#ausnahmslos – Feminismus in Deutschland – was da los?! // Milenskaya

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82 Gedanken zu “#ausnahmslos – Feminismus in Deutschland – was da los?! // Milenskaya

  1. Einerseits fühle ich mich bei ihrer Piepsistimme etwas unwohl.

    Andererseits spiele ich gerade mit dem Gedanken, wie sich ihre Stimme als Gestöhne während dem Sex anhören würde. Ich objektifiziere sie beinhart und es gefällt mir.

    • geht mir ganz genauso. 100%

      So etwas verpeilte, nicht ganz hübsche, aber auch nicht ganz hässliche, schlau rumpiepsende Mädchen, am besten noch mit dicker Nerd-Brille find ich unheimlich anregend.

    • Da macht sie aber schon klar, dass sie das hintanstellen würde. Und es wird ja, die multikulti Verhaltens- und Kleiderempfehlungen dürften dieser Tage verdeckender ausfallen. Wahrscheinlich wird man ihr sagen, dass Miniröcke „rassistisch“ seien, da Privileg der weissen Frau signalisierend.
      Aber wenn man sich nichts aus Miniröcken gemacht hat, kann man auch der neuen, empowernden Kleiderordnung zustimmen, wenn sie nur progressiv ist.
      Immer wenn ich so einen Rastalocken-Typen sehe, habe ich die Neigung einen parodistisch auf SJW zu machen. Oder ihn einfach nur zu warnen. Jedenfalls finde ich das mittlerweile tatsächlich dem allgemeinen Irrsinn sich widersetzend diese Haartracht zu tragen und rebellisch. Und dann muss ich auch innerlich grinsen, falls der Typ das selbst gar nicht schnallt wie rebellisch er wirklich ist.

      • Wahrscheinlich wird man ihr sagen, dass Miniröcke “rassistisch” seien, da Privileg der weissen Frau signalisierend.

        Haha 😀
        Ich halte es für gar nicht so unwahrscheinlich, dass du hier den Pfad entdeckt hast, den der Intersektionalismus durch das aktuelle Dilemma nehmen wird.

        In den nächsten Jahren werden viele verschleierte Frauen erfolgreich unser feministisch geprägtes Bildungssystem durchlaufen, so wie die „JETZT REDE ICH“-Tusse die ich gestern verlinkt habe. Sie tun sich mit der Integration viel leichter als die Männer (bietet ihnen auch mehr Chancen), gleichzeitig wird es ihnen auch viel leichter gemacht (das zeigen alle Studien).
        Es reichen ja dank Intersektionalismus und Quotendenke schon wenige Wortführerinnen, d.h. feministische Euromuslimas werden ganz gehörig DefMa für sich beanspruchen und auch bekommen. Gerade für gebildete Muslimas ist Feminismus natürlich hoch attraktiv, das führ ich mal an der Stelle gar nicht weiter aus. Widerspruch muss sich dann nicht nur hegemonialem Antisexismus, sondern auch noch hegemonialem Antirassismus unterordnen.

        Welche dieser beiden Erzählungen wird sich da wohl durchsetzen?

        • “ (bietet ihnen auch mehr Chancen), gleichzeitig wird es ihnen auch viel leichter gemacht (das zeigen alle Studien).“

          Das ist für mich einer der Punkte, an denen ich erkenne, das unsere Gesellschaft objektiv dem Wahnsinn verfallen ist.
          Am schwersten mit Integration und im Leben überhaupt haben es die jungen Männer unter den Migranten. Die einzige Antwort unserer Gesellschaft darauf ist Mädchen – und Frauenförderung und dann auch noch auf die, die es ohnehin schon schwer haben und daran verzweifeln auch noch einzudreschen, einfach nur krank unsere Gesellschaft.

          Wenn sie sich nicht bald mal entschließt, sich den wahren Ursachen ihrer Problem zu stellen, wird sie wohl bald noch schneller den Bach runtergehen, zu recht wie ich finde, auch wenn mir nicht wohl dabei ist.

    • „Recht auf Miniröcke!! Gaaanz wichtig“

      Dieses Recht hat sie. Ist ihr nur noch nicht aufgefallen, selbst als sie beim Slutwalk halbnackt durch die Straßen flaniert ist.

  2. „Mein Weg in die marxistische Sekte“…..

    Man kann wunderbar erkennen, wie die Indoktrination bei ihr erfolgt ist mit den sattsam bekannten Phrasen.

    Und der „Klassismus“ ist offenbar besonders wichtig, was bei diesem marxistischen Feminismus natürlich auf der Hand liegt. Zuerst dachte ich noch, als ich den Begriff las, es ginge um die Klassik, lol.

    Wer hat eigentlich das „my“ oder „mein“ F.-nismus erfunden? Das ist auch so ein durchgängiger Marketingspruch. Muss eigentlich jemand Prominentes sein, wenn ich raten würde, dann Gloria Steinem. Natürlich könnte eine bekennende Erfinderin (würde mich wundern, wenn es heute eine gäbe) auch die Idee geklaut haben, macht es nur schwieriger.

    Ich glaube aber nicht, dass Milen hier bei der Sekte oder beim Feminismus bleibt, die macht einen viel zu vernünftigen Eindruck. Ist halt durch ihr Alter extrem beeinflussbar. Lustig auch die heavy Musik im Hintergrund, die wirkt schon fast wie Protest gegen Feminismus 😀

  3. »Männer hatten immer die Macht, hatten keinerlei Schwierigkeiten, haben immer die Frauen unterdrückt, jahrtausendelang!«

    Auf dieses »jahrtausendelang« mit Emphase habe ich gewartet. Das ganze Statement ist so gruselig konventionell – EOD!

    • klar Jahrtausende lang unterdrückt.

      habe ich auch an anderer Stelle gepostet, aber weil es so gut passt auch hier noch mal.

