Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 26. Januar 2016

AfD und männliche und weibliche Wähler

Gerade machte die Mitteilung die Runde (oder kam erst jetzt bei mir an) das die AfD fast nur von Männern gewählt wird:

In einem Artikel in der Welt heißt es:

Die Alternative für Deutschland (AfD) legt in der bundesweiten Wählergunst weiter zu. Auch im Sonntagstrend, den Emnid wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, kommt die Partei nun erstmals auf zehn Prozent (plus ein Prozentpunkt) und wird damit zur drittstärksten Kraft.

Die AfD findet dabei derzeit fast ausschließlich Zuspruch bei Männern. Während nur zwei Prozent der wahlberechtigten Frauen AfD wählen würden, sind es bei den männlichen Bundesbürgern 17 Prozent.

17% der Männer, da wird mir erst einmal schlecht. Einer Partei, die sich so deutlich am rechten Rand bewegt. Die aus meiner Sicht in keiner Weise fähig ist, tatsächliche Politik zu machen. Was zieht da die Wähler, und da insbesondere die Männer an?

In der Wikipedia heißt es zur Wählerschaft:

Bei der Bundestagswahl 2013 wurde die AfD nach den Ergebnissen einer repräsentativen Wahlstatistik deutlich öfter von Männern als von Frauen gewählt. Den größten Zuspruch hatte die Partei in der Berufsgruppe der Arbeiter erfahren. Zudem wählten viele ehemalige Anhänger von FDP und Linke die AfD. 60 % der AfD-Wähler gaben an, nicht aus Überzeugung, sondern aus Enttäuschung über die anderen Parteien die AfD gewählt zu haben.

Das 60% nur aus Enttäuschung wählen ist ja immerhin schon etwas. Aber ja auch nicht wirklich eine so schlaue Wahl.

Die im Juni 2014 veröffentlichte achte Mitte-Studie der Universität Leipzig zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland befragte 2432 Personen, von denen 52 Personen angaben, sie würden bei einer anstehenden Bundestagswahl AfD wählen. Davon vertraten 26 (50 %) gemäß Einstufungsmuster der Mitte-Studie ausländerfeindliche, 15 (29 %) chauvinistische (überheblich nationalistische) und 7 (13 %) antisemitische Ansichten. Sie lagen bei diesen Einzelpositionen jeweils an zweiter Stelle hinter den Anhängern rechtsextremer Parteien. In einer von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftungin Auftrag gegebenen und im November 2014 veröffentlichten Umfrage gaben 68 von 1915 Personen an, bei einer anstehenden Bundestagswahl AfD wählen zu wollen. Davon stimmten gemäß Einstufungsmuster der Umfrage überdurchschnittlich viele chauvinistischen (41 %), ausländerfeindlichen (16 %) und den Nationalsozialismus verharmlosenden (14 %) Aussagen zu.[158]

Das sind nicht wirklich viele Personen, keine Ahnung ob das so repräsentativ ist. Es wären insbesondere auch deutlich weniger als die Voraussagen hergeben. ich vermute mal Protestwähler sind zurückhaltender in solchen Umfragen.

Laut einer im Juni 2014 veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa unterscheidet sich die Anhängerschaft der AfD deutlich von der rechtsextremer Parteien. So stammen AfD-Anhänger eher aus der Ober- und Mittelschicht mit relativ hohem Einkommen und entsprechend hoher Schulbildung. Gemeinsam sei beiden Gruppen ein geringes Vertrauen in die Kompetenz der im Bundestag vertretenen Parteien, eine pessimistische Wirtschaftserwartung und ein überdurchschnittlicher Anteil an Konfessionslosen und Männern. Insbesondere Angestellte und Rentner fänden Gefallen am Kurs der AfD, Selbständige, Beamte und Arbeiter in der Wählerschaft eher weniger. In ihrer Selbsteinschätzung verorten sich 55 % der AfD-Sympathisanten in der politischen Mitte, 28 % rechts und 17 % links.[159]

Wie man als eher linker Mensch AfD wählen kann ist mir ein Rätsel.

Zu Inhalten wird auch etwas gesagt:

Basierend auf einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach beschrieb Renate Köcher die AfD im Oktober 2014 als eine Partei, in der sich Wähler sammelten, denen die europäische Integration zu weit gehe und die Zuwanderung teilweise Unbehagen bereite. Die Gemeinschaftswährung und die europäische Ebene würden von AfD-Anhängern kritischer als vom Bevölkerungsdurchschnitt gesehen. Die Anhänger sähen in der EU ein Risiko für den Wohlstand Deutschlands, empfänden sie als schwerfällig und befürchteten, nationale Charakteristika gingen in ihr verloren. Dagegen spielten das Friedensthema und der große gemeinsame Wirtschaftsraum eine geringere Rolle als im Bevölkerungsdurchschnitt. Für AfD-Anhänger sei zudem wichtig, dass die AfD den Konsens der übrigen Parteien durchbreche. Viele sähen eine Partei, die sich deutlich von anderen Parteien unterscheide, Positionen vertrete, die in der Bevölkerung weit verbreitet seien, eine Lücke im Parteienspektrum einnehme und frischen Wind in die Politik bringe. Als Parteiziele sähen die Anhänger, die Zuwanderung zu begrenzen, härtere Asylgesetze anzustreben, den Euro abzuschaffen, die Bedeutung der europäischen Ebene zurückzudrängen und die nationalen Interessen entschiedener zu vertreten. Gleichzeitig sähen sie die AfD aber auch als Anwalt für mehr Bürgerbeteiligung, innere Sicherheit, Reformen, soziale Gerechtigkeit und die Interessen der Wirtschaft und des Mittelstandes. Fast drei Viertel der Anhänger glaubten, die AfD habe die besten Zukunftskonzepte aller Parteien. Nur bei den Unionsparteien sei das Vertrauen der Anhänger in ihre Partei ähnlich groß.

Das die EU eine Verwaltungsreform braucht, dass würde ich ja durchaus unterstreichen. Auch, dass da eine Menge Müll gemacht wird und sie anfällig für Korruption und Postengeschacher ist. Aber ich hätte meine erheblichen Zweifel, dass die AfD da eine vernünftige Reform durchführen kann, dazu sind sie entschieden zu unprofessionell und der Anteil nationaler Ideen dort zu groß

In einer im Oktober 2015 veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Institutes Infratest dimap im Auftrag der ARD gaben 6 % der Befragten an, die AfD wählen zu wollen (vgl. Sonntagsumfrage). 95 % der AfD-Anhänger waren unzufrieden mit der Regierung (zufrieden: 5 %); der schlechteste Wert aller abgefragten Parteien. Die Folgen der Zuwanderung wurde von 93 % der AfD-Anhänger als eher nachteilig bewertet (eher Vorteile: 1 %) und 79 % sprachen sich für eine Lockerung der Russland-Sanktionen aus (Sanktionen beibehalten: 21 %).[161] In einer weiteren Umfrage desselben Institutes vom November 2015 sprach sich eine Mehrheit von 93 % für die „Einrichtung von Transitzonen an den Grenzen aus“ (dagegen: 5 %) und 83 % zeigten sehr großes bzw. großes Verständnis für Pegida (wenig/gar kein Verständnis: 12 %). In der Sonntagsfrage gaben 8 % an, die AfD wählen zu wollen (davon: Westdeutschland 7%, Ostdeutschland 12 %).[162] Die Zuwächse der AfD gegenüber der Bundestagswahl 2013 speisen sich insbesondere aus ehemaligen Wählern der Union (950.000 Wähler), der SPD (250.000 Wähler) und der Linkspartei (250.000 Wähler).

Das Flüchtlingsthema scheint die AfD also weiter nach oben zu bringen. Und macht damit gleichzeitig eine große Koalition wahrscheinlicher, denn von den übrigen Parteien wird keine mit der AdF eine Koalition gründen wollen. Die nächste Bundestagswahl kommt aber erst 2017, auch wenn dazwischen noch einige Landtage gewählt werden. Ich vermute mal, dass viele in den Parteien in der Hinsicht mit den Geschehnissen der Silvesternacht eine gute Gelegenheit sehen, wählerwirksame Aktionen zu starten. Dies wiederum dürfte dann eher zu Ungunsten der AdF ausfallen, da es ihnen Protestwähler abgräbt.

Aber man wird sehen, wie es weiter geht. Für die Landtagswahlen dürften ihnen die Wähler noch einige Sitze bescheren. Aber gerade bei Oppositionsparteien ist das nicht unbedingt gut: Werden sie zu normal und können in der praktischen Arbeit nichts erreichen, dann sind die Protestwähler auch enttäuscht.

Deren Leitlinien klingen in Teilen ja durchaus vernünftig. Sie sind entsprechend formuliert, wie man es von politischen Parteien erwartet. Alles klingt sauber.

Ich greife mal die für die Themen des Blogs vielleicht interessanteren Themen heraus:

Die AfD strebt die Gleichberechtigung der Geschlechter an und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Die AfD lehnt aber geschlechtsbezogene Quoten im Berufsleben und eine Politik, die auf die Aufhebung der Geschlechteridentitäten zielt, ab. Allein Eignung, Befähigung und Leistung dürfen Entscheidungskriterien sein. Die AfD steht für Chancengleichheit, nicht für Ergebnisgleichheit.

Das dürfte hier auf offene Ohren stoßen und klingt soweit auch nicht schlecht. Allerdings bin ich bei der Umsetzung sehr skeptisch. Ich vermute da eher sehr konservative Vorstellungen von Geschlechterrollen.

5. Wir halten die Meinungsfreiheit – innerhalb der Grenzen einer freiheitlich demokratischen Grundordnung – und somit eine offene Diskussionskultur für eines der wichtigsten Güter der Gesellschaft. Wir wenden uns mit Nachdruck gegen zunehmend verbreitete Tendenzen selbsternannter Gesinnungswächter, Andersdenkende einzuschüchtern oder gesellschaftlich auszugrenzen. Die AfD setzt sich dafür ein, dass auch Religionskritik der Meinungsfreiheit unterliegt. Wir treten dafür ein, dass auch Auffassungen, die abseits vom Meinungskorridor der etablierten Parteien liegen, angemessen in der Berichterstattung der Medien Platz finden. Die Freiheit der Medien darf nie eingeschränkt werden.

Auch dagegen kann man wenig sagen. Leider gibt mir die Überschneidung mit den undifferenzierten „Lügenpresse“ schreiern dann wieder weniger Hoffnung.

14. Nicht nur aus Gründen der Nachhaltigkeit sorgen wir uns um die negative Bevölkerungsentwicklung unseres Landes. Für die Alternative für Deutschland sind eine kinder- und elternfreundliche Familienpolitik, die Förderung der Vereinbarkeit von Kindererziehung, sozialem Leben und Beruf, und die stärkere Förderung von Familien mit Kindern deshalb von entscheidender Bedeutung. Die Alternative für Deutschland möchte junge Menschen ermutigen, eine Familie zu gründen und sie setzt sich für eine familien- und kinderfreundliche Gesetzgebung ein. Die AfD steht für eine eltern- und kinderfreundliche Politik, die Menschen mit Familien – unabhängig von ihrem Lebensentwurf – so gut wie möglich unterstützt. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist familienpolitisch wünschenswert. Da wir demographische Nachhaltigkeit ernst nehmen, bejahen wir die Zuwanderung integrationswilliger und integrationsfähiger Einwanderer nach Deutschland

Das scheint mir eine ähnlich vorsichtige Formulierung wie bei #Ausnahmslos. Soll das eine Abkehr von der „Homo-Ehe“ sein oder nur Förderung von Familien?

Ein Parteiprogramm so zu formulieren, dass man zustimmen kann, ist nicht weiter schwierig. Was ich ansonsten von der AfD gehört habe läßt sie für mich nicht wählbar sein.

Zurück aber zum Ausgangsthema: Warum zieht dieses Programm gerade Männer an? Ist es schlicht der Umstand, dass sich Frauen weniger für die EU als komplexes politisches Thema interessieren? Empfinden die Männer die einwandernden Männer eher als intrasexuelle Konkurrenz, weil eben eine Vielzahl Männer ins Land kommen? Wie würden Frauen wählen, wenn 80% der Flüchtlinge Frauen wären? Sind Männer einfach fremdenfeindlicher? Oder sehen sie eher eine finanzielle Bedrohung, während Frauen das anders bewerten? Sind sie eher Protestwähler und Frauen eher nicht? Was macht die Partei gerade für Männer attraktiv?

Ergänzung: Hier eine Besprechung des AfD-Programms


Responses

  1. Ich hatte doch schon vor Wochen( bei dem Loblied von Broder -9 von 10 Freiwilligen Flüchtlingshelfern sind Frauen) geschrieben das deren Handeln weniger rational zuendegedacht als Gefühlsmäßig ist.
    Du kannst sicher in schönen Studien belegen das Frauen, evolutionär vor Gefahren geschützt, die längerfristigen Auswirkungen solcher Entwicklungen nicht erfassen können, da sie mehr im Hier und Jetzt leben.
    Diese Naivität nannte ich Selbstmörderisch -was sich spätestens bei Silvester bewahrheitete.
    Massen von jungen,unbeweibten, männlichen Analphabeten sind eine Bedrohung jeder Gesellschaft.
    Da es sich dabei noch zusätzlich Großteils um Muslime handelt (die sich seit Generationen in Westeuropa NICHT integrieren wollen /können) grenzt die aktuelle Politik der BRD an Wahnsinn -kein Wunder das kein anderes Land da folgt.
    Aber davon mal ganz abgesehen -ich werde die AfD nicht wählen.
    Nicht weil ich an deren Programm etwas auszusetzen hätte oder weil „was ich über die sonst so gehört habe “ mir bitter aufstösst -Nein -ich glaube schlicht nichmehr das Wahlen irgendetwas ändern könnten.
    Blankes Theater -EntscheidungsSimulation für Sklaven.
    Man muß schon naiv sein um zu glauben das die wirklichen GeldEliten die Lenkung der Welt in die Hände von Marionetten mit abgebrochenem Soziologiestudium (Regierung genannt) legen -klingt schon lächerlich.

    • Es waren hauptsächlich kriminelle Marokkaner die mit dem Antanz-Grapsch-trick Geld entwendeten. Das hat weder etwas mit Religion noch mit jungen Männern zu tun, es sei den dass junge illegal eingereiste Männer aus Marokko perspektivlos sind. In Marokko steht dieses Delikt unter sehr strenger Strafe.

      Es wurde schon eine Soko zu dem Thema gegründet, die Polizei hatte nur einen Maulkorb verpasst bekommen. De Maizière wusste von dem Personalmangel bei der Polizei.

      Damit ist m.E. alles zu dem Thema gesagt! PUNKT!

      • Oh du setzt jetzt den PUNKT?
        Silvester war nurn offensichtliches, letztlich nichmehr zu leugnen /schönzuredendes Beispiel.
        Der rote Faden zieht sich durch Parallelgesellschaften in denen Faustrecht herrscht zu Schlägereien in Krankenhäusern, Freibädern, Schulen -wo mittlerweile Wachschutz eingesetzt wird.
        Hätte mir mal früher einer erzählen solln das man im Freibad, wo eigentlich alle Spaß haben sollten, mal Wachschutz und Polizei braucht…
        Muslimen wird in Westeuropa heute Großteils das Leben finanziert
        (in der BRD leben zb über 90 % der Libanesen von Transferleistungen, Einer von Vier Türken hat einen Berufsabschluss usw)- dafür gibt’s aber überproportional Kriminalität und Forderungen nach Extrawürsten.
        In Osteuropa hat man schon registriert was fürn Ei sich der Westen mit der den Bereicherern gelegt hat -da können die gut drauf verzichten.

        • Auch interessant, denn auch der Osten Deutschlands sieht die Islamisierung ja größtenteils von außen – wie Osteuropa.

          Die sind noch nicht so gehirngewaschen – und wählen auch häufiger AfD. Darauf hätte der Blogwart eingehen können. Habe den Post allerdings nur gescannt. 🙂

          Der Blogwart sollte mal das Programm der angeblich regierungsunfähigen AfD lesen. Ist ja lustig angesichts dieser regierungsunfähigen Kanzlerin. Ich lach mich kaputt.

          AfD-Programm, Abschnitt Einwanderung:

          Wir fordern eine Neuordnung des Einwanderungsrechts. Deutschland braucht qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.

          Wir fordern ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.

          Ernsthaft politisch Verfolgte müssen in Deutschland Asyl finden können. Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört auch, dass Asylbewerber hier arbeiten können.

      • Fakt ist: Ohen die Zuwanderung hätten wir das Problem nicht. Das reicht als politischer Lösungsansatz schon aus. Es wird vielen Menschen nicht erklärbar sein, warum man Drittweltlandprobleme nach Deutschland importieren muss.

        • was uns alles erspart geblieben wäre, hätten wir die ossis damals nicht aufgenommen. klar hab ich mich gefreut bei der wiedervereinigung, weil ich ein kind war und sich scheinbar alle freuten und keine grenzen ist ja auch richtig und so. aber fakt ist: unsere renten wurden abgesenkt usw., damit ihr jetzt hübsch sanierte städte habt, wo aber keiner leben will.
          locker passen da noch ein paar millionen dankbarer zuwanderer hin.

        • Ich hätte kein Problem mit einer eigenstaatlichen DDR gehabt. Glaubst Du, mir macht es Spaß mit Bayern und Schwaben in einem Land zu leben?

    • Einer dieser Marokkaner erklärte im TV, dass er von seiner alleinerziehenden Mutter zwecks Geldbeschaffung im Alter von 9 Jahren zum Drogenschmuggel nach Spanien geschickt wurde. M.E. ist in dem Fall das Verbrechen weiblich imho ….

    • Vielen Dank für deinen guten Kommentar, Frank. Ich komme aus dem grünen Milieu und werde die nächsten beiden Wahlen AfD wählen.

      Ich würde das an deiner Stelle auch tun. Dein Defätismus ist unbegründet. Die Politik entwickelt sich nur weiter, wenn Druck gemacht wird. Deutschland hat sich ökologisiert und ist antiautoritärer im guten Sinne durch die Grünen geworden.

      Eine ähnliche Entwicklung wird es nun mit der AfD geben – nur daß heute die Themen der gesellschaftlichen Weiterentwicklung und Gesundung eher „rechts“ sind.

      Die Antwort von Yeph ist ja rührend. Nein, das hat gar nichts mit der Religion zu tun. Nein, überhaupt nicht.

      • Leider glaube ich nichmehr das die Uhren von irgendwelchen Regierungsmarionetten in Parlamenten gestellt werden.Meine Güte -für die Reichen und Mächtigen dieser Welt falln die doch in die selbe finanzielle Kategorie wien Wanderarbeiter in China- DIE solln die Entscheidungen treffen… witzig?!
        Deren Aufgabe besteht nur darin, die beschlossenen Pläne uns als Politik zu verkaufen und unsere Teilhabe per Wahlritual zu simulieren.
        Vielleicht habe ich auch den Vorteil als Ossi aus einer Diktatur zu kommen und vergleichen zu können.
        Jedenfalls werde ich dieses Dreckssystem nicht auchnoch per Scheinwahl legitimieren -entweder es läuft wie 89 oder es ändert sich nix.

    • Es gibt nun mal viele hässliche Weiber. Muss man wissen. Die erhoffen sich, dass auch für sie mal was zum Ficken übrig bleibt, wenn viele junge Männer einwandern. Wer es nicht glaubt, sollte sich mal erkundigen, wie viel hässliche Sozialtanten mit Migranten liiert/verheiratet sind.
      Männer sind aber nicht besser. Den Eindruck will ich gar nicht erst aufkommen lassen. Wäre der Grossteil der Immigranten junge Frauen, dann wäre die „männliche Opposition“ und damit die Begeisterung für AfD mit Sicherheit geringer. Oder hat schon irgendwer gehört, dass Männer ultimativ die Abschiebung der Thailänderinnen fordern? Eben. Manche gehen sogar dahin, wo es viele von der Sorte gibt.

      • Kompliment, daß dieser Kommentar freigeschaltet wurde. 🙂

        Dein Denkfehler: Die muslimischen Frauen funktionieren weniger „islamisch“. Sie sind weniger fanatisiert, weil sie von diesem System auch weniger profitieren. Sie brechen als erstes aus und laufen auch meistens nicht durch die Gegend und schreien Allahu akbar.

        Ich will die islamischen Frauen nicht idealisieren, aber Terrorakte werden nun mal von Männern geplant.

        Eine Million muslimische Frauen wären bestimmt doppelt so leicht zu integrieren wie dieselbe Anzahl von muslimischen Männern.

        Dumm wäre solch eine Einwanderung trotzdem. Die Merkeln checkt es offenbar nicht, daß die allerwenigsten der Leute, die hierher kommen, so etwas wie lupenreine Flüchtlinge und dringendst auf deutsche Hilfe angewiesen sind.

        Gutmenschentum eben. Da muß man nur die unzähligen Nachrichten in Zeitungen lesen, wie diese Leute sich hier benehmen, dann macht der Verstand schon klick.

        Merkel ist regierungsunfähig.

  2. Darf ich dazu zuerst einige neutrale Anmerkungen aus Sicht der Statistik machen? Zum Wesen von Stichproben (kleinen und großen) habe ich in der Nacht einen Artikel geschrieben. Er soll einfach dem Verständnis dienen, wie ein Stichprobe gebildet wird – weil es darüber viele falsche Gerüchte gibt. Die Schafe sollen dabei nicht mit Menschen gleichgesetzt werden, sie dienen nur als Modell.

    Die Auswahl von Stichproben in der Meinungsforschung ist keine einfache Übung. Wichtig zu wissen ist: Man kann aus den Stichproben nicht auf Teilmengen schließen. Je kleiner die Teilmenge, desto größer die Unsicherheit und desto größer die Rolle des Zufalls. Das eigentliche Ziel der Umfrage war eine Abfrage des potentiellen Wahlverhaltens von repräsentativ ausgewählten Wählerinnen und Wählern – aber nicht eine Abfrage der Meinung von Frauen und Männern zur AfD!

    Disclaimer: Ich habe die AfD nie gewählt und nie eine Hoffnung in sie gesetzt. Ich bin aber für eine möglichst objektive Bewertung der Partei und ihrer Wähler.

    Die AfD war in den letzten Jahren eine Partei im stetigen Wandel. Sie wurde am Anfang als konservative »Professorenpartei« wahrgenommen, die sich gegen Angela Merkel und gegen die Schwächung des Euro stellte. Die konservativen Professoren und ehemaligen Manager sind heute großenteils verschwunden.

    Die AfD wird inzwischen als rechtspopulistische Partei wahrgenommen. Man muss aber verstehen, dass sie es nicht immer war – und man darf unterstellen, dass sich die Haltung von Frauen zur AfD im Laufe der Zeit geändert hat. Das kann aber nur untersucht werden, indem man eine Befragung von repräsentativ ausgewählten Wählerinnen zu den prägenden Inhalten der AfD (und eben nicht nur zur Wahlabsicht) durchführt.

  3. Als Aussenstehender darf ich mir, denke ich, eine Meinung zu dem Thema erlauben:

    Am Anfang kam die AFD m.E. wirklich aus der Mitte der Gesellschaft. Die Radikalisierung hat erst später eingesetzt. Selbstverständlich fühlen sich Rechtsradikale eher von der AFD angezogen als von der CDU-CSU.

    Aber gemäss dem Eva-Hermann-prinzip wurde die AFD zu Anfangs sehr hart angegriffen, was m.E. eine Jetzt-erst-recht-Reaktion auslöste.

    Heute wo die AFD etwas mehr radikalisiert ist, vertritt sie neben der CSU fast allein die Befürchtungen vieler Deutscher.

    Und wer ist vor allem von den Arbeitsmarkt-Massnahmen für die Flüchtlinge betroffen? Die Arbeiter!

    Damit erklärt sich m.E. vieles…..

  4. Wie würden Frauen wählen, wenn 80% der Flüchtlinge Frauen wären?

    Das ist eine lustige, interessante Frage. Vermutlich fühlen sich Männer vom Flüchtlingsstrom stärker unter Konkurrenzdruck als Frauen. Und vermutlich würden sie das schon bei einem 50/50 Verhältnis fühlen, da die mitgeflohenen Frauen eine kürzere Zeit als Fortpflanzungspartner (biologisch ca. von 15 bis 40) in Frage kommen, als die Männer (biologisch ca. von 15 bis 70). D.h. selbst ein 50/50 Strom würde mEn den intrasexuellen Konkurrenzdruck auf Männer stärker erhöhen, als auf Frauen.
    D.h. Männer verhalten sich rational, wenn sie in der aktuellen Situation AfD wählen. Und Frauen verhalten sich rational, wenn sie Männer davon abhalten AfD zu wählen, indem sie ihnen einreden, dass die voll Nazi sind.
    (in einem stark vereinfachten Modell, indem nur die AfD den Flüchtlingsstrom stoppen will und Männer für Nazi-Vergleiche empfänglich sind)

    Ich finde die aktuelle links/rechts Einteilung btw. dämlich. Traditionell machen linke Parteien Politik für Arme und Rechte für Reiche. Damit wären aber die AfD eine linke Partei und die Grünen eine Rechte. Die Einteilung nach Reichtum der Wähler ist hier deutlich interessanter und ist mEn, von Arm zu Reich: Nichtwähler – Linke/AfD – SPD – Union – FDP – Grüne.
    Für einen reichen Grünen ist die AfD absolut unwählbar, für einen Linken-Wähler schon die zweitbeste Wahl.

    https://www.psychologie-heute.de/news/gesundheit-psyche/detailansicht/news/so_ticken_die_waehler/

    • Das würde in einem »stark vereinfachten Modell« funktionieren, in dem die AfD ein durchdachtes Konzept hätte, und in dem sie dieses Konzept auch durchsetzen könnte. Das gibt es in Wirklichkeit aber nicht.

      Das stark vereinfachte Modell unterstellt auch, dass es Frauen und Männern (fast) nur um Sex und Fortpflanzung ginge. Es gibt aber bei den Beweggründen für die Antworten in einer Umfrage (wie auch für das Ankreuzen in der Wahlkabine) viele andere Aspekte.

    • Das hört man immer wieder. Ich glaube das nicht. In zeit online ist dazu ein interessanter, alles beleuchtender analytischer Artikel, der wirklich neue Sichtweisen aufzeigt. Der mich überzeugt hat. Ich willl nicht zuviel verraten, aber die Quintessenz ist verdichtet: frauen sind empathischer, Männer sind gewalttätiger…….

      So weit so sexistisch. Aber die Richtung stimmt. Gewalt ist Männersache, auch weil frauen sich mit Verweis auf ihre körperlichen unzulänglichkeiten (auch wenn gezieltes Training wie krav maga viel Defizit wettmachen kann) Gewalt fleißig an die Herren distribuieren. Männer sehen und wissen das. Und schauen wir uns doch mal an wer für die innere und äußere Sicherheit zuständig ist. Wer die Brände löscht, wer die verletzten versorgt. Wer eher auf der strasse geschlagen, getreten, abgestochen und ermordet wird.

      Sinds die frauen? Nein! Gewalt zum Opfer fallen überwiegend Männer. Da aber Männer, zumindest überwiegend in deutschland, gerne gewalt vermeiden wollen, sind sie dem Flüchtlingszuwachs eher kritisch gegenüber. Denn nicht alle sind cool. Und je mehr es werden, desto eher scheitert Integration und desto eher wirds gewalttätig.

      Ich habe keine Angst um meinen Fortpflanzungserfolg. Und ich denke es geht den meisten Männern so, die eine Begrenzung wollen. Ich habe eher angst davor, zusammengeschlagen zu werden um meine Börse mit 50 Euro abgezogen zu bekommen.

      Aber klar. Männer sind gewalttätiger, deshalb wählen afd überwiegend Männer. Was für ein quatsch. Ich denke an den gesellschaftlichen Frieden, im grossen ganzen. Wie es für Männer üblich ist, dass grosse ganze in den Blick zu nehmen, während frauen im sozialen Nahbereich verhaftet sind. Darum geht’s, und nicht darum, dass der nordafrikaner deutschen Männern die frauen wegnimmt. Haha…wie stumpf….

      • Das ist ja das schlimme an der ganzen Flüchtlingsproblematik: der einzelne Flüchtling erregt eher Mitleid, wenn im Fernsehen sein Schicksal beschrieben wird, das ändert aber nichts daran, dass man nicht hunderte von Millionen, deren Leben sich durch Übersiedlung nach D erheblich verbessern würde, aufnehmen kann, auch wenn jeder Einzelne von ihnen vielleicht Mitleid erregt.

        Mitleid führt alos zu keiner Lösung.

      • Zum ZON-Artikel:

        „Männer und Frauen sind gleich, nur Frauen sind besser“

      • @Teardown

        „Gewalt ist Männersache, auch weil frauen sich mit Verweis auf ihre körperlichen unzulänglichkeiten (auch wenn gezieltes Training wie krav maga viel Defizit wettmachen kann) Gewalt fleißig an die Herren distribuieren.“

        😄

  5. Ich halte die derzeitige Flutung unseres Landes mit muslimischen Flüchtlingen für eine Katastrophe; es muss dringend etwas unternommen werden, um das zu stoppen.Inder Demokratie funktioniert das über Wahlen.

    Wen kann ich wählen? Die CSU gibt es leider nur in Bayern.

    • Sehe ich ganz genauso, Mocho. Neben der Flüchtlingsthematik gibt es noch weitere Themen, bei denen die AfD eine andere Position vertritt, als die wohlmeinenden Einheitsparteien. Wenn man bei den Themen

      1. Flüchtlingspolitik
      2. Euro-Rettungspolitik.
      3. Euro-Zentralismus
      4. Gender-Mainstreaming, Feminsmus, Quote, etc.

      nicht die Einheitsmeinung teilt, wird man politisch von der AfD recht gut vertreten. Diesbezüglich ist die Alternative für Deutschland, wirklich alternativlos 😉

      Wenn man gerade die hier im Block so wichtige Themen wie Gender-Mainstreaming, Feminismus, Eierstockisierung, Quote, Gleichstellung, etc. kritisch sieht, wird man fast schon in die Arme der AfD getrieben. Für gleichheitsbewegte wohlmeinende Linke ist das natürlich eine Katastrophe. Die meisten schweigen, um sich nicht zu blamieren. Die, die meinen etwas sagen zu müssen, wie beispielsweise Arne Hoffmann, winden sich beim Versuch die Realität mit den wohlmeinenden Gleichheitsutopien in Einklang zu bringen. Es wird psychologisiert, demagogisiert, ausgegrenzt und emotionalisiert. So wie bei alle Ideologen bleibt dabei die Ratio und Logik auf der Strecke.

      Christian, bei Dir scheint es auch einen Beißreflex in Richtung der AfD zu geben. Einerseits stellst Du heraus, dass Du das Parteiprogramm teilst, einige Punkte, die Dir auch sehr wichtig sind, werden so nur von der AfD vertreten. Trotzdem sind die AfDler für Dich Schmuddelkinder. Warum eigentlich? Ja, ich teile nicht jede von einem AfD-Politiker vertretene Meinung. Muss ich auch nicht und kann trotzdem die AfD als Ganzes unterstützen.

      Interessant hierbei ist auch, dass bei der FPÖ in Österreich ein ganz ähnliches Phänomen, wie bei der AfD zu beobachten ist. Die Partei wird von Männer gewählt und Frauen gemieden.

      • Wenn irgendwer glaubt, dass die AfD irgendwas für echte Männerrechte tun wird, dann ist er schief gewickelt.
        Deren Soziales Bild heisst „Zurück in die 50ger….“ und das kommt in den Äusserungen der entsprechenden Politiker gut raus… das „traditionelle Familienbild“ wird generell hochgehalten.

