Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 26. Februar 2016

Die Wenn-man-uns-lässt-Väter

Der Blog Aufzehenspitzen äußert sich kritisch zu „Wenn man uns lässt“-Vätern. Ein wesentliches Element ist dabei, dass die Väter kaum Einschränkungen in Kauf nehmen, sondern ihr Leben eben im wesentlichen weiterleben:

Wenn man uns laesst Vaeter

Wenn man uns laesst Vaeter

Also das junge Väter, also gerade auch solche mit jungen Kindern nicht auf Schlaf verzichten und auf Treffen mit Freunden und allgemein weniger Freizeit kommt mir jetzt nicht so vor. Mit steigenden Alter der Kinder legt sich das natürlich. Natürlich sind viele schon durch den Beruf festgelegt, da ja irgendwo das Geld herkommen muss.

Sie schreibt dazu:

Emotional mag sich also für die “neuen Helden” vielleicht einiges geändert haben – aber ansonsten verläuft das Leben im jungen Vaterglück recht beschaulich in den bekannten Bahnen weiter. Naja. Immerhin: 1 Prozent musste auf “berufliche[n] Erfolg” verzichten und 2 Prozent auf “Schlafen/Ruhe” – 3 Prozent sogar auf “Zeit mit Freunden”.

So. much. Heldentum.

Ist das ein Schuh oder ’ne Socke“, darf dann auch der erste porträtierte Jung-Papa fragen. Das alte Narrativ vom hilflosen Papa wird zusätzlich mit auf den Weg gegeben. Und wieder tönt im Hintergrund das “… wenn man uns lässt” – das sich nach und nach in ein properes “selber schuld” verwandelt. Selber gebären fände der Gerade-Noch-Nicht-Vater übrigens “sehr okay“. Wirklich schlimm für ihn ist, dass er selbst “nur dastehen” kann und “das ist dann so eine Situation, in der man keine Kontrolle hat“. Ahm. Was ist mit …. sagen wir: selbst gebären? Aber genau: um die Person, die das Kind aus dem Leib presst oder der das Kind aus dem Leib operiert wird, geht es ja nicht. Der nächste Papa betont, dass er sich Zeit nehmen möchte, “denn so ein Kind läuft nicht nebenher“. Wohoo! Das Problem: Er hat einen zeitintensiven Job und keine Zeit (aber zum Glück gibt’s da noch Mama, nicht?).

Die Stimme aus dem Off sinniert vor sich hin: Väter würden immer häufiger beides wollen – Erfolg im Job und ein guter Vater sein. Gähn! Tell me! Deshalb darf auch noch der “Vätercoach” eines großen Unternehmens seinen Senf dazu geben. Sein Tipp: Verbringen Sie doch schon vor der Geburt “Zeit mit dem Babybauch“. Er verrät leider nicht, wie dieser Babybauch von Person A auf Person B überhüpfen kann … schade.

Wie sind denn da eure Erfahrungen?

Machen die Männer zu wenig und verstecken sich dahinter, dass man sie nicht lässt?

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Responses

  1. Also ich habe ja eher das Gefühl, dass das „nichts“ sehr subjektiv ist. Den Männern die so geantwortet haben, fehlt vermutlich ein Teil von allem, Freizeit, Schlaf, Zeit mit der Partnerin, usw. Sie merken es nur nicht, weil das durch das Gefühl ersetzt wird, dass sie gebraucht werden, und sich eben um Frau und Kind kümmern. Die Dinge sind weg, aber sie vermissen sie nicht akut, es fühlt sich also nicht nach Einschränkung an. Zumindest sehe ich das so bei den gerade werdenden/gewordenen Vätern in meinem Bekanntenkreis.

  2. Auf den ersten Blick ist die dominante Antwort „Nichts“ tatsächlich überraschend. Und für jemanden, der von außen drauf guckt, merkwürdig. Weil: Dieser außenstehende Beobachter würde natürlich bemerken, dass sich sich fast Alles im Leben der jungen Väter ändert.

    Und das ist der Schlüssel. Die Frage lautet eben nicht: „Was hat sich für Sie verändert?“ Da würden die allermeisten eben dies sagen: „So gut wie alles“. Die Frage aber lautete: „Worauf mussten Sie VERZICHTEN?“. Und ich hätte damals auf diese Frage auch mit „Nichts“ geantwortet.

    Aus eigener Erfahrung wie auch aus dem, was ich aus dem Freundes- und Bekanntenkreis weiß, ist es ganz einfach so: Das Vater werden uns Vater sein krempelt die ganze Identität um. Es ändert das Wertesystem, also, was mir wie wichtig ist im Leben. Manche Dinge werden mit einem mal komplett unwichtig, ja uninteressant. Andere rutschen auf der Prioritätenskala so weit nach hinten, dass sie kaum noch bemerkt werden.
    Und das fängt nicht erst mit der Geburt an, sondern schon mit der ersten Schwangerschaft.

    Beispiel: Vor dem ersten Kind sind meine Exfrau und ich mindestens einmal in der Woche, oft auch zwei mal, im Kino gewesen. Und wir hatten beide cineastische Neigungen. Also der Film wurde nicht nur geguckt, sondern auch Kritiken gelesen und diskutiert, was man ähnlich und was man anders empfunden hat, welche Besonderheiten in Kameraführung oder Musikeinsatz man bemerkt hat ect. pp.
    Das wurde sehr plötzlich komplett unwichtig.

    Die Lösung des Rätsels ist eigentlich ganz einfach. Früge man die jungen Väter, was sich geändert hat, würden sie vermutlich zu ebenso 3/4 sagen: „Alles“. Aber fragt man eben, worauf verzichtet werden muss, dann sagen sie: „Nichts“.
    Weil es nicht als VERZICHT erlebt wird. Man hat etwas anderes. Und das ist viel wichtiger, letztlich auch viel erfüllender.

    Das ein feministischer Blog das natürlich nur maximal böswillig gegenüber den Vätern interpretieren kann („Da sieht man es mal wieder: Den Vätern sind ihre Kinder scheißegal!1111!!!!eins!!!drölf!!!1!“) ist natürlich auch klar. So sind sie eben, die Ideologinnen. Sie können nur sehen, was sie sehen wollen.

    • @ virtual-cd „Weil es nicht als VERZICHT erlebt wird. Man hat etwas anderes.“ Das ist auch meine Erklärung dafür, dass die Ergebnisse so überhaupt nicht passen zu den Erfahrungen, die ich und andere Väter, die ich kenne, machen.

