Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 13. Juni 2016

Ursula Kodjoe, Dipl.-Psychologin zu Kindesmisshandlung durch entfremdende Elternteile

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Responses

  1. Oh, eine Nichtfeministin! Sie hat echte Empathie für Väter. Interessant, wie jetzt alle für Unangreifbarkeit der elterlichen Sorge streiten. Bis jetzt hatte dazu nur die Feministin des ersten Vortrages dieser Reihe gleich einen pragmatischen Ansatz zur Hand: Abschaffung der Familie zugunsten des Wechselmodells. Die Zuschreibung dieser Einstellung zu ihr ist vielleicht von mir überinterpretiert, aber denkt doch mal nach:

    1. Prämissen
    a. Feministen hassen die Familie mit Vater, Mutter, Kind (->Patriarchat).
    b. Kinder brauchen Vater und Mutter (-> psychologisches Faktum)
    c. Residenzmodell führt zur Verarmung von Frauen (-> Patriarchat)
    2. Schluss
    Förderung des Wechselmodells denn dann
    a. exisitiert keine zusammenhängende Familie
    b. entfremden Kinder sich nicht von den Vätern
    c. Frauen können durch die Verringerung der Arbeitsbelastung durch Kinder rmehr Geld verdienen

    Aus kurzsichtiger feministischer Sicht müsste dies die Lösung sein. Vermutlich wird aber der Punkt c. des Schlusses nicht aufgehen, was dann die Forderung nach einem an die Bedürfnisse der Frauen angepassten Wechselmodell nach sich ziehen wird. Außerdem wäre interessant zu beobachten, ob zukünftige Väter, denen automatisch per Wechselmodell die elterliche Sorge zugesichert wird, sie sich also erstmals im gleichen rechtlichen Status, wie die Frau befinden, ganz neue Potentiale des Vaterseins ausloten. Möglicherweise entwickeln sich zukünftig Wechselmodell-Väter, die die Bedeutung der Vaterrolle im Verhältnis zur Mutterrolle so sehr aufwerten, dass Frauen, ganz im Sinne des Feminismus, ein Großteil ihrer Bedeutung nicht mehr aus dem Mutter-Dasein schöpfen können – einfach darum, weil Männer sich als besseres Elternteil herausstellen. Ich halte es für möglich, dass sich solch ein Wettkampf einstellen könnte, bei dem Frauen verlieren werden. Es wird dann Statistiken geben, die schulische Erfolge von Kindern mit der elterlichen Rolle von Müttern und Vätern korrelieren. Schon jetzt ist bewiesen, dass Kinder alleinerziehender Väter erfolgreicher sind, als Kinder alleinerziehender Mütter. Dieses Ergebnis wird z.Zt. noch relativiert mit dem Hinweis, dass aktuell alleinerziehende Väter sich aus einem kleinen Pool hochengagierter Väter speist.Vielleicht stimmt das aber gar nicht. Man wird auch Missbrauch und elterliche Gewalt genauer auf die Mutter oder den Vater beziehen können. Dann wird auch klarer werden, dass der Hauptanteil der körperlichen Gewalt und seelischem, sowie sexuellem Mißbrauch an Kindern von Müttern ausgeht.

    • „Oh, eine Nichtfeministin! Sie hat echte Empathie für Väter. Interessant, wie jetzt alle für Unangreifbarkeit der elterlichen Sorge streiten.“

      Kodjoe ist in der Väterbewegung seit mindestens 10 Jahren als unermüdliche Kämpferin für die Rechte – der KINDER – bekannt.
      Dabei verficht sie auch die Meinung, die der VAfK als Grundsatz mit der Forderung: „Allen Kindern beide Eltern!“ verknüpft.
      Sie ist also keineswegs eine feministische Opportunistin, die die jüngsten Zeichen der Zeit erkannt hat.
      Ich schätze die Frau sehr, weil sie für ihre auf vielen Podien vorgetragenen Thesen jede Menge viel Prügel aus dem feministischen und dem der alleinerziehenden Mütter einstecken musste.