      In der Sendung fällt irgendwo die bemerkenswerte Bemerkung, dass jede Gesellschaft die die unersättliche triebhafte Promiskuität der Frau nicht kontrolliert, in Gefahr ist zu zerfallen.
      „Unterdrückung“ besser gesagt Kontrolle der Frau ist also eine Voraussetzung, das überhaupt eine stabile Zivilisation entstehen kann.

      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-a-bis-z#/beitrag/video/2481008/Das-Geheimnis-der-Lust-(1)

      • By: virtualcd on 23. Januar 2016
        at 3:28 vormittags

        Danke, guter Beitrag, gute und wichtige Ergänzung zu meinem Link..

        Das erklärt auch das scheitern von Männern im Umgang mit Frauen, die annehmen, das Frauen in dem Sinne „normal“ sind wie Männer. Das heißt jetzt nicht, dass sie direkt verrückt sind, aber ihre Normalität ist halt eine andere.

        Ich habe lange für diese Erkenntnis gebraucht, seit ich aber im Umgang mit Frauen davon ausgehe, dass sie im Prinzip eine Persönlichkeitsstörung haben komme ich besser mit ihnen klar.

        • Wow. Hier wird offener Sexismus gelebt, in diesem Forum, Männer seien besser, intelligenter, Frauen müssen unterdrückt werden usw… Ist in den Kommentaren hier alles dabei. Echt heftig.

          Gleichzeitig ist es ein Glück, dass solche Ansichten nicht gesellschaftsfähig sind, die allermeisten Menschen werden sich beim Lesen dieses Blocks nur denken “Was für ein Dreck.“ Und das ist immerhin sehr beruhigend.

  4. Westliche Frauen des 21. jahrhunderts sind die privilegiertste und verwöhnteste Schicht, die die Geschichte unseres Planeten je gesehen hat. Auch dieses Video macht das immer wieder deutlich.

    Auch sie kann natürlich nicht deutlich machen, welche Rechte Frauen fehlen. Es läuft also daruf hinaus, die eigenen Befindlichkeiten zum Maßstab zu machen und sich eine Welt zu imaginieren, in der jeder Furz einer Frau im Museum für schöne Düfte ausgestellt wird (was faktisch ja bereits so ist).

    Zum Glück ist sie noch nicht ganz verlohren. Sie ironisiert immerhin, dass Mann ihr auf die Möpse glotzt.

    • „Westliche Frauen des 21. jahrhunderts sind die privilegiertste und verwöhnteste Schicht“

      Es erstaunt dann aber, dass diese eine Ideologie hervorbrachte, nach der diese Schicht oder Klasse vollkommen unterdrückt wird, seit Anfang der Zeit.
      Wer schon alles hat, brauch dann den Kick des ganz Besonderen, des Ober-Opfers. Und damit jedem eins verpassen…

      • „Wer schon alles hat, brauch dann den Kick des ganz Besonderen, des Ober-Opfers. Und damit jedem eins verpassen…“

        Richtig. In einer Welt in der niemand wirkliche Probleme hat und kennt, ist die Aufmerksamkeit, die der Opferstatus bringt, eine wertvolle Ressource, die einen von allen anderen abhebt.

        • Es ist aber hochgradig absurd, Privilegien bzw der unverschämte Anspruch auf diese so hochmütig zur Schau zu stellen. Und vor allem sind es ja nicht die wirklich begünstigten Frauen, sondern tendenziell die unterpriviligierten, dummen und sonstwie benachteiligten die dem Feminismus huldigen. Die meinen sich unverfroren was vom herbeiphantasierten Kuchen abschneiden zu können, der ohnehin nicht für sie gedacht ist.

        • „Es ist aber hochgradig absurd, Privilegien bzw der unverschämte Anspruch auf diese so hochmütig zur Schau zu stellen.“

          Wieso? De Zurschaustellung von Privilegien und dem Anspruch auf diese war ein Kennzeichnung jeder privilegierten Klasse in der Gesellschaft.

          „Und vor allem sind es ja nicht die wirklich begünstigten Frauen, sondern tendenziell die unterpriviligierten, dummen und sonstwie benachteiligten die dem Feminismus huldigen.“

          Wie kommst Du denn darauf? Ein Kennzeichnen jeder bekannten Feminstin ist im Gegenteil ihr privilegierter Status. Siehe Schwarzer, Wizorek oder Sarkeesian. Die Dichte an Feministinnen sinkt signifikant, wenn man vom Öko-Rotweingürtel des Prenzlauer Berg in die Aldi-Bier-Steppe von Marzahn wechselt.

        • „Zurschaustellung von Privilegien und dem Anspruch auf diese war ein Kennzeichnung jeder privilegierten Klasse in der Gesellschaft.“

          Natürlich stimmt das. Aber sich gleichzeitig als die verfolgte Unschuld hinstellen wäre ein besonderer Hochmut.
          Es gab hochmütiges Zurschaustellen von Macht (zB das Ende des franz. Königshauses) und im alten Rom natürlich zahlreiche solcher Fälle. Aber nie wurde dabei die eigene Unterlegenheit so zum Ausdruck des Anspruchs einer moralischem Überlegenheit gemacht. Ist das nicht erstaunlich?

          „Siehe Schwarzer, Wizorek oder Sarkeesian.“

          Deren Status hängt einzig allein am Feminismus als Geschäft. Und im Geschäft sind nur wenige. Schwarzer hat es sicherlich zu „gutem“ Wohlstand gebracht. Aber was ist das gegen den Wohlstand von extrem vielen Frauen, ob selbst oder nicht unmittelbar selbst geschaffen, die ungleich reicher sind? Die sind nun wirklich keine Feministinnen. Nein, das ist alles „Arbeiterklasse“.
          Die Tatsache ist also, dass es gar nicht die priveligierten Frauen sind, die den Feminismus tragen, sondern die sich selbst so fühlenden Nichtpriveligierten.
          Eigentlich muss es so sein, dass diese nicht Nichtpriveligierten durch ihre absurde Ideologie die priveligierten Frauen diskreditieren wollen, wenn hier irgendwas logisch sein soll.

          Wäre doch auch passend für ihren „Klassenkampf“, den sie ja zuallererst führen!

          „Die Dichte an Feministinnen sinkt signifikant, wenn man vom Öko-Rotweingürtel des Prenzlauer Berg in die Aldi-Bier-Steppe von Marzahn wechselt.“

          Aidibiersteppe LOL. Ganz meine Beobachtung in anderen Städten und Orten. Seit geraumer Zeit ist der Klassenkampf tres chic und eine Frage der Boheme, halt zumeist grün-alternatives Milljöh, aber auch mal gut bürgerlich. Dass das politische Realitäten schafft, habe ich lange nicht im Traum für möglich gehalten. Einfach zu abgehoben von jeder Realität. Tja, falsch gedacht. Und die revolution wird auch televised, bzw alles danach umgestaltet.

    • „Westliche Frauen des 21. jahrhunderts sind die privilegiertste und verwöhnteste Schicht, die die Geschichte unseres Planeten je gesehen hat.“

      Das denke ich nicht. Die saudische Königsfamilie zB mit ihren „etwa 5000[1][2][3] bis 7000[4] lebenden Prinzen, die alle großzügig staatlich alimentiert werden“ (Tante Wiki), sind wohl noch einiges privilegierter und verwöhnter. Der Unterschied ist aber, dass die Femis aber ums verrecken nicht erkennen können, wie privilegiert sie sind.

      Immerhin hat sie erkannt, dass all die behaupteten Nachteile gar nicht auf sie zutreffen, dummerweise will sie aber doch dagegen ankämpfen, denn sie können ja trotzdem irgendwie existieren.

      Wenigstens ist sie so ehrlich zuzugeben, dass es nur um Frauen geht und Männer keinerlei Vorteile erwarten dürfen.

    • „Es läuft also daruf hinaus, die eigenen Befindlichkeiten zum Maßstab “

      Es ist leider nicht zu ändern. Jenseits professioneller Tätigkeiten ist dies der einzige Maßstab, der Frauen zur Verfügung steht.
      Die ZDF Sendung „Geheimnis der Lust“ die ich hier verlinkt habe, erklärt recht gut die Ursachen dafür.

  5. Ich glaube ich habe eine neue Feminismus-Theorie:

    Was, wenn diesen verlorenen Frauen von heute nichts anderes als Feminismus einfällt um Online Aufmerksamkeit zu bekommen? Den ganzen Tag über Rocket-Science reden dürfte eher nicht für Frauen sein. Was bleibt dann, über das frau Aufmerksamkeit von Männern bekommen kann? Genau: Sex und Feminismus.

      • Nimm das Video da oben: Die redet 15min belangloses Zeug und ist trotzdem Thema hier im Blog und Leute schauen das. Die Aufmerksamkeit wirkt belohnend, also macht sie mehr davon. Andere sehen das und machen es auch.

        So wird das nichts mit dem Ausstiegsprogramm für frustrierte Feministinnen. Ich bin besorgt.

        Also Mädels, ich verrate Euch jetzt mal was:
        Wir Männer hören eigentlich recht gerne Frauenstimmen. Dieser melodische Singsang kann irgendwie angenehm sein. Das beruhigt, oder so. Was ihr dabei redet, ist fast egal. Seid mal ein bisschen kreativ, der Feminismus wird langweilig.
        Und natürlich: wenn es Video sein soll, zieht ein enges T-Shirt an und versucht gut auszusehen.

        • Ich habe nur so ca. bis Minute 6 geschafft. Kommt da noch irgendwas inhaltliches?

          Ein Recht auf Miniröcke….oh man…und was sollen diese peinlichen Posen? Ich kenne Frauen die fit sind im boxen und krav maga…die würden mich locker in der Pfeife rauchen. Denen gestehe das zeigen des bizeps ein…

        • „und ist trotzdem Thema hier im Blog“

          Natürlich, weil das hier Thema ist. In erster Linie werden das aber irgendwelche Kameradinnen sehen und natürlich die heforshes.
          Und Sex sells in jeder Werbung, warum sollte das bei Feminismus anders sein?
          Besonders albern ist natürlich, dass in ihrem Falle die ansonsten in der Werbung als „sexistische Objektifizierung“ geltende und wütend abgelehnte Versexung in eigener Sache genau das Gegenteil ist, nämlich Selbstverwirklichung.
          Wem nicht diese exreme Gespaltenheit auffällt, muss wohl desinteressiert sein, dumm oder eben dem Glauben zugehörig.

        • „Besonders albern ist natürlich, dass in ihrem Falle die ansonsten in der Werbung als “sexistische Objektifizierung” geltende und wütend abgelehnte Versexung in eigener Sache genau das Gegenteil ist, nämlich Selbstverwirklichung.“

          Ja richtig. Feministin trägt Minirock auf slutwalk = empauernd. Marketeers machen eine Kampagne für h&m, in der Models mit miniröcken auf 18/eintels abgebildet werden = Sexuelle objektivierung und Unterdrückung von Frauen blablabla

          Durchgeknallt. Einfach nur Durchgeknallt….

        • „Durchgeknallt. Einfach nur Durchgeknallt….“

          Egozentrisch. Für sie ist es empowernd – es sei denn eine heißere trägt auch so was.

        • „Für sie ist es empowernd – es sei denn eine heißere trägt auch so was.“

          Genau sowas wollte ich gerade schreiben. Bloß keine Konkurrenz. ^^

        • Na, zum Glück sind Männer anders 🙂

          Der Feminismus ist aber bestimmt nicht vor allem dazu da, andere Frauen wegzubeissen. 😉

        • @Teardown
          „Ja richtig. Feministin trägt Minirock auf slutwalk = empauernd. Marketeers machen eine Kampagne für h&m, in der Models mit miniröcken auf 18/eintels abgebildet werden = Sexuelle objektivierung und Unterdrückung von Frauen blablabla

          Durchgeknallt. Einfach nur Durchgeknallt….“

          Ja – so scheint es. An der Oberfläche. Mir geht es ja auch seit einiger Zeit so, dass ich die Erscheinungsformen des Feminismus mit dieser etwas Merkwürdigen Mischung von Faszination und Grauen beobachte, die einen auch überfällt, wenn man auf der Autobahn an einem Unfall vorbeikommt, der gerade passiert ist …

          Aber in der Tiefenstruktur der Psyche verweist dieses „durchgeknallt“ imho noch auf etwas anderes:

          Frauen, sehr viele zumindest, haben ein zutiefst widersprüchliches Verhältnis zu ihrer Sexualität. Und was wir dann als „durchgeknallt“ mit einer gewissen Faszination beobachten, ist eben dann der äußere Ausdruck dieses inneren Widerstreits. „Zwei Seelen wohnen – ach – in meiner Brust.“ Dieses faustische Motto hat sozusagen die Evolution den Frauen als Schicksal auferlegt, dies Päckchen müssen sie tragen in ihrem individuellen Leben. Damit klar zu kommen, für sich Klarheit zu gewinnen, ist die spezifisch weibliche Entwicklungsaufgabe, die sich ab der Pubertät stellt. Viele scheitern daran …
          (Und das aktuelle gesellschaftliche Klima unterstützt das Scheitern an der individuellen Entwicklungsaufgabe, in dem es Universalentschuldigungen für das Scheitern sehr kommod bereit hält – aber das ist ein anderes Thema).

          Kurz gesagt: In den älteren Schichten des Nervensystems ist bei Frauen sehr viel stärker als bei Männern präsent, dass Sexualität im Wortsinne eine Sache auf Leben und Tod ist. Das macht – nebenbei bemerkt – die Größe der Sexualität aus. Und dieser Teil des Nervensystems weiß nichts von Verhütung, moderner Medizin, welche das Sterblichkeitsrisiko bei Geburten deutlich drückt usw. usf. Und das macht Furcht. Eine spezifische Ehr-Furcht. Das ist etwas sehr großes, dem man sich nur im biblischen Sinne mit Zittern und Zagen nähern kann.
          Auf der anderen Seite ist die Evolution, dieser große Lümmel, auch nicht ganz blöd. Und hat die Frauen gleichzeitig mit einem größeren potentiellen Gewinn durch die Sexualität ausgestattet.

          Tja, und da stehen sie nun, die Frauen: Mit einem kollektiven inneren Widerspruch. Mit einem Einerseits-Andererseits bezüglich dieses Lebensthemas.
          Kognitiv spiegelt sich das dann als kognitive Dissonanz. Aber ich betone: Das Dilemma ist im Kern KEIN kognitives. Das ist nur der Ausdruck eines tiefergehenden Chismas in der weiblichen Psyche.

          Aber wie gesagt: Oberflächlich erscheint es, den Frauen selbst wie auch dem Beobachter von außen, als kognitive Dissonanz.

          Und nun komme ich auf das „durchgeknallt“ zurück. Man könnte es auch harmloser, alltäglicher ausdrücken. Frauen machen mit diesem inneren Widerspruch einfach nur das, was JEDER Mensch mit einem inneren Konflikt tut (bis zu einem gewissen Grad): Einen Teil unterdrücken und nach außen projizieren. Dann ist es nicht mehr MEIN INNERER Konflikt, sondern ein Konflikt, den ich mit dem Außen habe. Einen inneren Teil von mir bekämpfe ich im Außen, um ihn nicht als Teil von mir nehmen zu müssen.

          So weit, so normal. Wie gesagt: JEDER Mensch tut dies. Manche mehr, manche weniger. Da gibt es Unterschiede, oh ja! Aber das es jemand gar nicht tut … das bezweifle ich.
          In diesem Sinne könnte man dann auch sagen: Was die Frauen dann tun, und was bei oberflächlicher Betrachtung als durchgeknallt erscheint, ist einfach nur menschlich. Es ist eine Form, eine innere Not zu wenden, also eine innere Notwendigkeit.

          Aus männlicher Sicht können wir uns, so denke ich, das Ausmaß und die Intensität dieses inneren Konflikts oft nicht wirklich vorstellen. Und neigen daher zu einer harten Beurteilung der Erscheinungsformen dieses Konflikts an der Oberfläche.

        • @virtualcd: Das klingt nach einem interessantem Gedanken. Aber es fällt mir schwer Deinem Kommentar zu entnehmen, was genau Du als diesen inneren Widerspruch ansiehst? Geht es für Dich nur um Sex ja/nein? Dann würde ich widersprechen.

        • virtualcd will damit vmtl. sagen, dass Frauen zwar scharf auf Schwänze sind, jeder Schwanz aber das potentielle Risiko trägt, genetisch minderwertiges Sperma zu liefern und damit den Reproduktionserfolg der einzelnen Frau zu schmälern.

        • Ich bin nicht sicher, was er meint. Ich jedenfalls halte nicht Sex ja/nein für den großen inneren Konflikt, sondern dieser Mann vs. ein anderer.

        • „Ich jedenfalls halte nicht Sex ja/nein für den großen inneren Konflikt, sondern dieser Mann vs. ein anderer.“

          Na ja, das passt ja zu meiner Überlegung 🙂

  6. „Aber nie wurde dabei die eigene Unterlegenheit so zum Ausdruck des Anspruchs einer moralischem Überlegenheit “

    Alex, stimme Dir zu dein zweiter Beitrag erläutert deinen etwas missverständlichen ersten.

    Aber in dem Satz, müsste es da nicht heißen “ … dabei die eigene VORGEBLICHE Unterlegenheit …“ ?

    • Logisch, diese „Unterlegenheit“ ist natürlich Pose, was aus dem Kontext wohl schon rüberkommt und ein „vorgeblich“ mehr oder minder überflüssig machen tät…

      Die „unterlegene“ oder vielmehr „schutzbedürftige Frau“ ist natürlich keine Erfindung des Feminismus, sondern eine Zweckerfindung der Moderne im Rahmen einer familiären Arbeitsteilung. Ich glaube nicht, dass dies zB in der Antike eine Rolle gespielt hätte. Sonst wäre doch von irgendeinem dieser ganzen Schriftsteller etwas von einem dementsprechenen Frauenbild bekannt. Ebenso das Mittelalter, wo der Fokus plötzlich auf die Verehrung der Frau als Art Halbgöttin oder Lehensherrin fiel (allerdings nur die Elite, den Adel, betreffend).
      Heute scheint eine seltsame Melange aus dem mittelalterlichen Übermenschinnen-Bild und dem der Zweckdienlichkeit für die Moderne (Schutzbedürftigkeit und Mutterliebe) zu herrschen. Statt sich mit diesem Rollenbild kritisch auseinanderzusetzen, wie man eigentlich aus dem Selbstanspruch des F-nismus lesen müsste, wurde dieses Bild noch ausgebaut und wie selbstverständlich übernommen.

      Und dies bringt mich zu deiner Vorstellung, die „Kontrolle der Frau ist also eine Voraussetzung, das(s) überhaupt eine stabile Zivilisation entstehen kann“ inklusive „Hypergamie“. Diese Vorstellung, gerne biologisch begründet, ist mMn lediglich eine Facette der oben genannten „seltsamer Melange“ aus dem das heutige Frauenbild besteht. Die angebliche „Triebhaftigkeit“ der Frau und ihre damit verbundene „Hysterie“ ist sicherlich nicht zufällig eine Nebenerscheinung der Moderne, regelrecht berühmt geworden durch den Quacksalber 😉 Freud (die Mielenskaya im Video oben macht ja auch einen ganz interessanten Seitenhieb drauf).

      In der ausgeprägtesten Variante heutzutage ist diese Vorstellung der im Zaum zu haltenden angeblichen besonderen Triebhaftigkeit der Frau natürlich im Islam ausgeprägt. Ich habe mir die Sendung des Zdf, die oben verlinkt ist von dir, noch nicht angeschaut, könnte mir aber vorstellen, dass (auch wenn kein direkter Hinweis darauf auftaucht) die Ansichten durch die im Moment sehr durchdringende Islamophilie geprägt werden. Also Vorsicht mit kulturellen Vorurteilen….

      Und das bringt mich dann zu deiner Auffassung, Frauen würden iA eine allgemeine „Persönlichkeitsstörung“ haben:

      „seit ich aber im Umgang mit Frauen davon ausgehe, dass sie im Prinzip eine Persönlichkeitsstörung haben komme ich besser mit ihnen klar.“

      wobei du sicherlich an das Emotionalere und Irrationale denkst, was insbesondere bei Diskussionen (ich meine jetzt real life) immer wieder auffällt. Statt einer biologischen Gegebenheit sollte dies auch auf den speziellen Status zurückzuführen sein, auf die „seltsame Melange“. Leider kann man das wohl kaum wirklich beweisen, das eine oder das andere. Immerhin lässt sich sagen: Ideen verbreiten sich schneller und besser als ein Schnupfen. Einen anekdotischen Hinweis darauf bekam ich schon von mehreren Frauen im pers. Gespräch, ganz sicher keine Feministinnen und an sich uninteressiert an dieser Ideologie, die meinten: „nun, wir wurden Jahrtausende unterdrückt, nun sind wir mal dran, das ist doch nur fair“. Diese Ansicht scheint unmittelbar aus Solanas „Manifest“ zu kommen, bzw ist dort jedenfalls niedergeschrieben. Der Weg in die Empfänger scheint völlig indirekt gewesen zu sein, ein aufgeschnappter Halbsatz, irgendeine Meinungsäusserung – Ideenübertragung ist wie die Übertragung von Schnupfen, sehr effektiv.

      • Die These der Triebhaftigkeit der Frau ist m. E. eher eine männliche Projektion der eigenen unterdrückten Geilheit, daher insbesondere in sexuell repressiven Gesellschaften ausgeprägt.

        Frauen sind nicht besonders sexuell triebhaft, jedenfalls nicht im Vgl. mit Männern

        • Vielleicht nimmst Du das als Schwuler nicht so war, aber Frauen sind schon triebhaft, es äußert sich nur nicht so aggressiv wie beim Mann.
          Bei all diesen Erörterungen darf man natürlich nicht vergessen, dass es da bei beiden Geschlechtern die ganze Palette der Ausprägung von 0 bis 1000 gibt. es geht immer nur um statistische Mittel.

          „eigenen unterdrückten Geilheit, daher insbesondere in sexuell repressiven Gesellschaften ausgeprägt“
          interessanter Ansatz, das bedeutet ja, das in unserer Gesellschaft nicht die Sexualität der Frau, sondern die des Mannes unterdrückt wird.

        • „Vielleicht nimmst Du das als Schwuler nicht so war, aber Frauen sind schon triebhaft, es äußert sich nur nicht so aggressiv wie beim Mann.“

          Wie äußerst es sich denn dann?

      • Adrian,

        es wird mehr internalisiert und manifestiert sich dann autoerotisch. Wobei nicht der Orgasmus als solches als Zielvorgabe dominiert. Da reicht schon weniger 😉

  7. @lh
    „@virtualcd: Aber es fällt mir schwer Deinem Kommentar zu entnehmen, was genau Du als diesen inneren Widerspruch ansiehst? Geht es für Dich nur um Sex ja/nein? Dann würde ich widersprechen.“

    Nein, im Kern geht es nicht um Sex ja/nein – das wäre allenfalls ein Ausfluss.

    Mir scheint, dass Frauen typischerweise zum Sex ein viel spannungsgeladeneres Verhältnis haben, es eine viel heiklere Sache ist. In dem Sinne, dass sie dabei – im Vergleich zum Manne – mehr zu gewinnen, aber auch sehr viel mehr zu verlieren haben.

    Mehr zu gewinnen, weil das (potentielle) Lusterleben der Frau viel stärker ist. Pars pro toto: Habe einmal eine Studie gelesen (die ich gerade nicht schnell finde), wo rein auf der physiologischen Ebene beim Orgasmus die Frauen im Schnitt eine etwa 7 mal so starke Erregung aufweisen UND der Orgasmus auch ca. 7 mal so lange im Schnitt dauert. Wenn wir Länge und Intensität multiplizieren, dann kommen wir auf eine Erlebensverhältnis von 1:50 zugunsten der Frau!
    Nicht, dass dies jetzt für das tatsächliche sexuelle Geschehen sooooo wichtig wäre, deswegen wie gesagt: pars pro toto.

    Auf der anderen Seite ist Sex für die Frau auf den unteren Ebenen des Nervensystems sehr viel stärker ein Sache von Leben und Tod. Eine existenzielle und teilweise bedrohliche Urkraft.
    Und jeder Kernkraftwerkstechniker weiß: Wenn man sich mit den Urkräften einlässt, sie entfesseln möchte, dann braucht man ein gutes „containment“.

    Dieser Widerspruch, der weitestgehend dem Bewusstsein entzogen, aber neuronal (und auch hormonell) natürlich trotzdem hoch wirksam ist, bewirkt dann auf der kognitiven Ebene eine Dissonanz. Mit den beschriebenen Folgen von Verdrängung und Projektion.

    Aber es kann auch erklären, warum die meisten Balzrituale in der Paarbildung seitens der Frau diese beiden widersprüchlichen Seiten immer enthalten: das Wechselspiel von sich anbieten und sich wieder entziehen. Das ist teilweise in Kulturen ja hochgradig ritualisiert. Und diese sozialen Rituale der Frau erlauben es ihr in der heterosexuellen Annäherungssituation beide Grundimpulse (hin zu und weg von) gleichzeitig zu leben. Die Rituale sind also ein Ausdruck der strukturell biologisch widersprüchlichen Stellung der Frau zum Sexualakt.

    • Ich glaube nicht, dass Sex für Frauen mehr eine Sache von Leben und Tod ist. Das scheint mir eine Rationalisierung oder Wunschvorstellung in Bezug auf die „Kostbarkeit“ weiblicher Sexualität. Eine Erklärung, warum ein Mann diese Sexualität nicht „nachgeschmissen“ bekommt. Es scheint mir so ähnlich wie die traditionelle Vorstellung, dass Frauen Sex nur mit viel Komfort in stabilen Verhältnissen etc. wollen.

      Nein, Frauen mögen Sex, wollen Sex, sind sehr locker mit Sex – wenn der Mann der richtige Mann ist. Und dieser letzte Teil ist eben schwierig für das Ego der Männer und auch für das Ego der Frau, weil „der richtige Mann“ oft so anders ist, als was sie denkt, dass er sein sollte und was ihr gesagt wurde, wie er sein sollte.

      • …Mehr zu gewinnen, weil das (potentielle) Lusterleben der Frau viel stärker ist. Pars pro toto: Habe einmal eine Studie gelesen (die ich gerade nicht schnell finde), wo rein auf der physiologischen Ebene beim Orgasmus die Frauen im Schnitt eine etwa 7 mal so starke Erregung aufweisen UND der Orgasmus auch ca. 7 mal so lange im Schnitt dauert. Wenn wir Länge und Intensität multiplizieren, dann kommen wir auf eine …

        Genau das wird jeder Mann, wenn er ehrlich zu sich selbst ist bestätigen. Sein Vergnügen ist üblicherweise nichts als der Zünder für die Explosion der Frau, wenn er es denn (aus weiblicher Sicht) richtig anstellt.
        Wobei, das erleben des Mannes selbst sehr viel intensiver sein kann, wenn er sich stärker auf sich selbst besinnt, eigenes Erleben bewusster wahrnimmt, auch mal was zulässt, und sich nicht nur über die Stärke der Erektion und die Befriedigung der Frau definiert.
        Dazu braucht es aber auch eine Partnerin, die das zulässt und mitmacht, die sind aber leider relativ rar.
        Da eben doch leider relativ viele Frauen diese Vorstellung haben, dass der Mann “ liefern“ muss, wie es neudeutsch heißt und das wirklich zweisame vernachlässigen.

        Daneben ist dieses potentiell stärkere Erleben auch ein Grund für die stärkere Triebhaftigkeit der Frau die eben wegen der widersprüchlichen inneren Regungen nicht immer so herüber kommt.

        • es wird eine Kombination aus Kultur und Natur sein.
          Frau hat potentiell weniger Offspring, wozu also selektieren, auf alles draufzuspringen, was ein Y-Chromosom trägt?
          Am Ende wird man da noch schwanger von Horst Dieter während zwei Wochen später Prinz Charming ins Dorf eingeritten kommt. Außerdem kriegt man da noch Geschlechtskrankheiten.
          Und dazu kommt die Kultur, es sind nämlich nicht nur ein paar missgünstige Freundinnen die einen dann „Schlampe“ nennen.
          Ich würde also sagen, es ist bei Frauen auch so, dass es mehr/stärkere „Gegenkräfte“ als beim Mann gibt, die die ein oder andere Gelegenheit verhindern, die ein Mann vielleicht nutzen würde.

        • Atacama,

          „…es ist bei Frauen auch so, dass es mehr/stärkere “Gegenkräfte” als beim Mann gibt,…“

          Gut beschrieben.

        • „Genau das wird jeder Mann, wenn er ehrlich zu sich selbst ist bestätigen. “

          Das bestätige ich nicht.

          „Daneben ist dieses potentiell stärkere Erleben auch ein Grund für die stärkere Triebhaftigkeit der Frau “

          Wie äußert sich denn die angeblich stärkere sexuelle Triebhaftigkeit der Frau?

        • Und wieviel der Hotpants tragenden Frauen wollen Sex?

          Seid doch mal realistisch. Die These von der höheren sexuellen Triebhaftigkeit der Frau ist absurd. Das Geschlecht, dass eine Eizelle pro Monat produziert und ein Reproduktionspotential von einem Kind pro Jahr hat, muss dafür Sorge tragen, dass ihre Geilheit begrenzt wird.

          Ihr braucht Docht bloß heterosexuelle Frauen und schwule Männer zu vergleichen um du These von der triebhaften Frau ad absurdum zu führen.

        • „Ihr braucht Docht bloß heterosexuelle Frauen und schwule Männer zu vergleichen um du These von der triebhaften Frau ad absurdum zu führen.“

          Ich weiß … finde die Idee auch doof, daß Frauen eigentlich geiler seien.

          Niemand wird zeigen können, daß Frauen soviel für einen Fi** für einen Mann machten, wie es viele Männer tun.

        • Solange ihr den Trieb ausschließlich im Kontext von Geschlechtsverkehr mit einem Mann und Orgasmus seht, werdet ihr die autoerotische Komponente des Hotpants-Tragens nicht verstehen 😉

        • Eben. Frauen würden viel für Schuhe oder Handtaschen tun, aber nicht für Sex. Sie würden Sex einsetzen um an Schuhe oder Handtaschen zu kommen, aber sie würden nicht Schuhe oder Handtaschen abgeben, um an Sex zu kommen.

        • Adrian,

          lös Dich von Deiner Konditionierung und sieh ihn einfach als Trieb, der nach Befriedigung verlangt.

          Wie die konkrete Handlung zur Befriedigung dann aussieht ist ja erstmal offen. Wichtig ist ja nur, dass der Trieb durch diese Handlung erstmal gestillt wird.

    • Aus der peripheren physiologischen Erregung (welche Parameter hat man denn da überhaupt gemessen?) kann man keinesfalls auf die subjektiv erlebte Intensität des Erlebens schließen.
      Wenn schon physiologisch, dann müsste man neurophysiologisch z.B. mit PET oder fMRI messen, vor allem die Aktivität in mesolimbischen Arealen wie dem Nucleus accumbens, oder auch anderen limbischen Strukturen und Basalganglien (nucleus caudatum).
      Entscheidend sind dann natürlich vor allem Hormone, aber selbst mit diesen kann man nicht den subjektiven Erlebnisgehalt bestimmen.
      Katecholamine, Endorphine und Oxytocin.
      Ich wüsste nicht, dass insbesondere die Ausschüttung von Katecholaminen beim weiblichen Orgamus höher wäre. Selbst wenn, spricht auf der Verhaltensebene wenig für einen so viel intensiveren Orgasmus. (Völlig risikolose) Masturbation ist im Vergleich zu Männern deutlich reduziert. Es gibt auch genügend Frauen, die einen völlig entspannten Umgang mit ihrer Sexualität haben, und dennoch nicht mehr Appetenz zeigen als Männer. Wäre der weibliche Orgasmus um ein Vielfaches intensiver als der von Männern, würde jede Frau beim Masturbieren verhungern.

      Vor allem aber müssen auch, wie schon angeklungen ist, inhibitorische Faktoren miteinbezogen werden (Frontalhirn, z.B. gyrus rectus).
      Die modulierende Rolle von Serotonin auf das Sexualverhalten ist generell relevanter als das – hier oft überstrapazierte – Testosteron.
      Es hat ja den Ruf, eines von mehreren „Glückshormonen“ zu sein. Tatsächlich ist der Begriff „Zufriedenheits“-hormon treffender. Und als solches macht es recht gleichgültig auch gegenüber sexueller Stimuli.
      Ein Abfall (!) von Serotonin knippst die Libido an, ein Anstieg knipst sie wieder aus.
      Ein Grund, warum Orgasmussucht (Sex, Porno, Masturbation) in aller Regel mit Depression einhergeht, eine seretonerge Behandlung (SSRI) wiederum meist mit völlig Erliegen der Libido.

      Frauen in einer glücklichen Langzeit-Bezieherung haben wohl eher einen stabilen Serotoninspiegel und daher seltener Lust auf Sex. Auf der anderen Seite haben sie beim Sex wesentlich leichter Orgasmen.

      • serotonerg

        Kurz gesagt: wäre der weibliche Orgasmus intensiver, würden sich Frauen diesen sehr viel häufiger verschaffen bzw es versuchen.

        • Nur wenn dieses intensive Empfinden positiv engrammatisch gespeichert wird.

          Sorgt nicht der Ausstoss von Endorphinen nach dem Orgasmus durch Triggerung des mesolimbischen System für diese positiven Engramme?

          Nur ist dieser Endorphinausstoss bei Frauen halt viel geringer…

        • Mit dem Begriff „Engramm“ kann ich nichts anfangen. Alle emotionalen Erlebnisse werden vom Gehirn „gespeichert“, jedes intensive Erleben wirkt sich auf zukünftiges Verhalten aus.

          Endorphine werden soweit ich weiß eher vor dem Orgasmus ausgeschüttet, bzw. begleiten dahin. Und gerade die spielen eine ähnliche Rolle wie Oxytocin, benötigen – in PU-Sprache – eher „Komfort“ als „Attraction“.

        • Es gibt positive Engramme und negative und bei beiden die Möglichkeit, diese dem Abruf zu entziehen. Das sind die berühmen verdrängten Erinnerungen, Traumata, die zwar Triggerpunkte haben, aber so weit „vergraben“ sind, dass sie nicht auf Trigger ansprechen.

          Und das Gros der Endorphine wird unmittelbar nach dem Orgasmus ausgestossen und dient primär der schnellen aber nicht unkontrollierten Muskelrelaxation (da die eigentliche körperliche Arbeit bei einem Orgasmus die Muskelkontraktion ist, hauptsächlich im Unterleib aber nicht auf diesen beschränkt)

        • Ah okay, „Engramm“ ist wohl ein veralteter Begriff, der auf Eugen Bleuler zurückgeht? Was meinst du mit „positiv“ und „negativ“? Die Valenz der damit verbundenen Emotionen?

          Bei einem Trauma sind Erinnerungen nicht „vergraben“, sondern eher fragmentiert bzw. dissoziiert, man könnte auch sagen durch zu intensive damit assoziierte Emotionen, Angst/Panik, Trauer, Schmerz „blockiert“.
          Sex ist aber in aller Regel kein Trauma.

          Ich denke du meinst eher Oxytocin, dieses hat tatsächlich einen massiven Peak beim/nach dem Orgasmus und entspannt die Muskeln.
          Ich kenne keine genaue Verlaufskurve von ß-Endorphin und Co., aber diese werden beim Sex von Beginn an ausgeschüttet. Kann schon gut sein, dass es da auch nochmal beim Orgasmus nen Peak gibt.

        • „veraltet“? Jetzt fühle ich mich gerade richtig alt 😦

          Ja, die Wertigkeit der Emotion ist damit gemeint.

          Ich habe „vergraben“ als Bildnis deswegen in Anführungszeichen gesetzt. Tatsächlich gibt es keinen Garten im Gehirn wo irgendwas vergraben wird damit es niemand findet 😉

          Sex ist zwar in aller Regel kein Trauma, aber hat als Interaktion mit anderen mit eins der höchsten Trauma-Potentiale.

          Oxytocin ist auch im Spiel, dieses wirkt allerdings länger nach während Endorphin ad hoc ist. Wenn ich mich recht entsinne, entspricht der Peak dem der Erregungskurve.

          Kennst Du von Masters und Johnson „Die sexuelle Reaktion“?

        • Ich glaube da sind wir uns doch in allem einig 🙂

          Und du hast auch damit Recht, dass man wohl auch durchaus davon ausgehen kann, dass z.B. Stress und depressive Gefühle die Wahrscheinlichkeit einer Enkodierung reduzieren, diese sind ja mit Zellwachstum in hippocampalen Bereichen verknüpft.

          Kennst Du von Masters und Johnson “Die sexuelle Reaktion”?

          Ja, Masters & Johnson ist wohl der Klassiker und immernoch aktuell. Allerdings scheint deren Modell wohl viel eher für Männer zutreffend als für Frauen. So mein Eindruck, so auch gehört in einer Fortbildung, wo für Frauen ein anderes Modell präferiert wurde (müsste ich nochmal suchen).

          Ich denke der Hauptunterschied wird wohl sein, dass Männer beim Sex mehr Dopamin ausschütten, Frauen mehr Oxytocin.
          Daher werden Männer eher süchtig nach Orgasmen, Frauen verlieben sich eher. Was ja auch toll ist, aber halt nicht in jedem Fall von in Aussicht stehendem Sex besonders vielversprechend.

        • Nebenbei möchte ich ausmaslos darauf hinweisen, daß ausmanslos nur Frauen Gleichstellungsbeauftragte werden dürfen und Männern das Wahlrecht verweigert wird.

          Wir sind erklärt keine gleichberechtigte westliche Gesellschaft!

          Da sind die Russen unter Putin weiter!!

          Die Russen haben keine Anti- Gleichberechtigungsbeauftragte.

        • „wo für Frauen ein anderes Modell präferiert wurde “

          Interessant, ging dann an mir irgendwie vorbei. Ich fand auch das weibliche Modell ganz plausibel, ausgeprägte Plateau-Phase mit einzelnen kleinen (plural möglich) Orgasmus-Peaks, die zudem noch unbewusst auf der Zeitachse von der Frau steuerbar sind.

          Ist natürlich ein extrem androzentrisches Modell (die Frau richtet ihren Orgasmus an dem des Mannes aus) und damit heute ganz böse 😉

          Dopamin als Treiber anstelle von Endorpinen beim männlichen Orgasmus? Da müsste man mal recherchieren, inwieweit die künstliche Zuführung von Dopamin das sexuelle Empfinden beeinflusst bzw. die Patienten von Assoziationen zu Sex berichten….

          „östrogen die Wirkung von Oxytocin verstärkt,“

          Dieses „sich wohlfühlen wollen“ ist ja schon ein starker expliziter Antrieb bei Frauen, wird ja auch im Marketing massiv eingesetzt (Heute im Angebot: Wellness-Socken XD )

  8. Dopamin als Treiber anstelle von Endorpinen beim männlichen Orgasmus?

    Ich denke das dürfte doch allgemeiner Konsens sein, dass vor allem Dopamin (und Noradrenalin) maßgeblich ist.

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