      Unser Junge war ein Wunschkind, ich freu mich sehr darüber, dass er da ist – es käme mir unserem Sohn gegenüber aggressiv vor, jetzt lamentierend aufzulisten, worauf ich seinetwegen alles verzichten muss. Kann er doch nichts für – es war schließlich unsere (meiner Ex-Partnerin und meine) Entscheidung, dass er zur Welt gekommen ist.
      Dabei ist es objektiv sehr viel, was ich zurückstelle – trotzdem würde ich es nicht als Verzicht präsentieren.

      „Nicht ‘mal jeder 5. Vater reduziert seine Arbeitszeit, obwohl alle Väter doch unbedingt Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen.“ (so bei ‚aufzehenspitzen‘) Schlimmer noch: Die Bloggerin hätte sogar darauf hinweisen können, dass durchschnittlich die Arbeitszeit von Männern nach Geburt eines Kindes sogar STEIGT. (Report der Böckler-Stiftung, S. 20 http://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_22_2015.pdf , vgl. auch Teardown weiter unten) In der Logik der Autorin würde das wohl bedeuten: Väter sind nicht nur desinteressiert an Kindern, sie fliehen regelrecht aktiv vor dem Horror und den unendlichen Anstrengungen der Kindessorge!!

      Dass irgendjemand auch Geld für die Familie und das Kind verdienen muss – und dass das zur Kindessorge dazugehört: Das kommt in dem zitierten Artikel bezeichnenderweise nirgends vor. Väter arbeiten mehr als kinderlose Männer, weil sie mehr Geld heranschaffen müssen: Das kann ihnen nur jemand als „Desinteresse“ auslegen, der sich um Geld gar nicht ernsthaft kümmern muss.

      Tatsächlich erwarten 72% der befragten Frauen in der Studie von Allmendinger 2013, dass der Partner „viel Geld verdient“ (ich hatte zu der Studie selbst mal was geschrieben, http://man-tau.com/2013/10/09/was-frauen-wollen-und-manner-wollen-sollen/ ). Dass Männer weitgehend für das Familieneinkommen sorgen, ist nicht einfach nur eine Erwartung reaktionärer unemanzipierter Familienväter, sondern auch und wohl vor allem eine Erwartung, mit der Väter bei ihren Partnerinnen konfrontiert sind.

      Gleichzeitig ist es verzerrend, so zu tun, als würden Männer Kinder gleichsam als Waffe benutzen, um Frauen aus den Berufen herauszudrängen. Zwar ist die Teilzeitquote bei Frauen mit 3-9jährigen Kindern tatsächlich doppelt so hoch wie bei kinderlosen Frauen (etwa 73 zu 36,3) – aber die Teilzeitquote bei kinderlosen Frauen ist zugleich fast vier Mal so hoch wie bei kinderlosen Männern (etwa 36,3 zu 9,6, Böckler-Report, S. 22)

      Meine Erklärung: Tendenziell bereiten sich Männer schon vor der Geburt von Kindern und schon bei ihrer Berufswahl darauf vor, einmal mit ihrem Einkommen eine Familie ernähren zu müssen, während für viele Frauen die Voll-Berufstätigkeit eine Durchgangsstation auf dem Weg zur Mutterschaft ist. Kein Wunder, dass sich dann für Männer nach der Geburt von Kindern weniger zu ändern scheint als für Frauen: Männer hatten gewissermaßen auch schon vorher die Situation auf hingearbeitet und müssen damit dann einfach nur weitermachen.

      Sicherlich gibt es Väter, die sich tatsächlich nicht für ihre Kinder interessieren. Es gibt auch Frauen, die sich nicht sonderlich für eine Erwerbsarbeit interessieren. Während aber das verallgemeinernde Klischee des desinteressierten Vaters Teil des Mainstreams ist, wird das Klischee der arbeitsvermeidenden Frau nur von verbittert wirkenden Außenseitern aufrechterhalten.

      Diese Klischees bedienen politische Interessen: Das Bild des Vaters, der sich ohnehin nicht für seine Kinder interessiert, legitimiert rechtliche und institutionelle Strukturen, in denen Väter weiterhin und mit großer Selbstverständlichkeit als Eltern zweiter Klasse behandelt werden. Würde ich es selbst nicht erleben, dann hätte ich es nicht für möglich gehalten, mit welcher Verbissenheit gerade feministische Frauen hier das Bild verteidigen, Kinder gehörten in aller erster Linie zur Mutter – und der Vater sei zwar wichtig, aber nur dann, wenn er der Mutter nicht in die Quere kommt.

      Wenn die feministische Mutter vom aufZehenspitzen-Blog so unzufrieden ist, gibt es also zwei Möglichkeiten, etwas zu ändern:

      Erstens bräuchten wir eine vollständige Gleichberechtigung von Müttern und Vätern, einschließlich (bei Bedarf) seriöser Unterstützungsangebote für beide. Eltern-Beratungsstellen beispielsweise sind nach meiner Erfahrung oft bloß Mütterberatungen, bei denen der Vater ab und zu dabei sein darf. („Frauen- und Familienberatung“ heißt das z.B. bei der Caritas).

      Zweitens müssen sich Frauen, anstatt über die abwesenden Väter zu lamentierten, darauf vorbereiten, eine Familie zu ernähren – notfalls auch allein – und entsprechend ihre Berufswahl treffen. Auch Paare, die sich als progressiv verstehen und die Arbeit und Kindessorge gleichermaßen aufteilen wollen, merken nach meiner Erfahrung oft, dass sie wie von Zauberhand auf das Einkommen des Mannes leider deutlich weniger verzichten können als auf das Einkommen der Frau, und dass deshalb die Frau daheim bei den Kindern bleiben muss.

      Männer beginnen mit ihrer Kindessorge durch Einkommenserwerb eigentlich schon bei ihrer Berufswahl, lange bevor das Kind da ist. Solange Frauen das nicht ähnlich machen, werden sie eben die Zustände weiter aufrechterhalten, die dann zugleich von Bloggerinnen und Aktivistinnen mit so öffentlichkeitswirksam-gerechter Wut beklagt werden können.

  3. Am wichtigsten an diesem Text ist wohl der unglaubliche Chauvinismus und die Arroganz der Autorin.

    Dann ist solch eine Übersicht auch hochgradig als objektives Indiz fragwürdig.

    Wie sieht die Übersicht bei Frauen aus?

    Neigen Frauen mehr dazu zu lamentieren, sodaß dort dann mehr Verzicht herauskommt?

    Wie wird der Verzicht bewertet? Finden Frauen den beruflichen Verzicht schlimm, ungerecht?