      „Außerdem wäre interessant zu beobachten, ob zukünftige Väter, denen automatisch per Wechselmodell die elterliche Sorge zugesichert wird, sie sich also erstmals im gleichen rechtlichen Status, wie die Frau befinden, ganz neue Potentiale des Vaterseins ausloten.“

      Da wird sich bestimmt das Eine oder Andere ergeben. Grundsätzlich wird sich aber aus pragmatischen Gründen nicht viel ändern. Das Gros der Väter ist schon heute mehr oder weniger in die gemeinsame Erziehungsarbeit eingebunden. Sie wird nur aus unterhaltsrechtlichen Gründen offiziell (noch) nicht als solche anerkannt.
      Rein aus statistischen Gründen werden wir in Zukunft (wenn denn auch Karlsruhe mal aufhört, Mütter zu protegieren) öfter mit Vätern zu tun haben, die sich als Eltern besser eignen, als Mütter.
      Womit ich aber ganz gewiss keine Aufrechnung anstoßen möchte, weil Kinder – und um die geht es ausschließlich! – andere Wertmaßstäbe an ihre Eltern legen. Sie bewerten vielleicht ein erziehungsunfähige, versoffene Mutter wesentlich positiver, als ein Jugendamt.

      „Möglicherweise entwickeln sich zukünftig Wechselmodell-Väter, die die Bedeutung der Vaterrolle im Verhältnis zur Mutterrolle so sehr aufwerten, dass Frauen, ganz im Sinne des Feminismus, ein Großteil ihrer Bedeutung nicht mehr aus dem Mutter-Dasein schöpfen können – einfach darum, weil Männer sich als besseres Elternteil herausstellen.“

      Ein solcher Wettbewerb soll nicht Sinn und Zweck des Wechselmodells sein. Wenn Väter die besseren Mütter zu sein versuchen, dann haben sie was falsch verstanden, genau wie Mütter, die die gemeinsamen Kinder als Eigentum ansehen und wie Geräte verleihen.
      Es ist die Pest unserer derzeitigen (auslaufenden?) Familienrechtsprechung, die überhaupt das „Mutter-Dasein“ zum alleinigen Lebenssinn erhöht und Frauen damit sehr oft in prekäre soziale Verhältnisse lockt.

      „Schon jetzt ist bewiesen, dass Kinder alleinerziehender Väter erfolgreicher sind, als Kinder alleinerziehender Mütter.“

      Ob das erwiesen ist, kann ich nicht beurteilen. Aber in einem ehrlichen Wechselmodell gäbe es eine solche Statistik nicht, weil beide Eltern gemeinsam ihre Kinder voranbringen.
      Aus sehr eigener Erfahrung weiß ich jedenfalls, dass das immer noch bei den obersten Gerichten bevorzugte Residenzmodell in wahrscheinlich der weit überwiegenden Zahl der Fälle negativ für die Kinder ist, weil die MINT-Fähigkeiten des Vaters kaum oder gar nicht den Kindern zugute kommen.
      Meine Jungs waren jedenfalls nicht entzückt, wenn ich mit ihnen in den Sommerferien Mathe oder Physik machen wollte.

      „Man wird auch Missbrauch und elterliche Gewalt genauer auf die Mutter oder den Vater beziehen können. Dann wird auch klarer werden, dass der Hauptanteil der körperlichen Gewalt und seelischem, sowie sexuellem Mißbrauch an Kindern von Müttern ausgeht.“

      Ist das wirklich so?

      • Hi Carnofis,

        dir erschien mein Beitrag zu einseitig und missgünstig, nehme ich an.

        Das hat dich dazu verleitet nicht genau zu lesen, bzw. eine böse Absicht zu vermuten. Mein erstes Statement war:

        „Oh, eine Nichtfeministin!“

        Deine Antwort darauf: „Sie ist also keineswegs eine feministische Opportunistin“

        Ich betrachte die Propagierung des Wechselmodells unter einem nicht-feministischen Standpunkt. Die Argumente der hier Vortragenden bezogen sich nicht auf das Wechselmodell, sondern gegen die Ausgrenzung von Vätern, was aktuell in der Form des Wechselmodells erreicht werden soll, wofür offenbar auch Feministen plädieren.

