und einfach bloß nach Hause.

    Also ist im Grund das einfachste, einfach flott weiter zu laufen, und die Frau zu überholen, wenn man soweit ist.
    Was macht die Frau aber, je näher ich ihr komme?
    Sie läuft schneller !

    Normalerweise sollte es einfach möglich sein, einfach in seinem eigenen Tempo und ohne all zu große Gedanken an andere die paar hundert Meter nach Hause zu gehen.

    Ist es aber nicht. Ich Spüre geradezu das Kopfkino bei der Frau vor mir.
    Soll ich nun langsamer laufen, bloß wegen der Frau? Noch schneller laufen, um zu überholen? Das mutet dann schon wie eine Verfolgung an.
    Gar umständlich die Straßenseite wechseln, obwohl ich in 300 Metern wieder auf diese Seite muss, weil ich dort in die Seitenstraße einbiege?
    Man stelle sich vor:
    Ich geh auf der anderen Straßenseite flott an ihr vorbei. Die Chance, das gerade geschafft zu haben, bis ich auf Höhe meiner Seitenstraße bin, sind ziemlich gut. Dann würde ich GENAU VOR DER FRAU wieder zu ihr rüberlaufen – direkt auf sie zu. DAS ist dann RICHTIG Creepy.

    Durch die Lage meiner Wohnung relativ zur Haltestelle ist das eine Situation, die mir tatsächlich immer wieder begegnet. Allein die dahinter liegende Unterstellung mir gegenüber als Mann empfinde ich als belastend.
    Eine Stokowski wird mir natürlich empfehlen, bitteschön mit Rücksicht auf die Frau einfach kurz an der Haltestelle zu warten oder eben sdeutlich langsamer hinter der Frau herzulaufen, so dass der Abstand sich nicht verkleinert, sondern vergößert.

    Es ist aber nunmal so, dass es durchaus vorkommt, dass solche unverfolgt aleine laufenden Fauen durchaus ziemlich langsam werden können. Weiß man vorher nicht, aber kann sein.
    Und wenn ich Hunger oder Durst hab oder, noch schlimmer, aufs Klo muss, hab ich dazu besonders keine Lust.

      • Du kannst gerne wieder aufhören zu weinen.
        Ist schon klar, dass es brennendere Probleme für Männer gibt.

        Es ist eben schlicht eine unangenehme Situation.
        Und angesichts des Umstandes, wie schnell sowas kippen kann, kann dich das durchaus in ernste Schwierigkeiten bringen.
        http://derstandard.at/2000009679375/Dunkelmaenner-Pfefferspray-und-seltsame-Gesellinnen

        Sicher verwandt mit sowas zu sehen ist natürlich auch
        http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/freising-vater-als-paedophiler-beschimpft-und-verpruegelt-1.2561710

        Insofern hat das „unangenehme“ an der Situation durchaus einen real bedrohlichen Hintergrund

        • Du hast Angst wegen zweier ziemlich extremer Einzelfälle und wunderst Dich, warum manche Frauen in jedem Mann einen potentiellen Vergewaltiger sehen?

          Ich verstehe wohl, dass solche Situationen für Männer unangenehm sein können, daher biete ich folgenden Lösungsansatz an:

          Wenn Dir auf der Straße eine Frau begegnet, dann beginnt ihr schon durch das einander Wahrnehmen eine Art Kommunikation, meist „Subkommunikation“ genannt. Ihr reagiert aufeinander. Wesentlich ist nun zu verstehen, dass Frauen die Einschätzung der Situation zu großen Teilen aus dieser Subkommunikation ziehen. Sie pingt quasi Deine Gefühle über die Situation an um daraus zu ziehen, was sie davon halten, was sie fühlen soll. Deswegen ist diese Subkommunikation wichtig dafür, wie die Situation wahrgenommen wird und eventuell sogar, wie sie sich entwickelt. Diese Kontrolle über die Subkommunikation nennen die PUA’s „den Frame bestimmen“.

          Wenn Du nun denkst „Oh, die arme Frau hat bestimmt Angst vor mir“, dann denkt ihr Unterbewusstsein, dass sie Angst haben sollte. Das findet sie dann „creepy“. Ich empfehle daher, nicht von ihrer Angst auszugehen, sondern davon, dass sie alles ganz normal oder vielleicht sogar irgendwie interessant findet und dies auch dadurch zu „subkommunizieren“, dass Du Dich ganz normal fühlst und ganz normal verhältst. Und wenn Du das nicht hinbekommst, dann ist es wesentlich weniger „creepy“, wenn Dir ihre Gefühle und Ängste scheiss egal sind, als wenn Du Dir darüber allzu viele Sorgen machst.

          Solche Videos sind allerdings denkbar schlecht geeignet Männern einen guten Frame anzugewöhnen..

        • „Du hast Angst wegen zweier ziemlich extremer Einzelfälle“

          Nein.
          Ich sagte, dass die Situation unangenehm ist.
          Und gemeint habe ich damit u.a. das die übliche latente Gewaltunterstellung gegen alles Männliche darin einen weiteren Ausdruck findet.

