„Frauen wollen nur fair kämpfen dürfen“

In einem leider inzwischen gelöschten Artikel auf dem Blog „Goldgeleckt“ fand ich den folgenden Satz:

Feminismus bedeutet nicht, dass Frauen bevorzugt werden sollten, sondern im selben Level gegen den selben Endboss kämpfen dürfen, wie Männer auch – und dass sie nicht gewinnen lassen werden. Sondern fair kämpfen. Und entweder siegen sie oder eben nicht.

Ich glaube, dass das eine sehr verbreitet Haltung ist, die man häufiger in der Geschlechterdebatte antrifft: Der Gedanke, dass Frauen eben gar nicht die gleichen Chancen haben, dass sie behindert werden und dass man ihnen weit aus weniger die Möglichkeit gibt zu kämpfen.

1. Teilweise mag das sein

Ich kann mir vorstellen, dass in Beförderungen durchaus Überlegungen wie „wird sie noch mal schwanger werden“ etc auftauchen können. Dagegen stehen Bemühungen Frauen in entsprechende Positionen zu bringen, etwa auch um ein modernes Image aufzubauen etc. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass einige Männer tatsächlich Sexisten sind, die bei einer Frau sehr skeptisch sind oder das eine Frau lieber die einzige Frau in der Runde ist. Ich kann mir auch vorstellen, dass einige Frauen zu sehr an Sexismus und Diskriminierung und daran, dass sie schlechter bezahlt werden, glauben, dass sie es erst gar nicht versuchen oder das sie alles unter diesem Frame betrachten und sich damit auch selbst Steine in den Weg legen, weil niemand gerne mit jemanden zusammen arbeitet, der sich als verfolgt und benachteiligt ansieht und die Schuld immer auf andere verlagert.

2. Die meisten Frauen kämpfen nicht auf dem gleichen Level

Der Gedanke, dass Frauen einfach nur auch endlich mal gegen den gleichen Endgegner antreten und sich beweisen können klingt gut. Allerdings wird dazu gerne vergessen, dass man dafür die ganzen Level davor auch spielen muss – also bereits den richtigen Charakter auswählen (den Vollzeitarbeiter statt die Halbtagskraft, den Ingenieur statt den Sozialpädagogen), dass man evtl bereit sein muss, Überstunden zu machen, dass man sich Jobs aussucht, die stressig sind, bei denen es um Geld und Status statt einem guten Verhältnis von Freizeit und Arbeit und dem helfen von Leuten geht, dass man den Erfolg wollen muss.

Dass dies bei Frauen weitaus seltener der Fall ist sieht man zB wenn man sich die an einen Beruf angelegten Anforderungen bei Männern und Frauen ansieht:

Interessen und Arbeitsbereiche

Interessen und Arbeitsbereiche

oder auch in einer Auswertung der Überstunden:

Auch Alter und Geschlecht der Befragten spielten bei der Wochenarbeitszeit eine Rolle. So hatten Frauen mit 4,2 Prozent deutlich seltener überlange Arbeitszeiten als Männer (14,8 Prozent). Das sei teilweise dem Umstand geschuldet, dass Frauen seltener Führungspositionen bekleideten, hieß es. Allerdings arbeiteten Frauen in Führungspositionen ebenfalls deutlich seltener überlang (25,1 Prozent), als ihre männlichen Kollegen in der Führungsebene (44,2 Prozent).

Oder an den gewünschten Stunden pro Woche:

gewuenschte_stunden_pro_woche_brigitte

oder in der grundsätzlichen Einstellung auch in Bezug auf Kritik und Anecken können, auch wenn man es damit nicht allen Recht macht:

7 selbstwahrnehmung

All das scheint mir schwer damit zu vereinbaren zu sein, dass sie sich wirklich mit dem gleichen Charakter, den gleichen Spielweg zu dem gleichen Endgegner durcharbeiten wollen.

Wenn man im Bild bleiben will, dann scheinen mir Frauen eher SIMS spielen zu wollen, wo es keine Endgegner gibt.