    Wieviel objektiver Verzicht findet bei Männer statt, den sie aber subjektiv nicht so empfinden, weil sie die „Verzichtsursachen“ innerlich bereichern?

    Man ist ja immer wieder baff ob der geistigen Schlichtheit von Feministinnen und der bedingungslosen Tendenziosität. Und dann gibt es ja noch die empirische Alltagsrealität, die nicht nur zeigt, daß Väter tatsächlich „weiblicher“ wurden, sondern auch, daß die ganze islamophile Refugee-Propaganda für die Katz ist. Der Mann auf der Straße läßt sich halt nicht verarschen. Weder von feministischer Propaganda noch von Refugee-Propaganda. Mögen die Statistiken dafür noch so schön frisiert sein.

    An dieser Übersicht sieht man auch schön, wie wenig objektive Wahrheit häufig in „wissenschaftlichen“ Studien steckt bzw. daß man dort fröhlich alles Mögliche hineininterpretiert.

    PS: Ich sehe gerade, daß CD-Mensch auch schon einiges angesprochen hat.

    • Bei Frauen wird die Umfrage völlig anders aussehen. Denn, selbst wenn die Frauen genau das tun, was sie tun wollten, werden diese das stets als harte Arbeit und schrecklichen Verzicht darstellen.
      Wenn ein Mann eine Stunde mit dem Kind Fußball spielt, dann ist es für ihn das schönste auf der Welt und aus der Sicht der Frau tut der Mann nichts, sondern geht nur seinem Privatvergnügen nach. Die Frau wird wahrscheinlich noch plärren, dass er sich nicht genügend um sie kümmert.

      Wenn die Frau hingegen eine Stunde mit dem Kind Spiele spielt, dann verkauft sie das harte Betreuungsarbeit und als einen schrecklicher Verzicht auf die Dinge, die sie eigentlich tun möchte. Auch hier wird die Frau plärren, dass der Mann sich nicht genügend um sie kümmert. Und auch hier wird die Frau davon ausgehen, dass der Mann nichts tut und nur seinem Privatvergnügen nachgeht.

  4. Haben die Mütter auch irgendwo diese Fragen beantwortet?
    Zwecks Vergleichbarkeit und Objektivität wäre dies schon notwendig.

    • Es ist sogar nur eine Erhebung über Väter in NRW -> Dementsprechend reden wir nur über Väter in NRW.

    • Selbst wenn – vielleicht verstehen Frauen die enorm negative Implikation von _mussten_ _verzichten_ anders als Männer.

      • Die Formulierung war schon wirklich ungünstig gewählt.
        Eine neutralere, eindeutige Wortwahl wäre zweckmäßig gewesen.

        Trotzdem wäre ein Vergleich sicherlich interessant.

  5. Meine These damals war ja, dass der verzichtseinschnitt mit der vollerwerbstätigkeit einsetzt. Väter arbeiten üblicherweise hat etwas mehr als Nicht-Väter, dass korreliert perfekt damit, dass Mütter weniger arbeiten.

    Seit meiner Vollerwerbstätigkeit muss ich „verzichten“: Weniger feiern, weniger Freunde treffen, weniger sport, weniger zeit für mich und und und. Das war zur Studizeit anders. Gut dafür verdient man Geld. Man kann sich mehr leisten. Überall. Die Qualität der Freizeit, wenn man denn welche hat, hat deutlich zugenommen. Hmmmm….

    Diese Zahlen sagen im Prinzip gar nichts. Ich bin in einem Alter, in dem viele um mich herum und auch viele Kollegen Vater werden. Ich sehe deren Verzicht, ich sehe die augenringe des Kollegens, mit dem ich vorgestern in der pause beim rossmann folgemilch kaufen war. Ich sehe den freund, der am Wochenende nicht mitkommt zum feiern, weil er die kleine mal hat. Oder den dreifachen Vater, der nicht mehr jedes spiel in der kurve beim fussball steht, sondern nur noch viermal die Saison.

    Adrian könnte damals recht gehabt haben: Männer jammern einfach weniger. Auch eine Erklärung. Man interpretiert diese Zahlen halt wie man möchte. Und wenn man ne bösartige feministin ist, dann halt so, dass hier sich mal wieder die faulen Männer zeigen. Die faulen Männer die ihre Arbeitsleistung mit der geburt des Kindes sogar noch ausweiten. Eine Arbeitsleistung die vorher schon höher war, als das was frauen leisteten übrigens.

  6. Wo ist die Studie? Was sagt sie?


    Wenn die Väter da sind, dann lesen sie vor allem die Gutenachtgeschichte vor und bringen ins Bett (76 Prozent) – eine klare Papa-Aufgabe. Eher bei der Mutter liegt nach wie vor die Aufgabe, die Kinder bei Krankheiten auch zuhause zu betreuen (und dafür im Notfall einen Arbeitstag abzusagen) – das machen nur 30 Prozent der Väter regelmäßig. Dafür sind die Väter bei der Rollenaufteilung in der Erziehung sehr tolerant. In 70 Prozent der Fälle hat die Mutter das letzte Wort – und stört das die Väter? Nein! Sagen 90 Prozent.

    8 Prozent der Väter haben für ihr zuletzt geborenes Kind keine Elternzeit genommen – aber nicht, weil sie nicht wollen. 60 Prozent dieser Väter hätten das gern gemacht. Und: Fast alle Väter, die Elternzeit genommen haben, hätten gern noch länger Elternzeit genommen (82 Prozent).
    Was den Vätern bei ihrem Wunsch nach mehr Elternzeit im Weg steht: Entweder wollte die Partnerin die Elternzeit ganz ausnutzen (38 Prozent). Mindestens gleichbedeutend sind aber berufliche Gründe (37 Prozent). Nur wenige Väter reduzieren für die Kinder ihre Arbeitszeit. (19 Prozent). Wenn sie dies tun, dann vor allem bis 20 Prozent (45 Prozent). Auffallend ist, dass dies vor allem die jüngeren unter den befragten Vätern sind.

    https://presse.wdr.de/plounge/tv/wdr_fernsehen/2016/01/20160110_vaeter_die_neuen_helden.html

  7. Die Frage war: Worauf mussten sie verzichten? – nichts.

    Der Tenor: Wir sind die neuen Helden wenn man uns lässt.

    Das Ergebnis: Wenn junge Väter gelassen werden würden, würden sie gerne verzichten.

  8. Hm, mein Kommentar wird nicht angezeigt? Neuer Versuch.

    Wenn wir also das „Ich musste auf nichts verzichten“ mit dem „Wenn man uns lassen würde sind wir die neuen Helden“ kombiniert, dann kommt daraus her vor das

    1.: Im Moment Frauen (also Mütter) die Helden sind.
    2.: Männer (also Väter) das gerne tun würden, und dafür auch verzichten würden.

