Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 17. April 2016

Bezug der meisten Leute zum Geschlechterthema

Die durchschnittliche Frau ist vom Geschlechterthema gar nicht betroffen: Sie macht ihre Ausbildung in einem Fach mit einem hohen Frauenanteil, sie arbeitet, sie heiratet, sie bekommt Kinder und reduziert deswegen ihren Job, später, wenn die Kinder auf dem Haus sind, stockt sie wieder auf, in der Zwischenzeit wird das Haushaltseinkommen von ihrem Ehemann verdient. Das ist ein Lebensentwurf, der immer noch auf die allermeisten Frauen zutreffen wird, gegebenenfalls mit Zwischenschritten wie etwa einer Scheidung und einer neuen Heirat. Sie interessiert sich in der Regel nicht dafür, dass es eigentlich keine Geschlechter gibt, sie will nicht Vorstandsvorsitzende werden oder in die Politik gehen, sie bemüht sich nicht unbedingt um die Beförderung, weil der Job mit höheren Arbeitsstunden verbunden wäre und sie eh wegen der Kinder zurückstecken muss und will. Natürlich gibt es auch Frauen, die Karriere machen, aber viele bekommen eben trotzdem Kinder, weil sie auch in der Karriere eher im öffentlichen Dienst bleiben und das insofern eher vereinbar ist oder nur bis zu einem gewissen Grad aufsteigen, der ihnen anderweitig Raum lässt.

Der durchschnittliche Mann ist auch nicht per se vom Geschlechterthema betroffen. Er macht seine Ausbildung in einem klassischen Männerberuf, arbeitet, heiratet, die Frau wird schwanger und setzt kurzzeitig aus, während er arbeitet. Die Idee, dass er statt dessen aussetzen könnte, wird von beiden allenfalls für die Vatermonate diskutiert, wenn er im öffentlichen Dienst ist oder sein Arbeitgeber sonst signalisiert, dass das problemlos möglich ist. Er macht am Wochenende und nach Feierabend was mit den Kindern, während sie den Haushalt führt, um dann später wieder in Teilzeit in den Beruf einzusteigen. Er hat ebenfalls nicht das Potential Vorstandsvorsitzender zu werden, er steckt vielleicht sogar in einem Job, in dem es auch keine großen Beförderungschancen hat. Das normale Arbeiten eben. Im Datingbereich hat er vielleicht Probleme mit einzelnen Frauen und ist dann später froh, die richtige gefunden zu haben. Dass sie seine Männlichkeit toxisch finden könnte kommt ihm ebenso wenig in dem Sinn wie die Frage, dass es mehrere Geschlechter geben könnte. Entsprechende Theorien würde er schlicht für verrückt halten. Auch hier kann natürlich eine Scheidung viel ändern, aber auch da werden die meisten Männer eben die Ex scheiße finden oder einfach davon ausgehen, dass es mit dieser nicht geklappt hat, die nächste Freundin aber für besser halten, was sie vielleicht in Bezug auf ihn auch ist.

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Responses

  1. die männlichen Privilegien von denen Feministinnen immer fabulieren sind leider für die meisten Männer völlig irrelevant:
    https://sexismusbeauftragter.wordpress.com/2015/12/08/maennliche-privilegien/

    • Ich hatte gerade im Selbermachnachmittag den interessanten link zu Andrea Schumacher gelesen.
      Es zeigt wie unterschiedlich in verschiedenen Kulturen das Geschlechterverhalten sein kann, Beispiel, das rituelle Frauen auspeitschen.

      Was unsere Kultur betrifft, darauf bezieht sich ja der Beitrag hier, würde ich präziser unterscheiden, ob einerseits Männer und Frauen vom Geschlechterthema nicht betroffen sind, oder ob sie es andererseits nicht interessiert. Ich denke schon das die meisten davon betroffen sind, aber sie es nicht so realisieren, weil sie denken es betrifft sie nicht, da sie ihre Angelegenheiten autonom regeln, und die unterbewusste Beeinflussung unterschätzen, der sie unterliegen.

      Was unsere Kultur direkt betrifft halte, ich sie schon für speziell, da bei allen bizarren Bräuchen archaischer Kulturen, die grundsätzlich negative Bewertung des Männlichen und die Grundsätzlich positive Bewertung des Weiblichen schon ein Alleinstellungsmerkmal unserer Kultur ist.
      Hier zeigt sich auch, das unsere Kultur bei Weitem nicht so human und rational aufgeklärt ist, wie sie sich selbst sieht.
      Alles brutale barbarische wird ja nicht abgeschafft, es wird lediglich aus dem öffentlichen Bild der Gesellschaft verdrängt. In diesem Sinne ist unsere Kultur also nicht humaner als andere sondern lediglich verlogener, was man mit viel bösem Willen wiederum als Zeichen der Verweiblichung sehen kann.

      Z.B. die Mär von männlichen Privilegien (Die ja in Wirklichkeit Herrschaftsprivilegien sind, von denen man einfach frech behauptet, alle Männer würden sie besitzen. In dieser Logik wäre dann auch ein Obdachloser gegenüber einer Vorstandsmitgliederin* privilegiert) ist ja von ihrem Bezug zur Realität einem Aberglauben gleichzusetzen.

