Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 25. Februar 2016

Kesha, Dr. Luke und Vergewaltigung

Gerade macht wieder ein Fall, in dem es um Vergewaltigung geht, und bei dem vieles unklar ist, die Runde:

Der Spiegel fasst es kurz zusammen:

Es geht um Geld, Sex und schmutzige Vorwürfe. Seit 2014 streitet sich Popstar Kesha vor Gericht mit ihrem Produzenten Lukasz Gottwald, bekannt als „Dr. Luke“.

Die Sängerin möchte ihren Vertrag mit Sony auflösen, der sie zu sechs Alben mit Gottwald verpflichtet. Kesha behauptet, sie könne „nicht mit so einem Monster“ arbeiten. Gottwald habe sie vergewaltigt. Ende voriger Woche schmetterte ein New Yorker Gericht ihren Antrag auf einstweilige Verfügung ab. Der Streit geht in die nächste Runde.

„Ich hatte nie Sex mit ihr“

Jetzt meldete sich Gottwald via Twitter mit einem klaren Statement zu Wort. Er bestreitet die Vorwürfe. „Ich habe Kesha nicht vergewaltigt, und ich hatte nie Sex mit ihr“, schrieb der zweifache Vater. „Kesha und ich waren jahrelang Freunde, sie war für mich wie eine kleine Schwester.“

Bereits zuvor hatten Gottwalds Anwälte Kesha perfides Kalkül vorgeworfen. Die Sängerin verbreite „komplette Lügen, die vorgebracht worden sind, um die Neuverhandlung eines Vertrags und Geld zu erpressen“, hieß es.

Wenn ich es richtig gelesen habe, dann hat ihr Sony bereits mitgeteilt, dass sie sie nicht aus dem Vertragt entlassen, dass sie aber für die Dauer des Vertrages keinen Kontakt mit „Dr. Luke“ haben müsse, es könne alles über andere Personen geregelt werden. Das hat sie abgelehnt, was eben gut dazu passt, dass sie eigentlich aus dem Vertrag raus möchte.

Es gab wohl schon einige Zeit vorher einen Prozess, bei dem die Mutter Dr. Luke vorgeworfen hat, dass sie für die Bulimie der Tochter verantwortlich ist, weil er ihr gesagt hat, dass sie für das Showgeschäft schlanker sein muss und damals bereits ging es wohl auch um sexuelle Handlungen. Damals hat sie allerdings unter Eid ausgesagt, dass da nichts passiert ist:

Sie sagt jetzt, dass sie das damals nur gesagt hat, weil ihr gedroht worden ist, dass man sonst sie und ihre Familie fertig macht und sie nie wieder ein Bein auf den Boden bekommen.

Sie hat jetzt bei Gericht beantragt, das sie aus dem Vertrag rauskommt und das Gericht hat das abgewiesen.
Aus meiner Sicht bei bescheidenden Kenntnissen des Falls vollkommen zurecht: Sie kann anscheinend nichts beweisen und selbst wenn, dann bedeutet das nicht, dass Sony sich das zurechnen lassen muss und auf den Vertrag verzichten muss.

Ich finde allerdings den Fall auch nicht eindeutig: Ich kann mir vorstellen, dass ein hoch angesehener Produzent eine Art „Bewerbungscoach“ praktiziert. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich genug Mädchen/Frauen darauf einlassen. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie in irgendeiner Form dazu gedrängt werden. Und das man es dann irgendwie abhakt oder zumindest denkt, dass man jetzt das Schwein durchaus zur Verantwortung ziehen kann.

Ich kann mir auch vorstellen, dass man darauf gesetzt hat, dass er da schon irgendwie klein beigibt, obwohl nichts passiert ist, einfach weil es so ein brisantes Thema ist, das er es loswerden will.

Das ganze wird noch aufgebauscht, weil weibliche Stars sich soldidarisieren:

Swift schenkte ihr spontan 250.000 Dollar. Lady Gaga und Kelly Clarkson sendeten Solidaritätsadressen.

Im Blog „Lenny Letter“ meldete sich nun US-Schauspielerin Lena Dunham („Girls“) zu Wort – mit einem eindringlichen Essay: „Ich fühlte mich krank, als ich das Ergebnis vor Gericht mitbekam“, schrieb die 29-Jährige. Es gehe um viel mehr als allein um Kesha.

Mangelnder Schutz vor Peinigern

„Der Fall Kesha zeigt die Art und Weise, wie das amerikanische Rechtssystem Frauen verletzt.“ Die Justiz scheitere daran, Frauen vor Männern zu schützen, die aus ihrer Sicht Vergewaltiger sind.

Zugleich attackierte Dunham den Musikriesen Sony, der hinter Gottwald steht. „Tatsache ist, Kesha wird nie ein ärztliches Attest haben. Sie wird nie ein Videoband haben, das uns zeigt, wie Gottwald sie bedrohte und beschämte.“

Kesha werde nie beweisen können, über ihre Aussage hinaus, dass sie sich unsicher fühle, wenn sie mit Gottwald arbeiten müsse. Dennoch sei ihr nicht verständlich, schrieb Dunham, dass Sony auf der Kooperation von Kesha und Gottwald bestehe.

Und Dunham machte klar, dass die Unterstützerinnen von Kesha sehr sicher sind in ihrer Haltung. Sie hätten keine Angst davor, ihren Job und ihren Ruf zu verlieren.

Was dabei immer vergessen wird: Er kann auch kein Video vorlegen, dass er sich vorbildlich verhalten hat, er wird also auch auf ewig mit dem Vorwurf leben müssen, da es kaum endgültig aufzuklären ist. Aber hier kommt natürlich der Gedanke, dass eine Frau darüber niemals lügen würde und sich jeder mit ihr solidarisieren muss, zum tragen.


Responses

  1. Das Verhalten der weiblichen Stars kann man wohl mit „Frauenbastion“ oder „Altdamen-Club“ beschreiben. Sie nutzen skrupellos ihre Macht aus und kungeln miteinander. Der Mann hat keine Chance. Die Damen protegieren nur ihr eigenes Geschlecht.

    Diese Rollenmuster müssen aufgebrochen werden, damit Männer endlich eine Chance in der Frauenwelt haben.

    Wenn ich mir so das Lügenverhalten von Frauen angucke, dann staune ich immer wieder, zu was die fähig sind, auch im Alltag. Sie glauben wohl, mit maximaler Infantilisierung und Viktimisierung sind sie jeglicher Verantwortung entledigt.

    Na ja, und dann wundert man sich, wenn man Frauen auf eine Stufe zwischen Männer und Kinder stellt. Ist rechtlich zwar nicht probat, aber realistisch ist es schon. Es wäre ja schon viel gewonnen, wenn man Frauen voll und ganz rechtlich gleich behandeln würde und nicht wie Engel, die über der Schuldvermutung und Selbstverantwortung stehen.

    • Man muss weibliches Lügenverhalten vor dem Hintergrund biologischer imperative sehen. Wie lösen frauen kämpfe? Der männliche Ansatz der direkten (nicht nur körperlich, als auch verbal) hat die Konsequenz des sofortigen response. Der angegriffene wehrt sich! Besonders interessant, wenn dies nicht im „One on one“ stattfindet, sondern eingebettet in soziale Dynamiken. Das ist bei Männern prädominant. Warum? Was sollen den Statuskämpfe und herausforderungen bringen, wenn sie im sozialverband nicht wahrgenommen werden? Eben! Deshalb prügeln sich jungs auf dem schulhof und bilden später in Vorstandssitzungen ritualisierte Muster von kämpfen aus. Diese Rituale sind zeitlich begrenzt und selten hostile. Nach dem ein Konflikt durch signalisieren des unterlegenen beendet ist, tritt wieder das sehr stabile männliche rangfolgemuster ein. Man geht wieder ein bier zusammen trinken.

      Frauen sind anders. Sie haben Furcht vor dem response. Körperlich ohnehin durch unterlegene Kraft, aber auch verbal. Warum? Weibliche sozialverbände sind sehr labil. Nahezu täglich werden in n:m Beziehungen Rangordnungen neu verhandelt. Eine Frau die offen eine andere Herausfordert läuft gefahr schnell isoliert zu sein. Ihr Verhalten wird dann als bitchy gelabelt, oder bossy wie es so schön heisst. Und das ist gefährlich, da frauen Konflikte im sozialverband nicht auf einer ritualisierten statusebene von anerkennung und Zuweisung der Position im rangfolgegefüge austragen, sondern auf der individuellen beziehungssebene und daher häufiger bis zur totalen Vernichtung der Kontrahentin. Bei kämpfen in unternehmen zeigt sich in der wirtschaftspsychologie mittlerweile, das Konflikte häufig nur durch versetzung bzw. Entlassung einer Kontrahentin gelöst werden können. Frauen fehlt die männliche Disposition rangfolgen zu stabilisieren.

      Was hat das mit lügen zu tun? Lügen ist eine sehr diskrete möglichkeit eine Kontrahentin zu vernichten. Es gibt eben keinen sofortigen response. Das opfer kann sich nicht wehren. Es ist also sehr kostengünstig. Mal hand aufs herz! Wer erinnert sich nicht an ein Mädchen aus seiner Schulzeit, dem unterstellt wurde, sexuelle handlungen mit Tieren, zB. einem Hund vorgenommen zu haben? Eben. Weibliches Lügen ist zentral für den Kampf in intrasexuellen statutshierarchien. Lügen hat noch ein Pluspunkt. Die Inszenierung als Opfer führt dazu, dass man nicht mehr als täterin wahrgenommen wird. Bei männlichen statutskämpfen, die öffentlich sind, ist jedem klar wer Herausforderer und herausgeforderter ist.

      Männer lügen übrigens auch. Aber weniger im kampf als Mittel gegen den Kontrahenten, sondern eher um sich als Statushoch zu inszenieren. Natürlich hat man mit dem Mädel souverän rumgemacht, und protzt in der männlichen peergroup obwohl man sich in Wahrheit wie ein jungfräulicher schuljunge angestellt hat. Natürlich hat Mann fünf Gegner des nachts gestellt, obwohl es vielleicht nur einer war. Natürlich hat man das Projekt durch eigenes können zum erfolgreichen Abschluss geführt, obwohl es in Wahrheit reiner zufall war.

      Das was wir bei kesha sehen ist aus meiner Sicht seit kindheitstagen eintainiertes Muster weiblicher Konfliktlösung. Luke hat mit irgendwas bei ihr verschissen, und jetzt kommen die lügen um ihn zu vernichten. Frau nimmt Rache, damals im kleinen heute im grossen. Und mit vergewaltigungsvorwürfen ist die waffe klug und zeitgeistig gewählt. Selbst ein sieben Jahres durchschnittseinkommen wird ihr zugeschanzt. Das ist doch super. Und die letztliche Wahrheit kommt eh nicht raus. Die Inszenierung als opfer statt täterin kann bis in alle Ewigkeit gewahrt werden.

      • Luke hat mit irgendwas bei ihr verschissen

        Muss nicht mal so sein. Es würde ja schon reichen, wenn ihr Vertrag nicht so lukrativ für sie ist, wie er sein könnte.