        Das bedeutet: Männer wieder an die Waffen, Frau an den Herd und natürlich gehört das Kind zur Mutter…

        • Na ja, Mike, was sind schon „echte“ Männerrechte? Solange für alle gleiches Recht gelten würde, würde mir das völlig genügen. Du darfst Dir aber recht sicher sein, dass wenn die AfD etwas ändern könnte, Du Dich nicht mehr über:

          1. die Frauenquote,
          2. das Professorinnen-Programm,
          3. die Benachteiligung von Jungen in Schulen
          4. den „Sexuelle Vielfalt Lehrplan“
          4. und was es sonst noch für Gender-Schwachsinn gibt

          ärgern müsstes. Ich finde, dass diese Dinge durchaus als ein Fortschritt für „Männerrechte“ angesehen werden sollten.

        • Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die AfD mehr männliche Lehrer einstellen würde… (das hängt nämlich von der Anzahl der Absolventen ab)

          Über den „Sexuelle Vielfalt Plan“ ärgere ich micht nicht allzu sehr, das wird eh wie das Hornberger Schiessen ausgehen und ausserdem ist Schule immer noch Ländersache!, Sobald die Bundesregierung da was versucht dran zu drehen stehen die Länder in Karlsruhe auf der Matte.

          Und ich will definitiv nicht in einem Land leben, in dem das Motto bei Familienpolitik heisst „Back to the 50.th“.
          ich mag weder „Gender-Schwachsinn“ noch die familienpolitische „Gute alte Zeit“ die eh immer nur eine Rückwärtsgewandte Utopie ist und nur den reaktionären Maskus dient.

          (dass die AfD als NATIONALliberale Partei meinen politischen Überzeugungen auch in anderen Gebieten entgegensteht, sei hier aussen vor gelassen.)

        • immerhin hast du dich über die ersten beiden Punkte gefreut, mike. den jungs in der schule kann man nicht nur mit mehr männlichlichen lehrern helfen. allein das thema ernst zu nehmen und an lösungen zu arbeiten würde viel bringen, anstatt es tot zu schweigen.

          die familienpolitik der 50er jahre scheint dich ja fast traumatisiert zu haben, mike. welche konkreten punkte der afd familienpolitik lösen bei dir diese fatale assoziationen aus? dass, die ehe zwischen mann und frau besonders gefördert wird? das war schon immer so und nicht nur in den fünfzigern. dass vom vater erwartet wird die familie zu versorgen? dito und das wird sich auch so schnell nicht ändern, ganz besonders nicht, wenn gleichheitsbewegte gutmenschen das sagen haben.

          klar kann die afd nicht jede politische Ansicht vertreten und nicht jeder kann sich in der afd wiederfinden, aber männerechtliche themen werden nur von der afd vertreten. alle anderen machen genau das gegenteil.

          die afd kommt in unseren kreisen sicher noch ganz groß raus. die gleichheitsbewegten kulturmarxisten schließen sich dabei leider aus, aber denen ist eh kaum zu helfen.

        • Ich hätte von der AfD gerne die Bestätigung, dass sie weder die Absicht hat, homosexuelle Menschen wieder an den Rand der Gesellschaft zu drängen (a la Russland), noch es ihr langfristiges Ziel ist, den §175 wieder einzuführen. Genau das assoziiere ich nämlich mit „Förderung von Ehe und Familie“.

        • adrian, ich bin mir ganz sicher, dass du eher die einführung der sharia erlebst, als die des 175er.

          ich weiß, man kann sich über alles sorgen machen, gerade als sensible person, oft hätte man sich früher sorgen machen sollen und dann wäre einem viel erspart geblieben, aber das, lieber adrian, bildest du dir wirklich nur ein, was nicht heißen soll, dass deine sorgen schlecht wären, … ich weiß genau, wie du dich fühlst, adrian.

  6. Die Geschlechtsunterschiede im Wahlverhalten sind ja traditionell marginal. Schon bei der Machtergreifung der NSDAP waren sich Männer und Frauen einig, Frauen waren sogar mit geringfügig größerer Begeisterung für Hitler dabei. Ich glaube, seitdem wurde ein 5%Gap nie überschritten.

    Da sind die aktuellen Zahlen der AfD schon bemerkenswert und historisch.

    Den bisher einzigen nennenswerten Gender Gap gab es bisher bei der allerersten allgemeinen Wahl 1919. Damals wählten die Frauen deutlich konservativer (katholischer) als Männer. Frauen straften quasi die SPD dafür ab, dass diese ihnen das Wahlrecht erst erkämpft hatte! Bei Männern hätte die SPD die absolute Mehrheit gehabt, ausgerechnet Frauen hatten das verhindert.

    Dass nun 100 Jahre später sich ein neuer Gap auftut, muss natürlich analysiert werden, weil es eine seither nie dagewesene politische Spaltung der Geschlechter bedeutet.

    Ich sehe zwei Ursachen. Zum einen haben sich Männer zunehmend von den etablierten Parteien entfremdet, die ihre Interessen allesamt mit Füßen treten. Warum sollte man sich als Frau von Parteien abwenden, die allesamt Politik in ihrem Interesse machen?
    Die Geschlechterpolitik muss noch nicht mal der angegebene Grund sein und kann durchaus auch unbewusst zu diffusem Unbehagen bei Männern geführt haben

    Dann natürlich die Flüchtlingskrise.

    Frauen fühlen sich durch die unkontrollierte Masseneinwanderung offenbar deutlich weniger bedroht als Männer.

    Taugt hier eine soziobiologische Erklärung. Es ist ja hier viel vom „edlen Wilden“ die Rede, eine Archetyp der vielleicht gerade für Frauen das Bild der jungen, oft attraktiven, sehr maskulinen, aber gleichzeitig hilfsbedürftigen Männer prägt. Ein großer Teil der Männer sind Singles.

    Selbst wenn das nur leise, vorbewusste Fantasien sein mögen: die einheimischen Männer dürften diese kaum haben. Die Frauen, die kommen, haben fast immer Kinder, sind verheiratet, ansonsten verschleiert und stehen so oder so dem Partnermarkt nicht zur Verfügung. Es wird bis auf extrem seltene Ausnahmen keine Verpartnerungen, oft noch nicht mal nennenswerten Kontakt zwischen den einreisenden Frauen und den einheimischen Männern geben. Im Extremfall endet dies nicht selten im Ehrenmord.

    Für die Integration der Flüchtlinge ist selbstverständlich der Steuerzahler zuständig, somit zu 75% (?) Männer.
    Gleichzeitig sind die meisten dafür benötigten Jobs typische Frauenberufe, diese profitieren also indirekt durch Jobmöglichkeiten.

    Die Flüchtlinge wiederum werden fast ausschließlich für männlich dominierte Berufsfelder in Betracht kommen und ggf. einen Lohndruck ausüben.
    Eine Konkurrenzsituation zwischen einheimischen Frauen und Flüchtlingen ist eher nicht abzusehen.

    Zu guter letzt wage ich mal die Behauptung, dass die komplexen Folgen der Masseneinwanderung für dasjenige Geschlecht, welches sich weniger für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft interessiert und eher emotional auf die Macht der Bilder anspricht, wenig gut überblickbar sind, so dass es zu anderen (oder ausbleibenden) Schlussfolgerungen kommt. Ich sage mal nicht, welches dies meiner Ansicht nach ist…

    Es gibt übrigens eine zweite Partei, welche einen Umschwung der aktuellen Politik verspricht. Ich werde nach aktuellem Stand 2017 erstmalig die FDP wählen.

    • „Frauen fühlen sich durch die unkontrollierte Masseneinwanderung offenbar deutlich weniger bedroht als Männer.“

      Und aus dieser weiblichen Naivität dreht man Männern noch einen Strick. Das muss man sich mal vorstellen, weil Wähler einer Partei überwiegend männlich seien, wird als Kritikbestätigung gegenüber dieser Partei aufgefasst. Geht es sexistischer? Ich denke nicht.

      Grundsätzlich stimme ich ja darüber überein, dass man Flüchtlingen positiv begegnen sollte. Aber machen wir uns nichts vor. Diesen Monat verzeichnen wir erneut rund 100.000 Zugänge (bisher 78.000 im Januar). Wie soll das klappen, wenn dieses jahr wieder 1 Million Menschen kommen? Und auch wenn viele wieder gehen werden, viele kommen aus wirtschaftlichen Gründen und werden bleiben. Zuwanderung braucht Steuerung. Ich denke insb. Frauen überschätzen da die lenkende Wirkung von Integrationskursen. Als ob man bisherige lebenseinstellungen einfach so weglernen könnte.

      Deutschland wird wieder unfreier. Durch die Hintertür. Feministinnen nutzen die Gelegenheit um ihre sexualfeindlichen Gesetze durchzudrücken. Frauen überlegen sich zukünftig ihre Outfits. Wir werden mehr Überwachung und Polizei bekommen. Linke werden auf weitere Integrationsmaßnahmen insistieren und versuchen die Realität durch Informationszurückhaltung (Schweden 262) anders zu schreiben. Und natürlich durch vorausschauende PC werden ganz langsam hier traditionelle Werte vorangetrieben. Die islamisierung hat begonnen. Nicht durch imane von der Kanzel, sondern durch unsere eigene Unfähigkeit unsere Werte zu verteidigen. Wir sind die die für die islamisierung durch die Hintertür sorgen. Wie Hollebeques schon vor Monaten richtig anmachte. Wir unterwerfen uns.

      Hoffnung: Ereignisse wie Köln zeigen, wie labil die pc Kulissen sind. Vielleicht denkt man ja noch um. Bis dahin: überwiegend Männer wählen afd…das kann uns ja nur Zeugnis sein für das weibliche besser-geschlecht.

      • Diesen Monat verzeichnen wir erneut rund 100.000 Zugänge (bisher 78.000 im Januar)

        Das sind anscheinend 10 mal (!) so viele wie letzten Januar. Summer is coming.

        Und bis dahin wird Deutschland das einzige Land sein, wo sie bleiben dürfen (Österreich leitet inzwischen auch nur noch an uns durch) und auch hin wollen.

        Laut unserem Entwicklungsminister machen sich 8 bis 10 Millionen derzeit auf den Weg.

        Madness.

        Und deutsche Studentinnen sitzen immernoch mit „Refugees Welcome“ – Shirts in der Mensa und schimpfen über die „Dummheit“ der Menschen, die nicht einsehen wollen, dass kein Mensch illegal ist.

        Deutschland WIRD dichtmachen, die Frage ist nicht ob, sondern wann.
        Die Frage ist auch, welche Partei sich als erstes traut, es zu sagen.

        • Deutschland WIRD dichtmachen, die Frage ist nicht ob, sondern wann.

          Ja. Wenn nicht, kommen das Jahr drauf dann 100mio.

        • Ja. Wenn nicht, kommen das Jahr drauf dann 100mio.

          Not sure if serious. Hältst du meinen Post für Panikmache?

          10 Millionen reichen bereits völlig zum Zusammenbruch des Staates.

          Die einzige halbwegs wirksame Begrenzung besteht derzeit durch die horrenden Preise der Schlepper.

          Diese Preise dürften allerdings sinken durch Nachfrage und Wettbwerb.

          Ohne Kosten und Risiken der Flucht wären 100 Millionen keinesfalls unrealistisch.

        • Not sure if serious. Hältst du meinen Post für Panikmache?

          Will sagen: Es gibt genug Elend und Gewalt auf der Welt, um >100mio zu motivieren sich auf den Weg zu machen.

          Ohne Kosten und Risiken der Flucht wären 100 Millionen keinesfalls unrealistisch.

          Man hilft also nicht denen, die die Hilfe am nötigsten hätten, denn die können sich sicher keine Schlepper leisten.

        • „Man hilft also nicht denen, die die Hilfe am nötigsten hätten, denn die können sich sicher keine Schlepper leisten.“

          Was die ganze Sache ja so heuchlerisch macht.
          Man nimmt die, die sich zu Fuß durchschlagen können oder reich genug für Schlepper sind und die, die das eben nicht können (die vielleicht viel schwächer sind) die bleiben da. Im Grunde ist es wie so eine Art Ironman und wer ins Ziel kommt, ist halt „schutzsuchend“. Wenn wirklich geholfen werden sollte, würde man sie doch abholen und sie nicht Schlepper bezahlen lassen^^

    • Ich merke, ich poste hier viel Offtopic.
      Was ich damit sagen will:

      Ich finde die AfD zwar grundsätzlich beschissen. Kann aber trotzdem niemandem vorwerfen, sie in einer Zeit in der keine andere Partei vernünftige Antworten hat, zu wählen.
      Die Stärke der AfD ist nicht Folge von Rechtsverblödung, sondern von Linksverblödung und völliger Verantwortungslosigkeit der anderen Parteien.

      • Alles in allem ein bisschen viel Hysterie wegen der Million, die da letztes Jahr kam. Wenn diese zugegeben schwierige Aufgabe zu einer Staatskrise führt, dann möchte ich nicht erleben, was passiert, wenn wir mal mit wirklich existentiellen Problemen konfrontiert würden.

        Jetzt hört mal auf rumzuflennen.

    • „Es gibt übrigens eine zweite Partei, welche einen Umschwung der aktuellen Politik verspricht. Ich werde nach aktuellem Stand 2017 erstmalig die FDP wählen.“

      Ich wage ein Prognose: David wird 2017 die AfD wählen. Teardown auch, und Nick sowieso. 🙂

      • was werde ich wählen?

        • …. und ich?

        • Ebenfalls AfD.

        • „…. und ich?“

          Niemanden.

        • ich muss sagen, ich tendiere im Moment tatsächlich etwas zur dunklen Seite der Macht. Wenn mir vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, was heute in D-land politisch passiert, hätte ich den für einen rechtsradikalen Verschwörungsspinner gehalten.

          Ich würde mich freuen, wenn sich Wagenkencht in der Linken durchsetzen kann, aber das wird nicht passieren.

      • Selbstverständlich werde ich nicht die AfD wählen. Ich kann aber jetzt noch nicht sagen, wen ich wählen werde. Das ist offner denn je. Ich habe bisher nur eine Partei in meinem Leben gewählt. In der bin ich auch Mitglied….

        Wird spannend….

        • @ Teardown

          „Selbstverständlich werde ich nicht die AfD wählen.“

          Darauf würde ich nicht wetten wollen. 🙂 Wenn ich deinen Text oben mit dem vergleiche, was du noch vor ein paar Monaten zum Thema geschrieben hast, stelle ich eine deutliche Verschiebung fest. Und bis zur nächsten Bundestagswahl ist ja noch was hin…

      • Ich vermisse Roslin und seine apokalyptischen Visionen. Er würde uns all die Zeichen der nahenden Apokalypse deuten. Aber ohne ihn bin ich ganz allein auf meinen Verstand angewiesen.

        Mehr Panik bitte!

    • „Ich sehe zwei Ursachen. Zum einen haben sich Männer zunehmend von den etablierten Parteien entfremdet, die ihre Interessen allesamt mit Füßen treten. Warum sollte man sich als Frau von Parteien abwenden, die allesamt Politik in ihrem Interesse machen?“

      Das ist für mich der mit Abstand überzeugendste Grund, warum vor allem Männer die AfD wählen. Für eine gewisse Anzahl Männer sind die etablierten Parteien dank konstantem Männerbashing unwählbar geworden. Die einzige gemässigte Alternative für Deutschland ist die AfD.

      • @david

        „Für eine gewisse Anzahl Männer sind die etablierten Parteien dank konstantem Männerbashing unwählbar geworden.“

        Wird aber als Grund nicht wirklich genannt oder?

        • „60 % der AfD-Wähler gaben an, nicht aus Überzeugung, sondern aus Enttäuschung über die anderen Parteien die AfD gewählt zu haben.“ hast du oben fett geschrieben. Was ist der Grund, dass vor allem Männer von den anderen Parteien enttäuscht sind?

        • @david

          Ist ein Argument. Aber bei dem Punkt worüber sie enttäuscht sind, führen sie eher die Ausländerpolitik an, und nicht ihre Stellung als Mann. Was ein Mann vielleicht auch eher nicht tun würde. aber konkret genannt scheint mir dieser punkt nicht zu werden

        • Kann sein, aber konnte man wirklich etwas nennen oder nur einen Grund aus einer Auswahl ankreuzen? Ich vermute eher letzteres, einfach, weil das bei Umfragen oft so gemacht wird.

        • Selbst wenn Männer nicht durch eine sie benachteiligende Politik, weder bewusst noch unbewusst von den etablierten Parteien enttäuscht wurden – ist es immer noch möglich, dass es die frauenfördernde Politik ist, welche vor allem Frauen bei den etablierten Parteien hält.
          Die AfD hält davon nämlich zufälligerweise auch nicht so viel.

          Fragt man nämlich umgekehrt Frauen danach, warum sie mit SPD, Grünen und Linke zufrieden sind (die sie mehrheitlich wählen und öfter als Männer), wird sicherlich oft explizit auf deren Kampf gegen „Frauenbenachteiligung“ Bezug genommen.

          Sorum wird auch ein Schuh draus.

        • wird sicherlich oft explizit auf deren Kampf gegen “Frauenbenachteiligung” Bezug genommen.

          Wenn Frauen das bewusst sein kann, warum sollte das Männern nicht ebenso bewusst sein? Okay, öffentlich zugeben werden es die wenigsten, dass sie sich ggf. unfair behandelt fühlen.

          Frauenförderung kann ja durchaus fühlbare Nachteile für Männer mit sich bringen. Da könnte schon eine unbedachte Bemerkung reichen, dass die Kollegin wegen einer Quote oder Diversity bevorzugt befördert wurde.

        • Den meisten Männern ist es tatsächlich nicht bewusst, dass dieser angebliche Kampf um „Gleichberechtigung“ keiner ist und dass er ihnen effektiv Nachteile bringt. Sonst würden sie ja kaum immernoch in der Mehrzahl deren Politik stützen.

        • Den meisten Männern ist es tatsächlich nicht bewusst, dass dieser angebliche Kampf um “Gleichberechtigung” keiner ist und dass er ihnen effektiv Nachteile bringt.

          Da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe relativ oft den Eindruck, dass viele Männer eine Erbschuld qua Geschlecht und damit Nachteile bewusst akzeptieren.

          Dass Herstorys regelmäßig moderne Märchen sind dürfte dagegen tatsächlich den Wenigsten klar sein.

          Sonst würden sie ja kaum immernoch in der Mehrzahl deren Politik stützen.

          Dann stimmt das so. Also gewissermaßen eine Art Selbstgeißelung.

        • Es gab ja auch Zahlen, dass inzwischen viel weniger Männer als Frauen noch die SPD und CDU wählen, der Unterschied liegt bei bis zu 10%. Dort macht sich die Abwanderung von Männern zur AfD also inzwischen handfest bemerkbar. Eine interessante Frage ist, wie groß dieser Verlust an Wählern sein muss, damit bei diesen Parteien ein spürbares Umdenken zu ihren bisher sehr einseitigen Positionen zu Geschlechterthemen einsetzt. Wenn dies geschieht, wäre das Ziel einer gerechteren Geschlechterpolitik erreichbar, auch ohne dass die AfD irgendwo Regierungsverantwortung trägt.

      • Ja, und wie gesagt kann es dennoch vordergründig um die Flüchtlingspolitik gehen.

        Die Geschlechts-Unterschiede in der Einschätzung zur Flüchtlingskrise sind aber dann doch nicht so massiv, wie die zur aktuellen AfD-Umfrage.

        Vieles spricht daher dafür, dass die Hemmschwelle, sich von den etablierten Parteien abzuwenden, zuvor dramatisch beeinflusst wurde. Die Flüchtlingskrise ist daher nur der Auslöser, nicht die Ursache für diesen Gap.
        Männer haben das Vertrauen darauf verloren, dass man in ihrem Sinne Politik macht.

    • @david

      „Frauen fühlen sich durch die unkontrollierte Masseneinwanderung offenbar deutlich weniger bedroht als Männer.“

      1. sie sind hilfsbedürftig (wird medial so verkauft)
      2. sie sind unterdrückt
      3. sie sind schutzsuchend
      4. sie sind traumatisiert
      5. sie haben große dunkle Rehaugen

      Das Bedrohungsgefühl wird dann kommen, wenn sowas wie Köln überhand nimmt oder http://www.dailymail.co.uk/news/article-3416343/Sweden-asylum-worker-22-stabbed-death-frenzied-attack-CHILD-migrant-centre-refugee-boy-15-arrested-murder.html

      (Helferin wurde von Mufl erstochen)

  7. Das rechts-nationalistische Wählerpotential dürfte es immer gegeben haben. Es hatte nur niemand in der politischen Landschaft ein Interesse, dass daraus eine eigene Partei wird. Das haben dann „Professoren und Ex-Manager“, vermutlich mit Sponsoring aus der Industrie übernommen, um Europa eine nationalistische Politik entgegen setzen zu können und Merkel von rechts unter Druck zu setzen. Damit war der Geist aus der Flasche.

    Heute ist die AfD die einzige leidlich „anti-kulturmarxistische“ Partei in Deutschland. Ihr Aufkommen hat viel damit zu tun, dass entsprechende Wählerinteressen sonst nirgendwo im Parteienspektrum zu Hause sind. Solange der Rest der Parteien das nicht aufgreift, sondern weiter von oben Gender-Mainstreaming und Co. verordnen wollen, wir die AfD wohl ihren Platz haben.

    • Genau so sehe ich das auch.

    • Nur um das klarzustellen: Ich habe keine Sympathien für die ausländerfeindlichen Positionen der AfD und ich halte sehr viele deutsche und europäische Probleme (insbesondere auch die Flüchtlingsfrage) nur durch weitere Integration Europas für lösbar.

      Aber wenn man mal begriffen hat, dass Feminismus und Gender-Mainstreaming geradezu zielgerichtet auf die Abschaffung der Familie gerichtet sind, dann bleibt nur die Feststellung, dass es links der AfD in Deutschland keine Partei gibt, welche die Familie als Keimzelle der Gesellschaft erhalten will. Das lässt ein sehr großes konservatives Potential mit berechtigten Anliegen offen.

    • Wo ist die AfD denn ausländerfeindlich?

      Hast du das in der Heute-Show erfahren?

      https://jungefreiheit.de/allgemein/2015/was-ich-will-ist-helfen/

    • Es wäre jetzt mal an der Zeit, den Blick etwas zu erweitern.

      Wer nicht Millionen Flüchtlinge aufnehmen will, der sollte nicht Länder in Schlachtfelder verwandeln, sämtliche staatlichen Strukturen auflösen und deren Infrastruktur platt machen und erwarten, dass sich aus den Ruinen die Musterdemokratie erhebt und sich der angestrebte Regime-change in ihrem Sinne vollzieht.

      Merkel ist schuld? Ein bisschen, weil sie genau so US-hörig ist wie fast alle europäischen Eliten.

      Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen … fein hingekriegt.

      • Hat in Deutschland nach 1945 prima funktioniert.

        • Der Marshallplan hatte dabei einen unbestreitbaren Anteil. Mir wäre es jedenfalls neu, dass in jüngerer Vergangenheit im Nahen Osten circa 130 Milliarden Dollar in ein vergleichbares Programm investiert worden wären.

          Wobei das Problem im Nahen Osten nicht das Geld ist. Alleine Saudi-Arabien hat 2014 circa 81 Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben.

        • Richtig, Adrian, hat in Deutschland funktioniert. Die deutsche Obrigkeitsgläubigkeit, der Lemmingeffekt, hat manchmal auch sein Gutes! 🙂

  8. Das 60% nur aus Enttäuschung wählen ist ja immerhin schon etwas. Aber ja auch nicht wirklich eine so schlaue Wahl.

    Natürlich wäre es schlauer den etablierten Murks zu wählen. Nur um sicherzustellen, dass die Gesamtdeutsche-Einheits-Partei auf keinen Fall ihre Politik ändert. Wenn eine Partei nicht spürbar Wählerstimmen verliert fühlt sie sich bestätigt. Die Hoffnung, diesmal machen sie es bestimmt besser, ist ein ganz schlechter Wahlberater.

    Wie man als eher linker Mensch AfD wählen kann ist mir ein Rätsel.

    Was wäre den eine Alternative, die von anderen Parteien ernst genommen wird?

    Aber ich hätte meine erheblichen Zweifel, dass die AfD da eine vernünftige Reform durchführen kann, dazu sind sie entschieden zu unprofessionell und der Anteil nationaler Ideen dort zu groß

    Das kann und soll sie auch nicht.

    Ich vermute mal, dass viele in den Parteien in der Hinsicht mit den Geschehnissen der Silvesternacht eine gute Gelegenheit sehen, wählerwirksame Aktionen zu starten.

    Findest du es nicht erschrecken, wie hilflos die gewählten Parteien dastehen?

    Was ich ansonsten von der AfD gehört habe läßt sie für mich nicht wählbar sein.

    Und dann wunderst du dich? Im medialen Bild steht die Manosphäre wahlweise gerne bei NPD oder gleich NSDAP. Damit wäre die AfD doch ein echter Rutsch nach Links.

    Werden sie zu normal und können in der praktischen Arbeit nichts erreichen, dann sind die Protestwähler auch enttäuscht.

    Das ist Quatsch. Die ursprünglichen Kernthemen der Grünen sind heute fast durch die Bank in jedem Parteiprogramm zu finden. Selbst Forderungen der LINKEN werden, anders formuliert, von der CDU getragen. Ein Protestwähler erwartet ja gerade nicht, dass die gewählte Partei etwas erreicht. Protestwahl ist immer ein Signal an die bisher gewählte Partei.

    Was macht die Partei gerade für Männer attraktiv?

    Falsche Frage. Was macht die etablierten Parteien für Männer so unattraktiv?

    Mit dem Rumeiern unserer Regierung ohne spürbare Bewegung in Richtung einer Lösung dürften sich nur wenige Männer identifizieren können. Alles was seit Wochen im Raum steht ist ein „Wir schaffen das“. Das Wie blieb unsere Kanzlerin bisher schuldig.

    Wobei das nur zum Teil stimmt. Der Plan war offensichtlich eine europäische Lösung. Nur mag der Rest der EU nicht (mehr) mitspielen. Politzombies, die ohne es zu merken gegen die in Europa mittlerweile hochgezogenen Schutzmauern anrennen.

    • „Rumeiern unserer Regierung“
      Die spielen doch bloß Theater -guter Cop /böser Cop -Zeitschinden um Fakten zu schaffen.
      Wärend Ultimaten (bis März!) gesetzt und Untaugliches (Bedingungen in den Herkunftsländern verbessern!) diskutiert werden, purzelt die nächste halbe Mio ins Land.
      Dazu das konditionieren der Bevölkerung auf alternativlose Integration -wir brauchen angeblich zehntausende Lehrer und Hunderttausende Wohnungen blabla -warum??
      Hier wird uns doch gezielt der dritte Schritt vor dem ersten verkauft!
      Die Kommenden beantragen politisches Asyl -das ist keine Einwanderung!
      Anerkennungsquote bei 3%, oder warens 5?
      Alle Anderen müssten gehen -und selbst die 3% -wenn sich die politischen Bedingungen im eigenen Land ändern.
      Warum also gewöhnt mal uns schonmal an Familiennachzug?
      Weil genau dieses Szenario das grade abläuft gewollt ist.
      Als wäre Merkel einen Morgens eingefallen: „Hm, warum hole ich nicht einfach Millionen Analphabeten nach Deutschland?
      Klingt nach ner Guten Idee! “
      Und ab dann lief ALLES VON SELBST….
      Oder haben da noch Andere die Hebel Gestellt -zB Soros, die Finanzierung der Balkenroute durch Western Union, die Reduzierung der UN Gelder für die Flüchtlingslager usw?
      Läuft also alles nach Plan -und keine AfD wird/kann was dran Ändern.

      • kann sein, kann aber auch tatsächlich eine Fehlkalkulation gewesen sein (was auch nicht für unsere politische Elite spricht). Allerdings könnte man schon ein bisschen was ändern, indem man den psychologischen Faktor der Willkommenskultur mal etwas „bremst“ und ein etwas unfreundlicheres Gesicht zeigt. Nach Polen oder Estaldn flüchtet schließlich auch niemand.

      • „Als wäre Merkel einen Morgens eingefallen: “Hm, warum hole ich nicht einfach Millionen Analphabeten nach Deutschland?“

        auf achgut stand neulich, dass ein Insider meinte, es läge an dem Flüchtlingsmädchen Reem. Merkel täte ja immer das, was medial gerade angebracht erscheint und als sie so viel Schelte bekommen hat für ihr unsensibles Verhalten, wollte sie zeigen, dass sie nett ist und hat deswegen „einmal“ aufgemacht für „Syrer“ und offenbar hat sie nicht bedacht dass am nächsten Tag wieder Leute dastehen, die eine einmalige Durchreise wollen oder Leute sich als Syrer ausgeben die gar keine sind.

        • es läge an dem Flüchtlingsmädchen Reem.

          Das ist auch schon lange meine These dazu.

          Allerdings halte ich das dann weniger für Opportunismus, sondern tatsächlich für die Folge einer tiefen Kränkung.
          Ihr wurde plötzlich nicht nur eine falsche Politik vorgeworfen, sondern zugleich auf einer persönlichen Ebene ein Mangel an Charakter und Mitgefühl, das Fehlen jeglicher Mütterlichkeit vorgeworfen. Einer Frau, die schon oft genug schmerzliche Kränkung und Infragestellung ihres fehlenden MutterSEINS erlebt hatte.

          So wurde sie die „Mother of Refugees“.

          Ihre leicht ungeschickte Reaktion auf eine ihr gegenüber vollkommen unfaire Inszenierung drohte vielleicht sogar ein Sinnbild ihres politischen Schaffens zu werden.
          Man stelle sich vor Deutschland hätte danach eine Abschottungspolitik betrieben, im medialen Klima dieses aufgebauschten Vorfalls, in einer Zeit als jedes im Mittelmeer gekenterte Schlauchboot aufs Neue als dramatischer Zivilisationsbruch „in“ Europa beschrieen wurde.
          Merkel und ihr missglückter Einsatz von Empathie wäre eines der Symbole des allgemeinen Flüchtlingsleids geworden, man hätte sie bis über ihren Tod hinaus als hartherzige, deutsche Thatcher gezeichnet.
          Nicht lange danach hat sie sich entschieden, ihr „freundlichstes Gesicht zu zeigen“ und gleichzeitig ein Dogma zu setzen, dessen Kosten sie ebenso wenig durchdacht hat wie die Kosten, es zu widerrufen.

        • und deswegen sollte sie zurücktreten, vor monaten schon, z.B aus gesundheitlichen/persönlichen Gründen, dann wäre sie aus dem Schneider, könnte mit freundlichem Gesicht weg und jemand anders könnte eine neue Linie vorgeben.

          hier ist der Artikel
          http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/merkel_schafft_es_nicht

          “ Aber Laschet, einer der letzten Vertrauten Merkels, hat gestern Abend bei Anne Will diese Vermutung bestätigt.

          Er hat sie zugleich mit einer Behauptung verknüpft, die klar erkennen ließ, wie verzweifelt der Abwehrkampf des Merkellagers bereits ist. Das ganze Volk hätte die Kanzlerin für ihre Worte gegeißelt. Damit sollen wir alle in Haftung genommen werden für die unverantwortlichen Absonderungen der Medien und die Fehlentscheidungen der Kanzlerin. „

        • Verstehe nicht, wieso Merkel zurücktreten sollte. Sie ist nach wie vor sehr populär, ihre Flüchtlingspolitik findet breite Zustimmung. Die Deutschen wollen die „Flüchtlinge“ doch. Merkel sorgt nur dafür, daß die Deutschen kriegen, was sie sich wünschen (und was sie verdienen).

        • … ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Frau Merkel, derart gefühlsdusselig ist, Atacama und David. Allerdings habe ich auch keine bessere Erklärung für ihr, meines Erachtens scheinbar völlig irrationales Handeln.

        • „sondern tatsächlich für die Folge einer tiefen Kränkung.“

          Wenn Merkel sich hinreissen hätte lassen zu einer Ein-Frau-Entscheidung, wäre die Partei ihr dumm gekommen. Das kleine Scharmützel darum hat doch gezeigt, dass sie tatsächlich nur machte, was Konsenz in der CDU ist.