3. Es wäre schön, wenn das tatsächlich der Fall wäre

Es wäre für mich eine der wesentlichen Verbesserungen des Feminismus, wenn dieser dazu umschwenken würde, dass man auch tatsächlich gegen den gleichen Endgegner antreten möchte und das notwendige dafür tun möchte, damit das gelingt. Dass man dazu eben auch in gleicher Weise vorarbeiten und hart trainieren und die richtigen Eigenschaften steigern muss. Dass sie tatsächlich fair kämpfen wollen, also akzeptieren, wenn sie in einem fairen Kampf nicht gewinnen, wenn sie nicht genau so hart trainieren und sich auf den Wettbewerb einlassen. Aber eben nicht heulen, dass das böse unsichtbare Patriarchat sie behindert hat.

Ich glaube die Ansage „wir wollen einen fairen Kampf“ wäre für die absolut meisten Männer überhaupt kein Problem. Denn den führen sie gegenwärtig schon, eben hauptsächlich untereinander.

Wenn die Frauen aber tatsächlich in einen fairen Kampf einsteigen wollen, dann müssen sie eben aufhören Diskriminierung zu rufen. Dann müssen sie eben zu den gleichen Bedingungen wie die anderen Bewerber in den Ring steigen. Es bedeutet also aus meiner Sicht, dass sich nicht die Männer umstellen müssen, sondern eher die Frauen.

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83 Gedanken zu “„Frauen wollen nur fair kämpfen dürfen“

  1. >>“Der Gedanke, dass Frauen eben gar nicht die gleichen Chancen haben, dass sie behindert werden und dass man ihnen weit aus weniger die Möglichkeit gibt zu kämpfen.“

    Und genau dieser Gedanke ist das Privilieg von Frauen (die scheitern). Ich kann mein Scheitern nicht auf mein Geschlecht schieben, uh, ich wurde nicht befördert, weil ich ein Mann bin (Quote in den Köpfen anyone?). Nein, wenn ich scheiterte, dann ist das so. Anders Frauen: Da sind (natürlich!) Männer schuld. Und jede Studie die in dept nach Gründen sucht zeigt, dass da gar kein Kampf Männer vs Frauen ist. Siehe erst letztens die große Studie mit dem US-amerikanischen Anwälten, bei der rauskam, dass Männer einfach mehr Leistung bringen.

    Überhaupt diese Denke „Mann vs Frau“, ich kenne das aus der beruflichen Praxis überhaupt nicht. Unsere Firma wird gerade eher von einem Kampf zwischen Frau und Frau überschattet. Und das Männer um Führung ringen, ist sowieso klar.

    Aber nicht so im Feminismus, nein, da kämpfen natürlich alle Männer zusammen gegen Frauen. Es fällt auf: Gerade die Berufsfernen Berlin-F’Hain Netzfeministinnen (Marthadear, Tugendfurie, saczy und all die anderen…) wissen am Besten wie es in der Berufswelt aussieht…

    Die Blinden unter den Einäugigen…peinlich!

    • Frauen werden nicht behindert, Frauen sind behindert, geistig behindert.
      Sie sind ja ständig mit von ihren eigenen Hormonen gedopt, so dass sie in ihrem ganzen Leben keinen klaren Gedanken fassen können. Geht aber Männern auch genauso, und gilt natürlich nur im Schnitt, weil es ja Menschen gibt die hormonell untersteuert sind, bzw. Menschen die sich das bewusst machen und selbstreflexiv genug sind.
      Im Alter lässt das nach, daher kommt dann die Altersweisheit, soweit einen nicht vorher die Demenz erwischt.

        • Ich finde es nicht falsch. Und angesichts des breiten gesellschaftlichen Irrtums, Männer seien die „Tiere“, die nur von ihrem Sexualtrieb gesteuert werden, wo Frauen in Wirklichkeit viel krasser triebdominiert sind, sollte man das ruhig auch mal so aussprechen.

  2. „Ich kann mir vorstellen, dass in Beförderungen durchaus Überlegungen wie “wird sie noch mal schwanger werden” etc auftauchen können.“

    Ist das denn keine berechtigte Frage eines Arbeitgebers, der eine arbeitsintensive und verantwortungsvolle Stelle zu vergeben hat?

