Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen?

Vielen hier dürfte Arnes Buch „Sind Frauen bessere Menschen“ bekannt sein.

Arne Hoffmann Sind Frauen bessere Menschen

Arne Hoffmann Sind Frauen bessere Menschen

Hier einmal aus einer Besprechung auf Amazon:

Mit der Fragestellung seines Buchtitels gibt Arne Hoffmann der in Öffentlichkeit und Politik ebenso populistisch wie einseitig unter dem Motto „Gewalt ist männlich“ debattierten Geschlechterfrage einen neuen Impuls.
Auf 560 prallen Seiten Text plus „Navigator“-Anhang rückt er denjenigen Zuleibe, welche die einseitig parteiliche Debatte um die Frauen als Opfer mit Schätzwerten regierungsnaher Vereinigungen und Verbände aufzumischen pflegen. Obwohl die persönliche Empörung des Autors zeitweilig polemisch oder sarkastisch, bitter oder traurig, zornig oder spöttisch zu spüren bleibt, überzeugt die in engen Zeilen dargebotene Informationsfülle. Aus weltweit recherierten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, polizeilichen Ermittlungsfakten und statistischem Material im Mix mit sachlich fundierten Literaturzitaten integrer Wissenschaftler bietet sie ein fulminantes Feuerwerk der Thesen und Argumente, dem man sich nicht entziehen kann.
Als Autorin, die selbst Bücher über ausgebeutete und aus dem Leben ihrer Kinder gedrängte Väter geschrieben hat wie „Der gebrauchte Mann“ oder „Ein Vater gibt nicht auf“ oder „Handbuch für Vater nach der Trennung“, kenne ich eine Vielzahl der Informationen und Fakten, die Arne Hoffmann zu einem Plädoyer für einen selbstbewussten Mann zusammengetragen hat. Ich kenne auch die Frauen, die sich heutzutage schon fast schämen,
immer noch mit demselben Mann in einer Langzeitbeziehung zu leben und leben zu wollen.
In einer Gesellschaft, in der nahezu jede zweite Ehe auf Betreiben der Ehefrau geschieden und die Lebensform „Alleinerziehend“ immer öfter von vorn herein bewusst angestrebt wird, scheint eine Frau irgendwie anormal, die in der Gemeinsamkeit mit dem leiblichen Vater ihrer Kinder leben will. In meinem Buch „Die Frau an seiner Seite“ habe ich diese Frauen im Spiegel des Feminismus’ betrachtet und das politisch gezielte Wegrationalisieren der Familie zugunsten der Frauenerwerbsarbeit als sozialistische „Wohltat“ im Sinne von Friedrich Engels entlarvt.
Als Frau hat mich die Lektüre des Buches von Arne Hoffmann dennoch betroffen gemacht, denn die geballte Fülle der Informationen über den feministisch angeheizten Geschlechterkampf zeigt in erschreckender Klarheit, dass es hier längst schon nicht mehr um Gleichheit der Geschlechter und Gleichwertigkeit der Menschen geht.
Indem Männer durch die Verallgemeinerung von Slogans wie „Gewalt ist männlich“ gezielt zum Klassenfeind der Frauen und Kinder abgestempelt werden und die Gewalttätigkeit der Frauen verschwiegen bzw. verharmlost oder gar verleugnet wird, soll Frauen der Nimbus des ewig schwachen, hilflosen Opfers männlicher Ausbeutung aufgesetzt werden. Nur die Schwäche der Frau als Opfer rechtfertigt ja die mit Hilfe solcher Slogans praktizierte Bekämpfung eines Unterdrückers.
In Wahrheit findet durch die Negierung der von zahllosen Opfern ganz real erlebte weibliche Gewalt eine Verhöhnung eben dieser Opfer statt. Ihnen UND der gesamten Gesellschaft wird suggeriert, dass ihre Erfahrungen entweder gar nicht wahr, oder nicht so schlimm oder nicht ernst zu nehmen sind.
Erwachsene und vor allem Kinder, die von ihren Müttern misshandelt wurden und werden, werden durch die öffentliche Negierung der weiblichen Gewalt dazu verdammt, ihre Erfahrungen zu verschweigen; sie müssen ja befürchten, dass ihnen niemand glaubt oder dass es ihnen ergeht wie einem Mädchen, das ich kenne.
Dieses Mädchen war jahrelang von seiner Mutter brutal gefoltert und sexuell ausgebeutet worden. Als das Kind endlich den Mut fand, sich einer Lehrerin anzuvertrauen, lief die Maschinerie der Ermittlungsprozeduren an. Eine davon war das Erstellen eines psychologischen Gutachtens. Der Gutachter befragte das Mädchen, warum es denn nicht mehr zur Mutter sondern lieber in einem Heim leben wolle. Das Mädchen erklärte, dass es Angst vor der Mutter habe. Der Gutachter sagte darauf, ein Kind, das vor der eigenen Mutter Angst habe, müsse krank im Kopf sein. Und ein Kind, das krank im Kopf sei, müsse ins Krankenhaus, um geheilt zu werden. Ob das Mädchen das wolle? Das Mädchen wollte nicht in die psychiatrische Klinik, weil es diese nach einem Selbstmordversuch bereits kennen gelernt hatte. Nun, sagte der Gutachter, dann müsse sich das Mädchen entscheiden, ob es gesund sei und seine Mutter liebe, wie alle gesunden Kinder, und zugebe, gelogen zu haben, oder ob es seine Mutter nicht liebe und dann eben krank sei und in die Klinik müsse. Das Mädchen sagte, es habe gelogen und nahm sich eine Woche später das Leben, indem es sich mit Tabletten vergiftete, die es im Medizinschrank bei der Mutter Zuhause gefunden hatte.
Bücher wie „Sind Frauen bessere Menschen“ tragen maßgeblich zur Meinungsbildung bei. Sie informieren und klären auf. Sie regen zum Nachdenken und zum Debattieren an. Aus meiner Sicht sind sie unverzichtbar.

Lassen Sie mich zum Schluss noch anführen, dass Arne Hoffmanns Kompaktwissen des Geschlechterkriegs zwar an die neue verkaufsträchtige Lexikareihe „populärer Irrtümer“ eines Münchener Verlages erinnern mögen – tatsächlich aber ist Hoffmann ganz anders. Anders und besser, weil er nämlich bei aller Kritik an eben solchen populären Irrtümern beidäugiger hinschaut und somit wesentlich näher dran an der weltweiten Forschung über Frauen- und Männerverhalten ist. Besser auch, weil er direkter und authentischer in der gerechten Empörung und Betroffenheit des Mannes argumentiert, der sich der Anwürfe erwehrt, denen er als Mitglied der Spezies Mann immer öfter und entwürdigender ausgesetzt ist.
Nur scheinbar ist es ein Buch, das vor allem für Männer geschrieben wurde. Ich bin überzeugt, dass gerade Frauen es lesen sollten, denn es ist nicht im Sinne von klugen, lebensbejahenden und mit ihrer Weiblichkeit im Einklang lebenden Frauen, Jungen und Männer generell als die schlechtere Alternative der Schöpfung abzuwerten. Im Gegenteil, Frauen dieser Art genießen es, mit Männern zu leben und sich mit ihnen sowohl gleichwertig als auch gleichberechtigt zu wissen. Gemeinsam werden diese Frauen und Männer die leider ausgeübte Gewalt bekämpfen und dabei ohne Ansehen des Geschlechts gegen jeden Mann und jede Frau vorgehen, die sich als Täter und Täterinnen schuldig gemacht haben.
Behauptungen wie die der Hamburger Justizsenatorin Lore Peschel- Gutzeit, die mir anlässlich einer gemeinsamen Podiumsdiskussion in Berlin sagte, der Beweis dafür, dass Gewalt männlich sei, sitze in den überbelegten Männerhaftanstalten des Landes, halte ich für sogenannte „Killerphrasen“, mit denen Ernst zu nehmende Diskussionen verhindert werden oder doch verhindert werden sollen.
Arne Hoffmann hat mit seinem Buch „Sind Frauen bessere Menschen?“ einen wertvollen Diskussionsbeitrag zur echten Gleichberechtigung geleistet. Jetzt ist es an seinem Leserpublikum, Multiplikatoren seiner Arbeit zu sein. Ich wünsche ihm Glück und Erfolg dazu.