        In der Musikbranche kann es nach einem schlechten Album schon vorbei sein. Dann kräht kein Hahn mehr nach ihr. Es besteht daher durchaus die Gefahr, dass sie von ihrem Erfolg unterm Strich nicht viel hat.

        Ihr Album Warrior war im Vergleich zu Animal streng genommen schon eine Enttäuschung.

    • „Sie glauben wohl, mit maximaler Infantilisierung und Viktimisierung sind sie jeglicher Verantwortung entledigt.“

      Sagt James „es liegt alles nur an der Kindheit!“ Kirk

    • Du solltest dich mal genauer mit Alice Miller auseinandersetzen. Ich kann dir nur ehrlich sagen, daß du ein sehr unzureichendes bzw. kaum vorhandenes Verständnis der Ansichten Millers hast.

      Selbstinfantilisierung ist gerade das Ergebnis einer mangelhaften Auseinandersetzung mit traumatischen Kindheitserfahrungen.

      Wenn Alice Miller die traumatischen Kindheitserfahrungen betont, dient das gerade einer konstruktiven Weiterentwicklung der Persönlichkeit und dem Aufheben von pathologischen Verdrängungshaltungen.

      Einige behaupten hier, dies sei eine Art Schuldentledigung und Abgeben von Verantwortung für das eigene Leben. Diese Behauptungen kann man aber nur als böswillige und kenntnislose Unterstellungen bezeichnen. Belege in Form von Zitaten können sie natürlich nicht vorweisen. Sie haben ja auch nie etwas von ihr gelesen.

      Es wird sich wohl der eine oder andere tatsächlich mal bequemen müssen, ein Buch von Miller in die Hand zu nehmen.

      Es ist jedenfalls auffällig, wie man ihr hier mit maximaler Lektüre-Resistenz und Ridikülisierung begegnet. Ich kann aber beruhigen, daß dies völlig normal ist. Die meisten Menschen haben eine enorme Angst, sich ernsthaft, ohne Idealisierungen mit ihrer Kindheit zu beschäftigen.

      • @James

        „Selbstinfantilisierung ist gerade das Ergebnis einer mangelhaften Auseinandersetzung mit traumatischen Kindheitserfahrungen.“

        Und alles auf traumatische Kindheitserfahrungen zu schieben ist eben auch eine Form der Selbstinfantilisierung

        • Ich führe nicht alles auf Traumatisierungen zurück, sondern lediglich die menschliche Destruktivität. Dies ist alles glasklar bewiesen. Wer aber nicht lesen will, sich nicht ernsthaft mit den Argumenten auseinandersetzen will, der hat offensichtlich einen intellektuellen Negativ-Saldo, auch bekannt als Bringschuld.

          Ich hoffe jedenfalls, daß sich die Interessierten mal auf der Seite von Miller umgucken.

        • @james

          „Dies ist alles glasklar bewiesen“

          Leider gibst du diese glasklare Argumentation ja nie wieder.

          Ich erwidere also:
          Das Gegenteil ist glasklar in der medizinischen/Psychologischen Literatur erwiesen. Liest du nur leider nicht.

          Merkste, dass das wenig bringt?

        • „Ich führe nicht alles auf Traumatisierungen zurück, sondern lediglich die menschliche Destruktivität.“

          Destruktivität ist ein subjektiver Wertbegriff.

        • „Ich führe nicht alles auf Traumatisierungen zurück, sondern lediglich die menschliche Destruktivität.“

          Traumatisierungen sind EIN Grund, aber keine Erklärung für alle Amokläufe, sei es politischer, oder krimineller Natur.

          Aber, selbst wenn es so universell gelten würde, so würde Dir das nicht weiterhelfen.
          Ich bin selbst ein Prügelkind und habe zwei Kinder absolut prügelfrei großgezogen.
          In meiner Elternzeit bin ich aber sehr oft anderen Erwachsenen begegnet, die zutiefst überzeugt waren, dass eine Tracht Prügel zur rechten Zeit noch keinem Kind geschadet hat.
          Der Meinung war ich – wahrscheinlich aus eigener Erfahrung – überhaupt nicht. Meine Kinder bekamen nicht einmal eine Ohrfeige oder einen „Klapps“, weil das für mich ein Dammbruch gewesen wäre, hinter dem die Grenze nicht definiert ist.

          Was also hilft Dir Deine ganz Miller-Theorie, wenn Du die Eltern nicht überzeugen kannst, eine undefinierbare Grenze zu beachten.

          Es ist wie mit der Logik des Rauchers, der meint, er würde solange rauchen, bis es gefährlich wird, also bei der letzten Zigarette vor dem Krebs aufhören.

          Dein Denkfehler ist, dass alle Menschen logischen Argumenten zugänglich sind. Tatsächlich sind es aber die wenigsten.

      • @Kirk:

        Woher deine Obsession mit Alice Miller? Ernst gemeinte Frage.

        Ich mein, ich mag Steven Pinker auch als Wissenschaftler, schätze seine Werke, würde ihn aber nie im Leben als irgendein Autoritätsargument anführen so wie du es schon seit keiner Ahnung wie langer Zeit mit Alice Miller machst.

        • Mutterersatz.

        • Wo führe ich Miller denn als Autoritätsargument an? Du scheinst mich mißzuverstehen.

          Die „Obsession“ rührt daher, weil die Welt nicht in Frieden und Humanität leben können wird, ehe sie begriffen hat, daß sie zukünftige Grausamkeit immer wieder neu produziert durch das, was allgemein „Erziehung“ genannt wird.

          Lies mal ein paar Texte von Thomas Gruner auf der Seite, die sind vielleicht eingängiger. Mach’s besser als der Blogwart. 🙂

          „Perversion und Gesellschaft“ ist ein guter Text. Das ist aber keine Stangenware, die man mal eben so scannen kann. Lieber ausdrucken oder so.

    • Hier muss ich Kirk weitgehend zustimmen.

  2. Wenn die Vorwürfe nicht bewiesen werden können und sie mit ihren Forderungen trotzdem durchkommt oder andere Vorteile aus der Sache zieht, wird dieser Fall eine weitere Vorlage für ähnliche Fälle werden.

    Das wird noch reichlich lustig … 🙂

  3. Ich kann mir vorstellen, dass ein hoch angesehener Produzent eine Art “Bewerbungscoach” praktiziert. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich genug Mädchen/Frauen darauf einlassen. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie in irgendeiner Form dazu gedrängt werden. Und das man es dann irgendwie abhakt oder zumindest denkt, dass man jetzt das Schwein durchaus zur Verantwortung ziehen kann.

    Ich finde das absurd. Das sind doch Klischeevorstellungen. Wer so weit kommt, der arbeitet mit allerhöchster Professonalität und hat in der Branche einen absolut tadellosen Ruf. Der Mann hat u.a. mit Britney Spears, Katy Perry, Avril Lavigne, Pink, Nicki Minaj, Rihanna, Miley Cyrus, Jessie J und Shakira erfolgreich zusammengearbeitet, jede davon ist inzwischen weit aus mächtiger als er und könnte ihn leicht drankriegen mit einem solchen Vorwurf (im Moment würde wohl nur eine kleine Bestätigung von einer der Damen reichen, dass er ein bisschenübrgriffig sei, und er wäre erledigt). Oder glaubst du eine Rihanna hat heute noch Angst vor so einem Coach, dass er ihre Familie töten könnte, wenn sie nicht dicht hält?

    Er hat auch wie gestern schon gesagt selbst eine eigene Familie:

    Ich weiß ja nicht ob er seine private und berufliche Existenz mit einer „Bewerbungscouch“ riskiert. Sowas gibt es im Kalifornien des 21. Jahrhunderts, wo jeder Furz ein Skandal ist, wohl nur im Porno-business.

    Dr. Luke war in der ganzen Zeit auch nicht der einzige, der ihre Geschicke geleitet hat. Sie hätte sich jederzeit auch anderen anvertrauen können.

    Das trifft es ganz gut:

    Conversely, TV host Wendy Williams sided against Kesha in the ruling, saying in an interview „Unfortunately business is business, and it sounds like it’s fair. If everybody complained because somebody allegedly sexually abused them…contracts would be broken all the time…Kesha’s no spring chicken. I mean she’s like, 30 years old?…So she wasn’t stupid 10 years ago and neither was her mother when the sexual abuse—alleged sexual abuse—started, why weren’t they rolling camera on it?

    • Ich glaube du hast mich da noch nicht ganz verstanden.

      Ich meinte:
      Ja, in der gegenwärtigen Lage sehe ich keinen Grund für ein Gericht, sie aus dem Vertrag zu entlassen

      Können wir aber ausschließen, dass da was war oder ist es eindeutig?

      Aus meiner Sicht nicht. Es könnte was passiert sein. Junge Frauen, die ihre Karriere verbessern wollen gibt es genug. Produzenten, die da was versuchen kann man da kaum ausschließen.
      Auf der gleichen Basis könnte sie auch durchaus was mit ihn gehabt haben, das als für die Karriere wesentlich und insofern nicht so schlimm angesehen haben und es jetzt, wo die aus den Vertrag raus will instrumentalisieren.

      Es könnte auch sehr gut sein, dass er es so handhabt, dass er sich aus Prinzip nicht mit Klienten einlässt und sie alles nur ausgedacht hat.

      Wir werden hier die Wahrheit kaum abschließend herausfinden.

      Genau das ist ja auch das fiese einer Falschbeschuldigung. Seine abschließende Unschuld zu beweisen ist je nach Fall ebenso schwierig

      • „Können wir aber ausschließen, dass da was war oder ist es eindeutig?“

        Naja, wenn man ihre jetzigen Vorwürfe ernst nehmen soll, dann muss man feststellen, dass sie 2011 gelogen hat. Definitiv gelogen hat, nicht vielleicht, sondern zu 100 Prozent.

        Und die berühmte bewerbercouch….ich glaube das ist eher ein Thema für kleine zwielichtige Fische. Luke hat jahrzehntelange Erfahrung und war zum Zeitpunkt der Vorwürfe ein multimilionenproduzent, der mit topacts zusammengearbeitet hat.

        Wenn das ein hinterhofproduzent wäre, mit einem kleinen label hinter der Künstlerin (und vor 20-30 Jahren nicht 2011), okay. Aber hier für mich schwer vorstellbar. Er ist nicht der einzige im Business, wer so weit kommt ist in der Regel seeeehr professionell, da ist sony als eines der major labels.

        Also ich habe ganz viele Fragezeichen. Und das Motiv für eine mögliche falschbeschuldigung liegt auch so offen da, wie ein popstar der sich auf einer jacht in der sonne räkelt, damit die paparazzi tolle topless bilder shooten können: Sie will aus dem Vertrag raus, der sie an ihn bindet.

        Meine These, da war was zwischen den beiden, sie will nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten, und hat jetzt eine zeitgeistige Möglichkeit gefunden ohne gesichtsverlust da rauszukommen. Und nebenbei zerstört sie eine Familie und die Existenz eines Mannes.