          Die beiden Beispiele sind extrem, zeigen aber letztlich schon, wie weit so eine Begebenheit führen kann. Bzw.: Es sind Extrembeispiele, aber dazwischen liegen unendlich viele Variationsmöglichkeiten, eine solche leicht unangenehme Situation ganz schnell richtig unangenehm zu machen. Tendenz steigend, würde ich sagen.

          „und wunderst Dich, warum manche Frauen in jedem Mann einen potentiellen Vergewaltiger sehen?“

          Beim schreiben hatte ich den Impuls, vielleicht mehr in die Richtung zu gehen, dass das unangenehme einer solchen Situation incl. der prinzipiell möglichen Konsequenzen mit der Angst von Frauen auf dem Nachhausewg zu vergleichen. Vielleicht hätte das meine Intention besser getroffen.
          Schließlich ist die „Vergewaltigung auf offener Straße“ ein ebenfalls extrem seltenes Verbrechen – verglichen mal z.B. mit dem Risiko eines Raubüberfalls oder dem Risiko, von einem genau im Moment des vorbefahrens noch auf dem Bürgersteig wegen einer Unaufmerksamkeit des Fahrers angefahren zu werden, o.ä.
          Nein, mir persönlich macht diese Situation keine „Angst“, und die Chance für eine echte Eskalation ist doch eher bescheiden.
          Es ist eher so, dass es mich ärgert.
          Hätte ich Angst, würde ich Maßnahmen ergreifen, sie zu vermeiden.
          Z.B. könnte ich schon vor dem Aussteigen immer gaaanz nach vorne an die vorderste Tür gehen, dann kann niemand „vor mir gehen“.
          Aber dazu denke ich vorher nicht rechtzeitig daran und messe dem nicht genug Bedeutung bei.

          Aber wenn es dann so ist, dann ärgert es mich.

          Zu Deinen Vorschlägen:
          „Wenn Dir auf der Straße eine Frau begegnet, dann beginnt ihr schon durch das einander Wahrnehmen eine Art Kommunikation, meist „Subkommunikation“ genannt.“

          Das ist nett gedacht und spielt natürlich eine Hauptrolle, wenn man AUFEINANDER ZU GEHT UND SICH DABEI SIEHT.

          Im Fall des Hintereinander her gehens sind die Möglichkeiten der „Subkommunikation“ sehr viel beschränkter und begrenzen sich von meiner Seite her allein auf das Lauftempo bzw. die Art des Laufens, so wie ich sie beschriebn habe.

          Es ist natürlich nicht wirklich so, dass wirklich eine Mehrheit von Frauen so alarmiert reagieren und beim näherkommen schneller werden, sowas ist die Ausnahme. Es ist aber schon vorgekommen.
          Und das stößt mir dann sauer auf.
          Vielleicht sollte man in dem Fall einfach deutlich vernehmbar sagen:
          „Sagen sie mal, haben sie jetzt Angst, dass ich über sie herfallen will, oder was?
          Bleiben sie mal ganz locker, ich lauf nur an ihnen vorbei.“

        • „Also ich habe mir um sowas noch keine Gedanken gemacht und es ist mir völlig wurst, was eine Frau auf dem Nachhauseweg sich so vorstellt.“

          Ich denke, das sind auch sehr spezifische Situationen.
          Mir ist das auch noch nie irgend wo anders passiert.
          Aber genau an dieser Station auf dem Heimweg eben schon mehrmals.

          Carnofis hat wohl eine ähnlich „Anfällige“ Konstelation bei Annes Auschfrei beschrieben.

          https://auschfrei.wordpress.com/2016/06/22/die-andere-strassenseite/#comment-1552

        • „Aber wenn es dann so ist, dann ärgert es mich.“

          Da ich, wie viele andere hier ja auch, erst mal feministisch sozialisiert bin (wer kann sich dem auch schon entziehen in unserer Zeit). hat mich das am Anfang vor allem zutiefst erschreckt:
          Die armen Frauen !

          Ich wohne seit meiner Tennung vor ca. 7 Jahren in der Wohnung.

          Mit der Zeit hab ich angefangen, dass es mich eher geärgert hat.
          Alle paar Wochen kommt das mal.

          Inzwischen, maskulistisch verroht und verdorben, wie ich inzwischen bin, und vollkommen unsensibel gegen alle Ängste und Gefühle von armen Frauen geworden, ärgert es mich nur noch…

          Nein, eigentlich mag ich Frauen grundsätzlich immer noch. Eher die meisten jedenfalls.
          Nur „die armen Frauen“ denke ich nur noch selten….

        • Die spüren das auch wenn Du von hinten kommst, mach Dir keine Sorgen. Frauen sind gut in so was.

          Vielleicht sollte man in dem Fall einfach deutlich vernehmbar sagen:
          „Sagen sie mal, haben sie jetzt Angst, dass ich über sie herfallen will, oder was?

          Agree & Amplify ist natürlich ein sehr wirksames Mittel um ausbrechende Gefühle wieder einzufangen. Wenn Du solche Notbremsen drauf hast, wo ist dann das Problem?

