Online Dating, Tinder, Attraktivität und deren Auswirkungen

Ein interessanter Beitrag behandelt die „Like“-Quoten von Männer und Frauen:

This study was conducted to quantify the Tinder socio-economic prospects for males based on the percentage of females that will “like” them.  Female Tinder usage data was collected and statistically analyzed to determine the inequality in the Tinder economy.  It was determined that the bottom 80% of men are competing for the bottom 22% of women and the top 78% of women are competing for the top 20% of men. The Gini coefficient for the Tinder economy was calculated to be 0.58.  This means that the Tinder economy has more inequality than 95.1% of all the world’s national economies.  In addition, it was determined that a man of average attractiveness would be “liked” by approximately 0.87% (1 in 115) of women on Tinder.

Das sollte erklären, warum für einige sehr attraktive Männer Tinder durchaus interessant ist und für die anderen eher ein Massengeschäft, bei dem man recht wahllos auf „Ja“ geht und dann aussortiert, was sich evt. zurückmeldet.

As I stated previously the average female “likes” 12% of men on Tinder.  This doesn’t mean though that most males will get “liked” back by 12% of all the women they “like” on Tinder.   This would only be the case if “likes” were equally distributed.  In reality, 80% of females won’t “like” guys that fall outside of their top 20%.  Therefore, the bottom 80% of men are fighting over the bottom 22% of women and the top 78% of women are fighting over the top 20% of men.  We can see this trend in Figure 1.  The area in blue represents the situations where women are more likely to “like” the men. The area in pink represents the situations where men are more likely to “like” women.  The curve doesn’t go down linearly, but instead drops quickly after the top 20% of men.  Comparing the blue area and the pink area we can see that for a random female/male Tinder interaction the male is likely to “like” the female 6.2 times more often than the female “likes” the male.    We can also see that the wealth distribution for males in the Tinder economy is quite large. Most females only “like” the most attractive guys.  So how can we compare the Tinder economy to other economies? Economists use two main metrics to compare the wealth distribution of economies: The Lorenz curve and the Gini coefficient.

Die Grafik dazu:

Tinder Daten

Tinder Daten

Die Daten bei gutem Aussehen sind auch nicht gerade überwältigend, wie diese Grafik zeigt:

Tinder attraktive Männer

Tinder attraktive Männer

Selbst sehr attraktive Männer kommen damit allenfalls auf 10% likes. Das erlaubt aber immerhin schon einiges an Möglichkeiten.

Eine andere Auswertung von Daten kommt zu ähnlichen Ergebnissen: (Grafik hier/ Daten dort)

Zunächst wird hier dargestellt, wie Männer Frauen bewerten

Wie Männer Frauen bewerten

Wie Männer Frauen bewerten

Dann wie Frauen Männer bewerten:

Wie Frauen Männer bewerten

Wie Frauen Männer bewerten

Aus dem Text:

Women rate an incredible 80% of guys as worse-looking than medium. Very harsh. On the other hand, when it comes to actual messaging, women shift their expectations only just slightly ahead of the curve, which is a healthier pattern than guys’ pursuing the all-but-unattainable. But with the basic ratings so out-of-whack, the two curves together suggest some strange possibilities for the female thought process, the most salient of which is that the average-looking woman has convinced herself that the vast majority of males aren’t good enough for her, but she then goes right out and messages them anyway.

Frauen finden also die meisten Männer hässlicher als den Durchschnitt. Die Bewertungen von Männern sind hingegen wesentlich großzügiger.

Jetzt könnte man darauf verschiedenes folgern:

  • Für Männer lohnt es sich weniger auf Schönheit zu setzen, weil der Geschmack der Frauen zu verschieden ist.
  • Männer müssen eher auf die richtige Nische setzen
  • Für Männer ist der Druck besser auszusehen höher, weil Frauen wesentlich kritischer sind
  • Für Frauen ist der Druck gut auszusehen wesentlich höher, weil Männer tatsächlich fair bewerten und es damit einen größeren Unterschied macht.
  • Frauen bewerten weniger das objektive Aussehen als die Frage, ob er sie anspricht oder nicht.

Interessant auch diese Aussage aus dem Blog, von dem ich die Grafik habe:

Whereas the men of all age groups consistently rated 20-year-old women the most attractive (which produced a very lopsided chart), their ratings of all women in general produced a very symmetrical chart. In Rudder’s book he even describes it as „close to what’s called a symmetric beta distribution – a curve often deployed to model basic unbiased decisions.“ Therefore it appears that men are very unbiased/honest in the way they rate women.

Auch hier zeigt sich also die klassische Bewertung von Jugendlichkeit als schön.

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67 Gedanken zu “Online Dating, Tinder, Attraktivität und deren Auswirkungen

  1. Ganz ehrlich, sollten Männer es da nicht besser im RL versuchen. Grade bei Tinder ist man ja direkt weg, wenn was nicht passt. Kenne das von Bekannten, da klappt das nie. Muss dazu sagen bei mir ging das halbwegs und ich hab meine Ex so getroffen.

    • Kann ja nicht sein, daß das nicht klappt. Schlußendlich wollen ja auch die Frauen einen Partner. Es bedeutet für die Männer nur deutlich mehr Zeitaufwand. Man spart also ggü RL keine Zeit, aber wenn das RL ziemlich Singlefrauenlos ist, ist das halt auch keine Alternative.

    • Dein Synonym ist nicht zufällig ein ironischer Wink mit dem Zaunpfahl?

      Ich meine nur… vor ein paar Tage erzählst du, dass du Hausverbote bekommst, weill du Frauen ansiehst oder ansprichst, wofür selbst häßliche Kerle i.d.R. kein Hausverbot bekommen. Und da wahrscheinlich viele Männer irgendwie irgendwo besserausehende Freunde haben und mitkriegen, das die sich deutlich mehr bei Frauen erlauben können als man selbst, sind deine Schilderungen irgendwie alles andere an nachvollziehbar.

      Wenn du zur Arbeit fährst, benutzt du da zufällig eine dieser altmodischen Kanonenkugeln?

  2. Spannende Statistiken, aber ich habe doch einige Zweifel.

    „Für Frauen ist der Druck gut auszusehen wesentlich höher, weil Männer tatsächlich fair bewerten und es damit einen größeren Unterschied macht.“

    Versteh ich nicht. Frauen setzen im Gegenteil auf Techniken um möglichst viele Männer abzuschrecken.