        Aber ja! Letztlich weiß man es nie, mein Plausibilitätstest spricht aber eindeutig gegen kesha…

        • @teardown

          „Und die berühmte bewerbercouch….ich glaube das ist eher ein Thema für kleine zwielichtige Fische. Luke hat jahrzehntelange Erfahrung und war zum Zeitpunkt der Vorwürfe ein multimilionenproduzent, der mit topacts zusammengearbeitet hat.“

          Gerade für die großen ist es theoretisch einfacher. Jede Bewerberin weiß ja, dass es sich hier definitiv lohnt, weil er Topstars macht.

          http://www.therichest.com/expensive-lifestyle/entertainment/12-celebrities-reveal-their-casting-couch-stories/?view=all
          https://en.wikipedia.org/wiki/Casting_couch

          Oder auch Starfotograf Terry Richardson
          https://de.wikipedia.org/wiki/Terry_Richardson

          Im März 2010 geriet Richardson in die Schlagzeilen, als ihm die sexuelle Ausnutzung Abhängiger, nämlich junger weiblicher Models vorgeworfen wurde. Angestoßen hatte die Vorwürfe das Supermodel Rie Rasmussen, nachdem er ein Foto von ihr in seinem Buch TerryWorld veröffentlicht hatte. Rasmussen erklärte, Richardson nutze seine Macht als Skandalfotograf aus, um junge Frauen zu Nacktfotos zu bewegen.[3] Es folgten, zum Teil anonym, Vorwürfe weiterer Personen über zum Teil feministische Blogs.[4] Richardson hatte schon früher zugegeben, dass er manchmal mit Models nach dem Fotografieren Sex habe, wies aber darauf hin, dass die Models zugestimmt hätten. Der Guardian zitierte ihn: „Ich glaube nicht, dass ich sexsüchtig bin, aber ich habe schon Probleme.“[3] Die Vorwürfe halten seitdem an und wurden im Juni 2014 zum wiederholten Mal von ihm zurückgewiesen.[5]

        • Dass jemand die Machtposition gegenüber „Fame whores“ ausnützt ist etwas anderes als Zwang und Vergewaltigung.

          Es folgten, zum Teil anonym, Vorwürfe weiterer Personen über zum Teil feministische Blogs.[4]

          Du postest also einfach weitere unbelegte Vorwürfe, die auf dem Klischee aufbauen,direkt aus der feministischen Giftküche.

          Ich bin sicher, es hat in dem Zusammenhang auch schon schlimme Vorfälle gegeben. Aber wenn ein Fotograph irgend so ein koksendes Möchtegern-Modell bumst, ist das nicht dasselbe wie ein Star-Produzent, durch dessen Schule so ziemlich alle Stars des Business gegangen sind und die bis heute keinen derartigen Vorwurf erhoben haben.

        • @david

          Mir ging es insbesondere um den Teil, wo er selbst eingesteht, mit den Models Sex zu haben.
          Soweit ich weiß gibt er auch zu, dass er mitunter bei seinen Aufnahmen ebenfalls nackt ist „damit sie nicht die einzige nackte ist“ und das er schon mal einem Model seinen penis ins gesicht hält „um die Stimmung aufzulockern“. Eben alles ganz einvernehmlich, sie sind ja auch erwachsen (aber mit dem Wissen der Models, dass Fotos von ihm Gold wert sind und man es besser mitmacht)

          Dass die Modells mit ihm schlafen, weil er so sexy ist, glaube ich eher nicht:

          Mir ging es aber eher darum:

          Wenn Terry seine Stellung ausnutzt, obwohl auf ihn als „Starfotograf“ ja so ziemlich die Beschreibung „Müsste hochprofessionell sein, warum sollte er das machen, arbeitet mit den ganz großen zusammen“ zutrifft, dann scheinen mir andere Formen von „Bewerbungscouch“ auch nicht unvorstellbar zu sein

          „und die bis heute keinen derartigen Vorwurf erhoben haben.“

          Das spricht sicherlich zusätzlich gegen ihre Aussage.
          Wobei es für Rihanna oder Shakira auch wenig zu gewinnen gibt durch so etwas, gerade wenn sie eben damals „Fame whores“ gewesen sein sollten.

        • Das sind schon mal zwei unterschiedliche Branchen.

          Ein Fotomodell will mit seinem Körper Geld machen, nicht mit der Stimme. Fotomodells werden auch in aller Regel nicht berühmt und kommen wohl niemals in eine Machtposition gegenüber all den Fotographen und Managern.
          Dass Machtpositionen aber grundsätzlich (von beiden Seiten!) ausgenutzt werden, um sich „hochzuschlafen“, gibt es sicherlich in allerlei Branchen.
          Wobei das Klischee „hochschlafen“ wohl viel öfter in den Köpfen der Betrachter passiert als tatsächlich.


        • Wobei es für Rihanna oder Shakira auch wenig zu gewinnen gibt durch so etwas, gerade wenn sie eben damals “Fame whores” gewesen sein sollten.

          Wenn man wirklich Opfer von Missbrauch wurde, dann geht es einem sicher weniger um den „Gewinn“ für Konto oder Karriere.
          Das Motiv nach Schuldanerkennung und Bestrafung des Täters, Aufarbeitung und vielleicht sogar Rache ist mehr als Grund genug.

        • @david

          Aber ein Star muss eben entscheiden, ob er die nächsten Jahre interviews dazu geben will, in dem sie dann auf jeden Fall das Opfer sein muss oder sie bekommt das Echo von der anderen Seite. Und dann noch die andere Seite wie „Star X hat sich hochgeschlafen und heult jetzt rum“

        • „Ein Fotomodell will mit seinem Körper Geld machen, nicht mit der Stimme.“

          Wieviele Sängerinnen fallen mir ein, die nicht wesentlich mit ihrem Körper Geld machen?
          Man könnte versucht sein, Adele anzuführen, aber m.E. ist die gerade bei Frauen auch wegen ihres Körpers so beliebt. Der wird auch gewinnbringend inszeniert.

          Und sonst?

          In den derzeiten Top 20 sind weiblich::

          Zum Vergleich 1968:

          😉

        • Ja, es gibt gute Grunde dafür und dagegen. Das ist sicher keine leichte Entscheidung, auch wenn man gar nicht in der Öffentlichkeit steht.

          Mir war der Punkt wichtig, dass man damit nicht unbedingt strategische Interessen verfolgt.
          Bei Kesha scheint es aber der Fall zu sein, sie hat ja ein karrieretechnisches Motiv.

        • Wieviele Sängerinnen fallen mir ein, die nicht wesentlich mit ihrem Körper Geld machen?

          Dass eine gute Stimme alleine nicht reicht, um als weiblicher Star vermarktet zu werden, ist sonnenklar.
          Trotzdem ist das ein anderes Genre. Eine aufstrebende Sängerin muss beim Casting erstmal singen, und vielleicht tanzen.

          Ich finde Adele übrigens ganz gut, auch wenn ich keine Alben von ihr ab. Meine Favoritin aus diesem Genre ist aber ganz klar Lana del Rey.
          Der Rest eigentlich austauschbare Massenware. Lily Allen ist vielleicht noch ganz nett und hat einen kleinen Schuss Anspruch.

        • @david

          „Eine aufstrebende Sängerin muss beim Casting erstmal singen, und vielleicht tanzen.“

          Und vermarktbar aussehen. Das da ebenso viele sehr hübsche Frauen vorstellig werden erscheint mir recht klar.
          Zumal es gut singende Frauen wie Sand am Meer gibt. Die wenigsten schreiben ihre Songs selbst (das ist ja einer der Gründe, warum Dr. luke so erfolgreich ist, er hat erstaunlich viele Hits jedenfalls mitgeschrieben, wenn ich das richtig verstanden habe).

        • Lana del Rey scheint ein gutes Beispiel für eine Sängerin zu sein, die nur mit ihrer Stimme punktet
          😀

          Dass es einen Unterschied in Details zu Fotomodells gibt, stimmt natürlich schon. Aber eben in Details.

        • lana del rey ist großartig.

        • @onlyme: lana del rey hat tatsächlich eine extrem außergewöhnliche Simme, die sie von den anderen nochmal abhebt, die Musik sowieso. Ich habe ihr Debütalbum tatsächlich schon eine ganze Weile gehört bevor ich wusste, dass sie auch noch atemberaubend aussieht:

      • @christian: natürlich kann man schon rein logisch nichts ausschließen. Es ist aber gerade dieses uralte Klischee, was du auch aufwärmst, welches dazu führt das viele ihr glauben.

        Wo ist denn sowas mal nachgewiesen worden? Es ist bei einem Top-Producer einfach extrem unwahrscheinlich und unplausibel, teardown hat es ja auch nochmal aufgeführt.

        Möglich ist vieles, klar. Aber wir sind uns ja eh einig, dass an der ganzen sache wenig plausibel ist.

        • @david

          „natürlich kann man schon rein logisch nichts ausschließen. Es ist aber gerade dieses uralte Klischee, was du auch aufwärmst, welches dazu führt das viele ihr glauben.“

          Klischees entstehen mitunter, weil sie wahr sind.
          Natürlich läßt „Junges hübsches Mädchen mit Talent“ und „Mann mit der Position dieses Talent ganz nach oben zu bringen“ schlicht ein sehr offensichtliches „zusatzgeschäft“ möglich werden.
          Natürlich werden viele Produzenten entsprechende Signale und Angebote bekommen und sie ablehnen, einfach weil sie sich nicht erpressbar machen wollen und es die Sache nicht wert ist.
          Aber das der Schwanz über die Vernunft siegt (mal platt ausgedrückt) oder aufgrund Angebot und Ego davon ausgegangen wird, dass man eh unangreifbar ist oder das man eben gerade bei dieser Person dann doch irgendwie was anfängt und dann tatsächlich erpresst wird oder aber auch Signale falsch deutet, dass alles ist aus meiner Sicht keineswegs außerhalb des denkbaren

          Ich halte es für wenig plausibel, das von vorneherein auszuschließen. ich halte es ebenso für wenig plausibel aus dem Umstand, dass sie es gesagt hat und so etwas denkbar ist seine Verurteilung herzuleiten.
          Nimmt man die übrigen Fakten dazu, dann wirkt es in der Tat wie ein schlichtes Mittel zum Zweck.
          Und natürlich macht sich bei einer Glaubwürdigkeitsabwägung der Umstand, dass man eine frühere Falschaussage unter Eid annehmen muss, damit das, was sie jetzt sagt, stimmt, die Glaubwürdigkeit vollkommen kaputt.

          Wo ist denn sowas mal nachgewiesen worden? Es ist bei einem Top-Producer einfach extrem unwahrscheinlich und unplausibel, teardown hat es ja auch nochmal aufgeführt.

        • Wenn sie sich (bewusst) auf Sex mit ihm eingelassen hätte, um sich Vorteile zu verschaffen, wäre das eine Vergewaltigung?

          Doch wohl nur nach extrem feministischem Verständnis, oder?

        • „Wenn sie sich (bewusst) auf Sex mit ihm eingelassen hätte, um sich Vorteile zu verschaffen, wäre das eine Vergewaltigung?“

          Nach normalen Verständnis nicht. Wenn er sie hingegen gedrängt hat, sie quasi dazu erpresst hat („Stell dich nicht so an, wenn du jetzt rumzickst, dann sorge ich dafür, dass niemand in der Musikbranche mehr mit dir Geschäfte macht“), dann wäre eine Strafbarkeit denkbar

        • das alles ist aus meiner Sicht keineswegs außerhalb des denkbaren

          Ich halte es für wenig plausibel, dass von vorneherein auszuschließen.