          „Merkel sorgt nur dafür, daß die Deutschen kriegen, was sie sich wünschen (und was sie verdienen).“

          Aber nein, das ist „europäische Harmonisierung“. Man muss doch an die Verhältnisse in GB, Frankreich, Schweden herankommen!

        • Es muss nicht gefühlsduselig sein (Merkel ohne Kinder wird als unmütterlich dargestellt und fühlt sich verletzt und will das gerade rücken), es könnte auch einfach opportunistisch sein. „Oh, die Medien sagen, dass ich böse und nazi bin, das kommt hier ja nicht gut. Dann mache ich doch jetzt mal einen PR Coup und stelle mich als päpstlicher als der Papst dar“

          Der Atomausstieg war ja auch ziemlich knall auf fall (zumal es eh wenig bringt wenn in Polen und Frankreich nach wie vor kws sind), nicht unbedingt gefühlsduselig aber auf Zustimmung bei Volk und Medien hoffend. Es wird da ja sicher auch keinen „teuflischen“ Plan gegeben haben, der schon lange vor Fukushima bestand.

          Aber wie gesagt, ich kann mir bei den Flüchtlingen genauso gut eine Aluhut-Erklärung vorstellen.

        • „Aber wie gesagt, ich kann mir bei den Flüchtlingen genauso gut eine Aluhut-Erklärung vorstellen.“

          Zum Beispiel?

        • irgendwer will Europa islamisieren.

          Irgendwer will Europa/Deutschland als „Faktor“ für was auch immer, Wirtschaftskonkurrenz, politischer Einfluß o.ä. ausschalten.

          Israel will sich für den Holocaust rächen durch endgültige Zersetzung Deutschlands.

          Ein verrückter Milliardär will Gutes tun.

          Die Bilderberger wollen die Menschheit mittelfristig vermischen, damit wir homogener sind.

          o.ä.

        • 😄

          lass das mal lieber mit dem selber-denken, atacama
          du bist noch nicht soweit

        • Atacama

          Klingt für mich plausibeler als diese Merkelpsychoanalyse.
          Da wurden mehr Hebel gestellt, nur ne fixe Idee von Madame reicht für die Invasion nicht aus.
          Seehofer hats uns doch ins Gesicht gesagt
          :“Die gewählt werden haben nichts zu sagen und die die was zu sagen haben werden nicht gewählt! „

        • ja, man darf aber den psychologischen Faktor nicht ausschließen und den wirtschaftlichen.
          Not, irre Hoffnungen, plötzliche Chancen durch offene Grenzen, Schlepper, die das alles noch durch Werbung befeuern, dann trauen sich auch die unsichereren weil schon Landsleute dort sind, dann Merkels Selfies, das BAMF Video (was aber natürlich auch geplante Berechnung gewesen sein kann)usw. Das Heerlager der Heiligen ist doch auch plausibel.

          Was aber wieder Stoff für Verschwörungen bietet, für mich, ist die Tatsache, dass es lange hieß, dass dem UNHCR das Geld ausgeht für Essen. Wie kann das sein und wer hat das warum zugelassen?

        • Was genau hat Merkel denn gesagt? Sie hat nur die aktuelle Rechtslage bekräftigt, dass nämlich ein Asylantrag (der nicht offensichtlich missbräuchlich ist) geprüft wird und dass dieser Grundsatz mit einer willkürlich festgesetzten Obergrenze unvereinbar ist.

          Noch was zum famosen Schengen-Abkommen: Es ist mir schleierhaft, warum die Staaten an den EU-Aussengrenzen, insbesondere Griechenland, Italien und Spanien, dieses Abkommen so unterzeichneten. Es ist doch klar, dass, würde es konsequent durchgesetzt, sie fast die gesamte Last zu tragen hätten. Nur diejenigen, die per Flug einreisen, könnten nicht in das Land zurückgeschickt werden, wo sie in die EU eingereist sind.

          In der Schweiz ist ein Grossteil der Flüchtlinge über Italien eingereist. Italien aber unterläuft das Abkommen, indem sie die Flüchtlinge einfach nicht registriert, womit im konkreten Fall der Nachweis nicht erbracht werden kann, dass sich die Leute längere Zeit in Italien aufgehalten haben. So läuft das schon jahrelang. Also, warum hat Italien das unfaire Schengen-Abkommen (nebst anderen Staaten der EU-Aussengrenze) erst unterzeichnet, um es dann so auszuhebeln?

        • @Peter
          Du verwechselst Schengen mit Dublin.

          Schengen -> Verzicht auf Grenzkontrollen zwischen den Vertragsländern
          Dublin III -> EU-Verordnung(!) zur Zuständigkeit für Schutzanträge

        • Jo, hast recht. Dublin, nicht Schengen.

    • Ein sehr guter Kommentar, den ich von hinten bis vorne unterstreiche, @HansG

      Im übrigen habe ich seit der letzten Bundestagswahl die AfD gewählt und werde das auch weiterhin tun.

      Der Grund ist ganz einfach: Diese Partei hat aus meiner Sicht momentan das größte Potential, Sand ins Getriebe zu streuen, was imho auch zwingend erforderlich ist bei unserem Einheitsbrei.

      Liest man sich das Programm von denen mal durch, dann sind durch die Bank meist vernünftige Forderungen vertreten und ich kenne keinen politischen Club, der derart offen gegen Gender-Mainstreaming argumentiert.

      Was ich überhaupt nicht verstehe, dass sind die Nichtwähler, die danach aber lauthals über die Zustände im Land kommentieren.

      Wenn ihr die AfD nicht mögt, was okay ist, dann wählt wenigstens die Freien Wähler oder die PdV (Partei der Vernunft).

      Das ist meine Meinung als Ex-SPD-Wähler und ehemaliger Piratenunterstützer.

  9. „Die AfD findet dabei derzeit fast ausschließlich Zuspruch bei Männern. Während nur zwei Prozent der wahlberechtigten Frauen AfD wählen würden, sind es bei den männlichen Bundesbürgern 17 Prozent.“

    Meine Hypothese: Frauen zeigen mehr sozial erwünschtes Antwortverhalten und sagen nicht, dass sie AFD wählen wollen, auch wenn dies der Fall ist.

    • Weitere Hypothese: Ein Teil der befragten Männer wollte gar nicht tatsächlich AfD wählen, sondern nur via Umfrage Einfluss auf die Politik nehmen?

      • Man sollte es auch nicht übertreiben, um den Gap gleich komplett zu relativieren.

        • Die Lücke ist bei realen Wahlen und bei einer Umfrage in Hamburg viel geringer. Man geht davon aus, dass zwei Wählerinnen der AfD etwa drei Wählern entsprechen. Ein Verhältnis 2:3, das es in anderen Parteien umgekehrter Form schon gegeben hat. Grüne und SPD werden von mehr Frauen als Männern gewählt.

          Einige interessante Aufschlüsse gibt dieser Artikel:
          http://www.ksta.de/politik/-afd-sote-warum-mehr-maenner-als-frauen-die-afd-waehlen,15187246,33608872.html

        • Bis jetzt ist noch nicht mal klar, ob die Studie überhaupt was taugt. Und du bist schon dabei zu erwähnen, dass man es mit dem „Gap“ nicht übertreiben soll? Welcher Gap überhaupt?

    • Auch das stimmt. Ich denke frauen sind auch eher auf der Seite der erfolgreichen. Man kennt das Phänomen aus der wahlforschung. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat eine Partei ist auf der gewinnerspur wird diese eher gewählt.

    • Meine Hypothese: Frauen zeigen mehr sozial erwünschtes Antwortverhalten und sagen nicht, dass sie AFD wählen wollen, auch wenn dies der Fall ist

      Auch ganz wichtiger Punkt.

      Die nächsten Wahlen werden einen Shy Tory Effekt zeitigen, den die Welt so noch nicht gesehen hat.

    • „Frauen zeigen mehr sozial erwünschtes Antwortverhalten und sagen nicht, dass sie AFD wählen wollen, auch wenn dies der Fall ist.“

      Ja, das sehe ich auch so.

      Das Befolgen von Normen und das Erzeugen eines Bildes von sich in der Öffentlichkeit – auch wenn die Realität ganz anders aussieht – steckt tief in der traditionellen Geschlechterrolle der Frauen drin.

      Und das Ausbleiben der sexuellen Revolution – man vergleiche nur heterosexuelle Sexualität mit schwuler Sexualität – zeigt, daß der Feminismus gewissen Teile dieser weiblichen Geschlechterrolle nur verstärkt hat.

      Solange wir diese Bereitschaft von Frauen in der Öffentlichkeit zu lügen, weder verstehen, noch abschätzen können, brauchen wir entsprechende Umfragen gar nicht erst Ernst zu nehmen.

  10. Ehrlich gesagt zieht es mich auch hin die AfD zu wählen, einfach nur um dem schlimmsten, arroganten Teil der Linken eins auszuwischen.

    Mehr habe ich als Wahlgrund nicht. Wahlen werden eh überschätzt.

  11. Ich höre immer, dass die Menschen hierher kommen, weil ES hier friedlich ist. ES hier sicher ist. ES hier gut ist.

    Das stimmt gar nicht. Hören wir alle mal kurz für nen Moment auf zu arbeiten, haben wir zwar immer noch stabile Häuser und Straßen, aber ES ist kaum besser als in Afrika, nur kälter.
    Dass ES hier gut ist, liegt an der niemals ruhenden Arbeit der Bevölkerung, dem Schöpfen und Austausch von Ressourcen und Dienstleistungen.

    DAS ist ES, was andere hierherzieht. Sie wollen Sorge, wollen, dass man für sie arbeitet und etwas abgibt. Das ist vollkommen menschlich. Es ist genauso menschlich, das zu tun!
    Kippt die Balance zwischen Sorgenden und Versorgten, wird es unmenschlich.

    • „Dass ES hier gut ist, liegt an der niemals ruhenden Arbeit der Bevölkerung, dem Schöpfen und Austausch von Ressourcen und Dienstleistungen.“

      Vor allem liegt am Vertrauen der Menschen in das Funktionieren der sozialen Ordnung. Dieses Vertrauen kann durch die Einwanderung von Millionen Fremder ganz erheblich gestört werden.

      • Vom Versagen der Politik und Polizei mal ganz abgesehen.

    • Ein Bekannter arbeitet als Security in der Kleiderkammer der Bayernkaserne, wo die Flüchtlinge Kleider und Schuhe erhalten. Er hatte etwas besseren Kontakt zu Jahlal, einem rund 22 jährigen Sierra Leoner, den ich dann auch getroffen habe.

      Er ist ein aufgeweckter junger Mann, der Elektriker lernen möchte, aber halt nur ZWEI Jahre Schulbildung hat, und außer einer afrikanischen Sprache, nur ein ganz „schlechtes“ Französisch. Um nach Deutschland zu kommen, hat die Familie die Küche verkauft. Die Reise nach Deutschland dauert nach seiner Auskunft nur noch 2-4 Wochen. Alles recht gut organisiert. Und als wir so am Tisch saßen deutete er auf die Cola-Dose und sagte: „Das kriegen wir in Afrika nicht hin. So etwas können wir nicht produzieren. Ganz Afrika will nach Deutschland.“

      Später sagte mir mein Bekannter, dass er von den Schwarzafrikanern erfahren hat, dass sie Angst vor Weißen hätten, weil sie sich unterlegen fühlen.

      Ich denke, dass die Schwarzafrikaner ihre Lage recht realistisch einschätzen: es gibt in Schwarzafrika so gut wie keine Perspektiven. Was sie verkennen ist, dass sehr viele ihren Traum von einem erfüllten Leben in Deutschland/Europa nicht werden erfüllen können. Der hießige Arbeitsmarkt hat nicht auf sie gewartet und es werden Ihnen keine Job aufgedrängt. Jahlal wird wahrscheinlich nie eine Elektrikerlehre machen. Auch kann er nicht wirklich zurück zu seiner Familie, denn die warten sehnsüchtig auf seine Euros und er will sie nicht enttäuschen.

      Wir haben ein Millionenheer enttäuschter, desillusionierter junger alleinstehender Männer geschaffen, dass wenig Perspektiven hat. Das ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz sicher nicht gut.

      • „Wir haben ein Millionenheer enttäuschter, desillusionierter junger alleinstehender Männer geschaffen, dass wenig Perspektiven hat. Das ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz sicher nicht gut.“

        Und wenn man das sagt, kommen Feministen und nennen einen Nazi und Maskulinisten und nennen einen männerfeind^^
        Und deshalb passiert eben, was passiert.

        „Später sagte mir mein Bekannter, dass er von den Schwarzafrikanern erfahren hat, dass sie Angst vor Weißen hätten, weil sie sich unterlegen fühlen.“

        Manches mal passiert es, dass, wenn eine Gruppe gesellschaftlich nicht gut dasteht, sie die „dominante Gesellschaft“ dafür verantwortlich macht und attackiert bis zerstört.

        Die Familien, die was sehen wollen und die Fantasien vom goldenen Westen, wo alles toll und einfach ist, bergen nochmal zusätzliches Konfliktpotential. Wie willst du denn diesem Jahal (nicht böse gemeint) begreiflich machen,d ass man hier eigentlich erstmal 9 bis 12/13 Jahre zur Schule geht, dann 3 -5 Jahre Ausbildung/Studium macht und erstmal ganz viel komisches Zeug lernen muss, ohne was zu verdienen, bis man dann was verdient (was auf lange Sicht aber natürlich besser ist)? Wenn er doch zwei gesunde Hände hat und kräftig ist und jetzt sofort auf der Baustelle oder „als Elektriker“ arbeiten „will“ und davon gut leben und seiner Familie als gemachter Mann was zuschicken will?

  12. Vielleicht wünschen sich Frauen ja mehr eine männliche Führungsperson.

  13. Sie ist nun mal da, diese AFD. Man muss sich mit ihr auseinandersetzen. Politische Profis sollten dies auch können, wenn sie ihre Positionen selbst für richtig erachten. Stattdessen aber findet das ‚mit denen reden wir nicht‘ statt.
    Wenn man mit Mitbürgern spricht, erfährt man folgendes (das sind jetzt nur Punkte aus meinen Gesprächen der vergangenen Woche):

    Warum werden wir Bürger mit einem neuen Meldegesetz traktiert und gleichzeitig kommen rund 250 000 unregistriert ins Land?

    Warum haben wir Auslandsaufklärung und unser Land war nicht auf das vorbereitet, was sich angeblich angebahnt hat?

    Warum haben wir Bereiche in Städten, in denen sich unsere Polizei nicht mehr sehen lässt.

    Warum werden wir mit Nachrichten selektiv bedient? Ist die Political Correctness bereits Gesetz, das mir verbietet, mir selbst ein Bild zu machen und darüber zu denken und zu sprechen?

    Ein Gipfel in Oberbayern erfährt mehr Schutz als die Kölner Domplatte.

    Warum haben wir jetzt Exemplare in verschiedenen Parteien, die sich nicht mehr entscheiden können, wer mehr Opfer ist, die mit Migrationshintergrund auf der Domplatte oder die Frauen auf der Domplatte?

    Was wird passieren auf dem Markt der ‚einfachen‘ Jobs?

    Ich habe das ‚wir schaffen das‘ Geschwafel satt, dahinter versteckt sich staatliches Chaos.

    Das habe ich mir eine Woche lang aus Gesprächen notiert und wollte das dem Abgeordneten meines Wahlbezirks mal fragen, wozu es dann doch nicht kam.

    Wenn man diesen Punkten aber entgegenstellt, was an Verlautbarungen momentan so gebräuchlich ist, wenn man sich vor Augen hält, dass sich der Klebers Klausi dafür entschuldigen muss, dass er nachdenklich, zweifelnde in die rechte Ecke gestellt hat, dann wundert man sich über die Umfragen nicht.

    Dass die Frauen sich hier zurückhalten ist Programm und stehender Unterschied zwischen den Geschlechtern. Bei Betrachtung der Geschichte der Gewerkschaftsbewegung wird klar, das niemand deren Kampf mehr verhindert hat, als die Frauen, die immer den elendsten Nestbau dem Kampf gegen das Elend vorgezogen haben.

  14. Ich glaube, bei der AfD muss man klar unterscheiden zwischen dem, was sie mal war, und dem was sie nun ist. Die Postlucke/Höcke AfD ist sicherlich eine ganz andere. Auch wenn die AfD immer schon rechts der CDU angesiedelt war, inzwischen ist sie da sehr weit abgedriftet. Daher tue ich mich schwer, demographische Aussagen von 2015 noch für gültig zu halten.
    Aber ja, warum wählen eher Männer die AfD? Weil Männer eine eher zu Extremen neigende Gruppe sind? Weil Männer eher die sind, die von der PC die Nase voll haben? Weil es mehr ungebildete Männer gibt? Ich weiss es nicht. schlimm ist die Zweistelligkeit allemal.

    • „Weil es mehr ungebildete Männer gibt? “

      Was hat das mit der AfdD zu schaffen?

      • Generell tendieren menschen mit weniger Bildung rechts zu wählen.

        • Woher weißt Du das?

          http://sciencefiles.org/2016/01/14/den-etablierten-parteien-laufen-die-hochgebildeten-davon/

        • https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/pressestelle/materialien-1/parteien-studie

        • >>“Generell tendieren menschen mit weniger Bildung rechts zu wählen.“

          Problem1: Bei der AfD sind unbestreitbar durchaus „gebildete“ Wähler- und Aktivenkreise erkennbar. In der AfD organisiert sich, gerade im Westen, das akademische und steuerzahlende Rückgrat dieses Landes!

          Problem2: Was heißt „gebildet“? Linke Absolventen von Laberfächern, denen Noten und Niveau hinterhergeworfen werden?

          Eine Jasna Strick ist Prädikatsexaminierte in Germanistik. Sie gehört zur „Bildungselite“ Deutschlands. Ich schreibe diesen Satz noch einmal: Jasna Strick ist Prädikatsexaminierte in Germanistik. Sie gehört zur „Bildungselite“ Deutschlands…

          Nicht falsch verstehen, ich bin nur diesen immer wieder vorkommenden linken Einwurf „Doofe wählen rechts“ ziemlich leid.

          Übrigens ist dieser Ausspruch das beste Beispiel, dass er nicht stimmt….

        • Ich sage nicht, dass alle AfD Wähler über niedrige Schulabschlüsse verfügen. Aber ich denke, nun nachdem Lucke und vor allem auch Henkel da raus sind, nimmt die Zahl der Akademiker da doch deutlich ab. Ok, das ein oder andere Corps mag die AfD toll finden, aber die sind eher in der Minderheit.
          Ein Mensch, der unser Bildungssystem bis zum Abitur durchlief wird nur schwer die Parallelen zur Geschichte übersehen können.
          Vor dem Rechtsruck hatte ich durchaus Verständnis für AfD Wähler, inzwischen ist das aber vorbei. Jeder sollte inzwischen sehen, was er da wählt.

        • @ tom

          „Ergebnisse einer Repräsentativerhebung“

          Jau, alles klar …

          „2512 Ost- und
          Westdeutsche im Alter von 14 bis 94 Jahren zu sozial- und medizinpsychologischen
          Fragestellungen befragt. Im Rahmen dieser Studie wurde auch die „Sonntagsfrage“
          nach den Wahlabsichten bei der Bundestagswahl gestellt.“

          14 jährige beantworten Sonntagsfrage, sind arbeitslos … so wie 94 jährige arbeitslos sind …

          Und nebenbei: 2512 Ost- und
          Westdeutsche im Alter von 14 bis 94 Jahren zu sozial- und medizinpsychologischen
          Fragestellungen befragt. Im Rahmen dieser Studie wurde auch die „Sonntagsfrage“
          nach den Wahlabsichten bei der Bundestagswahl gestellt.

        • „Ein Mensch, der unser Bildungssystem bis zum Abitur durchlief wird nur schwer die Parallelen zur Geschichte übersehen können.“

          Es gibt aber eine wachsende rechtsintellektuelle Szene, die Heidegger und Gramsci liest.

          Wenn du die rechte Szene für gefährlich hältst, ist es auch gefährlich, dies zu übersehen und sich am Klischee des doofen Nazis mit einem Kackhaufen anstelle des Gehirns festzuhalten.

          Das Fußvolk ist immer etwas dumm, das ist bei Linken oder der FDP auch nicht anders. Statt „Abschieben, abschieben“ „Volksverräter, Vlksverräter“ heißt es dann „mehr netto vom brutto“ o.ä.

          Im übrigen schützt das Abitur auch nicht davor, „Parallelen zur Geschichte“ hinsichtlich des islamischen Faschismus zu übersehen, der nicht minder gefährlich ist.

        • Autsch …

          Und nebenbei: http://www.sciencefiles.net/mythos-der-reprasentativitat/

        • autsch, was?

        • Autsch, habe den Link verwechselt …

        • „Autsch, habe den Link verwechselt “

          hatte schon befürchtet, dass ich voll danebenliege.

        • Tom, ich bin ob Deines Vergleichs

          „Ein Mensch, der unser Bildungssystem bis zum Abitur durchlief wird nur schwer die Parallelen zur Geschichte übersehen können.“

          entsetzt! Welche geschichtlichen Parallelen siehst Du denn? Alles was das Etikett „Rechts“ trägt, führt zum Faschismus, etwa?

          Da Du ganz offensichtlich kein so schlichtes Gemüt besitzt, muss Du Dich mit „gleichmacherischem Gutmenschentum“ angesteckt haben 😉 was Deine analytischen Fähigkeiten offenbar ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen hat.

        • „Tom, ich bin ob Deines Vergleichs

          “Ein Mensch, der unser Bildungssystem bis zum Abitur durchlief wird nur schwer die Parallelen zur Geschichte übersehen können.”

          entsetzt! Welche geschichtlichen Parallelen siehst Du denn? Alles was das Etikett “Rechts” trägt, führt zum Faschismus, etwa?“

          Na ja, ein Kanzler, der sich in einer vermeintlichen Notsituation über Recht und Gesetz stellt, hatten wir ja schon mal. Allerdings brauchte der vorher noch einen ausdrücklichen Parlamentsbeschluss, während die Merkel sich scheinbar selbst ermächtigen kann. Dazu sage ich nur: Wehret den Anfängen!

        • „Ein Mensch, der unser Bildungssystem bis zum Abitur durchlief wird nur schwer die Parallelen zur Geschichte übersehen können.
          Vor dem Rechtsruck hatte ich durchaus Verständnis für AfD Wähler, inzwischen ist das aber vorbei. Jeder sollte inzwischen sehen, was er da wählt. “

          Klar sehe ich die Parallelen. Ich hatte auch, lange bevor die Sache mit den Fl so aus dem Ruder lief, angesprochen, dass es mir komisch vorkommt, dass es in Deutschland quasi keine Opposition gibt bzw fast alle Parteien gleich sind. Politischer Stillstand sozusagen. Das ist etwas, das ich in der Schule über diese gewisse Zeit bzw. die Zeit vor dieser Zeit gelernt habe.

          Dann habe ich noch gelernt, dass es Schlägertrups gab, die politisch unliebsame Meinungen und Personen niederknüppelten. Damals trugen sie braune hemden, heute schwarze bzw. rote. Die bedrohen sogar Hotels, die der AFD Veranstaltungsräume vermieten wollen.

          Und es gab eine große allgemeine Unzufriedenheit und Verunsicherung, derer sich die Altparteien in keinster Weise annahmen, sodass die Menschen auf einen Hoffnungsträger setzten, der ihnen anbot, sie da herauszuholen. Auch das ist mit heute vergleichbar.

          Ich bin aber leider nicht „sozial“ genug, eine unerträgliche Situation auszuhalten, nur damit kein linkes Sensibelchen Angst hat, dass wieder K Z s gebaut werden.

        • … ach, diese Parallele hatte der Tom im Sinne, JC Denton. Jetzt wird ein Schuh daraus, aber ganz sicher bin ich mir immer noch nicht 😉

    • Die AfD war schon immer eine neoliberale Räuberbande. Ich sehe hier keine besondere Richtungsänderung. Bitte lasst den Geschichtsrevisionismus.

  15. Ja, warum wählen fast nur Männer AfD?
    Die Frage lautet wohl eher: Wen sollen sie sonst wählen?

    Das mit der Asylpolitik war doch nur der letzte Schuss. Rational betrachtet bringt es diesem Land überhaupt kein Vorteil, massenweise Menschen aus dem Nahen Osten oder dem nordafrikanischen Raum aufzunehmen. Dieses Land wird dadurch meher Kriminalität, mehr soziale Spannungen, weniger Wirtschaftswachtum bekommen. Deutschland wird dadurch nicht lebenswerter. Warum sollte man also dafür sein?

    Was halte ich als politisch liberaler Hippie momentan politisch für dringlich?

    – Demokratische Reform der EU
    – Zuwanderunsgstopp
    – eine nach ökomischen Kriterien selektierende Einwanderungspolitik
    – Abkehr vom Gender-Feminismus

    Wen könnte ich wählen? FDP glaube ich. Aber sonst?

    • „Wen könnte ich wählen? FDP glaube ich. Aber sonst?“

      Vielleicht die einzige Partei, bei der es Vertreter gibt, die wirklich noch für Liberalismus stehen und für die Grundidee dieses Staates.

      Vor allem wenn sie in der Opposition landen, dürften diese Kräfte gestärkt werden.

      Sonst kann man auch gar nichts wählen, die „Partei“ der Nichtwähler.

      • Die FDP versucht sich jetzt mit dem Flüchtlingsthema zu profilieren, aber wegen ihrer wirtschaftspolitischen Vorstellungen ist sie für mich nach wie vor unwählbar.

        • Wegen Ihrer wirtschaftspolitischen Vorstellungen habe ich sie immer gewählt.

      • „Wegen Ihrer wirtschaftspolitischen Vorstellungen“

        Leider sah die realpolitische Praxis dann allzuhäufig diametral anders aus.
        Aber immerhin gibt es diese „Vorstellungen“. Auch gute Vorstellungen zu dem Funktionieren eines Staates, Bürgerrechte und so.
        Die FPD scheint mir daher also alternativlos….

        Ich will nur keinen Totalitarismus.

      • „Vielleicht die einzige Partei, bei der es Vertreter gibt, die wirklich noch für Liberalismus stehen und für die Grundidee dieses Staates.“

        Da fällt mir spontan nur Frank Schäffler ein, und ich habe den Eindruck, er steht innerhalb der FDP ziemlich alleine da.

      • jahrzehntelang habe ich die fdp vor allem als mehrheitsbeschaffer und clientelpartei wahrgenommen . als koaltionspartner machen sie sich dann, nach etwas zieren, die einheitsmeinung zu eigen. von cduspdgruenelinke kaum zu unterscheiden in der opposition haben sie ihr profil geschärft. das stimmt, aber das ist sicher nicht von dauer.

        • In der Praxis ging es der FDP in erster Linie darum, höhere Steuern für Großverdiener zu verhindern, und genau das halte ich für unbedingt geboten.

    • der chefvolkswirt der deutschen bank z.b. hält die flüchtlingskrise für das Zweitbeste nach der Wiedervereinigung, was Deutschland passieren konnte.

      irrationales gutmenschentum in deinen augen, nehme ich an.

      • Nein, irrationaler Neolibalismus, der falsche Annahmen über die Wertschöpfungsfähigkeiten der Einwanderer macht.

        • Irrational muss das nicht sein.

          Angenommen, die Sozialsysteme werden durch Millionen von EInwanderern, die versorgt werden müssen, überlastet: dann wären die nicht länger finanzierbar und würden nahezu komplett eingestampft werden. Anschließend verlassen die Einwanderer freiwillig das Land in Richtung der besseren Sozialsysteme.

          Außerdem wird durch ein massives Überangebot an Arbeitskräften im Niedriglohnsektor das Lohnniveau gesenkt.

          Weiterhin gibt es bereits jetzt Versuche, die Bauvorschriften mit Hinblick auf benötigten Wohnraum zu lockern hinsichtlich Lärmschutz, Brandschutz etc.

        • Manche Befürworter der F-lingspolitik wie Folkerts-Landau erhoffen sich von der Einwanderungswelle neben der gesellschaftlichen Verjüngung ein Aufbrechen verkrusteter Strukturen. Das wäre in der Tat ein positiver Nebeneffekt; der „Chef-Neoliberale“ Hans-Werner Sinn steht dem Ganzen allerdings äußerst skeptisch gegenüber. Vollkommen zurecht, wie ich meine.

      • Ja, ist es. Ich habe keine Ahnung was sich der davon verspricht.

        • was würdest du denn sagen haben die ossis uns so insgesamt an positivem gebracht, in mehr als einem vierteljahrhundert.
          ?
          außer der kanzlerin natürlich.

          eine leichte tendenz zu mehr (geduldeter) außerhäuslicher betreuung vielleicht – könnte man aber auch anders erklären.

          und sonst?

          mehr als 16 millionen menschen „bereicherten“ uns, und wir wüssten nicht, womit? ah, natürlich: eurer sandmännchen, das wars. tolle leistung!

        • Ich stimme Dir zu.

        • in welcher hinsicht?
          dass frau dr. merkel das beste ist, was die nation in die du geboren wurdest hervorgebracht hat bis dato?

          das mit dem sandmännchen war schließlich nur ein witz, eures war nicht etwa besser als unseres, wir wollten euch damit nur einen kleinen gefallen tun. für euer ego.
          wir sind soooo großzügig, nich?

        • Ich stimme Dir zu, dass die DDR der BRD nicht viel positives gebracht hat. Und das wäre eine gutes Argument gegen mehr Armutseinwanderung aus Drittweltländern.

        • nicht viel ist euphemistisch. 2 billionen sollt ihr uns gekostet haben. ihr 16+ millionen, die über nacht von uns abhängig schienen und von uns versorgt wurden mit gütern und dienstleistungen in einer euch unbekannten vielfalt und qualität.

          das konnten wir damals schon schultern, vor 25 jahren.

          lächerlich anzunehmen, wir könnten nun nicht min. nochmal genauso viele mitdurchfüttern.

          ihr musstet soweit ich weiß nichtmal einen einbürgerungstest bestehen, du persönlich hast bis heute das wundervolle gg nicht für dich akzeptiert und darfst das sogar kundtun, ohne deshalb vom verfassungsschutz ins visier genommen zu werden (nehme ich an).

          du solltest ganz, ganz kleine brötchen backen, wenn du zuwanderung problematisierst.

        • „du solltest ganz, ganz kleine brötchen backen, wenn du zuwanderung problematisierst.“

          Mir ist echt nicht ganz klar, wieso Du als Frau Einwanderung überwiegend junger Männer aus repressiven patriarchalen Staaten gutheißt. Notgeil?

        • „du solltest ganz, ganz kleine brötchen backen, wenn du zuwanderung problematisierst.“

          Genau, als Ossi ist er schließlich auch Flüchtling. So jemand hat gefälligst begeistert zu sein, besonders in Anbetracht dass jetzt überall LGBT Heime gebaut werden müssen, weil die Übergriffe durch die Flüchtlinge zu stark/schwer sind.
          Und sowieso als Deutsche mit UNSERER Geschichte, da haben wir sowieso schon dreimal kleine Brötchen zu backen.

        • Ossis, wie auch die in Relation pro Kopf noch teureren Frauen (!) zeigen aber zumindest größtenteils guten Willen, sich in die Gesellschaft zu integrieren und als Gegenleistung fürs Durchfüttern einen soliden Beitrag zu leisten um ihre Kosten zu minimieren, sich zu unserer Werteordnung zu bekennen (gut, du Sheera jetzt nicht) und sogar unsere Sprache zu sprechen (auch wenn es im genderfeministischen Spektrum grade eher in Richtung inkompatibler Fantasiesprache geht).

