Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 28. April 2016

Die Bedeutungslosigkeit der Intersektionalität in vielen Geschlechterfragen

Intersektionalität ist bekanntlich die gegenwärtig am meisten gehypte Richtung im Feminismus. Es geht darum, dass man in allen Bereichen, in denen es Unterschiede gibt, eine Gruppe benennt, die diskriminiert wird und eine die privilegiert wird und dann in diesem binären Schema entsprechend die Schuld zuweist.

Dabei sollen insbesondere alle Diskriminierungen sich gegenseitig beeinflussen.

Entlang der Intersektionalität verlaufen dann auch die Grabenkämpfe im Feminismus und es geht üblicherweise darum, dass „weiße Feministen“ diese nicht beachtet haben und damit eben schlecht sind.

Tatsächlich ausgeführt, warum nun beispielsweise in der Geschlechterdiskussion dies so wichtig ist, wird allerdings meist nicht.

Es erfolgen allenfalls vage Aussagen, dass eben beispielsweise schwarze Frauen anders von Sexismus betroffen sind, weil sie gleichzeitig einem Rassismus ausgesetzt sind. Und das es deswegen unglaublich wichtig wäre, deren Perspektive einzubringen.

Tatsächlich ist das denke ich in den wenigsten Bereichen der Fall:

Unterstellt feministische Positionen wären richtig, dann würden schwarze Frauen üblicherweise trotz einer eventuell weitergehenden Diskriminierung von einer Verbesserung der Lage im allgemeinen profitieren.

  • Wenn zB der Gender Pay Gap wie ihn die Feministinnen annehmen, reduziert werden würde, dann würden auch schwarze Frauen wesentlich mehr verdienen, selbst wenn sie aus rassistischen Gründen noch weniger verdienen würden.
  • Wenn die von Feministinnen angenommene Rape Culture reduziert werden würde, dann würden auch schwarze Frauen darunter weniger leiden

Es mag einige Fälle geben, bei denen man mit einer besonderen Einbeziehung der Lage „mehrfach diskriminierter Frauen“ die Sache besser machen kann, aber in der Regel würden sie bereits dadurch profitieren, dass sie in einem Bereich weniger diskriminiert sind. Durch die Grabenkämpfe ist also letztendlich nichts erreicht. Außer natürlich ein „Virtue Signalling“ das man diese Gruppe besonders beachtet und damit besser in der entsprechenden Ideologie ist.

Lustigerweise geht es immer mehr in die Richtung weiße Feministinnen fast schon so wie Männer zu behandeln: Shut. The. Fuck. Up. and listen!

Oder in der etwas deutlicheren Version:

Hier taucht vereinzelt noch das Element auf, dass die jeweiligen eben rassistische Elemente übernehmen, etwas kulturelle Aneignung, aber auch das ist ja leicht von den eigentlichen Problemen in der Geschlechterdebatte zu klären.

Anscheinend hat man auch noch einen eigenen Begriff geschaffen: Misogynoir

Misogynoir is a term referring to misogyny directed towards Black women, where race and gender both play roles in bias. It was coined by queer Black feminist scholar Moya Bailey, who created the term to address misogyny directed toward black women in American visual and popular culture. Trudy of Gradient Lair, a womanist blog about Black women and art, media, social media, socio-politics and culture, has also been credited in developing the lexical definition of the term.[1][2]

The concept is grounded in the theory of intersectionality which analyzes how various social identities such as race, gender, class, and sexual orientation interrelate in systems of oppression.

Da heißt es dann weiter:

On a more broader scale, misogynoir is also characterized by the tropes projected onto Black women by all members of society. Some of these common stereotypes are the „Strong Black Woman“ or the „HyperSexual Jezebel“. In her article “4 Tired Tropes That Perfectly Explain What Misogynoir Is – And How You Can Stop It, author Kisiena Boom breaks down the most common tropes and why they are damaging. For example, while the „Strong Black Woman“ stereotype seems to be a compliment it ignores the racialized physical and mental trauma that Black women have had to endure. Perpetuating the idea that Black women can handle anything justifies the situations Black women are forced into such as the „mammy“ role for white families, the head of household as Black men are lost to the prison-industrial complex, and sexual abuse. This justification eliminates the need and desire to rectify the real problems. Furthermore, this trope forces Black women to bury their issues and put on a „strong“ face for all of those who expect it.

