47 Gedanken zu “Soziale Anerkennung, das Selfie, Empowerment und der Feminismus

  1. „a term used primarily to salve over the near-total lack of power held by women and girls around the world, a kind of head-pat to keep us satisfied with subservience,” “

    Wer so einen Satz schreibt, der glaubt auch, dass Frauen von unserer „Gesellschaft“ gehasst werden, beim Gemüseanbau keine Tiere getötet werden und Konkurrenz um Ressourcen kein Problem wäre, wenn alle (Männer) nur so nett zueinander wären, wie Frauen es bereits vormachen.

    Sheesh.

  2. Interessant finde ich dabei ja, dass das anscheinend ein Verhalten ist, das mehr oder weniger natürlich vorkommt. Das Internet und diverse Plattformen wurden ja nicht entwickelt, damit Frauen und Mädchen sich so präsentieren, das ist einfach das, was sich herauskristallisiert, wenn man die Leute auf etwas neues los lässt und sie machen lässt.

    In Hinblick auf Kurz- vs Langzeitstrategien ist es natürlich so, dass Kurzzeitstrategien meistens wesentlich einfacher umzusetzen sind und ggf. zunächst einmal weniger kosten. Langzeitstrategien setzen unter anderem Planung und Disziplin voraus. Weswegen Kinder auch erst lernen müssen diese zu entwickeln. Dazu kommt es natürlich nut, wenn sie mit ihren Kurzzeitstrategien auf die Nase fallen und merken, dass sie damit nicht weiter kommen. Wenn aber nun über diese neuen Medien immer zumindest ein gewisser Grad an Erfolg erzielt werden kann, dann bleibt dieser Lerneffekt natürlich auf der Strecke, und es wird zu einem Leben in Kurzstrategien, einem Leben in selbstverschuldeter Kindlichkeit.

    Ich habe es schonmal gesagt, das Internet ist zwar ein tolles Ding, aber wir haben nicht den Hauch einer Ahnung, was für Auswirkungen es langfristig auf uns haben wird. Ich möchte es nicht vermissen, ich möchte auch nicht technophob wirken, ich liebe Technik. Aber ich glaube da werden dauerhaft noch ein paar interessante Dinge kommen, die mit den Auswirkungen dieser Technik zu tun hat, die bisher niemand absehen kann.

    Zum Thema (Selfies und Narzissmus, nicht Internetauswirkungen) vielleicht auch noch interessant:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/viele-kinder-werden-narzissten-14169998.html

    • „anscheinend ein Verhalten ist, das mehr oder weniger natürlich vorkommt.“

      Vielleicht „daherkommt“. Denn was ist schon „natürlich“? Das sind wohl nur wenige zentrale Dinge, wie Selbsterhaltungs- und Sexualtrieb. Und die können sich in den merkwürdigsten Formen ausdrücken. Was einen aber nicht zum Kurzschluss bringen sollte, diese Ausdrucksformen seien gar selbst „natürlich“.

      „Aber ich glaube da werden dauerhaft noch ein paar interessante Dinge kommen, die mit den Auswirkungen dieser Technik zu tun hat, die bisher niemand absehen kann.“

      Auf der anderen Seite: Je mehr die Dinge sich ändern, desdo mehr bleiben sie die gleichen.
      Dummes Geschwätz über andere und übersteigerte Selbstliebe sind bestimmt keine Hervorbrigungen des Internets, man ist fast geneigt, sie als „natürlich“ anzusehen 😉 Suchen sich halt immer die aktuelle Form, in der sie transportiert werden können. Wobei das Internet nicht so ganz der tolle Platz dafür zu sein scheint, da zu offen….

      • So meinte ich es. Als Ausdruck von dahinterliegenden Dingen, die aber eben durch solche Technik erst ermöglicht wird. Die Technik ist neu, und Menschen benutzen sie nicht irgendwie, sondern scheinen zu einer bestimmten Art der Benutzung eher getrieben als einer anderen. Darauf wollte ich hinaus.

        Ich stimme zu, einige Dinge die das Internet mit sich bringt sind sicherlich nur alte Verhalten in neuen Medien. Der entscheidende Unterschied hier ist sicherlich, dass es im Internet eben gespeichert wird.