    “ Therefore, the bottom 80% of men are fighting over the bottom 22% of women “

    Verstehe ich auch nicht. OK, die Top 20% Männer kämpfen gar nicht, aber worum kämpfen die Bottom 100% der Männer?

    „Therefore it appears that men are very unbiased/honest in the way they rate women.“

    Frauen raten linear zu ihrem Alter, Männer gehen nur auf die 20jährigen, aber die Männer sind honest? Doch wohl eher die Frauen.

    Da wie gesagt schlußendlich doch die allermeisten Paare zueinander finden, ist die Like-Statistik recht interessant, zieht aber imho die falschen Schlüsse. Wie kann man auch männliche Attraktivität auf Tinder messen, wo männliche Schönheit eher ein untergeordnetes Kriterium ist?

    • „Da wie gesagt schlußendlich doch die allermeisten Paare zueinander finden“

      dazu:

      Seit zwanzig Jahren nimmt die Anzahl der Single-Haushalte in Deutschland zu. Dabei ist der Männeranteil unter den jüngeren Singles (bis 49 Jahre) auffällig hoch. Die Gründe für Partnerlosigkeit sind vielfältig, Frauen halten ihre Ansprüche an einen möglichen Partner häufig für zu hoch, während Männer als Grund für ihr Alleinleben häufig ihre eigene Schüchternheit nennen

      • „Dabei ist der Männeranteil unter den jüngeren Singles (bis 49 Jahre) auffällig hoch.“

        Auch so eine Statistik, die ich nicht verstehe.

        Wenn wir annehmen, dass es in der BRD in etwa gleich viele Männer und Frauen gibt und Vielweiberei verboten ist, dann müsste doch dem männlichen Single-Anteil ein äquivalenter weiblicher Anteil gegenüber stehen.

        Ich versuch mir das – vielleicht naiv – immer mit einer simplen Rechnung zu erklären (was hier wieder mal nicht klappt):
        ich lebe in einem Staat mit 10 Männern und 10 Frauen.
        3 Männer sind (mit 3 Frauen) verheiratet, 4 leben in nichtehelicher Lebensgemeinschaft mit den Frauen zusammen. Bleiben drei Männer – und genau drei Frauen als Singles übrig.

        Es ist wie mit der durchschnittlichen Zahl der Sexualpartner, die bei Männern mit 8 und bei Frauen mit 5 angegeben wird.
        Entweder lügt einer, oder ein nicht unerheblicher Anteil der Männer vögelt Schafe, Ziegen, oder Kühe.

        • Die Vielweiberei ist nicht verboten, nur die Vielehe.

          Aber das wird nicht alles von der Differenz erklären. Vermutlich haben Frauen eine größere Neigung, ambivalente oder indifferente Verhältnisse als „in Beziehung“ zu beschreiben. Und außerdem sind Beziehungen von 49+ Männern mit 49- Frauen wahrscheinlicher als umgekehrt.

        • Die Definition ist:

          Die Statistik zeigt die Anzahl der Einpersonenhaushalte in Deutschland in den Jahren von 1991 bis 2014. Im Jahr 1991 gab es in Deutschland ungefähr 11,86 Millionen Einpersonenhaushalte. Als (Privat)Haushalt zählt laut Quelle jede zusammen wohnende und eine wirtschaftliche Einheit bildende Personengemeinschaft (Mehrpersonenhaushalte) sowie Personen, die allein wohnen und wirtschaften (Einpersonenhaushalte, zum Beispiel auch Einzeluntermieter). Zum Haushalt können verwandte und familienfremde Personen gehören (zum Beispiel Hauspersonal). Gemeinschaftsunterkünfte gelten nicht als Haushalte, können aber Privathaushalte beherbergen (zum Beispiel den Haushalt des Anstaltsleiters).

          Ich vermute, das bedeutet, dass eine Frauen-WG nicht als Single-Haushalt zählt.

        • „Wenn wir annehmen, dass es in der BRD in etwa gleich viele Männer und Frauen gibt
“

          Das ist glaube ich ein Trugschluss.
          Man darf nicht einfach die Anzahl aller Männer gegen die Anzahl aller Frauen halten – genau wie beim Gender Pay Gap.
          Man darf natürlich nur die kompatiblen Altersgruppen vergleichen (im Durchschnitt: Alter der Frau + ca. 3 Jahre). Und da zeigt sich dann ein deutliches Ungleichgewicht. Die ungefähr gleiche Gesamtzahl von Frauen wie die der Männer kommt nur dadurch zustande, dass Männer früher sterben und daher Frauen in den höheren Altersgruppen deutlich in der Überzahl sind – die sind aber für den Partnermarkt im Durchschnitt nicht mehr relevant.

          „und Vielweiberei verboten ist,“

          Das spielt nicht wirklich eine Rolle; es heißt ja nur, dass ein Mann nicht gleichzeitig mit mehr als einer Frau verheiratet sein darf. Er kann aber durchaus mehrere Freundinnen gleichzeitig haben bzw. es reicht ja schon, wenn er sie nacheinander hat, um ein Ungleichgewicht zu erzeugen. Manche Männer haben dann eben 10 oder 20 Partnerinnen im Laufe ihres Lebens, während die meisten nur zwei oder drei, manche auch gar keine haben. Bei den Frauen ist die Anzahl der Partner vermutlich gleicher verteilt. Ein ähnlicher Effekt könnte auch die Abweichung in der Statistik von 8 Partnerinnen bei Männern gegenüber 5 bei Frauen erklären: Bei Männern gibt es einige wenige, die den Durchschnitt in die Höhe treiben. Das werden wohl genau die 20% sein, von denen in der Tinder-Statistik die Rede ist.

        • @ ronin

          Ich finde schon, dass das geht. Im GPG stimmt die Rechnung nicht, weil das mittlere Einkommen ALLER Frauen allein gegen das mittlere Einkommen ALLER Männer allein aufgerechnet wird.

          Beim Sex interagieren aber beide Geschlechter. Wenn also ein Mann Sex hat, hat auch eine Frau Sex. Hier besteht durchaus ein enger Zusammenhang.
          Ich versteh schon, was Du meinst, bin mir aber nicht sicher, ob die Statistiker die großen Abweichungen vom Mittelwert berücksichtigt haben. Jedenfalls ist mir keine Standardabweichung hier bekannt.