Auch hier kann man die Punkte aus meiner Sicht durchaus einzeln behandeln. Zumal es einen gewissen Humor hat, wenn die „Starke schwarze Frau“ nun als Nachteil dargestellt wird, wo doch sonst Frauen als schwach angesehen werden. Aber naja, diesen Doppeldenk ist man ja durchaus gewohnt.

Die tatsächliche Notwendigkeit alles miteinander zu vermengen und den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen erschließt sich mir nicht. Es würde meist deutlich einfacher sein, einfache Sexismus und Rassismus zu trennen oder als verschiedene Aspekte anzusprechen. Vielleicht kennt ja hier jemand Beispiele


Responses

  1. „Intersektionalität“ ist erst einmal ein wunderbarer Begriff, der bedeutungsvoll und intellektuell klingt. Er vergrößert die Existenzberechtigung der Geisteswissenschaften und ihrer Gewissensonanie.

    Als Nächstes erfinden Geisteswissenschaftler den Begriff der Dialektik der Gleichstellung und weisen damit auf Abwertung und Vernachlässigung von Männern durch feministische Narrative und Stereotype hin.

    PS: Psychologisch interessant ist dieses Milieu ja deshalb, weil es so völlig unfähig ist, auf eine gesunde Weise aggressiv zu sein, unberührt, gleichgültig. Gewissermaßen eine gestörte Männlichkeit bzw. übertriebene, pervertierte Weiblichkeit. Stattdessen hyperventiliert man größtmöglich und verfällt in Mitleids- und Empathiehysterie – ohne mal genau zu schauen, was da eigentlich so abläuft.

    Diese Leute sind derartig in ihrer Gutmenschenselbstkonzeption gefangen, daß sie unfähig sind zu hinterfragen, zu falsifizieren, das zu tun, was eigentlich eines Wissenschaftlers erste Aufgabe ist.

  2. Welcome to the Oppression Olympics…

  3. Die größere Unterdrückung schwarzer Frauen kommt daher, dass schwarze Männer größere Machos sind als Weiße. Der linke, schwarze Politaktivist Leroy Jones (alias Amiri Baraka) brachte das so zum Ausdruck:

    „Most American white men are trained to be fags. For this reason it is no wonder their faces are weak and blank.…The average ofay [white person] thinks of the black man as potentially raping every white lady in sight. Which is true, in the sense that the black man should want to rob the white man of everything he has. But for most whites the guilt of the robbery is the guilt of rape. That is, they know in their deepest hearts that they should be robbed, and the white woman understands that only in the rape sequence is she likely to get cleanly, viciously popped.“

    https://en.wikipedia.org/wiki/Amiri_Baraka#White_people

    Also weiße Männer sind blasse Schwuchteln, und weiße Frauen träumen im Grunde davon, von einem Schwarzen vergewaltigt zu werden, damit es ihnen endlich mal jemand richtig besorgt.

    • Solche Figuren zeichnen den Weg nach, warum die heutige Linke (zum Glück längst nicht alle!) bis zur Halskrause mit eigentlich traditionell rechtsextremen Gedankenwelten schwanger geht, Rassismus, Sexismus, Antisemitismus last not least.

  4. Muss man diesem kranken Schwachsinn ir- gend- eine mediale Aufmerksamkeit zukommen lassen? Warum?
    Nein. Muss man nicht.
    Ansteckungsgefahr.
    0h! Schon passiert?!
    Dann verbreitet tüchtig weiter…

    • „Muss man diesem kranken Schwachsinn ir- gend- eine mediale Aufmerksamkeit zukommen lassen? Warum?“

      Damit die Leute merken, dass es Schwachsinn ist. Irgend jemand muss nun einmal aussprechen, dass der Kaiser nackt ist

      Aufklärung führt nicht zu ansteckung mit solchen Ideen, sondern dazu, dass es anderen leichter fällt, sie ebenfalls zu kritisieren

      • „Aufklärung führt nicht zu ansteckung mit solchen Ideen, sondern dazu, dass es anderen leichter fällt, sie ebenfalls zu kritisieren.“

        So ist es.