        Wobei es mir mit diesem Teil des Kommentares weniger auf die Selfies und Verhalten im Internet geht, sondern mehr darauf abzielt, wie sich das Leben mit dem Internet generell verändert. Z.B. Erlaubt es das Internet jedem in den ansonsten geschützten Bereich anderer Menschen einzudringen, immer und jederzeit. Ich kann meine Tür abschließen, wenn ich niemanden sehen will, aber dann gehe ich ins Internet und habe tausende Menschen und ihre Meinungen direkt vor der Nase. Das finde ich schon ziemlich seltsam.

        • „Du musst nicht ins Internet.“

          Adrian, ich liebe Deine trockenen Kommentare, die so schnörkellos ins Schwarze treffen 😀

        • „Du musst nicht ins Internet.“

          Absolut richtig. Und doch ist das etwas, das viele Menschen trotzdem tun, weil sie sich darüber nicht im Klaren sind, was sie da gerade tun. Ich muss auch keine Selfies im Internet verteilen, und doch tun Menschen das, teilweise sogar wider besseren Wissens. Und da ist eben die Frage warum, und wohin führt das ggf.. Ich will damit weder das Internet verdammen, noch behaupten ich wäre ein Opfer des Internets.

    • sehr kluge Gedanken, ja dass scheint mir so zu sein, Internet, aber auch solche Wettbewerbs-Shows im Fernsehen bedienen ja infantile, pupertäre Kurzzeitstrategien zum Erfolg und zur Anerkennung. Mädchen scheinen da besonders anfällig, da sie ja in der Jugend eh berauscht von ihrer Macht solche Strategien schon immer ausgereizt haben. Die modernen Medien verleiten also in gewissen Maße Frauen dazu infantil zu bleiben.

  3. Für Frauen dürfte es dabei nicht nur im sexuelle Möglichkeiten gehen, sondern vor allem um die Bestätigung attraktiv zu sein. Eine attraktive Frau ist eine, für die Männer etwas tun, Ressourcen oder Schutz geben. Daher kann sich eine attraktive Frau sicher fühlen.

    Das ist zwar heute nicht mehr alleine über sexuelles Interesse von Männern zu bewerkstelligen, aber das biologische Programm dafür arbeitet eben immer noch aus den Gefühlen der Frauen heraus.

    Männer brauchen das so nicht. Da ist die sexuelle Attraktivität eine Sache, die zwar für das Wohlbefinden relevant ist, nicht aber für das Überleben. Dafür setzen Männer auf eigene Fähigkeiten, deren Vorhandensein dann das Gefühl von Sicherheit verschafft.

    Insofern stimmt es, dass „Empowerment durch Selfies“ keine unabhängige Macht verschafft, aber unter Umständen schon indirekte über Männer.

    • „Männer brauchen das so nicht. Da ist die sexuelle Attraktivität eine Sache, die zwar für das Wohlbefinden relevant ist, nicht aber für das Überleben. Dafür setzen Männer auf eigene Fähigkeiten, deren Vorhandensein dann das Gefühl von Sicherheit verschafft.“

      Natürlich brauchen sie das.
      EIn Mann, besonders ein attraktiver, braucht Schutz durch einen anderen Mann oder eine Gruppe Männer, sonst ist er leichte Beute, für jeden, der Interesse hat. Noch nie im Gefägnis gewesen? Oder in einer Gang Gegend, wo du erschossen wirst, wenn du das falsche Tattoo trägst?

      deswegen sind Männer, die als Einzelgänger überleben können auch ein Costly Signal.

      • Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Männer „schöne männliche Begleiter“ verteidigen würden? Männer prügeln sich für Kerle, die sich auch für sie prügeln würden und sonst für keinen.

        • natürlich, wenn sie Bestandteil der eigenen Gruppe sind. Besonders im Knast MUSS ein Mann das sogar, weil es sonst auf ihn zurückfällt, wenn er nichts unternimmt, wenn ein Gruppenmitglied oder gar „sein besitz“ was abkriegt.

        • „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Männer “schöne männliche Begleiter” verteidigen würden?“

          Ich würde. Wenn es Gegenseitigkeit gibt.