    Aber statt dass der Arbeitgeber mit der zukünftigen Angestellten etwas vereinbaren kann, was dieses konkrete Risiko schmälert, darf im Vorstellungsgespräch nicht mal mehr danach gefragt werden.

    Hätte ich eine mittelständische Firma, würde ich alles tun, um die Einstellung von Frauen Ende 20 in Führungspositionen zu vermeiden, auch wenn das all jene Frauen aussiebt, die wirklich die nächsten 10 Jahre Gas geben wollen. Was denn sonst? Es ist mir ja verboten, die einen von den anderen zu unterscheiden.

    Wie kann bloß so eine Scheuklappenlehre („Wir konzentrieren und ausschließlich auf einen Aspekt: Die Frau“) als systemisch inszeniert werden, ohne dass alle in schallendes Gelächter ausbrechen?

    • @only me

      „Ist das denn keine berechtigte Frage eines Arbeitgebers, der eine arbeitsintensive und verantwortungsvolle Stelle zu vergeben hat?“

      Ja und nein.
      Es ist eine durchaus berechtigte Angst, die sich bei Frauen im Schnitt deutlich wahrscheinlicher ist. Es wäre interessant, wie viel wahrscheinlicher.
      Gleichzeitig kann es gegenüber der jeweiligen Frau natürlich unfair sein, weil sie nichts dafür kann und auch kaum etwas dagegen machen kann.

      In der Tat verschwindet das Problem aber nicht, wenn man es nicht ansprechen darf. Im gegenteil: Es muss dann mit der abstrakten Wahrscheinlichkeit eingestellt werden, dass das Risiko sich verwirklicht und nicht mit einer evtl geringeren Wahrhscheinlichkeit, wenn sie darlegt, wie sie Kind und Karriere unter einen Hut bekommt. Wobei aus meiner Erfahrung da durchaus auch teilweise sehr offen gefragt wird, Gesetze hin oder her.

      • „Wobei aus meiner Erfahrung da durchaus auch teilweise sehr offen gefragt wird, Gesetze hin oder her.“

        Das wird so sein. Wenn wir das nun als unschöne Realität anerkennen, bliebe die Frage, warum nicht jeder Arbeitgeber Einblick in die Krankenakte des potentiellen neuen Angestellten erhalten sollte?

    • @only me

      „Ist das denn keine berechtigte Frage eines Arbeitgebers, der eine arbeitsintensive und verantwortungsvolle Stelle zu vergeben hat?“

      Ja und nein.
      Es ist eine durchaus berechtigte Angst, die sich bei Frauen im Schnitt deutlich wahrscheinlicher ist. Es wäre interessant, wie viel wahrscheinlicher.
      Gleichzeitig kann es gegenüber der jeweiligen Frau natürlich unfair sein, weil sie nichts dafür kann und auch kaum etwas dagegen machen kann.

      In der Tat verschwindet das Problem aber nicht, wenn man es nicht ansprechen darf. Im gegenteil: Es muss dann mit der abstrakten Wahrscheinlichkeit eingestellt werden, dass das Risiko sich verwirklicht und nicht mit einer evtl geringeren Wahrhscheinlichkeit, wenn sie darlegt, wie sie Kind und Karriere unter einen Hut bekommt. Wobei aus meiner Erfahrung da durchaus auch teilweise sehr offen gefragt wird, Gesetze hin oder her.

      • „Gleichzeitig kann es gegenüber der jeweiligen Frau natürlich unfair sein, weil sie nichts dafür kann und auch kaum etwas dagegen machen kann.“

        Das ist genau mein Punkt: Der feministische Ansatz „Du darfst nicht fragen, sondern musst so tun, als sei das kein Problem“ bewirkt das Gegenteil. Arbeitgeber und Arbeitnehmerin ist offiziell nicht erlaubt, einen Deal zu schließen: Du kriegst die Stelle und verpflichtest dich, diese für die nächsten x Jahre in Vollzeit auszufüllen.

        Dass das trotzdem passiert, ändert ja nichts daran, dass der feministische Ansatz bescheuert ist; bestätigt das eher.