          • „Die spüren das auch wenn Du von hinten kommst, mach Dir keine Sorgen. Frauen sind gut in so was. “

            Oft genug fällt es mir ja selbst erst auf, wenn ich näher komme. Bzw. eben dann, wenn ich bemerke, dass die Frau da vor mir „irgendwie“ auf mich zu reagieren scheint.

            „Wenn Du solche Notbremsen drauf hast, wo ist dann das Problem?“

            Dass es mich ärgert …?

            Viel mehr als „Problem“ habe ich ja auch nicht behauptet…

        • Was die gute Angst-Feministin Stokowski erreicht, sind in erster Linie folgende Szenarien:

          1. eine Frau, die bisher recht unbekümmert ihre Walking-Runden durch siedlungsferne Straßen abgezogen hat, wird sich nach der warnenden Lektüre auf SPON erstmalig abends besorgt nach Männern umsehen, die sich auf demselben Weg allein bewegen

          2. ein Mann (ich), der bisher recht unbekümmert seinen späten Arbeitsweg durch siedlungsferne Straßen und Wege genommen hat, wird sich nach der warnenden Lektüre auf SPON verunsichert fragen, wie auf die entgegenkommende oder vorauslaufende Frau zu reagieren ist, damit sie nicht in Panik gerät.

          Der Mann reagiert also verkrampft, was selbst eine Frau bemerkt, die den Schwachsinns-Artikel nicht gelesen hat, und sie wiederum verunsichert.

          Wem hat die dumme Tusse denn nun geholfen?
          Wahrscheinlich nur sich selbst und SPON.

    • habe solche Situationen auch schon erleb, fand sie eher belustigend, habe mich innerlich über manche Frauen amüsiert, die sich da tatsächlich für fickbar halten.
      Naja, die Gefahr, das sie einen in Panik Pfefferspray vor die Nase hält ist real, aber ich trage Alleine nachts noch ganz andere Sachen mit mir rum*, und bin einfach wachsam, hoffe damit im Zweifelsfalle schneller zu sein.

      * da jenseits aller weiblichen Mythologie, die Gefahr als nachts allein Unterwegsseiender ernsthaft angegriffen zu werden für Männer viel größer ist als für Frauen, in bestimmten Gegenden.

      Ein Arbeitskollege musste schon mal fliehen, nur weil er eine Gruppe Mediterraner nach deren Meinung falsch angesehen hat. Hätte sonst schwer aufs Maul bekommen oder Messer gemacht.

  2. Hat in GB nicht eine Feministin separate pinke Fahrradwege für Frauen vorgeschlagen? Männer würden das natürlich bezahlen, ob sie wollen oder nicht? Könnte man ja bei Fußwegen auch machen. Die Feministinnen glauben bei Frauenparkplätzen doch auch da eine aufgemalte Linie Bösewichte abhält.

    • Üblicherweise werden „Frauenparkplätze“ nicht irgendwo angelegt, sondern in Nähe zum Ausgang, in einem hellen Bereich und mit Kameraüberwachung.

      Es könnte in der Natur der Frau liegen, dass sie viel lieber bei voller Beleuchtung sexy in die Kamera posiert, als in dunklen Ecken herumzuirren. Kameras können nicht ficken

      XD

      Ernsthaft betrachtet ist Rücksichtnahme auf – oder auch nur Thematisierung von – frauentypische Ängste wenn diese alleine in der Aussenwelt unterwegs sind, natürlich der pure Luxus, den sich eine Gesellschaft erst mal leisten können muss.

      • Betreiben nicht eh schon einige Städte und Gemeinden Frauentaxis, von denen sich die armen Hascherl zum Busticket-Preis bis vor die Haustür fahren lassen können?
        Die Mehrkosten werden dann aus dem Stadtsäckel gezahlt.

        • Ja genau. Ist das nicht ein schönes Symbol für unseren Wohlstand?

          🙂

          Woanders wird Frauen ein Kartoffelsack übergezogen und von einem männlichen Verwandten begleitet.

          Insofern sind Frauentaxis ja auch ein Stück Freiheit für die Männer. Stell Dir mal vor, Du müsstest für die weibliche Verwandtschaft Fahrbereitschaft machen…na vielen Dank auch…

  3. Aus Coupling

    Jane: I’m being stalked, actually, so I’m pretty secure in my attractiveness.
    Susan: You’re being stalked?
    Jane: Is that so hard to believe?
    Sally: My god!
    Jane: Everyday on my way home from work, a man follows me. It’s true.
    Susan: Well, have you been to the police?
    Jane: They said I was being silly and paranoid. I heard them laughing after I left.
    Sally: That’s terrible!
    Susan: Well, have you confronted the man who follows you?
    Jane: Well, there’s no point, is there? It’s never the same man twice. Sometimes they switch over when I’m halfway home. It’s so well organized!

  4. Pingback: Männer sollten auf die Ängste der Frauen Rücksicht nehmen und die Straßenseite wechseln | Alles Evolution

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