          Was ich sagen möchte, anhand meines Beispiels: das Land wird wieder von 10 Männern und 10 Frauen bevölkert. Bei beiden Geschlechtern – davon geh ich mal aus – liegt die sexuell aktive Zeit deutlich innerhalb der Lebensspanne (also deutlich vor ihrem Ende), so dass die längere Lebenserwartung der Frauen statistisch nicht relevant ist.
          Jetzt vögelt jeder der Männer mit der einzigen Prostituierten des Landes, womit die Männer auf Befragung angeben, in ihrem Leben einen Sexualkontakt gehabt zu haben, während 9 Frauen die Frage mit „Null“ beantworten – eine aber mit „10“.
          Auch hier ist der Mittelwert bei beiden Geschlechtern „1“.

          Eine Diskrepanz von 3 Sexualpartnern ist nicht unerheblich. Sie könnte nur damit interpretiert werden, dass eine unbekannte Anzahl von Frauen WESENTLICH mehr Sexualkontakte, als ihre Geschlechtsgenossinnen hatte.
          Oder, dass eine größere Anzahl von Männern zu Prostituierten geht.
          Oder eben, dass entweder die Männer über-, oder die Frauen untertreiben.
          Mein Erfahrungshorizont lässt mich eher Letzteres vermuten.

  3. Zum Diagramm »Wie Männer Frauen bewerten«: Sollte es überhaupt ein Maß für die Schönheit (Attraktivität) geben, dann haben wir es hier mit einem sehr interessanten Ergebnis zu tun. Es ist eine klassische Normalverteilung zu sehen: nur wenige fallen jeweils links und rechts raus, die Mehrheit konzentriert sich um den Mittelwert.

    Wenn wir voraussetzen, dass natürliche Schönheit (Attraktivität) so zufallsverteilt ist wie Intelligenz, dann haben die Wertungen der Männer insgesamt genau das richtige Ergebnis geliefert.

    Da aber Schönheit und Intelligenz wohl bei beiden Geschlechtern zufallsverteilt sind, müsste man nun eine Erklärung für die Wertung der Frauen finden. Eine erste Vermutung wäre, dass Männer ihr Äußeres tendenziell eher schlechter darstellen können als Frauen. Es könnte also sein, dass die Fotos gar nicht die wahre Verteilung der Attraktivität wiedergegeben haben.

    • Eine zweite Vermutung: Männer nehmen in erster Linie das Aussehen für das Urteil, ob sie eine Frau auf den ersten Blick attraktiv finden.

      Für Frauen hingegen gibt es mehrere Kriterien für Attraktivität: Aussehen, Auftreten, social standing, Ressourcen.
      Die letzten drei sind auf einem Foto bestenfalls zu ahnen. 75% der wichtigen Kriterien können also auf Tinder nicht direkt bedient werden.
      Da muss das Aussehen schon sehr gut sein, um diese Lücke zu füllen.

    • „Wenn wir voraussetzen, dass natürliche Schönheit (Attraktivität) so zufallsverteilt ist wie Intelligenz, …“

      Diese Voraussetzung unterstellt mMn einen falschen Blickwinkel.

      „Von Natur aus“ ist niemand schön. Marsmenschen würden sich wundern, warum die 2,5-beinigen Menschen so heftig auf den Anblick dieser beiden Wölbungen oben am Oberkörper der anderen Menschen reagieren….

      Schönheit entsteht im Auge des Betrachters (oder besser gesagt im Gehirn). D.h. es ist ausschließlich – ich spitze mal etwas zu – der ggf. unterbewußte Wille der Männer, fast alle Frauen attraktiv zu finden. Wie die Frauen objektiv aussehen, ist nicht so wichtig.

      Umgekehrt sind Frauen so „verdrahtet“, da es statistisch gesehen ihr Wille ist, fast alle Männer unattraktiv zu finden, egal wie die Männer konkret aussehen.

      • Wie gesagt: die erste Voraussetzung ist, dass man Attraktivität als Zahl abbilden kann (etwa als Note oder Punktwert). Wenn man sich darauf einlässt, dann kann man Daten erfassen und auswerten. Wenn man diese Benotung als ungeeignet betrachtet, muss man auf die weiteren Schritte nicht mehr eingehen.

        Selbstverständlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Aber: In Studien hat man versucht, »ideale« Schönheit zu modellieren. Diese ideale Schönheit fand bei vielen Betrachtern Zustimmung. Meines Erachtens orientiert sich unsere Wahrnehmung von Schönheit an einem Ideal und das ist trotz der individuellen Unterschiede doch auf irgend eine Weise ähnlich. Es ist kulturell geprägt (Proportion des Gesichts) und natürlich auch biologisch (Proportionen des Körpers).

        Deine Beobachtung über die Männer finde ich interessant: Es könnte also eine Tendenz zur Mitte geben. Diese würde so aussehen: ganz wenige schließt der Betrachter links aus, bei den Superschönen räumt er sich ohnehin keine Chance ein, also bleiben die vielen Frauen in der Mitte. Was meiner Beobachtung über die Normalverteilung nicht widerspricht 😉

        Zur biologischen »Verdrahtung« der Frauen und Männer kommt aber noch eine soziale Verdrahtung hinzu. Die sehr attraktiven Männer und die sehr attraktiven Frauen bleiben wenigen potentiellen Partnerinnen bzw. Partnern vorbehalten. Somit müssen sehr viele Menschen bei der Partnersuche von ihren Maximalanforderungen Abstriche machen.

        • „Was meiner Beobachtung über die Normalverteilung nicht widerspricht ;-)“

          Dieser empirischen Beobachtung wollte ich auch gar nicht widersprechen, es ging mir mehr um die Ursachen.
          Also speziell darum, ob die Bewertungen von Personen des anderen Geschlechts „richtig“ oder „fair“ sind und ob bei Männern keine Diskrepanz zwischen objektiver Attraktivität und wahrgenommener Attraktivität besteht und bei Frau irgendwie doch eine.