    • Der erste Kommentar muss immer manuell freigeschaltet werden, jetzt sollten sie aber sofort erscheinen

    • Mein Problem ist einfach, dass die Leistung von Vätern einfach nicht gesehen wird.

      Wenn ich auf den Tisch einen 100 Euro Schein hinlege, dann sieht das ganz simpel aus. Spielend leicht. Nichts besonderes. Dieser 100 Euro Schein ist aber materialisierte Zeit. Zeit die man geopfert hat um ihn zu bekommen. Das war in der Vergangenheit, irgendwann mal. Geld hat die Lagerfunktion.

      In meinem Fall bedeuten 100 Euro einen ganzen Tag Arbeit. Einen ganzen Tag! Letztlich ist Wirtschaft etwas, dass von Zeitverwendung determiniert ist. Bei reduziert erwerbstätigen Müttern die „bemuttern“ sieht man die Leistung sofort. Das ist der zentrale Wahrnehmungsfehler den noch so jede feministin unterliegt. Deshalb heißt es ja auch, man würde Verantwortung für Familie übernehmen, wenn man Erziehungsarbeit leisten würde. Dass Väter Erwerbstätigkeit mit Geburt der Kinder statistisch robust ausweiten, wird manchmal sogar als Verantwortungsentzug gelesen! Was für ein Unsinn!

      Wenn Mama junior zur Schule fährt und danach das Haus putzt, dann kann sie das nur, weil das Auto überwiegend von seinem Einkommen bezahlt wird, das Haus ebenso. Und man komme mir nicht mit dem Staat, den unterhalten auch überwiegend Männer mit geld. Also mit ihrer Zeit die sie opfern. Zeit die Verzicht bedeutet, zeit die Verantwortung heißt.

      Feministinnen sind doch immer so erpicht darauf, dass alles gleich alles gleichwertig ist. Erwerbstätigkeit und das teilen ses Einkommens ist keine geringere verantwortungsübernahme für die Familie als in Teilzeit den großteil der Erziehungsarbeit zu leisten.

      Nur bei dem Thema care wird das ständig ausgeblendet. Frauen würden tatsächlich! Unbezahlt!!!! Arbeiten!

      Was Männer leisten sieht man eben gar nicht. Und man wirft ihnen das noch vor als Verantwortungsentzug….pffff

      • Und vor diesem Hintergrund versteht man auch das zunehmende Thema care im feminismus. In dem Maße wie Männer von ihren Partnerinnen selbst wirtschaftliche unabhängigkeit einfordern und die Erwerbstätigkeit von frauen ansteigt, umso deutlicher werden Feministinnen auf eine Bezahlung von Erziehungsarbeit insistieren. Das ist dann das feministische Paradies. Nicht nur der eigene Ehemann arbeitet für die gemeinsame versorgungsgemeinschaft, nein, auch alle anderen Kinderlosen, die mit ihren steuern dieses Einkommen generieren.

        Frau hat dann noch mehr Sicherheiten, da der Versorger Staat immer bereitsteht und alle finanziellen härten abfängt. Care Revolution heisst letztlich die vollkommene Entkernung der gesellschaft, die entfamiliarisierung.

  9. Es ist wirklich nicht einfach, bei solchen Artikeln nicht zum Frauenfeind zu werden.

    Im Englischen gibt es die Metapher: Sie will den Kuchen sowohl behalten als auch essen.
    Die Definition von Feminismus ist, es als Zumutung zu interpretieren, dass das nicht geht.

    • Warum macht die Meinung einer Frau dich feindselig gegenüber allen Frauen?

      • Fehlender Widerstand gegen Feminismus, ja sogar die teilweise freudige Zustimmung zu diesem und die gerne genommenen Vorteile daraus …

        • „Fehlender Widerstand gegen Feminismus, ja sogar die teilweise freudige Zustimmung zu diesem“

          1. Es gibt nicht „den“ Feminismus. Das ist wie mit dem Islam.
          2. Die meisten Leute bekommen davon gar nicht alles mit. Das meiste davon sind doch eher irgendwelche Auswüchse von Instituten für Sozialwissenschaften und nichts was es in den Mainstream schafft.
          3. Männer leisten auch keinen Widerstand dagegen.
          Im Gegenteil, als ich nachfragte, wieso es von Männern keine Aktion gegen die #ausnahmslos Debatte gab, wurde mir gesagt, dass Männer das gewohnt sind und deshalb halt nichts dazu sagen. Wieso sollte das bei Frauen anders sein?
          Wieso ist es bei Männern in Ordnung, bei Frauen nicht?

        • „Wieso ist es bei Männern in Ordnung, bei Frauen nicht?“

          Ach herrjeh. Eine neue Opferrolle aufgedeckt?
          Hier das Frauenkreuz in Bronze, extra für Dich 🙂

        • @atacama,

          ich sehe, du hast vergessen, auf den „freudige Zustimmung“ Teil einzugehen.

        • „1. Es gibt nicht “den” Feminismus. Das ist wie mit dem Islam.“

          So wie es keine Moslems, Feminist.I.nnen oder Christen gibt … 🙂

        • Was sollen Männer denn noch groß zu #ausnahmslos sagen? Ob Frauen es so unglaublich schrecklich schwer im Leben haben, können halt nur Frauen beurteilen! Wenn ein Mann erklären würde, dass das Leben der Frau doch insgesamt gar nicht so schlimm sei, dann wird man ihm wieder vorhalten, dass er das als Mann halt nicht beurteilen kann und er ohnehin nur ein „angry white men“ sei, der Angst um seine Privilegien habe!

          Die einzigen, die gegen den asozialen Kindergarten-Feminismus aufbegehren könnten, wären somit nur vernünftige Frauen. Aber, die scheint es halt nahezu nicht zu geben! Denn irgendwie ist es für die schweigenden Frauen ja auch toll, die ganzen asozialen Vorteile, die die Kindergarten-Feministinnen durchsetzen, mitzunehmen. Ist doch irgendwie auch toll, wenn man mittels der Vergewaltigungsvorschriften noch mehr Macht in der Beziehung erhält und noch leichter dem Mann das Leben zerstören bzw. Hölle machen kann, wenn dieser nicht wunschgemäß alle Wünsche erfüllt. Wen interessieren da schon die Falschbeschuldigten oder faire Vorschriften, die die Interessen aller im Blick haben? Und es ist doch irgendwie auch toll, wenn die Leistungen und Probleme der Männer vollkommen ausgeblendet werden, so dass man jeden kleinsten Pups und schon die bloße Existenz der Frau als unglaubliche Heldentat für die Beziehung, die Gesellschaft und die gesamte Menschheit abfeiern kann, die von der bösen patriarchalen Gesellschaft halt nicht ausreichend wertgeschätzt wird.