        Ich überlege mir daher, wie sich eine Etablierung des Wechselmodells langfristig auswirkt. Deine gutmütige Ansicht, eine Wechselmodell-Beziehung sei harmonisch und keiner solle den anderen übertrumpfen, wird vielleicht nicht von dir, sicherlich aber vom Feminismus anders interpretiert werden. Es ist jetzt schon klar, dass bei einer gleichen Rechteverteilung innerhalb kurzer Zeit der Feminismus hierin einen strukturellen Nachteil für die Frau entdecken wird, einfach aufgrund der Tatsache, dass Männer mit ihrem inhärenten Wettkampftrieb und dann noch mit einem lohnenden Ziel vor Augen, nämlich das eigene Kind, sowohl die Erziehung, als auch den Gelderwerb besser meistern werden, als die Frau.

        Dein Zweifel hinsichtlich des Umfangs der Gewalt und Übergriffigkeit von Müttern ggü. Kindern ist unbegründet: je größer der Anteil von Frauen in Beziehungen, desto mehr wächst die Gewalttätigkeit in familiären Beziehungen. Die gewalttätigsten Beziehungen sind lesbische Besziehungen, wo der Frauenanteil 100% beträgt. Mütter verbuchen den Löwenanteil an Kindstötungen.

        • @ quellwerk

          „dir erschien mein Beitrag zu einseitig und missgünstig, nehme ich an.“

          So krass würde ich es nicht formulieren. Eher etwas unausgegoren, weil zu weit ab von der Sache.

          „Mein erstes Statement war:

          „Oh, eine Nichtfeministin!“

          Deine Antwort darauf: „Sie ist also keineswegs eine feministische Opportunistin““

          Nein, da stellst Du mich verkürzt dar.
          Du schriebst: „Oh, eine Nichtfeministin! … Interessant, wie jetzt alle für Unangreifbarkeit der elterlichen Sorge streiten.“

          Du kannst nicht von der Hand weisen, dass der entscheidende letzte Satz – auf den ich mich bezog – einen gewissen Opportunismus unterstellt. Jedenfalls lese ich das daraus. Und da fühlte ich mich, da ich sie schon seit 10 Jahren auch persönlich kenne, verpflichtet, Kodjoe beizuspringen.

          „Ich betrachte die Propagierung des Wechselmodells unter einem nicht-feministischen Standpunkt. Die Argumente der hier Vortragenden bezogen sich nicht auf das Wechselmodell, sondern gegen die Ausgrenzung von Vätern, was aktuell in der Form des Wechselmodells erreicht werden soll, wofür offenbar auch Feministen plädieren.“

          Dass sich Feministinnen für das Wechselmodell einsetzen, wäre mir nun ganz neu. Gut, es gibt im Feminismus nichts, was es nicht gibt. Aber man kann generell davon ausgehen, dass der Feminismus prinzipiell JEDE Erziehungsbeteiligung von Vätern strikt ablehnt. Begründungen mit wechselnden Schwerpunkten sind
          1.die „toxische Männlichkeit“ (siehe ebenda), die bei der Kindererziehung nur Schaden anrichten kann und die auch massiven Einfluss auf die Spruchpraxis der Gerichte von den 80ern bis in die jüngste Vergangenheit hatte und
          2. eine Befriedigung gewisser Rachegelüste, sind doch Kinder direkter Ausdruck einer vergangenen Vergewaltigung, für die der zuständige Vater nach Möglichkeit bis aufs Sozialhilfeniveau Schaden(s)ersatz an die Mutter zu leisten hat.

          Edith Schwab, Präsidentin des VAM(V), definiert sich selbst als radikale Feministin, ist aber ebenso konsequente Verfechterin des Alleineigentumsanspruchs der Mütter an den Kindern.