          „Da aber Schönheit und Intelligenz wohl bei beiden Geschlechtern zufallsverteilt sind, müsste man nun eine Erklärung für die Wertung der Frauen finden.“

          Hier unterstellst Du, daß „in Wirklichkeit“ die Attraktivität von Männern normalverteilt ist und suchst nach Gründen, warum die Frauen das falsch bewerten, und nach Optionen, was Männer wohl tun könnten, um Frauen vor ihren Fehlurteilen zu bewahren:

          „…Männer ihr Äußeres tendenziell eher schlechter darstellen können als Frauen….“

          Meine pessimistische Sicht: „die Männer“ können machen was sie wollen, die weibliche Dichtefunktion der Attraktivitätsbewertung von Männern wird pi mal Daumen gleich bleiben. 😦

          Die beiden völlig verschiedenen Attraktivitätsbewertungs-Dichtefunktionen sind mMn eine zentrale Ursache für die Probleme im Geschlechterverhältnis. Wenn Frauen die gleiche Dichtefunktion wie Männer hätten, gäbe es mMn das ganze Gejammere um den Alltagsexismus nicht.

  4. Die Frau, Fürstreiter und willfähriges Werkzeug des Sozial-Darwinismus. Da ist kein gutes Haar das man an denen lassen kann, misogyn zu werden ist die einzig normale Reaktion.

    • Es ergibt keinen Sinn, den instinktiven Geschmack von Frauen zu verurteilen. Frauen stehen auf das, worauf sie stehen, weil sie evolutionär so geprägt wurden.

      • der Mensch ist aber lernfähig und wenn man sich ein bisschen rational damit auseinandersetzt, dann „muss“ man doch auch „normale“ Männer mögen (können) mMn.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass es normal ist, evolutionär darauf geprägt zu werden, nur auf Sportwagenfahrer mit Modeloptik und sechsstelligem Gehalt zu stehen. Das „kann“ einfach nicht sein.
        Es geht doch letztendlich um Chemie und Anziehung und nicht um solche kalten, künstlichen Parameter.

        Und das ist dann auch eben selber schuld.
        Genau wie übrigens bei den Männern, die zu hohe optische Ansprüche haben.
        Wer da nicht über seinen Schatten springen kann, muss halt damit klar kommen. Ich hab ziemlich niedrige Ansprüche an Männer, was Finanzen, Auto etc. angeht und irgendwie scheint mir die natürliche Abneigung gegen Blaumann-Träger zu fehlen, glücklicherweise. Berufliche Ausbildung sagt übrigens auch nichts darüber aus, wie intelligent oder gebildet ein Mann ist.

        • „Das „kann“ einfach nicht sein.“

          Wenn ich 9 Monate schwanger werden kann und jahrelang ein Kind durchfüttern müsste, würde ich mir auch sehr genau überlegen, wer sein Sperma in meine Möse pumpen darf.

          Sperma ist eine Massenware, und Männer sind darauf aus, diese freigiebig und jederzeit an die Frau zu bringen. Eine Selektion auf Qualität ist da unabdingbar für die Aufrechterhaltung der genetischen Fitness.

        • @adrian
          Nein, ist völlig uninteressant beim Menschen, da wir gruppentiere sind. Und auch bei Tieren, bei denen das Weibchen ihre jungen allein aufzieht, geschieht keine Selektion, sondern wird das Männchen genommen, das da ist. Hormone, weiste, wenn weibchen geil ist, ist weibchen geil. Schau dir Katzen an.

        • „Wenn ich 9 Monate schwanger werden kann und jahrelang ein Kind durchfüttern müsste, würde ich mir auch sehr genau überlegen, wer sein Sperma in meine Möse pumpen darf.“

          der bei dem ich das beste instinktive Gefühl habe.
          Nicht der, der nach objektiven kühl rationalen Kriterien der am vernünftigsten geeignete wäre (mMn). Vielleicht könnte man da das Kind gar nicht richtig lieben, wenn man den Mann eigentlich nicht mag und ihn im Grunde nur braucht um an sein Zeug ranzukommen.

          „Sperma ist eine Massenware, und Männer sind darauf aus, diese freigiebig und jederzeit an die Frau zu bringen. Eine Selektion auf Qualität ist da unabdingbar für die Aufrechterhaltung der genetischen Fitness.“

          Ich finde diese Qualitätsparameter aber künstlich und falsch, besonders wenn da so Extremfälle bei rauskommen. Denn wieso soll ein z.B. „einfacher Hufschmied“ (um jetzt mal im Mittelalterjargon zu formulieren) so furchtbar schlecht sein? Wieso muss es unbedingt koste es was es wolle ein Landgraf sein mindestens?
          die wahnwitzigen bewertungsparameter, die da heute offenbar teilweise angelegt werden haben doch schon lange nichts mehr mit Instinkt zu tun.

        • Das ist ein extrem wichtiger Aspekt, der vollkommen unterschätzt wird. Könnte sogar eine entscheidene Ursache für die Verschiebung dieser weiblichen „Tinder-Skala“ zur grösseren Reserviertheit sein….

        • „Könnte sogar eine entscheidene Ursache für die Verschiebung dieser weiblichen „Tinder-Skala“ zur grösseren Reserviertheit sein…“

          Unwahrscheinlich. Bei kaum einer Tierart lässt sich ein „schlampenmäßiges“, nicht selektives Paarungsverhalten von Weibchen feststellen.

        • @adrian
          Eigentlich bei den meisten Tierarten nimmt das Weibchen das Männchen, das gerade da ist.

          @Alex
          Ja, schau dir die zusammensetzung der Pille an und schau mal nach, was Progestoron macht und wann es natürlicherweise am höchsten ist bei Frauen ist 😉

        • „Selektiv“ ist sehr relativ, kann man auch von Männern sagen, sie seien es. Es ist nur dieser Unterschied zwischen den Geschlechtern, der arg erklärungsbedürftig ist. Wäre zu erwarten, dass die Verteilung oben für die Weibchen ebenso normalverteilt ist wie die der Männchen. Da helfen Vergleiche mit anderen Arten auch nicht unbedingt weiter. Du kannst Menschen natürlich für eine Affenherde halten, eine soziale Art, wo die Weibchen auf den Alpha/die Alphas fixiert sind, aber das ist beim Menschen ganz offensichtlich nicht der Fall.

          Da sind Hormone, also Pille und Co, eine sehr gute Hypothese.

        • Die beste Hypothese ist immer noch, dass eine Frau es sich schlicht nicht leisten kann, so scharf zu sein, dass sie (nahezu) jeden nimmt, weil Sperma eben massenhaft verfügbar ist.