        • Mit einer wesentlich geringen Wahrscheinlichkeit. Soll ja auch Männer geben die sich entschließen die Kinderbetreuung zu übernehmen. Aber allein schon der Umstand, dass ihre Partner meist wesentlich weniger verdienen macht das deutlich unwahrscheinlicher

        • Mir war zum Beispiel jüngst die Leitung einer Station in einer Uniklinik angeboten worden.
          Als ich dann nach der mündlichen Einigung doch mit offenen Karten spielen wollte und bekannt gab dass ich Anfang des kommenden Jahres mehrere Monate Elternzeit nehmen würde, hat man die Stelle neu ausgeschrieben („wird dann doch schwierig“) und letztlich mit einer kinderlosen Frau (weniger qualifiziert) besetzt.

          Ich war noch nichtmal sauer, warum sollte ich auch?

        • weil das wieder nur eins Deiner Lügenmärchen ist natürlich.
          Du hast ja zugegeben kein Dipl.-Psychologe zu sein.
          Und ob Du verheiratet bist und Vater wirst ist ebenso fraglich.

        • Mist, sollte ich mich da echt verplappert haben?

          Zum Glück kennst du meinen Namen nicht, dann werd ich als der neue Gert Postel schon nicht auffliegen…außer du solltest doch mal noch eingewiesen werden und erkennst mich an meiner Unfähigkeit wieder 😉

        • Ich find Semikolon lustig.

          Es stellt sich mir aber schon die Frage, was das für Texte sind, mit denen Frauen bei Pisa angeblich so viel besser abschneiden.
          :-p

        • Ja bitte, ich hab halt nur mit einem Auge hingeschaut gerad.
          Aber auch mit einem Auge kann ich solche Behauptungen von ihm längst nicht mehr ertragen. Und ich finde nicht, dass irgendjemand das noch können sollte.

        • Ach, ich finde du erträgst meine Behauptungen doch recht heldenhaft, ohne aufzugeben. Kommst immer wieder an und holst dir freiwillig ne Schelle ab. Irgendwie magst du das doch, stimmt’s? 😉

          Und ich finde nicht, dass irgendjemand das noch können sollte.

          Ich finde auch, dass die Welt viel erträglicher wäre, wenn alle die exakt selben Wahngedanken hätten. Nur jetzt nicht grade unbedingt deine.

        • Hör mal endlich auf damit, Christian. Was soll das eigentlich bringen? Schlimmstenfalls verzerrst Du so die Botschaften und erschwerst es dem neutralen Beobachter, die Situation zu erfassen. Wenn zuletzt Elmar z.B. ziemlich unprovoziert „Halt’s Maul Du wertloses Stück Scheiße“ an mich adressiert schrub, und Du das gegen meinen ausdrücklichen Willen ebenso wie meine dezente Erwiderung „Dumpfbacke“ rauslöschst, wem hast Du damit D.M.n. denn geholfen?

          Und allgemein vielleicht noch: ich streite gar nicht mit Personen. Ich streite nur und ausschließlich um die Wahrheit.

        • Das war wirklich ein cooler Spruch von Elmar. Christian unterschätzt den Unterhaltungswert solcher Konversationen. Seine Statistik würde sicherlich durch die Decke gehen, wenn er da etwas liberaler wäre.

          Und Semikolon: Neulich hörte ich von dir, wie dein Partner dich im Schlaf sexuell mißbrauchte etc., wo doch sehr deutlich der Eindruck einer destruktiven Beziehung entstand.

          Und jetzt frage ich dich: Wieviel Leid hast du eigentlich als Kind durch deinen Vater erfahren – und was hat dies möglicherweise mit deinem heutigen Leben zu tun?

        • Fühlst Du Dich dann besser? Meinst Du, Du hast irgendwen gerettet? In dem Fall dann Elmar vor sich selbst (obwohl er nicht drum gebeten hatte)? Oder willst Du etwa sogar behaupten, Du hättest das _mirzuliebe_ getan (obwohl ich Dir mitgeteilt hatte, dass ich das nicht wünschte)?

        • Wer hat dir eigentlich jetzt schon wieder ein Leids getan?