          „Es ist jetzt schon klar, dass bei einer gleichen Rechteverteilung innerhalb kurzer Zeit der Feminismus hierin einen strukturellen Nachteil für die Frau entdecken wird, einfach aufgrund der Tatsache, dass Männer mit ihrem inhärenten Wettkampftrieb und dann noch mit einem lohnenden Ziel vor Augen, nämlich das eigene Kind, sowohl die Erziehung, als auch den Gelderwerb besser meistern werden, als die Frau.“

          Das ist schlicht Unsinn. Schon in der Vergangenheit habt wahrscheinlich die Mehrheit der Eltern die Aufzucht der gemeinsamen Kinder still und einvernehmlich geleistet, ohne dass es zu einem erbitterten Wettbewerb gekommen wäre.
          Ein Wettbewerb dieser Art verschlingt viel Ressourcen, materiell und mental. Er würde nur ausgefochten, wenn am Ende ein Vorteil steht. Das ist heute genau der Fall. Die Justiz präferiert das Residenzmodell und ein „Tatbestand“ für den Erhalt der Kinder ist – nach dem Kontinuitätsprinzip – das Förderprinzip, will heißen, wer die Kinder mehr oder besser fördern kann, kriegt sie – und damit das damit verbundene Geld (bei Vätern in aller Regel nur in Form eingesparten Unterhalts).
          Erst durch ein ehrliches Wechselmodell als Regelfall fällt der Zwang zum Auftrumpfen weg. Dann können endlich beide Eltern ihre Erziehungskonzepte entspannt umsetzen.
          Und dass unterschiedliche Erziehungskonzepte nicht per se zum Erziehungsausschluss führen müssen, ist auch inzwischen mehrfach ausgeurteilt.

          „Dein Zweifel hinsichtlich des Umfangs der Gewalt und Übergriffigkeit von Müttern ggü. Kindern ist unbegründet: …“

          Ich hab keinen Zweifel bezüglich weiblicher Gewalttätigkeit, wohl aber bezüglich Deiner Aussage:
          „Dann wird auch klarer werden, dass der Hauptanteil der körperlichen Gewalt und seelischem, sowie sexuellem Mißbrauch an Kindern von Müttern ausgeht.“
          So, wie ich mich immer dagegen wehrte, Väter als Täter zu stigmatisieren, so weigere ich mich, den Vorwurf einfach nur umzudrehen. Als Vater und als aktives Mitgliede im Väteraufbruch kenne ich beide Seiten und finde auf beiden sowohl bedingungslose Elternliebe, als auch finsterste Niedertracht.
          Selbst wenn Deine Datenlage so etwas belegen würde, bleibt immer noch die Tatsache, dass Mütter weit mehr im direkten Kontakt zu den Kindern stehen, also schon rein statistisch weit häufiger Gefahr laufen, übergriffig zu werden.
          Wenn 90% der Erziehungsleistung von Müttern allein geleistet werden (BEISPIEL!), dann würde die statistische Feststellung, dass 90% der Gewalttaten an Kindern von Müttern ausgehen, nichts anderes aussagen, als dass Mütter genauso gewalttätig sind, wie Väter.
          Nicht mehr und nicht weniger.

          „je größer der Anteil von Frauen in Beziehungen, desto mehr wächst die Gewalttätigkeit in familiären Beziehungen.“

          Ich weiß jetzt nicht, wie viele Frauen Du so in Deinen Beziehungen führst, bei mir ist es immer nur eine 😉

          Ich bin bei Dir, dass Frauen in der Außenwirkung eher passiv auftreten, innerhalb der Beziehung aber durchweg den Status der Königin und strikten Gehorsam fordern, sich also im Streitfall auch mehr oder weniger gewaltsam durchsetzen.
          Was durch die – mir bekannte – erhöhte Gewalttätigkeit in lesbischen Beziehungen allenfalls bestätigt wird. Immerhin streiten dort zwei Königinnen um den Thron.
          Eine erhöhte Gewalttätigkeit gegenüber Kindern lese ich aber da nicht draus.


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