          Irgendwie hörst du nicht richtig zu.

        • @david

          Ich wollte nur noch mal meine Gedanken erläutern.
          Ich habe damit nicht gemeint, dass du es ausschließt

        • (“Stell dich nicht so an, wenn du jetzt rumzickst, dann sorge ich dafür, dass niemand in der Musikbranche mehr mit dir Geschäfte macht”), dann wäre eine Strafbarkeit denkbar

          Wie wäre es mit: „Tust du was für mich, leg ich mich für dich besonders ins Zeug.“

          Sonderleistung gegen Sonderleistung quasi.

          Die Nötigungsnummer spielt doch höchstens dann eine Rolle, wenn keine Sonderleistung angeboten werden kann.

        • @hansG

          Ich vermute mal, dass in dem Bereich die Andeutung verbunden mit einem „aktiven vorantreiben und in die richtige Richtung lenken“ der sexuellen Aktivitäten häufig ein effektiverer Weg ist als die nüchterne Aushandlung.

        • @Christian
          Du vermutest? 😀

          Ich habe mit nüchterner Aushandlung durchaus nennenswerten Erfolg gehabt. Vielleicht auch gerade deshalb, weil es eher ungewöhnlich ist. Hinter verschlossener Türe ist das natürlich einfacher als in der Öffentlichkeit. Wobei selbst da eine klare Ansage nicht unbedingt zum scheitern verurteilt ist.

          Frauen sind schließlich auch nicht blöd. Ich bin mir sogar sicher, dass die Meisten genau wissen wohin der Hase läuft, lange bevor es offensichtlich wird.

        • (“Stell dich nicht so an, wenn du jetzt rumzickst, dann sorge ich dafür, dass niemand in der Musikbranche mehr mit dir Geschäfte macht”), dann wäre eine Strafbarkeit denkbar.

          Wer will das beweisen?

          Haut außerdem einen Beigeschmack von Frauen als arme, unschuldige Doofköppe. Meine Güte, viele Frauen wissen doch, dass sie mit Sex, und Aussicht auf Sex weiterkommen können. Warum sonst präsentieren sie beständig ihre sekundären Geschlechtsmerkmale?

      • „Ich kann mir vorstellen, dass ein hoch angesehener Produzent eine Art “Bewerbungscoach” praktiziert. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich genug Mädchen/Frauen darauf einlassen. Ich kann mir auch vorstellen, dass sie in irgendeiner Form dazu gedrängt werden.“

        All das wäre aber keine Vergewaltigung.

  4. Das ist eine Hoax.

    Geht um Geld, Fame, Eitelkeit und Entitlement.

    Da dieses Verhalten nicht sanktioniert wird, wird es gezogen.

    Kollateral ist Unglaubwürdigmachung wirklich geschädigter Frauen.

    Sollte man es solchen Frauen nachweisen, dass sie das erfunden haben, sollten sie in den Knast einfahren, da persönlicher und gesellschaftlicher Schaden erheblich sind. Es wird Zeit.

    • Und weiteres Kollateral …

      • Vertäge mit Frauen sind also bald wertloses Zeug, nicht das Papier wert … 🙂

        • @ddbz

          Das wäre die Folge davon und ist auch der Grund, warum Sony oder Dr. Luke den Teufel tun sollten da nachzugeben.

        • @ C

          Nicht nur das, sie würden sich uU weitere solcher Fälle einfangen.

  5. Nur die zwei Betroffenen wissen, ob wirklich etwas vorgefallen ist.

    Es ist ja so einfach, einen unbescholtenen Mann gesellschaftlich zu ruinieren.
    Man überlegt sich einfach eine halbwegs plausible Geschichte über einen sexuellen Übergriff, der lange genug zurückliegt, damit sich nichts mehr beweisen lässt, und macht die Story öffentlich.

    Jetzt nehmen wir einfach mal an, sie sagt die Wahrheit.
    Und wenn schon? Sie hat keinen (bleibenden) Schaden davongetragen. Also was soll die Aufregung?
    Sie hätte dies zumindest diskreter handhaben können.

    • Das denke ich mir auch.
      Natürlich wäre sie für den unwahrscheinlichen Fall, dass es passiert wäre, im Recht.
      Aber dann hätte sie sich immernoch über viele Jahre hinweg entschieden, das weiter mitzumachen und still zu halten, um weiter megaerfolgreich zu sein. Sie hat den Erfolg solange der „Gerechtigkeit“ vorgezogen, wie es für sie opportun war.

      Sie hätte es in Kauf genommen und nun wo der Erfolg den sie mit ihm erreicht hat, auf dem Zenit ist, stößt sie ihn aus egoistischen Gründen ab und versucht sein Leben zu zerstören.

      • @david

        „Natürlich wäre sie für den unwahrscheinlichen Fall, dass es passiert wäre, im Recht“

        Das wäre für den Fall der Vertragsauflösung die Frage. Wenn sie dort mit jemanden anders zusammenarbeiten kann, warum soll dann der Vertrag zwingend aufzuheben sein?

        • Das ist ja das komische, dass es nur um den Vertrag geht.

          Ich meine eigentlich das Recht, ihn anzuzeigen und das öffentlich zu machen.

      • „Sie hätte es in Kauf genommen und nun wo der Erfolg den sie mit ihm erreicht hat, auf dem Zenit ist“

        Erster Faktencheck:
        Sie hat zwei Alben veröffentlicht bisher, das letzte 2012.

        „Kesha, it’s worth noting, also helped establish him, particularly as a label head: she was the first signing and an early bold name for Kemosabe Records, a label financed to the amount of $60 million by Sony and controlled by Dr. Luke, a partnership that came with the condition that Dr. Luke produce exclusively Sony artists for five years. She is still the most famous artist signed to that label, and her moneymaking potential gets more important as Dr. Luke gets further into a bit of a personal lull: the last big radio hits he worked on were Maroon 5’s “Sugar” and Becky G’s “Shower.”

        In other words, Dr. Luke and Kesha’s relationship is more symbiotic than it’s been portrayed—it’s not a matter, purely, of her needing him to make money for both of them, as the New York court and many others seem to believe. In late 2008, Kesha gave Dr. Luke the plaintively unhinged hook for “Right Round,” which functioned as her debut, too. From The Song Machine:

        Kesha’s contribution to “Right Round” was the single most memorable detail in the song, and it launched her into superstardom. However, Dr. Luke didn’t give her a songwriting credit, so she earned nothing from the smash. It was around this time that she changed the “s” in her name to “$.”

        At this point, Kesha, according to Seabrook’s reporting, was “living out of two cars.” …

        That, however, was already three years after Dr. Luke and Kesha had started working together. He found her demo in 2005, noticing her “bravado and chutzpah.” She was a “high-school senior in Nashville, a good student with excellent SATs who was planning to attend college the following year.” Dr. Luke persuaded her to drop out, sign to his production company Kasz Money and his publishing company Prescription Songs, and also, to come to L.A. and live in his house.“

        Wie häufig ist sowas denn? o.O

        Jedenfalls waren das wohl die Umstände, unter denen sie die Beobachtungen und Erfahrungen sammelte, die sie ihm nun* vorwirft:




        *“Sonenberg, whose company later stated in a legal filing that Kesha was talking about Dr. Luke’s abusive behavior as early as 2005, examined Kesha’s contracts with Kasz Money, and reportedly told her and her mother, “This contract is worse than the one Lou Pearlman made with the Backstreet Boys.” Then Sonenberg managed to get Kesha out of her contract with Kasz Money, but failed to get her the deal with Warner Bros. he was trying to get on his own; after waiting around for Sonenberg, Kesha signed with Dr. Luke again at some point before “Right Round” in 2008.“

        http://jezebel.com/she-was-proving-hard-to-control-some-background-on-k-1760573209

        • Du gibst uns weitere Indizien dafür, dass sie schlicht lügt.

        • Du willst aber nicht implizieren, es sei professionelles Verhalten eines Produzenten, einen weiblichen Künstler bei sich wohnen zu lassen, anstatt bzw. ohne ihm die Tantiemen für seine Arbeit zuzugestehen?

    • Die versuchte Zusammenbindung mit dem Vertrag zeigt das Motiv.

      Eigentlich rechtlich verschiedene Angelegenheiten, die sich auch nicht berühren dürfen.

    • Keshas Anwalt war übrigens so frei anzudeuten, dass der Produzent, der die junge Lady Gaga vergewaltigt haben soll, eben dieser Dr. Luke gewesen sein solle:

      Das wurde aber dementiert von ihm wie ihr…

      • Na mal schauen, wer von den Hüpfdohlen noch so alles „vergewaltigt“ wurde. Kostet ja nicht viel das zu behaupten.

        • Du bist eine kaltherzige Dumpfbacke, nur dass Dus weißt.

        • besser als.. (ok ich schreib es gleich wieder für Christian: bitte höflich bleiben, david)

        • @ semokilon
          Du wirst DIch daran gewöhnen müssen, dass in Zeiten des 3rd Wave Feminismus, wo es bereits als Vergewaltigung gilt, wenn Mann Frau auf die Möpse starrt, diese Behauptung immer weniger ernst genommen wird. Ist so ähnlich wie beim Nazi-Vorwurf.

        • Vor allem in Zeiten, wo sich beinahe jeder prominent hochgepushte Fall (Türk, Kachelmann, Dall) als Falschbeschuldigung, oft einer psychisch Kranken herausstellt.

        • An welche glorreiche Zeit möchtest Du denn erinnern, wo die sexuelle Gewalt, die Frauen durch Männer erfuhren, nicht unter den Tisch gekehrt wurde und ein darüber sprechen allenfalls ihr Schaden zufügen konnte?

          In my view: we’re just at the dawn of a new age.
          Thank god it finally seems to arrive.

        • Bill Cosby hälst Du auch für unschuldig, vermutlich?

          (von den aufgezählten scheint mir persönlich nur der Türck-Fall eindeutig eine Falschbeschuldigung gewesen zu sein. Und guck mal, wie bescheiden der danach aufgetreten ist, obwohl, nein, weil er zum Opfer wurde)

        • Ich halte Cosby für schuldig – zumindest der sexuellen Nötigung. Wieviel Frauen sich von seinem Status haben blenden lassen, steht auf einem anderen Blatt.

          „Und guck mal, wie bescheiden der danach aufgetreten ist, obwohl, nein, weil er zum Opfer wurde“

          Türck hat diese Vorwürfe mit seiner Karriere bezahlt.

        • Vergewaltigung wurde in der Vergangenheit m. E. weitaus sachlicher und professioneller behandelt. Da war ein Vorwurf noch kein Beweis und es gab keine Massenhysterie. Es wurde rechtsstatlich behandelt mit dem vorhersehbare Ergebnis, dass nur vergleichsweise wenige Vorwürfe zu einer Verurteilung geführt haben. Das ist allerdisng kaum überraschend, wenn man bedenkt, dass

          a) sich viele Frauen Monate Zeit gelassen haben, um Anzeige zu erstatten
          b) Vergewaltigung Sex gegen den Willen eines Ausführenden ist

          Naturgemäß schwer zu beweisen.