        • „Du kannst Menschen natürlich für eine Affenherde halten, eine soziale Art, wo die Weibchen auf den Alpha/die Alphas fixiert sind, aber das ist beim Menschen ganz offensichtlich nicht der Fall.“

          Das ist beim Menschen recht eindeutig der Fall, wenn auch kulturell akzentuiert.

        • Weil sie investieren muss in die Qualität des Mannes wegen Kindern. Sie muss sicherstellen, dass ein Mannes so viel Commitment aufbringt, auf dass er sie und das Kind versorgt. Das ist insbesondere wichtig, weil menschliche Säuglinge absolut hilflos sind.

          Und das ist übrigens kongruent mit Deiner Pillen-These: Da Pille-Frauen quasi dauerschwanger sind, suchen sie in dieser Zeit einen Versorger.

          Deine allgemeien Theorie über die unterdrückte Schlampigkeit der Frauen, die während des Eisprungs jeden nimmt, der gerade daherkommt, könnte allerdings wahr sein, unter folgenden Bedingungen:

          a) Frauen lässt sich von jedem befruchten
          b) sie sucht nach der Befruchtung gezielt den geeigneten Versorger, fängt also erst dann an zu selektieren.

          Das erscheint mir aber zu kompliziert.
          Der sparsamste Weg wäre, dass Frau selektiv geil wird, denn damit wäre von vornherein sicherer gestellt, dass nur gute Männchen befruchten.

        • @imion
          „Ja, schau dir die zusammensetzung der Pille an ….“

          Ich bin mir sicher, ganz und gar aus eigenen Beobachtungen, dass diese hormonellen Verhütungsmittel Lustkiller allererster Ordnung sind. Das fällt den Betroffenen nicht auf, ganz einfach weil die Wirkung so tiefgreifend ist und damit ein Reflektieren der Wirkung erschwert ist.

          Dieses ganze Gerede ums „teure Ei“ ist völliger bullshit, Adrian. In ganz vielen Belangen ist „die Natur“ einfach vollkommen blind, was irgendwelche „Kosten“ betrifft. Insbesondere ein genaueres Studium von Regelungsprozessen auf biochemischer Ebene zeigt dies ganz eindringlich, btw.

        • „Dieses ganze Gerede ums „teure Ei“ ist völliger bullshit, Adrian.“

          Es ist eine einleuchtende Hypothese.
          Man könnte sie natürlich auch anders interpretieren: Da Frau sich seltener fortpflanzen kann, muss sie sichergehen, dass sie in jedem Fall begattet wird. Also kaum Selektion durch die Frau, sondern allein über intrasexuelle männliche Konkurrenz.

          Hier wären Studien über das Paarungsverhalten von Frauen ohne Pille in der Tat interessant.

        • @adrian
          „Weil sie investieren muss in die Qualität des Mannes wegen Kindern. Sie muss sicherstellen, dass ein Mannes so viel Commitment aufbringt, auf dass er sie und das Kind versorgt. Das ist insbesondere wichtig, weil menschliche Säuglinge absolut hilflos sind.“
          Das gleiche müsste ein Mann machen. Macht er aber nicht.

          „Und das ist übrigens kongruent mit Deiner Pillen-These: Da Pille-Frauen quasi dauerschwanger sind, suchen sie in dieser Zeit einen Versorger.“
          Nein, ist bei heutigen Pillen nicht mehr der Fall, dafür haben sie zu wenig Östrogen. Es reicht gerade, das kein Ei produziert wird. Deshalb wollen Frauen die die Pille nehmen auch weniger Sex, zu wenig Östrogen im Verhältnis zu Progestoron. Aber das wüsstest du, wenn du dich ein wenig über Hormone und deren Wirkung informiert hättest.

          „sie sucht nach der Befruchtung gezielt den geeigneten Versorger, fängt also erst dann an zu selektieren.“
          Weibchen haben nie nach Versorger Selektiert. Auch beim Menschen nicht. Früher waren die Ehen in den meisten Fällen durch die Eltern Arrangiert.

          „Das erscheint mir aber zu kompliziert.
          Der sparsamste Weg wäre, dass Frau selektiv geil wird, denn damit wäre von vornherein sicherer gestellt, dass nur gute Männchen befruchten.“
          Was die Natur eindrucksvoll wiederlegt. In der Natur werden die weibchen geil, je näher sie der fruchtbaren Phase sind, also je höher des Östrogen Anteil ist.

        • @alex
          100% ige zustimmung. Es ist auch bewiesen, das die Pille der absolute Lustkiller ist, nur hier am Blog wird das ignoriert und geleugnet

        • @adrian
          „Da Frau sich seltener fortpflanzen kann, muss sie sichergehen, dass sie in jedem Fall begattet wird.“

          Ja, so würde ich das auch planen, wenn ich der grosse Demiurg wäre. Macht vollkommen Sinn, bitte keine Verschwendung, alles sollte ja zielgerichtet sein.

          Das Problem ist nur, es gibt nach aller Vernunft keinen zentralen Plan, die belebte Welt erscheint allzuhäufig als sehr unvollkommenes Ensemble, noch dazu in manchen Belangen sehr phantasielos.

          Was die Sexualität betrifft, so scheint für die Lebenwesen nur ein Trieb bestimmend zu sein, der keinen echten Widersacher zu haben scheint. Wenn du jetzt die Rollen der Geschlechter im Tierreich ansiehst, scheint es nicht, als ob die Weibchen durch das Kinderbekommen oder durch ihre (sehr häufig) geringere Körpergrösse in irgend einer Weise benachteiligt wären. Wenn beide Geschlechter unabhängig voneinander selektioniert würden, worauf die Idee von der „Sexuellen Evolution“ basiert, dann müsste man doch allgemeine Kompensation wegen des Kinderbekommens erwarten: besonders grosse Weibchen, die besonders aggressiv und erfolgreich wären.

          Ein Geschlechterverhältnis gibt es tatsächlich unter ganz besonderen Umständen und in den verschiedensten Linien. Und zwar immer dann, wenn Tiere ganz extremen und lebensfeindlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind. Ein tolles Beispiel ist zB der Anglerfisch der Tiefsee. Aber selbst in diesen extremen Lebensräumen ist eine derartige Rollenverteilung der Geschlechter alles andere als allgemein verbreitet.

        • @imion

          „das die Pille der absolute Lustkiller ist, nur hier am Blog wird das ignoriert und geleugnet“

          Wenn jemand Beziehungsproblem wegen Unlust hat, würde ich empfehlen erstmal auf die Pille uä zu verzichten….