          Solange der asoziale Feminismus keine Gegenwehr aus den Reihen der Frauen bekommt, treten die asozialen Feministinnen halt im Namen aller Frauen auf, so dass sich auch alle Frauen deren asozialen Verhalten zurechnen lassen müssen.

          Wenn eine kleine Gruppe Männer asoziale Vorschriften zu Lasten von Frauen durchsetzen würden und die schweigende Mehrheit der Männer würde nicht nur nichts tun, sondern auch die Parteien dieser asozialen Politik wählen, dann würde man auch alle Männer für die asoziale Politik verantwortlich machen.

        • @ xyz
          Korrekt, korrekt, korrekt. Viele Frauen sind Opportunisten. Ihr starkes Selektionsverhalten macht überdies Solidarität mit Männern nahezu unmöglich.

        • “ Ob Frauen es so unglaublich schrecklich schwer im Leben haben, können halt nur Frauen beurteilen! “

          Aber deutsche Männer können beurteilen, ob sie genauso oft vergewaltigen und genauso systematisch übergriffig werden, wie die Männer vom Kölner Dom, wie #ausnahmslos.
          Da Männer sich dagegen nicht positionieren, kann man das dann ja als stillschweigende Zustimmung werten nach eurer Logik. Wer nicht aufbegehrt, der stimmt zu. Nach eurer Logik.

          „Wenn ein Mann erklären würde, dass das Leben der Frau doch insgesamt gar nicht so schlimm se“

          Ein Mann könnte aber erklären, dass er sich nicht so verhält, wie die aus der Silvesternacht.

          „Aber, die scheint es halt nahezu nicht zu geben! Denn irgendwie ist es für die schweigenden Frauen ja auch toll, die ganzen asozialen Vorteile, die die Kindergarten-Feministinnen durchsetzen, mitzunehmen. Ist doch irgendwie auch toll, wenn man mittels der Vergewaltigungsvorschriften noch mehr Macht in der Beziehung erhält und noch leichter dem Mann das Leben zerstören bzw. Hölle machen kann,“

          Wie gesagt: Die meisten kriegen davon nichts mit. ich lese hier schon eine Weile mit und habe keine Ahnung, was für „Vergewaltigungsvorschriften“ es in Deutschland gibt, geschweigedenn, wann genau und wieso die sich geändert haben.

          “ Wen interessieren da schon die Falschbeschuldigten oder faire Vorschriften, die die Interessen aller im Blick haben?“

          Falschbeschuldigungen wird es immer geben. Was willst du da die Interessen aller im Blick haben?
          Bei Falschbeschuldigungen ist es eine 100% Sache. Entweder, du klassifizierst den Richtigen als Schuldigen – oder eben nicht.
          ich bin auch schon falschbeschuldigt worden (natürlich nicht in Zusammenhang mit Vergewaltigung aber trotzdem) und finde das nicht gut, da auf der Position des Angegriffenen zu stehen.
          Aber genauso scheiße ist es, wenn du jemanden beschuldigst und er kommt davon, obwohl er der Täter ist.

          „Und es ist doch irgendwie auch toll, wenn die Leistungen und Probleme der Männer vollkommen ausgeblendet werden, so dass man jeden kleinsten Pups und schon die bloße Existenz der Frau als unglaubliche Heldentat für die Beziehung, die Gesellschaft und die gesamte Menschheit abfeiern kann, die von der bösen patriarchalen Gesellschaft halt nicht ausreichend wertgeschätzt wird. “

          Wie gesagt, geht doch mal auf die Straße. Wenigstens ein einiziges Mal. Und sei es nur, um mir zu beweisen, dass ihr es könnt.
          Ihr müsst ja nicht gegen Feminismus oder Frauen auf die Straße gehen, ihr könnt ja auch für euch auf die Straße gehen. Als ich sagte: „Geht auf die Straße“, hieß es von allen Seiten „Neee“ und „Männer sind das gewöhnt, die können das ab“.

          Bisher ist es ja eher so: Man meckert im Internet, und es wird über die Frisur von Feministin x zu meckern genauso viel Energie aufgewendet wie für die Kritik an Sorgerechtsänderung xyz. Wahrscheinlich kommt daher die mir unterstellte „Double Bind“ „Taktik“, das ich einerseits Rumjammern und andererseits Passivität anmahne. Es trifft nunmal beides zu.
          Und die Tatsache, dass wichtige Sachen dann oft untergehen.

        • „Wie gesagt, geht doch mal auf die Straße.“

          Die heutige Kommunikation erfolgt über soziale Medien. Wir gehen ja auch nicht mehr in Telefonzellen zum Telefonieren.

        • „Die heutige Kommunikation erfolgt über soziale Medien. Wir gehen ja auch nicht mehr in Telefonzellen zum Telefonieren.“

          Achso, wieso willst du dann, dass Frauen zum Telefonieren in die Telefonzelle gehen?
          Durchforste doch erstmal das Internet, ob es nicht irgendwo Frauen gibt, die negative Kommentare zu einem Thema deiner Wahl abgegeben haben, bevor du urteilst.

        • „Achso, wieso willst du dann, dass Frauen zum Telefonieren in die Telefonzelle gehen?“

          Wieso will ich das?

          „Durchforste doch erstmal das Internet, ob es nicht irgendwo Frauen gibt, die negative Kommentare zu einem Thema deiner Wahl abgegeben haben, bevor du urteilst.“

          Hab ich bereits. Das tun sie. Nur wenige Frauen stimmen mir zu 🙂

        • Nehme hier (mal wieder) eine gemischte Position ein: Ich warne auch davor, das Verhalten hysterischer Netzfeministinnen allen Feministinnen oder gar allen Frauen anzukreiden, aber etwas mehr weiblicher Einspruch wäre mir auch ganz lieb.

          Doch wie Atacama ganz richtig sagt, dürften die meisten Frauen überhaupt nichts von der ganzen Sache mitkriegen. Die lesen ab und zu mal einen Artikel über den Gender Pay Gap oder darüber, dass eine Vergewaltigung nur anerkannt würde, wenn das Opfer bleibende Verletzungen erhält und sind empört. – Völlig zurecht, nach ihrem Wissenstand. Wir beschäftigen uns ja auch nicht mit allem, was wir von außerhalb unserer Fachgebiete hören, sondern nehmen es erstmal so hin.