        • lh, du hast hier mMn ein Paradoxon erschaffen.
          Wenn du einen Mann noch nicht in dem Bereich getestet hast, weißt du ja nicht, ob es sich lohnt.
          Wenn du also nicht eingreifst, wird er es beim nächsten Mal vielleicht auch nicht tun, weil du ihm ja auch nicht geholfen hast.

          ich habe mal ein ganz heftiges Buch gelesen, von und über Heinz Sobbota, einen Wiener Zuhälter und völlig verkorksten Mann.
          Das Buch war literarisch interessant geschrieben, aber ich habe nach wie vor nicht bagriffen, was bei dem kaputt war und woher seine ständige Wut kam. Bei mir kam es so an, als läge es an einem problematischen Vater-Verhältnis, weil er seinen Vater mal beim Fremdgehen erwischt hat und dass er seinen Vater nicht wirklich respektiert hat. Und dann eben die früh begonnene Haftkarriere, die alles noch verschlimmert hat. Jedenfalls prügelt und vergewaltigt der sich so durch die Jahre, immer unterbrochen von längerem Aufenthalten im Zuchthaus, wo er auch über den dortigen Alltag schrieb.
          Und dort kam das dann auch zur Sprache, was und wie sich da (für) Hierarchien ausbilden. In einem gefängnis gab es einen sehr femininen Gefangenen dessenwegen es schon mehrere Messerstechereien gegeben haben soll.

          Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass dir das Buch gefallen würde. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das eine Art Mann ist, die die zumindest in Teilen zusagt.

          http://diepresse.com/home/leben/mensch/3852456/Heinz-Sobota_Das-Bose-wohnt-im-Menschen

        • Wenn es Gegenseitigkeit gibt.

          Genau das meine ich. Grund für den Schutz ist nicht die Schutzbedürftigkeit oder sexuelle Attraktivität, sondern Gegenseitigkeit und Loyalität.

          Wenn du einen Mann noch nicht in dem Bereich getestet hast, weißt du ja nicht, ob es sich lohnt.

          Das stimmt. Und deshalb entwickeln sich Männerfreundschaften über lange Zeit mit vielen Loyalitätstests.

        • „Grund für den Schutz ist nicht die Schutzbedürftigkeit oder sexuelle Attraktivität“

          Bei mir ist sexuelle Attraktivität schon ein Grund. Aber eher untergeordnet. Ich erwarte von einem Mann schließlich, ein Mann zu sein.

          „Heisst das, Männer shittesten sich gegenseitig?“

          Ständig.

        • @ Ata

          „Besonders im Knast MUSS ein Mann das sogar, weil es sonst auf ihn zurückfällt, wenn er nichts unternimmt, wenn ein Gruppenmitglied oder gar “sein besitz” was abkriegt.“

          Auch wenn manchmal der Eindruck vermittelt wird, dass ein mehr oder weniger langer Knastaufenthalt zur Vita eines jeden ordentlichen Mannes gehört, verzichtet die deutliche Mehrzahl der männlichen Bevölkerung immer noch auf diese Erfahrung.

          Und von daher suchen sich Männer eher selten Kampfgefährten, um im Bau ggf überleben zu können.
          Es stimmt schon, dass Hilfe sich mehr auf Gegenseitigkeit beruft und Männer sich in vielen kleinen Shit-Tests prüfen.
          Aber dann können sie sich in aller Regel auch auf den anderen verlassen.
          Das gleiche gilt übrigens für Frauen in Männergruppen.

        • „“Heisst das, Männer shittesten sich gegenseitig?”

          Ständig.“

          Aber nicht so drastisch und dramatisch wie Frauen. Ein männlicher Shittest ist: „Hmmm, er trinkt mein Bier, aber trägt die Kiste nicht rein. Muss ich mal im Auge behalten.“

      • Also erstmal dieses Verhewaltigungsding ist eher ein amerikanisches Phänomen. Außerdem geht es bei Schutz in der Gruppe weniger um gutes Aussehen. Da ist eher der stärkste/brutalste der Anführer, für den man sich schlägt. Da gehts nicht um Sex.

  4. „Take, for example, the recent debate over the nude selfies Kim Kardashian posted on Instagram.“

    Das interessiert absolut niemanden. Nur so verquaste Spinnerinnen wie diese Autorin, die den Quark mit ihrem ideologischen Sondermüll anreichern will. Da sieht man ja gleich, auf welchem intellellen (sic) Niveau sich die Autorin bewegt.

    “‘Empowerment’ is an empty catchphrase, a term used to salve over the near-total lack of power held by women and girls.“

    Was für eine Erkenntnis! Dass dieser hohle Begriff zum Standardrepertoire des Feminismus gehört, davon natürlich gar keine Rede.
    Ganz genau wie bei „1984“, das diese Feministinnen nicht aufhören können unfreiwillig zu parodieren: heute im Krieg mit Ozeanien und das war ja nie, nie anders.