          Du hast doch hier „dumm“ geschrieben und sonst bettelst du auch ständig den Blogmaster um Zensur und Schutz vor den bösen Buben (wie mir oder Adrian) an?

        • Siehst Du denn ein, dass das in diesem Fall ein Fehler gewesen sein könnte? Warum ist es für Dich irrelevant, ob ein Angegriffener Dein Eingreifen wünscht oder eben ausdrücklich nicht? Das ist die einzige Machtausübungsmöglichkeit, die Dein Alltag so hergibt, vermutlich? Und damit kannst Du auch wunderbar mitgiften, ohne wirklich einen Gedanken ausformulieren zu müssen. Einfach auf eine Routinemäßige Beleidigung von david insbesondere erwidern:
          „Bitte dennoch höflich bleiben!“
          Mei, wat bist Du doch für ein Würstchen.

        • „Warum ist es für Dich irrelevant, ob ein Angegriffener Dein Eingreifen wünscht oder eben ausdrücklich nicht?“

          Weil ich ein mieses Schwein bin.

          „Einfach auf eine Routinemäßige Beleidigung von david insbesondere erwidern“

          Bei euch beiden habe ich es größtenteils aufgegeben. Ihr wollt euch ja ausleben.

        • „Das ist die einzige Machtausübungsmöglichkeit, die Dein Alltag so hergibt, vermutlich? “

          Gibt es irgendwas bei Feministinnen, was nicht zum größten Teil mit Projektion zu erklären ist?

        • Warum Projektion, hat Sheera doch nicht mal diese eine Machtausübungsmöglichkeit?

          Ach stimmt, den Frühaufsteher von Gatten mit Vergewaltigungsvorwurf erpressen vielleicht noch.

        • @ Kirk

          „Und jetzt frage ich dich: Wieviel Leid hast du eigentlich als Kind durch deinen Vater erfahren – und was hat dies möglicherweise mit deinem heutigen Leben zu tun?“

          Kriegst Du Geld von irgendjemandem für die möglichst häufige Nennung von „Alice Miller“?
          Oder hast Du ne Wette abgeschlossen, dass es Dir gelingt, den Namen mindestens 1.000mal in einem Blog unterzubringen?

          Wenn beides nicht zutrifft, dann bleiben nur noch Manie und religiöser Wahn.

        • „Wenn beides nicht zutrifft, dann bleiben nur noch Manie und religiöser Wahn.“

          nicht zu vergessen, dass er Leid oder Mißbrauch erfahren hat und darauf jetzt alle Probleme bei sich zurückführt und deswegen meint, dass das bei anderen auch so sein muss

        • „Warum Projektion, hat Sheera doch nicht mal diese eine Machtausübungsmöglichkeit?“

          Aber ich schätze sie so ein, dass Macht (wie beschränkt auch immer die konkret ausfallen mag) so ziemlich ihre wichtigste Motivation ist.
          Deswegen ist sie ja auch mit dem Frühaufsteher noch zusammen, über den hat sie eine gewisse Macht.

        • @Ganovis

          Also ich habe den Namen nicht verwendet. Bist du paranoid?

          Lies mal ein paar Bücher von Alice Miller. Die sind wirklich sehr lehrreich.

          Dazu muß man aber eine gewisse zynische und selbstverletzende Haltung ablegen, die sich die meisten Menschen in der Kindheit anträinieren mußten, um zu überleben.

          „Am Anfang war Erziehung“ ist ein sehr gutes Buch. Dort erfährst du z.B., wie Kinder noch vor 100 Jahren erzogen wurden, also mit was für einer unglaublichen Grausamkeit.

          http://www.alice-miller.com/de/am-anfang-war-erziehung-4/

        • @james

          Glaub uns einfach: So sehr du auch deine Kindheitstraumata aufarbeitest, du wirst dennoch mit Männern schlafen wollen und das ist vollkommen okay, weil es mit pränatalen Hormonen zusammenhängt. Es gibt keinen Gott vor dem du dich dafür entschuldigen musst.

        • „Weil ich ein mieses Schwein bin.“

          Gut, dass Dus erkennst. Arbeite dran. Dein Mannsein ist nicht die Berechtigung dafür, ungestraft Schwein sein zu können.