          Es sind halt die Feministinnen, die es mitbekommen, von denen ich Widerworte erwarten. Die eben gerade betonen, dass es nicht DEN Feminismus gibt, wenn jemand für ihn zu sprechen behauptet. Auch die gibt es.
          Aber Männer können da tatsächlich wenig machen. Ein Einspruch von männlicher Seite für die Unschuldsvermutung oder Redefreiheit bei einem solchen Thema wird sofort als die Vergewaltigungsbefürwortung eines Frauenhassers, der in rechtsextremistischer Paranoia um seine Privilegien fürchtet, diffamiert.
          Habe ich selbst schon erlebt.

          Aber das ist für mich natürlich gerade ein Grund, sich vor Vorverurteilungen von Frauen zu hüten. Denn die sind die Verbündeten, die wir brauchen, um die ganze verwirrte Geschlechtersache auf die Reihe zu kriegen.

        • @Atacama
          Jetzt sollen also schon Männer erklären, dass sie ja selber keine Vergewaltiger bzw. sexueller Belästiger seien bzw. man selber würde nicht so oft vergewaltigen würde, wie andere Männer?

          Im Übrigen haben sich sehr viele Männer positioniert und erklärt, dass sie so etwas wie in Köln hier nicht haben wollen und daher eine andere Politik einfordern. Diese Männer durften sich dann anhören, dass sie sich angeblich ansonsten nie für Frauen einsetzen würden und jetzt nur die Situation ausnutzen würden, um gegen Ausländer zu hetzen. Diese Männer würden Frauen als ihr Eigentum betrachten und würden jetzt nur sauer sein, weil Ausländer ihnen die Frauen streitig machen.

          Es sind doch insbesondere die Feministinnen, die die Vorgänge zu relativieren versuchen, um auf alle Männer einprügeln zu können!

          Welcher Mann schweigt denn zu den Zuständen in Köln? Ich kenne nicht einen einzigen Mann, der die Zustände gutheißt oder ihm egal sind. Die Zahl der Männer, die ihre Gesundheit und ihr Leben aufopferungsvoll zu Gunsten von Frauen riskieren würden, mag zunehmend geringer werden, weil männliches Verhalten stets für beschissen befunden wurde. Aber sehr viele Männer machen ihren Mund deutlich auf, dass sie solche Zustände hier nicht haben wollen und setzen sich für einen Politikwechsel ein.

        • Ata hat recht! Alle Männer die Grüne, SPD, Linke, FDP, CDU oder CSU wählen haben es nicht anders verdient … 🙂

        • „@Atacama
          Jetzt sollen also schon Männer erklären, dass sie ja selber keine Vergewaltiger bzw. sexueller Belästiger seien bzw. man selber würde nicht so oft vergewaltigen würde, wie andere Männer?“

          Wenn du „Nichts sagen“ als Zustimmung deutest, wie du es bei Frauen tust, dann natürlich schon, ja.

          „Es sind doch insbesondere die Feministinnen, die die Vorgänge zu relativieren versuchen, um auf alle Männer einprügeln zu können!“

          Deswegen wäre das eine besondere Gelegenheit (gewesen) mal öffentlich aufzutreten.

          „Welcher Mann schweigt denn zu den Zuständen in Köln? Ich kenne nicht einen einzigen Mann, der die Zustände gutheißt oder ihm egal sind. “

          Köln war allerdings ein (bisher) Einzeleierignis.
          Das kannst du nicht vergleichen mit „Die Gesetzeslage ist unfair“.
          Und zwischen „Schweigen“ und „Gutheissen“ gibt es Uterschiede. Ich kenne einige Männer, die dazu bisher nichts zu mir gesagt haben, erwarte ich auch gar nichts, besonders wenn es schon eine Weile her ist. Dass man am nächsten Tag nach Silvester was dazu sagt, ist logo.

      • Ich bin im Geiste die kinderlosen Frauen in meinem Leben durchgegangen und habe mich gefragt, ob ich bei ihnen als Reaktion auf den Artikel „So ein Quatsch!“ oder „Tscha, Männer halt…“ für wahrscheinlicher halte.

        Es geht mir um das beobachtete zeitgeistige Männerbild der Frau von heute; das ist meines Erachtens unter aller Sau. Der Artikel ist das Lackmuspapier dafür und nicht die isolierte Meinung einer nicht-repräsentativen Frau.

        Und, wie oben gesagt, ich finde es schwierig, da nicht bei „Frauen sind doof“ stehenzubleiben, sondern den Schritt zu „Menschen sind doof, Frauen sind es auf diese Weise.“ weiterzugehen.

        Denn der thought-crime Anteil, der den man nicht sagen darf, steht für mich halt im Fokus.

        Hast du heute auf Genderama gelesen, dass eine testamentarische Stiftung zugunsten von whms gerichtlich verboten wurde?

        Das wird so bleiben, bis irgendwann der Satz „Frauen sind scheiße“ die selbe Toleranz erfährt wie „Männer sind scheiße“, oder, besser noch, beide in gleichem Maße Verachtung hervorrufen.
        Nur: Damit rechne ich in absehbarer Zeit nicht. Ohne echte Notlage im Land wird Karen Duve immer Leserinnen finden.

    • Du mußt hier nicht immer den Frauenfreund und absolut positiven Gegenpol zu Dino und Wgvdl verkörpern, lieber Christian.

      Wenn du diese Mühsal ablegst, dann fällt es dir auch leichter, dem Only ihm seine Aussage richtig zu verstehen. Denn: Er wird ja nicht zum Frauenfeind. Er sagt nur: Solche Chauvinistinnen wie in dem Artikel fordern einen wirklich heraus, nicht frauenfeindlich zu werden.

      Man muß sich immer wieder klarmachen: Ja, es gibt auch Frauen, die nicht so chauvinistisch und selbstverliebt sind. 🙂

      • „Du mußt hier nicht immer den Frauenfreund und absolut positiven Gegenpol zu Dino und Wgvdl verkörpern, lieber Christian.“

        Wenn man sich dagegen ausspricht, frauenfeindlich zu sein, dann ist das keine besondere frauenfreundliche Haltung, sondern schlicht ein Gebot des Anstandes und der Fairness.

        • Es spräche auch nichts gegen frauenfreundliche Aussagen, dito männerfreundliche Aussagen.

        • „Wenn man sich dagegen ausspricht, frauenfeindlich zu sein“

          Ist der Satz „Auch Frauen sind scheiße“ in deinen Augen frauenfeindlich?

