36 Fragen zum Verlieben

Über den Podcast „Ohrgastic“ (den ich durchaus gelungen finde, ruhig mal reinhören) bin ich auf die „36 Fragen, die dazu führen, dass man sich verliebt“ gestoßen.

1. Wenn Sie die freie Wahl hätten: Wen aus der großen weiten Welt hätten Sie gern als Essensgast?

2. Wären Sie gern berühmt? Wenn ja: wodurch?

3. Bevor Sie jemanden anrufen: Proben Sie da manchmal, was Sie sagen wollen? Warum?

4. Was macht für Sie einen „perfekten“ Tag aus?

5. Wann haben Sie das letzte mal vor sich hin gesungen? Und für jemand anderen?

6. Wenn Sie 90 Jahre alt werden könnten und sich aussuchen könnten, ob Sie für die letzten 60 Jahre lieber den Geist oder den Körper eines 30-jährigen behalten wollten: Was hätten Sie lieber?

7. Haben Sie insgeheim eine Ahnung, wie Sie sterben werden?

8. Nenne Sie drei Dinge, die Sie und Ihr Gegenüber gemein haben könnten.

9. Wofür sind Sie in ihrem Leben am dankbarsten?

10. Wenn Sie etwas ändern könnten an der Art, wie Sie erzogen wurden: Was wäre das?

11. Erzählen Sie Ihrem Gegenüber in vier Minuten Ihre Lebensgeschichte und zwar möglichst detailreich.

12. Wenn Sie morgen aufwachten und hätten über Nacht irgendeine Eigenschaft oder Fähigkeit erlangt: Was sollte das sein?

13. Wenn Ihnen eine Kristallkugel die Wahrheit verraten könnte über Ihr Leben, Ihre Zukunft oder irgendetwas anders: Was wollten Sie wissen?

14. Träumen Sie schon lang davon, etwas Spezielles getan zu haben? Warum haben Sie es nicht getan?

15. Was ist die größte Errungenschaft Ihres Lebens?

16. Was schätzen Sie am meisten an einer Freundschaft?

17. Was ist Ihre schönste Erinnerung?

18. Was ist Ihre schrecklichste Erinnerung?

19. Wenn Sie wüssten, dass Sie in einem Jahr plötzlich sterben, würden Sie etwas an Ihrer Art zu leben ändern? Warum?

20. Was bedeutet Freundschaft für Sie?

21. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in Ihrem Leben?

22. Nennen Sie abwechselnd eine Eigenschaft Ihres Gegenübers, die Sie für positiv halten, und zwar fünf pro Person.

23. Wie viel Nähe und Wärme gibt es in Ihrer Familie? Finden Sie, dass Ihre Kindheit glücklicher war als die vieler anderer?

24. Was empfinden Sie über die Beziehung zu Ihrer Mutter?

25. Treffen Sie drei ehrliche „Wir“-Aussagen. Zum Beispiel „Wir sind beide in diesem Raum und fühlen uns…“

26. Vervollständigen Sie diesen Satz: „Ich wünschte mir jemanden, mit dem ich darüber reden könnte, dass …“

27. Wenn Sie beide enge Freunde würden, was sollte der andere über Sie wissen?

28. Sagen Sie Ihrem Partner, was Sie an Ihm mögen; seien Sie jetzt sehr ehrlich und sagen Sie sogar Dinge, die Sie einem anderen nach so kurzer Zeit nicht sagen würden.

29. Erzählen Sie Ihrem Gegenüber von einem peinlichen Moment in Ihrem Leben.

30. Wann haben Sie zum letzten Mal vor einer anderen Person geweint? Wann für sich allein?

31. Sagen Sie Ihrem Gegenüber, was Sie jetzt schon an ihm mögen.

32. Was – falls es das überhaupt gibt – ist zu ernst, als dass man darüber Witze machen dürfte?

33. Wenn Sie heute Abend sterben würden und sich niemandem mehr mitteilen könnten: Was nicht gesagt zu haben, würden Sie am meisten bereuen? Warum haben Sie es noch nicht gesagt?

34. Ihr Haus mit all Ihrem Besitz geht in Flammen auf. Nachdem Sie Ihre Liebsten und Ihre Haustiere gerettet haben, können Sie noch mal rein und eine Sache raus holen. Was wäre das? Und warum?

35. Wessen Tod von allen Menschen in Ihrer Familie wäre für Sie am beunruhigendsten? Warum?

36. Berichten Sie Ihrem Partner von einem persönlichen Problem und bitten Sie ihn um Rat, wie er damit umgehen würde. Bitten Sie ihn auch, Ihnen seinen Eindruck darüber zu schildern, wie Sie sich ancheinend mit dem Problem fühlen.

Danach soll man sich noch 4 Minuten in die Augen schauen.

Die fragen kommen wohl aus dem Englischen. Ich hätte sie eher mit „Du“ übersetzt, sonst ist schon zuviel Distanz vorhanden.

Die Jungs in dem Podcast gehen sie spasseshalber durch und diskutieren dann noch ob es klappt.

Ich glaube ebenso wie sie, dass man es wohl etwas merkwürdig finden würde, wenn die jemand bei einem ersten Date rausholt, den man tatsächlich vorher nicht kennt.

Was wäre aber der Effekt der Fragen? Ich würde sagen, dass sie in gewisser Weise Komfortmaterial sind. Einige Fragen sind eben schon recht persönlich und wahrscheinlich fühlt man danach automatisch eine gewisse Nähe, einfach weil man viel offenbart hat, der andere auch und man auch noch was für den anderen getan hat und etwas über ihn gesagt hat. Das kann man dann wahrscheinlich nur rückwärts rationalisieren damit, dass er einem dann wohl was bedeuten muss.

Etwas ähnliches gibt es auch aus dem Pickup-Bereich:

Das „Question Game“:

Die Regelen sind:

  • Man stellt abwechselnd Fragen, die der andere jeweils beantworten muss.
  • Die Fragen dürfen nicht langweilig sein
  • Man darf keine Frage stellen, die der andere schon gestellt hat.

Das verhindert, dass es zusehr ein Abfragen wird und man die Frage zurück gibt.
Es gibt keine festgelegten Fragen, aber die Idee ist, dass man erst etwas Attraction und Komfort abfragt und dann schnell sexueller wird, aber eben nur, wenn sie darauf anspringt. Das erlaubt einem zu testen, wie sie darauf reagiert und ist im besten Fall vorspiel:

Hier zB Vorschläge:

General questions:

Biggest lie you ever said
Has your daddy ever spanked you? I mean your biological daddy
Are you a cat person or a dog person?
What are you most proud of?
How will you know if you have lived a full life?
If Hollywood made a movie about your life what would it be rated and who
would be the star?
Are you closer to your dad or your mom?
If you could travel anywhere in the world where would you go?
If you could do anything in the world without fear of failure what would you do?
If you had to pick a relationship between these two which would you pick. A relationship that was the greatest sex you could ever imagine, but you weren’t deeply in love or one that was a notebook style romance, but the sex was just ok? (good pinging question)
If you could have any car in the world what would you drive?
What is your most embarrassing moment?
What’s one thing that if your mom new about you, she would freak out?
Do you have any tattoos?
Do you have any piercings?
What is your biggest insecurity?
If you could change anything about the way you were raised, what would it be?
What is your most treasured memory?
Do you prefer being around men or women? Do your closest friends tend to be men or women?

Sexual Questions:

Would you date a girl?
Have you made out with a girl? (Don’t ask them together with the above)
Have you ever gone out with no underwear?
Craziest place you ever had sex?
Do you watch porn?
Favorite sex position.
Have you been on a strip club?
What turns you on more than anything?
Have you ever been on a sex shop?
Have you ever been bound? (Handcuffs, ropes etc)
Can you name a porn star?
Ever been spanked?
Have you had satisfying sex within the last three months?
Dirtiest name you’ve been called in sex and you liked it?
Are you into BDSM?
What turns you on?