    • „Muss man diesem kranken Schwachsinn ir- gend- eine mediale Aufmerksamkeit zukommen lassen?“

      Frag mal lieber die New York Times, Atlantic oder das MIT…..

      “ … Ta-Nehisi Coates is a prime product of this cultural sickness. Although he never graduated college, Coates was made a visiting professor at MIT, was offered a column by the New York Times (which he turned down) and is currently an editor at one of America’s most venerable liberal journals, The Atlantic. He is also currently the recipient of a $625,000 MacArthur “Genius Award, and this year was given the National Book Award for Between the World and Me, accompanied by fawning reviews in the New York Times and the rest of the liberal press. The book is written in the form of a letter of advice to his teenage son to whom he explains that if a black cop kills a black youth (which is what happened to Coates’ best friend) that is because the black cop is acting white. In other words, whatever crime is committed by a black person the white devil made them do it. This is Farrakhanite racism in its purist form.“

      http://www.frontpagemag.com/fpm/262642/anti-white-racism-david-horowitz

  5. Hoffentlich kickt der parser meine linken Spitzklammern nicht raus.

    Also: Das Problem ist, daß intersektionale Theorien ihre Klientel anordnen müssen, i.e.

    A < B < C <…etc

    Minimlae Rationalitätsbedingung: Die Sache darf nicht zyklisch werden, i.e. NICHT

    A < B < C < A<…

    Je mehr Geschlechter oder Merkmale es gibt, desto ausgeklügelter müssen daher die Merkmale untereinander bewertet werden. Zweitens wäre es sinnvoll, nicht alle Merkmale in allen Gesellschaften gleich zu behandeln, d.h. Schwulsein in Deutschland ist womöglich anders als Schwulsein in einer wahabitischen Gesellschaft.

    Also: Intersektionalität muß empirisch so GEMESSEN werden, daß keine zyklische Anordnung entsteht = minimale Rationalität in jeder Theorie der Intersektionalität.

    Hat schon mal jemand ein paper gefunden, wo beides eingehalten wird oder gibt es nur Kaffesatzleserei?

    • @elmar

      Klassischerweise ist es eher binär angelegt, also eine Kategorie mit 2 Gruppen. Die Kategorien sollen sich dann wieder gegenseitig beeinflussen und zu einem „Aliud““ führen, dass nur aus der Kombination heraus verständlich und bekämpfbar ist.

      • Ok, aber hat z.B. facebook nicht 67 Geschlechter oder so? Heißt das dann, daß – say – 23 von ihnen untereinander gleich und sind und die anderen 44 untereinander ebenfalls?

        (Auf die Zahlen kommt es hier natürlich nicht an.)

        • @elmar

          Das ist nur eine Frage der Kategoriebildung.

          Mann – Frau als ein Paar
          CIS – Trans/Queer/intersex als ein anderes

          Natürlich ist das nicht per se in sich stimmig, wenn man eigentlich darauf abstellt, dass es mehrere gleichwertige Geschlechter gibt

          Sie können aber anführen, dass sie diese Kategorien nicht so vertreten, sondern diese in der sexistischen und sonst istischen Gesellschaft vorfinden, weil diese sie künstlich schafft, und lediglich die Machtstrukturen gezeigt werden für dessen Abschaffung sie kämpfen

        • Hm …. ich muß darüber mal einen post machen.

  6. Ich finde Intersektionalität toll. Sie wird die ganze SJW-Ideologie von innen heraus zerstören.

    • diese Vorstellung befällt mich in schwachen Momenten auch.

  7. Rein verständnishalber:

    Intersektionalität ist mit der Privilegientheorie verflechtet, oder?

    Also die Privilegientheorie kommt bei der unmittelbaren Bewertung von zwei Gruppen zum Zug, wobei dann meistens festgestellt wird, dass die eine Gruppe der anderen gegenüber priviligierter ist, verstehe ich das richtig?

    Der (Nicht-)Privilgiert-sein Status berechnet sich dann wiederum aus der erfahrenen (möglichen) Diskriminierung durch, sagen wir, Gesetze, aber auch anhand bestimmter Eigenschaften, die eben keiner möglichen Wandlung unterworfen sind wie z.B. dem Geschlecht.

    • @Slavo

      Intersektionalismus ist nichts anderes als die Anwendung der Privilegientheorie auf alle anderen Diskriminierungskategorien und die Behauptung, dass dies bei vorliegen mehrer Diskriminierungen in einer Person zu besonderen Belastungen führt, die demnach besonders berücksichtigt werden müssen.

    • @Slavo

      Intersektionalismus ist nichts anderes als die Anwendung der Privilegientheorie auf alle anderen Diskriminierungskategorien und die Behauptung, dass dies bei vorliegen mehrer Diskriminierungen in einer Person zu besonderen Belastungen führt, die demnach besonders berücksichtigt werden müssen.

  8. Farrakhan Speaks: Ferguson and The law of retaliation

    Man sieht wohl deutlich, welche Vorbilder der hat!

  9. Jetzt mal ganz allg. gesprochen: wenn man gegen die (systematische oder auch sporadische) Benachteiligung einer Gruppe ist, sollte man auch gegen Benachteiligungen andrer Gruppen sein. Und es ist erstmal nicht falsch zu fragen, ob sich solche Benachteiligungen aufaddieren. Oder sich multiplizieren oder ob vllt. immer nur eine Benachteiligung wirksam ist.

    Und da ist das erste Problem, was ich damit habe: ist ein weißer, homosexueller Rollstuhlfahrer irgendwie weniger benachteiligt als eine schwarze, heterosexuelle Rollstuhlfahrerin? Oder wäre die schwarze Rollstuhlfahrerin benachteiligter, wenn sie homosexuell wäre, der weiße Rollstuhlfahrer aber nicht?

    Das andere Problem: muss ich einer Gruppe angehören, um mich für sie einzusetzen? Womit ich jetzt nicht meine, dass ich mich zu ihren Pressesprecher erkläre, aber muss ich wirklich bspw. Jude werden, um gegen Antisemitismus zu sein?

    • Du machst den Fehler hier generalisieren zu wollen. Das ist natürlich vollkommen logisch und dieser „Fehler“ wird daher jedem erst mal passieren…

      Du musst wissen, dass diese „Anti-Benachteilungs“-Bewegung, von der hier die Rede ist, *absolute* Massstäbe hat, wer überhaupt „diskriminiert“ oder „benachteiligt“ sein *kann*.
      Eine Frau zB ist immer schon deshalb diskriminiert, weil sie Frau ist. Ein Mann kann nicht diskriminiert sein, weil er Mann ist. Das liegt daran, dass die Bewertung der Diskriminierung nicht am konkreten Individuen sich orientiert, sondern vollständig an der Zugehörigkeit zu der betrachteten Gruppe! Analog können Angehörige der „weissen Rasse“ niemals diskriminiert sein, Angehörige der „schwarzen Rasse“ sind es prinzipiell. Deshalb gibt es auch nur einen „weissen Rassismus“, der allgegenwärtig ist, einen „schwarzen Rassismus“ kann es prinzipiell nicht geben…

      Wenn du nun diese Einzelverhältnisse (Geschlecht, „Rasse“, etc) kombinieren willst, klappt das logischerweise nicht mehr eine sinnvolle Hierarchie aufzustellen. Weil die Einzelverhältnisse immer absolut sind.

      Deshalb wird von den Vertretern dieser merkwürdigen „Gerechtigkeits“-Bewegung es auch tunlichst vermieden, solche Fragen zu stellen, wie du sie hier präsentiert hast.

      „Das andere Problem: muss ich einer Gruppe angehören, um mich für sie einzusetzen?“

      Nein, du sollst – egal wer du bist – dich für die als benachteiligt gesehene Gruppe einsetzen.
      Der obdachlose Mann für für die Dax-Vorstandsschaft der Frau eintreten, die Weissen Armen für ein „schwarzes“ Staatsoberhaupt wie den saudischen König.
      Das ist die „Soziale Gerechtigkeit“, die sie meinen!