      Die Zurückhaltung bei Kritik am Feministischen oder an weiblichen Unzulänglichkeiten ganz allgemein, trägt ja auch fast schon die Züge eines Tabus archaischer Gesellschaften.

      *Wie heißt das eigentlich bei Frauen korrekt ?
      -Vorstandsmitglied ?
      -Vorstandsmitgliederin ?
      -Vorstandsohneglied ?

      • Grundsätzlich halte ich den Ansatz von dr.caligari für richtig: Das Geschlechterthema ist in den sozialen Beziehungen immer da, es wird nur nicht so genannt, denn Geschlechterparadigmen sind kognitive Orientierungsmuster des Sozialen, deren Änderung die Dynamik der sozialen Beziehungen völlig verändern würde.

        Eine Abschaffung dieser Muster, wie sie der linke Maskulismus befürwortet, würde eine nicht zu schließende Lücke in der Fähigkeit der Menschen, mit einander Kooperationen einzugehen, die sie als gerecht empfinden, hinterlassen. Das ist wohl nicht der richtige Weg.

        Die Feministen haben aus dem Geschlechterthema etwas völlig Verrücktes gemacht, und es mit einer völlig unrealistischen Ideologie aufgeladen. Kein Wunder, daß das nur Extremisten interessiert.

        Und der Maskulismus hat in dieser Hinsicht nach wie vor die biologistische Brille auf – was auch der Grund für sein Nischendasein ist. Denn an sich müßte das Thema voll einschlagen und boomen. Daß uns also niemand kennt, kann nur heißen, daß wir etwas falsch machen.

        • Biologische Kritik an Feminismus ist momentan die Kritik, die es wohl mit am häufigsten in die Presse schafft.

          Ansätze wie der deine, bei dem nach wie vor niemand wirklich weiß, was du eigentlich vertrittst, außer wohl einer sozialen Inkompetenz von Frauen (1) sind glücklicherweise nicht mehr populär

          (¹] https://allesevolution.wordpress.com/2014/05/30/die-folge-ist-eine-weitverbreitete-soziale-inkompetenz-von-frauen/

        • „Biologische Kritik an Feminismus ist momentan die Kritik, die es wohl mit am häufigsten in die Presse schafft.“

          Nein, da geht es um die Gender Studies. Und die Kritik an der die Idee der Geschlechtermutiplizierung benutzt ja auch zu Recht biologische Tatsachen. Wie bereits bekannt, nenne ich das Anti-Queer-Biologismus und Kutschera verritt in z.B..

          Ansonsten macht einen die Nennung in der Presse vielleicht wichtiger, aber wahrer wird das Gesagte dadurch nicht. Und, das versichere ich dir, in der Wissenschaft kommt es genau darauf an.

        • Du verstehst, dass Kutschera die gleichen biologischen Theorien vertritt wie ich, also einen biologismus, der nur schadet und falsch ist nach deiner Ansicht?

        • Kutschera vertritt nicht dasselbe wie du.

        • Kutschera vertritt die üblichen Theorien: verhalten hat starke evolutionäre wurzeln, aus einer klassischen Selektion nach dem egoistischen gen. Hormone insbesondere pränatales Testosteron etc bewirken die Geschlechtsunterschiede.

          Das ist mit deinen Theorien nicht vereinbar und „biologismus“

        • Du labert nur wieder inhaltslos rum.

          Das wird dich auch nicht retten.

          Genieß es lieber, deinem langsamen Untergang hilflos zuzusehen. Viel Spaß dabei. 🙂

        • Du kannst es in seinen Buch nachlesen, zB für egoistische gene Kapitel 5 drittes Unterkapitel, ein eigener Absatz dazu.
          Das durch evolution und dann hormone gestalte Gehirn ist prominent in den kapiteln 6, 7 und 8.
          Er bespricht dort auch sehr ausführlich money und David Reimer und löst den Fall genau nach diesen Theorien, die das verhalten als evolutionär entstanden und Ergebnis von Hormonen und Gehirnentwicklung ansehen

        • Ließ es einfach hier nach:
          https://jungsundmaedchen.wordpress.com/2016/03/28/politischer-biologismus-computer-biologismus-und-anti-queer-biologismus/
          Deine Unfähigkeit ist nach wie vor ermüdend.

        • Ich hatte ja bereits darauf hingewiesen, das deine Unterscheidung dort keine tatsächliche Abgrenzung ist. Die Bereiche überschneiden sich, statt sich auszuschließen. Man kann unproblematisch das Gehirn als eine Art Computer sehen und davon ausgehen, das dieser evolutionär entstanden ist und je nach Hormonen eine andere Programmierung aktiviert wird oder man kann die Computer Analogie für nicht passend halten und dennoch die gleichen Theorien zur evolutionären Entstehung des Gehirns mit Modulen und der Prägung durch Testosteron für richtig halten.

          Sogar Unterschiede zwischen Rassen sind damit vereinbar, da eine andere Selektion eingetreten sein kann so wie auch andere Tierarten biologisch unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen (zB hundearten)

        • Vergiß es. Nichts wird dich retten. Auch andere haben mir bereits mitgeteilt, daß ihnen aufgegangen ist, daß es auf deinem blog alles bergab und den Bach runter geht.