Was sagt ihr zu dem Buch?

Es ist wohl gegenwärtig nur gebraucht oder direkt über Arne erhältlich.

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58 Gedanken zu “Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen?

  1. Für mich war das Buch ein Augenöffner.
    Ich fand es faszinierend, zu erleben, wie anders die Dinge aussehen, wenn man die Perspektive wechselt.
    Vieles in Bezug auf die Geschlechterverhältnisse, das diffus/punktuell in meinem Kopf rumgeisterte, plötzlich so umfassend und strukturiert zu lesen, war toll.
    Im Freundeskreis habe ich das Buch meist als „Rote Pille“ bezeichnet, denn genauso hat es auf mich gewirkt.
    Für mich gehört es in die Klasse der Bücher, die man mehrfach kauft, und dann verschenkt.

  2. Ich habe dieses Buch und zwar schon sehr lange. Trotzdem bin ich nicht dazu gekommen es jemals bis auf die letzte Seite durchzulesen („lediglich“ ca. 85%). Nicht aus zeitlichen Gründen oder weil das Buch zu langweilig ist, ganz im Gegenteil.

    Die geballten gut dokumentierten Fakten und Belege wie unmenschlich und himmelschreiend ungerecht Männer in unserer Gesellschaft behandelt werden war für mich bei längerer Lektüre physisch schlicht und ergreifend nicht zu ertragen.

    Man kommt sich dabei vor wie nach der Einnahme der sprichwörtlichen „Roten Pille“, nur mit dem Unterschied dass man erst einmal Niemanden um sich hat mit dem man über diese Erkenntnis reden kann lediglich in der „Matrix“ zu leben.

  3. „Sind Frauen bessere Menschen“ war meine Vertiefungslektüre, nachdem ich durch die Youtubeserie MenWomenMyth die bittere rote Pille geschluckt hatte.

    Arnes Buch ist – soweit ich das in Erinnerung habe – eine exzellente Einführung und ein gutes Nachschlagewerk.

    Jemand, der hier regelmäßig mitliest, kennt allerdings vermutlich das meiste, was drin steht, wenn auch nicht notwendigerweise in dem Detailreichtum.

      • Ich kämpf mich grad durch Myth of Male Power.
        „kämpfen“, weil so viele Gedanken – wie gesagt – vielfach durchgekaut sind.
        Beeindruckend sind aber auch hier die unglaubliche Vielzahl an Beispielen, die der Annahme „Männer haben die Macht“ spotten.
        Zum Beispiel: Zu Zeiten der Pest gab es einen Job: Die Leichen einsammeln. Durch den direkten Kontakt mit den Leichen bestand eine sehr hohe Ansteckungsgefahr. Rat mal, wer den Job gemacht hat, damit seine Familie Geld für ein weiteres halbes Jahr überleben hat.

          • Wer sonst? Frauen sind doch die emphatischeren, aufopfernderen, besseren, heldenhafteren, schmackofatzenderen Menschen, das wissen wir doch.

            Hast du die Transfeindlichkeit in dem Satz mitgekriegt?
            Ein Komparativ ohne Nennung der Vergleichsgröße funktioniert ausschließlich bei binärer Gruppierung!
            HA!
            So leicht lässt sich das Patriarchat nicht unterkriegen 🙂

  4. Das Buch ist das männerrechtliche Meisterwerk schlechthin, ein sachlich fundiertes, gründlich recherchiertes Kompendium, das sämtliche Mythen des Feminismus entlarvt.

    Meine Widmung im Buch lautet: „Meine erste Bibel“.

    Grandios!

  5. Pingback: Sind Frauen die besseren Menschen? « Omnium Gatherum

  6. Ich denke, daß Frauen tatsächlich moralischer agieren bzw. agieren wollen. Man könnte auch sagen sozialer. Was sich ja aus ihrer evolutionären Rolle als Gebärerin und Familien-Organisatorin ergibt.

    Dieses Phänomen läßt Frauen als „besser“ erscheinen.
    Die Realität sieht natürlich etwas differenzierter aus.

    Frauen in Machtpositionen zB würden theoretisch kaum Kriege anzetteln oder groß auf Konkurrenz mit anderen Gruppen/Staaten setzen. Praktisch gelangen solch „weiblichen“ Frauen aber kaum in Machtpositionen, weil sie es einfach nicht wollen.
    Die Macht-Frauen, die wir kennen, Merkel oder Thatcher etc, sind hingegen typische Hoch-Testosteron-Frauen, die sich meist noch männlicher verhalten als ihre männlichen Kollegen.

    Daher sind Frauen in Machtpositionen paradoxerweise noch gefährlicher als Männer.

    Ein weiterer Punkt: Durch ihre soziale Ader sind Frauen prädestiniert für „Luxus“-Jobs in der Sozial- oder Genderindustrie, die in einer feminisierten Gesellschaft gezielt ausgebaut wird. Das schädigt de facto die Gesellschaft, weil viel Geld sinnlos oder gar schädlich für Pseudojobs herausgeschmissen wird.

    Fazit: Daß Frauen die „besseren“ Menschen sind, ist nicht pauschal behauptbar, weil es auch vom Effekt der Weiblichkeit abhängt, ob die Gesellschaft von ihr profitiert.

    • Das ist eine reine Konstruktion. Frauen sind mindestens genauso egoistisch wie wir Männer. Anders hätten ihre Gene ja auch nicht überlebt. Der Unterschied zwischen dem Glaube an die bessere Frau und der Realität ist die „red pill“ und tausenfach wissenschaftlich belegt.

      Dein Kommentar beweist nur wie sehr sich dieser Unsinn in die Hirne der Menschen eingebrannt hat. Ja die Frau ist öfters gut in der Familie weil der Vater die Polizeigewalt ausüben muss. Das ist wie mit den guten Grosseltern. Die können nur glänzen weil die Eltern streng, konsequent und verantwortungsbewusst erziehen.

      • „Frauen sind mindestens genauso egoistisch wie wir Männer“
        – Aber sicher.
        Nur: Was heißt Egoismus? Befriedigung der eigenen Bedürfnisse.
        Wenn das eigene Bedürfnis darin besteht, emotionalen Gewinn (oder wie auch immer) aus sozialem Engagement zu ziehen, ist das egoistisch.