  5. „Empowerment’ is apparently not about equitable allocation of resources, or influence in politics and policy, or really power at all. It’s shorthand for ‘I wanted to do this and it made me feel good.’”

    Offenbar versteht die Dame nicht, dass Frauen an Ressourcen und Einfluss kommen, indem sie Männer für sich verfügbar machen. Warum sollte eine Frau so dumm sein, in den männlichen Kampf um Ressourcen und Macht einzusteigen, wenn sie ihre Weiblichkeit dazu verwenden kann, Männer für sich arbeiten zu lassen?

  6. „A woman proud of getting laid is like an alcoholic proud of getting drunk. Where you win is in securing the commitment of a man“

    Diese Einstellung müssen Männer aber ändern, oder aufhören sich über Frauen beschweren, die nicht für Casual Sex bereit sind. Und dann Pick Up lernen, in der Hoffnung, es dann doch noch hinzukriegen – aber ohne die Einstellung zu ändern.
    Du kannst nicht lockeren Sex ohne Verpflichtung fordern und den anderen dann als „Loser“ betrachten. Das System wird nicht flächendeckend funktionieren.

    • „iese Einstellung müssen Männer aber ändern, oder aufhören sich über Frauen beschweren, die nicht für Casual Sex bereit sind. “
      Nur dass das keine Einstellung von Männern ist, sondern eine Einschätzung (und zwar eher von Frauen).
      Ansonsten ist es ist als Frau total einfach sich „flachlegen“ zu lassen. Der Vergleich mit dem „alcoholic“ ist aber trotzdem blödsinnig. Denn im Gegensatz zum Betrinken, schadet einer Frau Sex nicht.

    • Warum sollte das nicht funktionieren? Im anderen Kontext nennt man es Arbeitsteilung.
      Man muss zwischen zwei Arten von Frauen unterscheiden: Schlampen zum rumvögeln, Züchtigere für ernsthafte Beziehungen.
      Es kann auch nicht jeder Mann Lehrer werden, jemand muss auch die anderen Berufe ergreifen – Arbeitsteilung eben. Trotzdem können Verwandte bedauern, dass man nicht Lehrer geworden ist. Und genauso kann ein Mann bedauern, dass eine bestimmte Frau keine Schlampe ist.
      Mag sein, dass manche Schlampen keinen allzu hohen Status zuschreiben („loser“), aber Putzfrauen haben den auch nicht inne, obwohl sie ein sehr nützliche Funktion erfüllen. Es ist ja gerade der Punkt vom sozialen Status, dass er relativ zu anderen definiert wird. Das Spiel funktioniert nur, wenn es oben wie unten genug Menschen gibt; ohne Hierarchie geht es nicht.

      • Die Zahl der Schlampen reduziert sich durch Abwertung von Schlampen, weil es von Frauen, die gerne Sex haben aber auch gerne Beziehungen eine Entscheidung zwischen diesen beiden Dingen abnötigt.
        In Großstädten fält das nicht so ins gewicht wie in Kleinstädten oder gar Dörfern, weil es da mehr Anonymität gibt.
        Im Schulkontext ist es noch am Extremsten.

        • Ja, es ist ein Aushandeln zwischen den Geschlechtern, dass stets aufs Neue stattfindet.
          Je mehr Frauen herumhuren, desto mehr Männern bleibt nichts anderes übrig, als mit (dann hoffentlich) Ex-Schlampen eine Beziehung einzugehen (oder sie verzichten ganz auf dauerhafte Beziehungen). Ebenso könnte es Männern gelingen, mehr Frauen zu züchtigerem Verhalten anzuhalten, indem sie Schlampen konsequenter abwerten.

          Ich wüsste nicht, warum es für Männer verwerflich sein sollte, ihren Vorlieben zu kommunizieren. Frauen machen es genauso, nur stehen da andere Dinge mehr im Vordergrund (Geld, sozialer Status,…), die dafür Männer weniger wichtig sind.