        • Elmar, selbst wenn ich meinen blog morgen lösche, die hier dargestellten Theorien stehen in tausenden Biologiebüchern. Es ändert wenig, was du glaubst. Und auch ob andere die deine Gedanken bestätigen. Das alles ist relativ egal, wenn du inhaltlich keine antworten findest sondern immer nur eine Litanei starten musst, dass die anderen Theorien weg müssen.

          Guck doch einfach mal in das Buch von Kutschera rein. Die GrundTheorien (abseits seines Feldzuges gegen homosexuellen sex) wirst du hier ebenso ausgeführt finden (wie in jedem andern Buch zur Evolutionsbiologie oder sonstigen Biologie der Geschlechter)

        • „selbst wenn ich meinen blog morgen lösche“
          Das würde uns allen sicher weiterhelfen. Vielleicht denkst du mal so ganaz ohne Vorurteile darüber nach?

          Die zweifellos vorhandenen biologischen Einflüsse auf was auch immer korrekt zu identifizieren, ist eine Aufgabe, die wir auch ohne deine schwachsinnigen Verzeerrungen der Wirklichkeit hinbekommen, darauf kannst du dich verlassen. Denn natürlich werden wir die volle Bandbreite der Argumente benutzen. Nur du hilfst dabei nicht weiter.

          Und jetzt lass mich in Ruhe, ich muß weiter arbeiten am Thema Zwangsvaterschaft.

        • Elmar, die Lücken in deiner Theorie verschwinden nicht, wenn ich sie nicht mehr herausstelle.
          Gute Theorien werden unter Kritik stärker. Schwache Theorien haben Angst, dass andere Kritik üben.
          Wenn deine Theorien so gut sind, dann solltest du Kritik nicht löschen wie bisher, sondern einladen.
          Wenn sie natürlich schwach sind…

      • „Vorstandsmitgliedende“ ! 🙂

  2. Erfrischend normal. Danke!

  3. Ich stimme den Darstellungen im Artikel völlig zu – für die meisten Menschen ist eine Fixierung auf Geschlechterthemen ähnlich absurd, wie es für mich beispielsweise die Chemtrails-Theorien sind.

    Dazu kommt, dass die allermeisten Menschen in Situationen leben, in denen Männer und Frauen auf eine Kooperation miteinander angewiesen sind. Einen Geschlechterkampf muss man sich überhaupt erst einmal leisten können. Daher werden Geschlechterdiskussionen in der Regel auch in ausgesprochen privilegierten Kontexten geführt und sind z.B. gerade an den Unis stark präsent.

    Für mich sind Geschlechterthemen weitgehend politisch interessant. Es gibt nun einmal starke institutionelle, auch rechtliche Ungerechtigkeiten, die sehr wohl in das Leben von Menschen hinein wirken – auch in das Leben von Menschen, wie sie oben im Artikel beschreiben sind. In der Kindschaftspolitik wird beispielsweise das Recht regelrecht als Transmissonsriemen missbraucht, um politische Konflikte in die Elternbeziehungen hinein zu tragen, wo sie dann gar nicht mehr lösbar sind.

    Das war für mich übrigens ein wichtiger Grund, mich intensiver damit zu beschäftigen, wie so etwas möglich ist. Ich will meine Situation als Trennungsvater als politisches Problem verstehen, was sie nun einmal auch ist – und die Elternbeziehung, so weit es eben geht und vernünftig ist, dadurch entlasten.

    • „Ich will meine Situation als Trennungsvater als politisches Problem verstehen, was sie nun einmal auch ist – und die Elternbeziehung, so weit es eben geht und vernünftig ist, dadurch entlasten.“

      Vernünftiger Ansatz, mach ich genauso.
      Wenn eine Mutter von Gesetz und Rechtsprechung dazu ermuntert wird, mit dem Vater einen Streit vom Zaun zu brechen, um dadurch das Aufenthaltsbestimmungsrecht und damit Barunterhalt zu erwirken, dann ist das Problem nicht die Mutter, sondern das Gesetz und die Rechtsprechung.

      • @carnofis

        „Wenn eine Mutter von Gesetz und Rechtsprechung dazu ermuntert wird, mit dem Vater einen Streit vom Zaun zu brechen, um dadurch das Aufenthaltsbestimmungsrecht und damit Barunterhalt zu erwirken, dann ist das Problem nicht die Mutter, sondern das Gesetz und die Rechtsprechung.“

        Muss sie meist gar nicht. Die Kriterien, insbesondere der Kontinuitätsgrundsatz, sprechen meist eh eher für sie
        https://allesevolution.wordpress.com/2013/07/27/familiengerichte-sorgerecht-und-mannliche-diskriminierung/

        • Wir werden da nicht auf einen Nenner kommen.

          Du diskutierst innerhalb des Systems und ich halte das System an sich schon für falsch.

          Der Konti-Grundsatz wird von denselben Richtern definiert, die danach entscheiden.
          Wenn ein Vater 40h erwerbstätig ist, die Mutter aber nur 30h, dann wird ihr automatisch ein Betreuungsplus von 10h zugebilligt, auch wenn sie die 10h vielleicht nur im Nagelstudio beim Prosecco verbringt, während der Vater viel mehr seiner Freizeit für die Kinder aufwendet.
          Der Konti-Grundsatz ist ne prinzipiell gute Idee, die aber nicht funktioniert, oder – vorsätzlich? – falsch angewendet wird.

        • @carnofis

          „Du diskutierst innerhalb des Systems und ich halte das System an sich schon für falsch.“

          Wenn du sagst, dass sie deswegen Streit anfangen, dann ist das doch innerhalb des Systems?
          Das ist eine Frage des Vortrags, den müssen natürlich die Parteien liefern. Ich will aber auch gar nicht absprechen, dass da Richter teilweise einen Frauenbonus vergeben. Aber eben auch nicht alle richter und natürlich kann man ihnen das schwerer machen, wenn man entsprechend vorträgt.
          Bei älteren Kindern kann auch die Anhörung dieser das entscheidende Argument sein.

  4. Eine Kollegin, Biotechnikerin, meinte, das Gender-Thema interesiere sie nicht, weil sie im Alltag davon nichts mitkriege.

    Gut, für die technische Intelligenz mag das gelten, weil man von vernünftigen Leuten und nicht von Linsextremisten umgeben ist wie in der Soziologie, Germanistik etc.

    Wenn sie KInder kriegt (sie ist „erst“ 29), wird sie das vielleicht anders sehen, wenn perverser Porno-Unterricht gemacht wird. Und, wenn sie im Büro arbeitet und dort Gendersprech schreiben muß.

    Fazit: Erst, wenn die Irren zu viel Macht haben, wachen viele auf. Dann ist es aber zu spät.

  5. Die Süddeutsche Zeitung hat einen neuen, gänzlich unerwarteten Zugang zum Genderthema:

    „Vertreter der Gender Studies versuchen, jeglichen Unterschied zwischen den Geschlechtern wegzudiskutieren – obwohl die empirische Forschung sie widerlegt.“

    – Was ist da los? Inter-ligenz-Einbruch bei radikalen Polit-Aktivist-äh-journalisten und -innen?

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/gesellschaft-und-forschung-mann-und-frau-und-der-kleine-unterschied-1.2952490

    • …der grösste Teil der SZ-Artikels liegt hinter der pay wall

      hier ist der ganze Text zu finden:

      http://pastie.org/10799641

      • Super!

    • „Schon bedenklicher wird es, wenn das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NordrheinWestfalen, ein vom Wissenschaftsministerium des Landes unterstützter Verbund von mehr als 200 Forschern, gendergerechte Curricula für alle Studienfächer entwirft. Im Fach Biologie sollen dort die Studenten lernen, dass alle Geschlechtsunterschiede nur „vermeintlich“ seien. Dazu passt dann wieder eine Forderung von Voss, der auch die Geschlechtertrennung beim Sport aufheben will, weil es angeblich eh keine Leistungsunterschiede zwischen Männern und Frauen gebe.“

      Das wird dann lustig bei den sportlichen Aufnahmetests der Polizei und Feuerwehr. ^^

      „Die mit heutigen Mitteln erkennbaren anatomischen Unterschiede im Gehirn sind eher klein, die durchschnittliche allgemeine Intelligenz ist identisch. Und dennoch hat es bis heute Konsequenzen, dass frühe Vorfahren des Menschen vor ungefähr 400 Millionen Jahren das Leben auf dem Land entdeckt hatten. Sie konnten Eier und Samen nicht mehr einfach wie die Fische dem Wasser überlassen. Die Weibchen entwickelten die innere Befruchtung. Insbesondere bei den Menschen mussten dann primär die Frauen die Last der Schwangerschaft und der Brutpflege tragen, während Männer eher als Jäger und Sammler durch den Raum streiften, um die Familie zu versorgen. Frauen müssen mehr Lebenszeit und Energie in die Reproduktion investieren, können weniger Kinder als Männer haben. Deshalb sind sie wählerischer bei der Partnerwahl. Männer müssen nur ihr Sperma unterbringen, um ihre DNA im Umlauf zu halten, sind deshalb tendenziell promisker.

      Mit dieser Standardtheorie der Evolutionspsychologie lassen sich zumindest teilweise viele Geschlechtsunterschiede erklären. Männer sind – im Durchschnitt! – eher an einem hohen gesellschaftlichen Status orientiert; mehr Frauen machen Karriere-Kompromisse für die Familie. Bereits männliche Babys interessieren sich stärker für Dinge und später für abstrakte Systeme, weibliche Babys von Anfang an mehr für Menschen. Frauen sind freundlicher und weniger aggressiv. Männer gehen mehr Risiken ein, weshalb sie fast immer den Darwin Award gewinnen, der Menschen auszeichnet, die sich auf besonders blöde Weise aus dem Genpool entfernt haben. Männer können etwas besser Objekte im Geist rotieren. Klar an der Spitze sind sie in zwei weiteren Disziplinen: beim Werfen sowie in der Häufigkeit des Masturbierens. och mal: Die Überlappungen sind so groß, dass es kaum gerechtfertigt ist, von typisch männlichen oder weiblichen Eigenschaften zu sprechen (siehe Grafik).

      Immer sind die Varianzen innerhalb eines Geschlechts sehr viel größer als die durchschnittlichen Differenzen. Dennoch sind sie nicht irrelevant. Auch kleine Unterschiede, vor allem wenn mehrere zusammenkommen, können den Ausschlag geben, ob man Krankenschwester oder KFZ-Mechaniker werden will. Hinzu kommt, dass in den Extremen die Unterschiede bedeutsamer werden. So sind 17,6 Prozent der Frauen und 19,2 Prozent der Männer in Deutschland zwischen 1,70 und 1,74 Meter groß. Mehr als 1,90 Meter erreichen hingegen nur 0,1 Prozent der Frauen, aber immerhin 6,3 Prozent der Männer.

      Diese statistische Tatsache ist umso bedeutsamer, weil die Varianz vieler Eigenschaften unter Männern größer ist, so etwa beim mathematischen Denken. In diesem Bereich gibt es mehr männliche Trottel, aber auch mehr Genies. Das ist vermutlich ein Grund, weshalb wenige Frauen Lehrstühle für Mathematik besetzen.“

      Christian, ist das von dir? ^^

      • „Frauen sind freundlicher und weniger aggressiv. “

        Der Satz macht mich regelmäßig aggressiv.

        • Frauen sind halt eher passiv-aggressiv, was sich bei heutigen Feministinnen dann in der Pubertät in eine Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung zu entwickeln scheint:

          „Die passiv-aggressive, auch negativistische Persönlichkeitsstörung, ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster negativistischer Einstellungen und passiven Widerstandes gegenüber Anregungen und Leistungsanforderungen, die von anderen Menschen kommen. Sie fällt insbesondere durch passive Widerstände gegenüber Anforderungen im sozialen und beruflichen Bereich auf und durch die häufig ungerechtfertigte Annahme, missverstanden, ungerecht behandelt oder übermäßig in die Pflicht genommen zu werden.“

          https://de.wikipedia.org/wiki/Passiv-aggressive_Persönlichkeitsstörung

        • Frauinnen sind mehr in Gruppen aggressiv, Männerinnen eher außerhalb.
          Als Frau wirst Du am Bahnhof meist nicht von einer anderen Frau angemacht. Als Mann schon, von Männern. In Freundesgruppen, oder auch beim Sport gibt es bei Männern eher wenig persönliche Aggression, weil man zusammenarbeiten muß.

          Frauen-innen arbeiten häufig ungern unter weiblichen Chefs.

        • „Der Satz macht mich regelmäßig aggressiv.“

          Er ist – wie jeder aus persönlicher Erfahrung weiß – auch schlicht falsch.
          Frauen sind im öffentlichen Raum weniger aggressiv, in ihrer vertrauten Umgebung dagegen stehen sie den Männern nicht nach.
          Und im häuslichen Kreis sind Frauen DEUTLICH aggressiver, als Männer – im Schnitt.

          „Frauen-innen arbeiten häufig ungern unter weiblichen Chefs.“

          Ja, siehe oben – Frauen in vertrauter Umgebung.

          Und die Firma sehen sie als erweitertes Heim. Da ist jede Frau Königin, die keine andere Majestät über sich duldet.

      • „Dabei ist das Thema der Gender Studies interessant und wichtig. “

        – War ja bei den Evolutionspsychologen auch gut aufgehoben. Wenn so was in der Soziologie oder „Kultur“anthropologie erforscht wird, kommt natürlich Murx raus.

        Das Thema ist vergiftet und sollte daher besser erst mal ruhen.

  6. Die durchschnittliche Frau ist vom Geschlechterthema gar nicht betroffen. Sie geht 12 Jahre zur Schule, wo sie lernt, dass sie mit artig-und-pünktlich-sein gut auch die Bereiche kompensieren kann, die sie nicht interessieren. Danach fängt sie an zu studieren. Obwohl sie natürlich voll gleichberechtigt und so ist, wählt sie aber kein Fach, das verspricht, sie später alleinverdienend über Wasser zu halten, sondern lieber etwas Selbstverwirklichendes wie Literatur oder Japanisch. Nach einigen Semestern findet sie all die wissenschaftlichen Details dann doch zu detailreich und fordernd, so dass sie über einen Berufsweg im öffentlichen Dienst nachdenkt. Sie bekommt auch eine Ausbildungsstelle in einem dualen System, muss aber nach einigen Monaten enttäuscht feststellen, dass man da auch Recht und so langweiligen Kram lernen muss, da nimmt sie doch lieber wieder das Japanisch-Studium auf. Da kann man wenigstens mal ein Jahr im Ausland verbringen. Mit 25 lernt sie den Mann kennen, mit dem sie später Kinder bekommt und zusammenzieht. Kaum sind die Kinder aus dem Gröbsten raus (vielleicht auch früher) setzt aber eine Sinnkrise ein. Einerseits will sie ja emanzipiert und unabhängig sein und voll ihre Frau stehen und so, andererseits verdient er mit seiner Ingenieursausbildung deutlich mehr als sie mit ihrem Japanisch-Master könnte. Sie wird immer unzufriedener damit, nur eine Halbtagsstelle zu haben, während er viel unterwegs ist. Ihr Umgangston zu Hause wird immer zickiger, so dass er immer mehr unterwegs ist und, wenn er denn da ist, im Streit immer öfter auch laut wird. Da sie weiß, dass Männer, die laut werden, bald auch zuschlagen werden, reicht sie die Scheidung ein. Das Kind bleibt natürlich bei ihr. Sie findet eine Dreiviertelstelle in einer Rechtsabteilung bei der Stadt, die zwar nicht gut bezahlt ist, aber wenigstens zeitlich flexibel. Zwischen Arbeit, Kind und Haushalt bleibt ihr fast keine Zeit für sich selbst mehr. Man muss halt funktionieren. In den nächsten zehn Jahren lernt sie hin und wieder einen Mann kennen, aber der ist dann entweder selbst durch Arbeit, Haushalt und Kind so eingebunden, dass sich da nichts entwickeln kann oder er hat keine Lust, ein fremdes Kind groß zu ziehen.
    Wie gut, dass sie von dem Geschlechterthema nicht auch noch betroffen ist.

    • „Daher werden Geschlechterdiskussionen in der Regel auch in ausgesprochen privilegierten Kontexten geführt und sind z.B. gerade an den Unis stark präsent.“

      ^^

      Vielleicht bin ich ja die Ausnahme aber in meiner Generation (’85) und Bekanntenkreis haben die wenigsten studiert und machen das was Christian hier „Das normale Arbeiten eben“ nennt.

      • Die Geschichte ist eine Collage von Lebensläufen von Frauen, die ich kenne.
        Ich hätte die Schwerpunkte auch anders setzen können, wie die Zickigkeit, die aus der Überzeugung erwächst, dass Frauen schon immer unterdrückt waren (Was die Durchschnittsfrau durchaus denkt, wird ja oft genug wiederholt.), oder die Enttäuschung, dass der Mann, der in der Kennenlernphase so schön aufregend war, in der Beziehung nicht alles macht, was sie will, und dann nicht mal die Rolle der besten Freundin übernehmen kann oder will.
        uswusf.

        Das ist nicht ans Studium gebunden.

    • „In den nächsten zehn Jahren lernt sie hin und wieder einen Mann kennen, aber der ist dann entweder selbst durch Arbeit, Haushalt und Kind so eingebunden, dass sich da nichts entwickeln kann oder er hat keine Lust, ein fremdes Kind groß zu ziehen.“

      Das ist nicht das Kernproblem. Die Beziehungen scheitern in der Regel daran, dass die alleinerziehende Mutter mit dem Kind (den Kindern) eine feste Dyade bildet und jeder neue Mann nur eine Randfigur darstellt. Er ist jederzeit austauschbar, entbehrlich, und er bekommt das auch zu spüren.
      Man(n) muss schon extrem leidensbereit sein, seinen Status irgendwo hinter dem Hund zu akzeptieren.

      • @carnofis

        „Die Beziehungen scheitern in der Regel daran, dass die alleinerziehende Mutter mit dem Kind (den Kindern) eine feste Dyade bildet und jeder neue Mann nur eine Randfigur darstellt. Er ist jederzeit austauschbar, entbehrlich, und er bekommt das auch zu spüren.“

        Es gibt auch genug Beziehungen wo das klappt. Die „patchwork“-Familie hat ja nun einiges an Verbreitung

        • „Es gibt auch genug Beziehungen wo das klappt. Die “patchwork”-Familie hat ja nun einiges an Verbreitung“

          Wem sagst Du das? Ich lebe selbst in so einer Beziehung.
          Aber die Verbreitung sagt nichts über die Qualität und/oder innere Struktur aus.
          Ab einem gewissen Alter gibt es eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, auf einen „gebrauchten“ Partner zu stoßen. Das erklärt zumindest die Verbreitung.

  7. Ich finde den Haupt-Beitrag oben vielleicht ein wenig zu optimistisch. Denn dort wird ja irgendwie nahegelegt, daß das überwiegende Desinteresse, das sowohl Männer als auch Frauen dem Geschlechterthema entgegenbringen, weitgehend durch die „normalen“ Lebensumstände dieser Menschen bedingt ist.

    Ich denke, man muß diese Frage vielleicht doch ein weniger grundsätzlicher angehen, nämlich anthropologisch. Bereits Robert Merten (Begründer der Parteiensoziologie) hat erschreckende Beispiele dafür beigebracht, wie gleichgültig halbwegs vernünftige Menschen Entscheidungen gegenüberstehen, die für sie von enormer Tragweite sind. Entscheidungen, die politisch im weitesten Sinne sind, z. B. von welchen Leuten werde ich regiert. Merten bringt das Beispiel, wo in einem US-Bundesstaat Ende des 19. Jahrhunderts insgesamt 3 Wähler (von mehreren 100.000 Wahlberechtigten) insgesamt 5 Abgeordnete wählen.

    Man muß sich einfach damit abfinden: Menschen sind durch und durch unpolitisch (im weitesten Sinne). Alles Politische geht ihnen völlig am Allerwertesten vorbei. Das bekommen vor allem solche Lobby-Gruppen schmerzhaft zu spüren, die sich für die Mehrheit der Menschen (für den „kleinen Mann“) einsetzen, Marxisten z. B. Kein Arbeiter interessiert sich für Marxisten – auch wenn sie die Einzigen sein sollten, die sich für seine Probleme stark machen. Interessiert den Arbeiter trotzdem nicht. (Ich selbst stehe dem Marxismus nicht nahe, aber ich erkenne natürlich an, wenn sich Marxisten für die Belange von Arbeitnehmern usw. engagieren.)

    Und diese fatale Gleichgültigkeit des Menschen schlägt eben auch beim Geschlechterthema durch. Sogar den ausgebooteten Scheidungsvater interessiert das Geschlechterthema nur insoweit, als die Höhe seines zu begleichenden Unterhalts betroffen ist. Allem Grundsätzlichen steht er nahezu feindlich gegenüber. Tristan kann ein Lied davon singen …

    Ich erlebe das immer wieder auf der Arbeit. Ich habe ziemlich viel mit Ingenieuren zu tun: sehr intelligenten und auch verantwortungsvollen Leuten (nicht immer, aber immer öfter 😉 ). Wenn man im Gespräch mit diesen Leuten gewisse Worte fallen läßt, z. B. „Kapitalismus“ oder „Diskriminierung“ …, dann setzt bei ihnen so eine Art Abwehrreflex ein, man könnte auch sagen: ein Würgereiz. Sie wollen davon einfach nichts wissen. Und wenn man ihnen deutlich macht, daß sie von diesen Sachverhalten sehr wohl und sehr nachhaltig betroffen sind – keine Chance. Desinteresse siegt!

    Ähnlich: Früher habe ich etlichen von meinen Kumpels, die den Hafen der Ehe ansteuerten, nahegelegt, vorher nochmal das Scheidungsrecht zu lesen. Ergebnis: Null. Es interessiert die Leute einfach nicht. So ist es, und so wird es immer sein. Das ist ein Problem für nahezu alle Reform-Bewegungen, auch für ATTAC, Occupy …

    • „Bereits Robert Merten (Begründer der Parteiensoziologie) hat erschreckende Beispiele dafür beigebracht, wie gleichgültig halbwegs vernünftige Menschen Entscheidungen gegenüberstehen, die für sie von enormer Tragweite sind. Entscheidungen, die politisch im weitesten Sinne sind, z. B. von welchen Leuten werde ich regiert. Merten bringt das Beispiel, wo in einem US-Bundesstaat Ende des 19. Jahrhunderts insgesamt 3 Wähler (von mehreren 100.000 Wahlberechtigten) insgesamt 5 Abgeordnete wählen.“

      Guckst Du hier:

      http://www.rp-online.de/panorama/ausland/us-stadt-waehlt-hund-zum-buergermeister-aid-1.4455309

      War nicht der erste Hund, der ne Bürgermeisterwahl gewonnen hat.

    • Bereits Robert Merten (Begründer der Parteiensoziologie) hat erschreckende Beispiele dafür beigebracht, wie gleichgültig halbwegs vernünftige Menschen Entscheidungen gegenüberstehen, die für sie von enormer Tragweite sind. Entscheidungen, die politisch im weitesten Sinne sind, z. B. von welchen Leuten werde ich regiert.

      Hat das im zu erwartenden Rahmen denn wirklich eine „enorme Tragweite“?

      Ich möchte mal ein Empirisches Argument machen:
      Du bekommst von einer Person alle Kontoauszüge, Krankenversicherungsdaten, Steuererklärungen und Strafakten.

      Anhand dieser Daten soll nun hergeleitet werden, welche Parteien regieren, mit einem Haken: deine Herleitung darf sich nur aus Faktenwissen aus dem Vorjahr stützen (also, z.B. „hat zum ersten mal eine Steuer gezahlt, die von der CDU eingeführt wurde“ ist keine legitime Herleitung).

      Ich wage arg zu bezweifeln, dass man da eine gute Vorhersagekraft hat.

      Wenn man anhand dieser Daten aber keine Vorhersage treffen kann, ist der Stellenwert einfach de-fakto nicht hoch.

      Plakativ gesagt: Regelmäßig im Arbeitsamt Klopapier klauen hat einen vergleichbaren Einfluss auf das Budget wie die 5€ Hartz-IV-Erhöhung, die von der Politik diskutiert werden.

      Klar kann man nun mit Extrembeispielen kommen: klar wäre es ein Unterschied, ob ich von Hitler oder Willy Brandt regiert werde.

      Nur ist das eine Situation, die eigentlich nie vorkommt: es trifft nie Hitler auf Brandt, es treffen ein haufen Extremisten im Fuckup der Weimarer Republik aufeinander, und es trifft Post-WW2-CDU auf Post-WW2-SPD.

      Und da, wo es „extrem“ wird, sind die Menschen imho meist auch eher wieder dabei, zu wählen.

      Ich wette, bei einem Wahlkampf Sanders gegen Trump hätte man Wahlbeteiligungen in den USA, wo alle von „rekord“ sprächen.

      Aber, realistisch wirds ein Clinton gegen Cruz. Und warum sollte einen dass interessieren?

  8. Ich muss sagen, genau das ist mir immer wieder ein Trost, wenn ich mit „normalen“, also Menschen außerhalb des Problembereichs spreche. Tendenziell sehe ich zwar einen leichten Drift eher feministischen Standpunkten Glauben zu schenken, als neutralen, aber das ist wenig ausgeprägt.

    Ehrlicher Weise hat mich das lange Zeit auch eher überhaupt nicht interessiert. Man hat dann halt immer mal irgendwelche Dinge gelesen oder gehört, dass Frauen es so schlecht hätten und so, und wem es schlecht geht, dem muss man helfen, klar. Aber schon bevor ich angefangen habe mich damit außeinander zu setzen, kamen mir Zweifel, hatte ich doch immer schon einen starken, fast autistischen Sinn für Fairness. Und da sah die Welt einfach anders aus, als sie dargestellt wurde. Völlig.

    Was mich letztlich dazu gebracht hat, mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, war, lustigerweise Anita Sarkeesian. Ich bin über eines ihrer Videos gestoßen, ohne von Feministischer oder MRA Seite darauf gestoßen worden zu sein, und war entsetzt wie falsch sie die Dinge dargestellt hat. Daraufhin habe ich weiter rumgesucht und Dinge wie Dr.Randomercam, Karen Straughn, die Honeybadgers, Genderama un schließlich auch diese Seite hier gefunden.

    Aber einfach so, im täglichen Leben, stößt man da eben nicht drauf. Wird in der Zeitung von irgendwelchen Dingen berichtet, werden die gerne überlesen, oder eben als Randthema ignoriert. Was ich ehrlich gesagt völlig normal finde, man muss sich ja nicht mehr Probleme machen als man braucht.

    Will sagen, ohne „red pill moment“ (ich mag den Begriff nicht sonderlich, hier passt er aber) werden sich die wenigsten damit außeinandersetzen. Hierbei würde mich dann mal interessieren, wie sieht ein „feministischer red pill moment“ aus? Gibt es den überhaupt?

  9. Ja, für „durchschnittliche“ Menschen läuft das wohl so mehr oder weniger wie oben beschrieben.

    In den Fokus rücken Geschlechterthemen jedoch, sobald man in irgendeiner Form von dieser Normalität abweicht, und dies kann (!) dann durchaus als Problem wahrgenommen werden.
    Leider sehen viele Personen dann die Ursache des Problems in „den anderen“, und nicht in sich selbst.

    • „In den Fokus rücken Geschlechterthemen jedoch, sobald man in irgendeiner Form von dieser Normalität abweicht, und dies kann (!) dann durchaus als Problem wahrgenommen werden.“

      Also verlasse ich die „Normalität“ schon, wenn ich die mir vorgestellten Fakten hinterfrage!?

      Die ganze Geschlechterdiskussion läuft seit einer ganzen Generation auf dem Niveau von „Des Kaisers neue Kleider“.
      Es wird gestritten, ob sie kleidsam sind, modisch, angemessen, aber keiner wagt öffentlich zu sagen „Da sind gar keine Kleider, der Kaiser ist nackt“.

      Der Geschlechterdiskurs wird von den Gendas geführt und es gelingt ihnen, uns jeden Tag aufs Neue zu erzählen, die Erde sei eine Scheibe, mit Rom in der Mitte.

  10. Gut, mal wieder darauf hinzuweisen!
    Denn in der Geschlechterkampfblase verliert man ja zu leicht den Überblick darüber, dass Normalos sich kaum einen Kopf darum machen. Dass sie Rooshs, Sarkeesians und wer nicht alles, die in der Szene große Nummern sind, außerhalb davon weniger Prominent sind, als die meisten zweitrangigen Soap-Darsteller.
    Dass man also – egal auf welcher Seite man steht und egal wie real die Probleme sind, mit denen man zu tun hat – die ganze Sache nicht zu apokalyptisch sehen sollte.

  11. …was ja nun für alle hier Postenden die Frage aufwirft, warum sie selbst einen so starken Bezug zum Geschlechterthema haben.

    • Man muss sich nicht damit beschäftigen. Aber es ist gleichzeitig das spannenste Thema überhaupt.

      Kaum etwas berührt unser leben so gravierend wie der Geschlechterbezug.

      Auch wenn man gleichzeitig diese ebene vollkommen ausblenden kann.

    • ich weiß gar nicht mehr, wie ich hier reingerutscht bin oder wie ich überhaupt auf der Seite gelandet bin. Kann sein, dass es über Gaywest kam. da habe ich mitgelesen, weil ich es witzig fand und as Thema LGBT (Rechte) wichtig. Ich glaub, ich bin einfach hier hängengeblieben, wegen der manchmal interessanten Diskussionen. Ist auch die einzige Seite diesbezüglich, auf der ich regelmäßig schreibe.

    • @david:
      Ich glaube, die Frage war hier auch mal ein eigener Blogbeitrag. 😉

  12. Zitat: „Der durchschnittliche Mann ist auch nicht per se vom Geschlechterthema betroffen. Er macht seine Ausbildung in einem klassischen Männerberuf, arbeitet, heiratet, die Frau wird schwanger …“

    Unsinn! Der durchscnnittliche Mann wird schlicht aussortiert!
    Sieht man daran dass ca. die Hälfte der Männer Singles sind. Oder daran dass 80 % aller Frauen Mutter sind, aber nur 40 % aller Männer Vater sind.
    Äffische Haremsgesellschaft und so …


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