        • „Mir ist echt nicht ganz klar, wieso Du als Frau Einwanderung überwiegend junger Männer aus repressiven patriarchalen Staaten gutheißt. Notgeil?“

          Wenn´s nur das wäre… 🙂 Ich vermute mal, dass sie den pöhsen Nazis und „Rechtspopulisten“ eins auswischen will, so wie ja auch sonst den Männern im allgemeinen. Negative Konsequenzen spielen keine Rolle; Hauptsache, ihre Rachsucht ist befriedigt. Eine echte Feministin halt.

        • „du solltest ganz, ganz kleine brötchen backen, wenn du zuwanderung problematisierst.“

          Sind die ganz, ganz kleinen Brötchen Teil der von dir erwähnten „kulinarischen bereicherungen [die] uns demnächst erfreuen werden“ ?

  16. Tweet ist ein leider ein bisschen linkisch “vollgesaut“, aber er enthält eine interessante Tabelle, die mE richtig ist.

    Dh Frauen- und Männeranteil ist ziemlich ausgeglichen, was sich auch an den Repräsentanten spiegelt.

    Auffälig eher eine zunächst unverdächtige Parzei, die FDP.

  17. Erstmal, Ich bin kein Linker. Hab mit 14-15 mit dem Marxismus symphatisiert, aber nachdem Ich Nietzsche gelesen hatte, war mir jeglicher Marxismus Suspekt. Hab gewissen Respekt vor Herbert Marcuse, Sartre, Focault und Adorno und Ich kann Che Guevara als einen rechtschaffenen, gewissenhaften Mann, der sein Leben für seine Überzeugungen einsetzte, respektieren.

    Ich kann auch viel Kapitalismuskritik nachfühlen.

    Aber das Linke ist mir ehrlich gesagt suspekt. Links hatte für mich stark den Geruch von „wir sind looser/benachteiligt. Bitte schmeisst uns für soziale Gerechtigkeit Steuergeld hinterher.“

    Hab mal mit den Piraten symphatisiert, weil die sich für Bürgerrechte und Privatsphäre eingesetzt hatten. Und deren Bedingungsloses Grundeinkommen hielt ich auch nicht für sonderlich schlimmer als den Sozialstaat, den wir schon haben.

    Ansonsten war Ich meistens eher bei FDP und der Partei der Vernunft.

    In den letzten Wahlen habe Ich allerdings AFD gewählt, denn die PDV hat de Facto leider keine Chance bei Wahlen und Ich fand die FDP gerade im Hinblick auf die Euro Krise extremst scheinheilig.

    So viel Gnade, wie die mit Pleitestaaten in der EU haben, können sich Hartz IV Empfänger nur erträumen. Denen wird ständig von der FDP Spätrömische Dekadenz vorgeworfen, aber gleichzeitig ist man bereit, irgendwelche Pleitestaaten mit Steuergeld zu entschulden.

    Auch gefiel mir nicht, wie man in der FDP mit Frank Schäffler umsprang.

    • “ und Ich kann Che Guevara als einen rechtschaffenen, gewissenhaften Mann, der sein Leben für seine Überzeugungen einsetzte, respektieren.“

      Dass er Massenerschießungen angeordnet, eine Diktatur angestrebt und Homos ins Arbeitslager gesteckt hat, spielt dann auch keine Rolle mehr.

      • In so gut wie jeder Revolution ausser der Wiedervereinigung 1989 ordnen die Revolutionäre Blutbäder an, oder verüben selber welche. Selbst die französische Revolution und der US Unabhängigkeitskrieg war davon nicht verschont. Revolutionäre sind in der Regel Massenmörder.

      • Die französische Revolution beispielsweise ist auch darin geendet, dass die formals demokratischen Leute eine DIktatur errichteten und massenhaft politische Feinde hinrichten ließen.

        • Deshalb respektiere ich diese Leute auch nicht.
          Hast Du überhaupt eine Vorstellung von den politischen Zielvorstellungen Che Guevaras?

        • @Adrian
          Das ist nur im Kontext relevant. Wenn der Status Quo auch nicht besser ist bringt dir dein Verteufeln von Che Guevara auch nichts. Und ich rede hier natürlich von den 50ern und 60ern, nicht von heute.

      • Hab Ich sehrwohl. Nur, es gibt einen Unterschied zwischen jemanden respektieren und mit ihm symphatisieren.

        Ich kann sagen, Ich respektiere jemanden, der sich für seine Werte einsetzte, aber gleichzeitig sagen, das sind nicht meine Werte.

        Und Respektieren bedeutet nicht, alles gut finden, was diese Person gemacht hat.

        Ich habe ja deutlich gesagt, dass Ich vom Kommunismus herzlich wenig halte. (Aber wie gesagt, man kann seinen politischen Gegner durchaus „Respektieren“. )

        Ich denke auch, Kommunismus kann und wird nie funktionieren und wird die Leute nur in Armut treiben.

        • Du respektierst also jemanden, der seine Werte mittels Waffengewalt und Mord durchzusetzen bereit ist.

        • Stauffenberg, Georg Elser, Henning von Tresko etc. haben auch ihre Werte mit Waffengewalt und Mord durchzusetzen versucht.

        • „Stauffenberg, Georg Elser, Henning von Tresko etc. haben auch ihre Werte mit Waffengewalt und Mord durchzusetzen versucht.“

          Stalin und Hitler auch.

        • @Adrian
          Und nun? Jetzt haben wir den Salat, Elser, von Tresko etc. stehen nun auf einer Stufe mit Hitler und Stalin. Denkst du nicht, dass es da noch Nuancen gibt? Ansonsten ergibt das ganze nicht viel Sinn. Wir sehen ja einen Elser nicht auf einer Stufe mit Hitler.

        • „Stalin und Hitler auch.“

          Und Adorno. Den hat Adrian zwar nicht gelesen, aber er weiß, dass es zu Mord und Totschlag führt, wenn die „Dialektik der Aufklärung“ frei erhältlich ist.

        • Zum Thema Adorno. Ich finde die Dialekt der Aufklärung gut. Das Ding sollten mehr Leute lesen. Die Aufklärung wird sowieso viel zu unkritisch verherrlicht, während für viele Deutsche es Philosophie Vor und nach der Aufklärung nicht mehr existent zu sein scheint.

          Und man benutzt das schon als Autoritätsargument, irgendwas sei gut, nur weil das von irgendeinem Aufklärer gefordert wurde.

          Ich stimme Adorno auch wegen des Doppelcharakters der Aufklärung zu. Besonders bei Kant ist das meiner Meinung nach zu merken. Der hört sich auf der einen Seite unglaublich freiheitsliebend an, auf der anderen Seite hört der sich stellenweise oft wie ein Drill Sergeant beim Militär an.

        • Und es gibt Seiten wie Sciencefiles, wo es schon fast als Kapitalverbrechen gehandelt wird, „gegen die Aufklärung zu sein“. Das finde ich selbst eher irrational und verblendet.

        • Was findest du denn an der Dialektik der Aufklärung gut?

          Ich halte sie für ein ziemliches Machwerk, das die Aufklärung völlig zu unrecht und schwach begründet diffamiert.

        • Die „Dialektik der Aufklärung“ ist eine Kritik der Aufklärung aus Perspektive der Aufklärung um eine Selbstzerstörung der Aufklärung durch Abdriften in reine zweckrationale Vernunft abgekoppelt von rationalen ethischen Reflektionen zu verhindern.

          Eine immanente Kritik also – Adorno und Horkheimer haben überwiegend immanente Kritik betrieben, weil sie als Vertreter dialektischen Philosophierens nur immanente Kritik, also Kritik ausgehend von den Werten, Prinzipien und Zielen der kritisierten Perspektive selbst, für vereinbar mit dialektischem Denken hielten.

          Gerade dies unterscheidet die „Dialektik der Aufklärung“ massiv sowohl von konservativen und reaktionären als auch von postmodernen Aufklärungskritiken.

        • Hab Ich ja eigentlich erklärt. Adorno hat richtig erkannt, dass die Aufklärung einen Doppelcharakter besitzt. Und das stellenweise die Aufklärung wirklich stark in eine menschenverachtende instrumentale Vernunft abgerutscht ist. (Die britische Aufklärung allerdings weniger als die kontinentale Aufklärung, da sich die Briten hauptsächlich mit Menschenrechten und freien Märkten befasst hatten und die nicht so weit gingen wie die kontinentalen Philosophen.)

          Ich finde es gut, dass Adorno und Horkheimer diese dunkle Seite der Aufklärung aufzeigten.

          Ich halte es nämlich für Unwahr, wie es viele Leute tun. einen Gegensatz zu postulieren, wir würden die Aufklärung repräsentieren und Marxismus etc. sei alles „unaufgeklärt“ oder „gegenaufköärung“, obwohl Marx sich de Facto auf sämtliche Philosophen der Aufklärung bezog, also genau so ein Nachfolger der Aufklärung war, wie der bürgerliche Liberalismus.

          Und in vielen Stellen kämpft nicht die Aufklärung gegen die Gegenaufklärung. In der Welt kämpfen unterschiedliche Auslegungen der Aufklärung.

        • „Zum Thema Adorno. Ich finde die Dialekt der Aufklärung gut. Das Ding sollten mehr Leute lesen.“

          Ein völlig verworrenes Werk, welches eigentlich nur ein schlechter, „regressiver“ Antikapitalismus ist und nur derjenigen „Dialektik der Aufklärung“ Vorschub leistet, die das Werk vordergründig anprangern will…

        • @ Alex

          „Ein völlig verworrenes Werk, welches eigentlich nur ein schlechter, “regressiver” Antikapitalismus ist“

          Für einen radikal-liberalen antilinken Hetzer und Hassprediger wie dich ist jeder Antikapitalismus natürlich „regressiv“.

          In Wirklichkeit hatten Adorno und Horkheimer allerdings nichts mit dem zu tun, was in Teilen der Antisemitismusforschung, in manchen Antifa-Gruppen und bei Antideutschen als „regressive Kapitalismuskritik“ bezeichnet wird.

        • Sorry, ich vermag da überhaupt keine halbwegs stringente Kritik zu erkennen, es ist vielmehr eine Art Begriffspoesie, die sich im Jargon der Hegelschen Dialektik ergeht. Leszek Kolakowski kritisiert das sehr treffend:

          „Allgemein gesprochen, ist der Begriff der »Aufklärung« ein phantastisch zusammengeflickter, unhistorischer Bastard, der sich aus allem zusammensetzt, was die Autoren empört: Positivismus, Logik, deduktive Wissenschaften, empirische Wissenschaften, Kapitalismus, Herrschaft des Gelds, Massenkultur, Liberalismus und Faschismus. Ihre Kulturkritik, so sehr sie auch verschiedene, seit jener Zeit banal gewordene, treffende Bemerkungen über die schädlichen Auswirkungen der Kommerzialisierung der Kunst enthält, ist ganz eindeutig von einer melancholischen Sehnsucht nach einer Zeit erfüllt, als nur eine Elite an der Rezeption der Kunst teilhatte; sie ist ein Angriff auf die »Massengesellschaft« im Geist der feudalen Verachtung für die einfachen Leute. Die »Massengesellschaft« war schon im 19. Jahrhundert Angriffen von den verschiedensten Seiten ausgesetzt – wir kennen diese Kritik aus den Schriften Tocquevilles, Renans, Burckhardts, Nietzsches. Das Neue an der Kritik Horkheimers und Adornos ist, dass diese Angriffe verbunden werden mit einem Angriff auf den Positivismus und die Wissenschaft und dass die Wurzel des Übels – mit Marx – in der Arbeitsteilung und »Verdinglichung« der Welt durch die Herrschaft des Tauschwerts gesucht wird. Doch gehen die Autoren noch weiter als Marx: Nach ihrer Ansicht bestand die Ursünde der »Aufklärung« darin, dass sie das Band des Menschen zur Natur zerriss und die Natur als reines Ausbeutungsobjekt setzte, wodurch auch der Mensch als Teil der natürlichen Ordnung schließlich als Ausbeutungsobjekt aufgefasst wurde. Das ideologische Pendant dieses Prozesses ist eine Wissenschaft, die sich nicht für die Qualitäten der Dinge interessiert, sondern nur für das, was sich an der Welt in quantitativer Form darstellen lässt und sich für technische Eingriffe eignet.

          Das Hauptmotiv dieses Angriffs ist, wie man sieht, ein traditionell romantisches. Die Autoren weisen jedoch keinen Ausweg aus dem Niedergang: Sie sehen keine Möglichkeit, dass der Mensch zur Freundschaft mit der Natur zurückkehrt, sie sagen auch nicht, ob und auf welche Weise die Menschen den Tauschwert liquidieren, das heißt, ohne Geld und Berechnung leben könnten. Der einzige Rat, den sie erteilen, ist das theoretische Denken, wobei wir vermuten dürfen, dass der Hauptvorzug dieses Denkens darin bestehen soll, dass die Despotie der Logik und der Mathematik abgelehnt wird (die Logik ist den Autoren zufolge ein Ausdruck der Gleichgültigkeit gegenüber dem Individuum).

          Es ist bezeichnend, dass die Sozialisten den Kapitalismus einst anprangerten, weil er Elend erzeuge, und die Frankfurter Schule ihn vor allem deshalb anprangert, weil er Reichtum erzeugt und eine große Zahl menschlicher Bedürfnisse befriedigt, dadurch aber die höhere Kultur zerstört.“

          (Hauptströmungen des Marxismus, Bd. 3)

        • Insgesamt halte Ich Adorno auch für problematisch und insgesamt denke ich, der macht die selben Fehler, die er kritisiert.

          Und zwar dadurch, dass sich Adorno und Horkheimer zu unkritisch an Hegel klammern. Hegel hat meiner Meinung nach die dunkle Seite der Aufklärung in seiner Bearbeitung der Aufklärung noch verstärkt. (Siehe seine Aussage, man müsse dem Bürger den „Willen Brechen“. ) Da hat Karl Popper meiner Meinung nach gut gezeigt, wie Problematisch Hegel war.

        • Die Kritik an der Massengesellschaft finde Ich auch gut. Nur, denke Ich, Adorno unterstütz de Facto udrch seine Hinwendung zum kommunismus eben jene Massengesellschaft.

        • Und Ich habe nichts gegen Traditionalismus oder Romantik. Ich finde es auch eher negativ, dass in Deutschland die Romantik mitlerweile fast als Schimpfwort gilt.

        • Aus meiner Sicht besteht diese „dunkle Seite der Aufklärung“ in erster Linie im Bewusstsein von Autoren wie Adorno oder Foucault, ihre Nachweise fallen jedenfalls relativ schwach aus.

          Immer wieder empfehlenswert zum Thema sind die Bücher von Jonathan Israel:

          https://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Israel

        • „Jetzt haben wir den Salat, Elser, von Tresko etc. stehen nun auf einer Stufe mit Hitler und Stalin. Denkst du nicht, dass es da noch Nuancen gibt?“

          Doch. Deshalb respektiere ich Menschen nach Maßgabe ihrer Werte und nicht danach, dass sie inbrünstig ihre Werte durchsetzen.

        • „Und Adorno. Den hat Adrian zwar nicht gelesen, aber er weiß, dass es zu Mord und Totschlag führt, wenn die “Dialektik der Aufklärung” frei erhältlich ist.“

          Zitat bitte.

        • Adorno ist ein Dummschwätzer. Wie soviele Salon-Linke. Er ist einer der Vertreter der antiwestlichen, kulturmarxistischen Linken.

        • „Zitat bitte.“

          Ich bin nicht deine Suchmaschine. Aber das wirst du überleben. 😉

        • „Er ist einer der Vertreter der antiwestlichen, kulturmarxistischen Linken.“

          OK, LOL, hat sich erledigt. Adorno ist in die USA emigriert.

        • @Leszek
          „In Wirklichkeit hatten Adorno und Horkheimer allerdings nichts mit dem zu tun, was in Teilen der Antisemitismusforschung, in manchen Antifa-Gruppen und bei Antideutschen als “regressive Kapitalismuskritik” bezeichnet wird.“

          Ich habe mir mal erlaubt, diesen Begriff der “regressiven Kapitalismuskritik” zu entwenden und auf die irgendwie marxistisch orientierte Linke anzuwenden, wo er, dahin erweitert, wie die Faust auf´s Auge passt. Vor allem umformuliert zu *regressiver Antikapitalismus*:

          „…. die Frankfurter Schule ihn (den Kap.) vor allem deshalb anprangert, weil er Reichtum erzeugt und eine große Zahl menschlicher Bedürfnisse befriedigt, dadurch aber die höhere Kultur zerstört.“ (Zitat von Mocho oben)

          … und im Allgemeinen die „höheren Wertevorstellungen“ ihrer totalitären Utopiegesellschaft blossstellt.

          Die missgünstige Denunziation der Massen in der „Dialektik der Aufkärung“, weil diese erstmals zu allgemeinem bescheidenen Wohlstand durch den verteufelten Kapitalismus kamen, empfinde ich vor allem als Pose eines blasierten, hochnäsigen Ästhetizismus.
          Dann wurde diese „regressive“ Haltung eine geradezu universelle der arrivierten, coolen Erfolgsmenschen, die sich damit den moralischen antikapitalistischen Persilschein ausstellen konnten.

        • @ Adrian

          „Adorno ist ein Dummschwätzer.“

          Finde ich nicht. Er hat einige gute Sachen geschrieben. Ich empfehle allerdings anstatt seine Hauptwerke lieber seine Vorlesungen zu lesen, die sind wesentlich verständlicher.

          „Wie soviele Salon-Linke.“

          Welche „Salonlinke“ – was auch immer das sein soll – hast du denn gelesen?

          „Er ist einer der Vertreter der antiwestlichen, kulturmarxistischen Linken“

          Adorno war nicht antiwestlich und zudem extrem kulturkonservativ was die deutsche Hochkultur anging.

          Des Weiteren hast du dir schlechte Bündnispartner ausgesucht. Würden die rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen zur Macht gelangen, hättest du sowohl als Liberaler als auch als Homosexueller mit einer Gesellschaft zu rechnen, in der du nicht leben wolltest.

          Was treibt dich denn dazu dich mit Antisemiten, homophoben Rechtskonservativen und Rechtsradikalen und christlichen Fundamentalisten zu solidarisieren?

        • Adrian

          „Doch. Deshalb respektiere ich Menschen nach Maßgabe ihrer Werte und nicht danach, dass sie inbrünstig ihre Werte durchsetzen.“

          Der Respekt von jemandem, der den politischen Gegner entmenschlicht und zum Schweigen bringen will, ist nichts wert.

          Selbst Marcuse ist in der „repressiven Toleranz“ nicht so weit gegangen, die freie Debatte zu unterbinden. Im Gegenteil sieht er sie als Grundvoraussetzung der Wissenschaft an.

          Und sollte man in der Konsequenz nicht auch dir die Debatte verweigern, wenn zu deinen „Werten“ die antisemitische Kulturmarxismus-VT gehört?

        • Apropos:

          Das unpersönliche Reflexivum erweist in der Tat noch zu Zeiten der Ohnmacht wie der Barberei als Kulmination und integrales Kriterium Kritischer Theorie sich.

        • „Welche “Salonlinke” – was auch immer das sein soll – hast du denn gelesen? “

          Ein Salonlinker schreibt hier des öfteren Beiträge, deren Länge gelegentlich den Umfang eines kleinen Buchs annehmen. Liegt wahrscheinlich an den vielen Zitaten. 🙂

        • @Mocho
          „Aus meiner Sicht besteht diese “dunkle Seite der Aufklärung” in erster Linie im Bewusstsein von Autoren wie Adorno oder Foucault….“

          Diese „dunkle Seite“ gibt es durchaus. Nationalismus und Darwinismus, Rassismus, alles so modern-wissenschaftlich und state of the art. Einer umfassenden rationalen und selbstkritischen Analyse der negativen Seiten der Moderne stand aber der Linken immer mit dem Marxismus im Wege, den man gerne ausnehmen wollte. Bei der Rechten ist so eine Analyse glaube ich erst gar nicht vorhanden, die wollten ohnehin immer nur „zurück“ („Traditionalismus“ etc).

        • „Was treibt dich denn dazu dich mit Antisemiten, homophoben Rechtskonservativen und Rechtsradikalen und christlichen Fundamentalisten zu solidarisieren?“

          Tu ich doch gar nicht.

        • @ ichichich
          Wo habe ich die Unterbindung der Debatte gefordert?

        • Leszek, dann ist die „Dialektik der Aufklärung“ also eine Art „Kritische Theorie“, die besagt, dass man eine richtige Methode falsch anwenden kann und dies zu Fehlern führt?

          Das ist eine derartige Banalität, dass ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum Du dies immer wieder anführst. Tatsächlich sind die beiden „Spezialisten“ ja sogar so weit gegannen damit die Logik zu kritisieren. Warum eigentlich nicht die Grundrechenarten, Leszek? Kann man auch viel falsch machen und dann werden die Grundrechenarten zu einem Mythos 😀

          Aber als Ideologe kannst Du von liebgewonnen und wertvollen gleichmachenden Ideen – alles ist ein Mythos – nicht lassen, selbst wenn sie sich als Wahnidee erweist, denn es geht Dir ja nicht um die Wahrheit, sondern die Rechtfertigung Deiner Ideologie.

          Wenn Du Dich nicht ständig als Ideologe bloßstellen möchtest, muss ich Dir raten den Mantel des Schweigens über die „Kritische Theorie“ zu breiten und es mit dem moderneren Ansatz des Poststrukturalismus, Dekonstruktion und sozialer Konstruktion zu versuchen, wenn Du die allgemeine Gleichheit von allem und jedem belegen möchtest. Nein, der Rat war nicht ganz ernst gemeint, denn der Quatsch ist nicht weniger inkonsitent, aber wenigsten nicht gar so offensichtlich wie die „Kritische Theorie“, was Dich in jedem Fall in einem besseren Licht erscheinen ließe 😉

        • „Ich finde es auch eher negativ, dass in Deutschland die Romantik mitlerweile fast als Schimpfwort gilt.“

          Ohne die Romantik hätte es den Nazismus nicht gegeben.

        • Ich gehe auf Nazikeulen Plattitüden nicht ein. Man kann so gut wie jeder philosophischen Bewegung die Nazis in die Schuhe schieben, was man am Werk vieler bescheuerter Linker sehr deutlich merkt. (Die ja meistens die gesamte deutsche Philosophie ausser ihren eigenen Lieblingen zu Proto Nazis erklären.)

          Und es gibt genügend Leute, die auch versuchen, der Aufklärung die Nazis in die Schuhe zu schieben.

          Also ist sowas ziemlich billige Plattitüde.

        • Und wie du sicherlich weißt, hat Herbert Marcuse beispielsweise auch in unflätiger Weise dem Liberalismus unterstellt, geistiger Bruder der Nazi Bewegung gewesen zu sein.

        • Und die Nazis haben auch Charles Darwin missbraucht. Sollen wir deshalb auf die Evolutionstheorie verzichten?

        • „Ich gehe auf Nazikeulen Plattitüden nicht ein.“

          Das war keine Plattitüde. Die Romantik war eine der Gründe für den deutsche Skepsis gegenüber dem Liberalismus, eine der Gründe für unseren „langen Weg zum Westen“.

          „Und wie du sicherlich weißt, hat Herbert Marcuse beispielsweise auch in unflätiger Weise dem Liberalismus unterstellt, geistiger Bruder der Nazi Bewegung gewesen zu sein.“

          Natürlich, Er war halt ein antiwestlicher Kulturmarxist – wie soviel Linke 🙂

        • „Und die Nazis haben auch Charles Darwin missbraucht. Sollen wir deshalb auf die Evolutionstheorie verzichten?“

          Man kann ein wissenschaftliche Theorie nicht mit einer polit-philosophisch-politischen Anschauung vergleichen.

          Deine Begeisterung für Che Guevara passt allerdings sehr gut zur Romantik: Heroisch, urtümlich, männlich,- der Gegensatz zum „dekadenten“, „verweichlichten“ Westen und seiner pragmatischen Vorliebe für die irdischen Genüsse 🙂

        • @ Adrian

          „Natürlich, Er war halt ein antiwestlicher Kulturmarxist – wie soviel Linke“

          Offenbar hatte Marcuse mit seiner Liberalismus-Kritik nicht ganz Unrecht. Ein Liberalismus, der sich mit der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie verbindet, ist ja nun in der Tat vom Faschismus nicht so weit entfernt.

        • „Ein Liberalismus, der sich mit der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie verbindet“

          Ein Antikommunist muss kein Faschist sein, Leszek.

        • @Leszek
          „Ein Liberalismus, der sich mit der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologie verbindet, ist ja nun in der Tat vom Faschismus nicht so weit entfernt.“

          Warum? Gemeint sind die allgegenwärtigen antikapitalistischen, illiberalen Linken, die sich mehr oder minder deutlich auf den Marxismus berufen.
          (Abseits davon ist natürlich diese antisemitische „Theorie“ stehend, die du hier nicht defamatorisch benutzen solltest. Das kann nicht im Sinne einer Aufklärung über Antisemitismus sein oder über irgendwas anderes.)

          Und ich denke, einem echten Marxisten würden auch die Haare zu Berge stehen bei der Lektüre der Dialektik der Aufklärung. Allein schon wegen des romantischen, geradezu poetischen Stils, aber vor allem wegen des irrationalen Argumentation.
          Die Dialektik der Aufklärung erinnert stark an faschistische Texte. Im Sinne von „kulturfaschistisch“ 😉

          Und klar, auch der Liberalismus hat Berühumgspunkte zu den Extremen des politischen Spektrums, zu linken und rechten. In der Bezeichnung „libertärer Sozialist“ wird das dementsprechend verwendet zB.

        • „Ein Antikommunist muss kein Faschist sein“

          Das war natürlich die Standardinsinuation, um den Charakter des eigenen Totalitarismus zu vertuschen.
          Die Frage ist, inwiefern der Kommunist den Faschisten benötigt (und vice versa).
          Sieht man doch zur Zeit, wie die oder deren Nachfahren sich artikulieren und hochschaukeln möchten.

        • “Und die Nazis haben auch Charles Darwin missbraucht. Sollen wir deshalb auf die Evolutionstheorie verzichten?”

          — „Man kann ein wissenschaftliche Theorie nicht mit einer polit-philosophisch-politischen Anschauung vergleichen.“

          Der Witz ist ja, dass die Theorie den Missbrauch klar als Fehlinterpretation ausweist. Das hat aber eine Mehrheit nicht davon abgehalten „nach bestem Wissen und Gewissen“ zu verfahren. Dies wurde eigentlich zur geistigen Grundlage des gesamten Massenmordens der Moderne. Insofern ist dies eine Warnung, dass die übelsten Sachen mit grösstmöglicher Empathie und objektivem Wahrheitscharakter vorangetrieben werden.
          Das wäre die eigentliche Kritik an die Moderne: wie sie es gewagt hat, diese Schrecklichkeiten im Namen ihres eigenen Fortschritts zu rechtfertigen und zu verherrlichen.
          Wie kann die Moderne diese negative Kraft im Zaum halten, dies wäre die eigentliche Frage.
          Die Entwicklung hat jedenfalls bewiesen, dass freie Wirtschaft eine der unbedingt positiven Wirkungen auf das Wohlergehen der modernsten Menschheit hatte. Der Wissenschaft hingegen haftet der Makel an für das Negative missbraucht zu sein. Aber auch die Hoffnung, dass Wahrhaftigkeit sich durchsetzt und daher hat die Wissenschaft einen unbedingt positiven Anspruch.
          Die Evolutionstheorie ist eine der grossartigsten Erkenntnisse unserer Zeit. Das Wohl, welches sie der Menschheit spendete und noch spenden wird, ist unermesslich.

        • „Und wie du sicherlich weißt, hat Herbert Marcuse beispielsweise auch in unflätiger Weise dem Liberalismus unterstellt, geistiger Bruder der Nazi Bewegung gewesen zu sein.“

          Ist mir neu, sehr interessant.

          Wenn man sich ansieht, was die liberals in den USA sind, dann kann man Marcuse für seinen Weitblick bewundern? Wahrscheinlich meinte er etwas ganz anderes.

        • Marcuse hat sich explizit selektiv Zitate von Ludwig von Mises rausgepickt, wo Mises meinte, er könne den Faschismus als Widerstand gegen das Unheil des Kommunismus ein klein wenig verstehen, um das als Beleg für seine These zu untermauern.

          (Marcuse hat da aber Mises ziemlich verdreht.)

        • Adrian: Deine Begeisterung für Che Guevara passt allerdings sehr gut zur Romantik: Heroisch, urtümlich, männlich,- der Gegensatz zum “dekadenten”, “verweichlichten” Westen und seiner pragmatischen Vorliebe für die irdischen Genüsse …

          Und jetzt schau sich einer mal das ständig propagierte Männlichkeitsideal der real existierenden Linken aka. Feministen, also der linken Parteien an. Es ist so eine Art Schwuchtel, die auf Frauen steht, mit ausgeprägten femininen Anteilen.
          Was ich mit diesem Hinweis, mit diesem Nebenaspekt verdeutlichen will: Was heute unter links subsummiert wird, hat nicht mehr viel mit der Linken zu tun, wie sie vor 100 Jahren existierte. Nur als Feindbild für Konservative und politisch institutionalisiertes Frauenalimentierungsprogramm taugt die real existierende Linke noch.

      • Wen Ich nicht respektiere sind deutsche Salonlinke, die auf der einen Saite großartig gegen den Kapitalismus tönen, aber auf einmal Eigentum und Kapitalismus gut finden, wenn es um ihre eigenen Buchverkäufe geht. Die halte ich für scheinheilig hoch 10.

        • das ist doch noch vergleichsweise harmlos…. Die bringen wenigstens keine Leute um, auch wenn sie typischerweise Sympathien für kommunistische Massenmörder hegen, wie Mao, Stalin, Pol Pot oder eben auch Ché.

  18. Ach was, Grüne oder SPD, AfD oder NPD…. schneller und ehrlicher geht es mit der APPD, der Anarchistischen PogoPartei Deutschlands!

    Balkanisierung, Einrichten von Zonen für die verschiedenen Gruppen, heiliges Reich in den Grenzen von Zwölfhundertsoundso: das volle Programm! Wesentlich transparenter und ehrlicher als alle anderen Parteien das zu bieten haben.

    Mein kreativer Vorschlag dazu: Einrichtung der „Gewalterlebniszone“ in ganz Scamdinavia, mit Schweden als Starterland, hierhin alle Gläubigen des Islam, Feministen, Nazis ausschaffen –> viel Vergnügen.
    Die Schweden können alle nach Deutschland, wo die Arbeiterdrohnen-Zone eingereicht wird.
    Südeuropa wird die Leisure-Zone für uns Schmarotzer: Cote d´Azur, Tokana, griechische Inseln. Mit garantiertem Grundeinkommen und Pogo bis der Arzt kommt 😀

    • Ich dachte, die APPD gibt es nicht mehr.

      • Die Appd ist unsterblich!

  19. Ich glaube, den Zuspruch für die AfD kann man weniger aus der AfD selber, sondern aus dem Versagen der anderen Parteien aus Sicht der Wähler erklären.

    Der Punkt ist weniger, was macht die AfD richtig, sondern wo vermeidet sie es, sich für die 17% zu disqualifizieren.

    Und mit Dingen wie „Verträge nicht mal lesen bevor man sie unterschreibt“, „Von unkontrollierbaren eigenen und fremden Geheimdiensten überwacht werden ist ok“, „Gender ist wichtiger als unsere Kernprinzipien“ legt die sonstige Politik die Latte für Disqualifikationsvermeidung nicht gerade hoch.

    Anstatt zu fragen „wie blöd muss der Wähler sein, damit der die wählt?“ stände es den Parteien mal etwas besser zu Gesicht, zu Fragen „wie miserabel müssen wir sein, wenn selbst die AfD eine Konkurrenz ist?“.