    • Ich denke, dass Feminismus so ziemlich die asozialste Arschlochbewegung ist, die man sich vorstellen kann, da sie es mit der Gleichberechtigung überhaupt nicht ernst meinen, sondern nur weitere Privilegien und Umverteilungen ohne gleiche Verpflichtungen und Leistungen erlangen wollen.

      Bei ca. 100.000 Abtreibungen im Jahr, ca. 35.000-70.000 Kuckuckskindern im Jahr, völliger penetranter Ausblendung sämtlicher Benachteiligungen gegenüber Männern (Lebenserwartung, Arbeitsunfalltote, Gefängnisquote, Drogen, Zwangsdienste, männliche Gewaltopfer, sozialer Ächtung männlichen Verhaltens …) wird man kaum ernsthaft davon sprechen können, dass Frauen moralischer agieren.

      Meiner Meinung nach streben Frauen in Beziehungen und Freundschaftenviel mehr eiskalt nach eigenen egoistischen Vorteilen (z.B. Partnerwahl nach finanziellen Gesichtspunkten) und sortieren die Menschen aus, wenn diese ihnen keinen ausreichenden Nutzen mehr bringen.

      Es hat schon einen Grund, weshalb selbst die meisten Frauen viel lieber unter männlichen Chefs oder mit Männern zusammen arbeiten. Wenn Frauen tatsächlich moralischer wären und auch bei ihrem Handeln stärker als Männer die Interessen anderer berücksichtigen würden, dann würde kein Mensch erklären, dass er lieber mit Männern bzw. unter männlichen Chefs arbeitet.

      Die Geschichte zeigt im Übrigen, dass überall da, wo Frauen herrschen, mindestens genauso schnell zum Mittel des Krieges gegriffen wird (Thatcher > Falkland / Indira Gandhi > Pakistan / Golda Meir > Jom-Kippur-Krieg / …).

      Und es ist auch völlig absurd, anzunehmen, dass Frauen nicht mindestens genauso für die Kriege von Männern mit verantwortlich sind wie Männer. Es sind gerade die Frauen, die Männer nach Macht und Stärke selektieren und es sind insbesondere die Frauen, die diese Männer wählen und unterstützen. Und es sind insbesondere Frauen, die die Männer erzogen und sozialisiert haben.

      Es ist im Übrigen ganz normal und logisch, dass die Geschlechter sich in der Masse bzw. Durchschnitt danach ausrichten, was das jeweilige andere Geschlecht attraktiv findet bzw. beim anderen Geschlecht Vorteile verspricht bzw. auf dem Markt gewünscht wird.

      Beim Streben nach Schönheit mit allen absurden Übertreibungen und Exzessen(Schönheitsoperationen, Magersucht …) werden von Frauen doch auch im Wesentlichen die Männer verantwortlich gemacht. Und auch, wenn ich keinen Mann kenne, der Schönheitsoperationen oder Magersüchtige bevorzugt, ist es sicherlich richtig, dass schöne Frauen auf dem Partnermarkt aufgrund der Partnerkriterien von Männer Vorteile haben, so dass es für Frauen Sinn macht, möglichst nach eigener Schönheit zu streben, um beim anderen Geschlecht erfolgreicher zu sein. Grundsätzlich sind Männer daher durchaus dafür mit verantwortlich, dass Frauen stärker als Männer nach Schönheit streben und es hierbei dann halt auch zu Übertreibungen und Exzessen kommen kann (die kaum ein Mann toll findet).

      Und nichts anderes gilt umgekehrt für männliches Verhalten und männlichen Exzessen. Es sind die Frauen, die auf dem Partnermarkt insbesondere starke und mächtige Männer bevorzugen, so dass Männer nach Stärke und Macht streben, um bei den Frauen erfolgreicher zu sein. Und dass es hierbei zu Übertreibungen und Exzessen kommen kann, mag vielleicht kaum eine Frau toll finden, das Partnerwahlverhalten von Frauen ist trotzdem eine wesentliche bzw. ganz maßgebliche Ursache dafür.

      Es ist daher ziemlich unredlich und unseriös, Frauen von ihrer Verantwortung in Bezug auf das männliche Verhalten als Unbeteiligte zu sehen. Frauen sind vielmehr genauso Teil der Gesellschaft und somit für alles genauso mitverantwortlich.

      Dass Frauen nicht friedfertiger oder moralischer als Männer handeln, kann man immer sehr gut beobachten, wenn Frauen eine längere Zeit untereinander zusammen sind und dann insbesondere durch feindselige Grüppchenbildungen, Ablästern, Herumätzen und Zieckenkriege auffallen. Dauerhaft friedliche Beziehungen zu Frauen (auch unter Frauen untereinander) sind gewöhnlich nicht einfach. Zumindest scheinen Männerfreundschaften fürs Leben eher vorzukommen als Frauenfreundschaften fürs Leben.

      Thesen und Behauptungen von Feministinnen sind gewöhnlich nur unseriöse Legendenbildungen bzw. Wahrheitsverfälschungen. Und dazu gehört halt auch die Behauptung, dass Frauen friedfertiger oder moralischer seien.

      Kinder werden von Frauen mindestens genauso oft geschlagen und häufiger getötet. Zu glauben, Frauen würden mit Macht angeblich friedfertiger oder moralischer umgehen, ist daher ersichtlich absurd.

      • „Ich denke, dass Feminismus so ziemlich die asozialste Arschlochbewegung ist, die man sich vorstellen kann“

        – Schön er kann man es kaum ausdrücken. 🙂
        Allerdings sind Feministinnen ja keine Verteter von Frauen.
        Sondern, wie Du ausführst, pure Egoistnnen, die Macht ausüben wollen. ZB, indem sie Frauen einflüstern, daß KInderkriegen doff sei usw.
        Was die belapperten Frauen dann bereuen, wenn sie dem folgen.

        „Meiner Meinung nach streben Frauen in Beziehungen und Freundschaftenviel mehr eiskalt nach eigenen egoistischen Vorteilen (z.B. Partnerwahl nach finanziellen Gesichtspunkten)“
        – Sicher, aber das ist ja nun ein allgemeines Phänomen aller Menschen.

        „Wenn Frauen tatsächlich moralischer wären und auch bei ihrem Handeln stärker als Männer die Interessen anderer berücksichtigen würden, dann würde kein Mensch erklären, dass er lieber mit Männern bzw. unter männlichen Chefs arbeitet.“
        – Frauen zickern gern rum. Vor allem unter sich, weil Frauen in der Gruppe aggressiver sind. In der Tat ein Argument für die Nicht-Moralhaftigkeit von Frauen.

        „Es sind gerade die Frauen, die Männer nach Macht und Stärke selektieren und es sind insbesondere die Frauen, die diese Männer wählen und unterstützen. Und es sind insbesondere Frauen, die die Männer erzogen und sozialisiert haben. “
        – Richtig, aber das ist indirekt. Direkt würden Frauen keine Gewalt anwenden, weil es ihnen nichts nutzt.