    • Du kennst doch das Märchen vom Fischer und seiner Frau?

      • Ja.

        Und wenn man nur noch Ilsebills wahrnimmt und keine Florence Nightingales mehr, dann muss man halt aufpassen, nicht all zu zynisch zu werden.

  10. Ich denke für Männer entscheidend ist das Wort „mussten“. Sofern der Mann freiwillig Vater geworden ist, „musste“ er das gar nicht. Er „hat“ es eben getan, unter Inkaufnahme aller Konsequenzen.
    Bei „aus was HABEN sie verzichtet“ sähe die Antwort anders aus, denn das ein Kind haben, nicht NICHTS verändert, das ist wohl selbst dem Dümmsten klar.
    Außer man nimmt reißaus von Frau und Kind und prellt auch noch den Unterhalt.

    Somit zeigt sich mal wieder, dass Männer sich ihrer Agency und Selbstverantwortung bewusst sind, anstatt sich als Opfer eigener Entscheidungen zu begreifen und rumzujammern.

  11. Herrlich, der Feministische Blick auf die Mutterschaft, begint hiermit:

    „Aber genau: um die Person, die das Kind aus dem Leib presst oder der das Kind aus dem Leib operiert wird … “

    Da möchte man doch mit „So. much. Heldentum.“ antworten tun! 🙂

    • Das Leben einer Frau ist halt eine einzige Pein.:
      Als Kind sexuell missbraucht
      als Teenager sexuell objektifiziert
      als Frau geschwängert
      gefangen in der Mutterrolle
      Doppelbelastung im Haushalt und im Beruf für weniger Geld als ein Mann
      im Internet von Hasswellen überschüttet
      auf Volksfesten von Männern vergewaltigt
      weniger Rente erhaltend als ein Mann
      und später als der Mann sterbend so dass sie die letzten Jahre alles alleine machen muss.

      Es ist grausam…

      • Ich schlage ein Frauendenkmal für diese armen unterdrückten Wesen vor!! Was hälst Du davon? 🙂

        • Ich finde wir sollten das Mutterkreuz wiederbeleben. Und umbenennen in Frauenkreuz.


      • Als Kind sexuell missbraucht
        als Teenager sexuell objektifiziert
        als Frau geschwängert
        gefangen in der Mutterrolle
        Doppelbelastung im Haushalt und im Beruf für weniger Geld als ein Mann
        im Internet von Hasswellen überschüttet
        auf Volksfesten von Männern vergewaltigt
        weniger Rente erhaltend als ein Mann
        und später als der Mann sterbend so dass sie die letzten Jahre alles alleine machen muss.

        Es ist grausam…

        Und weniger Geschmack beim Schuhekauf als Schwule
        *duck und weg

        Das wäre doch mal ein Post:
        „Weshalb ist es toll ein Mann zu sein“

  12. Ich sehe das wie viele hier. „Nichts“ wäre vermutlich auch meine Antwort gewesen. Einfach weil mir meine beiden Töchter soviel mehr geben, als ich für sie aufgebe.
    Ich glaube, das ist der Hauptunterschied zwischen Patriachatsfeministen und dem Rest der Welt. Kinder und Familie sind eben kein Übel das die Gesellschaft über mich ausschüttete und weswegen man auch auf anderes verzichten muss. Zeit mit den Kindern ist keine Zeit, die verloren ist. Zeit mit den Kindern ist was Tolles. Ich muss wegen meinem Job auf Zeit mit den Kindern verzichten, nicht umgekehrt.
    Müsste ich sagen, was sich verändert hat, was ich weniger habe.. Schlaf wäre ganz sicher weit oben. Auch legte meine Karriere eine Pause ein. Dinge wie Reisen, oder auch mal ein paar Monate im Ausland arbeiten, sind nicht mehr drin. Auch hat sich meine Arbeitszeit deutlich reduziert. Auch Urlaubsfernreisen sind nicht mehr so einfach zu machen (zum einen wegen dem Jetlag, zum anderen ist 4x Flug dann doch teurer..). Aber das sind Dinge, die wir uns so ausgesucht haben, und da bereuen wir nix.

  13. Welcher Mann sieht sich denn als Helden, nur weil er Vater ist und um seine Kinder kümmert?

    Ist das schon wieder so eine Projektion von Frauen?

    Das mit dem Kinderkriegen machen die Menschen doch schon länger, bestimmt schon über 100 Jahre oder so

    • Die Frauen haben doch sonst nichts, was sie leisten und worauf sie stolz sein könnten! Da muss man dann auch das morgentliche Aufstehen aus dem Bett als unglaubliche Heldentaten verkaufen. Und Kindergebären ist halt das Einzige, was Männer nicht besser als Frauen können.

      • Korrekt.

      • „Die Frauen haben doch sonst nichts, was sie leisten und worauf sie stolz sein könnten!“

        Das finde ich in dieser pauschalität nicht richtig. Richtig ist, dass gerade Feministinnen wenig leisten und daher schon stolz auf sich sind, wenn sie ihre Angst überwinden und auf die Straße gehen wo die ganzen tüpen nur warten um zu catcallen.

        Es ist bei frauen nicht anders als bei Männern: Die die wirklich leisten sind sehr oft die stillen unsichtbaren. Narzisstische Lautsprecher gibts in beiden Geschlechtern.

  14. Das erinnert mich an Margret, die heldenmütig erklärte, sie wird jetzt ihre Kommentarfunktion im Blog 7 Tage lang aufhalten, obwohl sie so wenig Zeit wegen Haushalt und Kindern hat . Bravo!

    • 🙂

  15. Die Aussage, daß Väter auf „nichts“ verzichten müssen überrascht eigentlich nur dann, wenn man von vornherein annimmt, daß Männer und Frauen in Patnerschaften a priori dieselbe Zeit für „Arbeit“ (Hausarbeit und Erwerbsarbeit) aufwenden.
    DAS IST ABER NICHT DER FALL!
    Männer haben auuch ohne Kinder in Partnerschaften ein höheres Arbeitspensum, daß mit Kind nur wenig ansteigt,
    Bei Frauen ist die Zunahme an Arbeit nach dem Kind größer, es ist vor allem haus- und betreuungsarbeit. Sie erreicht das Niveau des Mannes!
    Mit anderen Worten: Unsere prinzessinnen werden nach Ankunft des ersten Kindes mit einem Arbeitspensum konfrontiert, das der Mann bereits vorher hatte.