CHECKPOINT: (If you haven’t yet kiss closed… (Why btw????) Ask her Mystery’s kiss close „do you want to kiss me?“ No matter her answer keep it up. Don’t even flinch if she says no. I’ve had many girls tell me no and after 20 minutes jump on me. The decision to kiss her at this point is yours. If you think you can kiss her and f-close her go for it. If you think it’s better to get her hornier just ignore it. My advice is to always kiss close her before you reach this point. But shit happen.

End Game questions:

Spit or swallow?
Weirdest place you have masturbated?
Weirdest item that you have used to masturbate?
How many fingers you can fit inside you?
A fantasy of yours
Master or slave?
You do anal?
Ever had a threesome?
(If she says yes ask next question if it was MMF or FFM)
Would you ever film yourself having sex?
How many times you masturbate in a week in average?
Are you into dirty talk?
Are you loud in sex?
How many guys you’ve been with? (Just to avoid her asking you, but be careful it can backfire)
Trimmed or shaved?

Last question before sex (hopefully):

In a scale 1-10 how wet you are now? (If she says anything above 8 go for it. If she says anything under it, go on with the game.)

Ich finde dieses Setting etwas lebendiger und spielerischer, weil man nicht einfach Fragen von einem Zettel abarbeitet, sondern sich jeder welche ausdenkt (die oben sind nur Vorschläge, man kann sie natürlich auswendig lernen, wenn man das möchte). Und man eben auch nicht die gleichen beantwortet, sondern jeder andere. Hier ist natürlich zu bedenken, dass es einige Frauen schlicht abschrecken wird, wenn man zu schnell zu sexuell wird. Es ist der Menschenkenntnis des Spielenden überlassen, was abschreckt und was voranbringt. Es ist ein Spiel für den Komfort und Intimität Bereich (C1 bis C3)

Der erste Teil ist ebenfalls Komfort, der zweite Teil ist Intimität/Überleitung zum Sex, der dritte Teil ist schon recht direkt.

Es kann sehr viel Spass machen, gerade wenn man sie bei einer langweiligen Frage („wo bist du zur Schule gegangen“) etwas herausfordert und auf die zweite Regel verweist. Man muss es auch nicht strikt so sehen, dass sie ihre Antwort gibt und man danach direkt die nächste Frage stellt. Man kann bei einer Antwort ein Gespräch führen, sie etwas necken oder aufziehen, deutlich machen, dass man ihre Antwort gut findet etc.

Ich habe den ersten Teil mit Einstreuungen des zweiten Teils verwendet, wenn zwischen den Dates etwas Zeit war und die Resonanz war sehr gut. Wenn man mit der entsprechenden Frau nur Sex will, dann sollte man aber auch nicht zu lange bei Teil eins bleiben (also etwa über Wochen des Hin und Herschreibens), da es eben viel Nähe  und Komfort erzeugt und einen Frauen dann eher in die Beziehungsschiene einordnen (oder gar in die Friendzone, weil man nie etwas sexueller geworden ist). Dann sollte man die Sache eher vorantreiben und schauen, wie sie reagiert. Gerade das etwas unverschämte im dritten Bereich kann ein interessanter Tabuverstoß sein, der zu einem „Jetzt war ich schon so versaut, da kann ich auch weiter machen“ führt.

Was auch gut an dem Spiel ist: Sie kann nicht passiv sein, man ist also nicht der Alleinunterhalter, sondern sie muss antworten und selbst Fragen ausdenken. Es erfordert also einen gewissen Einsatz ihrerseits.

 

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71 Gedanken zu “36 Fragen zum Verlieben

  1. Es geht nicht nur um Komfort. Der „Trick“ bei den Fragen ist, dass der Gefragte recht tief in Erinnerungen und Gefühle eintaucht, man also bedeutende Gefühle hochholt. Weiter ist dann wichtig, bei diesen Gefühlsreisen schnell zwischen starken und gegensätzlichen Gefühlen hin und her zu springen. Wie z.B. die Folge von Frage 9 und 10: Zuerst sucht der Gefragte nach besonders schönen Erlebnissen aus der Vergangenheit und direkt danach im Prinzip nach Verletzungen. Es ist wohl dieser extreme Wechsel zwischen tief empfundenen Gefühlen, der zum Verlieben führt. Das ist auch jenseits des Fragenkatalogs ein gutes Game-Tool.

    • „Wie z.B. die Folge von Frage 9 und 10: Zuerst sucht der Gefragte nach besonders schönen Erlebnissen aus der Vergangenheit und direkt danach im Prinzip nach Verletzungen“

      Gute Beobachtung, danke dafür! Das könnte durchaus effektiv sein, das stimmt

    • Ich finde, das ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Pickup „funktioniert“. Irgendein Dummschwätzer schreibt was in einen Blog, andere Dummschwätzer unterlegen es mit Alltagspsychologie, die eine hohe Augenscheinvalidität hat (das gemeinsame Durchleben vielfältiger und intensiver Emotionen erzeugt Nähe, muss also was dran sein), und schon wird es für bare Münze genommen: „Gute Beobachtung, könnte was dran sein“.

      Tatsächlich ist dieser Fragenkatalog mehr als nur awkward.

      Ein paar einzelne sind sicher nicht schlecht, aber ein weiterer typischer Fehler ist, zu glauben dass sich das beliebig auf unsere Flirtkultur übertragen ließe.

      Wenn man sich amerikanische Dating-Shows ansieht (z.B. MTVs „Dismissed“ oder „Next“) ist dieser Interview-Stil beim Kennenlernen durchaus nicht unüblich und „tiefsinnige“ Fragen wie „was bedeutet Freundschaft für Sie dich“ oder „Wann haben Sie zum letzten Mal vor einer anderen Person geweint?“ können sogar als Eisbrecher funktionieren.
      Für eine deutsche Frau wiederum dürfte das unheimlich angestrengt und fast schon plump rüberkommen. Vor allem in der Häufung dann einfach nur wie ein albernes Quiz auf Schülerzeitungs-Niveau.

      Bei einem Flirt, den man fast schon im Sack hat, also bei vorhandenem weiblichen Interesse, funktioniert ohnehin fast alles, solange das Gespräch nicht stockt.
      Falls der Ausgang aber unsicher ist und die Frau noch keine innere Bereitschaft zur „Eskalation“ hat, sollte man schon wesentlich souveräner sein und keine so durchschaubare, offenbar vorerprobte Masche abziehen.

        • A heterosexual man and woman enter the lab through separate doors. They sit face to face and answer a series of increasingly personal questions. Then they stare silently into each other’s eyes for four minutes. The most tantalizing detail: Six months later, two participants were married.

          Na dann muss es ja an den genialen Fragen gelegen haben, wenn sich vor Jahrzehnten mal zwei Leute bei einem künstlich-intimen Gespräch kennengelernt haben.

          Die entscheidende Variable (neben dem völlig unnatürlichen Labor-Setting) ist, dass das Stellen der Fragen im Experiment überhaupt keine Rückschlüsse auf den Mann zulässt. Denn er gibt die Fragen nur wieder.
          Ein Mann, der freiwillig (!) so ein Interview anstelle eines Gesprächs führt, ist ein Idiot.

      • „Ich finde, das ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Pickup “funktioniert”. Irgendein Dummschwätzer schreibt was in einen Blog, andere Dummschwätzer unterlegen es mit Alltagspsychologie, die eine hohe Augenscheinvalidität hat (das gemeinsame Durchleben vielfältiger und intensiver Emotionen erzeugt Nähe, muss also was dran sein), und schon wird es für bare Münze genommen: “Gute Beobachtung, könnte was dran sein”.