        Genau wie das hier: „Und nichts anderes gilt umgekehrt für männliches Verhalten und männlichen Exzessen. ….um bei den Frauen erfolgreicher zu sein.“

        „Es ist daher ziemlich unredlich und unseriös, Frauen von ihrer Verantwortung in Bezug auf das männliche Verhalten als Unbeteiligte zu sehen. Frauen sind vielmehr genauso Teil der Gesellschaft und somit für alles genauso mitverantwortlich.“
        – Als Ergänzung: Frauen lassen sich politisch leichter mit naiver Moralität ködern. Führt zum Beispiel zur verantwortungslosen Masseneinwanderungspolitik.
        Männer sind kritischer und zweifeln eher. Daher hat die AfD so einen geringen Männeranteil. Die ist ja „unmoralisch“; die eiskalte Kanzlerin hingegen ist „moralisch“ und „empathisch“.

        • >>> Allerdings sind Feministinnen ja
          >>> keine Verteter von Frauen.

          Und die paar nicht friedfertigen Männer sind auch keine Vertreter der gesamten Männer. Und so eine asoziale Männerbewegung analog dem Feminismus, kann ich bei den Männern auch nicht erkennen.

          Es mag zwar richtig sein, dass die Feministinnen nicht alle Frauen vertreten, aber wirklich gegen den asozialen Feminismus in den etablierten Parteien aufbegehren tut auch nahezu keine Frau.

          Würde es eine Männerbewegung geben, die analog zum Feminismus ausschließlich nur Männerrechte durchsetzen versuchen würde und den Frauen die gleichen Rechte vorenthalten will (wie z.B. bei der Abtreibung, Kuckuckskinder, …) und nahezu alle Behauptungen und Zahlen genauso unseriös darstellen, kann man sich ziemlich sicher sein, dass eine große Vielzahl von Männern diese Bewegung aktiv ablehnen und eine Gleichbehandlung beider Geschlechter einfordern würden.

          Würden z.B. eine Männerbewegung ernsthaft vertreten, dass nur Männer ein Abtreibungsrecht und somit die Macht über gemeinsame Verpflichtungen zustehen sollten, während es völlig gerechtfertigt ist, dass Frauen die Verantwortung für ihren Erzeugungsakt bereits ab der Empfängnis zu übernehmen haben (wenn der Mann nicht anders entscheidet), wäre es kaum vorstellbar, dass dann nicht auch eine große Anzahl von Männern sich gegen eine derartige absurde Übervorteilung und für eine Gleichberechtigung einsetzen würde. Bei Frauen hört man hingegen flächendeckend absurde Rechtfertigungsversuche, weshalb Männern nicht die gleichen Rechte zugestanden werden sollte und weshalb das angeblich nichts mit Gleichberechtigung zu tun habe. Insbesondere die Rechtfertigung, dass Männer halt Verantwortung für ihr Tun (Sex) übernehmen müssten würde nur dann überzeugend sein, wenn Frauen ebenfalls kein Abtreibungsrecht hätten und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssten.

          Eine signifikante Anzahl von Frauen, die hier moralisch und sozial für gleiche Rechte und Möglichkeiten beider Geschlechter eintritt, gibt es faktisch nicht.

          Eine weiblich dominierte Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die völlig asozial Hinweise auf eindeutig gesetzliche Benachteiligungen von Männern bei sich im Gästebuch löscht, würde umgekehrt bei einer mänlich dominierten Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Bezug auf gesetzliche Benachteiligungen kaum vorstellbar sein. Eine frauendominierte Antidiskriminierungsstelle hat hingegen keine Skrupel und erklärt die Löschung nach mehrmaligen Löschung auch noch genervt, dass man für die im Gästebuch benannten männlichen Benachteiligungen angeblich nicht zuständig sei. Alles, was nicht in die eigene Diskriminierungsstrategie der Antdiskriminierungsstelle passt, wird daher unsichtbar gemacht. Moral und Anstand sucht man hier vergebens.

          >>> Frauen zickern gern rum. Vor allem unter
          >>> sich, weil Frauen in der Gruppe
          >>> aggressiver sind

          Was dann so ziemlich zu 100% gegen die These spricht, dass Frauen allgemein friedfertiger und moralischer seien.

          >>> Richtig, aber das ist indirekt. Direkt
          >>> würden Frauen keine Gewalt anwenden,
          >>> weil es ihnen nichts nutzt.

          Frauen mögen andere Arten von Gewalt anwenden (z.B. psychische Gewalt), aber Frauen wenden mindestens genauso viel Gewalt wie Männer an. Ich kenne in meinem Umfeld jedenfalls eine Vielzahl von Frauen, die Männern schon Backpfeifen gegeben haben, die mit Gegenständen schon nach Männern geschmissen haben oder aus Wut geliebte Gegenstände von ihm zertrümmert haben. Ich kenne aber nicht einen einzigen Mann in meinem Umfeld, der Selbiges schon mal gegenüber einer Frau getan hat.

          Das bedeutet nicht, dass es solche Männer nicht gibt, aber es kommt zumindest in meinem Umfeld nur bei Frauen vor, da Männer sofort als Gewalttäter sozial geächtet werden würden. Eine Frau lässt man hingegen gewähren. Ich kenne jedenfalls keinen Mann, der diese Frauen deswegen schon einmal angezeigt oder Konsequenzen gezogen hätte. Soweit es nicht völlig unerträglich mit der Frau wird, nehmen die Männer ziemlich viel einfach nur so hin. Das ist wie gegenüber 3 jährigen Kindern, man ist da viel nachsichtiger in Bezug auf das ätzende Verhalten des Kindes, wenn es mal wieder völlig bösartig austickt, weil keiner das Pony kaufen will.

          Wer seine Augen einfach nur aufmacht, wir kaum ernsthaft vertreten können, dass Frauen im Durchschnitt friedfertiger, sozialer oder moralischer seien. Das ist schlicht Legendenbildung im Rahmen von Gehirnwäschen.

          Es sind im Übrigen auch mehr Männer als Frauen ehrenamtlich tätig, was ja auch gerne von der Allgemeinheit anders wahrgenommen wird, weil die Leistungen der Männer für selbstverständlich betrachtet werden (z.B. freiwillige Feuerwehr, Deichschutz, …).

          So erklärt z.B. das Bundesministerium für alle außer Männer Folgendes:

          „Der Anteil der freiwillig engagierten Männer liegt 2004 bei 39 Prozent und der der Frauen bei immer noch beachtlichen 32 Prozent (Abbildung 6.15). “

          http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/6-Politische-partizipation-und-buergerschaftliches-engagement/6-6/6-6-1-frauen-und-maenner-im-buergerschaftlichen-engagement.html

          Man beachte die Wortwahl, wonach die Leistungen von Frauen als „beachtlich“ bezeichnet werden, werden die Leistungen von Männern keine positive Bewertung erhält.

        • Würden z.B. eine Männerbewegung ernsthaft vertreten, dass …, wäre es kaum vorstellbar, dass dann nicht auch eine große Anzahl von Männern sich gegen eine derartige absurde Übervorteilung und für eine Gleichberechtigung einsetzen würde.

          Es ist nicht die Schuld der Frauen, dass so viele Männer so dumm sind. Bisweilen heißt von Frauen lernen Siegen lernen.

        • Das mag sein, aber es spricht trotzdem gegen die These, dass Frauen moralischer oder sozialer seien, denn sie nehmen (a) selber weniger hin und kümmern sich (b) weniger um die Benachteiligungen anderer.

        • Ja, dabei sind wir uns ganz einig. Trotzdem: Wozu sollte man es anstreben „moralischer & sozialer“ zu sein? Was hat man davon? Danach zu streben bedeutet einen falschen, ablenkenden Wettbewerb aufzugreifen. Wer die falschen Fragen stellt, braucht die Antworten eben nicht zu fürchten.