          Oder auf eine einseitige pflanzliche Ernährung zu verzichten, Sonja etc sind voll von hormonähnlichen Stoffen. Dass Feminismus häufig mit Veganertum oder Vegatarismus einhergeht, scheint mir kein Zufall zu sein.

    • @adrian
      Nein. Gerade bei Tieren sieht man, das es die weibchen sind, die den Sex initialisieren. Die Männchen reagieren nur auf das Verhalten der Weibchen.

      • „Gerade bei Tieren sieht man, das es die weibchen sind, die den Sex initialisieren.“

        Ja, natürlich. Die selten geilen Weibchen bestimmen ab und an, wann die dauergeilen Männchen dürfen.

        • @adrian
          In der Natur gibt es keine Dauergeilen Männchen. Im gegenteil, es gibt genügend reportagen, in denen die Männchen das eindeutige Angebot abgelehnt haben. Im gegensatz zu den Weibchen, diese nehmen alles, was ihnen zu nahe kommt.

        • „In der Natur gibt es keine Dauergeilen Männchen.“

          Jaja. Schon klar 🙂

          „Im gegensatz zu den Weibchen, diese nehmen alles, was ihnen zu nahe kommt.“

          Evolutionär sehr kontraproduktiv und faktisch falsch. Female Choice ist eine wesentliche Konstante vieler Lebewesen. Oder warum glaubst Du gibt es es Wettbewerb unter Männchen in Form von Kämpfen und hübschem Gefieder?

        • @adrian
          Wettbewerb gibt es, um andere Männchen zu verscheuchen. Das Weibchen nimmt dann das, was übrig bleibt. Wüsstest, du, wenn du dich mal informieren würdest.

          Kleines Beispiel: Doku über Rehe. Zwei Hirsche mit wunderschönen geweih bekämpfen sich um das Weibchen, diese schaut zu. Während die beiden Kämpfen, schleicht sich ein drittes an, und begattet das Weibchen.

          So viel zu Female choice.

          Desweiteren würde mich mal interessieren, wo du die dauergeilen männchen in der Natur findest.

        • „Wettbewerb gibt es, um andere Männchen zu verscheuchen.“

          Das wäre nicht nötig, wenn Weibchen jeden nehmen würden.

          „Doku über Rehe. Zwei Hirsche mit wunderschönen geweih bekämpfen sich um das Weibchen, diese schaut zu“

          Rehe haben kein Geweih und die Männchen von Rehen sind auch keine Hirsche.

          „Desweiteren würde mich mal interessieren, wo du die dauergeilen männchen in der Natur findest“

          Bei nahezu allen Säugetieren. Bei Vögeln insbesondere bei Enten.

        • Übrigens: Ich kann auch immer wieder auf das unterschiedliche Sexualverhalten von Schwulen und Lesben verweisen um den Sexualtrieb der Geschlechter mal in eine korrekte Perspektive zu bringen.
          Lesben nehmen übrigens selten die Pille 🙂

        • @adrian
          „Das wäre nicht nötig, wenn Weibchen jeden nehmen würden.“
          Siehst du, das meine ich. Keine Ahnung von nichts. Männchen verscheuchen Männchen, damit sichergestellt ist, das sie das weibchen befruchtet haben. Das wars. Keine Selektion durch das Weibchen.

          „Rehe haben kein Geweih und die Männchen von Rehen sind auch keine Hirsche.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Reh
          Warum bist du so uninformiert Adrian?

          „Bei nahezu allen Säugetieren. Bei Vögeln insbesondere bei Enten. “
          Echt? Also ich habe noch keine Ente dauernd wichsen sehen, genausowenig ein Säugetier oder ein Vogel.

          „Übrigens: Ich kann auch immer wieder auf das unterschiedliche Sexualverhalten von Schwulen und Lesben verweisen um den Sexualtrieb der Geschlechter mal in eine korrekte Perspektive zu bringen.
          Lesben nehmen übrigens selten die Pille“
          Ja ich auch. Eine bekannte (Frau) von mir ist grad permanent auf der Suche nach was weiblichem zum Vögeln.

          Zur Pille: Schau dir die zusammensetzung an, informier dich über Progestoron. Wenigstens einmal solltest du dich informieren.

        • „Männchen verscheuchen Männchen, damit sichergestellt ist, das sie das weibchen befruchtet haben.“

          Nein, denn Männchen haben überhaupt kein Bewusstsein, was Befruchtung und Vaterschaftsicherheit ist. Der Wettbeweb findet statt, weil das Weibchen wählerisch ist und nicht jeden ranlässt.

          „https://de.wikipedia.org/wiki/Reh
          Warum bist du so uninformiert Adrian?“

          Rehe sind Hirsche, aber das Männchen der Rehe heißt Rehbock, nicht Hirsch. Und Rehe haben auch kein wunderschönes Geweih, sondern ein kurzes Geweih:

          Das ist ein Hirschgeweih:

          „Also ich habe noch keine Ente dauernd wichsen sehen, genausowenig ein Säugetier oder ein Vogel.“

          Deshalb sind sie ja dauergeil. Weil sie nicht wichsen können und die Weibchen nicht jeden ranlassen.

          „Schau dir die zusammensetzung an, informier dich über Progestoron. Wenigstens einmal solltest du dich informieren.“

          Die Pille kann lediglich die die Geilheit der Frau während des Eisprungs absenken, da dem Körper vorgestäuscht wird, es gäbe keinen Eisprung. D
          och wo ist der Beleg, dass Frauen wie Männer scharf auf Sex wären, wenn es die Pille nicht gäbe? Meines Erachtens müsste sich die Selektion ohne Pille noch mal deutlich verschärfen, weil die Geilheit der Männer beim Geruch eines brünstigen Weibchens noch mal ansteigt. Frau kann es sich schlicht nicht leisten einfach mit jedem zu vögeln der daherkommt gerade wenn sie fruchtbar ist.

        • @adrian
          Ach adrian, wieder keine Ahnung wie immer.

          „Nein, denn Männchen haben überhaupt kein Bewusstsein, was Befruchtung und Vaterschaftsicherheit ist. Der Wettbeweb findet statt, weil das Weibchen wählerisch ist und nicht jeden ranlässt.“
          Nein, warum wird dann jedes Männchen rangelassen, das das andere Männchen vertrieben hat oder jedes Männchen das währende dem Kampf dazukommt? Es findet keinerlei Selektion durch die weibchen statt, weder bei Katzen, Rehen, Hirschen noch sonstwas, was ein säugetier ist.