    Auf’s Konzept der AfD zu gucken und es zu kritisieren ist da kein Sinnvoller weg. So funktionieren Wahlen nicht, auch vorher schon nicht. Man nehme die SPD: wieviele haben die Wohl wirklich gewählt, weil sie eine „Männliche Gesellschaft überwinden“ wollten? Ne, realistisch wurde die von vielen gewählt, weil die etwas weniger CDU wollten. Zu erwarten, dass Wähler bei den alten Parteien „realistisch“ und „kompromissbereit“ sind, bei der AfD aber auf einmal Goldstandards anlegen, ist unrealistisch. Man wählt eine Richtung, in der Hoffnung, dass in den Kompromissen nach der Wahl irgendwas hängenbleibt. Und wie wenig hängenbleibt, zeigt regelmäßig die SPD, also vielleicht besser etwas extremer…

    Wie schon im Blogbeitrag steht: 60% Enttäuschung. Ich wette, es ist sogar noch mehr, und die 40% sind nicht alle „Überzeugung“, sondern nochmal ein guter Teil Pragmatiker und ein Teil, der „überzeugt“ ist, weil er ja sonst Mitläufer wäre.

    Wie gesagt: der Erfolg der AfD ist das Versagen der Anderen, nicht eine wie auch immer geartete Eigenleistung. Und ernsthaft, der Standard war nicht hoch, den sie erreichen mussten.
    Sofern und Sobald die sich die anderen wieder berappeln, die größten Lächerlichkeiten vermeiden, und sich wieder wenigstens die Mühe machen, so zu tun als würden sie es nicht versauen, interessiert sich wieder keiner für die AfD.

    Und umgekehrt: wenn die „etablierten“ Parteien weiter auf Ausgrenzung setzen, z.B. wenn die Grünen und Linken weiter die „Strategie“ fahren, per „wenn du gegen Quoten bist, bist du Rechts“ auszugrenzen, die CDU/SPD mit „wenn du glaubst, man müsste Verträge lesen bist du ein veralteter Nationalist“ auszugrenzen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn irgendwer die Gelegenheit nutzt, sich daneben stellt und sagt „Hallo, ich bin Rechter Nationalist, liebe ausgegrenzte, Willkommen in meiner Partei!“.
    Dass „spiel nicht mit den schmuddelkindern“ langfristig nicht funktioniert, sollten eigentlich gerade die Grünen wissen.

    Und hier nochmal der Disclaimer:

    Das ganze ist KEINE Sympathiebekundung für die AfD.
    Ich sehe mich selber eher als „Rational“/Liberal/Links. Weshalb ich leider gar keine Partei so richtig wählen kann, insbesondere aber kaum eine Partei aus Braunen Polit-Esotherikern.

    • So richtig wählen kann Ich auch niemanden. CDU hat Leute wie Beckstein etc. und ist mitlerweile nach Links gerückt. SPD halte ich für unglaubwürdig. Linkspartei ist die SED Nachfolgepartei, Piraten sind von feministischen und linken Spinnern verseucht und zu sehr auf dem Political Correctnes Trip, Grüne sind zu Political Correct, zu Technikfeindlich etc. AFD ist zu nah an rechten Spinnern. FDP ist scheinheilig und oft zu markthörig, PDV hat eh keine Chance, gewählt zu werden.

      Fazit: Irgendwie ist jede Partei für mich scheisse.

      • Insgesamt gibt es aber eh keine gute Form von Politik und keine gute Form von Staat.

        gute Form von Staat wäre das Selbe wie gute Form von Krebs.

    • Du bist nicht der einzige, Keppla, aber ich finde es schon bemerkenswert, dass viele Leute das starke Bedürfnis haben, sich sofort von der AfD zu distanzieren, nachdem sie etwas positives über sie bemerkt haben. Interessanterweise erfolgt dies dann ohne sachlich Begründung, sondern, so wie bei Dir:

      „… insbesondere aber kaum eine Partei (damit ist die AfD gemeint) aus Braunen Polit-Esotherikern.“

      mittels Diffamierung.

  20. Was ist denn so schlimm an der AfD? Ich habe mir mal ihr Parteiprogramm angesen und das sieht alles vertretbar aus.

    • Denke Ich auch. Die AFD sieht mir aus, wie das, was die CDU wäre, wenn Merkel nicht alle Prinzipien über Board geworfen hätte.

      • Wir haben in der Schweiz eine ähnliche Partei, die SVP, und sie ist sogar die grösste von allen. Der Politbetrieb ist nicht zusammengebrochen und keine Juden wurden vergast.

        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schweizerische_Volkspartei

        • Die sind auch gegen die Frauenquote, in der Politik wie auch in der Wirtschaft.

      • Yup. So in etwa.

  21. Warum werden im zitierten Text eigentlich die Zahlen relativ zur Bevölkerung angegeben?

    Also, warum spricht man von 2% und 17% der Bundesbürger, statt von 11% und 89% der AfD?

    Weil 2% so schön niedrig klingt, und man hier ja die Männer betonen will?

    Nicht, dass 89% nicht schon ein deutlicher Überschuss sind, aber 11% sind eben nicht die einstellige Ausnahme, die in der anderen Formulierung impliziert wird.

    Auch interessieren würde mich mal eine Überschneidung mit anderen Faktoren. Mal in die klischeekiste gegriffen: wenn man das mal statistisch nach Dingen wie „Arbeitslos“ „Ossi“ „Kriminell“ „Bildung“ o.ä. korrigiert, wie sehr Männer dann noch überrepräsentiert sind.

    • Wieso sind diese Zahlen hier nun ganz anders?

      Scheint mir eine seriöse Quelle zu sein.

    • Zunächst einmal sind es andere Zahlen. Im Artikel ist die Rede von „Bundesweiter Wählergunst“, die zahlen, die du zeigst, sind laut ihrer Überschrift eine Sonntagsfrage für Hamburg, also eine andere Basis.

  22. Mir scheint das da jetzt wieder eine Menge Demagogie im Spiel ist.

    Die Altparteien haben Angst um ihre Macht- und monetären Pfründe und sind mit nicht mehr unterstützenswerten Motiven unterwegs.

    Es hat sich gemeinsam mit den Medien ein Kartell gebildet, dass sich mit zeitgenössisch dekadenten kulturmarxistischen „Moralideologien“ in Bolschewiki Manier hochhält und nach unten tritt.

    Ungerechtfertigte ideologische Identitätspolitik ist dabei das entscheidende Herrschaftstool gegen die Bevölkerung und echte sachliche Auseinandersetzung.

  23. https://heartiste.files.wordpress.com/2016/01/frauen.jpeg?w=1044&h=536

    Interessanter Weise findet sich unter den Wählern von CDU, SPD und Grünen ein nicht ganz so krasser, aber doch sehr deutlicher Frauenüberschuss. Mit Ausnahme der (insgesamt sehr kleinen) FDP umfasst das alle Parteien, die in Deutschland als „regierungstauglich“ angesehen werden.

    Es bleibt die Frage: Wählen Frauen bevorzugt den Mainstream, also die Machthaber, oder haben Frauen tatsächlich die demokratische Macht?

    • Zweiter Versuch. Eine andere Quelle für das Bild finde ich gerade nicht, aber die Daten hatte ich schon anderswo gesehen.

      • Frauen wollen also zu 85% eine „regierungstaugliche“ Partei wählen, Männer nur zu 63%. Ein deutliches Indiz, dass diese Parteien eine so männerbenachteiligende Politik machen wie noch nie zuvor.

  24. 17% der Männer, da wird mir erst einmal schlecht. Einer Partei, die sich so deutlich am rechten Rand bewegt. Die aus meiner Sicht in keiner Weise fähig ist, tatsächliche Politik zu machen. Was zieht da die Wähler, und da insbesondere die Männer an?

    Wir leben im Zeitalter der Gutmenschenpsychose. Sehr viele gesellschaftliche Themen sind von einer Empathiehysterie betroffen, dabei geht es natürlich nur um das formal-symbolische Gutsein. Was real dabei herauskommt, ist scheißegal. Das ist der Zynismus der Gutmenschen.

    Männer durchschauen diese Hintergründe aufgrund ihrer psychischen Konstitution eher, daher der hohe Männeranteil unter AfD-Wählern.

    Männer sind vermutlich auch intelligenter und durchschauen die medialen Manipulationen eher.

    Dein Blick auf die AfD ist reichlich naiv.

    Ich habe selbst eine Bekannte, die ich schätze, die aber unfaßbar naiv in Sachen Flüchtlingsproblem ist.

    Leute, informiert euch auf PI-News, Politikversagen, Tichys Einblick, Metropolico, Unzensuriert etc.

    Nicht jeder ist so deppert wie manch „linker“ Männerrechtler.

    Bin gestern übrigens zufällig in die Bärgida-Demonstration hineingeraten. Unfaßbar, was sich da für ein linksextremes Pack tummelt. Das sollte jeder mal studieren und mit denen das Gespräch suchen. Habe ich schon des öfteren getan. Momente des Grauens.

    http://refugees-welcome-blog.de/pegida-gegendemonstranten/

    • Das ist ja erfreulich, daß mein Kommentar freigeschaltet wurde. 🙂

      Leute, laßt euch nicht verblöden. Lest euch z.B. mal dieses Interview in der Jungen Freiheit durch. Das sollte auch der Blogautor tun:

      https://jungefreiheit.de/allgemein/2015/was-ich-will-ist-helfen/

      Hatte ich oben schon mal verlinkt. Ich bin nun gewiß kein Mitglied oder glühender Anhänger der AfD, aber was hier in Medien und Politik an Dämonisierung und Verdummung stattfindet, spottet wirklich jeder Beschreibung.

      Die DDR war gegen heutige Zustände eine lupenreine Demokratie. 🙂

      • „Die DDR war gegen heutige Zustände eine lupenreine Demokratie. :)“

        Wer das Behauptet, disqualifiziert sich selbst und zeigt, dass er zu blöde ist, ein Geschichtsbuch zu lesen, geschweige denn zu verstehen!

      • Wer das schreibt, hat wenig Sinn für Satire.

        Ich kenne die DDR von innen. Vertrau‘ mir. Ich weiß, wovon ich rede.

        Ansonsten: Hier ein Surftip für dich: http://www.metropolico.org/

        • „Wer das schreibt, hat wenig Sinn für Satire.“

          Wenig Sinn für Realität ist wohl eher bei dem zu verorten, der unironisch JF gut findet, dieses rechtsextreme Anbeissfutter.

          „Ich kenne die DDR von innen. Vertrau’ mir. Ich weiß, wovon ich rede.“

          Auch wieder ganz „satirisch“? Na, bis zu DDR-Zuständen wär´s noch ein langer Weg, zum Glück.

        • Glaube mir, ich weiss es auch!

          Und dein Link sagt dazu auch nix.

        • Sie DDR Führung hat für ihr Volk getan was unter den wirtschaftlichen Umständen möglich war.
          Nie wäre sie derart verbrecherisch gewesen ihr Volk langfristig auszurotten -worauf es heute ja hinausläuft.
          In der DDR gab es Mitte der 80er eine GESAMTKRIMINALITÄT wie im damaligen Frankfurt am Main (da saßen Totschläger und Kinderficker im Knast) -wird heut auch gern verschwiegen.
          War sicher nicht das Gelbe vom Ei aber das ist die BRD erstrecht nicht.
          Der berühmte Wohlstand existiert seit Jahren nurnoch auf Pump und virtueller Geldschöpfung -das knallt bald.

        • @ Frank
          Geh doch nach Russland. Da müssen für Dich paradiesische Zustände herrschen.

        • „Sie DDR Führung hat für ihr Volk getan was unter den wirtschaftlichen Umständen möglich war.“

          Was für ein absurder Schwachsinn. Die wirtschaftlichen Umstände waren die direkte Folge der DDR-Führung.

          „Nie wäre sie derart verbrecherisch gewesen ihr Volk langfristig auszurotten -worauf es heute ja hinausläuft.“

          Die BRD-Regierung verbietet Dir nicht, Dich fortzupflanzen. Das Potential das deutsche Volk zu erhalten liegt bei Dir und allen anderen Deutschen. Nutze es, wenn es Dir so wichtig ist!

          „In der DDR gab es Mitte der 80er eine GESAMTKRIMINALITÄT wie im damaligen Frankfurt am Main (da saßen Totschläger und Kinderficker im Knast)“

          Und jeder der den Mund aufgemacht hat, oder über die Grenze wollte.

          „War sicher nicht das Gelbe vom Ei aber das ist die BRD erstrecht nicht.“

          Dann wandere aus! Gibt genügend repressive Staaten auf der Welt, die Dich mit Kusshand nehmen würden.

        • @ Alex

          Ja ich finde die „Junge Freiheit“ ganz unironisch gut.

          Jetzt liegt es noch an dir, darzulegen, warum diese Zeitung rechtsextrem sei.

          Nur vorab, ich glaube, daß du für diese These nicht die geringsten Belege liefern kannst.

          Leute wie du sollten der Männerbewegung fernbleiben, denn dieser geht es um ein Mehr an Wahrheit.

          Ansonsten kann ich den anderen die JF nur empfehlen. Sie ist konservativ auf eine angenehm intellektuelle Weise.

          Ist schon traurig, was für Hampelmänner bei uns aufkreuzen. Wie kleine Kinder – oder Pegida-Gegendemonstranten. 🙂

          Alex und Mike können ja mal auf einen aktuellen „rechtsextremen“ Artikel der JF verlinken.

          Bis dahin war Mars One wohl erfolgreich.

          BREAKING NEWS: Der Mars ist rechtsextrem!

        • Adrian

          Nicht jeder sucht sein Heil dort wo es ihm augenscheinlich am besten passt.
          Heimat und Vaterland sind dir als Wessi natürlich Fremdworte- ihr wurdet von Kleinauf mit Konsumdenken und Schuldkomplex geimpft -alles ist besser als das eigene Volk…. äh tschuldugung -heißt natürlich Bevölkerung!
          Bloß keine Kinder machen -Selbstverwirklichung, Teeny bis zur Rente, Snowborden jiiiipi

        • Junge Freiheit und Sezession zähle Ich beide zu den intellektuellsten und informativsten Magazinen am deutschen Zeitungsmarkt. Besonders da die auch nicht westliche Philosophen wie Yukio Mishima besprechen.

        • @ Frank

          „Heimat und Vaterland sind dir als Wessi natürlich Fremdworte-“

          Adrian ist „Ossi“, kein „Wessi“ 😉

        • „Bloß keine Kinder machen“

          Hey ich versuche es ja, aber bislang ist noch kein Mann schwanger geworden 🙂

  25. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sexualitaet-im-islam-interview-mit-shereen-el-feki-a-1072533.html

    „Mohammed war in gewisser Weise Feminist“

    „Je ausgeschlossener sich die Männer fühlen, desto wahrscheinlicher werden Übergriffe. Das Ausgeschlossensein führt ja nur die Frustration weiter, die schon in den Heimatländern erlebt wurde. Mit Bildung und Therapie kann man Einstellungen von Männern ändern – wenn sie noch jung sind und selbst dann, wenn sie mit Gewalt aufgewachsen sind. “

    Das Ausgeschlossen-Sein kommt aber oft einfach durchs Verhalten. Ausgeschlossen ist nämlich primär ein ganz bestimmter Typus, der in diesem Michael Kuhr Video sehrgut dargestellt wurde, auch wenn das Schauspielerei ist.

    Und genau das ist auch der Typus, der am meisten „Respekt“ will, was nur halt für Nicht-forensische-Therapeuten schwierig sein kann^^

    „Hier erkenne ich bisher keine klare Idee, sondern viel Übereiltes. Wenn Flüchtlinge plötzlich nicht mehr ins Schwimmbad gelassen werden und über härtere Abschiebungsregeln diskutiert wird, ist das natürlich auf gewisse Weise die unausweichliche Konsequenz von Köln. Aber solche Aktionen helfen keinem. Auch, weil klar ist: Wenn Deutschland junge Männer in ihre Länder zurückschickt, produziert es erstklassiges Rekrutierungsmaterial für extremistische Bewegungen. Die, die die sich hier abgelehnt fühlen, werden nicht einfach friedlich heimkehren. „

    • Wirklich ein unfassbar dummer Artikel. Und das der Spiegel sowas veröffentlicht, zeigt, wozu dieses Blatt inzwischen verkommen ist.

  26. zunächst mal kurz zu unserer kanzlerin:

    nach fukushima hat sie zum wenigstens zweiten male in ihrer politikkarriere ihre eigentlichen kompetenzen bzw. machtbefugnisse überschritten und im alleingang die bisherig von ihrer partei vertretene linie – im prinzip – verworfen. den ruf als derzeit einflussreichste europäische führungsfigur hat sie wahrlich nicht zu unrecht. ihr pensum ist erfurchterregend (yep, soweit würd ich da gehen), und sie wird von jahr zu jahr besser weil lockerer.
    ganz famos – auch um sie als person einschätzen zu können – fand ich sie u.a. in dieser runde:

    http://www.bundeskanzlerin.de/SiteGlobals/Forms/Webs/BKin/Suche/DE/Solr_Mediathek_formular.html?cat=videos&id=1642728&doctype=Video

    wenn sie nicht will – und das nehme ich aufs stärkste an -, dass stimmen an die afd wandern, müsste sie zunächst mal

    – schäubles jüngsten idee eine absage erteilen

    – unbedingt stärker als bisher den aspekt krise als auch und gerade inlands-konjunkturprogramm betonen

    – könnte – jetzt nach davos und so – vielleicht mal erwähnen, dass das bge eine interessante idee zu sein scheint, die natürlich einen massiven umbau/verschlankung unseres staatsapparats bedeutete usw.

    wir können eigentlich nicht viel mehr tun, als niemals zuzulassen, dass einseitig nur über vermeintlich neue formen und/oder ausmaße sogenannter ausländerkriminalität berichtet wird, ohne nicht auch zuallermindest die rechtsgerichteten straftaten mitzunennen und hier aufklärung zu verlangen

    und überhaupt müssen wir versuchen, uns richtig zu informieren

    die rechten pateien inkl. seehofer-csu zurückzudrängen wird schwierig werden, aber: wir schaffen das 😉

    • „könnte – jetzt nach davos und so – vielleicht mal erwähnen, dass das bge eine interessante idee zu sein scheint, die natürlich einen massiven umbau/verschlankung unseres staatsapparats bedeutete “

      Klar, zusätzlich zu den offenen Grenzen führen wir noch ein BGE ein, das wird dann erst richtig lustig in Deutschland. 🙂

      • ich sagte bereits, das ist eine globale aufgabe bzw. problemlösungsstrategie, aber eigentlich wollen viele irgendwie jetzt mal irgendwo den anfang machen, das ist ein euphorisierender trend.

        die wirtschaft braucht überwiegend konsumenten, die bestenfalls auch noch nicht übersättigt sind wie die meisten von uns.

        und ich bin schon sehr gespannt, welche kulinarischen bereicherungen uns demnächst erfreuen werden 🙂

        löse dich willentlich von 1.Mose 3 (im schweiße deines angesichts sollst du dein brot essen) und 2.Thess 3 (wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen)
        und du tust einen schritt hin zu mehr wahrhaftigkeit.
        unter keinen umständen ist nämlich denkbar, dass dieser maßstab dir angelegt wurde. also.

        • du kommst mit der genesis, ;!? sollte dir der, einer gewissen selbstironie entbehrende kontext, nämlich die erbsünde selbst nicht bekannt sein, erlaube ich mir ihn kurz zu umreißen:

          im garten eden gab es alles im überfluß. man lebte kindlich unbeschwert, sorgenfrei und NACKT. es war nur untersagt vom ampfelbaum der erkenntnis und dem baum des ewigen lebens zu kosten.

          das unglück nahm seinen lauf. die schlange weckte evas verlangen und lust auf den apfel der erkenntnis, der neid auf gott, den gesckmack nicht zu kennen, ließ sie von dem apfel der erkenntnis kosten. nun verführte sie adam und als sie sich erkannten verhüllten sie ihre scham mit einem feigenblatt.

          als gott am abend kam, erkannte er das unheil. um zu verhindern, dass das menschenpaar auch vom baum des ewigen lebens kostet, verbannte er alle aus dem paradies und verhängte folgende strafen:

          die schlange verlor arme und beine, um fortan ihr leben lang auf dem bauch im staub kriechen zu müssen.

          eva würde unter schmerzen kinder gebären, und sie wird nach einem mann verlangen, aber sie wird ihm untertan sein.

          und der mann musste fortan zur strafe sein täglich brot im schweise seines angesichts verdienen!

    • oh nein, das wichtigste fehlt

      und überhaupt

      manches ist natürlich einfach

      • Genau wie im Feminismus. Getürkte Stats.

        • das bundesinnenministerium, steht da ja.
          eher unwahrscheinlich, dass die zahlen dieser gruppe übertreiben, der logik nach.

        • Die übertreiben natürlich nicht. Jedenfalls nicht wenn man weiß, dass jeder einzelne dummblöde Nazi-Flyer eine Straftat darstellt.

        • na gut, dann beschränken wir uns eben auf:

          „Mitte Dezember teilte das BKA mit, dass sich die Zahl der Straftaten gegenüber 2014 im Jahr 2015 mehr als vervierfacht habe. Bis zum 7. Dezember seien 817 Fälle (darunter 133 Gewaltdelikte) registriert worden, davon mindestens 733 Attacken von rechtsmotivierten Tätern.[65] Vorläufig gibt das BKA die Gesamtzahl der Übergriffe für 2015 mit 887 an.“

          https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Angriffen_auf_Fl%C3%BCchtlinge_und_Fl%C3%BCchtlingsunterk%C3%BCnfte_in_Deutschland#2015

          und nein, natürlich haben wir noch immer keine zuverlässigen enddaten.
          aber sorgen wegen dieser menschenfeinde müssen wir uns leider wirklich. wie sind die therapierbar?

        • Auf was willst du eigentlich hinaus? Die Gewalttaten linker und rechter Chaoten steigen seit Jahren an.

          Wo sitzen eigentlich die Menschenfeinde, die ohne mit der Wimper zu zucken in Deutschland jährlich 10-15k Tote durch Krankenhausinfektion billigend in Kauf nehmen? Die DGKH spricht sogar von jährlich 40k Toten. Nur in Deutschland.

          Das Abendland geht ganz sicher unter. Wahlweise durch recht oder linke Gewalt und ganz neu islamische Invasion aus Nahost.

      • „Wirtschaftsflüchtlinge heißen so, weil sie wegen den Auswirkungen der westlichen Wirtschaftspolitik fliehen.“

        Nein duie fiehen vor ihrer eigenen Unfägkeit und ihrem Unwillen, zu lernen und ihr Verhalten zu ändern.

        „It is as though someone senses deep down that he is a failure in the present, in the world he knows and has been brought up in, but is goaded into desperate self-assertion, first by the constant reminder of how wonderful and glorious his ancestors where; and second, by the image of apparently omnipotent outsiders, who effortless sweep him aside in every real or imagined confrontation. These two factors combine into an ideologiocal apology for his own impotence: his people would be glorious, his state would be all-powerful, but for the machinations oft he imperialists (or the Great Satan, which amounts tot he same thing). What has now happened is that this person´s very identity has become constructed in a totally negative way: he is who he is because of who he hates, not because of who he loves or is in solidarity with.“

        Kanan Makiya, Crulety and Silence. War, Tyranny, Uprising, and the Arab World. 1993, p.236

      • 45 bis 50-jährige männer sind aber mit absoluter sicherheit nicht mehr jung. mittelalt lass ich gelten.
        und „kampfalter“, srsly?

        achte auf deine gedanken, denn …
        kannst dus vervollständigen?

        • Sie Drücken sich davor, als helden für die Befreiung ihres Vaterlandes verheizt zu werden?
          Das heisst, sie sollen entweder für den wahnsinnig demokratischen Assad streiten oder für die ach so westlich gesonnenen „gemäßigten Milizen“… und sich nicht feige zu uns flüchten, blos weil sie Angst um ihr bisschen Leben haben.

          Allergiehinweis: Kann Spuren von Ironie enthalten.

  27. Es mag zwar wahrscheinlich etwas komisch klingen, aber in Betracht auf die Frage hin würde ich das so sehen:

    Es wurde jahrzehntlang eine Politik betrieben, die von einer „Peace & Happiness“-Agenda ausgeht, die illusorisch ist. Frauen sind auf Grund ihrer – vom Durchschnitt aus betrachtet – Konsitution für diese Konzeption empfänglicher als Männer und eher geneigt, diese zu glauben. Männer hingegen zweifeln instinktiv die Realisierbarkeit als auch den Realismus dieser Vorstellung an, weil sie selbst wissen, wie schnell und worum sie sich miteinander prügeln.

    Diese kritischen Gegenstimmen wurden immer wieder verneint, verhöhnt und in eine menschenverachtenden Ecke geschoben, obwohl ein guter Teil diese Eingliederung auf Grund ihrer jeweiligen Ansichten nicht verdient hatte.
    Dies ist jetzt der Boomerang davon.

    Allerdings hat sich das Totschweigen und das Ignorieren so weit fortgesetzt, dass sich ein guter Teil, der vorher noch gemäßigteren Ansichten gefolgt ist, radikalisiert hat und jetzt auf der Seite von weitaus hartgesotteneren Aktivisten kämpft.
    Mal abgesehen davon, dass das Ignorieren weiter stattfindet und sich keiner, der gemäßigter ist, dieser Problematik annimmt und sie versucht, in eine andere Richtung zu lenken.

    Kurz ausgedrückt: Wenn man einen Teil seiner Bevölkerung von der Teilhabe und von der Mitbestimmung ausschließt oder verdrängt, dann braucht man sich zu wundern, wenn plötzlich eine Guerilla mit eigenen Werten und Vorstellungen vor einem steht.
    Wo Regeln der anderen ihren Einfluss verlieren, dort entwickelt sich eben etwas anderes, was nach seinen eigenen Regeln funktioniert.
    Und das scheint wohl offensichtlich bei einem Teil der männlichen Bevölkerung der Fall zu sein, sonst würden sie sich nicht überdruchschnittlich vom Programm der AFD angesprochen fühlen.

  28. Wennn eine Politikerkaste ihr eigenes Unvermögen als „alternativlos“ bezeichnet, dann ist die einzig angemessene Frage diese:
    „Wie kann es sein, dass irgendjemand eine Partei die sich als „Alternative ..“ benennt nicht wählt.


    Btr: Geschlechtsspezifisch:
    “ So stammen AfD-Anhänger eher aus der Ober- und Mittelschicht mit relativ hohem Einkommen und entsprechend hoher Schulbildung“

    Naheliegende Sprache:
    Ist die Chance, dass ein männlicher Manager die afd wählen will anders, als dass ein ein weiblicher Manager die afd wählen will?

    Ich fände es völlig plausibel, wenn hier schlicht simpsons paradoxon greift, nämlich dass die entscheidenden Kriterien („Leistungsträger“ (oder Enttäuschter)) sind. Nicht aber die Geschlechtszugehörigkeiten.
    Da diese Hauptgruppen aber unterschiedliche Geschlechtsverhältnisse aufweisen, schlägt dies durch.
    (reine Hypothese von mir)

    Wie man als „linker“ Mensch afd wählen kann?
    Ähnlich wie oben: Ist die völkische Einstellung der afd nicht ein kleines Übel verglichen mit der Menschenfeindlichkeit der etablierten Parteien?

    • weil deine essentielle frage, den kern unseres gesellschaftlichen problems so wunderbar beschreibt, muss ich dich, etwas entpolemisiert und beautified zitieren, alex ii:

      wenn die gesamte politische führung Deutschlands ihre handlungen als alternativlos bezeichnet, dann ist die einzig angemessene Frage, die sich jeder wähler beantworten muss, warum er eine partei, die sich als „Alternative“ bezeichnet, nicht wählt.

      dabei ist es völlig irrelevant, ob man die handlungen der politischen führung gutheißt oder nicht. allein die tatsache, dass die politische führung keine handlungsspielräume darstellt, belegt dass, die parteipolitiker ihrem grundgesetzlichen auftrag die demokratische Willensbildung zu befördern, nicht nachkommen, ihn gar behindert.

      darüberhinaus ist es höchst unprofessionell keine alternativen pläne zu haben, denn nur so lassen sich chancen und risiken von handlungen vergleichen. erst wenn man die erste handlungsalternative erkennt, hat man die chance etwas besser zu machen, als unsere alternativlose politische führung.

  29. Habe noch gerade das entdeckt (ROFL):
    http://www.der-postillon.com/2016/01/groteil-der-wahler-sind-manner-afd.html

  30. „[Von den befragten AFD-Wählern] vertraten 26 (50 %) gemäß Einstufungsmuster der Mitte-Studie ausländerfeindliche, 15 (29 %) chauvinistische (überheblich nationalistische) und 7 (13 %) antisemitische Ansichten. […] stimmten gemäß Einstufungsmuster der Umfrage überdurchschnittlich viele chauvinistischen (41 %), ausländerfeindlichen (16 %) und den Nationalsozialismus verharmlosenden (14 %) Aussagen zu.“

    Um diese Ergebnisse angemessen beurteilen zu können, müsste man wissen, was denn diese „Einstufungsmuster“ genau besagen. Bei Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung und des „Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung“ der Uni Leipzig halte ich es für sehr gut möglich, dass diese Einstufungsmuster auch Aussagen, die man durchaus für vertreten kann, als ausländerfeindlich und chauvinistisch einordnen.
    Gibt es dazu irgendwelche weiterführenden Erkenntnisse?

  31. Weil mir hier zuviel rechtspopulistischer Mumpitz umherwabert, möchte ich noch einmal klarstellen, warum ich gegen die derzeitige Asyl- und Einwanderungspolitik bin:

    Ich fürchte ein Ende des liberalen Staates Deutschland und ein Ende der liberalen westlichen Welt durch eine schleichende Islamisierung, durch den Import archaischer Bräuche und Religionen. Als liberaler Hippi-Homo kommt mir da das Grausen.

    • Wenigstens ein positiver Aspekt der derzeitigen Invasion.

      Ich sehe hier keinen „rechtspopulistischen Mumpitz“. Was ist denn „rechtspopulistisch“?

      Eine Sprachschablone?

    • Die Deutschen brauchen keine Muslime, um die Freiheit zu Grunde zu richten. Das schaffen unsere Politiker mit ihrer Umverteilung, Überwachung, Denkverboten etc. leider schon ganz allein.

      • I agree.

        • … eine million junger, unzufriedener, lediger, ghettoisierter, konservativer muslime, könnten helfen unsere gesellschaft/freihheit schneller zu grunde zu richten, als unsere politiker allein, nur mit den mitteln der eu ausgestattet, es könnten, oder etwa nicht?

          tatsächlich, bilde ich mir ein es irgendwie gelernt zu haben, mit unseren politikern klar zu kommen. so schlecht geht es uns jetzt auch wieder nicht. und jetzt argumentiere ich mal wieder rechtspopulistisch und diskriminiere wahrscheinlich auch die bezeichneten flüchtlinge, indem ich feststelle, dass ich mir nicht sicher bin, ob das zusammenleben auch so gut mit diesen flüchtlingen klappt. jetzt war ich doch angstbürger.

      • Für die totale Überwachung, Bargeldverbot, Einschränkung der Bürgerrechte /Freiheit muss man aber erstmal ne Grundlage (Angst) schaffen.
        Da reicht es nicht drauf zu verweisen das am Arsch der Welt Bomben hochgehn und Köpfe runtergesäbelt werden -Nein -man muß die Bevölkerung real in Angst versetzen -also derlei ins Land importieren!

    • Ein zurück zur religiösen sexuellen Repression wird es nicht geben. Da müssten die Menschen vergessen, dass es den Teufel gar nicht gibt. Das passiert nicht so einfach.

  32. Hat eigentlich irgendwer mal die Zahlen direkt zu gesicht bekommen? Also die Umfrageergebnisse?

  33. „Die Wahl dieser Partei [der AFD] betrachten viele Bürger offensichtlich zur Zeit als die einzige Möglichkeit, um ihr Mitspracherecht in einer zentralen Frage der deutschen Politik auszudrücken.“

    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-anne-will-ist-die-afd-das-problem-der-deutschen-fluechtlingspolitik-14032557-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Was Merkel macht ist demokratietheoretisch problematisch. Eine so weitreichende Entscheidungen hätte eigentlich dem Parlament oblegen; übrigens auch hinsichtlich der finanziellen Folgen.

