Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 13. Mai 2016

„Väter sind nicht Mütter zweiter Klasse“

In der Welt macht Frau Schwesig einige Ausführungen zu Vätern:

„Besonders Mütter werden oft ungerecht beurteilt – wechselweise gibt es den Vorwurf, dass sie zu wenig im Job leisten oder sich zu wenig um ihre Kinder kümmern. Das kenne ich auch.

Abstellen ließe sich das eigentlich nur, so Schwesigs Credo, wenn auch die Männer im Job mehr Zeit für die Familie einfordern. „Väter sind nicht Mütter zweiter Klasse. Sie machen vielleicht einiges anders, aber nicht schlechter. An unseren Kindern merke ich, dass sie ihren Vater genauso wie ihre Mutter brauchen – nicht nur zum Herumtoben.“ Deshalb sei es auch selbstverständlich, dass diesmal ihr Mann Elternzeit nehme: „Der Rhythmus eines Babys und der politische Takt passen nun wirklich nicht zusammen.“

Wird es vorteilhaft für Männer sein, wenn die Familienministerin einen „Hausmann“ hat?

 


Responses

  1. Mir würde schon reichen wenn Frau Schwesig ihre Erkenntnis in Gesetzes Form gießen würde. Z.B automatisches Wechselmodell, Väterrechte usw.
    … Ich meine man darf doch auch mal Träumen.

    • Ahahahaha….

      Nein. Schwesig verkörpert Gegenwartsfeminismus in reinform:

      – frauengefördert ohne lange und harte Parteikarriere zur Bundesministerin geworden
      – Sich nur den weiblichen Wählern verpflichtet fühlen
      – Männer nur als Kindesbetreuer wahrnehmend, damit Frau genug Zeit hat, um bahnbrechende Gesetze wie die Frauenquote oder entgeltgleichheitsgesetz durchzudrücken
      – Medienpräsenz nutzen um stets das Opfernarrativ Frau zu kommunizieren

      Schwesig ist der sichtbarste Beleg, wie abnorm gut Frauen es in Deutschland haben. Und dann noch von Vätern zweiter Klasse sprechen, wenn alles eigenes Handeln genau das suggeriert.

      • Die Frau geht mit ihrem Gleichstellungsmantra durch die Bundesrepublik. Dieses Mantra versagt nur immer da, wo es um die Interessen der männlichen Hälfte der Bevölkerung geht. Das fängt schon bei so etwas profanen wie ihrem Titel an. Vätern ist sie nicht verpflichtet….

        • Asolute Zustimmung!!c@Teardown

          oder wenn persönliche „safespace“ Ideologie zum Amts/Ministerien-Missbrauch führt (siehe auch Maas …)

          das ist in Deutschland 2016 möglich.

      • So sieht’s aus (tragischerweise)!

  2. „Mit ihrem Gesetz will Schwesig einen individuellen Anspruch für Frauen auf Auskunft über die Gehälter ihrer Kollegen verankern. Arbeitnehmerinnen sollen damit einen groben Überblick bekommen, was eine vergleichbare Männergruppe im selben Betrieb verdient – “

    Nix wird besser für Männer. Sie ist und bleibt Sexistin.

    • Wobei ich mir ja vorstellen könnte, dass die Auskunftspflicht stark nach hinten losgeht.

      Meine Erfahrung in größeren Unternehmen ist, dass diejenigen, die eher „durchgezogen“ werden, das meist auch wissen, und sich generell bemühen, keinen Wirbel zu machen. Sie nehmen die automatischen Gehaltssteigerungen nach Betriebsjahren mit, gucken, dass sie nicht aus formellen Gründen gekündigt werden können, aber stürzen sich nicht in Gehaltsverhandlungen.

      Diejenigen, die überdurchschnittlich viel leisten (typischerweise ehemalige übernommene Azubis o.ä.) sind von der Aufgabe und nicht vom Geld motiviert, kümmern sich daher auch nicht groß ums Gehalt. Womit man sie allerdings verärgern kann ist Missachtung.
      Sie haben kein Verhältnis dazu, ob sie 2000€ oder 4000€ kriegen sollten, aber das gleiche wie jemand der einen Bruchteil ihrer Arbeit macht ist eine Beleidigung.

      Wenn nun die Gehälter im endeffekt etwas offener werden, wird das die erste Gruppe nicht weiter betreffen, die zweite aber schon.

      Da in der zweiten imho überdurchschnittlich (junge) Männer sind, kann ich mir gut vorstellen, dass der Abstand sich eher vergrößert.

  3. „Väter sind nicht Mütter zweiter Klasse.“

    Soll das jetzt eine Revolution bedeuten oder ist das nur hohle Beruhigungs-Rhetorik, die wenn es konkret wird, vergessen wird?