        • Über den Cosby-Fall weiß ich nicht viel, aber das was ich weiß, macht ganz klar den Eindruck dass er schuldig ist.
          Bei James Dean sieht es auch sehr schlecht für ihn aus, wobei glaube ich inzwischen auch ein paar begründete Zweifel an Stoya und anderen aufgekommen sind? Hab das auch nicht mehr richtig verfolgt.

          Ich weiß, für dich ist das undenkbar, nach den Einzelfall nach Faktenlage und Plausibilität und nicht einfach nach Geschlecht zu beurteilen.

        • „Bei James Dean sieht es auch sehr schlecht für ihn aus“

          Inwiefern? Welche Faktenlage gibt es denn?

        • Und guck mal, wie bescheiden der danach aufgetreten ist, obwohl, nein, weil er zum Opfer wurde

          Jedenfalls bescheidener, als du Opfer so auftrittst. Wesentlich bescheidener als all die angeblichen „Opfer“, die in Wirklichkeit falschbeschuldigende Täterinnen sind.

          @Adrian: Es gibt einfach etliche Aussagen gegen ihn. Ob man ihm im Einzelfall was nachweisen kann ist vielleicht fraglich, aber die Plausibilität einer großen Verschwörung ist ja dann doch eher gering.
          War aber nicht neulich irgendwas entlastendes bzw die Glaubwürdigkeit von Stoya belastendes aufgetaucht? Mir war so, hatte irgendwo vielleicht nur ne Überschrift gelesen.

        • „aber die Plausibilität einer großen Verschwörung ist ja dann doch eher gering.“

          Es muss ja keine Verschwörung sein. Sondern lediglich eine Mischung aus enttäuschter Liebe/Geilheit und weiblicher Solidarität.

          Dean kommt mir wie der typische Mann vor, der Frauen in einen inneren Konflikt geraten lässt: Einerseits hat er den Status und das Aufreten, der Frauen anmacht, andererseits gerät dies in Konflikt mit dem eigenen Bild als starke unabhängige Frau, die sich von keinem Mann etwas sagen lässt.

          Oder kurz: Frau wird von etwas angemacht, von der ihr das soziale Umfeld sagt, dass es sie gar nicht anmachen dürfte (in dem Fall: dominanter, antifeministischer Mann). Das ist emotionales TNT.

        • Bitte schreibt den Fatzken nicht so wie das große Original, das er ohne die geringste Ähnlichkeit mit ihm zu besitzen für sich missbrauchte. Wenn überhaupt DEEN, besser aber man nennt ihn fortan bei seinem richtigen Namen (ich musste googlen):
          Bryan Matthew Sevilla
          Wer kein Künstler ist, braucht eigentlich auch keinen Künstlernamen. Bei den meisten Porno-„Stars“ ist die Funktion wohl auch eher die eines Decknamens.

        • Aber niedlich ist er schon. Okay, sein Schwanz gefällt mir nicht so (zu beschnitten, zu geringer Erektionswinkel), weshalb er nicht zu meinen LIeblingen gehört 🙂
          (editiert: bitte keine pornographischen Bilder)

        • zu geringer Erektionswinkel

          whut? 😀 auf sowas wäre ich jetzt echt nicht gekommen…

        • Ich steh halt auf sehr steile Schwänze. Sind leider nicht so häufig:

          „Although many erect penises point upwards, it is common and normal for the erect penis to point nearly vertically upwards or nearly vertically downwards or even horizontally straight forward, all depending on the tension of the suspensory ligament that holds it in position. An erect penis can also take on a number of different shapes, ranging from a straight tube to a tube with a curvature up or down or to the left or right. An increase in penile curvature can be caused by Peyronie’s disease. This may cause physical and psychological effects for the affected individual, which could include erectile dysfunction or pain during an erection. Treatments include oral medication (such as colchicine) or surgery, which is most often reserved as a last resort.

          The following table shows how common various erection angles are for a standing male. In the table, zero degrees (0°) is pointing straight up against the abdomen, 90 degrees is horizontal and pointing straight forward, while 180 degrees would be pointing straight down to the feet. An upward pointing angle is most common.

          Occurrence of erection angles
          Angle (°) Percent of population
          0–30 5
          30–60 30
          60–85 31
          85–95 10
          95–120 20
          120–180 5

          https://en.wikipedia.org/wiki/Erection#Direction

          Mein Favorit wäre 0-30 🙂

        • Wer interessiert und Manns genug ist, kann mir seinen Winkel sagen 🙂

        • „(editiert: bitte keine pornographischen Bilder)“

          Komischerweise durfte ich Frauen mit gespreizten Beinen und Vollblick auf die Möse posten 😦

        • @adrian

          Frauen haben nun einmal den Vorteil, dass alles etwas verborgender ist.
          Ein steifer Penis ist da hingegen eindeutig nicht mehr jugendfrei. Mag man kritisch sehen, ist aber geltendes Recht

        • Schon wieder ne Bevorzugung von Frauen 😦

        • In der Tat! Ich fordere einen künstlichen Zwangspenis für Frauen, damit sie auch als pornographisch gelten!

        • Hä?

        • Außerdem war das nicht pornografisch. So seht ihr unter der Dusche alle aus. Am frühen Morgen gar 🙂

        • Oder noch besser: zeigen.

        • Hehe 🙂

        • Schon wieder ne Bevorzugung von Frauen 😦
          Es ist höchstrichterlich abgesegnet, dass männliche Sexualität gesellschaftsschädlicher als als weibliche ist. Wäre vielleicht mal an der Zeit, 1-2 schwule Richter ans Bundesverfassungsgericht zu manövrieren. Mit ‘ner Feministin hat es ja auch geklappt…

        • „Vergewaltigung wurde in der Vergangenheit m. E. weitaus sachlicher und professioneller behandelt. Da war ein Vorwurf noch kein Beweis und es gab keine Massenhysterie.“

          Korrigier mich wenn ich falsch liege, aber ist es nicht so, dass es in D. bis 1997 de jure für einen Mann gänzlich unmöglich war, einer Vergewaltigung zum Opfer zu fallen?

          Das sind die „guten alten Zeiten“ nach Deiner Ansicht?

        • Korrigier mich wenn ich falsch liege, aber ist es nicht so, dass es in D. bis 1997 de jure für einen Mann gänzlich unmöglich war, einer Vergewaltigung zum Opfer zu fallen?

          Wir haben dir schon gefühlt 1e9 mal erklärt, dass vor 1998 die Vergewaltigung sowohl eines Mannes als auch diejenige einer Ehefrau als Nötigug strafbar war. Heute gibt es den Straftatbestand der Vergewaltigung übrigens gar nicht mehr.

          Vermutlich würdest du zu Staub zerfallen, wenn dieses Licht in dein Bewußtsein gelangte.

      • das meinte ich nicht ironisch. Man muss ja nicht sein Gesicht zeigen.

        „Frauen haben nun einmal den Vorteil, dass alles etwas verborgender ist.
        Ein steifer Penis ist da hingegen eindeutig nicht mehr jugendfrei. Mag man kritisch sehen, ist aber geltendes Recht“

        Bei Frauen ist es pornographisch, die Vagina zu zeigen. Vulva (also Venushügel) ist ok, aber nicht das „Innenleben“. Frauen mit geöffneten Beinen und voll drauf, ist das Äquivalent zum erigierten penis.
        Aber….hier gelten ja „deine“ Regeln.

        • @ Atacama

          Planst du den ersten Alles Evolution-Gangbang oder woher kommt dein Interesse an den Penissen deiner männlichen Mitkommentatoren? 🙂

        • Adrian hat das Thema angeschnitten und ich musste daran denken, dass die Männer hier (so wie Männer im allgemeinen) keine Probleme mit Objektifizierung haben. Ich bin bloß neugierig.

  6. Der Support für sie von Seiten weiblicher Stars scheint wirklich zunehmend beispiellos.

    Nett ist z.B. diese sanfte Variante:

    Taylor Swifts 250.000 Dollar-Spende an Kesha verdient auch eine Erwähnung.
    Echt toll, das.
    Jetzt muss es nur noch helfen.

    • Dass du mal wieder blind solidarisch mit einer höchstwahrscheinlichen Falschbeschuldigerin bist, überrascht wohl keinen.

      Clarkson hatte wohl mal Meinungsverschiedenheitem mit ihm bzgl irgendwelcher Veröffentlichungen, aber das hat eben nichts mit sexueller Übergriffigkeit zu tun.

      http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-3435468/Kelly-Clarkson-slams-Kesha-fan-site-accusing-record-producer-Dr-Luke-making-cry.html

      http://www.justjared.com/2016/02/06/kelly-clarkson-denies-that-dr-luke-brought-her-to-tears/

      • Sie hat einen Eindruck von ihm gewonnen und der war unterm Strich wohl ausgeprägt negativ.
        Reicht doch, im Sinne von: ist erwähnenswert genug.

        • Eigentlich nicht, weil es mit dem Fall nichts zu tun hat. Ich habe auch einen negativen EIndruck von Dir gewonnen. Das heißt aber nicht, dass Du heimlich Kinder im Bergbau Sklavenarbeit verrichten lässt.

        • Erwähnenswert ist, dass sie dem entgegentritt.

          Dass Uneinigkeit bei einem Videodreh mit so einer Pop-Diva entsteht, wohl sicher nicht. Das ist das Gegenteil von erwähnenswert in dem Zusammenhang.

          Aber für dich war es ja auch schon bei Kachelmann ein Indiz für den Vergewaltigungsvorwurf, dass er mehrere Freundinnen hatte. Dabei fällt mir grade ein, hast du dich nicht auch mal von 4 Typen parallel nageln lassen, wie du hier mal ausgebreitet hast?

        • Das heißt aber nicht, dass Du heimlich Kinder (im Bergbau Sklavenarbeit verrichten lässt.)

          Das nun nicht…

    • Taylor Swifts 250.000 Dollar-Spende an Kesha verdient auch eine Erwähnung.

      Für beispiellose Dummheit, ja. Als ob es keine sozialere und bessere Verwendung für das Geld gäbe, als für den Prozess einer Multimillionärin und mutmaßlichen Falschbeschuldigerin.

  7. Kelly Clarkson wurde auch schon versucht in die #freekesha -Kampagne einzuspannen, auch sie hat aber dementiert, dass Luke ihr gegenüber übergriffig geworden sei.

  8. Ich frage mich grad, wann man speziell Versicherungen abschließen kann für den Fall, dass man einen Vertrag mit einer Frau abzuschließen beabsichtigt.

    • Das wäre für jede Versicherung ein viel zu riskantes und teueres Geschäft!

      Ansonsten gäbe es schon lange eine Ehevertragsversicherung, die Männer vor den Folgen absichert. Nur das wäre für jede Versicherung Selbstmord, denn entweder wären die Versicherungsbeiträge so hoch, dass diese keiner leisten könnte oder die Versicherung wäre für die Versicherung der Ruin.

      Das Risiko Frau lässt sich im Rahmen einer Mischkalkulation nicht wirtschaftlich kalkulieren.

