Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 10. Juni 2016

Quentin Tarantino und sexistische aber exakte Rollenbeschreibungen für einen Film

Meiner Meinung nach ein gutes Beispiel für die typische  Realitätsferne einiger Feministinnen:

A casting call for a new project produced by Quentin Tarantino has caused controversy after a Facebook post invited “whores” to apply.

The post, which has since been deleted, appeared on a casting agency page and began: “Casting Whores for Quentin Tarantino project”. The post later requested that all applicants have “natural breasts” and should put the word “whore” in the subject line.

Women and Hollywood contacted the agency, which has reportedly been in trouble for similar posts in the past. It claimed the film is being written and directed by a woman; the word “whores” came directly from the script.

“Putting a casting call out for, or including women in your script with the description of “whores,” is not ok,” the feminist blog wrote. “Nor is asking actresses to submit their photos and information for consideration with the subject line “Whore.” Aside from the fact that there are better words to use if one is looking to cast women who work in the sex industry, this description is actually a typical example of Hollywood sexism, particularly as it pertains to roles for women.”

Man darf annehmen, dass jede Frau, die ein Problem damit hat, dass sie „Hure“ in einen Betreff für eine Rolle schreiben muss und dafür ihr Foto und ihre Daten übersenden muss, auch nicht geeignet ist, die Rolle passend zu spielen. Denn es ist anzunehmen, dass sie eben tatsächlich Huren spielen sollen, die etwas versauter und abgebrühter sind und – da man betont, dass man natürliche Brüste ohne Implantate haben möchte – kein Problem damit haben nackte Haut zu zeigen.

Dass der Film dann anscheinend auch noch von einer Frau geschrieben und produziert worden ist, ist eigentlich egal, aber passt gut ins Bild.

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Responses

  1. Falls meine Freundin Schauspielerin wâre fânde ich es auch befremdlich wenn in der E-Mail Betreffzeile ihrer Bewerbung Hure stehen würde.

    Fühlt sich seltsam an. Rational betrachtet ist es eigentlich egal was da steht aber
    Wenn ich jetzt mal ganz paranoid denke….in den Rape Culture USA da malen sich dann vielleicht irgendwelche Feministinnen eine Besetzungcouch, Sexuellen Missbrauch durch alle Männlichen Entscheider und anschließend deren Freisprüche vor Gericht aus, weil bei der Bewerbung der Frau ja Hure im Betreff stand oder sowas…

    Braucht die Casting Agentur noch Mitarbeiter 😀

    • Wäre weniger befremdlich, wenn sie nicht Hure in den betreff schreibt, aber sich für die Rolle einer solchen bewirbt?

      • Kennst du das Dilemma-Szenario aus Ethik-Seminaren im Philosophenturm:

        Stell dir vor, du stehst auf einer Brücke über eine Eisenbahnlinie. Direkt hinter der Brücke macht das Gleis eine Kurve, hinter der Kurve spielen 5 Kinder auf dem Gleis. Von der anderen Seite kommt ein Zug, der die Kinder nicht bemerkt und die Kinder bemerken den Zug nicht.
        Die einzige Möglichkeit, die du siehst, den Zug zu stoppen, ist einen dicken Menschen, der neben dir steht, von der Brücke aufs Gleis zu schubsen.
        Schubst du?

        Es gibt eine Variation von der Geschichte:

        Das Setup ist das Gleiche: Kinder, Kurve, Zug. Aber diesmal geht es darum, dass du die Möglichkeit hast, eine Weiche umzustellen, so dass der Zug ein anderes Gleis lang zu fahren. Auf diesem anderen Gleis steht aber auch ein Mensch.
        Stellst du die Weiche um?

        Rational sind beide Geschichten das Gleiche: Du entscheidest, ob ein Mensch stirbt oder 5.

        Sehr viel mehr Menschen wären nach Selbstaussage bei der zweiten Geschichte bereit einzugreifen als bei der ersten.

        Das ist rein emotional.

        Haidt argumentiert, dass alle moralischen Entscheidungen emotional sind und der Verstand nur dazu da ist, sie entweder zu rechtfertigen oder Veto einzulegen.

        Der moralische Anteil hier ist einfach: Man darf eine Frau nicht Hure nennen.
        Der Rest ist Rationalisierung und höchstens dadurch interessant, wie hilflos da geradebrecht wird.

      • Vorsprechen für die Rolle einer Hure, im Betreff wäre z.b weniger befremdlich.

        • @st elmo

          Gerade hier gilt IMHO: Jede Frau, die sich zuviel Gedanken darüber macht, ob sie „hure“ in den Betreff einer Email schreiben soll oder ob das mit ihrer Menschenwürde unvereinbar ist, ist für den Job nicht die richtige und sollte sich besser nicht bewerben.
          Wer damit Probleme hat, der wird wohl kaum die Darstellung bringen können in der man sie tatsächlich für eine glaubwürdige Hure hält.

  2. Do you want to become a feminist? Then find something special… you know… something to suck the fun out of…

  3. Feministen sind nicht in der Lage zwischen Realität und Phantasie (-> Rolle in einem Film) zu unterscheiden, weil sie in einer Phantasiewelt (das Patriarchat kontrolliert alles) leben.

  4. Bitte den Titel ändern, der Mann heisst tarantino und nicht Tarantion.

  5. „Casting Teens for Disney Channel project“
    „Casting Whores for Quentin Tarantino project“

    „Wir suchen Teenager für eine KiKa-Produktion“ – das kann man schreiben, ohne dass es befremdlich wirkt.
    „Wir suchen Huren für Quentin Tarantino-Produktion“ – Hm. Was wird gesucht? Wirklich Prositutierte? Oder Schauspielerinnen, die in seinem Film eine solche spielen sollen? Oder Schauspielerinnen, die die Rolle einer einer Frau übernehmen sollen, manche Leute als „Whore“ bezeichnen würden?