        • “Der Anteil der freiwillig engagierten Männer liegt 2004 bei 39 Prozent und der der Frauen bei immer noch beachtlichen 32 Prozent (Abbildung 6.15).”

          Zahlen scheinen da echt die Bedeutung zu verlieren.

        • „Ja, dabei sind wir uns ganz einig. Trotzdem: Wozu sollte man es anstreben “moralischer & sozialer” zu sein?

          Weil die Konsequenz, wenn eine hinreichende Menge es nicht/zu wenig ist, eine extrem korrupte Gesellschaft wäre. Und das ist immer schlecht, nicht zuletzt ökonomisch.

        • Weil die Konsequenz, wenn eine hinreichende Menge es nicht/zu wenig ist, eine extrem korrupte Gesellschaft wäre. Und das ist immer schlecht, nicht zuletzt ökonomisch.

          Ja durchaus. Aber es ist eine Art Prisoners Dilemma: Die Gesellschaft ist zwar insgesamt besser, wenn sich alle moralisch verhalten, aber der Einzelne, der es nicht tut, hat davon Vorteile. In so einer Situation ist es für den Einzelnen nicht vernünftig das zu tun, was für die Gesellschaft gut wäre. Dahin kommt man nur, wenn die Gesellschaft das erzwingt oder durchsetzt.

          Und jede Gesellschaft, die das historisch versucht hat, hat aus ganz naheliegenden Gründen als erstes der weiblichen Hypergamie einen Riegel vorgeschoben, indem sie Regeln für die Sexualität der Frauen gemacht hat. Damit nimmt man schon sehr viel dieses gefährlichen Konkurrenzdrucks raus. Aber: Böses Patriarchat! Das wollen wir ja jetzt abschaffen, richtig?

      • „Ich denke, dass Feminismus so ziemlich die asozialste Arschlochbewegung ist, die man sich vorstellen kann“

        Mit Sicherheit ist das so. Nur tragischerweise, kann sich diese Bewegung wie kaum eine Andere der stillschweigenden oder wohlwollenden Duldung bis hin zu devoter Unterstützung weiter Bevölkerungskreise sicher sein, weil sie tief an der Basis tief verwurzelter Verhaltensmuster ansetzt und diese dann pervertiert.

        Wenn ich zum Beispiel diese Kasperpuppen von Moderatoren im Fernsehen sehe, wie die bei entsprechenden Themen, weis jetzt gar nicht wie ich das nennen soll, da wird mir einfach nur schlecht.
        Habe heute gerade wieder so einen Vollpfosten erlebt, der brav vom Gender -Pay .Gap vorgelesen hat. Der hätte mal vor der Sendung in der Redaktion sagen sollen so einen Scheiß lese ich nicht vor. Aber ich weis, das ist schwer, man muss ja auch seine Brötchen verdienen.

  7. Ich hatte das Buch beim Erscheinen als „Taschen“buch gekauft und als es nicht mehr als PDF erhältlich war vor etwa 1,5 Jahren, habe ich Arne gefragt ob er es mir schicken könnte, was er tat mit der Erlaubnis es an Freunde weiter zu schicken. Seither bekommt sein Blog regelmässige Spenden und einige Freunde haben die „red pill“ geschluckt.

    Ich fand das Buch damals sehr erhellend. Ohne das Buch hätte ich die Welt nicht verstanden. Es gab da eine kognitive Dissonanz die ohne das Buch weiter bestanden hätte. Alles machte auf einmal Sinn. Ich wagte es nicht selbst so weit zu denken, obschon ich alles schon vermutet hatte. Oder ich hätte eben sehr viel Pech in meinem Leben gehabt, und nicht nur ich sondern mein Freundeskreis, Arbeitskollegen usw. usf …

    Danke Arne!!! 🙂

  8. Habe das Buch nicht gelesen (will ehrlich sein: dieses Geschlechterthema kann ich in kleinen Dosen online ab, aber so ein ganzes Buch würde mich wahrscheinlich fertig und zynisch machen), wollte aber mal kurz was zur zitierten, oft so oder ähnlich gesagten Position „der Beweis dafür, dass Gewalt männlich sei, sitze in den überbelegten Männerhaftanstalten des Landes“ sagen:

    Wenn wir nur die Ergebnisse eines Systems als Belege nehmen, ohne zu überlegen, wie das System selbst diese erschafft, müssen wir davon ausgehen, dass das 3. Reich ein Paradies für Minderheiten war. Denn ich argwöhne, wenn wir dessen Gerichtsakten wälzen, werden wir niemanden finden, der wegen rassistsichen oder antisemitischen Verbrechen verurteilt wurde. 😉

    • „aber so ein ganzes Buch würde mich wahrscheinlich fertig und zynisch machen“

      Wenn Du ein Alpha bist, geht das nach etwa zwei jahren vorbei, anonsten nach 3-5 Jahren. Wenn Du schwul bist, wandelt sich das in wohlwollender sexistischer Polemik gegenüber dem weiblichen Geschlecht, der gelegentlich durch Zynismus verfeinert wird 🙂

  9. Das erste Buch von Arne Hoffmann ist ein historischer Meilenstein in Sachen Feminismuskritik. Es ist sehr professionell und aufwendig recherchiert und geschrieben.

    Vieles von dem, was er da ausgegraben hat, habe ich in meinem Buch zitiert, auch Aspekte, die den Partnermarkt betreffen – die passen nämlich ziemlich gut zu dem, was aus verhaltensbiologischer Sicht zu erwarten ist.

    Ich kann es sehr empfehlen!

  10. Zitat:

    Auf 560 prallen Seiten Text plus „Navigator“-Anhang rückt er denjenigen Zuleibe, welche die einseitig parteiliche Debatte um die Frauen als Opfer mit Schätzwerten regierungsnaher Vereinigungen und Verbände aufzumischen pflegen. Obwohl die persönliche Empörung des Autors zeitweilig polemisch oder sarkastisch, bitter oder traurig, zornig oder spöttisch zu spüren bleibt, überzeugt die in engen Zeilen dargebotene Informationsfülle. Aus weltweit recherierten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, polizeilichen Ermittlungsfakten und statistischem Material im Mix mit sachlich fundierten Literaturzitaten integrer Wissenschaftler bietet sie ein fulminantes Feuerwerk der Thesen und Argumente, dem man sich nicht entziehen kann.

    Tja, wenn der Autor diese Standards aber beim Thema Islam und Asyl komplett runterfährt und in beispielloser Weise fabuliert und phantasiert, dann kann man ihn eben beim besten Willen nicht ernst nehmen.

    Er verhält sich bei diesen Themen so wie Feministinnen beim Thema Gleichberechtigung.

    Diese Doppelmoral ist für mich nicht akzeptabel.

    • Er ist schon schwer getroffen. Sonst hätte er nicht diese Bettelaktion auf seinem Blog gestartet.

      Ich mein’s ja nur gut mit ihm. Aus meiner Perspektive ist sein Handeln einfach absolut irrsinnig. Wenn er Moneten für sein Blog haben will, dann muß er seine Verlogenheit hinsichtlich Islam/Asyl ablegen.

      Ich prophezeie, daß immer mehr Leute aus unserem Milieu bei diesem Spiel nicht mehr mitmachen werden, bei dieser Doppelmoral.