        • „Dein Mannsein ist nicht die Berechtigung dafür, ungestraft Schwein sein zu können.“

          Äh, doch, das ist unser patriarchales Geburtsrecht.

        • Heißt es nicht „Männer sind Schweine“? Gerade von Feministinnen? Es ist unsere Natur. Wir können da so wenig für wie Du fürs Menstruieren.

        • Äh, doch, das ist unser patriarchales Geburtsrecht.

          Eben, wofür haben wir denn dieses Patriarchat sonst eingerichtet, wenn nicht genau dafür?

        • „Dein Mannsein ist nicht die Berechtigung dafür, ungestraft Schwein sein zu können.“

          Menno,
          bei Euch Feministinnen darf man nicht einmal ungefragt Schwein sein. Selbst dafür müssen wir ne feministische Genehmigung einholen.
          Nix darf man aber auch 😦

    • Ist das denn keine berechtigte Frage eines Arbeitgebers, der eine arbeitsintensive und verantwortungsvolle Stelle zu vergeben hat?

      Doch das ist es. Und im Interesse seiner ganzen Belegschaft tut der Arbeitgeber gut daran, Schlüsselpositionen vorrangig mit Männern zu besetzen.
      Das kann man zwar sexistisch nennen, ist aber in Anbetracht der gesetzlichen Situation in Deutschland nur folgerichtig.

      Hierzu eine recht neue Diskussion:
      https://breakpt.wordpress.com/2016/04/07/zwoelfhundertsechsundzwanzig/
      Der Arbeitgeber hatte unbedingt eine Frau auf einen hochspezialisierten Posten setzen wollen.
      Nicht unvorhersehbar war sie nach wenigen Jahren schwanger.
      Leidtragende sind in diesem Fall nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch Kunden und Dienstleister.

        • Molly ist lernfähig.
          Dass jeder erst mal von seinem individuellen, zwangsläufig subjektiven Blickwinkel aus argumentiert, ist ja nicht ungewöhnlich.
          Es ist auch nicht verkehrt, den eigenen Standpunkt zu vertreten, und die Interessen seiner Nächsten im Auge zu behalten.
          Inwieweit sich das dann allerdings verallgemeinern lässt, ist die zweite Frage.

  3. „Feminismus bedeutet nicht, dass Frauen bevorzugt werden sollten, sondern im selben Level gegen den selben Endboss kämpfen dürfen, wie Männer auch“

    Welcher Endboss? Und wer hindert Frauen im selben Level gegen diesen zu kämpfen? Was für ein feministischer Strohmann ist das wieder?

    • Wer dieser „Endboss“ sein soll, finde ich auch total mysteriös…. Der imaginäre Chef-Patriarch ist das wohl?
      Es ist immer wieder komisch, wie die Feministen ihren Wahn vom Patriarchat in tausendfacher Variante ausdrücken können, but hey — that´s my feminism….

        • Dann gäbe es bestimmt schon die Fortsetzerin von Doom, Wolfenstein, etc: „Patriarchy“ — wenn die mehr spielen würden. Ausserdem sind die total humorbefreit und würden solche Spiele nicht spielen, eher Katzenbabys in Safespaces geniessen.

    • Hier ein aktuelles Foto des Maskumonsters. Fällt auf durch die Überbetonung des objektivierenden, männlichen Gehirns, andererseits auch ziemlich verweiblicht durch die Spinnenbeine, welche wiederum recht android herüberkommen.

      Insgesamt ein hervorragendes Thema für eine Gender-Magister-Arbeit:

      Und hier noch ein tolles Beispiel, wie Frauen die Wirtschaftswelt verändern durch ihre weibliche Intelligenz und Empathie. Bekanntlich kann der Kapitalismus nur durch Frauen humanisiert werden:

      Yahoo – Endspiel für Marissa Mayer

      Nichts symbolisiert die Situation bei Yahoo so deutlich wie die Architektur der letzten Betriebsfeier im alten Warenhaus in Dogpatch, San Francisco. Da thronte Marissa Mayer im abgesperrten VIP-Bereich und hielt Hof, im bodenlangen Abendkleid, auf einer blütenweißen Chaiselongue. Einzelne Mitarbeiter durften vortreten und ein Selfie schießen.