          Warum antwortest du nicht auf meine Frage, sondern machst einen nebenschauplatz auf, der auch noch deine Ahnungslosikgeit zeigt?

          „Deshalb sind sie ja dauergeil. Weil sie nicht wichsen können und die Weibchen nicht jeden ranlassen.“
          Nö.

          „Die Pille kann lediglich die die Geilheit der Frau während des Eisprungs absenken, da dem Körper vorgestäuscht wird, es gäbe keinen Eisprung“
          Es wird nicht nur vorgetäuscht, es findet kein Eisprung statt. Informier dich doch bitte. Eine Abbruchblutung ist was anderes als eine Regelblutung.

          „och wo ist der Beleg, dass Frauen wie Männer scharf auf Sex wären, wenn es die Pille nicht gäbe?“
          Hysterie, und dadurch bedingt die Erfindung des Vibrators im 19 Jahrhundert und ausserdem das hier: „Sie schlug sich mit Schwarzmarktgeschäften durch und erfuhr in Gesprächen mit anderen Frauen von deren Dilemma: einerseits ihrem Bedürfnis nach Sexualität, andererseits dem Wunsch, wegen Wohnungslosigkeit und Zukunftsängsten aktuell keine Kinder bekommen zu wollen.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Beate_Uhse
          Warum haben das Männer nicht gemacht, wenn doch diese angeblich wesentlich mehr Sex wollen als Frauen? Oh, und nur das du es weist, zu der Zeit gab es noch keine Pille.

          „Frau kann es sich schlicht nicht leisten einfach mit jedem zu vögeln der daherkommt gerade wenn sie fruchtbar ist.“
          Warum nicht? Frauen haben nie selektiert.

        • Vielleicht hast Du recht, vielleicht auch nicht. Es wäre in der Tat interessant zu erfahren, wie eine Welt aussehen würde, in der Frauen so scharf wie Männer wären. Genau so viele Frauen würden Pornos schauen wie Männer. Sexuelle Objektivierung der Männer durch Frauen. Männer würden von Frauen beureilt, wie jetzt nur von Schwulen. Klingt utopisch, aber lustig.

        • Deien These würde auch erklären, warum der Begriff „Schlampe“ unter Frauen so weit verbreitet ist. Weil Frauen (historisch) möglicherweise tatsächlich Schlampen sind, die mit jedem vögeln.

        • @adrian
          Sorry, ich diskutiere wieder in einem Modus und art, in dem ich eigentlich nicht mehr diskutieren wollte. Aber aus Persönlichen Gründen, regen mich einige Aussagen einfach nur noch auf.

          „Es wäre in der Tat interessant zu erfahren, wie eine Welt aussehen würde, in der Frauen so scharf wie Männer wären. Genau so viele Frauen würden Pornos schauen wie Männer.“
          🙂 Es ist noch viel interessanter. Als Mann reagierst du nicht mehr unter natürlichen Umständen einfach nur auf das Aussehen. Für mich ist es mittlerweile das gleiche, eine Frau im Bikini zu sehen, wie einen Mann in der Badehose. Dafür bist du als Mann viel sensibler, was Mimiken und Körperhaltungen von Frauen angeht. Ausserdem ist es witzig, zuzuschauen, wie die Frau mit jedem Tag den der Eisprung näher rückt, ein bisschen anderster wird und das sie plötzlich auch auf dich zukommt, anstatt nur du auf sie. Gibt noch weiteres.

          „Deien These würde auch erklären, warum der Begriff „Schlampe“ unter Frauen so weit verbreitet ist. Weil Frauen (historisch) möglicherweise tatsächlich Schlampen sind, die mit jedem vögeln.“
          Was an sich auch nichts schlimmes ist. Nur forderte die Kultur damals es, das eindeutig geklärt ist, wer von wem abstammt, aufgrund der Regeln der Erbschaft. Daher wurde das verpönnt. Aber es gab ja dann auch mittel und Wege, das zu umgehen.

          Die Adlige die mit dem Stallburschen und dem Gärtner permanent rummacht sind ja auch schon legendär. Oder Katharina die Große, Zarin von Russland, war auch nicht von schlechten Eltern. Oder um mal ein Filmzitat zu bringen aus Rob Roy:“Man sollte doch meinen, das ein Feld, das so reich beackert wird, wie das der Königin, auch mal früchte tragen würde.“ 🙂

  5. Frauen haben eigentlich überhaupt keinen Druck, gut auszusehen, da Männer letztlich fast alle anschreiben und selbst unterdurchschnittliche Frauen überhaupt keine Probleme hätten, einen Partner zu finden.

    Druck haben die Frauen nur deswegen, weil sie höhere Erwartungshaltungen haben und viel stärker als Männer selektieren. Wenn daher z.B. 80% der Frauen eigentlich nur an 20% der Männer interessiert sind, dann haben 20% der Männer halt eine riesen Auswahl. Wenn daher 80% der Frauen bei 20% der Männer eine Chance haben wollen, dann konkurrieren sie mit 80% und haben nur deswegen den Druck gut auszusehen. Eine unterdurchschnittliche Frau könnte aber genausogut sich auch für einen ihr angemessenen entsprechenden unterdurchschnittlichen Mann interessieren und hätte überhaupt keinen Druck bzw. würde vollkommen problemlos einen Partner finden.

    Wenn aber 80% der Frauen sich im Wesentlichen nur für 20% der Männer interessieren, dann besteht in der Tat Druck. Denn da Frauen insbesondere aufgrund der Emanzipation für Männer keinen wirklichen Nutzen mehr haben, wenn man nicht unbedingt Kinder haben möchte, haben Frauen für Männer eigentlich im Wesentlichen nur noch sexuelle Funktionen. Denn der unbedingte Wunsch nach Kindern scheint bei Männern weniger stark ausgeprügt zu sein, was aber auch an der rechtlichen Ausgestaltung und der wenig attraktiven Risikoverteilung liegen könnte. Und, wenn Frauen nur noch sexuelle Funktionen haben, dann bleibt für die 20% der Männer, die die große Auswahl aus den 80% der Frauen haben, im Wesentlichen nur noch Charakter und Optik der Frauen als Unterscheidungskriterium.