      Hoffmann muß selbst wissen, warum er sich auf unseriöse Studien von Migrationslobbyvereinen wie ein kleines Kind bezieht, die er im Falle von feministischen Lobbyvereinen oder linken Stiftungen in der Luft zerreißen würde.

      Das ist alles derartig obskur, daß es einem wirklich die Sprache verschlägt.

      Hier der Artikel auf „Spiegel Online“, auf den er sich mal positiv bezog:

      http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/kriminalitaet-von-migranten-laut-gutachten-nicht-hoeher-a-983536.html

      http://genderama.blogspot.de/2014/07/die-mar-vom-kriminellen-auslander.html

      Die Leser unter dem Artikel zerreißen dieses „Gutachten“. Was unseren Islam-Freund aber offenbar nicht interessiert.

      Sorry, aber das ist alles derartig absurd, daß es mir immer wieder die Sprache verschlägt. Und er polemisiert ja auch noch in die Gegenrichtung, lehnt sich weit aus dem Fenster. Da muß er sich nicht wundern.

      https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/kriminalbeamte-sehen-dramatische-kriminalitaetsentwicklung/
      https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/gefaengnissen-droht-ueberlastung-durch-asylbewerber/

      • Keine Ahnung, wie ich jetzt darauf komme, aber James T. Kirk, der Echte jedenfalls, gönnte der Menschheit den ersten Filmkuss eines Weißen mit einer Schwarzen.

        • Das war Gene Roddenberry, nicht ich. Ich hatte keinen Einfluß auf Regie und Drehbuch.

          Wahrscheinlich kommst du auf diese Gedanken, weil du paranoid bist und so allerlei in meinen letzten Beitrag hineinphantasierst, was sich nicht zwingend daraus ergibt, wohl aber einem gewissen beengten Weltbild entspricht.

      • Ich will Arne sicher nicht unterstellen, dass er seine Position zur Asylpolitik aus strategischen Gründen gewählt hat, aber so oder so tut er der Männerbewegung damit einen Gefallen.

        Einfluss auf die Asylpoltik nimmt er damit sowieso nicht. Wohl aber darauf, wie die Männerbewegung wahrgenommen wird.
        Ich bin zwar in diesem Punkt nicht seiner Meinung und würde mich auch nicht an den linken Mainstream anbiedern, aber Arne IST nunmal der wahrnehmbarste Teil der Bewegung und als solcher macht er einen guten Job.
        Er bügelt damit die Imageschäden aus, die Kirk und Co. der Männerbewegung zufügen.

        • Man soll also Falsches oder Lächerliches sagen, damit „Schäden“ ausgebügelt werden?

          Das wird wohl kaum gutgehen.

          Ich halte es da lieber mit der bedingungslosen Wahrheit – egal, was sie für Effekte haben mag.

          Was für „Schäden“ richte ich denn so an?

          Mich kennt doch gar keiner. 🙂

          Eure Kommentare erinnern mich irgendwie an Solidaritätsbekundungen aus der Unionsfraktion an Angela Merkel.

    • @kirk:

      »Er ist schon schwer getroffen. Sonst hätte er nicht diese Bettelaktion auf seinem Blog gestartet.«

      Arne ist Autor. Soweit ich weiß, geht er keinem normalen »bürgerlichen« Beruf nach. Autoren leben von dem, was sie schreiben. Insofern finde ich das Einwerben von Spenden für einen Blog völlig legitim. Er versteckt seinen Blog ja nicht hinter einer Paywall. Als es weder Blogs noch Internet gab, konnte man Autoren nur durch den Kauf ihrer Bücher unterstützen – und bei bildenden Künstlern ist man heute noch auf die analoge Welt festgelegt.

      Insofern habe ich für diese Empörerei über Arnes Spendenwerbung nicht das geringste Verständnis.

      • Meines Wissens hat man sich nicht über die Spendenwerbung als solche empört – die gab es auch früher schon, Stichwort „Bust-Bartels“ oder wie diese Tussi heißt.

        Kritisiert wurde vielmehr der wehleidige Erpresser-Habitus bzw. die Drohgebärde der Blogbeendigung. Ich fand das auch ziemlich affig. Hoffmann wird wohl noch lange herumheulen müssen über wenig Unterstützung, wenn er seine etwas surrealistische Haltung zum Thema Asyl/Islam nicht aufgeben will.

        Du scheinst also offenbar auch ein ganz engagierter Männerrechtler zu sein, der den größten aller Männerrechtler vor Kritik in Schutz nehmen möchte. Denn: Die Wahrheit könnte unserer Sache schädlich sein. 🙂

        Lieber die Unwahrheit sagen, wenn es der Männerbewegung dient.

        Ich halte nichts von solch einer Geisteshaltung. Sie wird sich früher oder später rächen. Ich will dir solch eine Geisteshaltung nicht direkt unterstellen, aber zumindest scheinen ja David und Christian große Fans davon zu sein. 🙂

        • @kirk:

          »Meines Wissens hat man sich nicht über die Spendenwerbung als solche empört«

          Ok, ich glaube, empört war Elmar, bei Dir ist es mehr vergiftetes Psychologenmitleid.

          »Kritisiert wurde vielmehr der wehleidige Erpresser-Habitus bzw. die Drohgebärde der Blogbeendigung.«

          Ich sehe darin weder Erpressung noch Drohung, allenfalls eine Mitteilung über eine Kosten-Nutzen-Betrachtung. Die den Leser halt daran erinnert, dass Autoren nicht von reinem Idealismus leben können.

          »… wenn er seine etwas surrealistische Haltung zum Thema Asyl/Islam nicht aufgeben will«

          Zum Thema Islam und Asyl hat David weiter oben bereits das Nötige gesagt.

          »Die Wahrheit könnte unserer Sache schädlich sein.«

          Ich finde es bezeichnend, wie Du unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema zu einem manichäischen Gegensatz von »Wahrheit« und »Unwahrheit« eindampfst. »Die Wahrheit wird euch frei machen« ist das gemeinsame Credo aller Gurus und Missionare – es zeigt, dass die Psychologie oft nur die Fortsetzung der Religion mit anderen Mitteln ist.

        • es zeigt, dass die Psychologie oft nur die Fortsetzung der Religion mit anderen Mitteln ist.

          Wie kommt denn jetzt dieser Kurzschluss zustande?

        • Ich beobachte schlicht einen etwas instrumentellen Umgang mit der Wahrheit bei Hoffmann sowieso, aber auch bei Emochris oder zuletzt David, welcher meinte: sich schön doof stellen beim Thema Islam etc. kommt uns bei den normal gehirngewaschenen Leuten zu Gute.

          Das ist meiner Meinung nach eine unwürdige Haltung. 🙂

          David mag ja realpolitisch recht haben, dem würde ich sogar zustimmen. Es gibt eben auch Deppenlinke, die zu viel Islam- oder Asylkritik eher abschreckend finden.

          Man schneidet sich aber ins eigene Fleisch, wenn man solch ein instrumentelles Verhältnis zur Wahrheit hat.

          @Admoros
          Mit Wahrheit meine ich schlicht nicht zu leugnende Tatsachen, die aber Hoffmann z.B. konsequent ausblendet – bis hin zum Zynismus.