      Von daher bleibt als einziger Schutz bzw. Risikoabsicherung, die Vermeidung von zu engen Beziehungen zu Frauen.

      • Es bleibt noch die Verbindung mit einer Frau, die in etwa gleich viel verdient und überdurchschnittlich rational ist.
        Da fahr ich ganz gut mit.
        Bisher 😉

        • Was passiert eigentlich wenn ich meiner zukünftigen Frau unbemerkt eine gewisse Dosis Testosteron spritzen würde?

          Ok, sie wäre vlt. unfruchtbar, aber könnte ich dadurch ihre Rationalität in irgendeiner Weise ankurbeln und bitchiges Verhalten damit abschalten? 😛

  9. Bei CBS ist von Vergewaltigung übrigens nicht die Rede:

    „with a top Sony record producer, named Dr. Luke, who she says drugged, and psychologically tormented her for nearly a decade.“
    sexually abused
    http://www.cbsnews.com/pictures/stars-who-came-out-in-support-of-kesha-dr-luke-trial/

    Das sind doch Wischi-Waschi-Behauptungen die alles bedeuten können:

    drugged her: Sie haben einen zusammen getrunken

    sexually abused her: Sie hatten betrunken Sex, den sie hinterher bereut hat.

    psychologically tormented her: Er hat auf die Erfüllung des Vertrages bestanden, den sie im Laue der Zeit immer weniger gut fand.

    • „Er hat auf die Erfüllung des Vertrages bestanden, den sie im Laufe der Zeit immer weniger gut fand.“

      Das ist aber auch brutal.

      • Natürlich. So was kann man einer Frau nicht zumuten 🙂

  10. “Der Fall Kesha zeigt die Art und Weise, wie das amerikanische Rechtssystem Frauen verletzt.” Die Justiz scheitere daran, Frauen vor Männern zu schützen, die aus ihrer Sicht Vergewaltiger sind.“

    Diesen Satz muss man(n) sich übrigens auf der Zunge zergehen lassen. Das könnte in der Zukunft auf Männer zukommen: Totale Macht der Frauen.
    Das ist der Grund dafür, warum ich Männern zunehemend rate, auf Distanz zu Frauen zu gehen, mit denen er kein private Beziehung pflegt. Jedwede Geschäfts- oder professionelle Beziehung wird für einen Mann zum Russischen Roulette.

    Wo kämen wir hin, wenn jede Frau auch noch nach Jahren einfach so und mit der Unterstützung der Öffentlichkeit behaupten kann, der Typ habe sie vergewaltigt/sexuell genötigt? Kein Mann wäre mehr sicher.

    • Ergänzung: Jeder Mann weiß doch, welche Furien Frauen sein können, denen man mal etwas bedeutet hat. Das weibliche Unvermögen zu Konfliktlösung, deren emotionale Labilität und das gesellschaftliche Klima, in der Emotionalisiserung von Frauen als Empowerment gilt, lässt hier ein toxisches Klima entstehen. Und jetzt lernen Frauen auch noch, dass es sie nicht viel kostet, Männern der Vergewaltigung zu bezichtigen. Es wird mit Statusgewinn und Ruhm belohnt und zerstört die Reputation des Mannes bereits in Ansätzen.

      • „Das weibliche Unvermögen zu Konfliktlösung“

        Christian, also bitte, irgendwann musst Du gegen die verwirrte Tucke auch mal einschreiten.

        Ich hab wirklich keine Lust auf einen Bodycount, und nur der könnte ja wirksam beweisen, dass Männer ein wesentlich ärgeres Problem mit der Erreichung friedlicher Konfliktlösungen haben als Frauen. Normalerweise verbrämt ihr das ja auch zu einer evolutionär-begründbaren Konstante, der ihr sogar meint positives abgewinnen zu können (der Krieg als Vater aller Dinge und so)…

        • “Das weibliche Unvermögen zu Konfliktlösung”

          Entschuldige mal, das ist wissenschaftlich belegt. Es lässt sich schon bei Schimpansen feststellen, dass Weibchen zwar ein geringeres Potential für Konflikte haben, aber wenn sie sich verkrachen, es nahezu unmöglich ist, wieder Freiden zu stiften. Der Konflikt schwelt mitunter jahrelang, auch bei oberflächlicher Versöhnung.
          Bei Männchen ist es umgekehrt: Kommt schnell zum Krach, aber eine Versöhnung gelingt leichter und nachhaltiger.

        • Christian, also bitte, irgendwann musst Du gegen die verwirrte Tucke auch mal einschreiten.

          Unfassbar.

          Und das nur, weil du selbst auf jedem anderen Blog unerwünscht bist.

        • https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcS7Olp73LGA7a2O9hmBOliaFGQW73mN6zQB7_FQbm4ukOjt275Cvxp8sIg

        • Adrian, hör bitte auf ; mit Fakten sexuell zu belästigen.
          Hier gibt es überall Zeugen, wenn auch keine, die mal eben 250000 Tacken in der Hinterhand haben.

    • „Die Justiz scheitere daran, Frauen vor Männern zu schützen, die aus ihrer Sicht Vergewaltiger sind.“

      Wie man immer wieder sieht, ist es bzgl. Falschbeschuldigung auch anders herum, regelmäßig:

      In 40 % aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95 % der in wSorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch.

      http://www.anwalt.de/rechtstipps/falsche-verdaechtigung-und-falschbeschuldigung-bei-vergewaltigung-und-sexuellem-missbrauch_059664.html

      Weiß jemand wie oft es bei Scheidungen zu ernsthaften Sorgerechtsstreitigkeiten kommt im Vergleich zu „friedlichen“ Trennungen?

      Was mich immer wieder wundert, ist das gerade Fälle bei denen doch arge Zweifel an der Aussage der Frau bestehen so gepusht werden. Fast als ob man zeigen will, das Vergewaltiger nicht eingebuchtet werden.

      • @matze

        „In 40 % aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95 % der in wSorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch.“

        Die Zahl „40%“ ist falsch und entschieden zu hoch.
        Es mag sein, dass das im Dezernat des Autoren so ist, der sich als „Anwalt für Sexualstrafrecht“ bezeichnet, ansonsten ist es nicht der Fall

        • Um glaubhaft von „falsch“ zu sprechen, müsstest du aber halt dann leider doch mal lüften, auf was dein (offensichtlich nicht gerade geringes) Wissen beruht.
          „Ein Bekannter ist Richter“ zählt halt nichts, aber wenn du selbst in dem Bereich tätig bist, hat das schon Gewicht.

          Bei mir waren es nur ca. 3 Jahre als kleiner SV-Assistent, in dieser Zeit wurde mir mehrmals eine Quote von ca. 30% genannt und die hat sich auch so durch meine Erfahrungen bestätigt, mindestens.

        • „Die Zahl “40%” ist falsch und entschieden zu hoch.“

          Die andere Zahl aber mit absoluter Sicherheit genauso.
          Manche Rechtsverdreher scheinen echt zu glauben, sie wären zum Lügen ausgebildet worden.
          Oder wurden sie es vielleicht gar?^^

        • Die andere Zahl aber mit absoluter Sicherheit genauso.

          Und das weißt du Lügnerin nun woher?

          Wie man auf die Zahl kommt würde ich aber auch gerne wissen. Kann eigentlich nur ne subjektive Schätzung sein. Die wird wohl niemand der Einblick in die Materie hatte und halbwegs objektiv ist unter 75% ansetzen.

        • Gibt ne Studie des US-Militär:

          “The False Rape Allegation in the Military Community.” Forensic Science Digest.Vol II, No.4, Dec. 1985.

          Hab die im Original noch nicht gefunden, aber der Kommentator schreibt dazu:

          “Military researchers in this study did what civilian researchers never could. They FORCED all rape accusers to submit to lie detector tests. The results were astounding. 25% ADMITTED before taking the tests that they had made up false accusations, often for reasons of revenge or to escape responsibility, and 61% of the accusations were ultimately judged after full investigation to be false. 61%!”

          https://allesevolution.wordpress.com/2015/05/30/selbermach-samstag-138-30-05-2015/#comment-182626

          Gerade bei Sorgerechtstreitigkeiten, bei denen die Mutter meint einen Alleinanspruch auf die gemeinsamen Kinder zu haben, ist ein solcher Vorwurf recht billig und effizient um den Vater los zu werden. Würde mich nicht überraschen wenn die Zahl hier noch höher ist.

        • @matze

          Die obige Zahl betrifft aber keine Sorgerechtstreitigkeiten

          „Gerade bei Sorgerechtstreitigkeiten, bei denen die Mutter meint einen Alleinanspruch auf die gemeinsamen Kinder zu haben, ist ein solcher Vorwurf recht billig und effizient um den Vater los zu werden. Würde mich nicht überraschen wenn die Zahl hier noch höher ist.“

          Kommt aber in der Praxis weitaus seltener vor.
          Er ist nämlich keineswegs billig, da dann üblicherweise ein kinderpsychologisches Gutachten eingeholt wird. Und je nach Alter des Kindes und Verhältnis zum Vater ist es dann auch schnell widerlegt. Bei relativ jungen Kindern, die entsprechend entfremdet sind, mag das gehen, sonst nicht.

          in den meisten Sorgerechtsverfahren wird eher darauf gesetzt, dass man nicht miteinander reden kann oder das er sich eh nicht für das Kind interessiert.

          Das Sorgerecht ist aber auch heute gar nicht mehr so häufig der Streitpunkt, eher Umgangsrechte. Und da gibt es dann in der Regel zumindest begleiteten Umgang wenn nicht sehr deutliche Symptome vorhanden sind.

        • „Die Zahl “40%” ist falsch und entschieden zu hoch.“

          Da würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster hängen.
          Um Diskussionen aus dem Weg zu gehen vorab, ich glaube auch nicht, dass die Quote ERNSTHAFT erhobener Vorwürfe so hoch ist. Aber in den meisten der mir bekannten Fälle wird zumindest mal versucht, mit einem geraunten „Und immer wenn die Tochter vom Umgangswochenende zurück kommt, ist sie so merkwürdig verstört und hat eine gerötete Scham“ auszuloten, ob ein Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erfolgversprechend ist.
          Juristisch mag das noch kein Vorwurf sein, er kommt aber (und das soll er auch) so an.

          Klargestellt werden sollte der Ehrlichkeit aber auch, dass in den SR- und ABR-Prozessen die Väter ebenso fleißig und gern von psychischen Problemen der Mütter raunen.
          Da geben sich also beide Parteien nichts.

        • @carnofis

          „Um Diskussionen aus dem Weg zu gehen vorab, ich glaube auch nicht, dass die Quote ERNSTHAFT erhobener Vorwürfe so hoch ist. Aber in den meisten der mir bekannten Fälle wird zumindest mal versucht, mit einem geraunten “Und immer wenn die Tochter vom Umgangswochenende zurück kommt, ist sie so merkwürdig verstört und hat eine gerötete Scham” auszuloten, ob ein Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erfolgversprechend ist.“

          Ich kenne es nur entweder mit Hurra oder gar nicht.
          In Sorgerechtsachen muss binnen eines Monats terminiert werden. Demnach gibt es schnell einen Termin und dann fragt das Gericht entweder nach, was das heißen soll und man muss Farbe bekennen, was dann ganz schlecht ankommt, wenn man etwas so ernstes vorher nicht mitteilt, sondern nur andeutet. Oder es übergeht es einfach. Weil es für die Frage des Sorgerechts an sich auch nicht wichtig ist, weil dadurch kein Kind mißbraucht wird (sofern es nicht um das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht geht)

          „Juristisch mag das noch kein Vorwurf sein, er kommt aber (und das soll er auch) so an.“

          In der Form kommt es nicht an. Denn darauf kann der Richter keine Urteilsbegründung stützen. Er braucht tatsächlichen Vortrag, Anzeichen, ein Gutachten etc

          „Klargestellt werden sollte der Ehrlichkeit aber auch, dass in den SR- und ABR-Prozessen die Väter ebenso fleißig und gern von psychischen Problemen der Mütter raunen.“

          Das kommt sicher von beiden Seiten gerne

          Im Sorgerecht an sich spielt aber gar nicht so sehr die Musik. Im Aufenthaltsbestimmungsrecht gibt es ganz andere Argumente. Für den Umgang kann es relevant sein

        • „Ich kenne es nur entweder mit Hurra oder gar nicht.“

          Daher ja nur Geraune. Es wird mal geklopft und geguckt, ob und wie der Richter reagiert. Geht er positiv drauf ein, kann man mehr draus machen, wenn nicht, dann nicht.
          Letztlich hat keiner der Prozessbeteiligten ein Interesse, die Geschichte zu verifizieren oder zu falsifizieren.

          Aus der jüngeren Vergangenheit sind mir überhaupt keine Fälle der Art mehr bekannt geworden. Es hat sich wohl inzwischen rumgesprochen, dass solche Vorwürfe praktisch nie erfolgreich sind.
          Das war vor 15 Jahren noch ganz anders: da endete allein der Vorwurf nicht selten mit dem – bezweckten – Umgangsausschluss. Vor 10 Jahren immerhin oft noch mit begleitetem Umgang.

          „In Sorgerechtsachen muss binnen eines Monats terminiert werden.“
          Hatten wir schon: „terminiert“ heißt nicht „entschieden“.

          „Im Sorgerecht an sich spielt aber gar nicht so sehr die Musik. Im Aufenthaltsbestimmungsrecht gibt es ganz andere Argumente. Für den Umgang kann es relevant sein“

          Gut, zahlenmäßig geht es im Auftakt zum Trennungskrieg erstmal ums ABR. Und da kommt natürlich der Vorwurf „Die Mutter ist verrückt!“ von den Vätern, während im späteren Umgangsstreit der Vorwurf „Das Kind ist zwischen den Beinen gerötet!“ von den Müttern kommt.
          Beides – wie schon geschrieben – so gut wie immer erfolglos.

          Ich denke, dass die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs überhaupt noch auf den Tisch kommen, weil sie eben in der Vergangenheit wohlfeil und relativ erfolgreich waren.
          Es hat lange gedauert, bis die Justiz da ihre Hausaufgaben gemacht hat.

        • Ich kenne es nur entweder mit Hurra oder gar nicht.

          Ich kenne es genau in der Form, wie von Carnofis beschrieben. Aus Verfahren, in die bereits eine Gutachterin involviert war. Da läuft eh viel über informelle Kanäle. In dem Geflecht und den vielen Gesprächen zwischen Gutachter, Jugendamt, Gericht, Anwälten, Verfahrenspfleger, Vater, Mutter, manchmal noch dritten Erziehungspersonen, Beratungsstellen, Lehrern etc. lassen sich solche „komischen Vorfälle“ und subtile Anschuldigungen gut streuen, ohne die ganz große Keule nehmen zu müssen.
          Vielleicht kriegt es der Richter oft gar nicht mit, die Gutachterin glaubt es selbst noch nicht mal und will sich davon nicht beeinflussen lassen und geht in ihrer Empfehlung dann doch auf Nummer sicher, um ein böses Erwachen durch ihre Federführung zu vermeiden.

        • @david

          „Ich kenne es genau in der Form, wie von Carnofis beschrieben. Aus Verfahren, in die bereits eine Gutachterin involviert war“

          In Akten, die begutachtet werden müssen, ist es sicherlich häufiger, weil in solchen Fällen ja begutachtet werden muss, wenn es nicht eindeutig ist.
          Sonst werden in Sorgerechtsverfahren ja allenfalls Gutachten zur Erziehungsfähigkeit an sich, evtl noch zur jeweiligen Bindung der Kinder an die Eltern erstellt.

          „Da läuft eh viel über informelle Kanäle. In dem Geflecht und den vielen Gesprächen zwischen Gutachter, Jugendamt, Gericht, Anwälten, Verfahrenspfleger, Vater, Mutter, manchmal noch dritten Erziehungspersonen, Beratungsstellen, Lehrern etc. lassen sich solche „komischen Vorfälle“ und subtile Anschuldigungen gut streuen, ohne die ganz große Keule nehmen zu müssen.“

          Es muss ja überhaupt erst einmal eine Situation geschaffen werden, bei der der Richter überhaupt mehr aus dem Fall macht. Bei der Entziehung des gemeinsamen Sorgerechts muss der Antragssteller (also meist die Frau) Gründe vorbringen, bei der Einrichtung des gemeinsamen Sorgerechts muss die Antragsgegnerin vortragen, was dagegen sprechen soll (also auch meist die Frau). Bringt sie nichts vor, was dem Richter verdächtig vorkommt, dann gibt es (schon aus Kostengründen) keine Gutachten

          Vielleicht reden wir hier gar nicht über das Sorgerecht, sondern Aufenthaltsbestimmungsrecht als Teil des Sorgerechts oder das Umgangsrecht?

          „Vielleicht kriegt es der Richter oft gar nicht mit, die Gutachterin glaubt es selbst noch nicht mal und will sich davon nicht beeinflussen lassen und geht in ihrer Empfehlung dann doch auf Nummer sicher, um ein böses Erwachen durch ihre Federführung zu vermeiden“

          Wenn es zu einem Gutachten kommt, was gar nicht so häufig der Fall ist, dann muss zumindest irgendetwas vorgetragen worden sein.

          Beim Umgang oder bei der Frage, bei wem das Kind lebt, kann es da schon eher relevants haben. Da kann man natürlich auch in dem Gespräch des Gutachters mit der Mutter diese einiges an subtilen Andeutungen machen. Problem ist ja dann, dass man auch das Kind dazu bekommen muss, dass es das bestätigt. Ich bin da kein Experte, aber ich vermute mal so leicht ist das bei einem Kind auch nicht, ihm etwas einzureden, was dann den Gutachter täuscht oder?

        • @Semikolon:

          Es gibt Studien dazu: http://www.polizei.bayern.de/content/4/3/7/vergewaltigung_und_sexuelle_n_tigung_in_bayern_bpfi.pdf

          „Alle Sachbearbeiter von Sexualdelikten sind sich einig, dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden. Viele angezeigte Fälle lassen zwar die Vermutung einer Vortäuschung bzw. falschen Verdächtigung zu, berechtigen jedoch nicht zu einer entsprechenden Anzeige.“

          http://genderama.blogspot.de/2007/04/neue-polizeistudie-behandelt-auch.html

        • Ja, ich kann in der Tat nur über Verfahren mit Gutachten sprechen, auch da natürlich nicht über endlos viele, die eine seriöse Schätzung erlauben würden. Aber es waren schon einige, wo sowas aufkam.
          Sowohl bei Antrag auf gemeinsames, als auch alleiniges Sorgerechts. Mitunter geht es ja in den Verfahren auch einfach um betreuten Umgang oder die Ausweitung/Änderung/Durchsetzung der Umgangsregelung.

          . Problem ist ja dann, dass man auch das Kind dazu bekommen muss, dass es das bestätigt. Ich bin da kein Experte, aber ich vermute mal so leicht ist das bei einem Kind auch nicht, ihm etwas einzureden, was dann den Gutachter täuscht oder?

          Oft kommt es gar nicht so weit, da bei den wie oben beschriebenen nur angedeuteten Vorwürfen auch nicht immer ein Fass aufgemacht wird, aber halt womöglich trotzdem was hängen bleibt.
          Aber ja, das ist für eine derart agierende Mutter meist kein großes Problem, die Probleme hat ja nur das unter hohem Loyalitätsdruck stehende Kind. Geht ja auch gerne mal mit ausgeprägtem PAS einher, ein kleines Kind glaubt da mit der Zeit sowieso alles, was ihm die Mutter Schlimmes über den Vater erzählt. In der Regel wird es ansonsten rumdrucksen, ängstlich schweigen und zumindest unter keinen Umständen etwas sagen, was die symbiotisch gebundene Mutter enttäuschen könnte.

        • iiiihhhh, oh nein, dieser eine bairische Polizeibeamte wird wirklich überstrapaziert, dabei fänden sich zu Hauf spannendere Sätze in dem Schriftstück.

          Mein Liebling ist dabei ja die Bibel-Exegese ab S. 180.
          Wirklich zu drollig.

        • Meine Frau hatte letztens in der Gyn eine Fortbildung zu Untersuchungen bei mutmaßlich vergewaltigen Frauen.

          Ihre Oberärztin habe gemeint, dass „mindestens die Hälfte“ der im Zusammenhang mit Sexualdelikten auflaufenden Frauen unglaubwürdig seien. Sie selbst hat schon zwei Fälle erlebt, wo sich ein Vorwurf noch im Krankenhaus als „Missverständnis“ oder glatte Lüge entpuppt hat, dann auch keine Anzeige erfolgte.

          Die fortbildende Polizistin wollte sich anscheinend auf Nachfrage nicht zu Prozentzahlen äußern, sagte nur sowas wie „kommt natürlich vor“.

    • @adrian

      „Das ist der Grund dafür, warum ich Männern zunehemend rate, auf Distanz zu Frauen zu gehen, mit denen er kein private Beziehung pflegt. Jedwede Geschäfts- oder professionelle Beziehung wird für einen Mann zum Russischen Roulette.“

      Das ist eine starke Übertreibung hin zu einer „Falschbeschuldigungskultur“ als Gegenstück zur Rape Culture
      Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Hälfte aller Falschbeschuldigungsanzeigen falsch ist wäre damit die Chance eines Mannes falschbeschuldigt zu werden so hoch wie die Chance einer Frau vergewaltigt zu werden
      Du müsstest also Frauen genauso raten auf Distanz zu Männern zu gehen

      • „Du müsstest also Frauen genauso raten auf Distanz zu Männern zu gehen“

        Tu ich auch. Mehr Männer für mich 🙂

        • @adrian

          Aber Männer, die sich sexuell nicht für dich interessieren.
          Ist das den Geschlechterkrieg wert?

        • Jetzt tu nicht so, als hätte ich den zu verantworten.

      • „Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Hälfte aller Falschbeschuldigungsanzeigen falsch ist wäre damit die Chance eines Mannes falschbeschuldigt zu werden so hoch wie die Chance einer Frau vergewaltigt zu werden“

        Ach, schau: in Christians Welt gibt es keine Dunkelziffer.
        Grüße nach Wolkenkuckucksheim

        • Dunkelziffer. Meinst Du die Dunkelziffer von angedrohten Falschbeschuldigungen? 🙂

        • @buchstabe: 🙂

  11. Das eigentliche Problem ist, dass sich Leute in solchen Sachen überhaupt genötigt (no pun vermeidable) sehen, Partei zu ergreifen.
    Auch sehr wichtige Leute können Vergewaltiger sein. Ob die jetzt Vergewaltiger sind in dem Sinne: „Ich halte Dir eine Knarre an den Kopf und drück ab, wenn Du nicht spurst!“ oder mehr: „Du willst doch, dass Deine Karriere weiter geht, oder?“ (ich weiß nicht, inwieweit letzteres in den USA strafbar wäre, bzw., wie sehr Kesha von ihrem damaligen Vertrag abhängig war, oder meinte zu sein…) ist für Außenstehende kaum beurteilbar. Noch nicht einmal, ob überhaupt Sex stattgefunden hat, da es mal wieder keine Videomitschnitte gibt.

    Aber mal allg. gesagt, es treten Leute aus der kath. Kirche aus, weil irgendein kath. Priester, den sie nicht kennen, irgendein Kind, das sie auch nicht kennen, missbraucht hat. Und wenn ein kath. Bischof zu viel Geld ausgibt, treten manchmal sogar Leute aus der ev. Kirche aus. (Fragt nicht…)
    Wenn Keshas Vorwürfe auch nur halbwegs stimmen, kann ich sie verstehen, dass sie mit der ganzen Firma keinen Kontakt mehr will.
    Als Firma würde ich sie tatsächlich gehen lassen, entweder hat sie recht, dann aus Entgegenkommen, oder sie hat unrecht, dann, weil ich mit solchen Menschen lieber nicht zusammenarbeite.

    • @mycroft

      „Als Firma würde ich sie tatsächlich gehen lassen, entweder hat sie recht, dann aus Entgegenkommen, oder sie hat unrecht, dann, weil ich mit solchen Menschen lieber nicht zusammenarbeite.“

      Nur ist die Firma eben eine Kapitalgesellschaft, die nicht einfach nach Gefühl entscheiden darf, sondern wo sich evtl jemand rechtfertigen muss, weil er bestimmtes Geld aufgegeben und damit den Wert der Gesellschaftsbeteiligung gesenkt hat. Und man muss die Wirkung eines Entlassens einplanen

    • „Als Firma würde ich sie tatsächlich gehen lassen, …“

      Das kann sie sich kaum leisten. Was hätte das für eine Signalwirkung?
      Immerhin sind die Firmen oft hoch in Vorleistung gegangen und haben den späteren „Star“ promotet und ggf. auch über Durstzeiten bezahlt.

      Ich würde mich als Firma auch nicht auf diese plumpe Weise abservieren lassen.
      Sony hat ihr ja die Zusammenarbeit mit anderen Leuten angeboten.

      Ich arbeite in einer Firma mit 70.000 Mitarbeitern weltweit. Wenn ich nicht mit meinem Chef kann und ansonsten für die Firma ein sehr wertvoller Mitarbeiter bin, sehe ich keinen Grund, warum ich nicht in einer anderen Abteilung, oder einem anderen Standort arbeiten sollte.

      • @Carnofis: Ok, das ist ein Grund, bei einer Firma zu bleiben, mit der man im Großen und Ganzen ganz glücklich ist.

        Aber jetzt in der Situation von Sony; ich weiß jetzt natürlich nicht, wie die kalkulieren, wie viel Geld die in Keshas Karriere gesteckt haben und ob sich das schon amortisiert hat.
        Ich nehme aber nicht an, dass sie sich noch tief in der Verlustzone befinden, da Kesha jetzt nicht gerade erst seit letztem Jahr Musik macht.

        Natürlich hätte ich ihr an Sonys Stelle auch erstmal andere Leute als Ansprechpartner angeboten.

        Inzwischen ist das Verhältnis zwischen ihr und Sony aber, soweit ich das mitbekomme, hoffnungslos zerrüttet. Irgendwer ruft schon zum Boykott von Sony auf. Und ich habe jetzt auch nicht den Eindruck, Frau Kesha würde sich für ihre restliche Vertragslaufzeit noch sehr viel Mühe geben.
        Nebenbei, wenn sie Dr. Luke nicht entlassen, hat das die Außenwirkung, dass Vergewaltiger bei Sony gedeckt würden. Ist für Sony vllt. auch nicht so super.

        • „Ok, das ist ein Grund, bei einer Firma zu bleiben, mit der man im Großen und Ganzen ganz glücklich ist.“

          Es geht irgendwann nicht mehr um das Glück des Mitarbeiters. Ich arbeite als Entwickler. Da kriegt man nicht selten befristete, aber hochdotierte Verträge. Von dem MA erwartet die Firma die Entwicklung eines neuen Produkts, das es bei Einstellung noch nicht gibt.
          Auch diese Firmen lassen den MA nicht wegen irgendwelcher persönlicher Dissonanzen ziehen, damit er die nur ihm bekannten Ergebnisse seiner Arbeit gleich beim Konkurrenten abliefert.
          Schlimmstenfalls wird er bis zum Ende der Vertragslaufzeit freigestellt, ausdrücklich mit Hinweis auf das weitergeltende Verbot, mit Konkurrenten in Kontakt zu treten.

          In meinem Fall wären das zwei Jahre gewesen.

  12. Ich bin mal gespannt, ob es zu einer Anklage gegen Kesha wegen Meineids kommt.

    • @JC Denton

      Das wäre interessant, wie sie sich dann entscheidet.
      Wobei ich mir vorstellen könnte, dass sie er mit „er hat mich ja erpresst“ versucht, als eine Art entschuldigenden Notstand

      Allerdings müsste die Behörde dann davon ausgehen, dass sie damals gelogen hat. Sonst kann man sie auch nicht verurteilen

      • Hat sie ihre neuen Aussagen unter Eid gemacht? Weiß man da was?

        Wenn ich A sage und Nicht-A, dann stimmt doch mindestens eine Aussage nicht. Wenn ich beide beeide, dann ist’s immer Meineid, oder?

      • @ Christian

        „Allerdings müsste die Behörde dann davon ausgehen, dass sie damals gelogen hat. Sonst kann man sie auch nicht verurteilen“

        Sie hat sich ja quasi selbst angezeigt. Die zuständige Staatsanwaltschaft müsste jetzt eigentlich klären, was wirklich Sache ist, um eine Entscheidung über die Anklage treffen zu können.

    • @JC Denton

      Das ist etwas, was ich – ehrlich gesagt – auch nicht verstehe. Meines Erachtens nach hat sich die Dame objektiv und unbestreitbar eines der folgenden Vergehen schuldig gemacht:

      a) Sie hat in 2011 unter Eid falsch ausgesagt
      b) Sie hat in 2016 eine wissentliche Falschbeschuldigung getätigt

      Rein logisch kann es nicht anders sein. Entweder hat sie damals falsch ausgesagt oder sie tut es jetzt. Eines von beiden MUSS so sein. Und beides ist eindeutig rechtswidrig und wäre – so weit ich das sehe – nach deutschem Recht ein Offizialdelikt, bei dem die Staatsanwaltschaft von sich aus gegen sie ermitteln würde. Wie es diesbezüglich in den USA rechtlich aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

      Es ist erstaunlich, mit welch offensichtlichem Rechtsbruch man doch mitunter offenbar Frauen davon kommen lässt. Das war ja im Fall von Frau Dinkel hierzulande auch so. Allein der Zufallsfund auf ihrem Rechner, der eindeutig belegte, dass sie Beweismittel gefälscht hat, hätte in einem funktionierenden Rechtsstaat zu zumindest einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen sie führen MÜSSEN. Das ist damals – und bis heute – nicht passiert.

      • Das war ja im Fall von Frau Dinkel hierzulande auch so. Allein der Zufallsfund auf ihrem Rechner, der eindeutig belegte, dass sie Beweismittel gefälscht hat, hätte in einem funktionierenden Rechtsstaat zu zumindest einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen sie führen MÜSSEN. Das ist damals – und bis heute – nicht passiert.

        Ja, das versteht auch niemand. Mannheim hatte halt schon so viel verbockt, dass man nur noch mit einem runtergekochten zweite-klasse-Freispruch aus der Sache halbwegs heil raus kommen konnte.
        Die kriminelle Energie die Frau Dinkel bewiesen hat, drang ja auch kaum in die Öffentlichkeit. Leute sind immer wieder erstaunt, wenn ich das beim Stichtwort Kachelmann erzähle.

  13. Ashe Schow hat sich auch dem Thema gewidmet.

    Female celebrities are setting women back

    By Ashe Schow (@AsheSchow) • 2/25/16

    http://www.washingtonexaminer.com/female-celebrities-are-setting-women-back/article/2584135

    • Exzellenter Artikel. Schow bringt exakt auf den Punkt, was hier ständig kritisiert wird.
      Die Feministinnen schaden Frauen weitaus mehr, als sie ihnen nützen.

      Atacama hatte gestern(?) kritisiert, dass Männer sich nach den Missbrauchs-Vorwürfen im Zusammenhang mit den Silvester-Vorkommnissen in Köln nicht auf die Straße begeben und protestiert haben.

      Sie sollte ganz besonders diesen Kommentar lesen und sich fragen, warum nicht Millionen Frauen auf den Straßen gegen eine feministische Instrumentalisierung demonstrieren, die ihnen gerade überall die Türen in die Firmen mit den interessanten und gutbezahlten Jobs verschließt.

  14. Es wird übrigens Zeit für einen feministischen Shit-Storm gegen Christians unerträglichen Sexismus. Die in diesem Thread zu beobachtende Benachteiligung von Frauen durch unterlassene Verteilung von Rügen und Löschungen für übelste Beleidigungen schreit zum Himmel! Ich erinnere mich, schon für viel geringere Leistungen auf diesem Gebiet regelmäßig und überzuverlässig durch Ermahnungen belohnt worden zu sein und die arme Semikolon muss sich hier den ganzen Tag lang mühen und es passiert: nichts! Was für ein unglaublicher Skandal!

    • @lh

      Da Atacama eine Frau ist bin ich da glaube ich gut in der Quote

    • wo habe ich denn jemanden „übelst beleidigt“?
      Ich glaube, ich habe Christian mal Weichflöte genannt wegen seiner Löschpolitik, aber ansonsten kann ich mich an nichts erinnern. Obwohl, doch, ich habe dich auch Blockwart genannt^^ aber nur, weil es so gut passte wegen Blog und Block. Weil du ja einen Blog hast und hier ständig rumspazierst und Leute maßregelst. ob man das als „übelste Beleidigung“ werten kann, bin ich nicht sicher. Wir sind hier ja nicht an einer amerikanischen Universität. Also lass mich da raus.

  15. bei der Zeit gibts einen selten einseitigen Artikel zum Thema:

    http://www.zeit.de/kultur/musik/2016-02/kesha-vergewaltigung-solidaritaet-taylor-swift/komplettansicht#sharing

  16. […] Kesha, Dr Luke und die Frage, ob er sie vergewaltigt hat und bereits die Anschuldigung reicht, damit sie aus dem Vertrag herauskommen kann, waren ebenfalls Thema […]


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