        • „Ebenso könnte es Männern gelingen, mehr Frauen zu züchtigerem Verhalten anzuhalten, indem sie Schlampen konsequenter abwerten.“

          Und was soll das bringen? Die meisten Männer träumen nicht davon, mit 18 zu heiraten.
          Auf die Spitze getrieben haben die Männer das im Islam. Da ist die Ungleichbetrachtung am Extremsten und es geht am schnellsten, eine Schlampe zu sein.
          Und was ist? Die Männer poppen aus Verzwieflung Ziegen und sich gegenseitig.
          Oder was glaubst du, wie eine Pubertät + Erwachsenenalter unbekanten Ausmaßes (in Nicht Hartz 4 Ländern muss man erstmal Geld + eigene Wohnung haben, um zu heiraten) dann aussieht?

          „Ich wüsste nicht, warum es für Männer verwerflich sein sollte, ihren Vorlieben zu kommunizieren.“

          Ist es nicht. Aber sollte das zumindest reflektieren und nicht so ein schiophrenes Verhältnis dazu entwickeln.
          Zumal „Schlampe“ ja noch nicht mal ein wissenschaftlich defiierter Begriff ist.
          Ich bin zum Beispiel schon alleine deshalb eine Schlampe, weil ich ohne Kopftuch herumlaufe.

        • „Zumal “Schlampe” ja noch nicht mal ein wissenschaftlich defiierter Begriff ist.“

          Was haben solche Begriffe mit Wissenschaft zu tun? Gar nichts.

          Die eigentliche Bedeutung von „Schlampe“ fokussiert(e) auf mangelnde Hygiene bzw. fehlender Ordnungssinn. Mit Sexualität hat das erst mal gar nichts zu tun. Den Bedeutungswandel zu letzterem ist vermutlich der angelsächischen Prüderie zu „verdanken“ und denen, die meinten „slut“ sei gleichbedeutend mit „Schlampe“.

        • doch, ich denke schon. Zumindest habe ich noch nie deshalb Anziehung verspürt, weil ein Mann Geld und/oder hohen gesellschaftlichen Status hatte.

        • Ok, meine Sprache war vielleicht etwas zu zynisch. Um Anziehung geht es gerade nicht. „Anziehung“ ist vorhanden oder nicht, vermutlich eine eher instinktive Angelegenheit. Sofern eigene Überzeugungen dabei überhaupt eine Rolle spielen, bleibt es weitgehend unbewusst. Natürlich kann man sich in Schlampen verlieben, sie „anziehend“ finden.

          Aber eine Ehe oder Langzeitbeziehung hat ja nicht nur etwas mit Anziehung zu tun, es ist auch ein Vertrag, der Arbeitsteilung und finanzielle Verantwortungen bezüglich der resultierenden Kinder regelt. Wer allein aufgrund von Liebe heiratet, ist ein Idiot. Deshalb hat man es traditionell nicht den Eheleuten selbst überlassen, sondern deren Eltern haben es gelenkt („arrangierte Ehen“). Sie haben nämlich schon eine gewisse Lebenserfahrung, sie stehen aktuell nicht unter Drogen, und sie wissen, wie vergänglich gewisse Gefühle sind.

          Und darum geht es letztlich in der Unterscheidung Schlampe vs. Nichtschlampe. Schlampen gehören zu der Gruppe von Frauen, die Mann keinesfalls heiraten oder schwängern sollte, ganz egal wie groß die Gefühle sind. Durch ihr bisheriges Verhalten haben sie sich für die Rolle als Ehefrau disqualifiziert. (Ausnahmen sind natürlich denkbar; etwa wenn er mittellos ist und die Schlampe reich – dann hat er ja kaum etwas zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Aber solche Konstellation sind selten, da die weibliche Hypergamie es verhindert.)

      • das ist dieselbe Denkweise, wie viele Moslems sie haben.
        Nur dass die zwischen „(anstänsigen) Muslimas“ und „Nicht muslimischen Frauen“ unterscheiden.
        Krass.

        Bist du denn beziehungsunfähig, nur weil du vielleicht mal in deiner Single Zeit Sex hattest? Wieso sollte das bei einer Frau anders sein?

        Frauen, die das nicht in irgendeiner Weise tun (oder massive Kompensationsanstrengungen unternehmen), haben mMn keinen Trieb und den werden sie auch in einer festen Beziehung nicht haben.
        Ich weiß nicht, ob das irgendeine verquaste Art von männlicher Romantik ist. Den weißen Engel zu pflücken und für „ihn“ und nur für ihn wird sie dann…öh loslegen, und alle anderen Männer sind unsichtbar.
        Warten auf den Prinzen nur andersherum? Warten auf die Prinzessin, die immer innerlich gewusst hat, dass „er“ irgendwann kommen würde und, der, dieser und jener nicht „er“ ist?
        Deinem Blog nach zu urteilen, liest auf bei Roosh. Na dann wundert es mich nicht.