    Frauen haben daher nur einen großen optischen Druck, weil sie selber zu stark selektieren und der Feminimus die Frauen für Männer weitestgehend überflüssig gemacht hat.

    • „Frauen haben daher nur einen großen optischen Druck, weil sie selber zu stark selektieren und der Feminimus die Frauen für Männer weitestgehend überflüssig gemacht hat.“

      Interessante These.
      Könnte viel Wahres dran sein, auch wenn’s den Frauen nicht schmecken dürfte.

  6. Die obere Statistik ist bestenfalls schlecht erklärt. Wie genau sind die pinke und die blaue Fläche definiert? Gut möglich, dass sie ihre eigene Statistik nicht verstanden haben.

    Warum bewerten Frauen Männer soviel kritischer als umgekehrt? Im Prinzip ist ja das Aussehen gar nicht das Hauptkriterium der Frauen, sondern der soziale Status. Da der aber nicht recht erkennbar ist, versuchen sie übers Bild darauf zu schließen.

    Ich vermute, weil das Bild kein zuverlässiger Indikator für den Status ist, bewerten sie den Mann übervorsichtig. Vielleicht schauen die Männer bei ihren Bildern auch zu wenig auf die Statuswirkung und fallen deshalb gleich raus.

    • Dachte ich mir auch so. Ein männerfreundlicher Tinder würde erst nur Text bringen und das Foto auf der zweiten Seite. Wenn da steht, dass der Mann blaublütiger Milionenerbe ist, kann er aussehen wir Frankenstein.

  7. Leider wird nicht ganz eindeutig geklärt, was „attractiveness“ in diesem Zusammenhang bedeutet. Ich kenne diese ganzen Dienste wie Tinder oder OkCupid nicht – muss man sich da schon entscheiden, wenn man nur das Bild gesehen hat, oder kann es auch sein, dass Frauen hier auch andere Kriterien als das Aussehen in die Attraktivität hineinrechnen?
    Im „wahren Leben“ scheint es ja wohl jedenfalls so zu sein.

    Bei Telepolis habe ich auch mal etwas über eine Studie gelesen, die zeigen sollte, dass Frauen die Attraktivität von Männern unbewusst häufig auf das Aussehen schieben, auch wenn sie in Wirklichkeit auf anderen Merkmalen beruht. Anders ausgedrückt: Frauen finden einen Mann besser aussehend, wenn man ihnen weismacht, dass er einen hohen Status hat.

    In der Studie wurden Frauen Bilder von ungefähr gleich gut aussehenden Männern gezeigt. Zusätzlich waren die Bilder mit einer Kurzbeschreibung inklusive Beruf versehen. Die Frauen sollten nun das Aussehen der Männer bewerten. Es kam heraus, dass die Ärzte, Anwälte und Topmanager als besser aussehend bewertet wurden als die Briefträger und Maurer.
    Bei einer Kontrollgruppe vertauschte man die Fotos, aber das Ergebnis war dasselbe.

    Vielleicht finde ich den Link noch irgendwo.

  8. „Leider wird nicht ganz eindeutig geklärt, was „attractiveness“ in diesem Zusammenhang bedeutet.“

    Ganz einfach Anzahl „likes“, nicht mehr und nicht weniger. Besonders lustig, wenn in der Grafik „likes“ gegen „attractiveness“ aufgetragen wird.

    • Aber wodurch wird denn ein „like“ bewirkt? Sieht man auf Tinder usw. tatsächlich nur die Fotos? Dann wäre es tatsächlich das Aussehen. Oder sieht man auch eine Beschreibung der Eigenschaften?

      Wie gesagt, ich habe diese ganzen Dienste nie benutzt und habe keine Ahnung, wie das da abläuft.

      • Also, ich kenne diese Kontaktbörsen, wie ElitePartner, oder Match persönlich.
        Im Gegensatz zum Real Life wird dort die Ware „Ich“ progressiv vermarktet. Und Männer betonen Status, Frauen ihr Äußeres. Für einen Mann fliegen alle Frauen gleich raus, die kein Bild liefern. Für Frauen wird mann proportional zum Einkommen interessant. Das kann man leicht daran erkennen, dass neben den eigenen Daten auch die Wunschdaten des Potentiellen angegeben werden. Die allermeisten Frauen suchen nach einem Partner, der um MINDESTENS eine Einkommensstufe (25.000 €-Schritte) über der eigenen liegt.

        Und da herrscht durchaus ein atemraubendes Selbstbewusstsein.
        Das Extrem war eine durchschnittlich aussehende alleinerziehende Mutter, die einen Partner mit einem Netto-Einkommen von 150.000 € aufwärts suchte, der ihr weiter ein erwerbsfreies Leben finanziert, damit sie sich weiter um Tochter und Garten kümmern könne.
        Hätte zu gern gewusst, ob sie einen Trottel gefunden hat 😀
        Ich jedenfalls musste mit Hinweis auf meine zu niedrigen Einkünfte passen.

  9. Geht es um einen Dienst wo man erst schreiben kann wenn ein Match stattgefunden hat, ist die Personen- und Statusbeschreibung nahezu egal und es geht zu 99% ums Aussehen.

    Außerdem ist zwischen Kurz- und Langzeitinteresse zu unterscheiden. Eine Frau die eine stabile, langfristige Partnerschaft sucht wird andere Kriterien heranziehen als wenn sie auf ein kurzfristiges Abenteuer aus ist und sich deshalb z.B. auf Tinder herumtreibt.

    In einigen Speed-Dating-Studien stellte sich übrigens heraus, dass Frauen zwar angeben ihnen wäre Aussehen unwichtig(er) und Status sowie Persönlichkeit von höherer Bedeutung, die reale Wahl aber wohl weitgehend vom Aussehen des Mannes abhing. Frauen sind in ihrer Wahl wen sie gut aussehend finden nur subjektiver.

    Dass beide Geschlechter um die oberen 10 bis 20 Prozent des jeweils anderen konkurrieren ist übrigens nicht neu. Scheint es hier für einige aber zu sein.

    Andererseits steht die Frage im Raum welche Faktoren Aussehen beeinflussen. Beispielsweise könnte es Fehlzuschreibungen geben, so dass Faktoren für Charisma unter Aussehen gepackt werden. Andersherum ist der Halo-Effekt ja besser erforscht.

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