        • „es zeigt, dass die Psychologie oft nur die Fortsetzung der Religion mit anderen Mitteln ist.“

          „Wie kommt denn jetzt dieser Kurzschluss zustande?“

          @ David, Djadmoros

          Das erinnerte mich gerade an zwei interessante Kommentare von euch:

          Djadmoros bemerkte zur Psychologie einmal:

          „Es ist schon seit langem eine Unsitte unserer Kultur, psychologische Erklärungen zu bevorzugen, weil sie sich auf Individuen zuschreiben lassen, während soziologische Erklärungen die Zumutung enthalten, in überindividuellen Strukturen denken zu müssen. Psychologisierung kommt dem menschlichen Bedürfnis nach einfachen Erklärungen entgegen, um den Preis, damit bestenfalls Halbwahrheiten zu verbreiten.“

          Findet sich in diesem Strang:

          https://allesevolution.wordpress.com/2015/11/14/die-anschlaege-von-paris/

          Und David bemerkte zur Soziologie einmal:

          „Auch Kriminologen sind halt Soziologen, und diese haben oft erschreckend wenig Einsicht in individuell wirksame Verhaltensdeterminanten.“

          Findet sich in diesem Strang:

          https://allesevolution.wordpress.com/2016/01/06/zu-den-sexuellen-belaestigungen-am-koelner-bahnhof/

          Fand ich interessant, beide Kritiken sind zwar m.E. übertrieben formuliert, aber sicherlich nicht völlig falsch.
          Bei manchen Fragestellungen und Themen können solche disziplin-bedingten Tendenzen zu bestimmten Perspektiven sicherlich zu Einseitigkeiten und Fehlern führen.

          Das bedeutet natürlich nicht, dass die Mehrheit der Soziologen und Psychologen im Allgemeinen keine guten Wissenschaftler seien und dass beide Disziplinen nicht enorm viel für die Menschheit leisten würden, sondern lediglich, dass jede der beiden Diszplinen zwangsläufig dazu tendiert einen spezifischen Blick auszubilden, der in manchen Fällen auch zu Einseitigkeiten und Fehlern führen kann.
          Dem ließe sich wohl nur, durch mehr Interdisziplinarität in der Ausbildung entgegenwirken.

          (Speziell bei Kriminologie-Lehrbüchern ist es heute allerdings durchaus die Regel, dass sie stets ein Kapitel zu psychologischen Theorien, ein Kapitel zu soziologischen Theorien und eines zu biologischen Theorien enthalten – wie es m.E. eben auch generell sein sollte, wenn Themen betroffen sind, bezüglich derer Forschungsergebnisse und Theorien aus verschiedenen Disziplinen vorliegen.)

        • Ach, ich wollte hier keinen langweiligen Fächerstreit anfangen. (wobei das biopsychosoziale Modell der Psychologie Mikro- und Makro-Perspektiven explizit mitberücksichtigt und somit imho die einzige Disziplin mit einem ganzheitlichen Anspruch zur Erklärung menschlichen Verhaltens ist…was natürlich noch lange nicht heißt dass sie diesem gerecht wird oder es sowas wie „Psychologismus“ und Ausblenden übergeordneter Zusammenhänge nicht geben würde)

          Nein, ich habe mich nur gewundert, dass der Anlass dieser seltsamen Analogie zwischen Religion und Psychologie ein einzelnes Posting eines Kommentators war.

          Der nebenbei überhaupt kein Psychologe ist.
          Er ist nur ein fanatischer Fan von Alice Miller.
          Welche übrigens interessanterweise promovierte Philosophin ist (und sowohl Psychologie als auch Soziologie im Nebenfach studiert hat).

        • Ich bin kein fanatischer Alice-Miller-Fan.

          Soziologische Erklärungen sind leider häufig dazu da, um die einzige Ursache für die Brutalität auf diesem Planeten auszublenden: Die elterliche Brutalität gegenüber Kindern.

          Natürlich gibt es auch gewisse z.B. ökonomische Zwangsdynamiken. Diese haben aber immer nur relativen Charakter, und es gäbe sie nicht, wenn Kinder psychisch und körperlich gewaltfrei erzogen würden.

          Das ist vor allem für tragische Leute wie Leszek gedacht. Leider flüchten sich viele Linke in solch abstrakte geschwollene Theorien, die angeblich Unrechtssysteme erklären sollen, aber nur an der Oberfläche doktern.

          Deshalb sind diese Utopien auch immer zum Scheitern verurteilt, weil die Unmenschlichkeit zwar auf abstrakter Ebene beseitigt wird – durch das „ideale System“, die ideale Theorie. Aber sie eben auf konkreter, menschlicher Ebene immer noch (unbewußt) existiert – und wiederholt wird. Siehe Kommunismus.

        • @David & Kirk:

          »ich habe mich nur gewundert, dass der Anlass dieser seltsamen Analogie zwischen Religion und Psychologie ein einzelnes Posting eines Kommentators war.«

          Ich habe das natürlich ziemlich schwammig formuliert. Was ich eigentlich statt »Psychologie« meinte, ist ein »Kult des Therapeutischen« und eine Psychologisierung des modernen Menschenbilds. Bei Kirk steckt das in Formulierungen wie

          »die einzige Ursache für die Brutalität auf diesem Planeten auszublenden: Die elterliche Brutalität gegenüber Kindern.«

          In dieser Perspektive gibt es nicht viele historische Konstellationen, sondern unabhängig von Epoche und Kultur stets nur ein und dieselbe: die einer Beschädigung des psychischen Aufwachsens.

          (1) Zum einen ist das empirisch unhaltbar, weil Gewalt historisch bzw. anthropologisch auch durch extern induzierte Stressfaktoren oder schlicht durch fehlende Inklusion von Gewaltopfern in das eigene moralische Handeln zustande kommt. Wenn meine Sippe am Verhungern ist, überfalle ich den Nachbarn, um meine eigenen Leute zu retten. Den folgenden Textabschnitt ziehe ich nach dreißigsekündigem Blättern praktisch beliebig aus einer historischen Quellensammlung:

          »Die Kimbern, Teutonen und Tiguriner flohen aus den äußersten Winkeln Galliens, weil das Meer ihre Ländereien überschwemmte, und sie suchten auf der ganzen Welt nach neuen Wohnsitzen. Als sowohl Gallien als auch Spanien sie abwiesen, schickten sie Gesandte … an den Senat mit der Bitte, das Volk des Mars möge ihnen, gewissermaßen als Lohn, etwas Land geben; im übrigen möge es nach Belieben über ihre Hände und Waffen verfügen. Doch welche Ländereien sollte das römische Volk hergeben, da es selbst wegen der Agrargesetze vor einem Bürgerkrieg stand? Derart abgewiesen, begannen sie das, was sie mit Bitten nicht erreichen konnten, mit den Waffen zu suchen.« (Florus, Geschichte der römischen Kriege)

          Hier irgend etwas mit frühkindlichen Gewalterfahrungen erklären zu wollen, ist ein ebenso unseriöser Bullshit wie es der Versuch wäre, dieselben Ereignisse durch eine angebliche »männliche Hegemonialität« erklären zu wollen.

          (2) Zum anderen privilegiert diese Perspektive die Rolle des Therapeuten als Seelenführer: der Blick auf äußere Umstände ist nachrangig, entscheidend ist die Transformation der Seele durch die frei machende Offenbahrungswahrheit.