      Die Yahoo-Chefin gilt als unnahbar, ungeduldig, hart im Umgangston. Statt andere zu promoten, so hieß es firmenintern, promotete Marissa vor allem Marissa. Ihr rigider Führungsstil gilt als einer wichtigsten Gründe dafür, warum sie daran gescheitert ist, den kriselnden Internetriesen wieder auf Kurs zu bringen.

      Jetzt steht Yahoo vor der Zerschlagung. Mayer hat das Kerngeschäft mit Internetwerbung zum Verkauf gestellt, die Frist für die potenziellen Bieter am Montag läuft ab. Wieder hat die 40-Jährige für sich selbst gut ausgesorgt. Verlässt sie die Firma nach einer Akquise, erhält sie eine Entschädigung in Höhe von um die 37 Millionen Dollar, sonst nur 12 Millionen Dollar.

      Ein Sieg ist das „Endspiel um Yahoo“ für sie trotz der Millionen nicht, sondern eine Niederlage auf ganzer Linie, zeigt sich RBC-Analyst Mark Mahaney überzeugt. „Yahoo steht schlechter da als je zuvor. Die Reputation der Firma im Valley ist zerstört. Es ist schwer, überhaupt irgendeinen Geschäftsbereich zu finden, in dem Mayer erfolgreich war.”

      Wenn Yahoo durch die neue Chefin auch nur ein kleines bisschen besser da steht, hieß es stets in der Branche, als Mayer 2012 ihren Posten übernahm, dann hat sie schon gewonnen. Zu groß erschien die Aufgabe, den lahmen Internet-Pionier wieder auf Kurs zu bringen.

      http://www.msn.com/de-ch/finanzen/top-stories/yahoo-endspiel-für-marissa-mayer/ar-BBrT3kd?ocid=spartandhp

    • „Und wer hindert Frauen im selben Level gegen diesen zu kämpfen?“

      Das Patriarchat natürlich. Und an dessen Ende sitzt der ENDboss, daher der Name.

    • Die andere Assoziation zu „Endboss“ ist natürlich diejenige, die Kirk kam: das besonders schwierig zu besiegende Monster am Ende von Abknallspielen wie „Doom“, etc.

      Da gibt es jetzt übrigens auch – die Geschlechtergleichheit ganz selbstverständlich nehmend – eine End-Bossin. Und zwar im Computerspiel-„Film“ „Hardcore Henry“, der in den Augen gewisser SJW natürlich auch deswegen „sexistisch“ sei, sehenswert:

      „Equal Treatment is Misogyny“ vom Sargon:

      http://www.youtube.com/watch?v=IlaItfngkRg

      Es finden sich auch Clips und ein „making of“ dieses Films, ganz beeindruckend.

  4. Das Problem an dieser Chancengleichheitsgeschichte ist ja auch, wie man es beurteilt, ob denn Chancengleichheit herrscht oder nicht.
    Meistens lässt sich die feministische Argumentation dann immer runter brechen auf: X machen weniger Frauen als Männer, also besteht keine Chancengleichheit, weil Männer und Frauen ja eigentlich gleich gut sind in X.

    Ob sie es tatsächlich gleich gut können, ist eine andere Frage, aber nach dem ob sie es genau gleich wollen (!) wird eigentlich kaum gefragt oder man blendet es einfach aus.

    Was mich also eigentlich interessieren würde, ist, ob es ein vernünftiges Kriterium oder mehrere Kriterien gibt, anhand deren man Chancengleichheit bewerten kann?

    • „aber nach dem ob sie es genau gleich wollen (!) wird eigentlich kaum gefragt oder man blendet es einfach aus.“

      Das liegt daran, dass ihre Grundüberzeugung ist, dass die Menschen nur Marionetten in einem zweitklassigen Schauspiel sind und keinen echten Willen zur Selbstentfaltung besitzen. Nur die Ideologie des Feminismus vermag dich dann darüber zu stellen, die „Strukturen“ zu erkennen, ja sogar noch zu verändern.
      Ist genauso irre wie es erscheint.