        Tatsächlich ist dieser Fragenkatalog mehr als nur awkward.“

        Welcher von beiden? Der obere wurde nicht von Pickuppern, sondern einem Psychologen entwickelt.

        „Ein paar einzelne sind sicher nicht schlecht, aber ein weiterer typischer Fehler ist, zu glauben dass sich das beliebig auf unsere Flirtkultur übertragen ließe“

        Was steht dem denn aus deiner Sicht entgegen?

        „Wenn man sich amerikanische Dating-Shows ansieht (z.B. MTVs “Dismissed” oder “Next”) ist dieser Interview-Stil beim Kennenlernen durchaus nicht unüblich und “tiefsinnige” Fragen wie “was bedeutet Freundschaft für Sie dich” oder “Wann haben Sie zum letzten Mal vor einer anderen Person geweint?” können sogar als Eisbrecher funktionieren.
        Für eine deutsche Frau wiederum dürfte das unheimlich angestrengt und fast schon plump rüberkommen. Vor allem in der Häufung dann einfach nur wie ein albernes Quiz auf Schülerzeitungs-Niveau.“

        Nun mach mal den armen Psychologen nicht so fertig. Darin, dass man die ersten Fragen schlecht einfach so einbringen kann, sind sich doch hier alle einig. Ich schrieb es auch schon im Beitrag.
        Ich bezweifele selbst, dass das in den USA so geht.

        „Bei einem Flirt, den man fast schon im Sack hat, also bei vorhandenem weiblichen Interesse, funktioniert ohnehin fast alles, solange das Gespräch nicht stockt.“

        Auch Interesse ist nicht gleich Interesse. Klar, wenn sie einen gut findet dann muss man es eigentlich nur nicht versauen. Aber ich kenne genug erste Dates, bei denen die Leute nicht vorangekommen sind.

        „Falls der Ausgang aber unsicher ist und die Frau noch keine innere Bereitschaft zur “Eskalation” hat, sollte man schon wesentlich souveräner sein und keine so durchschaubare, offenbar vorerprobte Masche abziehen.“

        Wie die zweiten Fragen? Da frecher zu werden kann eigentlich durchaus „natürlich“ erscheinen. Gerade weil ihre eigenen Fragen ja immer dazwischen kommen.

  2. Ziemlich interessant. Wir haben das Experiment auch schon an unserer Uni ausprobiert. Es ist zwar schon sehr weit hergeholt, dass man sich danach verliebt, aber man spürt eine gewisse Nähe, die zumindest zu Freundschaft führt.

  3. Ich musste beim Querlesen doch etwas schmunzeln, dass gleich als zweite Frage „Has your daddy ever spanked you? I mean your biological daddy“ kommt. – Ich meine… ich habe auch schon gehört, dass PUAs gelegentlich versuchen, an Daddy-Issues zu appellieren, aber so plump geradeheraus und mit dem zusätzlichen Fallstrick, dass es als SM-Interesse verstanden werden kann?
    Nee… die würde ich definitiv streichen. 😛

    „If Hollywood made a movie about your life what would it be rated and who
    would be the star?“ scheint mir recht geeignet. Ist unverfänglicher Spaß und kann auch gleich genutzt werden, witzig mit der Frage zu spielen (à la „Samstagabend Marilyn Monroe, Montagmorgen Robert de Niro“).

    Die Tattoo/Piercing-Nummer erscheint mir ein pfiffiger Übergang. Hat schon Körperbezug (und speziell zu verborgenen Körperregionen, denn nach sichtbarem Zeug würde man ja nicht fragen), ist aber nicht eindeutig sexualisiert.

    Disclaimer: Ich hab mit Pick-up nichts am Hut und werde auch wohl nie Zugang dazu finden (ist mir zu strategisch), aber das sprang mir beim Überfliegen doch ins Auge.

    • Nachtrag: Bei besagter beanstandeter Frage musste ich gleich an diese Seite eines meiner Comics denken:

      Wie Dr. Blauspringer will man doch wohl lieber nicht rüberkommen. 😉

  4. Obwohl „Game ist der Retter“ ja fast schon ein Gemeinplatz ist, beschäftigt sich die Manosphere erstaunlich wenig mit Theorie und praktischen Beispielen von Game. Da gäbe es noch einiges jenseits von Mystery zu entdecken und diskutieren.
    Und sich mit Game zu beschäftigen dürfte für das Lebensglück eines jeden Mannes, egal in welcher Situation, um einiges förderlicher sein, als die Kenntnis irgendwelcher feministischer Theorien und ihrer Widerlegung.

      • Für mich wären diese Fragen eine vollkommme Verzerrung meiner Persönlichkeit. Von den 36 Fragen interessieren mich vielleicht 5 .

        Jemand der mir diese Fragen beim Kennenlernen oder Date stellt, würde ich für einen Psycho halten.

        • 1. Wenn Sie die freie Wahl hätten: Wen aus der großen weiten Welt hätten Sie gern als Essensgast?

          6. Wenn Sie 90 Jahre alt werden könnten und sich aussuchen könnten, ob Sie für die letzten 60 Jahre lieber den Geist oder den Körper eines 30-jährigen behalten wollten: Was hätten Sie lieber?

          12. Wenn Sie morgen aufwachten und hätten über Nacht irgendeine Eigenschaft oder Fähigkeit erlangt: Was sollte das sein?

          32. Was – falls es das überhaupt gibt – ist zu ernst, als dass man darüber Witze machen dürfte?

          34. Ihr Haus mit all Ihrem Besitz geht in Flammen auf. Nachdem Sie Ihre Liebsten und Ihre Haustiere gerettet haben, können Sie noch mal rein und eine Sache raus holen. Was wäre das? Und warum?

        • 1. Freunde

          6. Einfach. Der Körper verfällt ab ~40, der Geist ab ~70.

          12. Jeden Tag was anderes. Derzeit: Italienisch können.

          32. Es gibt nichts, was nicht – ggf. abhängig vom Kontext – Gegenstand eines Witzes sein kann. Witze sind ein menschlicher Mechanismus, mit schwierigen Themen klar zu kommen. Witze zu verbieten ist gleichbedeutend mit: Hör auf, das Thema geistig zu verarbeiten.

          34. Die klassische Antwort ist: Das Feuer. In meinem Fall auch einfach: Das Ding, von dem abhängt, ob ich beruflich weitermachen kann, um wieder auf die Füße zu kommen.

          Stimmt, manche Fragen sind OK.

        • Jemand der mir diese Fragen beim Kennenlernen oder Date stellt, würde ich für einen Psycho halten.

          Jupp. Irgendwo zwischen Frage 5 und 10 hatte das dringende Gefühl ganz schnell weg zu müssen.

        • „Jemand der mir diese Fragen beim Kennenlernen oder Date stellt, würde ich für einen Psycho halten.“

          Wer nicht? ^^

        • „Jemand der mir diese Fragen beim Kennenlernen oder Date stellt..“

          Typische Woody Allen Situation. Am besten noch vom langen Zettel abgelesen :mrgreen:

        • @alex

          Ich könnte mir auch höchstens vorstellen, dass man es selbst ausdrücklich als Witz darstellt, den man komisch sieht aber mal ausprobieren möchte, einfach aus Spass. Oder wenn es Dritte vorgeben, etwa in eine Speeddating (nur eben mit 36 Fragen pro date, was wohl zumindest eine Stunde dauern dürfte)

        • @chris
          Früher nannte man das Labern oder small talk. Und ja: es kann sehr unterhaltsam sein und taugt sicherlich zum Kennenlernen. Warum auch sollte man sich auch nur anstarren?