    Zugleich wird diese einsame Entscheidung bundesweite Verteilung der Migranten in der Lebenswelt der Bürger sichtbar, und besonders sichtbar in den Regionen, wo bisher wenig Menschen mit Migrationshintergrund gelebt haben.Zugleich wird den Bürgern jegliche demokratische Mitsprache dabei verweigert, und die Unterkünfte von den Verwaltungen oft als Geheimprojekte durchgesetzt.

    Zugleich sieht man an den Nachbarländern, daß das seitens Merkel als alternativlos verkaufte Projekt keinesfalls alternativlos ist. D.h. Ohnmacht, fehlende demokratische Mitsprachemöglichkeit und für Dumm verkauft werden ist schon heftig. Ich wage die Behauptung, daß viele Brandstiftungen unterblieben wären, hätte man eine reale Bürgerbeteiligung eingräumt und der potentielle Brandstifter hätte daraus ersehen, daß die Mehrheit seiner lokalen Mitbürger das Projekt will.

    Zur Männer/Frauendifferenz:
    – Empathie ist eher weiblich besetzt
    – Risiken/Folgenabschätzung ist eher männlich-rational besetzt
    – eventuelles Revierverteidigungsverhalten obliegt Männern

  34. angesichts des umstands, dass just gestern 130 milliarden euro angekündigt wurden, die bis 2020 in die bundeswehr investiert werden sollen zusätzlich zum laufenden etat
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-01/bundeswehr-ausruestung-material-andre-wuestner-ursula-von-der-leyen

    müssen wir auch erwähnen, dass es ein absoluter wahnsinn ist, was „unseren jungs“ da zugemutet wird:

    (+ Libyen wahrscheinlich)

    nur sollten wir dabei realistisch bleiben: unsere gewählten parlamente und national-bekannten politikernasen haben da im grunde alle keinen einfluss mehr drauf, siehe https://dejure.org/gesetze/EU/42.html ff

    es geht bei unseren wahlen diesbezüglich also nur um schadensbegrenzung, dessen sollte man sich bewusst sein.

    • waaa, 2030 natürlich, mein fehler

      die wette, dass wir laut derzeitigen planungen ab 2019 als schnelle speerspitze der nato an der seite des iran gegen saudi-arabien antreten sollen, halt ich aber (inkl. der befürchtung, dass israel dabei draufgehen könnte).

  35. Eine Kommentierung des Programms der AfD:
    http://kattascha.de/?p=1923

    • Ich bin ja neugierig was du damit sagen möchtest. @Christian

      • Dass sie da einiges rausgesucht hat, was ich auch nicht unterstützte und was dafür spricht, dass die afd auch in keiner weise männerfreundlich, sondern strikt konservativ ist

        • Du hast mitbekommen, dass es hier um den Landesverband BaWü handelt und das Programm entsprechend der Gegebenheiten in BaWü ausfallen muss?

          Natürlich sind die strikt konservativ. Nur kann man sich fragen, was davon eine Verschlechterung zum Status Quo darstellen würde.

          Ich greif mir jetzt einfach mal einen Tweet heraus:

          Original:

          Fairness gegenüber unseren Landwirten zeigen
          Wir lehnen die pauschale Verunglimpfung unserer Bauern, wie sie derzeit im Verbund mit dem Slogan der „Grünen Agrarwende“ zu hören ist, ab. Biologische und konventionelle Landwirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

          Die aktuellen Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft sind nicht den Bauern anzulasten, sondern durch politische Entscheidungen aller etablierten Parteien verursacht, dazu gehören die durch die Biogasförderung (EEG) verursachten Maiswüsten mit Erosion, Boden- und Wasserbelastung, die Massentierhaltung mit den Begleiterscheinungen Antibiotika-Einsatz und Tierquälerei, das Artensterben durch Flurbereinigungen und die Subventionierung von Großbetrieben. Die Politik muss es den Bauern ermöglichen, die Kulturlandschaft zu pflegen und mehr auf Produkt- und Umweltqualität als auf Massenproduktion zu setzen. Dies kann durch biologische, muss aber vor allem in der konventionellen Landwirtschaft geschehen, die bis auf Weiteres das Gros der Agrarproduktion ausmacht. Die Landwirtschaft darf durch überzogene Vorschriften eines falsch verstandenen Tierschutzes nicht geschädigt werden. Übergriffe auf Landwirte sind konsequent zu ahnden.

        • @HansG

          Natürlich wird es da auch vernünftige Passsagen geben. Auch solche die Kritik vorbringen, die man teilen kann, deswegen müssen aber deren Vorstellungen zur Lösung nicht richtig sein.
          Und auch wenn sie meinen, dass Tierschutz ein vernünftiges Maß haben muss und nicht überzogen sein darf, was je nach dem, was sie unter „vernünftig“ verstehen, durchaus rational sein kann, kann man sie ablehnen, weil sie eine Wehrpflicht für Männer einführen wollen und sowohl Homophob als auch transfeindlich sind und einem die konservative Vorstellung von den Geschlechterrollen nicht passt. Man kann ihnen sogar zustimmen, dass es eine „zuviel“ an Bezugnahmen auf Transsexualität in einem Bildungsplan geben kann muss man dennoch nicht ihre komplette Ablehnung dieses Komplexes gutheißen

        • kann man sie ablehnen, weil sie eine Wehrpflicht für Männer einführen wollen und sowohl Homophob als auch transfeindlich sind und einem die konservative Vorstellung von den Geschlechterrollen nicht passt.

          Die Wehrpflicht muss nicht eingeführt werden; sie wurde nur ausgesetzt. Ich gehe sogar davon aus, dass die Wehrpflicht absehbar, auch ohne AfD wieder reaktiviert wird. Gegenfrage: Welche andere Partei möchte die Wehrpflicht für alle?

          Sind sie als Ganzes den homophob bzw. transfeindlich? Einzelne Parteimitglieder mit Sicherheit. Die findet man auch in anderen Parteien. Ist z.B. die Union nur deshalb unwählbar?

          Wir respektieren die eingetragene Lebenspartnerschaft. Deren Gleichstellung mit der Ehe lehnen wir aber ab. Das Recht auf Adoption muss Ehepaaren vorbehalten bleiben. Wir sind fest davon überzeugt, dass es für das Wohl von Kindern und Jugendlichen am besten ist, wenn sie von Vater und Mutter umsorgt aufwachsen.

          Ja, klingt total nach einer Rückkehr zu §175. Mir ist natürlich klar, dass das den Wünschen der Queer-Community widerspricht. Allerdings sehe ich ebenso wenig ein Grundrecht auf ein Kind.

          Das hier könnte man auch auf einer Seite von Männerrechtlern lesen:

          Auf Grund der Rechtsprechung der Familiengerichte werden die Kinder in aller Regel den Müttern zugesprochen – der Verlust des Kontakts zu den Kindern trifft zu 95% die Väter. Ist eine Scheidung nicht zu vermeiden, bedarf es der gleichberechtigten Teilhabe am Sorgerecht und am Umgang z.B. durch das Wechselmodell. Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder die Nähe und Zuneigung ihrer Väter genauso wie die ihrer Mütter. Dem Schutz der Ehe muss durch Gesetzgeber und Justiz angemessen Rechnung getragen werden. Statt des reinen Zerrüttungsprinzips muss die Ursache des Scheiterns wieder berücksichtigt werden. Eine Ehescheidung darf für keinen der Ehepartner zum finanziellen Ruin führen. Gerichtsverfahren, die sich bis zu zehn Jahre hinziehen und fünf- bis sechsstellige Beträge verschlingen, sind unzumutbar und müssen verhindert werden.

          Auch ganz böse, weil könnte direkt von den Maskus sein:

          Jungen fördern
          Die AfD fordert eine das Potenzial von Jungen wertschätzende Bildung und Erziehung. Mädchen und Jungen sind gleichberechtigt zu behandeln und zu fördern.

          Jungen sind schon seit vielen Jahren die großen Verlierer unserer Gesellschaft. Kindergarten und Schule sind auf Mädchen zugeschnitten, Jungen erfahren eine strukturelle Benachteiligung. Dem ist entschlossen entgegenzuwirken. Zukünftige Familien brauchen nicht nur starke Frauen, sondern auch starke Männer.

          Die AfD will (traditionelle) Familien fördern. Damit verbunden ist auch eine Förderung der traditionellen Rollen. Dass alle anderen Lebensentwürfe damit unterdrückt oder abgeschafft werden sollen kann ich jedoch nirgends finden.

          muss man dennoch nicht ihre komplette Ablehnung dieses Komplexes gutheißen

          Maximalforderungen sind heutzutage Teil der Politik. Da lässt sich keine einzige Partei ausnehmen. Es gibt in Deutschland nur eine einzige Partei, die solche Forderungen auch durchsetzen kann. Das ist die CSU in Bayern, wenn es um Belange des Landes geht.

        • „Dass sie da einiges rausgesucht hat, was ich auch nicht unterstützte und was dafür spricht, dass die afd auch in keiner weise männerfreundlich, sondern strikt konservativ ist“

          Im Gegensatz dazu haben die herrschenden Parteien nur unterstützenswerte Positionen und überschlagen sich geradzu mit progressiver, männerfreundlicher Politik.

        • @JC Denton

          „Im Gegensatz dazu haben die herrschenden Parteien nur unterstützenswerte Positionen und überschlagen sich geradzu mit progressiver, männerfreundlicher Politik.“

          Das kann man natürlich dagegen halten. Aber selbst die CDU scheint mir jedenfalls nicht so deutlich die Männer in eine konservative Rolle drängen zu wollen.
          Ich lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.

          Was haben denn deiner meinunung nach die anderen Parteien für konkrete Positionen?

        • Im Gegensatz dazu haben die herrschenden Parteien nur unterstützenswerte Positionen und überschlagen sich geradzu mit progressiver, männerfreundlicher Politik.

          Darauf will Christian offensichtlich nicht eingehen. Die AfD hat ein paar Kröten im Programm, die er nicht schlucken will. Den Geschmack des etablierten Mists kennt man schließlich schon.

        • Aber selbst die CDU scheint mir jedenfalls nicht so deutlich die Männer in eine konservative Rolle drängen zu wollen.

          Woran machst du diese Behauptung eigentlich fest? Hörensagen? Vermutung?

        • „Was haben denn deiner meinunung nach die anderen Parteien für konkrete Positionen?“

          Die anderen Parteien vertreten mehr oder weniger streng feministische Positionen, also letztlich auch das traditionelle Modell (Mann als Beschützer und Versorger), nur ohne Vorteile für Männer. Ob da die AfD wirklich eine Verschlechterung darstellt möchte ich doch sehr bezweifeln. Und das sage ich als jemand, der das traditionelle Modell auch nicht als ideal ansieht und es erst recht nicht als Pflicht haben möchte.

        • Die afd will zwar ausdrücklich familien fördern, ist gegen die ehe-für-alle und möchte das bild von der hausfrau verbessern. Nun ist es schlicht der menschlichen natur und praktischen erwägungen geschuldet, dass die meisten familienväter für den Lebensunterhalt sorgen. Wenn es dieser druck ist,

          „Aber selbst die CDU scheint mir jedenfalls nicht so deutlich die Männer in eine konservative Rolle drängen zu wollen.“

          wäre es nicht richtig, die afd dafür verantwortlich zu machen, denn sie will allein familien fördern. Wie sich das paar die arbeit untereinander aufteilt ist irrelevant. Die tatsache, dass hausmänner nicht erwähnt werden, lässt sich damit entschuldigen, dass jetzt, defakto unter dieser abwertung fast nur hausfrauen leiden.

          Der von dir zurecht empfundene druck, christian, baut deine südländerin auf – habt ihr schon zukunftspläne geschmiedet 😍?Oder eben auch nicht. Den druck machst du dir dann selbst, da du nicht riskieren möchtest deinen potentiellen partner-pool dramatisch zu minimieren.

          Evolution, Statusaufbau halt, wegen sex und fortpflanzung eben, also das game-of-life, oder „there is nothing like a free lunch“, so wie es in der genesis steht „fortan sein täglich brot im schweiße seines angesichts verdienen“ – im mittel versteht sich.

          Den druck machst du dir selbst, christian.

    • „Eine Kommentierung des Programms der AfD:
      http://kattascha.de/?p=1923

      Ah, eine Stimme aus dem postdemokratischen NGO-Aktivismus, Piratenpartei. „Asyl für Snowden“ und ähnliche extremistische Spinnereien.

      Das sind die Leute, die „bedingungsloses“ Grundeinkommen fordern, strings attached, aber dann so bigott sind, die ebenfalls miese Idee der Weiterführung von HartzIV für kommunalen Arbeit als „Zwangsarbeit“ zu bezeichnen. LOL

      Ach und herrjeh, wenn die AfD Einfluss auf den ÖRR nähme, dann könnte sie ihren Mist wohl nicht mehr so schön da plazieren. Da kommen für mich auch beide Positionen nicht in Frage, nur die komplette Abschaffung des öffentlichen Rundfunks.

      usw usf.

      • @alex

        Auch Leute, die ansonsten blödsinnige Meinungen vertreten, können in ihrer Kritik an anderer Stelle ja durchaus recht haben.

        • auch eine stehengebliebene Uhr zeigt ja zweimal am Tag die richtige Zeit an 🙂

        • @alex

          Was hättest du denn inhaltlich sonst an ihrer Kritik auszusetzen?

        • Von einem ökologischen Standpunkt aus ist der Standpunkt der problematischen Landwirtschaft und der Flächennutzung leider tatsächlich sehr vernachlässigt. Dies einfach so abzutun und den „Klimawandel“ vorzuschieben, zeigt mir, dass es der Frau überhaupt nicht um die Sache geht.

          Die Diskriminierung bei den Gleichstellungsbeauftragten ist Fakt, da lügt sie.

          Der Versuch der ideologischen Indoktrination mit „Sozialer Gerechtigkeit“ uä an den Schulen ist auch Fakt. Und abzulehnen, wenn auch die AfD hier mehr als zweifelhafe Einstelliungen zu hat.

          Lügnerisch ist auch die Bezeichnung Zwangsarbeit, bitte möge sie den Vorwurf doch erstmal an die SPD und diese bekanackten Ideen vom „Grundeinkommen“ richten, dann sehen wir weiter.

      • “Asyl für Snowden” und ähnliche extremistische Spinnereien.

        Bitte was?

        Ich finde die Kritikpunkte von Nocun sind sehr vernünftig formuliert und legitim.
        Finde ich sehr angenehm, dass jemand die AfD mal sachlich auseinandernimmt. Geht doch.

        Nocun ist mir bisher nicht negativ aufgefallen, sie scheint inhaltlich wie optisch zu bestechen 🙂

        Ich hoffe, sie gehört nicht zum Antifa-feministischen Gagaflügel, der die Piraten in die Knie gezwungen hat? Oder doch, Christian?

        • @david

          „Oder doch, Christian?“

          Kann ich nichts zu sagen

        • Jemandem „Asyl“ geben zu wollen, obwohl er sich eines Geheimnisverrats, also eines erheblichen Verbrechens, möglicherweise schuldig gemacht hat, ist eine Absurdität, die wohl nur aus tiefstem Antiamerikanismus kommen kann. Das Gesetz derart zu missachten ist im besten Sinne „extremistisch“, auch wenn diese Haltung weit verbreitet ist. Umso schlimmer.

        • erheblichen Verbrechens
          nur aus tiefstem Antiamerikanismus
          im besten Sinne “extremistisch”

          LOL. Also bei vielen Themen bist du ja echt gut zu gebrauchen. Aber bei anderen sowas wie ein neokonservativer Aluhutträger, der „guilt by association“ für ein gutes Argument hält.

          Ich bin sicher nicht antiamerikanisch, hielte aber aus individueller Sicht Asyl für Snowden für richtig.
          Als Realist und Pragmatiker ist es natürlich unvorstellbar, da eine Einzelperson mit einem sehr komplexen Fall eine Belastung unserer transatlantischen Beziehungen nicht wert ist.

        • Der Vorschlag mit dem Asyl war einfach nur widerrechtlich. Aber Verrat ist ja klasse, wenn der das Lieblingshassobjekt trifft.

          “guilt by association”

          Dieser Antiamerikanismus ist ein übles Krebsgeschwür und enthält ebenso Antisemitismus und die abartige Sympathie für den Islam. Hauptsache, man kann das Eigene damit schleifen und kaputtmachen.

        • Der Vorschlag mit dem Asyl war (…jumping to conclusiuons…)
          Dieser Antiamerikanismus ist ein übles Krebsgeschwür und enthält ebenso Antisemitismus und die abartige Sympathie für den Islam.

          Jeez.

    • Nur zum Thema Asyl/Flüchtlinge, das wohl für die meisten AfD-Wähler an erster Stelle stehen dürfte, sagt sie nichts. Schade eigentlich.

      • @el mocho

        Ich will nicht ausschließen, dass sie da was sagt, ich habe auch einiges weggelassen und allgemein sehr eilig kopiert

      • Wird wohl schon das Übliche „Kein Mensch ist illegal“ und „alle rein“, „der Islam ist ganz toll und unbedeklich“ sein. Das Übliche halt.

        • Denke ich auch, aber damit wird sie niemanden abhalten, AfD zu wählen, anders als evtl. mit den anderen Punkten.

        • Natürlich ist das alles nur selbstbezügliche Pose. Mir geht diese Selbststilisierung mittest des geliebten Feind „die Rechte“ auf den Geist.
          Sonst nehme ich der AfD eigentlich wenig bis nix ab, was die so verlautbaren. Vor allem die Opposition gegen den Euro fand ich immer besonders scheinheilig.

  36. ich möcht gern mal stichpunkte sammeln/abgleichen, wie schlimm es wirklich schon steht:

    – schutzsuchende dürfen enteignet werden inkl. familienschmuck

    – lokal bei mir scheint die anzahl rückläufig zu sein, und zwar absolut, jetzt berichten sie von 60-70 menschen weniger als noch im november m.e.n.

    – was ist eigentlich mit afghanistan? vor monaten hieß es, man wolle dahin abschieben, ungeachtet der tatsache, dass wieder mehr deutsche soldaten dort gebraucht würden und in manchen gebieten die taliban – gegen die wir seit verflucht mehr als einer dekade einen völkerrechtswidrigen angriffskrieg führen – erneut herrschen

    – die hotspots und die registriermaschinen (von siemens?), ein kapitel, das ich voll nicht durchblicke. wie genau muss ich mir die registrierung vorstellen, warum kosten die dinger so viel, warum sollen die so kompliziert zu bedienen sein, wie geht der weg eines menschen nach dem kontakt mit einer solchen im hotspot weiter, sprich: muss er oder sie trotzdem zu fuss weiter und in jedem neuen land und dann auch in der zielregion erneut registriert werden?

    ich fühle mich nicht wirklich gut informiert, obwohl ich meine, für eine karla normala/anna musterfrau wär ich schon recht bemüht.

    • schutzsuchende dürfen enteignet werden inkl. familienschmuck

      Hartz 4 – Beantragende auch. Immobilienbesitzer auch, FÜR die Flüchtlinge:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-beschlagnahmung-von-immobilien-das-duerfen-staedte-a-1056357.html

      Übrigens generell darf man nicht mit Bargeldsummen von über 10.000 Euro Grenzen überschreiten (ohne Pass schon gar nicht).

      lokal bei mir scheint die anzahl rückläufig zu sein, und zwar absolut, jetzt berichten sie von 60-70 menschen weniger als noch im november m.e.n.

      Schön wär’s. Dass gerade weniger kommen liegt am Winter. Es sind immernoch zehnmal mehr als letzten Januar. Summer is coming.

      was ist eigentlich mit afghanistan?

      Weite Teile Afghanistans sind so (un)sicher wie eh und je, auch nicht anders als z.B. Pakistan.

      die taliban – gegen die wir seit verflucht mehr als einer dekade einen völkerrechtswidrigen angriffskrieg führen

      (editiert: Bitte höflich bleiben)

      ich fühle mich nicht wirklich gut informiert

      Diesem scheinbar neuen Gefühl solltest du deutlich öfter trauen. Nahezu immer.

      Hast eigentlich wenigstens selbst schon was beigetragen, so ehrenamtlich mein ich? Also mal abgesehen von deinem ehrenamtlichen Engagement hier?

      • „Die Lawine kommt ins Rollen“
        https://www.bayernkurier.de/ausland/9630-die-lawine-kommt-ins-rollen
        „Ein Alarmsignal: In der Ägäis hat sich im Januar die Zahl der Migranten gegenüber dem Januar 2015 verzwanzigfacht. Ein Jahr lang haben potentielle Migranten von Afrika bis Asien zugeschaut, wie einfach der Weg über die Balkanroute ist. Jetzt machen sie sich auf den Weg. Die Europäer haben nur noch wenige Winterwochen, um die EU-Außengrenzen abzuriegeln. Sonst droht Dramatisches.“
        „Im Sommer 2015 war es für viele Migranten zwischen Westafrika und Südasien schlicht zu spät, um sich noch auf den Weg zu machen. Aber jetzt wissen sie genau, wie es geht und wohin sie müssen. Und machen sich auf den Weg ins gelobte Europa. Sie wären verrückt, wenn sie die vielleicht nur einmalige Chancen nicht nutzten. Nichts anderes bedeutet die Verzwanzigfachung der Ankömmlinge in Griechenland im Januar 2016. Französische Hinweise auf große Zahlen von Migranten aus dem Sudan oder griechische Berichte über immer mehr Afghanen und Nordafrikaner sind kein gutes Zeichen. Die Europäer müssen sich für das neue Jahr auf dramatische Zahlen gefasst machen.“

        • wird aber nicht passieren. Es wird nur weiter diskutiert und geredet und dann kommt wieder irgendein Scheißer und sagt „Obergrenzen sind unmenschlich, es wird mit der SPD o.ä. so eine Maßnahme nicht geben“ und dann gehen wieder Wochen ins Land in denen die Bevölkerung denkt, dass sie jetzt mal endlich in die Gänge kommen. Ich bin nur noch erschrocken.
          Und ich glaube, dass dei meisten „Kettenhunde“ und „xy attackiert Merkel“ bloß abgesprochen ist, zur Volksberuhigung, kommt ja nie was bei raus und nach der Ansage hält Seehofer oder wer auch immer die Klappe.

        • wie weit sind deine migrationspläne eigentlich fortgeschritten?

        • weit

        • heißt das, du befindest dich bereits nicht mehr auf deutschem boden und planst die deutsche staatsbürgerschaft demnächst aufzugeben, oder steckst du noch in der vorbereitungsphase?

        • und weil ich so neugierig bin:
          du bist nicht zufällig auch gebürtige DDRlerin?

        • @ ATacama

          Schau mal über den deutschen Tellerrand hinaus. Deutschland ist in Europa isoliert.

          Ist auch nicht so, dass sich die anderen Länder keine Sorgen machen. Die 600000 verschwundenen EInwanderer können auch in Frankreich oder woanders auftauchen (Nichtregistrierte profitieren schließlich nicht von Sozialleistungen).

        • Nichtregistrierte profitieren schließlich nicht von Sozialleistungen

          Was natürlich kein Problem ist, wenn diese Menschen ihr Überleben zwangsläufig durch Kriminalität sicherstellen.

        • @semikolon
          nein
          @ichichich

          Ja und? es werden alle nach D weiter leiten bis D kollabiert und dann kollabiert auch der Rest unter Umständen.

          „Die 600000 verschwundenen EInwanderer können auch in Frankreich oder woanders auftauche“

          Stimmt, die können plötzlich auftauchen wie Kai aus der Kiste und niemand weiß, wer die sind, was die vorhaben, warum sie keine Registrierung wollen.
          Ich habe auch gelesen, dass immer mal wieder Waffenlager von der Polizei entdeckt werden, wenn Menschen problemlos rüber können, können Waffen es doch auch.

        • „Was natürlich kein Problem ist, wenn diese Menschen ihr Überleben zwangsläufig durch Kriminalität sicherstellen.“

          Ja, dies aber nicht zwangsläufig in Deutschland.

        • Ja, dies aber nicht zwangsläufig in Deutschland.

          Was für andere europäische Staaten, im Gegensatz zu Deutschland natürlich kein Problem darstellt?

        • @ Atacama

          „Ja und? es werden alle nach D weiter leiten bis D kollabiert und dann kollabiert auch der Rest unter Umständen.“

          Deutschland ist selbst der Magnet, da braucht niemand anderes die Leute aktiv reinzuleiten bei offenen Außengrenzen und Binnengrenzen.

        • „Was für andere europäische Staaten, im Gegensatz zu Deutschland natürlich kein Problem darstellt?“

          Natürlich tut es das. Hab ich doch geschrieben.

        • „Ich habe auch gelesen, dass immer mal wieder Waffenlager von der Polizei entdeckt werden, wenn Menschen problemlos rüber können, können Waffen es doch auch.“

          Das wird noch ein richtiger Spaß:
          „IS rekrutiert Experten für Massenvernichtungswaffen“
          http://www.welt.de/politik/ausland/article149666311/IS-rekrutiert-Experten-fuer-Massenvernichtungswaffen.html
          „Die Terrormiliz IS soll Wissenschaftler für chemische, biologische und nukleare Waffen angeworben haben. Fachleute warnen, dass die Materialien bereits in die EU eingeführt worden sein könnten.“

        • nein… was?
          nein, du bist kein diktatur-gewächs, sondern aus anderen gründen zu deiner einstellung gekommen?
          nein, du bist leider leider noch immer in diesem schrecklichen land hier „gefangen“?
          nein, du willst deine staatsbürgerschaft nicht aufgeben, sondern suchst nur ein dir angenehmeres lebensumfeld?
          eine sehr unbefriedigende antwort war das.

        • Calais

        • „Ja und? es werden alle nach D weiter leiten bis D kollabiert und dann kollabiert auch der Rest unter Umständen.“

          Dieses D kollabiert nicht so schnell, keine Sorge. Vieles an der Aufnahme hier funktioniert nur so schlecht, weil es versäumt wurde Ressourcen (Geld, Personal und Material) dafür bereit zu stellen. Und das in einer Situation, wo Schäuble fette schwarze Zahlen schreibt und Deutschland sich Geld zu negativen Zinsen leihen kann.

          Aber die Länder auf der Balkanroute und vor allem Griechenland, die könnten tatsächlich kollabieren, wenn Deutschland die Grenzen zu macht. Und der Balkan ist ohnehin schon seit Jahrhunderten ein Problem wegen der Mischung aus Christen und Moslems. Niemand kann sagen, was dort passieren würde. Und deshalb nimmt lieber Deutschland die unvermeidliche Last.

        • „Dieses D kollabiert nicht so schnell, keine Sorge.“

          Achso, na wenn du das sagst.

          „Vieles an der Aufnahme hier funktioniert nur so schlecht, weil es versäumt wurde Ressourcen (Geld, Personal und Material) dafür bereit zu stellen. Und das in einer Situation, wo Schäuble fette schwarze Zahlen schreibt und Deutschland sich Geld zu negativen Zinsen leihen kann.“

          du musst mittelfristig denken. und die ganzen potentiellen (oder schon sichtbaren) indirekten Folgen einkalkulieren.

          „Und deshalb nimmt lieber Deutschland die unvermeidliche Last.

          Damit man aus Höflichkeit und Rücksichtnahme, dann so eine Mischung hier hat, wie zuvorkommend von uns.

        • ich erwarte eine stellungnahme. ich hab zwar nix dagegen, wenn du keine deutsche mehr sein willst, aber deine offensichtliche doppelmoral darf man dir nicht durchgehen lassen.

        • Europa ist eine WG. Deutschland schmeißt ne Riesen-Facebook-Party, lädt alle ein, die sich angesprochen fühlen. Die WG-Mitbewohner versuchen verzweifelt, sich in ihren Zimmern zu verbarrikadieren. Wie unsolidarisch von den Mitbewohnern. 😦

        • „nein… was?
          nein, du bist kein diktatur-gewächs,“

          Nein.

          „sondern aus anderen gründen zu deiner einstellung gekommen?“

          ja, ich bin aus anderen Gründen zu meiner Einstellung gekommen – Logik. Ich habe für mich eine mMn schlüssige Theorie entwickelt, warum ich die Situation sehr risikoreich sehe und das kann ich vor mir selbst und auch anderen gut vertreten.

          „nein, du bist leider leider noch immer in diesem schrecklichen land hier “gefangen”?
          nein, du willst deine staatsbürgerschaft nicht aufgeben, sondern suchst nur ein dir angenehmeres lebensumfeld?
          eine sehr unbefriedigende antwort war das.“

          Ich hatte nicht die Absicht, dich zu befriedigen.
          Ich suche mir ein Lebensumfeld wo etwas weniger dämliche Politiker sind. Dass man nicht so ohne weiteres seine Staatsbürgerschaft aufgibt (aufgeben kann), sollte klar sein.

        • „du musst mittelfristig denken. und die ganzen potentiellen (oder schon sichtbaren) indirekten Folgen einkalkulieren.“

          Das tue ich. Und komme zu dem Schluss, dass es besser ist, ein paar Millionen Syrer hier zu integrieren als ISIS in Belgrad stehen zu haben.

        • „ich erwarte eine stellungnahme. ich hab zwar nix dagegen, wenn du keine deutsche mehr sein willst, aber deine offensichtliche doppelmoral darf man dir nicht durchgehen lassen.“

          was für eine Doppelmoral? „keine Deutsche mehr sein wollen“, das klingt jetzt fast schon „völkisch“^^ muss man sich als Volksgruppenzugehörige Person immer im heimatland aufhalten, sonst darf man sich nicht mehr so nennen?

        • „Das tue ich. Und komme zu dem Schluss, dass es besser ist, ein paar Millionen Syrer hier zu integrieren als ISIS in Belgrad stehen zu haben.“

          1. es sind nicht nur Syrer, mittlerweile kommen die bis aus Bangladesh.
          2. was sagt dir, dass die Integration klappt und man nicht den IS hier stehen hat? Wieso sollten die sich mit Serbien zufrieden geben?

        • „Ich suche mir ein Lebensumfeld wo etwas weniger dämliche Politiker sind.“

          und da dachtest du spontan an die usa, logisch 😄

          btw das war übrigens trump zu der zeit, als er noch fast zurechnungsfähig war

          „Dass man nicht so ohne weiteres seine Staatsbürgerschaft aufgibt (aufgeben kann), sollte klar sein.“

          aber du würdest gerne so schnell wie möglich?
          ich drück dir die daumen für dieses vorhaben, ehrlich.

        • @ lh

          „Das tue ich. Und komme zu dem Schluss, dass es besser ist, ein paar Millionen Syrer hier zu integrieren als ISIS in Belgrad stehen zu haben.“

          Wenn Deutschland keine Millionen Syrer (Was ist eigentlich mit den Millionen Nordafrikanern, Irakern, Afghanen und Pakistanis, die noch kommen wollen?), dann breitet sich der IS bis nach Belgrad aus? Kannst du das vielleicht etwas weiter ausführen?

        • doppelmoral: du meinst aus deiner friedlichen heimat auswandern zu dürfen, aber menschen aus kriegsgebieten soll hier keine zuflucht gewährt werden, lieber sollen sie verrecken.
          asozialer gehts kaum noch.

        • „aber menschen aus kriegsgebieten soll hier keine zuflucht gewährt werden, lieber sollen sie verrecken.
          asozialer gehts kaum noch.“

          Das habe ich schon letzten Winter gehört.

          jaja die armen schutzsuchenden, flüchtenden, traumatisierten, die auch allesamt bzw. mehrheitlich asylberechtigt sind. Dass das Mehrheitlich Glücksritter, Räuber und Wohlstandsmigranten sind, ist ja egal. Sie verrecken, wenn wir sie nicht aufnehmen^^
          http://www.welt.de/politik/ausland/article151534833/EU-Kommissar-bezweifelt-Asylrecht-der-meisten-Fluechtlinge.html

          Es geht auch nicht darum, ob etwas „asozial“ ist. Die Realität interessiert sich nicht für solche Emotionalitäten und diese Denkweise (oder besser „Fühlweise“ ohne jegliches Denken) wird sicher nicht mehr ewig durchhalten hierzulande.