        • Bist du denn beziehungsunfähig, nur weil du vielleicht mal in deiner Single Zeit Sex hattest? Wieso sollte das bei einer Frau anders sein?

          Es gibt nunmal Statistiken, dass die Wahrscheinlichkeit der Frau in der Beziehung treu zu sein, mit der Zahl ihrer vorigen Geschlechtspartner abnimmt.
          Das gilt wahrscheinlich auch für Männer. Aber für Männer ist das Risiko aus einer fremdgehenden Partnerin eben größer.

          Ich weiß nicht, ob das irgendeine verquaste Art von männlicher Romantik ist. Den weißen Engel zu pflücken und für “ihn” und nur für ihn wird sie dann…öh loslegen, und alle anderen Männer sind unsichtbar.

          Ja das ist wohl irgendwie naive männliche Romantik. Wäre doch schön?

        • Hinter dem, was du verquaste Art von männlicher Romantik bezeichnet, steckt rationales Kalkül. Je mehr Sexualpartner Frauen vor der Ehe hatten, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Ehe nicht lang hält oder scheisse wird. Bei Männern ist der Zusammenhang nicht so klar:
          http://www.dailymail.co.uk/news/article-2733220/Women-don-t-sleep-wedding-happier-marriages-men-play-field-without-worry-study-finds.html

          Also tun Männer gut daran, notorische Schlampen bezüglich Langzeitbeziehungen als zweite Wahl einzustufen oder ganz auszuschließen, je nach Fall. Ja, Frauen lügen diesbezüglich. Und Tinder sowie die Anonymität der Großstadt machen es schwer, ihre Angaben zu überprüfen. Aber das macht den Punkt nicht unwichtiger, nur schwerer evaluierbar.

        • die Studie würde ich mir dann doch gerne erstmal durchlesen, bevor ich so einen Schwachsinn glaube^^

      • @cis scum Gebe ich dir Recht. Ist auch meine Erfahrung. Bei Frauen ist es auch so, dass Frauen, die sich als Single ausleben auch während der Beziehung nicht treu sind. Teilweise sogar so, dass sie zwar weiter rumhren, aber nicht mit dem Freund schlafen.

        • Aus erster Hand hatte ich mittleeweile zwei kurze Beziehungen. Eine letzten Sommer und eine letzten Monat. Außerdem habe ich auch Freunde. Als meine erste Beziehung vorbei war meinte mein Vater auch, dass man mit solchen Schlampen keine Beziehung eingeht. Mein Vater hat übrigens auch erste Hand Erfahrungen.

        • Das eine Frau fremdgeht und nicht mit ihrem Partner schläft, hat meiner Erfahrung, (als der mit dem fremdgegangen wird)nach, eigentlich nur eine Begründung: Der Partner ist schlecht im Bett.

          Ansonsten ist meine Erfahrung, dass jede Frau(und auch jeder Mann) fremdgeht, wenn sich die entsprechende Situation ergibt, und es in der Beziehung gerade nicht so richtig läuft.

          Ansonsten ist die Bezeichnung: „Schlampe“, einfach nur dumm. Eigentlich sollte jeder Mann doch froh darüber sein, dass es willige Frauen gibt, die Spaß am Sex haben.

  7. „I think we have to think about whether that’s a healthy endeavor,” Sales contends in a recent interview with Teen Vogue, “to constantly be subjecting yourself to validation from others for ‘likes.’ Why give up your power to others to validate you?Why ask others, ‘Here I am, tell me how great I am, please? Like me, please?’ You’re giving others the power to say whether or not you are worthwhile, and very often it’s based on what you look like in a picture, because it’s all image-driven. It’s a false valuation of self-worth that I think girls are being drawn into.”“

    Problematisch wird das nur, wenn das die einzige Quelle des Selbstwertes ist. Oder kann es werden.
    Oder wenn die Mädchen, die da nicht mithalten können, sich keine anderen Quellen dafür suchen (können).

    • @Atacama

      Du zäumst das Pferd von hinten auf.