        • @alex

          „Früher nannte man das Labern oder small talk.“

          Es ist eben ein System für einen Small Talk. Gerade schweigen oder langweilige Themen oder der Umstand, dass man nie auch nur leicht sexuell wird, führen ja dazu, dass einige Flirts einfach nicht vorankommen

  5. Quatsch mit Sauce – reden wird überschätzt: Bin letztens auf eine Studie gestoßen, die folgendes Experiment durchführte:

    Lade 100 Frauen und Männer gleichen Alters zufällig ausgewählt ein und bilde Hetero-Paare willkürlich.

    Aufgabe: Sehen sie sich schweigend 20min in die Augen.

    Werfe die Leute wieder raus und warte 2 Jahre. Prüfe nach, wie viele Paare geheiratet haben. Resultat: 70%

    Folgerung: Reden zerstört Illusionen und biologische Faktoren sind piepegal.

    Ja, ich weiß…. ich such gleich mal den link.

    Außerdem könnt ihr sowieso nicht biologisch erklären, warum sich Leute scheiden lassen. ;-P

    • Intensiver Blickkontakt ist natürlich ein ganz starkes Signal. Ich glaube die PUA’s sprechen da von „laser eyes“. Auch das ein wichtiges Game-Tool, was aber die Bedeutung von anderen Dingen keineswegs ausschließt.

    • @elmar

      „Außerdem könnt ihr sowieso nicht biologisch erklären, warum sich Leute scheiden lassen. ;-P“

      Das ist doch recht einfach: Weil die Bindungschemie nicht strikt monogam und auf Lebenszeit angelegt ist, wie bei anderen Tieren, sondern einen Partnerwechsel zulässt

        • @elmar

          Nein, du denkst zu absolut. Das ist glaube ich ein Großteil der Differenzen.
          Ein Teil der Beziehungsbindung unterliegt einer „Abnutzung“, wie nahezu jeder Reiz. Hier ist das beschrieben:
          https://allesevolution.wordpress.com/2015/12/07/liebe-als-sucht-bzw-sucht-als-liebe-und-das-liebesleben-von-wuehlmaeusen/

          Wenn ich mich recht erinnere, dann stellt der Autor es so dar, dass die erste Liebe (oder der erste Kick bei einer Droge) oft noch tatsächliches Glück ist, weil man in Oxytocin gebadet ist und andere glücklichmachende Hormone ausgeschüttet werden. Das bewirkt eine Bindung. Wie bei vielen positiven Reizen wird diese Ausschüttung von reinen Glückshormonen aber mit der “Gewöhnung” an den Partner immer geringer. Es greift dann ein anderes System: Wenn man das, was einen bisher glücklich gemacht hat, nicht mehr hat, dann baut sich das oben genannte Stresshormon auf und dieser lässt dann nach, wenn man den “Reiz” wieder ausgesetzt ist. Das bewirkt dann den Trennungsschmerz und kann in bestimmten Fällen zu einem “ich kann nicht mit ihr und ich kann nicht ohne sie” führen: Wenn sie da ist hat man dann eben “Belohnungseffekt” mehr, weil dieser zu abgestumpft ist, ist sie aber weg, dann stellt sich der Trennungsschmerz ein.

          Damit sind wir offener für neue Reize, aber wir können natürlich auch andere Bindungsformen dagegen halten: Etwa wenn man es schafft neue Reize zu setzen, wenn man durch die Teamarbeit positive Signale setzt,wenn man eine freundschaftliche Bindung hat und wenn man auch sonst die Bindung durch die Ausschüttung von Hormonen am laufen hält. Oder auch schlicht Faulheit oder Mangel an besseren.

  6. Und es gibt wirklich Leute, die glauben, dass sowas wie etwa die siebte Frage jemanden dazu bringen kann, sich in sie zu verlieben?

        • Ja, es ist überhaupt traurig, das man etwas lernt. Warum sollte man so etwas jemals machen? Gleich mal abwerten. Er hatte je etwas davon gehabt soziale Interaktionen zu verbesseren. Nur natürliches flirten und interagieren ist gut!

        • Frauen sind natürlich so egozentrisch, dass sie zwar den gemachten Mann wollen, der „ganz natürlich“ all die richtigen Knöpfe drückt. Nur wie der Mann dahin kommt (nämlich immer durch Lernen und Ausprobieren), dass übersteigt wohl das Vorstellungsvermögen von Shark & Co.

        • Es ist total grotesk, jede Kritik an Pick Up damit abzukanzeln, dass man nicht wolle, das Männer was lernen^^

          “ Nur wie der Mann dahin kommt (nämlich immer durch Lernen und Ausprobieren), dass übersteigt wohl das Vorstellungsvermögen von Shark & Co.“

          Du widersprichst dir selbst. Wenn es ums Lernen und Ausprobieren geht, braucht man ja kein Pick Up. Pick Up verspricht ja gerade, diesen Lernprozess umgehen oder abkürzen zu können.

          Außerdem geht es bei dem obigen Beispiel ja nicht mal um Körpersprache, Sozial Skills o.ä. sondern einfach nur Fragen. Sich ein paar Fragen auszudenken, was man von der präferierten Person gerne wissen würde, ist doch nun selbst für Elliot Rodger nicht zuviel verlangt.
          Pick Up Artistst wirken wie eine Mischung aus Autist, instabilem Selbstwert und Heiratsschwindler. Ich glaube eher, Pick Up Artists sollten mal, bei allen Versuchen, Frauen zugänglich zu machen, mal an der eigenen Zugänglichkeit arbeiten, vielleicht wäre das manchmal das wichtigste.

        • Ich habe nicht jede Kritik damit abgekanzelt, sondern nur die, das man so etwas nicht lernen muss.

          Das verstehe ich generell nicht: es gibt genug Ratgeber in allen sozialen Bereichen. Von Smalltalk bis Menschenführung. Von verkaufen bis „wie komm ich mit der Schwiegermutter zurecht“. Frauenzeitschriften sind vom davon, auch und gerade im flirtbereich.

          Natürlich kann man sich solche fragen selbst ausdenken. Aber warum soll man sich nicht von Beispielen inspirieren lassen oder anhand dieser etwas entwickeln?

        • „Pick Up Artistst wirken wie eine Mischung aus Autist, instabilem Selbstwert und Heiratsschwindler.“

          Es lässt sich leicht lästern, wenn man das Geschlecht ist, das nur die Lippen schürzen muss, um einen ins Bett zu bekommen.

        • „Du widersprichst dir selbst. Wenn es ums Lernen und Ausprobieren geht, braucht man ja kein Pick Up. Pick Up verspricht ja gerade, diesen Lernprozess umgehen oder abkürzen zu können.“

          Im Prinzip ja. Aber ein „Natural“ hat mit dem Ausprobieren und Üben wahrscheinlich schon in der Grundschule angefangen. Oder sogar noch davor. Viele Schwestern zu haben hilft zum Beispiel.
          Wenn dagegen jemand mit 30 feststellt, dass es bisher nicht so lief, wie er wollte, dann muss er eben Abkürzungen nehmen um aufzuholen. Und auch der „Natural“ kann durch Verständnis der Systematik auch noch einiges gewinnen.

          Dass Frauen wie gesagt nicht die „Arbeit im Übungsraum“ sehen wollen, sondern den gemachten Mann, ist kein Wunder. Frauen gehen ja auch nicht auf Männerjagd mit dem Look, den sie morgens im Bett haben, sondern machen sich ziemlich aufwändig zurecht.

        • „Ich habe nicht jede Kritik damit abgekanzelt, sondern nur die, das man so etwas nicht lernen muss.“

          Genau, man lernt es durch Übung.