    • Selbstverständlich ist das hohles Beblubber. Wenn es darum geht, dass der Kerl gefälligst mindestens 50% der Haus- und Kinderarbeit übernimmt, damit Frauen auch Karriere machen können, dann sind Männer auf einmal ungemein wichtig für die Kinder.

      Wenn Madame sich allerdings entscheidet, sich scheiden zu lassen, ist es ruckzuck vorbei mit der Wichtigkeit des Vaters.

      • „Wenn Madame sich allerdings entscheidet, sich scheiden zu lassen, ist es ruckzuck vorbei mit der Wichtigkeit des Vaters.“

        Wer weiss, vielleicht erleben wir noch ein Schwesig gegen Schwesig….

  4. Ob Herr Schwesig an dieser Entscheidung beteiligt war?
    Klingt nicht so.
    Klingt mehr wie „Männer sind genauso gut im Badputzen wie Frauen. Deswegen machst du das heute, während ich zum Mädelsabend gehe“

  5. „Ex-Parteichef Björn Engholm schmerzt die desolate Lage der SPD. Sie solle wieder „Anwalt der einfachen Leute“ werden.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article155304789/SPD-muss-links-der-Mitte-ein-Bollwerk-aufbauen.html

    Tja, wenn man schon längst rechts der CDU steht, kann man nur noch auf die Krokodilstränendrüse drücken, um die letzten Trottel dieser „Volkspartei“ so lange wie es eben geht, aus sentimentalen Gründen, bei der Stange zu halten.

    • In der Tat, warum verstehen die nicht, dass ihnen niemand mehr glaubt?

      Erst wenn die Leute aus der Regierung Schröder (Gabriel, Steinmeier, Nahles usw. ) weg sind, kann aus der partei wieder was werden.

      • Warum sollte aus dieser Partei „wieder etwas werden“? Es könnte doch neue geben, keine Partei hat ein Monopol auf gewisse politische Positionen.

        Ich glaube auch, dass sie gar nicht vestehen wollen. Die von der SPD haben sich kommod eingerichtet und vertreten die Interessen der Megakonzerne (wie VW etc), untrennbar verbandelt mit den Gewerkschaften, etc.

        Wenn diese Megakonzerne implodieren würden, dann ist es mit deren Wahlverein SPD auch vorbei. Solange können sie noch Werbung für die Anerkennung von weiblichen Mitgliedern der besseren Gesellschaft als Vorstandsmitglieder machen „Gleichstellung“ oder Arbeitslohndumping als „sozial gerechte Politik“ verkaufen.

  6. „Väter sind nicht Mütter zweiter Klasse“

    Väter sind vor allem keine Mütter.

  7. Ich hab den ganzen Text gelesen. Es geht dort erst um Schwesigs Mutterschaft, für die sich Zeit zu nehmen sehr wichtig gewesen wäre – dann um Mutterschutz für Schülerinnen und Studentinnen – dann um das „Gesetz zur Lohngerechtigkeit“, dass Frauen einen Anspruch auf Auskunft über die Gehälter ihrer Kollegen verschaffen solle, das aber von der Union aus gewiss düsteren Motiven „blockiert“ werde – dann nochmal darum, dass Schwesig ihre Familie vermissen wird, wenn sie in Berlin ist – dann darum, dass Mütter ungerecht beurteilt würden, weil ihnen entweder zu wenig Leistung im Beruf oder in der Familien unterstellt würde – und in dem Zusammenhang kommt dann der Satz, dass sich das nur ändern würde, wenn Väter stärker beteiligt werden.

    Schwesig gehen Väter am Arsch vorbei. Sie sind eben gerade dann mal wichtig, wenn sie jemanden braucht, der ihr die Widersprüche ihrer eigenen Politik auffängt. Und es ist nun einmal ein Widerspruch, auf eine Politik der Väterausgrenzung zu setzen, das Credo intakt zu halten, dass das Kind zur Mutter gehöre – und gleichzeitig zu beklagen, dass Frauen in der Arbeitswelt in Schnitt weniger präsent seien als Männer.

    Schwesig ist Familienministerin einer Partie, die wesentlich für eben das väterausgrenzende Kindschaftsrecht verantwortlich war, das vom EuGH de facto für menschrechtswidrig und vom Verfassungsgericht für grundgesetzwidrig erklärt wurde. Danach hatte Schwesigs Partei nichts Besseres zu tun, als sich darum zu bemühen, diese Gesetze möglichst unverändert beibehalten zu können (ein Glück, dass damals Leutheusser-Schnarrenberger und nicht Mass das Justizministerium leitete).