      „“ …muss ich wirklich bspw. Jude werden, um gegen Antisemitismus zu sein?“

      Nach denen kann es keinen Antisemitismus geben. Die Juden sind weiss und stillschweigend in der „Opferhierarchie“ ganz unten, keine Erwähnung wert. Der Staat Israel jedoch ist die Verkörperung alles Schlechten, des „(weissen) Rassismus“ und auch des „Patriarchats“.

      Deine Frage wurde hier (bei Guardian, wie ironisch) unlängst emphatisch bejaht:
      http://www.theguardian.com/commentisfree/2016/mar/19/why-i-am-becoming-a-jew-and-you-should-too

      Aber warum solltest du dich nicht rein aus freiem Willen für Gruppen einsetzen können, auf denen man rumhackt, ohne jeden „identitären“ Bezug?

      • „Nach denen kann es keinen Antisemitismus geben.“

        Quelle surprise, zufällig dieses perfekte Beispiel gefunden, um diesen Punkt zu demonstrieren:

        Leftist Antisemitism: All About Yves’s
        http://daphneanson.blogspot.de/2016/04/leftist-antisemitism-all-about-yvess.html

        Dieser Yves ist ein kanadischer „Progressiver“, der einen Stück in der (notorischen) Huffington Post bringen konnte, in dem er den Vorwurf des Antisemitismus als den „vermutlich meist missbrauchten Begriff“, der „vor allem zur Aufrechterhaltung jüdischer Privilegien benutzt wird“ brandmarkt und nach der minitiösen Vorhaltung der sogenannten „Privilegien“ regelrecht droht:

        „Auf den Bauchnabel fixiert und wohlhabend, reklamiert die Jüdische Gemeinde schnell einen Opferstatus für sich. Wie ein unerzogenes Kind braucht sie eine Denkpause. Ohne eine irgendwie geartete Intervention riskiert sie, dass zukünftige Lexika den Antisemitismus als eine Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit definieren werden.“ (meine Übersetzung)

        Die Stellungnahme der „Canadian Jewish News“ dazu appelliert natürlich an die Vernunft und hebt über die faktische Inkorrektheit des Dargestellten ab und erwähnt seine Rolle als Vizepräsi der „Concordia“ Studentenschaft, die in einem „berüchtigten Aufstand“ 2002 eine Rede Benjamin Netanjahus torpedierte, wofür er auch geschasst worden sei.

  10. Und wie sieht das dann exakt aus? das muss ja quasi in einer Dskriminierungs- bzw. Privilegierungs-Skala enden…

    fast unmöglich, gerade weil ja als nächstes dann Klasse und sozialer Status reinspielen werden. Wer ist privilegierter, der schwarze Sohn eines Anwalts oder der weiße Sohn eines Hartz 4 Empfängers ohne Schulabschluss? Wie ändert sich das wenn der Anwaltssohn schwul ist? Was wenn der Weisse eine Behinderung hat?

    Gott, und da sind wir nur bei Männern…

    Schlägt Rasse Klasse? Behinderung Nichtbehinderung? Ist Stephen Hawking privilegierter als Usain Bolt?

    Hat schwarz sein in Europa denselben Stellenwert wie in den USA oder sind es hier die Muslime die die niedrigste „Kaste“ bilden?

    Oh Boy, ja das wird den Gender-Feminismus von innen zerstören, kein Zweifel. Das Gedankenspiel ist so absurd und es ist eben nicht möglich definitiv innerhalb der Feinheiten zu skalieren.