          Ich will damit nicht den Sinn therapeutischer Interventionen für die Wiederherstellung der Lebensfähigkeit traumatisierter Menschen infrage stellen, sondern die Tendenz, die Arbeit an äußeren Umständen der Arbeit an inneren Befindlichkeiten zu opfern. Denn der Kult des Therapeutischen beansprucht, auch für die Gesunden zuständig zu sein, indem er unterstellt, dass es in Wirklichkeit gar keine Gesunden gebe. Das ist aber eine präzise Analogie zum Allzuständigkeitsanspruch und zur Innenweltorientierung religiöser Offenbarungswahrheiten.

          Und genau dafür ist Kirk ein mustergültiges Beispiel.

        • Du hast offenbar sehr große Angst, dich mit deinen traumatischen Kindheitserfahrungen auseinanderzusetzen.

          Hier irgend etwas mit frühkindlichen Gewalterfahrungen erklären zu wollen, ist ein ebenso unseriöser Bullshit wie es der Versuch wäre, dieselben Ereignisse durch eine angebliche »männliche Hegemonialität« erklären zu wollen.

          Woher weißt du denn, wie die Kimbern, Tiguriner und Teutonen als Kinder behandelt wurden. Zur damaligen Zeit existierte noch eine extreme Grausamkeit gegenüber Kindern, die völlig normal war.

          Ein Mensch, der als Kind Humanität erfahren hat, würde die Römer nicht mit Waffengewalt angreifen, ja es noch nicht einmal können.

          Es ist wirklich traurig, wie du die einfachsten Tatsachen leugnest.

          Du solltest dich mal ernsthaft mit Fallgeschichten auseinandersetzen.

          Hast du schon einmal überlegt, daß die gesamte Gesellschaft in einem Verblendungszutand sein könnte, den du hier wiederholst? Euereins ist da nicht besser als der Durchschnittsfeminist, der die feministischen Narrative noch nie hinterfragt hat.

          Zum anderen privilegiert diese Perspektive die Rolle des Therapeuten als Seelenführer: der Blick auf äußere Umstände ist nachrangig, entscheidend ist die Transformation der Seele durch die frei machende Offenbahrungswahrheit.

          Du hast offenbar keinerlei Ahnung, wovon du sprichst. Hast du mal ein Buch von Miller gelesen?

          Mich würde ja mal deine Kindheit interessieren. Was hast du da so erlebt? Das dürfte ziemlich grausam gewesen sein angesichts deiner starken Abwehrhaltung, die sich an den Verdrehungen und Verzerrungen zeigt, wie im obigen ZItat zu besichtigen.

          Ich kann dich beruhigen, es gibt Gesunde. Das sind vermutlich weniger als 1% der Bevölkerung. 🙂

          http://alice-miller.com

        • „Mich würde ja mal deine Kindheit interessieren. Was hast du da so erlebt? Das dürfte ziemlich grausam gewesen sein angesichts deiner starken Abwehrhaltung, die sich an den Verdrehungen und Verzerrungen zeigt, wie im obigen ZItat zu besichtigen.“

          Erstaunlich wie vielfältig sich Grausamkeiten der Kindheit im Leben eines Erwachsenen manifestieren:
          Manche greifen zur Waffengewalt, andere werden schwul, einige Prostituierte, manche Marxisten, wieder andere tragen Piercings oder Tattoos und die ganz mies Behandelten verdrehen Zitate.

          Eine Gemeinsamkeit haben aber alle: Jeder ist anderer Meinung als Kirk.

        • »Du hast offenbar sehr große Angst, dich mit deinen traumatischen Kindheitserfahrungen auseinanderzusetzen.«

          Über den Umfang meiner Reflexion über meine eigene Kindheit und Jugend kannst Du schlechterdings nichts wissen – dass Du trotzdem solche Unterstellungen aussprichst, erfüllt exakt den Tatbestand der therapeutischen Anmaßung, den ich kritisiere.

          »Zur damaligen Zeit existierte noch eine extreme Grausamkeit gegenüber Kindern, die völlig normal war.«

          Das ist ein Mythos und in dieser Verallgemeinerung schlicht falsch. Es kommt auf die Situation an, in der sich die Gesellschaft insgesamt befindet. Ein Fall, bei dem man eine Korrespondenz zwischen den Bedingungen des Aufwachsens und gesellschaftlicher Gewaltneigung tatsächlich plausibel begründen kann, ist die Gesellschaft der Azteken – dazu gibt es von Mario Erdheim eine interessante Studie (in »Die gesellschaftliche Produktion von Unbewußtheit«). Aber Erdheim beschreibt die aztekische Gesellschaft auch als einen Spezialfall fehlschlagender kollektiver Lernprozesse. Das ist nicht der anthropologische Normalfall.

          »Ein Mensch, der als Kind Humanität erfahren hat, würde die Römer nicht mit Waffengewalt angreifen, ja es noch nicht einmal können.«

          Und was hätte er davon? Er würde von der kulturellen Evolution aussortiert. Man kann Deinem Argument zugestehen, dass es auf die Zweischneidigkeit zivilisatorischer Prozesse hinweist. Das staatliche Gewaltmonopol beispielsweise beruht einerseits auf der Institutionalisierung von Gewalt (Körper- und Todesstrafen), resultiert aber auch aus Lernprozessen in komplexen Umwelten mit hoher Bevölkerungsdichte, die es in steinzeitlichen Umgebungen schlicht nicht gab.

          Hier auf traumatisierte Kinder und traumatisierende Sozialisation abzuheben, ist ein Kategorienfehler, der übersieht, dass die Veränderung von Lebensumwelten für Gesellschaften insgesamt traumatisierend sein kann, wenn sie normale kulturelle Adaptionsgeschwindigkeiten überfordern. Kulturelle Institutionen können nur so gewaltfrei sein, wie die Lebensumwelt der Gesellschaft dies zulässt. Dieser Fehler ist analog zu jenem fundamentalen Denkfehler des Feminismus, der unterstellt, dass die Probleme der Zivilisation der speziellen männlichen Psyche entstammen und dabei übersieht, dass Gesellschaften ohne eine solche »männliche Psyche« schlicht untergegangen wären – weil es Männer sind, die sich im Rahmen einer evolutionär entstandenen Arbeitsteilung der äußeren Umwelt und ihren Widrigkeiten primär stellen.

          »Hast du schon einmal überlegt, daß die gesamte Gesellschaft in einem Verblendungszutand sein könnte, den du hier wiederholst?«

          Hast Du schon einmal überlegt, dass die Unterstellung eines universellen Verblendungszusammenhangs exakt dem gnostischen und manichäischen Denken entspricht, das Du hier wiederholst? Schwarz und weiß, gut und böse, und eine winzige Anzahl Auserwählter, die das Licht der Wahrheit verkünden. Du bist der therapeutische Gnostiker par excellence.

          »Mich würde ja mal deine Kindheit interessieren. Was hast du da so erlebt? Das dürfte ziemlich grausam gewesen sein angesichts deiner starken Abwehrhaltung, die sich an den Verdrehungen und Verzerrungen zeigt, wie im obigen Zitat zu besichtigen.«

          Das ist die therapeutische Version des religiösen Vorwurfs: »Dein Herz ist verstockt!« QED.

        • Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesu und sprachen: Wer ist der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer sich für gering hält wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.

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