      • Feministinnen toppen den Wahnsinn noch.

        Sie behaupten einerseits, Frauen würden nur deshalb kein Ing-Wesen studieren, weil sie vom Patriarchat dran gehindert würden – und entsprechen selbst bis in die Nachkommastelle den Stereotypen, die sie angeblich selbst überwunden zu haben vorgeben.
        Unter den Absolventinnen der MINT-Studien findet man nahezu keine Feministinnen. Die sammeln sich unter den typischen Frauenstudienfächern, die als brotlose Künste ihre TrägerInnen nicht ernähren.

  5. Die Computerspieleanalogie hat ja schon der Autor John Scalzi gebracht:

    http://whatever.scalzi.com/2012/05/15/straight-white-male-the-lowest-difficulty-setting-there-is/

    Er hat leider einfach nur als Stilmittel gebracht, aber imho ist sie eigentlich interessanter, wenn man sie mal etwas ernster nimmt, und nicht das vermutete Ergebnis vorweg nimmt.

    Nehmen wir an, es gibt zwei schwierigkeitsgrade. Wir gucken uns nun das spielerverhalten der Spieler in den unterschiedlichen Spielen an, um zu Entscheiden auf welchem sie spielen.

    Schwierigkeitsgrad A:
    – Die Punkteverteilung ist ungleich: viele haben wenig, einige „Pros“ dominieren das Spiel.
    – Spieler investieren eine Menge Zeit
    – Viele Spieler steigen aus dem Spiel aus
    – In Gilden/Clans, etc geht „Skill“ vor „Social“.

    Schwierigkeitsgrad B
    – Die Punkteverteilung ist gleicher, „Pros“ unterscheiden sich nicht sehr stark vom Rest
    – Die Spieler spielen über eine lange Zeit, aber in geringeren Maß
    – „Social“ geht vor „Skill“: Gilden/Clans sind zentriert um die Gemeinschaft.

    Welcher Schwierigkeitsgrad ist nun Casual und welcher Hart? Keine wirklich schwere Frage.

    Die Analogien sind klar, denke ich: einkommen/ansehen als Punkte, Selbstmord/Unfall/Obdachlosigkeit als Ausstieg aus dem Spiel, Generelle Kooperation als Gilden/Clans.

  6. „Feminismus bedeutet nicht, dass Frauen bevorzugt werden sollten“

    sondern dass dies unhinterfragbare Realität sein soll. Und auch nicht zu thematisieren.

    Dumm ist auch, dass es in der Realität dann genauso praktiziert wird: „Frauen werden bevorzugt“.

    Sicherlich wieder so eine infame Verdrehung des Patriarchats, es so darzustellen als müssen Frauen bevorzugt werden, wenn sie es doch überhaupt sind … oder sein sollten. Denn der Feminismus geht ja davon aus, dass die Frauen 100%ig unterdrückt werden, also letzteres.

    Auf so eine Herrschaftsstrategie muss man erst mal kommen: die Herrschenden sind ideologisch die Unterdrückten. Ist wohl einmalig in der Menschheitsgeschichte. Immerhin das kann man Positives über den Feminismus feststellen.

    • „Sicherlich wieder so eine infame Verdrehung des Patriarchats, es so darzustellen als müssen Frauen bevorzugt werden, …“

      Schlimmer!
      Das Geschlecht ist ja komplett sozial konstruiert. Der Säugling kommt als geschlechtsloses Wesen zur Welt, anatomische Unterschiede sind eine Fiktion.
      Erst die Eltern beginnen zielgerichtet damit, einige – etwa die Hälfte – der Neugeborenen zu Mädchen zu erklären und zu unterdrücken.
      Die Perversen kreieren nur Mädchen und leben ihre sadistische Lust am Quälen aus, die Chauvinisten trainieren ihre Babies zu Jungs, damit sie später gemeinsam die zu Mädchen deklarierten Babies des Nachbaren quälen und unterdrücken können.
      Und die Faulen kreieren beide Geschlechter, damit sie sich gegenseitig unterdrücken können.
      Oh Gott, in was für einer entsetzlichen Welt leben wir nur?!

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