          Deutschland wird nicht aufnahmefähiger, nur weil es „moralisch geboten“ ist, wobei man sich halt auch fragen sollte, warum nur D, A, UK, Fr, Schweden und vielleicht noch etwas Finnland usw. alles abkriegen und Zuflucht gewähren (und bezahlen).

        • „doppelmoral: du meinst aus deiner friedlichen heimat auswandern zu dürfen, aber menschen aus kriegsgebieten soll hier keine zuflucht gewährt werden, lieber sollen sie verrecken.
          asozialer gehts kaum noch.“

          Bekanntlich herrscht ja überall auf der Welt Krieg, nur in Deutschland ist man sicher. Was machen wir richtig, was die anderen falsch machen? Muss die Welt doch am deutschen Wesen genesen?

        • Kannst du das vielleicht etwas weiter ausführen?

          Gerne: Die Situation ist, dass sich aufgrund des „großen arabischen Krieges“ unvermeidlich Millionen Flüchtlinge auf den Weg über den Balkan zu uns machen. Die Balkanstaaten selbst haben ihren Bürgerkrieg gerade 20 Jahre hinter sich. Und Griechenland, was gewissermaßen „das Tor zum Balkan“ ist, wurde durch Euro und Rettungspolitik ohnehin schon an den Rande eines gescheiterten Staates gebracht. Diese Staaten können allesamt so eine Flüchtlingswelle nicht auffangen. In Griechenland ist die Flüchtlingsversorgung schon vor 5 Jahren zusammengebrochen und ohne Geld wird sich da nichts ändern. Wenn diese Millionen Flüchtlinge in diese Länger kommen, dann ist die Gefahr sehr groß, dass es da zu sozialen Unruhen oder sogar dem Zusammenbruch halbwegs staatlicher Strukturen kommt. In Griechenland dürfte da nicht viel fehlen, da gab es schon vor 5 Jahren plündernde, hungrige Flüchtlinge in den Straßen.

          Die Erfahrung mit IS ist, dass der sich überall da ausbreitet, wo „Failed States“ existieren. Das sind nicht nur Syrien und Irak, sondern auch Libyen und andere Bereiche der Subsahara. Wenn man Griechenland und den Balkan fallen ließe, dann stünde auch ein Zipfel von Europa dafür auf einmal offen.

          Natürlich ist das ein Worst-Case-Szenario. Aber der „große arabische Krieg“ geht auch gerade erst richtig los.

          Was man natürlich machen muss ist, die zurückschicken, die keine Flüchtlinge dieses Krieges sind. Und die, die man nicht zurückschicken kann, schon beim Betreten europäischen Bodens mit den saften Armen der Bürokratie umfangen, damit keiner der Neuankömmlinge je auf den Gedanken kommt, er sei hier in einer rechtsfreien Zone und könne sich aufführen wie er will. Der Deal lautet Unterordnung unter das System und die Kultur gegen Schutz und Integration. Frau Merkel und Herr Schäuble waren vor allem zu wenig weitsichtig, um dafür die nötigen Ressourcen zu schaffen. Das ist das Regierungsversagen.

        • „Es geht auch nicht darum, ob etwas “asozial” ist. Die Realität interessiert sich nicht für solche Emotionalitäten und diese Denkweise (oder besser “Fühlweise” ohne jegliches Denken) wird sicher nicht mehr ewig durchhalten hierzulande.“

          Das Problem ist: Man kann realitätsfremde Politik ziemlich lange durchhalten, bis dann am Ende der große Knall kommt. Ist bei unserem Finanzsystem und der extremen Verschuldung auch nicht anders.

        • „doppelmoral: du meinst aus deiner friedlichen heimat auswandern zu dürfen, aber menschen aus kriegsgebieten soll hier keine zuflucht gewährt werden, lieber sollen sie verrecken.“

          sie sollen nicht verrecken. Sie sollen verstehen, dass es hier nichts für sie gibt, weil Merkel halt dumm ist und sich völlig verkalkuliert hat (wenn es kein Plan war/ist) weil es schon jetzt zuviele sind (+Familiennachzug) dass es hier keine Persoektiven für sie gibt, außer in ein neues Bürgerkriegs-Szenario hinein zu rutschen. Und dann in Länder gehen, die noch nicht so überlaufen sind. Es geht da ja auch noch nichtmal nur um Geld, es sind auch nur begrenzte personelle Ressourcen vorhanden.

          Die Irakerin in dem Video sagt, sie hat 11.000 Euro ausgegeben und dann gab es halt nichts als Turnhalle und Butterbrot, also sind sie wieder zurück. Mir tut das sehr leid für die Frau und mich ärgert diese Werbung unserer Politik auch deshalb maßlos, weil viele sich eben dann auf den Weg machen ohne in totaler Not zu sein, einfach weil sie denken, das könnte doch was sein. und dann sehen sie das Lageso und das Geld ist weg.
          http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-kehren-zurueck-ich-wuenschte-wir-waeren-einfach-ertrunken-1.2838662

          Je mehr es werden, desto weniger Intergationsarbeit kann (und muss) geleistet werden. Stell dir dch vor, du flüchtest nach Saudi Arabien und da gibts schon ne deutsche Community. Also ziehst du da hin.

        • „Dass das Mehrheitlich Glücksritter, Räuber und Wohlstandsmigranten sind, ist ja egal.“

          nicht von dir auf andere schließen

          „Sie verrecken, wenn wir sie nicht aufnehmen^^“

          was sollen die ironiezeichen? ab wievielen toten wärst du bereit mitgefühl zu entwickeln, wenn überhaupt?
          bist du für einen allgemeinen schießbefehl an den grenzen?
          das ist ja eine der hauptfrage eigentlich.

        • „Das Problem ist: Man kann realitätsfremde Politik ziemlich lange durchhalten, bis dann am Ende der große Knall kommt. Ist bei unserem Finanzsystem und der extremen Verschuldung auch nicht anders.“

          Und da verstehe ich Leute wie Semikolon eben nicht. Die wollen versuchen irgendwie improvisatorisch die Löcher zu stopfen, solange es irgendwie geht, blind für die Realität und wenn die Flasche dann leer ist, hat man dann aber vielleicht 5 oder 10 oder sonst wie viele Millionen statt nur 2. Und dann wird der Knall vermutlich noch schlimmer.

        • „Die Irakerin in dem Video sagt, sie hat 11.000 Euro ausgegeben und dann gab es halt nichts als Turnhalle und Butterbrot, also sind sie wieder zurück.“

          Da würde ich allerdings auch einen Reisemangel geltend machen und Minderung verlangen.

        • bist du für einen allgemeinen schießbefehl an den grenzen?

          Den brauchen wir nicht. Wozu auch? Die Migranten begeben sich doch absichtlich in den Zugriffsbereich europäischer Kräfte. An der innerdeutschen Grenze ging es ja gerade darum, zu verhindern, dass sich die Menschen den staatlichen Kräften entziehen.

          Die ankommenden Migranten kommen hauptsächlich über Österreich. Kein Mensch wird allen ernstes behaupten können, diesen Leuten würde dort Gefahr für Leib und Leben drohen. Was sollte also dagegen sprechen an der Grenze zu warten bis die Einreise genehmigt wird?

          Eine unberechtigte Einreise lässt sich nicht garantiert verhindern. Das ist auch nicht notwendig. Diejenigen, die ohne Registrierung erwischt werden können nach deutschem Gesetz verhaftet, angeklagt und als Störer der öffentlichen Ordnung inhaftiert oder direkt abgeschoben werden.

          Aber um deine Frage auch zu beantworten. Wenn fremde Kräfte versuchen sich gewaltsam Zugang zu einem Staatsgebiet zu verschaffen ist der Einsatz von angemessener Gewalt bis hin zum Schusswaffengebrauch nicht nur geboten, sondern zum Erhalt der Ordnung erforderlich.

          Invasive Kräfte kann man beim besten Willen nicht mehr als Flüchtlinge bezeichnen. Es kann schlicht nicht zu viel verlangt sein, dass sich Migranten an bestehende Gesetze halten.

        • „was sollen die ironiezeichen? ab wievielen toten wärst du bereit mitgefühl zu entwickeln, wenn überhaupt?“

          Je mehr tote, desto weniger Mitgefühl, weil es eine anonyme Masse ist, statt eine Einzelperson, die eine „Identität“ kriegt. Zumindest bei mir ist das so.
          Und wie gesagt, ich kaufe die Story mit dem „das sind fast alles kriegsflüchtlinge, die nur vor Bomben in Sicherheit sein wollen“ auch nicht. Dazu sinds halt zu viele aus Nicht-Kriegsgebieten.

          „bist du für einen allgemeinen schießbefehl an den grenzen?
          das ist ja eine der hauptfrage eigentlich.“

          ich bin für Zaunbau und primär für eine veränderte Rethorik, die deutlich macht, dass Deutschland langsam Probleme kriegt und keine weitere Zuwanderung mehr akzeptieren kann.
          Schießbefehl würde ich nur androhen, wenn nochmal sowas passiert wie in Mazedonien oder Ungarn im Sommer, Steine auf Polizisten Werfen und Ultimatum stellen, dass man angreift, wenn man nicht durchdarf. Dann würde ich sagen, dass ich das als kriegerischen Akt auffasse und entsprechend reagieren werde, wenn man sich nicht zurück zieht, da man in Europa nunmal nicht erwünscht ist. Damit bleiben ja immer noch zwei Alternativen für die Adressaten

          (editiert: aus bekannten Gründen)

          Aber für dich ist das sich er auch alles nur wieder Zeichen für Verzweiflung und Unterdrückung und nur asoziale haben kein Verständnis und so^^

          Und ehrlichgesagt bin ich auch der Meinung, dass die hiesige Polizei viel zu lasch ist.
          Weil die Polizei in deren Ländern ist das meistens nicht und vermutlich kann man Polizisten, die sich anders verhalten dann schlecht ernstnehmen. Weil ja sowieso jedwede Zivilisiertheit und Diplomatie als Schwäche wahrgenmmen wird.

          Im Spätsommer hieß es aus Pakistan, es würden plötzlich außergewöhnlich viele Reisepässe beantragt, weil Deutschland seine renzen geöffnet hat.
          Ohne offene Grenzen wären sie also da geblieben und nicht in Todesnot gewesen. Und jetzt stelle ich mir einfach vor, wie viele es von der Sorte wohl gibt.

        • hm ok, das klang zu harsch^^ So Sachen wie German Wings Absturz usw. sind mir auch nahe gegangen, aber generell ist es so, dass „Die kleine Frieda wurde ermordet, hier ein Bild“ mir mehr nahegeht als „6 tote bei Autoexplosion in Olumijuka“
          Ja vermutlich auch, weil es regional „näher“ dran ist, aber eben auch, weil man schneller eine Connection aufbaut, wenn man Portraits sieht.

        • Semikolon

          Der wirkliche Zynismus ist, dass dem UNHCR für die Fl…lingslager vor Ort Gelder fehlen, weil die massiv gekürzt worden sind.

          Das ist kurz vor der großen Flüchtlingswelle passiert. Deutschland hat für diese Fl…lingslager – man korrigiere mich ggf. – gar nichts gezahlt.

          Vor Ort könnte man für weniger Aufwand mehr Menschen helfen. Dort sind die Ärmsten und Schwächsten, die die Schlepper überhaupt nicht bezahlen können. Und die gehen den deutschen Ref–ees-welcome-Lobbyisten mal völlig am Arsch vorbei.

          Außerdem könntest du mal kritisieren, dass Saudi-Arabien, die Emirate usw. NULL Fl…linge aufnehmen. Das sind im Gegensatz zu Europa richtig reiche Länder.

        • „Je mehr tote, desto weniger Mitgefühl, weil es eine anonyme Masse ist“

          mehr muss man über dich nicht wissen.
          erschreckend.

        • test

        • @ lh

          „Die Situation ist, dass sich aufgrund des “großen arabischen Krieges” unvermeidlich Millionen Flüchtlinge auf den Weg über den Balkan zu uns machen.“

          „Unvermeidlich“? Das sehe ich anders.

          „Und Griechenland, was gewissermaßen “das Tor zum Balkan” ist, wurde durch Euro und Rettungspolitik ohnehin schon an den Rande eines gescheiterten Staates gebracht“

          An den Rand eines gescheiterten Staates hat sich Griechenland durch seine extreme Verschuldung und Korruptionselbst gebracht. Aber gut, das hilft jetzt auch nicht weiter.

          „Diese Staaten können allesamt so eine Flüchtlingswelle nicht auffangen.“

          Dann sollten sie versuchen, diese zu verhindern. Ist ja nicht so, als ginge das nicht.

          „In Griechenland ist die Flüchtlingsversorgung schon vor 5 Jahren zusammengebrochen und ohne Geld wird sich da nichts ändern.“

          Geld und Personal kann die EU liefern. Problem: Die griechische Regierung will das nicht, und das wird sich auch nicht ändern, solange sie die F-linge einfach weiter schicken kann.

          „Wenn diese Millionen Flüchtlinge in diese Länger kommen, dann ist die Gefahr sehr groß, dass es da zu sozialen Unruhen oder sogar dem Zusammenbruch halbwegs staatlicher Strukturen kommt.“

          Ja, diese Gefahr besteht. Deshalb sollte man auch alles tun, damit sie gar nicht erst ins Land kommen.

          „Die Erfahrung mit IS ist, dass der sich überall da ausbreitet, wo “Failed States” existieren. Das sind nicht nur Syrien und Irak, sondern auch Libyen und andere Bereiche der Subsahara. Wenn man Griechenland und den Balkan fallen ließe, dann stünde auch ein Zipfel von Europa dafür auf einmal offen. “

          Natürlich müssen Failed States unbedingt verhindert werden, notfalls mit Militäreinsatz.

          „Natürlich ist das ein Worst-Case-Szenario. Aber der “große arabische Krieg” geht auch gerade erst richtig los. “

          Ja, die eigentlichen großen Wanderungsbewegungen stehen uns noch bevor; auch im Rest Afrikas brodelt es schon. Deshalb sollten wir uns jetzt darauf vorbereiten. Mit Polizei, Militär und einer hohen Mauer.

          „Was man natürlich machen muss ist, die zurückschicken, die keine Flüchtlinge dieses Krieges sind. Und die, die man nicht zurückschicken kann, schon beim Betreten europäischen Bodens mit den saften Armen der Bürokratie umfangen, damit keiner der Neuankömmlinge je auf den Gedanken kommt, er sei hier in einer rechtsfreien Zone und könne sich aufführen wie er will. Der Deal lautet Unterordnung unter das System und die Kultur gegen Schutz und Integration.“

          Eine schöne Vorstellung, nur leider auf Grund der hohen Zahl der Neuankömmlinge und weiterhin offener Grenzen nicht umsetzbar.

          „Frau Merkel und Herr Schäuble waren vor allem zu wenig weitsichtig, um dafür die nötigen Ressourcen zu schaffen. Das ist das Regierungsversagen.“

          Und diese Totalversager sollen jetzt die integration von Millionen Syrern, Irakern, Afghanen etc. managen?

          Fassen wir mal zusammen: Es ist deiner Ansicht nach nicht möglich, F-lingswellen mit einem vernünftigen Grenzregime im europäischen Verbund abzuwehren, aber die Integration von Millionen unqualifizierten Muslimen, die innerhalb von ein paar Jahren einwandern werden, soll klappen? Und wenn sie nicht spuren, schicken wir sie einfach nach hause zurück?

          Get serious.

        • @JC: Dann mal zur Sache: Wie willst Du denn die Flüchtlingsboote vor Lesbos aufhalten? Sie zu Versenken ist nach gegebener Rechtslage nicht weniger als Mord.

          Und ja, ich halte die Integration für möglich. Gerade Syrer stehen westlichen Verhältnissen nicht so fern. iPhones & youporn sind attraktiver als der Islam.

        • „Sie zu Versenken ist nach gegebener Rechtslage nicht weniger als Mord.“

          Die Australier retten die Leute, bringen sie zurück und zerstören die Boote.
          Da wird niemand ermordet und nachdem sich das rumgesprochen hat, kommen auch keine mehr.

          Die Leute mit falschen Vorstellungen anzulocken, sich auf eine riskante Reise zu begeben, kostet viel mehr Menschenleben.

        • @ichichich: Sie in ein anderes Land zurückzubringen setzt das Einverständnis dieses anderen Landes voraus, oder man begeht selber einen kriegerischen Akt.

        • Sie in ein anderes Land zurückzubringen setzt das Einverständnis dieses anderen Landes voraus, oder man begeht selber einen kriegerischen Akt.

          Einreisewillige nicht ins Land zu lassen, sondern sicher zurück zu bringen ist ein kriegerischer Akt?

          Dann bleibt also doch nur die Alternative auf einen Invasionsversuch, der wohl zweifelsfrei ebenfalls einen kriegerischen Akt darstellt mit tödlicher Gewalt zu reagieren.

        • @Hans: Lies mal, wo das herkommt. An einer Seegrenze ist das nicht so einfach. Das untererlaubte Anlanden an fremdem Strand ist tatsächlich ein kriegerischer Akt, schon das unerlaubte Befahren der Hoheitsgewässer.

          Und übrigens: Es ist auch keine Invasion, wenn einzelne Menschen (und nicht Angehörige einer staatlichen Struktur) kommen.

        • „Und ja, ich halte die Integration für möglich. Gerade Syrer stehen westlichen Verhältnissen nicht so fern. iPhones & youporn sind attraktiver als der Islam.“

          Woher kommt dieser Optimismus, und was ist mit den Millionen Nichtsyrern?

          „Sie in ein anderes Land zurückzubringen setzt das Einverständnis dieses anderen Landes voraus, oder man begeht selber einen kriegerischen Akt.“

          Dann soll uns die Türkei eben den Krieg erklären.

        • Ich halte die Integration für möglich, weil ich etliche gut bis sehr gut integrierte Einwanderer und Einwandererkinder aus muslimischen Ländern kenne. Und ich sehe noch viel mehr jeden Tag auf der Straße. Das heißt nicht, dass es nicht auch schlecht integrierte gibt. Aber in der großen Mehrzahl scheint es zu gelingen.
          Und jenseits der Praxis glaube ich schlicht an die Attraktivität der „offenen Gesellschaft“ des liberalen Westens. Wenn man Menschen, egal wo sie herkommen, dabei mitspielen lässt, dann werden sie es jedem anderen System vorziehen – weil es besser ist.

          Ich glaube nicht, dass diese Gedankenspiele sonderlich weit führen. Aber die Türkei ist genau wie wir NATO-Mitglied. Da trifft man sich kurz in Brüssel. Der Amerikaner sagt: „Lasst den Scheiß“ und dann kannst Du Dir überlegen, ob Du es lassen willst, oder aus der NATO austreten und die Nuklearverteidigung in eigene Hände nehmen willst. Und wie der Herr Putin dann wohl über uns hier denken würde.

        • „Ich halte die Integration für möglich, weil ich etliche gut bis sehr gut integrierte Einwanderer und Einwandererkinder aus muslimischen Ländern kenne.“

          Tue ich auch, ich halte es trotzdem nicht für möglich, allein wegen der zahlenmäßigen Dimensionen.
          Und wegen der vergangenen Erfahrungen mit türkischen bis libanesischen Zuwanderern, die mMn vielfach nicht so rosig sind (ja, weil „wir“ sie nicht „mitmachen“ lassen).

          „Und wie der Herr Putin dann wohl über uns hier denken würde.“

          Putin würde das vermutlich cool finden.

          „Der Amerikaner sagt: “Lasst den Scheiß”“

          Dann würde ich sagen: Gerne, dann nenne mir eine Alternative, wir möchten und können nämlich keine weiteren mehr aufnehmen und alimentieren.
          Sollen wir jede Woche ein Kreuzfahrtschiff mit 800.000 Flüchtlingen pro Woche in die USA schicken und uns dann weigern, es zurück zu nehmen?

        • „Putin würde das vermutlich cool finden.“

          Natürlich. Der würde wochenlang feiern. Aber er wäre ein lausiger Staatsmann, wenn er daraus nicht Kapital schlagen würde – zu unserem Nachteil. Ich bin für eine deutsch-russische Partnerschaft und schätze den Herrn Putin sehr. Aber dafür muss man aus einer möglichst starken Verhandlungsposition heraus kommen.

          „Sollen wir jede Woche ein Kreuzfahrtschiff mit 800.000 Flüchtlingen pro Woche in die USA schicken und uns dann weigern, es zurück zu nehmen?“

          Mit dem Wörtchen „wir“ wäre das dann wieder ein kriegerischer Akt, gegen die USA wohlgemerkt. Du solltest nicht Bundeskanzlerin werden, Atacama. 😉

        • Lies mal, wo das herkommt

          Dazu habe ich bislang noch nichts gefunden. Vom Seerecht habe ich ehrlich gesagt auch kein Ahnung.

          Es ist auch keine Invasion, wenn einzelne Menschen kommen.

          Es geht längst nicht mehr um Einzelne sondern um Millionen pro Jahr.

          Ich glaube jedenfalls nicht, dass es völlig alternativlos sein soll, das einfach alles so hinzunehmen. Mir ist dabei natürlich klar, dass angemessene Maßnahmen nicht zwingend schön sein werden.

          Ich halte die Integration für möglich

          Natürlich ist Integration möglich. Ein schönes Beispiel war das Flüchtlingsmädchen Reem. Gerade deshalb ist es doch geradezu widersinnig unzählige Integrationsunwillige dulden zu müssen während Menschen, die tatsächlich eine Bereicherung darstellen könnten abgewiesen werden.

          Wenn man Menschen, egal wo sie herkommen, dabei mitspielen lässt, dann werden sie es jedem anderen System vorziehen – weil es besser ist.

          Natürlich. Dazu gehört aber auch eine Bringschuld der Migranten. Diese Menschen müssen dann auch zwingend die Rahmenbedingungen anerkennen und im eigenen Interesse verteidigen wollen.

          Und wie der Herr Putin dann wohl über uns hier denken würde.

          Russland hat seine eigene, mit dem Westen teilweise inkompatible Mentalität. Ich persönlich halte es geopolitisch für falsch Russland den Schwarzen Peter zuschieben zu wollen. Zu einem friedlichen Europa gehören auch gute Verhältnisse zu Russland. Selbst dann, wenn es Amerika nicht in den politischen Kram passt.

        • „Mit dem Wörtchen “wir” wäre das dann wieder ein kriegerischer Akt, gegen die USA wohlgemerkt. Du solltest nicht Bundeskanzlerin werden, Atacama. ;)“

          „Ich “ wäre aber wieder absolutistisch^^
          Außerdem ist es doch als Frage formuliert. Ihc würde das langsam aber mal wirklich ganz konkret fragen, wie die „internationale Gemeinschaft“ sich das vorstellt.
          Weil ist ja nicht so, als ob Deutschland in Syrien eingefallen wäre und das rumgeballert hätte. Ich würde also die Golfstaaten und die USA in die Pflicht nehmen und wenn die „nein“, sagen, weil sie (wie die Saudis angeblich) Angst vor gesellschaftlicher Destabilisierung haben, würde ich dann sagen „Ja, hat Deutschland mittlerweile auch. Also nehmen wir keine weiteren mehr auf. Wie soll Deutschland Ihrer Meinung nach damit umgehen, wenn weitere Einlaß und Alimentierung fordern und abgelehnte nicht zurückgenommen werden?

        • @ lh

          „Ich halte die Integration für möglich, weil ich etliche gut bis sehr gut integrierte Einwanderer und Einwandererkinder aus muslimischen Ländern kenne.“

          Ich vermute mal, gebildete Mittel- und Oberschicht, richtig?

          „Und ich sehe noch viel mehr jeden Tag auf der Straße. “

          Wow, du kannst den Leuten auf der Straße beim Vorbeigehen ansehen, ob sie gut integriert sind? So jemanden wie dich bräuchten wir unbedingt an der Grenze.

          „Das heißt nicht, dass es nicht auch schlecht integrierte gibt. Aber in der großen Mehrzahl scheint es zu gelingen.“

          Ganz entscheidend ist, wieviele in welchem Zeitraum kommen. 10 Millionen Einwanderer in 5 Jahren ist eine ganz andere Dimension als das, was wir in der Vergangenheit hier hatten.

          „Und jenseits der Praxis glaube ich schlicht an die Attraktivität der “offenen Gesellschaft” des liberalen Westens. Wenn man Menschen, egal wo sie herkommen, dabei mitspielen lässt, dann werden sie es jedem anderen System vorziehen – weil es besser ist.“

          Das setzt voraus, das sie mitspielen wollen und können, was auf Grund der mangelnden Qualifikation doch sehr zweifelhaft ist.

          „Ich glaube nicht, dass diese Gedankenspiele sonderlich weit führen. Aber die Türkei ist genau wie wir NATO-Mitglied.“

          ich denke auch nicht, dass uns die Türkei den Krieg erklären wird.

          „Da trifft man sich kurz in Brüssel. Der Amerikaner sagt: “Lasst den Scheiß” und dann kannst Du Dir überlegen, ob Du es lassen willst, oder aus der NATO austreten und die Nuklearverteidigung in eigene Hände nehmen willst.“

          Ja, da müssen sich die Amerikaner echt fragen, wessen Kooperation ihnen wichtiger ist: Die der Europäer oder die der Türken.

          „Und wie der Herr Putin dann wohl über uns hier denken würde.“

          Der Herr Putin schüttelt im Moment wahrscheinlich den Kopf, lacht sich tot, und verachtet uns für unsere Schwäche.

        • Aber womit in die Pflicht nehmen? Solche Dinge funktionieren allein nach Machtgesichtspunkten. Deutschland geht es in der Flüchtlingsproblematik in etwa wie Griechenland in der Eurokrise – wir haben die schlechten Karten.

          Und gerade Deutschland hat es in der Eurokrise erst salonfähig gemacht, knallhart durchzusetzen, was an eigenen Interessen möglich ist, anstatt für die gemeinsame Sache zu arbeiten, wie das die Achse Deutschland-Frankreich unter früheren Kanzlern (alles Männer!) getan hat. Und dann sind die Karten eben schlecht.

        • „Der Herr Putin schüttelt im Moment wahrscheinlich den Kopf, lacht sich tot, und verachtet uns für unsere Schwäche.“

          Leider nicht völlig grundlos.

          das hier ist übrigens eine schöne Putin-Parodie (der natürlich in Wahrheit ein Echsenmensch ist) aus Iron Sky

        • „Ein schönes Beispiel war das Flüchtlingsmädchen Reem. “

          wollte die nicht Israel weghaben von der Landkarte?^^
          Naja, sie ist ja noch jung.

        • “Ein schönes Beispiel war das Flüchtlingsmädchen Reem. ”

          wollte die nicht Israel weghaben von der Landkarte?^^
          Naja, sie ist ja noch jung.

          Könnte sein, habe ich jedoch definitiv nicht mitbekommen.

          Mir reichen schon die Tendenzen, die ich bei meinen eigenen Töchtern regelmäßig in geordnete Bahnen lenken muss. Vieles, was die nachplappern verstehen sie leider nicht einmal…

        • das ist wahr, als Italien und Griechenland Hilfe brauchten flü technisch, hat Deutschland sich auch taub gestellt.

          „Aber womit in die Pflicht nehmen? “

          z.B damit dass Deutschland alle noch kommenden direkt nach Griechenland an die Grenze zurück schickt (zynisch und geschmacklos, aber wenn die Deportation von Hunderttausenden „damals“ organisatorisch gut geklappt hat, müsste es doch auch möglich sein, das heute zu wiederholen, wie gesagt, an die EU Außengrenze. Flüchtlinge, die dann wieder loslaufen, werden wieder zurück gebracht und immer so weiter, bis sie keinen Bock mehr haben?
          Oder dass Deutschland seine Geldleistungen für Flüchtlinge auf ein minimum reduziert und sich nur noch aufs Essen Ausgeben beschränkt.
          Straftaten ab 1 Jahr auf Bewährung führen zur Abschiebung. Familiennachzug gibt es nur für Personen, die eine Festanstellung mit einem Gehalt das zur Ernährung ausreicht, vorweisen können.
          Die, die keinen Pass haben, werden irgendwo in Afrika abgeladen, wo man etwas Geld braucht, so wie Israel das macht. Dann wird sehr vielen sehr schnell einfallen, wer sie sind und wo sie herkommen, vermute ich.
          Aber noch besser wäre halt, man würde das Geld für einen Zaun in die Hand nehmen, dann ist man auch unabhängiger von dem Goodwill anderer und teurer als den ganzen Spaß bis hierhin zu finanzieren, kann so ein Zaun wohl kaum sein. Wenn die anderen EU Länder das auch machen, kommen bis D vermutlich nicht mehr so viele und wenn, fliegen sie postwendend wieder raus, sodass den Schleppern möglicherweise irgendwann die Kunden ausgehen.
          Und Arbeitslose, die sich für ein paar Kröten als Vater irgendeines afrikanischen Babys ausgeben, sollten überprüft werden und wenn die Vaterschaft nicht übereinstimmt – Knast für ihn und Abschiebung für die Frau wegen Betruges, das könnte dieses Schlupfloch schließen.

          Griechische Grenze ist immer noch EU, klar wird sich das dann stauen und für Griechenland und Türkei womöglich gefährlich, aber vielleicht wird dann auch mal interveniert. Weil, so wie es jetzt ist, wird Deutschland eine Bruchlandung hinlegen mMn.

        • atacama, los sags:
          wohin bist du „geflohen“ und warum genau?

        • „atacama, los sags:
          wohin bist du “geflohen” und warum genau?“

          Weil ich mit der Innen- und Außenpolitik absolut unzufrieden bin, weil ich mit der Bildungspolitik nicht zufrieden bin und weil ich Deutschland in diesem Zustand nicht zukunftsfähig sehe, weil Menschen wir mir von Politikerseite nahegelegt wurde, doch zu gehen, wenn es mir nicht passt und weil ich aus verschiedenen Gründen, die ich nicht schon wieder aufzählen möchte damit rechne, dass die Entwicklung noch schlimmer wird.
          Außerdem kann es dir doch egal sein, ob und wohin. Du bist doch mit der Situation hier offenbar zufrieden und kannst dich demnach freuen. Mich wundert nur, dass ein Mensch mit Kindern das so locker sehen kann. bei Merkel sagt man ja, ihr ist das alles egal, weil sie keine hat.

        • da wo du lebst/leben willst, ist all das also signifikant besser.
          das erklärt natürlich, warum du so ein staatsgeheimnis aus deiner wunsch-destination machst, nachher wollen da noch alle hin^^

          unglaublich – neben der tatsache, dass menschen wie atacama existieren – find ich auch, dass immer alle davon auszugehen scheinen, wer hier her käme aus einem islamistisch-beherrschten kriegs- oder krisengebiet wär automatisch auch moslem.
          es ist nicht unwahrscheinlich, dass etliche der schutzsuchenden gläubige christen sind, denn diese werden aufgrund ihrer religion verfolgt (in syrien, afghanistan, eritrea oder dem irak bspw).
          was sagen wir denn dazu?

        • „da wo du lebst/leben willst, ist all das also signifikant besser.
          das erklärt natürlich, warum du so ein staatsgeheimnis aus deiner wunsch-destination machst, nachher wollen da noch alle hin^^“

          ja genau, ich will das ganz allein für mich behalten.

          „was sagen wir denn dazu?“

          Dass es dumm und verantwortungslos ist, Christen und Aleviten Asyl zu geben und sie mit einem Schutzangebot her zu locken, wenn man gleichzeitig Leuten Asyl gibt, die sie Zuhause verfolgt haben und sie am Ende noch mit denen ins gleiche Heim steckt.

        • „ja genau, ich will das ganz allein für mich behalten.“

          keine ironie. keine überraschung.
          was hat dich nur so verdorben? liegts an deinen eltern oder so?

        • konkreter vielleicht nochmal:
          worauf gründet sich für dich dein recht auf einwanderung in ein anderes land? warum meinst du sollen dir mehr rechte zustehen als einem iraker oder afghanen? irgendwas musst du dir dazu doch zurechtgelegt haben, innerlich, warum du freiheit verdienst und andere nicht. was könnte das sein?

        • „konkreter vielleicht nochmal:
          worauf gründet sich für dich dein recht auf einwanderung in ein anderes land?“

          Darauf dass das andere Land mir Visa bzw. Aufenthaltsrecht gibt.

          „warum meinst du sollen dir mehr rechte zustehen als einem iraker oder afghanen?“

          Meine ich doch gar nicht. Ein Afghane mit deutschem Pass ist in genau derselben Lage wie ich und hat auch was das Reisen innerhalb der EU angeht usw. z.B mehr Rechte als sein Kumpel aus Kabul.

          „irgendwas musst du dir dazu doch zurechtgelegt haben, innerlich, warum du freiheit verdienst und andere nicht. was könnte das sein?“

          ich muss mir da nichts zurecht legen. Ich machs einfach.
          Und natürlich verstehe ich vollkommen, wieso jedes Land bis auf Deutschland Grenzen hat, weil ein Staat anders eben nicht aufrecht zu halten ist. Ich bin sonst auch nicht so mainstreamhörig aber wenn absolut alle es anders machen als man selber, kann man schon mal drei Sekunden darüber nachdenken, ob das so richtig ist.

        • da steckt doch ein ganzes weltbild hinter.
          dein white&german privilege nimmst du mit und hälst du offenbar für richtig. das geht vielen so.
          aber dann im selben atemzug die dreistigkeit zu besitzen, anderen grundlegende menschenrechte nicht zugestehen zu wollen, das ist doch nun wirklich erklärungsbedürftig.
          das müsstest doch vielleicht sogar du kapieren, wenn du drüber nachsinnst.

        • „da steckt doch ein ganzes weltbild hinter.
          dein white&german privilege nimmst du mit und hälst du offenbar für richtig. das geht vielen so.“

          och nööö. Außerdem hat man nicht das Recht, sich überall anzusiedeln, wo man will nur weil man weiß oder deutsch ist^^

          Das „No Nation No Borders“ hat noch nicht jeder verinnerlicht.

          „aber dann im selben atemzug die dreistigkeit zu besitzen, anderen grundlegende menschenrechte nicht zugestehen zu wollen, das ist doch nun wirklich erklärungsbedürftig.“

          Es ist kein grundlegendes Menschenrecht, einzuwandern wo man will, besonders nicht, wenn man nicht für sich sorgen kann ohne kriminell zu werden. Und das ist nicht ohne Sinn. Normale Länder regeln Einwanderung nun mal.

        • @ Semikolon
          Wieviel unkontrollierte Masseneinwanderung aus Drittweltländern darf es denn sein? Wir haben im Süden von Europa einen ganzen Kontinent mit etwa 1 Milliarde menschenrechtsgeplagter Menschen. Willst Du die alle aufnehmen?

        • du sorgst dich aber nicht über einwanderer allgemein, so wie du einer bist/sein wirst, sondern über menschen, die zunächst mal asyl beantragen wollen. asyl ist menschenrecht, und das weißt du auch. du findest halt nur, dass die menschen kein recht hätten vor krieg, hunger und verfolgung in sichere länder wie unseres zu fliehen, das gleichzeitig dir nicht mehr sicher oder komfortabel genug erscheint für deine ansprüche (oder liegts am wetter?).
          wie sollte man dich sonst bezeichnen, wenn nicht als verwöhnte herrenmenschin ohne herz und charakter?

        • „asyl ist menschenrecht, und das weißt du auch. du findest halt nur, dass die menschen kein recht hätten vor krieg, hunger und verfolgung in sichere länder wie unseres zu fliehen, das gleichzeitig dir nicht mehr sicher oder komfortabel genug erscheint für deine ansprüche (oder liegts am wetter?).
          wie sollte man dich sonst bezeichnen, wenn nicht als verwöhnte herrenmenschin ohne herz und charakter?“

          Korrekt, haben sie nicht. Zumindest nicht laut gesetz. Da gilt Asyl nur für konkret politisch verfolgte. Hunger und Krieg ist (in weiser Voraussicht) kein Asylgrund.

          „wie sollte man dich sonst bezeichnen, wenn nicht als verwöhnte herrenmenschin ohne herz und charakter?“

          öhm ne ernsthaft, wen interessiert das?

          Ich habe ein Herz, aber mein Geist ist hart. Und wenn ich die Sache nach meiner Meinung nach realistisch einschätze, dann komme ich für mich zu dem Schluß, dass es nicht weiter gehen kann, Herz hin oder her. „Herz“ löst nämlich nicht alles. Leider, aber so ist es nunmal. Und DAS wird Herz ganz bestimmt nicht lösen, deshalb orientiere ich mich in dieser Sache auch nicht an solchen Leuten.
          Zumal die mir auch erstmal erklären müssten, wieso der alte einbeinige Opi im Lager im Libanon oder die bitterarme Alleinerziehnde ohne Geld für Schlepper nicht kommen dürfen (indem man sie abholt), sondern einen halben Iron Man durch Europa laufen lässt, wobei man sie manchmal dann doch per Zug transportiert, manchmal nicht.
          Wenn du das anders siehst oder lösen würdest, dann sag es doch einfach, weil „Du hast kein Herz“ ist für mich kein sonderlich überzeugendes „Argument“ mehr, vor Allem nicht nach über einem Jahr „Hetzer“, „Rechter Spinner“, „Nazi“, „Rassist“ Gequatsche. Aber wenn darin der sinngemäße Satz „Wir müssen Fluchtursachen bekämpfen und bis dahin müssen die Grenzen offen bleiben“ vorkommt, dann lese ich es nicht zuende.

        • @Semikolon
          Was verstehst du den nicht? Es sollte natürlich jeder Mensch das Recht haben aus seine Heimat jederzeit auszuwandern. Gleichgültig ob Deutscher, Syrer oder Russe. Ich wüsste auch nicht wer sich hier dagegen ausgesprochen haben soll.

          Beim Einwandern sieht es aber genau umgekehrt aus. Hier entscheiden die Menschen, die schon da sind ob sie einen neuen Mitbürger willkommen heißen wollen. Es ist sogar ganz natürlich wenn Menschen abgelehnt werden, die nicht für sich selbst sorgen können. Eine Gemeinschaft funktioniert nun mal nur dann, wenn das Verhältnis zwischen Leistungserbringern und Leistungsnehmern in einem akzeptablen Verhältnis steht.

          Ich würde z.B. nie auf die Idee kommen, dass ich einfach meinen Koffer packen und in Syrien auf der Matte stehen könnte, Haus, Auto und Job gestellt bekomme und die Leute mir dort auch noch zujubeln.

          die menschen kein recht hätten vor krieg, hunger und verfolgung in sichere länder wie unseres zu fliehen

          Das hat mit Einwanderung so viel zu tun wie ein Autokauf mit einer Busfahrt.

        • was btw nicht heisst, dass in Hungersnöten nicht interveniert wird, aber bei solchen Asylgründen würden (bzw. werden) die Zahlen ansonsten einfach zu hoch werden früher oder später.

          ich habe noch was nettes gefunden

          http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article151535590/War-das-was-in-Koeln-geschah-ein-Pogrom.html

          „Um das Bild abzurunden, soll hier noch ein weiteres Beispiele für ein Verhalten genannt werden, das alle Grenzen der Fürsorge überschreitet. Amelie Fried, erfolgreiche Autorin, Fernsehmoderatorin und bei Bedarf auch Feministin, schrieb in einem kurzen Essay, wie sie vor Jahren mit ihrer Familie ein Weihnachtsfest für unbegleitete minderjährige Flü ausrichtete. Es gab Lebkuchen, Obst und Süßigkeiten, und man hat zusammen „Stille Nacht, heilige Nacht gesungen“. Allerdings: „Am Ende der Feier war unsere Gitarre verschwunden.“

          Zuerst, erinnert sich Frau Fried, sei sie „enttäuscht“ gewesen, dann „belustigt“ und schließlich „beschämt“. Wie „um Himmels Willen“ habe sie nur annehmen können, „die Jugendlichen müssten uns dankbar sein“?

          Es war genau andersrum. „Wir hatten Grund, ihnen dankbar zu sein. Sie haben uns mit einem Schlag die Relationen wieder zurechtgerückt, die uns verrutscht waren.“ Und: „Wir waren froh, dass die Jungs unsere Gitarre behalten hatten. Die Lektion, die wir dadurch gelernt haben, war deutlich mehr wert als das Instrument.“

          So lägen die Dinge auch heute. Es müsse demütigend sein, „von uns nehmen zu müssen“. Aber, wir könnten „diesen Menschen ein Stück ihrer Würde zurückgeben, indem wir keine Dankbarkeit erwarten“. Und uns immer sagen: „Wenn wir es schaffen, diese Menschen gut in unser Land zu integrieren, wird eines Tages mehr von ihnen zurückkommen, als wir ihnen jemals gegeben haben.“

        • http://schnellmann.org/islam-unveiled-powerful-dhimmitude.html#nidal-hasan

          „Pretty soon, people get the message and every attack is greeted with the expected response, „what must we have done to cause this, it must be our fault because the invasion of Iraq/Afghanistan/support for Israel/the Crusades/discrimination/islamophobia/our causing poverty etc. etc.“

          Never, ever, does Islam take responsibilty because it is a peaceful religion with a few (million) extremists who have misunderstood it. [because they’ve read the Qur’an & ahadith upside down]

          Now imagine yourself in the position of a military commander trying to take control of a nation. Every time you attack your intended victim, they blame themselves for your aggression. They hold inquiries to find which of them is guilty and instead of attacking you, they attack thier own Government/institution/anyone they can think of. How can you lose? You just keep up the relentless series of attacks [in this case: Islam, 9:111 ’slay and are slain‘ for promised paradise] and blame the victim every time [in this case: U.S. of CAIR, yelling loud ever and ever again & remind the American people of ‚Islamophobia‘] until they finally capitulate.

          Can you now understand the awesome power of Jihad? You can’t beat it with with nuclear weapons or smart bombs or stealth bombers. It doesn’t matter how many laser guided missiles or unmanned drones you have or how well trained your army is. If you are too afraid to admit who your enemy is, then you might as well throw them all in the bin for the good they will do you. You cannot beat Jihad with force, it is too powerful, don’t ever bother thinking about it, the army will not save you from Jihad.“

        • dazu noch:

          „Mich wundert nur, dass ein Mensch mit Kindern das so locker sehen kann.“

          mich wundert, dass ein mensch, der keine kinder hat und nichtmal mehr in deutschland leben will (die politischen gründe sind in deinem fall sicher nur vorgeschoben) ein drama drin sieht. ich kann mir vorstellen, dass es in berlin bspw. mies läuft, oder allgemein in großen städten. liegt in der natur der sache.

          hier bei mir aufm dorf aber – nächste notunterkunft 150 m ab meiner haustür – ist alles total entspannt. wir schließen nichtmal unsere von der straße aus sichtbaren und zugänglichen fahrräder ab – ist einfach nicht nötig!

          letzte woche kam ein dortlebender papi, dem wir schon öfter helfen konnten (werkzeug leihen z.b.), bei uns klingeln und deutete pantomimisch an, dass er ein fahrrad für seinen kleinen sohn sucht. das tatsächlich noch vorhandene überzählige musste erst aus der garage gefischt und flottgemacht werden, und weil das schwer zu vermitteln ist ohne eine geteilte sprache, ging er wohl in dem gefühl keins zu bekommen. die freude war dementsprechend groß am nächsten tag.

          wollt ich nur mal erwähnen, weil so idyllische zustände normal ja keinen nachrichtenwert besitzen, was die wahrnehmung der realität verzerrt.

          „bei Merkel sagt man ja, ihr ist das alles egal, weil sie keine hat.“

          ihr politisches vorbild soweit ich weiß ist übrigens katharina die große. und unser kontinent ist strenggenommen nicht europa, sondern eurasien (bis wir politisch da sind, dauerts natürlich noch. falls wir das jemals erreichen oder auch nur erreichen wollen).

        • um das nochmal deutlicher rauszustellen:
          wo alle sich asozial verhalten, bilden geflüchtete natürlich keine ausnahme. tendenziell ist das in anonymen, urbanen wohnorten der fall. viele menschen auf engem raum machen immer probleme.

          aber herrjemine, an platz mangelt es uns nun wirklich noch lange nicht, sag ich als nrw-lerin

          http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1242/umfrage/bevoelkerungsdichte-in-deutschland-nach-bundeslaendern/

        • @Semikolon

          Mal eine paar Fragen:

          Wieviele Flüchtlinge haben Sie bei sich in der Wohnung aufgenommen und werden von Ihnen auf Ihre Kosten unterhalten?
          Und was würden Sie sagen, wenn Ihr Partner ohne es mit Ihnen abzusprechen mehrere Familien mit zweifelhaften Asylgründen und gefälschten Pässen bei Ihnen in der Wohnung einquartiert und Ihnen erklärt, dass es wohl noch mehr werden und keine Obergrenzen geben kann bzw. Sie dann als Ausländerfeind oder herzlos beschimpft, wenn Sie Kritik an seinen Alleingängen üben sollten, weil Sie sich so in Ihrer Wohnung nicht mehr wohl fühlen? Würden Sie dann an Trennung von Ihrem Partner und „Auswanderung“ aus der Wohnung nachdenken oder würden Sie ihr Verhalten dann als doppelmoralisch empfinden, weil Ihr Partner von Ihnen ja letztlich nur das einfordert, was Sie von Deutschland fordern?
          Und, wenn Sie der Meinung sein sollten, nicht alle bei sich in Ihrer Wohnung aufnehmen zu können, die bei Ihnen rein wollen, dann bitte ich um eine kurze Begründung, warum Sie ihre Türen zum Schutz schließen, wenn Sie so ein Verhalten doch asozial und doppelmoralisch finden?

          Ich empfinde das Verhalten von Atacama jedenfalls nicht doppelmoralisch, weil sie ja jedem Staat das Recht zugesteht, selber für sich Regeln aufstellen zu dürfen, unter welchen Bedingungen diese Länder Zuwanderung zulassen wollen und nicht der Meinung ist, auf Kosten fremder Staaten bzw. deren Sozialsicherungssystemen einwandern zu dürfen. Wer z.B. nach Monaco auswandern möchte, muss nachweisen, dass er dort eine Unterkunft hat, einen Strafregisterauszug im Original vorlegen, eine eidesstattliche Erklärung über seine bisherigen Strafbarkeiten abgeben und muss vor allen Dingen einen 6stelligen Betrag auf einer Bank in Monaco nachweisen können. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird nicht nach Monaco auswandern können. Und so ähnlich machen es die allermeisten Staaten auf diesem Planeten, dass diese nur denjenigen die Zuwanderung gestatten, die mit hinreichender Sicherheit der Allgemeinheit nicht auf der Tasche liegen werden, sondern dem Staat auf irgendeiner Art und Weise vorteilhaft erscheinen. Wenn Atacama daher auswandern möchte, dann nimmt sie lediglich die Rechte in Anspruch, die der jeweilige Staat ihr gewährt und mit denen im Übrigen die allermeisten auch in Deutschland kein Problem hätten. Wenn ein Zuwanderer mit hinreichender Sicherheit nachweisen kann, dass dieser einen Wohnsitz unterhalten kann, sich und seine Familie unterhalten kann und der Allgemeinheit nur in einem noch nicht absehbaren Ausnahmefall zur Last fallen wird, dann würden vermutlich 99% der deutschen Bevölkerung nichts gegen eine derartige Zuwanderung haben.

          Und, wenn es um Asylrecht geht, sind die Regelungen eingentlich auch recht klar, so dass alle, die über ein sicheres Herkunftsland nach Deutschland einreisen wollen, keinen Asylgrund mehr haben können, denn in dem anderen europäischen Land waren sie bereits keinen Gefahren mehr ausgesetzt. Jeder, der daher nicht über den Seeweg nach Deutschland kommt, wäre nach den geltenden Gesetzen bzw. Bedingungen in das sichere Land zurückzuschicken, dessen Boden bereits zuvor betreten worden war und in welchem keine Gefahren für den Flüchtling mehr drohten. Wenn diese Handhabung zu einer unbilligen Härte für ein anderes EU-Land führen sollte (z.B. weil nahezu alle Flüchtlinge über Griechenland erstmalig sicheren Boden betreten und Griechenland unter der Last zerbrechen könnte), dann wäre es eine gesamteuropäische Aufgabe oder sogar eine Aufgabe der UNO, Griechenland zu unterstützen bzw. einen gerechten Verteilungsschlüssel zu vereinbaren. Insbesondere Amerika wäre dann mit einzubeziehen, die ja vermutlich auch für einen Großteil der Kriege die Verantwortung wesentlich mit tragen.

          Im Übrigen bedeutet Asylrecht auch nur eine vorübergehende Aufnahme, solange der Schutz notwendig ist, so dass das Bleiberecht wieder erlischt, sobald die Gefahren im Herkunftsland wieder vorüber sind. Wer daher wirklich vor Gefahren für Leib und Leben flüchtet, der wird über jede Schutzmaßnahme dankbar (z.B. Unterkunft und Versorgung) sein und sich nach Kräften bemühen, dem Schutzgeber so wenig Probleme wie möglich zu bereiten und sich an die dort geltenden Regeln halten, so dass bei jeder Zuwiderhandlung eine Abschiebung als Missbrauch der Gastfreundschaft gerechtfertigt wäre.

          Atacama nimmt meiner Meinung nach daher keine Rechte in Anspruch, die sie nicht umgekehrt jedem anderen genauso zugestehen würde (= Zuwanderung unter den jeweils geltenden Bedingungen bzw. insbesondere Nichtzurlastfallung für den aufnehmenden Staat). Ich wüsste daher nicht, inwiefern das Verhalten von Atacama diesbezüglich doppelmoralisch sein sollte. Doppelmoralisch wäre es dann, wenn man selber von anderen etwas einfordert, was man umgekehrt nicht zu geben bereit ist (z.B. wer selber seine Türen abschließt, aber von anderen verlangt, mit grenzenloser Zuwanderung einverstanden zu sein).

          Und dass es mit Sicherheit auch legal wäre, die an sich gültigigen Einwanderungs-/Asylbedingungen bzw. Grenzen zu nutzen (z.B. Abschiebung, wer über sichere Länder einreist) und auch nicht asozial ist, erkennt man daran, dass alle anderen Länder genau das tun und es äußerst unwahrscheinlich und unglaublich arrogant wäre, wenn wir tatsächlich glauben, das einzige Land auf diesem Planeten zu sein, welches sich um die Einhaltung der Menschenrechte bemüht. Rechtswidrig ist vielmehr die eigenmächtige Außerkraftsetzung der gültigen Gesetze, wie es zur Zeit in Deutschland stattfindet. Und sich an gültige Gesetze nicht zu halten ist wirklich asozial!

        • deutschland ist nicht meine wohnung oder mein haus. und deins auch nicht. was soll also dieser absurde vergleich?

        • ich frag mich halt auch immer, wie weit menschen so ihren stammbaum zurückverfolgt haben… wurd das denn mal geklärt, ab welcher generation man so richtig deutscher ist, ohne dass die herkunft der vorgängergeneration mitgenannt werden muss?
          ich weiß, ist abhängig vom „passing“ als kartoffel. türkische männer und alle mit noch dunklerem teint kriegen das schwer bis unmöglich hin.

          in amiland hieß es m.w.n. ja lange, man erhielte die staatsbürgerschaft mit der geburt auf amerikanischem staatsgebiet – ist abgeschafft.
          wir hatten das so eh nie.
          ist das richtig?

        • ich sah mal ein hübsches video, dass die migrationsströme der letzten jahrtausende veranschaulichte, kann man sich aber auch hieraus ableiten, mit ein bißchen phantasie

          http://www.welt.de/kultur/history/article120339331/1000-Jahre-Europa-im-Zeitraffer.html

          politik kann migration verursachen, aber nicht verhindern.
          und steuern auch nur bis zu einer kritischen masse an drängenden „fluchtursachen“. ob die erreicht sind oder nicht, entscheiden nicht wir, sondern die, die sich auf den weg machen.
          politik muss für die menschen gemacht werden, die nunmal da sind, bestenfalls weil sie wollen.
          und egal was ihr glauben wollt: sie kommen in friedlicher absicht.

        • Vor allem für Westrom zur Zeit der Hunnen ging das ja mit den germanischen Flüchtlingen fast perfekt aus und es gab keinen Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, sowie Kriege mit Millionen von Menschenopfern.

          Flüchtlinge, uns das wussten zum Glück schon dir Römer, die es sich schon technologisch nicht leisten konnten, eine reine Gefühlspolitik zu betreiben, sind eine gravierende und grosse Gefahr für die Stabilität von Nationen und Staaten. Wie Die Geschichte mit Deutschland ausgehen wird, werden wir frühestens in 10 Jahren wissen.

        • ich verstehe, dass es schwer ist zu begreifen, was wir heutzutage technologisch zu leisten im stande sind (entsprechender wille vorausgesetzt)

          aber zum vergleich: wir – unsere „allies“ – liebäugeln mit dem gedanken, irgendwann in der zukunft den mars zu besiedeln.
          den mars.

          wer das für denkbar hält, könnte die zügige erschaffung neuen wohnraums mitten in deutschland/europa/auf erden als kleines training zum warmwerden betrachten, ich mein: please, mehr isses doch auch nicht.
          tolle zeiten für handwerker und bauunternehmer brechen an!

          falls meine oben wette genannte prognose zutreffend sein sollte, haben wir in 10 jahren ganz andere probleme als unbewaffnete menschenströme. den saudis würd ich (im gegensatz zu putins russland) zutrauen, dass sie die bei u.a. uns erworbenen waffen tatsächlich auch mal auf uns hier direkt abfeuern könnten.

        • nunja, ich will es nicht zu schwarz – für uns – malen.
          uns drohen tatsächlich nur ein paar terroranschläge, grenzkontrollen (die die europäische bevölkerung und wirtschaft mehrheitlich nicht wollen) und weitere turbulenzen in der organisation der eu. pfadabhängigkeit kann auch was gutes sein, manchmal.

        • „die zügige erschaffung neuen wohnraums mitten in deutschland … please, mehr isses doch auch nicht.“

          Ehrlich gesagt, fällt es mir schwer zu verstehen, wieso sich immer wieder Leute finden, die mit ; diskutieren, obwohl meistens völlig offensichtlich ist, dass sie nur rumtrollt…

        • 5000 deutschkurse in bayern allein zu finanzieren, wär bestimmt sinnvoller als 5000 neue grenzpolizisten, klaro.
          aber es geht hier um das, was direkt von der politik verlangt werden kann und muss, damit sich die krise nicht zur katastrophe auswächst. das ist erstmal wohnraum schaffen.
          und dann die leute – achtung! – machen lassen.

          im moment kassieren einige fett ab an den zelt- und massenunterkünften, DAS ist ungeheuerlich und muss beendet werden. so schnell wie überhaupt möglich, am besten gestern.

        • beispiele was ich meinte

          http://www.derwesten.de/staedte/essen/2029-euro-pro-fluechtling-warum-das-zelt-leben-so-teuer-ist-id11488057.html

          http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/profitiert-soders-familie-von-der-fluchtlingskrise-1.4936539

      • https://en.wikipedia.org/wiki/Saudi%E2%80%93Iraq_barrier

        Wäre doch was, oder? Natürlich nicht an der deutschen, sondern an der kroatischen, ungarischen, rumänischen und bulgarischen Südgrenze.

    • schutzsuchende dürfen enteignet werden inkl. familienschmuck

      Dass Bedürftige „enteignet“ werden ist seit der Agenda 2010 Alltag in Deutschland. Man könnte das Verfahren natürlich harmonisieren und schlicht verlangen, dass Werte aufgebraucht werden müssen bevor Leistungen gewährt werden. Anderes Verfahren, gleiches Resultat.

      lokal bei mir scheint die anzahl rückläufig zu sein, und zwar absolut, jetzt berichten sie von 60-70 menschen weniger als noch im november m.e.n.

      Anzahl? Du meinst Migranten? Die Jahreszeit dürfte sich in jedem Fall auswirken.

      was ist eigentlich mit afghanistan?

      Das hängt von der Lage vor Ort ab. Krieg alleine ist noch kein Schutzgrund. Wenn es dort „sichere“ Gebiete gibt ist eine Abschiebung zulässig.

      die hotspots und die registriermaschinen

      Du meinst die Bemühungen von Italien und Griechenland? Anders wird es kaum gehen, wenn man die Ordnung in Europa wieder herstellen und ein offenes Europa erhalten will.

      muss er oder sie trotzdem zu fuss weiter und in jedem neuen land

      Theoretisch sollen Asylberechtigte von dort direkt in die Aufnahmeländer verteilt werden. Theoretisch deshalb, da die letzte Verteilung schon keinen Erfolg zeigte.

      ich fühle mich nicht wirklich gut informiert

      Das geht vielen so. Genau das ist ja eines der großen Probleme.

      • https://amerika21.de/nachrichten/2011/06/34739/fluechtlinge-kolumbien

        In Kolumbien gibt es fast vier Millionen Flüchtlinge, dort herrscht seit über 40 jahren Bürgerkrieg, aber es kommt kaum jemand nach Europa: „Nach Deutschland flohen 2014 insgesamt 21 Menschen aus Kolumbien. Mit 24 positiven Entscheiden wurden 82,76 Prozent aller Neuanträge angenommen.“

        http://www.laenderdaten.info/Amerika/Kolumbien/fluechtlinge.php

        Das dürfte daran liegen, dass sie es nicht über den Atlantik schaffen und auch die meisten nicht in der Lage sind, die 10.000 € (bzw. mehr für den längeren Weg) für die Schlepper aufzubringen.

        Kratzt jedenfalls keine Sau. Gehören ja nicht zu den heilgen Syrern. Welche Heuchelei.

        • Naja, man kann Kolumbien jetzt nicht mit Syrien vergleichen. In Kolumbien kann man heute gut und sicher leben, wenn auch nicht überall.

          Syrien ist so kaputt, wie ein Land nur sein kann. Terror herrscht hier wirklich überall und von fast allen Seiten. Es ist absolut richtig, Syrern bevorzugt Asyl zu gewähren.
          Die Frage ist nur, warum alle nach Deutschland sollen. Einfach nur ein unglaubliches Debakel, dass man dafür keine funktionierenden internationalen Vereinbarungen hatte.

      • „Anzahl? Du meinst Migranten? Die Jahreszeit dürfte sich in jedem Fall auswirken.“

        ohne scheiß: im november sprach der bürgermeister von 900 geflüchteten personen in notunterkünften, diese woche berichtet die lokalpresse von etwas über 800.
        find ich schon seltsam, muss man im auge behalten.

        “ die hotspots und die registriermaschinen

        Du meinst die Bemühungen von Italien und Griechenland? Anders wird es kaum gehen, wenn man die Ordnung in Europa wieder herstellen und ein offenes Europa erhalten will.“

        600 frontex-mitarbeiter und anderes „sicherheitspersonal“ allein auf den italienischen inseln… sorry, da wird mir blümerant.

        die längste zeit meines lebens hätt ich ausgeschlossen, dass sowas wie der holocaust nochmal passieren würde, inzwischen such ich nach den anzeichen.

        weil, wir wissen ja:
        der schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch

  37. und weil es immer wichtig ist, die größenverhältnisse einschätzen zu können:

    ist die info ungefähr korrekt, was meint ihr?

  38. Ob nun AFD-Wähler, oder junge Migranten, es kommt auf das selbe raus. Sie sind Frustrierte. Sie haben ob bewusst oder unbewusst realisiert, das Patriarchat hin- oder her, sie, die Jungen Männer, die es nicht geschafft haben, die wahren Verlierer der Gesellschaft sind, nicht die Frauen.

    Oder das sie es sind, die die Drecksarbeit machen müssen, sich opfern müssen für Staat oder Familie,

    Das kann schon Frust erzeugen. Einen Frust den Männer schnell vergessen, wenn sie es geschafft haben, und den Frauen nie kennenlernen in ihrer behüteten Sphäre, oder erst sehr spät, wie zum Beispiel in Syrien, wenn alle Strukturen zusammenbrechen.

  39. auf ein wie ich finde richtig niedliches interview mit vier geflüchteten männern möchte ich noch hinweisen, auch wenns schon 2 wochen alt ist, die silvesternacht in köln ist einstiegsthema:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/fluechtlinge-arabische-maenner-frauen-gleichberechtigung-koeln/komplettansicht

  40. und für die, die ihn noch nicht gelesen haben
    hier der brief von seehofer an die liebe angela, in der er sie bittet dafür zu sorgen, dass in diesem jahr nicht mehr als 200.000 menschen zuflucht in deutschland suchen werden
    http://www.bayern.de/wp-content/uploads/2016/01/Schreiben_an_BKM.pdf

    • in dem natürlich… mensch, das ist mir jetzt fast so unangenehm wie mir seehofers forderung als csu-mitglied wäre

  41. damit es nicht verloren geht:

    http://www.zeit.de/politik/2016-01/alternative-fuer-deutschland-beatrix-von-storch-petry-schusswaffen

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article151723930/Gauland-distanziert-sich-von-AfD-Chefin-Petry.html

    augstein hat in seiner heutigen kolumne kurz die frage gestreift, was der hübsche parteikopf für ein mensch ist.

    ich beginne mit dem bekannten (mithilfe erwünscht):
    eine in der ddr aufgewachsene, ausgezeichnete chemikerin und unternehmensgründerin in privatinsolvenz nach der firmenpleite.
    eine vierfache mami, noch nicht geschieden, aber neu-verpartnert.
    eine frau, die sich vorstellen könnte abtreibung staatlich zu unterbinden&sanktionieren mit gefahr für leib und leben der ungewollt schwangeren – aus völkischer sorge natürlich nur.

    wenn die umfragewerte auch nach den jüngsten äußerungen von ihr und der europaabgeordneten mit dem reinrassigen nazi-stammbaum (darf man das so sagen?) nicht einbrechen, müssten wir uns allmählich eingestehen, dass wir ein massives problem haben. mit und in potentiell (faktisch natürlich nicht) jedem 6. männlichen, deutschen wahlberechtigten.
    wäre ne hausnummer.
    ihr seht mich ungläubig.
    noch.

    • Verlorengehen sollte natürlich nichts:

  42. […] Abneigung gegen die AfD ist denke ich in diesem Artikel deutlich geworden. Gerade macht diese wieder […]

  43. „Die AfD findet dabei derzeit fast ausschließlich Zuspruch bei Männern. Während nur zwei Prozent der wahlberechtigten Frauen AfD wählen würden, sind es bei den männlichen Bundesbürgern 17 Prozent.“

    Hat sich bei den gestrigen Landtagswahlen (erwartungsgemäß) so nicht bestätigt. Ich weiß nicht, ob es irgendwo schon konkrete Zahlen gibt, aber laut tagesschau-Blog:

    „[In Sachsen-Anhalt] hat die AfD nicht nur ihr bestes Ergebnis, sondern auch das ausgeprägt männlichste Profil. Bei Männern erreicht sie nach vorläufiger Berechnung 27 %, bei Frauen 18%.“
    http://blog.tagesschau.de/2016/03/13/erste-zahlen-wer-waehlte-wen/

    Also selbst da, wo die Geschlechterdifferenz am größten war, sind ca. 40% der AfD-Wähler Frauen. Liegt bestimmt am Patriarchat…

  44. […] als würden Teile davon durchaus zur hiesigen AfD passen. Es scheint aber gleichzeitig ein Sammelbecken verschiedenster Ideen zu sein, unter denen […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: