Was würde eine künstliche Gebärmutter verändern?

Laurie Penny sagte neulich in einem Interview:

Wir brauchen technische Alternativen zur Schwangerschaft. Warum gibt es noch keine? Die moderne Medizin kann Gliedmaßen wieder annähen und Gesichter transplantieren. Heutzutage ist so vieles möglich, was vor ein paar Jahrzehnten undenkbar war. Eizellen werden bereits in Petrischalen befruchtet. Warum sollten Babys nicht im Labor entstehen? Wieso ist eine technische Alternative zum Mutterleib so undenkbar? Schon in den Siebzigern haben Feministinnen über künstliche Gebärmütter nachgedacht.

Zumindest sollten Wissenschaftler diesen Fragen nachgehen. Es ist nicht nur eine feministische Frage: Schließlich gibt es auch Menschen, die keine Gebärmutter haben. Ich verstehe überhaupt nicht, was an dieser Idee verrückter ist als an der Idee, einen Arm, ein Herz oder ein Gesicht zu transplantieren.

Wäre es nicht ein Nachteil für Frauen, wenn Maschinen ihnen das Gebären abnehmen? Schließlich ist Kinderkriegenkönnen ein weibliches Alleinstellungsmerkmal.

Es ist sogar eine weibliche Superkraft! Aber Frauen mit Superkräften müssen kontrolliert und kritisiert werden. Deswegen wird Mutterschaft einerseits so überhöht, dass Frauen, die sich dagegen entscheiden, als seltsam gelten. Von Frauen, die abtreiben, wird erwartet, dass sie das irgendwann bereuen. Die Frau, die nie Mutter geworden ist, muss im Alter traurig darüber sein. Gleichzeitig wird Müttern angelastet, dass sie sich über ihre Kinder selbst verwirklichen, obwohl sie tatsächlich etwas Wunderbares und Selbstloses für uns alle tun.

Schwangerschaft und Mutterschaft als Arbeit zu definieren und auch so zu bezahlen, wäre eigentlich das Mindeste. Doch diese Forderung wird meistens als ebenso verrückt empfunden wie die Forderung nach künstlichen Gebärmüttern

Da ist natürlich mal wieder die feministische Eigenschaft alles in eine Opferstellung zu verwandeln, durch die man passiv ist und unterdrückt wird, voll durchgeschlagen. Frauen werden quasi gezwungen ihre Gebärmutter zu nutzen in dem Männer das überhöhen.

Interessanter finde ich aber die Frage, wie es sich auswirken würde, wenn man eine künstliche Gebärmutter herstellen könnte und evtl in einem Szenario deren Einsatz auch einfordert.

Das würde erst einmal bedeuten, dass Frauen nicht mehr aussetzen müssten wegen der Schwangerschaft, natürlich würden sie auch nicht mit den entsprechenden Hormonen zugeschüttet werden und nicht über die Zeit der Schwangerschaft und die Geburt eine gewisse Beziehung zu ihrem Kind aufbauen. Bis man die Robonanny erfunden hat wäre es aber nur eine recht vorübergehende Befreiung. Es wäre interessant, ob sich aber auf dem Weg dann groß etwas ändert oder Frauen nur später aussetzen.

Es wäre auch interessant, wie man den pränatalen Testosteronspiegel einstellt, tatsächlich wäre es eine Möglichkeit für Femininistinnen Geschlechterrollen tatsächlich zu durchbrechen und dazu vielleicht auch die Heteronormativität. Konservative könnten auch ein Interesse daran haben, die Zahl der Homosexuellen zu verringern.

 

112 Gedanken zu “Was würde eine künstliche Gebärmutter verändern?

  1. „Frauen werden quasi gezwungen ihre Gebärmutter zu nutzen in dem Männer das überhöhen.“

    Hier, gerade im Feed, ganz in der Nähe, Europa 2016:

    „Polens Ministerpräsidentin Beata Szydlo hat sich für ein beinahe vollständiges Abtreibungsverbot ausgesprochen. Die nationalkonservative Politikerin sagte am Donnerstag in einem Radiointerview, sie unterstütze den Gesetzesvorschlag einer Volksinitiative, der Abtreibungen außer bei Gefahr für das Leben der Frau mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. Auch der Vorsitzende der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, unterstützte eine Gesetzesverschärfung.
    Das bereits jetzt vergleichsweise lebensbejahende polnische Abtreibungsgesetz erlaubt die Tötung des ungeborenen Kindes bei Missbildung oder unheilbarer Krankheit, bei Gefahr für Leben oder Gesundheit der Frau sowie nach einer Vergewaltigung oder Inzest. Lebensschützer wollen demnächst die erforderlichen 100.000 Unterschriften beisammen haben, um die Volksinitiative beim Unterhaus des Parlaments, dem Sejm, einreichen zu können.

    Kaczynski sagte: «In diesem Fall stehe er als Katholik hinter der Lehre, die die Bischöfe verkünden.» Er gehe davon aus, dass die große Mehrheit der Abgeordneten oder sogar die ganze Fraktion den Vorschlag unterstützen werden.“

    http://www.kath.net/news/54645

    Ach ja, die „gute“ Nachricht gleich dazu: etwa jede dritte Schwangerschaft – ob erwünscht oder nicht – endet mit dem Abort. Tough luck!

    „Interessanter finde ich aber die Frage, wie es sich auswirken würde, wenn man eine künstliche Gebärmutter herstellen könnte und evtl in einem Szenario deren Einsatz auch einfordert.“

    Gebärmuttertransplantationen funktionieren schon (unter Frauen), Kostenpunkt 50.000 Euro laut http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/gebaermutter-transplantation-kosten-von-rund-50-000-euro-a-1066607.html
    Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass man so eine noch in nem Mann untergebracht kriegte in Zukunft als die Annahme es ginge komplett ohne lebendingen Wirtskörper drumherum. Arnie war visionär 😉

    Und Laurie? Reden wir an der Stelle mal besser nicht drüber…

    • Ach ja, die “gute” Nachricht gleich dazu: etwa jede dritte Schwangerschaft – ob erwünscht oder nicht – endet mit dem Abort. Tough luck!

      Hat man dir doch jetzt schon ein paar Mal erklärt.
      Abgesehen davon dass die meisten Spontanaborte unbemerkt schon in den ersten Wochen geschehen, sind das schlicht natürliche Tode, meist aufgrund von Chromosomenmutationen oder sonstigen Fehlentwicklungen.
      Einen Spontanabort mit einer nicht medizinisch-indizierten Abtreibung zu vergleichen ist so als würde man das Töten von Menschen damit rechtfertigen, dass die sowieso alle (und Alte wohl auch bald) sterben würden.

      • Wenn man die Regelungen strikter als bei uns festlegt, droht u.U. folgendes wort-case-Szenario:

        das Mädchen oder die Frau könnte ungewollt schwanger werden (im wort-case: nach einer Vergewaltigung), das Kind verlieren und dafür dann angeklagt, verurteilt und inhaftiert werden. Denn wie sollte sie beweisen können, sich nicht die Treppe runtergestürzt zu haben bspw.? Es gibt leider noch immer Länder, in denen Frauen praktisch keine andere Lösung bleibt als ihr eigenes Leben für die unerwünschten Folgen der Heterosexualität zu riskieren

        Wer weiß? Wenn Trump Präsident würde, könnte möglicherweise unser großer Bruder auch bald wieder dazugehören…
        Backlash ist IMMER und überall möglich, auch bei uns, siehe AFD.

        Der Verweis darauf, dass Schwangerschaften häufig auch natürlicherweise vorzeitig vom Körper abgebrochen werden, erscheint mir wichtig um der Idiotie, die einem fast vollständigen Abtreibungsverbot zugrundeliegt, beikommen zu können.

        • Der Verweis darauf, dass Schwangerschaften häufig auch natürlicherweise vorzeitig vom Körper abgebrochen werden, erscheint mir wichtig um der Idiotie, die einem fast vollständigen Abtreibungsverbot zugrundeliegt, beikommen zu können.

          Nein, das ist und bleibt Quark (siehe oben).

        • Mach nen besseren Vorschlag:
          wie hebelt man die idiotischen (mehrheitlich wenngleich unfassbarerweise nicht ausschließlich männlichen) „Lebensschützer“ aus? Welche Ansatzpunkte gibts da?

        • Ich bezweifle mal, dass sie mehrheitlich männlich sind und sehe ihre Position als tendenziell besser ethisch begründet an, als die sicher nicht weniger idiotische Gegen-Extremposition von Deinesgleichen.
          Die vernünftige Mitte wird sich da auch weiterhin durchsetzen.

    • Nur mal so angemerkt: ich bin nicht religiös, aber den Sinn von Abtreibung in der heutigen Zeit, wo es ständig frei verfügbare Verhütungsmittel gibt, sehe ich auch nicht ein.

      • Der Sinn ist ganz einfach: Kein Mensch erträgt das ständige Dauergeplärre, wenn Frauen Verantwortung für eigenes Tun übernehmen müssen. Und da die Kinder bei solchen Müttern ohnehin die Hölle erleben würden, hat sich der Gesetzgeber halt für das geringere Übel entschieden. Er hoffte halt, dass die Frauen dann nicht mehr so plärren würden. Das ist der gleiche Irrtum, den Männer auch in Beziehungen erleben.

  2. Wenn man bedenkt, dass jede dritte Geburt durch Kaiserschnitt stattfindet, (http://faktencheck-gesundheit.de/de/faktenchecks/kaiserschnitt/interaktive-karte/kaiserschnitt/) wovon längst nicht jeder medizinisch begründet ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es hier einen Markt gibt.

    Kinder ohne Schmerzen, ohne Risiko, ohne Folgen für den eigenen Körper? Schwangerschaftsstreifen ade? Suuuper!

    Und dann noch die Option auf ein Designbaby? Ein besonders doziles Mädchen auf Bestellung? Unwiderstehlich!

    5 Jahre später wird Laurie Penny sich über die fürchterliche Unterdrrückung beschweren, dass irgendeine Sorte Kind zu häufig oder zu wenig bestellt wird.

    Und noch 5 Jahre später werden Männer kapieren, dass sie jetzt Vater werden können, ohne eine Frau versorgen zu müssen.
    Ein Markt für Eizellen ist schnell aufgebaut. Aber natürlich wirds dagegen heftigsten Widerstand geben.
    Ich bin schon gespannt auf die öffentliche Begründung, warum es A-OK ist, dass eine Frau sich Spermium kauft, aber diabolisch, wenn ein Mann sich eine Eizelle kauft.

    • „Ich bin schon gespannt auf die öffentliche Begründung, warum es A-OK ist, dass eine Frau sich Spermium kauft, aber diabolisch, wenn ein Mann sich eine Eizelle kauft.“

      Oh, ja!

  3. Horror Vision.
    Hat die Dame keinerlei Bildung und mal Aldous Huxley gelesen?
    Oder die Truman Show gesehen. (Elternloser Mensch der einem Konzert gehört)

    Ausserdem Menschenverachtend gegenüber dem Kind, es gibt wohl Studien die belegen, das das Kind im Bauch auf Stimme und Herzschlag der Mutter geprägt wird. Oder das während der Schwangerschaft und Geburt eine Bindung der Mutter an das Kind stattfindet.

    Wären diese Frauen überhaupt Mütter so ganz ohne Schwangerschaft und Gebur? Oder nur so eine Art weiblicher Vater?
    Denn wenn Mütter nach der Geburt nur so eine schwache Bindung zum Kind haben würden wie Väter, bei denen sich das alles erst noch entwickeln muss, da würden wohl sehr viele Babys in den ersten 3 Monaten im Waisenhaus enden.

  4. Eine Sache noch
    Warum werten diese jungen Feministinnen die Mutterrolle (das einzige Weibliche Alleinstellungsmerkmal) so sehr ab und überhöhten Erwerbsarbeit so sehr?
    Haben die jemals in ihrem Leben wirklich hart arbeiten müssen, also im Sinne körperlicher Arbeit, W = F * t ?
    Ich glaube es nicht sonst, würden sie nicht so handeln.

    Und warum um alles in der Welt werden sie dabei von den Linken unterstützt, die doch sonst immer gegen den „Kapitalismus“ sind?

  5. „Wir brauchen technische Alternativen zur Schwangerschaft.“

    Gleich der erste Satz, und schon möchte ich widersprechen. Warum „brauchen“ wir diese? So wie ich das sehe doch nur, wenn wir Karriere, Leistung, Geld verdienen als einziges wichtiges Element für ein erfülltes Leben sehen, und alles andere, insbesondere der Nachwuchs eben „nebenbei“ passiert. Ich halte das für eine absolut furchtbare Idee, fasst sich aber so gut ins Gefüge anderer Feministischer Utopien.

    Ganz zu schweigen davon, dass wir, denke ich, auf diesem Planeten schon weit mehr Menschen sind als gut für uns ist. Warum nicht einfach die Leute Kinder kriegen lassen, die es wirklich wollen, und die dafür bereit sind, und für die das etwas tolles ist und nicht nur irgendwas nerviges biologisches so nebenher? Dann können sich alle anderen, so sie es denn wollen, auf ihre Karrieren konzentrieren.

    • Das mit den 39 Wochen Schwangerschaft hat ja auch in dem Sinn einen Vorteil, (überspitzt, ähnlich wie die Adventszeit)

      Die Körperliche Veränderung die Stattfindet, man sieht den Geburtstermin immer näher Rücken muss sich darauf vorbereiten (beide Eltern)

      Wie wird das bei der Künstlichen Gebärmutter die in irgendeinem Krankenhaus/Labor/Fabrik liegt?

      Wenn ich sehe wie eingespannt manche Menschen im Beruf sind, die würden doch den Fertigstellungstermin verpassen.
      Irgendwann käm dann der Anruf von der Fabrik, das Baby läge seit 1 Wochen zur Abholung bereit und mann müsste jetzt Lagergebühren verlangen wenn es nicht bald abgeholt wird.
      Wobei das auch neue Geschäftsmodelle eröffnen würde.

      – Extra Sorglos Paket auslieferung erst wenn es die Nacht durchschläft.

      – Extra Sauber Paket für die Empfindlichen, auslieferung erst wenn es Stubenrein ist und selbständig zur Toilette gehen kann.

      – Extra Super Plus Delux Paket, Auslieferung mt 25 Jahren incl. Prädikats Hochschulabschluß in Medizin oder Jura.

      • In pirinccis slam bzw matrix läuft es ja so. Vielleicht könnte man dann auch baby züchten rein zu stammzellforschungs oder stammtellkosmetik oder organspendezwecken. So wie in shoot em up kennst du den Film ? Wenn da keiner Ansprüche drauf hat. Gebärmutter künstlich Sperma aus dem Glas….

      • Leider alles nichtmal abwegig.

        Eine Bekannte von mir hat vor kurzem ihre Erste geworfen, und erzählt, wie sich bei ihr während der Schwangerschaft der Nesttrieb eingeschlichen hat. Sie ist eigentlich so gar nicht der Typ Hausfrau, aber sie hat diese Veränderung auch nicht bekämpft, sondern hat sie akzeptiert wie sie kam, und sie ist glücklich mit allem wie es läuft. Das finde ich super.

        Was wieder einmal der Kern ist für mich, wie bei so vielem in Feministischen Beschwerden. Wenn man sich für etwas entscheidet, dann muss man mit den Konsequenzen leben. Und will man glücklich sein, muss man diese Konsequenzen nicht nur akzeptieren sondern ein Stückweit feiern, bzw. so vorausschauend planen, dass man die Konsequenzen abschätzen kann und entsprechend wählen kann. Aber im Feminismus scheint es immer um „Ich will X ohne Y“, wenn X von Y abhängig ist.

        Wichtig ist doch, dass ich wählen kann. Will ich X aber Y nicht, kann ich mich gegen X entscheiden oder muss Y in kauf nehmen. Werde ich zu X gezwungen, ist das wieder eine andere Sache, aber das passiert ja nun hierzulande nicht wirklich.

        Ich habe das Gefühl ich bin irgendwo falsch abgebogen. o.O

  6. Was wäre, wenn es die künstliche Gebärmutter gäbe?
    Wir hätten ein Millionenheer an seelenlosen Monstern, die zu nichts taugen und als Erwachsene nichts auf die Reihe kriegen.
    Es würden sich sektenartige Gruppen bilden, die ausserhalb der Gesellschaft natürliches Gebären praktizierten und sich ähnlich fundamentalen Gruppen abschotten würden und ne florierende Suizidindustrie.

  7. Vor allem würde damit der Grund dafür wegfallen, dass Männer sich überhaupt um Frauen sorgen und kümmern. Gäbe es künstliche Gebärmuttern, Frauen wären plötzlich genau so oder noch stärker „disposable“ als Männer. Dann würden alle weiblichen Privilegien binnen kürzester Zeit verschwinden, Frauen würden an ihrer Leistung gemessen und müssten alle ihre Probleme selber lösen – oder eben verrecken.

    Von allem feministischen Ideen, die ich je gehört oder gelesen habe, ist das hier von Penny bei weitem das dümmste und frauenschädlichste. Wenn ich Feministin wäre, ich würde eher eine terroristische Vereinigung gründen, die jeden umbringt, der an künstlichen Gebärmuttern forscht…

    • Ne Männer hätten dann ja auch weniger Motivation zum ackern. Das wäre dann so eine Art sozialistische Gesellschaft wo jeder so für sich hinarbeitet dass es reicht. Außerdem wären solche Männer alleinerziehend. Karriere ist dann eh vorbei selbst wenn Mann wollte.

      • Wieso sollte ein Kind zu erziehen die karriere beenden?

        Bisher trifft doch nur bei Versagerinnen zu – für andere Fälle gibt es noch nicht genügend empirisch gesicherte Erkenntnisse.

        • Klingt für mich nach der Überfulltime Burnout Vollaufgabe der Haushaltsführung für alle außer männliche Singles 🙂

          (Natürlich kann man sehr viel Zeit in Kinderbetreuung packen, und das kann sich auch lohnen und wohl auch erfüllend sein.)

        • nein, ist einfach unmöglich.
          Wenn man ein Kind hat und 3 Jahre aussetzt, ist man schon weg vom Fenster, wenn es eine richtige Karriere sein soll. Man wird auch nicht bevorzugt gegenüber denen, die keine haben, weil das Risiko zu groß ist, dass man ständig ausfällt wegen Röteln, Windpocken und Magen Darm beim Kind. Wenn man mehr als 1 kriegt, wird die Ausfallzeit noch höher. Und zu stark vernachlässigen und abschieben darf man es ja auch nicht wegen Hospitalismus, zumindest nicht in frühem Alter. Es sei denn, der Single arbeitet von Zuhause aus am Schreibtisch oder in der Garage während das Baby im Bett liegt oder im Laufgitter oder Tragetuch ist. Mag sein, dass es das gibt. Barbara Becker kriegt es ja auch gebacken. Aber das kann man nicht als flächendeckende Lösung sehen, für die meisten Menschen ist das nur schwer möglich.

        • ein Mann kann aber nicht Karriere machen wenn er sich für die Mutterschaft entscheidet. Da muss man sich entscheiden. Alles andere ist rabenmütterlich. Das ist doch genau das was Frauen vorgeworfen wird.

        • Frauen bleiben nicht zu Hause, weil Mutterschaft das erfordern würde, sondern weil Mutterschaft ein akzeptierter Grund dafür ist.
          Ein „auf-Kinder-aufpass-Roboter“ ist technisch um einiges weniger anspruchsvoll als eine künstliche Gebärmutter.

        • „Frauen bleiben nicht zu Hause, weil Mutterschaft das erfordern würde, sondern weil Mutterschaft ein akzeptierter Grund dafür ist.“

          achso. Wieso sind Karrierefrauen dann laut Statistik so schwer an den Mann zu bringen? Müssten doch eigentlich beliebt sein, weil die nicht so faul sind?
          Und ich würde man sagen, in den ersten Jahren ist das schon erforderlich, wenn man nicht gerade Bäuerin ist. Wie soll man denn z.B im Büro mit Baby arbeiten?

          „Ein “auf-Kinder-aufpass-Roboter” ist technisch um einiges weniger anspruchsvoll als eine künstliche Gebärmutter.“

          mag sein, aber einen „auf Kinder aufpass Roboter“ kann man doch nichternsthaft in Erwägung ziehen.

        • „Karrierefrauen“ sind schwer an den Mann zu bekommen, weil sie Männern nichts zu bieten haben. Wir Männer spielen ungern die zweite Geige. Wenn sich Karrierefrauen angewöhnen würden, ihr Geld für die Bespassung und den Unterhalt ihrer Lover auszugeben, dann wäre das vielleicht anders. Aber so ist da nur eine Frau, die irgendwie glaubt, Männern etwas zu bieten zu haben, wenn da einfach nichts ist.

          Aber der wirkliche Punkt ist: Warum brauchen Karrierefrauen Männer? Und wenn Männer so wichtig sind: Sollte eine Frau dann nicht die Prioritäten anders setzen?

          Auch wenn mir ein Kinderbetreuungsroboter ethisch erheblich unproblematischer als eine künstliche Gebärmutter erscheint, ging es mir vor allem darum, dass auch ohne Roboter in sehr vielen europäischen Ländern die Mütter viel schneller wieder arbeiten gehen und vor allem auch Vollzeit.

        • Viele Punkte, vieleicht der einfachste:
          ‚ einen “auf Kinder aufpass Roboter” kann man doch nichternsthaft in Erwägung ziehen.‘
          Verglichen, mit dem was viele Alleinerziehende Mütter so abliefern kann es nur besser werden 🙂

          Um nun ernsthaft zu kommentieren:
          „Wieso sind Karrierefrauen dann laut Statistik so schwer an den Mann zu bringen? “
          1) Welche Statistik?
          2) Karrierefrauen (wie Karrieremänner) sind alt (trivial, zwischen 22 und 25 macht weder man noch frau Karriere
          3) Kann hier die Anspruchshaltung (die ich gerne zubillige) der Frauen das ausschlaggebende Pendel sei?
          (Hey, ich hätte auch gerne eine promovierte Mathematikerin)
          – Gerade im Vergleich zu Karrieremännern, die vielleicht eher bereit sind, sich „unter“ ihren soz. Status zu binden?

          Gerade in der Kombination von 2) und 3) wäre eine Verzerrung des Partnermarktes völlig plausibel.

          „Wie soll man denn z.B im Büro mit Baby arbeiten?“
          Viele große Firmen bieten da mittlerweile Räume für kleine Kinder.
          Man munkelt, dass sogar schon das ein oder andere Meeting in Sichtweite von Bauklötzchen abgehalten wurde.


          (Nur nicht in der IT, da wär die Gefahr zu groß, dass die Experten über die Bauklötze herfallen würden 🙂

        • „Auch wenn mir ein Kinderbetreuungsroboter ethisch erheblich unproblematischer als eine künstliche Gebärmutter erscheint, ging es mir vor allem darum, dass auch ohne Roboter in sehr vielen europäischen Ländern die Mütter viel schneller wieder arbeiten gehen und vor allem auch Vollzeit.“

          Aber ich dachte, das führt zu einem stark erhöhten Cortisolpegel und Hospitalismus und sonstigen Problemen?

          „Aber der wirkliche Punkt ist: Warum brauchen Karrierefrauen Männer? Und wenn Männer so wichtig sind: Sollte eine Frau dann nicht die Prioritäten anders setzen?“

          Du hast doch oben gesagt, Frauen, die Zuhaue bleiben, tun das nur aus Faulheit und nehmen Mutterschaft als Rechtfertigung dafür^^

          „Auch wenn mir ein Kinderbetreuungsroboter ethisch erheblich unproblematischer als eine künstliche Gebärmutter erscheint, ging es mir vor allem darum, dass auch ohne Roboter in sehr vielen europäischen Ländern die Mütter viel schneller wieder arbeiten gehen und vor allem auch Vollzeit.“

          Ich hätte da eher aus entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten Bedenken denn als „ethischen“. + Was, wenn der Roboter Amok läuft? Ok, kann bei Menschen auch
          passieren, aber….

          „Wie soll man denn z.B im Büro mit Baby arbeiten?”
          Viele große Firmen bieten da mittlerweile Räume für kleine Kinder.“

          Ist trotzdem nichts für Säuglinge und Kleinkinder.

        • Karriere Frauen sind deswegen schwer an den Mann zu bringen, weil ihr Beuteschema meist Männer sind die genausogut oder besser Verdienen bzw. sie nicht bereit sind den Mann „auszuhalten“.

          Das mag auf der Unteren Führungsebene noch Problemlos funktionieren, auf der Mittleren wirds dann schon schwieriger und auf der Obersten Führungsebene kann sie die potentiellen Partner dann an zwei Händen abzählen.

  8. Ich finde es sehr positiv, dass Penny sich für die künstliche Gebärmutter einsetzt ;).

    In MGToW-Kreisen werden solche Sachen ja schon länger diskutiert, auch wie man die künstliche Gebärmutter überhaupt legal machen könnte. Radikalfeministinnen wie Dworkin haben leider relativ frühzeitig (z.B. http://www.antifeministtech.info/2011/05/feminist-paranoia-about-artificial-wombs-and-other-reproductive-technologies/) erkannt, dass der Verlust des Geburtenmonopols die Stellung der Frau empfindlich schwächen wird – auch wenn sie natürlich wie immer hysterisch übertrieben hat. Darum wird man wohl versuchen müssen, kosmetische (i.e. keine Geburtsstreifen)s und Sicherheitsfaktoren (weniger Gefahr durch Komplikationen für die Mutter) in den Vordergrund zu rücken da Frauen sehr risikoaversiv sind, würde eine fast 100% sichere alternative natürlich sofort legalisiert werden. Viele Feministinnen riechen aber den Braten bereits und werden natürlich jetzt konservative/esoterische (Mutter)Modelle vertreten und sich selbst als die einzige Autorität bezüglich sexueller Selektion einsetzen. Anfangs wird diese Technologie ja sowieso noch sehr viel Kosten (Was Männer bevorzugen wird) und auch der Zeithorizont ist alles andere als klar.

    Dies in Kombination mit VR-Pornos, Vasalgel und Sexrobotern wird die Ideologie des Feminismus wohl noch stärker technologiefeindlich machen. Bisher waren die meisten Erfindungen aus dieser Ecke (Facebook, Smartphones) für Frauen sehr positiv und haben daher auch grosse weibliche Kundschaft. Solche Erfindungen wie oben genannt sind absolute Wildcards und haben unweigerlich mehr Sprengkraft als alle bisherigen männerpolitischen Bewegungen zusammen. In einer Welt, in der Frauen als Sexobjekte gegen weibliche Androiden mit biologisch seltenen/unmöglichen Proportionen und gegen künstliche Gebärmütter, die keine Unsicherheiten mit sich bringen, antreten müssen, wird Feminismus zwar lauter werden, aber eben auch trivialerweise politisch und biologisch wegselektioniert werden. Dafür haben Frauen dann zum ersten Mal die Chance ausserhalb dieses archaischen Rollenverständnisses als Menschen zu gewinnen und zu scheitern…

    • naja, esoterisch weiß ich nicht. Soviel ich weiß, bekommt der Mensch schon im Muterleib sehr viel mit und baut eine Beziehung zur Mutter auf, sprt ihre Emotionen, lernt, das zu mögen, was sie isst, hört die Stimmen mit denen sie sich unerhält, die Musik die sie hört usw. hört den Herzschlag. Ich weiß nicht, was es bedeutet, wenn das wegfällt.
      In Brasilien soll es sehr viele Kaiserschnitte geben und selbst das soll angeblich shcon gesellschaftliche Auswirkungen haben. Ich wäre da vorsichtig, da nur mit „Esoterik“ zu argumentieren. Wir reden hier immerhin von dem, was man in Matrix 1 gesehen hat.

      “ Solche Erfindungen wie oben genannt sind absolute Wildcards und haben unweigerlich mehr Sprengkraft als alle bisherigen männerpolitischen Bewegungen zusammen. In einer Welt, in der Frauen als Sexobjekte gegen weibliche Androiden mit biologisch seltenen/unmöglichen “

      Wozu denn dann noch konkurrieren? Sie können sich doch einfach einen eigenen Arbeits/Sexroboter besorgen, der tausendmal besser aussehend und intelligenter ist als ein normaler Mann wegen künstlicher Intelligenz und sich irgendwelches Sperma aus ner Samenbank suchen und dann schwanger werden oder das eine künstliche Gebärmutter erledigen lassen.

      • Ich weiß nicht, was es bedeutet, wenn das wegfällt.

        Möglicherweise wird das eines der technisch unlösbaren Probleme sein, weshalb man sich keine Hoffnung/Angst wegen einer künstlichen Gebärmutter machen muss.

        Vor einigen Jahren gab es einen Fall, wo eine Schwangere hirntot wurde und man sie maschinell am Leben gehalten hat, damit das Kinder weiter wachsen kann. Das tat es zunächst auch, starb aber dann vor der Geburt obwohl im Prinzip die Versorgung im Mutterleib sichergestellt war. Die meisten hatten das damals so interpretiert, dass es im Prinzip wohl geht. Aber meiner Ansicht nach spricht das Ergebnis dieses Einzelfalls wenn dagegen das es geht. Ohne die lebende Mutter fehlt da einfach was, was sich vermutlich nicht ersetzen lässt.

      • *Wir reden hier immerhin von dem, was man in Matrix 1 gesehen hat.*

        Ohne dir da unbedingt widersprechen zu wollen, aber Matrix ist kein Dokumentarfilm, sondern eine fiktionale Dystopie. Das ist als Argument ein bisschen so, als würde ich mich gegen rote Mäntel aussprechen, weil es Wölfe anlocken könnte.

      • „Wozu denn dann noch konkurrieren?“

        Weil die Frauen nicht bereit sind für Ressourcen gleich hart wie ein Mann uu arbeiten und (noch) nicht über das nötige Skillset verfügen um dies auszugleichen. Das ist trivialerweise so, denn am ganzen gesellschaftlichen und technologischen Fortschritt haben Frauen nur einen sehr kleinen Anteil zugesteuert, genau wie sie auch heute kaum Firmen gründen, keine Erfindungen machen und sinnlose Fächer studieren und dann vom Staat sngestellt werden oder Carejobs übernehmen.

        Wenn Männer bzw. der Staat keine Ausgleichsleistungen mehr bieten, dann müssen Frauen finanziell gegen Männer in der freien Wirtschaft antreten. Dort werden sie schlicht versagen. Momentan erpressen Frauen den Staat (und damit Männer, die natürlich den grössten Anteil der Steuern zahlen) über ihre Gebärfähigkeit indem sie immer höhere Leistungen und ein stetig wachsendes Sicherheitsnetz verlangen, das ihre nachteilige Entscheidungen abfedert. Das fängt mit Alimenten an und endet in Extremsituationen wie in Amerika, wo 70% der Frauen alleinerziehend sind und vom Staat durchgefüttert werden müssen. Männer würden bei gleicher konsequenzfreien Haltung schlich eingesperrt werden bzw. durch Hypergamie aussortiert.

        Was also de facto passieren wird, ist eben nicht, dass Frauen das gleiche Einkommen wie Männer haben werden, sondern dass sie nicht arbeiten und trotzdem Kinder/Familie haben wollen. Das erlaubt der Staat ihnen heutzutage indem er Männer einfach stärker besteuert und weil Männer noch bereit sind diesen Deal einzugehen (weil sie selber Kinder/Sex/Beziehung wollen etc.)

        Schaut man sich aber z.B. Japan an, dann gibt es relativ viele Indikatoren, dass auch Männer kollektiv andere Entscheidungen treffen können, wenn ein Angebot zu unattraktiv wird. Entwickeln sich technologische Alternativen zur Geburt und Sex wird das meiner Meinung nach sehr wohl einen Einfluss haben.

        • „… genau wie sie auch heute kaum Firmen gründen …“

          Kleine Korrektur: Zumindest in einigen Ländern gründen sehr viele Frauen Firmen – aber diese Firmen bestehen nur aus einer einzigen Person. Sprich: das sind Hausfrauen, die von ihrem Mann bezahlt werden und dann von zu Hause aus noch eine kleine Firma betreiben, die dann Gewinn macht oder eben nicht.

  9. Nie im Leben würden Frauen diesen Job abgeben! Frauen sind selten glücklicher als während der Schwangerschaft.

    Ich kann so ein Exemplar derzeit zuhause bewundern und abgesehen von den Geburtsschmerzen scheint das ein Traumjob zu sein.

    Interessanterweise ist sich meine Frau dieser Privilegien vollauf bewusst und kann es selbst kaum glauben, wie man als Frau fürs Kinderkriegen gepampert wird.

    Es dürfen keinerlei Nachteile entstehen, Vorteile dafür umso mehr.

    Großzügiger Kündigungsschutz, unglaubliche 14 Wochen Mutterschutz bei vollem Lohnausgleich (für diese 3,5 Monate wird sogar noch zusätzlich Urlaub angerechnet), frühzeitige Befreiung von „schweren“ Arbeiten und Arbeitszeiten, so dass z.B. keine Arztdienste mehr gemacht werden müssen.
    Die extra vergüteten Dienste + Zulagen werden aber selbstverständlich vollkommen ausgeglichen, auch wenn sie nicht gemacht werden! Auch bei den in Deutschland extrem großzügig gehandhabten „Berufsverboten“, die quasi auf Wunsch auch schon in frühen Schwangerschaftsstadien attestiert werden und selbstverständlich auch trotz völliger Untätigkeit voll bezahlt (+Dienstzulagen) werden.
    Meine Frau hat ihre Schwangerschaft erst gemeldet, als sie nicht mehr zu übersehen war, einfach nur weil sie normal arbeiten wollte und das für unglaublich dekadenten Kappes hält.
    Gerade erfährt sie, auch noch eine „Schwangerschaftsbeilage“ von 400€ fürs Gebären zu bekommen.
    Nach der Geburt dann Elternzeit (durchschnittliche Inanspruchnahme in D sind 11,7 (!) Monate, Frauen lassen sich da also nicht viel nehmen, auch nicht vom Mann) und bis zum Kindesalter von 8 Jahren Anspruch auf 3 volle Jahre Erziehungszeit mit Kündigungsschutz pro Kind (kann willkürlich gewählt werden in dieser Zeit). Meist auch noch Anspruch auf Teilzeit (höherer Nettostundenlohn).

    So lange man nicht an diese Privilegien geht und sie sogar noch weiter ausbaut, wird sich an der klassischen Rollenverteilung ganz gewiss nichts ändern. Was Frauen ja auch nicht wollen, und wenn dann nur vorgeblich.

    • Erstmal Glückwunsch 🙂

      *Auch bei den in Deutschland extrem großzügig gehandhabten “Berufsverboten”, die quasi auf Wunsch auch schon in frühen Schwangerschaftsstadien attestiert werden*

      Ähm, gerade in den ersten 3 Monaten ist soweit ich weiß das Risiko einer Fehlgeburt noch stark erhöht. Es gibt ja einen Grund, warum werdende Eltern die frohe Botschaft erst danach verkünden.

      *Meine Frau hat ihre Schwangerschaft erst gemeldet, als sie nicht mehr zu übersehen war, einfach nur weil sie normal arbeiten wollte und das für unglaublich dekadenten Kappes hält.*

      Das ist ja schön, dass deine Frau so einen sicheren und wenig körperlich anstrengenden Job hat, und weder z.B. mit aggressiven Menschen noch mit gefährlichen Chemikalien arbeiten muss, die potentiell das Kind gefährden könnten (und wofür sie im Prinzip ihren Arbeitgeber verklagen könnte). Das heißt aber nicht, dass dieser Schutz per se „dekadenter Kappes“ ist.

      *Großzügiger Kündigungsschutz, unglaubliche 14 Wochen Mutterschutz bei vollem Lohnausgleich (für diese 3,5 Monate wird sogar noch zusätzlich Urlaub angerechnet),*

      Das ist kein Privileg, das ist eine Notwendigkeit.
      Zumal ja nicht alle Schwangerschaften wie geschmiert laufen ^^

      • „Das ist kein Privileg, das ist eine Notwendigkeit.“

        Eigentlich nicht. Der Mensch ist das einzige Lebewesen das so etwas kennt. Und in den USA gibt es das auch nicht.

        • *Der Mensch ist das einzige Lebewesen das so etwas kennt.*

          Der Mensch ist auch das einzige Lebewesen, das sowas wie bezahlte Arbeit kennt. ^^

          *Und in den USA gibt es das auch nicht.*

          Was eigentlich unfassbar ist, dass du als werdende Mutter dem Gutdünken deines Arbeitgebers ausgeliefert bist.

          • Das scheint die amerikanischen Frauen aber nicht groß zu stören, bekommen sie doch mehr Kinder als ihre europäischen Schwestern.

        • „Man darf sich gar nicht ausmalen, wieviele Kinder sie erst bekämen, gäbe es dort diese Absicherung…“

          Noch weniger. Entgegen der naiven Intiution, Frauen kriegen dann Kinder, wenn sie finanziell und rechtlich abgesichert, stehen die Statistiken aller Länder dieser Erde. Je besser bezahlt und länger der Mutterschaftsurlaub ist, je grösser die weiblichen Sonderrechte, desto niedriger die Kinderanzahl. In deinem amerikanischen Beispiel würde Frauen also noch weniger Kinder kriegen.

          Will man die Kinderanzahl steigern (Das ist ein reines Gedankenexperiment und entspricht nicht meiner Meinung) müsste man die finanzielle/gesetzlichen Sicherungen der Frauen verringern und ihnen Rechte wegnehmen. Auch die Reduktion von weiblicher Bildung wäre der einzige Weg jemals wieder über die selbsterhaltenden 2.1 zu kommen, wenn man das tatsächlich will.

      • danke @all

        Ähm, gerade in den ersten 3 Monaten ist soweit ich weiß das Risiko einer Fehlgeburt noch stark erhöht.

        Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Das Risiko ist quasi dasselbe, wenn du arbeiten gehst oder nicht.

        Das ist ja schön, dass deine Frau so einen sicheren und wenig körperlich anstrengenden Job hat

        Du kannst dir sicher sein, dass ihr Job diesbezüglich weit über dem Durchschnitt für Frauen liegt.

        und weder z.B. mit aggressiven Menschen

        Sie hat auch über ein Jahr in einer geschlossenen Psychiatriestation gearbeitet ohne dass sich an ihrer Haltung je was geändert hätte.

        und weder z.B. mit aggressiven Menschen noch mit gefährlichen Chemikalien arbeiten muss, die potentiell das Kind gefährden könnten

        Welche Frau muss das schon?

        Das heißt aber nicht, dass dieser Schutz per se “dekadenter Kappes” ist.

        Berufsverbot ist sicher nicht „per se“ dekadenter Kappes, aber in den meisten Fällen schon völlig übertrieben, vor allem die volle Lohnfohrtzahlung inklusive Zuschläge.
        Sie kann das nicht nur aus fachlicher Sicht, sondern nun auch aus eigener Erfahrung beurteilen. Ihre Kolleginnen haben übrigens alle überwiegend dieselbe Ansicht, auch wenn die Vorteile natürlich gerne mitgenommen werden.


        Das ist kein Privileg, das ist eine Notwendigkeit.

        Dann nenn mir mal andere Länder, in denen das so ist. Auch die Schweizer Frauen z.B. lachen darüber.
        Natürlich ist es ein unschätzbares Privileg.

        Ich finde es nicht mal schlimm oder missgönne es euch (profitiere ja nun auch indirekt). Aber es macht die Absurdität feministischen Gejammers deutlich.

        Man darf sich gar nicht ausmalen, wieviele Kinder sie erst bekämen, gäbe es dort diese Absicherung….

        Ach das ist doch Unsinn. Überall bekommen die Frauen mehri Kinder als in diesem unserem Land, wo sie bestmöglich abgesichert und gepampert sind.
        Der Kinderwunsch hat doch nichts mit Mutterschutzregelungen zu tun oder lässt sich damit beeinflussen. Diese sind allenfalls der entscheidende Anreiz für den Einstieg in die klassische Rollenverteilung.

        • *Welche Frau muss das schon?*

          Da würden mir spontan Friseurinnen und Pflegekräfte einfallen.
          Aber in den Berufen musste ja die Frauen mit der Lupe suchen. ^^

          *Sie hat auch über ein Jahr in einer geschlossenen Psychiatriestation gearbeitet ohne dass sich an ihrer Haltung je was geändert hätte.*

          Oha. Ohne deiner Frau zu Nahe treten zu wollen, aber meine Mutter hat über 40 Jahre in der Psychiatrie auf dem Buckel und es kam durchaus vor, dass sie mit Blessuren oder kaputten Klamotten heimkam. Aber für Fixierung und den anderen harten Kram ist ja oftmals das Pflegepersonal zuständig. Ein Tritt in den Bauch kann reichen, und sowohl als werdende Mutter als auch als zuständiger Arbeitgeber würde ich das Risiko nicht eingehen.
          Weswegen jeder AG, den das betrifft, auch versichert ist.

          *Dann nenn mir mal andere Länder, in denen das so ist. Auch die Schweizer Frauen z.B. lachen darüber.
          Natürlich ist es ein unschätzbares Privileg.*

          Wenn das ein Privileg ist, dann haben Männer das größte Privileg überhaupt. Die kommen gar nicht erst in die Verlegenheit.

          *Der Kinderwunsch hat doch nichts mit Mutterschutzregelungen zu tun oder lässt sich damit beeinflussen.*

          Das habe ich auch nie behauptet. Das ist hier auch nicht das Thema. Mir ging nur die dämliche Behauptung gegen den Strich, dass das ja dekadenter Kappes sei.
          Ich bin ja nicht nur Feministin sondern auch in der ver.di ^^

        • „Wenn das ein Privileg ist, dann haben Männer das größte Privileg überhaupt. Die kommen gar nicht erst in die Verlegenheit“

          Wenn Ihr brav verhütet oder Euch sterilisieren lasst, geht es Euch ebenso.

          „das ja dekadenter Kappes sei.“

          Hat das jemand behauptet? Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein Privileg. Man könnte Frauen immerhin auch bis zur Geburt auf dem Feld arbeiten und ihre Kinder auf der Wiese gebären lassen, alleine angewiesen auf ihr Einkommen.

        • Oha. Ohne deiner Frau zu Nahe treten zu wollen, aber meine Mutter hat über 40 Jahre in der Psychiatrie auf dem Buckel und es kam durchaus vor, dass sie mit Blessuren oder kaputten Klamotten heimkam.

          Sowohl meine Frau als auch ich selbst hab zumindest schonmal Kratzer abbekommen.

          Aber für Fixierung und den anderen harten Kram ist ja oftmals das Pflegepersonal zuständig.

          Ja, und zwar das männliche 😉


          Ich bin ja nicht nur Feministin sondern auch in der ver.di ^^

          Okay, dann will ich mich mal nicht streiten und darf davon ausgehen, dass du dich generell für Arbeitnehmer einsetzt, unabhängig vom Geschlecht. Gerade was Pflege angeht hat das meinen Respekt und Unterstützung!

          Ich plädiere ja im Übrigen auch weniger für den Abbau eurer diesbezüglichen Privilegien als für deren Wertschätzung! 😉

        • *Ja, und zwar das männliche*

          Ja. Und wenn von den 2 Männern im Stationsteam beide grade frei haben, oder Krankenschein haben, weil piept man *mal eben* die anderen Stationen an, ob von deren 2 Männern eben einer mal… Oh. Naja. Muss halt meine Ma mit ihrer Kollegin (beide 60+) ran. Geht schon. Ist bis jetzt ja immer gegangen.
          Die schwerst suizidale Jugendliche im ständigen Sichtkontakt zerreisst derweil Bettlaken.

      • Wenn es nach mir ginge 12 (kann ja trotzdem nebenher etwas arbeiten)
        Wenn es nach pragmatischer Vernunft ginge 0-2.
        Da es wie bei den meisten heutigen Paaren nach der Frau geht (finde ich auch irgendwie fair) werden es 6 sein.
        Dadurch geht mir übrigens nun eine angestrebte Leitungsstelle durch die Lappen die ich hätte haben können, diese geht stattdessen an eine kinderlose Frau. Tja.

        • Kindergärtner hätt ich schreiben wollen, ursprünglich.
          Das würde vielleicht passen. Aber dann fiel mir ein, dass das für Dich wohl zu stressig wäre und auch vorallem nicht zu Deinem Kommentarverhalten passt.

        • Nachdem der Studienabschluss in Psychologie bei Dir ja vom Tisch ist, möchtest Du aber Nichts an der Version über Deine Angetraute abändern, wie mir scheint?

        • Warum mich das aufregt: Alle kaufen Dir die Story jetzt mal wieder ab. Keiner schreit: Lügner! & Fake!
          Weil Du ja so glaubwürdig bist. Qua Mann-Sein vermutlich.

        • Frag dich doch mal lieber, warum es um deine Glaubwürdigkeit so hundsmiserabel bestellt ist, Mäuschen 😉

          Kindergärtner, war das nicht der Job deines Vergewalt Gatten? Hallelujah!

        • Nachdem der Studienabschluss in Psychologie bei Dir ja vom Tisch ist

          Ach warst du diejenige, die mich beim Promotionsausschuss angeschwärzt hat? Miese Nummer 😦

        • Mit jedem einzelnen Post ein Stück mehr. Selbst Feministinnen halten dich für eine aufmerksamkeitsheischende Lügnerin.

          Und da kommst du so gar nicht ins Nachdenken?

        • Ich weiß schon warum ich Christian gefragt habe…

          „Selbst Feministinnen halten dich für eine aufmerksamkeitsheischende Lügnerin.“

          Wen meinst Du denn damit, bittschön? Marenleinchen? Es könnt mich nicht weniger interessieren. Robin hat mich auch mal beleidigt, ich glaube aber nur, dass sie da eine Aussage von mir (ironischerweise mein ernstgemeintes: Gute Besserung!) in den falschen Hals gekriegt hat. Miria nehm ich sowieso nicht ernst, sonst fiele mir ad hoc keine selbsterklärte Feministin ein, mit der ich wissentlich Konflikte ausgetragen hätte. Woher meinst Du Dein „Insider“-Wissen überhaupt zu beziehen?

    • @ David:
      Dir it schon klar, daß Du gerade die finsterste Hölle aller RadFems ( quasi ein direktes ultrabrutales Vergewaltigungssymptom ) zum Paradis auf Erden erklärt hast, hm?

      Ansonsten kann ich die ersten beiden Absätze Deines Kommentars allerdings vollumfänglich bestätigen 🙂

  10. Die Fragestellung ist interessant, letztlich aber müßig, weil die Technologie auf lange Sicht nicht zur Verfügung stehen wird.
    Derzeit ist es gerade einmal möglich, Knorpel halbwegs funktional herzustellen. Allerdings auch nicht bei Gelenken, wo es wegen Arthrose besonders wichtig wäre.

    Ganze Organe bauen – vergeßt es, ohne eine ausgereifte Stammzelltechnologie, die wir längst nicht haben, unmöglich. Unsere Feministinnen müssen also schon seeeehr lange warten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tissue_Engineering

  11. Hey, künstliche Gebärmütter*! Damit wäre die Abtreibungsfrage doch fast gelöst: Frauen, denen eine Schwangerschaft eine unzumutbare Härte darstellt (aus medizinischen Gründen, wegen einer Vergewaltigung oder weil ihre Firma querschießt), lassen den Fötus in eine künstliche Gebärmutter übertragen (ich unterstelle mal, dass die die Hormonausschüttung und dergleichen Dinge miterledigt), am Ende wird das Kind großgezogen, zur Adoption freigegeben oder in staatlichen, kirchlichen oder meinetwegen auch atheistischen Waisenhäusern großgezogen. Und super, die Geburtenrate in D. erhöht sich spontan um ein Sechstel oder so.
    Auch hat dann der Mann mehr Möglichkeiten; angenommen, ein ONS führt gegenteiligen Bemühungen zum Trotz zu einer Schwangerschaft, und er will das Kind, aber sie nicht. Hey, das Zeitalter von Schrotflintenhochzeiten ist auch vorbei; er bezahlt die künstliche Gebärmutter und zieht das Kind groß, und sie ist fein raus, weil Frauen bekanntlich keine Alimente zahlen, das wäre ja noch schöner.
    *g

    *Oder heißt es „Gebärmuttern“?

  12. Ich sehe den künstlichen Uterus als Zukunftstechnik mit ungeheurem Potential — allerdings aus ganz anderen Gründen als Laurie Penny.

    Wir stehen vor einem tief einschneidenden Ereignis, das wahrscheinlich maximal Jahrzehnte entfernt ist, dennoch kaum diskutiert wird: Das Erscheinen der nächsthöheren Spezies nach Homo Sapiens. Nennen wir sie Homo Superior. Der Übermensch.

    Vorhandene Arten kann man bereits durch genetische Manipulationen stark abwandeln. Es ist eine Frage der Zeit (und des Forscherwillens und nicht zuletzt des investierten Kapitals — immerhin solange wir noch eine geldbasierte Ökonomie haben), bis auch die Erschaffung völlig neuer Arten möglich wird. In China sind genetische Experimente an Menschenembryos bereits legal. Auch an der Verschmelzung von Nervensystemen mit kybernetischen Komponenten wird geforscht. Eine neue Hominidenart mit leistungsstärkerem Gehirn, erweiterten Sinnen, höherer Lebensspanne u.v.a. klingt utopisch, ist aber keinesfalls unrealistisch.

    Übermenschen-Babys in Frauenkörpern heranwachsen zu lassen, ist kein guter Plan, ja vielleicht noch nicht einmal möglich, da die biologische Diskrepanz zwischen Mutter und Kind zu groß sein könnte. Auch will man sicherlich zumindest anfänglich jeden Schritt der Embryonalentwicklung genau beobachten, z.B. um „unterwegs“ Computerimplantate, Nanomaschinen o.ä. einfügen zu können. Aus diesem Grund wird eine synthetische Gebärmutter benötigt.

    Solche Vorschläge lösen bei sehr vielen Zeitgenossen Entsetzen aus. Vergleiche mit der Eugenik der Nationalsozialisten kommen angeschwirrt, das Buch „Brave New World“ wird zitiert. Ich kann einerseits verstehen, das ein solches Projekt einen gewissen Gruselfaktor hat. Der Nazivergleich ist aber schon allein deshalb unangemessen, weil die Eugenik vorwiegend auf Ermordung von als unerwünscht betrachteten Menschen abzielte; das Übermenschenprojekt dagegen setzt auf *Erschaffung* von neuem Leben. Ich nenne die bewusste Verbesserung der Erbinformation in der Keimbahn daher *Eugenetik*.

    Die Frage bleibt natürlich — hier setzt die Huxley-Kritik an — wer denn nun Kontrolle über die Technologie ausüben soll? Konzerne? Regierungen? Amateure? Wie verhindert man, dass ein Diktator ein riesiges Heer von Supersoldaten produzieren lässt? Oder ein Privatunternehmen eine Heerschar von perfekten Arbeitern und Konsumenten? Diese Fragen müssen beantwortet werden. Ich halte sie ebenso für lösbar wie ich auch die Probleme der Kernenergetik als lösbar ansehe.

    Zuletzt — dies haben viele der Kommentatoren angesprochen: Würde die neue Spezies nicht aus herzlosen Kaltblütern bestehen? Wenn die enge physische Bindung an die Mutter fehlt, entsteht dann nicht ein gefährlicher hyperintelligenter Psychopath? Und wer soll die Kinder großziehen? Adoptiveltern oder am Ende staatliche Aufzuchtheime à la Politeia?

    Vergessen wir nicht, dass das, was wir heute „Familie“ nennen, kaum dem entspricht, was hunderttausend Jahre lang als normal und üblich galt. Von der Menschwerdung bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert lebten die meisten Menschen in Großfamilien. „Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Ist es undenkbar, dass zukünftig in synthetischen Uteri herangewachsene Babys von einer größeren Gruppe Menschen adoptiert und gemeinsam aufgezogen werden?

    Herzschläge, Stimme und biochemische Impulse der Mutter ließen sich künstlich simulieren.

    Diese Technik wirft massive Fragen auf, die unbedingt gelöst werden müssen. Das Potential einer neuen, verbesserten Menschenart ist zu groß, als dass man vorsichtshalber darauf verzichten dürfte. Man muss mit Bedacht vorgehen — darf aber nicht aus Ängstlichkeit stehenbleiben. Es gelang noch nie, eine revolutionäre Technologie zu unterdrücken, und bislang resultierte jeder technische Durchbruch längerfristig in deutlichen Verbesserungen des menschlichen Daseins.

    https://motherboard.vice.com/en_us/article/8qx8kk/artificial-wombs-are-coming-and-the-controversys-already-here

    https://www.novo-argumente.com/artikel/die_evolution_selbst_gestalten

      • Würde ich auch so sehen. Sie schreibt:

        „Das Potential einer neuen, verbesserten Menschenart ist zu groß, als dass man vorsichtshalber darauf verzichten dürfte.“

        Aber das Potential der aktuellen Menschenart ist aktuell schon riesig – was leider nicht verhindert, daß diese Menschenart riesige Probleme verursacht. Welchen Grund haben wir zu der Annahme, daß eine verbesserte Menschenart auch nur viele dieser Probleme wird lösen können. Welchen Grund haben wir zu der Annahme, daß eine verbesserte Menschenart nicht noch mehr solcher riesigen Probleme verursachen wird?

    • „the advent of ectogenesis would mean females would no longer have to solely bear the responsibility of childbirth, or ponder the stressful questions often faced while carrying a child in one’s body for nine months: Is there lead in the house water I drink, potentially affecting my child’s neurological development? Will the flu virus I caught at work damage my baby’s forming body? Did the half glass of wine I drank the other night lower my kid’s potential IQ?“

      1. Wer Sorgen hat, dass hausintern noch Bleirohre in Verwendung sind, fragt bitte bei seinem Vermieter nach bzw. ließe sein Leitungswasser beizeiten testen (macht 15 bis 100 Euro, las ich); bei positivem Befund kann leicht auf Mineralwasser (vorzugsweise in Glasflaschen, meine ich) zum Trinken (auch zur Tee- bzw. später Folgemilch- und Babykostzubereitung) umgestiegen werden.
      2. Die echte Grippe wird wohl gemeint sein… Influenza-Viren passieren eigentlich nicht die Plazenta-Schranke, daher gibt es an für sich auch keine Beweise dafür, dass sie den Fötus schädigen können – ABER: die Krankheitsverläufe sind bei Schwangeren schwerwiegender, die Mortalität ist erhöht. Daher lässt sich wer diesbezüglich ängstlich ist rechtzeitig gegen die Grippe impfen.
      3. Definitiv nicht. Was für eine absurde Frage.

      „But perhaps an even more important reason has to do with the health of the babies themselves. Natural birth is filled with perils, and ectogenesis could potentially offer a safe alternative. The theory is that every heartbeat, kick, and moment of a fetus’s life could be carefully monitored, from zygote to the moment the baby takes its first breath of air. Every nutrient the fetus gets would be measured, every movement it makes would be filmed, every heartbeat would be analyzed for proper timing.
      … The most frequent philosophical issue brought up about ectogenesis is how it might change the way society views women.“

      Finde ich nachrangig. Erstmal müssten wir klären, was mit den menschlichen Wesen passieren würde/sollte, bei denen die Entwicklung nicht wunschgemäß verliefe und die dennoch lebensfähig wären.

      „Die Frage bleibt natürlich — hier setzt die Huxley-Kritik an — wer denn nun Kontrolle über die Technologie ausüben soll? Konzerne? Regierungen? Amateure? Wie verhindert man, dass ein Diktator ein riesiges Heer von Supersoldaten produzieren lässt? Oder ein Privatunternehmen eine Heerschar von perfekten Arbeitern und Konsumenten? Diese Fragen müssen beantwortet werden. Ich halte sie ebenso für lösbar wie ich auch die Probleme der Kernenergetik als lösbar ansehe. …
      „Und wer soll die Kinder großziehen? Adoptiveltern oder am Ende staatliche Aufzuchtheime à la Politeia?“

      Wozu tendierst Du denn und warum?
      Und was wäre überhaupt mit den Gen-Material-Lieferanten? Man würde da doch als Erstes auf eingefrorene, ungewollte/überzählige Embryonen zurückgreifen, aber wie wollte man Menschen motivieren, ihren eingefrorenen fast-Nachwuchs für medizinische Versuche freizugeben?

      • „Wozu tendierst Du denn und warum?“

        Ich vermute, dass in der gesamten Forschung Open-Source-Ansätze immer mehr Bedeutung erlangen werden. Soll heißen: Prinzipiell kann jeder experimentieren, mit Anleitungen aus dem Internet und 3-D-gedruckten Gerätschaften. Dieser libertäre Ansatz birgt Risiken, aber meines Erachtens nach deutlich weniger, als wenn Regierungen (vorwiegend interessiert an Machterhaltung) oder Konzerne (vorwiegend interessiert an Erzeugung vermarktbarer Produkte) die Kontrolle ausüben.

        Freiwilligen Zusammenschlüssen von Enthusiasten, die aus Überzeugung ein bestimmtes Ziel verfolgen, vertraue ich eher als allen „Wähl mich!“ oder „Kauf mich!“. Menschen handeln (aus verhaltensbiologischen Gründen!) stets umsichtiger, wenn sie ihre eigenen Ressourcen einsetzen; dies dürfte insbesondere für Experimente mit der eigenen Erbinformation gelten.

        Und wenn ich das ektogenetisch erzeugte Kind wäre: Vor die Wahl gestellt, vom Staat, vom Konzern oder von den Leuten in der https://www.c-base.org/ großgezogen zu werden — die Entscheidung würde mich nicht schwerfallen. 😉

        • „Prinzipiell kann jeder experimentieren, mit Anleitungen aus dem Internet und 3-D-gedruckten Gerätschaften.“

          Äh… Moment. Hä?
          CRISPR in der Hand von Laien? Und 3-D-Drucker = künstliche Gebärmütter? Meinst Du das so?

          „Und wenn ich das ektogenetisch erzeugte Kind wäre: Vor die Wahl gestellt, vom Staat, vom Konzern oder von den Leuten in der https://www.c-base.org/ großgezogen zu werden — die Entscheidung würde mich nicht schwerfallen.“

          C-Base? Nie gehört.
          wiki->
          „Ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens ist sein Gründungsmythos. Hiernach lägen unter dem Stadtzentrum von Berlin die Trümmer einer vor Milliarden von Jahren abgestürzten Raumstation, deren Antenne in Gestalt des Berliner Fernsehturms aus dem Boden rage.[14][15]

          Auch wenn der Verein dies nicht erwartet, kommunizieren seine Mitglieder, als wäre dieser Mythos Realität – dies ist auf den Vereinswebseiten separat dokumentiert.[16]

          Geschichte der „Raumstation“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

          Die Raumstation c-base sei nach „Erkenntnissen“ der Vereinsmitglieder einst in ein Zeitloch geraten und aufgrund der schlagartig veränderten Bedingungen aus einer fernen Zukunft auf die Erde abgestürzt. An Bord hätten sich eine Reihe hochtechnischer Entwicklungen und noch nicht erforschte Lebensformen befunden.

          Im heutigen Berlin sind angeblich zahlreiche „Belege“ für die Existenz der Raumstation zu finden. Vor allem die Antenne der Station, die heute als Fernsehturm genutzt werde, sei seit ihrer Enttarnung durch Wissenschaftler der DDR und der Sowjetunion weithin sichtbar im Stadtbild Berlins. Andere Orte, wie die beim Absturz abgesprengte „Multimodulstation“ (derzeit der aktuelle Ort des Vereins), unterliegen gerade erst einer ausgiebigen „Erforschung“.

          Das aktuelle Wissen um die c-base ist im sogenannten Allmanach niedergeschrieben, der bislang nur in gedruckter Form vorliegt. Die c-pedia versucht als Online-Enzyklopädie das angesammelte „Wissen“ auch im Internet verfügbar zu machen, steht aber derzeit noch am Anfang. Daneben wird auch die „Rekonstruktion von Artefakten der c-base“ vorangetrieben.

          Zum 20. Geburtstag der c-base wurde im August 2015 ein 208 Seiten starkes Buch über die Geschichte der Raumstation veröffentlicht. Durch eine Kickstarter-Kampagne [17] konnte die Erstauflage des c-booc mit 1000 Exemplaren finanziert werden. Das Buch ist unter der Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International erschienen.“

          Ich brech ab. Haben die Scientologen da ihre Finger mit im Spiel, oder warum klingt das so verrückt?

          • „CRISPR in der Hand von Laien? Und 3-D-Drucker = künstliche Gebärmütter? Meinst Du das so?“

            Nun, was heißt schon „Laien“? Vor der Formalisierung der Ausbildung in Universitäten waren alle Wissenschaftler Laien, die sich das nötige Wissen selbst aneigneten. Linux z. B. zeigt, dass auch heute noch entscheidende Fortschritte von Amateuren erzielt werden können.

            An einen 3D-Druck kompletter Menschen dachte ich jetzt absehbar nicht. Vielmehr eröffnet Multimaterial-3-D-Druck die Möglichkeit der Herstellung komplizierter Laborgeräte auch für Privatleute, so dass diese an Hochtechnologien wie z. B. Ektogenese forschen können.

            Das c-base ist ein sehr netter Verein von Computer-Enthusiasten in Berlin-Kreuzberg. Unter diesen gibt es viele, die sich für visionäre Zukunftsideen begeistern können. Die Hintergrundgeschichte mit dem abgestürzten Raumschiff ist ganz lustig, aber wir kommunizieren nicht ständig in der Art eines Science-Fiction-Rollenspiels. (Wikipedia reitet etwas zu sehr auf diesem Aspekt herum, finde ich.) Vor allem ist es ein Treffpunkt für Leute, die Technik, Futuristik und psychedelische Kunst lieben. Der eine oder andere hat sich wirklich bereits elektronische Implantate in die Hand eingebaut. Als Kind könnte ich wahrscheinlich gut damit leben, von diesen Leuten (oder einigen unter ihnen) erzogen zu werden. Notabene gibt es auch Frauen unter den c-base’lern!

          • „Nun, was heißt schon „Laien“? Vor der Formalisierung der Ausbildung in Universitäten waren alle Wissenschaftler Laien, die sich das nötige Wissen selbst aneigneten. Linux z. B. zeigt, dass auch heute noch entscheidende Fortschritte von Amateuren erzielt werden können.“

            Wahrscheinlich unterscheiden sich da zunächst mal unsere Definitionen von „entscheidenden Fortschritten“… Relativ großes Interesse an eingreifender Optimierung lässt sich z.B. annehmen bei aus überzähligen Chromosomen entstehenden Krankheitsbildern wie bei Trisomie 21 oder bei vorliegenden drei- und mehrfachen Geschlechtschromosomen. Glaubst Du, dass zukünftig hackende Laien das auf eigene Faust beheben könnten, so sie wollten? In utero noch, oder müsste das Versuchskaninchen dafür bereits geboren sein?

            „Das c-base ist ein sehr netter Verein von Computer-Enthusiasten in Berlin-Kreuzberg… wir kommunizieren nicht ständig in der Art eines Science-Fiction-Rollenspiels“

            Merkwürdigerweise hast Du meine Scientology-Vermutung unkommentiert gelassen. Die würden schon irgendwo gut zu Euch passen, nech?

            „Der eine oder andere hat sich wirklich bereits elektronische Implantate in die Hand eingebaut.“

            Und über was für Superkräfte verfügen sie dadurch, oder inwiefern erleichtert ihnen das ihr Leben?

            „Als Kind könnte ich wahrscheinlich gut damit leben, von diesen Leuten (oder einigen unter ihnen) erzogen zu werden.“

            Du wiederholst Dich ohne dabei an Tiefe zu gewinnen. Soll da noch mehr kommen?

        • cbase scheint ähnlich technikaffin und unpolitisch zu sein, wie die Piratenpartei, mit dem Unterschied, dass bei cbase das technische Interesse auf Reproduktion außerhalb der menschlichen Gebärmutter geht. Individuen, die dort tatsächlich relevantes technisches Wissen erarbeiten, werden mit einigen tausend Euros von Technologiekonzernen abgeworben werden. Danach wird cbase feministisch unterwandert und ausbluten. Curiepolis wird anschließend ein weiteres Liebesbuch nach der Art des James Joyce von 2000 Seiten verfassen, das von weiblichen jungen Mangamädchen handeln wird, die mit ihm in einem Raumschiff zum Jupiter entschwinden, um dort, mit ihm als Zuchthengst, eine zivilisatorische Superrasse zu gründen, welche sich gegen die Technologiekonzerne stemmt, die unten auf der Erde mit dem Technologiewissen von cbase fiese Kampfcyborgs entwickeln.
          In diesem Buch wird die Hauptwaffe der Jupitermädchen beschrieben: psychedelische Liebestorpedokugeln im Traummantel beklebt mit Curiepolis Samenfädenkopien, die durch spezielle 3 D – Drucker derart veredelt werden, dass sie in der Lage sind, fiese Kampfcyborgs zu durchdringen und entweder durch Liebe aufzulösen oder umzuprogrammieren, um dann, mit dem auf der Erde dank Curieposlis wieder erstarktem Feminismus für die Wiedereinführung der natürlichen Gebärmutter zu kämpfen. Dieser Kampf wird erfolgreich sein und Christian Alles Evolution Kinder werden mit Hilfe eines von einem 3 D – Drucker konstruierten Blogs diese Feministen mit negierten evolutionsbiologischen Argumenten kritisieren und darauf hinweisen, dass die Feministen mit der Wiedereinführung der menschlichen Gebärmutter einem biologistischen Fehlschluss erlägen. Die zukünftigen Feministen wiederum, welche in der von ihnen wiedereingeführten menschlichen Gebärmutter ein Werk des Patriarchats erblicken, kämpfen gegen die Literaturmacht Curiepolis, weil seine Samenfädenkopien die cyborgs umprogrammiert hatten. Der dann schon altersdemente quellwerk konnte durch das Technologiewissen von cbase sein Leben künstlich verlängern und wird rührend, aber hilflos auf das Jahr 2018 hinweisen,wo alles mit Curiepolis begonnen, aber niemand auf ihn gehört hätte, als er stringent nachwies, dass die einzige Möglichkeit der Rettung in der Lektüre sämtlicher Schopenhauersche Werke läge.

  13. Pingback: Mutterschutz und Schwangerschaft als gute Zeit | Alles Evolution

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