      Facebook hat in den USA einen Frauenanteil von 58% – noch ein paar Punkte mehr und es riecht nach Östrogen. 😉

      Du schreibst: „Problematisch wird das nur, wenn das die einzige Quelle des Selbstwertes ist.“
      Lies diesen Satz noch einmal: „Here I am, tell me how great I am, please? Like me, please?“

      Das Motiv, diese selfies zu veröffentlichen geschieht auf der Basis eines *vorhandenen*, *realistischen* Selbstwertgefühls?
      Eher nicht.
      Sondern a. auf einer narzisstischen Verkennung der eigenen Persönlichkeit, die auf reine Bestätigung aus ist: „tell me how great I am, please“ und b. das Ausbleiben dieser Bestätigung fürchtet.
      So züchtet man Junkies.

      Wenn hier geschrieben steht „very often it’s based on what you look like in a picture, because it’s all image-driven“, dann könnte ich bei dieser „Erkenntnis“ mit der Stirn auf die Tischkante schlagen.
      Wo befinden sich diese jungen Frauen?
      In einem Debattier-Club?
      Auf welcher Basis kann man bei facebook schnellstmöglich viel Aufmerksamkeit und Selbstbestätigung generieren?
      Mit einem Essay?

      Facebook hat in den USA einen Frauenanteil von 58%, *weil* es den narzisstischen und exhibitionitischen Bedürfnissen von jungen Frauen entgegenkommt.

      Das Problem an facebook ist zweierlei:

      1. Es befeuert dieses *vorhandene Bedürfnis* um den Faktor 1000, weil es die Reichweite von Veröffentlichungen verhundertfacht.
      2. Es lädt Frauen durch seine Bewertungsmechanismen selbstverständlich dazu ein, sich in eine absurde, permanente intrasexuelle Konkurrenz zu begeben, die außer den „genetic celebreties“ niemand gewinnen kann.

      Der feministisch-weibliche Ausredenkalender für intrasexuelle Konkurrenz sind natürlich die unmöglich zu erfüllenden Schönheitsstandards des Patriarchats /sarcasm off.
      Aber schau dir genau an, wer da mehrheitlich über wen richtet: Frauen über Frauen.

      Und auf eben diesem Niveau geht es mit der Erkenntnis weiter: „You’re giving others the power to say whether or not you are worthwhile“.
      Völlig idiotisch.
      Sie geben nicht anderen die „Macht“, sondern diese anderen nutzen Machtmittel, die ihnen eine andere, höhere Macht zur Verfügung gestellt hat und dadurch haben sie „Macht“.
      Facebook.

      Gruß, crumar

  8. Naja, die Genderisten werden sich das Phänomen ohne Probleme mit dem Patriarchat erklären können:

    „der Druck schön sein zu müssen und Bestätigung dafür zu erwarten ensteht nur in männlich dominierten Gesellschaften“

    dabei halte ich das auch für ein auf die intrasexuelle Konkurrenz reduzierbares Phänomen des Internets.

    Allerdings spielt hier auch Erziehung und elterliche Kontrolle eine nicht zu verachtende Rolle, vernünftige Eltern die medial den Anschluss in die Moderne geschafft haben werden mit ihren Töchtern sicherlich reden bevor die Freigabe kommt sich auf sozialen Netzwerken rumzutreiben.

    Man kann aus pädagogischer Sicht durchaus von einem elterlichen Versagen sprechen wenn die Töchter exzessiv und freizügig Bilder im Netz posten.

    • Man kann aus pädagogischer Sicht durchaus von einem elterlichen Versagen sprechen wenn die Töchter exzessiv und freizügig Bilder im Netz posten.

      Ja, sehe ich auch so. Aber es zeigt eben auch, das es nicht die bösen Männer sind oder die Gesellschaft die die Frauen kommerzialisiert, sondern das es eine ganz natürliche Veranlagung von Frauen ist, sich selbst zur Schau zu stellen, die in der Jugend am stärksten ausgeprägt ist. Frauen sind in viel stärkerem Maße selbstbezogen, als sich das viele Männer vorstellen können. Daher oft der Irrtum, sie mache so was für Männer. Nein Sie macht es für sich selbst, für ihr Wohlbefinden, ihr Selbstbewusstsein. Die männliche Aufmerksamkeit ist da lediglich, der Spiegel, der Katalysator für die Lust an sich selbst.

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