          „Von verkaufen bis “wie komm ich mit der Schwiegermutter zurecht”. Frauenzeitschriften sind vom davon, auch und gerade im flirtbereich.“

          Ja und? Habe ich gesagt, dass ich sowas lese oder für sinnvoller als Pick Up halte?
          Du argumentierst wie ein Moslem. Die sagen auch immer „Ja aber es gibt auch Christen die das machen“ „Und was ist mit den Kreuzzügen??“ so als ob das irgendwas ändern würde^^

          „Natürlich kann man sich solche fragen selbst ausdenken. Aber warum soll man sich nicht von Beispielen inspirieren lassen oder anhand dieser etwas entwickeln?“

          Weil es nur wieder ein weiteres Beispiel für „Selbstentfremdung“ ist. Du behauptest immer, Pick Up hätte was mit Selbstentwicklung zu tun, bringst dann aber immer nur solche Schablonen-Beispiele.
          Vielleicht ist es auch einfach eine persönliche Abneigung. Wenn ich sehe, dass das, was die Person sagt, nichts mit ihrer Ausstrahlung oder Körpersprache zu tun hat, finde ich es halt komisch.
          Kein Problem, wirst du jetzt sagen, man muss einfach ein Buch lesen, wo drin steht, wie man den Körper halten muss.

          Am Besten ist aber, man stellt solche Fragen gar nicht bzw. erst dann, wenn sie von alleine im Gespräch sich ergeben.

          Und besonders bei so persönlichen Fragen, mit dem Ziel emotionale Nähe zu bewirken, finde ich ein „Inspiration holen“ total abartig. Ich finde es generell total abartig, das „bewirken“ zu wollen anstatt das von alleine entwickeln zu lassen.
          Eine Person, die nicht von sich aus auf die Idee kommt, mich nach solchen Sachen zu fragen, will das offenbar auch gar nicht wissen.
          Wenn ich einen Mann nach seiner Familie frage, dann, weil er und damit sein Leben mich interessiert und ich es wissen will nicht weil ich mir davon erhoffe, dass er „emotional öffnet“ und ich für dieses Öffnen halt ein Werzzeug brauche und seine Familie eignet sich dafür vielleicht ganz gut, weil er ein Bild davon als Hintergrundbild im Handy hat.
          Genau deswegen finde ich Pick Up so abartig. Und dass Pick Upper das nicht verstehen, erst Recht. Das scheint einfach ein Menschenschlag bzw. ein Menschenbild zu sein, mit dem ich nicht klarkomme und auch nicht klarkommen will.

        • @Atacama:
          danke. Genau das meine ich eben auch.

          @C
          „Ja, es ist überhaupt traurig, das man etwas lernt. Warum sollte man so etwas jemals machen?“

          Gibt es eigentlich auch:
          – „36 Fragen zum Beginn einer Freundschaft“
          oder
          – „36 Fragen zum Staubsaugervertreter-Werden“
          oder
          – „36 Fragen zum Beitritt in einen Sportverein“

          ?

          Wenn ja, dann finde ich das ebenso befremdlich – und zwar obwohl ich nicht gerade der kommunikativste Mensch bin. Das ist alles küchenpsychologischer Unsinn. Das Gegenüber ist ja meistens nicht komplett bescheuert.

          Lustig, dass du immer so gekränkt reagierst, wenn jemand dein heiliges Pickup kritisiert. Bleib dabei, wenn es dir gefällt. Ist natürlich dein Kaffee. Aber wenn es so toll funktionieren würde, dann hättest du doch eigentlich keinen Grund, es so fieberhaft zu verteidigen.

          @Adrian
          „Es lässt sich leicht lästern, wenn man das Geschlecht ist, das nur die Lippen schürzen muss, um einen ins Bett zu bekommen.“

          Was für ein Unsinn. Das gilt vielleicht für die attraktivsten, jüngsten 10%. Der Rest muss gewiss nicht bloß „die Lippen schürzen“. Ich weiß nicht, woher dieser Mythos kommt. Vermutlich von irgendwelchen Webseiten, wo Frauen sich damit brüsten, ständig irgendwelche Kerle abwehren zu müssen. Der Realität entspricht das nicht.
          Und hier ist zudem nicht vom „Ins-Bett-Bekommen“ die Rede, sondern von Verlieben. Damit haben es Frauen gewiss nicht leichter.

        • @shark

          „Gibt es eigentlich auch:
          – „36 Fragen zum Beginn einer Freundschaft“ oder
          – „36 Fragen zum Staubsaugervertreter-Werden“ oder
          – „36 Fragen zum Beitritt in einen Sportverein““

          Ich weise erst einmal darauf hin, dass die 36 Fragen aus der Psychologie kommen, nicht aus dem Pickup.
          Aber ja, all so etwas gibt es. Es gibt
          https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=freunde+finden
          https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=verk%C3%A4ufer&rh=i%3Aaps%2Ck%3Averk%C3%A4ufer
          https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=vereinsrecht&rh=i%3Aaps%2Ck%3Avereinsrecht

          „Wenn ja, dann finde ich das ebenso befremdlich – und zwar obwohl ich nicht gerade der kommunikativste Mensch bin. Das ist alles küchenpsychologischer Unsinn. Das Gegenüber ist ja meistens nicht komplett bescheuert.“

          Wie gut bist du denn mit Jungs/Männern? Wußtest du alles von selbst oder gibt es Frauen, die das besser können? Hast du dich schon mal über Jungs/Männer geärgert, weil sie nicht flirten können oder weil sie Sachen falsch gemacht haben? Oder kennst du Freundinnen, die von einem Date wiedergekommen sind und sich geärgert haben oder es langweilig fanden oder die sich dachten, dass der Junge/Mann irgendwie gar nicht vorankommt, trotz all der Signale die sie senden?
          Da ist doch eindeutig ein hoher Bedarf vorhanden, auch für ansonsten schlaue und soziale Menschen.
          Das ganze wird dadurch erschwert, dass Männer und Frauen sehr verschieden sind und da genug fehlerhaftes Wissen verbreitet wird.

          „Lustig, dass du immer so gekränkt reagierst, wenn jemand dein heiliges Pickup kritisiert“

          Mich ärgert einfach die Art der Kritik. Sie ist so gut wie nie in der Sache. Es ist immer das abdriften in die Abwertung der Nutzer im Sinne von „Flirten kann doch jeder, wer Pickup braucht ist Autist/ein sozialer Versager/kein guter Mensch“.

          „Bleib dabei, wenn es dir gefällt. Ist natürlich dein Kaffee“

          Werde ich. Ist auch kaum mehr rückgängig zu machen.

          „Aber wenn es so toll funktionieren würde, dann hättest du doch eigentlich keinen Grund, es so fieberhaft zu verteidigen.“

          Auch nett. Also deine These ist, dass man etwas was funktioniert, nicht verteidigen darf, weil man sonst beweist, dass es nicht funktioniert?
          Überlege bitte mal, was das logisch bedeuten würde.

          „Was für ein Unsinn. Das gilt vielleicht für die attraktivsten, jüngsten 10%. Der Rest muss gewiss nicht bloß „die Lippen schürzen“. Ich weiß nicht, woher dieser Mythos kommt“

          Wenn es nur um Sex geht, dann ist das wirklich einfach. Jedenfalls wesentlich einfacher als als Mann.

          „Und hier ist zudem nicht vom „Ins-Bett-Bekommen“ die Rede, sondern von Verlieben. Damit haben es Frauen gewiss nicht leichter.“

          Frauen haben weitaus häufiger als Männer das Problem, dass sie zwar Kandidaten haben, die ihnen Interesse signalisieren, in die sie aber nicht verliebt sind.