    Sexistisch finde ich’s zwar nicht – Aber man hätte kein Wort benutzen sollen, das gemeinhin als Beleidigung gebraucht und verstanden wird. Hätte man nach (was ist das aktuell politisch korrekte Wort?) Farbigen gesucht, wäre „Nigger“ in dem Aufruf meiner Meinung nach ebenso fehl am Platz.

    Immerhin – Aufmerksamkeit hat die Geschichte erzeugt. Dafür sollte allerdings schon der Name „Quentin Tarantino“ reichen.

    • Die selben Feministinnen hätten nicht das geringste Problem mit
      „Casting Tramps for Chaplin Production“ oder
      „Casting Moron for Jim Carrey Film“ oder
      „Casting Gangster for Scorsese Production“

      • … so ziemlich genau das habe ich mir anfangs auch gedacht, allerdings am Beispiel „Serial Killer“. Bloß wenn man das mit anderen Wörtern durchspielt, finde ich Protest schon verständlich.

        Wie viel Alarm die deswegen tatsächlich gemacht haben, kann ich nicht beurteilen, aber solange sich das im Rahmen hält …

        • Ich finde die Schräglage zwischen deinem Vergleich „whore“ ~ „nigger“. Ersteres ist nicht annähernd so pc-verbrannt wie letzteres.

          ‚Tramp‘, ‚moron‘ und ‚gangster‘ sind vom Beleidigungsgehalt her wesentlich besser mit ‚whore‘ vergleichbar.

          Wenn du mir ein Beispiel für eine Feministin nennen kannst, die ähnlich reagiert, wenn ein Mann ‚tramp‘ genannt wird, dann ziehe ich meine Vermutung zurück, dass es hier ausschließlich darum geht, dass da jemand Frauen in einem zweifelhaften Licht dastehen lässt.

          Meines Erachtens lässt sich jeder einzelne Vorfall von feministischer Sprachpolizei (vulgo: „Sexismus“) auf diese beiden Punkte zusammendampfen:
          – hat mit Frauen zu tun
          – ist nicht positiv (Korollar: ‚Ich mag das nicht‘)

        • „Ersteres ist nicht annähernd so pc-verbrannt wie letzteres.“

          Ist „whore“ vorher je Thema der politischen Korrektheit gewesen? Gar nicht, oder?

          Das heisst ja nicht, dass die busybodies des Feminismus sich jetzt nicht dafür erwärmen könnten, hier „Sexismus“ hineinzudeuten. Die machen ja nichts anderes als „nachzuweisen“, dass dieser allgegenwärtig wäre…..

  6. Der Blogwart sollte mal nicht nur die Überschrift ändern, sondern auch die URL. Da steht nämlich immer noch „Tarantion“. Das ist wichtig für Google.

    Gerade bei Überschriften sollte der Blogwart künftig besser aufpassen. Die sind wichtig für Suchmaschinen.

    Wenn man die URL allerdings nachträglich ändert, können Verweise auf die Seite möglicherweise nicht mehr funktionieren.

    Ein Dilemma.

    Tarantino ist ein krankes Arschloch, der in seiner Kindheit massiver Gewalt ausgesetzt war, die er in seinen Filmen reinszeniert. Dafür spricht auch seine Legasthenie.

    • @james

      „Gerade bei Überschriften sollte der Blogwart künftig besser aufpassen. Die sind wichtig für Suchmaschinen.“

      ich werde bei Tarantino als Suchbegriff kaum in die Bereiche kommen, bei denen man Zugriffe erhält. Da ist es fast effektiver sich zu verschreiben und Zugriffe von Leuten zu erhalten, die das auch gemacht haben 😉

    • @james

      „Gerade bei Überschriften sollte der Blogwart künftig besser aufpassen. Die sind wichtig für Suchmaschinen.“

      ich werde bei Tarantino als Suchbegriff kaum in die Bereiche kommen, bei denen man Zugriffe erhält. Da ist es fast effektiver sich zu verschreiben und Zugriffe von Leuten zu erhalten, die das auch gemacht haben 😉

    • Tarantino ist ein krankes Arschloch, der in seiner Kindheit massiver Gewalt ausgesetzt war, die er in seinen Filmen reinszeniert. Dafür spricht auch seine Legasthenie.

      Mag sein ich finde einige seiner File trotzdem gut und immerhin, es sind Filme.

      Was hältst Du von Leuten die an Schlachthöfen arbeiten, oder zum Beispiel Frauen die am Fließband jeden Tag ungerührt Küken in den Schredder schmeißen, oder Politiker die mit ihren Entscheidungen tausende in Tod und Elend stürzen. Für mich sind das die kranken Arschlöcher, über die es sich zu erregen lohnt.

  7. Angenommen, Tarantino suchte Nazis für einen Film über ein Hitlerattentat, vorzugsweise solche, die akzentfrei deutsch sprechen (Dialekt wäre aber gut).
    Das einzige, was einen davon abschrecken könnte, wäre, dass die NSU ähh, NSA die Mail abfängt und einen unter Beobachtung stellt. Hoffentlich ist das Herrn Waltz nicht passiert…

    Was, wenn eine Frau sich denkt: „Eigentlich ziehe ich den Begriff ‚Sexarbeiterin‘ vor, aber ansonsten passe ich. Über meinen Busen hat sich noch keiner beschwert (außer diesem kranken Fetischisten), schauspielern kann ich auch, und beruflich wollte ich mich eh‘ mal verändern. HIER!“ Das ist doch ein tolles Programm, Frauen von der Straße zu holen.*g*g


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