    Schwesig hat eine Kampagne veranstaltet, die Männer – gerade auch Väter – als Gewalttäter, die Frauen und Kinder als deren Opfer präsentiert. Als ob es ohne Väter alle besser hätten – und als ob sie nicht wüsste, dass häusliche Gewalt kein männliches Monopol ist. http://man-tau.com/2014/04/13/merkel-schwesig-und-die-freude-an-gewalt/
    Ihre Partei wiederum verherrlicht passend dazu die alleinerziehende Mutterschaft als Heldentat. http://spdschenefeld.com/wp-content/uploads/2015/03/Wonder-Woman.png

    Wenn man dann aber Väter so effektiv raus- und von den Kindern ferngehalten hat – dann kann man schonmal feststellen, dass sie als Babysitter ab und zu ganz nützlich wären, und dann ist es auch schonmal drin, Vätern gönnerhaft zu bestätigen, sie seien keine Mütter zweiter Klasse. Herrje, wie bescheuert stünde wohl ein männlicher Politiker da, der es für frauenfreundlich hielte, gönnerhaft zu versichern, Frauen seien keine Männer zweiter Klasse?

    Das Problem ist aber nicht allein Schwesig. Deren Mischung aus umfassendem Desinteresse sowie intellektueller und ethischer Begrenztheit mit einem wucherndem Ego ist aus irgendwelchen Gründen ganz allgemein unerlässliche Bedingung, um sich in der heutigen SPD für Führungspositionen zu qualifizieren. Das Problem ist eher die Fehlkonstruktion eines Familienministeriums, das zugleich Frauenministerium ist – so dass Männer ausgerechnet aus dem Bereich ausgegrenzt werden, der für die weit überwiegende Mehrzahl der Menschen (männlich wie weiblich) zentraler Bereich ihres Lebens ist. Das ist nun einmal eine perverse Konstruktion.

    • Mutterschutz für Schülerinnen und Studentinnen?

      Wie soll das gehen?
      Werden die dann automatisch Versetzt und bekommen ein „Sehr Gut“ für jede verpasste Klausur oder Seminararbeit?

  8. Frau Schwesig geht es nicht um die Verbesserung des Familienlebens von Vätern und Männern an sich, sondern um den Nutzen, den Frauen von einer (ja ohnehin schon großen) verstärkten Beteiligung von Männern haben.
    Wenn es um Männer und Familie ginge, würde sie ein Gesetzentwurf zum Wechselmodell vorlegen, das Sorgerecht reformieren, die Unterhaltsregelungen ändern, ein Vaterschutzgesetz initiieren, eine Väterrente fordern, Vaterschaftstest gegen den Willen der Kindesmutter unterstützen, eine Männerquote in Jugendämtern und bei den sog. Gleichstellungsbeauftragten befürworten etc. pp.
    Macht sie aber nicht, weil sie Männer nur als Erfüllungsgehilfen von Frauen sieht.

  9. Zum Glück verdienen alle Frauen so viel wie Schleswig, so dass der Mann zu Hause bleiben kann . . .

  10. „Wird es vorteilhaft für Männer sein, wenn die Familienministerin einen „Hausmann“ hat?“
    Nicht, wenn nur die Familienministerin einen hat, aber wenn die Mehrheit der Väter das macht, bedeutet das, weniger Stress, weniger Arbeit, ein besseres Leben. Allerdings wird es wie immer an den Frauen scheitern, denn dies müssten mehr Arbeiten, um die Finanzen auszugleichen. Und das geht ja mal gar nicht, wozu sortiert Frau denn sonst Männer nach Versorger aus.

  11. Ach Christian, Du stellst die falschen Fragen.

    Es wird einfach bedeuten, daß Männer neben der Vollzeittätigkeit mehr in der Familie machen werden.

  12. Interessant wäre ja mal, ob die Aufteilung im hause Schwesig nicht einfach auch nur die ist, die die meisten Ehepaare recht rational vornehmen: derjenige mit dem besseren/sichereren Gehalt bleibt im Job, aufgrund der Beuteschemata und Vorlieben der Geschlechter ist das häufiger der Mann.

    Schwesig ist Bundesministerin, das sind so c.a. 10.000/Monat.

    Ihr Mann ist Kaufmännischer Leiter (1), was sicher nicht gerade mit „Schichtleiter“ gleichzusetzen ist, aber andererseits auch nicht gerade „Aufsichtsrat“ ist, und noch einer der Jobs ist, die per Stellenausschreibung gesucht werden.

    Mir scheint da jemand zu versuchen, eine Not als Tugend zu verkaufen.

    1) http://www.wiwo.de/koepfe-der-wirtschaft/manuela-schwesig/5287874.html


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: