Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 21. März 2016

Anne Wizoreks Danksagung an den Feminismus

Zum Weltfrauentag gibt es teils kritische Artikel, teils klassisch feministische Artikel. Anne Wizorek hat eine Danksagung an den Feminismus geschrieben, die ich ganz interessant fand:

Danke, dass ich durch dich gecheckt habe, wie fies verinnerlichter Sexismus ist. Dieses ekelhafte Gefühl, das am Selbstbewusstsein nagt und viel zu lange dafür sorgte, dass ich mich nicht einfach für andere Frauen freuen konnte, sondern sie als Konkurrenz empfand. Klar, so etwas tief Verinnerlichtes ist nichts, was du von heute auf morgen ablegst, aber kaum etwas hat mich so sehr befreit wie die Erkenntnis, dass ich nicht auf andere Frauen scheißen muss, um mich besser zu fühlen und ich selbst wiederum nicht weniger wert bin, wenn andere Frauen erfolgreich sind. (Hierzu kannst du dir jetzt im Hintergrund einen Chor vorstellen, der „Let it go“ schmettert.)

Diesen Teil finde ich sehr interessant, weil er zeigt, wie befreiend eine Schuldverlagerung sein kann. Wo vorher intrasexueller Wettbewerb unter Frauen war, in der man Konkurrentin war, kann man mit der feministischen Theorie alles auf einen Dritten verlagern, der Schuld ist: Es ist eben die patriarchale Gesellschaft, die dazu führt, dass man Sexismus (eigentlich: den Wunsch in der Konkurrenz der Frauen gut abzuschneiden) verinnerlicht hat. Akzeptiert man das, dann nimmt man sich gleichsam aus dem Wettbewerb: Schöneheit? Nur konstruiert, alle müssen mich lieben, wie ich bin. Beruflicher Erfolg? Das Patriarchat will mich zwingen perfekt zu sein, ich kann aber einfach machen, was ich will

Danke dafür, dass du mir die großartigsten Herzensmenschen überall auf der Welt beschert hast. (Mit extra Shout-Out ans Internet!) Und, dass wir gemeinsam nicht nur kämpfen, sondern immer auch lachen können.

Eine In-Group funktioniert halt auch am besten, wenn man eine feindliche Outgroup hat.

Danke dafür, dass ich durch dich verstanden habe, nicht schuld daran zu sein, wenn ich sexualisierte Gewalt erfahre. Von dir höre ich keinen Mist wie „Was hattest du an? Warst du betrunken? War es nicht bloß ein Kompliment?“ Nein, du sagst einfach nur „Ich glaube dir. Was für eine Scheiße. Lass uns dafür sorgen, dass niemand mehr so etwas erleben und gar hinnehmen muss!“

Das „Alles was ich fühle ist wahr“ ein angenehmer Grundsatz ist, bei dem man nichts mehr hinterfragen muss ist sicherlich in der Tat schön. Zumal wenn man gleich noch die verantwortliche Gruppe frei Haus geliefert bekommt. Die Männer sind schuld: Wie erziehen wir sie um?

Danke, dass du mir Wut nicht absprichst, sondern in ihr eine absolut angemessene Reaktion auf unterdrückenden Bullshit siehst – allein, weil Weglächeln eben auch nicht hilft, um Probleme zu lösen.

„Alles was ich fühle ist wahr“ und „wie auch immer ich mich verhalte ist es genau richtig, ich muss mich nicht zurücknehmen, die anderen sind ja die Bösen“ und „“Wehe einer wagt es mich zu hinterfragen“. Klassischer moderner Feminismus eben. Lustigerweise nimmt sie in gewisserweise die Konkurrenz unter Frauen raus und errichtet statt dessen eine neue Kategorie, in der sie ganz oben sitzt und immer Recht hat. Mittels prosozialer Dominanz die Welt verbessert. Und jeden Ton dazu anschlagen kann, den sie will. Sprich: In ihrer Phantasie ist die Hierarchie neu verteilt: Wo sie vorher kämpfen musste um ihren Platz, steht sie jetzt automatisch oben mit den anderen Feministinnen zusammen. Sie nimmt sich also zum einen aus der Konkurrenz und landet dann gleichzeitig an deren Spitze, indem sie meckern und bewerten und alles auf internalisierten Sexismus schieben kann, wie sie will

Danke dafür, dass du kein zynisches Arschloch bist, sondern einfach solidarisch. Dass du mir gezeigt hast, dass es eben nicht nur um mich geht, sondern um Freiheiten für uns alle. Dass unsere Kämpfe dabei nicht alle identisch sind, aber der Wunsch sie nicht mehr führen zu müssen, uns eint.

Es geht glaube ich den Feministinnen zu einem durchaus großen Teil um sich. Sonst würden sie sich nicht an Kleinigkeiten so hochziehen.

Danke dafür, dass du unermüdlich eine geschlechtergerechte Zukunft entwirfst und einforderst, statt in der Vergangenheit zu kleben und Fred-Feuerstein-Geschlechterbilder heraufzubeschwören, die es noch nicht mal zu Steinzeiten gab.

„Geschlechtergerecht“ ist dabei ein großes Wort, wenn man gleichzeitig den Mann zum Sündenbock für alles macht, Frauen entmündigt, indem man ihre Vorstellungen nur als Ausdruck verinnerlichten Sexismus sieht und sich selbst das Recht zugesteht, wütend sein als angemessene Reaktion zu sehen.

Danke, dass du dich dabei um die (vermeintlich) kleinen Dinge genauso kümmerst, wie um die großen und sie nicht gegeneinander ausspielst.

Mit dem einfachem Rezept „alles ist groß, gerade das in meiner Umgebung, wenn man damit die Richtigen beschuldigen kann“

Danke, dass ich immer wieder Kraft und Hoffnung aus dir schöpfen kann. Besonders, wenn die Welt sie mir sonst überall raubt.

Das könnte auch stark daran liegen, dass der Frame, durch den sie die Welt betrachtet, die feministisch vermittelte Opferrolle ist. Diese raubt ihr tatsächlich die Kraft, statt sie ihr zu geben. Das fällt ihr nicht auf, weil sie auch hier wieder verlagert: Das, was sie runterzieht, ist die Welt, nicht ihre verschrobene Sicht darauf. Das was sie aufrichtet, ist eigentlich die Auflehnung gegen Unterdrückungen und Aggressionen, die es so nur in ihrer Fantasie gibt.

 


Responses

  1. Yeph

  2. „Freiheiten für uns alle“

    Was haltet ihr für wahrscheinlicher, was meint sie?

    a) Männer gehören nicht zu „Wir alle“

    b) Männern wird genau die und nur die Freiheit zugestanden, sich gemäß der Vorstellung von Feministinnen zu verhalten. Das ist eine tolle Freiheit.

    • Feminismus ist die radikale Theorie, daß Frauenrechte Menschenrechte sind und die tägliche Praxis, Männer nicht als Menschen zu behandeln.

      • Feminism is the radical notion that women are people – and that men are scum.

        Oder so:

  3. https://www.tumblr.com/search/cool%20story%20babe%20now%20make%20me%20a%20sandwich

  4. Was ich aus den Zitaten entnehme: Frau Wizorek hat sich mit Gleichgesinnten einen eigenen Feminismus konstruiert. Dieses Modell wird offenbar von einigen Medien und vom Staat angenommen. Wie wäre es sonst erklärbar, dass eine Person ohne qualifizierten Berufsabschluss als »Expertin« der Regierung und einiger Medien fungieren kann? – 

    Damit man mich nicht falsch versteht: Das Fachwissen und die fachlichen Perspektiven von Frauen sind wichtig für unsere Gesellschaft. Deshalb ist es notwendig, dass Professorinnen, Richterinnen oder Ingenieurinnen gegenüber Behörden und Medien ihre Expertisen abgeben. Sie haben eine entsprechende Qualifikation. Aber alles, was Frau Wizorek verfasst, ist ohne Systematik und lässt elementares Hintergrundwissen vermissen. Es ist ein Geschäftsmodell mit heißer Luft, die leider Abnehmer findet. Dafür dankt sie ihrem selbst konstruierten Feminismus …

    • „als »Expertin« der Regierung und einiger Medien fungieren kann?“

      Wo fungiert sie denn als Expertin der Regierung? Sie ist quietschjung, sieht niedlich aus und gibt daher insbesondere für die Medien eine hübsche Deko ab.

      Insofern ist es tatsächlich ihr Geschäftsmodell, sozusagen Top-Model plus Gelaber. Und Sie hat ja auch wirklich Grund, ihrem Feminismus für dieses Geschäftsmodell zu danken.

      Alternativ wäre sie als angelernte Versicherungskauffrau in irgendeinem anonymen Großraumbüro gelandet, hätte irgendwann mal einen Horst geheiratet und zwei Kinder in ner Reihenhaussiedlung am Rande einer Stadt großgezogen 😉

      • „… schonungslos entpackt und dechiffriert …“ 😉

        Und hätte die Kunden am Telefon terrorisiert, wenn der Haussegen mal wieder schief hängt … 😉

      • „Wo fungiert sie denn als Expertin der Regierung?“

        Das werden andere sicher finden und posten können; sie hat, wenn ich mich erinnere zwei staatliche Papiere geschrieben die als Basis für irgendetwas dienen. Das ist also weder Ironie noch Übertreibung.

    • die politische Landschaft besteht doch auch zu gewissen Teilen aus solchen Leuten. Oder können Claudia Roth oder Göring-Eckart und wie sie alle heissen irgendwas?

      • Natürlich können sie etwas, und zwar das Wichtigste: Sie können gewählt werden. Das reicht ja auch. Mehr kann kein Mensch verlangen.

    • „“…Wie wäre es sonst erklärbar, dass eine Person ohne qualifizierten Berufsabschluss als »Expertin« der Regierung und einiger Medien fungieren kann?..““

      Jung, Frau und feministisch muss ja wohl als Qualifikation genügen!

  5. Und dieser Feminismus Frau Wizorek, ist der in diesem Raum? Spricht er mit Ihnen? Ja? Was sagt er Ihnen?

    • Sach mal, hörst du ihn denn nicht? Dir fehlt es wohl an Feinstofflichkeit.

  6. „… wie fies verinnerlichter Sexismus ist. Dieses ekelhafte Gefühl, das am Selbstbewusstsein nagt und viel zu lange dafür sorgte, dass ich mich nicht einfach für andere Frauen freuen konnte, sondern sie als Konkurrenz empfand.“

    Verstehe ich recht? Das macht alles zur Sinn, wenn intrasexuelle Konkurrenz auch unter den Begriff Sexismus fällt. Dann wären ja alle Frauen ausgesprochen sexistisch, noch schlimmer als die Männer! #aufschrei!!!

    Oder kann es sein, daß Frau Wizorek noch nicht mal grundlegende Begriffe versteht? Oder Sexismus einfach alles ist, worüber sie sich gerade ärgert?

    Ich habe in Debatten ein Riesenproblem mit Leuten, die ständig die Bedeutung von Begriffen ändern bzw. die wahrscheinlich selber nicht wissen, worüber sie reden.

    • Der Ausweg ist, das intrasexuelle Konkurrenz als etwas gesehen wird, was kulturell von außen, durch gesellschaftliche regeln, für Frauen eingeführt worden ist und was es ohne diesen eingriff nicht geben würde

      • Das ist es ja. Feministinnen wie wizorek machen die Rechnung ohne den Menschen. Natürlich will jeder irgendwo anerkennung haben, in etwas brillieren oder der beste sein. Und wenn es nur die Schönste ist…

        Das ist unser menschliches Schicksal. Konkurrenz bis in den Tod.

      • „Der Ausweg ist, das intrasexuelle Konkurrenz als etwas gesehen wird, was kulturell von außen, durch gesellschaftliche regeln, für Frauen eingeführt worden ist und was es ohne diesen eingriff nicht geben würde“

        Genau das ist ja immer das „Argument“.

        Man kann ja anerkennen, dass Konkurrenz durch Kultur etwas abgefedert werden kann. Genauso gut kann Konkurrenz auch verschärft werden, z.B. die auf dem Arbeitsmarkt.

        Darüber ließe sich reden. Doch die Voraussetzung dafür ist, dass man diese These genau wie jede andere These kritisch prüft, abwägt, was für und was gegen sie spricht. Nur dann gibt es einen aufgeklärten Diskurs.

        Aber ich sehe Wizoreks Epistel eher als einen religiösen Text:
        – es gibt ein Leiden, aus dem man erlöst werden will
        – Ursache des Leidens ist ein Sündenfall, hier: das Patriarchat
        – Die Überwindung des sündhaften Zustandes sorgt für die Aussicht auf Erlösung, auf das Heil
        – zudem ist diese Erlösung nicht nur personenbezogen, sondern umfassend: Am Ende steht die gute, befreite Gesellschaft, die befreite Menschheit, befreit zur Fähigkeit, glücklich zu sein.
        – Der Feminismus wird angerufen wie ein Gott („danke, dass Du…“). Insgesamt klingt der Text wie ein Gebet.

        • Aber was ist so ungewöhnlich an so einer Denkweise bzw. was ist daran feministisch? Slavo und el_mocho scheinen davon ja auch zu träumen in Bezug auf Männer, siehe slavos Beitrag über einen Wiener Verein.
          Man ist einfach Männer und turnt gemeinsam friedlich ohne Hautfarben, Religionen und sozioökonomische usw. Reibereien, die Welt könnte so einfach sein, wenn die Leute das mit dem Identitäten-Trennen und Schubladen sein lassen würden. Daran liegts nämlich^^

          Viele Leute denken so. Was ja letztendlich auch einen drängenden Wunsch nach Gleichheit, Gleichstellung, Aufhebung von Unterschieden usw. impliziert.
          Klar ist das Quatsch, aber es ist kein Alleinstellungsmerkmal von Witzorek oder Feminismus.

        • @Acatama

          niemand sagt, dass der Feminismus die einzige Religion ist ^^

        • Atacma muss noch lernen zu verlinken.
          Ich hasse so was. Wir haben Internet: Verlinkt gefälligst!

        • vielleicht ist es ja keine „Religion“, sondern einfach ein Denkmuster? Denn das Denkmuster und Argumentationsverhalten findet man eben in vielen Bereichen. Ich weiß ja nicht mal, ob Slavo und El-Mocho sich als Maskulisten o.ä. identifizieren.

        • https://allesevolution.wordpress.com/2016/03/19/selbermach-samstag-178-19-03-2016/#comment-233932

        • @Atacama,

          Slavo erzählt da nicht eine Anekdote, wie Verbindung im Einzelfall funktioniert, sondern beschwört eine Religion des Männlichen, an dem die Welt genesen wird und dann gibts Kuchen für alle?

          Oder hats deinem Vergleich die Beine weggeschossen?

        • „Slavo erzählt da nicht eine Anekdote, wie Verbindung im Einzelfall funktioniert, sondern beschwört eine Religion des Männlichen, an dem die Welt genesen wird und dann gibts Kuchen für alle?“

          Ja liest Du das denn nicht heraus? Das steht doch eindeutig nicht da 🙂

        • @only_me
          Habe ich das gesagt? Wenn du findest, dass ich zu viel rein interpretiere, dann mache es doch nicht genauso, findest du nicht?

          Davon abgesehen, wenn er nur eine Anekdote hätte erzählen wollen, hätte er einfach nur gesagt „Bei uns trainieren seit neustem auch Flüchtlinge mit. Bald gibt es ein Video davon“.

          Und wie würdest du El_Mochos Beitrag deuten?

        • @only_me
          Habe ich das gesagt? Wenn du findest, dass ich zu viel rein interpretiere, dann mache es doch nicht genauso bzw. noch schlimmer.

          Davon abgesehen, wenn er nur eine Anekdote hätte erzählen wollen, hätte er einfach nur gesagt „Bei uns trainieren seit neustem auch Flü mit. Bald gibt es ein Video davon“.

          Und wie würdest du El_Mochos Beitrag deuten? Was ist seine Intention?

        • Nun, ich kann mir sogar vorstellen, beim Biologismus gewisse religiöse Kennzeichen zu entdecken. Auch hier gibt es einen Sündenfall: Gender bzw. überhaupt die Annahme, man könne den Menschen beliebig umkonstruieren. Hier gibt es eine Offenbarung der wahren Natur, die dann auch Richtschnur eines gelingenden Lebens sein soll. Das korrespondiert schließlich mit einem gewissen Dogmatismus, nämlich der Vermeidung einer kritischen Hinterfragung biologistischer Prämissen.

          Aber das reicht fürs erste als Seitenhieb ^^

          Fakt ist, dass DIESER thread sich Wizorek widmet und dafür ist es dann unerheblich, ob andere Leute ähnlich religiös sind.

          Interessant ist doch folgendes: EIGENTLICH ist eine Theorie nichts weiter als ein Werkzeug. Wenn das Werkzeug nicht funktioniert, wähle ich ein anderes oder ich konstruiere das vorhandene um. Aber Wizorek preist den Feminismus als eine heilsstiftende Lehre. So etwas verwirft man dann natürlich nicht leichtfertig.

          Aber ich bete ja auch nicht den Schraubenschlüssel an, nur weil er mir geholfen hat, eine hartnäckig festsitzende Mutter zu lösen.

        • „Und wie würdest du El_Mochos Beitrag deuten? Was ist seine Intention?“

          Also, so wie ich El_Mochos Beitrag verstehe, huldigt er dem Maskulismus dafür, dass er ihn von seiner Unsicherheit befreit hat und von den Seelequalen, die ihm die Dominanz der matriarchalen Gesellschaft bereitet…

        • @Acatama

          „Und wie würdest du El_Mochos Beitrag deuten? Was ist seine Intention?“

          Er gibt ein Beispiel dafür, wie die Integration von Flüchlingen gelingen könnte. Er sagt, „wenn man x macht, kann man am Ende y erreichen“.

          Aber er sagt NICHT: „Methode x, ich danke Dir dafür, dass Du mir geholfen hast!“

        • Atacma muss noch lernen zu verlinken.

          Sie muss eher lernen, keinen Quatsch zu verlinken, der mit dem Thema nichts zu tun hat.

          Atacama konstruiert in einem fort „Doppelstandards“ aus wildesten Assoziationen zwischen unterschiedlichsten Dingen, die sie gar nicht erst verstehen will.

        • Also irgendwie kapierst du nicht ganz, worauf ich hinaus will. Viele Leute hier pflücken sich immer genau ein einzelnes Wort aus einem Beitrag raus und fixieren sich dann ausschließlich auf dieses eine Wort, in deinem Fall „Religiösität“. Das ist doch gar nicht der Kernpunkt meiner „Kritik“ (wenn es denn Kritik ist, eigentlich ist es mehr ne Anmerkung).

          In beiden Fällen gibt es laut dieser Leute (El_mocho oder Wizorekt) externe Gründe (egal ob das im ersteren Fall Rassismus und im zweiten „internalisierter Sexismus“ ist), wieso es Konkurrenz oder Konflikte innerhalb von Gruppen gibt. Und wenn man die nur abbauen bzw. ignorieren würde, dann wäre vielleicht nicht alles gut, aber das ist das Hauptproblem. Das finde ich einfach….keine Ahnung, das regt mich halt etwas auf nach 60 Jahren Multikulti^^
          Und ich finde die Denkweise einfach recht ählich vom Prinzip her.

        • @ Atacama
          Ich versteh kein Wort.

        • Das ist genau wie beim Islam. Da werden Frauen nämlich auch nicht ernstgenommen, so wie hier auf Christians Blog auch. Ihr seid wie die Moslems!

          Außerdem seid ihr genau wie Feministinnen! Ihr macht GENAU das, was ihr Feministinnen immer vorwerft, nämlich Kritik von klugen Leuten wie Atacama nicht akzeptieren!!

        • Das erinnert mich gerade voll an dieses Video, ihr macht genau das gleiche wie die:

        • Wir akzeptieren nicht mal ihre Anmerkungen. So wie Kommunisten auch.

        • „Atacama konstruiert in einem fort “Doppelstandards” aus wildesten Assoziationen zwischen unterschiedlichsten Dingen, die sie gar nicht erst verstehen will.“

          Vielelicht verstehst du es ja auch nicht und bist einfach so borniert, dass du das gar nicht in Erwägung ziehst und reagierst deswegen ständig ultra lehrerhaft.

          „@Acatama

          “Und wie würdest du El_Mochos Beitrag deuten? Was ist seine Intention?”

          Er gibt ein Beispiel dafür, wie die Integration von Flüchlingen gelingen könnte. Er sagt, “wenn man x macht, kann man am Ende y erreichen”. “

          und du glaubst, das weiß man nicht und macht man bereits seit Jahrzehnten?
          Das ist so, als würde man einen Menschen mit auseinander gebautem Computer sitzen sehen, wie er sich verzweifelt die Haare rauft weil er das Ding nicht zum Laufen kriegt und dann großmütig vorschlagen, er müsse nur Steuerung, Alt + Entfernen drücken, dann funktioniert das schon.

        • Vielelicht verstehst du es ja auch nicht und bist einfach so borniert

          Ja, vielleicht.

          Das ist so, als ..

          Ja, genau so ist das. Mal wieder ein super Vergleich! Deine Fähigkeit, größere Zusammenhänge zu durchschauen, sucht seinesgleichen.
          Es ist genau so wie als würde man einer Nobelpreisträgerin zuhören.

        • Vom Prinzip her ist eigentlich fast alles recht ähnlich finde ich. Also alles eigentlich.
          Keine Ahnung, warum das nur mir auffällt und mich keiner versteht.
          Seid ihr vielleicht dumm oder so, genau so wie die meisten Fluchtis übrigens?

        • wieso musst du so unglaublich zickig sein?
          Vor Allem nachdem du gesagt hast, dass du keine Interaktion mit mir wünscht. Ist ok für mich, aber dann halte dich doch an deine eigenen Prinzipien, wenn du doch weißt, dass ich deiner Meinung nach nur Quatsch schreibe.

          für mich ist das Denkprinzip, dass Frauen zu Konkurrenz zu Frauen „gezwungen“ werden (oder Männer untereinander) und dass das, wenn man nur…. gar nicht so wäre und zwar flächendeckend, halt einfach ähnlich wie die Denkweise, dass etwaige Konflikte zwischen ethnischen oder kulturellen Gruppen dadurch aufgehoben werden können, dass man selbige einfach ignoriert.
          Ich sehe das nämlich ganz anders und finde, dass man durchaus die Kultur der Person im Hinterkopf und ggf. auch mal darauf eingehen könnte/sollte, viele freuen sich da auch drüber, wenn man sich dafür interessiert. Dass man jemanden(auch) als Moslem „wahrnimmt“ oder als Russe, bedeutet ja nicht, dass man deshalb ein Outgrouping betreibt.

        • Ich bin nicht zickig, ich mache mich nur über dich lustig 😉

          Vor Allem nachdem du gesagt hast, dass du keine Interaktion mit mir wünscht.

          Wie immer: das habe ich nie gesagt.
          Ich sagte nur, dass eine sachliche Diskussion mit dir schwerer möglich ist als mit Semikolon.

          Die versucht zwar auch, einem das Wort im Mund rumzudrehen, aber sie macht klar, wie sie Positionen konkret aus deinen Aussagen ableitet und fragt auch ggf. erstmal nach, ob sie das so richtig verstanden hat. Damit kann man arbeiten.

          Mit dem, was du dir so alles spontan aus dem Arsch ziehst, nicht.

        • „Ich bin nicht zickig, ich mache mich nur über dich lustig ;-)“
          Das eine schließt das andere ja nicht aus.

          „Mit dem, was du dir so alles spontan aus dem Arsch ziehst, nicht.“

          Ich leite das auch konkret aus den Aussagen ab. El Mocho kann ja gerne erläutern, wie er es stattdessen meinte, wenn er Lust hat. Solange man nicht deutlich macht, wie man etwas meint, ist es doch nicht ungewöhnlich, dass interpretiert wird.
          Mich stört es auch oft, wenn ich missinterpretiert werde. Es passiert mir trotzdem häufig (siehe oben) da muss man halt durch.

          Und Worte im Mund herum drehen, tue ich auch nicht, denn ich behandle die Aussage(n) doch so, wie sie da stehen? Ich frage mich nur manchmal, was da hinter steckt und in dem speziellen Fall, warum man nach 60 Jahren Integration, wo genau das versucht worden ist bzw immer noch wird (siehe Fußball z.B, siehe detsche Nationalmannschaft wie „bunt“ die ist), mit so einem „Vorschlag“ (der nichts anderes als eine Selbstverständlichkeit ist, dass man Mitglieder einer Gruppe nicht diskriminierend behandelt) um die Ecke kommt und was sonst dahinter stecken soll als das von mir benannte (meiner meinung nach etwas utopisches) Denkschema.
          Und das vom selben Mann, der vor Kurzem sowas schrieb wie

          https://allesevolution.wordpress.com/2016/02/14/14465/

          „Südamerikaner sind die nettesten Menschen der Welt, als ich das erste mal dort war, war ich regelrecht bezaubert (spreche ganz gut Spanisch) von diesen freundlichen, zuvorkommenden Menschen…..Aber diese gleichen freundlichen Menschen sind extrem misstrauisch und begehen die größten Grausamkeiten aneinander (Beispiele kennst du sicher).“

          da fängt er dann plötzlich an, „den Südamerikaner“ zu skizzieren und vom Nordländer abzugrenzen und diese „Ethnie“ (?) in ihren positiven und negetiven Besonderheiten zu würdigen. Also das Gegenteil von:

          „anstatt das Trennende zu betonen (Muslime und Ungläubige, Weiße und Persons of Color). Dieses ständige soriteren nach Identitäten ist Gift“

          Also einmal sagt er, Südamerikaner sind anders/so und so und jetzt auf einmal soll man nicht nach Identitäten „trennen“ (was für mich eigentlich nicht zwingend ein Synonym für physisches oder Wertigkeits“trennen“ oder gar benachteiligen ist), wobei er offenbar annimmt, dass „jemand“ das tut. Und wenn man es doch macht, ist das der Hauptgrund für Konflikte. Außer bei Südamerikanern, die bringen sich auch in homogen mal gegenseitig um.

        • ok, das zum Beispiel fand ich jetzt sehr konkret und gibt el_mocho die Möglichkeit, sich zu erklären und Missverständnisse auszuräumen.

          Bei wem das dann liegt müsst ihr klären, dazu brauch ich ja nichts sagen.

        • Ich verstehe die Diskussion von Acatama nicht ganz. Wie gesagt, ich kann mir vorstellen, dass auch andere, z.B. auch Maskus utopische Denkschemata anwenden oder gar Heilslehren anhängen.

          Ich weiß nur noch nicht so genau, was das mit der Beurteilung des Wizorek-Textes als „religiös“ zu tun hat. Ich habe dabei ja nicht gesagt, dass nur der Feminismus einen religiösen touch hat. Sondern: Ich meine, dass der hier zur Debatte stehende Text vorrangig religiös wirkt, wie ein Dankgebet. Und das ist eine Art Einordnung, eine Antwort auf die Frage „Womit haben wir es hier zu tun?“.

        • Alle Menschen sind biologisch miteinander verwandt. Sie haben wesentlich gleiche Bedürfnisse und Möglichkeiten, diese zu befriedigen. Sie können vor allem ihren Verstand gebrauchen, um sich zuhelfen, und gemeinsam mit anderen geht es besser, als wenn jeder als Einzelkämpfer unterwegs ist.

          Wenn das nun aber nicht geht, weil die einen Muslime sind und ihre Frauen nicht alleine aus dem Haus lassen dürfen, oder wenn die anderen als Farbige erwarten, dass Weiße erstmal sich für den Kolonialismus entschuldigen, oder wenn Frauen mit Männern schon garnicht kooperieren wollen, weil diese eine historische Bringschuld haben für 5000 Jahre Patriarchat, dann funtkioniert das eben alles nicht.

          Man muss halt „Tit for tat“ spielen und offen sein für Kooperation. Und Kooperation funkioniert nicht nur in eine Richtung. Der größere Reichtum der westlichen Gesellschaften beruht eben genau daruaf, dass menschen in unseren Ländern eher bereit sind, ohne Zwang mit anderen zu kooperieren; es gibt entsprechende Untersuchungen dazu, z.B.:

          https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwiHktuP5tHLAhUKM5oKHd52D64QFggoMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.umass.edu%2Fpreferen%2FYou%2520Must%2520Read%2520This%2Fherrmann-thoni-gachter.pdf&usg=AFQjCNEzbpXMAaz3ew1heIGL_QmK2LIrOg

          oder: http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/365/1553/2651

        • „Ich weiß nur noch nicht so genau, was das mit der Beurteilung des Wizorek-Textes als “religiös” zu tun hat.“

          nichts. Das „religiös“ hat irgendwer anders ins Spiel gebracht.

          „Ich verstehe die Diskussion von Acatama nicht ganz. Wie gesagt, ich kann mir vorstellen, dass auch andere, z.B. auch Maskus utopische Denkschemata anwenden oder gar Heilslehren anhängen. “

          vielleicht reagiere ich auch einfach sensibler, weil ich in letzre Zeit zu oft was von „Integration“ (und dann kommen nur Vorschläge, die bisher noch nie geklappt haben außer punktuell).
          mich regt dieses unreflektierte (was so wirkt als würde einem nichts besseres einfallen oder als wäre man halt ein „Träumer“) halt auf und für mich ist das irgendwie ein Muster.
          Und ja @david, manche Muslime/muslimischen Gruppen wenden das Denkmuster auch gerne an, von daher sind die tatsächlich auch mit Wizireks oder Multikultiträumer-Denkweise.
          Bei denen sind es nur halt keine Frauen oder „alle Menschen“; sondern die Umma. Es gibt keine Hautfarben oder Rassen, sondern nur Islam. Und wenn die Umma sich streitet, wurde das von den Amis/Ungläubigen (Patriachat) initiiert um Unfrieden zu stiften.
          Das ist auch der Grund für die (häufig vorkommende) Armut solcher Gesellschaften, weil man von Ungläubigen (aka Männern) ausgebeutet wird. Sonst wäre das alles ganz anders.
          Und bei den Afrikanern war es die Sklaverei und das Primat des Weißen Mannes, das bis heute nachwirkt usw. hey, das ist ja noch besser mit Feminismus vergleichbar, da ist es ja sogar wirklich explizit der weiße Mann. Weil arabische Sklavenhändler People of colour sind und das deshalb nicht zählt (wie auch in Köln an Silvester es weniger zählt).

          Wieso wird sich eigentlich so aufgeregt, wenn man Feminismus oder SJW Bewegung mit anderen Bewegungen vergleicht? Wieso ist das so weit hergeholt und es ist völlig unnachvollziehbar, wie ich auf sowas komme?

        • @Acatama

          „Wieso wird sich eigentlich so aufgeregt, wenn man Feminismus oder SJW Bewegung mit anderen Bewegungen vergleicht? Wieso ist das so weit hergeholt und es ist völlig unnachvollziehbar, wie ich auf sowas komme?“

          Mein Eindruck:
          – Das Multikulti-Thema ist für Dich ein Leibgericht, das immer wieder und bei jeder Gelegenheit serviert wird.
          – Die Ableitung bzw. der Argumentationsgang hin zum Multikulti-Thema finde ich – ehrlich gesagt – verworren

          Davon ab: Womöglich gibt es da Parallelen, das schließe ich nicht von vornherein aus. Insbesondere dann, wenn meine flapsige „Religion-„Diagnose stimmt, sind Parallelen wahrscheinlich.

        • „Ich weiß ja nicht mal, ob Slavo und El-Mocho sich als Maskulisten o.ä. identifizieren.“

          Damit du es für die Zukunft weißt (und alle anderen genau so):

          Ich sehe mich primär als Antifeministen bzw. auch als Gegner des Gender Mainstreamings bzw. der Gender-Ideologie. Biologische Argumente dagegen präferiere ich vor moralisch gefärbten, wie es z.B. manche Konservative vertreten um gegen den Genderismus zu wettern.

          Ich hab zwar auch ein offenes Ohr für maskulistische Anliegen, (ich verkehre auf solchen Seiten, sie sind mir also bekannt – manche Meinungen teile ich, manche widerum nicht), jedoch würde ich mich nicht als Maskulisten sehen. Ich benutze maskulistische Argumente fast durchgehend dann, wenn ich damit meinen Anti-Feminismus vertreten kann indem ich feministische Eigenansprüche und deren nicht-existente praktische Auslegung kritisiere. Aktiv setze ich mich aber nicht für männerrechtliche Belangen ein, was meiner Meinung nach einen Maskulisten ja auch ausmacht, wie z.B. Arne Hoffmann.

  7. Klingt wie die Anbetung einer Göttin.

    • Gib mir 5, Adrian!

      • 5 was?

        • Finger.
          Abklatschen. High Five. Und so.

          Wegen der gleichzeitigen Einschätzung, dass Wizorek den Feminismus als eine Art Göttin anbetet.

        • Ach so, dieses Hetengruß:

        • Five high, man! Ist das ein exklusiver Hetenkumpelgruß?

        • Ja.

    • Nailed it!

    • Quasi jedes „Ich brauche Feminismus, weil“ Schild, das je von einer Frau in die Kamera gehalten wurde, ist wie ein Gebet: „Bitte, Herrin, mach dass…“.
      Es sind immer vollkommen unrealistische Wünsche.

    • Der Göttin Feminismus … 🙂

  8. Ich muss bei Wizorek wieder an die Victim mentality (disorderer):

    https://allesevolution.wordpress.com/2016/03/19/selbermach-samstag-178-19-03-2016/#comment-233761

  9. Wizoreks Text ist außer inhaltlich auch formal ausschließlich peinlich. Nur mit starkem Tranquilizer zu lesen. – Ich habe mir die Gemeinheit erlaubt und im Kommentarbereich diesen Text hinterlassen:

    „Deine Sprachgewalt gemahnt an den ‚Schwan von Schlesien‘ – http://goo.gl/n0R8T2

    Wurde nicht freigeschaltet … ehrlich gesagt, ich bin erleichtert. Da sind mir wirklich die Pferde durchgegangen.

    • hahah, super geil. Schade… die Tante hat mich leider eh schon vor Jahren geblockt… – danke für den schlesischen Schwan!

  10. WORSHIP THE VAGINA!

    Im Grunde wieder ein HeForShe. Seinen Sohn erzieht er auch schon in diese Richtung.


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