        • Aber wenn es so toll funktionieren würde, dann hättest du doch eigentlich keinen Grund, es so fieberhaft zu verteidigen.

          Ich denke, das erklärt sich am besten mit „sunk costs“, so würde es Christian jedenfalls erklären, wenn es ihn nicht selbst betrifft 😉

          Ich finde, PU hat seine Berechtigung, denn es gibt eine Nachfrage, und es gibt ein Angebot von Leuten, die ihre Erfahrungen und Überlegungen teilen wollen.
          Die gleiche Berechtigung und Qualität, wie Homöopathie (manchen hilft’s!), Ratgeberliteratur von Laien, gerade auch die bisher eher frauengeprägten Beziehungsratgeber, sowie die „welcher Persönlichkeits-Typ bist du?“ in Brigitte und anderen Frauenzeitschriften.
          PU bringt eine bisher fehlende männliche Perspektive in diese Sphäre, das finde ich grundsätzlich gut.

          Längst nicht alles in PU ist realitätsferner Kappes, im Gegenteil.

          Aber die Lehre leider halt unter der gleichen Fehleranfälligkeit, Einseitigkeit, Unterkomplexität und ideologischen Verzerrungen wie alle anderen pseudowissenschaftlichen Lehren auch. Es gibt keinerlei Methodik außer das notdürftige Korrektiv „Rezeption“, um Fehlschlüsse zu vermeiden. Richtig ist, was (bestimmte, nachfragende) Leute für plausibel halten.
          Diese Leute haben u.a. einen völlig offensichtlichen essentialistischen und misogynen Bias.

          Diesen aufzuzeigen, löst natürlich Widerstand aus. Dass jegliche Einwände von Christian und anderen Jüngern als „Hass“ wahrgenommen werden, sagt am meisten über diese Community aus.

        • @david

          „Aber die Lehre leider halt unter der gleichen Fehleranfälligkeit, Einseitigkeit, Unterkomplexität und ideologischen Verzerrungen wie alle anderen pseudowissenschaftlichen Lehren auch. Es gibt keinerlei Methodik außer das notdürftige Korrektiv “Rezeption”, um Fehlschlüsse zu vermeiden. Richtig ist, was (bestimmte, nachfragende) Leute für plausibel halten“

          Pickup ist natürlich nicht Wissenschaft. Es fehlt an der Dokumentation im wissenschaftlichen Sinne. Es bleibt insofern unklar, ob bestimmte „Experimente“ tatsächlich und wie durchgeführt worden sind.
          Es ist aber keineswegs so, dass es einfach nur Behauptungen sind. Wenn jemand etwas „veröffentlicht“, dann greifen es durchaus Leute auf, probieren es und berichten ihre eigenen Erfahrungen damit. Ansätze anderer werden hinterfragt und mit den eigenen Erfahrungen und Modellen abgeglichen.
          Das Problem ist ja auch schon mehrfach diskutiert worden: Tatsächliche Wissenschaft versagt hier, weil Wissenschaftler üblicherweise aus ethischen Gründen weit vorher halt machen müssen. Sie können kaum jemanden losschicken und ihn bis zum „Fuck-Close“ kommen lassen und das alles unter Aufzeichnung der Vorgänge und genauer Überwachung, damit man es dann säuberlich auswerten kann.
          In wissenschaflichen Studien werden Frauen mit bestimmten Aussagen konfrontiert und sollen dann entscheiden, ob sie auf ein nächstes Date gehen. Damit kommt man eben kaum sehr weit. Pickup hingegen ist darauf entstanden, dass sich „Player“ in Foren ausgetauscht haben und neue Ideen wiederum getestet haben.
          Es ist ein sehr reicher Vorrat an Flirtvorgängen, bei dem man sicherlich die Streu vom Weizen trennen muss, was ein großes Problem sein kann.

          Aber das rückt es nicht in die Nähe der Homöopathie und es sind solche Wertungen, die deinen Hass deutlich machen. Denn Homöopathie ist eben bereits in einer vielzahl von Studien wiederlegt, ich kenne keine, die wirklich gegen Grundsätze des Pickups spricht. Im gegenteil, die Forschung bestätigt die dortigen Ansätze eher, soweit sie überprüft werden.

          „Diesen aufzuzeigen, löst natürlich Widerstand aus. Dass jegliche Einwände von Christian und anderen Jüngern als “Hass” wahrgenommen werden, sagt am meisten über diese Community aus.“

          Oder eben darüber, dass du eine vollkommen unsachliche Abneigung zeigst, die rein formell bleibt, weil du inhaltlich kaum etwas dagegen vorbringst.
          Wenn du inhaltlich wirst, dann landet es meist eher bei einer vagen Bestätigung.
          Deine Kritik bleibt eben auch Einseitig, Unterkomplex und unterliegt ideologischen Verzerrungen – das Wissen nicht wissenschaftlich ermittelt worden ist, bedeutet nämlich nicht, dass es falsch ist. Es kann auch ein vollkommen zutreffende Wissenszusammentragung sein. Ob sie das ist, das wäre zu beweisen.
          Kurzum deine Kritik baut auf einem klassischen Fehlschluss auf:
          https://allesevolution.wordpress.com/2014/01/20/argument-das-an-das-nichtwissen-appeliert-und-argument-aus-personlichem-unglauben/

          Das argumentum ad ignorantiam (lateinisch für „Argument, das an das Nichtwissen appelliert“) ist ein logischer Fehlschluss, bei dem eine These für falsch erklärt wird, allein weil sie bisher nicht bewiesen werden konnte, oder umgekehrt,

          Es geht auch in Richtung eines anderen Fehlschlusses:

          Eine Abwandlung davon ist das „Argument aus persönlichem Unglauben“: Der Umstand, dass eine These subjektiv als unglaublich oder unwahrscheinlich erscheint, wird als hinreichende Bedingung für die Zurückweisung einer These angesehen, an deren Stelle eine andere, subjektiv bevorzugte als zutreffend gesetzt wird.

          Sprich: Pickup könnte falsch oder richtig sein. Du behandelst es aber erst einmal als falsch.
          (ich bewerte es aufgrund meiner „persönlichen Experimente“ in dem Bereich subjektiv als richtig, wobei mir durchaus bewußt ist, dass es nicht bewiesen ist)

        • @C
          Warum fragst du so persönliche Sachen, die du ohnehin nicht nachprüfen kannst? Wenn ich dir z.B. erkläre, dass ich von Männern (als ich noch auf dem Markt war) nicht erwartet habe, dass sie Gedanken lesen können und die ganze Arbeit machen, dann glaubst du mir nicht, und wenn ich deine Suggestivfragen so beantworte, wie du das hören willst, dann fühlst du dich bestätigt.
          Ich erlebe die Welt nicht wie du. Ich sehe da keine solchen Komplikationen, ich bin ihnen auch nicht begegnet. Nicht in meinem Umfeld. Das ist es ja, was ich so eigentümlich finde. Eure Welt, in der alles einerseits so komplex erscheint, dass ich Adrians Beteuern, dass er so froh ist, schwul zu sein, verstehen kann, andererseits so überaus schwarz-weiß.

          „Mich ärgert einfach die Art der Kritik. Sie ist so gut wie nie in der Sache. Es ist immer das abdriften in die Abwertung der Nutzer im Sinne von “Flirten kann doch jeder, wer Pickup braucht ist Autist/ein sozialer Versager/kein guter Mensch”.“

          Habe ich das gesagt? Ich finde nur, dass manche dieser Fragen psycho wirken, und alle ziemlich gestelzt und ungeeignet, jemanden dazu zu bringen, sich zu verlieben. Es ist zudem ätzend, ausgefratschelt zu werden. Wie bei einem Verhör. Oder bei „Wahrheit oder Pflicht“.
          Und ich finde auch nicht, dass jemand (männlich oder weiblich), der beim „Daten“ unbeholfen ist, ein Versager ist. Ein „Versager“ ist er/sie dann, wenn er/sie das andere Geschlecht hasst, weil er/sie ein paar schlechte Erfahrungen gemacht hat, und sich dann auch noch von anderen Hassern des anderen Geschlechts weitere Hassbotschaften einflüstern lässt und das alles unreflektiert glaubt. Statt sich hier auf irgendein Regelwerk zu verlassen, das zumeist frauenfeindliche Individuen, die NICHTS mit Psychologie am Hut haben, zusammengestellt haben (was war etwa Mystery noch mal? Fernsehshow-Zauberer?), würde ich zu einer Therapie raten, wenn man zu sehr darunter leidet, was ich im übrigen gut nachvollziehen kann. Ist ja nichts Schlimmes.
          „Autist“ ist übrigens keine Beleidigung sondern eine Krankheit. Ich habe selber autistische Züge, was mir die zwischenmenschlichen Situationen nicht gerade erleichtert.
          Du bellst hier schon rein präventiv los, ohne dass ich dich persönlich angegriffen hätte.

          „Auch nett. Also deine These ist, dass man etwas was funktioniert, nicht verteidigen darf, weil man sonst beweist, dass es nicht funktioniert?
          Überlege bitte mal, was das logisch bedeuten würde.“

          Wenn, dann auf sachliche Weise. Du bist in puncto PU nicht sachlich. Du regst dich auf, sobald jemand es wagt, PU zu kritisieren.

          „Wenn es nur um Sex geht, dann ist das wirklich einfach. Jedenfalls wesentlich einfacher als als Mann.“

          Woher willst du als Mann das wissen? Nur weil du denkst, du würdest Sex immer zustimmen (solange dir die Frau gefällt, nehme ich an – was ist dann mit den Unattraktiven?)? Ich habe auch hier schon mehrfach von Frauen gehört, dass Männer das verunsichert, bzw. es ihnen verdächtig vorkommt, wenn Frauen mit der Tür ins Haus fallen, weil sie ein solches Verhalten nicht erwarten.
          Und es sind auch nicht alle Männer so wie du.

    • Das ist keine schlechte Frage, weil sie auf eine große Offenheit zielt, aber gleichzeitig nicht nach Informationen verlangt, die gegen einen verwendet werden können.

      Aber wie oben gesagt geht es nicht um die konkreten Fragen oder einzelne davon. Sondern um die emotionale Achterbahn und die Erzeugung von Offenheit und Vertrauen. Das geht auch mit ganz anderen Fragen. Wahrscheinlich wird alles, was Du als „interessantes Gespräch“ empfindest im Prinzip auf ähnlichen Effekten basieren.

    • @shark

      Und es gibt wirklich Leute, die glauben, dass sowas wie etwa die siebte Frage jemanden dazu bringen kann, sich in sie zu verlieben?

      Halte ich für einen Fehlschluss. Ich würde eher davon ausgehen, dass jemand, der bei den Fragen nicht die Flucht ergreift vorher schon eine geeignete emotionale Bindung hatte.

      @lh

      Sondern um die emotionale Achterbahn und die Erzeugung von Offenheit und Vertrauen. Das geht auch mit ganz anderen Fragen

      Richtig. Die vorgestellten Fragen halte ich für ein erstes Date aber schlicht für zu intim. Die wenigsten Menschen haben das Bedürfnis zu einem Seelenstriptease gegenüber einem praktisch Fremden.

      • @Hans:

        Als Script zum abarbeiten würde ich das auch nicht unbedingt nehmen. Wobei… probieren könnte man es mal.

        Wenn Du Dir die Fragen in der Reihenfolge ansiehst, dann sind die ersten ziemlich harmlos und erst hinten raus wird es intim. Und das ist der Witz dabei. Die Grenzen langsam Stück für Stück verschieben und so Nähe erzeugen. Für die intimen Fragen ist dann schon Vertrauen da, was sich aus dem Gespräch ergeben hat.

        Und nicht zuletzt: Mal eine Grenze zu verletzen ist wesentlich besser als keine Grenze zu verletzen.

      • Wenn Du Dir die Fragen in der Reihenfolge ansiehst, dann sind die ersten ziemlich harmlos und erst hinten raus wird es intim.

        Das ist zwar richtig, ignoriert jedoch, dass es keinen Maßstab gibt. Ich habe Menschen kennen gelernt, die schon nach sehr kurzer Zeit sehr intime Details von sich preis gegeben haben und andere, die Wochen oder gar Monate dazu brauchten. Das zu missachten führt eher dazu, dass emotional zu gemacht wird.

        Die Grenzen langsam Stück für Stück verschieben und so Nähe erzeugen.

        Dafür halte ich die Fragen insgesamt für zu offensiv. Es fehlt an Rückzugsmöglichkeiten ohne das Gesicht zu verlieren. Alleine die 4 Fragen zu Tod und sterben sind in der Regel unverzeihliche Brecher. Auch ein schön-schreckliches Beispiel ist die Frage 5. Nicht jeder verbindet mit Singen etwas Positives. Emotionale Achterbahn funktioniert nicht wenn regelrecht schmerzhafte Gefühle provoziert werden.

        Mal eine Grenze zu verletzen ist wesentlich besser als keine Grenze zu verletzen.

        Sehe ich auch so. Ein solcher Katalog hält nur leider keinen Plan B bereit. Wie soll es weiter gehen wenn man feststellt, dass eine Grenze verletzt wurde? Somit bleibt im Grunde nur das Schema als brauchbar übrig.

        • Es gibt natürlich ernsthafte Grenzen, aber ein wenig schmerzhafte Gefühle sind gut. Bei der „Achterbahn“ geht es genau darum nicht nur im Spektrum „schöner Gefühle“ zu bleiben. Das ist nämlich langweilig.

          Ansonsten kann man den Rahmen für solche Fragen natürlich noch gestalten. Wenn man daraus wie Christian sagt ein Spiel macht und das so erklärt, kann jeder jederzeit aussteigen.
          Abgesehen davon hilft ein freches Grinsen natürlich immer. Und die bloße Unsicherheit eine Grenze zu verletzen oder zu weit zu gehen ist viel schädlicher als der Akt selber.

        • aber ein wenig schmerzhafte Gefühle sind gut.

          Möglicherweise wenn man einen masochistischen Partner sucht.

          Bei der “Achterbahn” geht es genau darum nicht nur im Spektrum “schöner Gefühle” zu bleiben.

          Verbot und „Gefahr“ erfüllen den gleichen Zweck. Man könnte daher z.B. auch fragen:
          „Bist du schon einmal nachts im Freibad gewesen? Würdest du das gerne mal machen?“ Das erlaub nebenbei auch eine Anspielung auf Nacktbaden.

          Und die bloße Unsicherheit eine Grenze zu verletzen oder zu weit zu gehen ist viel schädlicher als der Akt selber.

          Sicher. Das ist natürlich streng subjektiv. Ich kann dir aber versichern, dass mich einige der oben vorgeschlagenen Fragen garantiert auf Abstand gehen lassen würden. Da könnten dem Date nicht einmal mehr drei Brüste mit Biergeschmack helfen.

      • @HansG:
        Was ist daran ein Fehlschluss? Ich glaube weder, dass diese Fragen, insbesondere eben solche wie Frage 7 (die, um es mit Adrians Worten auszudrücken, schon ein bisschen Psycho klingt, vor allem wenn man das Gegenüber nicht so gut kennt) eine emotionale Bindung erzeugen, noch, dass sie die bereits bestehende Bindung in Verliebtheit ändern.

  7. mich erinnern diese Fragen an eine Mischung aus „Wahrheit oder Pflicht“ Spielen zwischen 10 und 12 und Ethik-Spielen („Stell dir vor, du kannst nur einen retten. Wen nimmst du, den süßen Welpen, den alten Omi, die scharfe Blondine, das Schulkind?“) und einem Brigitte-Psychotest^^
    Ich habe zwar auch eine Testfrage, aber nur eine. Und es wirkt auch so, wie eine Strategie um Zeit rumzubekommen. Wenn man schon ausgeht, kann man den anderen dann nicht so interessant finden, dass man sich eigene Fragen ausdenkt? Vielleicht am Gesprächsverlauf orientierend?
    Zumal vieles davon ja durchaus Sachen sind, auf die man früher oder später auch alleine kommt. Und dann ist es schon wieder nur irgendein Schema, das man an jede abarbeiten kann.
    Wenn das schon wieder Pick Up ist, werde ich nur mal wieder in meiner Antipathie bestätgt.

    • Dachte ich mir, dass du alsFrau das so siehst.

      Aber ein Fachmann wie unser „Ih“ oder ein misogyner Psychopath wie Heartiste können nunmal nicht irren. Ebenso wie hunderte PU-Foren-Nerds, die bestätigen dass es funktioniert.

      • wahlweise wird dann einfach gesagt, dass Frauen sich ihrer eigenen Erregung oder den eigenen Vorlieben nicht bewusst sein oder sowas^^

        Dabei ist es nicht mal so, dass man keine komischen Fragen stellen kann. Aber das ist so schablonenhaft.
        Dass das emotionale Öffnen und Teilen von Geheimnissen usw. verbindend sein kann, ist halt nun auch wieder eine Binse aus der die Pick Up Heinis dann eben offenbar das machen (weil Frauen ja auch emotional sind, das ist so evolutionspsüchomßig, weißt du?^^)

        • eine Binse aus der die Pick Up Heinis dann eben offenbar das machen

          Das Geschickte ist, dass sie genau andersherum vorgehen:

          Eine beliebige Verhaltensweise von einem Womanizer-Archetyp wird übernommen (z.B. James Dean streicht in Filmszene dem verliebt dreinschauenden Mädel ihre Locke aus dem Gesicht -> ihre Haare zu berühren macht trockene Frauen feucht), hat also eine hohe Augenscheinvalidität als genereller „Wirkfaktor“ und dann braucht es nur noch eine psychologische Binse oder NLP-Pseudoscience zur Unterfütterung, und der Nerd am PC nickt begeistert mit dem Kopf.

        • @david

          „Eine beliebige Verhaltensweise von einem Womanizer-Archetyp wird übernommen (z.B. James Dean streicht in Filmszene dem verliebt dreinschauenden Mädel ihre Locke aus dem Gesicht -> ihre Haare zu berühren macht trockene Frauen feucht), hat also eine hohe Augenscheinvalidität als genereller “Wirkfaktor” und dann braucht es nur noch eine psychologische Binse oder NLP-Pseudoscience zur Unterfütterung, und der Nerd am PC nickt begeistert mit dem Kopf.“

          Hast du da mal ein Beispiel aus dem tatsächlichen Pickup?

        • Meiner Beobachtung/Vermutung nach ist genau das die Epistemologie von Pickup, grundsätzlich. Da kann durchaus hier und da sogar was gescheites rauskommen.

          Eine endlos-Diskussion mit dir werde ich über das Thema nicht mehr führen, die Macht deiner Argumente ist zu erdrückend für mich 😉

        • @david

          „Meiner Beobachtung/Vermutung nach ist genau das die Epistemologie von Pickup, grundsätzlich. Da kann durchaus hier und da sogar was gescheites rauskommen.“

          Du wirst halt nie wirklich konkret, alles ist irgendwie vom Hörensagen und zur Not wird sich darauf zurückgezogen, dass es doch richtig sein könnte. Dein Hass kommt zu deutlich durch, als das es rational wirkt

          „Eine endlos-Diskussion mit dir werde ich über das Thema nicht mehr führen, die Macht deiner Argumente ist zu erdrückend für mich ;-)“

          Das stimmt, auch wenn du es hinter Humor versteckst 😉

        • Dein Hass kommt zu deutlich durch, als das es rational wirkt

          Ich „hasse“ Pickup kein Stück. Ich habe es sogar schon mehrfach gegen tatsächlich irrationale oder überzogene Kritik verteidigt. Ich habe zu PU die gleiche Einstellung wie zu Brigitte-Heftchen oder sonstigen Liebesratgebern. Da ist längst nicht alles falsch. Warum sollte es, wenn (teils!) kluge Menschen sich frei Gedanken machen und Erfahrungen zusammentragen?

          Ob das so wirkt, als wären meine Einwände „irrationaler Hass“ würde ich gerne mal von jemandem hören, der selbst keine stark Selbstwert-assoziierte Beziehung zu PU hat, also nicht von den üblichen Verdächtigen.

          Nun bin ich bouldern.

      • @david

        „Ebenso wie hunderte PU-Foren-Nerds, die bestätigen dass es funktioniert.“

        Die obigen Fragen sind ja kein PUA (auch wenn man sie mit deren Mitteln erklären kann). Sie wurden außerhalb davon entwickelt.
        Was genau ist denn deine Kritik daran?

  8. Hallo, oben spricht David von „Dummschwätzern“ – da fühle ich mich angesprochen. Und dann noch „typische Fehler“ – die stammen von mir!

    Ja, nee, ich denke, daß in Eurer Diskussion ein wichtiger Aspekt zu kurz kommt: Vielleicht geht es nicht so sehr darum, welche Fragen man in welcher Reihenfolge stellt, vielleicht ist ja auch wichtig, WIE man solche Fragen stellt: mit welchem Tonfall, mit welchen Gesten, mit welchem Blick, mit welchem Getränk in der Hand, vielleicht auch im Schlendern und wieder Stehenbleiben, sich Ab- oder Zuwenden …

    Ihr kennt das vielleicht: Ihr habt im Fernsehen eine von diesen Liebes-Shows gesehen, z. B. „Die Bachelorette“. Am nächsten Tag lest Ihr in der Zeitung einen Kommentar zu eben dieser Folge. Dort steht natürlich, wie dämlich die Beteiligten dahergeredet haben. Und natürlich werden wörtliche Zitate als Beispiele angeführt. Doch irgendwie habt Ihr das Gefühl: diese Zitate waren doch gar nicht so dämlich, das war doch im Fernsehen gar kein so blöder Spruch …?

    Was ist da passiert – Ihr wißt es natürlich: das Medium hat gewechselt. Im Fernsehen erlebt man eine Kommunikations-Situation – mit allem Drum und dran (Tonfall, Sprechtempo, Blick, Körperhaltung …). In der Zeitung liest am nur Worte. Was im bloßen Text so-und-so wirkt, kann in der entsprechenden Kommunikations-Situation ganz anders wirken: besser – oder auch schlechter, kommt halt darauf an.

    Darum finde ich es vorschnell, wenn oben derartige Fragen als awkward u. dgl. abgetan werden – entscheidend ist, WIE man solche Fragen „rüberbringt“. Wenn es gelingt, das ein wenig flockig zu gestalten, dann bleibt auch noch Raum für Hans‘ Rückzugsmöglichkeit und seinen Plan B …

    Und von den großen Künstlern unter Euch wünsche ich mir ein paar Tips dazu, wie man einer Frau, der man gerade vors Schienbein getreten hat, z. B. die Frage nahebringt: „What is your biggest insecurity?“

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