    Plus, get ready für völlig neue Kategorien des Privilegs:

    – Allergiker: „kannst du dich mit deinem Hund bitte nicht als glückliches Mensch-Hunde Paar inszenieren? Manchen von uns ist die Möglichkeit nicht gegeben Hundebesitzer zu werden…“

    -überdurchschnittliche Große/Kleine Menschen „ich kann auf Konzerten nichts sehen / ich stoße mir in der U bahn den Kopf“

    -durschnittlich Große „man hält mich immer für so einen 08/15 Typen..“

    -chronisch Kranke „die Wartezeiten beim Arzt sind furchtbar“

    -Hypochonder „die Wartezeiten beim Arzt sind furchtbar“

    -alle Arten von Phobien: „du magst zwar auch eine lesbische, muslimische Behinderte mit syrischem Migrationhintergrund sein, aber halt gefälligst die Klappe wenn ich rede, immerhin bist du keine Arachnophobikerin!

    das wird ein spass

    • Den Spaß gibt es schon jetzt für daheim:
      http://minderheiten-quartett.de/

      Erlebnis aus dem richtigen Leben: Irgendwo beschwerte sich mal jemand wegen einer auf einem Grundschulpausenhof stillenden Mutter – das würde ja die Moslems stören. Erstens könnten sich die Moslems auch selber beschweren, zweitens steht im Koran extra, dass kleinen Kindern ein eher freizügiger Ausschnitt zumutbar ist, und drittens, wie prüde kann man sein? Prüder als der Koran, offensichtlich.

    • „Wer ist privilegierter, der schwarze Sohn eines Anwalts oder der weiße Sohn eines Hartz 4 Empfängers ohne Schulabschluss?“

      Der Schwarze natürlich, wie kannst du fragen?

      „Wie ändert sich das wenn der Anwaltssohn schwul ist?“

      Wenig. Der muss jetzt aber gegen Weisse Homos wettern, die ihn nicht daten wollen.

      „Was wenn der Weisse eine Behinderung hat?“

      Ein Opfer des eigenen Patriarchats, Pech gehabt. Regressansprüche an die Weissen!

      „Hat schwarz sein in Europa denselben Stellenwert wie in den USA oder sind es hier die Muslime die die niedrigste “Kaste” bilden?“

      Schwarz ist schwarz und überall und immerfort. Und Muslime sind immer schwarz. Immer, egal wie sie aussehen. Ist halt so.

      „Oh Boy, ja das wird den Gender-Feminismus von innen zerstören, kein Zweifel.“

      Nein, der ist gerade der Versuch, diese verschiedenen Ebenen zusammenzuführen.

      „Das Gedankenspiel ist so absurd und es ist eben nicht möglich definitiv innerhalb der Feinheiten zu skalieren.“

      Gedanken sind individuell und daher vollkommen abzulehnen. Gib das Denken auf und folge den Dogmen der Sozialen Gerechtigkeit.

    • Dieses Diskriminierungs-Datawarehouse ist ja notwendig, um die ganzen Gender-Studies zu beschäftigen. Sie schnappen sich immer zwei, drei Sachen raus und voila, wieder eine Vorlesung. Man muss die Zeit ja mit irgendetwas verbringen.

  11. Mensch, bist Du verrückt geworden?

    Du must doch diesen tumben Feministinnen nicht auch noch Hinweise darauf geben, was sie unter sich falsch machen!

    Von selber merken die ja eh nichts mehr, das wissen wir ja.

    Also lass´ es doch dabei!

  12. Dieser ganze akademische Unterdrückungsblödsinn wird doch eh nur unter Verbildeten durchgehechelt, normale Menschen kriegen solche Debatten doch garnicht mit.
    Für viel gefährlicher, weil unterbewusst Wirkmächtiger halte ich die allumfassende Propaganda in Film und Fernsehen.
    Wer tausendmal taffe Polizistinnen, mit gezogener Waffe, hat Türen eintreten und gefährliche Situationen meistern gesehen hat denkt nicht über Wahrscheinlichkeiten und Realismus nach.
    Wenn irgendwelche Models Zweizentnerkerle umtreten wie Gras, dann können die das „weil sie früher beim Militär in ner Spezialeinheit waren“(Hää-wo denn?).
    Diese ganzen Soldatinnen,Killerinnen, Agentinnen…
    Anderes Beispiel sind die viiiielen schwarzen Topwissenschaftler ohne die kaum ein Hollywoodfilm auskommt – da wird uns eine Matrix gebastelt die keiner hinterfragt -ist ja nicht nur ein Film, sondern wird bei beständigem Wiederholen die Realität.


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