    Wichtig: Das gilt natürlich im Mittel und im Durchschnitt. Und Anwesende natürlich ausgenommen, die arbeit soviel, daß sie eigentlich nur nachts noch hier kommentieren können. 😉

    Link zur Zeitbudgeterhebung:
    https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/EinkommenKonsumLebensbedingungen/Zeitbudgeterhebung/Zeitverwendung.html;jsessionid=BD99DF1CF5A5E19C3069C7C5ABFB859C.cae1

    • Hach ja. Und dann könnte man ja auch noch mehr in Detail gehen und sich die Arbeit anschauen, die frauen und Männer leisten.

      Als ich dhl Aushilfsfahrer war, hatten wir einen frauenanteil von 3 zu 140 beim fahrenden Personal. Im innendienst jedoch 3 zu 3.

      Ich kann nur eines sagen: Nach einem neun Stundentag und 180 zugestellten Paketen (gern auch mal eine Waschmaschine oder ein 26 Liter weinfass) war meine Kraft zur haushaltsarbeit nicht mehr da. Dir tut alles weh…

      Und man komme mir jetzt nicht mit der Pflege. Hier ist der männeranteil längst 30 Prozent und die männlichen Pfleger wenden schweißtreibenden den übergewichtigen zupflegenden. Das machen nicht die frauen….

      Männern in knochenjobs hilft keine….aber klar, die feministische Büro Angestellte will natürlich das der körperlich arbeitende mann auch zu 50 Prozent im Haushalt da ist…

      Aber das sind wie gesagt Details….

      • Und bei der Hausarbeit müsste man auch noch eine Aufteilung vornehmen, wer überhaupt die Arbeit verursacht bzw. ausgeübt haben möchte. Hier mal ein paar Beispiele:

        a) Partner A reicht es aus, dass die Fenster 1 mal alle 5 jahre gewischt werden. Partner B findet das eklig und besteht darauf, dass 1 mal die Woche gewischt wird. Wenn nun Partner A dem Partner B entgegenkommt und sich bereit erklärt, 4 mal im Jahr die Fenster zu wischen, so wischt B die restlichen 48 Wochen bzw. 48 mal. B wird daher vermutlich der Ansicht sein, dass er so viel mehr Hausarbeit leisten würde. Das ist objektiv richtig, da er ca. 12 mal häufiger als A die Fenster wischt. Und trotzdem ist das Geheule nicht gerechtfertigt, denn B wischt ja ausschließlich nur, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, so dass die Leistungen von B aus der Sicht von A völlig überflüssig sind.

        b)
        Partner A ist in Bezug auf seine Kleidung großzügig und achtet darauf, jeden Tag etwas Neues anzuziehen und trägt auch viele Hemden. Partner B sieht das hingegen nicht so eng und trägt Klamotten hingegen auch mal mehr Tage, solange sie noch sauber wirken. Auch trägt er Klamotten, die nicht gebügelt werden müssen. Gehen wir einfach mal davon aus, dass A doppelt so viel Wäsche produziert wie B, die auch noch aufwendiger gebügelt werden muss. Wenn A dann doppelt so oft die Wäsche macht wie B, dann leistet er zwar objektiv mehr Hausarbeit, was aber auch nicht ungerecht ist, weil er auch mehr als doppelt so viel Arbeit produziert hat.

        c)
        Partner A kocht und verwüstet die Küche und verlangt dann von B, dass dieser danach die Küche wieder aufräumen soll. Wenn Partner B nicht da wäre, würde Partner A trotzdem auch für sich alleine kochen und müsste dann zusätzlich noch selber die Küche aufräumen. Wenn Partner A hingegen nicht da wäre, dann würde Partner B sich einfach nur eine Schnitte Brot machen und hätte kaum etwas zum Aufräumen. Wie sieht daher hier die gerechte Verteilung der Hausarbeit aus, wenn A durch bloßes Mitkochen für B doch kaum einen Mehraufwand hat bzw. die Arbeit auch im Wesentlichen auf den Bedürfnissen bzw. Wünschen von A beruht?

        d)
        Partner A wünscht sich so sehr einen Hund [Kind, großen Garten, …]. Partner B ist dieser Wunsch hingegen nicht so wichtig, er hat zwar grundsätzlich nichts dagegen, aber der Wunsch ist ihm der Aufwand (tägliches Hundausgehen, tägliches Füttern, Hundesteuer, …) nicht wert. Partner A versucht nun Partner B zu überzeugen und in Bezug auf den Aufwand entgegenzukommen. Partner A bietet B daher an, alleine für das tägliche Hundausgehen zuständig zu sein, während alle weiteren Kosten hälftig geteilt werden. Auch hier leistet Partner A objektiv viel mehr Arbeit, was aber auch gerecht ist, weil sein diesbezüglicher Wunsch stärker war und der Partner sich an dem Wunsch ansonsten gar nicht beteiligt hätte.

        Wenn also ein Partner ständig viel höhere Anforderungen an Sauberkeit, Lebensstandard, … bzw. Wünsche hat, die deutlich mehr Arbeit verursachen, dann ist es schlicht fair, dass dieser Partner auch den Löwenanteil der scheinbar gemeinschaftlichen Arbeiten zu erledigen hat.

        Das, was Feministinnen wollen, klappt nur dann, wenn beide Partner sich stets das Gleiche gleich stark wünschen würden, so dass dann ein 50:50 Teilung sämtlicher Arbeiten und Kosten fair wäre.

        Mit anderen Worten, eine hälftige Teilung der Arbeiten ist nur in völlig lebensfremden Beziehungen fair. Nach meinen Erfahrungen sind es aber in der Regel die Frauen, die deutlicher höhere Anforderungen und Bedürfnisse an den Haushalt stellen und nicht einen Millimeter bereit sein, von ihren Bedürfnissen Abstriche zu machen bzw. sich dem Mann anzupassen. Wenn die Frau jede Woche wischen möchte, soll sie es machen, aber sie tut es halt eben ausschließlich nur, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

        • Netter Post – aber gerade eine vernünftige Haushaltsführung ist durchaus etwas wertiges.

          Auch einem mann schadet es nicht, in keinem drecksloch zu leben.

          Witzigerweise ist eine angemessene Sauberkeit mit 5-6h im Monat locker zu bewerkstelligen (Wohnung ohne Kinder)
          Dazu muss man aber sich beigebracht haben, wie man vernünftig einen Haushalt _führt_
          Da gibt es sogar Bücher zu 🙂


          Sitzen zwei Nutten in Wiesbaden.
          Sagt die eine: Mainz ist ein Drecksloch. Meint die andere: Meins auch.

  16. […] Die Wenn-man-uns-lässt-Väter […]


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